Mittwoch, 27. Februar 2019

Unique - Nicht perfekt, aber einzigartig - Teil 2

Servus, ihr Lieben!
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Hier kommt meine versprochene Fortsetzung zu Unique - Nicht perfekt, aber einzigartig - Teil 1.
Vielen Dank für die Kommentare, die ihr mir dazu hinterlassen habt. Ich werde noch auf den einen
oder anderen Punkt zurückkommen bzw. habe das zum Teil auch schon als Antwort zu euren
Kommentaren getan. Zunächst möchte ich zu weiteren Portraits einiger Menschen kommen, die
uns vorleben oder vorgelebt haben, um wieviel wichtiger und besser es ist, authentisch zu sein, den
eigenen Weg zu gehen, unter Umständen auch gegen den Strom zu schwimmen und einzigartig zu
sein, statt sich an eventuelle Vorgaben und Forderungen der Gesellschaft anzupassen oder einem
unerreichbaren Bild von Perfektion nachzueifern!


 🐚🍷💗🐚🍷💗🐚
Zufriedensein bedeutet nicht, alles zu haben
sondern das Beste aus allem zu machen.


Den "Unique-Reigen" in meinem vorigen Beitrag begann ich mit einer Künstlerin, die ich schon 
lange sehr schätze; heute will ich es ebenso halten. So, wie mich Frida Kahlo schon früh beeindruckt 
und inspiriert hat beeindruckt und inspiriert mich auch Niki de Saint Phalle bereits seit vielen 
Jahren. 

Und so, wie mich Frida mit ihrer Geschichte und ihren Bildern nach Mexiko City lockte, 
wo ich im Jahr 2004 gemeinsam mit meiner Familie ihr wunderbares blaues Haus ("Casa Azul"
besuchte und wir uns ein paar Tage später - wie einst Frida und Diego - auf einem bunten Boot 
durch die "Schwimmenden Gärten von Xochimilco" treiben ließen, so lockte mich auch
Niki an einen Ort, der Teil ihres Lebens gewesen war...


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"Um sich formen zu können, wird jeder Mensch in die Familie hineingeboren, die er für sein Schicksal braucht." 
- Niki de Saint Phalle - Fotos von HIER.


In diesem alten Post von 2009 erzählte ich euch schon mal ausführlich, wie ein Cosmopolitan-
Artikel Mitte der 1980er Jahre mein Interesse an dieser Künstlerin weckte, und über unsere beiden
Besuche im toskanischen Tarotgarten mit den riesigen und wunderbaren Figuren, die Niki de
Saint Phalle dort im Lauf der Jahre geschaffen hat. (Der erste - abenteuerlichere - Besuch fand 
1996 statt, der zweite im Jahr 2000. Wenn ich mich daran erinnere, durchrieselt mich noch immer
das Glücksgefühl, das ich damals empfand!)



Ähnlich wie Frida Kahlo inspirierte auch Niki de Saint Phalle mit ihrem Keidungsstil und
mit ihren Kunstwerken die Modeschöpfer - ein paar Beispiele seht ihr oben - Bilder von HIER


Als Niki den Giardino dei Tarocchi schuf, hatte sie schon damit begonnen, in sich selbst selbst 
zu ruhen. Das war nicht immer so gewesen, denn ihr Vater, André Marie Fal de Saint Phalle
Bankier, verarmter Adeliger und strenger Katholik, war einer jener Männer, die ihre Töchter "ein 
bisschen zu gerne haben". Durch den sexuellen Missbrauch während ihrer Kindheit zunächst in eine 
frühe Ehe und dann fast in den Wahnsinn getrieben, wurde sie in der Nervenklinik mit der Heilkraft 
der Kunst konfrontiert.


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Ich hatte Schwierigkeiten mit allem und allen; aber die harten Bedingungen 
waren wichtig, um den Samen für diese unglaubliche Wut in mir zu pflanzen. 
Ohne sie wäre ich niemals in der Lage gewesen, einen so rebellischen Weg zu gehen.
Niki de Saint Phalle

 
Sie rebellierte gegen ihr Elternhaus, die Kirche und gegen die Gesellschaft ganz allgemein.
Ihre Schießbilder, die begehbare Figur HON und später die Nanas machten sie zu einer der 
umstrittensten und zugleich bekanntesten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Keine Frau vor ihr 
hat je solch große Skulpturen geschaffen wie Niki de Saint Phalle (und ich weiß nicht, ob es nach
 ihr schon eine gegeben hat). Aus einer schwierigen Ausgangssituation schöpfte sie alle Kraft, die
 sie nur kriegen konnte - und ich denke, ihre bombastischen Figuren zeigen recht deutlich, wie 
Nikis Seele im Lauf ihres Lebens über sich hinaus gewachsen ist. Leider endete dieses Leben 
im Jahr 2002, Niki starb 71jährig in San Diego, doch nach allem, was ich über sie gelesen
habe, war sie zu diesem Zeitpunkt mit sich und der Welt im Reinen.


Bilder von HIER


Auch die Ausgangssituation jenes Mannes, 
den ich euch als nächstes vorstellen möchte, kann als schwierig bezeichnet werden, denn der 
österreichische Psychologe, Autor und Motivationsredner Georg Fraberger wurde ohne Arme und 
Beine geboren. Ich hätte mit dieser Tatsache eigentlich gern länger hinterm Berg gehalten, denn fast 
alle Berichte über Fraberger beginnen damit, dass ihm Gliedmaßen fehlen. Doch in seinem Fall ist 
es keine Reduktion, keine Betonung einer Behinderung - es ist einfach ein nicht zu ignorierender 
Teilaspekt eines interessanten Mannes, der nach eigener Aussage "ein ziemlich gutes Leben" führt 
(so auch der Titel eines seiner Bücher).

Zu behaupten, ich würde ihn persönlich kennen, wäre wohl zu viel des Guten, doch weil Georg 
Fraberger in jenem großen Wiener Krankenhaus angestellt ist, in dem auch ich etwa vier Jahre lang 
gearbeitet habe, bin ich ihm im Lauf der Zeit mehrmals begegnet - vor allem mittags im Mitarbeiter-
Speisesaal. (Er war dort immer fröhlich, immer lächelnd und immer begleitet von mehreren Damen 
unterwegs, die seinen Spezial-Rollstuhl zuweilen wie Trittbrettfahrer benützten - was irgendwie nach 
großem Spaß und Lebensfreude bei allen Beteiligten aussah). Manchmal sah ich ihn in den langen 
Fluren, und einmal konnte ich beobachten, wie er in seinem Rollstuhl die steile Straße im hinteren
 Bereich des Krankenhaus-Areals hinabbrauste. "Donnerwetter!", dachte ich mir damals, "Der
fürchtet weder Tod noch Teufel!"



🐚🍷💗🐚🍷💗🐚
Heute weiß ich, dass die [Hübschen] es besonders schwer haben, weil sie 
immer Angst haben müssen, dass sie nur für ihren Körper, ihre Schönheit gemocht werden und 
nicht für das, was sie sind. Sich auf seinen Körper, auf seine Schönheit zu verlassen, macht auf 
Dauer nicht glücklich. 
Georg Fraberger

 

Weil eine genauere Vorstellung den Rahmen meines Beitrags sprengen würde, kann ich euch 
nur empfehlen, dieses offene und teils amüsante WOMAN-Interview zu lesen - hier könnt ihr u.a.
erfahren, was Georg Fraberger über seine Kindheit, über Frauen und seine vier Kinder, über Liebe
und Sex, über seinen Beruf, über Sicherheiten und Unsicherheiten zu sagen hat - und das sind 
ziemlich kluge Dinge, die immer gelten - egal, wie viele Gliedmaßen man hat. Außerdem kommt 
darin eine sehr schöne Geschichte vor - vom Vater des Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy 
und dem lieben Gott. Und dann erfahrt ihr noch, was sich Georg Fraberger von einer guten Fee
wünschen würde - die Antwort ist erstaunlich!


Fotos von HIER - und hier hab' ich für euch noch einen Link zu einem Interview mit Georg 
Fraberger zum Anhören und Ansehen in der Sendung Senf oder Ketchup.


 In meinem vorigen Post habe ich euch für heute gleich mehrere Männer versprochen, und so geht
es also mit einem weiteren einzigartigen Mann weiter. Wie Georg Fraberger hatte auch er einen
schwierigen Start ins Leben - und wie dieser hatte er außerdem das Glück, in eine Familie geboren
worden zu sein, die ihn förderte und nicht wie einen Behinderten behandelte: Pablo Pineda kam
mit Trisomie 21 zur Welt - doch das hinderte ihn nicht daran, eine Universitätslaufbahn
einzuschlagen (Lehramt und Pädagogische Psychologie), bei zwei Filmen mitzuspielen,
Vorträge zu halten und zu unterrichten.

Ich wurde auf Pablo Pineda vor einigen Jahren durch den Spielfilm
Me too - Wer will schon normal sein aufmerksam. Die Handlung des Films ist frei an der
Lebensgeschichte Pinedas angelehnt, "der als erster Mensch mit Down-Syndrom weltweit einen 
Universitätsabschluss schaffte. Synchronisiert wurde Pineda in der deutschen Fassung vom 
Schauspieler Sebastian Urbanski, der ebenfalls mit dem Down-Syndrom 
geboren wurde." (Quelle: Wikipedia)


🐚🍷💗🐚🍷💗🐚
 Ich habe bei diesem Film nur aus einem Grund mitgemacht: 
um anderen Menschen mit Down-Syndrom ebenfalls Mut zu machen. 
Und natürlich, um das Bewusstsein der Gesellschaft für Menschen mit 
Down-Syndrom zu ändern. Um ihnen eine andere Perspektive auf uns zu eröffnen.
Pablo Pineda

 
 


Diese Bewußtseinsveränderung ist ihm bei mir eindeutig gelungen: Bevor ich den Film gesehen
hatte, war ich zwar mit einigen Menschen mit Down-Syndrom konfrontiert worden und hatte sie
als liebe, freundliche, gutmütige Menschen kennengelernt - nie vergesse ich den netten Gärtner
aus jener Zeit, in der ich in einem anderen Wiener Krankenhaus arbeitete. Er war an manchen
Arbeitstagen der einzige Mensch, der mir mit einem sonnigen und echten Lächeln begegnete.
Ich lächelte zurück, grüßte ihn, wann immer ich ihn sah (was längst nicht alle dort taten)... Doch
zugleich war die Überzeugung in mir, dass Menschen mit Trisomie 21 allesamt einfachen Gemüts
und "auf einer kindlichen Stufe zurückgeblieben" sind. (So war es mir erklärt worden, so glaubte
ich, dass es sei.) Womöglich waren sie das aber nur, weil keiner sie gefördert hatte. Vielleicht hatte
ich auch bloß nicht genau genug hingesehen.


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Meine Botschaft an die Eltern, die Lehrer, die Gesellschaft ist: Hier ist ein Mensch und er kann 
lernen. Nicht jeder Mensch mit Down-Syndrom kann studieren, aber er kann lernen. Und die
 jeweilige Grenze in dieser Hinsicht sollte nicht durch die Gesellschaft gesetzt werden, sondern 
durch die Person selbst. Ich bin dorthin gekommen, wo ich heute bin, weil ich dorthin wollte.
Pablo Pineda


Pablo Pineda engagiert sich sehr für die gezielte Förderung von Kindern mit Down-Syndrom mit
entsprechend entwickelten Lehrplänen. Seit 2010 hält er weltweit Vorträge für die Fundacion Adecco,
die sich für die Integration Behinderter einsetzt. Im Jahr 2013 wirkte er im Dokumentarfilm Alphabet
mit, in dem das heute vorherrschende Schulsystem kritisch beleuchtet wird. Und er setzt sich dafür
ein, dass Schwangere, die ein Kind mit Down Syndrom erwarten, dieses Kind nicht abtreiben.


🐚🍷💗🐚🍷💗🐚
 Aber nicht aus moralischen Gründen, sondern aus Gründen der Erfahrung. Es sind harte 
Erfahrungen, aber extrem bereichernde, die man durch eine Abtreibung eines behinderten Kindes 
niemals erleben würde. Eltern mit Kindern, die „anders“ sind, verbessern sich auch als Eltern.
 Sie werden toleranter und solidarischer. Das ist doch eine Chance, die man nützen sollte. Die
 Auswahl des Kindes à la carte ist nicht gut. Denn schlussendlich wählen wir das Perfekte. Und
 wenn dann alle gleich sind, sind wir um vieles ärmer. Auch Blumen sind verschieden, und alle
 sind schön. Der Drang zur sozialen Homogenisierung ist ein Übel der Gesellschaft. Wenn alle
 gleich denken, gleich aussehen, alle „uniform“ sind, dann ist das Faschismus.
 Pablo Pineda





Ich finde, das ist ein wunderbares Schlusswort zu meinem heutigen Teil der Serie
Unique - Nicht perfekt, aber einzigartig!

... "Serie"? ... Sagte ich wirklich Serie? Ja, denn ich habe es auch heute nicht geschafft, euch all die
einzigartigen Menschen vorzustellen, die ich euch vorstellen will! Und dabei habe ich doch sowieso
nur einige wenige dieser Mutmacher und Inspirationsquellen herausgesucht... Jede(r) einzelne von
ihnen ist auf seine Art und Weise besonders und unvergleichlich und unersetzbar im Spiel des
Lebens.


 🐚🍷💗🐚🍷💗🐚
Wenn das Leben ein Kartenspiel ist, dann sind wir geboren worden,
 ohne die Spielregeln zu kennen. Und doch müssen wir mitspielen.
Niki de Saint Phalle



In Teil 1 ging es mir u.a. ein bisschen ums Aushebeln des Begriffes Schönheit. Bei den Menschen,
die ich euch heute vorgestellt habe, kann man zusammenfassend sagen, dass sie sich, obwohl sie
im Spiel des Lebens nicht gerade die besten Karten zugeteilt bekommen hatten, ein "ziemlich gutes"
Leben erarbeitet haben. Ein Leben mit dem sie sich letztendlich wohl oder zufrieden fühlen
können bzw. konnten. Was zum Teil wohl auch damit zu tun hat, dass sie erkannten, was sie
ändern und was sie nicht ändern konnten. Und beschlossen haben, mit dem Unveränderlichen
nicht weiter zu hadern.


🐚🍷💗🐚🍷💗🐚
Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, 
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom 
anderen zu unterscheiden.
(Gelassenheitsgebet)


🐚🍷💗🐚🍷💗🐚
Mein nächstes Posting wird sich zwar ebenfalls um einen nicht perfekten, aber einzigartigen
Menschen drehen - nämlich um MICH 😜😊😝 (schließlich gibt es ja über meine zweite Februarhälfte
auch noch einiges zu erzählen) - aber diese "Serie" hier werde ich erst ein bisserl später fortsetzen. 
Mal sehen, ob es vorher auch noch einen weiteren virtuellen Ausflug nach Thailand gibt - ich
lasse mich da am besten von meinen eigenen Blogging-Gelüsten überraschen 😉!


Auf jeden Fall wünsche ich euch einen wunderbaren Start in den März
und lasse euch ganz, ganz liebe, sonnige Grüße da!


💗🐚🍷💗🐚🍷💗🐚🍷💗🐚🍷💗🐚🍷💗🐚🍷💗
Herzlichst,
die rostrosige Traude
Rostrose auf Facebook


Freitag, 22. Februar 2019

Unique - Nicht perfekt, aber einzigartig - Teil 1

Servus, ihr Lieben!
💗🐚🍷💗🐚🍷💗🐚🍷💗🐚🍷💗🐚🍷💗🐚🍷💗


Mag sein, dass mein heutiger Beitrag auf manche von euch wie eine Spruchpostkarte oder ein
Wandtatoo wirkt - so nach dem Motto: "Sei du selbst - denn alle anderen gibt es schon". Denn
darum geht es mir heute, genau das will ich sagen - auch wenn es vielleicht schon Tausende vor
mir gesagt haben. Offenbar haben den Tausenden nämlich noch nicht alle zugehört. Und mir ist
aufgefallen: Diese Schwerhörigkeit zieht sich durch sämtliche Altersgruppen. Und auch durch
beide Geschlechter, wenngleich es da feine Unterschiede gibt 😉.

🐚🍷💗🐚🍷💗🐚


The formula of happyness and success ist just, being
actually yourself, in the most vivid possible way you can.
Die Formel von Glück und Erfolg ist, Du selbst zu sein, 
so lebendig, so eindringlich, wie es dir nur möglich ist.
Meryl Streep

🐚🍷💗🐚🍷💗🐚

Diese Unzufriedenheit mit sich selbst! Dem eigenen Aussehen beispielsweise.
Ob es nun Falten sind oder Pubertätspickel. Dellen am Hintern. Zu groß, zu klein.
Zu schmale Hüften, zu breite Hüften. Dasselbe funktioniert auch mit den Schultern. Starke
Beinbehaarung. Schwache Kopfbehaarung. Übergewicht, Untergewicht, relatives Normalgewicht,
 aber es könnte besser verteilt sein. Die Nase zu lang, zu kurz, zu breit, zu schmal, zu gebogen,
die Haare zu kraus, zu glatt, zu langweilig, die Ohren zu groß, zu klein, zu abstehend, die Stirn
zu hoch, die Zähne zu schief, die Hände zu groß, die Beine zu kurz, zu dick, zu mager, die
Augen zu eng stehend... - die Liste ist beliebig fortsetzbar.



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Und das Aussehen ist nur ein Teilaspekt. Andere sind kreativer, intelligenter, können dies oder
jenes besser, können sich mehr leisten, haben den schöneren Garten, das größere Haus, das bessere
Auto, den tolleren Job. (Bei den meisten Männern hat diese Auflistung vermutlich eine andere
Reihenfolge, ich tippe mal auf die umgekehrte 😜. Das macht die Sache aber auch nicht besser.)

🐚🍷💗🐚🍷💗🐚
Das Gute, das man hat, nimmt man als selbstverständlich hin, und von dem, 
was einem fehlt, macht man mehr, als man bei richtiger und dankbarer Betrachtung 
daraus machen sollte.
Theodor Fontane


Ich hörte die oben erwähnte Unzufriedenheit in letzter Zeit so häufig aus Gesprächen heraus oder
las Blogbeiträge zu diesem Thema, dass ich mir vornahm, bei Gelegenheit selbst ein Posting
darüber zu schreiben. Wohlgemerkt, es handelte sich dabei ausschließlich um Menschen, die
allesamt keinen realistischen bzw. für einen Laien erkennbaren Grund zur Klage haben: Um jüngere
Menschen, die ihr Spiegelbild aus unerfindlichen Gründen nicht mögen, obwohl da nichts zu sehen
ist, was nicht liebenswert wäre, und um nicht mehr ganz so junge Menschen, die sich in all den
Jahren noch nicht mit ihrem Spiegelbild angefreundet haben oder die mit den Anzeichen des
Älterwerdens grundlos hadern. Um gesunde, tolle, interessante Menschen - und auch hier ist die
 Liste beliebig fortsetzbar. Kurz gesagt handelt es sich auf jeden Fall um Menschen, die zwar
vermutlich nicht perfekt sind, aber sich offenbar mit einer makellosen Vorstellung in ihren Köpfen
vergleichen. Und die dabei übersehen, dass sie einzigartig sind. Besonders. Wunderbar. Und dass
sie vielleicht selbst von jemandem beneidet werden.

🐚🍷💗🐚🍷💗🐚
Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.
Søren Kierkegaard


Wir sollten alle damit aufhören, uns zu vergleichen. Und uns stattdessen lieber von einzigartigen
Menschen anregen lassen, die uns ermutigen, wir selbst zu sein, das Beste aus dem zu machen, was
wir in die Wiege gelegt bekamen oder was uns das Leben beschert hat - und uns damit zufrieden
zu fühlen. Ich zeige euch heute (und in meinem nächsten Blogbeitrag!) einige der Menschen, die
mich beeindrucken und inspirieren - manche schon seit vielen Jahren, andere erst seit relativ kurzer
Zeit. Es handelt sich dabei größtenteils um Menschen, deren Leben teilweise schwierig ist oder
war - und die zuweilen gegen den Strom schwimmen mussten. Vielleicht sind ja da auch ein paar
Anreize für alljene dabei, die diesen Beitrag lesen...


Frida ist die erste in meiner Liste - einfach weil sie so vieles in sich vereint: Leidenschaft und
auch den Kampfgeist, ihr Leid zu ertragen, Sinn für Schönheit und Harmonie, Galgenhumor und
Mut zur Andersartigkeit, Mut zur Liebe ...


Die Schönheit und die Hässlichkeit sind ein Trugbild, da die anderen am Ende immer in unser Inneres schauen. 
- Frida Kahlo - Bilder von HIER


Die meisten von euch kennen sie wohl: Frida Kahlo de Rivera, die Mexikanische Malerin, und ihre
einerseits bedrückende, andererseits beeindruckend kämpferische Lebensgeschichte. Im Jahr 1913
erkrankte sie an Polio, wodurch ihr rechtes Bein dünner und etwas kürzer blieb als das linke. Frida
war damals sechs Jahre alt. Vierzig Jahre später - im Jahr 1953, ein Jahr vor ihrem Tod - musste ihr
ebendieses Bein vom Knie abwärts amputiert werden. Doch das war längst nicht alles Leid, das sie
 zu ertragen hatte: Mit achtzehn Jahren wurde Frida bei einem Busunglück lebensgefährlich verletzt:
Eine Stahlstange durchbohrte ihr Becken, sie erlitt dabei schwerste Unterleibsverletzungen und
zahllose Brüche. Während der langwierigen Genesung begann Frida zu malen - zunächst liegend.


Die Ärzte glaubten nicht daran, dass sie jemals wieder gehen können würde, doch Frida kam wieder
auf die Beine. Allerdings litt sie für den Rest ihres Lebens unter den Folgen des Verkehrsunfalls: 32
Operationen, zahlreiche künstliche Streckungen der Wirbelsäule, Ganzkörpergips und einengende
Korsetts, mehrere Fehlgeburten, die sie mit großer Trauer erfüllten, und dauernde Schmerzen, die sie
zum Teil nur mit Alkohol oder anderen Drogen ertragen konnte. Das Malen wurde zum Mittel, ihre
seelischen und körperlichen Qualen auszudrücken und zu verarbeiten.



Wozu brauche ich Füße, wenn ich Flügel habe? - Frida Kahlo - Bilder von HIER




Frida Kahlo starb mit nur 47 Jahren - dennoch  hinterließ sie ein Werk von 143 Bildern und
wurde zur mit Abstand bekanntesten Malerin Mexikos; eines ihrer Bilder - das Selbstbildnis Raíces
(= Wurzeln) - wurde im Jahr 2006 um 5,6 Millionen US-Dollar versteigert und ist damit das bislang
teuerste Bild eines lateinamerikanischen Künstlers. (Dabei war Fridas Ehemann, der Maler
Diego Rivera, zunächst der weitaus berühmtere Künstler.)

Noch heute lassen sich Modeschöpfer, Haarstylisten, Fotografen und andere Kreative immer
wieder von Fridas Kleidungsstil und von ihren Werken inspirieren. Und doch war sie keineswegs
 eine Schönheit im klassischen Sinn. Zwar zart gebaut, jedoch körperlich eingeschränkt. Ihr Beine
verhüllte sie mit langen Folklorekleidern und ausladenden Röcken, der Tracht aus der Heimat ihrer
Mutter, Tehuantepec. Dazu Spitzenblusen, Blumen und bunte Bänder im Haar, auffällige Ketten oder
eine schöne Stola. Ihre Augenbrauen waren dicht und eng zusammengewachsen, über ihren Lippen
spielte ein Damenbart. Statt die Brauen und den Bartschatten zu zupfen, machte Frida beides zu
ihrem Markenzeichen und hob sie auf ihren Bildern sogar noch hervor.


Bilder von HIER


Eine andere Frau mit einem sehr ausgeprägten "Markenzeichen" seht ihr hier unten: Style-Ikone
Iris Apfel, 97, liebt Unmengen von Modeschmuck, Kleidung mit dem gewissen Etwas - und große
Eulenbrillen. Als es hieß, dass sie eine Seehilfe benötigte, entschied sie: "Wenn schon Brille, dann
wirklich BRILLE!"

Das Leben der New Yorker Geschäftsfrau verlief, soweit es sich im Internet recherchieren
lässt, ohne das große Drama, von dem Frida Kahlos Dasein geprägt war, aber dennoch voller
Leidenschaft und Lust an Farbe. Dieser wunderbar bunte Vogel ist für mich der lebende Beweis,
 dass Falten keine Rolle spielen, wenn man Persönlichkeit besitzt. Und dass man sich Spielfreude
 und einen extravaganten, humorvollen Kleidungsstil bis ins hohe Alter bewahren kann, ohne dabei
lächerlich zu wirken. Aber auch FALLS jemand sie lächerlich finden sollte, ist Iris Apfel das herzlich
egal, weil sie einfach mit großer Selbstverständlichkeit das auslebt, was sie ausleben will. Sie
bezeichnete sich in einem Interview mal als "ältester Teenager der Welt" und ich glaube, das trifft
 es ganz gut. Sie ist aber zugleich ein ziemlich intelligenter alter Teenager und zeigt mit ihren
Aussagen, dass sie immer schon ihren eigenen Kopf hatte.

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Die Leute fragen mich immer wieder nach meinen Styling-Regeln. Ich folge keinen Regeln.
 Das wäre Zeitverschwendung. Ich würde sie sowieso nur brechen. 
Iris Apfel



"Life is grey and dull; you might as well have a little fun when you dress" - "Das Leben ist grau und langweilig;  
du kannst genausogut ein bisschen Spaß haben, wenn du dich ankleidest!" - Iris Apfel - Fotos von HIER.

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Ich habe mich nie für eine Schönheit gehalten. Weder damals noch heute. 
Aber ich mag schön auch gar nicht. Wer nicht schön ist, muss andere Stärken und Qualitäten 
entwickeln und das macht einen am Ende als Mensch wesentlich interessanter. Vor allem, 
wenn man alt ist.
Iris Apfel


"The worse fashion faux pas is to look in the mirror and not see yourself." - "Der schlimmste Modefehler ist, 
beim Blick in den Spiegel nicht sich selbst zu sehen." - Iris Apfel - Fotos von HIER.


Schönheit liegt ohnedies im Auge des Betrachters. Ist die Kanadierin Winnie Harlow, die
trotz oder wegen der Hauterkrankung Vitiligo zu einem bekannten Model wurde, "schön"?

Im Alltag wird als „schön“ meist etwas bezeichnet, was einen besonders angenehmen Eindruck 
hinterlässt: ein schöner Körper, ein schönes Musikstück, eine schöne Bewegungsabfolge im Tanz, 
aber auch Erlebnisse wie z. B. Streicheln. Eine Nähe zu Begriffen wie Harmonie und Symmetrie fällt 
auf, eine Abgrenzung gegenüber sinnlicher Überwältigung oder dem „nur“ Hübschen, dem das 
Besondere fehlt, ist nicht immer leicht.
(Quelle: Wikipedia)

Zweifelsfrei weisen die pigmentfreien Stellen auf Winnies Gesicht und Körper eine gewisse
Harmonie und Symmetrie auf, und neben einer tollen Figur hat sie auf jeden Fall das in Wikipedia
 erwähnte "Besondere" zu bieten, doch ich denke, so war die Definition von Schönheit ursprünglich
trotzdem nicht gemeint. Entsprechend schwer hatte es Winnie Harlow während ihrer Kindheit und
Jugend - sie bekam von anderen Kindern Namen wie Fleckige Kuh und Zebra verpasst.


Nachdem ich mich selber nur zu gut daran erinnern kann, wie unglücklich ich zuweilen über die
Hänseleien im Zusammenhang mit meinen roten Haaren war, kann ich nachvollziehen, dass Winnie
aufgrund dieses Mobbings depressiv wurde und sogar mit dem Gedanken an Selbstmord spielte.

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I did not have a problem with myself or my skin. I have a problem with the way 
people treated me because of my skin. They tried to define me.
Ich hatte kein Problem mit mir oder meiner Haut. Ich habe ein Problem mit der Art und Weise, 
wie mich Menschen wegen meiner Haut behandelten. Sie haben versucht, mich festzulegen.
Winnie Harlow


Fotos von HIER


Doch irgendwann beschloss Winnie Harlow, sich nicht weiter zu verkriechen. Im Jahr 2011 
veröffentlichte sie ein YouTube-Video mit dem Titel "Vitiligo: Eine Hauterkrankung, kein 
Lebensveränderer"; sie sprach über ihren Zustand und beantwortete Fragen zu ihrem Leben mit 
Vitiligo. 

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I have my flaws, but I embrace them and I love them because they're mine.
Ich habe meine Mängel, aber ich umarme sie und ich liebe sie, weil sie mir gehören. 
Winnie Harlow


Schließlich wurde sie von der TV-Moderatorin Tyra Banks auf Instagram entdeckt und 
wurde 2014 eine der vierzehn Finalisten von Amerikas Next Top Model. Inzwischen ist sie "das 
Gesicht" der Mode-Marke Desigual, sie modelte für zahlreiche Modemagazine und Fashion 
Shows, unter anderem im Jahr 2018 bei der Victoria's Secret Fashion Show. Sie hat es allen
gezeigt, die sie einst "Kuh" nannten. Und das Beste ist wohl, dass sie sich für andere an Vitiligo 
erkrankte Menschen und generell für Menschen, die als Außenseiter behandelt werden, 
stark macht und ihnen Mut gibt.

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I am the underdog and I want to make one's dreams 
come true despite all the flaws and setbacks.
Ich bin die Außenseiterin und ich möchte erreichen, 
dass man trotz aller Mängel und Rückschläge seine Träume 
verwirklichen kann.
Winnie Harlow


Ich hoffe, bei den Menschen, die ich euch heute vorgestellt habe, waren schon welche dabei die 
ihr inspirierend und ermutigend fandet; in meinem nächsten Post kommt die Fortsetzung - und
da wird es dann übrigens auch ein paar Männer zu sehen geben, die ich einzigartig finde... Nun
danke ich euch noch sehr für all eure Kommentare zu meinem vorigen Post Februar-Impressionen
- die nächsten Schilderungen zu meinen Erlebnissen im Feber 2019 folgen demnächst!


💗🐚🍷💗🐚🍷💗🐚🍷💗🐚🍷💗🐚🍷💗🐚🍷💗
Herzliche Grüße 
von eurer Traude
Rostrose auf Facebook

Mittwoch, 13. Februar 2019

Februar-Impressionen

Servus am 13.2, ihr Lieben!


Feiert ihr den Valentinstag 😍? 
Wenn ja, wünsche ich euch für morgen einen schönen selbigen, wenn nein, haltet ihr es wohl
eher so wie wir Rostrosen - was mich nicht daran hindert, euch für morgen ebenfalls einen
wunderschönen Tag zu wünschen. Und natürlich auch für heute und übermorgen und sowieso!
Denn Valentin hin oder her, jeder Tag hat das Recht, ein Tag der Liebe, der Freude,
der Freundschaft, des Glücks zu sein 😉😊😚!

Wie auch immer, der Februar hat noch nicht mal seine Mitte erreicht, und doch ist bei mir schon
genug für eine kleine Rückschau zusammengekommen.


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Einiges von meinem Rückblick lässt sich übrigens gut in Form von Klamottenfotos erzählen.
Diesen Mix mit meiner "neuen" Leo-Jacke vom Henry-Laden des Roten Kreuzes, meinem Shirt
vom Indischen Dastkar Ranthambore Selbsthilfeprojekt und meiner bequemen Cargohose in Taupe
trug ich z.B., als ich Anfang Februar zu meiner Freundin Moni radelte. Dort verbrachten wir 
einen angenehmen Nachmittag mit Plaudern, die neuesten Fotobücher ansehen (ihre und unsere), 
Kaffee und Kuchen. 😋




ich bei einem Mutterbesuch (gemeinsam mit meiner Tochter Jana) mit meinem petrolfarbigen 
(Sommer-)kleid und weiteren Zutaten in fruchtig-frischem Grün. Der Gürtel stammt vom Welt-
laden, die limettengrünen Leggings habe ich (zusammen mit einem dunkelgrünen Zwilling) 
bei meinem letzten Hamburgbesuch nach der Islandreise ganz flott im dortigen Gudrun-Sj*den-
Laden besorgt.




In dieser Phase herrschte hier in Rostrosenhausen Frost (siehe großes Foto in der nächsten 
Collage), da konnte warmes, puscheliges Zubehör nicht schaden. Auf den kleinen Fotos seht ihr
Flo, Lucky und Sandy, die drei süßen Katzen unserer Nachbarn, die wir zu dieser Zeit betreut
haben, wie auch unsere Nachbarn während unserer Abwesenheiten sich stets um Nina und 
Maxwell kümmern 😻.




Wie ihr seht, baue ich meine neu erworbenen Stücke gern in die vorhandene Garderobe ein.




und mit den Neu-Errungenschaften ergeben sich dann auch wieder frische Mixturen, die mir 
Freude bereiten und mich zu "Capsules innerhalb der Capsule" inspirieren. Dazu zählt auch die
folgende alltagstaugliche Kombi aus einigen Zutaten von oben:




In der nächsten Collage könnt ihr besser erkennen, dass nicht nur die Jacke ein Leo-Muster 
hat, sondern auch die Leggings (und das Haarband).




Die folgenden Bilder entstanden mit dem Handy bei einer Februar-Walking-Runde:



Falls ihr euch fragt, ob ich auch den Second-Hand-Blazer trage, den ich gleichzeitig mit den 
beiden oben gezeigten Jacken im Henry-Laden kaufte: Oh ja, definitiv. Zum Beispiel am 9. Februar 
bei der Taufe meiner jüngsten Großnichte Nora! Dazu trug ich Baumwollshirt und Thermo-Leggings 
in weinrot sowie meinen etwas helleren weinroten Bio-Bourette-Seiden-Rock (und hoffte inbrünstig, 
dass er sich nicht, wie unlängst von Maren suggeriert, wie ein Tourette-Seidenrock aufführt 😁😂😝). 
Ebenfalls aus Seide (und von unserer ersten Indienreise mitgebracht) ist das Tuch, das farblich toll 
mit der Jacke harmoniert.




Die Taufe fand an einem ganz besonderen Ort statt - nämlich in der Katharinenkapelle des
Wiener Stephandsdomes, die im Jahr 1395 geweiht wurde und seit dem 17. Jahrhundert 
als Taufkapelle genützt wird:




In der oberen und unteren Collage seht ihr nicht nur Innenansichten des Stephansdoms und der
Katharinenkapelle, sondern auch Details einer sehr alten Taufkerze - nämlich meiner! Obwohl 
ich gleich mit 18 Jahren wegen "unüberbrückbarer Differenzen" aus der katholischen Kirche 
ausgetreten bin, habe ich diese Kerze liebevoll aufbewahrt - einfach weil ich sie schön und 
in gewisser Weise auch wertvoll fand!




Und als mein Neffe und seine Frau darum ersuchten, dass jeder, der eine hat, seine Taufkerze
mitbringen möge, habe ich das getan. So durfte sie also zu Ehren der kleinen Nora nach vielen 
Jahren wieder einmal leuchten, noch dazu im Stephansdom - das ist für eine Kerze bestimmt eine 
glorreiche Aufgabe 😊 

Von meiner eigenen Taufe gibt es keine Fotos, aber immerhin existieren noch zwei (grottige) 
Aufnahmen vom Tag meiner Erstkommunion, bei der meine schöne Kerze vermutlich zum bisher 
letzten Einsatz kam:




 Die Fotos hat meine Mutter mit der Kamera meines Vaters geknipst; sie konnte damit leider absolut 
nicht umgehen und schnitt mir auf dem Foto, wo ich mit meiner Schulfreundin Eva drauf bin, 
ausgerechnet das Kränzlein ab, auf das ich so stolz war. Aber immerhin ist der Kopf drangeblieben - 
es gibt Fotos, die meine Mutter gemacht hat, wo dies nicht der Fall war (und auch von Evas Kopf
fehlt ja etwas mehr als das Krönchen 😜). Von meiner Taufpatin Tante Mitzi auf dem rechten Foto 
sieht man wiederum nur eine dunkle Kontur...

 


Bei Noras Taufe und der anschließenden sehr netten und lustigen Familienfeier war eine mit
 den Jung-Eltern befreundete Fotografin anwesend, weshalb Edi und ich nur sehr wenig geknipst
 haben. Das fanden wir durchaus mal erholsam. Falls es ein brauchbares Bild von mir mit der 
Taufkerze gibt, reiche ich es nach 😋. Oben seht ihr rechts meine Tochter Jana mit ihrer süßen 
kleinen Großcousine Nora (die leidenschaftlich an ihrem Kleidchen nuckelte 😊) und darunter 
abermals ein Stück meiner Taufkerze. Mein "großer" Bruder konnte mir leider nicht die Frage 
beantworten, ob diese Kerze auch bei seiner Taufe schon verwendet wurde, dann wäre sie nämlich 
jetzt 70 Jahre alt, während ich selbst ja vergleichsweise blutjung bin und erst im Jahr 1962 getauft
wurde.


Abermals der Blazer - diesmal mit Hose. Die Fotos entstanden am Sonntag nach der Taufe.


Wenn ihr euch fragt, weshalb ich hier oben so ungewöhnlich ernst und auch müde dreinschaue: 
Mir war eine Zahnkrone herausgefallen und meine Zunge hatte sich in der Nacht an einem scharfen 
Stück "Rest-Zahn" wundgescheuert, weshalb wir den Sonntag-Vormittag beim zahnärztlichen 
Wochenend-Notdienst verbrachten. Ja, ich weiß, ich hab einen Knall, wenn ich auch an solchen 
Tagen Outfitfotos von mir mache - ich steh' dazu 😜... Leider werden diesem Zahnarztbesuch noch 
ein paar weitere folgen müssen - ihr werdet ja sehen, ob mir dann in näherer Zukunft zum Lächeln 
zumute ist oder nicht ...




Hier noch mal ein Alltagslook mit diversen oben schon gezeigten Elementen: Das senfgelbe
Shirt trug ich am Zahnarzt-Sonntag schon als "Darunter", der Rock ist wieder der aus Bourette-
oder Tourette-Seide 😉, dazu gab's das Leo-Jackerl, die Leo-Leggings und für Draußen auch
noch einen Giraffen-Schal und meine geliebte goldgelbe Steppjacke.




Zu guter Letzt noch einen kleinen Überblick über sämtliche Outfits des heutigen Posts:




Und nun verabschiede ich mich wieder bei euch - aber nicht, ohne euch für eure
Kommentare zu meinen beiden vorangegangenen Posts zu danken! Sofern ihr sie versäumt
habt - hier geht's zum entspannenden Thailand-Reisebericht - Teil 10 - Erholen in Hua Hin 
und hier zum Rezept Pastinaken-Karottensuppe. Einige eurer Fragen und Anmerkungen zum 
Thema Kochen im Jow (=Wasserkocher) habe ich übrigens dort unter euren Kommentaren 
beantwortet. 


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, My week in colours von Maren - Farbwunder Style,  
Style Splash von Emma, den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
der Gartenglück-Linkparty und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB


Fotos: Herr und Frau Rostrose
Ganz herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude




PS:

Es wird mal wieder Zeit für ein paar wichtige Themen. Oben habe ich z.B. meinen Giraffen-
schal erwähnt. Dazu passt eine sehr wichtige Petition aus traurigem Anlass:


Bildquelle: KLICK
o Sie nannte es eine "Traum-Jagd"! 
Das obige Foto war überall zu sehen: Die Frau, die eine wunderschöne Giraffe einfach so - "aus 
Spaß" - getötet hat, steht grinsend vor dem toten Tier ... und hat ihre Fotos auch noch stolz gepostet. 
Ich kann in der Öffentlichkeit gar nicht schreiben, was ich angesichts solcher Bilder denke und 
empfinde, doch ihre Tat könnte eine Chance zur Rettung der Giraffen in ganz Afrika sein! Bitte 
unterschreibt daher diese Petition an alle Delegierten der Welt-Artenschutzkonferenz!



Bildquelle: KLICK
  o Jaaa! Das Artenschutz- und Bienenvolksbegehren in Bayern ist erfolgreich verlaufen! 
Ich freue mich sehr, weil es zeigt, wie viele Menschen mittlerweile "aufgewacht" sind!  
AAAAABER wir müssen unbedingt alle an dem Thema dranbleiben, denn die Pestizid-Lobby ist 
gierig und gerissen: Erst im April 2018 wurden die  EU-Regierungen durch die Unterschriften von
  einer Million EuropäerInnen dazu bewegt, bienenschädliche Neonicotinoide zu verbieten. Kurz vor 
Weihnachten jedoch hat die belgische Regierung gegen das Verbot verstoßen - aufgrund des Drucks 
der Pestizid-Lobby. Die Regierung verabschiedete "Notfallzulassungen", welche es Unternehmen wie 
Bayer erlauben, weiterhin giftige Pestizide zu verkaufen! Bitte unterschreibt diese Petition mit der 
Aufforderung an die belgische Regierung, die Ausnahmeregelungen rückgängig zu machen - bevor 
dies zum gefährlichen Vorbild für andere EU-Länder wird!


Kinderarbeit auf Kakao-Plantage, Elfenbeinküste
Bildquelle: KLICK
o Schokolade hat eine dunkle Seite! 
Nun, genau genommen nicht nur eine, denn in den meisten Schokoladen ist Palmöl enthalten, 
und dafür wird Regenwald abgeholzt. Doch hier und heute geht es um den Kakao - und somit um 
Kinderarbeit, Menschenrechtsverletzungen - und ebenfalls um Regenwaldzerstörung: 1,2 Millionen 
Kinder arbeiten auf den Plantagen, die meisten Kakaobauern verdienen nicht genug Geld für ihren 
Lebensunterhalt. Regenwälder werden selbst in Schutzgebieten gerodet. Wir brauchen dringend eine 
EU-weite Regulierung, um diese Verbrechen zu beenden. Deshalb unterschreibt bitte diesen Appell!
 (Und vermeidet Schokolade, die nicht aus kontrolliertem, 
biologischem und fairem Anbau stammt... Anm.d.Rostrose)