Montag, 15. August 2022

Mallorca-Reisebericht - Teil 4 (Tag 9 - Vogelbeobachtungs-Ausflug)

 HIER kommt ihr zum gesammelten Reisebericht Mallorca 2022.

 
Hola amigos!
 
In den meisten meiner Mallorca-Reiseberichts-Kapitel erzählte ich euch gleich über mehrere Tage. Diesmal ist es anders, denn bei unserem Ausflug am 26. Mai 2022 in ein ganz besonderes Vogelparadies entstanden so viele Fotos, dass ich daraus einen eigenen Beitrag machen musste.

Also, kommt bitte mit mir mit in den ...

... Parc natural de s'Albufera de Mallorca:
 
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Gleich beim Eingang weist ein Schild darauf hin, dass Laufen im Park nicht gestattet ist. Offenbar soll die Vogelwelt vor zu großen Massen sportbegeisterter Touristen geschützt werden. Denn auch dieses Naturschutzgebiet liegt direkt neben einer Hotelstadt.

 

Zum Ausgleich wird es wenig Text geben. Ich möchte euch nur ganz kurz erzählen, worum es sich bei diesem Naturpark handelt:

Der Parc natural de s’Albufera de Mallorca ist ein Naturschutzgebiet im Nordosten Mallorcas, in der Region Plà de Mallorca. Bei s’Albufera handelt es sich um das Feuchtgebiet eines verlandeten Sees, der durch Dünen vom Meer an der Bucht von Alcúdia getrennt war. Schon im 17. Jahrhundert wurde mit der Anlage von Kanälen und Parzellen begonnen, um diese landwirtschaftlich zu nutzen. 


Ab dem Jahr 1863 wurde das ehemals 2850 Hektar große Sumpfgebiet von einer britischen Firma an seinen Rändern teilweise trockengelegt. Durch diese Trockenlegung sollte die Malaria bekämpft werden. Die britischen Ingenieure scheiterten jedoch bei der Entwässerung, da immer wieder Meerwasser eindrang, und ihre Firma ging dadurch pleite. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde auf einigen Flächen des Feuchtgebietes Reis angebaut und bei sa Roca entstand eine Papierfabrik innerhalb der Schilfbestandes . 


Durch den in der Gegend einsetzenden Tourismus kamen auch diese Versuche, das Land wirtschaftlich zu nutzen, zu einem Ende - zum Glück!  (Das ist eines der Beispiele, wo Tourismus einer Naturlandschaft eher nützt als schadet. Leider ist es nicht immer so, sondern manchmal genau umgekehrt...)

Im Jahr 1988 wurde das verbliebene Feuchtgebiet von etwa 1650 Hektar zum Naturschutzgebiet erklärt. Er gilt nun als Naturgebiet von internationaler Bedeutung und als besondere Vogelschutzzone

Die dort vorkommenden Vogelpopulationen machen in s’Albufera mit beobachteten 271 verschiedenen Arten mehr als zwei Drittel aller auf den Balearischen Inseln vorkommenden Vogelarten aus.

Nistbäume von Kuhreihern

Der Park ist ganzjährig gratis für die Öffentlichkeit zugänglich. (HIER erfahrt ihr mehr über die Öffnungszeiten, Anreise etc.) Zur Begehung des Naturparks ist beim Besucherzentrum eine offizielle, aber kostenlose, Anmeldung erforderlich. (Dieses Empfangszentrum findet man, wenn man bereits etwa 1 km durch den Park spaziert ist - in der ehemaligen Papierfabrik; hier ist auch ein kleines Museum eingerichtet. Die Mitarbeiter dort geben übrigens bereitwillig Informationen über Vögel, die man gesichtet hat, und angeblich kann man sich dort auch Ferngläser ausleihen - das haben wir aber nicht versucht, da wir ohnehin drei Kameras mit Teleobjektiven dabei hatten 😉.) 

Es gibt gekennzeichnete Wanderwege und Bereiche, die von Besuchern nicht betreten werden dürfen. Innerhalb des Naturparks wurden Beobachtungsstände eingerichtet, von denen aus man die Vögel beobachten kann, ohne diese zu stören. Zwei davon haben Edi und ich aufgesucht, ansonsten sind wir im Park umhergewandert.

Da an diesem Tag kein klassisches Badewetter herrschte, gab es relativ regen Zustrom zum Naturschutzgebiet, und es gab auch wenige freie Parkplätze in der näheren Umgebung. Im Park selbst verteilten sich die Besucher allerdings gut, und je weiter man sich vom Besucherzentrum und von den Hauptwegen entfernte, desto eher konnte man ungestört bleiben.

Wie ihr wisst, bin ich keine Vogelkundlerin, sondern nur eine interessierte Laiin. Ich habe mich bemüht, die beobachteten Vögel zu identifizieren - wenn ich es nicht selbst wusste, nahm ich entweder Google Lens zu Hilfe, in einem Fall befragte ich den Mitarbeites im Empfangszentrum, oder ich half mir mit den Abbildungen auf dem Plakat, das im Empfangszentrum hängt. 

Trotzdem bin ich mir in manchen Fällen nicht sicher - deshalb freue ich mich, wenn die Vogelkenner unter euch mich korrigieren, falls ich mich geirrt habe. Und auch bei manch einem Insekt, manch eine Pflanze freue ich mich über eure Hilfe.

Kuhreiher (Bubulcus ibis)
Mauersegler (Apus apus)
Brandgans (Tadorna tadorna)
Abermals Mauersegler (Apus apus)
Ein anderer Kuhreiher (Bubulcus ibis)
Abermals eine Brandgans (Tadorna tadorna)
Bei den Schmetterlingen handelt es sich um drei verschiedene (an unterschiedlichen Orten gesehene) Waldbrettspiel-Falter (Pararge aegeria). Jeder einzelne von ihnen sieht "angebissen" aus, allerdings alle an anderen Stellen ihrer Flügel. Insekten leben gefährlich in einem Vogelschutzgebiet 😉. Bei der Libelle bin ich etwas ratlos - ich schwanke zwischen Große Pechlibelle (Ischnura elegans) und einer Azurjungfer (Coenagrion). Wisst ihr es besser?
💚 Herzen in der Natur 💚 - als Blütenblätter und Baumhohlräume... Auch Kugelköpfiger Lauch (Allium sphaerocephalon) wächst im Naturschutzgebiet.
Teichralle (Gallinula chloropus) mit zwei Küken

Stockenten und Brandgänse
Stockenten-Mama (Anas platyrhynchos) mit fünf Küken

Ein weit entfernter Ibis im Flug - ich nehme an ein Brauner Sichler (Plegadis falcinellus)

Abermals eine Stockenten-Familie, diesmal eine Mutter mit sechs Küken
 
Wir wanderten weiter von einem Beobachtungsstand zum nächsten. Auf einmal sahen wir, wie sich das Wasser an einer Stelle heftig kräuselte - wir konnten leider nichts Genaueres erkennen, aber wir denken, es werden wohl irgendwelche Fisch-(Paarungs?)-Aktiviäten gewesen sein.

 
Beim zweiten Beobachtungsstand sahen wir eine ganze Weile mehreren Säbelschnäblern zu: Was für hübsche Watvögel - und ihr Schnabel ist ja wohl eine Klasse für sich!

Säbelschnäbler (Recurvirostra avosetta)

Bei dem entzückenden Jungvogel (in den ich mich ein bisschen verliebt habe) handelt es sich laut Google Lens um ein Säbelschnäbler-Küken, aber diese App ist nicht zu 100 % zuverlässig und ich selbst weiß es nicht - ich hoffe daher sehr auf eure "ornithologische Hilfestellung" 😌.

Könnt ihr euch noch an den "Hook-Hoook-Hook" erinnern, den wir bei unserer Wanderung auf der Halbinsel Amer zuerst nur gehört und dann auch gesehen haben? Hier begegnete uns abermals ein schönes Exemplar - und dieser Wiedehopf (Upupa epops) ließ uns sogar ein kleines Stück näher herankommen. (Vermutlich, weil er so sehr in seine Futtersuche vertieft war.) Irgendwann bemerkte er uns aber leider doch und flog davon.


Am Ende unseres Spaziergangs durch das Naturschutzgebiet hörten wir in den Baumwipfeln einen hübschen Gesang. Leider sieht man die Sänger nur selten, aber diesmal hatten wir Glück. Laut Google Lens handelt es sich um eine Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla).

  

Unser Ausflug zu zweit war nach der Wanderung durch den Parc natural de s’Albufera de Mallorca noch nicht zu Ende - Edi und ich hatten an diesem Tag noch ein weiteres Ziel. Doch was wir sonst noch sahen und erlebten, erzähle ich euch in meinem nächsten Reiseberichts-Kapitel (das zugleich das letzte dieser Reise sein wird)! Ich hoffe, ihr habt auch dann Lust, uns wieder zu begleiten.


 Fotos: Edi und Traude

¡Adiós, hasta la próxima!

eure   T  r  a  u  d  e




Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

beim Mosaic Monday, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, All Seasons bei Lydia, Naturdonnerstag - bei Elke, Thursday Art Date von Rain, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta,  All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid

 


Mittwoch, 10. August 2022

[Blogparade] tropisch exotisch - ü30Blogger & friends

Servus ihr Lieben,...

 

 ... zur neuesten Blogparade der ü30Blogger - TROPISCH-EXOTISCH - tauchten vor meinem geistigen Auge gleich Bilder wie die folgenden auf. Denn was gibt es "Tropisch-Exotischeres" als Palmen, Südfrüchte und solch traumhafte Sonnenuntergänge (oder - wie in diesem Fall - Sonnenaufgänge) am Meer?

 
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Tropisch-exotische Himmelsstimmung, Thailand 2018

Obwohl ich vom Typus her eher eine "Nordländerin" bin und vor dem Kennenlernen meines Mannes keine Lust auf Urlaubsreisen in heiße Länder verspürte, haben wir im Lauf unserer gemeinsamen Zeit mehrere tropisch-exotische Paradiese bereist. Edi hat in kleinen Schritten meine Bereitschaft dazu geweckt. Zunächst fuhren wir abwechselnd mal in den Norden, dann in den Süden - bis ich schließlich selbst Lust auf tropische Ziele bekam. (Aber auch nördliche Regionen haben wir noch besucht und werden es, wenn möglich, weiterhin tun.) 

Koh Talu, Thailand 2018

Keine dieser Reisen möchte ich missen, denn sie haben mir Welten gezeigt, die so anders waren als alle Orte, die ich zuvor besucht hatte. Die warme träge Leichtigkeit, die ich in Äquatornähe verspürte, ist eine andere Leichtigkeit als die, die ich in der Nähe des Polarkreises zu spüren bekam. (Beides probiert, kein Vergleich 😉 - aber beides auf seine Art und Weise schön!)

Tanz im Palmenkleid

Ich nehme euch jetzt einfach mit auf eine kleine Reise durch Zeit und Raum: Die ersten Bilder, die ihr in diesem Posting zu sehen bekommt, stammen allesamt aus meinem ...

... Thailand-Reisebericht 2018. 

Wenn ihr mehr über diese Reise erfahren wollt, klickt bitte auf den Link.

Erholen in Hua Hin
Schnorchelausflug zur Insel Talu

Geschichtspark Sukhothai, Tempelanlage Wat Si Chum

Ein anderes tropisch-exotisches Land besuchten wir vier Jahre davor. Das Klima ähnelt dem in Thailand sehr, die Pflanzen ebenfalls, und doch hat dieses Land so ganz andere Erlebnisse zu bieten - wie z.B. eine Fahrt mit dem Oldtimer durch Havanna, den Besuch einer Rumfabrik oder witzige Begegnungen mit manch einem Zigarrenraucher 😉 Auch hier kommt ihr wieder durch Klicken auf die Überschrift zum Reisebericht. 

Abendstimmung in Varadero, Kuba 2014

Havanna, Kuba 2014
Havanna, Kuba 2014
Havanna, Kuba 2014
Schiffsausflug und Königsseeschwalben bei Guardalavaca, Kuba 2014

Auch das südliche Indien, das wir ein Jahr zuvor besuchten, hat paradiesische Orte zu bieten. Der „Butterfly Garden“ in einer Hotelanlage an der Malabarküste war allein schon ein kleines Paradies für sich. Auch die entspannende Hausbootfahrt auf den berühmten Backwaters haben wir sehr genossen. Und in Chettinad sahen wir nicht nur die wunderschön gefliesten Villen, für die der Ort bekannt ist, sondern genossen außerdem exotische Köstlichkeiten von einem Bananenblatt. Ein weiteres Highlight der Reise war das Vogelschutzgebiet von Ranganathittu. 

Butterfly Garden an der Malabarküste
Hausbootfahrt auf den Backwaters
Details einer Chettinad Villa
Die köstliche Chettinad-Küche

Sonnenuntergang im Vogelschutzgebiet

 

Unser Roadtrip durch den Südwesten der USA im Jahr 2012 führte uns ebenfalls an einen Ort, zu dem die Begriffe tropisch und exotisch passen: in den...

... Palm Canyon (Palm Springs) ...


... wo wir diese unendlich entzückenden Geschöpfe erlebten, die mich einfach immer glücklich machen:


 

Die allerersten Kolibris meines Lebens sah ich etwa anderthalb Jahre zuvor - im Frühjahr 2011 - auf der Karibikinsel ...

Oh Mann, über elf Jahre ist das nun also schon wieder her! Leider habe ich damals im Blog noch nicht ausführlich über meine Reisen berichtet, das heißt, wenn ihr auf den Link klickt, kommt ihr nur auf eine Kurzbeschreibung dieser Reise
 
Doch auch hier haben wir so viel Schönes, Interessantes und Wunderbares erlebt - nicht nur das Füttern von Kolibris, das sich für immer als besonders glückliches Erlebnis in mein Gedächtnis eingegraben hat, sondern auch die Wanderung durch einen Wasserfall (inklusive Bad), den Besuch von Nine Miles (dem Geburtsort von Bob Marley) oder eine Bootsfahrt über den Black River. Und überall - in jedem Land, das wir bereist haben - gab es Begegnungen mit Menschen, die besonders waren und uns in Erinnerung bleiben werden.
 
Der Wimpelschwanz (Trochilus polytmus) ist ein Kolibri, der nur auf Jamica vorkommt. Dort wird er auch Doctor Bird genannt.

joining T Stands For Tuesday 🍷🥤🍻🥂🍹🥛


Kleine kulinarische Reise:
Natürlich können wir nicht ständig solch große Reisen unternehmen. Aber manchmal genügt es schon, wenn man sich durchs Blättern in Fotobüchern, durch Bilder an der Wand oder durch manche kulinarische Köstlichkeiten an einen Traum-Urlaubsort "beamt". In meinem Blog findet ihr z.B. das Rezept für die folgende tropisch-insprierte Speise:

Kokos-Curryhuhn (mit vegetarischer Variante!)

 

Und hier noch eine exotische Suppe:

Rote Linsen-Kokos-Suppe


Zum heutigen Schluss möchte ich noch ein paar Fotos von einem der legendären Sommerfeste meiner Freundin Moni zeigen. Bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie gab es jedes Jahr eine wunderbare Mottoparty, unsere Freundin kochte groß auf, Edi stellte die Musik zusammen und ich war für die Deko zuständig. Im Jahr 2013 gab es das tropisch-exotische Thema Karibische Nächte. Auch diese Partys waren immer kleine "Reisen im Geiste".


Hier gibts für alle, die Monis Themen-Sommerfeste kennenlernen oder noch einmal Revue
passieren lassen wollen, die Links zu den Festen von 2011 bis 2019:
 

 🍊🐠🥭🏝️🍍🐬🍌

Ihr Lieben, ich hoffe, dieser Ausflug in tropisch-exotische Regionen hat euch Freude bereitet und inspiriert. Mir hat er jedenfalls große Lust auf die nächste Reise gemacht (aber, nunja, es ist auch nicht wirklich schwierig, in mir Reiselust zu entfachen 😉😊). Wenn ihr auf den folgenden Link klickt, kommt ihr zu den anderen Bloggerinnen, die über ihren persönlichen Zugang zum "tropisch-exotischen" Thema erzählen.

 

Herzliche Rostrosengrüße

eure   T  r  a  u  d  e




Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

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