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>>HIER<< kommt ihr zum gesammelten Reisebericht "Von Kanada 🍁 bis Asien 🎋".
Willkommen zum 2. Vancouver-Teil, ihr Lieben!
Wie im vorigen Teil meines Reiseberichts versprochen, wird's heute richtig farbenfroh ❤️🧡💛💚💙💜! Der Hauptgrund, warum wir unseren Vancouver-Aufenthalt genau auf diesen Zeitpunkt gelegt haben, war nämlich ein ganz besonderer:
Edi und ich wollten unbedingt mal ein Powwow erleben.
Ich habe lange recherchiert - und schließlich über Facebook erfahren, dass am verlängerten Wochenende 12. bis 14. September das Stalew Powwow im Langley Events Centre (unweit von Vancouver) stattfindet. Wir entschieden uns für eine Tageskarte für den mittleren Tag (Samstag).
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13. September - Stalew Powwow in Langley
🌿 Was ist ein Powwow?
Ein Powwow ist ein Treffen indigener Gemeinschaften, bei dem Tanz, Gesang, Trommelrhythmen und Begegnung im Mittelpunkt stehen. Traditionell werden solche Zusammenkünfte von einer Nation ausgerichtet, die andere Nationen sowie Gäste willkommen heißt.
Powwows sind heute in ganz Nordamerika verbreitet. Manche betonen vor allem Zeremonie und Gemeinschaft, andere haben Wettbewerbscharakter. Gemeinsam ist ihnen jedoch eines: 👉 Sie feiern lebendige Kultur, Identität und Verbundenheit.
Auch Nicht-Indigene sind bei vielen Powwows als respektvolle Gäste willkommen – und können eine beeindruckende kulturelle Erfahrung machen.
Genauere Informationen könnt ihr z.B. HIER, HIER (deutsch) und HIER (englisch) erhalten.
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]
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Grand Entry
beim Stalew Powwow - einfach WOW 🎇! Farben, die leuchten. Stoffe, die
schwingen. Trommelschläge, die man nicht nur hört, sondern spürt. |
Über das Stalew (stɑl̓əw̓) Powwow
(Die indigene Schreibweise „stɑl̓əw̓“ wird oft vereinfacht als „Stalew“ wiedergegeben.)
Das Powwow wird von der stɑl̓əw̓ Arts and Cultural Society auf dem traditionellen Gebiet der Kwantlen First Nation ausgerichtet.
stɑl̓əw̓ bedeutet übersetzt „großer Fluss“ – eine Anspielung auf den Fraser River, der seit jeher Lebensader und Verbindung zwischen Gemeinschaften ist. Wie ein Fluss bringt auch das stɑl̓əw̓ Powwow Menschen zusammen: zum Feiern, zum Austausch, zum Weitertragen lebendiger Kultur.
Im Langley Events Centre finden üblicherweise Sportveranstaltungen statt. Ein guter Ort für ein Powwow im Herbst. Eine Freiluftveranstaltung wäre vielleicht noch fotogener gewesen. Doch bei einer Kanadareise im September ist ein Indoor-Powwow eindeutig die entspanntere Wahl.
Und ganz wichtig: Ein Powwow ist keine Show für Touristen, sondern gelebte Kultur. Es geht also nicht darum, die Veranstaltung für Besucher „hübsch“ zu inszenieren. Fotomotive gab es trotzdem mehr als genug – wie ihr sehen könnt 😊
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| Ein Fest für die Augen! |
Ticketkauf / Ablauf / Plätze
Ich wollte natürlich sofort, als ich das Stalew Powwow im Internet entdeckt hatte, Karten kaufen. Allerdings brauchte ich dann doch mehrere Wochen Geduld, bis der Ticketverkauf online freigeschaltet wurde. Aber irgendwann öffnete sich das Buchungsfenster - juhu! 😊👍 – und wir konnten problemlos zuschlagen.
Die Preise sind erfreulich moderat (10 kanadische Dollar für eine Tageskarte, 20 für einen 3-Tage-Pass).
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| Regalia – getragenes Erbe, Identität und Kunst zugleich. |
🪶 Regalia (spirituelle Kleidung und Accessoires)
Bestimmt sind euch die herrlichen, farbenfrohen Kleider der Teilnehmer nicht entgangen. Die Regalia der Tänzerinnen und Tänzer sind keine "Kostüme" (und es gilt als respektlos, sie als solche zu bezeichnen), sondern hochpersönliche, oft handgefertigte zeremonielle Kleidungsstücke.
Jedes Detail erzählt eine Geschichte – von Familie, Herkunft und Bedeutung. (Klickt auf den Link in der Überschrift, dort wird die Symbolkraft der Regalia in einem YoutubeVideo sehr gut erklärt - in englischer Sprache.)
🥁 Trommeln, Gesang und Tanz
Der Rhythmus der Trommeln bildet das Herz des Powwows. Gleichmäßig, kraftvoll, fast hypnotisch.
Tanz der Golden Agers:
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| Jeder Tanzstil hat eigene Schritte, eine eigene Tradition, eigene Dynamik. |
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| Bewegung, Energie, Ausdruck – und eine unglaubliche Präsenz. |
💃 Special Event: The Red Dress Honor
Ich könnte euch noch viel mehr Fotos und Videos von alledem zeigen - denn wie ihr sicherlich erahnt, war es für uns etwas ganz und gar Besonderes, das Stalew Powwow in all seiner Buntheit und Lebendigkeit hautnah zu erleben. Also waren unsere Kamerafinger intensiv beschäftigt 😉.
Doch wir waren nur "fotografierende Zuschauer". Es gab dort auch jede Menge offizieller Fotografen, die näher als wir an das Geschehen herankamen. Solltet ihr gern weitere Fotos sehen wollen - es gibt HIER eine sehr schöne Rückschau auf das Stalew Powwow 2025.
👉 Und für alle, die sich im September 2026 in der Umgebung von Vancouver aufhalten, habe ich gute Nachrichten - von 11. bis 13. September wird in Langley das 5. Stalew Powwow abgehalten werden. Mehr darüber könnt ihr HIER erfahren.
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Indigene Wandgemälde
Eine elegante Überleitung vom Powwow zu den weiteren Eindrücken dieses Tages zu finden, ist gar nicht so einfach. Doch vielleicht gelingt sie mir mit diesen Murals, die wir in Vancouver entdeckt haben.
Mural The Matriarch von Siobhan Joseph von der Squamish Nation (2019) - klickt HIER für mehr Informationen:
13. September, vormittags: Burnaby
Burnaby Lake Regional Park
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| Keine Bären, aber eifrige Bestäuber |
Einmal mehr warnte uns ein Schild vor Bären. Allen, die hier mitlesen und sich vielleicht fragen, ob man in Kanadas „Bärengegenden“ überhaupt entspannt spazieren kann, kann ich beruhigend sagen: Bärensichtungen sind extrem selten – besonders am helllichten Tag auf gut frequentierten Wegen.
Wir haben es in Kanada nur zweimal geschafft, Bären zu sehen - einmal im Rahmen einer geführten Grizzlybären-Tour und einmal, weil wir einem Tipp gefolgt sind. Selbst dort brauchte es Geduld, bis wir die beiden Schwarzbären entdeckten. (Doch das ist eine andere Geschichte, die ein andermal erzählt wird 😉.)
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| Auch hier waren Nektar-schlürfende Insekten unterwegs - und Edi machte eine kleine Rast auf einer Bank |
Die Warnschilder richten sich vor allem an Hundebesitzer – und unserer Erfahrung nach werden die Tiere hier tatsächlich meist angeleint. Insgesamt gehen die Menschen erstaunlich gelassen mit Bärenhinweisen um: Es wird gewandert, gejoggt, mit Kindern spaziert.
Wir fühlten uns während unseres gesamten Kanada-Aufenthalts niemals gefährdet.
Anstelle von Bären begegneten wir in Burnaby (siehe obere Collage) einer schwarzen Schnecke – vermutlich eine eingeschleppte Wegschnecke (Arion sp.) – sowie einem rotbraunen Käfer (oder vielleicht doch eine Wanze?) zwischen Kieselsteinen und Herbstblatt 🪲🍁
In der unteren Collage seht ihr den Käfer nochmals, außerdem reife Brombeeren, die wir uns schmecken ließen 😋, und rechts unten eine Ariolimax (Banana Slug), wie bereits im vorigen Beitrag.
Um welche Art es sich bei dem toten Vogel am Wegesrand handelt, weiß ich leider nicht. Vielleicht kann David – oder andere Vogelkenner unter euch – weiterhelfen?
Der Black-capped Chickadee war zum Glück äußerst lebendig 😊
Zum Schluss noch mein Outfit des Tages: Keine Wanderkleidung diesmal – fürs Powwow hatte ich mich ein bisschen "aufgebrezelt" (soweit es die Reisetasche eben zuließ 😉). Für solche Gelegenheiten habe ich auf Reisen stets einige große Tücher dabei – vielseitig einsetzbar, hier als farbliche Aufpeppung meines schwarzen Maxirocks.

14. September - Horseshoe Bay Pier
Da wir nur Tickets für den vorangegangenen Tag gehabt hatten, entschieden wir uns für einen Ausflug nach Horseshoe Bay – um uns anzusehen, wo unsere Fähre nach Vancouver Island am folgenden Morgen ablegen würde.
Wir spazierten ein wenig durch den Regen am Hafen entlang, stöberten in einem Laden mit kunstgewerblichen indigenen Arbeiten und Souvenirs, kauften dort ein paar kleine Geschenke (sowie ein Paar "Künstlersocken" für mich - die werde ich euch ein andermal zeigen) und entdeckten unter einem Dach eine Familie mit vier entzückenden Hundewelpen.
Einer davon zeigte sich auffallend begeistert von mir 🐶😋💚
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Nachmittags: Science World
Als nächstes stand an diesem Regentag die "Kugel" auf dem Programm - offiziell TELUS World of Science Vancouver. Ein faszinierendes Museum mit vielen interaktiven Stationen – allerdings eindeutig eher ein Paradies für Familien mit Kindern.
Die Science World war entsprechend gut besucht 😉. Im Nachhinein las ich den Vergleich mit einem Indoorspielplatz mit wissenschaftlichem Schwerpunkt. Ganz unzutreffend ist das nicht 😄
Bärenbegegnung!
Eine Machete in der Machete
Essen und Trinken in Vancouver
Wo haben wir sonst noch gut gegessen in Vancouver? Besonders hervorheben möchte ich das indische Restaurant desi: Dort genossen wir ein Malvani Chicken, das so gut war, dass ich erst beim Anblick der beinahe leergewischten Teller bemerkte: Kein Foto gemacht! 😄 Dafür gibt es Bilder vom Rotwein 😉 Rechts seht ihr ein Mango Lassi aus einem anderen indischen Lokal (dessen Namen ich mir leider nicht notiert habe).
Im Cactus Club Café gab's den (unserer Meinung nach) nicht ganz so guten Shiraz, dafür haben wir tags darauf schräg gegenüber - im Capo and the Spritz - sehr gute Pizza und Pasta gegessen.
Tja, ihr Lieben – das war’s von unseren Tagen in Vancouver und Umgebung. Am nächsten Morgen verließen wir das Festland Richtung Vancouver Island, wo für uns besonders naturverbundene, intensive und wunderschöne Tage begannen.
Danke, dass ihr mich durch diese beiden Vancouver-Kapitel begleitet habt. Im nächsten Abschnitt erwartet euch unter anderem Victoria, die charmante Hauptstadt von British Columbia.
(Aber möglicherweise werde ich euch zwischendurch mal wieder etwas von unserem aktuellen Leben hier in Österreich erzählen... mal sehen 😊.)
Auf jeden Fall sage ich ...
T r a u d e































































