Donnerstag, 13. August 2026

Sommerliche Tage 2026 - ein bunter Teilrückblick 🌈🌹🦋

Translation button on the right side >>>>

   

Servus ihr Lieben!


Ich danke euch für all eure lieben Worte zu meinem bisherigen Kanada-Asien-Reisebericht! Der macht heute allerdings Pause, denn ich habe euch schon lange nichts mehr über das Rostrosen-Alltagsleben im Jahr 2026 erzählt: Das letzte Mal ging es im Mai um Frühlingstage zwischen Licht und Schatten

Die lange Pause ergibt sich unter anderem auch dadurch, dass dieses Jahr für uns bisher ein schwieriges, anstrengendes und energieraubendes war. Hier in meinem Blog will ich diese Themen jedoch nicht breittreten. Ich erzähle euch lieber von den Dingen, die mir oder uns Freude bereitet und Energie gespendet haben. Und auch davon gab es einige. Genauer gesagt so viele, dass ich vermutlich irgendwann noch einen zweiten Teil nachschieben werde. 

 

🌸 Garden Opening in der Klimt-Villa

 
Manche von euch erinnern sich vielleicht noch, dass ich euch im vorigen Jahr vom Freundinnen-Tag in der Klimt-Villa erzählt habe. Für den 7. Juni 2026 flatterte mir eine Einladung zum Garden-Opening in die Mailbox. Da ich den Garten beim letzten Besuch sehr schön fand und mein Mann die Klimt-Villa bisher noch nicht kennengelernt hatte, fuhren wir zusammen nach Wien-Hietzing. Hier ein paar Impressionen: 
 

Die Rosenpracht im Garten der Klimt-Villa, Frau Rostrose vor der "Adele" und Herr Rostrose in Klimt-Pose
Frau Rostrose im Stufenrock aus Sari-Seide auf der blumenverzierten Freitreppe der Klimt-Villa
 

Unten seht ihr noch ein paar Röslein aus dem Garten. In der Einladung stand zu lesen "Die zwei originalen Klimt-Rosenstöcke stehen in diesem Jahr gleichzeitig in voller Blüte." Wir wissen nicht genau, welche der zahlreichen Rosenstöcke damit gemeint sind, aber hübsch fanden wir sie alle  - und auch die übrige Gartengestaltung.

Was ihr in der unteren Collage sonst noch seht: Mich mit meinem kleinen Fotobomber Chiller ... und zwei Weingläser vor einem Kindheitsfoto meiner Mutter. Der 7. Juni 2026 war nämlich zugleich der Tag, an dem sie 100 Jahre alt geworden wäre. Und so stießen wir mit einem Glaserl Rotwein aufs "Hildekind" an. Die Klimt-Villa hätte ihr auch gefallen!
 
 
Die Gläser 🍷🍷 sind zugleich meine "Eintrittskarte" zu Elizabeth' Linkup T Stands For Tuesday

 

Imperiales Fest in der Kurstadt Baden bei Wien

Einen Tag später, am 8. Juni, hatten wir einen Termin in Baden - und staunten nicht schlecht, als wir in den Kurpark kamen - da ritten doch tatsächlich ein Herr und eine Dame in barocken Kostümen auf Lipizzanern durch die Allee!

Eine Frau mit Flugblättern klärte uns auf: Am folgenden Wochenende würde ein zweitägiges "Imperiales Fest" stattfinden - und dies war eine Probe für ein noch relativ unerfahrenes Pferd.
 
 
 
 
 
Wir beschlossen, uns diese "Hohe Schule der Reitkunst" am 14. Juni anzusehen, und auch Tochter Jana und Enkel Jamie wollten gerne dabei sein. Hier ein paar Fotos von den Darbietungen:
 

  

 

Keltenfestival in Schwarzenbach

Am 20. Juni besuchten meine Tochter und ich das tolle Schwarzenbacher Keltenfestival. (HIER könnt ihr meinen Bericht von 2024 mit vielen spannenden Fotos sehen.) Edi war diesmal aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei, aber Jana und ich beschlossen, uns zum Anlass passend zu kleiden. (Ich trug wieder dieselbe Kombination wie beim letzten Mal, bloß mit einer anderen Kette.)

Leider hat mir Jana kürzlich gestanden, dass sie nicht nur Jamies Gesicht, sondern auch ihr eigenes möglichst nicht im Internet sehen möchte. Also habe ich ihr versprochen, in Zukunft auch die Fotos von ihr zu "überherzerln" (for my English-speaking readers: to cover her photos with hearts 😊🥰). Aber ihr schickes Kostüm (das sie ursprünglich für Cosplay-Veranstaltungen verwendet hat) will ich euch nicht unterschlagen. 
 

 

Sommerfest im Kindergarten

Am 23. Juni feierte Jamies Kindergarten ein Sommerfest - und natürlich wollten wir da dabei sein. Thematisch ging's um Vielfalt - symbolisiert durch 🌈 Regenbogenfarben - und ursprünglich plante ich, dazu meinen Regenbogenrock anzuziehen, aber es war so heiß, dass ich keinen Gummizug um den Bauch ertragen wollte - also wurde es mein luftiges, selbstgefärbtes mohnrotes Sommerkleidchen.

Beim Outfitshooting war wieder der kleine, schnurrende Fotobomber aktiv (siehe Foto Mitte, wo sich allerdings nur sein Schweif zeigt - deshalb bekommt ihr auch noch ein "Chiller-beim-Dösen"-Bild 😻). 
 

 

 

Schmetterlingsführung mit Freunden 🦋

Zusammen mit unseren Freunden Brigitte und Peter sowie Rudi, Gabi und Hilde brachen wir am 7. Juli in Richtung Wachau auf. In Schwallenbach lebt die Schmetterlings-Expertin Marion Jaros in dem hübschen, liebevoll renovierten Haus (kleines Foto rechts). Das Anwesen rundherum und ein weiteres Gebäude hat sie ganz und gar ihren flatternden Lieblingen gewidmet. HIER könnt ihr einen sehr interessanten Artikel über sie und ihren Werdegang lesen.

 

 

 

Sowohl ihr Vortrag als auch die Führung durch den insektenfreundlichen Garten waren für uns alle  zugleich lehrreich und spannend - und besonders schön fanden wir es, dass wir frisch geschlüpfte Exemplare des Kleinen Fuchs-Falters (Aglais urticae) in die Freiheit entlassen und ein paar Raupen streicheln durften!


 
Ein Gutteil der Aufnahmen dieses Tages stammt von Brigitte und Gabi - und sie haben freundlicherweise auch bei den meisten Fotos dazugeschrieben, was darauf zu sehen ist - danke! 
 
Dies war übrigens nur ein Bruchteil des Geflatters, das wir in Marions Garten erlebten. Hier wird nicht nur intensiv auf nektarreiche Blüten geachtet, sondern auch auf Futterpflanzen für Raupen - und darauf, dass die Wiesen nicht zur falschen Zeit gemäht werden!

Marion Jaros hat auch Bücher geschrieben - zwei davon habe ich ihr abgekauft: das Kinderbuch Tim, der Schmetterlingsforscher (auch wenn Jamie für das Buch noch ein bisschen zu jung ist) und Die fabelhafte Welt der Schmetterlinge.


 

Abstecher ins Mohndorf

 
Nach diesem faszinierenden Ausflug fuhren wir über den Jauerling ins Waldviertel, genauer gesagt ins Mohndorf Armschlag, wo wir gerade noch rechtzeitig zu den letzten blühenden Mohnblumen kamen. 
 
Im Jahr 2021 waren wir am 12. Juli dort und erlebten eine regelrechte Mohn-Hochblüte. Damals trug ich das mohnrote Kleid, das ihr weiter oben gesehen habt. Diesmal hatte ich mich eher passend zur Schmetterlingsführung angezogen - mit bunten Blüten am schwarzen (natürlich schrankgeshoppten) Des*gual-Kleid und einer Schmetterlingsbrosche:



 
Übrigens bin ich nicht achtlos durch ein Mohnfeld getrampelt - hier waren extra kleine Wege für fotofreudige Besucher angelegt und außerdem Liegestühle sowie ein attraktives Bett mit Mohnblumenkissen aufgestellt worden. Und so war zwischendurch auch Zeit für die eine oder andere kurze Rast am Rande des Feldes.
 


Zirkuscamp in der Papierfabrik

 
Das Papierfabrik-Varieté-Theater (Link zu meinem Posting vom Juni 2025) veranstaltet nicht nur interessante Eigenproduktionen, Kabarett- und Musikveranstaltungen, sondern seit einigen Sommern auch Zirkuscamps für Kinder
 
Unser Enkelsohn hatte die Schlussveranstaltung im vergangenen Jahr als Zuschauer miterlebt und wollte heuer gern selbst dabei sein. Die Veranstalter machten eine freundliche Ausnahme für ihn, obwohl er noch nicht ganz fünf Jahre alt ist. 
 
Natürlich war die ganze Familie neugierig, was Jamie während der Woche gelernt hat, und so fanden wir uns am 24. Juli bei der Abschlussveranstaltung ein. Wie ihr euch vielleicht angesichts der Bühnengestaltung und des Titels "Die verlorenen Farben" zusammenreimen könnt, ging es auch hier wieder um die Farben des Regenbogens 🌈 - Vielfalt ist offenbar ein großes Thema und bleibt es hoffentlich auch weiterhin! 
 
Ich selbst hatte mich farblich allerdings an Jamies Auftritts-T-Shirt orientiert und ging in schrankgeshoppten Orange-Tönen - Rock aus Thailand, Gürtel aus Japan (aber von der Schneiderin meines Vertrauens für mich umgenäht), Shirt und Kette uralt. 


 
Es ist beeindruckend, welche Kunststücke die Kinder in so kurzer Zeit mit dem tollen Papierfabrik-Team erarbeitet hatten. Wir applaudierten und jubelten, bis uns Hände und Hals wehtaten (und darüber hinaus 😉). Jamie bezauberte das Publikum übrigens mit einem magischen Blumen-Trick und einer Teller-Jonglage (siehe mittiges Foto).

🌅🌅🌅 

Sonnenuntergang aus dem Auto

Auch die untergehende Sonne präsentierte sich in einem schönen Orangeton, während Himmel und Wolken einen attraktiven Kontrast bildeten:


Für Heidis Galeria Himmelsblick


Noch ein Outfit mit breitem Gürtel

Es dürfte sich schon herumgesprochen haben, dass ich breite Gürtel liebe. Dieser grüne hier ist aus demselben Seidensari gefertigt wie der Rock ganz oben (und sowohl Gürtel als auch Rock wurden vor Jahren ebenfalls von Victoria, der Schneiderin meines Vertrauens, genäht). Ich fand, dem Sommerkleid in Erdfarben würde etwas frisches Grün zur Aufpeppung gut stehen, und zusätzlich zum Gürtel gab's dann auch noch die grüne Kette und grüne Sandalen.

Ich weiß nicht, ob man es als Außenstehender schon sieht, aber falls ihr euch fragt, was mit meiner Gewichtsreduktion geworden ist - inzwischen habe ich (seit Herbst 2025) etwa 12 Kilos abgenommen. Das funktioniert dank meines regelmäßigen Trainings und mithilfe der (leider nicht sehr gut gemachten, aber für unsere Zwecke dennoch hilfreichen) L*fesum App ganz passabel.



Waldvierteltage im Juli

 
Vielleicht könnt ihr euch noch an meinen Beitrag Mit dem Enkel durchs Waldviertel vom vorigen Jahr erinnern. Weil uns das so gut gefallen hatte, beschlossen wir, auch im Sommer 2026 ein paar Waldvierteltage einzubauen. 
 
Diesmal waren wir allerdings in etwas "größerer Besetzung" unterwegs - einerseits war auch unsere Tochter mit dabei, andererseits unsere Freunde Helga und Michael mit ihrem Enkel Felix (mit dem Jamie schon vor zwei Jahren Freundschaft geschlossen hat). 

 
Einige unserer Ausflüge führten uns wieder an dieselben Orte wie auch im vorigen Jahr - wie z.B. in die schöne Blockheide mit ihren wundersamen Felsformationen, den sogenannten Restlingen (siehe oben), oder zu den entzückenden Alpakas und Pferden beim Sonnseitn Alpaka Hof  (siehe unten):
 

 
Aber natürlich konnten und wollten wir den Kurzurlaub des vergangenen Jahres nicht 1:1 wiederholen - und so gab es auch ein paar neue Ausflugsziele. Unter anderem wollten wir unbedingt bei der Fischotter-Schaufütterung im UnterWasserReich - Naturpark Hochmoor Schrems dabei sein (mit der NÖ-Card gratis). Und es gibt dort noch einiges anderes zu erleben und entdecken, wie z.B. eine Fahrt mit einem der Seilzugfloße oder eine Mikroskop-Liveshow, in der wir einiges über Plankton lernen konnten. 
 

 
Hier seht ihr die beiden herzigen Findelkinder namens OTTO und LOTTI - und deren Steckbriefe (auch in englischer Sprache) 😊:
 

 

 
Die Fotostation mit nostalgischem "Blumen-Auto" und den Seerosenteich gab's im Naturpark Blockheide, die lustige Dampflokfahrt (und noch viele weitere Attraktionen) im Kinderparadies - Wirtshaus zur Minidampfbahn in der Nähe von Zwettl. (Das war ebenfalls ein sehr guter NÖ-Card-Tipp.)
 

 

 

Die folgenden Fotos haben Edi oder ich im oder um das Schloss Weitra aufgenommen. Bitte entnehmt der verlinkten Website, was es in dem Renaissanceschloss (das im späten 16. Jahrhundert durch den Umbau einer mittelalterlichen Burg entstand) alles zu sehen und erleben gibt. Wir haben hier jedenfalls mehrere Stunden verbracht - und wie ihr sehen könnt, habe ich mich zwischenzeitlich in eine Hexe verwandelt (oder vielleicht auch nur mein "wahres Ich" erkennbar gemacht 😁🧹) ...

Die schönsten Innenräume des Schlosses möchte ich euch aber gerne zeigen - links seht ihr einen prächtigen, über den ganzen Raum gemalten Familien-Stammbaum, rechts das Wandgemälde im so genannten Flüsterzimmer.  
 

 

 
Falls diese bemalten Wände noch nicht ausreichend sind, habe ich hier noch zusätzlich etwas für Samis Monday Mural. Entdeckt haben wir dieses fantasievolle Wandbild an der Außenwand jenes Wirtshauses, in dem wir nach unserer Blockheidenwanderung Mittagessen waren. Das Mädchen links unten ist wohl eine Hommage an Banksys "Balloon Girl"
 
 

 

Sonnenfinsternis

Dann habe ich für euch noch zwei Collagen mit Fotos von der partiellen Sonnenfinsternis am 12. August 2026.

Die Fotos in der ersten Collage hat Edi mit seiner Nikon und mithilfe eines Graufilters aufgenommen, und sie zeigen meiner Meinung nach ziemlich gut, wie sich die untergehende Sonne in ein „Kipferl“ verwandelt hat, weil der Mond sie zu etwa 87 % verdeckte.

Wir waren zu diesem Zweck übrigens zu den Feldern in der Nähe der Mannersdorfer Wüste gefahren, weil man von dort einen ganz guten Blick auf das Schauspiel hatte. Und wir waren nicht die einzigen, die diese Idee gehabt hatten - überall auf den Feldwegen hatten sich Sonnenfinsternis-Touristen eingefunden 😅. Ganz am Ende verschwand das „Kipferl“ dann allerdings doch hinter den Bergen.
 


 
Meine Handy-Fotos hingegen sind eher experimenteller Natur 😀: Ich bediente mich dabei einer ähnlichen Methode wie schon im Jahr 2015. Damals habe ich zusammen mit einer früheren Blogfreundin, die leider nicht mehr bloggt, eine partielle Sonnenfinsternis im Schlosspark von Laxenburg erlebt - und ich konnte das "Kipferl"  unter anderem durch eine schwarze Glasschüssel hindurch fotografieren. HIER geht es zu den Fotos von damals.
 
Seinerzeit hatte ich allerdings noch kein Smartphone, mit dem ich passable Aufnahmen zustande gebracht hätte - das heißt, ich bediente mich ebenfalls der Nikon, um diese "Schüssel-Fotos" zu erzeugen. 
 
Diesmal hatte ich einen Teller derselben alten Geschirrserie dabei - und fotografierte mit dem Smartphone durch das schwarze Glas. Dabei entstanden, wie ich finde, interessante und durchaus attraktive Effekte, aber die Verdeckung durch den Mond ist dabei nicht wirklich zu erkennen. 
 
🌅🌅🌅  
 
Auf jeden Fall gab es an diesem Abend eine sehr spezielle Lichtstimmung, sowohl während der Sonnenfinsternis als auch nach dem Sonnenuntergang. Während der Heimfahrt „musste“ ich den Himmel mehrfach aus dem fahrenden Auto heraus knipsen. Und wer weiß - vielleicht hat sich bei diesen letzten Sonnenuntergangsbildern sogar schon die eine oder andere Sternschnuppe ins Bild geschlichen ... Denn in der Nacht vom 12. auf den 13. August waren ja auch die Perseiden unterwegs.

Und falls tatsächlich eine davon auf meinen Fotos gelandet sein sollte: Einen Wunsch habe ich jedenfalls schon mal hinterlegt 😉. Welchen, wird natürlich nicht verraten! 🌙✨
 
 
 
 

Baumschatten

 
Zu guter Letzt habe ich hier noch ein paar Schwarzkiefern (Pinus nigra) für Astrids Mein Freund, der Baum-Linkup, die ich an einem glücklicherweise nicht ganz so heißen Augusttag auf der Helenenhöhe (bei Bad Vöslau) fotografiert habe. Weitere Fotos von diesem Tag zeige ich euch vielleicht ein andermal. Für heute nur so viel, dass auch diese kleine Wanderung mir wieder zeigte, wie heilsam und wohltuend ein paar Stunden in der Natur sein können.
 

 

Damit sind meine Sommerschilderungen längst noch nicht zu Ende (und der Sommer 2026 ist es ja auch noch nicht). 

All jene unter euch, die auf der Nordhalbkugel leben, kommen hoffentlich mit der Hitze weitestgehend klar. Alle, die in regenreichen Gebieten leben, schicken uns hoffentlich eine passende Menge an Regen vorbei 🌧️ - ihr wisst schon: Nicht zu viel und nicht zu wenig, wir wollen ja keine Überschwemmungen riskieren, doch hier ist es gerade viel zu trocken (aber es gibt ja laut einigen "schlauen Köpfen" keinen Klimawandel 👿...) Und alle, die auf der Südhalbkugel leben und auf das Ende des Winters warten, können in der Zwischenzeit gerne etwas von unseren 35 bis 40 Grad Celsius abhaben - ich brauche sie nämlich nicht mehr...

Beim nächsten Mal geht es vermutlich wieder mit meinem Reisebericht weiter. Denn auch nach unserem Abschied von Vancouver Island haben wir in diesem Urlaub noch jede Menge Interessantes erlebt!

 

Alles Liebe & 
herzliche Rostrosen-Grüße,

T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: 

 


Mittwoch, 29. Juli 2026

Reisebericht 2025 – Nanaimo 🏴‍☠️🛁 - und Abschied von Vancouver Island 🇨🇦

 >>HIER<< kommt ihr zum gesammelten Reisebericht "Von Kanada 🍁 bis Asien 🎋". 

 

Translation button on the right side >>>>

 

Hello & Ahoi, liebe Leute! ⛵

Ganz herzlichen Dank, dass ihr uns vor kurzem virtuell auf Bärenpfaden und Gartenträumen 🐻🌿 begleitet habt! 

Heute dürfen die Bären Pause machen 😎. Dafür erwarten euch einige andere tierische Begegnungen - sowie Meeresluft, Kunst, Geschichte und schließlich ein Abschied von einer Insel, die uns sehr ans Herz 💚 gewachsen ist. Als erstes war aber Hafenstimmung dran! 

 

🚤🏴‍☠️⛵💦🛁💙🛁💦⛵🏴‍☠️🚤

 

26.-28. September - Nanaimo

2 weitere Übernachtungen bei der netten Darlene im Island View B&B Nanaimo 

Ihr erinnert euch vielleicht: Schon während unseres ersten Nanaimo-Aufenthaltes dieser Reise wollten wir Nanaimos berühmten Hafen kennenlernen. (Wir kannten ihn immerhin von den Videos, die wir im Fitnesscenter beim Indoor-Radfahren sehen 😊.) Doch wegen einer zeitraubenden Baustelle hatten wir dieses Unternehmen verschoben. 

 

 

26. September - Hafenimpressionen 

Arbeits- und Yachthafen von Nanaimo 🚤

Diesmal kamen wir gut durch - allerdings landeten wir nicht gleich an der bekannten Uferpromenade. Dank des etwas eigenwilligen Navigationssystems unseres Mietwagens verschlug es uns zunächst in einen Teil des Hafens, der deutlich weniger "geschniegelt" daherkam. Zwischen Booten, Stegen, Werkstätten und Hafengebäuden entdeckten wir einen Ort, an dem nicht nur flaniert, sondern auch gearbeitet wird. Gerade das gefiel uns. 

Ich finde, die blauen Bootsschuppen verliehen diesem eher funktionalen Teil des Hafens direkt nordisches Flair: 
 

 

Nanaimo Harbour 

 
Zu guter Letzt fanden wir jenen Hafenteil, nach dem wir gesucht hatten, aber doch noch. Und wir fanden dort auch einen Laden, in dem wir eine der berühmtesten Leckereien Kanadas kaufen konnten: die schokoladigen Nanaimo Bars! Ich werde darauf später noch zu sprechen kommen bzw. Rezepte zum Selbermachen anbieten.
 

  

 
Mögt ihr Hafenpromenaden auch so gern wie ich? Auf den Holzstegen von Nanaimo sind wir virtuell schon mehrmals herumgeradelt. Den besten Blick darauf hat man von dem Aussichtsturm in Schiffsform, den ihr in der oberen Collage sehen könnt.
 

 

 
Und auch diesen "Piraten" kenne ich von den virtuellen Radtouren im Fitnessstudio 🏴‍☠️😊. Ob ihr es glaubt oder nicht, die Statue zeigt einen ehemaligen Bürgermeister von Nanaimo! Sein Name war Frank Ney (1918-1992), doch vielen ist der humorvolle Mann bis heute als "Black Frank" in Erinnerung geblieben. Bei öffentlichen Auftritten erschien er oft im Piratenkostüm und machte damit Werbung für seine Stadt. 
 
Er war offenbar genau die Art von Lokalpolitiker, die einer Stadt ein unverwechselbares Gesicht geben, und er scheint seine Sache gut gemacht zu haben. Immerhin war Frank Ney 21 Jahre lang Bürgermeister von Nanaimo. Unter anderem sorgte er dafür, dass die Bordsteinkanten in der Innenstadt von Nanaimo abgeschrägt wurden, nachdem er einen Tag als Rollstuhlfahrer verbracht hatte, um sich besser in deren Situation versetzen zu können.
 
Er  bestand auch darauf, dass seine Statue nicht aufs Meer blickt, sondern zur Stadt hin. Der Bildhauer erklärte später, das solle zeigen, dass Frank Ney "Nanaimo niemals den Rücken kehren würde" 🏴‍☠️❤️. Gewiss wird auch er den einen oder anderen Fehler gehabt haben, wie jeder Mensch, aber gerade das "Menscheln" macht öffentliche Personen doch umso sympathischer. Je mehr ich über Ney gelesen habe, desto eher dachte ich, dass die Welt mehr solche Politiker wie ihn brauchen könnte. Jetzt mehr denn je!  
 

 


Das hübsche Gebäude oben links ist das Lighthouse Bistro & Pub. Und unten seht ihr das beeindruckende Mural an einer der Seitenmauern der Vancouver Island Regional Library. Die Wandmalerei trägt den Titel “The Bookshelf” und wurde 2023 von den Künstlerinnen Lauren Semple und Lys Glassford geschaffen. Mehr darüber könnt ihr in DIESEM Artikel erfahren. Der musikalische Bezug des Wandbildes wird auf dem Gehweg davor durch ein Pflasterstein-Mosaik aufgegriffen, das die Tastatur eines Klaviers darstellt.
 

 

Hier einige weitere Murals, die wir in Nanaimo entdeckt haben:
 

 

🚤🏴‍☠️⛵💦🛁💙🛁💦⛵🏴‍☠️🚤

27. September 

Der Tag begann mit einem der wunderbaren Frühstücke, die Darlene für uns zubereitete. Habe ich schon erwähnt, dass sie ein Goldstück und eine der entzückendsten B&B-Gastgeberinnen ever ist? 

Sie ist außerdem eine Tierfreundin - denn nicht nur wir durften uns über einen gut gefüllten Magen freuen: Seht nur, welch niedlicher Besucher auf Darlenes Terrasse kam 🐿️ und sich dort den Bauch vollschlug:
 


An diesem Tag wollten wir kein allzu anstrengendes Programm machen, da Edi sich leider nicht allzu wohl fühlte. (Wie sich kurze Zeit später herausstellen sollte, war das mal wieder der Beginn einer Verkühlung, die sich zur Bronchitis auswuchs 🤒🤧, wie sie ihm schon 2024 in Neuseeland zu schaffen gemacht hatte. Und natürlich "gelang" es meinem lieben Mann - wie so oft - mich zumindest ein bisschen anzustecken. Sprich: Ich bekam in der Folge Halsschmerzen, Husten und Schnupfen, aber zum Glück nicht so heftig wie er...)

 

Nanaimo Museum 

Wir hatten gehört, dass ein Besuch in diesem Museum lohnend sei, und das schien uns in Anbetracht der Tatsachen genau das Richtige zu sein.

Und wirklich gefiel uns die Ausstellung über Nanaimo richtig gut und wir konnten hier noch einiges über die Besonderheiten der Stadt lernen. 




Auf einem Schild am Beginn der Ausstellung ist zu lesen, durch welche Hochs und Tiefs Nanaimo im Lauf der Zeit gegangen ist. Der Nachsatz besagt für mich einiges: "Through it all we always look after one another." (Was in der deutschen Übersetzung ungefähr so viel heißt wie: "Dabei kümmern wir uns stets umeinander.")
 
Der Zusammenhalt der Menschen in Nanaimo scheint ebenso mit den indigenen Ureinwohnern in dieser Region stark zu sein. Vielleicht hat auch das mit dem charismatischen Bürgermeister Frank Ney zu tun? Immerhin war er Ehrenhäuptling der First Nations in Nanaimo, und das heißt für mich, dass er auch diese Menschen nicht vergessen hat und seine Arbeit von ihnen anerkannt wurde.
 



Und noch einmal kommt "Black Frank" ins Spiel: 1967 half er nämlich dabei, das legendären Loyal Nanaimo Bathtub Race ins Leben zu rufen, das Nanaimo weit über Kanada hinaus bekannt machte. Auf dieses weiterhin jährlich stattfindende Badewannenrennen  ist man in der Stadt sehr stolz.



 
Der folgende Schaukasten zeigt einen anderen Stolz der Stadt: Es geht dabei um den bereits weiter oben vorgestellten (und verkosteten 😋) Nanaimo Bar. In einer Leserumfrage der National Post wurde diese süße Sünde zu „Canada's Favourite Confection“ gewählt.
 
Für alle, die es mal selbst ausprobieren wollen, diesen schokoladigen Riegel herzustellen, habe ich vier Rezepte aus dem Internet herausgesucht: DIESES und DIESES in englischer Sprache - DIESES und DIESES in Deutsch. 
 

 

Besonders spannend fanden wir die Aufforderung, uns eine Laterne zu schnappen und durch das "Kohlebergwerk" zu gehen. Denn die Geschichte von Nanaimo ist untrennbar mit dem Kohlebergbau verbunden, der die Stadt im 19. und frühen 20. Jahrhundert wirtschaftlich formte und groß machte. Die nachgebaute Mine führt die Besucher durch den harten Alltag der damaligen Bergleute.




Durch den Kohlebergbau wurde nicht nur der wirtschaftliche Aufstieg der Stadt und der Eisenbahnbau gefördert und die Flotte der britischen Royal Navy versorgt - "ganz nebenbei" wurden auch die fossilen Fußabdrücke von Dinosauriern entdeckt: 
 



Wir trieben uns eine ganze Weile im Nanimo Museum herum und fanden es wirklich spannend. Unsere Gehirne waren auf unterhaltsame Weise mit neuen Informationen gefüttert worden. 
 
Als nächstes ging es darum, unseren Körpern zunächst Heilsames und dann Nahrhaftes zuzuführen. Also suchten wir eine Apotheke auf, um All-in-One-Grippemedikamente für Tag und Nacht zu erstehen (denn leider wehrte Edi sich diesmal vehement dagegen, zum Arzt zu gehen und sich Antibiotika verschreiben zu lassen). Und nachdem wir uns im B&B ein wenig ausgeruht hatten, machten wir uns wieder auf den Fußmarsch zu The Pipers, um uns dort ein Abendessen zu gönnen. Wie ihr seht, war Edi dort durchaus bei kräftigerem Appetit als ich 😉: Für ihn gab's einen Burger mt Pommes (es geht schließlich nichts über gesunde Ernährung 😂), für mich eine Lobster-Suppe ... und ein Bier (also quasi heiß-kalt für den Hals 😜, denn manchmal hilft eher das eine und und manchmal das andere...) 




Das Wetter in den Canadian Rockies 🏔️

 
Seit einigen Tagen schon beobachteten wir etwas besorgt die Wetterentwicklung in den Kanadischen Rockie Mountains, die unser nächstes Ziel sein sollten. 
 
Unten seht ihr nebeneinander drei Wetterprognosen. Links und mittig geht es um Jasper und Banff - und ... nunja, das gefiel uns nicht besonders. Wir waren natürlich darauf eingestellt gewesen, dass es in den Bergen kühler sein würde als auf Vancouver Island ... außerdem stand der Oktober kurz bevor. Aber Tageshöchsttemperaturen von teilweise weniger als 10 Grad Celsius und dazu recht häufig Regen - das sah nicht gerade verlockend aus - schon gar nicht, wenn man kränkelt. 
 
Der Vergleichswert auf der rechten Seite bezog sich auf jene Gegend, die wir uns schon im Vorfeld als mögliche Alternative zu den Rockies überlegt hatten. (Ich werde euch demnächst erzählen, um welche Region es sich handelt.) Hier besagten die Prognosen deutlich wärmere Temperaturen. Doch noch wollten wir keine fixe Entscheidung treffen...  

🚤🏴‍☠️⛵💦🛁💙🛁💦⛵🏴‍☠️🚤

28. September 

Und wieder gab es ein köstliches "Darlene-Frühstück. Bei der Gelegenheit erfuhren wir von zwei anderen Gästen, dass wir großes Glück gehabt hatten, nicht erst am vorigen Tag von der Westküste der Insel in Richtung Nanaimo gefahren zu sein. Denn ein tragischer Unfall auf dem Highway 4 hatte dort am 27. September für etwa fünf Stunden den Verkehr komplett zum Erliegen gebracht! 

Was war passiert? Ein in Richtung Nanaimo fahrender Honda Civic geriet in einer Kurvenpassage außer Kontrolle und krachte in einen entgegenkommenden Chevrolet Impala. Der Honda Civic fing sofort Feuer, und der Fahrer - ein 20jähriger Bassist, der nach Sooke unterwegs war, um dort zu seinen Traum als professioneller Musiker zu verfolgen - verstarb noch an der Unfallstelle. Der Fahrer des Impala – ein 70-jähriger Mann aus Alberta – musste schwer verletzt mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus geflogen werden. 

Da es auf diesem Abschnitt keine offizielle Ausweichroute gibt, saßen Autofahrer teils stundenlang in kilometerlangen Staus fest oder mussten komplett umdrehen und ihre Pläne ändern.

 

In Richtung Fähre

Bei unserem Abschied von der Insel hingegen lief alles perfekt nach Plan - und es gab sogar noch eine entzückende Sichtung: Denn am Straßenrand weideten zwei junge Columbia-Schwarzwedelhirsche (Odocoileus hemionus columbianus - die zur Untergruppe der Maultierhirsche gehören).

 

KI-bearbeitete Fotos der Schwarzwedelhirsche
 
 
Was die Fotos der beiden jungen Hirsche betrifft, muss ich euch allerdings ein Geständnis machen - bzw. euch zugleich einen Bearbeitungstipp geben: Die Bilder waren nämlich während der Fahrt aus dem Auto heraus geschossen und ziemlich unscharf. Aber mit Hilfe von ChatGPT wurden daraus durchaus herzeigenswerte Aufnahmen. (Im Postscriptum werde ich euch die Originale zeigen und noch etwas dazu erzählen.)
 

🚤🏴‍☠️⛵💦🛁💙🛁💦⛵🏴‍☠️🚤

 
Diesmal kamen wir beim Fährhafen so an, dass unser Miet-Mercedes tatsächlich "erste Reihe fußfrei" stand. Dafür hatten wir noch einiges an Wartezeit herumzubringen.



 
Teilweise nützten wir die Zeit, um uns noch ein wenig im Hafen-Souvenirshop  umzusehen. Gekauft haben wir dort nichts, aber zumindest diese beiden Geschirrtücher mit witzigen Cartoons über Vancouver Island und Kanada fotografiert. Fotos sind für uns ohnehin die besten Reisesouvenirs.
 


Ja, und dann war es auch schon so weit - die Fähre legte ab... und wir verließen Vancouver Island, das für uns defitiv den Status einer Trauminsel erreicht hat 🤗🏝️.
 
Ein etwas wehmütiger Blick zurück

 

In meinem nächsten Reiseberichts-Kapitel werde ich euch erzählen, wohin es uns als nächstes verschlug - und wie es mit unserer Gesundheit weiterging. Doch vermutlich werde ich euch zwischendurch auch (zumindest übersichtsweise) erzählen, wie sich unser Frühling und Sommer 2026 entwickelt hat. Ich hoffe also, wir sehen bzw. lesen einander bald wieder!

 

Alles Liebe 💋 &
herzliche Rostrosen-Grüße,

T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: 

 

PS:

Hier kommen nun die versprochenen unbearbeiteten Original-Aufnahmen der Schwarzwedelhirsche. Wie gesagt waren sie - da ich die Fotos rasch aus dem fahrenden Auto geknipst habe - ziemlich verschwommen und ich bedauerte, dass sie wohl unbrauchbar für den Reisebericht und das Urlaubs-Fotobuch sein würden.


 

Doch dann bekamen wir einen Tipp von meiner Freundin Brigitte: Sie erzählte uns, dass sie verwackelte Aufnahmen mittlerweile von der KI bearbeiten lassen würde. Die Befehle "schärfe das Hauptmotiv und wende für den Hintergrund Weichzeichner an" würden genügen, um gestochen scharfe Bilder zu erhalten. Mein erster Versuch schlug zwar fehl, weil ChatGPT nicht mein Bild bearbeitet, sondern stattdessen ein ähnliches "Archivbild" eingefügt hatte, doch nach meiner Klarstellung, dass ich das nicht wünsche, wurden meine Fotos auf sehr zufriedenstellende Art und Weise verbessert - siehe oben.

Wie bei fast jeder technischen Neuerung gibt es allerdings auch bei der KI-gestützten Bildbearbeitung eine Kehrseite:

Beim Schärfen oder "Verbessern" von Fotos kann die Software nämlich Bilddetails ergänzen oder verändern, die ursprünglich gar nicht vorhanden waren. Gerade in der Naturfotografie kann das problematisch werden. Fachleute warnen inzwischen davor, dass auf Plattformen zur Dokumentation von Tierbeobachtungen immer häufiger KI-bearbeitete Bilder auftauchen und dadurch wissenschaftliche Daten verfälscht werden. (Klick zu Artikel KI Bilder gefährden Vogelforschung.)

Deshalb werde ich solche Bearbeitungen künftig immer kennzeichnen - so wie in diesem Reisebericht. Für Erinnerungsfotos oder Fotobücher finde ich diese Technik durchaus hilfreich. Für wissenschaftliche Dokumentationen sollte jedoch ausschließlich das unveränderte Original verwendet werden. 

🚤🏴‍☠️⛵💦🛁💙🛁💦⛵🏴‍☠️🚤