Samstag, 7. Februar 2026

Reisebericht 2025 – Vancouver, Teil 1 🇨🇦

  

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>>HIER<< kommt ihr zum gesammelten Reisebericht "Von Kanada 🍁 bis Asien 🎋".  


 Hello from beautiful British Columbia!

 

Danke, ihr Lieben, dass ihr Herrn Rostrose und mich virtuell durch unsere Woche in Ontario begleitet und mir so viele nette Kommentare zu meinem Post über drei Parks am Ontariosee geschickt habt!

Für den zweiten Teil unserer Reise haben wir uns deutlich mehr Zeit genommen: Insgesamt trieben wir uns von 10. September bis 8. Oktober 2025 in British Columbia herum. Start- und Endpunkt war dabei der Flughafen Vancouver (YVR). 

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Dort kamen wir um ca. 11 Uhr an, aber bis wir dann unser Gepäck erhalten und unseren Mietwagen übernommen hatten und in unserem Hotel einlangten, war es schätzungsweise halb drei.

10.-15. September 2025 - Vancouver (British Columbia)

Unser Zimmer war noch nicht bereit, als wir bei der Rezeption vorsprachen, also wurde unser Gepäck in einer Kammer im Hotel aufbewahrt und wir begaben uns auf die Suche nach etwas Essbarem. (Denn das Frühstück im Best Western Hotel in Toronto war nicht gerade üppig gewesen und bei Air Canada hatten wir nur einen Snack erhalten - die sind offenbar auch auf Sparkurs.) 
 
Wir mussten nicht weit gehen: Als wir uns dem Speakeasy On Granville näherten, schlug uns vertraute Musik entgegen: In-A-Gadda-Da-Vida der Gruppe Iron Butterfly! Es handelt sich dabei um ein 17-minütiges, ziemlich schräges Rock-Stück aus dem Jahr 1968, und es findet sich auf unserer "Wohnzimmer-Playlist", die wir üblicherweise hören, wenn wir daheim ausgiebig frühstücken (was seit unserer Pensionierung ziemlich häufig vorkommt 😉). 
Außerhalb unseres Wohnzimmers bekamen wir dieses Stück noch nicht oft zu hören, also waren wir erfreut und verblüfft zugleich.
 
 

 
Wir gingen davon aus, dass ein Pub, in dem es quasi "unsere" Musik spielt, nicht schlecht sein kann 😎, und bestellten je einen Burger mit Pommes und ein Getränk: ein Bier für mich, einen Shiraz für Edi. (Es geht doch nichts über eine g'sunde Mahlzeit 😆😝!) 
Und dann bewegten wir uns eine halbe Ewigkeit nicht aus dem Lokal hinaus, weil wir uns dort so wohlfühlten: Die Kellnerin, spielte tatsächlich quasi unsere Playlist durch (genauer gesagt, vor allem die älteren, rockigen Nummern - wir mixen etwas mehr)! 

Natürlich sprachen wir sie darauf an, denn was verbindet eine junge Frau, die gut und gerne 35 Jahre weniger als wir auf dem Buckel hat, mit Musik aus den 60ern und 70ern? Sie freute sich riesig, dass wir ihre Musik mochten - und erklärte uns, dass zu dieser Zeit einfach die beste Musik entstanden ist. Mit moderner Musik könne sie nichts anfangen.

Als wir einen oder zwei Tage später in das Pub zurückkehrten, war leider ihr Kollege da - und der spielte seine eigene Playlist, die uns längst nicht so gut gefiel 😉... Also blieben wir nur für ein Glas Wein da. Aber dieser eine, spezielle Nachmittag bleibt uns in Erinnerung. 

 
Das Foto rechts stammt aus dem Internet.

Den kurzen Rest des ersten Tages verbrachten wir in unserem Hotelzimmer - um unsere Wäsche zu waschen, um uns geistig auf die nächsten Tage vorzubereiten und um ein bisschen fernzusehen.
 
In der unteren Collage seht ihr unter anderem unser Hotel von außen (samt leider schon recht abgeschabtem Mural) und unser originell eingerichtetes, sehr großes Zimmer: Der Kühlschrank sah aus wie ein Marshall-Verstärker, das Bodenmosaik in der Dusche besagte "No Diving", hinter dem WC gab's eine Wandmalerei mit einem Vogel Strauß, der den Kopf in den Sand steckt, und Teile der Zimmerwand waren Petrolgrün bemalt. 
 
Auch andere Räume des Hotels waren witzig gestaltet, ich werde euch das vielleicht im nächsten Post noch zeigen. Für heute geht's mit unseren Unternehmungen in und um Vancouver weiter, einverstanden?
 

11. September - Stanley Park

Wie ihr auf dem Vancouver-Stadtplan oben sehen könnt, befand sich unser Hotel ganz nah beim Stanley Park, und der war unser erklärtes erstes Ziel

Über die Geschichte des Parks könnt ihr einiges (in deutscher Sprache) erfahren, wenn ihr auf den Link in der Überschrift  klickt - HIER ist noch ein ausführlicherer Beitrag in englischer Sprache. 

An der Karte unten seht ihr, dass der Stanley Park riesig ist - mit seinen rund 405 Hektar sogar größer als der Central Park in New York – etwa halb so groß wie die Altstadt von Venedig (nur ohne Tauben und Gondeln 😉) oder fast doppelt so groß wie ganz Monaco! Ein echtes Stück Wildnis mitten in der Stadt. Edi und ich haben nur einen kleinen Teil davon zu erkunden geschafft.
 
 

Unser Rundgang begann beim Royal Vancouver Yachtclub in Coal Harbour und über der Szenerie lag zunächst noch leichter Morgennebel, der sich aber im Lauf unseres Park-Aufenthaltes komplett verzog. 

 
Die allgegenwärtigen Kanadagänse begaben sich auf einen Morgenspaziergang - mit erfrischender Badepause im Burrard Inlet.
 

Dieser junge Doppelkormoran (Double-crested Cormorant - Phalacrocorax auritus) schien unentschlossen, ob er lieber bei Parkbesuchern auf ein Häppchen hoffen oder geduldig auf einen frischen Fisch warten sollte.

 

Totem Poles

 
Edi war schon vor mehr als dreißig Jahren kurz in Vancouver und hatte damals auch die Totem Poles im Stanley Park besucht. Für ihn war es ein Wiedersehen, für mich ein erstes Kennenlernen – ein Ort also, den wir unbedingt gemeinsam sehen wollten.
 
 
 

Die Totem Poles erzählen von Ahnen, Tieren und Geschichten, die tief in dieser Landschaft verwurzelt sind. Der Stanley Park liegt auf dem traditionellen Land der Coast Salish Peoples – der Squamish, Musqueam und Tsleil-Waututh –, deren Geschichte auch von Verlust und Verdrängung geprägt ist (wie leider so oft, wenn es um indigene Stämme geht...). 

Die heutigen Totempfähle wurden im 20. Jahrhundert aus verschiedenen Regionen der Nordwestküste hierhergebracht – als sichtbares Zeichen kultureller Präsenz und Erinnerung.
 
 
Geschnitzte Figuren und herbstliche Blütenpracht - Vergangenheit, Gegenwart und zugleich ein kraftvolles Weiterblühen...

 
 

Am Brockton Point 🌊🕯️

 
Das Brockton Point Lighthouse ist einer der meistfotografierten Leuchttürme Kanadas, nicht zuletzt wegen der Skyline im Hintergrund, die sich bei uns noch leicht vernebelt zeigte. Der Turm wurde 1914 errichtet und diente bis 2005 als Navigationshilfe für Schiffe auf dem Weg in den Hafen von Vancouver. 
 
Am Seawall trafen wir außerdem auf zwei Möwen, eine erwachsen, eine noch jugendlich - letztere eindeutig offen für kulinarische Verhandlungen 😜.
 
 

 

Lost Lagoon im Stanley Park 🦆🐢

Nachdem wir ein wenig am Seawall und auch im waldigen Inneren des Stanley Parks herumspaziert waren, beschlossen wir, einen Ort zu besuchen, der ebenfalls auf meiner "Wunschliste" stand:

Lost Lagoon war noch vor rund rundert Jahren (bis zum Bau des Stanley Park Causeway) ein Gezeitenmarschland, geprägt von Ebbe und Flut. Der Name entstand aus einem Wort in der Sprache der Squamish, das so viel wie „wird zeitweise trocken“ bedeutet - das Wasser "verschwand" bei Ebbe und ging somit "verloren". 


 
Ein 2 km langer Rundweg führt um die Lagune, und auf diesem erkundeten Edi und ich das Areal. Hier leben zahlreiche Vogelarten sowie einige Schildkrötenarten. (Erstere sahen wir, letztere nicht.)  Die Stanley Park Ecology Society hat rund um die Lagune Nistplätze für Vögel angelegt.
 
 
Baumriesen und Herbstsignale am Weg entlang der Lost Lagoon
 

Algen in der Lost Lagoon

 
Sie sind nicht zu übersehen, und ein Schild weist auch darauf hin, dass man sich der Problematik des Algenwachstums durchaus bewusst ist. Vor dem Bau des Damms verursachten die Gezeiten natürliche Spülprozesse - deren Ausbleiben wirkt sich auf die Wasserqualität aus und der Klimawandel trägt zu einem verfrühten und vermehrten Algenwachstum bei, was in den letzten Jahren zusätzliche Probleme verursacht hat.
 
 

 
Bereits seit 2017 werden Lösungen erforscht, um die Lagune wieder mit Coal Harbour zu verbinden und sie in eine Gezeitenzone umzuwandeln, die Muscheln und andere Meeresarten beherbergen könnte. Diese Arbeit wird in Zusammenarbeit mit den Stämmen der First Nations durchgeführt, die einst auf diesem Land lebten und sich damit nach wie vor verbunden fühlen.
 
Dass diese Zusammenarbeit heute wieder gesucht wird, wirkt wie ein vorsichtiger Schritt der Annäherung – und erinnert zugleich daran, wie wenig sichtbar die Geschichte der Vertreibung jener Menschen ist, die über Jahrtausende dort lebten und deren Beziehung zu diesem Land bis heute besteht. 
 
Eine erneute Verbindung der Lagune mit dem Meer könnte die Wasserqualität verbessern und die Rückkehr weiterer Wildtiere begünstigen. Allerdings wäre dies sehr kostspielig... was vermutlich erklärt, weshalb sich bisher noch nichts getan hat...
 
 
Herr und Frau Brautente (Aix sponsa) ahnen nichts von den langwierigen Versuchen, die Lost Lagoon zu retten. 
 Foto links Mitte: abermaliger (nebelfreier)  Blick zum Yachthafen um die Mittagszeit.
 

Das Wandgemälde der Enkelin - Murals mit indigenem Hintergrund 🎨🪶

Am Anfang des Rundweges entdeckten wir die folgenden drei Wandbilder, die zusammen eine Geschichte erzählen

Es handelt sich dabei um eine Serie mit dem Titel "The Granddaughters Mural". Dem Text auf einem begleitenden Schild ist zu entnehmen, dass die Geschichten und Bilder dieses Werkes sich unmittelbar auf dieses Land und diese Gewässer beziehen. 

Weiter heißt es: In dieser Zeit der Wiederherstellung von Beziehungen und Umwelt wirft das „Enkelinnen-Wandgemälde" wichtige Fragen und einen Dialog über die komplexe Geschichte des Stanley-Park-Gebiets und die vielfältigen Folgen des Kolonialismus auf.  

 

 
Ich konnte im Internet nur wenige Informationen zu diesem Projekt finden; sie stammen überwiegend von dem Begleitschild sowie aus dem HIER  verlinkten Artikel für Interessierte. 
 
Das „Granddaughters Mural“ entstand 2013 auf Initiative der Stanley Park Ecology Society. Die kolumbianisch-kanadische Künstlerin Melanie Schambach entwickelte das Werk gemeinsam mit Künstlerinnen der Squamish, Musqueam und Tsleil-Waututh Nation sowie mit Unterstützung von Ältesten und Jugendlichen.

Dass das mobile Wandgemälde nach seiner Fertigstellung zunächst nur sehr kurz öffentlich gezeigt wurde, empfand die Künstlergruppe als frustrierend. Umso mehr freut es mich, es bei unserem Spaziergang an der Lost Lagoon entdeckt zu haben – eng mit diesem Ort verbunden und von eindrucksvoller Aussagekraft und Ästhetik, die keineswegs versteckt werden sollte.

 

Die Bilder erzählen Geschichten der Naturverbundenheit - "Unsere Mutter Erde ist ein lebendes Wesen - Wenn der Körper zurückkehrt, wo er hingehört, werden die Winde wehen - Wir müssen die Erde respektieren - Es wäre schön gewesen, damals hier zu leben...

Weniger naturverbunden scheinen wohl jene Leute gewesen zu sein, die ihre Getränkedosen auf einer Bank neben der Lagune stehen ließen. (Vielleicht waren die sorgfältig nebeneinander abgestellten Dosen aber auch kein Ausdruck von Gedankenlosigkeit, sondern ein stilles Angebot – denn in British Columbia gibt es Pfand auf Getränkedosen, und es ist nicht unüblich, sie bewusst für andere stehen zu lassen.) 

Nachmittags: Auf Muralsuche

Nach einem wirklich köstlichen Mittagessen beim Inder (Malvani Chicken 😋) machten wir uns auf den Weg in jene Gegend Vancouvers, die meinen Recherchen zufolge eine besonders hohe Dichte an Murals aufweist. 

Um von unserem Hotel dorthin zu gelangen, überquerten wir False Creek  – eine kleine Bucht, die Downtown Vancouver von den südlicheren Stadtteilen wie Mount Pleasant und Fairview trennt:


Die "Kugel" rechts oben besuchten wir zwei Tage später. Der neofuturistische Wohnturm oben Mitte ist das Vancouver House.

The Present is a Gift

 
Wir fanden viele, sehr viele Murals. Nachdem dieses Posting jedoch ohnehin recht umfangreich ist, möchte ich euch heute nur eins der bekanntesten zeigen: 
 
The Present is a Gift von Drew Young und Jay Senetchko zeigt zwei Menschen aus Mount Pleasant: Paisley Nahanee von den Coast-Salish First Nations und Dr. Bob, der hier über sechs Jahrzehnte als Optiker arbeitete. Ein Plädoyer für das Hier und Jetzt – und für die Geschichten eines Viertels.


Mehr Murals folgen – an anderen Tagen...

 
Im historischen Teil von Mount Pleasant gab es auch Gebäude ohne Murals zu entdecken – darunter sogenannte „treasured buildings“, die hier schon seit über 100 Jahren stehen:


 
Auf dem Rückweg zu unserem Hotel fielen uns auch noch weitere denkmalgeschützte Häuser auf, die - eingebettet zwischen Hochhäusern und anderen modernen Bauten - winzig und ein bisschen aus der Zeit gefallen wirkten:
 
 

Wir waren rechtschaffen müde, als wir in dem Viertel ankamen, in dem sich unser Hotel befand. Immerhin waren wir an diesem Tag 18,5 Kilometer zu Fuß gegangen, wie uns Edis Uhr verriet (nur unwesentlich weniger als an unserem  intensiven Toronto-Tag mit 18,8 Kilometern).

Fürs Bett war es dennoch zu früh, also gönnten wir uns noch einen abendlichen Shiraz im Cactus Club Café – auch wenn der Wein hier nicht ganz an den im deutlich weniger hippen Speakeasy on Granville heranreichte. 

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12. September - Ausflug zum Lynn Canyon Park 🌿🥾 

Um uns ein wenig vom vielen Gehen in der Stadt zu erholen, beschlossen wir am nächsten Tag … wandern zu gehen 😅.

Nicht weit von Vancouver entfernt liegt die berühmte Capilano Suspension Bridge – 136 Meter lang, 70 Meter hoch, heute allerdings mit ziemlich happigem Eintritt. Als Edi vor mehr als 30 Jahren dort war, konnte man noch gratis hinübergehen. Für ihn war klar: um diesen Preis kein zweites Mal. Und für mich musste es ohnehin nicht die längste und bekannteste Hängebrücke sein.



Stattdessen hatte ich von der Hängebrücke im Lynn Canyon gelesen: kürzer und niedriger, aber kostenlos – und mitten in einem wunderschönen Wandergebiet. Die Entscheidung dafür erwies sich als goldrichtig.

Lasst einfach die Fotos auf euch wirken: 

 
Ein paar Schilder für Tom

 

Wir wären übrigens NIE auf die Idee gekommen, vom Cliff zu jumpen. Und auch nicht darauf, im etwa 10 Grad kalten – und offenbar nicht ganz ungefährlichen – Wasser zu baden. Wie ihr in der nächsten Collage seht, gab es jedoch einige, die auf diese Idee sehrwohl kamen. Lachse haben wir an diesem Tag keine gesehen, Bären auch nicht (und ich vermute, da gibt es einen direkten Zusammenhang 😉). 

Dafür begegnete uns diese seltsam anmutende Schnecke: die Banana Slug oder Bananenschnecke (Ariolimax), eine der größten Nacktschneckenarten weltweitSie lebt in den feuchten Wäldern der nordamerikanischen Westküste und verdankt ihren Namen ihrer Farbe – die an eine mehr oder weniger überreife Banane erinnert 🍌🐌.


Lighthouse Park

Tja... wir waren offenbar noch nicht genug gewandert, also beschlossen wir, auch noch einem weiteren Wandergebiet einen Besuch abzustatten. Der Lighthouse Park befindet sich in West Vancouver und ist eine beliebte Touristenattraktion, teils wegen des Point Atkinson Leuchtturms an der Südspitze der Halbinsel, teils wegen der üppigen Vegetation, die größtenteils aus unberührtem Regenwald besteht. 

 


Schilder weisen jedoch auch darauf hin, dass die Biodiversität gefährdet ist, da die einheimischen Pflanzen unter der Ausbreitung invasiver Arten und Abnutzung leiden. Auch manches Tier wurde hier schon lange nicht mehr gesehen, da der Park im Lauf der Jahrhunderte von den größeren Nordküstenwäldern durch menschliches Eingreifen immer weiter isoliert wurde.  
 

 

Dennoch empfanden wir diese Naturlandschaft als sehr beeindruckend... und der Leuchtturm auf seiner felsigen Anhöhe ist ein wunderbares Motiv, nicht nur für Fotografen, wir sahen z.B. eine Frau die dort malte. Manchmal genügt es aber auch, einfach den Meereswellen zuzusehen oder auf den Felsen die Wärme der Sonne zu genießen - wie die Eidechse in der übernächsten Collage (rechts im Bild). 


 
 
Der Hund war etwas eifriger - laut seinem Frauchen versucht er jedes Stöckchen zu bekommen - selbst wenn es so groß ist wie dieser angespülte Baumstamm 😂. 


Die Cappuccinos (für Elizabeth T Stands For Tuesday) genehmigten wir uns bei der Heimfahrt in einem Café am Straßenrand, weil es eine vorübergehende polizeiliche Straßensperre gab. Später ließen wir den Tag noch in einem netten Lokal ausklingen und gönnten uns Schinken-Käse-Pizza (Edi) bzw. Thunfisch-Spaghetti (ich). Schließlich hatten wir auch an diesem Tag wieder einige Kalorien verbraucht, bei 9,4 Kilometern bergauf und bergab.

Der nächste Tag würde allerdings für uns um einiges weniger bewegungsintensiv werden - aber dafür umso spannender und bunter ❤️🧡💛💚💙💜! Wartet's ab! 😊

 

Bis dann, ihr Lieben!
Herzliche Rostrosen-Grüße,

T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: 

 


Sonntag, 25. Januar 2026

Reisebericht 2025 – drei Parks am Ontariosee 🇨🇦

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>>HIER<< kommt ihr zum gesammelten Reisebericht "Von Kanada 🍁 bis Asien 🎋".  


Hello, ihr Lieben!

 

Vielen Dank für all eure Besuche und Kommentare zu meinem vorigen Reiseberichtskapitel Vogelbegegnungen, deutsche Spuren und ein besonderer Tag bei Kitchener, in dem ich euch über unser Treffen mit David und Miriam erzählte. 

Unsere Zeit in Ontario ging dem Ende entgegen. Doch auch am nächsten Tag gab es einige Naturerlebnisse - was nicht weiter verwunderlich ist, da wir bei der Rückreise in Richtung Toronto einem Tipp Davids gefolgt sind.  

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9. September 2025 - Ein letzter Naturtag in Ontario 🌿🐦

Nach dem Frühstück im Bristow’s Inn – mit bereits vor unserem Erwachen vorbereitetem Kaffee sowie Gebäck, Butter, Marmelade, Früchten und Joghurt – verließen wir unser denkmalgeschütztes Quartier in Elmira und fuhren etwa eine Stunde ostwärts nach Burlington
 
 
 
 

LaSalle Park & Marina 

 
Aufgrund seiner vielfältigen Lebensräume - wie Uferzonen, Wälder und offene Gewässer - ist der LaSalle Park in Burlington ein Ort, der sich gut zur Vogelbeobachtung eignet. Wer Davids Blog kennt, weiß auch, dass er selbst immer wieder hierherkommt - zuletzt im Dezember 2025 mit einer sehr interessierten Eltern-Kinder-Gruppe.
 

 
Im Uferbereich bekamen wir einige Wasservögel zu sehen -  Enten, Möwen, Kormorane, Kanadagänse, Trompetenschwäne konnten wir erkennen. (David und Miriam hätten uns sicherlich auf den einen oder anderen speziellen Vogel aufmerksam gemacht - Edi und ich sind diesbezüglich leider keine Spezialisten...) 
 

 
Später spazierten wir einen der Waldwege entlang - und ganz besonders freuten wir uns, dass es uns dort gelang, abermals einen Rotkardinal (Cardinalis cardinalis) zu entdecken, der sich sogar bereitwillig fotografieren ließ! 
 
Die übrigen Singvögel waren leider kamerascheu - vermutlich hätten wir einen Sack mit Davids Sonnenblumenkernen benötigt... Aber immerhin zeigten sich wieder einige Grauhörnchen (die vermutlich auch auf Futter hofften 😉).
 

 

 

Paletta Lakefront Park & Mansion

Als nächstes besuchten wir das sogenannte "Kronjuwel Burlingtons": Dieser geschichtsträchtige Park an der Uferpromenade des Lake Ontario hat von naturbelassenen Landschaften, herrlichen Ausblicken aufs Wasser und gepflegten Gärten bis zu vier denkmalgeschützten Gebäuden - darunter einem Herrenhaus und einem Kinderspielhaus aus den 1930er Jahren - einiges Schönes zu bieten. (Für genauere Informationen klickt bitte auf den Link in der Überschrift.) 

 

Kanadagänse weideten auf den Wiesen des Paletta Parks in großer Zahl.

 

 
Auch hier spazierten wir eine Weile umher und freuten uns an dem endlos weiten Blick über den See, der uns fast an einen Ozean erinnerte. Und wie so oft, spielten Edi und ich mal wieder "Das Imperium fotografiert zurück" 😄📷
 
 
 
 
Auch die Waldpfade im Paletta Park wollten von uns erkundet werden:
 
 
 
Zwischen Baumriesen entdeckten wir Schilder, die uns darauf hinwiesen, welchen Pflanzen und Tieren man hier begegnen konnte. Was die örtlichen Vögel betrifft - bis auf die oben gezeigten Gänse wollten sich hier leider keine fotografieren lassen... 

 

 

 
Auf einem der Pfade kamen wir zu dem bereits erwähnten Spielhaus, dem sogenannten „Dollhouse“. Es wurde in den 1930er-Jahren von der damaligen Besitzerin des Anwesens für ihre kleine Tochter Dorothy errichtet – und war sogar mit Elektrizität und fließendem Wasser ausgestattet. Ein für die meisten Kinder unerreichbarer Traum. 
 
Alte Fotografien auf einer Informationstafel zeigen das Mädchen beim Spielen: Es wird berichtet, dass Dorothy in ihrem Dollhouse Sommer-Teeparties mit Puppen und anderen Kindern abhielt und später ihre eigenen Kinder vom Herrenhaus aus dort beim Spielen beobachtete.
 
 
Das einzigartige historische Puppenhaus - größer als der Geräteschuppen in unserem Garten! 
Leider war das Häuschen versperrt - ich hätte mir das Innere gern angesehen.


Das Herrenhaus selbst konnten wir an diesem Tag nicht besichtigen. Dafür erfuhren wir, dass Dorothys Mutter, die Industriellentochter Edythe Merriam MacKay, die Gestaltung des gesamten Anwesens mit großer Leidenschaft vorantrieb, um ein besonderes Zuhause für ihre Familie zu schaffen. 

Auf ihren häufigen Reisen nach Europa und in den Süden der USA, erstand sie außergewöhnliche Möbel, Wandverkleidungen, Fliesen und Teppiche für das Herrenhaus.
 
 
Paletta Mansion aus den frühen 1930er Jahren
 

Wir erfuhren durch verschiedene Schilder außerdem, wie die High Society der Gegend einst lebte und ihre Freizeit verbrachte: Dorothy und ihr Vater J.J. ritten auf den Wegen, die wir zu Fuß erkundet hatten, es gab einen Tennisplatz, einen Swimming Pool und formale Gärten; das Haus ist mit Annehmlichkeiten wie einem Ballsaal, einem Speiseaufzug und Bedienstetenräumen ausgestattet.  

Dem Grauhörnchen, das um das Haus streunte, waren diese Annehmlichkeiten bestimmt ziemlich egal - es schien auf der Suche nach einem Platz, der geeignet war, um die Nuss, die es wohl irgendwo erbeutet hatte, gut verstecken zu können:

 

 

 

Auf Nahrungssuche in Oakville / Bronte Harbour 😋🍴🥘

 
Wir hatten keine Nuss erbeutet - und so trieb uns der Hunger allmählich aus dem Lakefront Park. Mit Hilfe von Google versuchten wir in der Nähe des Parks ein nettes Restaurant zu finden. Der erste Versuch scheiterte zwar, aber immerhin entdeckten wir auf dem Parkplatz, der zu dem Lokal gehörte, eine witzige Möwen-Formation (siehe folgende Collage 😆).
 
Letztendlich wurden wir ein paar Kilometer weiter - in der Stadt Oakville, genauer gesagt in der Gemeinde Bronte in Oakvilles Westen - fündig: 
 
Oben der Möwenschwarm, der vielleicht auf etwas wartete (?), unten Edi im Plank, wo wir uns eine Duck Poutine teilten.

 

The Plank Restobar ist ein urig ausgestattetes Lokal, in dem man unserer Erfahrung nach sehr gut essen - und sich auch mit den Leuten am Nachbartisch nett unterhalten - kann 😊: 

In unserem Fall saßen da nämlich zwei jüngere Frauen, und die eine erzählte der anderen, dass sie im Zuge ihrer baldigen Europareise auch Österreich (vielleicht Wien, vielleicht Hallstatt, vielleicht beides?) besuchen wolle! Normalerweise mische ich mich nicht in anderer Leute Tischgespräche ein, aber in diesem Fall hatte die Frau offenbar mitbekommen, dass etwas meine Aufmerksamkeit erregt hatte - sie sah mich fragend an und ich gratulierte ihr zu ihrem Entschluss und erklärte ihr, dass wir aus der Nähe Wiens kommen und auch Hallstatt kennen würden. Das gefiel den beiden Frauen, und so plauderten wir schließlich mit ihnen über lohnende Reiseziele innerhalb Österreichs. Die Frauen wiederum gratulierten uns zu unserer Entscheidung, die Duck Poutine zu probieren - ein kanadisches Nationalgericht, das uns auch wirklich sehr gut schmeckte. 

 

 

Solcherart gestärkt brachen wir zu einem weiteren Spaziergang dieses Tages auf - diesmal in den (ganz in der Nähe des Lokals gelegenen) Bronte Heritage Waterfront Park - wo mich ganz besonders die von Künstlern bemalten Adirondack Stühle entlang der Promenade begeisterten:
 

 

 

Toronto-Mural

 
Die  kunstvoll bemalten Stühle könnten wir wahrscheinlich schon als Mini-Murals für Samis Linkup gelten lassen - aber ich habe noch die eine oder andere Wandmalerei aus Toronto in meinem Archiv gebunkert. Eines davon, das mir besonders gut gefallen hat, zeige ich euch heute. Es trägt den Titel The Blues:
 

Verlinkt auch bei Gabis Farben&Formen in der Stadt

 

Wir entdeckten es bei unserem ausgedehnten Toronto-Spaziergang am 4. September in Chinatown. Ich vermutete da gleich mal so ins Blaue hinein, es könnte sich bei dem Gebäude um einen Jazzclub handeln 💙😉. Inzwischen weiß ich, dass es sich um die Grossman’s Tavern handelt, ein Musik-Pub, das offenbar zu den Wahrzeichen Torontos zählt.

Eine Inschrift auf dem Mural besagt, dass es sich hier um die "Toronto Chinatown Business Improvement Area" handelt und dass das Bild im August 2023 von John Nobrega (assistiert von Allan Bender und Haven Hughes) gestaltet wurde.

Facebook-Infos KLICK

Dieses kurze Zwischenspiel mit dem Toronto-Mural habe ich hier natürlich nicht zufällig eingebaut. Der Kreis unserer kleinen Ontario-Rundreise war dabei, sich langsam zu schließen. Wir kehrten zurück in die Hauptstadt der Provinz, genauer gesagt in die benachbarte Stadt Mississauga, wo sich der Toronto Pearson International Airport befindet.  

🍁 

Mississauga

Der Name der Stadt leitet sich vom First Nations Stamm der Mississauga her (einer Untergruppe der Anishinabe), denen das Land Anfang des 19. Jahrhunderts abgekauft wurde.  

Da wir schon früh am nächsten Morgen am Pearsons Airport sein mussten, hatten wir uns entschieden, unseren Leihwagen schon am 9. September zurückzugeben und ein Zimmer ganz nah beim Flughafen zu nehmen.

 

 

 
Unser Hotel für die letzte Nacht in Ontario war das Best Western Plus Travel Hotel Toronto Airport. Einen Teil des Abends verbrachten wir dort an der Bar, wo ich mir ein kühles Bier gönnte und Edi (wenn ich mich richtig erinnere) ein ebenfalls ziemlich kühles Glas Rotwein. (Hunger hatten wir nach der nachmittags genossenen Duck Poutine keinen mehr.) Das blau beleuchtete Schild, das wir dort an der Wand entdeckten, fand ich fotografierenswert: Es entspricht meiner Lebenseinstellung.


 

Damit ging unsere Zeit in Ontario zu Ende – erfüllt von Naturerlebnissen, Begegnungen und vielen erinnernswerten Momenten. Schon bald würden wir weiterziehen, an die kanadische Westküste. Der nächste Abschnitt unserer Reise begann in Vancouver, in British Columbia. Ich hoffe, ihr wollt auch dort wieder mit uns mitreisen!

 

Bis dann, ihr Lieben!
Herzliche Rostrosen-Grüße,

T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: 

 

PS: 

Aus aktuellem Anlass ein youtube-Video für euch. Die wütenden Omas aus Santa Fe sind angewidert von den Verbrechen, der Inkompetenz, der Gier und der Schmierigkeit von Trump und seinen Lakaien. Das Video ist zwar schon ein paar Monate alt, aber aktueller denn je.