Freitag, 12. Juli 2024

Sommerliche Leichtigkeit in der Wachau - ü30-Blogparade

Servus ihr Lieben!

Ursprünglich wollte ich euch heute einen Rückblick auf unseren Juni bieten. Aber dann kamen die ü30-Blogger mit ihrer [Blogparade] Leichtigkeit des Sommers. Und da dachte ich mir: "Was könnte besser zu sommerlicher Leichtigkeit passen als die viereinhalb Julitage, die wir gerade eben in der Wachau verbracht haben?"

 😎🏖️😎

Ihr könnt meinen Post übrigens sommerlich-leicht nehmen und einfach nur die Bilder ansehen und vielleicht noch die Überschriften dazu lesen. Die Texte sind für alljene, die es genauer wissen wollen 😉 Nunja, der Epilog ist dann doch für ALLE 😊...

😎🏖️😎

 
[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-, 
 Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]
Wachau an der Donau - Niederösterreich


In meinem Blog nahm ich euch bereits mehrmals in Bereiche der Wachau mit - hier einige Posts zum Nachlesen
  • Ende Juli 2021 unternahmen wir mit unseren Freunden Brigitte und Peter einen Tagesausflug in die Wachau - und ich erzählte euch einiges von Römern, Marillen und Donau-Kirchen.

 

 

Unsere Unterkunft im Juli 2024: Gasthof zur Wachau - Fam. Zeller. Sehr nett - und das Essen fanden wir besonders köstlich. *)

*) Wie ich euch in diesem älteren Post schon erzählte, ist bei unserer Autoversicherung ein interessanter "Bonus" dabei: Verschiedene Hotels bieten Gratis-Übernachtungen an, sofern man ein Doppelzimmer inklusive Abendmenü und Frühstück bucht. Zu bezahlen ist dann nur das Essen. Der Gasthof zur Wachau ist eines dieser Hotels.

Für alle, die die Wachau (Betonung auf dem „au“ [aʊ̯] in der letzten Silbe) noch nicht kennen - diese Niederösterreichische Kulturlandschaft ist bekannt für guten Wein 🍷, für Marillen (= Aprikosen) 🍑 und natürlich für die daraus resultierenden Marillenknödel 😋, es gedeihen in diesem Klima aber auch andere Früchte. Weiters ist dieses Gebiet berühmt für uralte Burgen 🏰, Wehrkirchen  und Klöster sowie für eine reizvolle hügelige Landschaft ⛰️⛰️⛰️. Die Wachau liegt am Donaufluss zwischen den Städten Melk und Krems. Im Jahr 2000 wurde sie in die Liste des UNESCO-Weltkultur- und -Naturerbes aufgenommen. 

 

Aufgrund des milden Weinbauklimas fühlen sich hier beispielsweise auch Feigenbäume (Ficus carica) sehr wohl. Einer befand sich im Hotelgarten direkt neben dem Balkon (folgende Collage Foto oben links), der andere, den ihr unten seht, wächst neben der Kirche von Hofarnsdorf.
 
 
Die Pfarrkirche Hofarnsdorf (untere Collage links) habe ich euch 2021 schon mal genauer vorgestellt. Dort habe ich euch auch Fotos aus dem Inneren der Kirche mit den wunderschönen antiken Kuppel- und Wandfresken gezeigt (im letzten Drittel von DIESEM älteren Post).
 
Die andere Kirche mit dem hölzernen Türmchen ist die Filialkirche zur Hl. Katharina in Mitterarnsdorf, in der sich interessante gotische Fresken befinden. Unten links seht ihr eine Markierung neben der Tür, bis wohin das Donau-Hochwasser von 2002 reichte - die Fresken waren dadurch zum Glück nicht betroffen.


Die Katharinenkirche ist sehr beliebt bei den vorbeikommenden Radfahrern, daher wird sie auch gerne Radfahrerkirche genannt. Und Radler gibt es hier Dank des Donauradweges wirklich viele!


Schwalben in der Wachau:
In der Umgebung unseres Hotels sahen wir einigermaßen viele Schwalben umherschwirren und auch zahlreiche (vor allem ältere) Häuser mit Schwalbennestern. (Neubauten sind oft zu glatt verputzt und haben zu wenige Nischen und Vorsprünge für den Nestbau.) Aus manch einem Nest sahen wir Jungvögel herauslinsen. 
 
Da ich nur mein Smartphone in der Wachau mit dabei hatte, sind die Fotos nicht die allerbesten, aber ich denke, man kann die Schwalbeneltern bei der Fütterung ihrer Jungen ganz gut erkennen. Es handelt sich um Mehlschwalben (Delichon urbicum). Im Jahr 2022 waren sie Vogel des Jahres - und wie bei so vielen anderen Vögeln ist ihr Bestand rückläufig. HIER könnt ihr mehr über die Mehlschwalben erfahren - auch, wie man ihnen helfen kann ... und wie man sein Haus am besten vor Vogelkot schützt.

Glücklicherweise ist es mittlerweile verboten, Schwalbennester von Häusern zu entfernen.
 

Wollt ihr uns nun auf ein paar Ausflüge begleiten, die wir in der Wachau (und Umgebung) unternommen haben?
 


4. Juli - Ausflug ins Mohndorf:
An unserem Ankunftstag nahmen wir gleich mal die Donaufähre von Arnsdorf nach Spitz. Wie schon erwähnt: Wir lieben es, übers Wasser zu fahren - und sei es auch nur für eine kurze Donau-Überquerung. Der angenehme Fahrtwind ist sommerliche Leichtigkeit pur.
 
Wenn man von der Ortschaft namens Spitz über den Berg namens Seiber fährt, kommt man ins Waldviertel. Und dort befindet sich ein Ort, der um diese Jahreszeit berühmt für seinen blühenden Mohn ist: Bei der Umgebung des Waldviertler Dorfes Armschlag handelt es sich um Österreichs größtes und bekanntestes Anbaugebiet für Graumohn und Blaumohn. Diese werden vor allem in der Österreichischen Mehlspeisenküche genützt.

Falls ihr mehr über all das wissen wollt: Bereits im Juli 2021 nahm ich euch virtuell mit zu einem Ausflug in das Mohndorf Armschlag

  • HIER kommt ihr zu Teil 1 mit einem tollen Mohnfeld-Shooting im mohnroten Kleid und meinem Tanz entlang des längsten Mohnblumen-Gemäldes der Welt.
  • Und HIER geht es zu Teil 2 mit dem Besuch des Mohnmuseums und einer Fahrt mit einem Oldtimer-Traktor zu den Mohnfeldern.

Für Samis Linkup Monday Mural füge ich hier die Collage mit Fotos des langen Mohn-Murals von 2021 ein:


Zu sommerlicher Leichtigkeit passt natürlich auch ein Glaserl Wachauer Wein und kulinarischer Genuss. Beides gönnten wir uns nach unserem Ausflug. (Das Mittagessen ließen wir hingegen an allen Tagen aus.) 

Das Abendmenü, das es im Rahmen unseres Autoversicherungs-Bonus-Programms gibt, besteht zwar aus vier Gängen, aber erstens sind diese nicht zu üppig, zweitens ließen wir üblicherweise einen Gang aus und drittens bestellte ich bei der Hauptspeise immer eine kleinere Portion. Noch weniger essen wollten wir nicht, denn die Küche im Gasthof zur Wachau ist wirklich so gut, wie es in den Bewertungen heißt 😊😋.

5. Juli - Autofrei durch die Wachau mit der Niederösterreich-Card (NÖ-Card):
Wir hatten uns schon am Vortag in Spitz die Tageskarte für Autobusse und Fähren in der Wachau geholt (gratis mit der NÖ-Card), um uns einen autofreien Ausflugstag zu gönnen. 
 
Die Bewertungen sind in diesem Fall leider nicht sehr gut, was u.a. damit zu tun hat, dass Fahrräder nicht von Autobussen mitgenommen werden und man für den Transport der Räder auf der Fähre extra bezahlen musste. Die Karte ist also nur praktisch für Nicht-Radfahrer. Ebenfalls wissenswert: Die Busse fahren in der Regel nur einmal pro Stunde und an Sonntagen noch seltener. Das System ist definitiv noch sehr ausbaufähig und es mangelt allerorten an Information. Die Frau in der Infostelle wusste z.B. nicht, dass die Karte auch auf Fähren gilt, obwohl das sogar auf dem Ticket draufsteht... Aber wir haben uns durch die NÖ-Card den Normalpreis von 12 Euro pro Person für die Tageskarte erspart - und durch den autofreien Tag u.a. die Parkplatzsuche und Parkscheine in Krems und Dürnstein. Für uns passte es also 😊.
 

Ansichten der Kremser Innenstadt - UNESCO Weltkulturerbe
 
Kunsthalle in der Dominikanerkirche Krems:
Hier findet noch bis 27. Oktober die Sonderausstellung On Human Level des Schweizer Künstlers Christian Gonzenbach statt. Mehr darüber HIER. Uns beeindruckte eher die Architektur der Kirche und des Donikanerklosters, das wir anschließend (ebenfalls mit der NÖ-Card gratis) besichtigen konnten.
 

 
Da uns ein Bus der City-Line vor der Nase davonfuhr, besuchten wir an diesem Tag keine weiteren Sehenswürdigkeiten in Krems. (Doch wir kehrten zwei Tage später hierher zurück.) Stattdessen nahmen wir den Bus nach ... 

Das Städtchen zählt zu den bekanntesten und beliebtesten touristischen Zielen Österreichs. Selbst bei dem (bei rund 30°C im Schatten relativ anstrengenden) Aufstieg zur Felsenburg aus dem 12. Jahrhundert waren wir keineswegs allein.
 
In meiner Kindheit war mir diese Burg vor allem deshalb ein Begriff, weil dort der englische König Richard Löwenherz von Dezember 1192 bis März 1193 gefangen gehalten wurde. Das ist historisch verbürgt, doch darüber gibt es auch eine Sage. Erst nach Zahlung eines enormen Lösegeldes wurde er wieder freigelassen. Wenn ihr bei der Überschrift auf den Link klickt, könnt ihr mehr über die Geschichte der Burg erfahren.

Von der Ruine aus hat man einen tollen Blick über die Wachau!

Der markante blau-weiße Turm der Stiftskirche gilt als Wahrzeichen der Wachau. Doch auch sonst ist das ehemalige Kloster sehenswert:
 

Wir waren allerdings durch die Hitze schon zu müde, um an einer Führung durch das Stift teilzunehmen und beschlossen daher, den Bus nach Spitz zu nehmen und von dort mit der Fähre wieder zurück zur "anderen" Donauseite zu fahren, wo sich unser Hotel befand. 

Leider war das Warten auf den Bus bei der Station Dürnstein West äußerst unangenehm, da es dort weder einen Hauch von Schatten noch eine Möglichkeit zu Sitzen gibt. Aber als der Bus endlich da war, war er glücklicherweise klimatisiert. Die Fahrt nach Spitz und auch das Übersetzen mit der Donaufähre gingen dann angenehm flott.

Untere Collage: Nach der Wanderung zur Ruine gönnten wir uns in Dürnstein eine Kugel Marilleneis. Das Foto daneben zeigt eine Verzierung an einem Tor des Stifts. Die übrigen Fotos entstanden etwas später in unserem Hotel: Vor- und Nachspeise unseres Abendessens, meine "Abendgarderobe" und eine weibliche Amsel, die Edi in einem Busch direkt neben unserem Tisch im Gastgarten entdeckte. Es gab dort ein Nest und es herrschte (wie schon bei den Schwalben) ein reger "Fütterungs-Betrieb".

6. Juli: 
Für diesen Tag hatten wir zwei Ausflüge geplant. Der erste führte uns zur ...
 
Für Details klickt bitte auf den Link. Hier hatten wir wieder freien Eintritt mit der NÖ-Card. Vormittags war es zum Glück noch nicht so heiß und die Ruine samt Donaulandschaft sahen mit dem blauen Himmel einfach traumhaft aus (auch wenn der Donaufluss selbst bei schönstem Wetter niemals blau ist 😉)

Ursprünglich waren wir uns nicht sicher gewesen, ob die Straße von unserem Hotel zur Ruine Aggstein überhaupt passierbar war, denn es hatte vor kurzem erst einen Felssturz in der Gegend gegeben. Meine Freundin Brigitte hat das folgende Bild am 18. Juni von der anderen Donauseite aus aufgenommen:

Foto von Brigitte

Doch zu unserem Glück gab es keine Probleme bei der Fahrt zur Ruine, der Erdrutsch hatte ein paar Kilometer flussaufwärts stattgefunden. Für die Region ist diese Behinderung allerdings höchst problematisch, da es hier nur wenige Umfahrungsmöglichkeiten gibt. Die Räumungsarbeiten gestalten sich äußerst schwierig und werden mutmaßlich noch bis zum Jahresende dauern. (Das erinnert mich in gewisser Weise an Neuseeland 🙄...)

 
Seit einigen Jahren lebt unsere Freundin Bri in der Nähe der Wachau, und ab und zu schaffen wir es, sie zu treffen. Aus unserem letzten geplanten Treffen bei der immersiven Tutanchamun-Ausstellung  wurde leider nichts, da Bri an einer chronischen Schmerzerkrankung leidet, die in Schüben auftritt und es ihr unmöglich machte, mit uns die Ausstellung zu besuchen.
 
Falls ihr oben auf den Link meines früheren Posts über die Donauschifffahrt geklickt habt, wird euch Bri dort bereits begegnet sein. Edi kennt sie seit mittlerweile 50 Jahren und ich selbst bin mit Bri seit etwa Mitte der 1980er befreundet. Wir waren damals Arbeitskolleginnen, und Bri war es auch die mir Anfang der 1990er meinen jetzigen Ehemann Edi vorgestellt hat. Damals habe ich allerdings noch nicht auf ihn reflektiert, das kam erst ein paar Jahre später 😉. 
 

Umso froher waren wir alle, dass es diesmal klappte und unsere Freundin einen ausgedehnten Spaziergang durch das schöne Erlebnisgarten-Areal mit uns unternehmen konnte. Bri hatte sich gewünscht, dieses blühende Ausflugsziel mit uns zu besuchen. Das Kittenberger-Motto für Juli und August passt übrigens auch perfekt zur ü30-Blogparade:

Mediterrane Wochen: Die warmen Sonnenstrahlen zeigen uns, wie Sommer richtig geht! Wir genießen die Tage unter chilligen Schattenplätzen und mit entspannten Stunden im Garten.

 

Leider verträgt Bri Hitze normalerweise noch schlechter als ich - und ausgerechnet der 6. Juli war der heißeste Tag von allen (34°C). Wie ihr seht, war auch den entzückenden Alpakas (mit ihren süßen Bommel-Frisuren) ziemlich heiß 🥵 - aber ihr Fell sah feucht aus, ich denke, sie hatten eine Abkühlung bekommen. Zum Gück gibt es hier wirklich einige der oben erwähnten schattigen Sitzplätze, die wir gerne nützten. 

Ganz besonders freut uns, dass Bri so glücklich über dieses Treffen war, dass sie zwei Tage lang weniger Schmerzen hatte!

7. Juli - abermals Krems an der Donau:
Nach dem heißen Samstag folgte am Sonntag eine dezente Abkühlung und es gab zwischendurch Nieselregen. Aufgrund der Wetterprognosen hatten wir schon vorab entschieden, dass wir an diesem Tag ein paar weitere Kremser Museen (gratis mit der NÖ-Card) besuchen würden. Und genau das taten wir.

Ich mag es, wenn ich in einer Aussstellung etwas lerne. In der Schau wurde mehrmals der Begriff der "Windrush-Generation" erwähnt, den Edi und ich nicht kannten. Dank der Kinderbücher, die in einem der Räume ausgelegt waren, und späterer Recherche im Internet erfuhr ich, dass es sich bei der Windrush-Generation um Einwanderer aus der Karibik handelt, die ab dem Jahr 1948 in das Vereinigte Königreich gekommen waren. Hier erfahrt ihr mehr über den Windrush-Skandal (deutsch) - und hier eine ausführliche Information in englischer Sprache.

Abschließend gönnten wir uns ein erfrischendes Getränk in der "Gastwirtschaft Poldi Fitzka", die sich im moderen Museumsgebäude befindet. Mein Erfrischungsgetränk war der Bio-Beeren-Fitzz, den ihr unten seht. Wie das Restaurant zu seinem altertümlich anmutenden Namen kam, könnt ihr HIER nachlesen.

Die Speise- und Outfitfotos stammen dann schon wieder aus unserem Hotel (wobei einige der Speisenfotos noch vom vorangegangenen Tag stammen 😉)...

 
8. Juli - Heimreise über St. Pölten:
Nach unserem letzten Frühstück im Gasthof zur Wachau und dem Kauf von 2 kg Marillen bei einem der zahlreichen Läden am Straßenrand beschlossen wir, noch einem weiteren Ort, der in der NÖ-Card beworben wird, einen Besuch abzustatten: der Fireland Foods - Chili Erlebniswelt in der Niederösterreichischen Hauptstadt St. Pölten. Denn mein "scharfer Edi" liebt feuriges Essen, also ist ein Ort wie dieser hochinteressant für ihn. 

Zuerst besichtigten wir die Anzuchthäuser (wo auch das Pflücken von Chilis erlaubt war) und erfuhren durch ein Video Interessantes und Sympathisches über die Geschichte von Fireland Foods, dann holten wir uns bei einem Gewürzquizz die volle Punktezahl und somit 10 % Rabatt für allfällige Einkäufe,  dann verkosteten wir zahlreiche der regional erzeugten Saucen von mild bis extrascharf... und dann stockten wir unsere Vorräte auf. Ich denke, für die nächsten paar Jahre brauchen wir uns nun nicht mehr um den Neuankauf scharfer Saucen zu kümmern 😉.

 

Epilog:
Ihr Lieben, in einem Buch, das ich auch in der Wachau mit dabei hatte, las ich neulich diesen Satz:

Ich sehne mich nicht nach meiner Kindheit, aber ich sehne mich nach der Freude, die ich früher an kleinen Dingen fand, selbst wenn weit wichtigere Dinge im Argen lagen.
Neil Gaiman, Auszug aus dem Roman Der Ozean am Ende der Straße

Als ich diese Aussage las, fiel mir auf, dass ich genau das kann: Ich empfinde diese kindliche Freude. Einfach so. Ich bin üblicherweise in der Lage, die Dinge in der Welt, die definitiv im Argen liegen, so weit auszublenden, dass sie mich nicht daran hindern, mein Leben mit Freuden zu genießen. (Meine Eltern, deren Jugend immerhin während des Zweiten Weltkrieges stattfand, konnten das auch.) 

Je älter ich werde, desto besser gelingt es mir. Und ich bin sehr, sehr dankbar für dieses Glück. Es ist nicht so, dass ich blind wäre für Not, Krieg, Umweltzerstörung etc. Ich weiß, dass schlimme Dinge passieren, und ihr wisst, dass ich es weiß. Und sofern ich mich in der Lage sehe, einen Beitrag zu leisten, den ich für sinnvoll halte, tue ich das. 

Diese Bilder habe ich mithilfe der KI erstellt. (Habt ihr bemerkt, dass die Frau links unten offenbar 6 Finger hat? 😁 Aber viel auffälliger und wichtiger ist ihr herzliches Lachen!)

Aber mein Leben ist dennoch voll mit freudigen Momenten, kleineren und größeren, und manchmal erfreuen mich Dinge, die anderen Menschen nicht einmal auffallen. Ich glaube, diese Art von kindlichem Glücksempfinden ist verwandt mit dem Draufblasen auf Pusteblumen und passt somit prima zu sommerlicher Leichtigkeit. Deshalb habe ich euch davon erzählt.

💚💚 Nun wünsche ich euch noch, dass es auch in eurem Leben viele luftig leichte Pusteblumenmomente gibt - selbst dann, wenn vielleicht gerade vieles nicht so passt. Genau dann benötigen wir solche Momente nämlich umso mehr. 💚💚

Diese Bilder habe ich mithilfe der KI erstellt.

 

 💚💚  Herzlichst 💚💚
 eure   T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: 

Mittwoch, 3. Juli 2024

Weltreise 2024 - Neuseeland - von Nord nach Süd

>>HIER<< kommt ihr zum gesammelten Reisebericht  "Weltreise 2024".
   
Kia Ora, ihr Lieben!

🌏🌎🌍 🇳🇿 🌍🌎🌏

 

Ich hoffe, ihr seid alle gut im Juli angekommen! Ich befinde mich nach wie vor im "Seltener-Blog-Modus"... *)

*) Kann sein, dass sich daran den ganzen Sommer hindurch nichts ändert, weil wir viel unterwegs sind. Aber ich werde mich bemühen, euch weiterhin von unserer Reise (und zwischendurch auch von unserem "Alltagsleben" in Österreich) zu erzählen und eure Blogs zu besuchen!

Vielen Dank fürs virtuelle Mitreisen bei meiner vorigen Weltreise-Etappe, bei der ich euch u.a. zu einem spannenden Maori-Abend und zu verschiedenen sehenswerten Gewässern mitgenommen habe, und für eure lieben Kommentare dazu. Es freut mich, dass euch Neuseeland ebenso gut gefällt wie Herrn Rostrose und mir 😊. 

Ihr erinnert euch - zuletzt befanden wir uns beim schönen Lake Taupo, der sich ziemlich genau in der Mitte der Nordinsel befindet. Weil der Sonnenuntergang, den wir dort erlebten, so traumhaft war, bekommt ihr ihn heute noch einmal zu sehen 😉😎: 

[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-, 
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]
 
10.3.: Vom Lake Taupo nach Wellington:
Die Fotos oben rechts entstanden schon bei unserer Weiterreise. An sich hätte es in dieser Gegend noch einiges Interessantes zu unternehmen gegeben - vor allem südlich des Lake Taupo im Tongariro Nationalpark

Ich hatte ursprünglich für dieses Gebiet einige kürzere Wanderungen ins Auge gefasst. Doch die bisherigen Erfahrungen hatten gezeigt, dass wir aufgrund von schlechten Straßenverhältnissen, Baustellen und Umleitungen stets länger als gedacht von A nach B brauchten. Für die Route nach Wellington waren ohnehin schon 4,5 Stunden reine Fahrzeit veranschlagt, also beschlossen wir, ohne Zwischendurch-Wanderung nach Wellington zu fahren und uns eventuell dann noch die Hauptstadt genauer anzusehen.

Ein Blick auf die Vulkane 🗻...
... die den Tongariro Nationalpark prägen, musste aber natürlich trotzdem sein. Die Straße, auf der wir fuhren, war der berühmte State Highway 1 - die längste und wichtigste Straße Neuseelands, die in Nord-Süd-Richtung über beide Hauptinseln verläuft. In dieser Region führt der Highway durch eine unfruchtbare, wüstenähnliche Gegend namens Rangipo Desert und trägt daher den Namen "Desert Road".
 
Und von dieser Wüstenstraße aus hat man eine wunderbare Aussicht (siehe Panoramafoto unten) auf die aktiven Vulkane Ruapehu (links, mit Schnee bedeckt bzw. vergletschert), Ngauruhoe (der Kegel rechts von der Mitte) und Tongariro (das etwas flachere Massiv ganz rechts, das aus mehreren aktiven Kratern besteht). *)
 
*) Geologisch gesehen gehört der Ngauruhoe eigentlich zum Tongariro-Komplex - er wird aber häufig als eigenständiger Vulkan bezeichnet.

Weiß jemand von den Vogelexperten, welcher Vogel da über uns kreiste? Eventuell ein Maorifalke? (Nachtrag: Vogelkenner David ist sich ziemlich sicher, dass es sich um eine Sumpfweihe / swamp harrier - Circus approximans - handelt. Danke David, das wird wohl genau so sein, wie du sagst!)

Kaffeepause ☕ in Bulls 😀🐮:
Ebenfalls am State Highway 1 liegt die kleine Ortschaft Bulls, die aus ihrem Namen alles herausholt, was nur geht. Die Stadt ist nach dem Gründer des Ortes James Bull benannt, dem der erste Gemischtwarenladen der Stadt gehörte. Überall gibt es hier witzige Wortspiele auf Schildern zu entdecken - die Polizeistation heißt z.B. Consta-Bull, die Bücherei Read-a-Bull, hinter Cure-a-bull findet sich das Ärztezentrum, hinter Forgive-a-bull die Anglikanische Kirche und wer zur Toilette muss, folgt einfach den Relieve-a-Bull-Schildern 😂. Unseren Kaffee tranken wir in einer sehr ansprechenden Café-Bar namens La Bull, in der es schick verzierte Bullenschädel sowie unzählige Rindviecher auf Bildern und als Statuetten zu sehen gibt.
 
An der Wand gab's einen Spruch zu lesen, der eine Variante meines Lieblingsspruches oder Lebensmottos ist. Hier zunächst der Spruch, wie er im La Bull geschrieben steht:
Live isn't about dawdling to the grave, arriving savely in an attractive, wrinkle free body,
but rather an adventure that ends skidding in sideways, champagne in one hand,
strawberries in the other, totally worn out, screaming "yeehaaa, what a ride!"
Anonymous

Mit ein bisschen Recherche war leicht festzustellen, dass das Zitat im ursprünglichen Wortlaut nicht von Anonym stammt, sondern von Hunter S. Thompson, aus The Proud Highway: Saga of a Desperate Southern Gentleman, 1955-1967 (KLICK):

Life is not a journey to the grave with the intention of arriving safely in a well preserved body, but rather to skid in broadside, thoroughly used up, totally worn out, and loudly proclaiming, “Wow what a ride!”

Das Leben ist keine Reise zum Grab mit der Absicht, sicher in einem gut erhaltenen Körper anzukommen, sondern vielmehr eine Reise, bei der man quer über das Grab schlittert, völlig verbraucht, total erschöpft und lauthals ausruft: „Wow, was für ein Ritt!“

Aber letztendlich geht's um die Aussage, und die ist durchaus in meinem Sinne 😊👍 

Diese Bilder habe ich mithilfe der KI erstellt.

Diesmal war die Fahrt ohne größere Baustellen oder sonstige Zwischenfälle verlaufen. Wir checkten um etwa 15 Uhr im Hotel ein und hatten genügend Zeit, um zumindest einen Teil von Neuseelands Hauptstadt per pedes zu erkunden. Wobei es hier von Vorteil ist, gut zu Fuß zu sein, denn Wellington ist ziemlich hügelig - es erinnerte uns an San Francisco, auch was die Architektur betrifft:
 

Falls ihr euch fragt, welchen Rock ich in der oberen Collage trage: Es ist in Wirklichkeit gar kein Rock, sondern ein Schlauchschal - aber das Ding ist vielseitig verwendbar 😉. 

Wegen des herrlichen Sonnenscheins 🌞 war diese Parkanlage unser hauptsächliches Ziel. Wir hatten auch Pläne für weniger schönes Wetter gemacht, immerhin trägt die Hauptstadt den Beinamen "Windy Welly", aber diese Indoor-Möglichkeiten waren dann nicht notwendig.*) 
 
*) Das Te Papa Museum sowie das Wellington Museum waren uns von meiner Neuseeländischen Blogfreundin Marja empfohlen worden, außerdem können Herr-der-Ringe-Fans z.B. die Weta Caves besuchen.  
 

Der Botanische Garten ist frei zugänglich und (theoretisch) mit dem Wellington Cable Car erreichbar. Von unserem Hotel war es aber praktischer, zu Fuß zum Park zu gehen und die Standseilbahn (inklusive Blick über Stadt und Meer) vom Hügel aus zu fotografieren. 

Im Park steht auch das historische Dominion Observatorium, das im Jahr 1907 im edwardianischen Barockstil erbaut wurde. Nachdem es  ab 1993 leer stand, wurde es 2003 von der Denkmalschutzbehörde renoviert, um es von Privatunternehmen nutzen zu lassen.

Hunger und Durst trieben uns wieder in die Nähe unseres Hotels zurück. Wie ihr wisst, probiere ich mich gerne durch Biere aus aller Welt, und Wellington hat einen gewissen Ruf in Sachen Craft Beer - da kam es sehr gelegen, dass das Garage Project Taproom auf unserem Weg lag. 

Der Ort ist ein Mekka für Bierliebhaber, aber für Edi gab's auch Wein. Dazu gibt es gut zubereitete Barsnacks von lokalen Produzenten. Das Angebot aus den 18 Zapfhähnen wechselt täglich und stammt aus der Brauerei direkt gegenüber. Ich war neugierig auf das Bier mit dem (nach "Heimat" klingenden 😉) Namen "Oh, Vienna" und bekam vom netten Kellner eine Kostprobe, aber um ehrlich zu sein, schmeckt mir das "echte" Wiener Bier besser. Letztendlich entschied ich mich für ein Bier mit dem äußerst originellen, aber durchaus bezeichnenden Namen "Beer" 😁🍺😎

 
11.3.: Von Wellington nach Nelson 🚢:
Um von der Nord- zur Südinsel zu kommen, gibt es zwei große Fährverbindungen - nämlich die Anbieter Bluebridge und Interislander. Unser Reiseveranstalter hatte bei Bluebridge gebucht. 
 
Nach allem, was wir herausfinden konnten, dürfte dieser Fähranbieter etwas billiger sein. Wir waren auf jeden Fall zufrieden mit dem Service und der nicht allzu frühen Abfahrtszeit - ich glaube, es war 13:30 Uhr. (HIER könnt ihr einen Interislander-Erfahrungsbericht lesen.)

Weniger praktisch war die Entfernung der Rückgabestelle des Mietwagens bis zum Bluebridge Terminal.

In Wellington hieß es nämlich Abschied nehmen von unserem "Monster-Car", dabei hatten wir uns mittlerweile sehr gut an den Ford Ranger gewöhnt. Die ursprünglichen Informationen hatten zwar anders gelautet, doch vom Vermieter Europcar aus war es nicht möglich, den Wagen während der gesamten Reise zu behalten. Bei anderen Autovermietungen dürfte das jedoch durchaus möglich sein. Nunja, die Sache hatte auch Vorteile: Wir ersparten uns dadurch immerhin die Kosten für den Fährtransport eines Autos. 

Die Damen von der Autovermietung waren sich nicht einig, ob man 20 oder 30 Minuten zu Fuß zur Bluebridge-Anlegestelle benötigt, letztendlich brauchten wir mit all unserem Gepäck und der Umrundung einer Baustelle fast 40 Minuten. 

Alternativ dazu hätten wir uns ein Taxi rufen müssen, denn es gibt keinen Shuttle-Dienst! Das war aus den (leider wirklich unübersichtlichen) Reiseunterlagen von FTI nicht hervorgegangen. Glücklicherweise hatten wir Zeit genug eingeplant, also bestand keine Gefahr, die Fähre zu versäumen.


Nach unserer Ankunft an der Waterfront und dem Einchecken unseres Gepäcks gönnten wir uns zunächst eine Verschnaufpause (bzw. einen ein Iced Latte für mich und einen Cappuccino für Edi) in einem der Hafenrestaurants. Danach sahen wir uns ein wenig an der Uferpromenade um, die neben Neubauten auch einige sehenswerte historische Gebäude bietet. Oben seht ihr ein beeindruckendes Gedenkwandgemälde am Wasser, das das Leben und Werk der geschätzten Maori-Aktivistin June Jackson ehrt (eigentlich: Whaea June Te Raumange Jackson). Das Mural wurde vom Künstler Graham (Graeme) Hoete (Mr G) geschaffen und im Winter 2023 enthüllt. (Mehr darüber HIER.)

Der in der Nähe des Hafens gelegene Bahnhof  Wellington von 1933 ist auch recht sehenswert:

Bei dem historischen gelben Gebäude (unten) handelt es sich um den Old Ferry Terminal. Rechts seht ihr die Bluebridge Fähre. Einige attraktive Classic Cars gingen mit an Bord:

Wir Rostrosen lieben es, mit dem Schiff zu fahren. Bei der Reise von der Nord- zur Südinsel Neuseelands kommt der Genuss einer traumhaften Landschaft noch hinzu!
 
https://freedomdestinations.co.uk/wp-content/uploads/Interislander-Ferry-Map.png
Überfahrt von der Nord- zur Südinsel Neuseelands - Karte von HIER

Etwa zwei Stunden lang benötigt die Fähre, um aus der Bucht bei Wellington rauszukommen und die Cookstrait (Cook Straße) zu überqueren. Das ist der weniger aufregende Teil der Fahrt, den wir teilweise nützten, um an Bord etwas zu essen. 

(Ei, wie praktisch - dieser Reisetag war ein Montag, und ihr erinnert euch vielleicht, dass wir in Whangarei das Problem hatten, dass sämtliche Restaurants am Montag Ruhetag hatten. Eine Woche später würden wir noch einen neuseeländischen Montag mit teilweise geschlossenen Restaurants erleben - das ersparten wir uns am 11. März und genossen feine Chicken-Tacos an Bord 😋.)

Aber auch die Cook-Straße hat durchaus schöne Anblicke zu bieten. Mit etwas Glück kann man hier sogar Delfine 🐬🐬🐬 sehen - und wir hatten dieses Glück 😊🍀:

Ich glaube, Edi war der erste am Außendeck, der die Delfine entdeckte. Leider ging alles so schnell, dass ich keine Gelegenheit bekam, mit der "richtigen" Kamera ordentlich zu zoomen, aber die Freude war dennoch riesig!

Die letzte Stunde der Fahrt - in den Marlborough Sounds - war dann total idyllisch. Was für eine wundervolle Fjordlandschaft! Und wir hatten glücklicherweise auch gutes Foto-Wetter 😎🌞 (zwar relativ kühl, aber sonnig und teilweise mit hübschen Wolkenspielen).

Frisurtechnisch war ich ziemlich vom Winde verweht, aber ich fühlte mich rundum glücklich. Obwohl: Wir waren uns nicht ganz sicher, ob uns der Hinweis auf dem Schild, dass die Crew schläft, beruhigen sollte... 😉
 
Ankunft in Picton:
Bis das Auschecken und die Übergabe des "handlichen" blauen Leihwagens (siehe unten) erledigt waren, war es schon 18 Uhr. Und dann stellte ich fest, dass mein Rucksack fehlte
 
Tja, den hatte ich nämlich diesmal mit dem anderen Gepäck eingecheckt, um ihn bei unserem Hafenspaziergang in Wellington nicht herumschleppen zu müssen... aber bei der Gepäckabholung darauf vergessen und einfach nur wie üblich meine Reisetasche geschnappt 🎒🙈
 
Also mussten wir nochmal zurück zum Terminal. Ich fühlte mich ziemlich bange - in dem Rucksack waren nämlich einige wichtige Dinge verstaut... Aber zum Glück ging alles gut, der Rucksack war noch da und wurde mir anstandslos von einer sehr freundlichen und mitfühlenden Terminal-Angestellten übergeben! Uff!
 
Für einen längeren Blick auf Picton (das ein sehr hübsches Städtchen sein soll) oder die umliegende Landschaft fehlten uns nach meinem Missgeschick dann irgendwie die Nerven und die Zeit. Wir fuhren mehr oder weniger direkt zu unserem nächsten Ziel.
 
Weiterfahrt nach Nelson: 
In meiner "Liste der Möglichkeiten" stand, dass man die Route über den Queen-Charlotte-Drive nehmen (und dort unbedingt am Cullen Point einen Fotostop einlegen) sollte. Es dämmerte jedoch bereits, also verschoben wir das auf den 13. März (da uns dieser Tag noch einmal über dieselbe Strecke bis nach Kaikoura führen würde) und nahmen den kürzeren Weg.


Unser Hotel für die nächsten zwei Nächte war The Beachcomber. Bis wir in unserem Zimmer ankamen, war es 20:30 Uhr - und wir waren froh, einfach nur noch vom Bett aus fernzusehen 😊
 

Hier kommt nun ein kleiner Einschub zum Thema Bevölkerungsdichte. Diese unterscheidet sich nämlich von der Nord- zur Südinsel ganz gewaltig:
 
Auf Neuseelands Nordinsel leben (lt. letzter Volkszählung) 3.328.700 Menschen. Das sind 29 Einwohner pro km².

Auf der Südinsel leben hingegen nur 1.038.300 Menschen. Das sind 6,9 Einwohner pro km²!

Zum Vergleich: In Österreich sind es 109, in der Schweiz 214, in Deutschland 237 ... und in 
New York City 11.153 Einwohner pro km² 😮 



Auf meiner "Liste der Möglichkeiten" standen sehr viele Dinge, die man in und um Nelson unternehmen kann. Z.B. gibt es hier das WOW-Museum (World of Wearable Art) mit angeschlossenem Automuseum. (Möglicherweise waren die Classic Cars vom Terminal in Wellington dorthin unterwegs gewesen.) Man kann einen Centre of New Zealand Walk in Nelson unternehmen oder Founders Historical Park and Brewery besuchen. 

Außerdem befindet sich ganz in der Nähe der Abel Tasman Nationalpark mit vielen verschiedenen Ausflugsmöglichkeiten. Aber bei einer Reise wie der unseren muss man ständig Entscheidungen treffen. Da die meisten Strände im Abel Tasman NP nur per Kajak oder Wassertaxi erreichbar sind, entschieden wir uns letztendlich dagegen - und stattdessen für folgenden Mix: 

12.3. Kleiner Streifzug durch Nelson:
Nelson gilt als sonnigste Stadt Neuseelands. Leider präsentierte sie sich zu Beginn noch als ziemlich wolkenverhangen, aber das wurde im Lauf des Tages besser. Wir parkten im Zentrum und spazierten ein wenig herum. Zum Beispiel zur im Art-déco-Stil erbauten anglikanischen Christ Church Cathedral, die sich auf einem Hügel (Pikimai Hill) befindet und auf den eine große Freitreppe hinaufführt. Die Kirche ist von einem beachtlichen Park umgeben.

Vom Pikimai Hill hat man einen schönen Blick auf die Trafalgar Street, eine der quirligsten Straßen Nelsons (jedenfalls Nachmittags und Abends, aber nicht zu der Zeit, als ich fotografierte 😉). Wie man hier sieht, besitzt die Stadt noch viele sehenswerte, aus Holz erbaute Häuser aus der Kolonialzeit. Und einen Women's Club gibt es hier auch 😊 (laut Inschrift seit 1926).

Die moderneren Häuser Nelsons schmücken sich teilweise mit Murals (siehe obere Collage das grüne Wandbild und untere Collage). Allerdings ist das mittlere Bild in der unteren Collage kein richtiges Mural. Es handelt sich um den Teil einer Ausstellung - den Nelson City Center Artwalk 2024 - und das Bild selbst ist ein Selbstportrait des 1986 verstorbenen neuseeländischen Künstlers Leo Bensemann.

Wanderung Hacket Hut Track / Whispering Falls Track:
Wanderwege werden in Neuseeland gern als "tracks" bezeichnet und wandern als "tramping".  Und genau das hatten wir als nächstes vor: tramping auf einem track 🌳🥾🚶🏽‍♀️🚶🏻🥾🌲.

Also fuhren wir entlang der Küstenstraße und später mal wieder über eine kurvige Bergstraße in Richtung Mount Richmond Forest Park
 
Dieser ist laut Routenplaner nur etwa 15 Minuten von Nelson entfernt. Allerdings hatten wir dann Schwierigkeiten, den Parkplatz zu finden, von dem die Wanderwege wegführen. Wir bogen in eine falsche Seitenfahrbahn - und gerieten bei einem Pferdehof an eine deutschsprachige Frau, die uns den richtigen Weg wies 😊.

Der Mount Richmond Forest Park kam uns merkwürdig vertraut vor: Manchmal hatten wir hier nämlich den Eindruck, auf einem Wanderweg in Niederösterreich, der Steiermark oder sonstwo in unserer Heimat unterwegs zu sein. Aber zwischendurch kamen wir dann glücklicherweise doch immer wieder an Pflanzen vorbei, die in Österreichs Wäldern nicht wachsen 😉.


Sowohl der Hacket Hut Track als auch der Whispering Falls Track gingen vom selben Pakplatz aus los. Es gab dort jedoch ein Schild, dass der Whispering Falls Track gesperrt sei. Der Wegweiser zeigte uns für beide Tracks denselben Pfad an. Wir beschlossen, einfach mal loszugehen und zu sehen, wie weit wir kommen. 

Irgendwann teilten sich die beiden Wege, aber da stand nichts mehr von einer Sperre beim Whispering Falls Track, der uns mehr interessierte. Also gingen wir dort weiter. Der Weg ist wunderschön, entlang eines Flussbettes. Irgendwann kam dann das Schild, das ihr unten seht: Eine Warnung vor Erdrutschen, aber ohne den Hinweis auf eine Sperre, stattdessen mit der interessanten Aufforderung "Keep moving". Also bewegten wir uns weiter, und nach einiger Zeit kam dann das Schild "End of the landslide zone". Sehr gefährlich hatte diese Zone für uns nicht ausgesehen, jedenfalls sind mir Strecken wie diese bei heimatlichen Wanderungen auch schon untergekommen.

Irgendwann war der Track dann zu Ende - soll heißen, er mündete in den Fluss. Mittlerweile weiß ich, dass andere Wanderer im Internet dazu rieten, den Fluss auch ohne Brücke zu überqueren und weitere "Closed"-Schilder zu ignorieren. Wir hingegen kannten diese Einträge noch nicht, hatten keine Lust auf nasse Füße, befanden, dass wir genug gewandert waren und drehten deshalb um. Dieser durchaus hübsche Anblick entging uns daher, aber wer weiß, wofür es gut war. Bei der letzten wilden Überquerung eines Gewässers (im Juni 2021 in Feistritz) holte sich Edi eine Prellung am Steißbein. (Weitere Whispering-Falls-Fotos HIER.)

Abendessen im Smugglers:
HIER (englisch) und HIER (deutsch) könnt ihr mehr  über die interessante Hintergrundgeschichte dieses Pubs lesen. Wir haben hier sehr gut gegessen und getrunken - und solltet ihr mal an einem Montag nach Nelson kommen: Kein Problem, das Smugglers wirbt damit, an 7 Tagen der Woche geöffnet zu haben 😉.


Geburtstagsgrüße in die Ferne:
Der 12. März war übrigens der 31. Geburtstag meiner Tochter Jana 🎂. Da wollten wir unbedingt mit ihr ein Videotelefonat führen, wobei wir natürlich auf die Zeitverschiebung achten mussten. Das gelang uns und war ziemlich aufregend - immerhin war's eine Verbindung ans andere Ende der Welt. (Manche Menschen, die Freunde oder Verwandte in Übersee haben, sind das wahrscheinlich gewöhnt, für uns war es eine Neuheit. Und wir finden es toll, dass diese Möglichkeit existiert.) Auch unser süßer Enkelsohn Jamie kam ans Telefon und schickte uns Bussis 😍😊🥰. (Oma war hin und weg 😉😊!)
 
Und auch an euch schicke ich nun liebste Grüßchen und Küsschen, wo auch immer in der Welt ihr euch gerade befindet. Ich hoffe, unsere neuseeländische Reise von Nord nach Süd hat euch gefallen! Was wir auf der Südinsel erlebt haben, erzähle ich euch beim nächsten Mal - wobei mein kommender Post vermutlich einen Rückblick auf den Juni bieten wird...

 

🌏🌎🌍 🇳🇿 🌍🌎🌏

Fotos: Herr und Frau Rostrose - sofern nicht anders angegeben

 Alles Liebe - Ka kite anō -
 eure   T  r  a  u  d  e