Dienstag, 21. April 2026

Frühlingstage zwischen Licht und Schatten (Teil 1)

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Servus ihr Lieben!

 

Manchmal verläuft das Leben nicht nur in hellen Farben – das haben wir in den letzten Wochen erneut sehr deutlich gespürt.
 
In der Einleitung zu meinem vorigen Blogbeitrag habe ich bereits kurz erwähnt, dass es bei uns im familiären Kreis einen gesundheitlichen Notfall gibt 🚑🛏️ und ich deshalb derzeit womöglich seltener zum Bloggen und Kommentieren komme.

Vielen Dank an alle, die daraufhin so liebe Besserungswünsche geschickt haben 💛. 

 
 
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Ein paar blaue und graue Himmelsblicke für Heidis Galeria Himmelsblick.

 

Zum gesundheitlichen Notfall 🚑👩‍⚕️ 

Ich möchte euch diesbezüglich nicht im Dunklen stehen lassen. Es handelt sich um meine Schwägerin Anita, die Schwester meines Mannes EdiDie Situation ist leider sehr ernst - Anita hat einen offenbar sehr aggressiven Krebs, der bereits mehrfach gestreut hat. Erkannt wurde das erst, als Gehirnmetastasen einen Anfall auslösten. Bis dahin fühlte sie sich gesund und fit, spielte seit vielen Jahren Tennis, traf sich mit Freunden, ging zu Gymnastik und zum Walken in der Natur.

Manchmal schlägt das Leben sehr hart zu. Nun liegt Anita im Krankenhaus und wir wissen leider nach mehreren ausführlichen Arztgesprächen: Es ist keine Heilung mehr möglich 😢. Das Sprechen fällt meiner Schwägerin schwer, weil die Metastasen ihr Sprachzentrum beeinträchtigen, doch sie erkennt uns noch. Zu Beginn durften nur Edi und ich sie besuchen, was wir regelmäßig tun, auch wenn uns all das sehr nahegeht. 

Inzwischen dürfen auch ihre Freunde zu ihr kommen – und es ist schön zu sehen, wie oft sie das tun und wie sehr sie versuchen, Anita noch Freude zu schenken

 

Das Foto von Anita und mir links unten entstand in der Vorweihnachtszeit 2025. Am 13. April war Anitas 70. Geburtstag. 
Einen Tag später hatten wir ein Gespräch mit dem Palliativteam des Krankenhauses...

 

Soviel zu unserer derzeitigen Situation.
Mein Mann und ich sprechen viel darüber, wie schnell sich alles verändern kann – von ‚pumperlgesund‘ zu schwer krank. Wie kostbar gemeinsame Zeit ist. Und wie wichtig es ist, die Dinge zu tun, die man liebt, solange man es kann. 

Wir versuchen daher, uns weiterhin das zu bewahren, was uns Kraft gibt: Bewegung, Natur, Begegnungen mit lieben Menschen. 

Genau solche Begegnungen haben wir auch in den letzten Wochen bewusst gelebt. 💛 
Ich möchte auch weiterhin bloggen, wenn es meine Zeit erlaubt - denn es tut mir gut, euch von unseren Erlebnissen zu erzählen. Ein paar davon fanden noch vor der schlimmen Nachricht statt, andere in der Zeit danach. 


Spaziergang beim Freigut Thallern 🍇🍷

Ein strahlend blauer Himmel und frühlingshafte Weingärten für All Seasons

 

 
Die kleine Wanderung in den Weinbergen von Gumpoldskirchen fand beispielsweise vor einem Besuch bei Anita statt. Wir halten es da so ähnlich wie zu jener Zeit, als meine Mutter in einem Pflegeheim nahe dem Stadtrand von Wien lag und verbinden manche Besuchstage mit aufmunternden Ausflügen in der Umgebung.

Wir starteten beim Freigut Thallern mit einem köstlichen Mittagessen im Klostergasthaus – und bewegten uns dabei an einem Ort mit erstaunlich langer Geschichte. Denn dieses Weingut des Stiftes Heiligenkreuz geht tatsächlich bis ins Jahr 1141 zurück - damals schenkte Markgraf Leopold IV. dieses Gut den Zisterziensermönchen von Stift Heiligenkreuz. Kaum zu glauben, dass hier seit fast 900 Jahren Weinbau betrieben wird!

Heute ist das Freigut nicht nur eine zentrale Weinkellerei, sondern auch ein liebevoll revitalisierter Ort, an dem sich Geschichte, Genuss und Landschaft auf besonders schöne Weise verbinden.

 

 

 
Die alten Gemäuer des Freiguts bieten viele Ritzen, in denen Mauereidechsen leben. An dem sonnigen Frühlingstag sahen wir einige von ihnen geschäftig umherhuschen, aber nur zwei ließen sich fotografieren: 

 
Ein paar Eidechsen für Eileen 🦎☀️
Durch dieses Tor sind wohl keine Riesen geschritten...
 
 
Hier konnten wir ein weiteres Stück des Beethoven Wanderweges kennenlernen. Wer schon länger in meinem Blog liest, weiß auch, dass wir bereits einige Teilstücke dieses Weges gegangen sind.
 
 
Der Wanderweg bot an diesem Tag herrliche Blicke auf den Schneeberg - und die Weinhänge leuchteten frühlingshaft grün.
 
 
Mehrere Greifvögel kreisten über uns, um nach Mäusen (oder vielleicht auch Eidechsen?) Ausschau zu halten. Leider hatten wir nur unsere Smartphones dabei - aber ein paar Turmfalken-Fotos brachten wir immerhin auch damit zustande: 
 
 
Die Turmfalken-Fotos sind natürlich auch für Saturday's Critters und außerdem für Wild Bird Wednesday

 

„Mutter-Tochter-Tag“ in Ungarn 🇭🇺💛

Die Gebäude sind für Farben &Formen in der Stadt, die Getränke hinter den Tellern für T Stands For Tuesday
 
 
Doch gehen wir lieber dort mit den Schilderungen weiter, wo ich bei meinem letzten Rückblick aufgehört habe: Bei der Zeit vor der Nachricht, dass Anita im Krankenhaus liegt: 
 
Mitte März gönnte ich mir einen kleinen „Mädelstag“ mit meiner Tochter: Wir waren in der nahe gelegenen ungarischen Grenzstadt Sopron unterwegs, bummelten dort durch die Altstadt, haben gemütlich beim Italiener gegessen – und dann löste Jana (endlich) ihr Weihnachtsgeschenk ein: Es gab eine entspannte Fußpflege für uns beide, und für sie noch eine Maniküre dazu. Ein richtig feiner, gemeinsamer Wohlfühl-Nachmittag bei angenehm frühlingshaften Temperaturen.
 

 

 
Und das war mein schrankgeshopptes Outfit für den Mädelstag: Mein neuseeländisches Kia-Ora-Shirt, dazu die Second-Hand-Raulederjacke von Momox fashion, meine gemütlich weite Blätterhose und die üblichen Stiefletten. 
 
 
  
 

Lederjackenwetter und die alte gelbe Hose

 
Ganz allgemein bin ich froh, dass sich in diesem Frühling so oft die Gelegenheit bietet, meine "neue" Lederjacke zu tragen - ich mag sie nämlich richtig gern.
 
Und ähnlich froh bin ich, dass mir (dank Gewichtsreduktion) nun wieder meine zwölf Jahre alten currygelben Jeans passen: Aus denen war ich während der letzten drei Jahre "rausgewachsen". Inzwischen habe ich 8 Kilo weniger als vor unserer Kanada-Asien-Reise, und somit ist mein erstes Teilziel erreicht. (Mit Kalorientracker und Sport funktioniert das immer noch sehr gut.)
 
 
 
 
 
Das obere Shirt ist erst ein paar Jahre alt, das untere zeigte ich euch bereits im Post aus 2014 und danach alle Jahre wieder mal. Es gibt einfach Kleidungsstücke, die ich richtig gerne mag, die gute Qualität haben (obwohl sie nicht allzu teuer waren) und die ich so lange trage, bis sie mir vom Körper fallen. Und ich gebe nichts weg, das ich gerne trage, nur weil es mir gerade nicht passt.
 
Mein nächstes Teilziel betrifft übrigens mein Dirndl und mein geblümtes Landhauskleid. (Beide besitze ich seit 2016.) Dazu will ich gerne noch weitere 4 Kilos abnehmen
 
 

 

Ausflug zum Schloss Tribuswinkel 🏰🌳

Über den 18. März gibt es zweierlei zu berichten: Zum einen trafen wir uns an diesem Tag mit unserem tollen Reisebüroteam (Tina Lohr von Columbus Reisen und Matthias Urrisk von Imperial Tours) zu einer Art "Nachbesprechung" der Kanada-Asien-Reise in einem Asia-Restaurant in Traiskirchen 🍜🌞. (Es war deutlich mehr ein Treffen unter Freunden als ein offizieller „Reise-Besprechungstermin“ 😉)

Weil's ein traumhaft schöner Tag war, verknüpften wir damit einen Spaziergang beim nahegelegenen Schloss Tribuswinkel. Es gibt einen zwölf Jahre alten Blogbeitrag von mir, da erzählte ich euch ebenfalls von Spaziergängen bei diesem Schloss. 
 

  

 
Auch damals spitzelte der Bärlauch im Schlosspark schon aus der Erde, aber noch nicht so üppig wie bei unserem diesjährigen Besuch.

Diesmal war ich ohne meine Lederjacke unterwegs, denn zum Treffen mit den Reisebüroleuten wollte ich mich lieber in zwei "Reise-Mitbringsel" hüllen: Den Seiden-Haori (Kimono-Überjacke) kennt ihr schon von meinem Dezemberpost 2025. Ebenfalls aus Japan brachte ich einen Obi (Kimono-Gürtel) mit, denn ich liebe breite Gürtel. 

Diese sind allerdings mehrere Meter lang und werden mit einer großen Schleife gebunden, das ist für mich nicht praktikabel und war so auch nie geplant. Ich brachte den Obi zu unserer bewährten Änderungsschneiderin und ließ mir (vorerst) zwei verschiedene Wendegürtel daraus herstellen. (Vielleicht kommt noch ein Täschchen und oder ein weiterer Gürtel dazu). Einer der Gürtel ist mit Druckknöpfen, und ihr seht ihn hier:
 

 

 
Hier noch ein Blick auf die traumhafte, uralte Platane vor dem Schloss Tribuswinkel. Als ich sie euch 2014 zeigte, durfte man sie noch berühren. Inzwischen wurde ein Sicherheitszaun darum gezogen, was ich gut verstehen kann - denn ich denke, der Baum ist so direkt neben dem Parkplatz nicht ganz ungefährdet - und wurde auch häufig zum Kletterobjekt für Kinder. (Im Schloss ist u.a. ein Kindergarten untergebracht.)
 
 
Für Astrids Mein Freund, der Baum

 

Die folgenden Schilder habe ich teilweise im Schlosspark oder im Schloss selbst fotografiert. Die Tafel links mittig berichtet beispielsweise, dass das Schloss für die Betreuung von Kindern gewidmet ist. 

Das Schild oben links besagt, dass es sich beim Schlosspark um einen "literarischen Park" handelt, in dem Gedanken und Gedichte auf Tafeln präsentiert werden. Unten rechts seht ihr eine dieser Tafeln mit folgendem Zitat von Helmut Maier Moir:

Würden hungernde oder arme Menschen mehr bekommen, 
hätte diese Welt viel weniger Milliardäre und Millionäre.

Die netten Schilder vom Rauchfangkehrer Hopp stammen aus der Ortschaft Tribuswinkel selbst.

 

Für Tom's Signs

Happy Birthday Ingemar 🎿🎉

Ich habe weiter oben erwähnt, dass es rund um den 18. März 2026 gleich zwei Dinge zu erzählen gibt: An diesem Tag feierte auch der ehemalige schwedische Ski-Rennläufer Ingemar Stenmark seinen 70. Geburtstag – und er ist tatsächlich der einzige Sportler, dessen „Fan“ ich jemals geworden bin. (Genaueres dazu in diesem alten Blogbeitrag.)

Und mehr noch: „Stenny“ hat indirekt zu einer ganz besonderen Freundschaft beigetragen. Diese Freundin trägt zufällig denselben Vornamen wie meine Schwägerin – Anita. Ich hoffe, das sorgt nicht für allzu viel Verwirrung. Ihr kennt meine Freundin aus vielen Blogbeiträgen, z.B. aus meinem Beitrag über unsere gemeinsame Irland-Reise 1995.)

Wir lernten einander 1977 auf einer Sprachreise in England kennen, beide 15 und ohne Anschluss. Dann fiel irgendwann Ingemars Name – und plötzlich war da ein gemeinsames Thema, für das wir sofort Feuer und Flamme waren. Von da an waren wir unzertrennlich. 

Aus der anfänglichen Brieffreundschaft wurde über die Jahre eine tiefe Verbundenheit. Bis heute denken wir jeden 18. März an seinen Geburtstag – ein kleines Ritual, vielleicht auch aus Dankbarkeit dafür, dass er uns damals zusammengebracht hat.

Zu seinem 70er gestaltete meine Freundin mit Hilfe von KI und Originalfotos eine „gezeichnete“ Geburtstagskarte, auf der wir beide „Stenny“ jubelnd hochleben lassen. (Und ja – die Flagge ist nicht ganz korrekt 😄, aber das Bild ist einfach großartig gelungen.)
 
 
Die "Stenny"-Geburtstagskarte und ein paar Frühlingsboten in unserem Garten


Mit Jamie in der Römerstadt Carnuntum 🏛️🧒

Zwei Tage später, am 20. März, stand dann wieder Familienzeit auf dem Programm: Gemeinsam mit unserem Enkelsohn waren wir in Carnuntum unterwegs – ein Ausflug, der für Groß und Klein immer wieder spannend ist. 

Im Jahr 2023 habe ich euch HIER ausführlich über das römische Stadtviertel erzählt, das mithilfe der experimentellen Archäologie am Originalstandort wiedererrichtet wurde. Nun gingen wir dort erstmals mit Jamie auf Entdeckungsreise:
 
 

 
Die Frau in historischer Kleidung hatte offenbar gerade eine Führung hinter sich, ließ sich aber bereitwillig fotografieren. Ich erzählte Jamie, dass Kleiderstoffe damals mit Pflanzen gefärbt wurden - und das Blau des Kleides vermutlich durch die Pflanze Färberwaid entstand (was die Frau bestätigte 😊👍)
 

Bei dem steinernen Torbogen handelt es sich um das Heidentor aus dem 4. Jahrhundert n.Chr., das etwas außerhalb der
 Römerstadt zu finden ist.

Villa Urbana:

Die Nachbildungen original-römischer Wandmalereien sind diesmal mein Beitrag zu Samis Monday Mural

Laxenburg 🌿🏰

Gleich am nächsten Tag zog es uns in den Schlosspark von Laxenburg, wo Jamie den großen Spielplatz ausgiebig genießen konnte. Es tat gut, ihn so unbeschwert zu erleben. 
 
 
Der Forstmeisterkanal im Schlosspark ist für Roentare H2O
Jamie eroberte Burg und Schiff im Handumdrehen 😊

 
Unseren Hunger stillten wir im Flieger & Flieger, einem Lokal direkt neben dem Eingang "Tor Erholungszentrum (P3)". Das Restaurant ist gut zu erkennen an dem Flugzeug, das aus dem Dach ragt und dem "fliegenden" 2CV mit Propeller. Vor dem Lokal parkte ein wahres Prachtstück von einem Buick (Super Riviera Coupe) mit dem Namen Freddy
 

Von unseren Speisen nahmen wir gut die Hälfte für ein feines Resteessen nach Hause mit 😋



Leider erfuhren wir während dieser schönen Enkeltage auch von der Krankenhaus-Einlieferung meiner Schwägerin. Der Anruf kam gerade, als wir Jamie die Gute-Nacht-geschichte vorlasen... Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, welcher Schock das für uns war.
 
Das ist inzwischen rund einen Monat her. Nun ist Edi damit beschäftigt, zum Erwachsenenvertreter seiner Schwester bestellt zu werden; der nächste Schritt ist die Anmeldung für einen Hospizplatz, wo Anita ihre letzte Lebenszeit gut betreut, aber in möglichst heimeliger Atmosphäre verbringen kann.
 
 
Eine unserer vier Amaryllis-Pflanzen auf der Fensterbank zeigte rund um Ostern diese wunderschönen Blüten 😍

 
Es gibt dennoch einiges Weiteres zu erzählen. Denn wir haben – wie oben schon erwähnt – auch in diesem schwierigen Monat Freunde getroffen, Zeit mit unserem Enkelsohn verbracht, im Garten gearbeitet, Sport getrieben und die erwachende Natur genossen.

Kurz gesagt: Wir mussten uns zwar (intensiver, als uns lieb ist) mit dem Sterben beschäftigen – aber wir haben zugleich gelebt.

Denn so ist das Leben: nicht nur hell, nicht nur dunkel – sondern alles zugleich 🌓.

Und darüber – wie auch über unsere Reise-Abenteuer – möchte ich euch weiterhin gerne berichten. Auch wenn es derzeit vielleicht etwas länger als üblich dauert, bis ein Beitrag oder ein Kommentar von mir erscheint.

Vielen Dank euch allen für eure lieben Worte zu meinem vorigen Blogbeitrag und für eure Geduld!💛 
 
 
 
Alles Liebe & 
herzliche Rostrosen-Grüße,

T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: 

 

Sonntag, 29. März 2026

Reisebericht 2025 – Unterwegs nach Nanaimo: Regenwald, Küste und weiter nach Chemainus & Ladysmith 🇨🇦

>>HIER<< kommt ihr zum gesammelten Reisebericht "Von Kanada 🍁 bis Asien 🎋". 

 

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Ein paar wichtige Infos vorab:

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🚑 Wegen eines gesundheitlichen Notfalls im familiären Kreis konnte ich zuletzt noch weniger Zeit am Computer verbringen und es ist möglich, dass dies noch ein Weilchen so sein wird. (Mehr darüber ein andermal.) Sorry, dass es deshalb teilweise sehr lange dauern kann, bis ein Kommentar von mir bei euch ankommt oder ein neuer Beitrag erscheint!



 Herzliche Insel-Grüße, ihr Lieben!

 

Wir befinden uns (virtuell!) nach wie vor auf Vancouver Island. Vielen Dank, dass ihr uns mittels meines vorigen Blogbeitrags in die Hauptstadt Victoria begleitet habt - und von dort aus in die traumhaft schönen Butchart Gardens und in den urwüchsigen Goldstream Provincial Park

Auch in meinem heutigen Post werden wir einerseits wieder wild-romantische Landschaften durchstreifen... und andererseits ein Stück Kultur genießen. Seid ihr dabei?

 

🌊🌲🌊🌲🌊🌲🌊🌲🌊 

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17. September - Unterwegs nach Nanaimo

In der unteren Collage seht ihr einen Überblick über die einzelnen Routen-Abschnitte bis zu unserem nächsten Hauptziel. Denn natürlich wollten wir nicht in einem Rutsch von Victoria nach Nanaimo rasen, sondern unterwegs etwas von der schönen Insel sehen - und ein bisschen wandern gehen 🥾. 
 


Wie üblich, hatte ich mir im Vorfeld mehrere mögliche Routen und Teilziele herausgesucht. Wir entscheiden dann zumeist spontan, was wir unternehmen wollen. Die Wetterlage spielt dabei auch eine Rolle. Der Himmel an diesem Morgen war wolkenlos blau, strahlender Sonnenschein ☀️😎 - also sprach nichts gegen einen Ausflug in British Columbias herrlicher Natur.

Aber beobachtet selbst, wie sich im Lauf des Tages der Himmel immer wieder verwandelt!

 

🌊🌲🌊🌲🌊🌲🌊🌲🌊 

 

Sooke Potholes Park

 
Schon unser erster Halt führte uns in eine sehr reizvolle Landschaft mit natürlich geformten Felsbecken im kanadischen Regenwald
 
Die Karte besagt, dass der Sooke Potholes Provincial Park und der Sooke Potholes Regional Park direkte Nachbarn sind. Ich vermute, dass wir in beiden Teilen unterwegs waren. HIER könnt ihr weitere Infos in deutscher Sprache erhalten und HIER in englisch.
 

 

 
Über Jahrtausende hat das Wasser hier ganze Arbeit geleistet: In Strudeln gefangene Steine drehten sich unermüdlich im Kreis und schliffen dabei Becken in den Fels – die heutigen Sooke Potholes (= Strudellöcher). Heute wirken sie ruhig und idyllisch – doch ihre Entstehung erzählt von gewaltigen Kräften.
 
 
 
 
 
Ich balanciere ja gern mal auf Steinen oder Baumstämmen im Wasser herum - siehe oben - doch hineingehen (oder gar hineinfallen) wollte ich lieber nicht 😅. Es gab aber tatsächlich auch hier wieder ein paar Wagemutige, die in den Potholes badeten
 

  

 
Diesmal begnügten wir uns allerdings mit Fotos von der Landschaft - und von den wunderbaren Himmelsspiegelungen. Und kraxelten ansonsten dort, wo sie flacher waren, ein wenig zwischen den Felsen herum.
 

  

 🌊🌲🌊🌲🌊🌲🌊🌲🌊 

Sandcut Beach

 
Die nächste Wanderung war kürzer - aber dafür mit einer besonders köstlichen Duftmischung von Douglasien, Zedern - und Meer 🌲🌊 gewürzt: Ein etwa ein Kilometer langer Waldweg im Jordan River Regional Park führt über Wurzeln, Holzstege und Treppen durch den gemäßigten Regenwald zu einem malerischen, 3,5 km langen Kiesstrand.
 

 

 
Der Weg ist hübsch, der Blick auf die Juan de Fuca Strait atemberaubend schön. Einen Wasserfall soll es dort auch geben, den haben wir allerdings nicht entdeckt - vielleicht war er rund um die Septembermitte aber auch ausgetrocknet...  
 
  
  
Oben: Durchblick auf die Juan de Fuca Strait mit den Olympic Mountains im Hintergrund

  

  

Fahrt nach Lake Cowichan

Lake Cowichan ist eine Kleinstadt im südlichen Landesinneren von Vancouver Island - und liegt am gleichnamigen See. Von diesem habe ich im Vorfeld gelesen, dass er sich gut für die Beobachtung von Wasservögeln eignet und auch als Fotomotiv sehr reizvoll sein soll - besonders was die Spiegelungen bei Sonnenschein betrifft. (Siehe Wikipedia-Foto - KLICK)

Aber mit der Sonne war es nicht mehr sehr weit her: Schon am Strand war es etwas wolkig gewesen. Je näher wir unserem Teilziel kamen, desto nebliger wurde es

 

Spuren vergangener Waldbrände sahen wir auch!
 
 

San Juan River

Beim San Juan River in der Gegend um Port Renfrew scheint es häufig neblig zu sein. (Auch hierzu kann ich euch einen KLICK auf ein wunderschönes Nebelfoto bei Wikipedia bieten.) 

Als wir dort entlang kamen, boten sich uns die folgenden Anblicke - und es waren (neben Möwen und einigen anderen Wasservögeln) mehrere Fischer zugange:

 
 

 

Kaffeepause beim Cowichan See 

Leider fanden wir auf eigene Faust keinen besonders gut geeigneten Fotospot beim zweitgrößten See von Vancouver Island. Immerhin entdeckten wir einen Platz, wo wir den Wagen parken und in die Nähe des Sees gehen konnten. Freundlicherweise ließ sich ein weit entfernter Kanadareiher fotografieren, und auch die Wolkenstimmung fanden wir spannend. Aber dort, wo es fotografisch vermutlich interessanter gewesen wäre, war der Weg für uns versperrt.


 

Wir kehrten im JV's Diner ein, um uns einen Kaffee zu genehmigen und zu erfragen, wo der See wohl am schönsten zu fotografieren wäre.

Das Diner ist ein origineller Ort mit vielen nostalgischen Details wie einer Sammlung alter Radiogeräte und Telefone sowie mit einem historischen BCFP Speeder Trailer, in dem es ebenfalls Sitzplätze gibt.


 
 
Auch unsere Frage wurde uns von einem der Mitarbeiter beantwortet - allerdings hätten wir für einen besseren Fotoplatz am See wieder mehrere Kilometer zurückfahren müssen - und da der Himmel nach wie vor nicht nach schönen Spiegelungen aussah, ließen wir das lieber bleiben - und fuhren stattdessen weiter zu unserem Tagesziel und Standort für die nächsten beiden Nächte:
 

17.-19. September - Nanaimo 

2 Übernachtungen im Island View B&B Nanaimo
- und ich kann euch verraten, dass das Island View seinen Namen zu Recht trägt: 

 

Unten: Ausblick aus dem Speisezimmer unseres B&B - in der Himmel war wieder blau 😎!

 

Außerdem kann ich euch verraten, dass Darlene, die Gastgeberin, wohl die entzückendste B&B-Wirtin ever ist - oder zumindest ganz weit vorne im Ranking: 

Die Dame hat nicht nur ein sehr gewinnendes Wesen, sie umsorgte uns und die anderen Gäste auch wie eine liebevolle Mutter - mit köstlichstem hausgemachten Frühstück, einer großen Auswahl an frischen Früchten (was ich sehr liebe), guten Tipps und netten Erzählungen. (Das ist auch der Grund, weshalb wir später - nach unserem Abstecher an die Westküste Vancouver Islands und nach unseren Abenteuern in Courtenay und Campbell River - wieder zu ihr zurückkehrten.)


 

Das Haus war an jedem Tag geschmückt mit Dahlien aus Darlenes wunderschönem Garten, in dem wir ebenfalls spazieren gehen durften. Seht nur, wie hübsch!




 
Zum Abendessen gingen wir in The Pipers - ebenfalls ein Tipp von Darlene. 
 
Sie meinte zwar, wir sollten mit dem Auto fahren, aber wir wollten beide etwas trinken - Edi Rotwein, ich Bier - und wir gehen ja gern zu Fuß. (Darlene lachte: "Ihr Europäer seid lustig, ihr wollt immer zu Fuß gehen." 😁) Ich denke, für eine Strecke brauchten wir rund 15 Minuten. Es schmeckte uns dort so gut, dass wir auch an unseren anderen Nanaimo-Abenden ins Pipers Pub gingen. Zu Fuß, versteht sich! 😉


Sushi Sando (mit Tempurateig überbackene Thunfisch-Sushi-Röllchen 😋), ein asiatisches Fusion-Gericht 

18. September - auf Mural-Tour

 
Ursprünglich wollten wir an diesem Tag Nanaimos Hafen kennenlernen. Doch eine Großbaustelle machte das Durchkommen in der Stadt extrem mühsam. Also verzichteten wir darauf - bzw. verschoben dieses Unternehmen auf unseren nächsten Nanaimo-Besuch. Stattdessen ging es gleich in einen anderen Ort auf meiner Liste:
 

Chemainus 


 
 
Vielleicht könnt ihr euch noch an meinen Tasmanien-Reisebericht erinnern - falls nicht: KLICK 😉. Über diesen Link kommt ihr zu meinen Schilderungen über Sheffield, die tasmanische "Stadt der Wandmalereien".

Ich erzählte euch, dass Sheffield sich vor dem wirtschaftlichen Ruin rettete, indem es sich ein Beispiel an einer kanadischen Stadt nahm, die ihre Geschichte in Form von Murals erzählte - und damit so viele Touristen anlockte, dass die Rechnung tatsächlich aufging. Diese kanadische Stadt ist Chemainus an der Ostküste von Vancouver Island.



Es gibt HIER eine Auflistung der Murals von Chemainus (und einiger Statuen). Ich weiß nicht, ob sie vollständig ist, jedenfalls könnt ihr euch durchklicken und auch nähere Informationen zu den einzelnen Werken und ihren Künstlern durchlesen.

Die ältesten Chemainus-Murals stammen aus dem Jahr 1982, und es wird nach wie vor weiter gemalt. Nackte Wände werdet ihr dort wohl kaum finden 😉.



 
Die Historie von Chemainus ist nicht vorstellbar ohne die Holzindustrie. Zahlreiche Murals erzählen von der harten Arbeit der Holzfäller, vom Transport der Stämme... und von den Menschen, die durch das Holz zu großem Wohlstand kamen.
 


 
Die Historie des Ortes wäre auch nicht vorstellbar ohne die indigenen Völker, die hier schon lange vor der Ankunft der Weißen lebten - und sie wäre nicht vorstellbar ohne die asiatischen Arbeiter und deren Nachkommen. Sie alle erzählen ihre Geschichten auf den Wänden von Chemainus:
 


 
Der "Mural-Tourismus" ist eine wichtige wirtschaftliche Einkunftsquelle der Stadt - deshalb werden die Wandmalereien auch gut gepflegt und von Zeit zu Zeit restauriert:
 


 
Gewiss wäre Chemainus auch ohne Wandbilder ein malerisches Städtchen mit hübschen historischen Gebäuden - doch es sind die Murals, die den Ort berühmt gemacht haben. 
 

 

Als wir noch in unserem B&B in Victoria waren, unterhielten sich einige unserer Tischnachbarn übrigens über die Murals von Chemainus. Und dabei wurde erwähnt, dass es auch in der Nachbar-Ortschaft Ladysmith Murals zu sehen gibt. Also statteten wir dieser Stadt ebenfalls einen Besuch ab.

 

Ladysmith 

 


 
Während uns die Wandbilder in Chemainus regelrecht "ansprangen", mussten wir in der schmucken Stadt Ladysmith eine Weile danach suchen. In den nächsten Collagen zeige ich euch die, die wir fanden. Die meisten sehen nach Werbung für eine Bank / Versicherung aus - möglicherweise wurden die Künstler auch von dort gesponsert.
 

 
Das folgende Mural von der Künstlerin Kathleen Oliver aus dem Jahr 2022 gefiel mir am besten, weil es schöne Natur mit Tieren zeigt. Und bei der Gelegenheit zeige ich euch auch gleich ein paar Wildkaninchen *), die uns unterwegs begegneten. 
 
*) Nachtrag: Laut Debra handelt es sich bei den "Wild"-Kaninchen wohl um Nachkommen von domestizierten schwarzen Kaninchen, die in der Gegend ausgesetzt wurden. Leider kommt das allzu oft vor.
 
 

🌊🌲🌊🌲🌊🌲🌊🌲🌊  

Glückstreffer-Begegnung 🍀

Als wir keine Murals mehr entdecken konnten, setzten wir uns ratlos auf eine Bank - da kam ein Paar mit einem hübschen Pudel vorbei, und ich sagte zu Edi: "Die beiden frage ich jetzt, vielleicht wissen sie, wo sich hier noch Murals verstecken."

Das war wieder einmal so ein typischer "Rostrosen-Glückstreffer". Denn diese beiden liebenswerten Menschen - Mayo und Bob - kannten zwar auch keine anderen Wandmalereien als die, die wir bereits entdeckt hatten, aber sie fragten uns, ob wir auch an anderer Kunst - zum Beispiel einem indigenen Kanu - interessiert wären. Das würden sie uns gerne zeigen 👍☺️. 

Sie brachten ihren Pudel - wie geplant - zum Hundefriseur (aber ihr könnt euch den süßen Baily auf dem Foto unten mittig ansehen, das uns Mayo später per E-Mail geschickt hat). Und dann spazierten wir gemeinsam in den Transfer Beach Park.


Mayo, Bob & Baily - sowie oben rechts ein anderer netter Hund, darunter der Hundefriseur - und die beiden Rostrosen
Amphitheater im Transfer Beach Park in Ladysmith - und ein paar Informationstafeln
 


Unten seht ihr das erwähnte kunstvolle Stz'uminus Kanu. Diesem und einigen Infos auf den Tafeln ist zu entnehmen, dass die Stadt inzwischen eine Politik der Aussöhnung mit den hier ansässigen First Nations verfolgt. (Ein Prozess, den wir erfreulicherweise in weiten Teilen Kanadas erleben konnten und der hoffentlich auch weiterhin zu einem heilsamen Umgang mit der umwerfend schönen Natur dieses Landes führt.)  
 
 
 
 
 
Anschließend gingen wir mit Mayo und Bob noch in ein Cafè und plauderten eine Weile. Ich weiß nicht genau, wie das Gespräch auf Bobs Kniestrümpfe kam - vielleicht habe ich meine Bärensocken oder auch meine neuen Künstlersocken erwähnt (die ich euch zeigen werde, sobald ihr Motiv zum Thema passt)? 😁 Jedenfalls krempelte Bob seine Jeansbeine hoch - und siehe da: Sind das nicht prächtige Musikkassetten-Strümpfe? 👍☺️
 

Die kleinen Statuen, die ihr unten seht, schmückten den Gastgarten der Pizzeria.

 

Nach dem Kaffee trennten sich unsere Wege - die beiden holten ihren "well-groomed" Baily von der "Schönheitspflege" ab 🐶 und Edi & ich bestellten uns in dem gelben Haus (das eine gute Pizzeria beherbergt) zwei Pizzen zum Mitnehmen. Davon konnten wir letztendlich aber nur die Hälfte essen.  (Den Rest unserer Pizzas nahmen wir mit, den gab's am nächsten Abend.) 

 

🌊🌲🌊🌲🌊🌲🌊🌲🌊  

 

So viel zu unseren Erlebnissen rund um Nanaimo! In meinem nächsten Reiseberichts-Kapitel geht es in Richtung Westküste von Vancouver Island. Denn auch dort hatten wir wieder interessante Dinge vor! Seid ihr auch dann wieder dabei?

 

 

Alles Liebe & bis bald 💋!
Herzliche Rostrosen-Grüße,

T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: