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Samstag, 4. Juni 2022

Mai-Ausflug mit Sigrun und "Alles Finster"

 

Servus ihr Lieben!

Ich hoffe, ihr seid gut im Juni gelandet! Vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem Kurz-Posting über unsere beiden "Mai-Auszeiten". (Und falls ihr's wegen meiner Abwesenheit versäumt habt - es gab davor auch noch ein vorprogrammiertes Italien-Reiseberichts-Kapitel über einen ganz besonders schönen Ort - Cortona mit Eremitage "Le Celle". Von meinem Italien-Reisebericht wird es demnächst übrigens noch ein letztes Kapitel geben, dann ist es geschafft 😉)

Heute möchte ich euch unter anderem Bilder von einem Ausflug zeigen, den wir am 3. Mai mit meiner "Tante" Sigrun im Wandergebiet Mannersdorf am Leithagebirge unternommen haben. Wir waren in diesem Gebiet nicht das erste Mal mit Sigrun unterwegs, denn sie lebt ganz in der Nähe dieses Gebietes. HIER habe ich euch z.B. im Jahr 2018 von einem gemeinsamen Ausflug erzählt und euch außerdem das genaue Verwandschaftsverhältnis erklärt.
 

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Diesmal entführte uns Sigrun in einen Teil der Gegend, den wir noch nicht kannten, und wir gingen auch nicht ständig auf markierten Pfaden. Auf einer Wiese sahen wir einige typische Magerwiesen-Blumen und auch sonst gab es unterwegs interessante Pflanzen zu entdecken. In der oberen Collage seht ihr z.B. Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis) mit einer wilden weißen Narzisse (Narcissus); außerdem links Kriechender Günsel (Ajuga reptans) und rechts ein Immenblatt (Melittis melissophyllum).

In der oberen Collage gibt es u.a. eine Blaurote Steinsame oder purpurblaue Rindszunge (Buglossoides purpurocaerulea) und eine Blindschleiche zu sehen (genauer: eine Westliche Blindschleiche - Anguis fragilis), die ihre Schwanzspitze offenbar schon zur Selbstverteidigung abgeworfen hatte. Der Text zum Foto von Edi oben rechts lautet: "Schatz, zieh mal den Bauch ein, damit man sieht, wie schmal der Weg ist." 😁

In der folgenden Collage seht ihr oben links eine Kugelblume (vermutlich eine Echte Kugelblume - Globularia bisnagarica)*), oben Mitte einen Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata)  und oben rechts ein Geflecktes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) mit hauptsächlich rosarot gefärbten Blüten.**)

*) Falls ihr euch fragt, weshalb ich in letzter Zeit zumeist auch die botanischen / zoologischen Namen nenne - meine nicht-deutschsprachigen Leser tun sich leichter mit der Übersetzung.

**) Weil diese Pflanze auf ein- und demselben Stängel meist rosa und blau-violette Blüten trägt, wird sie auch "Hänsel und Gretel" oder "Brüderchen und Schwesterchen" genannt: Beim Aufblühen sind die Blüten noch rosa, in den nächsten Tagen wird die Farbe jedoch dunkler. Dieser Wechsel von rosa zu blau-violett wird durch den Zellsaft in den Blüten hervorgerufen. In jungen Blüten ist der Zellsaft sauer, der Farbstoff ist rot - in älteren Blüten ändert sich der Säuregrad, der Zellsaft ist dann neutral bis schwach basisch und der Farbstoff dadurch blau. Für die Wildbienen, die das Lungenkraut besuchen, ist die Farbe ein Hinweis auf den Nektargehalt der Pflanze: Die jungen rosaroten Blüten enthalten mehr Nektar als die Blauen, deshalb werden erstere von den Bestäubern bevorzugt.

Sigrun führte uns auch zu einem Platz im Wald, an dem sich diese kleinen "Knusperhäuschen" befinden. Es handelt sich dabei um einen mittlerweile offenbar in Vergessenheit geratenen Kinderspielplatz, der vermutlich in den 1960er Jahren von Mitgliedern einer örtlichen Natur-und-Wander-Organisation liebevoll gestaltet wurde. Inzwischen ist er eher zu einem "lost place" geworden.

Auch das Schild unten mit dem Gedicht "Der Wanderer" befand sich an einer Hütte bei diesem Spielplatz. 

Der Mensch erlebt die schönsten Stunden
wenn er mit der Natur verbunden!
Und das genießt, wie kaum ein anderer,
der Naturfreund als froher Wanderer!

... heißt es da unter anderem. Das hätte natürlich prima zur inzwischen beendeten Blogparade "Wanderlust" der ü30-Blogger gepasst, aber dazu habe ich ja ohnehin schon meinen Beitrag verlinkt.

Was gibt es in der nächsten Collage sonst noch zu sehen? Links oben Kleines Immergrün (Vinca minor), darunter Wolliger Schneeball (Viburnum lantana), darunter eine Schale mit Vergissmeinnicht (Myosotis), die auf einem Tisch bei der Hochfilzerhütte stand, daneben eine zartlila blühende Pflanze, die Sigrun nicht kannte, die sie aber vor allem wegen der kleinen "Kügelchen" interessierte. Meine Freundin Brigitte hat allerdings recherchiert und fand die Antwort: Es handelt sich um eine Zwiebel-Zahnwurz (Cardamine bulbifera). Die "Kügelchen" (oder genauer gesagt, die in den Blattachseln wachsenden bräunlich-violetten Knoten) sind so genannte Brutknollen (Bulbillen). Neben Rhizomen dienen diese Bulbillen zur Vermehrung der Pflanze, indem sie von Ameisen verschleppt werden.

Oben rechts seht ihr ein schönes Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea), eine der größten heimischen Orchideen, und unten rechts Sternmieren (Stellaria).

Alles Finster:
Edi und ich waren, wie ihr wisst, bei der Mini-Serie "Alles Finster - Überleben für Anfänger" als Komparsen mit dabei. Im PS meines Blogbeitrages vom 18. April 2022 erzählte ich euch, dass diese sechsteilige Komödie, in der es um einen europaweiten Stromausfall geht,  ab 25. April an drei aufeinander folgenden Montagen in Doppelfolgen auf ORF 1 gezeigt wird. Natürlich haben wir die gesamte Serie sowohl aufgenommen als auch angesehen. Wir mussten zwar lange warten, bis "unsere" Szenen ausgestrahlt wurden, aber tatsächlich, in der sechsten und letzten Folge sah man uns. Wie aufregend 😁!
 
Alles finster
Foto von HIER

Edi war ja schon mal bei einem Komparsenauftritt im Fernsehen zu bewundern, und zwar als Mönch in der TV-Serie "Vienna Blood". Damals fertigte er ein paar Bildschirmkopien an, ich habe sie euch HIER im PS gezeigt. Die Idee gefiel mir, und so habe ich auch diesmal Bildschirmkopien gemacht. Für alle, die die Serie vielleicht bei einer späteren Ausstrahlung sehen werden, ist es eine Hilfestellung, um uns leichter zu finden 😉 und für uns eine schöne Erinnerung 😊. (Mittlerweile weiß ich, dass sich auch der Bayerische Rundfunk an der Serie beteiligt hat, ich denke also, dass sie in nicht allzu ferner Zukunft auch in Deutschland zu sehen sein wird.) 


"Unsere" Szenen spielten bei einem Versorgungspunkt: Ein junger Mann namens Patrick (dargestellt von Michael Edlinger im roten Rad-Dress) versucht über eine Soldatin ("Oberleutnant Julia Lehner", dargestellt von Julia Edtmeier) an Insulin für ein zuckerkrankes Mädchen heranzukommen. 

Wir waren beide zu sehen, und zwar häufiger, als wir das ursprünglich erwartet hatten, allerdings erkannte man uns manchmal nur für den Bruchteil einer Sekunde. Bei den meisten Bildern sollte man außerdem wissen, wo man suchen muss - daher habe ich sowohl Edi als auch mir in den Collagen zwecks besserer Erkennbarkeit ein rotes Krönchen aufgesetzt 😉. 

Oben beispielsweise sieht man Edi und mich sogar mehrmals im selben Bild - Edi war einer der Soldaten, die beim Versorgungspunkt Wache standen und Absperrungen aufstellten, und mich seht ihr hier oben mit meinem Rucksack in der Warteschlange stehen. Denn zu diesem Zeitpunkt dauerte lt. Drehbuch der Blackout bereits seit einigen Wochen an und natürlich waren all den Menschen, die sich hier anstellten, schon so wichtige Dinge zur Neige gegangen wie haltbare Lebensmittel, Medikamente, Batterien, Kerzen, Klopapier, Gastkartuschen für Campingkocher etc.

In der oberen Collage seht ihr pro Bild entweder Edi oder mich. Ich habe da schon mein Paket erhalten und schleppe meine "Beute" davon. (Die Zusammenstellung der Kleidung war ein Wunsch der Kostümdame gewesen; wir sollten alle "bunt zusammengewürfelt" und auch ein bisschen erschöpft aussehen. Letzteres war nach mehrstündigen Dreharbeiten ganz einfach darzustellen. Da es vor Drehbeginn kurz zu regnen begonnen hatte, waren meine Hosenbeine unten außerdem mit Wasser vollgesaugt.)

In der nächsten Szene hat Patrick das Insulin erhalten - und ich mein "Care-Paket". Mein Auftrag lautete, in Richtung Feuerwehrauto abzugehen, während Patrick vorbeiradelt. Da jede Szene aus mehreren Perspektiven gedreht wird, musste ich mein "schweres" (leeres) Paket und meinen vollen (mit meiner Ersatzkleidung und persönlichen Utensilien angefüllten) Rucksack ungefähr viermal am Feuerwehrauto vorbeischleppen.

So viel also zu den Szenen, in denen wir zu sehen waren. Doch was mich jetzt vor allem interessieren würde ist: Wie interessant oder wie wichtig findet ihr das Blackout-Thema? 

Habt ihr die Serie gesehen oder euch andere Sendungen (z.B. Dok1 oder andere Dokumentationen) zum Thema angeschaut? Oder habt ihr den mittlerweile 10 Jahre alten Technik-Thriller Blackout – Morgen ist es zu spät von Marc Elsberg gelesen? Habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, was alles nicht funktioniert, wenn der Strom ausfällt und wie ihr euch in solch einem Ernstfall verhalten würdet? Seid ihr gut oder eher mangelhaft vorbereitet auf einen länger andauernden Stromausfall oder seid ihr vielleicht sogar echte Prepper? Habt ihr ausreichend Wasser, lange haltbare Lebensmittel, alternative Koch- und Heizgelegenheiten bzw. Decken, wenn die Heizung ausfällt, Kerzen oder andere stromfreie Lichtquellen, ein batteriebetriebenes Radio, um im Notfall wichtige Informationen empfangen zu können, vielleicht sogar einen Stromgenerator? Was würdet ihr tun, wenn die Toilettenspülung nicht mehr funktioniert? Habt ihr mit euren wichtigsten Menschen vorsorgliche Vereinbarungen getroffen, falls ihr mit ihnen nicht mehr telefonisch in Verbindung treten könnt?

Für uns war die Auseinandersetzung mit diesem Thema sehr interessant. Da die Wahrscheinlichkeit eines europaweiten Stromausfalls binnen der nächsten fünf Jahre lt. Expertenmeinungen sehr hoch ist, denke ich, es kann nicht schaden, sich eine kleine oder größere Notfallsausrüstung zuzulegen. Edi und ich sind zwar bestimmt nicht perfekt vorbereitet, aber wir haben im letzten Jahr ein bisschen aufgerüstet (Wasservorräte in Flaschen und Kanistern, Lebensmittel in Dosen und Einweckgläsern, Kerzen, Grillkohle, Ofenholz etc.) und außerdem mit unserer Tochter und ihrer kleinen Familie Notfalls-Vereinbarungen getroffen. 

Hier ein paar Artikel zum Nachlesen:

https://www.focus.de/finanzen/news/blackout-gefahr-so-realistisch-ist-ein-wochenlanger-stromausfall-in-deutschland_id_24419301.html

https://www.saurugg.net/blackout/risiko-eines-strom-blackouts

https://gesund.co.at/blackout-wie-wahrscheinlich-ist-ein-grosser-stromausfall-und-was-ist-zu-beachten-36837/

 
Ganz herzliche Rostrosengrüße 
und wunderschöne Pfingsttage!

Alles Liebe,

eure   T  r  a  u  d  e




Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

beim Mosaic Monday, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta,  All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid 

  

PS:

Abermals habe ich hier ein paar Unterschriften- bzw. Mail-Aktionen für euch, und ich möchte euch bitten, mitzumachen und sie kräftig zu teilen. (Die oberen beiden Petitionen können von Leserinnen und Lesern aus der ganzen Welt unterschrieben werden):

Stoppt das Massaker am Amazonas

Stoppt das Massaker am Amazonas: Die Yanomami leben seit Jahrhunderten direkt im Herzen des Regenwaldes. Er ist ihre ganze Welt. Aber jetzt wird diese Welt durch illegale Goldgräber brutal zerstört - die Yanomami kämpfen um ihr Überleben (und letztendlich um das Überleben von uns allen - denn ohne Regenwald ... kein Leben). Bitte unterschreibt die Petition und teilt sie, damit möglichst viele unterschreiben - danke: https://secure.avaaz.org/campaign/de/amazon_emergency_loc_rb/

 
 Ein Mann an der Spitze eines kleinen Bootes zeigt begeistert den Regenwald
 
Keinen Holzeinschlag an den Flüssen Ulu Lioh und Ulu Lijan: Abermals geht es um den Regenwald, diesmal in Südostasien: Die Wälder auf der Insel Borneo spielen für den Kampf gegen die Klimakrise und für den Erhalt der Artenvielfalt eine wichtige Rolle. Indigene Völker setzen sich für deren Bewahrung ein. Etwa in Gemeinden an den Flüssen Ulu Lioh und Ulu Lijan. Dort schützen die indigenen Iban die Natur vor Holzfällern und bitten dringend um unsere Unterstützung. Bitte unterschreibt und teilt diese Petition: https://www.regenwald.org/petitionen/1259/keinen-holzeinschlag-an-den-fluessen-ulu-lioh-und-ulu-lijan?
 
nuclear symbol png
Eil-Aktion für meine LeserInnen aus Deutschland: Gas und Atom sind nicht grün! Die EU-Kommission will Erdgas und Atom als nachhaltige Energien definieren. Das ist nicht nur großer Unsinn, sondern hätte gefährliche Auswirkungen auf den Klimaschutz in ganz Europa. Die Abgeordneten im Europäischen Parlament können das stoppen. Fordert sie dazu auf, indem ihr ihnen jetzt eine kurze Protest-Mail schickt! Mehr darüber HIER: https://mitmachen.wwf.de/stop-fake-green


Sonntag, 1. Mai 2022

Wanderlust - Blogparade der ü30Blogger & Friends

Servus im Mai, ihr Lieben!
🥾🥾🥾

 

Es gibt eine neue Blogparade der ü30Blogger & Friends, und nachdem diesmal der Titel "Wanderlust" lautet, bleibt mir wohl kaum etwas anderes übrig als mitzumachen 😉. Schließlich und endlich habe ich euch in meinem Blog schon sehr oft zu meinen Wanderungen mitgenommen - jedenfalls virtuell. Ein paar davon lasse ich hiermit wieder aufleben - durch Klicken auf die Links kommt ihr zu den entsprechenden Blogbeiträgen. 


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https://rostrose.blogspot.com/2018/10/eine-woche-im-ausseerland-teil-2.html

 

Sunny brachte mich zum Grinsen mit folgender Aussage: "Meine Kolleginnen von den ü30Bloggern feiern in unserer monatlichen Blogparade heute Ihre Wanderlust. Da bin ich nicht mit dabei, denn auf Wandern steh ich jetzt so überhaupt nicht. Nicht nur, weil es mir keinen Spaß macht grundlos herum zu laufen. Aber hauptsächlich."

https://rostrose.blogspot.com/2021/09/rostrosige-september-tage.html

 

Ich konnt's mir nicht verkneifen, ihr zu antworten: "Man läuft beim Wandern nicht "grundlos" herum ;-DDD Es gibt dabei immer wieder so viel zu sehen und zu erleben - es ist gesunde Bewegung in der frischen Luft und es macht Spaß. Also viele Gründe. Zur Not kann man es auch mit Musik in den Ohren machen." (Sunny ist nämlich musikbegeistert und bevorzugt Indoor-Sport, bei dem Musik läuft 😉.)

https://rostrose.blogspot.com/2021/04/marillen-erlebnisweg-und-gottweig.html

 

Allerdings muss ich gestehen, dass ich das Thema Wandern auch nicht immer so positiv gesehen habe. Als Kind war ich nur wenig begeistert, dass mich meine Eltern ständig in die Natur verschleppten. Heute allerdings bin ich ihnen sehr, sehr dankbar dafür, denn sie haben (mit Verzögerung) eine große Leidenschaft in mir erweckt.

https://rostrose.blogspot.com/2020/12/farewell-hildekind.html

 

Die Definition von "Wandern" sieht in Wikipedia folgendermaßen aus: "Wandern ist eine Form weiten Gehens über mehrere Stunden." 

Das bedeutet, Wanderungen können ganz unterschiedliche Formen annehmen - allein, zu zweit, mit Freunden oder in einer größeren Gruppe, anstrengend oder gemütlich, auf hohen Bergen oder im Flachland, im Wald oder durch Wüsten - oder z.B. wie hier auf dem Hochplateau der Tauplitz von einem See zum nächsten:

 https://rostrose.blogspot.com/2020/11/tauplitzalm-6-seen-wanderung-mit.html

 

Das Salzkammergut ist auch für andere Wanderungen bestens geeignet und zwar zu jeder Jahrszeit - vor einigen Jahren erst entdeckten wir, wie viel Spaß uns das Schneeschuhwandern macht!

https://rostrose.blogspot.com/2019/03/winter-sport-woche-und-urlaubs-garderobe.html

 

🌳🐿️🪵🐑🍃🍁

Schon in meiner Kindheit fand ich es verlockend, wenn mir meine Eltern versprachen, dass wir bei einer Wanderung Tiere sehen würden. Mal ging es zu einer Hütte, bei der es einen lieben Hund gab, mal sahen wir Katzen, Pferde, Enten, Kühe, Eichhörnchen, Schafe, Ziegen, Feuersalamander oder Eidechsen - völlig egal, Hauptsache Viecher 😊

https://rostrose.blogspot.com/2020/10/gemutliche-wanderung-zur.html

 

Daran hat sich bis heute nichts geändert - ich bin nach wie vor voll in meinem Element, wenn es unterwegs Tiere zu sehen gibt. Und den Viechern scheint es mit mir oft ähnlich zu ergehen. Hier seht ihr mich z.B. mit meinem Jungrinder-"Fanclub" in Bad Mitterndorf - sie waren neugierig den Hang heruntergetrabt, als sie uns kommen sahen, kamen ganz nah heran, ließen sich streicheln und leckten mir begeistert die Hände ab. Für manche ist das vielleicht keine schöne Vorstellung - mich macht so etwas rundum glücklich 😍.

https://rostrose.blogspot.com/2018/09/eine-woche-im-ausseerland-teil-1.html

 

Noch mehr Glückshormone überfluten mich, wenn die Viecher gleich von Anfang an im Wanderprogramm mit eingeplant sind - wie z.B. bei dieser wunderbaren Alpaka-Wanderung in den Leiser Bergen:

https://rostrose.blogspot.com/2018/05/alpaka-wanderung-in-den-leiser-bergen.html

 

Und ein ganz und gar außergewöhnliches, beglückendes, unvergessliches Erlebnis war unser "Walking with the wolf" im Jahr 2015:

https://rostrose.blogspot.com/2015/03/walking-with-wolf.html

 

Zuweilen leben wir unsere Wanderlust auch in fernen Ländern aus, wie z.B. in Namiba - und weil das solch ein Traumurlaub mit ganz vielen unvergesslich-schönen Outdoor-Aktivitäten war, bekommt ihr davon gleich mehrere Collagen zu sehen:

https://rostrose.blogspot.com/2017/02/namibia-teil-8-camp-kipwe-und-die.html

https://rostrose.blogspot.com/2017/01/namibia-teil-7-hohenstein-lodge-bulls.html

 Hier ein kurzes "Afrika-Spezial" für meine vogelkundigen Blogfreunde 😉:

https://rostrose.blogspot.com/2017/01/namibia-teil-7-hohenstein-lodge-bulls.html

Und hier noch beim Erklimmen des Big Daddy, der höchsten Düne beim Sossusvlei: 

https://rostrose.blogspot.com/2017/01/namibia-teil-4-die-dunen-beim.html


Nach dem namibischen Wüstenklima gibt es jetzt zur Abwechslung eine etwas grünere und feuchtere Landschaft zu sehen - in Irland statteten wir dem Torc-Wasserfall einen Besuch ab:

https://rostrose.blogspot.com/2015/10/irland-reisebericht-killarney.html


Auch unsere Wanderung im Bryce Canyon Nationalpark (USA) war einfach nur wundervoll und die Landschaft atemberaubend!

https://rostrose.blogspot.com/2013/02/usa-9-tag-bryce-canyon-nationalpark.html

 

Nicht ganz so weit reisen mussten wir im Jahr 2021, um in eine italienische Erosionslandschaft zu kommen, die uns ein bisserl an den Bryce Canyon erinnerte - Le Balze del Valdarno:

https://rostrose.blogspot.com/2021/11/italien-reisebericht-ein-paar-kleine.html

 

Die Landschaft in Bratislava (SK), wo wir die farbenprächtigen Bienenfresser bei ihren Nistplätzen beobachten konnten, erinnerte uns hingegen wieder stark an Afrika:

 https://rostrose.blogspot.com/2020/07/von-einer-burg-in-bratislava-und-von.html

 

Âuch der letzte Ausflug in ein Vogelschutzgebiet, von dem ich euch erzählt habe, war mit mehrstündigem Umherwandern verbunden - und mit beglückenden Erlebnissen: 

https://rostrose.blogspot.com/2022/04/grotrappen-balz-ausflug-zum.html

 

Mag sein, dass die eine oder andere Wanderung in meinem Leben anstrengend war, manche haben mir vielleicht Muskelkater verursacht, andere Blasen an den Füßen oder Sonnenbrand, aber daraus habe ich gelernt - und ich möchte keine einzige dieser Wanderungen missen!

Wenn ihr jetzt noch nicht genug habt vom Thema, kann ich euch den Song "Wanderlust" von Warren Haynes (Gov't Mule) empfehlen. Das ist ganz bestimmt Musik, die man sich beim Wandern ins Ohr stecken kann, sofern sich das Gehör vom Vogelgezwitscher oder von rauschenden Wasserfällen erholen möchte 😉:


Und natürlich will ich euch auch noch die Wanderlust-Posts der anderen  ü30Blogger & Friends ans Herz legen - hier geht's lang:

🥾🥾🥾

Ihr seid übrigens ALLE (egal, ob ihr in Europa lebt oder einem anderen Erdteil) ganz herzlich eingeladen, ebenfalls über eure Wanderungen zu berichten und diese bis Ende Mai unter dem genannten Post zu verlinken. Wir freuen uns auf eure Erlebnisse und Erfahrungen!

 

... alles Liebe,

⛰️🎒🌲🌱🌳   eure   T  r  a  u  d  e  🌳🌱🌲🎒⛰️




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 🥾⛰️🎒🌲🌱🌳🐿️🪵🍃🍁

Dienstag, 12. April 2022

Großtrappen-Balz: Ausflug zum Vogelschutzgebiet

Servus ihr  Lieben!

 

Um die Balz der Großtrappen zu beobachten, trafen wir am 26. März 2022 wieder in derselben Besetzung zusammen wie schon bei unseren Ausflügen zum Dionysos-Wanderweg und nach Orth an der Donau oder nach Bad Vöslau - mit unseren Freunden Brigitte und Peter sowie Gabi und Rudi. 

Und es stießen noch ein paar weitere "Natur-Verrückte" dazu. Entschuldigt bitte - aber ein bisserl verrückt muss man schon sein, wenn man um 5 Uhr aufsteht, um irgendwo im Burgenland ein paar weit entfernte seltsame Vögel zu beobachten 😁*)

*) Dabei sind wir gerade noch halbwegs heil davongekommen - Rainer Raab, der Vogelexperte, der unser Grüppchen anführte, hatte ursprünglich als Treffpunkt 5 Uhr vorgeschlagen. Das hätte 3 Uhr aufstehen bedeutet! 😅 Glück gehabt - denn wir zählen nicht gerade zur Spezies der Morgenmenschen, im Gegenteil 😁!

 

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Die "Natur-Verrückten" im Europaschutzgebiet (Fotos: Traude)

Es gibt auf dieser Welt nur noch wenige Orte, wo man Großtrappen antreffen kann - dieser ist einer davon... Das Vogelschutzgebiet befindet sich im Dreiländereck Österreich - Ungarn - Slowakei. Die weite, offene Landschaft bietet ideale Lebensbedingungen für die Trappen und für viele weitere Vogelarten. 
 
Trotzdem waren die Trappen auch hier vom Aussterben bedroht. Vor allem durch die Intensivierung der Landwirtschaft und die Errichtung von Mittel- und Hochspannungsleitungen kam es zu einem dramatischen Bestandseinbruch. Die Jagd tat ihr übriges: Im Jahr 1995 gab es im Burgenland nur noch 90 Exemplare!
 
Doch durch intensive Schutzmaßnahmen hat sich der Bestand der Großtrappe in den letzten Jahren hier bemerkenswert erholt: In der Winterzählung 2021 wurde ein Bestand von 620 Tieren festgestellt, davon leben allein in der Region Parndorfer Platte - Heideboden 540 Großtrappen! Wir erfuhren, dass es weltweit keinen Ort mit einer größeren Bestandsdichte dieser Vögel gibt!
 
Rechts unten seht ihr Mag. Dr. Rainer Raab, den Mitteleuropäischen Trappenkoordinator und 
Trappenbetreuer, der unsere Truppe begleitete und uns viel Interessantes über Großtrappen und 
andere in der Region lebende Vögel erzählte. (Fotos: Traude)
 

Die Schutzmaßnahmen:
Die Jagd auf die Großtrappe ist mittlerweile europaweit verboten, doch das allein würde nicht ausreichen. Um Störungen der Vögel zu vermeiden, wurden allein im Bezirk Neusiedl am See 9000 Hektar zum "Natura2000"-Schutzgebiet erklärt. Hochspannungsleitungen (die Haupt-Todesursache von Großtrappen) wurden in diesem Gebiet Trappen-sicher gemacht, Niederspannungsleitungen im Boden verlegt
 
Rainer Raab, der seit 1999 im Großtrappenschutz tätig ist und seit 2005 im Greifvogel-Schutz arbeitet, erzählte uns außerdem, dass Telemetrie-Studien mit Raubvögeln und der Großtrappe wichtige Instrumente zum Schutz der Tiere sind: Die Tiere werden mit Sendern versehen, um herauszufinden, wie gefährlich Stromleitungen, Windparks etc. für diese Vögel sind. 
 
[Zum Thema Windparks gibt es in diesem Zusammenhang übrigens eine gute Nachricht: Sie haben sich als längst nicht so gefährlich erwiesen, wie gerne angenommen wird - Windkraftwerke stehen bei den Todesursachen von Großtrappen und Greifvögeln erst an siebenter Stelle. Stromleitungen z.B., aber auch intensive landwirtschaftliche Nutzung und leider ebenso Gift sind viel gefährlicher für diese Tiere. Mehr Infos zum Thema HIER und HIER.]

(Fotos: Brigitte)
 
Außerdem werden Bauern dafür entschädigt, ihre Felder brach liegen zu lassen. (Ich dachte immer, manche Bauern wären inzwischen zu faul, um sich um ihre Felder zu kümmern, dabei geht's hier um Naturschutz! 👍)  In der folgenden Collage links oben seht ihr z.B. eine solche Trappenbrache. (Und daneben seht ihr ganz klein schon ein paar Trappen.) Auch für andere Bodenbrüter wie z.B. Kiebitze ist es wichtig, dass manche Felder unbestellt bleiben. Deshalb wird zuweilen einfach ein Streifen auf einem Feld freigelassen - siehe untere Reihe Mitte. 

Rainer Raab befürchtet allerdings auch hier Auswirkungen des Ukrainekrieges: Da der Getreide- und Rapsanbau in der Ukraine wegfällt und Versorgungs-Autarkie in den einzelnen Ländern generell wichtiger wird, könnte es sein, dass die Förderungen für brach liegende Felder bald wegfallen oder im Vergleich zu bestellten Feldern zu wenig einbringen. Dann ist die Frage, wie wichtig den jeweiligen Bauern der Naturschutzgedanke ist...
 
(Fotos: Traude)

Und nun möchte ich euch den Vogel, über den ich hier die ganze Zeit spreche, endlich näher vorstellen:
 
Die Großtrappe (Otis tarda) zählt zu den schwersten flugfähigen Vögeln der Welt. (Nur manche der in Afrika vorkommenden Riesentrappen sind schwerer). Erwachsene Trapphähne haben ein Gewicht von etwa 8 bis 16 Kilogramm, eine Körperlänge von etwa 105 Zentimeter und eine Flügelspannweite bis zu 260 cm. Das Weibchen wird meist nur halb so groß und schwer. Großtrappen können bis zu 20 Jahre alt werden. Die Großtrappe hat ein rötlichbraunes, geschecktes Gefieder. 

Während der Balzzeit präsentieren die Hähne "stolz" ihre weißen Balzfedern. Sie heben diese Federn auf eine Art und Weise an, dass es aussieht, als würden sie ihr Innerstes nach außen stülpen. Sie sind dadurch auch auf große Entfernung gut zu erkennen.

Einst war die Großtrappe in den Steppen in einem großen Gebiet zwischen Marokko, Spanien und der Mongolei heimisch. Dazu Rainer Raab: "In der Steppe gibt es keine Hindernisse in der Luft. Deshalb liegen die Augen der Großtrappe evolutionsbedingt an der Seite des Kopfes. Die Großtrappe sieht zwar sehr gut, was um sie herum passiert, nach vorne sieht sie aber eher schlecht. Deshalb erkennt sie Hochspannungsleitungen zu spät. Die Tiere erreichen Fluggeschwindigkeiten bis zu 60 km/h. Eine Kollision mit den Leitungen endet deshalb meist tödlich.“ (Quelle)

ACHTUNG: Die folgenden Fotos hat niemand aus unserer Gruppe aufgenommen - sie stammen aus dem Internet:

Fotos aus dem Internet: Die oberen drei Fotos stammen aus Wikipedia, Bild der fliegenden 
Großtrappe von HIER, balzender Trapphahn und Trapphenne während der Balzzeit von Freepik.

 
Ich zeige euch diese Nahaufnahmen, damit ihr die Vögel, um die es geht, genauer erkennen könnt. So nahe kamen wir an die Großtrappen nämlich nicht heran -  sie sind extrem scheue, wachsame und störungsempfindliche Vögel. Störungen während des gesamten Jahres, vor allem aber während der Brutzeit, führen zu einer Schwächung der Tiere und zu einer Bedrohung der Population. Wir haben uns sagen lassen, dass man solche Fotos fast nur zustandebringt, wenn man sich auf äußerst behutsame Weise in unmittelbarer Nähe der Balzgebiete eine getarnte Foto-Grube oder ein Tarnzelt baut und darin übernachtet. Und auch dann nur mit sehr, sehr viel Geduld und einer guten Fotoausrüstung...

Foto- und Beobachtungs-Ausrüstung:
Unten seht ihr teilweise, wie unser Trüppchen ausgerüstet war: Manche setzten vor allem auf Beobachtung mit leistungsstarken Ferngläsern und Teleskopen. Letztere waren wirklich gigantisch gut - wir durften ebenfalls durchsehen, das war ein "WOW-Effekt". Manche hatten Kameras mit mehr oder weniger zweckdienlichen Teleobjektiven dabei. Edi und ich brachten auch diesmal wieder unsere "Afrika-Ausrüstung" mit, also die Objektive, die wir z.B. in Namibia erfolgreich für unsere Fotosafaris verwendet haben. Schon damals haben wir uns mit dem leistungsstärkeren Sigma 150-600mm Contemporary abgewechselt. Diesmal durfte Edi dieses "Monsterobjektiv" verwenden und ich hatte das übliche "Reiseobjektiv" Nikkor 18-200 auf meine Nikon 5300 aufgeschraubt. 

Zu Beginn war's noch bitterkalt [daher meine "Pferdedecke" 😉] (Fotos: Brigitte, Gabi, Peter, Traude)

Allerdings war meine Objektivwahl nicht perfekt. Ich konnte damit leider kaum Trappenfotos machen - die Vögel waren dafür viel zu weit entfernt. Mit solchen Distanzen hatte ich einfach nicht gerechnet bzw. mich zu sehr auf Edi und das Monsterobjektiv verlassen - beim nächsten Mal nehme ich meine Coolpix P900 zusätzlich mit. Die ist zwar etwas langsam und die Bilder wirken immer etwas flach / konturlos, aber sie hat ein 24-2000 mm-Objektiv. Damit wäre ich an die Trappen ein gutes Stück näher rangekommen. (Schnell muss man bei Trappen ohnehin nicht sein, außer wenn sie fliegen...)

Und Edi hatte an diesem Tag unerwartete Probleme mit dem Sigma-Objektiv: Seine Kamera zeigte manchmal Fehlermeldungen, manchmal nicht, das Scharfstellen (ob nun händisch oder automatisch) wollte nur ab und zu klappen... - offenbar gab es irgend ein Kontaktproblem, das sich während des ganzen Ausflugs nicht auf Dauer lösen ließ. Erst gegen Schluss setzten wir das Sigma endlich auf meine Kamera auf 🙈 - das klappte dann etwas besser. 
 
Ein paar Fotos von Trappen und anderem Getier sind Herrn Rostrose aber trotz seiner Kameraprobleme zum Glück doch gelungen - z.B. diese hier:
 
Linkes Foto mit dem einzelnen Rehbock - rechts darüber sieht man auch noch einen Kiebitz fliegen (Fotos: Edi)

Gabi hatte sich Brigittes Canon ausgeliehen, weil ihre eigene in Bad Vöslau kaputt gegangen war (und hoffentlich repariert werden kann) - mit dem Superzoom gelangen ihr die folgenden Aufnahmen. In der Mitte könnt ihr besonders gut drei balzende Hähne erkennen. Die Hähne balzen übrigens nur in den Morgenstunden, daher hat sich das frühe Aufstehen gelohnt! Das Reh im Hintergrund zeigt sich von der Balzerei völlig unbeeindruckt, aber vielleicht sind manche Hennen von der Show begeistert? (Wir Tierbeobachter waren es in jedem Fall! 😊)

(Fotos: Gabi)

Wenigstens schaffte ich mit meinem Objektiv Landschaftsaufnahmen (inklusive Maulwurfshügeln) und einige Fotos von anderen, weniger weit entfernten Tieren, wie z.B. von diesen beiden Graureihern (Ardea cinerea) oder von einigen aufgeregt umherhoppelnden Feldhasen. (Ostern ist schließlich nicht mehr weit! 😉🐇)

(Fotos: Traude)

Nächste Collage (im Uhrzeigersinn): fliegende Großtrappe, Trapphennen im Feld, männliches blühendes Weidenkätzchen der Sal-Weide (Salix caprea), fliegende Lachmöwe (Chroicocephalus ridibundus), Trapphennen, Rehe:

(Fotos: Gabi)

Nächste Collage: Rotkehlchen (Erithacus rubecula), kämpfende Rehböcke,  Kiebitzschwarm (Vanellus vanellus), nochmals die Rehböcke, zwei Kiebitze, Raupe vom Zimtbär-Falter (Phragmatobia fuliginosa)

(Fotos: Gabi und Traude)

Nächste Collage: Der Geifvogel in der Mitte ist ein Mäusebussard (Buteo buteo), unten rechts mit den weißen Schwanzfedern ein Seeadler (Haliaeetus albicilla), beim Vogelschwarm links handelt es sich abermals um Kiebitze (Vanellus vanellus). Alle anderen Tiere habt ihr eh schon gesehen 😊

(Fotos: Edi)

Der Vogel ist ein Feldsperling oder Feldspatz (Passer montanus) - (Fotos: Traude)
(Fotos: Edi)

Die gelben Vögelchen (sowohl im Geäst als auch neben dem Baumstamm - dort leider schlecht zu erkennen) sind laut Gabi Goldammern (Emberiza citrinella). Ich habe diese hübschen kleinen Sänger schon häufig gehört und auch ab und zu gesehen, aber diesmal sind mir erstmals halbwegs brauchbare Fotos von ihnen gelungen.

(Fotos: Traude)

Nächste Collage - oben von links nach rechts: männliche Weidenkätzchen der Sal-Weide, Wacholderdrossel (Turdus pilaris), weibliche Weidenkätzchen der Sal-Weide (Salix caprea) - unten wieder die konkurrierenden Rehböcke.

(Fotos: Gabi)

Natürlich sahen wir all diese Tiere nicht nur an einem einzigen Ort, wir mussten uns teilweise auf abenteuerliche Pfade begeben, z.B. auf diese nicht sehr vertrauenerweckende Brücke. Ich fotografierte Gabi bei der erfolgreichen Überquerung, dann fotografierte sie uns, und auch das schöne Seeadler-Foto ist Gabis Werk. Edi fotografierte das Schilf, das sich im Wind wiegte. Kalt war es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr, wie man an meiner inzwischen abgelegten Jacke erkennt.

(Fotos: Gabi, Edi und Traude)

Zwei Graureiher (Ardea cinerea) und ein Silberreiher (Ardea alba) - (Fotos: Traude)

Nächste Collage - oben von links nach rechts: Kaiseradler (Aquila heliaca), Gewöhnliche Schuppenwurz (Lathraea squamaria), Mäusebussard (Buteo buteo); großes Foto, ganz toll von Gabi erwischt: Turmfalke (Falco tinnunculus).

(Fotos: Gabi und Traude)

Bei den folgenden Fotos hatten Edi und ich teilweise schon unsere Objektive getauscht. Nur bei dem Foto in der oberen Reihe links noch nicht, deshalb ist der mittig am Schilfrand stehende Silberreiher, den ich fotografiert habe, kaum zu sehen. Die fliegenden Lachmöwen (Chroicocephalus ridibundus) auf dem Foto daneben und auf dem großen Foto erkennt man aber schon recht gut 😊:

(Fotos: Edi und Traude)
 
Leider war nicht alles, was wir gesehen haben, ein erfreulicher Anblick. Unten seht ihr z.B. den Flügel eines toten Rebhuhns - vermutlich gerissen von einem Greifvogel - armes Hendl, aber das gehört eben zur Natur, fressen und gefressen werden. Der Müll hingegen gehört nicht zur Natur: Links unten eine Plastikfolie, die schon eingeackert wurde und somit eines Tages zu Mikroplastik wird, rechts unsere Sammlung von Patronen, die wir vor allem am Ufer eines kleinen Teiches in rauhen Mengen fanden. Brigitte hat sie mitgenommen, fachgerecht entsorgt und das Foto an die entsprechende Stelle gesandt, um sich dort darüber zu beschweren, dass die Jägerschaft offenbar nicht imstande ist, den selbst verursachten Müll wieder zu entfernen... (Ich weiß zum heutigen Zeitpunkt nicht, ob sie darauf bereits eine Antwort erhalten hat.)

(Fotos: Brigitte)

Bei den schwimmenden Vögeln, die Gabi fotografiert hat, handelt es sich um Kampfläufer (Calidris pugnax), streng geschützte Zugvögel. Von ihnen lassen die Jäger also hoffentlich ihre Finger. Woher der deutsche Name dieser hier so friedlich dahinschwimmenden Schnepfenvögel stammt, weiß ich leider nicht ganz genau. Aber vermutlich gibt es einen Zusammenhang mit dem Balzverhalten der Männchen, die sich (wie ich HIER gelesen habe) "während der Balz zu avifaunistischen Bodybuildern" aufblasen, "zu machohaft grotesken, brustgeschwellten Figuren" 😁 und Kämpfe mit Rivalen austragen...

(Fotos: Gabi und Traude)

Nach unserer Tour gönnten wir uns ein feines und verdientes spätes Mittagessen in einem gemütlichen Gastgarten. Wir alle waren sehr zufrieden mit diesem Tag, denn wir hatten viel gesehen und dazugelernt.

(Fotos: Gabi)

Das folgende Sonnenuntergangsfoto konnte Gabi auf der Heimfahrt durchs Marchfeld aufnehmen, und auch die anderen beiden Fotos stammen noch von ihr - Knäkenten (Spatula querquedula) im Flug und eine Bachstelze (Motacilla alba).

(Fotos: Gabi)
 
Da mir an diesem Tag kein Schild für Artis Schilderwald vor die Linse sprang, bekommt ihr heute eine weitere aus Bad Vöslau mitgebrachte Sprüchetafel zu sehen: "Wenn du jemanden ohne Lächeln siehst, gibt ihm Deines!" - das ist doch eine wundervolle Aussage. Und aus meinem Archiv habe ich auch noch ein altes Foto für Novas Tor in die neue Woche - fotografiert während unseres Barcelona-Kurzurlaubs im April 2012, und somit schon 10 Jahre alt!
 
(Fotos: Traude)

 

Ihr Lieben, das war's für heute! Wie immer hoffe ich, dass ihr gerne mit dabei gewesen seid und meine Schilderungen für euch interessant waren. Bei Gabi, Rainer und Brigitte bedanke ich mich herzlich für das Schließen meiner Wissenslücken im Zusammenhang mit diversen Naturthemen bzw. Tier- und Pflanzenbestimmungen.

Nun wünsche ich euch noch angenehme vor-österliche Tage und - falls wir einander davor nicht mehr lesen - schöne Osterfeiertage!

... alles Liebe,

🐣🐇🐥  eure   T  r  a  u  d  e  🐥🐇🐣




Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

beim Mosaic Monday, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta,  All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid