Freitag, 5. Juni 2020

(Wieder-)Begegnungen im Mai

Es sind die Begegnungen mit Menschen,
die das Leben lebenswert machen.


Guy de Maupassant (1850 - 1893)
französischer Erzähler und Novellist



Servus ihr Lieben,

nach einem recht kontaktarmen März und April begann die kleine Welt um mich herum sich im Mai langsam aber stetig wieder zu öffnen. Und auch, wenn ich gut allein sein kann und gern mit meinem Mann zu zweit bin, habe ich die ersten Treffen mit Freunden und Familienmitgliedern nach der Corona-bedingten Pause sehr genossen. Ich möchte euch heute über einige dieser Begegnungen erzählen und euch außerdem auf weitere Spaziergänge und Gartenrunden mitnehmen.


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Bereits in meinem Beitrag Durch Wald und Flur erzählte ich euch, dass ich mit unserer (eben erst von Covid-19 genesenen) Nachbarin Renate am 1. Mai einen Spaziergang unternommen habe. Am 2. Mai war ich mit meinem Mann durch unsere schöne Landschaft unterwegs, tags darauf arbeiteten wir in unserem Gemüsegarten - und am 4. Mai trafen wir abermals mit unseren Vis-a-Vis-Nachbarn zusammen. Diesmal hatten uns Renate und Peter zu einem gemütlichen Plausch bei einem (oder mehreren 😋) Gläschen Wein in ihren Garten eingeladen.

Anfang Mai sah der Himmel bei uns übrigens noch überwiegend so aus wie in der folgenden Collage gezeigt, obwohl es auch da schon feuchter war als im April. Wir freuten uns über den Regen, denn man hörte die Natur direkt erleichtert aufseufzen. Und auf den Regen folgte schließlich immer wieder Sonnenschein 😎🌞, sodass wir auch mit unseren Gartenprojekten weiterkamen und die Pflanzen brav durchstarteten.


Hier ein paar Impressionen von unserem Vorgarten, fotografiert am 5. Mai. Die Clematis befand sich in voller Blüte, der Thymian ebenfalls, Lavendel, Malve und Rosen standen noch in den Startlöchern. In der vorletzten Collage des heutigen Beitrags könnt ihr euch ansehen, wie sich der Vorgarten innerhalb eines Monats weiter entwickelt hat.


Der Alltag fühlte sich ab Mai schon fast wieder normal an, wenn auch mit Maske, teilweise mit Draußen-warten und teilweise mit gewisser Verspätung: Wir ließen in der Autowerkstatt unsere Winter- gegen Sommerreifen austauschen, machten einen Großeinkauf, gingen in die Apotheke und gönnten uns ein Eis, um den örtlichen Eissalon zu unterstützen. Man musste vor dem Lokal eine Bestellung aufgeben und das Eis wurde einem gebracht.

(Der Eissalonbesitzer erzählte uns allerdings, dass er 1.500 Euro (!) Strafe bezahlen musste, weil ein Gast - mit Mundschutz, nebenbei bemerkt - seinen Laden betreten und ein Polizist das beobachtet hatte. Ich habe vor, mich demnächst mit dem Mann noch einmal genauer zu unterhalten und ihn unter Umständen dabei zu unterstützen, beim Volksanwalt eine Eingabe zu machen. Denn diese Art von Machtausübung ist mir zutiefst zuwider. Man kann meinetwegen verwarnen - aber den Besitzer eines kleinen Ladens, der wegen Corona ohnehin Einbußen hat, auf diese Weise zu bestrafen, empfinde ich als schlimme Schikane.)

Mutterbesuchs-Outfit vom 12. Mai - eine andere Kombination des Kleides, das ich euch u.a. auch in diesem Post zeigte.

Am 7. Mai holte ich den ursprünglich für März geplanten Friseurbesuch bei unserer Nachbarin Jasmine nach, am 9. Mai besuchten uns unsere Freunde Brigitte und Peter - ich habe euch in meinem Beitrag Ein Ausflug im März und ein Treffen im Mai darüber berichtet. In einer Welt ohne Corona hätten wir uns in diesem Zeitraum gar nicht zu Hause, sondern in den Wildalpen befunden. (Dieser mehrtägige Ausflug wurde vorerst mal auf Mai 2021 verschoben.)

Am 12. Mai konnte ich erstmals seit acht Wochen meine Mutter wieder besuchen, denn rund um den Muttertag wurde das strikte Besuchsverbot in Pflegeheimen endlich beendet - natürlich mit Voranmeldung und mit zahlreichen Auflagen.*) Mein Bruder, der ganz in der Nähe des Heims wohnt, hatte sie in der Woche davor besucht, für ihn war das allerdings enttäuschend und ein wenig mühsam ausgefallen, weil die Securityleute beim Eingang noch nicht gut instruiert waren, ihn in der Anmeldungsliste nicht fanden und unsere Mutter dann auch noch sofort einschlief. Bei meinem Besuch war zum Glück alles schon etwas besser, allerdings auch nicht übertrieben praktisch, da wir beide Mundmasken trugen. (Meine Mutter fühlte sich dadurch eingeschränkt und sich riss sich ihre bald herunter.) Ich zeigte ihr ein Video, das mir Jana für sie mitgeschickt hatte, und versuchte sie möglichst gut zu unterhalten, doch nach 20 Minuten schlief meine Mutter ebenfalls ein. 14 Uhr ist einfach keine gute Besuchszeit.

*) Ich hatte mich im Vorfeld übrigens bei den österreichischen Politikern schriftlich dafür eingesetzt, diese Einschränkungen zu lockern. Und auch wenn ich Meinungen gehört / gelesen habe, die besagten, dass diejenigen, die ihre Angehörigen zu Coronazeiten besuchen wollen, vermutlich aufs rasche Erben aus sind - nein, DAS war nicht der Hintergrund für unseren Wunsch. Ich wüsste auch nicht, was es bei unserer Mutter zu erben gäbe. Dazu demnächst vielleicht noch etwas mehr.


Die Fahrt zu meiner Mutter war meine erste Fahrt nach Wien seit Beginn der Corona-Einschränkungen gewesen; am 16. Mai folgte unser nächster Wien-Besuch. Denn da waren wir zu meinem Cousin Martin und zu seiner Frau Parisay eingeladen und wurden köstlich bekocht. Über diesen schönen Abend mit persischen Spezialitäten werde ich euch allerdings in einem separaten Post mehr erzählen. Heute zeige ich euch nur die Kirche, an der wir vorüberfuhren - die Pfarrkirche St. Josef zu Margareten in der Schönbrunner Straße im 5. Wiener Gemeindebezirk (erbaut an der Stelle der Krankenhauskapelle des Sonnenhofes von 1765 bis 1769. Der Glockentrum, den ich bei Nova verlinke, wurde allerdings erst im Jahr 1903 aufgesetzt). Es ist dies auch die Kirche, in der Martin und Parisay geheiratet haben.


Einen Tag später waren dann wieder wir die Gastgeber - für meine Tochter und ihren Freund. Die Freude darüber, dass ich Jana (nach einigen Video-Telefonaten) endlich wieder in natura sehen konnte, war riesig. Wir verschmausten bei der Gelegenheit übrigens die Reste der Torte, die meine Freundin Brigitte neulich mitgebracht und die ich danach eingefroren hatte. Einige Zeit nach der Jause gab's u.a. Gegrilltes - unten rechts seht ihr den Grillmeister Eduard an seinem Instrument 🍖😋.


An diesem Tag durfte mein bequemes Rosenkleid vom Flohmarkt wieder mal aus dem Kleiderschrank. Und überhaupt trage ich zur Zeit kein Kleidungsstück, das nicht unter extrem-bequem fällt. Ich war noch nie eine Freundin von Teilen, die irgendwie knapp sitzen oder unpraktisch sind, aber ein paar gibt es ja doch in meinem Kleiderschrank - und ich denke, die werden sich über kurz oder lang von mir verabschieden müssen. Das ist nicht nur eine Folge der Corona-Beschränkungen, sondern auch eine Folge der Pensionierung. Ich brauche seither weniger "Ausgeh-Outfits", und selbst wenn ich ausgehe, will ich das nur noch in absoluter Wohlfühlkleidung tun.

Der "Gürtel" war wieder eine von Edis abgelegten Krawatten.

Am 21. Mai zogen einmal mehr dunkle Wolken auf. Da hieß es "schnell sein" beim Abnehmen der Wäsche von der Wäschespinne. Apropos: Als ich mal wieder unter dem Terracotta-Herz bei meinem "Deko-Fahrrad" nachsah, stellte ich fest, dass einer "unserer" Tigerschnegel in einer Wohngemeinschaft mit einer Spinne lebt! Für manche Menschen wird die Kombination aus einem Weichtier und einem Achtbeiner vermutlich "das Grauen" schlechthin sein, aber ich habe gegen beide nichts. Schnegel sind mir allerdings lieber. Mittlerweile bin ich in unserem Garten mehreren dieser hübschen und nützlichen Tiere begegnet, dreien davon übrigens beim Aufräumen unserer Gartenhütte...


Am 22. Mai bekamen wir Besuch von Annemarie, einer ehemaligen Arbeitskollegin meines Mannes, die gar nicht weit von uns entfernt lebt und die ebenfalls schon pensioniert ist. Sie ist außerdem eine fleißige Leserin meines Blogs - daher an dieser Stelle ganz, ganz herzliche Grüße an sie 😘! Und sie schrieb uns per Mail, wie gut ihr unser Garten gefällt - also höchste Zeit für einen gemeinsamen Nachmittag mit Gartenbesichtigung, gemütlichem Plausch und von Annemarie mitgebrachter Roulade zum Kaffee 😊😋. Bei dieser Gelegenheit trug ich mal wieder mein (natürlich ebenfalls bequemes) Gudrun-Sj*den-Kleid, diesmal zu roten Zutaten wie dem Sport-BH als "Ausschnitt-Entschärfer", Seidenleggings von Waschb*r und einem roten Samtband als Gürtel.


Die folgenden Gartenfotos stammen vom 24. und 25. Mai, und wie euch vielleicht auffällt, gibt es darauf einige Wassertropfen zu sehen (vor allem in der übernächsten Collage). Ab den Eisheiligen wurde der Mai nämlich immer regnerischer bzw. unbeständiger - und diese Großwetterlage hat sich bis jetzt noch nicht wieder verabschiedet. Ich denke, für die Natur ist das viele Nass, das seit Mitte Mai vom Himmel gefallen ist, nach wie vor gut und wichtig. 

Für Edis und meinen wetterfühligen Kopf war und ist das wechselhafte und teilweise von Sturmböen begleitete Wetter leider nicht ganz so angenehm. Aber da müssen wir eben durch. Die Akkupunkturbehandlung, die Edi gegen seine Migräne- bzw. Kopfschmerzattacken bei meiner Schulfreundin Christine versucht hat, ist leider nicht von sehr großem Erfolg gekrönt gewesen. Aber ein Tipp von Christine hat uns dennoch geholfen - und weil es vielleicht einige unter euch gibt, die unter ähnlichen Problemen zu leiden haben, gebe ich ihn hier an euch weiter. 


Kopfwehtinktur:
Wir erwähnten bei Christine, dass uns bei manchen Kopfschmerzformen (vor allem bei jenen, die offenbar vom Wetter ausgelöst werden) eine Tinktur namens Veen Veen flüssig hilft, diese aber mit ca. 30 Euro für einen halben Liter recht hochpreisig ist. Christine las sich daraufhin die Zutatenliste durch und meinte, für diesen positiven Kopfschmerz-Effekt wären vor allem das enthaltene Koffein und Vitamin C verantwortlich. Sie empfahl uns daher, einen starken Kaffee zu brauen und Zitronensaft hineinzupressen. 

Wir haben die Komposition getestet und festgestellt, dass es uns tatsächlich hilft! Aus geschmacklichen und praktischen Gründen entschieden wir uns, das Gebräu auf Vorrat herzustellen und etwas zu verfeinern. Wir vermischen nun einen sehr starken Espresso mit frischem Zitronensaft und fügen etwas Ahornsirup sowie einen Schuss Rum hinzu. Mittlerweile haben wir eine ziemlich schmackhafte Mixtur erreicht, die wir in einer ausgespülten Veen-Veen-Flasche im Kühlschrank aufbewahren. Durch den starken Kaffee hält mich die Tinktur allerdings wach, wenn ich sie abends einnehme, daher trinke ich sie nur noch bis zum frühen Nachmittag und verwende sonst weiterhin Veen Veen.


Zwischendurch brauchte ich übrigens auch noch aus anderen Gründen medizinische Hilfe, denn seit einiger Zeit wuchs auf meiner linken Wange etwas, das ich zunächst für einen Pickel oder eine Warze gehalten hatte. Als ich mir das Ding aufkratzte, blutete es wie verrückt und hörte erst auf, als mir mein Mann aus der Apotheke einen Alaunstift besorgte - eine geniale Idee übrigens. Danach bildete sich aber ein seltsames "Blutbläschen" in meinem Gesicht, also vereinbarte ich einen Termin beim Hautarzt. Der stellte fest, dass es sich um ein Granuloma pyogenicum handelt, welches ausgestanzt werden musste. Nach einer Woche wurde die winzige Naht wieder entfernt und inzwischen sieht man kaum mehr etwas davon.

Am 26. Mai hatte ich meinen nächsten Besuchstermin bei meiner Mutter. Auch diesmal hatte man ihr sinnloserweise wieder eine Maske aufgesetzt (die sie gleich wieder von ihrem Gesicht wegzog). Dass ich eine tragen soll, verstehe ich ja noch - aber warum sie? Außerdem hatte man ihr diesmal eine Jause zu dem Besuchertreffpunkt mitgegeben und mir einen Kaffee angeboten. Um den zu trinken, durfte ich mir die Maske abnehmen - aber um meine Mutter zu berühren bzw. mit ihrer Jause zu füttern, musste ich mir diesmal Gummihandschuhe über die (desifizierten) Hände ziehen. (Beim ersten Besuch war das nicht als notwendig erachtet worden. Augenroll und Seufz!) Auch diesmal schlief sie wieder nach etwa 20 Minuten ein, war aber weniger gut drauf als bei meinem letzten Besuch. Es ist einfach viel erschöpfender für unsere Mutter, nachmittags aus dem Bett geholt, angezogen und in den Rollstuhl gesetzt zu werden als (wie wir es früher getan hatten) mittags von uns besucht und gleich von uns gefüttert zu werden... Doch mittags gibt es leider keine Besuchstermine.

Als mein Bruder sie eine Woche später besuchte, schlief sie wieder fast sofort ein. Hier die Nachricht, die er mir danach geschickt hat. "War heute um 15 Uhr bei Mutter. Sie hat geschlafen, dann wurde sie von einer Pflegerin mit Maske gebracht. Ich hab ihr erzählt, Bilder und Filmchen gezeigt, sie hat nicht reagiert und ist immer weggeschlafen. Dann hat die Pflegerin ihr die Maske abgenommen, sie ist mit offenem Mund dagelegen. Auch nach Hilfen und Aufforderungen konnte sie den Mund nicht schließen. Das  war's, eher deprimierend."


Die alten Leute mögen durch all diese Maßnahmen ja möglicherweise vor dem Virus bewahrt werden - ihr Leben ist dennoch unerfreulicher als zuvor. Ich denke, ich muss euch demächst auch noch die Geschichte des Schwiegervaters meiner Freundin Brigitte erzählen. Er ist dieser Tage gestorben - nicht an Covid-19, sondern als indirektes Opfer der "Schutzmaßnahmen"...

Kommen wir wieder zu erfreulicheren Themen zurück! Die folgende (schrank-geshoppte) Kleidungskomibination trug ich übrigens schon am 4. Mai, als wir unsere Vis-a-Vis-Nachbarn besuchten. (Deshalb auch noch die "Vor-dem-Friseur-Frisur" 😉). Ich füge sie nur deshalb erst hier unten ein, weil sie so gut ...


... zu den folgenden Mohnblumenfotos passt. Diese hübschen Blüten (die aus einer bienenfreundlichen Saatgutmischung stammen, mit der ich unseren früheren - rostigen - Griller bepflanzt habe), wurden von mir zwischen 27. und 30. Mai fotografiert. Ebenso wie die folgenden Aufnahmen der pünktlichen Pfingstrosen, Froschgoscherl (Löwenmäulchen), der Blüten unserere Weigelie Bristol Ruby, der Alliumblüten und der ersten Rosen dieses Jahres.


Kater Maxwell liebt es genauso wie ich, in dieser Jahrezeit durch den Garten zu streifen. Besonders in der Nähe des Rosenbogens, auf der sich die hübsche Lykkefund mit großem Blütenreichtum austobt, duftet es Ende Mai / Anfang Juni einfach betörend. (Wobei Mäx wohl eher am Duft der Katzenminze interessiert ist...)


Auch einen anderen Duft dieser Jahreszeit mag ich sehr - den von blühendem Holunder! In unserer Gegend wachsen zahlreiche Hollerbüsche, und so haben wir uns wieder per Fahrrad zur Ernte begeben. Aus der reichhaltigen Beute gewannen wir zehn Flaschen Holunderblütensirup, und außerdem haben wir einen Teil unserer Erdbeermarmelade damit aromatisiert. Die übrigen Marmeladen verfeinerten wir - wie schon im vorigen Jahr - mit Bourbonvanille. (Die Erdbeeren waren übrigens gekaufte - in unserem Garten wachsen sie bisher noch viel zu sparsam.)


Eines Tages werde ich vielleicht auch aus den pinken Gourmetrosen, die ihr hier seht, Sirup oder ein Gelee herstellen. Im Moment erfreue ich mich aber noch lieber am Anblick ihrer wunderschönen Blüten.

Und auch die weißen Rosen, die ihr hier mehrfach seht, bereiten mir viel Freude: Unten könnt ihr einen Blick auf unser "Rosentor" werfen. Die Ramblerrose 'Lykkefund' zeigt sich jedes Jahr um diese Zeit von ihrer besten Seite - mit Hunderten von cremeweißen, duftenden Blüten. Immer wenn ich durch dieses Tor gehe (das ich übrigens bei Novas T in die neue Woche verlinke), muss ich einen Moment verweilen und tief einatmen - einen Geruch, der mich glücklich macht.


Wie ihr bestimmt bemerkt habt, tummeln sich weiterhin Trauer-Rosenkäfer, über die ich euch in meinem vorigen Post erzählt habe, auf vielen unserer Blumen. Auf der pünktlich erblühten Pfingstrose oben sitzt allerdings die grün-schillernde Verwandtschaft - ein Gemeiner oder Goldglänzender Rosenkäfer, der (zumindest in unserem Garten) seltener und weniger Blütenblätter-zerfleddernd ist als der Trauer-Rosenkäfer. 

In der unteren Collage könnt ihr euch den Oxythyrea funesta aus nächster Nähe ansehen, denn zwei der vier Fotos habe ich mit dem Makro-Objektiv aufgenommen. Eigentlich ist er ein hübscher Kerl. Und würde er nicht in gar so großen Mengen auftreten, dass meine Pflanzen leiden, hätte ich auch gar nichts gegen ihn.


So aber unternahm ich am 31. Mai eine Umsiedlungs-Aktion: Ich legte eine (bereits zerfledderte) Blüte der Rosa Nachtkerze in ein Glas mit durchlöchertem Deckel und dann sammelte ich so viele Trauer-Rosenkäfer ab, wie ich finden konnte. Mit dem halb gefüllten Glas in der Hand wanderte ich zu einigen Wildrosenbüschen am Waldrand und setzte die Käfer dort aus. Ich hoffe, sie kehren nicht wieder, wir haben noch immer einige Exemplare in unserem Garten - das reicht 😉. 

Der Himmel sah an diesem Tag dramatisch aus - und weil er von einem Wetter zeugt, das typischer für den Mai war als die Blauhimmel-Fotos am Beginn meines Posts, verlinke ich diesmal diesen Himmelsblick bei Heidi:


Hier kommt nun der oben versprochene Anblick unseres Vorgartens von Ende Mai: Inzwischen haben die Malven, der Lavendel, der Frauenmantel und die hübschen rot-cremeweiß gestreiften Kletterrosen zu blühen begonnen. Auch bei den kleinen rosa Bodendeckerrosen The Fairy habe ich schon ein paar wenige Blüten entdeckt. Einige Clematisblüten gibt es auch noch. Und manche andere Blume wartet einstweilen auf ihren großen Auftritt.


Für Novas Linkup Zitat im Bild habe ich diesmal eine Collage mit diesem weisen Ausspruch von Theodor Storm gebastelt:
Man muß sein Leben aus dem Holz schnitzen, das man hat, und wenn es krumm und knorrig wäre.



Und damit bin ich für heute wieder am Ende angekommen. Ich möchte euch aber noch herzlich danken für die vielen lieben Kommentare, die ihr mir zu meinem Post Frühlingstage in Haus und Garten hinterlassen habt. Ich hoffe, ihr seid gut im Juni angekommen. Hat der bei euch einen ebenso feuchten Start hingelegt wie bei uns? Ich finde, mittlerweile könnte es dann immer wieder mal  für ein paar Tage zu regnen aufhören, schließlich haben wir vor, den Sommer im Garten zu genießen, zwischendurch ein paar weitere Arbeiten zu erledigen und auch das eine oder andere Mal mit Freunden zu grillen oder sonstwie draußen zu feiern... Aber - nunja, man muss es sowieso nehmen, wie es kommt...


In jedem Fall wünsche ich euch eine möglichst gute Zeit! 

Ganz herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude



Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,


Donnerstag, 28. Mai 2020

Frühlingstage in Haus und Garten

Gärten sind wie gute, alte Freunde. 
Sie können trösten, beglücken, versöhnen, begeistern.
Autor unbekannt


Servus ihr Lieben!

Vielen herzlichen Dank für all eure Kommentare zu meinem vorigen Beitrag Durch Wald und Flur ... im April und Mai. Darin habe ich euch natürlich nicht annähernd alles erzählen können, was ich oder was wir während dieser beiden Monate unternommen / erlebt / erledigt habe(n). Heute will ich euch hauptsächlich Bilder zeigen, die im selben Zeitraum in unserem Garten entstanden sind. Einiges aus dieser Zeit wisst ihr jedoch schon aus meinen Postings
EIN Garten - VIELE Projekte sowie
Ein Ausflug im März und ein Treffen im Mai.
Deshalb brauche ich euch über unsere im April erledigten Gartenprojekte und über das Freundestreffen mit Brigitte und Peter heute nichts mehr zu erzählen.


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Unser "silberner" Jahrestag:
Am 15. April 2020 feierten Edi und ich unser 25jähriges Beziehungsjubiläum - allerdings nicht unsere Silberhochzeit. (Denn geheiratet haben wir erst mehr als elf Jahre später.) Ursprünglich hatten wir vorgehabt, unseren Jahrestag mit einem netten kleinen Picknick in unserem Garten zu feiern. (Wie ihr aus DIESEM älteren Posting wisst, mögen wir Picknicks sehr.) Aber daraus wurde leider nichts.


Ausgerechnet an diesem Tag machte das sonst so warme April-Wetter eine kleine Pause, und außerdem hatte ich mir am Vortag beim Efeu-Jäten einen Hexenschuss zugezogen. (Ich habe euch HIER schon davon erzählt.) Also verlegten wir das Picknick erstens nach drinnen und zweitens auf eine rückentaugliche Höhe. Sprich: Ich breitete die Picknickdecke auf dem Esstisch aus, wir saßen auf Stühlen und stießen mit Wein und Sekt in schönen Gläsern an. (Die Klimt-Sektgläser waren Hochzeitsgeschenke unserer Trauzeugen.) Aber mein Picknickkorb durfte dekorativ dabei stehen und unser "Jubiläums-Mahl" war bewußt einfach gehalten - selbst gebackenes Brot und dazu Fisch aus der Dose, Schinken, Käse, Ei-Aufstrich und Obst - und als Nachtisch gab es köstliche Engadiner Nusshäppchen, die ich im Blog von Friederike entdeckt und die wir nachgebacken haben.


Fliederfreud und -leid:
Um diese Zeit herum begannen auch der Bärlauch und der Flieder im Rostrosengarten zu blühen. Die folgenden Fotos stammen vom 22. April - und in diesem Jahr blühte auch erstmals unser noch relativ junger Weißer Flieder. Das entlockte mir zuerst einen Freudenschrei - und beim Näherkommen einen ziemlichen Schreck: Um auf das Zitat vom Beginn zurückzukommen ("Gärten sind wie gute, alte Freunde...") - manchmal ist man um seinen Garten auch so besorgt wie um einen Freund, dessen Leben gerade irgendwie unrund verläuft... Denn auf so ziemlich jeder Fliederdolde saß mindestens ein Trauer-Rosenkäfer und zerfledderte die jungen Blüten.


Bereits vor zwei Jahren habe ich euch HIER erzählt, dass sich diese schwarze Rosenkäfer-Art in Deutschland auf der Roten Liste der gefährdeten Arten befindet und in Bayern vom Aussterben bedroht ist, weshalb er unter Naturschutz steht. Ich bot euch einen Export nach Deutschland an, da es in unserem Garten ganz offensichtlich keinen Mangel gibt, aber leider hat sich niemand von euch gemeldet.



Im vergangenen Jahr klagte ich HIER darüber, dass diese Käfer meine gelben Rosen ruiniert hatten. Ich mutmaßte, dass der Oxythyrea funesta am liebsten auf gelbe Blüten geht. Mittlerweile gehe ich davon aus, dass er gelbe und weiße Blüten bevorzugt, während ihm lila blühende Pflanzen (bzw. deren Pollen) nicht so gut zu schmecken scheinen.

Der lilafarbige Flieder sah jedenfalls unversehrt aus, und der einzige Rosenkäfer, den ich darauf entdecken konnte, war ein grün-schillerndes Exemplar, der so genannte Goldglänzende Rosenkäfer (auch als Gemeiner Rosenkäfer bekannt). Diese stehen ebenfalls unter Schutz, gelten aber nicht als gefährdet, sind in unserem Garten jedoch seltener als die schwarzen.


Leider zählen Katzen nicht zu den natürlichen Feinden von Rosenkäfern, sonst wurde ich versuchen, Maxwell darauf abzurichten: Seit seine schmerzenden Zähne gezogen wurden, ist er ohnehin wieder ständig hungrig (und wirkt zum Glück auch wieder wie ein gesunder, zufriedener Kater).

Wenn Mäxi nicht hungrig ist, ist er müde und legt irgendwo im Haus oder Garten ein gemütliches Nickerchen ein...😽

Vögel allerdings scheinen vor allem die Larven dieser Käfer durchaus auf ihrem Speiseplan zu haben - so steht es jedenfalls HIER zu lesen. Unser Garten ist zwar gut von einigen Vogelarten - vor allem Amseln, Meisen, Spatzen und Elstern - besucht, aber fürs erste dürften sie noch nicht auf den Rosenkäfer-Geschmack gekommen sein... (Unsere Katzen wiederum sind zum Glück schon zu alt zum Vogel-Jagen.)


Allium-Blütezeit - und noch mehr Rosenkäfer:
Auch bei den Anfang Mai frisch erblühten Kugeln des Zierlauchs fanden die Trauer-Rosenkäfer offensichtlich mehr Geschmack an den weißen Blüten: Sie tummelten sich zu viert auf meiner einzigen  Alliumkugel in weiß, während die lilanen Kugeln völlig unbeschadet blieben.





Im übrigen genieße ich die Blütezeit des Zierlauchs aber immer ganz besonders. Zur gleichen Zeit zeigt unser Garten auch andere Blüten, die ich sehr mag. Es gibt letzte Tulpen, pinke Bergenien, violette Schwertlilien, Blutroten Storchschnabel, Thymian, Katzenminze und noch ein paar mehr.


Die blau blühende Blume ist (wenn ich mir das richtig gemerkt habe) eine Anemone, die eigentlich nicht winterhart ist, aber in einem großen Blumentopf überlebt hat und mich Anfang Mai dadurch freudig überraschte.

Erste Kirschen hatte ich Anfang Mai auch schon entdeckt, siehe unten links. Inzwischen sind sie rot - und teilweise aufgegessen 😉


Nach ein paar Tagen sah die weiße Zierlauchblüte deutlich zerfledderter aus, und immer noch waren vier Rosenkäfer darauf zugange. Aber auch unsere Katze Nina verspürte kein gesteigertes Interesse an einem Käfer-Menü. Wenn man mal 17 Jahre alt ist, besteht einfach keine Lust mehr auf einen veränderten Speiseplan 😾. Da ist's vor allem wichtig, dass einem die Sonne die müden alten Knochen wärmt.



Mini-"Zierlauch":
Ins Rosenbeet vor der Terrasse habe ich im Vorjahr Schnittlauchsamen gesät. Gleichzeitig mit dem Zierlauch blühen auch die Schnittlauchpflanzen. Ich finde diese Kräuter nicht nur schmackhaft, sondern auch sehr schmuck. Außerdem werden sie gern von Bienen, Hummeln und Schmetterlingen besucht.


Faszinierende Himmelsbilder:
Die folgenden Wolkenfotos stammen vom 7. Mai - ich habe sie für Heidis Himmelsblick aufgenommen:


Und wenn wir schon ein bisserl vom Garten abschweifen, kann ich für alle, die gerne Outfits ansehen, hier zumindest diese eine rostrosige Kombination bieten: Das schwarzbunte Kleid habe ich 2012 in Barcelona im Des*gual-Outlet gekauft und trage es immer noch gerne in immer wieder anderen Mixturen - diesmal über meiner schwarz-weiß-getupften Biobaumwollhose, die ich im Frühling 2019 beim allseits bekannten Kaffeeröster erstanden habe.


Wie vergrault man Rosenkäfer?
Nach diesem kurzen Zwischenspiel geht es nun aber wieder mit Gartenfotos weiter. Mittlerweile befinden wir uns in der Mitte des Wonnemonats Mai. Die eine oder andere Rose hat im Rostrosengarten zu blühen begonnen; unter anderem jene gelbe Kletterrose, die ich vor zwei Jahren als rosa Kletterrose gekauft habe. Wie vorhin schon erwähnt, bevorzugen die Trauer-Rosenkäfer weiße und gelbe Blüten. Und so sahen diese Rosen zwar im Knospenstadium noch hübsch aus, aber kaum aufgeblüht, wurden sie auch schon von den Käfern überfallen. Bei der Rose in der Mitte der folgenden Collage waren es gleichzeitig sechs an der Zahl.

In Gartenmagazinen wird hauptsächlich auf den hübschen Gemeinen oder Goldglänzenden Rosenkäfer eingegangen, und fast überall ist zu lesen, dass der von Rosenkäfern verursachte Schaden im Allgemeinen äußerst gering ist. In diesem Beitrag ist immerhin zu lesen: "Nur bei massenhaftem Auftreten zeigen die Blüten und die Blätter der betroffenen Pflanzen deutliche Spuren von Befraß. Da die Käfer auch den Pflanzensaft trinken, können bei starkem Befall auch Teile der Pflanze absterben."


Offenbar ist das der Preis dafür, dass ich auf einen möglichst naturnahen und insektenfreundlichen Garten setze - denn wie ich ebenfalls aus dem oben verlinkten Artikel erfahren konnte, legen die Weibchen ihre Eier bevorzugt in Totholz ab und auch Komposthaufen sind bei den Engerlingen der Rosenkäfer sehr beliebt. 

Dort leisten diese Maden übrigens durchaus wertvolle Arbeit bei der Komposterzeugung - diese Tiere sind also keineswegs ausschließlich Schädlinge. Und auch sonst würde ich die unter Schutz stehenden Käfer natürlich nicht töten wollen. Aber irgendwie muss ich doch auch unsere Pflanzen vor ihnen schützen konnen!?! In dem Artikel wird dazu geraten, den Garten entsprechend "unnatürlich" anzulegen - was für uns aber nicht in Frage kommt. Allfällige Komposthaufen sollten "weit entfernt von Rosenbüschen oder anderen bevorzugten Nahrungspflanzen des Käfers angelegt werden." Und weiter: "Um eine Plage zu vermeiden, sollten Sie vor allem den Garten für den Käfer "unattraktiv" gestalten, denn dieser wird angezogen von bereits geschwächten oder anderweitig durch Krankheiten befallenen Pflanzen wie Rosen, Weißdorn, Holunder und Heckenrose."

Hmmmmmmmmm... Unser Komposthaufen, den Edi nun nach und nach in ein Drei-Kammern-System umgebaut hat (unten seht ihr zwei der noch unfertigen Kompost-Mieten) befindet sich keineswegs in der Nähe von unseren Rosengewächsen. Und als "schwächelnd" würde ich die befallenen Pflanzen auch nicht bezeichnen. Also was tun?



Im Beitrag Rosenkäfer - die Bekämpfung des Schädlings gelingt Ihnen so ist unter anderem zu erfahren, dass Rosenkäfer den Geruch von Lavendel nicht mögen. Versuchsweise habe ich auf eine befallene Rose Lavendelöl getupft, das gefiel den Käfern nicht. Einige von ihnen ließen sich freiwillig fallen, andere krabbelten aus der Mitte weg, ließen sich leicht abstreifen und es kamen im Lauf des Tages auch nicht mehr so viele Käfer zur betreffenden Blüte zurück. Aber das Öl ließ die Blütenblätter braun werden - sie alle mit Lavendel zu besprühen ist also auch keine Lösung. Bei nächster Gelegenheit werde ich zu den gelben Rosen daher auch noch Lavendel setzen. 
Ansonsten wird dazu geraten, die Käfer in einer Dose oder einem Glas mit durchlöchertem Deckel  zu sammeln und an einen anderen Ort zu bringen. Ich werde sie wohl (falls sie der Dauerregen der letzten Tage nicht ohnehin schon vertrieben hat) vor einer meiner nächsten Walkingrunden von den Rosen abklauben und im Wald aussetzen. Drückt mir bitte die Daumen, dass ich die Plage damit in Zukunft reduzieren oder ganz beseitigen kann.



Altes Fahrrad - neuer Platz:
Im August 2018 zeigte ich euch HIER erstmals mein bepflanztes Fahrrad - das ehemalige Rad meines Vaters. Zunächst stand das Rad an der Seitenmauer des Hauses. Doch das war der Bereich, den wir im Vorjahr zu renovieren begannen, indem wir einen Kiesweg anlegten - ich habe euch HIER das Ergebnis gezeigt. Weil dort auch noch eine Regentonne hin soll, wird das Rad nicht mehr an diese Mauer zurück können. Das alte Fahrrad wanderte vorübergehend vor das Haus, wo es allerdings etwas zu wenig Platz hatte, doch vor ein paar Tagen war es an der Zeit, ein neues, besseres Plätzchen für das Radel zu finden. Nun lehnt es am mit Efeu und Kletterhortensien bewachsenen Holzzaun bei unserem Grillplatz, und ich finde, hier macht es sich gut. Nur ein paar geeignete Schattenblüher sollte ich zur Bepflanzung der Körbe noch finden...



T in die → neue Woche:
Für Novas Linkup habe ich zu guter Letzt die Tür zu unserer "Efeuhütt'n" zu bieten. Herr Rostrose hat den Efeu mit dem Rasenkantenschneider ein bisserl gestutzt, damit man die Tür zu unserem Geräteschuppen wieder besser auf- und zu bekommt - allerdings wird sie (erfahrungsgemäß) schon in wenigen Wochen wieder heftig umwuchert sein.




Mit dieser Collage verabschiede ich mich für heute herzlich von euch! Ein paar weitere Fotos und Schilderungen werde ich bei Gelegenheit noch nachreichen. Denn ich habe euch ja noch nicht über alle Unternehmungen vom Mai erzählt...


Bis zum nächsten Mal,

alles Liebe, eure Traude



Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,

Freitag, 22. Mai 2020

Durch Wald und Flur ...

... im April und Mai



Servus, ihr Lieben!

Heute möchte ich euch wieder mitnehmen auf meine / unsere Spaziergänge, Walkingrunden und Radausflüge der letzten paar Wochen. Habt ihr Lust mitzukommen? Ich verspreche euch, es gibt viel Schönes zu sehen und wir haben jede Menge Freude getankt! Davon gebe ich gern etwas an euch ab! 😊


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Radausflug am 12. April
An diesem herrlich schönen Aprilnachmittag schwang ich mich allein aufs Rad, während Herr Rostrose laufen war. Wie ihr wisst, machen mich tierische Begegnungen immer besonders glücklich. Und bei dieser Radeltour begegnete ich nicht nur Pferden, sondern auch einem wunderschönen Husky, der neugierig zwei Schwarzkopfschafe beäugte. Mit seinem Frauchen plauderte ich eine Weile.

 

Wir freuten uns beide über das nette Gespräch in Zeiten der Corona-bedingten Kontaktarmut, und der Hund freute sich auch über ein paar Streicheleinheiten. Aber eigentlich war er doch mehr an den Schafen interessiert als an mir. Die Schafe wiederum blickten zwar zwischendurch neugierig auf und blökten ein bisschen, aber hauptsächlich waren sie an ihrem Futter interessiert. Nach dieser Begegnung radelte ich aufgeladen mit Glücksgefühlen und Energie nach Hause zurück.


Unsere Einkaufstouren der letzten Zeit gestalten wir häufig als Spaziergänge - und von einem solchen Einkaufsspaziergang stammt das folgende Outfit. Alle Kleidungsstücke des heutigen Beitrags sind übrigens schrankgeshoppt. (Ich habe schon seit Monaten kein Bedürfnis nach neuer Kleidung, auch nicht nach "neuen" Second-Hand-Stücken. Das fing schon vor Corona an, aber es hat sich noch intensiviert.) Wie unschwer zu erkennen ist, war mir an diesem Tag nach viel Farbe und Mustermix zumute. Auf Schminke hingegen hatte ich keine Lust (auch das ist ein Effekt von Corona 😉):


Radausflug am 23. April
Diesmal schwangen wir uns gemeinsam auf unsere Räder. Eigentlich wollten wir wieder nach den Schafen sehen, aber die waren an diesem Tag offenbar anderswo. Also radelten wir einfach weiter - und sahen gleich mehrere Reh-Herden und einen schönen Greifvogel. (Ich glaube es war ein Turmfalke. Falls es jemand von euch besser als ich weiß, gebt mir bitte Bescheid.) Zum Glück hatte ich meine Kamera mit dabei - noch besser wäre das große Objektiv gewesen, denn sowohl die Rehe als auch der Falke waren ziemlich weit entfernt... Aber immerhin - mit dem Handy wäre da gar nichts gegangen! Auch nach diesen Begegnungen und der schönen Radeltour waren wir wieder voller Freude.


Unten seht ihr einen weiteren Einkaufs-Spaziergangs-Anzug. Die braune Schnürlsamthose ist alt, das braun-marineblau geringelte Shirt öko-bio und seit einem oder zwei Jahren in meinem Besitz und das flauschige Strickjackerl stammt aus dem Second-Hand-Laden, wohnt jetzt aber auch schon eine Weile bei mir:


Walkingrunde am 24. April
Die Luft war voller Vogelgezwitscher und Frühlingsdüften, der Bärlauch hatte zu blühen begonnen und ein Marienkäfer ließ sich bereitwillig von mir fotografieren.



Spaziergang am 1. Mai
Unsere Vis-a-vis-Nachbarin Renate hatte mich gefragt, ob ich mit ihr gern einen Spaziergang unternehmen möchte. In meinem vorigen Posting #Corona Extra 5: Think positive - so viele sind wieder gesund! habe ich euch erzählt, dass Renate der einzige Mensch in meinem Bekanntenkreis ist, der positiv auf Covid-19 getestet wurde. Bei unserem Spaziergang erfuhr ich, wie sie die Krankheit erlebt hat - vielleicht interessiert es euch ebenfalls:

Es begann Anfang April mit nicht ganz eindeutigen Symptomen. Da Renate in der Altenbetreuung arbeitet, wollte sie aber natürlich unbedingt Bescheid wissen. Die telefonisch zu Rate gezogene Ärztin schickte gleich ein Ambulanzteam vorbei, um einen Coronatest durchzuführen. Ihr Mann, der keine Symptome hatte (und auch bis zum heutigen Tag keine bekommen hat, obwohl er die ganze Zeit bei Renate daheim war) wurde nicht getestet, was ich schade finde. (Die beiden sind übrigens um die 50 Jahre alt.) Das Virus SARS-CoV-2 wirkt sich von Mensch zu Mensch unterschiedlich aus - laut Renates Schilderungen war ihre Version der Krankheit "anders als Grippe", denn ihre Symptome kamen in Etappen. Kaum war eine Sache vorüber, kam ein anderes Symptom. Die Abfolge kriege ich jetzt nicht mehr auf die Reihe, aber zuerst war sie einfach nur todmüde und schlief drei Tage durch, ohne den geringsten Appetit zu verspüren. (Sie ist eine ohnehin sehr schlanke Frau und nahm dabei 4 kg ab.) Dann bekam sie nacheinander z.B. starke Nervenschmerzen im Kopf, weshalb sie im Haus eine Mütze trug, verlor vorübergehend ihren Geruchs- und Geschmackssinn, hatte starken Husten etc. Nach etwa drei Wochen war der Zauber vorüber, aber zur Arbeit durfte sie erst etwa zwei Wochen später, und auch ihr Mann musste noch in Quarantäne bleiben. Zu Renates Beruhigung ist keiner ihrer Senioren-Schützlinge erkrankt - möglicherweise hat sie sich die Krankheit beim Besorgen von Rezepten oder Medikamenten in einer Arztpraxis oder Apotheke eingehandelt...

In der Nacht vor unserem Spaziergang hatte es geregnet, deshalb mussten wir beim Gehen aufpassen, um auf keine Weinbergschnecke zu steigen. Wir setzten unterwegs 20-30 Schnecken vom Weg ins Grüne. Fotografiert habe ich allerdings nur die Landschaft mit zwei Traktoren auf dem Feld. Ich finde, mit dem Wolkenhimmel sieht das wie ein naives Gemälde aus:

"Himmelsblick mit Traktor"

Hier seht ihr noch ein drittes unspektakuläres Einkaufs-Outfit. Auch das Tüpfel-Streifenshirt aus Biobaumwolle kennt ihr schon eine Weile an mir, und die Hose habe ich euch oben auch schon mal gezeigt. Den Rucksack mit dem "Anti-Hamster-Zettel" habe ich euch HIER schon aus der Nähe gezeigt. Inzwischen habe ich den Zettel wieder entfernt, weil ohnehin niemand mehr hamstert 😉...


Ein Glockenturm für Nova

Der 13. Mai war ein wolkenverhangener Tag, an dem es immer wieder zwischendurch nieselte. In einer Regenpause nahm ich bei einem kurzen Spaziergang ein paar Fotos für Novas Glockenturm-Sammlung auf – diesmal von der hochbarocken Pfarrkirche Pottendorf. Die römisch-katholische Pfarrkirche ist dem Heiligen Jakobus den Älteren geweiht. Sie wurde von 1714 bis 1718 nach den Plänen des Architekten Johann Lukas von Hildebrandt errichtet und im Jahr 1769 um eine Vorhalle und die südliche Sakristei um eine Paramentenkammer erweitert. (Paramente sind, wie ich soeben bei Wikipedia gelernt habe, die im Kirchenraum und in der Liturgie verwendeten Textilien, die oftmals künstlerisch aufwendig gestaltet sind.)


Walking am 18. Mai
Ich bin froh, dass sich der Mai bei uns nicht so trocken und heiß gestaltet hat wie der April. Wie schon in den vergangenen beiden Jahren kommt's mir vor, dass die beiden Monate ihre Rollen getauscht haben und der Mai der unbeständigere und feuchtere der beiden geworden ist. Bei meiner Runde schien aber wieder die Sonne und Weinbergschnecken fanden sich nur noch auf den schattigeren Waldwegen.


Dafür gab's an diesem Tag aber eine andere tierische Begegnung, die mich begeistert hat. Genauer gesagt handelte es sich um mehrere Begegnungen, denn bei dem Baum in der unteren Collage handelt es sich um ein "Mehrfamilienhaus". Schon beim Näherkommen hörte ich ein ausgepräges Piepsen und dachte "Da wartet bestimmt der Nachwuchs auf Futter." Ich blickte nach oben und sah gerade, wie ein Specht das höher gelegene Loch mit einem fetten Insekt im Schnabel ansteuerte. Leider hatte ich mein Handy nicht schnell genug zur Hand. Und aus dem unteren Loch schaute zwar ein Vögelchen heraus, aber das war so dunkel, dass man es auf dem Foto (siehe übernächste Collage oben rechts) nicht erkennen kann.

Ich drehte diesmal extra keine Runde, sondern ging denselben Weg zurück, den ich gekommen war, um noch einmal beim "Spechtloch" stehen zu bleiben. Diesmal hatte ich mein Smartphone bei der Hand und wartete - und so gelangen mir ein paar Fotos (zwar nicht besonders gute, aber besser ging's halt nicht.) Die Freude über dieses Erlebnis war jedenfalls groß!



Ich hoffe, auch ihr habt einiges Schönes erleben dürfen - selbst wenn ihr vielleicht andere Pläne für diesen Frühling hattet... Falls dem so ist, passt dieses Zitat gut dazu:



Das Leben ist nicht immer so, wie man es sich wünscht. 
Der einzige Weg, um glücklich zu sein,
ist das Beste daraus zu machen.

Jennie Churchill
war eine US-amerikanisch-britische Philanthropin und Autorin. 
Sie wurde vor allem bekannt als Mutter des späteren 
britischen Premierministers Winston Churchill.
 
verlinkt bei Zitat im Bild


In diesem Sinne: Habt eine glückliche Zeit!!!

Alles Liebe, eure Traude



Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,