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Samstag, 8. Dezember 2018

Thailand-Reisebericht - Teil 8 - Chiang Mai - von Elefanten und Menschen

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Sawatdii Kah, liebe ReisefreundInnen!

Nicht nur in meinem vorangegangenen Blogbeitrag Alpakas in der Wüste ging es um
liebenswerte Tiere... Heute geht es in meinem Thailand-Reisebericht zunächst tierisch weiter. Und
wie ich schon im vorigen Kapitel Teil 7 - Chiang Rai - Chiang Mai angekündigt habe, war der letzte
Tag in Chiang Mai und Umgebung zugleich unser intensivster Tag dieser spannenden Nordthailand-
Rundreise. (Aus diesem Grund - und weil es zu meinen heutigen Themen einige wichtige
Anmerkungen gibt - werde ich euch über diesen Tag in zwei Teilen erzählen.)

7. Tag, 26. Februar 2018
In der ersten Collage könnt ihr schon mal eine kurze Zusammenfassung dessen sehen, was
wir in den ersten Stunden dieses Tages erlebt haben. Vielleicht werden einigen von euch
angesichts dieser Aufnahmen auch kritische Gedanken zum Thailand-Tourismus kommen.
Denn sowohl Elefanten-Camps als auch Besuche der sogenannten "Hill-Tribes" oder
"Bergvölker" zählen einerseits zu den Attraktionen fast jeder Nordthailand-Gruppenreise,
andererseits jedoch zu den umstrittenen Seiten des Tourismus...




Elefantencamps in Thailand:

Es gab daher im Vorfeld auch Gespräche mit unserer Reiseleiterin Birgit: Wie ihr an den 
unteren Wegweisern erkennen könnt, gibt es im Gebiet von Chiang Mai eine Vielzahl von 
Elefanten-Parks. Birgit meinte, sie würde bereits seit Jahren zum Mae Taeng Elephant Park 
fahren, und ihr sei dort niemals etwas im Zusammenhang mit Misshandlungen von Elefanten 
aufgefallen oder zu Ohren gekommen.Und außerdem müsse man nicht alles, was man in
Deutschland oder Österreich zu diesem Thema lese, für bare Münze nehmen.





Die meisten der in den Camps lebenden Elefanten wären ehemalige Arbeitselefanten, die
arbeitslos geworden sind. Man könne all diese Elefanten weder frei lassen noch in Zoos
unterbringen, und es würde wohl auch niemand gut heißen, die arbeitslosen Elefanten zu töten.
Das wäre aber in vielen Fällen die einzige Alternative, da es kaum leistbar ist, Elefanten "einfach
 so" durchzufüttern... In den meisten der Camps würden sie gut versorgt und beschäftigt und auf
diese Weise gebe es außerdem Arbeitsplätze für viele Menschen...




Dazu kann sich natürlich jeder seine eigenen Gedanken machen - auch wir tun das. Immer
wieder aufs Neue. Wie auch bei anderen Veranstaltungen, bei denen Tiere beteiligt sind (Alpaka-
Wanderungen, Delphin-Schwimmen, Wolfs-Spaziergänge...) sind mein Mann und ich hin- und
hergerissen zwischen dem Bedürfnis, diesen wunderbaren Wesen nahe zu sein und der Frage,
wie gut es den Tieren geht. Am liebsten wäre uns eine Welt, in der all diese Tiere frei und
möglichst natürlich leben könnten - aber um das noch einmal zu erreichen, müsste wohl ein
Großteil der Menschheit von der Erdoberfläche verschwinden...

Es ist jedenfalls schwierig, über eine Sache fair zu urteilen, ehe man sie nicht mit eigenen
Augen gesehen und sie erlebt hat... Und wie ihr auf meinen Bildern erkennt, haben wir den
Mae Taeng Elefantenpark mit eigenen Augen gesehen und erlebt...






Das Foto oben links zeigt Herrn Rostrose und mich auf unserer schon etwas betagten
Elefantendame Lilly (oder vielleicht auch Li-Li?)... Dieses Bild wurde von einem dort arbeitenden
Fotografen aufgenommen und wir haben es gekauft - samt dem Rahmen aus Elefantendung. (Papier
aus Elefantendung ist ein absolut hygienisches Naturprodukt, das in einigen asiatischen Ländern in
Handarbeit produziert wird - ihr könnt euch z.B. HIER etwas über den Herstellungsprozess
durchlesen.) Das Foto oben rechts, das uns beide von hinten beim relativ steilen Abstieg in den
Fluss zeigt, nahm ein Mitreisender aus unserer Gruppe auf. 

Wie immer, wenn wir mit Tieren zu tun haben, versuchten wir auch hier, einen freundlichen
Kontakt herzustellen, und Lilly reagierte auf uns, indem sie uns mit dem Rüssel befühlte und sich
streicheln ließ. Ich glaube, sie war sehr neugierig auf uns - vielleicht fühlte sie auch, dass wir ihr
liebevolle Gedanken schickten. Ich muss gestehen, der gemächliche Ritt auf Lilly durch den Fluss
und durch einen Pfad im Dschungel war für uns etwas ganz Besonderes. Und auch wir konnten hier
nur beobachten, dass die Mahouts die Elefanten in Ruhe trinken und fressen ließen und sie nicht
zur Eile antrieben.




Dennoch finde ich nicht alles so unbedenklich in dem Elefantenpark. Angesichts der
vielen Touristen, die solche Camps besuchen, wird aus dem Ritt und dem Zusatzprogramm (das
Baden der Elefanten im Fluss und eine Show, in der die Elefanten verschiedenste Kunststücke
zeigen) eine ziemliche Massenveranstaltung. Und es gab einige noch junge Elefanten, die ganz
bestimmt keine ehemaligen Arbeitstiere sind. Die wurden also vermutlich schon für den Park
gezüchtet - und das gefällt mir nicht... Ich weiß, dass Elefanten in Gefangenschaft Beschäftigung
brauchen, aber brauchen sie Dressur? Und wie tierfreundlich geht diese tatsächlich vonstatten?

Selbst wenn uns das sanfte, weiche "Rüssel-Küsschen", das wir von einem der Elefanten
bekamen, weil wir etwas gespendet hatten, glücklich strahlen ließ, und selbst wenn die Pflege
und Versorgung ehemaliger Arbeitselefanten an sich eine gute Sache ist, würde ich euch daher
rückblickend raten, bei einem Thailandurlaub eher jene Elefantencamps zu besuchen, die
tatsächlich eine Art "Ausgedinge" für die Tiere darstellen und daher keinen Ritt, sondern einen
Spaziergang mit den Elefanten anbieten ... und auch keine Show ... (vor allem, wenn ihr auf
eigene Faust unterwegs seid und daher die Wahl habt). Solche Camps zu unterstützen, hilft auf
jeden Fall dabei, den Tieren das Überleben zu sichern... und ist vielleicht in Zukunft auch
beispielgebend für manche andere Elefantencamps.




Bergvölker in Thailand:

Ein zweiter "klassischer Höhepunkt" einer Nordthailand-Rundreise ist der Besuch eines
"Bergvölker-Dorfes". Zu den sogenannten "Hill Tribes" zählen zum Beispiel
(Wenn ihr ausführlichere Informationen über diese Völker wollt, klickt bitte auf die Links.)






Bei den meisten der in thailändischen "Hill Tribe-Schaudörfern" lebenden Menschen handelt es
sich um Flüchtlinge oder deren Nachkommen. In Wikipedia heißt es dazu beispielsweise über die
Karen: "Sie werden in Myanmar neben anderen ethnischen Gruppen seit Jahrzehnten durch die 
Militärdiktatur verfolgt und werden entweder gewaltsam umgesiedelt oder flüchten häufig nach 
Thailand."





Von Kritikern werden diese Schaudörfer unter anderem als "Menschenzoos" bezeichnet. Vor
allem über jene Frauen, die man als „Long Neck Karen“ oder "Langhalsfrauen" kennt, heißt es,
dass sie durch findige Geschäftemacher vermarktet und dazu angehalten werden, ihren schweren
Halsschmuck weiterhin zu tragen und die ursprünglich bereits im Abflauen begriffene Tradition
an ihre Töchter weiterzugeben.

Unsere Reiseleiterin erklärte uns dazu, sie habe mit einigen dieser Frauen gesprochen und sie
gefragt, ob es für sie nicht unangenehm sei, sich von Touristen begaffen und fotografieren
zu lassen; die Antwort sei gewesen, das sei immer noch viel besser, als in der ursprünglichen
Heimat verfolgt, vergewaltigt oder getötet zu werden. Und der Tourismus würde sie immerhin
ernähren. Ob das eine tatsächliche Aussage ist oder eine für Touristen geschönte Version, kann
ich leider nicht beurteilen.





Zwiespalt:
Die Fotografin in mir war glücklich über die fotogenen Frauen, als Augenmensch war ich von der
Buntheit der Trachten und von den auf vielfältige Weise schönen Gesichtern überwältigt, die Frau in
mir war unglücklich über die deformierende Halsring-Tradition (darüber könnt ihr weiter unten mehr
lesen), als politisch denkender und fühlender Mensch bin ich immer wieder darüber erschüttert, was
Menschen von anderen Menschen angetan wird, oftmals im Namen der Religion, häufig aus
Unverständnis oder Angst vor dem Fremden, aus Machtansprüchen oder aus Gier... und als Reisende,
die gerne "echten" Traditionen, authentisch lebenden Menschen begegnen möchte, bin ich traurig und
beschämt über die Entwicklung des Tourismus...






"Long Neck":
Dieses ursprüglich aus Myanmar und Vietnam stammende Bergvolk ist auch unter dem Namen
Padaung bekannt und bezeichnet sich selbst als Kekawngdu und Kayan. Traditionellerweise
tragen die Frauen dieses Volkes von Kindheit an eine Metallspirale um den Hals; im Lauf der Jahre
wird die Halsspirale immer wieder durch ein schwereres Exemplar mit mehr Windungen ersetzt und
es kommen weitere Spiralen dazu. Dadurch werden die Schlüsselbeine und die Schultern deformiert
und der Hals scheinbar verlängert. Die Bezeichnung Giraffen(hals)frauen wird aus verständlichen
Gründen als Beleidigung empfunden.






Das Gerücht, dass die Frauen an Genickbruch sterben würden,
wenn sie ihren Halspanzer abnehmen, ist unwahr - in der folgenden Collage seht ihr links das
Foto zweier junger Frauen, die ihren Halsschmuck abgenommen haben. Wahr ist, dass es vor
allem für Frauen die noch stark den alten Traditionen verbunden sind, einen Verlust an Ehre
darstellt, die Messingspiralen abzunehmen.


 


Über die Ursprünge und Hintergründe der Long-Neck-Tradition gibt es mehrere Geschichten. Ihr
könnt euch z.B. HIER die wichtigsten Informationen dazu durchlesen. (Fest steht jedenfalls, dass die
Padaung nicht die ersten Langhalsfrauen sind, die wir in unserem Leben gesehen haben - auch in
Südafrika gibt es nämlich ein Volk, bei dem die Frauen ebenfalls schwere Halsringe als Schmuck
tragen - die Ndebele, die wir 2002 bei unserer ersten Südafrikareise kennengelernt haben. Hier zeigt
der Schmuck, dass eine Frau verheiratet ist und die Anzahl der Ringe um den Hals, wie wohlhabend
der Ehemann ist.)






Ich finde es immer wieder faszinierend,
auf welche "Schönheits-" oder "Status-Symbole" die Menschheit verfällt. Aber bevor wir hier in
Mitteleuropa zu wild unsere Köpfe schütteln über die Bräuche in Asien oder Afrika sollten wir
zunächst mal auf unsere eigenen seltsamen mehr oder weniger aufwendigen Schönheitsideale und
Rituale blicken - von Brustvergrößerungen, rasierten Achsel- oder Beinhaaren, aufgespritzten oder
bemalten Lippen, angemalten Augenlidern, aufgeklebten Wimpern, abgesaugtem Po-Fett,
Bräunungscremes, Zahnspangen, verzierten Fingernägeln, Hot Pants, Push Ups ... bis zu Fuß-
deformierenden High Heels und weggeschnippelten oder mit Nervengift bekämpften Lachfalten -
ich denke, vieles davon würden die Langhalsfrauen absurd finden...

Respekt und Empathie:
Ich selbst kann weder nachvollziehen, warum man sich in unserer angeblich ach so aufgeklärten
Welt z.B. freiwillig die Füße mit engen hohen Schuhen deformiert noch, warum es hier wie dort
Bräuche gibt, die andere Entstellungen / Verstümmelungen des Körpers befürworten. Aber es geht
hier nicht darum, was ich nachvollziehen oder gut heißen kann. Ich denke, als Besucherin einer
anderen Kultur habe ich vor allem die Verpflichtung, den dort lebenden Menschen Respekt
entgegenzubringen.





Die Frauen, die in den Dörfern leben, mögen sich mehr oder weniger freiwillig damit abgefunden
haben, von Touristen betrachtet und fotografiert zu werden, und sie können zumindest ihren
Lebensunterhalt davon bestreiten, dass sie Tänze aufführen und Handwerksprodukte oder
Touristenkitsch verkaufen - allerdings ist es selbst bei klassischen Pauschalreisen nicht nötig,
diese Frauen als skurrile Schauobjekte zu betrachten. Letztendlich sind sie trotz ihrer Halsringe
Menschen wie du und ich: Menschen, die mal gut und mal schlecht drauf sind, Menschen, die
zufrieden oder unzufrieden mit der ihnen zugedachten Rolle sind, Menschen die versuchen, mit
der "modernen Welt", mit ihrem Schicksal und mit den Anforderungen, die von außen an sie gestellt
werden, so gut wie möglich zurecht zu kommen.





Genau wie andere Besucher waren auch mein Mann und ich mit unseren Kameras durch das Dorf
unterwegs, doch auch hier war es uns wichtig, nicht nur knips-knipsend und Gesichter sammelnd
umherzurennen, sondern zumindest ein Minimum an Kontakt herzustellen und Respekt zu zeigen.

Soll heißen, wir haben die Frauen freundlich angelächelt, ihnen zugenickt oder eine kleine
Verbeugung vor ihnen gemacht - ihnen gezeigt, dass wir sie als stolze Vertreterinnen ihrer Welt
betrachten. Die junge Frau unten links hat gerade etwas gegessen, als wir mit unseren Fotoapparaten
bei ihrem Stand vorbei kamen, und hielt sich etwas verlegen die Hand vor den Mund. Ich zeigte ihr
mit einer beschwichtigenden Handbewegung und einem Lächeln, dass sie sich Zeit lassen solle -
dafür war das Lächeln, das sie mir nachher schenkte, umso sonniger.





Die schwarz gekleidete Frau mit dem roten "Puschelschal" in der nächsten Collage zählt, wie man
ihrer Tracht entnehmen kann, zum Volk der Yao, das ursprünglich aus China stammt und einstmals
beträchtliche Macht innerhalb des chinesischen Reiches besaß. Die in Thailand lebenden Yao nennen
sich selbst Mien oder Iu-Mien, was so viel wie Person, Individuum oder Wesen bedeutet. Als die
anderen Frauen ihren "Begrüßungstanz" aufführten, stand sie stolz und  mehr oder weniger statisch
bei ihnen, und ihren Gesichtsausdruck konnte man wohl am ehesten als "Wo bin ich da bloß
reingeraten? Was soll dieses Kasperltheater? Ich mach mich jedenfalls nicht zum Affen!"
interpretieren. Später saß sie dann genau so steif und unbewegt auf einem Hocker vor ihrem Stand.
Als wir ihr eine kleine Verbeugung zur Begrüßung schenkten, ließ sie sich zumindest zu dem
versonnen Lächeln hinreißen, das ihr links unten sehen könnt.





Zwischen den einfachen Hütten der dort lebenden Menschen
 liefen Hühner umher und Katzen, die sich von uns kraulen ließen; der alte Autositz auf Rädern
dient wohl entweder als Kinderspielzeug oder als Transportmittel für manche Lasten. Neben dem
Dorf gibt es einen Fluss mit Wasserfall, der vermutlich die Wasserversorgung für die Bewohner
darstellt und einige Bäume mit Früchten. Inwieweit das Leben der Menschen dort nach dem Abreisen
der Touristen jedoch noch dem entspricht, das sie ursprünglich in ihren Bergdörfern führten, lässt
sich nur schwer sagen; immerhin handelt es sich hier ja um eine recht wilde Mischung verschiedener
Völker...


Das Foto von uns beiden nahm ein netter Mitreisender auf - danke!



Ihr Lieben, das war es für heute mal wieder - ich hoffe, euch hat mein Bericht interessiert
und vielleicht auch einige noch nicht bekannte Informationen geboten. Natürlich war das
noch längst nicht alles, was wir an diesem Tag gesehen und erlebt haben. Ich lade ich euch
herzlich dazu ein, auch beim nächsten Reiseberichts-Kapitel wieder mit dabei zu sein!

Doch mein allernächster Blogbeitrag wird vermutlich erst mein ANL-Posting sein (ANL =
Achtsamkeit  + Nachhaltigkeit  + Lebensqualität = A New Life), denn ab 15. Dezember gibt es
die vorerst letzte Möglichkeit für euch, eure umweltfreundlichen oder sonstwie zum Themenkreis
passenden Beiträge bei ANL zu verlinken. Ich hoffe, ihr seid auch da wieder eifrig mit dabei!
Vorerst möchte ich euch auf jeden Fall ein weiteres schönes und möglichst geruhsames
Adventwochenende wünschen!


Fotos (wenn nicht anders angegeben): Herr und Frau Rostrose 
Herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude





Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, Sunnys Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
der Gartenglück-Linkparty, bei Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB




Zur Startseite vom Reisebericht (Falls hier noch nicht alle Kapitel anzuklicken sind, könnt ihr euch
von der Startseite aus durchklicken! Die wird häufiger von mir aktualisiert 😊😉😎)

Samstag, 10. November 2018

Thailand-Reisebericht - Teil 7 - Chiang Rai - Chiang Mai

 ... oder Ein KARAOKE-Abend in Thailand?????


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Sawatdii Kah, liebe ReisefreundInnen!


6. Tag, 25. Februar 2018
Herzlich willkommen zur Fortsetzung meines Thailand-Reiseberichts! Auch dieser sechste Tag
war wieder sehr inhalts- und abwechslungsreich! Gleich nach dem Frühstück zeigte uns unsere
Reiseleiterin Birgit eine Sehenswürdigkeit, die nicht einmal im offiziellen Reiseprogramm stand,
obwohl sie sich während der letzten Jahre zu einem der Wahrzeichen von Chiang Rai entwickelt
hat: den sogenannten "Weißen Tempel" oder  
Wat Rong Khun


Die vom Architekten Chalermchai Kositpipat konzipierte kunstvolle Anlage trägt auch noch einige passende 
Spitznamen wie Eispalast oder Hexenhäuschen.


Da unser Besuch ein
außerplanmäßiger und der Tempel noch geschlossen war, konnten wir die Anlage nur von außen
 bewundern, doch auch dabei gibt es schon sehr viel Nahrung für die Augen. Der Wat Rong Khun
bietet zwar Elemente, die man auch von anderen Tempeln kennt, einiges ist dann aber doch
ganz anders... und es blitzt auch da und dort ein etwas schräger Humor oder Sinn für Skurrilität
durch. HIER könnt ihr über den Wat Rong Khun einen interessanten Artikel lesen, und HIER ist
noch ein informativer Beitrag. Ich denke, ein Besuch des (noch lange nicht fertigen) Tempels lohnt
sich auf jeden Fall. Doch selbst der Blick von außen ist sehr ergiebig.


 


  Da wir nicht in die Anlage hineingingen, konnte ich die Zeit jedenfalls zu einem kleinen Flirt
mit dem hübschen blaugrünen Außerirdischen nützen, den ich euch in diesem Post schon einmal
vorgestellt habe. Herrn Rostrose war dies wohl gar nicht recht, denn wie ihr in den folgenden
Collagen sehen könnt, drängte er sich zwischen uns:




Bald schon ging es weiter - ab nun in südwestlicher Richtung. Von Thailands nördlichster
 Provinzhauptstadt Chiang Rai sind es etwa 200 Kilometer bis nach Chiang Mai. Eingebettet in
die schöne, grüne Berglandschaft Nordthailands sieht man zahlreiche Felder - überwiegend
wird hier Reis angebaut, aber auch Gemüse oder beispielsweise Cashewnüsse, die eine beliebte
Zutat in Thai-Speisen darstellen. Einer unserer Zwischenstops galt einem Laden, in dem wir
verschiedene Sorten von Cashews verkosten und kaufen konnten. Botanisch betrachtet handelt
 es sich dabei übrigens nicht um Nüsse, sondern um die Kerne der so genannten Cashewäpfel -
und Cashewbäume stammen ursprünglich aus Brasilien.




 Was man wissen sollte: Cashewkerne sind gesunde, leckere und sogar stimmungsaufhellende 
Energielieferanten, allerdings ist ihr Anbau zuweilen nicht ganz unproblematisch. Einerseits sind
 die Transportwege nach Europa weit und häufig werden Erntehelfer und auch Kinder ausgebeutet.
Andererseits ist der Anbau dieser Früchte für die Menschen mancher Regionen eine wichtige
Einkunftsquelle. Wie so oft weiß man auch hier nicht, wie man's richtig macht. Ihr könnt euch aber
z.B. beim Utiopia-Ratgeber über dieses Thema informieren. Mit Cashew-Kernen aus Fair-Trade-
Bio-Anbau könnt ihr jedenfalls nicht allzu viel falsch machen.

Wie wir allerdings am Kunden-WC des Cashew-Ladens erfuhren, kann man beim Benützen der
Toilette einige fatale Fehler begehen - schaut mal auf die beiden Plakate, die dort hingen 😝:


Was lustig auf uns wirkt, hat einen ernsten Hintergrund: Unsere Reiseleiterin klärte uns darüber auf, dass es tatsächlich oft 
schlimme Unfälle vor allem mit Zuwanderern / aus ländlichen Regionen und einfachen Verhältnissen stammenden Menschen
gebe: Sie kennen bloß die asiatischen Hocktoiletten, balancieren daher auf dem Rand der WC-Schüsseln - dabei kann das 
Porzellan brechen und schwere Schnittverletzungen können die Folge sein.


Als nächstes hielten wir bei heißen Schwefelquellen,
wie es auf der Strecke Chiang Rai - Chiang Mai offenbar mehrere gibt. Da wir in der Nähe der
Kurstadt Baden bei Wien leben und erst im Jahr 2017 Island besucht haben, sind solche heißen
Quellen, Schwefeldämpfe und auch Geysire für uns jetzt nicht die größte Sensation, aber wir fanden
es recht lustig, dass man sich hier einfach gleich neben den Parkplätzen an den Beckenrand eines
heißen Gewässers setzen kann und dass in einigen der Becken Eier gekocht wurden.







Also gönnten wir uns auch gleich ein Körbchen mit Wachteleiern plus Sojasauce zu unserem heißen
Fußbad. (Das Fußbad fand freilich in einem anderen Becken statt, in dem das Wasser keine 98,
sondern nur geschätzte 40 Grad hatte... Für mich war es trotzdem zu heiß. Aber die Eier schmeckten
mir 😋). Danach gab's dann noch einen "Vienna"-Kaffee - denn wie meine Blogfreundin Elisabeth
Firsching schon bei ihrer Weltreise festgestellt hat: Ein bisschen Wien ist überall!




Mit dieser kleinen Stärkung zwischendurch hielten wir es gut aus bis zum kurz danach
stattfindenden Mittagessen 😊😉😋. Das Restaurant, in dem wir unsere Mittagsrast einlegten, nennt
sich Country Coffee und führt als Markenzeichen eine Windmühle - beides nicht so ganz die
klassischen Hinweise auf Thailändische Küche, doch die Speisen schmeckten genauso wie es sein
sollte, nämlich köstlich asiatisch, von pikant bis spicy... und ein bisserl schaukeln konnten wir dort
auch 😊.




Nach unserer Mittagsrast stand die Besichtigung von landestypischen Handwerksbetrieben
auf dem Programm.





Im ersten Betrieb wurde uns die kunstvolle Bearbeitung von Teak- und Rosenholz vorgeführt.
Bei den Handwerkern, die wir sahen, handelte es sich übrigens ausschließlich um Frauen. Von
Wandschmuck über kleine und große Dekofiguren, Garten- und Indoormöbel, teilweise mit
feinen Schnitzereien und edlen Perlmutt-Intersienarbeiten verziert - wird hier alles angeboten,
was das Herz des betuchten Käufers begehrt, aber auch kleine touristische Mitbringsel kann man
im angeschlossenen Laden erstehen.





Unten beweist Edi, dass die ausgestellten Sitzbänke zum gemütlichen Zeitungslesen einladen.
Außerdem könnt ihr in dieser Collage einen näheren Blick auf die Opfergaben bei den kleinen
Geisterhäuschen werfen, über die ich euch HIER mehr erzählt habe. Wie deutlich zu erkennen ist,
erscheinen die Erdgeister, für die die Speisen und Getränke gedacht sind, zuweilen in Gestalt von
 Vögeln und anderen Tieren, um von den Gaben zu naschen...




Als nächstes besuchten wir eine Seidenmanufaktur. Hier führte man uns den langen Prozess der
Seidengewinnung vom kleinen Ei über die Raupe und Puppe bis zum fertigen Seidentuch vor.
Die Schmetterlinge und Raupen, die ihr unten sehen könnt, waren übrigens echt und lebendig.




Die Verarbeitungsvorführungen waren interessant und die Stoffe, die es im angeschlossenen
Laden zu kaufen gab, ausgesprochen schön. Doch wie schon beim Holzverarbeitungsbetrieb kauften
 wir auch hier nichts. Wir wollten weder unser Gepäck für den Inlandsflug am übernachsten Tag zu
sehr belasten noch unser Budget - und da ich noch von unserer zweiten Indienreise einen schönen,
aber nicht weiter verarbeiteten Seidensari-Stoff zu Hause liegen habe, bringt es wohl nichts, wenn
ich weitere Stoffe bunkere...




In der folgenden Collage könnt ihr einen Blick in unser Zimmer und die Halle im
Park Hotel in Chiang Mai werfen. Wir fanden vor allem die Betthäupter ziemlich
königlich.

Doch sehr viel Zeit, um den Anblick unseres Zimmers zu genießen, hatten wir leider nicht
zur Verfügung - an diesem Tag stand uns nämlich noch eine Abendunterhaltung bevor... und zwar
eine, vor der ich mich zugegebenermaßen fürchtete: Denn nach einem Blick ins Programm hatte
mein lieber Mann (etwas erschüttert) festgestellt, dass wir zu einem Karaoke-Abend fahren würden!




Ach du Schreck! Es gibt ein paar Dinge in meinem Leben, die ich nach Möglichkeit nicht in der
Öffentlichkeit tun möchte - singen gehört da eindeutig dazu. Wer mich je singen gehört hat, versteht
auch, dass ich öffentlichen Gesang nicht bloß zu meinem eigenen Schutz vermeiden möchte, sondern
dass ich dadurch gleichzeitig andere Menschen und ihr empfindliches Gehör zu schützen versuche.
Auch mein lieber Göttergatte hört zwar gern Musik, ist jedoch alles andere als ein begnadeter Sänger.
Und somit ist eine Karaoke-Bar wohl einer der letzten Orte auf Erden, an den wir uns freiwillig 
begeben würden. 

Wir waren zugegebenermaßen etwas verwundert, dass man bei einer Thailand-Reise solch eine
Tortur über sich ergehen lassen musste, da es sich bei Karaoke ja um eine japanische  Erfindung
handelt. Aber nachdem ich bereits gehört hatte, dass Karaoke im asiatischen Raum generell zu den
beliebten Freizeitbeschäftigungen zählt, hinterfragte ich die Sache nicht allzu intensiv.




Wie ihr seht, warf ich mich tapfer in Schale und hoffte einfach, dass ich aus der Gesangs-Nummer
irgendwie wieder herauskommen würde. Das ging dann leichter als gedacht. Denn mein lieber
Mann, der die Angewohnheit hat, bei Wörtern bloß die ersten und letzten Buchstaben zu lesen
und sich den Rest zusammenzureimen, hatte zwar geglaubt, dass das Reise-Programm einen
Karaoke-Abend ankündigen würde ... aber in Wirklichkeit stand da Kantoke-Abend! 😂😁😅




Bei einem Kantoke-Dinner handelt es sich um eine typisch nordthailändische Form des Essens:
Traditionell sitzen die nördlichen Familien beim Abendessen um einen "Khantoke", einen kleinen
runden Tisch. In der Touristengruppenversion war der Tisch lang und eckig, aber es gab runde
Tabletts, die mit den verschiedenen Gerichten des Nordens bestückt waren. Und dazu wurde auf
der Bühne eine Show aus anmutigen traditionellen Tänzen in hübschen, farbenfrohen Kostümen
geboten:


Ich fand die Kleidung der Tänzerinnen sehr inspirierend. Okay, auf einen Lampenschirm als Hut könnte ich zwar 
verzichten, aber das restliche Kostüm der Dame auf dem großen Bild hätte mir z.B. SEHR gut gefallen. Leider konnte ich 
etwas Ähnliches nirgendwo entdecken.



 Auch Tänze und Kostüme der Thailändischen Bergvölker sowie manche artistische und
martialisch wirkende Darstellung der männlichen Akteure wurde uns geboten. Karaoke-Gesang
gab's an diesem Abend jedoch von niemandem 😜... Und darüber war ich kein bisschen traurig!




Ihr Lieben, seid ihr wieder gern mitgereist? Dann lade ich euch herzlich dazu ein, auch beim
nächsten Reiseberichts-Kapitel wieder mit dabei zu sein - der letzte Tag in Chiang Mai und
Umgebung war zugleich unser intensivster Tag dieser spannenden Nordthailand-Rundreise!

Doch mein allernächster Blogbeitrag wird wieder ein ANL-Posting sein (ANL = Achtsamkeit
 + Nachhaltigkeit  + Lebensqualität = A New Life), denn ab 15. November gibt es eine neue
Möglichkeit für euch, eure umweltfreundlichen oder sonstwie zum Themenkreis passenden
Beiträge bei ANL zu verlinken. Ich hoffe, ihr seid auch da wieder eifrig mit dabei!


Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude





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Color of the Month von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
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und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB




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Dienstag, 6. November 2018

Herbstbunt und Novembergrau

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Servus, ihr Lieben!
🍁🍀🍂🍃🌾🍃🍂🍀🍁🌾🍁🍀🍂🍃🌾🍃🍂🍀🍁


 In meinem vor-vorigen Post zeigte ich euch einige meiner Herbst-Outfits in Herbstfarben,
gespickt mit Aufnahmen von herbstlichen Spaziergängen. In meinem vorigen Post nahm ich
euch auf einen Familienausflug mit, bei dem es weniger um Kleidung, stattdessen mehr um 
wieder die LiebhaberInnen von rostrosigen Klamotten-Mixen auf ihre Rechnung - aber ein 
paar Aufnahmen von einem Herbstspaziergang entlang des Flusses Fischa gibt es dazu 
ebenfalls zu sehen. 

 

 
Dem November wird ja gern nachgesagt, dass er ein grauer Monat ist. Angesichts der 
himmelblauen und laubbunten Spaziergangs-Fotos möchte man das zwar gerne anzweifeln, 
aber auch hier hat der November mittlerweile manchmal seine nebelgraue Seite gezeigt.

 
Keine Sorge, ich habe mich mit dem schönen, weichen Schal, den mir Ines schenkte, nicht erwürgt! 😜


Meiner Meinung nach fügen sich das Graue und das Herbstlich-Bunte jedoch zu einem sehr 
harmonischen Gesamtbild. Und das nicht nur in der Natur, sondern auch im Zusammenhang 
mit Kombinationen aus dem Kleiderschrank: Ob nun Silbergrau oder Taupe (also Maulwurfs-
Braungrau), Anthrazit oder Greige - diese Töne vertragen sich sehr gut mit allem, was 
"herbstelt". Unten seht ihr einige Beispiele - und da ihr die meisten der Kleidungsstücke
schon kennt, weil sie mich seit geraumer Zeit begleiten, muss ich dazu erstens nicht allzu 
viel erklären und zweitens fällt es abermals unter "Nachhaltigkeit".

(Hier zeigte ich euch übrigens bereits im Vorjahr eine Capsule Wardrobe mit Herbsttönen plus Grau mit ein
paar Kleidungsstücken, die euch auch heute hier begegnen ... und die sich von den heutigen Mixturen dennoch 
stark unterscheidet!)




 Okay, ich gebe zu: 
Das Seidengilet, das ich hier unten zu meinen bereits bewährten currygelben Jeans und dem 
neulich im Henry-Laden des Roten Kreuzes erstandenen grau-grünen Wolljanker trage, kennt 
ihr wohl noch nicht. Was keineswegs bedeutet, dass es neu ist: Es wurde mir im Jahr 1985 von 
meinem damaligen Freund Roman geschenkt. (Ja, ich bin eine "Aufheberin" - überhaupt von 
manchen "Liebesgaben". Vielleicht erinnert ihr euch noch an die schrullige Geschichte meiner 
Turnschuhe aus dem Jahr 1980 😜.) Allerdings ist nicht mehr alles "original" an dem Gilet... 





Eine Zeitlang trug ich es gerne, dann nicht mehr so sehr, denn es hatte Knöpfe, die bald 
abgeschabt aussahen. Dann fand ich in Omas Knopfsammlung einige Goldknöpfe, nähte sie an 
und belebte das Gilet wieder. Kurze Zeit später kackte mir eine fiese Taube auf den Rücken und 
verätzte den Seidenstoff 😖. Mein Verhältnis zu Tauben (und damit meine ich selbstverständlich
 die Vögel, nicht die Gehörlosen!) ist seither etwas gestört. Andere hätten die Seidenweste danach
vermutlich weggeschmissen - ich hingegen wartete, bis ich Näh-Hilfe bekam. Das dauerte zwar
ein paar Jahre, doch so ca. Mitte der 1990er nähte mir Marianne-Oma einen neuen Rückenteil an
das Gilet. Seither kramte ich es ab und zu hervor, in den letzten paar Jahren allerdings nur noch
selten, doch vorige Woche hatte ich mal wieder Lust darauf und stellte fest, dass der Gelbton im
 Muster mit dem meiner Hose zusammenpasst.




Am folgenden Ensemble kennt ihr wieder alles, aber noch nicht in dieser Zusammenstellung. 
Diesen farbenfrohen Mix trug ich zu einer nicht minder bunten Veranstaltung. Denn meine
Schulfreundin Judith, die ihr u.a. in diesem Post kennengelernt habt, spielt nicht nur in einer
Laientheatergruppe (darüber habe ich euch hier erzählt) - sondern ist außerdem 




Hula - nicht zu verwechseln mit dem Hula-Hoop-Reifen - ist eine Tanzform aus Hawaii, 
die traditionell sowohl von Männern als auch von Frauen getanzt wird. Die TänzerInnen
erzählen mit ihren Händen und ihren zumeist sehr weichen, anmutigen Bewegungen eine 
Geschichte ... von der Liebe, vom Meer, von der Schönheit - kurz von allem, was es wert ist, 
tanzend eine Geschichte zu erzählen.
 



Am 27. Oktober 2018 fand im Rahmen des Hula ‘Oni E Hula Festivals der erste Hula 
Wettbewerb in Wien statt - und die Preisrichter kamen direkt aus Hawaii. Insgesamt waren 
TänzerInnen aus 12 Nationen mit dabei, darunter eben auch Judith und ihre Tanzgruppe Ka Wai 
Ku'ikahi O Danube. Herr Rostrose und ich (sowie unsere Freunde Anita, Norbert und Max) 
waren im Publikum und erlebten einen wunderschönen Nachmittag und Abend mit tollen 
Darbietungen! Und ich überlege ernsthaft, ob der Hula-Tanz nicht auch etwas für mich 
wäre... Die Hula-Röcke und -Kleider jedenfalls, die sprechen mich sehr an! 

Vielleicht beginne ich aber auch wieder mit Orientalischem Tanz? Mal sehen. Die Gymnastik 
bei Mrs. Sp*rty macht mir nach wie vor Spaß, aber ein Teil meines Körpers und meine gesamte
Seele sehnen sich nach Tanz:



 Fotos: Alexander Musil (aufgenommen bei der orientalischen Geburtstagsfeier eines Freundes Dez. 2006 beim 
gemeinsamen Tanz mit dem griechischen Profi-Bauchtänzer Alexandros) und Monika Sch. (aufgenommen bei unserer 
ersten Indien-Reise im Jahr 2010)

 
Die nächste Kombination ist zwar kein Hula- und kein Bauchtanz-Outfit, aber die Bluse habe ich
schon in der oberen Collage bei den indischen Bildern getragen - damals noch in ungefärbt! Der
neue, strahlende Orange-Ton würde ebenfalls gut zu beiden Tanz-Themen passen, finde ich. Und
Orange mit Grau gefällt mir richtig gut! Deshalb kommt weiter unten dann noch eine Kombi mit
diesen beiden Farben.





Den Rock vom Henry-Laden kennt ihr bereits aus mehreren Beiträgen - mit dem
messingfarbigen Langarm-Shirt und dem taupe-farbigen Häkeljäckchen (das ihr z.B. auch in 
meinem Header sehen könnt) hatte ich ihn aber bisher noch nicht kombiniert.





Die folgende Kombination habt ihr weiter oben schon mal gesehen (siehe dritte Collage), da 
hatte ich aber noch mein senfgelbes Jäckchen drüber gezogen - hier seht ihr den Mix nun 
Jacken-befreit: 




Abermals die hellgrauen Jeggings, diesmal kombiniert mit meinem herbstbeerenrot-geblümten
Tunika-Minikleidchen, einem Seidenschal aus Indien und einer Strickjacke, die auch schon etwas
mehr als 30 Jahre auf dem Buckel hat (ihr kennt sie aus diesem Post - sie landete damals nach einer 
Schrank-Ausmistung meiner Freundin Gaby bei mir).




 Hier folgt nun die weiter oben versprochene zweite Kombination von Orange und Grau.
Diesmal darf mein in Thailand gekaufter Schmetterlingsrock mitspielen - abgesehen von
 den Stiefletten und der Afrika-Kette das einzige Stück in diesem Ensemble, das jünger ist 
als 15 Jahre... Der "Fransen-Schal" stammt übrigens aus meinem Bauchtanzfundus - ich habe 
ihn HIER schon als Gürtel getragen. Weil Thailand das Thema bei Marens neuem Linkup 
COLOURS OF THE WORLD ist, wird das Röcklein auch gleich dort verlinkt.






Bei den Modischen Matronen gibt es ebenfalls wieder ein Linkup - hier ist Beautiful Black
das Thema. Und Schwarz ist ja nun auch nichts großartig Anderes als ein sehr dunkles Grau
mit einem extrem reduzierten Weißanteil 😎 - also passt es durchaus zu meinem heutigen
Posting 😉. 



 
Vor allem, weil ich mich nicht auf
das folgende schwarz-schwarze Outfit beschränkt habe: So trug ich schwarz in den 1980ern am
liebsten (ihr kennt ja mittlerweile vielleicht mein Posting mit meinen schwarzen Jugenfotos):
pur und mit ganz viel Spitze. Den Spitzenüberrock hat mir übrigens meine Freundin Gitty vor 
langer Zeit genäht, über dem Langarmshirt mit den an den Schultern gerafften Ärmeln trage ich 
ein Spitzenbustier, das man so schwarz-in-schwarz auf den Fotos leider kaum sieht, und darüber
ein Bolerojackerl mit #statementärmeln (haha!), das auch wieder aus meinem Bauchtanzfundus 
stammt. Stiefletten und Gürtel sind als Kontrapunkt zu all dem Spitzengedöns bewußt derb 
gehalten.




Aber wie gesagt, das war "ICH" in den Achtzigern. Mittlerweile mag ich schwarz an mir nicht
mehr in dieser Ausschließlichkeit. Es erinnert mich aktuell auch zu sehr an Trauerkleidung -
eine Assoziation, der ich so lange wie möglich auszuweichen versuche - und deshalb bekommt
ihr "mein aktuelles Schwarz" in zwei Varianten serviert, beide gewürzt mit Rottönen, aber
doch recht unterschiedlich von der Ausstrahlung her. Der erste Mix ist eher "erdig" mit derben
braunen Lederstiefletten, Ketten aus Naturmaterialien und dem Flohmarkt-Loop in Rostrot.




Der zweite Mix - Schwarz mit Rosenrot - lässt mich eher an Tänze in Spanien oder 
Lateinamerika denken. (Erwähnte ich bereits, dass sich etwas in mir nach Tanz sehnt?) Das
Schultertuch, das ich hier trage, ist auch wieder ein Stück aus dem Henry-Laden.




Zu guter Letzt noch ein Blick auf alle drei schwarzen Outfits in einer Collage und auf ein Stück
Herbstlandschaft bei der Fischa:



Und damit verabschiede ich mich für heute von euch! Herzlichen Dank
für euren Besuch und für die immer wieder mein Herz erfreuenden Kommentare, die
ihr mir hinterlasst!



Fotos: Herr und Frau Rostrose
Alles Liebe von eurer Traude


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Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, Sunnys Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
Zitat im Bild oder Glockentürme von Nova, der Gartenglück-Linkparty, bei
Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB