Dienstag, 13. April 2021

Sonnengelbe Tage - Stift Göttweig & Co.

Servus ihr Lieben, ...

 

... vielen Dank an euch alle für eure Besuche und Kommentare bei meinem Beitrag Marillen-Erlebnisweg und Göttweig-Wanderweg in der Wachau! Ich freue mich sehr, dass ihr Spaß am Mitwandern und Mit-Genießen hattet. 

Einigen von euch fielen meine Collagen in diesem Post besonders auf. Falls ihr ebenfalls solche Collagen basteln wollt: Ich habe sie früher ausschließlich mit dem Programm PhotoScape hergestellt, nun verwende ich außerdem noch das neuere PhotoScapeX. Beide kann man gratis herunterladen. 

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In meinem vorigen Post erzählte ich euch von unserer schönen 15-Kilometer-Wanderung über den Marillen-Erlebnispfad und den Göttweig-Wanderweg. Allerdings blieb ich euch einige Collagen von dieser Ostermontags-Wanderung schuldig - die möchte ich gerne heute nachreichen:

Stift Göttweig mit Marillen-Kräuter-Garten: 
5. April 2020: Schon von weitem sahen wir bei unserer Wanderung das Benediktinerstift Göttweig auf einem Hügel südlich der Donau in 422 m Seehöhe thronen. Man muss übrigens nicht unbedingt zu Fuß zum Kloster "pilgern" - es führt auch eine Autostraße hinauf - doch wenn man sich den Weg hart erarbeitet hat, erscheint einem der Anblick der Anlage noch einen Tick beeindruckender  und der Weg durch das Tor noch bedeutsamer 😉. 
 
Das Stift Göttweig wird aufgrund seiner großartigen Berglage auf einem Ausläufer des Dunkelsteinerwaldes auch das "Österreichische Montecassino" genannt. Seit dem Jahr 2000 ist es (wie die gesamte Kulturlandschaft Wachau) in die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste aufgenommen. Gegründet wurde es im Jahr 1083, und 1094 wurde es den Benediktinern übergeben. Zur Zeit lebt eine Gemeinschaft von 41 Mönchen in dem Kloster.

 

Aus der ersten Bauepoche Göttweigs im 12. Jahrhundert sind heute nur noch nur noch Reste vorhanden (Erentrudiskapelle, Alte Burg, Krypta und Chor der Kirche). Nach einer verheerenden Brandkatastrophe im Jahr 1718 wurde das Stift im barocken Stil neu aufgebaut. (Ich zeigte euch im letzten Post die Mauer-Reste einer historischen Materialbahn, die konstruiert wurde, um das Baumaterial für den Wiederaufbau zu transportieren.)

In "normaleren Zeiten" kann man auch das Innere des Stifts besichtigen - während unseres Besuches dort herrschte ein strenger Lockdown, weshalb wir das Museum mit den Kunstschätzen des Stifts und einem der schönsten und größten barocken Treppenhäuser Europas leider nicht besichtigen konnten. Das müssen wir wohl ein andermal nachholen. 


Doch die barocke Stiftskirche konnten wir sowohl von außen als auch von innen besichtigen. Sie ist im Langhaus in ihrem Kern romanisch (ein Vorbau aus dem 11. Jahrhundert ist nachgewiesen); im Lauf der Jahrhunderte erfolgten immer wieder Zu- und Umbauten. In der übernächsten Collage könnt ihr einen Blick ins Kircheninnere werfen. Die Doppelturmfassade wurde erst in den Jahren 1750 bis 1755 errichtet. Die stumpfen Kirchturmzeltdächer sind eigentlich Provisorien, die beibehalten wurden, da die geplanten Turmhelme (vermutlich aus Kostengründen) nicht zur Ausführung kamen. In den Jahren 2013- 2018 wurden alle Dächer des Stifts saniert.

Die Stiftskirche von Göttweig für Novas Glockenturm-Sammlung

 

Für Artis Schilderwald habe ich hier noch ein paar Schilder fotografiert - eines davon zeigt zum Marillen-Kräutergarten von Göttweig, bei dem es sich um einen "Natur-im-Garten"-Schaugarten handelt. Hier gedeihen rund 50 Bäume aus zwölf verschiedenen Wachauer Marillensorten. 

Die Familie Aufreiter, über deren köstliche "Marillenknödel to go" ich euch neulich erzählt habe, hilft dem Stift bei der Pflege der Marillenbäume und verarbeitet auch die reifen Früchte zu Marmelade, Saft oder Schnaps. Außerdem werden in diesem Nutzgarten die Kräuter für das Stiftsrestaurant  gezogen. Dieses Restaurant hatte allerdings wegen des strengen Lockdowns ebenfalls geschlossen und es gab - entgegen der zuvor vernommenen Gerüchte - auch weder Kaffee noch Kuchen "to go". 


Glücklicherweise waren wir darauf nicht angewiesen. Wir hatten ja bei einem Stand Marillensaft gekauft - und außerdem eine kleine Jause mitgebracht. Auch Ostereier zum "Eierpecken" (= Ostereiertitschen) hatten wir dabei 😁. Ich habe übrigens verloren, aber ich durfte mein (gelbes, zur Jacke passendes) Ei trotzdem selber essen 😉.


Außer den Marillenbäumen blühten im Klostergarten auch noch verschiedenste Frühblüher wie Narzissen und Primeln. Und es herrschte ein reges Gesumme und Gebrumme von Wildbienen (siehe übernächste Collage rechts) um die Marillenblüten herum sowie beim Insektenhotel. Die Schmetterlinge und den Schwarzblauen Ölkäfer in dieser Collage habe ich euch schon im vorigen Post gezeigt, aber die anderen Bilder noch nicht. 

Vom Klostergarten aus hat man einen schönen Blick über die Landschaft und auf die Donau - leider auch auf ein potthässliches Kraftwerk, das ich bei dem Foto rechts kurzerhand weggeschnitten habe. (Ich verstehe nicht, wie man es zulassen kann, ein so hässliches Gebäude in eine so schöne Landschaft zu stellen! Hätte man einen Künstler wie Friedensreich Hundertwasser rangelassen, wäre das Kraftwerk kein solcher Schandfleck geworden.)

   

Nun möchte ich euch - beginnend beim 23. März - ein paar noch ausständige Fotos zeigen. 

Besuch bei Renate und Lilly:
An diesem Tag ging es gleich "tierisch" weiter, denn da besuchte ich unsere liebe Vis-a-Vis-Nachbarin Renate -  und ihr entzückendes Findelkind Lilly: Renate rettete die auf einem Friedhof umherirrende Baby-Katze im vorigen Jahr vor dem Verhungern oder Erfrieren. Sie war sehr abgemagert und ihr Fell  total verklettet. Inzwischen hat sie sich zu einer kleinen Schönheit entwickelt:


Hier mein "Besuchs-Outfit": Die gepunktete Bio-Baumwollhose kennt ihr z.B. vom Münchner Bloggertreffen, das umspektakuläre, aber angenehm kaschierende und bequeme Ripp-Shirt habe ich auch schon eine Weile und die Kette, die der Sache etwas Farbe verleiht, ist eine schöne Namibia-Urlaubserinnerung .


Zwei Frischluft-Runden:
Das Frühlings-Wetter war und ist auch hier  ziemlich wechselhaft - aber wann immer es sich draußen halbwegs erträglich anfühlte, gingen wir Frischluft schnuppern. Die folgenden Fotos stammen vom 26. März, da spazierte ich mit meinem Mann in Richtung Auwald und er fotografierte mich beim Bärlauchpflücken. (Obwohl Bärlauch vom Geschmack her eher scharf ist, sind bei den Fotos vor allem die Äste im Vordergrund scharf geworden 😜...)


Am zartblauen Nachmittagshimmel prangte ein kleiner zunehmender Mond.

Am  folgenden Tag fotografierte ich bei meiner Walkingrunde verschiedenes gelbes und lilanes Geblühe und einen blauen Himmel mit einigen wenigen freundlichen Wölkchen:

 


Besprechungs-Outfit:
Am 30. März hatte ich eine maßgebliche Besprechung im örtlichen Gemeindeamt mit dem Bürgermeister und einem weiteren Entscheidungsträger über ein von mir vorgeschlagenes Umweltprojekt. 
 
Unten seht ihr mein Outfit. Ja, ich gehe auch zu solchen Besprechungen als "ich selbst" und verkleide mich nicht als toughe Geschäftsfrau im Chanelkostüm oder im stylishen Hosenanzug. Es geht hier um ein Projekt, das mir sehr am Herzen liegt, und das kann nur von der echten Traude präsentiert werden, die echte Traudekleidung trägt. Aber ihr seht auch: Ich nehme euer Lob ernst - sowohl mein Haarband als auch die korallenrote Jacke gefiel vielen von euch - also dachte ich mir, das kann dann auch bei dieser Besprechung nicht falsch sein. Und so war's dann offensichtlich 😊 (Ich habe in meinem vorigen Posting erwähnt, dass mein Projektvorschlag angenommen wurde - über Details möchte ich hier allerdings erst erzählen, wenn die Sache weiter fortgeschritten ist.) Die nächste Besprechung - bei der bereits zahlreiche weitere Entscheidungsträger unserer Gemeinde dabei sein werden - findet wegen des verschärften Lockdowns online statt.

Frühbeetaufsatz und neue Heizung:
Außerdem wurde am 29. und  30. März in unserem Haus eine neue Heizung installiert. 
 
Unsere bisherige Fußbodenheizung war 30 Jahre alt und machte - trotz regenmäßiger Wartung - bereits seit einigen Wintern Probleme, weil sie sich in viel zu großem Ausmaß nach den schwankenden Außentemperaturen richtete. Dieses Jahr kamen wir kaum noch nach mit Wärmer- oder Kälter-Schalten, denn die Heizung zuckte mal in die eine, dann wieder in die andere Richtung aus. Nun haben wir anstatt zwei riesigen Geräten nur noch eines im Keller stehen, das sowohl für die Heizung als auch für die Warmwasseraufbereitung zuständig und um vieles energieeffizienter als das alte Gerät ist, und außerdem wird diese Heizung noch mit einem Innenthermostat ausgerüstet.
 
In unserem Garten ist auch etwas Neues eingezogen: ein Frühbeetaufsatz für eines unserer beiden im Vorjahr gebauten Hochbeete. Dort habe ich dann gleich verschiedene Salate und Kohlrabi angebaut. 
 
Zu Beginn setzte ich ständig die vier Deckel auf, um die zarten Pflänzchen zu schützen, mittlerweile mache ich das nur noch, wenn es friert. Die Deckelhalterung ist leider eine Fehlkonstruktion: Bei starkem Wind (und den haben wir hier häufig) lösen sich die Deckel und fliegen davon, weshalb wir sie mit großen Holzblöcken beschweren müssen. Trotzdem ist dieses "Glashaus" eine gute Sache, denn es verlängert die Gartensaison, und ich vermute, dass auch die Schnecken größere Probleme haben, um an unser Gemüse ranzukommen. Die Blattsalate sind schon viel größer als auf den Fotos, und gestern habe ich auch ein paar der zarten Blättchen schon als gemischten Frühlingsblattsalat zubereitet.
 
Nicht nur in unserem Garten haben Narzissen und Forsythien gelb zu blühen begonnen...

Komparsen-Einsatz im Wiener Donaupark:
Kein Aprilscherz: Am 1.April 2020 wurden wir in einen Kriminalfall verwickelt! Allerdings (zum Glück) nur im Rahmen unserer Komparsentätigkeit 😀. Im Wiener Donaupark wurden Szenen eines Wien-Krimis mit Nicholas Ofczarek gedreht, und die Rostrosen waren dabei... wie viele andere auch. In der Collage unten seht ihr nur einen Teil der Komparsen, die für diese Szenen benötigt wurden (links unten, das Schwarzweiß-Foto). 

... auch im Donaupark leuchteten an manchen Stellen Forsythiensträucher auf.

In Corona-Zeiten sind solche Dreharbeiten natürlich noch ein bisschen aufwendiger als sonst - jeder Komparse musste zum Covid-Test antreten. (Es gab erfreulicherweise kein einziges positives Testergebnis). Trotzdem sollten wir in den Dehpausen Masken tragen, es sei denn, wir aßen oder tranken gerade etwas oder es wurde eben gedreht. 

Ein Teil unserer Aufgabe bestand darin, in einem Biergarten zu sitzen 😀 (wie herrlich in Zeiten wie diesen und bei so schönem Wetter! Der Gastgarten wurde extra für uns im Außenbereich des Korea Kulturhauses aufgebaut!) - also war es kein Problem, etwas zu essen oder zu trinken. Das Bier, die Würstel und Kuchen, die man vor unsere Nasen stellte, waren zwar nicht zum Verzehr gedacht, aber ich habe meinen kalten Kaffee im Lauf der Dreharbeiten dennoch ausgetrunken und den Kuchen zur Hälfte vernascht - wirkt doch unnatürlich, wenn das nur einfach so herumsteht 😉. Es hat sich jedenfalls niemand darüber aufgeregt 😊).

 

In einer weiteren Szene mussten Edi und ich zu einem bestimmten Zeitpunkt von einer Parkbank aufstehen und Hand in Hand über die Wiese zu einem Weg gehen. Allerdings wird man von uns vermutlich nicht viel sehen. Gedreht wurde hauptsächlich im Lokal, wir waren quasi nur die "Hintergrundgeräusche", die "Leute draußen", damit der Park oder der Gastgarten beim Blick durch das Fenster echt und belebt wirkt. Das macht uns aber nichts. Wir haben mit einigen interessanten Leuten geplaudert, unter anderem mit dem jungen Mann, der bei uns am Biergartentisch saß und der schon bei einigen Produktionen mitgearbeitet hat, und es war, wie ihr sehen könnt, ein wunderschöner, warmer Frühlingstag. (Das war tags darauf schon nicht mehr so...) Am Ende des Drehtages gönnten wir uns ein Eis. 

Hier unten seht ihr, was ich zum Dreh trug. (Es gab keine großartigen Vorgaben, die Kleidung sollte einfach zum Wetter und zum Biergarten passen 😉)


Falls ihr nun denkt, wir hätten Ende März, Anfang April ausschließlich solche sonnigen, gelb- leuchtenden Tage gehabt, muss ich euch allerdings enttäuschen. Zwischendurch gab es bei uns mehrmals Schnee und die Temperaturen schwankten von rund 0 Grad zu rund 20 Grad und wieder zurück. Während ich diese Zeilen schreibe, ist es ungemütlich kalt draußen - aber es regnet endlich! Höchste Zeit, denn hier war es lange Zeit viel zu trocken.

Ihr Lieben, ich danke euch, dass ihr mich wieder durch ein paar meiner Abenteuer begleitet habt - ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht, dabei zu sein!


Ganz herzliche Rostrosengrüße, 

bis zum nächsten Mal,
eure Traude



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Mittwoch, 7. April 2021

Marillen-Erlebnisweg und Göttweig-Wanderweg in der Wachau

Servus ihr Lieben!

 

Ja, ihr lest richtig, wir waren schon wieder unterwegs - und abermals war es (unter anderem) eine Blüten-Wanderung. Das ist nämlich etwas, das wir in Österreich zum Glück auch im strengeren Oster-Lockdown tun durften: Raus in die Natur, Sport, Bewegung im Freien. Im März habe ich euch über unseren Ausflug zur Dirndl-Blüte ins Pielachtal erzählt, heute möchte ich euch gerne in die Wachau mitnehmen - denn dort blühen jetzt gerade die Marillen (Aprikosen). Und diese Blütenwolken sind ein wunderschöner Anblick - überhaupt bei blauem Himmel und Sonnenschein. 

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Die Kulturlandschaft Wachau (mit Betonung auf dem „au“ in der letzten Silbe 😊) wurde im Jahr 2000 in die Liste des UNESCO-Weltkultur- und -naturerbes aufgenommen. Und das zu Recht, denn das Gebiet entlang der Donau ist von beachtlicher landschaftlicher Schönheit und hat auch in historischer und architektonischer Hinsicht einiges zu bieten. 

Im August 2019 unternahmen wir eine herrliche Wachau-Schifffahrt von Krems nach Spitz und wieder zurück - ich habe euch HIER darüber erzählt. Und dem Stift Melk mit seiner atemberaubenden Bibliothek und dem entzückenden Pavillon widmete ich im Jahr 2010 zwei Beiträge - HIER könnt ihr euch diese steinalten Rostrosen-Postings ansehen.

Mein Freund, der (Marillen-)Baum - für Astrid!

Diesmal trieb es uns nach Krems-Angern, denn dort gibt es einen Marillen-Erlebnisweg - und der ist natürlich zur Zeit der Blüte besonders sehenswert. HIER könnt ihr einiges über diesen Erlebnisweg lesen, der entlang alter Marillengärten und malerischer Weinhügel führt, und außerdem etwas über die Wachauer Marillen erfahren, die sich durch ihren besonderen Geschmack auszeichnen. Seit 1996 ist der Name „Wachauer Marille“ übrigens eine innerhalb der EU geschützte Ursprungsbezeichnung.

Je nach Witterung beginnt die Blütezeit zwischen Mitte März und Mitte April in der Umgebung von Krems und breitet sich dann durch die Wachau aus. Beim Spitzer Graben blüht die Wachauer Marille am spätesten. Die Wachauer Marillenblüte dauert zwischen zehn Tagen und zwei bis drei Wochen - je kälter es ist, desto länger blühen die Bäume. Über den aktuellen Stand könnt ihr euch mit Hilfe dieser Webcam informieren.


Diesen zartwolkigen Himmelsblick habe ich für Heidi eingefangen.


Der Wachauer Marillen-Erlebnisweg beginnt und endet beim Weinhof Aufreiter, in dessen Hofladen wir am Ende unserer Tour auch ein paar Einkäufe getätigt haben. (Darüber nachher mehr.) Der Rundweg ist ca. 4,5 Kilometer lang. Unsere Tour sollte jedoch um einiges länger werden - denn wir verknüpften unseren "Marillenblüten-Spaziergang" noch mit einer weiteren Wanderung...

Eine erste Pause legten wir aber noch auf dem Marillen-Erlebnisweg ein - da gab es nämlich einen Stand mit Produkten vom Marillenhof Kundt, bei dem wir gleich mal köstlichen Marillensaft und Mineralwasser erstanden und mit einer spritzigen Mischung auf einem windgeschützten Platz unseren Durst löschten. 


Über dem Erlebnisweg thront ein auffallender Gebäudekomplex - das Stift Göttweig. Und bis zu diesem Benediktinerkloster wollten wir unbedingt marschieren - ohne ganz genau zu wissen, wie lange man  dorthin geht. (Es war letztendlich eine Runde von etwas mehr als 15 Kilometern, nicht ganz un-anstrengend, aber wunderschön!) 

Hier könnt ihr mehr über eine Wanderung auf ungefähr unserer Route lesen: Weinbergwandern.at bzw. im Blog von Stephan Schmatz.

Ein Teil der Runde führt sogar über den Jakobsweg, wie ihr unten einem der Schilder entnehmen könnt, die ich für Artis Schilderwald fotografiert habe. 

Leider muss man, um zum Stift Göttweig zu kommen, eine Bundesstraße überqueren und an deren Rand kurz entlang gehen, aber schon bald kommt man wieder in ein Waldstück. Hier sind die Wege für Wanderer und Mountainbiker größtenteils voneinander getrennt, was ich für alle Beteiligten sinnvoll finde - nur auf einer kleinen Teilstrecke ist man gemeinsam unterweg. Hier haben Wanderer allerdings Vorrang (siehe übernächste Collage).



440 Höhenmeter sind zum Stift Göttweig zurückzulegen. Der Wanderweg bietet teilweise einen herrlichen Ausblick auf die Umgebung - und rundherum blüht's gerade - Schlehen, Veilchen, Immergrün, Wolfsmilch ... ein Traum!

Natürlich haben wir auch beim Stift Göttweig und in der Stiftskirche fotografiert, aber diese Bilder möchte ich euch gerne erst in meinem nächsten Posting präsentieren - dieses hier ist ohnehin schon wieder recht lang. Deshalb zeige ich euch heute nur ein paar Tore von dort - für  Novas "T in die neue Woche".

Nach einer weiteren Rast im Marillen-Kräutergarten von Göttweig (demnächst mehr darüber) ging es wieder talwärts. Diesmal wählten wir den "Prälatenweg", auf dem es unterwegs die Mauer-Reste einer historischen Materialbahn zu sehen gibt. Eine Tafel informiert darüber, dass diese Bahn angelegt wurde, weil das Stift nach einem großen Brand im Jahr 1718 im Barocken Stil neu aufgebaut wurde. Um das Baumaterial zu transportieren, wurde ein Maschine konstruiert, die mit Hilfe einer von Pferden bewegten Winde und einer Schiene die Wagen auf den Berg zog.

 Leider haben wir es versäumt, auf dem Stairway to Heaven zu gehen 😉

Zurück auf dem Marillenwanderweg entdeckten wir auch diese schönen rosa Blüten - sie dürften zu Pfirsichbäumen gehören, die gedeihen im Weinbauklima ja ebenfalls sehr gut... Das Schloss Wolfsberg, das ihr in dieser Collage außerdem seht, hatte in seiner Geschichte zahlreiche Besitzer; unter anderem befand es sich mehrmals im Besitz des Stiftes Göttweig und diente auch als Erholungsheim. Derzeit ist es in Privatbesitz.


Als wir wieder in Angern ankamen, taten uns die Füße schon ganz schön weh, aber ein paar Schritte mussten unbedingt noch sein: Denn erstens wollten wir im Genuss-Hofladen der Familie Aufreiter noch ein paar Marillenspezialitäten (Likör und Marmelade) kaufen, und zweitens wurden im Weinhof der Aufreiters "Marillenknödel to go" angeboten. Davon holten wir uns je eine Portion und genossen sie auf einer Bank mit Blick auf einen idyllischen Donau-Nebenarm und mit blökenden Schafen in unmittelbarer Umgebung. Edi und ich sind uns einig, wir haben noch nie dermaßen gute Marillenknödel gegessen 😋!

Danach ging es wieder heimwärts - und wir waren einmal mehr froh darüber, in einem Land zu leben, in dem es im Umkreis von etwa hundert Kilometern so viel Schönes für uns zu erleben und zu entdecken gibt - sowohl in Sachen Kultur und Natur, als auch in kulinarischer Hinsicht. Ihr könnt sicher sein, wir werden in diesem Jahr noch einiges davon ansehen und genießen - und ich werde euch, so gut ich kann, daran teilhaben lassen.

Ich denke, in meinen nächsten Postings werde ich euch vor allem über das Stift Göttweig erzählen, und außerdem vielleicht über unseren Ausflug in das Naturschutzgebiet Thenauriegel (Burgenland), den wir ebenfalls erst vor kurzem unternommen haben. Oder doch lieber über unser neuestes "Komparsen-Abenteuer"? Es gibt immer so vieles zu schildern aus dem Rostrosenleben - selbst in "eingeschränkten Zeiten" wie diesen!

Das Foto von der rot blühenden Zierquitte (vorige Collage) hat mich daran erinnert, dass ich für Annes Aktion "Ich sehe rot"
 auch noch eine Collage zusammenstellen wollte - und für die Saturday's Critters von Eileen gibt's ein paar Tierfotos dazu!

Ich hoffe, ihr hattet angenehme Ostertage 🐇🐤🐣🐥! Vielen Dank für all eure lieben Zeilen zu meinem Posting über unseren Ausflug nach Loretto und Leithaprodersdorf

Es tut mir sehr leid, dass ich mich in letzter Zeit blog- und kommentarmäßig etwas rar gemacht habe, aber neben unseren Ausflügen und der oben genannten neuesten Komparsentätigkeit habe ich noch etwas ganz Besonderes zu tun bekommen:  

Mein aktueller Umwelt-Projektvorschlag, den ich unserer Gemeindeverwaltung unterbreitet habe, wurde angenommen 👍👍👍 - und dafür muss ich jetzt immer wieder mal ein paar kleinere Blogpausen einlegen... (Drückt bitte die Daumen, dass nicht noch etwas dazwischen kommt. Bei meinem letzten Projektvorschlag im Frühjahr 2020 war es nämlich so, dass Corona alle Vorhaben verhindert hat 😢... aber mein jetziger Plan passt sich an die veränderten Gegebenheiten an [genau wie ich auch 😉]. Sobald es etwas Konkreteres über dieses neue Projekt zu erzählen gibt, werde ich das tun 😊.)

 

Bleibt weiterhin gesund und 
macht das Beste aus jedem Tag!

Herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude



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Samstag, 27. März 2021

Ausflug nach Loretto und Leithaprodersdorf - und ein paar "Reste"

Servus Ihr Lieben!


In meinem vor-vorigen Posting Ende Februar, Anfang März erzählte ich euch unter anderem über einen Besuch bei Freunden und unseren Ausflug in den Nationalpark Donau-Auen. UND ich erwähnte darin, dass ich noch viele Bilder von Februar und März zu zeigen hätte. Im darauf folgenden Blogbeitrag musste ich euch aber unbedingt über unseren Ausflug zur Dirndl-Blüte ins Pielachtal erzählen (bei dem es nicht um das Kleid, sondern um die Kornelkirsche ging 😀). Herzlichen Dank an alle, die dieses Posting besucht und liebenswerte Kommentare hinterlassen haben! 😘

HEUTE ist es so weit, ich möchte euch die ausständigen Fotos zeigen, bevor niemand von euch mehr Schnee sehen mag 😉. Als ich in meinem virtuellen Foto-Archiv kramte, stelle ich fest, dass es sogar noch Fotos vom Januar gibt, die ich euch nicht gezeigt habe. Ihr bekommt also jetzt einfach eine bunte "Reste-Zusammenstellung" zu sehen - ein schöner Ausflug ist auch wieder dabei!

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Spaziergang mit meinem Bruder uns den "Hundsis" Kira und Luiz in der zweiten Jännerwoche, Kater Maxwell und 
unser verschneiter Garten 16.-19. Jänner 2021

Neuschnee im Garten 27. Jänner, Walkingrunde ohne Schnee am 1. Februar

Nina im verschneiten Garten am 27. Jänner, weitere Schneefotos vom 16. Februar, Maxwell beim Ruhen 😸

Maxwell im Nebel-Garten, 23. Februar

 
Ausflug nach Loretto und Leithaprodersdorf, 24. Februar:
 
1) Loretto:
Loretto ist ein kleiner Wallfahrtsort am Fuß des Leithagebirges im nördlichen Burgenland. Trotz der geringen Ausdehnung von gerade mal 2,38 km² wird Loretto jedes Jahr (oder zumindest in "normalen" Jahren 😉) von rund 200.000 Menschen besucht. Hauptanziehungsort ist die barocke Basilika Maria Loretto (auch Basilika zur Unbefleckten Empfängnis) mit dem großen Vorplatzplatz, bei dem es sich um den größten natürlichen Anger Mitteleuropas handelt. Wenn ihr mehr über die Basilika wissen wollt, findet ihr HIER Informationen.


Für alle, die wissen wollen, was ich unter Jacke, Pullover etc. getragen habe: Wiedermal die bequeme dunkelblaue Hose mit dem weißen Galonstreifen (aus umweltfreundlicher Lenzing-Viskose), die ihr schon im letzten Post gesehen habt, und dazu mein rotes Bio-Baumwoll-Shirt mit Rüschen.


So, nun aber wieder zurück zur Basilika - kommt mit, ich zeige euch ohne viele Worte die Kirche von außen und innen, den schönen Säulengang und den Anger:

Am Anger befinden sich eine Pestsäule von 1680, die Florianisäule aus der Zeit um 1734 und eine Pietà aus dem 
18. Jahrhundert.

Hier habe ich ein schönes Tor für Novas Linkup T in die neue Woche

Für Artis Schilderwald habe ich auch einiges gesammelt, unter anderem ein altes Hauszeichen mit Brezel - quasi das 
einstige "Bäckerei"-Schild 😉

Hier unten gibt's zwei kleine "Montagsherzen"

Beim Wallfahrtsort Loretto handelt es sich außerdem um eine der größten urgeschichtlichen Fundstätten Österreichs. (Ja, nach Hallstatt und der Antonshöhe im Maurer Wald habe ich euch nun abermals zu einer archäologisch interessanten Stätte entführt. Und das ist in diesem Posting nicht einmal der einzige solche Ort!) 

Laut Wikipedia finden hier seit 1950 Grabungen statt:

"Entdeckt wurden ein Begräbnisplatz mit über 160 Gräbern (Bronzezeit bis Urnenfelderkultur), 200 illyrische Gräber der Hallstattzeit („Bürgermeistergräber“, Mondidole) sowie skythische Gräber aus dem 5. Jahrhundert und Hinweise auf keltische Bestattungen." 

Außerdem wurden im Ortsgebiet eine fossile Antilope und ein Nashorn aus dem Miozän* gefunden (* das ist der geologische Zeitabschnitt der Erdneuzeit, der von etwa 5,3 Millionen bis zu 23 Millionen Jahren vor unserer Zeit reicht.)

2) Leithaprodersdorf:
Danach fuhren wir gleich weiter nach Leithaprodersdorf - eine Nachbargemeinde von Loretto. Die Gemeinde liegt im Burgenland im Bezirk Eisenstadt-Umgebung, direkt an der niederösterreichischen Landesgrenze, die hier vom Fluß Leitha gebildet wird; jenseits der Brücke schließt der Schwesterort Deutsch Brodersdorf an. Irgendwie konnte man sich offenbar nicht einigen, ob Brodersdorf oder Prodersdorf die richtige Schreibweise ist 😉. Aber Leithaprodersdorf hatte ohnehin schon viele Namen. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zum Königreich Ungarn und wurde damals Ungarisch Prodersdorf beziehungsweise Lajtapordány genannt. Wikipedia weiß außerdem dazu: 
 
"Forschungen haben ergeben, das Leithaprodersdorf als der älteste benannte Ort des Burgenlandes bezeichnet werden kann. Der Name stammt von Lithaha mit der Präposition super Sconibrunno, auf deutsch "oberhalb des schönen Brunnens" aus dem Jahr 833." *)

*) Die Sache mit dem "schönen Brunnen" bezieht sich auf eine 24,7° Cesius warme Thermalquelle, die bis ins 20. Jahrhundert von den Einwohnern und Besuchern aus umliegenden Ortschaften genützt wurde, um Beschwerden wie Gicht oder Rheuma zu lindern.
 
Vor Beginn unserer Zeitrechnung war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum. Später kamen die Römer, und archäologische Funde zeugen von einer dichten Besiedlung des Gebietes. Die Namen auf Grabsteinen lauten Maguricius, Ussuro, Ucco, Cenomarus, Gnatila sowie Octo, Aurelia Valla und Aurelia Florentina und sind Beleg für eine keltisch-römische Mischbevölkerung während des 1. bis 3. Jahrhunderts. Auch ein Bestattungsplatz der Awaren aus dem 8. Jahrhundert wurde entdeckt.
 
Unter anderem ist Leithaprodersdorf bekannt für die Steinsarkophage aus unterschiedlichen Epochen, die bei Ausgrabungen gefunden wurden. Sie werden neben informativen Schautafeln auf einem Wiesenstück präsentiert (siehe nächste Collage). Von einer mittelalterlichen Wasserburg östlich des Ortes ("das G’schlößl") sind heute nur noch drei konzentrisch umlaufende Gräben (die Reste einer Wehranlage mit einem Wall-Graben-System) erkennbar.

Durch eine der Schautafeln erfuhren wir von der Existenz einer mittelalterlichen Kirche, die heute Bergkirche oder auch Pfefferbüchsel genannt wird. Diese wollten wir uns gerne aus der Nähe ansehen (und freuen uns sehr, dass wir es getan haben, denn sie besitzt eine besondere Ausstrahlung). Sie befindet sich auf dem Gaisbühel, dem Friedhofshügel von Leithaprodersdorf, umgeben von Weingärten. 

Die Ursprünge diese Kirchenruine dürften - wie aus Mauerresten eruiert wurde - aus dem 9. Jahrhundert stammen. Im Jahr 1252 diente die damalige Pfarrkirche zum Heiligen Stephan Martyr (Hl. Stephanus der Märtyrer) als Zufluchtsort beim Einfall der Ungarn. Im Jahr 1683 wurde sie von den Osmanen zerstört, der Chorturm und ein Mauerstück blieben als einzige Bestandteile der damaligen Bergkirche bestehen. 1907 wurde die Ruine restauriert und zu einer Kapelle umgebaut. 1972 fand eine Außenrenovierung statt. Die denkmalgeschützte Bergkirche dient nun als Wahrzeichen der Gemeinde Leithaprodersdorf.

Hier mal wieder ein paar Outfit-Fotos mit Stirnband, blauem Gudrun-Sjo*den-Shirt, Jeans und dem schönen, wolligen Poncho von Ines Meyrose:

Die frühlingshafte Collage stammt vom 10. März:

Auch am 13. März war das Wetter recht frühlingshaft. Wir bekamen Besuch von meiner Tochter Jana, um mit ihr zusammen ihren 28. Geburtstag zu feiern. Das war mein Outfit zu diesem Anlass: weinrot mit Leo 😉. In der übernächsten Collage könnt ihr undeutlich sehen, dass auch die Steine der goldenen Ohrringe (die ich seinerzeit beim Münchner Bloggertreffen von Claudia "erschwäppt" habe) ein dezentes Leomuster tragen...

Zwischendurch gingen wir mit Jana und ihrer Schulfreundin samt Baby ein bisschen spazieren - und begegneten bei dieser Gelegenheit einer wunderschönen Maine-Coon-Katze, die sich begeistert von uns streicheln ließ 😻:

 
Aber dann - rund um den (astronomischen) Frühlingsbeginn - kam der Winter mit Kälte und Schnee zurück. Die heftigen Wolkenbilder stammen vom 18. März, die Veilchen (und die Dirndln, die in unserer Gegend auch bereits blühen) habe ich am 20. März fotografiert und die Rehe auf dem verschneiten Feld am 21. März. (Da kam dann im Lauf des Tages noch einiges an Schnee dazu ⛄...)


Nun wär's aber wirklich schön, zumindest bis zum nächsten Spätherbst ohne Schnee auszukommen. Derzeit scheint der Frühling ganz heftig durchstarten zu wollen, bei uns ist die Luft voller Vogelgezwitscher und Insektengebrumm, es hat um die 15° C und wenn's nach mir ginge, könnte es jetzt mal für eine Weile so bleiben (und es müsste auch noch nicht viel wärmer werden). Aber es geht ja nicht nach mir 😉. 

Ich wünsche euch einen guten Start in den April - und außerdem eine wunderschöne Osterzeit 🐇🐤🐣🐥. Genießt die Tage und macht das Beste daraus, auch wenn momentan Covid-bedingt einiges nicht so läuft, wie wir es gerne hätten!


Herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude



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