Dienstag, 26. Mai 2026

Reisebericht 2025 – Von Ost 🌲 nach West 🐋 auf Vancouver Island 🇨🇦

 

>>HIER<< kommt ihr zum gesammelten Reisebericht "Von Kanada 🍁 bis Asien 🎋". 

 

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 Willkommen zurück auf Vancouver Island!

 

Ihr Lieben, nochmals herzlichen Dank für eure Anteilnahme und die vielen lieben Kommentare zu meinen letzten beiden Posts  Frühlingstage zwischen Licht und Schatten Teil 1 und Teil 2

Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass unser Alltag noch eine Zeit lang anders als „normal“ sein wird. Trotzdem versuchen wir weiterhin, möglichst viel Licht und schöne Momente hereinzulassen.

Wie uns das gelingt, erzähle ich euch ein andermal. Heute möchte ich unsere virtuelle Reise fortsetzen — denn allein die Erinnerungen an Vancouver Island heben meine Stimmung sofort 🌿. Und vielleicht habt auch ihr Freude daran. Können wir starten? 😊


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19. September - von Nanaimo nach Ucluelet

Beim letzten Mal nahm ich euch mit von Victoria nach Nanaimo. Diesmal verlassen wir Nanaimo und fahren auf dem Highway 4 quer über Vancouver Island Richtung Westküste. Die rund 162 Kilometer lange Straße ist die einzige Ost-West-Verbindung im südlichen Teil der Insel.

Natürlich fuhren wir auch diesmal nicht einfach durch 😄. Statt der veranschlagten 2 Stunden und 38 Minuten wurde daraus ein ganzer Roadtrip-Tag — mit einigen atemberaubend schönen Landschaften unterwegs.
 
 
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Cathedral Grove

Unser erster Stop lag direkt am Highway 4 *): Cathedral Grove, ein Teil des MacMillan Provincial Parks mit einigen der letzten ursprünglichen Urwaldbestände Vancouver Islands (👉 Infos in Deutsch und in Englisch). Manche der riesigen Bäume sollen einen Umfang von bis zu neun Metern erreichen.

*) Die Parkplatzsuche gestaltete sich allerdings etwas abenteuerlich 😅. Wegen des starken Verkehrs mussten wir rasch reagieren: Der erste Parkplatz war bereits voll, doch ein paar hundert Meter weiter entdeckten wir glücklicherweise noch eine kleine Lücke für unseren Mietwagen. Soweit ich gelesen habe, werden die Parkflächen aus Umweltschutzgründen bewusst nicht erweitert — was ich durchaus nachvollziehbar und unterstützenswert finde.  


Allein waren wir im Urwald natürlich nicht, und freundliche Menschen boten sich sogar an, Fotos von uns gemeinsam zu machen.

 

Am South Loop Trail kann man die ältesten (bis zu 800 Jahre alten) Douglasien bestaunen, am North Loop Trail vor allem Rotzedern und umgestürzte Baumriesen.

Mich hätten besonders die mächtigen Douglasien interessiert. Durch die etwas chaotische Parkplatzsituation wussten wir allerdings gar nicht genau, auf welchem Abschnitt wir gelandet waren — Hinweisschilder zum Trailnamen entdeckten wir jedenfalls keine. Der Wald selbst hatte aber unabhängig davon eine ganz besondere Ausstrahlung — und einen wunderbaren Duft 🌿. 
 
 

Da viele umgestürzte, moosbewachsene Baumriesen zu sehen waren, vermuten wir, dass wir eher im Bereich des North Loop Trails unterwegs waren. Einen richtig ausgebauten Weg fanden wir dort jedoch nicht, sondern nur einen schmalen Pfad über Stock und Steine — genau jenen, den ihr auf unseren Fotos sehen könnt. 

Wir wanderten einfach immer weiter, bis irgendwann überhaupt nichts Weg-Ähnliches mehr übrig blieb 😄. Dann kehrten wir lieber um und machten unseren Parkplatz wieder für andere frei. 


 

Hier ein Video von Cathedral Grove, das ich im Internet entdeckt habe: 

 
 
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Kaffeepause in Port Alberni 

Und weiter ging's: Port Alberni gilt als "Tor zur wilden Westküste". Die Stadt liegt im Landesinneren,  am tief ins Land reichenden Alberni Inlet.

Große Pläne hatten wir hier eigentlich nicht — wir wollten nur eine gemütliche Pause einlegen. Bei einem kleinen Rundgang entdeckten wir das Wildflower Bakeshop & Cafe, und das erwies sich als hervorragende Wahl. 

 

Der Vanilleplunder mit Erdbeeren war noch ganz frisch und schmeckte ausgezeichnet (wir nahmen später sogar noch Nachschub für unterwegs mit 😋), der Kaffee war ebenfalls sehr gut, die Bedienung ausgesprochen freundlich und das Ambiente richtig hübsch. Dazu kam herrliches Wetter, sodass wir draußen sitzen und frechen Spatzen dabei zusehen konnten, wie sie Kuchenbrösel stibitzten.

Anschließend spazierten wir noch ein Stück ans Ufer des Fjords und bewunderten die vielen Murals sowie die kunstvoll gestalteten Abfallbehälter entlang der Promenade:

 
 

Stamp River Provincial Park

Dieses faszinierende Naturgebiet, das besonders für die Lachswanderung bekannt ist, befindet sich ungefähr 20 Autominuten nordwestlich von Port Alberni: Zwischen Ende August und Anfang Dezember ziehen hier Jahr für Jahr Tausende von Pazifischen Lachsen zum Laichen flussaufwärts. 

 
 
 
Der beste Ort, um die Lachswanderung zu beobachten, ist die Stamp Falls Fish Ladder, die den Lachsen bei der Überwindung der Stromschnellen hilft. 
 
Wir waren allerdings gewarnt worden: einerseits vor Schwarzbären, die sich dort an den schwimmenden Fischen bedienen könnten, andererseits davor, dass es in der Natur niemals eine Garantie gibt: Manchmal lässt sich nicht ein einziger Lachs blicken.
 
 

 
Nun: An der Fischtreppe ließ sich weder ein Bär noch ein Fisch blicken. Die einzigen Lachse, die wir dort sahen, waren die gemalten auf den Informationstafeln:
 

 
Aber so schnell gaben wir nicht auf. Wir befanden uns in einem wunderschönen Wandergebiet und hatten noch genug Energie, um unsere Suche fortzusetzen.
 
 
Auch an diesen Stromschnellen sahen wir keine Lachse...

 
Bei dem langhaarigen Tierchen links in der folgenden Collage handelte es sich vermutlich um die Raupe einer Garden Tiger Moth (Arctia caja) oder einer sehr nah verwandten Bärenspinner-Art. Da das kleine braune Pelzchen direkt neben einem ähnlich braun getönten Nadelzapfen saß, hätte ich es fast übersehen. Seine Färbung diente hier als optimale Tarnung (Mimese). Auf diese Weise schützt sich die Raupe vor hungrigen Vögeln.
 
Der Kanadareiher und die Möwe warteten hingegen - wie wir - auf den einen oder anderen vorbeiziehenden Lachs.
 

 
Und dann wurden wir schließlich doch noch belohnt: Zuerst entdeckten wir einige der Fische von einer Brücke aus in einem schmaleren Flusslauf, später dann — nach einer kleinen Felsenkletterei — auch in einem breiteren Abschnitt des Stamp River.

Immer wieder durchbrachen silbrig glänzende Körper die Wasseroberfläche und verschwanden genauso schnell wieder in der Strömung. Ein wunderschöner Anblick.

Natürlich versuchten wir sofort, Fotos oder Videos davon zu machen — allerdings mit überschaubarem Erfolg: Die Lachse sprangen grundsätzlich immer genau dort, wo gerade keine Kamera hinzeigte 😅 



 

Kennedy River Canyon 

 
Der nächste Zwischenstopp war ein echter Zufallstreffer. Ich entdeckte dunkelgraue, in der Nachmittagssonne beinahe schwarz glänzende Felsen, Menschen, die darauf herumkletterten und fotografierten — und direkt daneben eine Parkmöglichkeit. 
 
Halt an, Edi, das schaut interessant aus!“  
 


Weiter unten schlängelte sich der Kennedy River durch eine schmale Felsschlucht, spiegelte den Himmel wider und leuchtete in manchen Wasserbecken beinahe türkisgrün — eine unerwartete und faszinierende Entdeckung. Die vom Wasser glatt geschliffenen Steine wirkten wie eine natürliche Skulpturenlandschaft: stellenweise wie von Künstlern poliert, andernorts ursprünglich und rau.
 

 
 
Natürlich mussten wir uns das genauer ansehen. Also kraxelten und sprangen auch wir eine Zeitlang zwischen den glatt geschliffenen Felsen herum und bestaunten diese wilde Landschaft. Als wir uns daran (mehr oder weniger) satt gesehen hatten, stiegen wir wieder in den Wagen und fuhren unserem nächsten Ziel entgegen:
 
 
 

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19.-21. September - Ucluelet

Unser Quartier für die nächsten beiden Nächte war hier das West Coast Motel on the Harbour.  

Um ziemlich genau 16:30 Uhr ritten wir in Ucluelet ein. Der zungenbrecherische Name stammt aus der indigenen Sprache Nuu-chah-nulth und bedeutet so viel wie ‚sicherer Hafen'. Von Einheimischen und Kennern wird der Ort übrigens liebevoll „Ukee“ genannt — für Deutschsprachige ausgesprochen ungefähr wie „Juckie“ 😊. 

Wenige Minuten nach unserer Ankunft bezogen wir unser Zimmer — sogar mit eigenem „Kamin“! Haha: Tatsächlich handelte es sich nur um ein gemütlich flackerndes Feuer am TV-Bildschirm, aber die Idee fanden wir ziemlich witzig. 

Was das Abendessen betrifft: Könnt ihr euch noch erinnern, dass wir am Vortag Pizza in Ladysmith gekauft hatten? Davon war je eine halbe übrig geblieben - und die genossen wir nun auf einer Bank vor dem Motel mit Blick auf den Hafen. Und zum Nachtisch? Genau — da gab es Erdbeer-Vanille-Danish aus Port Alberni 😉👍.


In der unteren Reihe seht ihr u.a. die zweisprachigen Straßenschilder und die winzige katholische Kirche von Ukee

 

Nach unserem "Mittag-Nachtmahl" machten wir uns auf, um die Ortschaft näher zu erkunden. Unter anderem wollten wir sehen, von wo aus wir am nächsten Morgen aufbrechen würden. Denn bei Jamie's Whaling Station & Adventure Centres hatten wir (schon von zu Hause aus) für den 20. September einen Wal-Beobachtungs-Ausflug gebucht!

Es gibt noch weitere Anbieter von Walbeobachtungs-Touren in Ucluelet - KLICK - und ein paar andere in Tofino, aber seid mal ehrlich: Wenn man einen Enkelsohn hat, der Jamie heißt, klingt Jamie's Whaling Station & Adventure Centres doch automatisch sympathisch 😄.
 
Und das war nicht der einzige Grund für meine Wahl: Mir gefällt sowohl die Buch- als auch die TV-Serie Outlander. Die männliche Hauptperson in dieser Geschichte ist ein verwegener rothaariger Schotte namens Jamie Fraser. Als ich erfuhr, dass Jamie’s Whaling Station ihren Sitz in der Fraser Lane hat, war die Sache endgültig entschieden. Ihr seht also: Ich treffe meine Reiseentscheidungen grundsätzlich ausschließlich nach streng rationalen Kriterien 😂!
 
 

 
Vor dem Laden von Jamie's gab es mal wieder "Bären-Alarm" 😉! (Denn hier werden auch Bären-Touren veranstaltet. Allerdings wählten wir dafür einen anderen Ort, einen anderen Veranstalter und auch andere Bären. Denn wir wollten in erster Linie Grizzlies sehen, Jamie's Ausflüge führen aber zu Schwarzbären.) 
 
Einen Overall wie jenen an der Ladentür bekamen wir bei unserem Wal-Ausflug übrigens nicht verpasst. Die kommen nur bei Zodiac-Touren zum Einsatz. Wir entschieden uns lieber für ein richtiges Schiff — das erschien uns doch etwas vertrauenswürdiger als ein aufblasbares Gummiboot 😄...
 
 
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Öffentliche Kunst in Ukee 

Nachdem wir den Treffpunkt für den nächsten Morgen ausgekundschaftet hatten, spazierten wir noch ein wenig durch Ucluelet und begegneten dabei auch örtlicher Kunst — etwa den Edelstahl-Skulpturen "Raven Lady" und "Surfer Girl" von Mike Camp.

The Mermaid wiederum ist ein Wandgemälde des wohl bekanntesten und produktivsten Mural-Künstlers von Vancouver IslandJeff King. Ein weiteres seiner Werke werdet ihr später noch kennenlernen.


Mit etwas Geduld fanden wir abends auch noch ein geöffnetes Pub, in dem wir uns ein Getränk gönnen konnten, 
ohne etwas zu essen. Leider habe ich mir den Namen des Lokals nicht notiert. 
 

20. September - Whale Watching ab Ucluelet 🐋

Falls ihr schon länger in meinem Blog lest, könnt ihr euch vielleicht noch erinnern, dass wir bereits zweimal Walbeobachtungsfahrten unternommen haben. 

  • Die erste fand bereits im Jahr 2012 von Monterey / USA aus statt - an diesem Tag sahen wir u.a. See-Elefanten, Robben, Pelikane, Rundkopf-Delfine... und mindestens einen Buckelwal. HIER kommt ihr zu meinem damaligen Reisebericht.
  • Einen zweiten, besonders ergiebigen Wal-Ausflug erlebten wir 2017 in Island. HIER könnt ihr euch viele, viele unserer Buckelwal-Fotos von damals ansehen.  

Erlebnisse wie diese sind einerseits unvergesslich, wecken andererseits aber auch die Sehnsucht, noch einmal etwas "ähnlich Beglückendes" zu erleben. (Natürlich wissen wir, dass jede Tour anders verläuft. Kein Tag lässt sich wiederholen — jeder ist einzigartig. Das ist zugleich das das Vergängliche und das Schöne am Leben.) 

 

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Am 20. September war es leider nicht so sonnig und blauhimmelig wie am Vortag - ganz im Gegenteil. Es regnete 🌧️ und die Temperaturen waren gesunken. Von unserer Tour in Island her wusste ich, dass warme Wolle an Kopf und Händen nicht schaden kann, und so war es dann auch (selbst wenn ich die Handschuhe später beim Fotografieren ausziehen musste).

Wir waren schon ein bisschen früher am vereinbarten Treffpunkt, und konnten somit die Urlauber beobachten, die eine Kajaktour gebucht hatten, und uns ein bisschen im Laden von  Jamie's Whaling Station umsehen. U.a. entdeckten wir dort Kuscheltier-Bären, und aufgrund des eingestickten Schriftzugs "Jamie's" in seinem Kapuzenpulli war uns sofort klar, dass wir für unseren Enkel Jamie eines dieser Plüschtiere mitnehmen wollten. Edi erstand außerdem eine Kappe und ein Shirt für sich selbst. Das Skelett stammt von einem jungen Wal, der vor Jahren angespült worden war...

 

 

In der folgenden Collage seht ihr links das Gummiboot mit den in Overalls gehüllten Zodiac-Passagieren. 

Rechts unser erfahrener Skipper Scott — ein freundlicher Realist. Viel Hoffnung auf besseres Wetter oder Orca-Sichtungen konnte er uns leider nicht machen. Schwertwale gibt es in der Gegend zwar, aber sie lassen sich leider nur sehr vereinzelt blicken. Doch er sah gute Chancen auf die Begegnung mit anderen Tieren... 

 
 
 
Und da waren sie schon — die ersten Tiere: ein Felsen voller Robben (und der einen oder anderen Möwe): 
 
 
 

In der Nähe des Robbenfelsens trieb ziemlich viel Tang. Scott machte uns jedoch darauf aufmerksam, dass manche der vermeintlichen Wasserpflanzen sich bewegten: possierlich zwischen den Algen umherschwimmende Seeottern! Sie wurden einst wegen ihrer Felle fast ausgerottet und gelten heute als Schlüsselspezies — denn durch ihre Jagd auf Seeigel helfen sie mit, die Kelpwälder im Gleichgewicht zu halten.

 
 

Während wir darauf hofften, dass sich irgendwo am Horizont Wale zeigen würden, unterhielten wir uns mit anderen Reisenden, blödelten ein bisschen herum und beobachteten Schiffe und Seevögel.

 
 
 
Bei diesen Alkenvögeln handelt es sich vermutlich um Trottellummen*) (Uria aalge) im Übergangs- oder Winterkleid — zumindest laut Google Lens 😊 Falls jemand von euch eine bessere Bestimmung hat, immer her damit!
 
*) Ihr deutscher Name klingt leider nicht besonders schmeichelhaft 😄. Vermutlich bezieht er sich auf das etwas tapsige Watscheln der Vögel an Land — im Wasser hingegen sind Trottellummen elegante Schwimmer und hervorragende Taucher. 
 
 
 

Wal in Sicht! 🐋

In der oberen Collage seht ihr mich rechts beim Fotografieren der Atemfontäne eines Buckelwals. Dieser sogenannte Blas ist meist das Erste, was man von einem Wal zu sehen bekommt — und kann sogar dabei helfen, die Art zu bestimmen: Der Blas von Buckelwalen kann zwischen 3 und 5 Meter hoch werden und ist zumeist V- oder säulenförmig — denn Bartenwale besitzen zwei nebeneinanderliegende Blaslöcher. Und der Sprühnebel hält sich nach dem Ausatmen relativ lange in der Luft.

Buckelwale nutzen ihren Atem übrigens auch als geniales Jagdwerkzeug: Sie stoßen unter Wasser Luft aus, um kunstvolle Blasennetze zu erzeugen - damit treiben sie Beutetiere wie Krill oder kleine Fische eng zusammen und können diese mühelos "auf einen Haps" verschlingen. 

Ich habe mal wieder Hunderte Blas-Fotos gemacht 📸 — einfach weil direkt danach die Chancen besonders gut stehen, dass der Wal auftaucht 😉 Und dann sollten die Finger natürlich bereits „knips-bereit“ sein 😅. Aber das eigentlich Interessante ist natürlich, wenn der riesige Meeressäuger etwas von seinem Körper blicken lässt. 


 
 
Wir freuen uns immer ganz besonders, wenn uns die Wale mit der Schwanzflosse "winken". Professionelle Walbeobachter wie Scott können anhand der Fluke sogar einzelne Tiere identifizieren - denn sie ist so einzigartig wie ein menschlicher Fingerabdruck*). Somit war es Scott auch möglich uns zu verraten, dass wir an diesem Tag vier verschiedene Buckelwale gesichtet hatten.

*) Anhand von Merkmalen wie Färbung, Form der Unterkante sowie Narben, Verletzungen oder Seepocken werden einzelne Tiere über Jahrzehnte hinweg von ForscherInnen weltweit identifiziert und beobachtet.

Einen vollständig springenden Buckelwal haben wir leider bisher noch nie gesehen — diesmal zeigten uns dafür gleich mehrere Tiere ihren Kopf. Und ich kann euch verraten, dass das für uns und unsere Mitreisenden auf dem Schiff sehr, sehr aufregend war: 

 

 
Zur Untermalung habe ich hier ein Filmchen für euch: Dieses 3-Sekunden-Video stammt allerdings nicht von mir, sondern von einer jungen Frau, die gemeinsam mit uns an der Tour teilnahm. Ich schickte ihr später einige meiner Fotos, und sie sandte mir im Gegenzug diesen kurzen Film. Sie erlaubte mir freundlicherweise, ihn zu posten, und meinte, eine Namensnennung sei nicht notwendig. Trotzdem möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bei G. bedanken — und liebe Grüße senden 😊.
 
 


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Zurück an Land

 
Nach unserem Wal-Ausflug zogen wir uns für ein spätes Mittagessen und ein Getränk ins Eagles Nest Pub zurück. Adler bekamen wir dort allerdings keine zu Gesicht 😄. Durchs Fenster konnten wir dafür immerhin einen Kanadareiher (Ardea herodias) und eine Amerikakrähe (Corvus brachyrhynchos) beobachten.
 
 
 
 
Danach spazierten wir zurück zu unserem Motel und kamen dabei an dem oben erwähnten zweiten Mural von Jeff King vorbei - thematisch ein perfekter Abschluss für diesen Tag:
 

Mural „Humpback Whale and Calf“ von Jeff King

 

Vom Meer ins warme Wasser 😄 

Da das West Coast Motel on the Harbour über ein Schwimmbad verfügt, beschloss ich anschließend, noch eine Runde schwimmen zu gehen — vermutlich hatten mich all die Wale dazu inspiriert 🐋😉.

Edi hingegen fühlte sich nach Wind, Regen und Bootsfahrt offenbar ausreichend durchgekühlt und zog ein heißes Bad bei uns im Zimmer eindeutig vor. Und so endete unser ohnehin schon ziemlich feuchter Tag schließlich mit einem weiteren freiwilligen Wasserprogramm 😂.

 

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So viel zu unseren Erlebnissen in und um Ucluelet. Am nächsten Morgen wollten wir uns noch Tofino ansehen — im Vergleich zu Ukee deutlich touristischer, exklusiver und lebhafter, mit zahlreichen Boutiquen, Kunstgalerien und - wie es heißt - erstklassigen Restaurants.

Beide Orte liegen nur rund 40 Kilometer voneinander entfernt an der Westküste von Vancouver Island und werden durch den Pacific Rim National Park Reserve voneinander getrennt. Einen Teil dieses Parks würden wir am nächsten Tag übrigens ebenfalls besuchen und auch sonst noch einiges Schönes sehen - also bleibt dran 😊!

 

 

Ich hoffe, ihr hattet ein angenehmes Pfingst-Wochenende!

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Alles Liebe & bis bald 💋!
Herzliche Rostrosen-Grüße,

T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: 

 

 


Montag, 11. Mai 2026

Frühlingstage zwischen Licht und Schatten (Teil 2)

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Servus ihr Lieben!

 

Vielen Dank für eure vielen lieben, mitfühlenden und tröstenden Kommentare zu meinem ersten Beitrag über unsere „Frühlingstage zwischen Licht und Schatten“ 💛. Eure Worte haben uns berührt.

 

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 Für Heidis Galeria Himmelsblick, fotografiert beim Klosterwald Heiligenkreuz am 4. Mai 2026.
Ich finde, dass die Lücke zwischen den Baumwipfeln ein bisschen wie ein Herz aussieht - was meint ihr?

Abschied von Anita 🖤

Eine Woche nach dem Erscheinen des vorigen Beitrags ist meine Schwägerin Anita verstorben - nur zwei Wochen nach ihrem 70. Geburtstag 😢. Bei unserem vorletzten Besuch hob sie zumindest zum Abschied noch eine Hand. Bei unserem letzten Besuch im Krankenhaus war sie schon nicht mehr ansprechbar... Aus der Übersiedlung ins Hospiz, die wir bereits vorbereitet hatten, ist leider nichts mehr geworden... 🖤

Wir trösten uns damit, dass ihr Leiden dadurch nicht noch länger dauerte. Nun wird ein Wald 🌳 zu Anitas stiller letzter Ruhestätte werden - wie sie es sich gewünscht hat. 

 

Licht und Schatten im Klosterwald Heiligenkreuz. 

 

Ihr seht unten - neben Anitas Traueranzeige - zwei Fotos, die meinen Mann und seine Schwester zeigen. Besonders berührend finde ich das alte Foto von Anita und Edi aus ihrer frühen Kindheit – ein Bild voller Nähe und gemeinsamer Geschichte. (Die beiden waren nur 13 Monate auseinander.) Das Foto darunter entstand etwas mehr als 60 Jahre später bei einem Spaziergang in der Umgebung von Anitas Wohnort...

 

 

 

Ein Baum im Friedwald 🌳

Anita war gerne in der Natur unterwegs, vorzugsweise beim Walken mit ihren Smovey-Ringen. Auch einer ihrer letzten Wünsche hing mit einer natürlichen Umgebung zusammen: der Wunsch nach einer Baumbestattung

Wir haben uns für den Klosterwald Heiligenkreuz entschieden, weil dieser in der Nähe von unserem und Anitas Wohnort liegt - in einer wunderschönen Umgebung, inmitten des Wienerwaldes. Am 4. Mai waren wir dort, um für meine Schwägerin einen Baum auszuwählen.

Vielleicht kennen manche von euch diese Form der Bestattung noch nicht: In sogenannten Friedwäldern werden biologisch abbaubare Urnen bei den Wurzeln ausgewählter Bäume beigesetzt. Statt klassischer Grabsteine gibt es dort Wald, Licht und den Wandel der Jahreszeiten.

 

 
 
 
Im Klosterwald übernimmt weitgehend die Natur selbst den Schmuck der Erinnerungsorte. Wilde Blumen, Blätter, Licht und Jahreszeiten verändern den Wald ständig aufs Neue. (Wir entdeckten aber auch kleine bemalte Steine, die wohl sehr junge Angehörige zurückgelassen hatten 😌.) 

An diesem Maitag zeigte sich der Friedwald in seiner ganzen Frühlingsfülle – mit Vogelstimmen, jungen Blättern und weiten Teppichen aus blühendem Bärlauch. Eine wunderschöne Atmosphäre. 

Wir waren schon eine Stunde vor dem vereinbarten Treffpunkt beim Klosterwald - um ein bisschen zu wandern ... und vielleicht auch schon den einen oder anderen infrage kommenden Baum auszuwählen.  


 Das obere Foto stammt nicht aus dem Klosterwald, sondern aus dem benachbarten Waldstück, in dem wir unsere kleine Wanderung fortsetzten.


Und wir waren nicht allein dort: Unser Enkel Jamie begleitete uns, stellte Fragen, erzählte uns (wie so oft) seine fantasievollen Geschichten, entdeckte Käfer und Schmetterlinge und half uns dadurch ganz unbewusst, diese schwere Aufgabe in ein angenehmes Erlebnis zu verwandeln. Das ist pure Kindermagie ✨!

  

 

 

In der oberen Collage links seht ihr zwei "aneinandergekuschelte" Bäume. Einer davon trägt eine kleine schwarze Tafel, die ihn als "Gemeinschaftsbaum" auswies. Dieser Baum fiel uns bei unserem Erkundungsgang gleich ins Auge - weil er durch seinen nahen Nachbarn gesellig und freundlich wirkte – Eigenschaften, die gut zu Anita passen 😌

Als der Klosterwald-Mitarbeiter kam, um uns den Wald zu zeigen, sprachen wir ihn gleich auf diesen Baum an - und es klappte: Anitas Urne wird tatsächlich einen Platz unter diesem gesellig-freundlichen Gemeinschaftsbaum erhalten 💚. 

 

Der Schmetterling oben rechts ist ein Waldbrettspiel (Pararge aegeria)

 

In der oberen Collage seht ihr unter anderem eines der kleinen Namensschilder, die auf den Bäumen angebracht werden. In diesem Fall handelt es sich um einen "Familienbaum", und in das Schildchen wurde nicht nur eine schöne Blüte, sondern auch folgender Spruch eingraviert - eine Botschaft, die mir gefällt:

Ich flog von euch auf leise Weise, 
Geh' vor, bin auf der Weiterreise.
Das Weinen weicht dem Lächelnschimmer,
Ihr seid in meinem Herz für immer.

 

Stift Heiligenkreuz 🏰🌳

Im Anschluss an unseren Termin im Klosterwald wollte Jamie auch noch das Kloster selbst sehen. Darüber freuten wir uns, denn auch dieser Ort besitzt eine besondere Ausstrahlung.

Im August 2019 zeigte ich euch in diesem Blogbeitrag jedoch bereits eine größere Fotoserie vom Stift Heiligenkreuz, deshalb halte ich mich heute kurz damit. Zu Beginn eine Collage von 2019, wenn ihr mehr davon sehen wollt, klickt bitte auf den Link zum damaligen Post.

 


 
Wie schon vor knapp sieben Jahren bekam eine der riesigen Platanen im Klosterhof von mir wieder eine Baumumarmung - und diesmal umarmte auch mein Enkelkind mit 😊.



Wir konnten uns erinnern, dass es neben dem schön angelegten Kreuzweg ein Gehege mit Hirschen gegeben hat, deshalb ließ sich Jamie (nach einer Pause im Gastgarten mit einem kleinen Eisbecher 🍨) gern zu einem weiteren Spaziergang überreden.
 
Die Hirsche ließen sich zwar diesmal leider nicht blicken - aber dafür gab es zwei nette Esel und einige Ziegen, die sich streicheln und füttern ließen 🌿🐐: 
 

🌓🌓🌓🌓🌓🌓

Zunächst dachte ich, dieser zweite Teil von "Frühlingstage zwischen Licht und Schatten" würde vielleicht nur aus Bildern von unserem Ausflug nach Heiligenkreuz bestehen. Doch während ich begann, die Collagen zu basteln und euch nach und nach über diesen gemeinsamen Tag zu erzählen, wurde mir erneut bewusst: Auch in Zeiten des Abschieds hört das Leben nicht auf.

🌓🌓🌓🌓🌓🌓 

Es wird jedoch anders – zumindest für eine Zeit, so viel steht fest.
Der Anruf, der uns von Anitas Tod in Kenntnis setzte, überraschte und erschütterte uns zutiefst, obwohl wir doch gewusst und erwartet hatten, dass sie nicht mehr lange leben würde. Und obwohl ein Teil von uns auch darauf gehofft hatte, dass sie sich nicht lange quälen muss.  

Man hatte uns darauf vorbereitet und wir hatten es Anita angesehen - aber innerlich hatten wir es noch längst nicht akzeptiert. Es war dieses Tempo, das uns am allermeisten erschüttert hat. Zwei Monate zuvor war sie noch eine lebenslustige Frau gewesen, die Pläne hatte und nicht ans Sterben dachte. Jedenfalls soweit wir wissen.

 

Tröster auf leisen Pfoten 🐱🐾

Ich weiß nicht, wie es für euch ist - für Edi und mich ist der Kontakt mit Tieren immer wieder tröstlich. Wir hatten sogar den Eindruck, dass Chiller an den ersten Tagen nach der traurigen Nachricht sich besonders häufig anschmiegte, aber vielleicht interpretieren wir das nur hinein. 

Zuweilen ist Chiller auch ein kleiner Clown. Es macht zum Beispiel Freude, ihm beim Spielen mit seinem Leckerli-Rondell zuzusehen - er benimmt sich dann wie ein junges Kätzchen. Aber danach muss er sich natürlich wieder ausruhen:

 

 
Unsere Gastkatze Samia tröstete uns eher mit ihrem schönen Anblick als mit Clownerie. Unten mittig starrt sie in ein Mäuse- oder Rattenloch. Leider hat sie das Nagetier, das unter den Wurzeln des jüngeren Apfelbaumes lebt, noch nicht erwischt... 

 
 
 
Die Kratzbretter sind bei beiden Katzen sehr beliebt. Chiller benützt sie z.B. manchmal als eine Art "Doppelbett". Aber wenn Samia kommt, stellt er ihr die Kratzgelegenheiten ganz Gentleman-like zur Verfügung 😼 (sicherheitshalber - denn wer lässt sich schon gerne anfauchen 😉)...
 
 
 
 

Outfit mit Katze 👗🐈‍

Die folgenden Fotos stammen noch aus der Zeit, als wir Anita regelmäßig im Spital besuchten. Wenn wir den Besuch nicht gerade mit einer Wanderung kombinierten, versuchte ich mich für Anita stets ein bisschen zurechtzumachen, und manchmal war dann auch noch Zeit für ein Outfit-Shooting - teilweise mit einem kleinen Foto-Bomber namens Chiller

Weil ich bei Tina und Sunny gelesen hatte, dass derzeit wieder Krawatten in der Damenmode Einzug gehalten haben, kramte ich in den vergangenen Wochen mehrmals jene Seidenkrawatten hervor, die ich Edi vor ein paar Jahren abgeknöpft habe. Ihr könnt hier meinen Beitrag von 2019 dazu anklicken. Und hier einen Krawatten-Trendguide. Ihr seht also: Ich bin super-trendy. Und das schon seit JAHREN 😜


Um den Hals mag ich Krawatten an mir nicht - ich bevorzuge die Gürtel-Variante. Und da derzeit ein paar Hosen zu rutschen 
begonnen haben, kann ich sowieso ein paar Gürtel mehr brauchen 😉 

Besuch von Mimon 🥂

 
Eine recht ähnliche Kleidungs-Kombination trug ich auch, als uns Ende März unsere Freunde "Mimon" (Michael und Monika) besuchten - jedenfalls waren die Krawatte, der Farbmix von schwarz und rot sowie das Fransen-Häkeljackerl identisch... und beide Anzüge waren gleichermaßen bequem.
 

 

Einchecken im Papierfabrik Varieté ✈ 

 
Ebenfalls gegen Ende März hatten wir wieder einmal Tickets für eine Show in der Papierfabrik. Unter dem Titel "Checking in - Chaos auf der Landebahn" wurde uns eine unterhaltsame und spannende Geschichte von falschen Piloten, skurrilen Passagieren und einem turbulenten Flug erzählt. 
 
 
 
 
Natürlich wurde dabei wieder jede Menge Artistik geboten - z.B. von diesem Burschen hier:
 
 


Eine Jacke für alle Fälle 🧥

 
Die Second-Hand-Raulederjacke von Momox Fashion leistete mir in dieser Zeit mehrfach gute Dienste - hier zum Beispiel mit der weinroten Bluse, die ebenfalls von Momox stammt und die ihr aus dem letzten Post kennt. Die Hose ist alt und gehört zu den Kleidungsstücken, die jetzt wieder bequemer sitzen. Und ja: Auch bei diesem Outfit habe ich eine von Edis Krawatten als Gürtel verwendet:



 
Hier noch zwei weitere Kombinationen mit der Lederjacke - allesamt mit schrankgeshoppter Kleidung. Den Patchwork-Maxirock mag meine Blogfreundin Angel schon seit Jahren ganz besonders an mir, deshalb heißt er für mich jetzt Angel's Rock 😊. Fotobomber-Katze Chiller findet vor allem, dass man sich dahinter gut verstecken kann 😼...



 

Ostern 2026 🐣🐇 

 
Mir war in diesem Jahr nicht allzu sehr nach Osterdeko - ein paar meiner Porzellanhasen durften aber immerhin durchs Wohnzimmer hoppeln. Außerdem kann ich euch zwei Fotos von einer witzigen Oster-Auslagengestaltung in der Fußgängerzone von Baden präsentieren. 
 
Könnt ihr euch noch an das Weihnachtsschaufenster erinnern, das ich euch in diesem Post von Dezember 2025 gezeigt habe? Der Laden für Spielwaren und Kinderkleidung bietet immer wieder originelle Tischgesellschaften. Rund um den Jahreswechsel hingen beispielsweise ein paar völlig derangiert aussehende Plüsch-Gestalten dort herum 😵😵‍💫 - die hatten ganz offensichtlich zu viel gefeiert 🍾🥂😅: 
 
 
Rückblick auf das Silvester-Schaufenster 🤪
 
 
Die Hasengesellschaft, die sich dort zu Ostern versammelt hat, wirkte hingegen ganz gesittet und genoss Karotten von blau umrandeten Tellern. Die Tassen auf der Anrichte und die Gläser auf dem fein gedeckten Tisch sind mein Beitrag zu Elizabeth' T Stands For Tuesday ☕🍸.
 
In der Karwoche kamen "Ratschenkinder" zu uns - eine alte Ostertradition in Österreich. Marie-Claire, die Frau meines Cousins Norbert, schickte mir Ostergrüße mit einem Foto ihrer beiden jüngeren Kinder, die ebenfalls mit Ratschen unterwegs waren (unten Mitte).
 
 
 
 

Radel-Partien 🚲🌿

 
Wir versuchten auch in diesem Frühjahr zu so viel Bewegung wie möglich zu kommen - das heißt, wir verbanden kleinere Wanderungen oder Spaziergänge mit Anita-Besuchen, trainierten im Fitnesszentrum, wenn Zeit dafür war, und Edi ging laufen *). 
 
*) Wie ihr wisst, habe ich vor kurzem ebenfalls einige Lauf-Versuche gestartet, doch zuletzt hatte ich dabei kein so gutes Gefühl (ich weiß nicht, ob es meinen Beinen so gut tut) - deshalb ging ich lieber wieder walken oder stieg auf mein Fahrrad. 
 
Hier unten habe ich ein paar Fotos von zwei kleinen Radausflügen im März, als der Bärlauch gerade austrieb und neben einem Radweg hübsche rosa Hyazinthen blühten. Der Fluss, an dem ich vorbeiradelte, führte nur wenig Wasser - auch die Bauern stöhnen, denn der Frühling in unserer Region bot zwar teilweise recht starke Temperaturschwankungen, war aber viel zu trocken.




Mein cooler Second-hand Mantel 😎

 
Manchmal lag aber doch etwas Regen in der Luft 💦. Und wenn kein Wetter für die Lederjacke und auch keins für Radausflüge war, durfte ein weiteres bei Momox fashion erstandenes Kleidungsstück aus dem Schrank: mein "preloved" schwarzer Kunstledermantel. Er hat mir vom Foto her auf den ersten Blick gefallen. Ein Kleidungsstück, das ich gern schon gehabt hätte, als ich noch jung war und fast ständig schwarz trug. 
Inzwischen bin ich bunter, aber ein Mantel wie dieser gefällt mir immer noch. Und als ich spürte, dass er sich wie weiches Leder anfühlt, war die Begeisterung noch größer. Einziger Nachteil: Dieser Mantel hat keine Knöpfe oder sonstigen Schließen. Er ist wohl einzig dazu da, offen getragen zu werden und dabei cool auszusehen. Doch wenn es nötig ist, behelfe ich mir mit einem schwarzen Stretchgürtel aus meinem Fundus. Und mit Schals.
 
 
 
 
 

Der Astronaut – Project Hail Mary 🚀

 
Unter anderem warf ich mich für einen Kinobesuch in diesen Mantel. Das bequeme Darunter war ein schwarzes Shirt, meine schwarz-bunte Kimono-Jacke und eine schwarze Stretchhose, die ich eigentlich als Gymnastikhose gekauft habe, aber so gerne an mir mag, dass ich sie eher zu Hause - und manchmal auch zum Ausgehen - trage. Dazu meine Öko-Bio-Stiefletten mit den roten Schuhbändern und mein rot-getupfter Schal.
 
Fotografiert hat Edi mich vor dem Mural in der SCS, das ich euch HIER schon genauer gezeigt habe. Gleich daneben befndet sich das Kino, in dem wir uns diesmal den Film Der Astronaut – Project Hail Mary mit Ryan Gosling ansahen. Die Romanvorlage stammt - wie schon bei dem Film Der Marsianer - von Andy Weir. Und in beiden Fällen hat uns sowohl das Buch als auch die Verfilmung sehr gut gefallen, weil jeweils der Mix einer spannenden Story mit Humor und Herzenswärme für uns passte. 
 



Vögel und Schmetterlinge 🐦🦋  

Nun habe ich wieder etwas Natur für euch - größtenteils aus unserem Garten: Im frühen Frühling, als die Sträucher und Bäume noch nicht so stark belaubt waren, konnten wir einige Singvögel an den Futterstationen beobachten: Zunächst waren es hauptsächlich Kohlmeisen, später kamen Grünfinken dazu, die vermutlich in der Nähe ein Nest haben oder hatten. Auch Amseln nisteten wieder in unseren Büschen. 

Ein brauchbares Foto gelang uns aber nur von dem Sperling, und von unserem "speziellen Gartengast", dem Fasanenhahn, konnten wir diesmal mit der Sony durchs Fenster auch ein paar bessere Bilder als zuletzt knipsen. Durchs "weichzeichnende" Fliegengitter fotografierte ich ein Europäisches Rotkehlchen. Und gehört haben wir (laut MerlinApp) außerdem eine Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla) - die kenne ich aus dem Wald, aber hier im Garten hatten wir sie, soweit ich weiß, noch nicht.

An Schmetterlingen konnte ich im April-Garten einen C-Falter (Polygonia c-album) und einen Kleinen Fuchs (Aglais urticae) fotografieren und beim Walken ein Tagpfauenauge  (Aglais io)

 


Hemdblusenkleid mit japanischem Gürtel 👘

 
Weil es gerade gut zu den Farben der obigen Collage passt, zeige ich euch nun eine neue Kombination mit meinem Gudrun-Sj*den-Mantelkleid: Das Darunter ist viele Jahre alt und meinen regelmäßigen LeserInnen bekannt, aber der Gürtel ist neu. Es handelt sich um den zweiten Wendegürtel, den ich mir aus dem von der Japanreise mitgebrachten Obi schneidern ließ. (Im vorigen Post saht ihr den anderen Gürtel und seine dunklere Seite.) 
 

 

Mit Jamie bei den Tieren vom Marchfeld 🌳🐐

In meinem Winter-Rückblick von Anfang März erzählte ich euch u.a., dass wir mit Jamie die Wildpferde von Marchegg besucht haben. Dieses WWF-Naturreservat in den Marchauen ist aber noch für eine zweite Tierart berühmt: Hier nistet die größte Weißstorchkolonie Mitteleuropas in Bäumen (und teilweise auch auf Schornsteinen), und die wollten wir unserem Enkelkind ebenfalls zeigen. Also unternahmen wir am 18. April einen Ausflug mit ihm. Jamie war vor allem beeindruckt von der Größe der Vögel, als sie über uns hinwegflogen. Aber wir konnten ihn davon überzeugen, dass sie keine Menschen fressen 😅.

In diesem Blogbeitrag von 2022 zeigte ich euch viele Fotos der Störche und erzählte euch außerdem, dass das Reservat Lebensraum für zahlreiche weitere Tiere ist - z.B. für den Rotmilan (Milvus milvus). Damals bekamen wir keinen zu Gesicht, diesmal aber schon - sogar ziemlich spektakulär, denn wir erlebten einen Luftkampf zwischen dem Milan und einem Turmfalken. Fotos gelangen uns aber keine - wir hatten wieder einmal nur unsere Smartphones dabei... 

 

 
 
Anschließend fuhren wir mit unserem Enkelsohn weiter zum Barockschloss Hof: Bei diesem Marchfeldschloss gibt es nicht nur einen riesigen Spielplatz, der Jamie begeisterte, sondern auch jede Menge Tiere, die sich teilweise sogar streicheln lassen (Ziegen & Schafe im Streichelzoo) oder sehr nah herankommen (wie das süße Ziesel). 
 
Schloss Hof und seine Viecher (und weitere Marchfeldschlösser) habe ich euch in diesem Post von 2020 schon näher vorgestellt. 



Outfit-Variationen in Lila und Olivgrün 💜🌿

Die frühlingshafte Natur macht's uns ja immer wieder vor, und auch bei Sunny konnte ich es lesen: Lila- und Grüntöne (bzw. Oliv) sind auch modisch betrachtet eine angesagte Kombination im Jahr 2026. Zum Glück besitze ich schon seit vielen Jahren Kleidungsstücke in diesen Farben (genauer gesagt: die Cordjacke habe ich vor langer Zeit von beige auf Lila umgefärbt). Die Schuhe kennt ihr von meinen Lauf-Versuchen. Sie sind aber auch zum Gehen mordsbequem - und passen zu diversen Lila-Oliv-Mixturen: 

 

Hier ist außer den Laufschuhen nur der Gürtel "neu" (aus dem Second-Hand-Henry-Laden)


Murals aus Kanada 🎨

 
Ich kann euch diesmal kein aktuelles Wandbild aus Österreich bieten. Aber ich habe euch von unserer Kanada-Asien-Reise noch längst nicht alle gezeigt. 
 
Hier kommen zwei aus der Ende März vorgestellten kanadischen "Mural-Stadt" Chemainus, die ich ausgewählt habe, weil darin Bäume eine Rolle spielen 🌳 (Okay, in Chemainus spielen auf vielen Murals Bäume eine Rolle... schließlich handelt es sich um einen Ort, der durch die Holzverarbeitung zu Wohlstand kam... aber ich meinte natürlich lebendige Bäume!) 


 

Mit dem Baum im Klosterwald hat dieser Blogbeitrag begonnen, mit gemalten Bäumen endet er - und so schließt sich der Kreis... wie sich auch Lebenskreise eines Tages schließen.

Obwohl uns die so plötzlich aufgetretene Erkrankung Anitas und ihr jäher Tod ziemlich stark mitgenommen haben, versuchen wir dies alles als Teil des Lebens anzunehmen. Soweit wir wissen, ereilt es jeden von uns eines Tages, früher oder später. Und wenn wir zu jenen gehören, die es später ereilt, werden die Abschiede mehr.

Vielleicht gelingt es uns nach und nach, diese Abschiede ein wenig mehr so zu betrachten wie in dem obigen Gedicht: als Weiterreise eines lieben Menschen, der uns vorausgegangen ist.
Vielleicht besteht die Kunst des Lebens letztlich nicht darin, den Schatten zu entkommen, sondern trotz allem das Licht nicht aus den Augen zu verlieren.
Und vielleicht wird dann eines Tages sogar aus dem Weinen wieder ein leiser "Lächelnschimmer" 💚


 

Alles Liebe & 
herzliche Rostrosen-Grüße,

T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: