Mittwoch, 29. Juli 2026

Reisebericht 2025 – Nanaimo 🏴‍☠️🛁 - und Abschied von Vancouver Island 🇨🇦

 >>HIER<< kommt ihr zum gesammelten Reisebericht "Von Kanada 🍁 bis Asien 🎋". 

 

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Hello & Ahoi, liebe Leute! ⛵

Ganz herzlichen Dank, dass ihr uns vor kurzem virtuell auf Bärenpfaden und Gartenträumen 🐻🌿 begleitet habt! 

Heute dürfen die Bären Pause machen 😎. Dafür erwarten euch einige andere tierische Begegnungen - sowie Meresluft, Kunst, Geschichte und schließlich ein Abschied von einer Insel, die uns sehr ans Herz 💚 gewachsen ist. Als erstes war aber Hafenstimmung dran! 

 

🚤🏴‍☠️⛵💦🛁💙🛁💦⛵🏴‍☠️🚤

 

26.-28. September - Nanaimo

2 weitere Übernachtungen bei der netten Darlene im Island View B&B Nanaimo 

Ihr erinnert euch vielleicht: Schon während unseres ersten Nanaimo-Aufenthaltes dieser Reise wollten wir Nanaimos berühmten Hafen kennenlernen. (Wir kannten ihn immerhin von den Videos, die wir im Fitnesscenter beim Indoor-Radfahren sehen 😊.) Doch wegen einer zeitraubenden Baustelle hatten wir dieses Unternehmen verschoben. 

 

 

26. September - Hafenimpressionen 

Arbeits- und Yachthafen von Nanaimo 🚤

Diesmal kamen wir gut durch - allerdings landeten wir nicht gleich an der bekannten Uferpromenade. Dank des etwas eigenwilligen Navigationssystems unseres Mietwagens verschlug es uns zunächst in einen Teil des Hafens, der deutlich weniger "geschniegelt" daherkam. Zwischen Booten, Stegen, Werkstätten und Hafengebäuden entdeckten wir einen Ort, an dem nicht nur flaniert, sondern auch gearbeitet wird. Gerade das gefiel uns. 

Ich finde, die blauen Bootsschuppen verliehen diesem eher funktionalen Teil des Hafens direkt nordisches Flair: 
 

 

Nanaimo Harbour 

 
Zu guter Letzt fanden wir jenen Hafenteil, nach dem wir gesucht hatten, aber doch noch. Und wir fanden dort auch einen Laden, in dem wir eine der berühmtesten Leckereien Kanadas kaufen konnten: die schokoladigen Nanaimo Bars! Ich werde darauf später noch zu sprechen kommen bzw. Rezepte zum Selbermachen anbieten.
 

  

 
Mögt ihr Hafenpromenaden auch so gern wie ich? Auf den Holzstegen von Nanaimo sind wir virtuell schon mehrmals herumgeradelt. Den besten Blick darauf hat man von dem Aussichtsturm in Schiffsform, den ihr in der oberen Collage sehen könnt.
 

 

 
Und auch diesen "Piraten" kenne ich von den virtuellen Radtouren im Fitnessstudio 🏴‍☠️😊. Ob ihr es glaubt oder nicht, die Statue zeigt einen ehemaligen Bürgermeister von Nanaimo! Sein Name war Frank Ney (1918-1992), doch vielen ist der humorvolle Mann bis heute als "Black Frank" in Erinnerung geblieben. Bei öffentlichen Auftritten erschien er oft im Piratenkostüm und machte damit Werbung für seine Stadt. 
 
Er war offenbar genau die Art von Lokalpolitiker, die einer Stadt ein unverwechselbares Gesicht geben, und er scheint seine Sache gut gemacht zu haben. Immerhin war Frank Ney 21 Jahre lang Bürgermeister von Nanaimo. Unter anderem sorgte er dafür, dass die Bordsteinkanten in der Innenstadt von Nanaimo abgeschrägt wurden, nachdem er einen Tag als Rollstuhlfahrer verbracht hatte, um sich besser in deren Situation versetzen zu können.
 
Er  bestand auch darauf, dass seine Statue nicht aufs Meer blickt, sondern zur Stadt hin. Der Bildhauer erklärte später, das solle zeigen, dass Frank Ney "Nanaimo niemals den Rücken kehren würde" 🏴‍☠️❤️. Gewiss wird auch er den einen oder anderen Fehler gehabt haben, wie jeder Mensch, aber gerade das "Menscheln" macht öffentliche Personen doch umso sympathischer. Je mehr ich über Ney gelesen habe, desto eher dachte ich, dass die Welt mehr solche Politiker wie ihn brauchen könnte. Jetzt mehr denn je!  
 

 


Das hübsche Gebäude oben links ist das Lighthouse Bistro & Pub. Und unten seht ihr das beeindruckende Mural an einer der Seitenmauern der Vancouver Island Regional Library. Die Wandmalerei trägt den Titel “The Bookshelf” und wurde 2023 von den Künstlerinnen Lauren Semple und Lys Glassford geschaffen. Mehr darüber könnt ihr in DIESEM Artikel erfahren. Der musikalische Bezug des Wandbildes wird auf dem Gehweg davor durch ein Pflasterstein-Mosaik aufgegriffen, das die Tastatur eines Klaviers darstellt.
 

 

Hier einige weitere Murals, die wir in Nanaimo entdeckt haben:
 

 

🚤🏴‍☠️⛵💦🛁💙🛁💦⛵🏴‍☠️🚤

27. September 

Der Tag begann mit einem der wunderbaren Frühstücke, die Darlene für uns zubereitete. Habe ich schon erwähnt, dass sie ein Goldstück und eine der entzückendsten B&B-Gastgeberinnen ever ist? 

Sie ist außerdem eine Tierfreundin - denn nicht nur wir durften uns über einen gut gefüllten Magen freuen: Seht nur, welch niedlicher Besucher auf Darlenes Terrasse kam 🐿️ und sich dort den Bauch vollschlug:
 


An diesem Tag wollten wir kein allzu anstrengendes Programm machen, da Edi sich leider nicht allzu wohl fühlte. (Wie sich kurze Zeit später herausstellen sollte, war das mal wieder der Beginn einer Verkühlung, die sich zur Bronchitis auswuchs 🤒🤧, wie sie ihm schon 2024 in Neuseeland zu schaffen gemacht hatte. Und natürlich "gelang" es meinem lieben Mann - wie so oft - mich zumindest ein bisschen anzustecken. Sprich: Ich bekam in der Folge Halsschmerzen, Husten und Schnupfen, aber zum Glück nicht so heftig wie er...)

 

Nanaimo Museum 

Wir hatten gehört, dass ein Besuch in diesem Museum lohnend sei, und das schien uns in Anbetracht der Tatsachen genau das Richtige zu sein.

Und wirklich gefiel uns die Ausstellung über Nanaimo richtig gut und wir konnten hier noch einiges über die Besonderheiten der Stadt lernen. 




Auf einem Schild am Beginn der Ausstellung ist zu lesen, durch welche Hochs und Tiefs Nanaimo im Lauf der Zeit gegangen ist. Der Nachsatz besagt für mich einiges: "Through it all we always look after one another." (Was in der deutschen Übersetzung ungefähr so viel heißt wie: "Dabei kümmern wir uns stets umeinander.")
 
Der Zusammenhalt der Menschen in Nanaimo scheint ebenso mit den indigenen Ureinwohnern in dieser Region stark zu sein. Vielleicht hat auch das mit dem charismatischen Bürgermeister Frank Ney zu tun? Immerhin war er Ehrenhäuptling der First Nations in Nanaimo, und das heißt für mich, dass er auch diese Menschen nicht vergessen hat und seine Arbeit von ihnen anerkannt wurde.
 



Und noch einmal kommt "Black Frank" ins Spiel: 1967 half er nämlich dabei, das legendären Loyal Nanaimo Bathtub Race ins Leben zu rufen, das Nanaimo weit über Kanada hinaus bekannt machte. Auf dieses weiterhin jährlich stattfindende Badewannenrennen  ist man in der Stadt sehr stolz.



 
Der folgende Schaukasten zeigt einen anderen Stolz der Stadt: Es geht dabei um den bereits weiter oben vorgestellten (und verkosteten 😋) Nanaimo Bar. In einer Leserumfrage der National Post wurde diese süße Sünde zu „Canada's Favourite Confection“ gewählt.
 
Für alle, die es mal selbst ausprobieren wollen, diesen schokoladigen Riegel herzustellen, habe ich vier Rezepte aus dem Internet herausgesucht: DIESES und DIESES in englischer Sprache - DIESES und DIESES in Deutsch. 
 

 

Besonders spannend fanden wir die Aufforderung, uns eine Laterne zu schnappen und durch das "Kohlebergwerk" zu gehen. Denn die Geschichte von Nanaimo ist untrennbar mit dem Kohlebergbau verbunden, der die Stadt im 19. und frühen 20. Jahrhundert wirtschaftlich formte und groß machte. Die nachgebaute Mine führt die Besucher durch den harten Alltag der damaligen Bergleute.




Durch den Kohlebergbau wurde nicht nur der wirtschaftliche Aufstieg der Stadt und der Eisenbahnbau gefördert und die Flotte der britischen Royal Navy versorgt - "ganz nebenbei" wurden auch die fossilen Fußabdrücke von Dinosauriern entdeckt: 
 



Wir trieben uns eine ganze Weile im Nanimo Museum herum und fanden es wirklich spannend. Unsere Gehirne waren auf unterhaltsame Weise mit neuen Informationen gefüttert worden. 
 
Als nächstes ging es darum, unseren Körpern zunächst Heilsames und dann Nahrhaftes zuzuführen. Also suchten wir eine Apotheke auf, um All-in-One-Grippemedikamente für Tag und Nacht zu erstehen (denn leider wehrte Edi sich diesmal vehement dagegen, zum Arzt zu gehen und sich Antibiotika verschreiben zu lassen). Und nachdem wir uns im B&B ein wenig ausgeruht hatten, machten wir uns wieder auf den Fußmarsch zu The Pipers, um uns dort ein Abendessen zu gönnen. Wie ihr seht, war Edi dort durchaus bei kräftigerem Appetit als ich 😉: Für ihn gab's einen Burger mt Pommes (es geht schließlich nichts über gesunde Ernährung 😂), für mich eine Lobster-Suppe ... und ein Bier (also quasi heiß-kalt für den Hals 😜, denn manchmal hilft eher das eine und und manchmal das andere...) 




Das Wetter in den Canadian Rockies 🏔️

 
Seit einigen Tagen schon beobachteten wir etwas besorgt die Wetterentwicklung in den Kanadischen Rockie Mountains, die unser nächstes Ziel sein sollten. 
 
Unten seht ihr nebeneinander drei Wetterprognosen. Links und mittig geht es um Jasper und Banff - und ... nunja, das gefiel uns nicht besonders. Wir waren natürlich darauf eingestellt gewesen, dass es in den Bergen kühler sein würde als auf Vancouver Island ... außerdem stand der Oktober kurz bevor. Aber Tageshöchsttemperaturen von teilweise weniger als 10 Grad Celsius und dazu recht häufig Regen - das sah nicht gerade verlockend aus - schon gar nicht, wenn man kränkelt. 
 
Der Vergleichswert auf der rechten Seite bezog sich auf jene Gegend, die wir uns schon im Vorfeld als mögliche Alternative zu den Rockies überlegt hatten. (Ich werde euch demnächst erzählen, um welche Region es sich handelt.) Hier besagten die Prognosen deutlich wärmere Temperaturen. Doch noch wollten wir keine fixe Entscheidung treffen...  

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28. September 

Und wieder gab es ein köstliches "Darlene-Frühstück. Bei der Gelegenheit erfuhren wir von zwei anderen Gästen, dass wir großes Glück gehabt hatten, nicht erst am vorigen Tag von der Westküste der Insel in Richtung Nanaimo gefahren zu sein. Denn ein tragischer Unfall auf dem Highway 4 hatte dort am 27. September für etwa fünf Stunden den Verkehr komplett zum Erliegen gebracht! 

Was war passiert? Ein in Richtung Nanaimo fahrender Honda Civic geriet in einer Kurvenpassage außer Kontrolle und krachte in einen entgegenkommenden Chevrolet Impala. Der Honda Civic fing sofort Feuer, und der Fahrer - ein 20jähriger Bassist, der nach Sooke unterwegs war, um dort zu seinen Traum als professioneller Musiker zu verfolgen - verstarb noch an der Unfallstelle. Der Fahrer des Impala – ein 70-jähriger Mann aus Alberta – musste schwer verletzt mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus geflogen werden. 

Da es auf diesem Abschnitt keine offizielle Ausweichroute gibt, saßen Autofahrer teils stundenlang in kilometerlangen Staus fest oder mussten komplett umdrehen und ihre Pläne ändern.

 

In Richtung Fähre

Bei unserem Abschied von der Insel hingegen lief alles perfekt nach Plan - und es gab sogar noch eine entzückende Sichtung: Denn am Straßenrand weideten zwei junge Columbia-Schwarzwedelhirsche (Odocoileus hemionus columbianus - die zur Untergruppe der Maultierhirsche gehören).

 

KI-bearbeitete Fotos der Schwarzwedelhirsche
 
 
Was die Fotos der beiden jungen Hirsche betrifft, muss ich euch allerdings ein Geständnis machen - bzw. euch zugleich einen Bearbeitungstipp geben: Die Bilder waren nämlich während der Fahrt aus dem Auto heraus geschossen und ziemlich unscharf. Aber mit Hilfe von ChatGPT wurden daraus durchaus herzeigenswerte Aufnahmen. (Im Postscriptum werde ich euch die Originale zeigen und noch etwas dazu erzählen.)
 

🚤🏴‍☠️⛵💦🛁💙🛁💦⛵🏴‍☠️🚤

 
Diesmal kamen wir beim Fährhafen so an, dass unser Miet-Mercedes tatsächlich "erste Reihe fußfrei" stand. Dafür hatten wir noch einiges an Wartezeit herumzubringen.



 
Teilweise nützten wir die Zeit, um uns noch ein wenig im Hafen-Souvenirshop  umzusehen. Gekauft haben wir dort nichts, aber zumindest diese beiden Geschirrtücher mit witzigen Cartoons über Vancouver Island und Kanada fotografiert. Fotos sind für uns ohnehin die besten Reisesouvenirs.
 


Ja, und dann war es auch schon so weit - die Fähre legte ab... und wir verließen Vancouver Island, das für uns defitiv den Status einer Trauminsel erreicht hat 🤗🏝️.
 
Ein etwas wehmütiger Blick zurück

 

In meinem nächsten Reiseberichts-Kapitel werde ich euch erzählen, wohin es uns als nächstes verschlug - und wie es mit unserer Gesundheit weiterging. Doch vermutlich werde ich euch zwischendurch auch (zumindest übersichtsweise) erzählen, wie sich unser Frühling und Sommer 2026 entwickelt hat. Ich hoffe also, wir sehen bzw. lesen einander bald wieder!

 

Alles Liebe 💋 &
herzliche Rostrosen-Grüße,

T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: 

 

PS:

Hier kommen nun die versprochenen unbearbeiteten Original-Aufnahmen der Schwarzwedelhirsche. Wie gesagt waren sie - da ich die Fotos rasch aus dem fahrenden Auto geknipst habe - ziemlich verschwommen und ich bedauerte, dass sie wohl unbrauchbar für den Reisebericht und das Urlaubs-Fotobuch sein würden.


 

Doch dann bekamen wir einen Tipp von meiner Freundin Brigitte: Sie erzählte uns, dass sie verwackelte Aufnahmen mittlerweile von der KI bearbeiten lassen würde. Die Befehle "schärfe das Hauptmotiv und wende für den Hintergrund Weichzeichner an" würden genügen, um gestochen scharfe Bilder zu erhalten. Mein erster Versuch schlug zwar fehl, weil ChatGPT nicht mein Bild bearbeitet, sondern stattdessen ein ähnliches "Archivbild" eingefügt hatte, doch nach meiner Klarstellung, dass ich das nicht wünsche, wurden meine Fotos auf sehr zufriedenstellende Art und Weise verbessert - siehe oben.

Wie bei fast jeder technischen Neuerung gibt es allerdings auch bei der KI-gestützten Bildbearbeitung eine Kehrseite:

Beim Schärfen oder "Verbessern" von Fotos kann die Software nämlich Bilddetails ergänzen oder verändern, die ursprünglich gar nicht vorhanden waren. Gerade in der Naturfotografie kann das problematisch werden. Fachleute warnen inzwischen davor, dass auf Plattformen zur Dokumentation von Tierbeobachtungen immer häufiger KI-bearbeitete Bilder auftauchen und dadurch wissenschaftliche Daten verfälscht werden. (Klick zu Artikel KI Bilder gefährden Vogelforschung.)

Deshalb werde ich solche Bearbeitungen künftig immer kennzeichnen - so wie in diesem Reisebericht. Für Erinnerungsfotos oder Fotobücher finde ich diese Technik durchaus hilfreich. Für wissenschaftliche Dokumentationen sollte jedoch ausschließlich das unveränderte Original verwendet werden. 

🚤🏴‍☠️⛵💦🛁💙🛁💦⛵🏴‍☠️🚤




Donnerstag, 16. Juli 2026

Reisebericht 2025 – 🐻🌿 Zwischen Bärenpfaden und Gartenträumen 🇨🇦

 >>HIER<< kommt ihr zum gesammelten Reisebericht "Von Kanada 🍁 bis Asien 🎋". 

 

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Hello, ihr Lieben - diesmal sind die Bären schwarz! 🐻🐻

 
🌊🏡🌲🐟🐻🍁🐻🐟🌲🏡🌊

 
Ja, tatsächlich! Wir haben es nochmals getan! Die Grizzlybären-Beobachtungstour, über die ich euch in meinem vorigen Blogbeitrag erzählt habe, war ein derartig tolles Erlebnis für uns, dass wir beschlossen, einem Tipp von Vera, unserer Zimmerwirtin aus Courtenay, zu folgen. Sie hatte uns nämlich erzählt, dass es in der Gegend von Campbell River einen Ort gab, an dem zur Zeit der Lachswanderung die Chancen sehr gut standen, Schwarzbären in Aktion zu erleben 🐻🐟. 
 
Doch nicht nur Bären lockten uns an diesem Tag. Das Umland von Campbell River hatte noch einiges zu bieten: wunderschöne Wasserfälle, Seen und Wälder. Und auch Freunde malerischer Landhäuser im englischen Stil sowie besonderer Schaugärten werden heute auf ihre Kosten kommen. 
 
 
 
Von Campbell River nach Nanaimo 😊

 

25. September - Auf Bärensuche am Quinsam River

Der Quinsam River ist ein kleiner Fluss, der im Quinsam Lake entspringt und in den Campbell River mündet. Wegen seines Reichtums an Lachsen und Forellen ist er bei Anglern sehr beliebt - denn dank eines erfolgreichen Fischzuchtprogramms stehen die Chancen auf einen Fang recht gut. Und das hat sich offenbar auch bei den Schwarzbären der Region herumgesprochen.
 
Also schnüffelte ich an meinen Bärensocken 🧦🐻, die schließlich maßgeblich am Bärensichtungserfolg des vorangegangenen Tages beteiligt gewesen waren. Nachdem sie die Geruchsprobe überstanden hatten, sprach nichts mehr dagegen, sie anzuziehen und einem neuen Bärenabenteuer entgegenzueilen 😄.  
 
  
 
 

Wie uns Vera empfohlen hatte, folgten wir einem Schild in Richtung Quinsam River Hatchery, parkten dort unseren Wagen und machten uns anschließend auf den Weg. Einige Wanderer waren bereits unterwegs, und wir fragten sie, ob sie Bären gesehen hätten. Ein junger Mann bestätigte, dass er im Fluss einen jagenden Schwarzbären entdeckt hatte. Wenn wir den linken Wanderweg nähmen, könnten wir ihn vielleicht noch antreffen.

Zunächst begegneten uns allerdings nur menschliche Fischer, mehrere Möwen und ein Kanadareiher
 

 

 
Ich muss zugeben, es war ein etwas seltsames Gefühl, auf den teilweise recht einsamen Pfaden unterwegs zu sein und zu wissen, dass hier nicht nur wir, sondern auch Bären umherstreiften - vielleicht sogar ganz in unserer Nähe. Ängstlich fühlten wir uns trotzdem nicht, eher aufmerksam und mit dem nötigen Respekt vor den wilden Bewohnern dieser Landschaft. 
 

 
Auf dem Parkplatz war mir ein Auto mit der Aufschrift "Have the Day you deserve" aufgefallen. Diesen Spruch mochte ich auf Anhieb. Schließlich kann man damit jedem Menschen genau den Tag wünschen, den er oder sie verdient - und das lässt durchaus Interpretationsspielraum 😉.

Edi und ich schienen jedenfalls einen spannenden Tag verdient zu haben. Unser Wunsch nach einer Bärensichtung erfüllte sich nämlich nicht sofort. Trotzdem blieb ich optimistisch - schließlich trug ich meine bewährten Bärensocken 🧦🐻.

Nachdem wir noch einen weiteren Wanderweg ohne Erfolg ausprobiert hatten, gelangten wir schließlich zur Quinsam River Hatchery. Und dort hatte sich bereits ein kleines Grüppchen von Besuchern versammelt, das aufmerksam in dieselbe Richtung blickte. Ein vielversprechendes Zeichen! Tatsächlich konnten wir kurz darauf diesen prächtigen Schwarzbären beobachten und fotografieren 🐻📷: 
 
 
 
 
 

👉 Die Vancouver-Island-Schwarzbären (Ursus americanus vancouveri):

Falls euch dieser Bär besonders groß vorkommt, liegt ihr damit ganz richtig. Die Schwarzbären von Vancouver Island gehören nämlich zu einer eigenen Unterart und gelten als besonders kräftig gebaut. Ausgewachsene Männchen können hier bis zu 300 Kilogramm erreichen!

Auch ihr Gebiss ist beeindruckend. Anders als man vielleicht vermuten würde, stehen nämlich nicht nur Lachse auf ihrem Speiseplan. An den Küsten knacken sie bei Ebbe auch Muscheln, Krebse und andere Schalentiere.

Außerdem handelt es sich bei dieser Unterart praktisch durchgehend um echte "Black Bears". Während auf dem Festland auch zimtfarbene oder blonde Schwarzbären vorkommen und an der Nordküste British Columbias sogar die berühmten weißen Kermodebären ("Geisterbären") leben, sind die Schwarzbären auf Vancouver Island fast immer tiefschwarz. 
 

 

 
Dieser "Bursche" (zumindest vermuten wir aufgrund seiner Größe, dass es ein Männchen war) schien sich für die Lachsjagd nur mäßig zu begeistern. Vielleicht hatte er kurz zuvor bereits erfolgreich gefrühstückt und war nun eher mit Verdauen als mit Fischen beschäftigt. Nach einer Weile schenkte er uns jedenfalls ein ausgiebiges Gähnen und trottete gemächlich davon:

 


Der nächste Schwarzbär war da schon deutlich engagierter. Er hatte offenbar beschlossen, den wartenden Möwen vorzuführen, wie professioneller Lachsfang funktioniert. 
 
Fisch um Fisch zog er aus dem Wasser und ließ sich seine Beute schmecken. Kein Wunder also, dass sich am Fischwehr rasch eine kleine Zuschauerschar versammelte:

 
Und hier könnt ihr den Meisterfischer bei der Arbeit beobachten: 🐻🐟😄
 
  
 
 
Was für eine Show - wir waren begeistert!
 

🌊🐻🌲🐟🐻🐟🌲🐻🌊
 

Strathcona Provincial Park 

Nach dieser großartigen Bärenbeobachtung auf eigene Faust wollten wir noch ein wenig mehr von der Gegend kennenlernen. Rund um Campbell River gibt es zahlreiche Seen, Wasserfälle und Wanderwege im Strathcona Provincial Park. Einige davon standen an diesem Tag auf unserem Programm.

 

Upper Campbell Lake

Hier machten wir nur einen kurzen Fotostopp, weil der See so wundervoll friedlich vor uns lag: 

 

 

Lupin Falls Trail

 
Wie so oft hatte ich absolut rationale Gründe, weshalb ich den Lupin Falls Trail auf meine "Liste der Möglichkeiten" gesetzt hatte: Professor Lupin ist eine Figur in den Harry Potter Büchern, die Edi und ich mehrfach und sogar in zwei Sprachen gelesen haben. Da wollten wir natürlich wissen, welcher Wasserfall nach dieser Romanfigur benannt worden ist 😄😉.
 
 

Der Lupin Falls Trail ist nur etwa einen Kilometer lang, führt aber durch eine reizvolle Landschaft - und der Wasserfall ist ebenfalls hübsch (wenn er auch um diese Jahreszeit nicht allzu viel Wasser führt).

Buttle Lake

Diese traumhafte Aussicht erwartete uns am Ende der Wanderung:



Myra Falls

 
Unsere nächste Wanderung führte uns zu weiteren Wasserfällen. Und auch hier spielte bei meiner Auswahl nicht nur die Landschaft eine Rolle, sondern außerdem eine Namensähnlichkeit. Denn in meiner Heimat Niederösterreich gibt es ebenfalls die berühmten Myrafälle.
 

 
 
Der gemeinsame Name ist allerdings reiner Zufall. Die Wasserfälle im Strathcona Provincial Park wurden 1910 nach Myra Ellison (einer kanadischen Ministerstochter) benannt, während sich der Name der niederösterreichischen Myrafälle (laut Internet) vermutlich von einer alten lokalen Sage ableitet.
 

 
Doch was auch immer der Grund für die Namensgleichheit ist - ich bin froh, dass sie uns den Weg zu dieser spektakulären Wasserfalllandschaft gewiesen hat!
 

 

25.-26. September - eine weitere Nacht in Campbell River 

In der Collage unten seht ihr unser zweites Quartier in Campbell River - das Heron's Landing Hotel, wo wir ein riesiges Selbstversorger-Apartment bezogen.

Unsere Ausflüge hatten nämlich eine zusätzliche Übernachtung in der Region nötig gemacht. Da unsere bisherige Unterkunft - das Comfort Inn & Suites - deutlich teurer gewesen wäre, wechselten wir für diese Nacht ins Heron's Landing. Die Lage war zwar weniger zentral, dafür bot uns das Apartment mehr Platz und kostete nur etwa die Hälfte.

Zu diesem Zeitpunkt befanden wir uns ohnehin schon in der "Verlängerung". Für den gesamten restlichen Kanada-Aufenthalt hatten wir keine Unterkünfte mehr vorgebucht und nur noch einige Ideen im Kopf, was wir vielleicht noch unternehmen wollten.

Dass wir uns diese Freiheit gelassen hatten, sollte sich schon bald als sehr gute Entscheidung erweisen ...



Unsere Mägen knurrten inzwischen bereits hörbar. Zwar verfügte unser Apartment über einen Herd, doch wir hatten nichts eingekauft, das wir darauf hätten zubereiten können. Das Restaurant gleich neben dem Hotel öffnete allerdings erst in etwa einer halben Stunde. Also nutzten wir die Wartezeit für einen kleinen Spaziergang am Strand:



Um 16 Uhr sperrte das Fifty Parallel Tap & Grill endlich auf - und wir kehrten mit ordentlichem Appetit ein. Edi gönnte sich ein Glas Rotwein, ich ein Bier, und gemeinsam teilten wir uns eine Portion Spareribs mit Kartoffelpüree und Gemüse. 
Herrlich! 😋🍺🍷🍖

Danach ließen wir diesen erlebnisreichen Tag ganz gemütlich in unserem Apartment vor dem Fernseher ausklingen.



26. September - von Campbell River nach Nanaimo

Ab diesem Tag entschieden wir mehr oder weniger spontan, wie unsere Reise weitergehen sollte. Immerhin hatten wir von Darlene, der entzückenden Gastgeberin des Island View B&B in Nanaimo, die Zusage erhalten, noch zwei weitere Nächte bei ihr verbringen zu können. Damit stand zumindest unser Tagesziel fest.

Bevor wir uns jedoch auf den Weg nach Nanaimo machten, wollten wir noch einen Zwischenstopp an einem weiteren Ort einlegen, der ebenfalls auf meiner Liste stand: 



Qualicum Beach

 
Qualicum Beach liegt malerisch zwischen dem Mount Arrowsmith und der Salish Sea und zählt zu den beliebtesten Urlaubsorten an der Ostküste Vancouver Islands. Entlang der Küste reihen sich Ferienhäuser, gepflegte Gärten und hübsche Wohnhäuser aneinander. Gleichzeitig scheint der Ort auch bei Ruheständlern sehr beliebt zu sein: Mit einem Medianalter von 67,5 Jahren galt Qualicum Beach im Jahr 2021 sogar als die "älteste" Gemeinde Kanadas. Da würden Edi und ich ja direkt gut hineinpassen 😅. 

Auch einige historische Gebäude gibt es hier zu entdecken. Eines davon seht ihr in der unteren Collage: das ehemalige Schulhaus aus dem Jahr 1912, das später in ein Kunstzentrum umgewandelt wurde.

Unser eigentliches Ziel an diesem Tag war allerdings ein anderer Ort mit Geschichte ...


🌊🏡🌲🐟🍁🐟🌲🏡🌊
 
 

Milner Gardens & Woodland in Qualicum Beach

Die Milner Gardens & Woodland umfassen ein rund 70 Hektar großes Anwesen, das einst Ray und Veronica Milner gehörte. Veronica, die aus einer britisch-irischen Adelsfamilie stammte, schuf hier gemeinsam mit ihrem Mann einen Garten, der die Schönheit der natürlichen Waldlandschaft mit liebevoll gestalteten Gartenbereichen verbindet. Ihr Herzensprojekt wurde schließlich zu einem der schönsten Schaugärten Vancouver Islands.

Kein Wunder also, dass auch Mitglieder der britischen Königsfamilie gerne hier zu Gast waren, darunter Prinz Charles und Prinzessin Diana sowie später Königin Elizabeth II. und Prinz Philip.
 

 

 
Die Vancouver Island University erwarb das Anwesen 1996 und machte die ehemals privaten Gärten später der Öffentlichkeit zugänglich. Heute wachsen hier alte Douglasien und Zedern ebenso wie seltene Rhododendren und zahlreiche andere Pflanzenarten.
 


 
Schon die Begrüßung am Eingang war ausgesprochen herzlich. Die Dame an der Kassa erkundigte sich, woher wir kamen, freute sich, dass wir von so weit her angereist waren, um die Milner Gardens zu sehen und gab uns gleich einige Empfehlungen mit auf den Weg. 
 
Besonders ans Herz legte sie uns bestimmte Pfade durch die Anlage - und natürlich einen Besuch des historischen Milner House samt einer Tasse Tee. 
  
 
 
 
 
Bei unserem Spaziergang durch die Gärten zeigte sich rasch, wie vielfältig dieses Anwesen ist. Manche Bereiche wirken wie klassische englische Landhausgärten mit Hortensien, Seerosen und üppigen Blumenbeeten. Andere wiederum präsentieren sich beinahe wie ursprünglicher Küstenwald mit mächtigen alten Bäumen, Farnen, moosbewachsenen Stämmen und kleinen Bächen. 
 
 
 
 
 
Die beschilderten Natur- und Lehrpfade sind interessant gestaltet. Dort erfuhren wir unter anderem, welche wichtige Rolle umgestürzte Bäume im Wald spielen. Was zunächst wie Zerstörung wirkt, schafft oft Platz und Licht für neue Pflanzen, die zuvor im Schatten kaum eine Chance hatten. Egal ob "tot oder lebendig", für Spechte, Insekten und viele andere Waldbewohner sind Bäume unverzichtbar.
 

 
Außerdem lernten wir, welche Pflanzen besonders gut mit trockenen Standorten zurechtkommen und welche feuchte Waldgebiete bevorzugen.
 

 
 
Nachdem wir eine Weile durch den Park gewandert waren, entdeckten wir zwischen herbstlich gefärbten Ahornbäumen und anderen prächtigen Ziergehölzen schließlich das Milner House - ein schmuckes Landhaus, vor dem sich eine großzügige, ausgesprochen britisch wirkende Rasenfläche ausbreitete.
 

 

Von hier aus bietet sich normalerweise ein weiter Blick über die Salish Sea. An unserem Besuchstag hielten sich die Berge am Horizont allerdings hinter Wolken und Nebelschleiern verborgen. Auch die Meeresbewohner, die man laut einer Informationstafel von dieser Stelle aus mit etwas Glück beobachten kann, beschlossen offenbar, sich an diesem Tag nicht blicken zu lassen.

 


Im Haus wurden wir von zwei älteren Damen ebenso herzlich empfangen wie zuvor von der Mitarbeiterin an der Kassa. Vermutlich engagieren sich all diese netten Ladies ehrenamtlich für die Milner Gardens - jedenfalls wirkten sie so, als würden sie mit echter Begeisterung dazu beitragen, dass dieser besondere Ort lebendig bleibt 🏡. Eine von ihnen fragte uns freundlich, ob wir zunächst das Haus besichtigen oder lieber gleich einen Tee genießen wollten.
 
 
 
 
Wir antworteten, dass wir gern beides möchten, und bekamen den Rat, zuerst einen Rundgang durch das Haus zu machen. Das erwies sich als ausgezeichnete Empfehlung. Die Räume waren mit viel Geschmack eingerichtet und strahlten jene gemütliche, beinahe zeitlose Eleganz aus, die man unwillkürlich als „very British“ bezeichnet. 
 
Zwischen Büchern, Gemälden, Fotografien, stilvollen Möbeln und allerlei liebevoll ausgewählten Details entstand ein lebendiger Eindruck von den Menschen, die hier einst zuhause waren. Und natürlich durften auch Erinnerungen an die königliche Familie nicht fehlen.



Anschließend nahmen wir im Camellia Tea Room Platz und bestellten einen Veronica's Garden Kräutertee ☕. Da das Frühstück in unserem Hotel eher bescheiden ausgefallen war, durfte auch eine Kleinigkeit zu essen nicht fehlen. Unsere Wahl fiel auf eine köstliche Salish Sea Chowder - und wir können rückblickend bestätigen, dass beides hervorragend schmeckte.

Als wir den Damen später erzählten, wie gut uns Haus, Garten und das Teezimmer gefallen hatten, schienen sie sich ehrlich mit uns zu freuen. Es war eine dieser Begegnungen, die einen Ort noch etwas angenehmer machen, als er ohnehin schon ist 😊.



 
Es war wirklich gut gewesen, dass wir das Haus vor dem Tee besichtigt hatten, denn wegen der Vorbereitungen für eine Hochzeitsfeier wurden in der folgenden halben Stunde einige Räume abgesperrt. Außerdem bat man uns, das Cottage durch den hinteren Ausgang zu verlassen - und darüber bin ich ebenfalls froh. Sonst hätten wir diesen hübschen Anblick vielleicht versäumt: 



 
Auf einem der Wege, die wir bisher noch nicht erkundet hatten, spazierten wir zurück zum Parkplatz und freuten uns einmal mehr darüber, diesen herzerfrischenden Ausflug unternommen zu haben. 
 
🌊🏡🌲🐟🍁🐟🌲🏡🌊 
 
Danach ging es weiter nach Nanaimo - doch davon erzähle ich euch erst im nächsten Kapitel. Eine Sache möchte ich euch heute allerdings noch zeigen, denn ich bin euch bisher die obligatorische Wandmalerei für Samis Monday Mural schuldig geblieben. Und weil sich die Meeresbewohner bei unserem Blick über die Salish Sea leider nicht blicken ließen, passt dieses kunstvolle Gemälde doch ganz hervorragend: 

 
Maritimes Mural von Jeff King in Nanaimo

 
Es stammt einmal mehr von Jeff King, von dem ich euch bereits in DIESEM Blogbeitrag zwei Werke gezeigt habe. Laut Inschrift entstand das Mural im Jahr 1997 und wurde jenem Mann gewidmet, der dem Künstler die größte Inspiration seines Lebens schenkte: dem berühmten Meeresforscher Jacques-Yves Cousteau (1910-1997).
 

 

 

Nun möchte ich mich bei euch noch herzlich für all die lieben Kommentare zu meinem vorigen Blogbeitrag bedanken. Ich hoffe, ihr hattet auch heute wieder Freude daran, uns auf Vancouver Island zu begleiten.

Mit den Bärensocken waren wir jedenfalls sehr zufrieden: Nach den Grizzlys des letzten Kapitels haben sie diesmal auch noch Schwarzbären geliefert 🐻🧦 - nun konnte ich sie beruhigt in den Schmutzwäschesack geben 😉.

Vielen Dank fürs Mitreisen und bis bald, wenn wir unsere Fahrt nach Nanaimo fortsetzen!

  

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Alles Liebe 💋!

T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: