Freitag, 27. November 2020

Freie Sicht auf Hallstatt! - Salzkammergut 2020

Servus ihr Lieben,
🍂💒⛰️💒🍂

 

...es geht weiter mit einem neuen Salzkammergut-Urlaubsbericht. Beim letzten Mal nahm ich euch mit zu einer Wanderung auf dem Seenplateau der Tauplitzalm. Wollt ihr mich heute in eine Ortschaft begleiten, die aussieht, als würde sie aus einem Bilderbuch gesprungen sein und die gleichzeitig von großer historischer Bedeutung ist? Dann kommt mit mir nach Hallstatt!

Als Edi und ich im Jahr 2018 erstmals in Bad Mitterndorf Urlaub machten, riet uns unser Wanderführer Hermann nebenbei zu einigen Ausflügen in andere Ortschaften des Salzkammerguts, z.B. zum Grundlsee, nach Bad Aussee oder nach Bad Ischl. Über Hallstatt hingegen sagte er: "Da braucht's gar nicht hinfahren - außer ihr wollt's Chinesen sehn." Nachsatz: "Vor lauter Chinesen sieht man dort nämlich sonst nix..."


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Himmelsblick am 10. Oktober: Vor dem Frühstück sah man gerade mal bis zur gegenüberliegenden Straßenseite; 
nach dem Frühstück begann sich der Nebel aufzulösen.

Tatsächlich erfreut sich Hallstatt im Asiatischen Raum großer Beliebtheit. In China führte diese Beliebtheit sogar dazu, dass man  2011 in der südchinesischen Provinz Guangdong (zwei Autostunden nördlich von Hongkong) den Ortskern von Hallstatt als Wohnsiedlung nachzubauen begann - und zwar 1:1, inklusive (viel kleinerem) See - allerdings seitenverkehrt... und natürlich ohne das wundervolle Bergpanorama ringsum. Das ausführende chinesische Immobilienunternehmen hat bereits mehrere Kopien westlicher Gebäude oder Stadtteile im deutschen, spanischen, britischen und italienischen Stil errichtet - diese gelten als lebenswerter als die üblichen, von anonymer Einheitsarchitektur geprägten Großstädte, und dafür geben wohlhabende Chinesen gerne Geld aus. Im Juni 2012 wurde die Siedlung eröffnet.

Hallstatt in China - Bild von Hanno Böck - 
Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0 - KLICK

Manche Chinesen begnügen sich damit, den Klon zu besuchen, doch wer es sich leisten kann, möchte das Original mit eigenen Augen gesehen haben. Verständlich - denn das Flair eines jahrhundertelang gewachsenen Alpendorfes kann man nicht imitieren. Und so stieg die 750-Seelen-Gemeinde Hallstatt während der letzten Jahre zu einem der beliebtesten Touristenziele Österreichs auf. 

Das brachte die Kasse im kürzlich noch verschuldeten Hallstatt zum Klingeln, schadete aber zugleich dem Idyll. Denn im Jahr 2018 kam annähernd eine Million Touristen in den kleinen Ort, manche von ihnen wussten nicht einmal, dass Hallstatt "echt" ist und kein Schaudorf - hatten keine Ahnung, dass hier Menschen leben und diese nur wenig Begeisterung dafür aufbringen, wenn in ihrem Garten fotografierende Chinesen stehen oder Drohnen über ihrem Haus fliegen. HIER könnt ihr einen interessanten SPIEGEL-Bericht zum Thema lesen.

Durch Covid19 veränderte sich die Lage. Die asiatischen Touristenströme blieben aus - des einen Freud, des anderen Leid, denn allein schon durch die Gebühr für die öffentlichen Toiletten hatte die Gemeinde 150.000 Euro im Jahr erwirtschaft. Die Fremdenverkehrsindustrie begann nach Ende des ersten Lockdowns jedenfalls mit dem Slogan "Hallstatt - wenn nicht jetzt, wann dann?" um Besucher aus dem Inland bzw. dem nahe gelegeneren Ausland zu werben - siehe unten. Rechts daneben seht ihr Instruktionen in verschiedenen asiatischen Schriftzeichen, die nach wie vor auf den öffentlichen Toiletten von Hallstatt aufgehängt sind. Denn die nächste asiatische Touristenwelle wird mit großer Wahrscheinlichkeit kommen. Spätestens, wenn der Impfstoff Wirkung zeigt.


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5. Tag - 10. Oktober 2020 - Hallstatt

"Wenn nicht jetzt, wann dann?" - das dachten auch wir uns. Und nachdem der Wetterbericht verkündete, dass Samstag, der 10.10. der letzte (weitestgehend) trockene Tag unseres Urlaubs sein würde, wählten wir diesen Tag für unseren Ausflug. Eine gute Wahl, denn obwohl Wochenende war, hielt sich der Besucher-Zustrom in angenehmen Grenzen. Wir fanden sofort einen (gebührenpflichtigen) Parkplatz, mussten bei den Toiletten nicht in der Schlange stehen und wir hatten freie Sicht auf den Hallstätter See und die bezaubernde Silhouette von Hallstatt:


Das Ortsbild wird von zwei Kirchen geprägt, deren Glockentürme ich euch in der folgenden Collage näher zeige - links seht ihr die katholische Kirche, rechts die evangelische. Diese Türme schicke ich zu Nova für ihre Glockenturm-Sammlung. (Wie die Kirchen im Inneren aussehen, zeige ich euch weiter unten.) Ich habe auch noch ein drittes Türmchen hinzugefügt, von dem ich glaube, dass es eine Glocke beherbergt - allerdings handelt es sich bei diesem hölzernen Turm nicht um eine Kirchturmspitze, denn gekrönt wird sie von Schlägel und Eisen, dem international gebräuchlichen Symbol für den Bergbau.

Dem reizvollen Anblick der Ortschaft und dem Blick über den See kann man sich tatsächlich nur schwer entziehen. Seht ihr in der nächsten Collage das Schloss gegenüber dem Holzsteg? Ich habe es mit dem 83-fach-Zoom meiner Nikon Coolpix P900 so nah wie möglich herangeholt (kleines Foto rechts). Es handelt sich dabei um das Schloss Grub am Ostufer des Hallstätter Sees in der Nähe von Obertraun. Das Schloss steht unter Denkmalschutz und befindet sich in Privatbesitz eines Fleisch-Großproduzenten.


Bei den Zillen, die auf dem Hallstätter See ihre Kreise ziehen, handelt es sich um Nachbauten historischer Arbeitsschiffe. Im Salzkammergut nennt man sie Plätte oder Fuhre („Fua“). Wie so vieles in Hallstatt, haben auch diese Boote ursprünglich mit dem Salzabbau zu tun, der auf dem Hallstätter Salzberg seit Jahrtausenden betrieben wird. Diese Fuhren wurden schon vor 500 Jahren verwendet, um das Weiße Gold über den See und den Fluss Traun in die Welt hinaus zu transportieren. Heute werden sie als Touristenausflugsboote oder z.B. für Hochzeitsshootings verwendet.

Auch bei einem Spaziergang durch den Ort gibt es sehr viel Ansprechendes zu sehen. Die Häuser, die sich teilweise eng an den Berghang schmiegen, sind gut erhalten und zumeist liebevoll geschmückt - einige von ihnen stehen unter Denkmalschutz - und natürlich gibt es an jeder Ecke verlockende Läden mit lokalen Spezialitäten oder hübschen Mitbringseln. Kommt, wir flanieren ein wenig durch Hallstatt:

Solch ein geschnitzer Pfeifenraucher macht sich gut auf der Bank neben der Haustür... und das herbstlich gefärbte 
Weinlaub ist ein wundervoller Wandschmuck.

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Unten seht ihr Edi vor einem schmucken gelben Haus in einem Korb stöbern - es handelt sich dabei um einen Laden namens "Salzkontor", in dem u.a. verschiedenste Salz-Gewürzmischungen, aber auch handgemachte Seifen, Cremes und verschiedene Dekorationsgegenstände angeboten werden. Wir haben hier ein "Wüdarasalz" (Wildgewürz) für uns und auch noch ein paar Würzmischungen und (palmöl-freie) Seifen als Mitbringsel für Freunde und Familienmitglieder gekauft.

 
Unten links bekommt ihr einen kleinen Einblick in den Laden. Der wohlgenährte Kater auf dem Foto in der Mitte ließ sich von mir streicheln (siehe übernächste Collage). Auf unserem Rückweg sahen wir ihn dann leider mit einem Vogel im Maul über die Straße rennen... 🙀 (Update: Heidi hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass "der wohlgenährte Kater" sehr wahrscheinlich weiblich ist, "denn nur ganzganzganzganz wenige dreifarbige Katzen sind männlicher Natur". Wieder etwas dazu gelernt - und nun kann ich euch auch noch diesen informativen Artikel zum Thema bieten: KLICK)
 
 
Das wunderschöne handbemalte Keramikgeschirr in der nächsten Collage hätte es mir total angetan. Allerdings gibt es in unserem Geschirrschränken kein Fitzelchen Platz mehr, also habe ich mich damit begnügt, es zu fotografieren.

 
In einem Laden könnte man Schilder für Küche, Keller, Garten erstehen, doch auch hier habe ich bloß ein Foto davon angefertigt. Zusammen mit den anderen Schildern verlinke ich diese Collage bei Artis "Schilderwald".

 
Auf dem großen Foto in der folgenden Collage seht ihr den pittoresken Marktplatz von Hallstatt mit der Pest-/Dreifaltigkeitssäule aus dem Jahre 1744. Leider stand auf dem Platz die ganze Zeit ein nicht sehr malerischer Lieferwagen herum... und somit gibt's nur wenige Fotos von dort.


Nicht weit vom Marktplatz entfernt kommt man zur Evangelischen Pfarrkirche von Hallstatt. Diese wurde zwischen 1859 und 1863 im neugotischen Stil errichtet. 26 % der Hallstätter Bevölkerung bekennen sich zur evangelischen Kirche. Dazu ein interessanter Auszug aus Wikipedia:
 
"Wie in vielen Bergbaugemeinden Österreichs waren auch in Hallstatt die lutherischen Lehren auf fruchtbaren Boden gefallen. Erst die Truppen des Salzburger Fürsterzbischofs Wolf Dietrich von Raitenau verhalfen zu Beginn des 17. Jahrhunderts der Gegenreformation zum Sieg. Noch Mitte des 18. Jahrhunderts wurden hunderte Protestanten aus Hallstatt ausgewiesen und nach Siebenbürgen verschleppt [siehe: Landler: Als Landler oder Siebenbürger Landler bezeichnet man die Protestanten, die unter Karl VI. und Maria Theresia in der Zeit von 1734 bis 1756, u. a. aus dem österreichischen Kernland in das einzige Gebiet der Habsburgermonarchie, in dem der Protestantismus geduldet wurde, nach Siebenbürgen in die Nähe der Stadt Hermannstadt deportiert wurden.] Erst durch das Toleranzpatent Josephs II. von 1781 wurde den Protestanten rund um den Dachstein ihre Religionsausübung wieder teilweise ermöglicht."

Und weiter von hier:

"Während der Bauzeit der Kirche erließ Kaiser Franz Joseph I. das Protestantenpatent von 1861, das eine weitgehende Gleichstellung der Evangelischen mit den Katholiken ermöglichte."

Der Altar ist aus Eichenholz. Das farbige Altarbild stammt von einem akademischen Maler. Die bereits 1810 von der 
katholischen Kirche Ebensee angekaufte Schleifladenorgel, die bereits im Bethaus ihren Dienst versah, wurde auch
 in der Kirche wieder aufgestellt. Quelle: KLICK
 

Ein Gedanke, der vielleicht eine Anregung für die Adventszeit sein könnte: Der Religionsfriede, der hierzulande (zumindest unter Christen) herrscht, ist also keineswegs alt. [Das sollte man sich auch vor Augen halten, sofern man scheel auf Vertreter anderer Religionsgemeinschaften blickt... Und es legt die Frage nahe, warum eigentlich immer wieder Unfrieden herrschen muss zwischen Menschen, die ja genau genommen alle irgendwelchen göttlichen Friedens- und Nächstenliebe-Geboten unterstehen...]
 
Wie auch immer: 63 % der Bevölkerung von Hallstatt bekennen sich zur katholischen Kirche. Die römisch-katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, auch Maria am Berg genannt, befindet sich im Vergleich zur evanglischen in erhöhter, hochwassersicherer Position. (Doch wie es heißt, ist die evangelische Kirche durch ihre hohe Spitze dem Himmel „ebenso nahe“ 😉.) Der mächtige Turm ist der einzig erhaltene Teil einer Vorgängerkirche aus dem Jahr 1320. Anno 1505 wurde der Bau dieser Kirche im Stil der Spätgotik fertiggestellt. Mehr über die Baugeschichte könnt ihr HIER lesen.

 
Beim Betreten des Innenraums sieht man im Doppelchor zwei Flügelaltäre. Der Hallstätter Marienaltar (entstanden um 1510–20) zählt zu den bedeutendsten und aufwendigsten spätgotischen Wandelaltären Oberösterreichs. HIER könnt ihr mehr darüber erfahren und euch den Altar auch mit geschlossenen Flügeln ansehen.  
 
Der neugotische Kreuzaltar im nördlichen Bereich des Doppelchores entstand im Rahmen der Restaurierung und Regotisierung der Kirche in den Jahren 1888 bis 1895.
 
Das Portal mit Fresken ist mein T in die neue Woche für Nova
 
Der sehenswerte alte Friedhof an der Nordseite der Kirche dient sowohl den evangelischen als auch den katholischen Christen als letzte Ruhestätte. Im Friedhof befindet sich auch eine als Beinhaus genutzte Kapelle. 
 
Leider haben wir es verabsäumt, diesen Karner zu besuchen. Wir haben nämlich erst bei unserem zweiten Teil des Ausfluges - oben auf dem Salzberg - erfahren, dass das Hallstätter Beinhaus auf der Welt einzigartig ist: Hier werden seit ca. 1600 die Gebeine ganzer Generationen vollständig aufbewahrt - und zwar in speziell verzierter Form.


Mehr darüber könnt ihr HIER lesen - oder ihr wartet einfach auf den zweiten Teil meines Hallstatt-Berichtes. Da unternehmen wir nämliche eine Zeitreise in mehreren Etappen: Wir fahren zunächst mit der Salzbergbahn gemeinsam zum Hallstätter Hochtal, genießen von dort den sogenannten "Welterbeblick", spazieren einen informativen Salzwelten-Pfad entlang und besuchen anschließend auch noch das Museum Hallstatt, das (neben dem Naturhistorischen Museum Wien) die zweite umfangreiche Sammlung von Fundstücken der Hallstattzeit in Österreich besitzt. Ich hoffe, unser heutiger Spaziergang durch Hallstatt hat euch Spaß gemacht und ihr wollt auch beim nächsten Mal wieder dabei sein! 

Bedanken möchte ich mich bei euch noch für eure lieben Kommentare und Gratulationen zu meinem Post Novemberlicht, Ausflüge und etwas "andere" Geburtstagsfeiern. Schön, dass ihr mitgewandert seid und mitgefeiert habt! Und zu guter Letzt will ich euch noch erinnern, dass ihr weiterhin eure Beiträge zum Themenkreis Nachhaltigkeit im Alltag / grünes Leben / DIY / urbane Selbstversorgung / zero waste / Plastikreduktion / Naturkosmetik usw. unter meinem Gastbeitrag im Blog einfach. nachhaltig. besser. leben. verlinken könnt. Vielen Dank an alle, die es schon getan haben! 
 
 
Ich wünsche euch einen guten Start in den Advent!

 Ganz herzliche Rostrosengrüße,



Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
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Samstag, 21. November 2020

Novemberlicht, Ausflüge und etwas "andere" Geburtstagsfeiern

 

Novemberlicht.
Dein Schein von scheidenden Blättern geschmückt,
als suchten sie bei dir Halt.
Längst weiter gewandert ist ihre Zeit,
das Jahr, das matte, ist alt.

Novemberlicht.
Du schickst dein Lächeln hinaus in die Nacht.
Ein leises Seufzen verhallt.
„Psst!“, flüsterst du und nimmst meine Hand.
Das Dunkel ist nicht mehr kalt.

© Elke Bräunling
veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung 

Servus ihr Lieben!

Am 2. November war unser Garten in ein ganz spezielles Licht getaucht: Am Himmel hingen düstere Wolken, doch die Gräser und die Blätter der Bäume wurden von einem Sonnenscheinwerfer beleuchtet und strahlten golden. 

 

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Gut, dass ich den Moment eingefangen habe - wenig später war er vorbei. Doch es gab - neben graukalten Nieseltagen - durchaus noch weitere sonnige Zeiten. Manche nützten wir für kleinere oder größere Ausflüge - wie zum Beispiel den strahlenden 6. November, als wir wieder einmal zur  
fuhren. Über dieses Ausflugsgebiet habe ich euch schon mehrmals erzählt - KLICK HIER zu meinen älteren Beiträgen. 

Diesmal nahmen wir einen Weg, den wir bisher noch nicht kannten. Das Richtungsschild "Kalkofen-BAXA" gibt einen Hinweis darauf, dass in der Gegend Kalkabbau betrieben wurde und teilweise auch immer noch wird. Zum alten, historisch einzigartigen Kalkschachtofen aus dem Jahr 1893 sind wir nicht gegangen - das holen wir ein andermal nach - er dient jetzt als kulturelle Begegnungsstätte und Museum. 

Stattdessen wanderten wir durch herbstlich gefärbten Laubwald und auf der Steinbruchstraße an ehemaligen Steinbrüchen entlang. Man geht hier eine Weile unter freiem Himmel - das heißt, der Weg ist für heiße Sommertage nicht gut geeignet, aber umso mehr für heitere Herbst- und Wintertage, an denen man etwas Sonnenlicht tanken möchte. Der schöne Admiral-Falter tat es uns nach und genoss die Novembersonne. Anschließend an diesen Ausflug besuchten wir noch meine Tante Sigrun und ihren Mann Hannes, die in der Nähe der "Wüste" wohnen.

 

Wandern und Herbstpicknick in Hainburg:
Der 12. November war leider kein ganz so sonnig-warmer Tag - aber heiter (im Sinne von fröhlich und schön) war er dennoch. Und dabei war an diesem Tag so vieles anders als geplant. Ja, nicht einmal der Tag selbst stimmte!

Wir hatten ursprünglich vor gehabt, an meinem Geburtstag mit unseren Freunden Brigitte und Peter in Wien essen zu gehen. Die beiden kennen ein Toskanisches Restaurant namens La No, dessen angeblich ausgezeichnete Küche sie uns unbedingt vorstellen wollten. Aber diesen Plan hatten wir Mitte Oktober geschmiedet - Ende Oktober wurde der "Lockdown Light" verkündet. Treffen mit Freunden waren zwar noch möglich - aber Restaurants mussten neuerlich zusperren. Und dann mussten unsere Freunde an meinem Geburtstag zu einem Begräbnis fahren, weshalb auch der Tag ein anderer als der geplante war.

Aber wir sind ja "jung, dynamisch und flexibel" - wie mein lieber Mann so gern behauptet 😁 - wir disponierten kurzerhand um.

 

In der Gegend "rund um Hainburg" haben wir uns mit unseren Freunden heuer schon ein paarmal getroffen - nämlich als wir im Juni mit ihnen den Ausflug zu den Störchen, Wildpferden und Marchfeldschlössern unternahmen oder als wir im Juli von Hainburg aus einen gemeinsamen Abstecher nach Bratislava und zu der dortigen Bienenfresser-Kolonie sowie zur Burg Devin machten. (Der Treffpunkt ist günstig für uns, weil er ziemlich genau in der Mitte unserer jeweiligen Wohnorte liegt.)

Schon damals hatten wird darüber gesprochen, dass wir mal miteinander auf den Braunsberg wandern wollen. Also packten wir die Gelegenheit beim Schopf und machten aus unserem geplatzten Restaurant-Besuch eine Wanderung mit "Doppel-Picknick".


Die Stadtgemeinde Hainburg an der Donau, die durch ihre gut erhaltene Stadtmauer aus dem 13. Jahrhundert und mehrere Tore und Türme stark mittelalterlich geprägt ist, gilt als "Tor des Nationalparks Donau Auen". Im Zusammenhang mit dem Braunsberg spricht man ebenfalls von einem Tor: "Der Braunsberg stellt mit dem gegenüber in der Slowakei gelegenen Thebener Kogel (Devínska kobyla) die Hainburger bzw. Ungarische Pforte (Porta Hungarica) des Donaustroms dar." heißt es dazu bei Wikipedia. Und auch unsere Wanderung begann mit einer Art Tor - nämlich diesem kleinen Felstunnel, den wir gleich am Anfang des Weges entlang der Donau durchquerten. Ihn verlinke ich bei Nova als mein T in die neue Woche.

Unterwegs fiel mit ein wunderschöner, mächtiger Baum auf - dem ich gleich mal eine kleine Umarmung geben musste. Laut Brigitte (die viele Jahre lang als Naturführerin gearbeitet hat) handelt es sich dabei um eine sehr alte Schwarzpappel. Sie gehört zu den seltenen und bereits gefährdeten Baumarten (vor allem, weil ihr Lebensraum - der Auwald - immer mehr zerstört wird).

 

 O du wunderschöner Herbst,
Wie du die Blätter golden färbst,
Deiner reinen Luft so klar und still,
Noch einmal ich mich freuen will.

Auszug aus dem Gedicht "Herbst" 
von Theodor Fontane, 1819-1898

 

Der Herbstwald entlang der Donau war in leuchtende Farben getaucht...

  

 ... und es gab bezaubernde Spiegelungen im Wasser.

Denn was ist Schönheit, 
wenn nicht das von uns erblickte Spiegelbild 
einer außerordentlichen Freude der Natur, 
darüber dass eine neue fruchtbare 
Möglichkeit des Lebens entdeckt ist?
 
Friedrich Nietzsche, 1844-1900
Collage und obiges Gedicht für Novas ZiB


Da und dort machte uns Brigitte auf Biberspuren aufmerksam (und sie meinte, es würde nicht mehr lange dauern, bis diese Bäume von den Tieren gefällt wären). Biber halten keinen Winterschlaf, deshalb legen sie für die kalte Jahreszeit Vorratslager an - Triebe und Blätter, die sie durch die Fällung kurzerhand "zu sich herunter holen". Zu Unrecht werden sie deshalb gern als "Waldzerstörer" bezeichnet. Laut Brigitte bevorzugen Biber Weichhölzer wie Weiden oder Zitterpappeln, die nach der Fällung wieder neue Triebe bilden, sich also regenerieren, wenn man die Natur in Ruhe lässt.

Die großen Nager fällen zwar bevorzugt kleinere Bäume mit einem Stammdurchmesser bis zu zehn Zentimetern, aber wie ihr seht, vergreifen sie sich zuweilen auch an viel dickeren Stämmen. Ihre eisenhaltigen Zähne helfen ihnen dabei. Die gestürzten Bäume dienen den Bibern aber nicht nur als Nahrung, sondern teilweise auch als Baumaterial für ihre Behausungen.

Nach einer Weile erreichten wir die Ruine Röthelstein. Diese liegt malerisch auf einem 30 Meter hohen Felsvorsprung an der Donau, direkt gegenüber der Burg Devin in der Slowakei. Die erste urkundliche Erwähnung von Burg Röthelstein erfolgte im Jahr 1180; bereits im 15. Jahrhundert verfiel sie wieder und wurde dann von den Türken zerstört.


Dann ging's auf einem Waldweg bergauf. Überall lagen bunte "Herbstblüten" herum, und die Taubnesseln blühten auch noch. 


Oben auf dem Braunsberg gibt's ein hölzernes "Fort" - die Nachbildung der keltischen Wallburg, die hier die im 2. Jahrhundert v. Chr. errichtet wurde. Leider ist das Bauwerk schon ziemlich verfallen; man darf nicht mehr nach oben klettern. (Brigitte versucht gerade, bei den Hainburger Gemeindevertretern eine Restaurierung zu erwirken.) 

Um uns vor dem relativ scharfen Gipfelwind zu schützen, suchten wir für das erste Picknick dieses Tages allerdings Unterschlupf unter dem "Ausguck" bzw.  hinter der Wand des Forts. Wir aßen mitgebrachte Weckerln mit Fleischlaberln (Brötchen mit Buletten), dazu gab's Käse und wir tranken Tee aus Thermoskannen.

 

Unsere Verpackungsmaterialien nahmen wir anschließend natürlich wieder mit. Leider halten das offensichtlich nicht alle so - denn neben der Wallburg fanden wir jede Menge weggeworfene Aludosen und PET-Flaschen vor. Ich habe sie fotografiert, denn ich befinde mich gerade im Schriftverkehr mit Herrn Kopf, dem Generalsekretär der Österreichischen Wirtschaftskammer, der sich verbissen dagegen wehrt, in unserem Land Pfand auf diese Gebinde einzuführen und sich um den massiven Ausbau eines sinnvollen Mehrwegsystems zu kümmern.. 

Auch in unserer Gemeinde finde und fotografiere ich immer wieder Müll und habe Herrn Kopf sechs Collagen mit Müllfotos geschickt, die ich während der letzten paar Tage aufgenommen habe. Red Bull zeigt sich auch hier wieder als "Naturverschmutzer Nr. 1" - Zitat Global 2000 *) - an vier Tagen im November 2020 fand ich (ohne sie zu suchen) während des Walkens, Wanderns oder Spazierengehens an unterschiedlichen Orten: 

8 + 8 + 1 + 2 = 19 (!) Red-Bull-Dosen in der Natur! 😡😡😡

*) Laut dem "Müll in der Natur Bericht 2020" hat Red Bull mit 23 Prozent den größten Anteil aller in der Natur gefundenen Getränkeverpackungen zu verantworten. Meine eigenen Erfahrungen und Funde bestätigen das.

Falls ihr euch fragt, weshalb ich den Müll fotografiere, aber nicht mitnehme: Diese Dosen und Flaschen einfach nur liegen zu lassen, ohne sonst noch etwas zu unternehmen, wäre natürlich keine Lösung. Wenn mich etwas stört, wende ich mich an jene Entscheidungsträger, die die Macht haben, etwas zu verändern - und erinnere sie an diese Macht... 

Würde ich den Müll hingegen mitnehmen und somit "verschwinden" lassen, würde das bedeuten, ein vorhandenes Problem zu verschleiern. Solange sich irgendjemand um das Problem kümmert und somit den Gemeinden viel Arbeit und Geld erspart, wird auch niemand etwas unternehmen. Erst wenn sich viele darüber aufregen, mit den Fingern auf das Problem zeigen und andere darauf aufmerksam machen, wenn viele umweltbewußte Menschen den Regierenden und den Produzenten Druck machen, kann sich etwas verändern.

Zum Glück lag hier kein Müll herum: 


So konnten wir die zwar dunstige, aber dennoch schöne Aussicht auf die Donau und auf Hainburg genießen. Die Burg, die ihr auf zwei Fotos (oben und unten) seht, heißt übrigens ebenfalls Hainburg - genau wie die Ortschaft. Außerdem begeisterte uns das herrlich rote Laub der kleinen Eiche auf dem Braunsberg, und ebenso die knallpink und orange leuchtenden Samenkapseln der Pfarrerkapperln (Pfaffenhütchen, Gewöhnlicher Spindelstrauch):

 

Auf dem Weg ins Tal begegneten uns bei einem Bauernhof diese beiden kuschelnden Katzen (siehe oben), und dann kam auch noch eine dritte Katze aus dem Gebüsch (siehe unten). Oben seht ihr auch noch, wie die Wallburg vom Tal aus betrachtet aussieht. 

In der unteren Collage habe ich für Novas Linkup einen Glockenturm der römisch-katholischen Philippus-und-Jakobus-Kirche von Hainburg mitgebracht. Erste urkundliche Nennung 1236, um 1400 mit einem Chor erweitert, 1628 urkundlich zur Pfarrkirche erhoben. Die frühbarocke Saalkirche mit niedrigen Querhausarmen und einem im Kern gotischen Chor wurde 1685 geplant und vor 1706 vollendet. Der im Osten angebaute Kirchturm wurde 1756 errichtet. (KLICK)


Für das Schilderwald-Linkup von Arti habe ich auf dem Berg und im Tal ein paar Schilder gesammelt. Teilweise geben sie Aufschluss darüber, wie lange der Braunsberg bzw. die Gegend um Hainburg schon besiedelt ist und wie heftig der Ort umkämpft war. Die gelben Schilder weisen unter anderem auf einen Keltenweg hin, eine Straßentafel auf den Awarenweg, die Römer waren ebenfalls vor Ort...  HIER könnt ihr viel Interessantes zur bewegten Geschichte von Hainburg lesen. Den Pfeil nach Bratislava habe ich für meinen WG-Jugendfreund Günther fotografiert, der derzeit in der nahegelegenen slowakischen Hauptstadt lebt.


Im Tal angekommen war es an der Zeit für den zweiten Teil unseres Vorhabens - denn hier unten gab es den perfekten Picknickplatz, bestehend aus einem Tisch und vier Bänken, die aus Holzpaletten zusammengebaut worden waren. Wir holten unsere Picknickkoffer aus dem Wagen - der von Brigitte und Peter enthielt unter anderem einen selbstgebackenen Kürbis-Mandelkuchen mit Schokoladenüberzug, unserer eine Flasche Birnen-Cider und selbstgebackene Kekse. Brigitte bestand darauf, den Kuchen mit Kerzen zu schmücken. Zum Glück hatte sie nicht so viele dabei, wie ich Jahre zähle - deshalb einigten wir uns auf fünf Kerzen - weil dies mein letzter Geburtstag mit einer 5 davor war 😉...

Ich verrate euch etwas: Mir hat diese Art zu feiern richtig gut gefallen! Es war persönlich, es war lustig, es fand in der Natur statt, es gab (meinem Wunsch gemäß) keine Geschenke-Orgie, sondern einfach ein entspanntes Zusammensein mit Freunden. Wenn ich das nächste Mal geboren werde, nehme ich allerdings irgend einen Tag im Zeitraum Mai bis September. Denn am Ende waren wir doch ziemlich durchgefroren (das Autothermometer zeigte gerade mal 7 Grad Celsius). 🥶😊

 

Das Glück sieht klein aus,
wenn man es in Händen hält,
aber lass es ziehen, und du siehst,
wie gross und wie kostbar es ist.


Maxim Gorki, 1868-1936
 
Familiengeburtstag im engsten Kreis:
Deutlich wärmer war es bei der nächsten Geburtstagsfeier - die fand nämlich bei uns daheim statt. Doch sie war ähnlich improvisiert wie die Picknick-Fete:

Wenn ihr schon länger bei mir lest, dann wisst ihr auch, dass wir normalerweise in einem etwas größeren Familienkreis feiern. Opa Georg, der einen Tag nach mir Geburtstag hat, und Oma Marianne haben sich in diesem Jahr aber aus Sicherheitsgründen von allen Festen ausgeklinkt. Und so wollten wir uns am 21. November eben nur mit meiner Tochter Jana und ihrem Freund Michi bei uns zusammensetzen. 

Aber auch daraus wurde nichts. Denn am 14. November verkündete die Österreichische Regierung die neuesten Corona-Regeln - sprich: der Lockdown wurde verschärft. Und somit sollten auch keine Familientreffen in kleinstem Rahmen mehr stattfinden. Da die Verschärfungen jedoch erst ab 17. November in Kraft traten, schafften wir am 15. November noch ein kleines Spontan-Treffen - ohne großes Aufkochen, einfach nur mit den Dingen, die wir im Haus hatten. Milch brachten Michi und Jana mit, außerdem hatten sowohl sie als auch wir Tortenreste. Die gab es zur Jause. Und als abendlichen "Festschmaus" gab's überbackene Schinkenfleckerl. Hat allen geschmeckt und war ein sehr herzliches Zusammensein.


In der Collage oben seht ihr einerseits Jana und Michi (und "Mutti", die glücklich darüber ist, dass es doch noch geklappt hat, die beiden Youngsters vor dem Lockdown zu sehen), andererseits meinen "Old-School"-Kalender mit einem Teil der gestrichenen Treffen. Und unten eine WhatsApp-Ausschnitt vom Schriftverkehr mit meiner Freundin Anita, die wir am 28. November hätten treffen wollen... 

So ist das eben jetzt: Das Zusammensein mit Freunden und Familie wird zu etwas noch Kostbarerem. Für mich war dieses Treffen das schönste Geburtstagsgeschenk. Ich selbst brauche ohnedies keine Geschenke außer solchen unbezahlbaren, immateriellen Schätzen, doch Jana hält es nicht aus, kein Päckchen herzugeben. Also bekam ich von ihr auch noch ein neues "Öko-Bio-"Gesichtspuder (mal sehen, wann es wieder Gelegenheit gibt, das zu benützen 😉) sowie ein paar Naschereien aus dem Reformhaus.

Katerchen Maxwell genoss es auch, mal wieder von seiner "großen Schwester" gekrault zu werden 😻. Von Katze Nina gibt es ebenfalls ein paar neue Fotos, aber die werde ich euch in einem meiner nächsten Beiträge zeigen. 

Das war's für heute wieder, ihr Lieben.  Ich hoffe, auch ihr schafft es nach wie vor, das Beste aus der aktuellen Situation zu machen, flexibel zu bleiben und die kleinen Dinge zu schätzen, die möglich sind. Es gibt so vieles, das man tun kann. Neulich las ich z.B. ein Interview mit einer österreichischen Schauspielerin, die erzählte, dass sie anstelle eines Urlaubs in ihrem Wohnzimmer eine Art Zelt aus Stoffbahnen errichtet hat. Das Zuhause wurde von ihr und ihren Kindern mit Zimmerpflanzen, bunten Bildern und Kissen in einen attraktiven Urlaubsort umgestaltet - und der Sommer 2020 wurde somit für sie und ihre Familie ein ganz besonderer und wunderschöner. Ich denke, davon kann man sich inspirieren lassen - auch im Herbst bzw. in der nahenden Vorweihnachtszeit...

Vielen Dank für eure Kommentare zu meinem Posting über unsere 6-Seen-Wanderung mit Rechenschwäche - ich habe mich sehr darüber gefreut! Demnächst geht es weiter mit meinem Salzkammergut-Urlaubsbericht, und zwar besuchen wir diesmal den wunderschönen Ort Hallstatt! Wollt ihr auch da wieder mit dabei sein?


Fotos: Herr und Frau Rostrose und Brigitte N.

Ganz herzliche Rostrosengrüße,


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
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My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions,
Garden Affair - bei Jaipur Garden, 


Freitag, 13. November 2020

Tauplitzalm: 6-Seen-Wanderung mit Rechenschwäche - Salzkammergut 2020

Servus ihr Lieben!

 🥾🌲🍂⛰️🍂🌲🥾

Danke für all eure wertschätzenden Kommentare zu meinem Beitrag Herbstzeit 2020 - und ein paar Gedanken zum 2.11. in Wien

Falls ihr Lust auf den Duft frisch gebackenen Brotes 🥖🍞 habt, gibt es außerdem im Blog einfach.nachhaltig.besser.leben - EiNaB einen neuen Beitrag von mir, der dazu passt - mehr darüber am Ende dieses Postings.

🥾🌲🍂⛰️🍂🌲🥾

Heute hingegen will ich euch wieder mitnehmen zu einem Ausflug - und ich glaube, ich verspreche euch nicht zu viel, wenn ich sage, dass die Fotos dieses Tages sehr sehenswert sind und gute Laune machen. In meinem vorigen  Salzkammergut-Urlaubs-Bericht erzählte ich euch über unsere gemütliche Wanderung zur Singerhauserhütte - dieser schöne Ausflug in traumhafter Landschaft war auch bestens geeignet, uns in Schwung zu bringen, die Muskeln ein bisserl aufzuwärmen und die verwöhnten Füße wieder an die Bergschuhe zu gewöhnen. 

Bei der folgenden Wanderung ging es etwas anspruchsvoller zu. Steil waren die Wege zwar nur selten, aber wir wanderten etwa 12 Kilometer auf dem Hochplateau der Tauplitz über Stock und Stein und stellenweise auch durch Matsch. Da solltet ihr also unbedingt gut zu Fuß sein und festes Schuhwerk anziehen. Fertig? Na dann, auf los geht's los!

 

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4. Tag - 9. Oktober 2020 - Wanderung auf der Tauplitzalm
bei Traumwetter 😊🌞

Drei der obigen Fotos entstanden beim morgendlichen Blick vom Balkon des Hotels Grimmingblick auf die Berge: Die beiden oberen mit dem malerischen Nebelstreifen nahm ich vor dem Frühstück auf, das untere - mit den Balkon-Pelargonien im Vordergrund und dem schon deutlich blaueren Himmel - fotografierte ich nach dem Frühstück. Es versprach also, ein wunderbarer Tag zu werden - und das Versprechen wurde gehalten!

Im September 2018 hatten wir bereits eine Wanderung auf der Tauplitzalm  unternommen - ich habe euch HIER begeistert darüber erzählt - und unser Wanderführer Hermann machte uns damals schon große Lust zu einer 6-Seen-Tour auf dem größten Seenhochplateau Mitteleuropas. Zwar haben wir es auch diesmal nicht zur Hauptblütezeit von Almrausch, Enzian, Thymian, Nieswurz, Anemonen und Steinnelken auf die Alm geschafft, doch immerhin fingen schon ein paar Lärchen mit der Verfärbung ihres speziellen Nadelkleides an.

Wir fuhren mit dem Auto bis zum Parkplatz am Ende der Tauplitzalm-Mautstraße. Dort orientierten wir uns anhand einer großen Karte, die am Beginn des Wanderweges angebracht ist, und gingen dann in die Richtung, in die ein Hinweispfeil mit der Aufschrift 6-Seen-Wanderung zeigte. Hier unten seht ihr schon den ersten See, den wir erreichten - den Großsee. Trotz seines Namens ist er mit einer Wasserfläche von 6,2 Hektar nicht der größte, sondern nur der zweitgrößte See am Hochplateau der Tauplitz. Der See verfügt über Trinkwasserqualität, es tummeln sich Saiblinge und Forellen darin - und außerdem bietet er zauberhafte Spiegelungen:

Nicht weit vom Großsee entfernt (aber von dort aus nicht zu sehen, weil man zunächst über eine kleine Anhöhe muss) befindet sich der nur 0,15 Hektar kleine, smaragdgrüne Märchensee. Hier hat uns ein netter Mann mit meinem iPhone fotografiert, damit wir gleich ein paar "Postkarten-idyllische" Grüße versenden können - und hier war es auch, wo Edi feststellte, dass der Akku seiner Kamera leer ist und er seinen Ersatazakku vergessen hat. Ich hatte meine Kamera wiederum absichtlich im Hotel gelassen, weil eine große Kamera ja genügen sollte 😉. Ab dem Märchensee gibt's also ausschließlich Handyfotos. Zum Glück haben die heutzutage schon eine ziemlich gute Qualität, nur mit dem Zoomen hapert's bei unseren Modellen noch.


Vom Märchensee ging's wieder zurück zum Großsee und dort am linken Seeufer entlang. Der Weg war gemütlich und ist auch für Wanderer mit wenig Kondition oder für Familien mit Kindern gut zu gehen. Wir sahen zwar den einen oder anderen umgestürzten Baum (und manche davon lagen sicherlich nicht seit dem verheerenden Orkan Kyrill im Jahr 2007 da, sondern vermutlich erst seit dem Sturm am vorangegangenen Samstag, da diese Bäume noch grün waren - siehe links oben), doch keiner der Bäume stellte auf dem Weg ein Hindernis dar.

 
Unser nächstes Ziel war der Tauplitzsee. Dieser 0,4 Hektar kleine, von sanft hügeligen Almen umgebene Moorsee liegt auf einer Höhe von 1.601 Metern über dem Meeresspiegel in einer Mulde. Er ist eher unscheinbar, doch auch hier bieten sich wieder hübsche Spiegelungen. Im Sommer und auch im September können einem auf den Almwiesen der Tauplitz noch Rinder begegnen, aber Anfang Oktober waren sie schon alle ins Tal hinabgetrieben worden. In meinem Beitrag von 2018 erzählte ich euch, dass die Bauern eine finanzielle Entschädigung erhalten, wenn sie ihre Jungrinder und die Mutterkühe, die ihre Kälber säugen, auf die Almen lassen: Denn die Almen wurden ohne Begrasung verwildern.
 

 
Vom Tauplitzsee führt ein Weg zur Grazerhütte, welche in den 1930er Jahren von der Bergsteiger-Ikone Heinrich Harrer (bekannt aus dem Film "Sieben Jahre in Tibet" mit Brad Pitt) geleitet wurde. Auf dieser Bergfex-Seite wird die Wanderung zum Großsee, Märchensee, Tauplitzsee und zur Grazerhütte übrigens sehr schön beschrieben. 
 
Die Hütte ließen wir vorerst noch links liegen - auf unserem (hungrigen) Rückweg waren wir allerdings sehr, sehr dankbar dafür dass sie bewirtschaftet wurde 😋. Doch die alpine Kalorienzufuhr mussten wir uns erst noch verdienen  - also ging es weiter zum Steirersee... oder genauer gesagt zuerst mal zum Steirersee-Bankerl. Von hier aus hat man einen wundervollen Ausblick auf den türkisgrün schimmernden Karsee und die umliegenden Wälder und Berge.

Der Steirersee ist laut Wikipedia 30 Meter tief und mit einer Wasserfläche von 12,5 Hektar der größte See am Hochplateau der Tauplitz; er wird aus unterirdischen Zuflüssen gespeist, die aus den nordseitig gelegenen Bergen stammen. 

Spätestens bei den im Sommer bewirtschafteten Hütten oberhalb des Steirersees endet der "gemütliche" bzw. noch relativ "kinderwagenfreundliche" Teil der 6-Seen-Wanderung - und zwar egal, ob man am Nord- oder Südufer des Sees entlanggeht.

Wir wählten für den Hinweg in Richtung Schwarzsee das steilere und steinige Nordufer des Steirersees. Wie ihr in den oberen und unteren Collagen sehen könnt, geht es da über Felsen und Wurzelwerk, von Zeit zu Zeit sorgt ein Bacherl für die Chance, sich nasse Füße zu holen (diese Möglichkeit ließen wir aber ungenützt 😉), und hier kann auch der Wind stärker aus als z.B. auf dem Waldpfad beim Großsee. Deshalb zogen wir unsere Jacken wieder an. 

Doch die Schönheiten am Wegesrand waren immer wieder ein großartiger Ausgleich - so begegnete uns unter anderem ein seltener Trauermantel-Falter. Diese Schmetterlinge werden heutzutage in vielen Teilen Europas als mehr oder weniger stark gefährdet eingestuft und sind in ihren Populationen stark rückläufig, vor allem in Mitteleuropa. (Sie leben hauptsächlich in lichten, offenen und feuchten Laubwäldern, aber sie scheinen auch gegen Wälder mit Nadelbaum-Bewuchs nichts einzuwenden zu haben; sie fliegen dabei bis in Höhen von ca. 2000 Meter.) Auch einige späte Enzianblüten gab es immer wieder zu sehen:

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei einigen der Nadelbäume auf der Tauplitzalm um Lärchen. Die Lärche ist der einzige heimische Nadelbaum, der im Spätherbst seine nadelförmigen Blätter abwirft.   Kurz davor sind diese Bäume in satt-goldene Kleider gehüllt und erfreuen mit dieser goldgelben Färbung Wanderer, Fotografen und Maler. Leider befanden sie sich bei unserem Tauplitz-Besuch Anfang Oktober noch in der Übergangsphase von grün zu goldgelb, aber auch so boten sie schon einen guten Kontrast zu den dunkleren Föhren.

 
Die oberen Fotos verlinke ich bei Astrids "Mein Freund, der Baum",  die unteren bei Artis "Schilderwald". Manchmal konnte man tatsächlich vor lauter Schildern die wesentlichsten Informationen nicht erfassen. Hätten wir uns die gelben Richtungspfeile genauer durchgelesen, wäre uns jedenfalls das "Fopatscherl"*) nicht passiert, das letztendlich zu der Überschrift "6-Seen-Wanderung mit Rechenschwäche" geführt hat... 😜
 
*) "Fopatscherl" ist ein typisch wienerischer Begriff. Er stammt vom französischen Begriff Fauxpas (gesprochen: [foˈpa], zusammengesetzt aus faux „falsch“ und le pas „der Schritt“). Bei einem Fauxpas handelt es sich also um einen falschen Schritt. In der französischen Sprache wird faux pas sowohl als Fehltritt im wörtlichen Sinne als auch im übertragenen Sinne benutzt, im deutschen Sprachraum hingegen vor allem im übertragenen Sinne. Man meint damit also einen Regelverstoß, eine Taktlosigkeit, ein „ins Fettnäpfchen treten“. Die Wiener verniedlichen gerne (unter anderem ihre eigenen Schwächen) - so wird aus dem Krug Bier ein Krügerl, aus dem Bengel ein Bengerl - und aus dem Fauxpas ein Fopatscherl, also ein kleiner, vernachlässigbarer Regelbruch. In unserem Fall kann man den Begriff jedoch wörtlich nehmen, denn es handelte sich um ein paar Schritte in die falsche Richtung... 😄 Mehr darüber weiter unten.

oben links: verwirrender Schilderwald beim Großsee, rechts Hinweis auf den Schwarzsee

Eine geschätzte halbe Stunde weiter in östlicher Richtung erfreute uns der Schwarzsee mit seinem Anblick. Dieser wird seinem Namen nur bei aufziehenden Gewitterwolken gerecht. Bei unserem Ausflug gab es zwar  Wolken, aber von Gewitter keine Spur. Auch dieser  See wird durch Karstquellen gespeist - und er ist, wie auch der Steirersee, ein gutes Fischwasser, das mit Saiblingen und Forellen bewirtschaftet wird. 

Hier waren wir schon reichlich müde - und außerdem stellten wir fest, dass es eine gute Idee gewesen wäre, ein paar unserer Müsliriegel in unsere Rucksäcke zu packen - oder die feinen Lebkuchen, die wir im Hotel aufs Kopfkissen gelegt bekommen hatten. Das hatten wir aber leider verabsäumt, und so mussten wir uns mit ein paar Schlucken aus unseren mitgebrachten Wasserflaschen begnügen. (Diese Flaschen haben wir nicht extra gekauft, sondern füllen sie schon seit Jahren immer wieder mit frischem Leitungswasser, wenn wir auf Ausflüge gehen. So ersparen wir der Welt viel unnötiges Plastik.)

 
Wir wußten von unserer vorangegangenen Tour, dass wir am Ende des Seenplateaus angekommen waren. Bei unserem Tauplitzalm-Ausflug vor zwei Jahren waren wir am rechten Ufer des Schwarzsees entlang weiter bis zur Leistalm-"Wie-dahoam-Hütte" gewandert - und schließlich - nach einer weiteren Hüttenrast - durch die wildromantische Grimmingbachschlucht talwärts. Doch bei unserer Wanderung im Oktober 2020 wussten wir nicht, ob die Leistalm-Hütte so spät im Jahr  noch bewirtschaftet wird. Nachdem unsere Energierserven begrenzt waren, wollten wir kein Risiko eingehen. Also wandten wir uns wieder dem Steirersee zu und nahmen diesmal den Seeuferweg.

 
Hier ließ es sich gemütlich wandern, und der Anblick des Sees mit seinem kristallklaren Wasser war einfach nur schön, schön und nochmals schön. Auch eine einsame Ente sahen wir (ebenso, wie wir im Großsee eine gesehen hatten), leider ohne gelungenes Foto.

 
Nach dem sanft geschwungenen und gemächlichen Uferweg mussten wir noch einmal unsere Kräfte mobilisieren, um vom See (der auf 1.445 Metern über dem Meeresspiegel liegt) wieder auf ca. 1.600 Meter Seehöhe zu kommen. Wie ihr auf dem Bild links unten seht, hatten wir da ganz schön zu kraxeln.

 
Aber schließlich war auch das geschafft - und danach ging es nur noch relativ sanft und eben zurück zur Grazer Hütte. Die war gut besucht, aber auf einem der Außentische fanden wir noch Platz bei einem Paar mit Hund. Bei der Grazerhütte ist Selbstbedienung und man musste sich beim Essen-Holen mit Mund-Nasenschutz in der Schlange anstellen - zum Glück hatten wir unsere Masken dabei. Edi fühlte sich unterzuckert und genehmigte sich eine schöne Portion Kaiserschmarren mit Apfelmus, ich wollte lieber etwas "Salziges" uns gönnte mir daher eine Kaspressknödelsuppe - beides schmeckte köstlich.

Hier und in der Collage darunter ein paar Himmelsblicke für Heidi

 
 
Nachdem wir uns ordentlich gestärkt und etwas ausgeruht hatten, brachen wir zur letzten Etappe unserer Wanderung auf. Wie ihr an den Himmelsblick-Fotos seht, waren da und dort größere Wolken aufgekommen und vor allem der Blick auf den Dachstein wirkte etwas "milchig".

Aber es kommt immer auf die Perspektive an. Wenn man den Blick in die andere Richtung lenkte, war der Himmel immer noch blitzblau. Falls ihr euch fragt, ob es sich in der Collage unten um einen weiteren See handelt, muss ich leider verneinen. Ihr seht hier nur eine große Pfütze -  aber auch die bietet schließlich ein wundervolles Spiegelbild von Bergen, Himmel und Bäumen.

Dass an unserer 6-Seen-Wanderung etwas nicht gestimmt hatte, bemerkten wir erst, als wir bereits erschöpft aber glücklich in unser Hotelzimmer zurückgekehrt waren. Da fragte mich meine Freundin Andi, der ich Fotos geschickt hatte, per WhatsApp, welcher wunderschöne See das sei. Ich antwortete ihr, dass es sich um mehrere Seen auf der Tauplitzalm handeln würde - und begann aufzuzählen: 1.  Großsee, 2. Märchensee, 3. Tauplitzsee, 4. Steirersee, 5. Schwarzsee --- und 6. ... äh ..... ????? Häää? 😲 Wie bitte? 😵 Nochmal nachgezählt, diesmal gemeinsam mit Edi, und wieder kamen wir nur auch fünf Seen. Seltsam, wir hatten doch bestimmt keine Abzweigung versäumt! Die können offenbar nicht rechnen da oben... 😖

  

Klarheit brachte schließlich das segensreiche Internet: Es gibt auf der Tauplitzalm auch noch einen Krallersee!  Diesen erreicht man, wenn man vom Parkplatz oder von der Bergsation des Sesselliftes aus (oder spätestens nach genauerer Betrachtung der vielen Hinweisschilder beim Großsee) nach Westen geht - also nach links, in Richtung Lawinenstein. Wir hingegen waren schnurstracks zum Großsee und dann zum Märchensee gelaufen, hatten dann im verwirrenden Schilderwald die Übersicht verloren - und schon war unser "Fopatscherl" passiert. Am Schluß waren wir bloß noch auf Kaiserschmarren und Kaspressknödel fixiert gewesen und hatten nicht nachgezählt 😝... Denn sonst hätten wir es so machen können wie der Blogger Christian Öser, der in seinem Reiseblog beschreibt, wie er am Schluss noch den Krallersee mitnahm. Nach seiner Schilderung war das aber ein wenig beeindruckendes Erlebnis mit schon sehr schweren Beinen. Also haben wir wohl nicht viel versäumt. Trotzdem, wenn ihr tolle Fotos von seiner 6-Seen-Tour im Juni sehen wollt, klickt HIER. Und für eine genauere Beschreibung der richtigen Route klickt HIER

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Abends zog ich mir dann wieder mein Dirndl an - eine Hommage an unseren wunderbaren Ausflug: Das Blau des Kleides stand für den blauen Himmel, den wir an diesem Tag hatten, der grüne Gürtel für die Wälder, das Shirt in türkis und die farblich abgestimmte Strumpfhose passten zum Türkisgrün vom Märchen- und vom Steirersee und die braunen Stiefel zu Wurzeln und Baumstämmen. Ich gebe zu, Halbschuhe wären in diesem Fall vorteilhafter gewesen, aber ich hatte keine mit (1 Paar Wanderschuhe, 1 paar Walkingschuhe und 1 bequemes Stieflettenpaar - das muss einfach reichen für eine Wanderurlaubswoche im Herbst).

Unten könnt ihr noch einen Blick auf unser superleckeres Abendessen werfen. Von den drei Hauptspeisen hatte ich mich für Menü I - das gebratene Forellenfilet mit Apfelrisotto und Paradeiser-Kapernkraut - entschieden. Falls euch die Portion klein erscheint: Man kann im Hotel Grimmingblick ankreuzen, ob man eine kleine oder große Portion möchte. Da ich abends keine so großen Mengen essen kann und mir ja auch etwas vom guten Salatbuffet holte, habe ich erstens  die Suppe ausgelassen und mich zweitens immer für die kleine Portion entschieden (leider, es schmeckte soo gut)!

 

So viel zu diesem wunderbaren Tag. In unserem Fall war es zwar nur eine 5-Seen-Wanderung, aber ich hoffe, ihr seid trotzdem gerne mit dabei gewesen. Edi und ich haben uns vorgenommen, den sechsten See bei nächster Gelegenheit nachzuholen 😉. Für den nächsten Tag hatten wir einen weiteren tollen Ausflug geplant - damit geht es demnächst hier weiter!

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Ganz herzliche Rostrosengrüße,


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions,
Garden Affair - bei Jaipur Garden, 


PS: Hier noch ein Hinweis in eigener Sache - und in Sachen Nachhaltigkeit:

Wie ich in der Einleitung schon erwähnt habe, gibt es im Blog einfach.nachhaltig.besser.leben - EiNaB einen neuen Beitrag von mir zum Thema Brot backen im Backrohr. Ich erzähle euch darin über den Brotbackkurs, den Edi und ich im Februar 2020 besucht haben, und über unsere Backerfahrungen seither. Drei tolle Brotrezepte habe ich euch ebenfalls dazugepackt. Hier geht es zu meinem Beitrag 

#EiNaB 42: Brot backen für Anfänger, Fortgeschrittene und Eilige

Unter dem EiNaB-Posting könnt ihr zwei Monate lang eure nachhaltigen Beiträge verlinken - sehr gerne auch Brotrezepte oder Rezepte zur Verwertung von Brotresten. Die Beiträge müssen nicht neu sein! (Bitte nicht aufs Backlink-Setzen vergessen, sonst klappt die Verlinkung nicht.) Aber natürlich werden auch all eure anderen Ideen rund um den Themenkreis Nachhaltigkeit im Alltag / Umweltschutz / Zero Waste / umweltfreundliches Weihnachten etc. gerne genommen!

 

PPS: Und hier könnt ihr etwas ganz Wichtiges für die Rettung der Wälder der Erde tun:

15 MILLIARDEN Bäume werden jedes Jahr gefällt - 476 pro Sekunde! Unsere Regenwälder, Dschungel und Waldflächen werden abgeholzt, um Platz für immer mehr Viehzucht, Palmölplantagen und den Anbau von Sojabohnen zu schaffen.
Doch heute haben wir eine einmalige Gelegenheit, das zu ändern.
Jetzt gerade erwägt die EU ein neues Gesetz zum Verbot aller Produkte, die mit der Vernichtung von Wäldern zusammenhängen. Wenn das Gesetz zustande kommt, könnte die EU als riesiger Markt die größten Unternehmen der Welt zu Veränderungen zwingen und so zur Umgestaltung weltweiter Lieferketten und der Rettung unserer Wälder, Feuchtgebiete und Sümpfe beitragen.
Die Erde braucht dieses Gesetz - sorgen wir also dafür, dass es kommt! Hier geht's zur Petition: https://secure.avaaz.org/.../eu_stop_deforestation_loc_pa/
 

 
PPPS: Eine gute Nachricht hab ich auch noch für euch:
Translation for my english-speaking readers: Costa Rica has almost completely reforested its rainforest. The country is now almost 60% covered by forest, at the end of the 80s it was around 21%.
 
Bild könnte enthalten: Himmel, Wolken, Natur und im Freien, Text „Zur Abwechslung einfach mal schöne Nachrichten: Costa Rica hat seinen Regenwald fast vollständig wieder aufgeforstet. Mittlerweile ist das Land fast zu 60 % von Wald bedeckt. Ende der 80er waren es etwa 21 %.“
Bild von HIER