Mittwoch, 14. November 2018

ANL # 35 - nachhaltige Capsule Wardrobe - weit weg von "fad"!

Servus ihr Lieben!

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In meinem vorigen ANL-Beitrag erzählte ich euch ausführlich, weshalb es für die Welt und für
 euch selbst besser ist, möglichst auf Aluminium zu verzichten. Danke für eure zahlreichen
engagierten Kommentare und eure Verlinkungen dazu!

Leider schaffe ich es nicht in jedem Monat, einen gut recherchierten und ausführlichen ANL-Beitrag 
über brennende Umweltprobleme auf die Beine zu stellen. Diesmal kam ich ziemlich ins Trudeln, als 
ich feststellte, wie nah die Monatsmitte bereits ist und dass ich noch nichts für ANL vorbereitet habe. 
Die Inspiration für mein heutiges Posting überkam mich schließlich, als ich zwei Kleidungsstücke 
aus meinem vor-vorigen Blogbeitrag nebeneinander sah:




 Diese beiden Kleidungsstücke hatte ich in meinem Posting Herbstbunt und Novembergrau 
getrennt voneinander getragen. Eines davon ist 33 Jahre alt, das andere aus fairem Handel. Ich
wäre offen gestanden nicht "einfach so" auf die Idee gekommen, sie miteinander zu kombinieren.

Doch als sie nun so nebeneinander lagen, fiel mir 
einerseits auf, dass sämtliche Farben des Seidengilets (das sich seit 1985 in meinem Besitz 
befindet) auch in meinem Regenbogenrock vom Weltladen enthalten sind. Andererseits fiel mir
 auf, dass das Muster des Gilets zwar geblümt ist, aber dass die Struktur des Stoffes Längsstreifen 
enthält - ebenso, wie die einzelnen Bahnen des Rockes längsgestreift sind. Ich suchte ein Shirt, 
das mit den Farben des Gilets harmoniert, fand in meinem Schrank ein grünes, probierte den
Regenbogenrock zu beidem an - et voila: Ich finde, dieser ungewöhnliche Mix funktioniert prima!




Ich überlegte, ob es weitere Kleidungsstücke aus dem Herbstbunt und Novembergrau-Beitrag
gibt, die dieses Outfit gut ergänzen könnten und blieb an diesen beiden Stücken hängen: Der
senfgelben, knopflosen Jacke und dem Dreieckstuch in verschiedenen Rottönen:


 


Zuerst versuchte ich die obige Kombination nur mit der Jacke - und fand, dass sie eine schöne
Farbklammer für beide Teile darstellt, denn der Gelbton findet sich sowohl im Gilet als auch im
Rock:



 
Und dann kam auch noch der flauschige wärmende Schal dazu - er greift in Gesichtsnähe noch
einmal die Rottöne auf, die allesamt in den unteren beiden Bahnen des Rockes enthalten sind - und
auch er hat Streifen zu bieten:




So viel also als Erklärung, wie ich zu meinem heutigen Thema kam: Denn dieses (eindeutig
 nachhaltige) Outfit, das ich aus Bestandteilen anderer Outfits gemixt habe und das eine wunderbare
Grundlage für eine rostrosige Capsule Wardrobe darstellt, enthält kein einziges "farbneutrales" oder
langweiliges Stück!

Wenn ich 
mir hingegen somanche im Internet vorgeschlagenen Capsule Wardrobe so ansehe, bekomme ich
- UUUAAAAAAAAAAAAAAAAAH! - leider das große GÄHNEN ... Viele der minimalistischen 
Garderoben bestehen (weil leicht zu kombinieren) hauptsächlich aus einfärbigen Kleidungsstücken 
in schwarz, weiß, grau, dunkelblau oder beige. Und an Mustern findet man vor allem Ringel und 
Karos vor, zuweilen auch dezente Pünktchen oder Streublümchen. Nach mutigen Stücken sucht
man bei vielen (nicht bei allen 😉) Capsules vergebens!


Zwei aktuelle Capsules: Es sind zwar manche schöne Teile dabei, aber hier mangelt es mir deutlich an Abwechslung, 
Farbe und Modespaß! Bildquellen: KLICK und KLICK
 

 Ich würde aus Langeweile eingehen, hätte ich NUR solche Stücke im Schrank!

Versteht mich nicht falsch - ich meine nicht, dass jeder Mensch so bunt herumlaufen muss wie
ich an meinen Farbenlust-Tagen. Auch für mich ist das oben gezeigte Outfit nichts, das ich an
jedem Tag tragen möchte - aber an Tagen, wo ich Farbe brauche, ist es wunderbar und macht
 viel Spaß!

An den gezeigten Kleidungsstücken in den Capsules ist im Grunde auch nichts auszusetzen. Als
Kombinations-Alleskönner sind sie tolle Basisteile. Wie ihr hier im Blog bereits lesen konntet, gab
es bei mir in jüngeren Jahren eine schwarze Phase, da benötigte ich nichtmal all das Beige und Grau
und Weiß dazu. Viel zu viel Ablenkung vom schönen Schwarz! Doch diese Phase ist längst vorüber.
Für mich stellen diese kombinationsfreudigen Töne mittlerweile eine Leinwand dar, auf der man das
restliche Outfit entwerfen kann - aber eben vor allem das. Und kein bisschen mehr.

Auch jetzt habe ich Kleidungsstücke in meinem Schrank, die dezent sind; viele davon habt ihr
schon oft gesehen. Mein Bio-Leinenrock in taupe, den ihr in einer der Collagen weiter oben seht, 
ist ein gutes Beispiel für einen idealen Kombipartner - er ließe sich u.a. natürlich auch prima
 mit dem grünen Shirt und dem Seidengilet aus dem Beispiel mit dem Regenbogenrock mixen!
 Und das Shirt mit Bienenwaben- oder Echsenschuppenmuster, das ich zu dem Rock trage, passt
auch prima zu der gelben Hose, die ich neulich zum alten Gilet trug.)


Ein paar neuere Kombis - und ein paar aus früheren Jahren...



 An ausschließlich neutralen Einzelteilen ist auch dann nichts auszusetzen, wenn sehr wenig
Budget zur Verfügung steht und daher nur wenige Teile angeschafft werden können. (In diesem
Fall rate ich aber zum Aufpeppen der dezenten Garderobe mit bunten Tüchern oder interessanten
Stücken vom Flohmarkt oder aus zweiter Hand.) Sonst fallen mir bloß noch folgende Begründungen
ein: Man hat eigentlich keine Lust, sich mit Kleidung zu beschäftigen, man kann Muster und Farben
nicht leiden, man fühlt sich durch Überlegungen, welche Kleidungsstücke zueinander passen könnten,
überfordert oder die Fantasie befindet sich gerade auf Urlaub im weit entfernten Ausland.  

👞👚👗👛👖👡👘👝👠👕👢
 
Da vermutlich viele von euch, die bis hierher gelesen haben, sich durchaus für Mode bzw.
für Kleidung interessieren (oder zumindest für einen entspannteren Umgang mit ihren Kleider-
schrankinhalten), möchte ich als nächstes ein paar Punkte niederschreiben, bei denen es
sich nach meiner Auffassung um Irrglauben im Zusammenhang mit minimalistischen
Garderoben handelt.


Irrglaube 1:
Eine Capsule Wardrobe sollte hauptsächlich aus dezenten, ungemusterten Basisteilen bestehen.
Falsch! Das sollte sie nur dann, wenn ihr bereits einen Schrank voll mit dezenten Teilen
habt und euch dieser Stil begeistert. Wenn ihr auf spannende Schnitte oder Muster steht, außerdem
viele bunte Teile in eurem Schrank habt und/oder Freude an Farbe verspürt, wäre es doch traurig,
euch von diesen tollen Teilen zu trennen und dann nur noch in farbneutralen, ungemusterten Stücken
herumzulaufen. Gerade das eine oder andere ausgeflippte, auffällige oder besonders edle
Kleidungsstück bringt in eine Garderobe das gewisse Etwas. Außerdem besitzen mehrfarbige
Klamotten den großen Vorteil, dass jede in ihnen enthalten Farbe neue interessante
Kombinationsmöglichkeiten bietet.
 
Wenn euch ein Farbton gut steht, sind garantiert auch damit viele Kombinationen möglich. 
Schaut mal, hier unten zeige ich euch einen weiteren Mix mit der senfgelben Jacke und dem 
Dreieckstuch von oben - diesmal mit meinem schwarzbunten Sommer-Maxikleid, das ihr auch 
schon lange kennt - und das in meinen Augen sogar SEHR GUT in eine Capsule Wardrobe passt:

 


Alternativ zu einem "richtigen Kleidungsstück" kann auch ein Accessoire
wie z.B. ein passendes, farbenfrohes Tuch jedes Outfit verwandeln. Gut zu erkennen in diesem
 Beispiel aus einem vier Jahre alten Posting, in dem ihr dasselbe Sommer-Maxikleid mit
einem blauen Seidentuch seht - die Wirkung des Kleides ist eine ganz und gar andere. Und wie
euch bestimmt auffällt, kommen in dem Kleid sowohl Farbtöne vor, die dem der Jacke als auch
 dem des Seidentuches entsprechen. Ich finde: Je mehr Farben ein Muster enthält, desto 
vielfältiger sind die Möglichkeiten der Kombination!



Irrglaube 2:
Bei einer Capsule Wardrobe muss jedes Stück mit jedem kombinierbar sein.
Nein, muss nicht - solch ein Zwang schränkt viel zu sehr ein! Wenn es genügend gut kombinierbare
Basisteile gibt, bringen Kleidungsstücke, die den Stil etwas sprengen oder nur mit wenigen Teilen
kombinierbar sind, erst die richtige Spannug in die Garderobe. Falls ihr euch fragt, wieviele Teile
solche eine Capsule denn beinhalten sollte: Viele Blogger und Stylisten, die ihre Garderobe nach
dieser Methode organisieren, schwören auf die Zahl 37 (inklusive Schuhen, Ober- und Unterteilen
und Jacken). Hier ist Näheres zu diesem Thema ganz gut beschrieben. Ich denke, es macht Sinn,
sich auf 30 bis 50 Teile zu einigen. Aber auch da sollte es kein "Muss" geben.


Teile meiner Island-Reise-Capsule-Wardrobe
 

Bei einer Urlaubs-Capsule genügen natürlich weniger Teile. Aber auch da gehören meiner
Meinung nach ein bis zwei "freche Ausreißer" dazu, die nicht unbedingt Kombinations-Wunder,
aber stattdessen Eye-Catcher sind. Mein Koffer für unsere Island-Reise enthielt beispielsweise
gleich mehrere auffallende Teile. Interessanterweise ließen sogar DIE sich untereinander gut
mixen, weil die Farben und Muster miteinander harmonierten:





 Irrglaube 3:
Besondere Stücke sind teuer.
Kann sein, muss aber nicht sein. Ich habe einige meiner besonderen Stücke auf Flohmärkten,
auf Reisen oder in Second-Hand-Läden erstanden, und da waren sie keineswegs teuer. Andere Teile
in meinem Schrank wiederum stammen von halbwegs bekannten Marken bzw. von Herstellern
qualitativ hochwertiger Modelle, aus Bio- und Fair-trade-Produktion... und diese Teile haben
natürlich ihren Preis. Aber da ich meine Kleidung mittlerweile sehr nachdenklich und gezielt
einkaufe, bleibt mir für solche Ankäufe auch mehr Geld übrig. Und ich kann durchaus bis zum
Sale warten, da habe ich mir schon einiges erspart...


Irrglaube 4:
 Wenn du etwas ein Jahr lang nicht getragen hast, wirst du es nicht mehr tragen wollen - 
Kleiderschrank ausmisten ist gut für dich.
Ich sage mal: Kommt darauf an! Es bringt natürlich nichts, wenn ihr Klamotten aufhebt, die
euch definitiv nicht mehr passen oder stehen, die von schlechter Qualität sind oder in denen ihr
euch noch nie wohl gefühlt habt.

Trotzdem meine ich, dass sich vor dem Weggeben mancher Teile ein zweiter
Blick beziehungsweise die Frage lohnt: "Warum steht mir das Kleidungsstück nicht? Warum trage
ich es nicht gerne?" Liegt es an der Farbe? Am Schnitt? Lässt sich daran eventuell etwas ändern?
Denn manchmal kann man einem Kleidungsstück mit einer neuen Farbe oder einer Naht an der
richtigen Stelle, mit einer Spitzenborte am Saum, einem Aufbügler auf einem Fleck etc. ein
neues, schönes Leben verleihen. Selbst ich als Nicht-Näherin habe es geschafft, ein paar Röcke
 zu kürzen und somit zu Lieblingsteilen zu machen (so z.B. den oben schon gezeigten
roten Wickelrock aus Indien) - und mit umgefärbten Stücken ging's mir ebenso.

 
Fotos aus DIESEM Posting von 2015. Das Shirt ist übrigens dasselbe, das ich oben zu meinem alten Gilet trage.



Auch dass etwas unmodern geworden ist, ist kein Grund zur Trennung. Die meisten Moden kehren
zurück - und außerdem: Wenn mir etwas steht, ist es mir schnurzpiepegal, ob etwas modern ist oder
nicht. Dann trage ich es, wenn ich Lust darauf habe. Und wenn mir etwas nicht steht oder ich etwas
unpraktisch finde, ist es mir ebenso egal, ob es als modisch angepriesen wird. 
 
Wie ist das also jetzt mit dem Credo "Wenn du etwas ein Jahr lang nicht getragen hast, dann
weg damit!"??? Mir kommt fast vor, solche Aussagen kommen von der Industrie, damit man dann
DOCH wieder etwas Neues kauft, weil ja Platz in der Garderobe ist! Der eben gezeigte Rock hätte
ein Opfer dieser Regel werden können. Das oben gezeigte Seidengilet ebenso. Und auch der
taupefarbige Maxirock hing eine Weile - vermutlich länger als 12 Monate - ungeliebt herum, weil
ich einfach keine Lust auf ihn hatte.


Die kurzärmelige Strickjacke, die ich euch zuletzt in diesem Posting gezeigt habe, war jahrelang ein Schrankmonster - bis 
ich sie dank Elas Schrankmonsteraktion wieder entdeckte und seither eine große Zahl von verschiedenen Outfits damit 
kreierte.


Was man gefühlt zu oft trägt, kann man zwischendurch mal satt bekommen. Ich finde, wenn man
sonst genug anzuziehen hat, sollte man das betreffende Kleidungsstück in diesem Fall sogar gezielt
und bewusst für zwei drei Jahre in die hinterste Schrankecke verbannen. Und es eines Tages
hervorholen wie ein nagelneues, eben erst gekauftes Teil: Nach dem Motto "Ja, was haben wir denn 
da? Einen taupefarbigen Maxirock aus Leinen!?! So einen wollte ich schon immer!"

Denn bei vielen Kleidungsstücken kehrt die Lust und die Freude, damit zu experimentieren,
wieder zurück (jedenfalls nach meiner Erfahrung) - und nun habe ich richtig Spaß an somanchen
alten Klamotten! Vielleicht auch, weil im Verlauf der letzten Jahre ein neuer Kombipartner
dazugekommen ist? Kein Wunder also, dass ich den o.g. Glaubenssatz für Bullshit halte, oder?


Und wieder die senfgelbe Jacke, diesmal mit dem Rock vom Henry-Laden, meinem Fashion-is-a-Passion-Shirt und 
einer alten grauen Kapuzenjacke, die vor Ewigkeiten mal zu einem Hosenanzug gehörte.



Irrglaube 5:
Eine Capsule Wardrobe ist immer nachhaltig.
 Nicht unbedingt. Denn ich habe bereits über Damen gelesen, die ihren Kleiderschrank
weitgehend leeren, um sich 37 neue Teile zu kaufen, die sie dann gerade mal eine Saison lang
tragen. Dann haben sie die Teile satt, werfen sie auf den Müll und kaufen für die nächste
Saison 37 weitere nagelneue Teile... Das geht ziemlich am Sinn der Sache vorbei. Hat aber
vielleicht damit zu tun, dass die Kleidungsstücke, die in diesen Capsules enthalten waren,
keine wirklichen Lieblingsteile waren, sondern gekauft wurden, weil "so etwas eben in eine
Capsule Wardrobe gehört"... und nach ein paar Monaten kann man das Zeug einfach nicht
mehr sehen.


Irrglaube 6:
Eine Capsule Wardrobe ist nur nachhaltig, wenn die Teile aus Bio-Produktion stammen.
Unfug. Natürlich ist es besser für die Welt, wenn man beim Ankauf von Neukleidung nach
Möglichkeit auf die Umweltfreundlichkeit der verwendeten Materialien achtet. Aber die
nachhaltigsten Kleidungsstücke sind die, die gar nicht erst neu produziert werden müssen.
(Das gilt übrigens in gewissem Sinne auch für selbst genähte Kleidung: Denn auch die
dafür verwendeten Stoffe müssen ja erst einmal erzeugt werden ... Nähen mit alten Stoffen
bzw. Second-Hand-Kleidung umnähen ist demnach umweltfreundlicher...)



Eine Kombi aus früheren Jahren: Noch einmal der Rock vom Henry-Laden und die ehemalige Schrankmonster-Strickjacke


Also: Kleidung, die ihr schon besitzt und möglichst lange tragt, ist prima. Kleidung aus zweiter
 Hand muss auch nicht extra für euch neu hergestellt werden - ihr gebt den Klamotten ein neues
Leben und euch selbst ein neues Kombistück. Ein Stück gern zu haben und oft zu tragen, selbst
wenn es nicht "öko-bio" ist, ist deutlich besser als ein Öko-Vorzeigemodell, das ihr an euch
dann doch nicht so mögt. Kauft also besser euren TRAUM-Mantel oder die Jacke in der perfekten
Farbe, selbst wenn sie nicht aus Biostoffen gefertigt sind, und tragt diese Stücke dann jahrelang.
Und wenn ihr sie nicht mehr tragen könnt oder wollt, gebt sie weiter - verkauft oder verschenkt
sie... Das ist ein besserer und nachhaltigerer Kauf als ein Bio-Wollmantel, den man nicht wirklich
mag und deshalb kaum trägt.

👞👚👗👛👖👡👘👝👠👕👢

So, ihr Lieben, das war es vorläufig mit diesem Thema. Dieses Posting war allerdings
ursprünglich etwas länger, als es jetzt ist, weil ich noch den Punkt Wie kommt ihr also nun 
zum perfekt gefüllten Kleiderschrank? und ein paar passende Tipps angefügt hatte. Ich habe
mich entschieden, daraus einen extra-Blogbeitrag zu machen, weil dieser hier ohnehin schon
recht lang ist. Demnächst geht's also Capsule-Wardrobe-mäßig weiter...







Auf eines möchte ich euch am Ende meines heutigen Beitrags noch schonend vorbereiten: Dies
ist mein vorletzter regelmäßiger ANL-Beitrag mit Verlinkungsmöglichkeit! Ich werde am 15.
Dezember noch ein ANL-Linkup starten, und ich halte mir offen, im kommenden Jahr ab und zu
nach Lust und Laune ein Umweltposting (vielleicht sogar mit Verlinkungsmöglichkeit) zu posten,
doch mir sind solche regelmäßigen Aktionen aktuell leider zu viel, deshalb habe ich beschlossen,
herunterzuschrauben.



👞👚👗👛👖👡👘👝👠👕👢
 
Nun, ihr Lieben, seid wieder ihr an der Reihe mit euren Blogbeiträgen, die
die Welt ein Stückerl besser machen. Denkt daran: Jede gute Idee kann ansteckend wirken! Habt 
keine Scheu, auch Ideen zu posten, die euch "klein" erscheinen.

(Oh - und weil die Frage aufkam: Es macht
 absolut nichts, wenn die Verlinkung nichts mit "meinem" Thema - also im Fall von neulich mit
Aluminium oder Recycling - zu tun hat... Hauptsache es geht in eurem Beitrag etwas, mit dem ihr
die Welt zu einem besseren Platz macht bzw. das die Umwelt zu schonen versucht und zu den
Begriffen Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Lebensqualität passt.)


Denkt bitte auch daran, in euren Postings mit 
folgendem Link auf die Aktion A New Life hinzuweisen: http://rostrose.blogspot.co.at/p/anl.html 
Unter diesem Link findet ihr auch weitere Informationen und Tipps zu ANL!


Herzliche Grüße von eurer Traude



Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, Sunnys Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
der Gartenglück-Linkparty, bei Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB


HIER GEHT'S ZUM LINKUP:


Samstag, 10. November 2018

Thailand-Reisebericht - Teil 7 - Chiang Rai - Chiang Mai

 ... oder Ein KARAOKE-Abend in Thailand?????


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Sawatdii Kah, liebe ReisefreundInnen!


6. Tag, 25. Februar 2018
Herzlich willkommen zur Fortsetzung meines Thailand-Reiseberichts! Auch dieser sechste Tag
war wieder sehr inhalts- und abwechslungsreich! Gleich nach dem Frühstück zeigte uns unsere
Reiseleiterin Birgit eine Sehenswürdigkeit, die nicht einmal im offiziellen Reiseprogramm stand,
obwohl sie sich während der letzten Jahre zu einem der Wahrzeichen von Chiang Rai entwickelt
hat: den sogenannten "Weißen Tempel" oder  
Wat Rong Khun


Die vom Architekten Chalermchai Kositpipat konzipierte kunstvolle Anlage trägt auch noch einige passende 
Spitznamen wie Eispalast oder Hexenhäuschen.


Da unser Besuch ein
außerplanmäßiger und der Tempel noch geschlossen war, konnten wir die Anlage nur von außen
 bewundern, doch auch dabei gibt es schon sehr viel Nahrung für die Augen. Der Wat Rong Khun
bietet zwar Elemente, die man auch von anderen Tempeln kennt, einiges ist dann aber doch
ganz anders... und es blitzt auch da und dort ein etwas schräger Humor oder Sinn für Skurrilität
durch. HIER könnt ihr über den Wat Rong Khun einen interessanten Artikel lesen, und HIER ist
noch ein informativer Beitrag. Ich denke, ein Besuch des (noch lange nicht fertigen) Tempels lohnt
sich auf jeden Fall. Doch selbst der Blick von außen ist sehr ergiebig.


 


  Da wir nicht in die Anlage hineingingen, konnte ich die Zeit jedenfalls zu einem kleinen Flirt
mit dem hübschen blaugrünen Außerirdischen nützen, den ich euch in diesem Post schon einmal
vorgestellt habe. Herrn Rostrose war dies wohl gar nicht recht, denn wie ihr in den folgenden
Collagen sehen könnt, drängte er sich zwischen uns:




Bald schon ging es weiter - ab nun in südwestlicher Richtung. Von Thailands nördlichster
 Provinzhauptstadt Chiang Rai sind es etwa 200 Kilometer bis nach Chiang Mai. Eingebettet in
die schöne, grüne Berglandschaft Nordthailands sieht man zahlreiche Felder - überwiegend
wird hier Reis angebaut, aber auch Gemüse oder beispielsweise Cashewnüsse, die eine beliebte
Zutat in Thai-Speisen darstellen. Einer unserer Zwischenstops galt einem Laden, in dem wir
verschiedene Sorten von Cashews verkosten und kaufen konnten. Botanisch betrachtet handelt
 es sich dabei übrigens nicht um Nüsse, sondern um die Kerne der so genannten Cashewäpfel -
und Cashewbäume stammen ursprünglich aus Brasilien.




 Was man wissen sollte: Cashewkerne sind gesunde, leckere und sogar stimmungsaufhellende 
Energielieferanten, allerdings ist ihr Anbau zuweilen nicht ganz unproblematisch. Einerseits sind
 die Transportwege nach Europa weit und häufig werden Erntehelfer und auch Kinder ausgebeutet.
Andererseits ist der Anbau dieser Früchte für die Menschen mancher Regionen eine wichtige
Einkunftsquelle. Wie so oft weiß man auch hier nicht, wie man's richtig macht. Ihr könnt euch aber
z.B. beim Utiopia-Ratgeber über dieses Thema informieren. Mit Cashew-Kernen aus Fair-Trade-
Bio-Anbau könnt ihr jedenfalls nicht allzu viel falsch machen.

Wie wir allerdings am Kunden-WC des Cashew-Ladens erfuhren, kann man beim Benützen der
Toilette einige fatale Fehler begehen - schaut mal auf die beiden Plakate, die dort hingen 😝:


Was lustig auf uns wirkt, hat einen ernsten Hintergrund: Unsere Reiseleiterin klärte uns darüber auf, dass es tatsächlich oft 
schlimme Unfälle vor allem mit Zuwanderern / aus ländlichen Regionen und einfachen Verhältnissen stammenden Menschen
gebe: Sie kennen bloß die asiatischen Hocktoiletten, balancieren daher auf dem Rand der WC-Schüsseln - dabei kann das 
Porzellan brechen und schwere Schnittverletzungen können die Folge sein.


Als nächstes hielten wir bei heißen Schwefelquellen,
wie es auf der Strecke Chiang Rai - Chiang Mai offenbar mehrere gibt. Da wir in der Nähe der
Kurstadt Baden bei Wien leben und erst im Jahr 2017 Island besucht haben, sind solche heißen
Quellen, Schwefeldämpfe und auch Geysire für uns jetzt nicht die größte Sensation, aber wir fanden
es recht lustig, dass man sich hier einfach gleich neben den Parkplätzen an den Beckenrand eines
heißen Gewässers setzen kann und dass in einigen der Becken Eier gekocht wurden.







Also gönnten wir uns auch gleich ein Körbchen mit Wachteleiern plus Sojasauce zu unserem heißen
Fußbad. (Das Fußbad fand freilich in einem anderen Becken statt, in dem das Wasser keine 98,
sondern nur geschätzte 40 Grad hatte... Für mich war es trotzdem zu heiß. Aber die Eier schmeckten
mir 😋). Danach gab's dann noch einen "Vienna"-Kaffee - denn wie meine Blogfreundin Elisabeth
Firsching schon bei ihrer Weltreise festgestellt hat: Ein bisschen Wien ist überall!




Mit dieser kleinen Stärkung zwischendurch hielten wir es gut aus bis zum kurz danach
stattfindenden Mittagessen 😊😉😋. Das Restaurant, in dem wir unsere Mittagsrast einlegten, nennt
sich Country Coffee und führt als Markenzeichen eine Windmühle - beides nicht so ganz die
klassischen Hinweise auf Thailändische Küche, doch die Speisen schmeckten genauso wie es sein
sollte, nämlich köstlich asiatisch, von pikant bis spicy... und ein bisserl schaukeln konnten wir dort
auch 😊.




Nach unserer Mittagsrast stand die Besichtigung von landestypischen Handwerksbetrieben
auf dem Programm.





Im ersten Betrieb wurde uns die kunstvolle Bearbeitung von Teak- und Rosenholz vorgeführt.
Bei den Handwerkern, die wir sahen, handelte es sich übrigens ausschließlich um Frauen. Von
Wandschmuck über kleine und große Dekofiguren, Garten- und Indoormöbel, teilweise mit
feinen Schnitzereien und edlen Perlmutt-Intersienarbeiten verziert - wird hier alles angeboten,
was das Herz des betuchten Käufers begehrt, aber auch kleine touristische Mitbringsel kann man
im angeschlossenen Laden erstehen.





Unten beweist Edi, dass die ausgestellten Sitzbänke zum gemütlichen Zeitungslesen einladen.
Außerdem könnt ihr in dieser Collage einen näheren Blick auf die Opfergaben bei den kleinen
Geisterhäuschen werfen, über die ich euch HIER mehr erzählt habe. Wie deutlich zu erkennen ist,
erscheinen die Erdgeister, für die die Speisen und Getränke gedacht sind, zuweilen in Gestalt von
 Vögeln und anderen Tieren, um von den Gaben zu naschen...




Als nächstes besuchten wir eine Seidenmanufaktur. Hier führte man uns den langen Prozess der
Seidengewinnung vom kleinen Ei über die Raupe und Puppe bis zum fertigen Seidentuch vor.
Die Schmetterlinge und Raupen, die ihr unten sehen könnt, waren übrigens echt und lebendig.




Die Verarbeitungsvorführungen waren interessant und die Stoffe, die es im angeschlossenen
Laden zu kaufen gab, ausgesprochen schön. Doch wie schon beim Holzverarbeitungsbetrieb kauften
 wir auch hier nichts. Wir wollten weder unser Gepäck für den Inlandsflug am übernachsten Tag zu
sehr belasten noch unser Budget - und da ich noch von unserer zweiten Indienreise einen schönen,
aber nicht weiter verarbeiteten Seidensari-Stoff zu Hause liegen habe, bringt es wohl nichts, wenn
ich weitere Stoffe bunkere...




In der folgenden Collage könnt ihr einen Blick in unser Zimmer und die Halle im
Park Hotel in Chiang Mai werfen. Wir fanden vor allem die Betthäupter ziemlich
königlich.

Doch sehr viel Zeit, um den Anblick unseres Zimmers zu genießen, hatten wir leider nicht
zur Verfügung - an diesem Tag stand uns nämlich noch eine Abendunterhaltung bevor... und zwar
eine, vor der ich mich zugegebenermaßen fürchtete: Denn nach einem Blick ins Programm hatte
mein lieber Mann (etwas erschüttert) festgestellt, dass wir zu einem Karaoke-Abend fahren würden!




Ach du Schreck! Es gibt ein paar Dinge in meinem Leben, die ich nach Möglichkeit nicht in der
Öffentlichkeit tun möchte - singen gehört da eindeutig dazu. Wer mich je singen gehört hat, versteht
auch, dass ich öffentlichen Gesang nicht bloß zu meinem eigenen Schutz vermeiden möchte, sondern
dass ich dadurch gleichzeitig andere Menschen und ihr empfindliches Gehör zu schützen versuche.
Auch mein lieber Göttergatte hört zwar gern Musik, ist jedoch alles andere als ein begnadeter Sänger.
Und somit ist eine Karaoke-Bar wohl einer der letzten Orte auf Erden, an den wir uns freiwillig 
begeben würden. 

Wir waren zugegebenermaßen etwas verwundert, dass man bei einer Thailand-Reise solch eine
Tortur über sich ergehen lassen musste, da es sich bei Karaoke ja um eine japanische  Erfindung
handelt. Aber nachdem ich bereits gehört hatte, dass Karaoke im asiatischen Raum generell zu den
beliebten Freizeitbeschäftigungen zählt, hinterfragte ich die Sache nicht allzu intensiv.




Wie ihr seht, warf ich mich tapfer in Schale und hoffte einfach, dass ich aus der Gesangs-Nummer
irgendwie wieder herauskommen würde. Das ging dann leichter als gedacht. Denn mein lieber
Mann, der die Angewohnheit hat, bei Wörtern bloß die ersten und letzten Buchstaben zu lesen
und sich den Rest zusammenzureimen, hatte zwar geglaubt, dass das Reise-Programm einen
Karaoke-Abend ankündigen würde ... aber in Wirklichkeit stand da Kantoke-Abend! 😂😁😅




Bei einem Kantoke-Dinner handelt es sich um eine typisch nordthailändische Form des Essens:
Traditionell sitzen die nördlichen Familien beim Abendessen um einen "Khantoke", einen kleinen
runden Tisch. In der Touristengruppenversion war der Tisch lang und eckig, aber es gab runde
Tabletts, die mit den verschiedenen Gerichten des Nordens bestückt waren. Und dazu wurde auf
der Bühne eine Show aus anmutigen traditionellen Tänzen in hübschen, farbenfrohen Kostümen
geboten:


Ich fand die Kleidung der Tänzerinnen sehr inspirierend. Okay, auf einen Lampenschirm als Hut könnte ich zwar 
verzichten, aber das restliche Kostüm der Dame auf dem großen Bild hätte mir z.B. SEHR gut gefallen. Leider konnte ich 
etwas Ähnliches nirgendwo entdecken.



 Auch Tänze und Kostüme der Thailändischen Bergvölker sowie manche artistische und
martialisch wirkende Darstellung der männlichen Akteure wurde uns geboten. Karaoke-Gesang
gab's an diesem Abend jedoch von niemandem 😜... Und darüber war ich kein bisschen traurig!




Ihr Lieben, seid ihr wieder gern mitgereist? Dann lade ich euch herzlich dazu ein, auch beim
nächsten Reiseberichts-Kapitel wieder mit dabei zu sein - der letzte Tag in Chiang Mai und
Umgebung war zugleich unser intensivster Tag dieser spannenden Nordthailand-Rundreise!

Doch mein allernächster Blogbeitrag wird wieder ein ANL-Posting sein (ANL = Achtsamkeit
 + Nachhaltigkeit  + Lebensqualität = A New Life), denn ab 15. November gibt es eine neue
Möglichkeit für euch, eure umweltfreundlichen oder sonstwie zum Themenkreis passenden
Beiträge bei ANL zu verlinken. Ich hoffe, ihr seid auch da wieder eifrig mit dabei!


Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude





Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
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Color of the Month von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
der Gartenglück-Linkparty, bei Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB




Hier könnt ihr euch zu den einzelnen Kapiteln meines Reiseberichtes klicken:
Zur Startseite vom Reisebericht (Falls hier noch nicht alle Kapitel anzuklicken sind, könnt ihr euch
von der Startseite aus durchklicken! Die wird häufiger von mir aktualisiert 😊😉😎)

Dienstag, 6. November 2018

Herbstbunt und Novembergrau

[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-, 
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]

Servus, ihr Lieben!
🍁🍀🍂🍃🌾🍃🍂🍀🍁🌾🍁🍀🍂🍃🌾🍃🍂🍀🍁


 In meinem vor-vorigen Post zeigte ich euch einige meiner Herbst-Outfits in Herbstfarben,
gespickt mit Aufnahmen von herbstlichen Spaziergängen. In meinem vorigen Post nahm ich
euch auf einen Familienausflug mit, bei dem es weniger um Kleidung, stattdessen mehr um 
wieder die LiebhaberInnen von rostrosigen Klamotten-Mixen auf ihre Rechnung - aber ein 
paar Aufnahmen von einem Herbstspaziergang entlang des Flusses Fischa gibt es dazu 
ebenfalls zu sehen. 

 

 
Dem November wird ja gern nachgesagt, dass er ein grauer Monat ist. Angesichts der 
himmelblauen und laubbunten Spaziergangs-Fotos möchte man das zwar gerne anzweifeln, 
aber auch hier hat der November mittlerweile manchmal seine nebelgraue Seite gezeigt.

 
Keine Sorge, ich habe mich mit dem schönen, weichen Schal, den mir Ines schenkte, nicht erwürgt! 😜


Meiner Meinung nach fügen sich das Graue und das Herbstlich-Bunte jedoch zu einem sehr 
harmonischen Gesamtbild. Und das nicht nur in der Natur, sondern auch im Zusammenhang 
mit Kombinationen aus dem Kleiderschrank: Ob nun Silbergrau oder Taupe (also Maulwurfs-
Braungrau), Anthrazit oder Greige - diese Töne vertragen sich sehr gut mit allem, was 
"herbstelt". Unten seht ihr einige Beispiele - und da ihr die meisten der Kleidungsstücke
schon kennt, weil sie mich seit geraumer Zeit begleiten, muss ich dazu erstens nicht allzu 
viel erklären und zweitens fällt es abermals unter "Nachhaltigkeit".

(Hier zeigte ich euch übrigens bereits im Vorjahr eine Capsule Wardrobe mit Herbsttönen plus Grau mit ein
paar Kleidungsstücken, die euch auch heute hier begegnen ... und die sich von den heutigen Mixturen dennoch 
stark unterscheidet!)




 Okay, ich gebe zu: 
Das Seidengilet, das ich hier unten zu meinen bereits bewährten currygelben Jeans und dem 
neulich im Henry-Laden des Roten Kreuzes erstandenen grau-grünen Wolljanker trage, kennt 
ihr wohl noch nicht. Was keineswegs bedeutet, dass es neu ist: Es wurde mir im Jahr 1985 von 
meinem damaligen Freund Roman geschenkt. (Ja, ich bin eine "Aufheberin" - überhaupt von 
manchen "Liebesgaben". Vielleicht erinnert ihr euch noch an die schrullige Geschichte meiner 
Turnschuhe aus dem Jahr 1980 😜.) Allerdings ist nicht mehr alles "original" an dem Gilet... 





Eine Zeitlang trug ich es gerne, dann nicht mehr so sehr, denn es hatte Knöpfe, die bald 
abgeschabt aussahen. Dann fand ich in Omas Knopfsammlung einige Goldknöpfe, nähte sie an 
und belebte das Gilet wieder. Kurze Zeit später kackte mir eine fiese Taube auf den Rücken und 
verätzte den Seidenstoff 😖. Mein Verhältnis zu Tauben (und damit meine ich selbstverständlich
 die Vögel, nicht die Gehörlosen!) ist seither etwas gestört. Andere hätten die Seidenweste danach
vermutlich weggeschmissen - ich hingegen wartete, bis ich Näh-Hilfe bekam. Das dauerte zwar
ein paar Jahre, doch so ca. Mitte der 1990er nähte mir Marianne-Oma einen neuen Rückenteil an
das Gilet. Seither kramte ich es ab und zu hervor, in den letzten paar Jahren allerdings nur noch
selten, doch vorige Woche hatte ich mal wieder Lust darauf und stellte fest, dass der Gelbton im
 Muster mit dem meiner Hose zusammenpasst.




Am folgenden Ensemble kennt ihr wieder alles, aber noch nicht in dieser Zusammenstellung. 
Diesen farbenfrohen Mix trug ich zu einer nicht minder bunten Veranstaltung. Denn meine
Schulfreundin Judith, die ihr u.a. in diesem Post kennengelernt habt, spielt nicht nur in einer
Laientheatergruppe (darüber habe ich euch hier erzählt) - sondern ist außerdem 




Hula - nicht zu verwechseln mit dem Hula-Hoop-Reifen - ist eine Tanzform aus Hawaii, 
die traditionell sowohl von Männern als auch von Frauen getanzt wird. Die TänzerInnen
erzählen mit ihren Händen und ihren zumeist sehr weichen, anmutigen Bewegungen eine 
Geschichte ... von der Liebe, vom Meer, von der Schönheit - kurz von allem, was es wert ist, 
tanzend eine Geschichte zu erzählen.
 



Am 27. Oktober 2018 fand im Rahmen des Hula ‘Oni E Hula Festivals der erste Hula 
Wettbewerb in Wien statt - und die Preisrichter kamen direkt aus Hawaii. Insgesamt waren 
TänzerInnen aus 12 Nationen mit dabei, darunter eben auch Judith und ihre Tanzgruppe Ka Wai 
Ku'ikahi O Danube. Herr Rostrose und ich (sowie unsere Freunde Anita, Norbert und Max) 
waren im Publikum und erlebten einen wunderschönen Nachmittag und Abend mit tollen 
Darbietungen! Und ich überlege ernsthaft, ob der Hula-Tanz nicht auch etwas für mich 
wäre... Die Hula-Röcke und -Kleider jedenfalls, die sprechen mich sehr an! 

Vielleicht beginne ich aber auch wieder mit Orientalischem Tanz? Mal sehen. Die Gymnastik 
bei Mrs. Sp*rty macht mir nach wie vor Spaß, aber ein Teil meines Körpers und meine gesamte
Seele sehnen sich nach Tanz:



 Fotos: Alexander Musil (aufgenommen bei der orientalischen Geburtstagsfeier eines Freundes Dez. 2006 beim 
gemeinsamen Tanz mit dem griechischen Profi-Bauchtänzer Alexandros) und Monika Sch. (aufgenommen bei unserer 
ersten Indien-Reise im Jahr 2010)

 
Die nächste Kombination ist zwar kein Hula- und kein Bauchtanz-Outfit, aber die Bluse habe ich
schon in der oberen Collage bei den indischen Bildern getragen - damals noch in ungefärbt! Der
neue, strahlende Orange-Ton würde ebenfalls gut zu beiden Tanz-Themen passen, finde ich. Und
Orange mit Grau gefällt mir richtig gut! Deshalb kommt weiter unten dann noch eine Kombi mit
diesen beiden Farben.





Den Rock vom Henry-Laden kennt ihr bereits aus mehreren Beiträgen - mit dem
messingfarbigen Langarm-Shirt und dem taupe-farbigen Häkeljäckchen (das ihr z.B. auch in 
meinem Header sehen könnt) hatte ich ihn aber bisher noch nicht kombiniert.





Die folgende Kombination habt ihr weiter oben schon mal gesehen (siehe dritte Collage), da 
hatte ich aber noch mein senfgelbes Jäckchen drüber gezogen - hier seht ihr den Mix nun 
Jacken-befreit: 




Abermals die hellgrauen Jeggings, diesmal kombiniert mit meinem herbstbeerenrot-geblümten
Tunika-Minikleidchen, einem Seidenschal aus Indien und einer Strickjacke, die auch schon etwas
mehr als 30 Jahre auf dem Buckel hat (ihr kennt sie aus diesem Post - sie landete damals nach einer 
Schrank-Ausmistung meiner Freundin Gaby bei mir).




 Hier folgt nun die weiter oben versprochene zweite Kombination von Orange und Grau.
Diesmal darf mein in Thailand gekaufter Schmetterlingsrock mitspielen - abgesehen von
 den Stiefletten und der Afrika-Kette das einzige Stück in diesem Ensemble, das jünger ist 
als 15 Jahre... Der "Fransen-Schal" stammt übrigens aus meinem Bauchtanzfundus - ich habe 
ihn HIER schon als Gürtel getragen. Weil Thailand das Thema bei Marens neuem Linkup 
COLOURS OF THE WORLD ist, wird das Röcklein auch gleich dort verlinkt.






Bei den Modischen Matronen gibt es ebenfalls wieder ein Linkup - hier ist Beautiful Black
das Thema. Und Schwarz ist ja nun auch nichts großartig Anderes als ein sehr dunkles Grau
mit einem extrem reduzierten Weißanteil 😎 - also passt es durchaus zu meinem heutigen
Posting 😉. 



 
Vor allem, weil ich mich nicht auf
das folgende schwarz-schwarze Outfit beschränkt habe: So trug ich schwarz in den 1980ern am
liebsten (ihr kennt ja mittlerweile vielleicht mein Posting mit meinen schwarzen Jugenfotos):
pur und mit ganz viel Spitze. Den Spitzenüberrock hat mir übrigens meine Freundin Gitty vor 
langer Zeit genäht, über dem Langarmshirt mit den an den Schultern gerafften Ärmeln trage ich 
ein Spitzenbustier, das man so schwarz-in-schwarz auf den Fotos leider kaum sieht, und darüber
ein Bolerojackerl mit #statementärmeln (haha!), das auch wieder aus meinem Bauchtanzfundus 
stammt. Stiefletten und Gürtel sind als Kontrapunkt zu all dem Spitzengedöns bewußt derb 
gehalten.




Aber wie gesagt, das war "ICH" in den Achtzigern. Mittlerweile mag ich schwarz an mir nicht
mehr in dieser Ausschließlichkeit. Es erinnert mich aktuell auch zu sehr an Trauerkleidung -
eine Assoziation, der ich so lange wie möglich auszuweichen versuche - und deshalb bekommt
ihr "mein aktuelles Schwarz" in zwei Varianten serviert, beide gewürzt mit Rottönen, aber
doch recht unterschiedlich von der Ausstrahlung her. Der erste Mix ist eher "erdig" mit derben
braunen Lederstiefletten, Ketten aus Naturmaterialien und dem Flohmarkt-Loop in Rostrot.




Der zweite Mix - Schwarz mit Rosenrot - lässt mich eher an Tänze in Spanien oder 
Lateinamerika denken. (Erwähnte ich bereits, dass sich etwas in mir nach Tanz sehnt?) Das
Schultertuch, das ich hier trage, ist auch wieder ein Stück aus dem Henry-Laden.




Zu guter Letzt noch ein Blick auf alle drei schwarzen Outfits in einer Collage und auf ein Stück
Herbstlandschaft bei der Fischa:



Und damit verabschiede ich mich für heute von euch! Herzlichen Dank
für euren Besuch und für die immer wieder mein Herz erfreuenden Kommentare, die
ihr mir hinterlasst!



Fotos: Herr und Frau Rostrose
Alles Liebe von eurer Traude


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Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, Sunnys Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
Zitat im Bild oder Glockentürme von Nova, der Gartenglück-Linkparty, bei
Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB