Samstag, 14. Juli 2018

ANL #31 - Loblied auf ein feines Früchtchen

Servus ihr Lieben!
≪✿∗ ∗✿≫



           Mein Beitrag enthält Werbung    



In meinem vorigen ANL-Post ging es um essbare Landschaften und urbanes Gartenglück
und ich machte euch mit dem Buch "Geh raus! Deine Stadt ist essbar" bekannt, in dem 36 der am 
häufigsten vorkommenden essbaren Stadtpflanzen vorgestellt werden. Eine der gezeigten Pflanzen
 ist die Mirabelle, eine Unterart der Pflaume, deren lateinischer Name “mirabilis” lautet. Und das 
bedeutet so viel wie WUNDERBAR. 


Auch Insekten lieben diese Pflanze, die im Frühjahr so traumhaft blüht!


 Und dabei handelt es sich wahrlich um ein feines Früchtchen! Über dieses wunderbare Geschenk 
der Natur will ich euch heute mehr erzählen; auch ein Rezept wird es geben. Und für alle, die gern 
Outfits ansehen, habe ich mich von den zauberhaften Farben der Mirabellen und vom sie 
umgebenden Laub inspirieren lassen - sowie von den Taglilien, die derzeit in unserem Garten 
unermüdlich blühen. (Taglilien sind übrigens ebenfalls essbar - wusstet ihr das? Wir haben z.B. 
schon mal die Blüten mit Shrimpscocktail gefüllt und sie außerdem als Gemüse in Asiatischen 
Speisen verwendet).  





Bei uns im Osten Österreichs wird die Mirabelle - nicht ganz so poetisch - auch 
Kriecherl oder Kriacherl genannt... oder Ringlotte. Genauer gesagt, manchmal ist uns hierzulande 
nicht ganz klar, ob es sich bei diesen Früchten um Mirabellen, Ringlotten oder Kriacherln handelt. 
Oder vielleicht auch um Kirschpflaumen. Sie alle sind nur schwer voneinander zu unterscheiden. 
Und mir kommt vor, vielen Menschen sind diese Früchte - ob sie nun so oder so heißen - heutzutage 
ohnehin völlig unbekannt, weil man sie im Supermarkt nicht zu kaufen bekommt. 


 

Dort gab es bei unserem letzten Besuch bloß Marillen aus Ungarn, Birnen aus Südafrika, Pfirsiche
 aus Spanien und anderes weit gereistes, zumeist in Plastik gehülltes Obst, aber die Rostrosen 
verzichteten auf Ankäufe dieser Art. Denn nur etwa zehn Minuten von unserem Zuhause entfernt 
gibt es auf einer Grünfläche zwei wunderbare Bäume (oder Sträucher?), die unmittelbar neben-
einander wachsen und zumindest im Astwerk bereits miteinander verschmolzen erscheinen: Auf 
einem wachsen dottergelbe Früchte, auf dem anderen sind sie dunkelrot. Ich nehme an, sie wurden 
dort irgendwann von Menschenhand angepflanzt - aber niemand außer uns beerntet sie.





Es sind viele, viele Früchte, saftig, erfrischend, vitaminreich, schmackhaft, hübsch und gesund. 
Und auch wenn ich mittlerweile gelernt habe, dass es sich zumindest bei den roten Exemplaren
 mutmaßlich am ehesten um Kirschpflaumen handelt, bleiben sie allesamt für mich wunderbare 
Mirabellen oder Kriecherln. Ich war in letzter Zeit fast täglich dort, teilweise auch zusammen mit 
Herrn Rostrose, und fast täglich trug ich (oder trugen wir) einen Stoffbeutel mit mindestens 
anderthalb Kilo der "Wunderbaren" heim. Die naschten wir dann "einfach so" oder im Obstsalat,
 ich brachte meiner Tochter welche mit und einer Freundin... 





Mirabellenmarmelade, Mirabellenmus, Mirabellenessig:

...aber weil die Mirabellenzeit kurz ist, wollte ich die süß-sauren Früchtchen gern auch konservieren. 
Und so wurden mehrere Gläser Marmelade hergestellt - hauptsächlich aus den roten Kriecherln - und 
mehrere Gläser Fruchtmus aus den gelben. (Diese Trennung gab's aber nur aus ästhetischen Gründen 
😉😊😋 - man kann aus jeder Farbe alles kochen!) 

Wenn ihr dazu Rezepte sucht, werdet ihr häufig in der 
Anleitung lesen, dass die Früchte vorher entsteint werden sollen. Erspart euch das! Wir haben die 
Kriecherl vor der Verarbeitung gewaschen, in einen großen Topf gegeben, ein paar Minuten gekocht 
und dabei mehrmals umgerührt, bis die Schalen aufplatzten, und sie dann mithilfe der "Flotten Lotte" 
passiert. (Man kann sie genauso gut einem Sieb und z.B. einem Kartoffelstampfer passieren.) 




Das bisschen Fruchtfleisch, die Schalen und Kerne, die im Sieb hängen geblieben sind, verwende ich 
zur Zubereitung von Essig (wie ich es im Vorjahr schon mit den Äpfeln gemacht habe - von da habe 
ich auch eine Essigmutter aufgehoben). Tja, und sonst macht ihr mit den Mirabellen einfach alles 
genau so, wie ihr es eben beim Marmelade-Einkochen macht - da hat wohl jede(r) von uns eigene
Lieblingsrezepte. (Wir haben ein Glas mit Rum aromatisiert, eines mit Kirschlikör und eines mit 
Vanille-Essenz.) Schmeckt nicht nur aufs Brot gut, sondern z.B. auch als natürliches Fruchtjoghurt.
 Und das (mit Zimt und Nelkenpulver aromatisierte) Mus passt z.B. zu Kaiserschmarren und Topfenknödel.


Maxwell war mal wieder beim Outfit-Shooting dabei. Wir mussten mit dem Armen übrigens zuletzt 2 x zum Tierarzt...
...denn irgend ein Vieh hat ihn knapp unterhalb des Halses gebissen. Er bekam zwei Antibiotikaspritzen, jetzt geht es ihm 
zum Glück schon besser!


Mirabellen-Clafoutis:

In Tante Malis Gartenblog sah ich HIER ein verführerisches Bild von Weichsel-Clafoutis. 
Weil ich ein wissbegieriger Mensch bin, schlug ich bei Tante Google nach und erfuhr HIER, dass 
es sich bei einem Clafoutis um eine Süßspeise aus dem französischen Limousin handelt, die eine Art 
„Mittelding“ zwischen Auflauf und Kuchen darstellt. "Es besteht aus Obst und einem flüssigen, 
gesüßten Eierteig, der einem Pfannkuchenteig ähnelt." Ich erfuhr außerdem, dass das klassische 
Clafoutis mit schwarzen Kirschen gemacht wird. "In der Regel werden die Kirschen mit Stein 
verwendet, entsteinte Kirschen haben den Nachteil, dass sie mehr Saft abgeben und so den Teig 
flüssiger machen." 




Ha, das ist doch mal eine gute Nachricht für Leute wie die Rostrosen, die ihre Zeit nicht gern mit 
faden Kern-Entfernungsaktivitäten vergeuden. Und da unsere Mirabellen oder Kriecherl oder 
Kirschpflaumen ähnlich klein wie Kirschen sind, drängte es sich ja regelrecht auf, Mirabellen-
Clafoutis zu backen. Im Internet fanden sich einige Clafoutis-Rezepte, die wir nach Rostrosenart zu 
einem eigenen vermischten. Aus Platzgründen lagere ich das Rezept in ein separates Posting aus - 
ihr findet es HIER. Anklicken lohnt sich, denn es war köstlich! (Und man kann Clafoutis ja auch
mit anderen Früchten machen... Mehr darüber beim Rezept!)


Mirabellen-Taglilien-Look:

Oben habt ihr schon in ein paar Collagen gesehen, dass ich es mal wieder nicht lassen konnte,
einige Kleidungs-Mixe zu kreieren, die farblich zu den Mirabellen und zu den Taglilien in unserem
Garten passen. Die meisten der hier gezeigten Kleidungsstücke kennt ihr bereits gut, Bio-Baumwoll-
Rock, Bio-Baumwoll-Shirt - nur die Spitzenbluse stammt nicht aus der "Öko-Ecke" und ist euch wohl 
auch noch ziemlich neu. Was nicht bedeutet, dass sie tatsächlich neu ist - im Gegenteil, ich schätze,
sie hat 30 Jahre oder mehr auf dem Buckel, ich hatte bloß auf ihre Existenz vergessen:

 


 Wie manches anderes Kleidungsstück, 
das ich nicht mehr trage, aber irgendwie "besonders" finde, landete die orange Bluse vor Jahren (weil 
sie mir an den Ärmeln zu eng wurde) in meiner Verkleidungkiste. Vor kurzem kramte ich in dieser 
Kiste und entdeckte dort einiges, das ich jetzt wieder mag und tragen kann - u.a. auch die Bluse. Die 
Ärmel passen jetzt wieder gut - trotz meines Armmuskeltrainings...


Damit die ganze Sache mit Rot-, Dottergelb- und Orange-Tönen nicht allzu harmonisch wird und 
um noch ein bisserl Grün ins Spiel zu bringen, fehlte mir hier ein Stilbruch - und der kam in Form 
meiner Schuhe dazu. Zum Stilbruch-Thema gibt's im Blog von Maren übrigens einen interessanten 
Beitrag - und bei den Kommentaren könnt ihr nachlesen, was meine Einstellung zu Stilbrüchen ist. 
Ihr könnt es aber auch lassen, denn man sieht es sowieso:




... ich habe Spaß an solchen Freiheiten und Frechheiten und trage meine grünen,
 mit Serviettentechnik selbst gestalteten flachen Schuhe zum weinroten Maxirock. (Ja, die 
Schuhe leben immer noch! 😉😊) Grüne Elemente kommen außerdem im (2nd-Hand-
Trachten-)Gürtel und in zwei von drei Ketten vor... 




Im nächsten Mix zeige ich euch zwei selbst gefärbte Stücke. Die weinrote Haremshose kennt
ihr schon seit dem vorigen Jahr. Das olivgrüne Tunikakleidchen hingegen zählt zu den Stücken,
die ich erst vor kurzem gefärbt habe - es war ursprünglich weiß, aber so mag ich es lieber. Um es
auf Figur zu bringen, verwendete ich meinen altbekannten seidigen Kimonogürtel (auch ein bisserl 
"stilbrechend" 😊), und weil's an dem Tag etwas kühl war, mixte ich noch mein altes korallenrotes 
(nicht-Öko)-Häkeljackerl dazu... 




Hier unten habe ich gewiss auch alle möglichen modischen Tabus und Regeln gebrochen.
Gut so! Der Rock aus Bourette-Seide und der bestickte Gürtel sind beide Bio und Fair-Trade, 
die Sandalen ebenso. Das Shirt hingegen habe ich extra wegen Marens Monatsfarbe Gelb aus 
der Versenkung geholt - es war mal ein Sommerkleidchen, das ich wegen Schnitt und Farbe nicht
 oft und nicht gern trug. Dann griff ich zur Zickzack-Schere, um es in ein Top zu verwandeln - 
und finde es inzwischen gar nicht mehr so schlecht. Die Bluse habe ich vor Jahren mal bei 
Peek & Cloppenburg gekauft, weil ich die Farbe so toll finde: Von allen Grüntönen ist das mein
 liebster. Öko und Fair Trade ist die Bluse allerdings nicht; ich glaube das gab's damals bei P&C 
noch nicht.





Umso erfreulicher, dass Peek & Cloppenburg heutzutage
die Fair Fashion Marke Armedangels im Sortiment hat (und auch noch ein paar andere Öko-
Modelle aus Bio-Baumwolle oder Lyocell) - seht selbst, ich habe euch hier einige schöne Stücke
herausgesucht, die zu den oben gezeigten Mirabellen- und Taglilien-Farben passen - wenn ihr auf 
die einzelnen Kleidungsstücke klickt, kommt ihr (solange sie nicht vergriffen sind) zur 
entsprechenden Seite von P&C:


SHOP THE LOOK 😊:

Kleid mit angeschnittenen Ärmeln Grün - 1Pullover mit Raglanärmeln Rosé - 1Cargohose mit Tunnelzug Grün - 1Sweatpants mit Logo-Print Rot - 1Kleid mit Rundhalsausschnitt Rot - 1 T-Shirt mit Logo-Print Gelb - 1Midi-Rock aus Lyocell Rot - 1


Nun, ihr Lieben, danke ich euch noch sehr für all eure Kommentare zu meinem 
Budapest-Kurz-Reisebericht und für eure Kommentare und Verlinkungen zu meinem
vorangegangenen ANL-Beitrag! Jetzt seid ihr abermals an der Reihe mit euren Blogbeiträgen, die 
die Welt ein Stückerl besser machen. Denkt daran: Jede gute Idee kann ansteckend wirken! Habt 
keine Scheu, auch Ideen zu posten, die euch "klein" erscheinen - erzählt oder zeigt uns bitte jede 
Kleinigkeit, mit der ihr die Welt zu einem besseren Platz macht bzw. die zu den Begriffen 
Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Lebensqualität passt.

Denkt bitte daran, in euren Postings mit folgendem Link auf die Aktion A New Life 
hinzuweisen: http://rostrose.blogspot.co.at/p/anl.html 
Unter diesem Link findet ihr auch weitere Informationen und Tipps zu ANL!

Und weil es gerade wieder einen neuen Beitrag / ein neues Linkup im Blog
EiNaB (Einfach.nachhaltig.besser.leben) gibt: Die meisten Beiträge, die zu ANL passen,
können auch bei EiNaB verlinkt werden - klickt bitte HIER, um zum aktuellen EiNaB-Beitrag
 zu kommen.

Herzliche Grüße von eurer Traude


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, Sunnys Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
der Gartenglück-Linkparty, bei Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB


Und hier geht's nun zum ANL-Linkup:


Rezept Mirabellen-Clafoutis

Servus ihr Lieben!
≪✿∗ ∗✿≫



Dieses Posting ist ein "Ableger" meines Beitrags ANL #31 - Loblied auf ein feines Früchtchen,
in dem es um die Mirabelle oder aber auch um die Ringlotte, das Kriecherl oder die Kirschpflaume 
geht - eine wunderbare, viel zu  wenig bekannte Frucht, bei der es sich um eine Unterart der Pflaume 
handelt und aus der man feine Leckereien zaubern kann - unter anderem Clafoutis!





In Tante Malis Gartenblog sah ich HIER ein verführerisches Bild von Weichsel-Clafoutis. 
Weil ich ein wissbegieriger Mensch bin, schlug ich bei Tante Google nach und erfuhr HIER, dass 
es sich bei einem Clafoutis um eine Süßspeise aus dem französischen Limousin handelt, die eine Art 
„Mittelding“ zwischen Auflauf und Kuchen darstellt. "Es besteht aus Obst und einem flüssigen, 
gesüßten Eierteig, der einem Pfannkuchenteig ähnelt." Ich erfuhr außerdem, dass das klassische 
Clafoutis mit schwarzen Kirschen gemacht wird. "In der Regel werden die Kirschen mit Stein 
verwendet, entsteinte Kirschen haben den Nachteil, dass sie mehr Saft abgeben und so den Teig 
flüssiger machen." 




 Das ist eine gute Nachricht für Leute wie die Rostrosen, die ihre Zeit nicht gern mit faden Kern-
Entfernungsaktivitäten vergeuden. Und da unsere Mirabellen oder Kriecherl oder Kirschpflaumen
ähnlich klein wie Kirschen sind, drängte es sich ja regelrecht auf, Mirabellen-Clafoutis zu backen.
Im Internet fanden sich einige Clafoutis-Rezepte, die wir nach Rostrosenart zu einem eigenen
vermischten. Das Ergebnis schmeckte prima, das Kernespucken fanden wir auch lustig - und
deshalb bekommt ihr die Anleitung hier:


Mirabellen-Clafoutis:


Zutaten für 4 Clafoutis:
100 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
40 g Pinienkerne
40 g Marzipan gehackt
(wir verwendeten Reste von mit Schokolade überzogenen Marzipan-Ostereiern)
110 g Butter
120 g brauner Zucker
300 g Mirabellen, abgetropft
50 g Mehl (wir nahmen zur Hälfte Dinkelmehl, zur Hälfte Kamutmehl)
1 Prise Salz
1 TL Vanillezucker
2 Eier
100 ml Milch

dazu:
etwas dicker angerührte Vanillesauce
(wir nahmen dazu ein halbes Päckchen Puddingpulver und 400 ml Milch)
 2 EL Kirschenlikör






20 g Butter in einem Topf schmelzen, vier feuerfeste Förmchen oder Tassen damit auspinseln,
mit 20 g braunem Zucker ausstreuen und zwei Drittel der Mirabellen darin verteilen.

60 g Butter in einem Topf schmelzen und leicht bräunen lassen. 60 g Zucker, Mehl, 100 g gemahlene
Mandeln, 1 Prise Salz und Vanillezucker in einer Schüssel vermischen. Die Eier mit Milch verquirlen
und mit der gebräunten Butter und dem Marzipan unter die Mehlmischung rühren. Die Masse ist
ziemlich flüssig, aber das ist schon richtig so. Den Teig über die Mirabellen gießen und die restlichen
 Früchte darüberstreuen.

Ofen auf 200 °C vorheizen. Die restliche Butter (30 g) schmelzen, mit den restlichen gemahlenen
Mandeln (40 g) und dem restlichen Zucker (40 g) vermischen und "streuselig" auf den Clafoutis
verteilen.

Clafoutis im unteren Drittel des Ofens ca. 20 bis 25 Minuten backen. Inzwischen die Pinienkerne
kurz ohne Fett anrösten. Außerdem die Vanillesauce zubereiten und den Kirschenlikör untermischen.

Clafoutis aus dem Ofen nehmen, mit den gerösteten Pinienkernen bestreuen, kurz abkühlen lassen
und noch lauwarm mit der Vanillesauce servieren. 

Bon appétit, ihr Lieben!





Wenn ihr keine Mirabellen zur Hand habt, könnt ihr dieses Gericht auch mit anderen Früchten
zubereiten. Für das klassische Clafoutis-Rezept werden schwarze Kirschen genommen, Tante Mali
verwendete (wie oben erwähnt) Weichseln, im Theaterstück „Der Gott des Gemetzels“ servieren die
Gastgeber Clafoutis mit klein geschnittenen Äpfel und Birnen; auch Rezepte für Himbeer-, Erdbeer-,
Pfirsich-Vanille- oder Rhabarber-Clafoutis habe ich im Netz entdeckt, und sogar pikante Varianten
wie Tomaten-Parmesan-Clafoutis waren dabei!

Also, viel Spaß beim Experimentieren! 😋

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Guten Appetit
wünscht euch herzlichst
eure Traude

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Sonntag, 8. Juli 2018

Bahntrip nach Budapest - Teil 2

Jó napot, ihr Lieben!


Vielen Dank an alle, die 
mir liebe Kommentare zum ersten Teil meines Budapest-Kurz-Reiseberichts hinterlassen haben!
Wie ihr dort erfahren habt, verbrachten wir während unseres Urlaubs Anfang Juni drei Tage und 
drei Nächte in der ungarischen Hauptstadt. 

Wusstet ihr, dass Ungarn das Land mit den weltweit größten und ergiebigsten Vorkommen an
 registrierten Thermal- und Heilwasserquellen ist? Es gibt dort etwa 1300 solcher Quellen - viele
  der Mineral- und Thermalquellen befinden sich in Budapest. Und manche der Heilbäder sind 
wirklich sehenswert, da sie nicht nur Badeanstalten sind, sondern auch nostalgisch und schön 
anzusehen. Im vorigen Post erwähnte ich das "Jugendstil-Kunstwerk" Gellért Thermalbad -  
HIER ist nochmal der Link zu den Fotos falls ihr beim letzten Mal nicht draufgeklickt habt. 

🏊🏊 🏊 🏊🏊

Edi und ich besuchten allerdings das Széchenyi-Bad, das uns von Edis Arbeitskollegen Árpád 
empfohlen worden war. Es liegt im Stadtwäldchen und verfügt über die tiefsten und mit 75 °C 
heißesten Thermalquellen Budapests. Es hat im Außenbereich aber auch ein großes Sportbecken
 🏊 mit ca. 27 Grad  - wenn ihr dort schwimmen möchtet, nehmt bitte eine Badekappe mit! *)

*) Zur Not tut's auch eine Duschhaube aus dem Hotel, und ich schwamm mit meinem Sonnenhut, das wurde auch 
akzeptiert - aber ohne Kopfbedeckung lässt euch der Bademeister nicht in den Sport-Pool! In allen anderen Becken besteht
keine Badehaubenpflicht...


Ihr seht hier u.a. den "Hintereingang", durch den wir das Bad betreten haben - im HIER verlinkten Wikipedia-Artikel könnt 
ihr euch ansehen, wie das Bad von vorne aussieht. Im teilweise edlen, teilweise eher zweckmäßig gestalteten Innenbereich 
gibt es zahlreiche verschiedene Pools, in einem wurde auch Wassergymnastik mit Schaumgummi-Hanteln angeboten, da 
machten wir mit - war spaßig und tat dem Körper gut 😊
Frau Rostrose mit dem "Schwimm-Sonnenhut" und dem ursprünglichen Outfit des 2. Tages. Nach dem Schwimmen
 wechselte ich das schwarze Oberteil gegen mein gelbes Shirt aus - in diesem sommerlichen Sightseeing-Outfit seht ihr 
mich weiter unten an einem Brunnen bei der Burg...


Wir verbrachten die erste Hälfte des zweiten Tages im Bad, das war eine gute Rast für meine 
lädierten Haxen; dann bekamen wir Lust, uns wieder ein bisserl in Budapest herumzutreiben.
Letztendlich waren wir am 2. (durchgehend sonnigen) Tag trotz des Bad-Besuches etwa 9 km
zu Fuß unterwegs und am 3. (teilweise verregneten, teilweise sonnigen) Tag auch nochmal rund
 10 km. Hier ein paar Impressionen dieser beiden Tage:


Der Heldenplatz im (flachen) Stadtteil Pest mit Erzengel Gabriel auf der 36 Meter hohen Säule, umgeben von Helden 
der ungarischen Geschichte. Einer davon - oben rechts auf dem Pferd - ist Großfürst Árpád, der Namenspatron von 
Edis Arbeitskollegen.
Die Fischerbastei im (hügeligen) Stadtteil Buda mussten wir natürlich auch besuchen. Es gibt eine hübsch-nostalgische, 
aber von Touristen überlaufene Standseilbahn, die auf den Burgberg führt; die Rostrosen kletterten die vielen Stufen
jedoch aus eigener Kraft nach oben... Vor der Bastei steht eine Bronze-Reiterstatue von König Stephan I.
In unmittelbarer Nähe der Fischerbastei befindet sich die Matthiaskirche.
Blick aufs Parlament und die St.-Stephans-Basilika vom Burgberg aus
Von der Fischerbastei ist es nicht weit zum Burgpalast, wo uns auch diese fotogenen Husaren begegneten...
Auf dem (treppenreichen) Weg nach unten erblickten wir diese schöne Gartenanlage. Der Burggarten-Basar wurde 
Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und befindet sich am Fuß des Burgberges.
Zum Abendessen am 2. Tag trafen wir uns im Gastgarten des Restaurant Borbíróság mit Árpád und seiner Familie sowie 
mit Tamás, einem weiteren Arbeitskollegen meines Mannes: ein sehr gemütlicher, lustiger und schön-lauer Sommerabend! Mein
 gutes altes "Maxikleid für alle Fälle" durfte in Kombination mit der gelben Jacke (die ich dann gar nicht brauchte) mein Abend-Outfit sein.
Auch sonst verfügt Budapest über eine bunte Palette hübscher junger und altehrwürdiger, origineller und frisch-fröhlicher 
Lokale. Im Babka, wo es u.a. diese nostalgischen Fernsehgeräte und Radios zu sehen gibt, machten wir eine Kaffeepause. 
Denn mein Motto lautet "Coffee is the most important meal of the day" - und das wiederum könnt ihr am Fensterladen des 
Blue Bird Cafe lesen. Damit bin ich dann endlich auch mal wieder bei Novas Zitat im Bild dabei 😀
Wie bereits erwähnt: Der 3. Tag war teilweise verregnet. Das hinderte mich nicht daran, mit einem Polizisten aus Bronze zu 
flirten. Die Statue auf der Brücke am Märtyrerplatz ist ein Denkmal für den Politiker Imre Nagy. Unten Links ein Detail der
 Ungarischen Staatsoper - und ein paar Wandmalereien gibt es auch zu sehen.
Die St.-Stephans-Basilika ist seit ihrer Einweihung im Jahre 1905 die größte Kirche Budapests.
Den Blick in die 96 Meter hohe, mit einem Mosaik gestaltete Kuppel fanden wir besonders beeindruckend.
Die Große Synagoge in der Dohány utca ist mit rund 3000 Sitzplätzen die größte Synagoge Europas; wir konnten sie aber, 
da Sabbat war, nur von außen betrachten. Gedenkstätte des Holocaust: der Garden of Remembrance. Die Trauerweide links 
unten ist Der Baum des Lebens; er erinnert mit kleinen beschrifteten Metall"blättern" an die Opfer der Nazi-Verfolgung.
Auf das schöne Jugendstil-Gebäude der ehemaligen Königlichen Postsparkasse stießen wir per Zufall. Heute ist dort
 das staatliche ungarische Schatzamt untergebracht.
Um das gigantische Budapester Parlamentsgebäude zu entdecken, braucht es keinen Zufall. Es ist nicht zu übersehen, 
schließlich handelt es sich um eines der größten Gebäude des Landes und auch um das drittgrößte Regierungsgebäude der 
Welt. Wir sahen es vom gegenüberliegenden Burgberg aus und auch beim Vorüberfahren mit der Straßenbahn, aber am 
letzten Tag nahmen wir uns Zeit, es näher zu betrachten. An einer Führung durchs Parlamentsgebäude nahmen wir aber
nicht teil - wer das gerne tun möchte, sollte die Tour vorab schon im Internet bestellen, um sich lange Wartezeiten zu 
ersparen.


Ich hoffe, euch hat auch der zweite Teil meiner Budapest-Schilderungen gefallen! Demnächst
wird es hier (aller Voraussicht nach) wieder mit meinem Thailand-Reisebericht weitergehen, aber ich 
glaube, das wird erst nach meinem nächsten ANL-Beitrag sein (der wie gewohnt am 15. des Monats 
von mir vom Stapel gelassen wird). Ich hoffe, ihr sammelt in der Zwischenzeit schon zahlreiche
umweltfreundliche, naturliebende Beiträge für die Verlinkung zusammen und freue mich bereits 
darauf!

Herzliche Rostrosengrüße 
von eurer Traude


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Sonntag, 1. Juli 2018

Bahntrip nach Budapest - Teil 1

Servus & jó napot, ihr Lieben!


Habt Dank für eure aufmunternden Worte zu meinem Posting über unseren nicht sehr 
erholsamen Urlaub in Gardenien. Wie darin bereits angekündigt, gibt es noch einen "Nachschlag", 
denn wir verbrachten von den 18 freien Tagen etwa drei Tage und drei Nächte in der Hauptstadt 
Ungarns (Ankunft am Mittwoch Abend und Rückreise nach Wien am Samstag Nachmittag). Mein 
Mann hatte dort vor ein paar Jahren kurz beruflich zu tun gehabt und viel zu wenig von der schönen 
 Stadt kennengelernt, und auch ich wollte endlich mal wieder nach Budapest: Seit 1985 (!) bin ich 
nicht mehr da gewesen, obwohl "die andere Donaumetropole" ja gar nicht so weit von Wien entfernt 
liegt. Wir fuhren aber nicht auf der Donau an unser Ziel - und auch nicht mit dem Auto: Wir nahmen 
die Bahn 🚂 🚃 🚃 - ein umweltfreundlicher Städtetrip also!

Ich werde euch diesmal vor allem mit Hilfe meiner Collagen durch die drei Urlaubstage führen,
so gibt es für euch und für mich weniger anstrengenden Text 😉😊😎

Zuerst ging's mit dem Schnellzug von uns daheim nach Wien und vom Wiener Hauptbahnhof 
dann per Railjet 🚈 in nur etwas mehr als zweieinhalb Stunden zum Keleti-Bahnhof (der übrigens zu 
den architektonischen Sehenswürdigkeiten Budapests zählt): 


In dieser Collage seht ihr die Frontseite des Bahnhofs und die schöne Bahnhofsuhr, Herrn Rostrose im Zug, unser 
Hotelzimmer und das Hotel von außen (Bastion-Hotel, es besticht vor allem durch seine gute Lage). Eine Vorschau auf
Rostrosen-Outfits gibt es ebenfalls schon mal zu sehen 😉
Mein bequemes und praktisches Anreise-Outfit, noch in unserem Garten fotografiert...
Im Pointer Pub, das nur wenige Schritte von unserem Hotel entfernt lag, waren wir mehrmals essen, ich hatte dort 
einmal Paprikahuhn mit Nockerl (Spätzle) und einmal Gulaschsuppe, beides sind schmackhafte ungarische Spezialitäten.
Einige Teile meiner Urlaubs-Capsule-Wardrobe: Mein Abend-Outfit vom Ankunftstag. Wir waren mit wenig Gepäck 
unterwegs, jeder von uns nur mit einem kleinen Trolly.
Die Große Markthalle zählt ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten und ist nicht weit vom Bastion-Hotel entfernt. Wir 
waren auch dort mehrmals. Witzig fand ich u.a. die Taschen mit dazu passenden Handschuhen.
Einige der bekannten Donaubrücken von Budapest: Die Freiheitsbrücke und die Kettenbrücke; rechts oben außerdem die 
Stephanskrone auf der Margaretenbrücke. Das Wetter war leider an zwei von drei Tagen durchwachsen, aber es gab auch 
an den beiden teilweise verregneten Tagen einige Sonnenstunden.
Mein Ausflugs-Outfit vom ersten Tag (vor dem Regen, danach musste ich mich umziehen 😉) - wieder mit den bequemen 
Trekkingsandalen. Die waren auch notwendig. Denn Árpád, ein Budapester Kollege meines Mannes, bot sich uns als 
Stadtführer an und zeigte uns einige Höhepunkte der Stadt. Trotz meines Fersensporns und der Knieverletzung gingen wir an 
diesem Tag  daher ca. 14 km - teilweise auch bergauf und bergab.
Bálna - der gläserne Wal von Budapest (wie so viele moderne Gebäude zugleich Bauskandal und Kunstwerk...); rundum blüht der Rosmarin.
Öffis in Budapest: Unter anderem gibt es sehenswerte alte und neue U-Bahn-Stationen, gute Straßenbahn- und 
Busverbindungen. Wir hatten zweimal ein 24-Stunden-Ticket - und kamen trotzdem auf viele Fußwege...
Das Stadtwäldchen mit der Burg Vajdahunyad. Der Teich wird im Winter durch künstliche Kühlung zu einem großen 
Eislaufplatz.
Oben und Mitte das berühmte Hotel Gellért und darunter einige weitere interessante Bauwerke. Zum Hotel gehört auch das 
Gellért Thermalbad - seht euch bitte HIER die Fotos dieses traumhaften Jugendstil-Bades an. Mein Mann und ich waren 
auch in einem besuchenswerten Heilbad, aber in einem anderen. Darüber demnächst mehr.
Beim Hotel Gellért führt ein Weg auf den Gellértberg. (Der Heilige Gellért ist der Stadtpatron von Budapest.) Von dort gibt 
es normalerweise einen guten Blick über die Stadt. Als uns Edis netter Kollege auf den Berg führte, fing es aber leider stark 
zu regnen an. Árpád kaufte oben zwar noch einen Schirm, aber da waren wir alle schon durchnässt und der Ausblick war 
verhangen. In die Felsenkirche (Sziklatemplom) konnten wir auch nicht hinein. Aber ich habe die Freiheitsstatue und 
ein paar andere Statuen vor der Zitadelle auf dem Gellértberg fotografiert.
Von meinem Regenoutfit dieses Tages gibt es kein Foto (das war wieder mein Anreise-Outfit plus Regenjacke und statt der 
Trekking-Sandalen meine Walking-Schuhe). Hier ein anderer Mix mit dem bunten Rock vom Donnerstag-Abend.
Blicke über die Stadt / auf die Donau an verregneten und sonnigen Tagen
Als am Donnerstag-Nachmittag die Sonne wieder rauskam, besuchten wir die Margareteninsel.


Die Insel ist wirklich schön, und wenn man kein kaputtes Knie hat, kann man sie 
auch mit dem Fahrrad erkunden. Nach diesem letzten Spaziergang des ersten Tages fühlten sich 
meine Beine wie Schrott an - und wir beschlossen, am nächsten Tag ein Heilbad aufzusuchen und 
weniger zu gehen. Ob das geklappt hat, erfahrt ihr demnächst im zweiten (und gleichzeitig letzten) 
Teil meiner Budapest-Schilderungen.

Wenn ihr noch ein paar weitere Budapest-Tipps lesen wollt, könnt ihr das zum Beispiel auch
im Blog von Sabine Gimm tun - sie war nämlich kurz vor uns ebenfalls in der Hauptstadt von
Ungarn. (Schade, dass wir ein Bloggertreffen in Budapest knapp verfehlt haben!)
Hier geht's zu Sabines Beiträgen:
Unterwegs in Budapest - Teil 1
Unterwegs in Budapest - Teil 2
Ich wünsche euch einen tollen Juli-Start!

Herzliche Rostrosengrüße 
von eurer Traude


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