Samstag, 30. November 2019

Spaziergänge im November und ein paar Gedanken zum Advent




Ihr Lieben, ich hatte einen Festplatten-Total-Absturz und konnte jetzt tagelang nicht an meinen Computer. Wir haben vorgestern eine neue Festplatte gekauft. Das nur, falls ihr euch gefragt habt, weshalb ich mich so rar mache. Von meinem Tablett aus konnte ich eure Kommentare zwar sehen und freigeben, habe es aber nicht geschafft, selber welche zu schreiben (oder genauer gesagt, ich konnte sie schreiben, aber dann nicht erfolgreich senden - sie landeten im Daten-Nirwana). Vorerst ein herzliches DANKE euch allen, ich werde versuchen, jetzt so bald wie möglich wieder meine Blogrunden zu drehen. (Könnte aber länger als sonst dauern, da mein lieber Herr Rostrose noch vieles neu installieren muss...) 


Da die Datensicherung nur bis zum 21. November geklappt hat, konnten Fotos und Mails auch nur bis zu diesem Zeitpunkt wiederhergestellt werden. Das heißt, falls ihr mir zwischen 21. und 29. November eine Mail geschickt habt, kann es sein, dass ich sie nicht gesehen habe - in jedem Fall ist sie für mich nun nicht mehr abrufbar. Glücklicherweise war mein neues Posting schon fast fertiggestellt und auch alle dafür vorgesehenen Collagen schon im Blog gespeichert. Und so freue ich mich, dass ich heute wieder mit euch und "der großen weiten Welt" kommunizieren kann!


Servus Ihr Lieben,

ich bin euch noch Fotos von einem Spaziergang entlang von gelbblühenden, duftenden Feldern 
versprach ich euch weitere Aufnahmen von Senffeldern - und von den Bienen, die sich darin 
getummelt haben. Diese Bilder (und noch ein paar weitere) bekommt ihr heute zu sehen. Die
Bienenfotos stammen übrigens allesamt vom 6. November - und ich glaube nicht, dass ich jemals
zuvor so spät im Jahr noch Bienen (überhaupt in so großen Mengen) beim Pollensammeln sah!


[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]


Zwei sonnige 🌞 Spaziergänge im November:
Angesichts der zahlreichen Blauer-Himmel-Sonnenschein-Fotos, 
die ich euch in letzter Zeit gezeigt habe, kam in manchen eurer Kommentare schon die Frage, ob 
wir denn in letzter Zeit ständig gutes Wetter gehabt hätten. Die Pfütze in der unteren Collage beweist,
 dass auch wir hier durchaus starken Regen hatten - und wir hatten auch den einen oder anderen 
Nebeltag. Aber ich bin dennoch zufrieden - es gab in diesem Herbst bisher viele Tage, die mich raus
 in die Natur gelockt haben. Und so war es auch an den beiden Novembertagen, von denen die Bilder
meines heutigen Beitrags stammen. (Ich war übrigens auch an manchem Nicht-Sonnentag draußen.
Leider sind einige der dabei entstandenen Fotos seit dem Festplatten-Crash nicht mehr vorhanden.)




Am 6. November war es auch noch verhältnismäßig warm - meine "neue" bzw. selbstgefärbte
lila Cordjacke und ein Halstuch waren als "Obendrüber" absolut ausreichend. Unter der Jacke
trug ich ein messingfarbiges Langarmshirt, beige Jeans und ein violettes Sommerkleid.


 


 Ist dieses Gesummel und Gebrummel nicht herrlich? In der folgenden Collage kommt in
 jedem Bild eine Biene vor, in manchen sogar zwei - und ich habe hier natürlich nicht ein- und 
dieselbe Biene immer wieder fotografiert: Es waren immer andere Bienen!




 Hier kommt ein weiterer November-Spaziergangs-Anzug, diesmal vom 14.11. - da war es zwar
ebenfalls sonnig, aber schon um einiges kühler, und es begegnete mir keine Biene mehr. An diesem
 Tag trug ich dieselben 7/8-Jeans wie oben, diesmal mit dem bienenwaben-gemusterten Tunikashirt,
das ihr in meinem vorigen Post in zwei unterschiedlichen Kombis gesehen habt. Das gestrickte
 Dreieckstuch kam dort ebenfalls vor. Unter der Tunika trug ich ein hellbraunes Kurzarmshirt,
darüber meine gelbe Jacke, die ihr z.B. von hier kennt, und als weitere wärmende Schicht meine
gelbe Steppjacke. 



 
Einer der Spaziergänge führte mich entlang des Flusses Fischa-Dagnitz. Ich liebe es sehr, 
in der Nähe von Gewässern zu gehen, und auch entlang dieses Flusses war ich schon öfter 
unterwegs. Diesmal irritierte mich aber etwas: Es sah dort so hell und so ... kahl aus! 

Und tatsächlich entdeckte ich zahlreiche Baumstümpfe. Ich war mich sicher, dass es bei
meinem letzten Spaziergang in dieser Gegend noch ganz anders ausgesehen hatte.




Deshalb durchforstete ich mein Foto-Archiv und fand Aufnahmen von einem Ausflug, der vor rund
einem Jahr an einem winterlichen Tag stattgefunden hat - im Dezember 2018. Glücklicherweise hatte
 ich an diesem Tag eine Aufnahme von derselben Stelle aus gemacht wie bei meinem diesmaligen
 Ausflug. Dort, wo in der unteren Collage links ein Baum stand, ist jetzt nur noch ein Stumpf - und
 auch am gegenüberliegenden Ufer hat offensichtlich ein Kettensägenmassaker stattgefunden. Mich
erschüttern solche Anblicke immer wieder. Mag sein, dass der eine oder andere Baum krank oder
umsturzgefährdet war, aber doch nicht sie alle!




Ein Stück weiter sah es zu meiner Beruhigung besser aus - das ist der mir vertraute Anblick, ein
 bisserl wild, ein bisserl zugewuchert - Lebensraum für Tiere und Weideplatz für naturliebende 
Augen. Ich hoffe sehr, dass nicht auch diese Bäume weichen müssen...




Zum Glück ist in unserer Umgebung noch einiges an schöner, sehenswerter Natur vorhanden.
Trotzdem ist der Gedanke heftig, dass da, wo heute riesige Felder sind, früher Wald war... Und
mindestens ebenso heftig erscheint mir der Gedanke, dass immer mehr Felder verschwinden,
weil dort neue Wohnsiedlungen errichtet werden...




Schokolade = 
Regenwald + Mineralöl in Geschenkverpackung!
Auch wenn euch der Themenwechsel vielleicht abrupt erscheinen mag, passt das, was ich euch als 
nächstes erzähle, durchaus dazu: Denn mir ist aufgefallen, dass viele Menschen (und zwar auch 
naturbewußte Menschen) noch nicht wissen, wie schlimm es um so manches süßes Weihnachts-
geschenk bestellt ist. Auch hier geht es unter anderem um Abholzungen - und ich spreche in diesem
 Fall nicht von Weihnachtsbäumen...


Für Schokolade wird vor allem in Westafrika Regenwald gerodet. Sogar in Nationalparks werden 
Kakao-Plantagen angelegt. Dadurch werden wichtige Lebensräume für Tiere zerstört, die
vom Aussterben bedroht sind. Auch Landraub, Kinderarbeit und andere Verletzungen von 
Menschenrechten werden im Zusammenhang mit der Produktion von Schokolade immer wieder
aufgedeckt. Und auch aufgrund von Mineralöl-Rückständen sind nur wenige Schokoladen
wirklich empfehlenswert!






Die Unternehmen, die mit Umweltzerstörungen und Menschenrechtsverletzungen in
Zusammenhang gebracht werden, sind große Konzerne wie Mars Inc., Mondelēz International,
Nestlé oder Ferrero.

(Quellen u.a.: https://www.regenwald.org/regenwaldreport/2017/482/die-dunkle-seite-der-schokolade  
und die unter den Firmennamen verlinkten Wikipediaseiten. Weitere Infos im PS.)


Das heißt, wenn ihr es vermeidet, Schokoladen und süße Riegel dieser Unternehmen
in Adventkalender, Nikolausstrümpfe oder Weihnachtspäckchen zu stecken, ist das schon mal
ein wichtiger Beitrag für die Umwelt! Um es euch leichter zu machen, kommen hier die süßen
Produkte der jeweiligen Konzerne (jedenfalls die wichtigsten / bekanntesten davon):

Mars Inc.: Amicelli, Balisto, Banjo, Bounty, Celebrations, Dove, M&M’s, Maltesers, Mars,
Milky Way, Snickers, Twix...

Ferrero: Duplo, Ferrero: Die Besten von Ferrero, Ferrero Cappuccino, Ferrero Garden, Ferrero
Küsschen, Giotto, Hanuta, Mon Chéri, Pocket Coffee, Raffaello, Rocher, Tic Tac, Yogurette sowie
sämtliche "Kinder"-Produkte wie z.B. Kinder Bueno, Kinder Choco Fresh, Kinder Country, Kinder
Happy Hippo, Kinder Joy, Kinder Maxi King, Kinder Pinguí, Kinder Schoko-Bons, Kinder
Schokolade, Kinder Überraschung, Milch-Schnitte sowie alle Nutella-Produkte...

  Nestlé: After Eight, Choclait Chips, Kitkat, Lion, Nuts, Smarties...

Mondelēz International, früher Kraft Foods: Milka/Suchard Schokoladen und Riegel,
Tobler/Toblerone, Mirabell/Echte Salzburger Mozartkugel, Bensdorp Schokoladen, Daim,
Nussini...

Lindt & Sprüngli: Lindt Schokoladen und Pralinen... Lindt kontrolliert allerdings nach eigenen
Angaben seine Lieferkette und fördert Nachhaltigkeit über Projekte wie Source Trust. (Könnte sich
jedoch auch um Greenwashing handeln... Im Zweifelsfall weiche ich eher zu anderen Produkten
aus - siehe Abschnitt "Welche Schokolade ist empfehlenswert?")




Psst: Der Weihnachtsmann frisst Regenwald!
 Oder wohl doch besser doch nicht "Psst": Bitte erzählt es weiter! Sprecht mit (euren oder
 anderen) Kindern darüber! Erzählt es Menschen, die gern Schokolade, süße Riegel oder
 Pralinen essen oder verschenken...
 
Bilder von HIER


Ich hoffe, ihr habt jetzt nicht den Eindruck, dass ich mit dem "erhobenen Zeigefinger" daherkomme
 - ich wusste bis vor kurzem selbst noch nicht so genau, wie viele (und welche) Firmen sich u.a.
mitschuldig an der Abholzung von Regenwald gemacht haben.

Das alles  hier soll vor allem eine Information an euch sein, weil ich möchte, dass mehr Menschen
über die Hintergründe und Machenschaften dieser Unternehmen Bescheid wissen. Es geht nicht darum,
dass ihr nie wieder Schokolade esst, sondern dass ihr euch selbst, euren Kindern und eventuellen
Schokolade-Schenkenden bewusst macht, was hinter dem Produkt steht und welche Auswirkungen 
es hat.

Nachdem Politik und Großkonzerne oft unter einer Decke stecken, können wir nicht erwarten, dass
es zeitgerecht und ohne unser Zutun Gesetze geben wird, die solche Vorgehensweisen zielführend
verbieten. Wenn wir unsere Erde und unser Klima noch retten wollen, müssen wir damit beginnen,
die Informationen weiterzugeben - und diese Firmen unter Druck zu setzen, indem wir ihre Produkte
nicht mehr kaufen, bis sie damit aufhören, unsere Welt zu ruinieren!

Karte Elfenbeinküste
Im Jahr 1990 waren noch weite Teile der Elfenbeinküste bewaldet. Heute sind lediglich vier Prozent von dichtem Wald 
bedeckt, vor allem im Taï Nationalpark (© Rettet den Regenwald)


 
Vielleicht interessiert euch auch dieser Beitrag zum Thema Schokolade:  
https://utopia.de/oeko-test-schokolade-166229/

Denn Öko-Test hat Schokolade von Milka, Lindt und anderen bekannten Herstellern auf 
Schadstoffe geprüft. Von 25 getesteten Schokoladen war nur eine einzige frei von Mineralöl-
Rückständen!


In Schokolade steckt oft Umweltzerstörung - und Mineralöl! Foto oben: © Öko-Test, Foto unten: © Colourbox.de


Welche Schokolade ist empfehlenswert?
 Nur Rapunzel Dunkle Vollmilch und Ritter Sport Alpenmilch schnitten beim ÖKO-Test "gut" ab.
Allerdings ist Ritter Sport weder Bio- noch Fair-Trade-zertifiziert. "Wenn Schokolade, dann Bio- und 
Fairtrade-Schokolade, so unsere Empfehlung." heißt es im Utopia-Beitrag über die Öko-Test-
Ergebnisse." Mehr darüber HIER.

Die Zotter Schokoladen Manufaktur ist beispielsweise ein vorbildlicher österreichischer Hersteller
von biologisch und fair produzierter Schokolade und setzt zudem an seiner Produktionswerkstätte
Ökostrom ein. 

Wenn man keine Möglichkeiten sieht, an Schokolade mit "Öko-Bio"-Siegeln heranzukommen,
denke ich, es ist wohl am empfehlenswertesten, bis auf Widerruf zu Ritter Sport zu greifen - sie ist
immerhin mit dem weniger strengen UTZ-Siegel zertifiziert - und ich konnte bisher nichts zu
Regenwaldabholzung oder Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit der Firma
Alfred Ritter GmbH & Co. KG finden. (Mehr zu Schokolade-Siegeln HIER.) Ritter Sport hat
außerdem ein Programm namens Cacaonica: Es hilft nicaraguanischen Bauern, durch eine
Professionalisierung des Kakaoanbaus die Qualität zu optimieren und so gute Preise für ihren Kakao
zu erzielen. Das Südwind-Institut bescheinigt dem Cacaonica-Programm positive Wirkung.

Schokolade, die nicht mit Aluminium verpackt ist, ist übrigens ebenfalls eine bessere Wahl -
denn wie ihr HIER nachlesen könnt, ist Alu ebenfalls ein Regenwald-Killer und Umweltverpester
der Superklasse.


🍫 

Nicht vergessen, ihr könnt im Blog einfach nachhaltig besser leben EiNaB  
weiterhin eure Beiträge rund um Nachhaltigkeit verlinken - sie müssen nicht neu sein.
Im aktuellen Beitrag dort erhaltet ihr außerdem Informationen über weitere Konzerne, die
für Regenwald-Abholzungen verantwortlich sind.

Auch ich werde diesen Beitrag bei EiNaB verlinken, denn von meiner stets neu gemixten Kleidung (die zum Großteil aus 
Öko-Stoffen oder aus zweiter Hand stammt) über meine Naturspaziergänge und die Informationen zum Thema Schokolade 
fällt  hier wieder alles unter den Themenkreis Nachhaltigkeit und Umweltschutz.



Herzliche Rostrosengrüße 
und eine wunderschöne Adventzeit,
eure Traude


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup,
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,



 PS 1:
Weil es vor allem in der Weihnachtszeit immer so entzückend "menschelnde" Coca-Cola-
Werbung im TV zu sehen gibt - HIER könnt ihr einiges über den Dreck lesen, den dieser
Millardenkonzern am Stecken hat. Und HIER verraten Coca-Cola und Nestlé, wie viel Plastik
sie produzieren.

PS 2:
Hier dann noch eine Info zu fair-trade / bio / veganenen Adventkalendern:
https://utopia.de/ratgeber/die-besseren-adventskalender-bio-fair-vegan/

PS 3:
 Die Petition "Nationalparks nicht für Schokolade opfern!" haben bisher (erst) etwas mehr als
200.000 Menschen unterschrieben. Der Appell an das Management von Mars, Mondelez und andere
Süßwarenhersteller lautet: „Die Schokolade-Industrie befeuert die Regenwaldvernichtung in der
Elfenbeinküste. Garantieren Sie Ihren Kunden, keinen Kakao aus Raubbau zu verarbeiten.“
Setzt bitte auch noch eure Unterschrift unter diese Aufforderung - KLICK.


PS 4:
Hier noch die oben versprochenen näheren Infos zum Schokoladen-Thema - ich zitiere aus
Wikipedia:  

"Laut der Studie Chocolate's Dark Secret der globalen Umweltschutzorganisation Mighty Earth 
stammt ein Großteil des von Mars und anderen großen Schokoladenproduzenten verarbeiteten 
Kakaos aus illegalen Kakaoplantagen in Nationalparks und anderen eigentlich unter Schutz 
stehenden Gebieten in der Elfenbeinküste und in Ghana. Mighty Earth wirft den Schokoladen-
produzenten vor, durch Nachlässigkeit bei ihrer Rohstoffbeschaffung für das Verschwinden großer 
Waldflächen in diesen Ländern und somit für schwindende Bestände von Tierarten wie Schimpansen 
und Elefanten mit verantwortlich zu sein."

Und außerdem: "Im Schwarzbuch Markenfirmen werden den Kakao-Zulieferern der Elfenbeinküste
 schwere Menschenrechtsverletzungen wie Ausbeutung und Kindersklaverei vorgeworfen. Reportagen 
der ARD aus den Jahren 2010 und 2012 kamen zu dem Schluss, dass große Firmen wie Mars Inc., 
Kraft Foods oder Nestlé Kindersklaverei „zumindest dulden“."


🍫


Freitag, 29. November 2019

Schokolade = Regenwald + Mineralöl in Geschenkverpackung!

Servus ihr Lieben!

Dieses Posting ist ein Ableger meines Beitrags 
viele Menschen (und zwar auch naturbewußte Menschen) noch nicht wissen, wie schlimm es um so 
manches süßes Weihnachtsgeschenk bestellt ist. 

Ich habe deshalb den "Schokoladenteil" meines Postings abgekoppelt, um ihn auch separat 
verschicken zu können. Und auch ihr könnt ihn auf diese Weise besser teilen. Kommentare 
hinterlasst bitte unter dem Hauptposting - danke!



Für Schokolade wird vor allem in Westafrika Regenwald gerodet. Sogar in Nationalparks werden 
Kakao-Plantagen angelegt. Dadurch werden wichtige Lebensräume für Tiere zerstört, die
vom Aussterben bedroht sind. Auch Landraub, Kinderarbeit und andere Verletzungen von 
Menschenrechten werden im Zusammenhang mit der Produktion von Schokolade immer wieder
aufgedeckt. Und auch aufgrund von Mineralöl-Rückständen sind nur wenige Schokoladen
wirklich empfehlenswert!


🍫



Die Unternehmen, die mit Umweltzerstörungen und Menschenrechtsverletzungen in
Zusammenhang gebracht werden, sind große Konzerne wie Mars Inc., Mondelēz International,
Nestlé oder Ferrero.

(Quellen u.a.: https://www.regenwald.org/regenwaldreport/2017/482/die-dunkle-seite-der-schokolade  
und die unter den Firmennamen verlinkten Wikipediaseiten. Weitere Infos im PS.)


Das heißt, wenn ihr es vermeidet, Schokoladen und süße Riegel dieser Unternehmen
in Adventkalender, Nikolausstrümpfe oder Weihnachtspäckchen zu stecken, ist das schon mal
ein wichtiger Beitrag für die Umwelt! Um es euch leichter zu machen, kommen hier die süßen
Produkte der jeweiligen Konzerne (jedenfalls die wichtigsten / bekanntesten davon):

Mars Inc.: Amicelli, Balisto, Banjo, Bounty, Celebrations, Dove, M&M’s, Maltesers, Mars,
Milky Way, Snickers, Twix...

Ferrero: Duplo, Ferrero: Die Besten von Ferrero, Ferrero Cappuccino, Ferrero Garden, Ferrero
Küsschen, Giotto, Hanuta, Mon Chéri, Pocket Coffee, Raffaello, Rocher, Tic Tac, Yogurette sowie
sämtliche "Kinder"-Produkte wie z.B. Kinder Bueno, Kinder Choco Fresh, Kinder Country, Kinder
Happy Hippo, Kinder Joy, Kinder Maxi King, Kinder Pinguí, Kinder Schoko-Bons, Kinder
Schokolade, Kinder Überraschung, Milch-Schnitte sowie alle Nutella-Produkte...

  Nestlé: After Eight, Choclait Chips, Kitkat, Lion, Nuts, Smarties...

Mondelēz International, früher Kraft Foods: Milka/Suchard Schokoladen und Riegel,
Tobler/Toblerone, Mirabell/Echte Salzburger Mozartkugel, Bensdorp Schokoladen, Daim,
Nussini...

Lindt & Sprüngli: Lindt Schokoladen und Pralinen... Lindt kontrolliert allerdings nach eigenen
Angaben seine Lieferkette und fördert Nachhaltigkeit über Projekte wie Source Trust. (Könnte sich
jedoch auch um Greenwashing handeln... Im Zweifelsfall weiche ich eher zu anderen Produkten
aus - siehe Abschnitt "Welche Schokolade ist empfehlenswert?")

Einige Sorten - wie Lindt und Milka - enthalten außerdem Palmöl - auch dafür wird Regenwald
abgeholzt.


Psst: Der Weihnachtsmann frisst Regenwald!
 Oder wohl doch besser doch nicht "Psst": Bitte erzählt es weiter! Sprecht mit (euren oder
 anderen) Kindern darüber! Erzählt es Menschen, die gern Schokolade, süße Riegel oder
 Pralinen essen oder verschenken...
 
Bilder von HIER



Ich hoffe, ihr habt jetzt nicht den Eindruck, dass ich mit dem "erhobenen Zeigefinger" daherkomme:

Das alles  hier soll vor allem eine Information an euch sein, weil ich möchte, dass mehr Menschen
über die Hintergründe und Machenschaften dieser Unternehmen Bescheid wissen. Es geht nicht
darum, dass ihr nie wieder Schokolade esst, sondern dass ihr euch selbst, euren Kindern oder Eltern
und eventuellen Schokolade-Schenkenden bewusst macht, was hinter dem Produkt steht und welche 
Auswirkungen es hat.

Wir können wir nicht erwarten, dass
es zeitgerecht und ohne unser Zutun Gesetze geben wird, die solche Vorgehensweisen zielführend
verbieten. Wenn wir unsere Erde und unser Klima noch retten wollen, müssen wir damit beginnen,
die Informationen weiterzugeben - und diese Firmen unter Druck zu setzen, indem wir ihre Produkte
nicht mehr kaufen, bis sie damit aufhören, unsere Welt zu ruinieren!

Karte Elfenbeinküste
Im Jahr 1990 waren noch weite Teile der Elfenbeinküste bewaldet. Heute sind lediglich vier Prozent von dichtem Wald 
bedeckt, vor allem im Taï Nationalpark (© Rettet den Regenwald)


 
Vielleicht interessiert euch auch dieser Beitrag zum Thema Schokolade:  
https://utopia.de/oeko-test-schokolade-166229/

Denn Öko-Test hat Schokolade von Milka, Lindt und anderen bekannten Herstellern auf 
Schadstoffe geprüft. Von 25 getesteten Schokoladen war nur eine einzige frei von Mineralöl-
Rückständen!


In Schokolade steckt oft Umweltzerstörung - und Mineralöl! Foto oben: © Öko-Test, Foto unten: © Colourbox.de


Welche Schokolade ist empfehlenswert?
 Nur Rapunzel Dunkle Vollmilch und Ritter Sport Alpenmilch schnitten beim ÖKO-Test "gut" ab.
Allerdings ist Ritter Sport weder Bio- noch Fair-Trade-zertifiziert. "Wenn Schokolade, dann Bio- und 
Fairtrade-Schokolade, so unsere Empfehlung." heißt es im Utopia-Beitrag über die Öko-Test-
Ergebnisse." Mehr darüber HIER.

Die Zotter Schokoladen Manufaktur ist beispielsweise ein vorbildlicher österreichischer Hersteller
von biologisch und fair produzierter Schokolade und setzt zudem an seiner Produktionswerkstätte
Ökostrom ein. 

Wenn man keine Möglichkeiten sieht, an Schokolade mit "Öko-Bio"-Siegeln heranzukommen,
denke ich, es ist wohl am empfehlenswertesten, bis auf Widerruf zu Ritter Sport zu greifen - sie ist
immerhin mit dem weniger strengen UTZ-Siegel zertifiziert - und ich konnte bisher nichts zu
Regenwaldabholzung oder Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit der Firma
Alfred Ritter GmbH & Co. KG finden. (Mehr zu Schokolade-Siegeln HIER.) Ritter Sport hat
außerdem ein Programm namens Cacaonica: Es hilft nicaraguanischen Bauern, durch eine
Professionalisierung des Kakaoanbaus die Qualität zu optimieren und so gute Preise für ihren Kakao
zu erzielen. Das Südwind-Institut bescheinigt dem Cacaonica-Programm positive Wirkung.

Schokolade, die nicht mit Aluminium verpackt ist, ist übrigens ebenfalls eine bessere Wahl -
denn wie ihr HIER nachlesen könnt, ist Alu ebenfalls ein Regenwald-Killer und Umweltverpester
der Superklasse.


🍫 

Herzliche Rostrosengrüße 
und eine wunderschöne Adventzeit,
eure Traude



 PS 1:
Weil es vor allem in der Weihnachtszeit immer so entzückend "menschelnde" Coca-Cola-
Werbung im TV zu sehen gibt - HIER könnt ihr einiges über den Dreck lesen, den dieser
Millardenkonzern am Stecken hat. Und HIER verraten Coca-Cola und Nestlé, wie viel Plastik
sie produzieren.

PS 2:
Hier dann noch eine Info zu fair-trade / bio / veganenen Adventkalendern:
https://utopia.de/ratgeber/die-besseren-adventskalender-bio-fair-vegan/

PS 3:
 Die Petition "Nationalparks nicht für Schokolade opfern!" haben bisher (erst) etwas mehr als
200.000 Menschen unterschrieben. Der Appell an das Management von Mars, Mondelez und andere
Süßwarenhersteller lautet: „Die Schokolade-Industrie befeuert die Regenwaldvernichtung in der
Elfenbeinküste. Garantieren Sie Ihren Kunden, keinen Kakao aus Raubbau zu verarbeiten.“
Setzt bitte auch noch eure Unterschrift unter diese Aufforderung - KLICK.


PS 4:
Hier noch die oben versprochenen näheren Infos zum Schokoladen-Thema - ich zitiere aus
Wikipedia:  

"Laut der Studie Chocolate's Dark Secret der globalen Umweltschutzorganisation Mighty Earth 
stammt ein Großteil des von Mars und anderen großen Schokoladenproduzenten verarbeiteten 
Kakaos aus illegalen Kakaoplantagen in Nationalparks und anderen eigentlich unter Schutz 
stehenden Gebieten in der Elfenbeinküste und in Ghana. Mighty Earth wirft den Schokoladen-
produzenten vor, durch Nachlässigkeit bei ihrer Rohstoffbeschaffung für das Verschwinden großer 
Waldflächen in diesen Ländern und somit für schwindende Bestände von Tierarten wie Schimpansen 
und Elefanten mit verantwortlich zu sein."

Und außerdem: "Im Schwarzbuch Markenfirmen werden den Kakao-Zulieferern der Elfenbeinküste
 schwere Menschenrechtsverletzungen wie Ausbeutung und Kindersklaverei vorgeworfen. Reportagen 
der ARD aus den Jahren 2010 und 2012 kamen zu dem Schluss, dass große Firmen wie Mars Inc., 
Kraft Foods oder Nestlé Kindersklaverei „zumindest dulden“."


🍫

Samstag, 23. November 2019

Freunde, Kultur & Genuss in Wien...

... und noch einer bisserl mehr...


Servus ihr Lieben!


Glaubt bloß nicht, nur weil ich im vorigen Post noch den Oktober nachgereicht habe, findet mein
 November nicht statt: Mitnichten 😅😊😀! Alle Jahre wieder ist der November bei mir ein sehr
 intensiver Monat, deshalb werde ich euch heute auch nur über einige wenige November-Aktivitäten
 berichten können. Rest folgt demnächst. Und falls ihr euch fragt, ob ich auf meinen Reisebericht
 vergessen habe: Nein, habe ich nicht - irgendwann wird schon wieder mal eine Saure-Gurken-Zeit
 kommen, und da hab ich dann wenigstens Erzähl-Material 😉...


[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]


Wie ihr schon an den Vorschaubildern seht, muss der November keineswegs ein grauer Monat sein.
Ich habe beschlossen, ihn so farbig und lebendig wie nur möglich zu gestalten. In Sachen Kleidung
bedeutet das, meine herbstbunte #CapsuleWardrobe aus lauter schrankgeshoppten Teilen legt sich 
weiterhin ins Zeug. 


Ausstellung Albrecht Dürer (1471–1528) 
in der Albertina:
Meine Schulfreundin Brigitte - KLICK - hatte die wunderbare Idee, an meinem Geburtstag
gemeinsam die große Dürer-Ausstellung in der Wiener Albertina zu besuchen. (Klickt auf den 
Link und ihr erfahrt mehr über diese sehenswerte Sonderschau!) Im Rahmen einer spritzig
dargebotenen Führung lernten wir den Genius der Rennaisance besser kennen, der ein großer
Meister im Umgang mit Farben war, aber auch mit dem Silberstift, mit Zeichenfedern und Kohle,
 außerdem höchst bewandert in der Kunst des Holzschnitts sowie des Kupferstichs, der Perspektive
und der Proportionslehre. Seine bekanntesten Werke sind wohl der Feldhase, die Betenden Hände
und der Flügel einer Blauracke. Letzterer ziert auch das Plakat dieser Ausstellung.


Das Original-Feldhasen-Aquarell gibt es nur alle paar Jahre zu sehen - so auch jetzt! Sonst hängt eine Kopie in der Albertina.


Im Foyer der Albertina gibt es eine witzige Installation: Die "Engelsschwingen" stammen von 
Dürers verdoppelter / gespiegelter Studie des Blauracken-Flügels. Sowohl Brigitte als auch ich
"mussten" dort unbedingt einen Vogel spielen... Es gibt dazu auch ein kleines "Filmchen", das mich
mit Flügelschlag zeigt. (Weil mein Computer nach Einfügen des Videos zweimal abstürzte, habe ich
 es aber sicherheitshalber wieder aus diesem Posting entfernt. Einige von euch, die mit mir per WhatsApp
verbunden sind, haben es immerhin auf diesem Weg gesehen...) In Wirklichkeit bewegten sich die
Flügel nicht, man musste ganz ruhig stehen, und mittels einer App, die man dort downloaden konnte,
wurde man quasi selbst zur Blauracke - oder zum Engel 👼, je nachdem 😉...


Links Brigitte und ich als Blauracken-Engel, rechts unten unsere tolle Kunst-Führerin.


In der folgenden Collage seht ihr links Albrecht Dürers ältestes erhaltenes Selbstporträt: Er hat
dieses Kunstwerk mit Silberstift auf Pergament geschaffen - im Alter von 13 Jahren! (Es handelt
sich bei diesem Bild somit um die älteste erhaltene Kinderzeichnung überhaupt.) Sein Vater, ein
angesehener Goldschmied, erkannte sein großes Talent und unterstützte deshalb den Wunsch seines
Sohnes, nicht der Familientradition zu folgen, sondern Maler zu werden. Das Bild rechts stammt
bereits aus der Zeit, als Dürer ein so anerkannter Künstler war, dass er von Kaiser Maximilian I.
den Auftrag erhielt, ein monumentales Holzschnittwerk herzustellen. HIER könnt ihr mehr über
die Ehrenpforte Maximilians lesen; es handelt sich im übrigen um meinen Beitrag zu Novas  
T in die neue Woche.




Bevor wir zur Albertina fuhren, gab es noch eine Jause bei Brigitte und Peter, und danach
fuhren wir in die Wiener Innenstadt, wo wir uns mit weiteren Freunden und Familienmitgliedern
der beiden trafen. Insgesamt gingen wir also zu zehnt zu der Dürer-Ausstellung - und sie hat
jedem einzelnen von uns gut gefallen. In der nächsten Collage könnt ihr noch einen genaueren 
Blick auf die Kleidung werfen, die ich an diesem Tag trug. Das tiefe Dekolleté des gemusterten
Kurzarmshirts habe ich mithilfe eines darunter gezogenen Langarmshirts mit Glasstein-verziertem
Ausschnitt für die kalte Jahreszeit adaptiert. HIER seht ihr das Shirt ohne "Obendrüber".
Dazu meine gelbe Weste und braune, gekrempelte Cordjeans:





Unten noch ein Blick auf das Gesteck, das Brigitte für mich gebastelt hat - in Farben, die
bestens zu meinen aktuellen Vorlieben passen und unter Verwendung von Proteen, denn in diese
besonderen Pflanzen hat sich meine Freundin bei ihrer Südafrika-Reise verguckt. Auch wir haben
bei unserem Besuch des Botanischen Gartens Kirstenbosch in Kapstadt (2016) ganz viele dieser
herrlichen Pflanzen fotografiert - KLICK.




Wolkenzopf:
Zwei Tage später versuchten sich mein Mann und ich an einem Germstriezel (Hefezopf),
zu dem ich das Rezept bei Friederike / Fliederbaum entdeckt habe, die den Zopf frei nach
 Maria / Mädel vom Land gebacken hat, die das Rezept wiederum im Plötzblog von Lutz
gefunden und spontan "nachgestriezelt" hat. So ist das halt mit guten Rezepten, sie wandern
weiter, ziehen Kreise - und sie verändern sich unterwegs auch ein bisserl. Wir haben (weil wir
bequeme Socken sind) ein paar Vereinfachungen vorgenommen, die der von allen gelobten
Flaumigkeit des Teiges nicht geschadet haben.

Wie unsere Variante des Rezepts aussieht,
könnt ihr in DIESEM Extra-Posting nachlesen. Leider gibt es noch kein Geschmacks- und
Duft-Internet, aber ich kann euch versichern: mmmmmmmmmmm köstlich 😋! Wie unser
Wolkenzopf ausschaute, seht ihr hier unten:


Die schöne Flechtarbeit stammt von Herrn Rostrose - das sehr empfehlenswerte Rezept findet ihr HIER

Karitativer Weihnachtsmarkt in Wien :
Ein paar Tage später warf ich mich in fröhlich bunte, aber warme Kleidung, denn unsere lieben
 Nachbarn Renate und Peter, die sich auch immer herzlich um unsere Katzen kümmern, wenn wir auf
Reisen sind, hatten angefragt, ob wir sie nicht bei ihrem Stand am Karitativen Weihnachtsmarkt
besuchen wollen. Dieser besondere Markt befindet sich direkt vor dem Palais Ferstl (und somit ganz
in der Nähe der größeren Adventmärkte auf der Freyung und Am Hof). Verschiedene karitative
Organisationen bieten hier an den Marktständen abwechselnd ihre Waren an.

Während Renate noch beim Punschstand arbeitete, hielt ihr Mann beim FIAN-Stand die Stellung.
In den nächsten beiden Collagen seht ihr ein paar der Dinge, die es beim FIAN-Stand gegen eine 
freie Spende zu erwerben gab - unter anderem Stofftaschen, deren aufgedruckter Schriftzug verrät, 
worum es bei FIAN geht: "ICH TRAGE ZUM MENSCHENRECHT AUF NAHRUNG BEI": 

Falls euch Peter bekannt vorkommt: Ihn habt ihr u.a. schon in diesem Posting von 2016 gesehen - da war er mein 
"Ersatzmann" für einen Besuch des Konzertes "One Night of Queen - A tribute to the greatest Rockband on Earth", 
weil Herr Rostrose ausgerechnet da einen Leistebruch-Op-Termin im Krankenhaus  hatte.

FIAN - das FoodFirst Informations- und Aktions-Netzwerk - 
 ist eine internationale Menschenrechtsorganisation, die sich dafür einsetzt, dass alle Menschen frei 
von Hunger leben können. Die Organisation unterstützt dabei vor allem Personen und Gruppen, die 
bei Verletzungen ihres Rechts auf Ernährung nicht stark genug sind, ihre Interessen alleine zu 
vertreten: Kleinbauern, Kleinpächter, Landarbeiter, Landlose, von Frauen geführte Familien... Denn 
das Recht auf Nahrung wird durch unfaire Handelsbeziehungen, durch verfehlte Entwicklungs- oder 
Agrarpolitik oder z.B.durch Land Grabbing gefährdet.

Und damit wären wir wieder bei Großkonzernen, über deren üble Machenschaften ich euch HIER und HIER einiges 
zu berichten hatte. Denn beim Land Grabbing * (Landnahme) handelt es sich um einen der Auswüchse der Gier von 
Konzernen wie jenen, die ich in diesen Beiträgen genannt habe. Sie eignen sich mithilfe von Gesetzeslücken gutes Farmland
der Kleinbauern an und bauen dann zu zumeist unfairen und umweltunfreundlichen Bedingungen dort Kakao oder Palmöl 
für "unsere" süßen Riegel, "unsere" Cremes, "unsere" Waschmittel und Tütensuppen an... So können sie ihre Milliarden-
gewinne weiter steigern und beuten gleichzeitig Land und Leuten in wirtschaftlich schwachen Staaten gnadenlos aus. 
(* Für eine gut verständliche Erklärung des Begriffes Land Grabbing klickt auf diesen Link.)




Dagegen kämpft FIAN an
und leistet somit höchst unterstützenswerte Arbeit. Natürlich erwarben wir (und später auch noch
meine Freundin Helga) da einiges von den handgeschöpften und palmölfreien Naturseifen mit dem
FIAN-Logo, vom gehäkelten Weihnachtsschmuck, von der Quittenmarmelade und den veganen
Keksen. (Und beim Punschstand tranken wir den einen oder anderen Punsch und Glühwein für die
 Gute Sache 😋!)


Hier nochmal ein Blick auf den Karitativen Weihnachtsmarkt - und rechts unten haben sich im FIAN-Stand sowohl 
Renate und Peter als auch ihre Tochter Kathi für ein Gruppenfoto aufgestellt.

Die Schottenkirche auf der Freyung bildet einen schönen Hintergrund für den Markt. Und
weil Nova in ihrem Blog Glockentürme "sammelt", habe ich für sie dieses schöne Exemplar
fotografiert.




Ein Stück weiter oben habe ich meine Freundin Helga erwähnt - sie ist eine jener wenigen raren
ehemaligen ArbeitskollegInnen, zu denen ich auch nach meiner Pensionierung noch gerne Kontakt
habe. Da sie in Wien lebt und ich weiß, dass sie die Märkte auf der Freyung gern besucht,
fragte ich sie, ob wir einander nicht beim Karitativen Weihnachtsmarkt treffen wollen. Sie wollte,
und auch ihr Mann Michi war wieder mit von der Partie. Zuerst genehmigten wir uns ein bisserl
Schilcher-Glühwein (sehr empfehlenswert, da nicht zu süß!), dann gönnten wir uns im Akakiko
ein leichtes asiatisches Abendessen, anschließend kehrten wir noch einmal zum Karitativmarkt
zurück, weil ich noch einen Besen von der Blindenwerkstatt kaufen wollte, und dann flanierten
wir ein bisschen über den hübschen Weihnachtsmarkt 💫 am Hof. Gekauft haben wir dort allerdings
 nichts, nur geschaut. 


Die Wiener Innenstadt strahlte bereits weihnachtlich!

Unten könnt ihr noch einen genaueren Blick auf das werfen, was ich unter der Jacke trug. Ich
dachte, wenn man eine Weile auf so einem Adventmarkt herumsteht, kann warme Kleidung nicht
schaden: Den Jacquard-Pullover habe ich euch in diesem Post erstmals vorgestellt.  Ich liebe ihn,
denn er ist herrlich kuschelig und passt zu vielen meiner Kleidungsstücke - so auch zu meinem
orangen Sommerrock aus Thailand, den ich mit Leggings und Stiefletten Herbst-Winter-tauglich
gemacht habe, und zu dem Dreickstuch, das ich 2017 von Ines Meyrose bekam - KLICK.

Ich kriegte am Markt für mein Outfit sogar ein Kompliment von einem unbekannten älteren
Herrn, dem die Buntheit und Farbabstimmung sehr gefiel. Allerdings war mir an diesem milden
 Novembertag mit so vielen Schichten fast zu warm - vielleicht lag es aber nur am Punsch 😜





Neue Besen kehren gut und alte Katzen dösen gern:
Hier seht ihr - neben unseren zumeist in irgendeiner gemütliche Ecke dösenden Katzen - den 
neuen Holzbesen vom Karitativen Weihnachtsmarkt. Er wird in der Blindenwerkstatt aus Rosshaar 
hergestellt und ist angeblich unverwüstlich *: Helga erzählte mir jedenfalls, dass sie ihren Rosshaar-
besen aus eben dieser Werkstätte seit mittlerweile 30 Jahren besitzt und dass er immer noch perfekt
 kehrt. Da wir sowieso einen neuen Besen benötigten, erstanden wir dieses hübsche Exemplar.

(* Man darf ihn nur nicht auf die Haare stellen, sondern sollte ihn umdrehen oder an einen Haken hängen.)


Mäxi: Ertappt beim Kuscheln mit der Matrosenpuppe 😻 Hasendame Svenja (unter dem Kissen) wollte inkognito bleiben 🐰

Drei weitere sonnige November-Outfits:
Als nächstes zeige ich euch noch ein paar Kombinationen, die ich aus meiner aktuellen Capsule
Wardrobe "herausgezaubert" habe. Bei dem bedruckten Shirt von oben habe ich diesmal den
Ausschnitt mit einem schlichten (vor längerer Zeit schon selbstgefärbten) braunen Langarmshirt
"entschärft". Dazu mein gelber selbstgefärbter Rock, ein Leo-Gürtel und die gelbe Jacke von oben.




Abermals die gelbe Jacke, die Cordhose von oben - und dazu diesmal die Tunika, die ihr z.B.
aus meiner Naturfarben-Capsule von 2016 kennt. (Dort kam auch der oben gezeigte Rock noch
 in seiner ursprünglichen Farbe vor.) Ihr seht also, man kann aus auch alten Teilen immer wieder
 neue Styles gestalten.





Hier noch einmal der fröhliche Thailand-Rock, diesmal kombiniert mit dem selbstgefärbten
dunkelbraunen Langarmshirt - und darüber die kastanienbraune Secondhand-Strickweste, die ich
vor rund einem Jahr um 5 Euro beim 48-Tandler erstanden habe.




Zu guter Letzt kommt noch eine Collage, die farblich mit der oberen Kleiderkombi harmoniert:
Den spektakulär-schönen Sonnenaufgang fotografierte ich am 19. November, als ich zu einem
frühen Arzttermin musste. (Sonst sehe ich Sonnenaufgänge seit meiner Pensionierung eher
selten 😉😊) Und den Bio-Karotten-Apfelsaft gab's bei meinem Besuch der Badener  
Gewußt-Wie-Drogerie als Geburtstagsgeschenk.

(Dieser Laden ist neben dem Hofladen in Guntramsdorf quasi mein "Zweit-Dealer" für Bio-
Produkte, und ich gönne mir dort seit einiger Zeit auch alle paar Wochen mal ein veganes
Mittagsmenü, weil es sehr gut schmeckt. Neuerdings haben sie dort auch eine "Unverpackt"-Ecke
 mit regionalen und verpackungsfreien Bio-Produkten - die werde ich demnächst ausprobieren.)
Auch das Mittagessen in der Collage unten war übrigens vegan - die Reste eines
Süßkartoffel-Chilis*, aus dem ich mir eine Suppe gekocht habe.

* Die Süßkartoffeln haben wir im Bio-Hofladen gekauft, aber ich denke, nächstes Jahr werden wir mal selber welche
anzubauen versuchen, denn wir essen sie oft und gern, und selbst mein Fleisch-liebender Mann mag Speisen mit diesen
gesunden Knollen gerne!




Nicht vergessen, ihr könnt im Blog einfach nachhaltig besser leben EiNaB  
weiterhin eure Beiträge rund um Nachhaltigkeit verlinken - sie müssen nicht neu sein.

Auch ich werde diesen Beitrag dort verlinken, denn von unserem Besuch des karitativen Weihnachtsmarktes in 
Wien über die vorgestellten vegetarischen oder veganen Speisen bis hin zu meiner stets neu gemixten Kleidung 
(die zum Großteil aus Öko-Stoffen oder aus zweiter Hand stammt) fällt hier wieder alles unter Nachhaltigkeit im Alltag.


Herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup,
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,


Extra-flaumiger Hefezopf - Germstrietzel - Wolkenzopf



Servus ihr Lieben!

Achtung - das heutige Hauptposting erscheint in wenigen Minuten - und zwar > HIER. Dies ist
nur ein "Ableger" davon, für alle, die gern das darin erwähnte Rezept haben wollen! :o)

🍴🍴

Das Rezept habe ich ursprünglich bei Friederike / Fliederbaum entdeckt, die den Zopf frei 
nach Maria / Mädel vom Land gebacken hat, die das Rezept wiederum im Plötzblog von Lutz
gefunden und spontan "nachgestriezelt" hat. 

So ist das halt mit guten Rezepten, sie wandern weiter, ziehen Kreise - und sie verändern sich 
unterwegs auch ein bisserl. Wir haben (weil wir bequeme Socken sind) ein paar Vereinfachungen 
vorgenommen, die der von allen gelobten Flaumigkeit des Teiges nicht geschadet haben. Wenn ihr 
jedoch lieber das Original oder eine der vorangegangenen Variationen versuchen wollt, klickt 
bitte auf die oben eingefügten Links.

🍴🍴


Es handelt sich dabei um den

Wolkenzopf auf Rostrosenart 
 (unsere Version für 1 Zopf)

Vorteig:
63 g Mehl gemischt (2/3 Bio-Weizen-, 1/3 Kamutmehl)*
75 g kaltes Wasser
0,063 g frische Germ / Hefe, das ist in etwa ein kleines "Reiskorn" 
(ich habe nicht abgewogen)

* (im Original gibt es zwei Vorteige mit jeweils einer Mehlsorte:
einer davon mit Dinkelmehl, einer mit Roggenmehl)

Hauptteig:
Vorteig
188 g Bio-Weizenmehl
40 g Zucker (das ist die doppelte Menge des Originalrezepts,
weil mein Mann Strietzel lieber süß mag. War für uns perfekt!)
1 schwacher TL Salz
6,5 g frische Germ / Hefe
50 g kalte Milch
2-3 Eidotter, je nach Größe
63 g kalte Butter in Würfeln

Eiklar zum Bestreichen
Hagelzucker oder Mandelblättchen zum Bestreuen


Wie unser Wolkenzopf ausschaute, seht ihr hier. Leider gibt es noch kein Geschmacks- und
Duft-Internet, aber ich kann euch versichern: mmmmmmmmmmm köstlich 😋!


Zubereitung:

 Die Zutaten für den Vorteig am Vorabend zusammenrühren (einfach mit dem Löffel)
und zugedeckt bei Zimmertemperatur über Nacht bzw. etwa 12 Stunden stehen lassen.
(Wir verwenden dazu eine große T*pperdose mit Deckel. Wenn dieser aufspringt, machen
wir ihn einfach wieder zu, bis der Teig weiter verarbeitet wird.)

Am nächsten Tag den Hauptteig mit kalten Zutaten zubereiten:
Alle Zutaten mit Ausnahme der Butter verkneten und zum Schluss die Butterwürfel gut
einarbeiten. Den Teig zugedeckt gut aufgehen lassen.
Auf einer bemehlten Arbeitsplatte den Teig dritteln. Jedes Drittel zu einem länglichen
Strang rollen und daraus einen Zopf flechten. Den Zopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes 

Backblech legen und zugedeckt noch eine Weile rasten lassen.

Mit Eiklar bestreichen und mit Mandelsplitter bestreuen.
Dann ab ins kalte Rohr, auf 190/200°C aufdrehen und den Striezel ca. 25 Minuten backen.

Kann pur genossen oder z.B. mit Marmelade, Butter, Haselnusscreme bestrichen werden. Und wenn
euch etwas übrigbleibt, könnt ihr den Strietzel in Scheiben schneiden und damit sowie mit hart 
gewordenem Toastbrot etc. nach ein paar Tagen einen köstlichen süßen Brotauflauf /Scheiterhaufen 
daraus zaubern!



Guten Appetit!

🍴🍴