Mittwoch, 15. September 2021

Der "Rest" vom August 2021

Servus, ihr Lieben!


Ich finde momentan leider nicht sehr viel Zeit zum Bloggen - vielen Dank an euch, dass ihr mir trotzdem die Treue haltet! Danke auch ganz herzlich für all eure Kommentare zu meinem vorangegangenen Posting Ausflug in die Johannesbachklamm!

Abgesehen von diesem Posting gab es vom vergangenen August hier im Rostrosen-Blog noch meine Schilderungen über die Gottesanbeterinnen in unserem Garten und über den Ausflug in die Mannersdorfer Wüste (beides in DIESEM Blogbeitrag). Und außerdem gab es die traurige Nachricht vom Verlust unseres lieben Katzenbuben Maxwell 😪😿. Freud und Leid lagen also nahe beieinander... - und ich bin froh darüber, dass im August so viel los war, das mich abgelenkt hat. Heute bekommt ihr jene Fotos vom August 2021 zu sehen, die ich euch bisher noch nicht gezeigt habe. 
 
Unter anderem diese August-Himmelsblicke für Heidi:
 
 
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Grillerei bei "Ani-Nor-Max":
Unsere Freunde Anita, Norbert und ihr Sohn Max luden uns in ihren Garten und in ihr noch recht neues, ganzjährig bewohnbares Gartenhaus ein. Hier mein Outfit für diesen wolkenverhangenen, aber zum Glück weitgehend trockenen Augusttag: Eines meiner seit Jahren bewährten Maxi-Sommerkleider und meine wieder-entdeckte Wickeljacke mit den langen Seitenteilen, die ich gerne leger herunterhängen lasse.

  

Als Mitbringsel gibt's von mir - zwecks Ressourcen-Schonung - nur noch Praktisches, Essbares, Recyceltes, Selbstgemachtes. In diesem Fall eine hübsche Müslischale, die schon länger unbenützt in meiner Vitrine stand, da ich am liebsten meine Bopla-Geschirrserie verwende. Ich befüllte die Schüssel mit selbstgepflückten "Kriecherln" (genauer gesagt, Mirabellen und Kirschpflaumen) und dekorierte sie mit einer Schleife aus meiner Sammlung sowie mit getrocknetem Lavendel aus unserem Garten. 

 

Es gab zuerst eine Jause mit Anitas wie immer köstlichen Kuchen, und später wurde gegrillt. Fein war's und Spaß hat's gemacht!



Einsatz in "Hollywood":
In meinem Juli Rückblick erzählte ich euch unter anderem, dass wir am 31.7. mal wieder als Komparsen tätig werden sollten. Leider mussten die Dreharbeiten für die Serie namens "Alles Finster - Überleben für Anfänger" *) an jenem Tag wegen Hagels und Starkregens abgebrochen werden. 
 
*) Wenn ihr auf den Link klickt, könnt ihr euch durchlesen, worum es in der sechsteiligen, von ORF und BR koproduzierten Serie geht.
 
Im August wurde der Drehtag endlich nachgeholt. Ich sollte auch diesmal eine Frau mimen, die sich während eines schon wochenlang währenden Blackouts zu einem Versorgungspunkt gerettet hatte. Edi hingegen bekam diesmal ein anderes Einsatzgebiet zugeteilt als beim letzten Termin - als Soldat bei diesem Versorgungspunkt. Dafür bekam er natürlich eine Uniform zur Verfügung gestellt.
 
Von mir wurde abermals "sommerlich bunte Alltagskleidung, gerne mit dezentem Muster" gewünscht, jedoch sollten wir jetzt auch Jacken und sicherheitshalber Regenschutz mitnehmen. Und gut war's, denn das Wetter war auch beim Ersatztermin nicht perfekt
 

 
Wenn ihr auf diesen Link klickt, könnt ihr euch mein Juli-Outfit ansehen. Beim August-Dreh wählte ich eine andere Hose und die Wickeljacke von oben. Ich nahm aber auch die knallgrüne Hose vom letzten Mal mit, und die Kostümdame, die "sehr bunt" bevorzugte, entschied sich letztendlich für diese und für meine gelbe Jacke (siehe übernächste Collage).

Vor dem Dreh bummelten Edi und ich ein bisschen durch die Ortschaft Pitten, in der die Dreharbeiten stattfanden. Da war der Himmel noch blau, doch noch während der Vorbereitungszeit zogen immer mehr Wolken auf, und kurz nach Drehbeginn fing es auch diesmal wieder an zu regnen - zum Glück nur leicht und diesmal nicht dauerhaft.

In der nächsten Collage seht ihr Edi in der Soldatenuniform - und von mir gibt es das Foto rechts unten, das Edi von meinem Einsatz aufgenommen hat. (Da wir möglichst keine Fotos in sozialen Medien zeigen sollen, die "zu viel verraten", bekommt ihr nur dieses eine Bild zu sehen.) Ich hatte mir beim Versorgungspunkt ein Care-Paket besorgt (mitsamt Klopapier-Rolle - wir wissen ja vom ersten Corona-Lockdown, wie wichtig das ist 😂); nun musste ich den Ort mit meinem Paket verlassen, während einer der Protagonisten mit einem Fahrrad an mir vorbeifuhr. 

Das heißt, wenn diese Folge der Serie "Alles Finster" im TV gezeigt wird (irgendwann 2022, vermutlich im Herbst) wird man mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit ganz gut sehen können, wie ich meine Schachtel davonschleppe 😊. 

Das war natürlich nicht die einzige Szene, die an dem Nachmittag und Abend gedreht wurde, aber die  mit meinem "größten Einsatz". Der Drehtag dauerte ziemlich lange und je später es wurde, desto kälter wurde uns. Doch wir hatten sehr viel Spaß mit den anderen Komparsen, das wiegt solche Unanehmlichkeiten wieder auf.

Grillerei bei uns:
Wir hatten Edis Schwester und zwei liebe Freunde in unseren Gartenpavillon eingeladen. In der ersten Collage seht ihr mein Outfit für diesen Anlass - ich kombinierte meinen orangen Rock aus Thailand mit dem Glasstein-verzierten Top und einem meiner Spitzenjäckchen - und diesen Mix finde ich eigentlich sehr gelungen. Leider hat mein altes Top diesen Abend nicht überlebt - es zeigte an einigen Stellen massive Auflösungstendenzen. (Tja, aber tun wir das nicht alle 😜?)
 
In der Collage darunter seht ihr einige der Salate und die Vorspeise (gegrillte Pflaumenröllchen mit Rohschinken, ich liebe sie!) - danach hat leider niemand mehr geknipst. Aber geschmaust haben wir natürlich schon noch. Und uns einen netten Abend gemacht. Das ist schließlich viel wichtiger als gute Fotos 😊

Geburtstags-Essen:
Im August feierten wir nachträglich auch den Geburtstag des Freundes meiner Tochter. Er durfte sich das Lokal aussuchen und wählte das Clock Tower (American Bar & Grill) in Brunn am Gebirge. Hier seht ihr mein Outfit (mal wieder "Kleid über Hose", ebenfalls wieder alle Teile "Schrank-geshoppt"). 
 
In der Collage darunter könnt ihr einen Blick in das coole (mit Easy Rider Statuen und Harley Davidson Accessoires ausgestattete) Lokal werfen. Das Essen schmeckte uns dort auch sehr gut - allerdings sind die Portionen riesig, die schafften Edi und ich nicht (Wir sind mehr schon von der Seniorenteller-Fraktion... 😁😋). Wir mussten uns einiges einpacken lassen (leider in Alufolie - es macht also Sinn, dorthin Tupperdosen oder ähnliches mitzunehmen).

Wiedersehen bei der "Blumenwiese":
Vor mehr als vierzig Jahren, als Brigitte und ich zusammen zur Schule gingen, waren wir eigentlich nicht nur zwei Freundinnen, wir waren zu viert. Gitty, Gaby, Eva und ich. Eva haben wir leider völlig aus den Augen verloren. Mit Gaby unternahm ich im Jahr 1981 eine unvergessliche Interrail-Reise, und auch danach trafen wir uns noch jahrelang regelmäßig, dann aber leider immer seltener. Manchmal kommt einfach das Leben dazwischen, und so hatten Gaby und ich zuletzt vor etwa zwanzig Jahren Kontakt zueinander. Ich hatte keine Ahnung, wo sie mittlerweile wohnte und ob sie ihren Familiennamen seither geändert hatte oder nicht. Aber ich wusste nach wie vor ihr Geburtsdatum. 
 
Vor kurzem sprachen Brigitte und ich darüber, dass es schön wäre, Gaby wieder zu sehen. Übers Internet hatte ich schon versucht, sie ausfindig zu machen, aber Fehlanzeige. Da ich erfahren hatte, dass man gegen eine kleine Gebühr im Meldeamt nach alten Freunden suchen kann, machte ich damit auch einen Versuch - und tatsächlich - ich hatte genügend Angaben, um sie zweifelsfrei zu identifizieren. So erfuhr ich Gabys Adresse und schrieb ihr einen Brief. Es war ziemlich aufregend: Würde sie sich bei mir melden? Würde sie Lust haben, sich mit Brigitte und mir zu treffen? (Gitty und Gaby hatten einander gar seit rund vierzig Jahren nicht mehr gesehen!)
 

JA, Gaby meldete sich und JA, sie hatte Lust auf ein Wiedersehen! Wir vereinbarten ein Treffen zum Mittagessen in der Wiener Innenstadt. Zuerst waren wir essen im Krah Krah (im berühmten Wiener "Bermudadreieck"), und als wir das Lokal irgendwann nachmittags verließen, hatten wir die Zeit bereits weitgehend "aufgeholt". 

In einem der schicken Lokale am Donaukanalufer *) - der Blumenwiese - ließen wir den Tag ausklingen. Oben seht ihr die Fotos von unserer "Wiedervereinigung" nach so langer Zeit! 😊 (Ich hätte Gaby übrigens auch auf der Straße wiedererkannt - ich finde, sie hat sich in all der Zeit kaum verändert. Fesch wie eh und je!) Es gab natürlich unheimlich viel zu erzählen. Aber auch wenn wir zwischendurch vieles getrennt voneinander erlebt haben: Es fühlte sich nicht so an, als ob seither Jahrzehnte vergangen wären.  Schön war's! Bis zum nächsten Treffen mit Gaby wird garantiert nicht so viel Zeit vergehen! 😉

*) Ich bedaure ein bisschen, dass es am Kanal zu meiner Zeit in Wien noch keine Lokalszene gab. Mittlerweile herrscht dort das pralle Leben - hier ein Bericht über die Genussmeile am Donaukanal.

Zum Treffen trug ich ein weiteres meiner Maxi-Sommerkleider und dazu meine selbstgefärbte lila Cordjacke

August-Garten-Impressionen und unsere Katze Nina:
In den folgenden Collagen zeige ich euch - neben Aufnahmen von unserem Sommerflieder, dem Apfelbaum, dem Blüh-Hügel und den Insekten, die sich darüber freuen - ein paar Fotos von unserem alten, blinden Mädchen Nina. Unsere schwarze Lady war immer schon recht kuschelig, doch zur Zeit scheint sie uns auch über den Verlust von Kater Maxwell hinwegtrösten zu wollen. Sie kommt uns jedenfalls besonders liebevoll vor. (Mit großer Wahrscheinlichkeit benötigt sie selbst keinen Trost, denn sie behandelte Maxwell immer wie einen Eindringling - wir glauben also nicht, dass sie ihn vermisst...) 
 
 
Zweimal dasselbe Kleid:
In der folgenden Collage seht ihr ein Des*gual-Kleid, das ich seit einigen Jahren besitze. Die Kombination mit meinem weinroten Bio-Baumwoll-Rock ist nicht ganz neu, aber ich habe sie schon länger nicht mehr getragen. So gekleidet ging ich an einem heißen August-Abend zu einer Besprechung. Diese betraf unter anderem das Umweltprojekt, an dem ich schon seit Monaten arbeite und dem zunächst so viel Begeisterung vonseiten unseren Gemeindevertretern entgegengebracht wurde. 
 
Eigentlich sollte das Projekt schon viel weiter fortgeschritten sein, doch momentan wird es durch ein politisches Hin und Her blockiert... Ich muss gestehen, mir geht das ziemlich auf die Nerven, doch so schnell gebe ich nicht auf.

Kurz zuvor trug ich dasselbe Kleid auf ganz andere Weise - nämlich über meiner schwarz-weiß gepunkteten Hose und einem Spitzenshirt. Davon habe ich allerdings nur kleine Handyfotos. An diesem Tag unternahmen wir einen Spaziergang mit Opa Georg in Breitenfurt, und ich musste natürlich ein bisschen mit den Pferden plaudern.

Spätsommer-Radpartie:
Ein anderer schöner Augusttag lockte mich nach draußen. Auf mein Pferd konnte ich mich nicht schwingen, da ich keines besitze, also musste mein Drahtesel herhalten. Hier ein paar Eindrücke von meiner Radelpartie entlang der Felder:

An der großen Pfütze könnt ihr erkennen, dass wir längst nicht nur sonnige Augusttage hatten, eher im Gegenteil... Doch ich war froh, dass der Sommer in diesem Jahr nicht so unterträglich heiß war. Und jetzt freue ich mich auf den Herbst, der gerne sonnig und mild sein darf.

 
Holler und andere Ernten:
Bei meinem Radausflug hatte ich gesehen, dass die Holunderbeeren schon fast reif waren - und so fuhren Edi und ich ein paar Tage später mit unseren Rädern zum "Holler-Holen". Im Gegensatz zum vergangenen Jahr brachten wir diesmal eine stolze Ernte nach Hause. Wir bereiteten aus den saftigen Holunderbeeren vier Flaschen Likör, vier Flaschen Sirup und mehrere Portionen Hollerkoch (= eine Art Kompott, gesund und köstlich!) mit den ersten Äpfeln aus dem eigenen Garten; dazu gab's Topfennockerl mit Butterbröseln. (Hier geht es zum Rezept.) Das alles ist zwar viel Arbeit, aber sie lohnt sich, deshalb empfinden wir sie als befriedigend.

Auch Paradeiser konnte ich schon einige ernten, vor allem die Kirschtomaten waren im August bereits reif, die größeren kommen jetzt so nach und nach. Und Monatserdbeeren gibt es auch noch einige - zum Glück, denn die Erdbeersaison kam mir heuer extrem kurz vor!



 
Gelb:
In letzter Zeit kaufe ich mir ja kaum noch neue Klamotten, sondern beschränke mich hauptsächlich aufs Schank-Shopping. Das ist für mich auch nicht schwierig, denn ich besitzte relativ viel Gewand (allein schon deshalb, weil ich meine Kleidungsstücke häufig sehr lange aufbewahre). Doch als ich im Sale von Tch*bo dieses kurzärmelige, blousonartige Bio-Baumwoll-Shirt in einem satten, warmen Gelbton entdeckte, verliebte ich mich ein bisschen. 
 
Ich wartete dennoch, ehe ich bestellte. Als das Shirt nach mehreren Tagen immer noch zu haben war (und ich es immer noch wollte), schlug ich zu. Es ist nicht nur sehr bequem, es verwandelt auch viele meiner Röcke und Hosen in sonnige Kombinationen.

 

Ich kann gar nicht mehr verstehen, warum ich gelb so lange Zeit nicht mochte. In der Zwischenzeit freue ich mich über diesen sonnigen Farbton sowohl in meinem Kleiderschrank als auch in der Natur. Hier ein paar Fotos von einer Walking-Runde im August:

 

Und hier nochmal das neue Shirt in einer anderen Kombination - mit meiner olivgrünen Chino und meinem vor vielen Jahren selbstbemalten Seidenmantel (so "overdressed" war ich neulich beim Wocheneinkauf 😉):


Danke, ihr Lieben, dass ihr bis hierher durchgehalten habt. Nun kann auch in meinem Blog der September einkehren. Es wird allerdings noch ein bisschen dauern bis zu meinem nächsten Beitrag. Falls ihr es heute nicht geschafft habt, alle Collagen anzusehen oder alles durchzulesen, könnt ihr euch dazu also ein bisserl mehr Zeit als sonst lassen. Und zwischendurch kostet nach Möglichkeit die Septembertage aus!

 

Bis bald 
und ganz herzliche Rostrosengrüße,
eure 
🌿  T  r  a  u  d  e 🌿


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Samstag, 4. September 2021

Ausflug in die Johannesbachklamm

Servus ihr Lieben!

Vielen Dank für eure Kommentare zu meinem vorigen Beitrag Von Gottesanbeterinnen, Eismachern und anderen schönen Erlebnissen. Dort habe ich euch aber noch längst nicht alles erzählt, was wir im August 2021 unternommen haben. Unter anderem waren wir im August auch mit unseren Freunden Brigitte und Peter sowie deren Sohn Martin in der Johannesbachklamm. Von diesem Ausflug möchte ich euch heute einige Fotos zeigen. 


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Oben und unten ein paar Tore für Nova...
 
Natürlich "musste" ich mich mit dem kühlen Wasser aus der Quelle vor dem Ausflug erfrischen!
 
Bei der Klamm gibt es theoretisch mehrere Einkehrmöglichkeiten. Praktisch hatten allerdings beide Wirtshäuser geschlossen. Wir waren darauf vorbereitet und hatten für später eine Jause mitgebracht.
 

 
In Lockdown-Zeiten wurde hier - wie an so vielen Orten - eine Steinschlange begonnen:
 

 
Jahrtausendelang hat sich der Johannesbach ins Kalkgestein gegraben - so entstand die Klamm. Hier ist es auch an heißen Tagen angenehm kühl. Und für uns Pflanzen- und Tierbegeisterte gab's dort auch einiges zu sehen. Der weiße Schmetterling oben ist wahrscheinlich ein weiblicher Resedafalter und der orange Falter unten ein weiblicher Kaisermantel. Das Metallschild weist darauf hin, dass die Johannesbachklamm im Jahr 1902 von den Wiener Naturfreunden gangbar gemacht wurde.
 
Aus einem abgestorbenen Baum entstand ein Schnitzkunstwerk!

 Manch ein Baum wurde auch Opfer der Unwetter in dieser Gegend, siehe unten links:


Brigitte war ganz begeistert von den moosbewachsenen Felsen, sie meinte, das wäre ein richtig gemütliches Bett und wollte am liebsten gar nicht mehr aufstehen 😉. Ich persönlich finde mein eigenes Bett gemütlicher 😄
 
 
Der Weg durch die Klamm ist durch die Brücken und Stege interessant, aber nur sehr kurz. Nach rund einer halben Stunde ist man durch.
 
 
Deshalb hatten wir schon vor Beginn unserer Wanderung beschlossen, dass wir noch ein weiteres Weg-Stück anhängen würden.
 
Fotos von Brigitte: die rosa Blüten gehören zur Kriechenden Hauhechel, die in Österreich als gefährdet eingestuft ist.


Nach der Klamm geht es gemütlich neben dem Johannesbach weiter. Am Ufer des Baches wachsen hier zahlreiche Kopfweiden, also Weiden, deren Stämme eingekürzt wurden und deren Zweige in der Folge regelmäßig beschnitten werden. An den Schnittflächen treiben die Bäume zahlreiche neue Triebe aus. Vor allem in früheren Zeiten wurden diese weichen, biegsamen Äste für die Korbflechterei verwendet, doch Körbe werden mittlerweile zumeist aus anderen Ländern importiert. Brigitte erzählte uns, dass Kopfweiden heutzutage daher fast nur noch durch Naturschutzorganisationen gepflegt werden, denn die häufig hohlen Stämme sind Lebensraum von vielen Tierarten, vor allem von Fledermäusen und Eulen. Weidenkätzchen sind außerdem eine wertvolle Bienennahrung im zeitigen Frühjahr.
 
Leider fanden wir auch in dieser so natürlich und zauberhaft wirkenden Landschaft Müll vor. Unter anderem barg Peter mit einem langen Ast einen Plastiksack aus dem Johannesbach und ich brachte das triefende Ding dann zum nächsten Mistkübel, und Brigitte piekte mit ihren Walkingstöcken Papiertaschentücher aus einem Wiesenstück.

 
Im Übrigen sahen wir aber vor allem Erfreuliches. Unter anderem wies uns ein Schild vor einem Bauernhof darauf hin, dass "Koarl's Viech frei um renn'd" (= Karls Tiere frei umherlaufen) - und einige dieser Viecher lernten wir in der Folge kennen...

 
 
... unter anderem Koarl's Hendeln (= Hühner) und seine freundlichen Hunde. Die Schafe, Schweine und Pferde hingegen waren in eingezäunten Bereichen untergebracht.  (Wir plauderten ein wenig mit der Bäuerin und erfuhren, dass es sich bei den streichelfreudigen Hundedamen um die schon 16jährige Mutter und ihre 10jährige Tochter handelt.)
 

 
Zusätzlich gab es ein paar Viecher von Koarl, die frei umher-flogen, und zwar seine Tauben:
 
 
 
Die zahlreichen und teilweise recht dunklen Wolken über uns waren Grund genug, von unserem ursprünglichen Plan abzuweichen - wir wanderten nicht zur Burg Schrattenstein weiter, sondern beschlossen lieber, den kürzeren Weg zum Alten Schlossteich von Schrattenbach zu gehen. 
 
 
 
Unterwegs begegneten uns noch ein paar weitere Viecher, zum Beispiel diese hübschen Rinder, die uns ebenso interessiert beäugten wie wir sie.
 

 
Im Schlossteich, der gerade neu gestaltet wird und daher nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist, schwammen einige Enten (und jede Menge Entengrütze), auf der Fahrbahn daneben gaben sich zwei Libellen (Gemeine Keiljungfern) dem Liebesspiel hin. (Weiter unten seht ihr noch ein größeres und besseres Foto von Brigitte.) Ich versuchte die Libellen vorsichtig an den Fahrbahnrand zu transportieren, aber leider lösten sich die zwei dann voneinander und flogen erbost weg. (Entschuldigung, dass ich euch beim Sex gestört habe, aber ihr seid an einer echt lebensgefährlichen Stelle gesessen! 😔)
 
Fotos von Brigitte
 
Neben dem (an diesem Tag geschlossenen) Wirtshaus Zum alten Schlossteich befindet sich  "Froschhausen", der Infopoint Natura 2000, in dem unter anderem mit Schautafeln diverse Naturthemen vermittelt werden (z.B. Informationen über geschützte Vogelarten und andere geschützte Tiere und Pflanzen der Umgebung). Hier gab es auch ein paar Bänke, auf denen wir unsere mitgebrachte Jause einnahmen.
 
 
Von dort aus ging es wieder am selben Weg zurück in Richtung Johannesbachklamm, vorbei an saftigen Weiden mit Blick auf die Hohe Wand.
 
 
Und während wir noch so die Klamm durchquerten, fing es zunächst sacht zu tröpfeln und dann immer stärker zu regnen an. Wir hatten riesengroßes Glück, dass der ärgste Regenschauer gerade dann niederging, als wir uns unter dem Vordach des Gasthauses KlammWirtin unterstellen konnten. (Rechts unten seht ihr, wie stark es zu diesem Zeitpunkt geschüttet hat.)
 
 
Aber nach ein paar Minuten war der starke Regen wieder vorbei, wir gingen zum Auto zurück und fuhren zu uns nach Hause. (Übrigens waren wir an diesem Tag ganz CO2-neutral mit Martins neuem Tesla Model 3 unterwegs). Dort hatten wir das Abendessen für uns fünf bereits vorbereitet (einen Südafrikanischen Brotauflauf und als Nachspeise Kirschpflaumen-Clafoutis) - und nach dem Essen spielten wir wieder eine Runde Carcassonne.  
 
Fotos von Brigitte: Brotauflauf, Bunter Hohlzahn (Galeopsis speciosa) und Clafoutis

Und somit ging ein weiterer wunderschöner Tag zu Ende. Ich hoffe, unser Johannesbachklamm-Ausflug hat auch euch gut gefallen. Übrigens habe ich noch ein paar weitere August-Schilderungen für euch parat - mal sehen, wie ich in nächster Zeit dazu komme. Hier ist nämlich zur Zeit wieder jede Menge "Real Life" los, aber ich bemühe mich, dran zu bleiben 😉...


Auf jeden Fall hoffe ich, 
dass ihr gut im September 2021 angekommen seid!
 
Allerliebste Rostrosengrüße,
eure 
🌿  T  r  a  u  d  e 🌿


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