Mittwoch, 10. August 2022

[Blogparade] tropisch exotisch - ü30Blogger & friends

Servus ihr Lieben,...

 

 ... zur neuesten Blogparade der ü30Blogger - TROPISCH-EXOTISCH - tauchten vor meinem geistigen Auge gleich Bilder wie die folgenden auf. Denn was gibt es "Tropisch-Exotischeres" als Palmen, Südfrüchte und solch traumhafte Sonnenuntergänge (oder - wie in diesem Fall - Sonnenaufgänge) am Meer?

 
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Tropisch-exotische Himmelsstimmung, Thailand 2018

Obwohl ich vom Typus her eher eine "Nordländerin" bin und vor dem Kennenlernen meines Mannes keine Lust auf Urlaubsreisen in heiße Länder verspürte, haben wir im Lauf unserer gemeinsamen Zeit mehrere tropisch-exotische Paradiese bereist. Edi hat in kleinen Schritten meine Bereitschaft dazu geweckt. Zunächst fuhren wir abwechselnd mal in den Norden, dann in den Süden - bis ich schließlich selbst Lust auf tropische Ziele bekam. (Aber auch nördliche Regionen haben wir noch besucht und werden es, wenn möglich, weiterhin tun.) 

Koh Talu, Thailand 2018

Keine dieser Reisen möchte ich missen, denn sie haben mir Welten gezeigt, die so anders waren als alle Orte, die ich zuvor besucht hatte. Die warme träge Leichtigkeit, die ich in Äquatornähe verspürte, ist eine andere Leichtigkeit als die, die ich in der Nähe des Polarkreises zu spüren bekam. (Beides probiert, kein Vergleich 😉 - aber beides auf seine Art und Weise schön!)

Tanz im Palmenkleid

Ich nehme euch jetzt einfach mit auf eine kleine Reise durch Zeit und Raum: Die ersten Bilder, die ihr in diesem Posting zu sehen bekommt, stammen allesamt aus meinem ...

... Thailand-Reisebericht 2018. 

Wenn ihr mehr über diese Reise erfahren wollt, klickt bitte auf den Link.

Erholen in Hua Hin
Schnorchelausflug zur Insel Talu

Geschichtspark Sukhothai, Tempelanlage Wat Si Chum

Ein anderes tropisch-exotisches Land besuchten wir vier Jahre davor. Das Klima ähnelt dem in Thailand sehr, die Pflanzen ebenfalls, und doch hat dieses Land so ganz andere Erlebnisse zu bieten - wie z.B. eine Fahrt mit dem Oldtimer durch Havanna, den Besuch einer Rumfabrik oder witzige Begegnungen mit manch einem Zigarrenraucher 😉 Auch hier kommt ihr wieder durch Klicken auf die Überschrift zum Reisebericht. 

Abendstimmung in Varadero, Kuba 2014

Havanna, Kuba 2014
Havanna, Kuba 2014
Havanna, Kuba 2014
Schiffsausflug und Königsseeschwalben bei Guardalavaca, Kuba 2014

Auch das südliche Indien, das wir ein Jahr zuvor besuchten, hat paradiesische Orte zu bieten. Der „Butterfly Garden“ in einer Hotelanlage an der Malabarküste war allein schon ein kleines Paradies für sich. Auch die entspannende Hausbootfahrt auf den berühmten Backwaters haben wir sehr genossen. Und in Chettinad sahen wir nicht nur die wunderschön gefliesten Villen, für die der Ort bekannt ist, sondern genossen außerdem exotische Köstlichkeiten von einem Bananenblatt. Ein weiteres Highlight der Reise war das Vogelschutzgebiet von Ranganathittu. 

Butterfly Garden an der Malabarküste
Hausbootfahrt auf den Backwaters
Details einer Chettinad Villa
Die köstliche Chettinad-Küche

Sonnenuntergang im Vogelschutzgebiet

 

Unser Roadtrip durch den Südwesten der USA im Jahr 2012 führte uns ebenfalls an einen Ort, zu dem die Begriffe tropisch und exotisch passen: in den...

... Palm Canyon (Palm Springs) ...


... wo wir diese unendlich entzückenden Geschöpfe erlebten, die mich einfach immer glücklich machen:


 

Die allerersten Kolibris meines Lebens sah ich etwa anderthalb Jahre zuvor - im Frühjahr 2011 - auf der Karibikinsel ...

Oh Mann, über elf Jahre ist das nun also schon wieder her! Leider habe ich damals im Blog noch nicht ausführlich über meine Reisen berichtet, das heißt, wenn ihr auf den Link klickt, kommt ihr nur auf eine Kurzbeschreibung dieser Reise
 
Doch auch hier haben wir so viel Schönes, Interessantes und Wunderbares erlebt - nicht nur das Füttern von Kolibris, das sich für immer als besonders glückliches Erlebnis in mein Gedächtnis eingegraben hat, sondern auch die Wanderung durch einen Wasserfall (inklusive Bad), den Besuch von Nine Miles (dem Geburtsort von Bob Marley) oder eine Bootsfahrt über den Black River. Und überall - in jedem Land, das wir bereist haben - gab es Begegnungen mit Menschen, die besonders waren und uns in Erinnerung bleiben werden.
 
Der Wimpelschwanz (Trochilus polytmus) ist ein Kolibri, der nur auf Jamica vorkommt. Dort wird er auch Doctor Bird genannt.



Kleine kulinarische Reise:
Natürlich können wir nicht ständig solch große Reisen unternehmen. Aber manchmal genügt es schon, wenn man sich durchs Blättern in Fotobüchern, durch Bilder an der Wand oder durch manche kulinarische Köstlichkeiten an einen Traum-Urlaubsort "beamt". In meinem Blog findet ihr z.B. das Rezept für die folgende tropisch-insprierte Speise:

Kokos-Curryhuhn (mit vegetarischer Variante!)

 

Und hier noch eine exotische Suppe:

Rote Linsen-Kokos-Suppe


Zum heutigen Schluss möchte ich noch ein paar Fotos von einem der legendären Sommerfeste meiner Freundin Moni zeigen. Bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie gab es jedes Jahr eine wunderbare Mottoparty, unsere Freundin kochte groß auf, Edi stellte die Musik zusammen und ich war für die Deko zuständig. Im Jahr 2013 gab es das tropisch-exotische Thema Karibische Nächte. Auch diese Partys waren immer kleine "Reisen im Geiste".


Hier gibts für alle, die Monis Themen-Sommerfeste kennenlernen oder noch einmal Revue
passieren lassen wollen, die Links zu den Festen von 2011 bis 2019:
 

 🍊🐠🥭🏝️🍍🐬🍌

Ihr Lieben, ich hoffe, dieser Ausflug in tropisch-exotische Regionen hat euch Freude bereitet und inspiriert. Mir hat er jedenfalls große Lust auf die nächste Reise gemacht (aber, nunja, es ist auch nicht wirklich schwierig, in mir Reiselust zu entfachen 😉😊). Wenn ihr auf den folgenden Link klickt, kommt ihr zu den anderen Bloggerinnen, die über ihren persönlichen Zugang zum "tropisch-exotischen" Thema erzählen.

 

Herzliche Rostrosengrüße

eure   T  r  a  u  d  e




Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

beim Mosaic Monday, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, All Seasons bei Lydia, Naturdonnerstag - bei Elke, Thursday Art Date von Rain, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta,  All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid

 


Donnerstag, 4. August 2022

Blackout Teil 2 - Krisensicher durch Vorsorge

Servus ihr Lieben!


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Unsere Vorräte im Keller

Herzlich willkommen zum zweiten Teil meiner "Blackout-Serie"! Im ersten Teil erzählte ich euch unter anderem über meinen persönlichen Zugang zu Themen wie Krisenvorsorge und Blackout und ließ außerdem Experten zu Wort kommen. Denn laut diesen wird das Risiko eines europaweiten Blackouts innerhalb der nächsten fünf Jahre mittlerweile als "hoch bis sehr hoch" eingeschätzt. (Auch die Begründungen für das gestiegene Risiko habe ich euch beschrieben.)

Natürlich kann man trotzdem hoffen, dass es niemals so weit kommt. Aber diese Hoffnung kann man auch hegen, während man möglichst gut vorgesorgt hat, falls es dennoch passiert 😉 In unserer (zu schwarzem Humor - oder Realismus - neigenden) Familie heißt es gern "Die Hoffnung stirbt zuletzt ... aber sie stirbt."

Ich kann euch nicht vor schlimmen Zeiten bewahren - und letztendlich trefft IHR die Entscheidung, ob ihr vorsorgt oder nicht. Aber ich möchte es zumindest nicht unversucht lassen, euch folgendes zu vermitteln: 

  • Je besser man vorbereitet ist, desto ruhiger kann man mit jedem Stromausfall / jeder Krisensituation umgehen.
  • Unter Umständen kann die richtige Vorbereitung lebensrettend sein! 

Auch manche Tiere sammeln Vorräte... nicht für einen Blackout, aber für "schlechte Zeiten".
 
Vorbereitet sein:
In letzter Zeit flatterten uns gleich zweimal hintereinander verschiedene Flugblätter von offiziellen Stellen ins Haus, die die Themen Krisenvorsorge und Selbstschutz behandelten. Der Krieg in der Ukraine wird wohl einer der Auslöser dafür sein. Und die Politik dürfte allmählich jene Experten ernst nehmen, die schon seit einiger Zeit vor der wachsenden Gefahr eines Blackouts warnen. (In den genannten Flugblättern wird sowohl das Thema Blackout behandelt als auch allgemeines "Vorbereitet-Sein auf Krisen".)

Einem Artikel in der österreichischen Zeitung DerStandard zufolge haben sich zwar immerhin 43 Prozent der befragten Personen schon einmal darüber Gedanken gemacht, wie man für einen Blackout vorsorgen könnte. Jedoch haben konkret bisher nur 16 Prozent der Österreicher tatsächlich Blackout-Vorsorge getroffen. Und nur acht Prozent der Befragten glauben dieser Studie zufolge, dass Österreich in den kommenden Jahren von einem solchen Stromausfall betroffen sein könnte. Ich nehme an, es wird in Deutschland nicht viel besser sein. Aber es sollte besser sein - hier wie dort...


Ein Vertreter des Zivilschutzverbandes formulierte es folgendermaßen: "Jeder Haushalt, jede Familie, die mit Vorräten und guter Organisation vorsorgt, tut nicht nur für sich selbst etwas. Man unterstützt durch Selbständigkeit und Eigenverantwortung auch die Behörden und die Einsatzorganisationen."

2 Flugblätter mit diversen Empfehlungen des Niederösterreichischen Zivilschutzverbandes

Meine LeserInnen aus Nordamerika sind weit besser als wir auf dieses Thema vorbereitet, viele von ihnen haben bereits länger währende Stromausfälle erlebt.
  • Meine Blogfreundin Rain schrieb mir z.B., dass sie vor mehr als 20 Jahren im Osten Kanadas einen Stromaufall aufgrund eines großen Eissturmes erlebte. Sie musste in einer Wohnung in der Innenstadt von Montreal 7 Tage lang ohne Strom und (frisches) Wasser mit ihren Haustieren durchstehen. Damals war sie nicht gut vorbereitet und durchlebte eine schlimme Zeit. Mittlerweile ist sie für solche Notfälle gerüstet.
  • Anni schrieb mir, in der Hurrikanzone an der Küste von Texas zu leben würde bedeuten, für 6 Monate vorbereitet zu sein. Sie lagern die nötigsten Vorräte und haben bereits wochenlang ohne Strom überlebt. 
  • Carola, die an der Kalifornischen Küste lebt, schrieb mir, dass man in ihrer Region einigermaßen an Stromausfälle gewöhnt sei, da der Strom bei Waldbrandgefahr oft vorsorglich ausgestellt werde. "Der längste dauerte für einige Leute knapp eine Woche. Wir persönlich hatten nach zwei Tagen wieder Strom."  
Ich weiß, dass manche Bloggerinnen über eine viel fotogenere Vorratshaltung verfügen - mit wunderschönen, in Zierschrift geschriebenen Etiketten. Damit habe ich vor Jahren mal angefangen, aber inzwischen geht's mir vor allem um die Funktion 😉

"Besser man hat, als man hätte":
Es mag schon stimmen, was mir einige von euch in den Kommentaren zum ersten Kapitel mitgeteilt haben: Wenn es wirklich, wirklich ganz schlimm kommt, kann uns vielleicht auch kein Lebensmittelvorrat mehr helfen. Aber was, wenn es nur "mittelschlimm" kommt?  
  • Was, wenn die Stromversorger seit Tagen verbissen daran arbeiten, dass alles wieder in Gang kommt - aber wir werden noch für ein paar Tage vertröstet? 
  • Was, wenn die Notversorgung bis dahin aber noch nicht so richtig angelaufen ist oder ihr relativ weit von einem Versorgungpunkt entfernt seid? (Mal abgesehen davon: Die Care-Pakete, die man bei solchen Notversorgungspunkten bekommt, enthalten nicht gerade Leckereien, davon könnt ihr ausgehen! Viele dieser Notvorräte stammen aus Militärbeständen: Das Zeug hält ewig, hat viele Kalorien, hilft zu überleben - und bietet wenig Genuss. Wenn ich es mir aussuchen kann, lebe ich lieber von meinen eigenen Vorräten.
  • Was, wenn der Strom zwar wieder da ist, aber die Lebensmittel-Produzenten wegen ihrer eigenen Ausfälle hintennach hinken oder wenn in den Straßen noch so viel Randale herrscht, dass man lieber nicht nach draußen gehen möchte? 

Angel hat es folgendermaßen formuliert: "Nicht daran zu denken wird niemandem helfen wenn es soweit kommt..."

Vorräte im Keller

Krisenvorsorge oder Camping-Urlaub?
Die Folgen eines Blackouts können - vor allem wenn er länger andauert - verheerend sein. Denn Polizei, Militär, Feuerwehr, Rettung und andere Krisenhelfer können unsere Sicherheit nur für ein paar Tage gewährleisten - und wie lange es im Ernstfall dauert, bis eine flächendeckende Versorgung mit Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten hergestellt werden kann, weiß niemand so genau.
 
Deshalb ist es ratsam, sich nicht tatenlos seinem Schicksal zu ergeben, sondern ein paar Vorkehrungen zu treffen. Katastrophenhilfsorganisationen empfehlen, Vorräte für zwei Wochen anzulegen. Solange kann es (ungefähr) dauern, bis die staatliche Krisenvorsorge anrollt und die Bürger mit Grundnahrungsmitteln und Trinkwasser versorgt werden können. 
 
Die Empfehlung des österreichischen Bundesheeres in diesem Zusammenhang lautet: „Planen Sie wie für einen vierzehntägigen Campingurlaub in den eigenen vier Wänden!“ Ich finde, diese Aussage nimmt dem Ganzen ein bisschen den Schrecken - klingt nach Abenteuer und kann solch eine Situation auch für Kinder erträglicher machen.

HIER ein Link zu einer beispielhaften "Einkaufsliste Lebensmittelvorrat" für 14 Tage des NÖ Zivilschutzverbandes.

Rostrosen-Vorkehrungen:
Ines Meyrose fragte mich in ihrem Kommentar, ob wir wirklich "Lebensmittel für mehrere Wochen ohne Strom" daheim hätten und wollte wissen: "Esst Ihr dann auch jährlich auf? Mich würde da tatsächlich interessieren, was ihr konkret hortet."

Die kurze Antwort lautet: JA! In meinen Collagen habt ihr schon einige der Lebensmittelvorräte gesehen, die wir im Rostrosen-Haushalt "horten" 😉. Es handelt sich dabei einerseits um "normale", lange haltbare Lebensmittel, die wir ohnehin regelmäßig verbrauchen - wie Nudeln, Reis, Mehl, rote Linsen, Mais, Kichererbsen und Bohnen in Dosen, Haltbarmilch, Kokosmilch, Müslis, Dosen mit Fisch und Muscheln, Dosen mit Jackfruit (pflanzlicher Fleischersatz) etc. - und dann haben wir auch noch unsere selbstgemachten Konserven wie Kompotte, Apfelmus, Marmeladen... 

🥘🥘🥘

Andererseits handelt es sich um Lebensmittel, die wir als Krisenvorsorge vor allem wegen ihrer langen Lagerungsfähigkeit gekauft haben - wie Konservendosen *), deren Inhalt man zur Not auch ohne Erhitzen essen kann (Bohnengulasch, Dosensuppen, Linsen mit Speck, Kartoffelgulasch, gefüllte Paprika etc.), außerdem Dosen-Leberwurst, Zwieback, Pumpernickel-Brot, Dauerwurst (also gepökelte, geräucherte oder sonstwie haltbar gemachte Wurst). Knödelteig und Kartoffelpürreepulver gibt es in unserem Fundus ebenfalls - beide sind auch außerhalb des Notfalls praktisch, wenn es mal schnell gehen soll. Mit diesen Vorräten kommen wir definitiv mehrere Wochen durch. 

*) Falls ihr meint, Dosennahrung schmeckt nicht gut - wir haben an Dosengerichten fast ausschließlich solche der österreichischen Firmen Inzersdorfer und Felix Austria, und beide bieten unserer Erfahrung nach gute, schmackhafte Ware. 

 

Bitte kauft nur Vorräte, die ihr auch dann zu essen bereit seid, wenn es KEINEN Notfall gibt! Es soll ja nichts verderben! Bei unserem Dreh zur TV-Serie "Alles Finster" hielt die Notversorgungsstelle z.B. so genannte "Panzerkekse" bereit - und ein Pulver, aus dem man einen 3000-Kalorien-Brei zubereiten kann. Das würde ich persönlich nur dann essen wollen, wenn ich vor dem Verhungern stehe - also im tatsächlichen Notfall - aber nicht, wenn der Notfall noch nicht eingetreten ist und es nur darum geht, Notvorräte rechtzeitig vor dem Verderben aufzuessen 😉. 

Überlegt also, was eure persönlichen Essens-Vorlieben sind und versucht, eure haltbaren Vorräte dem möglichst anzupassen. Denn alle paar Monate (bzw. bei manchen Dosen nach etwa zwei bis drei Jahren) sollten die Vorräte aufgegessen und gegen neue ausgetauscht werden.  

🧃🧃🧃

Außerdem haben wir mehrere Flaschen Mineralwasser *) (derzeit 18 Flaschen á 1,5 Liter) und mehrere große Kanister trinkbares Leitungswasser (2 Kanister á 10 Liter, 2 Kanister á 5 Liter). Das sind also aktuell insgesamt 57 Liter, wenn ich mich nicht verrechnet habe.

*) Mein Mann sprudelt sein Wasser zwar normalerweise seit einigen Jahren aus Leitungswasser selbst und ich trinke am liebsten ungesprudeltes Leitungswasser, aber seit wir die Aufforderungen des Zivilschutzverbandes erhalten haben, haben wir auch wieder gekauftes Mineralwasser im Haus. Achtung: Auch Mineralwasser hat ein Ablaufdatum - daher sollte es spätestens nach etwa zwei bis drei Jahren verbraucht werden (zur Not zum Blumengießen verwenden!).

Ein paar mehr Kanister könnten jedoch nicht schaden, um wirklich ausreichend Wasser zum Kochen, Geschirrspülen und zur Körperpflege zu haben. Von manchen Stellen (beispielsweise der WHO) werden 15 Liter pro Person und Tag empfohlen. Ich denke, das ist für die meisten Menschen für einen Zeitraum von 14 Tagen kaum machbar, es sei denn, man verfügt über einen großen Wasserspeicher oder über einen Brunnen mit Handpumpe - ansonsten muss man eben sehr sparsam mit Wasser umgehen. Zur Not gibt's bei uns auch noch Nutzwasser aus der Regentonne oder aus dem relativ nahe gelegenen Fluss *). 

*) Dazu meinte Edi allerdings, dass das Flusswasser nach einigen Tagen wohl verseucht sein würde, da die Kläranlagen ohne Strom nicht mehr funktionieren... Nun, dann möchte ich kurz mal auf eine Sache aufmerksam machen: In manchen Gegenden Afrikas, Asiens, Lateinamerikas gehört verseuchtes Wasser zum "Normalstatus" - und das wird von des reichen Industriestaaten stillschweigend toleriert. Wasseraufbereitungstabletten oder -tropfen können helfen, Wasser, das mit Viren, Bakterien oder Giardien (Darmparasiten) verseucht ist, trinkbar zu machen.

HIER geht es zu einem sehr ausführlichen Testbericht über solche Wasserreinigungsmittel

Sauberes Wasser würde auch den Menschen in den hauptsächlich betroffenen Regionen helfen. Viele Organisaitonen - wie Unicef, World Vision, Oxfam Unverpackt - sammeln Spenden, z.B. um Brunnen zu bauen, Wasser in Flüchtlingslagern zu entkeimen etc. Wenn ihr helfen wollt, könnt ihr auf die unterlegten Links klicken.

Unsere Wasservorräte. Bier, Wein und Prosecco haben wir zur Not auch noch 😉

Das Wasser in den Kanistern bewahren wir etwa ein Jahr lang auf (wir schreiben das Datum mit einem Permanentmarker auf den Kanister, damit wir es nicht vergessen). Danach verwenden wir es, um die Pflanzen in unserem Garten damit zu gießen und füllen frisches Leitungswasser ein. Ich habe gelesen, dass man dem Wasser zum Haltbarmachen Wasserreinigungsmittel auf Silberionenbasis zusetzen soll, um es keimfrei zu halten. Das haben wir bisher nicht getan, da wir dieses Wasser überwiegend zur Körperhygiene benützen wollen - oder im Notfall am Gaskocher abkochen würden. (Möglicherweise legen wir uns dieses Mittel aber noch zu. Man kann das Wasser auch nachträglich noch entkeimen, siehe oben.)

Wohin mit all den Vorräten?
Aufbewahrt werden unsere Vorräte in Küchenschränken und -regalen, weiters in unserer "Vorratskammer unter der Treppe" (wir haben  unter der Kellertreppe vor Jahren schon Regalbretter eingebaut und bewahren dort auch den Staubsauger, Koffer, Klopapiervorräte und dergleichen auf); eine Kiste mit Dosennahrung sowie die Wasserkanister stehen im "Werkzeugkeller". In den Kanistern war ursprüglich jener preisgünstige "Tafelessig", den wir z.B. zum Entkalken der Kaffeemaschine und als natürlichen Waschzusatz / Waschmaschinenentkalker verwenden.

In einer kleinen Wohnung mag es Probleme mit der Unterbringung geben - aber ich habe mal auf 30 Quadratmetern gewohnt. Und ich habe sowohl in meiner Kindheit mit meinen Eltern als auch später mit Mann und Kind Wohnwagenurlaube unternommen. Ich sage daher: Platz für Vorräte gibt es immer. Ich bin überzeugt davon, dass so ziemlich jeder Mensch der westlichen Welt irgendwo einen Ort hat, an dem er Dinge aufbewahrt, die gar nicht mehr benötigt werden. Gebt diese Dinge weg und bringt dort stattdessen Vorräte unter.  

Zur Not kann man Dosen, Flaschen oder Zwiebackpakete AUF Schränken, unter dem Bett bzw. in Bettkästen, in einer dekorativen Truhe verstauen  - oder in einem ungenützten Winkel z.B. zwischen Schrank und Tür, in einer Kiste unter dem Tisch, ... Wer heute sagt "Ach, wie sieht denn das aus?!" wird sich in drei, vier, fünf  Jahren vielleicht sagen: "Hätte ich nur auf Traude gehört!" 😎

Rostrosen-Überlegungen:
Wie schon im ersten Teil festgestellt, weiß zunächst niemand, wie lange der Strom wegbleiben wird. Es lohnt sich also eine Überlegung, in welcher Reihenfolge man an die Vorräte herangehen möchte. Zum Teil kommt das natürlich auch darauf an, ob der Stromausfall im Winter oder im Sommer stattfindet. Im Winter sind Lebensmittel unter Umständen auch mit Hilfe der natürlichen Winterkälte länger haltbar. (Dafür hat man das Problem, dass das Haus kalt ist.) Wie aber geht man im Sommer mit den Lebensmittelvorräten vor, die gekühlt werden müssen?
 
Ich denke, ihr alle werdet euch eure eigenen Gedanken dazu machen, die u.a. mit euren eigenen Essgewohnheiten, Vorräten, Zubereitungsmöglichkeiten in Zusammenhang stehen. Ich erzähle euch hier und heute, wie WIR es anlegen wollen. Davon könnt ihr euch inspirieren lassen oder auch nicht. Für manche sind diese Überlegungen vielleicht eine Hilfe.


Ich habe Empfehlungen gelesen, die besagen, dass man Kühlschrank und Gefriersschrank bei einem Stromausfall geschlossen halten soll. Zunächst würden wir trotzdem mal auf jene Vorräte zurückgreifen, die wir im Kühlschrank aufbewahren *).  
 
Wenn der Strom bald wieder da ist, geht das Leben demnächst weiter wie bisher - dann stört auch ein kurzes Öffnen des Kühlschrankes nicht - und wenn der Strom nicht bald zurückkehrt, müssen diese Lebensmittel sowieso schnellstens aufgebraucht werden. Überlegt, bevor ihr den Kühlschrank aufmacht, was ihr entnehmen wollt. Öffnet ihn nur kurz, nehmt heraus, was ihr benötigt und schließt ihn gleich wieder - dann hält sich die Kühle etwas länger.
 
*) und natürlich auf eventuelle Vorräte in Obstschalen und Brotdosen sowie - wenn vorhanden - frisches Obst und Gemüse aus dem Garten, ganz klar.
 
Alltagsvorräte in der Küche - teilweise in ehemaligen Gurkengläsern - und eine Art Knäckebrot aus Kastanien, von dem wir noch nicht wissen, wie es schmeckt 😉
 
Als nächstes wäre der Gefrierschrank dran. Selbst wenn man ihn nicht geöffnet hat, sind die Lebensmittel darin nach spätestens zwei Tagen ohne Strom aufgetaut
 
Sobald sie aufgetaut oder angetaut sind, sollten sie natürlich nicht wieder eingefroren werden. Aber sie sind deshalb noch längst nicht verdorben! Sie müssen jetzt nur schnellstens verarbeitet werden! (Im Zweifelsfall Geruchsprobe machen.) 

In jedem Fall macht es Sinn, zu überlegen, welche Lebensmittel besonders teuer waren (beispielsweise Fisch, Steaks). Die würden wir natürlich am wenigsten gern verderben lassen wollen und daher relativ bald aus dem Gefrierschrank retten und verarbeiten. (Das gilt auch für den Fall, dass der Strom zurückgekehrt ist.) Und wenn ihr zu viel habt, dann ladet doch eure Nachbarn ein. Gemeinsam kann man aus der Notfalls-Resteverwertung vielleicht sogar eine schöne Erinnerung gestalten.
 
🥩🍗🥩

In unserem Gefrierschrank lagern relativ viele Speisen, die wir in größeren Mengen vorgekocht und dann eingefroren haben, z.B. Süßkartoffelchili oder Hühnersuppe - die kann man auch nach mehreren stromlosen Tagen noch essen. Wir haben außerdem selbstgebackenes Brot in Scheiben, Gemüse wie Brokkoli oder Fisolen und Früchte wie Marillen, Erdbeeren, Pflaumen eingefroren, die ein paar Tage lang eine gute Ergänzung des Speiseplans sein können. 

Zum Frühstück gäbe es Müsli mit Sojamilch oder Haselnussmilch (wir haben meist ein paar Packungen Milchersatz vorrätig, außerdem haben wir H-Milch) oder Zwieback mit selbstgemachter Marmelade oder ein selbstgemachtes Marillenkompott. Zum Abendessen vielleicht Fisch aus der Dose oder Pumpernickel mit Wurstaufstrich. Bohnenkaffee haben wir vermutlich nicht ausreichend für zwei Wochen, meinen Getreidekaffee eventuell schon, aber wir haben jede Menge Tees, die müssten uns in solch einer Situation genügen und wären auch gegen den Durst besser als Kaffee.

Fisch und Muscheln aus Dosen, Teigwaren sowie Müslis zählen zu unseren Standardvorräten; Kompotte, Apfelmus, Marmelade, Fruchtsirup stellen wir regelmäßig aus den Früchten unseres Gartens her.

Wenn nichts Genießbares mehr in den Kühlgeräten vorhanden ist, aber noch genügend Möglichkeiten vorhanden sind, um Speisen zuzubereiten (also noch genügend Gas in den Gaskartuschen, genügend Holzkohle für den Griller, genügend Holz für den Holzofen), würden wir teilweise auf jene Vorräte zurückgreifen, die man nicht gut roh essen kann - Nudeln, Reis etc. Diese würden wir z.B. mit Jackfruit (= veganer Fleischersatz) und Gemüse aus der Dose und z.B. mit Tomatensauce oder Kokosmilch und einigen passenden Gewürzen sowie etwas Fantasie zu möglichst genießbaren Speisen verarbeiten (und man kann die Nudeln und den Reis auch gleich in der Sauce kochen, das spart Wasser!). 

Sehr empfehlen kann ich euch (auch für Camping-Urlaube!) Instant-Couscous - das kann man zur Not auch in lauwarmem Wasser quellen lassen! Geht schnell und nährt. Einfach etwas Suppenpulver oder andere Gewürze und ein bisschen Speiseöl dazu, mit Gemüse, ev. auch orientalisch mit Dörrpflaumen, Rosinen, Zimt, getrockneten Tomaten, Oliven (oder was eben sonst noch vorhanden ist) aufpeppen, fertig.

 

Vorräte aufbrauchen und ergänzen:
Wie bereits erwähnt, lassen wir unsere Not-Vorräte natürlich nicht schlecht werden. Deshalb ist es wichtig, wirklich nur Speisen einzulagern, die ihr auch in Nicht-Notsituationen zu essen bereit seid und regelmäßig verbraucht. Führt eine Liste oder seht alle paar Wochen nach, welche Vorräte weggemacht werden sollten - aber vergesst nicht darauf, vorher einen passenden Ersatz zu kaufen! 
 
Zwieback-Verarbeitung: Zwieback-Kirschenauflauf (mit ein paar anderen Sommerfrüchten obendrauf)

Zwieback schmeckt uns "als Brot" jetzt nicht so gut, aber er hält lange und ist somit ein perfektes Notfall-Brot. Außerdem kann man ihn, wenn es keinen Notfall gab, wunderbar verarbeiten - z.B. zu Aufläufen oder Semmelbröseln. Letztere braucht man in Österreich für viele landestypische Süßspeisen (wie z.B. Marillenknödel oder Topfennockerl) und natürlich für Wiener Schnitzel, Gebackene Champignons, Backhendl & Co. Deshalb kaufen wir Zwieback lieber als z.B. Knäckebrot, das wir beide nicht besonders gerne mögen und das man auch nicht so sinnvoll verarbeiten kann.

Verarbeitung von Zwieback zu Bröseln und von Fertigteig zu Knödelmasse - daraus wurden köstliche Marillenknödel mit Marzipanfülle 😋
 
Lasst euch nicht unbedingt vom Mindesthaltbarkeitsdatum leiten, sondern von eurer Erfahrung: Wie sieht ein Lebensmittel aus, wie riecht es? Zur Not verkostet ein kleines Stück. Sowohl unser Zwieback als auch unsere Dauerwurst hatten ihr Mindesthaltbarkeitsdatum bereits um 3 Monate überschritten - war nicht das geringste Problem und hätte bestimmt noch einige weitere Monate lang gehalten. Solche gepökelte bzw. geräucherte Würste waren ja ursprünglich dazu gedacht, um durch den Winter zu kommen und Zwieback sollte lange Schiffsreisen überdauern. 
 
Wir haben Soljanka aus der Wurst zubereitet, man kann sie aber auch für Bohnengulasch oder andere Eintöpfe verwenden, einen Kartoffel- oder Nudelauflauf mit der Wurst zubereiten oder Brote damit belegen. Neulich haben wir unser paketiertes Vollkornbrot zu Chili-Con-Carne gegessen. Das Dosengulasch werden wir uns vielleicht mal zum Neuen Jahr machen, da hat Gulasch bei uns Tradition. Möglicherweise bereiten wir uns auch mal einen der Eintöpfe oder eine Dosensuppe zu, wenn wir durchgefroren von einem Winterspaziergang oder vom Skifahren nach Hause kommen. 
 
Aber all das hat noch Zeit - die meisten unserer Konservendosen haben ihr Mindesthaltbarkeitsdatum im Jahr 2025.

Oben Resteküche: Soljanka aus der Vorrats-Dauerwurst. Unten Edis selbstgebackenes Brot, Zwiebackauflauf

Ihr Lieben, ich habe noch immer nicht alles hier untergebracht, was ich euch gerne mitteilen wollte. Wir haben über Wasser und Lebensmittel gesprochen, aber noch nicht über Lichtquellen, Wärmequellen, was ihr tun könnt, wenn die Toilette ausfällt, etc. Es wird daher noch einen dritten "Blackout-Teil" geben, in dem ich manche Themen ein bisschen vertiefen möchte.

Habt ihr noch weitere Fragen? Oder Anregungen, die hier nicht fehlen dürfen? Habt ihr mich bei einem Fehler ertappt, den ich korrigieren sollte? Habt ihr Tipps? Vielleicht kennt ihr ja tolle Innovationen, die das Leben ohne Strom leichter und besser machen? Dann teilt mir all das bitte in euren Kommentaren mit!

Hier noch ein paar Artikel zum Weiterlesen:

 
😘 Herzliche Rostrosengrüße 😘

eure   T  r  a  u  d  e




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Freitag, 29. Juli 2022

Mallorca-Reisebericht - Teil 3 (Tag 7 bis Tag 8)

HIER kommt ihr zum gesammelten Reisebericht Mallorca 2022.
 
Hola amigos!

 

Nach dem reichlich ernsten Thema aus meinem vorigen Post möchte ich heute wieder etwas Urlaubs-Feeling und sommerliche Leichtigkeit versprühen. ("Blackout Teil 2" wird aller Voraussicht nach nächste Woche erscheinen.) Die Mallorca-Profis unter euch werden vermutlich auf den ersten Blick erkennen, wohin ich heute mitnehmen will. Genau: In die schöne Hauptstadt Palma. Doch diesen Ausflug unternahmen wir erst am 8. Tag. Also immer schön der Reihe nach! 😊


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Auf dem großen Foto in der Mitte seht ihr die Keramikwand des Künstlers Joan Miró (1983) - sie befindet sich nahe der Kathedrale von Palma, die ihr ebenfalls auf einem der Fotos seht (rechts oben).


Tag 7 - 24. Mai 2022: 
An diesem Tag unternahmen Edi und ich wieder einen Ausflug zu zweit. Wir stiegen in unseren kleinen roten "Flitzer" (der eigentlich eher ein Kriecher war, überhaupt wenn es bergauf ging) und fuhren durch die sehenswerte Landschaft in Richtung Osten - zum Hafenort ...
 
Bei dem Ort handelt es sich um den größten Naturhafen Mallorcas und um einen der bedeutendsten Fischerhäfen auf der Insel. Ein paar der Fotos oben sind im alten Hafenviertel von Portocolom entstanden. Von vielen wird dieser Bereich als einer der am besten erhaltenen historischen Ortskerne Mallorcas angesehen. Dort wollten wir hin - aber wir verfuhren uns ...

... und landeten zunächst im eher modernen und touristischen Teil der Ortschaft. Da wir das erst begriffen, als wir schon ein Zwei-Stunden-Parkticket gelöst hatten, versuchten wir das Beste daraus zu machen und die Umgebung zu erkunden. Beim neuen Hafen wollte ich allerdings nicht bleiben, auch wenn er dort im Prinzip ganz gut aussah - hier war eine Großbaustelle (und Baulärm hatte ich zuletzt wirklich genug von unseren Nachbarn gehabt). Gleich neben dem Staub und Krach "entspannten" Urlauber am Strand. Für mich wäre ein Urlaubsort wie dieser die Hölle auf Erden, aber für manche Menschen scheint das nicht so schlimm zu sein...

 

Edi und ich beschlossen jedenfalls, entlang der Küste spazieren zu gehen. Und das war keine schlechte Entscheidung, denn hier war es ruhig bis auf ein paar kreischende Möwen (und die dürfen das! 😉), die Landschaft war ausgesprochen malerisch, und auf dem Weg zur Küste sahen wir so manche prachtvolle Villa. Hier "draußen" leben offenbar die Reichen und Schönen.

 

Unterwegs kamen wir an einem Schild vorbei, das auf eine Sehenswürdigkeit hinwies - und darauf, dass man hier u.a. keine Blumen pflücken, keine Steine mitnehmen und keinen Unrat herumliegen lassen soll. Leider sah man auch hier, in dieser wunderschönen Natur, welch unselige Geschöpfe manche Menschen sind, denn trotz des Schildes stießen wir immer wieder auf Müll, den jemand einfach hier deponiert hat.

Der Weg war teilweise nicht ganz einfach zu gehen (und ich möchte ihm das Attribut Kinderwagen- oder Rollstuhl-geeignet glatt absprechen). 

Die Möwe, die ihr in der folgenden Collage fliegen seht, ist laut Google Lens eine Korallenmöwe (Ichthyaetus audouinii) - ich lasse mich aber gern eines Besseren belehren, wenn jemand von meinen vogelkundigen Blogfreunden es besser weiß als meine App! Die hübsche pinke Blume ist angeblich eine Illyrische Siegwurz (Gladiolus illyricus).

Auf dem großen Foto in der nächsten Collage seht ihr schon einen Felsen, auf dem ein paar Menschen herumklettern. Sie besichtigen die Sehenswürdigkeit namens ...

... Jaciment de Sa Ferradura:

Es handelt sich dabei um die prähistorische Stätte von Sa Ferradura de Porto Cristo, die Überreste der "ältesten Festung Mallorcas". In deutscher Sprache findet man dazu nicht viel, da diese Stätte sich noch in der archäologischen Erforschung befindet. Deshalb habe ich ein paar Infos einer spanischen Seite für euch übersetzt und mit den Informationen der Tafel ergänzt: 

Der Ort wurde von Menschen im Zeitraum von 1100 bis 900 v.Chr. genützt, wird also ebenfalls der talayotischen Kultur zugeordnet. (Ihr erinnert euch - im ersten Teil meines Mallorca-Reiseberichtes erzählte ich euch über unseren Besuch einer eine Talayotischen Siedlung namens Son Fornes.) Diese Festung befindet sich an einem sehr unzugänglichen Ort. Es wird angenommen, dass die Bewohner einen Ort suchten, an dem sie sich gegen Angriffe aus dem Inneren der Insel verteidigen konnten, da alle Indizien darauf hindeuten, dass es sich nicht um eine dauerhafte Siedlung, sondern um eine gelegentliche Zuflucht "aufgrund der großen Anzahl gefundener Feuerstellen oder des Fehlens eines Wassertanks" handelte.

Weitere Fotos dieser Ausgrabungsstätte könnt ihr auf dieser Seite sehen.

Nachdem wir ein bisschen auf dem Felsen herumgeklettert waren, kehrten wir in den modernen Ortskern von Portocolom zurück. Es war noch etwas Zeit und wir hatten Lust auf einen Eiskaffee. Zu diesem Zweck suchten wir uns ein möglichst untouristisch wirkendes Café in einer Seitengasse - was wahrscheinlich ein Fehler war. Denn seht nur, welche "Interpretation eines Eiskaffees" wir bekommen haben (Mitte links):  Eine Tasse Kaffee und dazu ein Glas mit einem Eiswürfel 😂!

Okay, das war wohl nichts. Jetzt wollten wir aber endlich den alten Hafen von Felanitx sehen - und diesmal schafften wir es auch!

Das historische Ortszentrum liegt im östlichen Teil der Bucht auf einer flachen Kuppe, und dort befindet sich auch der historische Hafen Es Riuetó. Andi und Michi hatten uns von den kleinen Fischerhäusern  mit ihren bunten Türen und Fenstern vorgeschwärmt, außerdem von den traditionellen Bootshäusern (barraques) mit ebenso bunt gestrichenen Gattertüren. An der alten Mole liegen auch die zahlreichen kleinen traditionellen Boote, die llauts.

Hier gefiel es uns wirklich sehr gut. Und wir wären vermutlich noch länger dort herumgestreunt, wären nicht immer mehr Wolken über dem Ort erschienen. Die Prognosen hatten ja für diesen Tag bzw. für die nächsten Stunden Regen angekündigt - unsere wetterfühligen Köpfe bestätigten das - und müde waren wir auch schon vom vielen Herumlaufen, also verzichteten wir darauf, noch durch die Gassen zu wandern, die von der Mole aus am anderen Ufer lagen. Schade, denn bei Andi habe ich von diesem Bereich dann wunderschöne Fotos gesehen.

Wie man unten mittig sieht, ist man hier auch schon auf Elektroautos eingestellt. An der Mole gibt es zwei E-Tankstellen.

Abends in unserem Ferienhaus bereiteten wir dann endlich die Paella zu, die wir ursprünglich zu Edis Geburtstag in einem Restaurant essen wollten und nicht bekommen haben. Unsere Eigenkreation war aber vielleicht ohnehin besser und reichhaltiger 😉. Köstlichen Sangria gab's auch wieder dazu - und anschließend die üblichen Kartenspiele 😄.

Der angekündigte Starkregen kam dann in der Nacht. Es regnete so heftig, dass der Küchenboden unter Wasser stand, weil die Fenster und Türen unserer Unterkunft nicht dicht waren. Leider bemerkte das nur die arme Andi, die nie besonders gut schlafen konnte. Edi und ich und auch Andis Mann schliefen tief und fest, sie wollte uns nicht wecken - und so bekamen wir erst etwas davon mit, als uns Andi beim Frühstück von der Küchenüberschwemmung erzählte (die sie bis dahin ganz allein beseitigt hatte).

Tag 8 - 25. Mai 2022:  
Wir hatten schon im Vorfeld darüber gesprochen, dass wir bei durchwachsenem Wetter eine Besichtigung der Hauptstadt einschieben würden - und somit fuhren wir an diesem Tag gemeinsam nach ...

... Palma:
Da es immer wieder Verwechslungen gibt zwischen Palma, La Palma und Las Palmas (auch unter Spaniern und auch im Internet), folgt hier eine kurze Erklärung: 
  • Las Palmas ist die Hauptstadt der Kanaren-Insel Gran Canaria. Die Kanaren befinden sich westlich der afrikanischen Küste mitten im Atlantik.
  • La Palma (vollständiger Name: La Isla de San Miguel de La Palma) ist eine  kleine Kanaren-Insel, längst nicht so bekannt wie ihre Namensverwandten. Laut der Tourismus-Beauftragten auf La Palma kommen hier immer wieder Urlauber an, die eigentlich nach Gran Canaria oder Mallorca reisen wollten. Im Jahr 2021 ging die Insel durch die Medien, weil es dort einen folgenreichen Vulkanausbruch gegeben hat.
  • Palma (vormals Palma de Mallorca genannt) ist die Hauptstadt von Mallorca. "Malle" ist keine Kanaren-Insel, sondern eine Balearen-Insel. Die Balearen sind eine Inselgruppe im westlichen Mittelmeer. Nach Vulkanen sucht man hier vergebens - dennoch kamen bei meiner Internetsuche vor der Reise mit der Suchanfrage "Palma de Mallorca") auch Ergebnisse, die auf den Vulkanausbruch in La Palma hinwiesen...

Unten seht ihr schon das wohl berühmteste Gebäude der Stadt Palma - die gotische Kathedrale La Seu im Süden der Altstadt unweit der Küste. Ganz klein sieht man auch die lange Warteschlange der Menschen, die die Kirche besuchen wollten. Interessiert hätte es mich schon, vor allem, da auch ein paar Werke von Antoni Gaudi darin zu besichtigen sind. Aber niemand von uns hatte Lust auf stundenlange Warterei. Also begnügten wir uns mit einigen klassischen "Touristenfotos" vor der Kathedrale 😉.

Dass wir in Sachen Kameras gut ausgerüstet waren, seht ihr auf den Fotos, die kurz nach unserer Ankunft in Palma*) im Gartgarten eines Cafés entstanden. Nur Michi zählt Fotografieren nicht zu seinen Hobbies. Aber er ist geduldig genug, um unsere Knipserei zu ertragen.

*) Apropos - es war nicht so einfach, in Palma "anzukommen", denn natürlich waren wir nicht die Einzigen gewesen, die die Idee dieses Stadtbesuchs gehabt hatten. Und so waren die Parklplätze in Zentrumsnähe besetzt. Die Kolonnen, die zu den nächsten Parkhäusern zu kommen versuchten, krochen nur langsam dahin. Letztendlich entschieden wir uns, bei einer Abzweigung, die in zwei verschiedenen Richtungen eine Parkmöglichkeit anzeigten, für die kürzere Kolonne - und lagen damit nicht schlecht.

 

In der Collage unten ist gut zu erkennen, dass es auch in Palma stark geregnet hat: Bei der Rutsche handelt es sich EIGENTLICH NICHT um eine Wasserrutsche 😜: 

Mächtige alte Bäume gibt es in Palma an vielen Orten zu sehen, z.B. oben. Aber der allerbeeindruckendste, der uns bei unserem Streifzug durch die Stadt begegnete, war das Exemplar in der folgenden Collage, dessen Äste einen Garten fast in seiner Gesamtheit überspannten - und ein großes Stück des Gehsteiges gleich mit. Leider hatten Andi und ich keine Ahnung, um welche Baum-Gattung es sich handeln könnte (und unsere Männer sind sowieso keine "Pflanzen- und Tier-Identifizierer" 😉). Google Lens brachte den Vorschlag Grevillea Baileyana - es gab auch noch die Lösungsmöglichkeit Quercus phillyraeoides - vielleicht weiß es jemand von euch?

Auch Jacarandabäume sahen wir unterwegs immer wieder. Wenn man bedenkt, dass ihre auffällige Blütenpracht nur etwa zwei Wochen anhält, haben wir großes Glück gehabt, sie in ihrer Blüte zu erleben.

Sightseeing war an diesem Tag nicht unser oberstes Ziel - wir wollten einfach nur durch die Straßen wandern und das, was uns gefiel oder inspirierte, auf uns wirken lassen und fotografieren. Ich werde euch heute daher nur wenige Informationen darüber geben, welche Gebäude ihr seht. 

In manchen Punkten erinnerte uns Palma an Barcelona (was kein Wunder ist, denn einige Künstler und Architekten wirkten in beiden Städten). Hier ein Link zum Thema Jugendstilarchitektur in Palma. Besonders hübsch fanden wir hier wie dort die Balkone, die mal mit Glas verkleidet sind, mal einfach nur mit Metallgeländern. 

In Palma de Mallorca gibt es übrigens auch eine Rambla - also eine Flaniermeile mit schönen alten Bäumen - genau wie in Barcelona (unten, kleines Foto, Mitte links).

Schon in meinem Barcelona-Beitrag Bunte Läden und dunkle Pfade zeigte ich euch einige phantasievoll bemalte Rollläden.

Für Novas Tore-Linkup habe ich ein paar Exemplare gesammelt - und für Eileens Satturday Critters eine hübsche Tigerkatze "hinter Gittern" ...

... sowie eine "Doppelgängerin" von unserer Katze Nina. Gleich neben der Kathedrale befindet sich der Palacio de la Almudaina - der Königspalast in Palma (siehe großes Foto unten).

 
Ebenfalls in der Nähe der Kathedrale gab es diesen Markt mit sehr bunten und wohl auch sehr kalorienreichen Süßigkeiten. Wir begnügten uns damit, Fotos davon anzufertigen, das ist die figurschonendere Methode 😉.


Das war's für heute mit unserem Spaziergang durch Mallorcas Hauptstadt und entlang der Küste von Portocolom. Ich hoffe, es war wieder einiges Interessantes für euch dabei!

 Fotos: Andi, Edi und Traude

¡Adiós, hasta la próxima!

eure   T  r  a  u  d  e




Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

beim Mosaic Monday, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Thursday Art Date von Rain, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta,  All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid