Sonntag, 30. Juni 2019

Freud und Leid...


... liegen manchmal sehr nah beisammen... 



Ihr Lieben,

zuweilen fällt es schwer, einen Anfang zu finden. Als ich gerade mit dem Basteln meiner Collagen 
für mein Juni-Fortsetzungs-Posting fertig geworden war und damit beginnen wollte, einen weiteren 
launigen Beitrag über unsere schöne Zeit zu schreiben, erreichte mich die traurige Nachricht, dass 
mein Cousin Ulrich bei einem Autounfall im 47. Lebensjahr tödlich verunglückt ist. 


Die Natur und der Garten besitzen eine tröstliche Kraft. Deshalb heute vor allem Bilder aus unserem Garten. 
Manches davon ist schon verblüht, manches startet jetzt gerade durch.

 
Diejenigen unter
 euch, die mit mir auf Facebook verbunden sind, haben dort die Parte vielleicht schon gesehen. Vor
 einem Monat erst haben wir alle zusammen ein wunderschönes Familienfest in Salzburg gefeiert...
 und wir haben uns von Ulrich mit "bis zum nächsten Mal" verabschiedet... Nun wurden wir zu einer
Verabschiedung "für immer" eingeladen...


 


Ulrich war der älteste Sohn meiner "Tante" Sigrun und ich war seine "Cousine zweiten Grades", 
keine nahe Anverwandte also. Ich habe Uli als Kleinkind gekannt - damals war ich selbst noch 
ein Teenager - und als ich ihn das nächste Mal bewusst sah, war er ein sportlicher junger Mann um
die vierzig.

Das war die Zeit, als ich mit diesem Zweig der Familie dank Sigrun wieder in näheren Kontakt kam.
Ich traf ihn seitdem bei einigen Familienzusammenkünften und -feiern; er war ein Teil meiner großen
Familie, ich mochte Ulrich und seine ruhige Art und ich bin traurig über seinen viel zu frühen Tod.


Der Rosenbogen mit der stachellosen Lykkefund...


Er wird fehlen. 
Mir - und natürlich ganz besonders seinen nächsten Angehörigen. Ihnen gebührt das Beileid, nicht 
mir, auch wenn ich allen 
Danke 💗
sage, die Beileidswünsche auf meiner Facebookseite hinterlassen haben. Sie werden dort auch von 
den nahen Angehörigen gelesen.


Die violette Zottelwicke ist Gründüngung und hübsche Bienenweide zugleich. Außerdem seht ihr in dieser Collage Salbei,
 unsere Kartoffel- und Topinamburpflanzen im Hochbeet und kleine grüne Äpfel. Es sieht momentan nach einer guten Ernte
 aus.


Ich habe das eine oder andere Mal erwähnt, dass mein Blog wie eine "Sonnenuhr" ist und ich 
daher vor allem die schönen Stunden mit euch teilen möchte. Und ich mag auch heute nach 
Möglichkeit keiner trübe Stimmung verbreiten. Wenn allerdings ein Schatten wie dieser auf 
die persönliche Sonnenuhr fällt, will und kann ich nicht so unbekümmert wie sonst drauflos
bloggen mit meinen "Traude-hüpft-in-ihren-Outfits-herum"-Collagen. Und so wird es
 heute keine lustigen Traude-Fotos zu sehen geben.


Im Lavendel wird unermüdlich Nektar gesammelt.



Ein Blick in die Natur und in den Garten jedoch besitzt heilsame und ablenkende Wirkung. 
Deshalb zeige ich euch heute die Aufnahmen, die im letzten Monat in unserem Garten entstanden
sind - von Pflanzen und Tieren - und erzähle euch ein bisserl was darüber.

Ich zeige euch z.B. Bilder der rosanen und weißen Pfingstrosen, die
pünktlich zu Pfingsten herrliche Blüten boten, aber inzwischen wieder verblüht sind, süße
Katzenfotos und Fotos "unserer" Gartenkröte, Aufnahmen der weißen Rosenpracht an unserem
Torbogen, die sehr beliebt bei Bienen, Hummeln, Rosenkäfern und anderen Insekten war, aber
leider auch schon vergangen ist, Fotos vom Lavendel, in dem es immer noch Tag für Tag wunderbar
summt und brummt - kurz Bilder, die der Seele gut tun.






Oben seht ihr u.a. Kater Maxwell im Apfelbaum, einen bepflanzten Laufschuh, Goldglänzende
Rosenkäfer und andere Insekten. Erinnert ihr euch noch, als ich euch neulich fragte, ob jemand
den Namen der rotschwarzen Käfer kennt, die ich auf diesem Foto bei der Paarung "erwischt"
habe? Oben seht ihr dieses Insekt abermals, und mittlerweile konnte ich herausfinden, dass es sich
dabei um die Rote Mordwanze handelt. Den Namen erhielt das Tier, weil es sich räuberisch von
verschiedenen anderen Insekten ernährt. Es handelt sich dabei offenbar um einen "Klimawandel-
Einwanderer", denn ursprünglich ist das Insekt in wärmeren Regionen heimisch.






 Oben und unten ein paar weitere Szenen aus unserem größten Lavendelbusch, der direkt an der
Terrasse wächst und in dem ich täglich das summende, brummende, flatternde Leben beobachte
- zahlreiche Schmetterlinge tummeln sich darin, außerdem Bienen, Hummeln, Taubenschwänzchen,
Wollschweber und andere Schwebfliegen, ... - und es herrscht ein sehr, sehr reger Betrieb darin,
der mir in Zeiten, in denen so viel vom Insektensterben die Rede ist, ganz besonders große
Freude bereitet.

Ich habe versucht, das fotografisch festzuhalten, aber aufgrund des Getümmels ist es
natürlich schwierig. In einem der Fotos oben habe ich drei Bienen und eine Hummel eingeringelt,
um sie besser erkennbar zu machen. Unten seht ihr z.B. einen Zitronenfalter und eine Honigbiene
gleichzeitig an einer Blütenrispe. Eine Spinne hatte eine Zeitlang auch ihr Netz im Lavendel
aufgespannt, wie ich mit einer gewissen Beunruhigung feststellen musste. Eine Hummel steuerte
darauf zu und drehte dann wieder ab. Mittlerweile ist das Netz wieder weg (ohne dass ich etwas
dazu beitragen musste - ich mag mich nicht soo sehr in die Natur einmischen. Aber wenn sich
eins meiner Lieblingsinsekten darin verfangen hätte, wäre ich wohl aktiv geworden)...


Ein Anblick, den ich so sehr liebe - und ich liebe auch das laute Gesumm in den Lavendelstöcken...


Wenn es nicht allzu heiß ist - also eher vormittags oder abends - genießen auch unsere
Katzen den Garten. In der folgenden Collage seht ihr Maxwell, wie er sich wohlig wälzt.
Und in der Collage darunter ...






... habe ich einen der "Schaukämpfe" von Nina mit Herrn Rostrose
bildlich festgehalten. Das Ganze wirkt zuweilen ein bisschen heftig, denn Nina kreischt und
quengelt dabei, als würde sie gequält werden - dabei ist das ein Spiel, das sie seit Jahren (fast)
ausschließlich mit Edi spielt. Sie wirft sich dabei vor ihm auf den Boden und fängt schon
zu kreischen an, bevor er sie berüht hat - das ist quasi die Aufforderung zum "Kampf".





Wenn es zu heiß ist, ziehen sich die beiden lieber in den Schatten zurück, ob nun unter Büschen
oder auf der Terrasse - oder sie liegen gleich wie die schlappen Fliegen im Haus herum.
Manchmal sogar direkt nebeneinander - das muss ich dann stets fotografieren, weil es so selten
vorkommt und so süß aussieht.





Für uns hatte der Garten im Juni schon einiges an Köstlichkeiten zu bieten - üppig Himbeeren,
rote und schwarze Ribisel (Johannisbeeren) und auch wieder die feinen Felsenbirnen, über die ich
euch u.a. hier schon vorgeschwärmt habe, ein paar (wenige) Kirschen, etwas mehr Wald- und andere
Erdbeeren. Mittlerweile ist der erste Ernteschub vorüber, aber eine Zeitlang gab es jeden Tag eine
Schüssel mit Beeren & Co. für Edi und mich. Die Erdbeeren, aus denen wir Marmelade gekocht
haben, waren allerdings gekaufte (von einem heimischen Bauern).






Weitere Ernten stehen auch ins Haus, manche früher, andere später: Gelbe Zucchini, 
Kapuzinerkresse, Oregano und andere Kräuter, Stangenbohnen, Paradeiser, Paprika...

Als ich neulich einen Tomatentopf anhob, erlebte ich einen kleinen Schreck - und die
Erdkröte, die dort saß, weil sie offenbar den Schatten gesucht hatte, verfiel wohl auch in
Schreckstarre, denn sie war tatsächlich noch da, nachdem ich ins Haus gelaufen war und die
Kamera geholt hatte - siehe übernächste Collage! Einen Tag später sah ich eine noch viel
kleinere Erdkröte durch unseren Garten springen - ein Winzling von gerade mal einem halben
oder maximal ganzen Zentimeter... (Davon gibt es leider kein Foto.)





Ihr Lieben, ich danke euch, dass ihr meinen Gartengeschichten zugehört habt. Das hat mir gut
getan und euch hat's hoffentlich auch gefallen... Widmen möchte ich den heutigen Beitrag meinem
Cousin Ulrich.

Gestern hatten wir die Verabschiedung - und trafen dabei viele der lieben Verwandten,
 mit denen wir gerade erst in Salzburg gefeiert haben. Dass unsere nächste Zusammenkunft so bald
schon und aus einem so traurigen Grund stattfinden würde, hatte niemand von uns gedacht. Doch
eine große Familie bietet eben nicht nur gemeinsame Freude, sondern zuweilen auch gemeinsame
Trauer. Auch sonst waren viele Freunde, Berufskollegen und Weggefährten gekommen.

Ich erfuhr bei dieser Abschiedsfeier, dass der Unfall während der kurzen Fahrt zwischen Ulrichs
Wohnort und dem seiner Eltern geschehen war - die Strecke ist gerade mal 14 Kilometer oder eine
Viertelstunde lang und Uli war sie oft und oft gefahren. Die Strasse war feucht von einem kurzen
Regenschauer und es passierte in einer unübersichtlichen Kurve. Ulrich kam ins Schleudern und
wurde von einem entgegenkommenden Fahrzeug erfasst. Die Lenkerin war eine 25jährige Frau -
eine junge Mutter, die ebenfalls noch am Unfallort gestorben ist. Auch ihrer wurde bei Ulis
Trauerfeier gedacht.


Die "Parte" und das letzte Foto, das ich von Uli gemacht habe - beim Familienfest in Salzburg...


Manchmal hängt es von einer winzigen Kleinigkeit ab, ob man lebt oder stirbt. Wäre einer der 
beiden ein paar Sekunden früher oder später losgefahren, wäre vermutlich nichts passiert. 
Hätten sich Ulrich und die junge Frau angegurtet, wäre die Sache vielleicht auch anders
ausgegangen, doch offenbar waren beide Lenker nicht angeschnallt...

Es ist jetzt natürlich müßig, darüber nachzudenken, was wäre wenn...
Doch ich glaube, es ist wichtig, sich bewußt zu machen, dass das Leben, wie man es gelebt hat, 
mit einem einzigen Wimpernschlag vorüber sein kann. Indem es einen selbst trifft oder einen 
geliebten Menschen. Dass es manchmal von Winzigkeiten abhängt... und dass man oft gar nicht 
weiß, wo überall man an einer schlimmen Sache knapp vorübergeschrammt ist, beispielsweise
wenn man nochmal nachhause zurücklaufen musste, weil man etwas vergessen hat. Sowohl mein 
Bruder als auch ich haben gestern darüber gesprochen, dass wir uns bei einer Verzögerung 
denken "Wer weiß, wofür es gut ist..."



Unser Garten während und nach der Blüte der weißen Rose Lykkefund...


In jedem Fall ist diese schlimme, leider wahre Geschichte einmal mehr ein Signal, 
das Leben so intensiv auszukosten, wie es nur möglich ist, es zu genießen mit jedem verfügbaren 
Fitzelchen Lebenslust, das Erfüllen von Träumen nicht auf die allzu lange Bank zu schieben, 
möglichst viel Zeit mit den Menschen zu verbringen, die einem etwas bedeuten und Dinge zu tun,
 die man liebend gerne tun möchte. Man weiß nie, wie lange es geht. Und auch, wenn manche
 daran glauben, gibt es keine Gewissheit, dass es danach in einem neuen Leben, im Paradies
oder bei den Sternen weitergeht. Ich jedenfalls glaube daran, dass wir hier schon das 
Paradies haben - und es oft nur nicht wahrnehmen...


Ihr Lieben, kommt mir gut in den Juli und durch die heiße Zeit!


Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche rostrosige Grüße
von eurer Traude

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,

Mittwoch, 26. Juni 2019

Von Mohnblumen, Holunderblüten, Phil und Nadine + Update

Servus, ihr Lieben!


Wie ich neulich erwähnt habe, geht es in meinem RL ("realen Leben") derzeit recht turbulent zu
und ich komme kaum zum Bloggen: Ein Highlight jagt das nächste - "und die Zeiten dazwischen
sind auch nicht schlecht", schrieb ich in meinem Beitrag über das Geburtstagsfest meiner Tante in
Salzburg. Was der Mai sonst noch zu bieten hatte, schilderte ich euch vorige Woche in meinem
Rückblick-Posting. Nun bin ich blogmäßig endlich im Juni angekommen - und weiter geht die
 tolle Jagd 😊!


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Hollerblüten-Ernte:
Heute möchte ich euch von zwei Tagen Anfang Juni erzählen, die zwar ein recht 
unterschiedliches Programm boten, aber beide auf ihre Weise freudige Ereignisse im Rostrosen-
Leben darstellen. Der erste Tag, den ich mir herausgepickt habe, fing zwar relativ unspektakulär,
aber dennoch gut an: Herr Rostrose und ich sattelten unsere Drahtesel, packten eine Schere, einen 
Stoffbeutel und eine Kamera in meinen Fahrradkorb. So ausgerüstet ging es zu den Holunder-
büschen, die in unserer Umgebung an den Feldrändern und Auwäldern zahlreich wachsen und
blühen. Und wie ihr an den Fotos deutlich erkennen könnt, blühte bei unserem Ausflug auch
der Mohn noch intensiv und bot wundervolle Farbtupfer.




Das war eine dieser klassischen "Mehrere-Fliegen-mit-einer-Klappe"-Aktivitäten, die Edi
und ich lieben: Einerseits (moderate) sportliche Betätigung, andererseits ein schönes Naturerlebnis,
bei dem man auch noch blauen Himmel und leuchtende Mohnblumen genießen und fotografieren
kann, und als Bonus kam noch "Nahrungsbeschaffung" dazu, denn nun war die perfekte
Zeit zum Ernten der Hollerblüten gekommen. 




Aus der Ernte wurden diesmal mehrere Flaschen Holunderblütensirup für uns und fürs 
Tochterkind Jana, und ein einfaches, aber feines Dessert haben wir auch noch gezaubert - eine
abgespeckte Abwandlung des Hollerblüten-Mousse-Rezeptes:

Einige von euch können sich ja vielleicht noch an dieses Rezept erinnern,
das ich vor neun Jahren in meinen Blog eingestellt habe. Es ist bei uns mittlerweile ein
"Frühjahrsklassiker". Allerdings fehlten uns diesmal ein paar Zutaten: Wir hatten weder frische
Eier noch Schlagobers noch Milch im Haus. Aber wir hatten Topfen (Quark), und wir hatten in
unserem Garten eine Schüssel Beeren geerntet (Ribisel = Johannisbeeren, Felsenbirne, Erdbeeren,
Himbeeren), und so improvisierten wir aus dem Rezept ein Dessert, in dem Milch durch Wasser
ersetzt wurde und wir die anderen fehlenden Zutaten einfach wegließen. Man muss sich nur
trauen - die "Holunderblütentopfencreme mit Beerenmix" schmeckte köstlich. Mit Joghurt
funktioniert das Dessert bestimmt auch!





Phil-Collins-Konzert im Wiener Prater-Stadion:
Dann wurde es auch schon Zeit, uns für den Abend vorzubereiten.
Zum Glück hatte sich das Wetter im Osten Österreichs ab Anfang Juni nach all dem Mairegen
und der ungewöhnlichen Kühle auf sommerliche Temperaturen umgestellt - perfekt, da wir an
diesem Tag ein Open Air Konzert besuchen würden... Denn Phil Collins war nach längerer Pause
mal wieder in Wien. Und da wir seine Musik sowohl aus Genesis-Tagen als auch aus der Zeit
seiner Solo-Karriere schätzen, wollten wir da dabei sein.




Bei sommerlichen Freiluftkonzerten ist für mich luftige Kleidung ein Muss. In diesem Fall
wurde es mein dunkelblau mit weinrot-Tönen gemustertes Maxikleid, kombiniert mit meiner
uralten dunkelblau-cremeweißen Bluse zum Knoten. Auf dem Kopf trug ich das Tuch, das ich
in Salzburg im Schloss Hellbrunn als Sonnenschutz erstanden habe, und unter dem Kleid ...
trug ich eine gepolsterte Radler-Unterhose: Damit kann man genauso gut in einer Wiese sitzen
wie mit Jeans  - oder auf den Kunststoffplatten, mit denen der Rasen im Wiener Praterstadion
abgedeckt war...

Wobei sitzen ohnehin nur während der Wartezeit machbar ist, nicht während des Konzerts.
Wenn wir Stehplätze haben, kommen wir immer möglichst früh zum Veranstaltungsort, um so weit
wie möglich vorn zu sein. Aber wir hatten nur "ganz normale" Stehplatzkarten, nicht die teuren
vom goldenen oder gar vom Platin-Sektor. 




Daher waren wir - obwohl wir in unserem Sektor ziemlich weit vorn waren - trotzdem recht
weit weg von der Bühne, wie ihr an den folgenden Handy-Fotos sehen könnt: Wir sahen die Musiker
nur hutzelputzelklein ... oder eben auf den Leinwänden, die links, rechts und oberhalb der Bühne
angebracht waren. Im Flugzeug heißt das dann Holzklasse oder Schweineklasse. Gefallen hat's uns
 trotzdem - die Show und die Stimmung im Stadion waren mitreißend, auch in den hinteren Reihen.

Phil Collins geht seit einer Rücken-Operation am Stock und sein Auftritt erfolgt sitzend, aber
Good Vibrations rüberbringen kann er immer noch - kurz: er ist "Still not Dead yet" ("immer noch
nicht tot", wie er seine Konzerttournee mit einem Augenzwinkern nennt.) Und sein Sohn Nicholas
  ("Nick"), der Papa am Schlagzeug "vertritt", ist mit gerade mal 18 Jahren bereits ein großartiger
Drummer, er tritt talentmäßig eindeutig in seines Vaters Fußstapfen.





Wenn ihr mehr über das Konzert lesen wollt -
hier gibt's einen lesenswerten Beitrag über Phils' "Tanz im Sessel". "Vorgruppe" war übrigens sein
einstiger Kollege Mike Rutherford mit seiner Band Mike & The Mechanics, aber leider gab es
keinen gemeinsamen Auftritt der ehemaligen Genesis-Kollegen.

Bloggertreffen mit Nadine:
Kurz darauf folgte der nächste besondere Tag, über den ich euch heute erzählen will. Manche
von euch - vor allem diejenigen, die sich für Modethemen interessieren - kennen meine Blogfreundin
Nadine ja bereits virtuell, und auch ich folge ihrem Blog schon seit ein paar Jahren. Da wir beide
nicht weit von Wien entfernt leben, wollten wir uns schon seit geraumer Zeit in der großen Stadt
treffen. Allerdings war es nicht so einfach, einen Termin zu finden, da Nadine immer nur einige
wenige Tage im Jahr "en femme" unterwegs ist.




Für alle, die sie und ihren Blog Nadine´s Crossdressing Abenteuer nicht kennen, 
zunächst eine kurze Vorstellung: Nadine lebt den Großteil ihres Lebens als (Hetero-)Mann, besitzt 
aber eine ausgeprägte weibliche Seite und lebt diese seit ein paar Jahren aus, indem sie über ihre 
seltenen Ausflüge in die Öffentlichkeit in ihrem Nadine-Blog berichtet. Und sie tut dies auf höchst
 liebenswerte, sympathische Weise.

Als wir endlich einen Termin für unser Mädelstreffen gefunden hatten, vereinbarten wir auch gleich
unser ungefähres "Programm" für diesen Tag. Und an diese Pläne passte ich dann meine zwei 
Outfits an. Das erste seht ihr hier unten, es war absichtlich eher schlicht und casual gehalten -
für den Abend wollten wir uns dann etwas mehr "aufbrezeln". Der grün-weiß-schwarz gemusterte 
Rock von Des*gual ist übrigens einer jener Röcke, die Nadine an mir besonders gern sieht, daher
fiel meine Wahl auf ihn:




Ein Bestandteil unserer Pläne war, dass ich Nadine schminken wollte - und dass Herr Rostrose
dieses Schminkmanöver bildlich festhalten würde. Ich muss gestehen, dass ich trotz aller Vorfreude
deshalb ziemlich aufgeregt war, denn auch wenn ich mich fast täglich selber schminke und ganz
gut malen kann, habe ich bisher noch nicht sehr viel praktische Erfahrung im Schminken anderer
Menschen gesammelt. Aber ich habe zum einen schon gesehen, wie hübsch Nadine im vorigen
Jahr von der Make-Up Artistin Conny geschminkt wurde (ihr könnt die tollen Bilder HIER
betrachten), und zum anderen hatte ich eine gewisse Vorstellung, wie ich "an ihr Gesicht
rangehen" wollte.

Hier unten seht ihr einen kleinen Teil der Fotos, die beim Schminken von Nadine entstanden
sind. (Für diese "Schmink-Arbeit" hatte ich mir sogar extra ein anderes Top angezogen, um mir nicht
alles zu verschwitzen oder mit Farbe zu verschmieren 😉.) Auch wenn nicht alles so klappte, wie ich
mir das vorgestellt hatte (ich sage nur Wimpern tuschen! 😵 Ein schwiiiiieriges Unterfangen!) hatten
wir einigen Spaß dabei und ich glaube, das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen. Ich fand
Nadine jedenfalls fesch:


"Malen nach Zahlen" 😜 (In Nadines Blog könnt ihr euch sogar eine Großaufnahme vom Ergebnis ansehen!)

Auch Nadine hatte sich für den ersten Teil unseres Treffens für ein legeres Rock-T-Shirt-Outfit
entschieden. Solcherart gerüstet zogen wir los zu unseren ersten Unternehmungen, die uns
unter anderem zur Mariahilfer Straße führten (wo es vor der Des*gual-Fassade noch ein Nadine-
Shooting gab). Danach gönnten wir uns im Gastgarten eines Bistro namens Pierre einen kleinen
Mittags-Imbiss. Und dort stieß dann Chrissie zu uns, eine liebe Freundin von Nadine, die sie via
facebook kennengelernt und mit der sie schon ein paar spannende Shopping- und Lokaltouren
unternommen hat.




Wenn ihr über den ersten Teil unseres Treffens aus der Sicht Nadines lesen wollt, könnt ihr
das HIER tun. Es wird auch noch einen Beitrag in Nadines Blog über den restlichen Nachmittag
und Abend geben, den verlinke ich bei Gelegenheit.

Update: Hier kommt der versprochene Link zu Nadines Fortsetzungs-Beitrag
Early Summer in Vienna - Teil 3 - Bloggertreffen - Ein "Wandertag" mit Kuchen, Blasen und 
peruanischer Küche:
https://nadinecd.blogspot.com/2019/06/early-summer-in-vienna-teil-3.html

Unten seht ihr die versammelte "Mädels-Riege" - Herr Rostrose hat uns drei in einer
versteckten Parkanlage bei der Wienzeile fotografiert. Zu dem Zeitpunkt waren wir bereits für
unsere weiteren Unternehmungen umgezogen:





Chrissie hatte sich für ihr bequemes und luftiges dunkelblaues Jumpsuit entschieden, Nadine für
ihr neues schwarzgrundiges, geblümtes Sommerkleid und dazu die schicke Tasche (weiße O Bag
mit rotem Inlay), die ihr Chrissie zum Geburtstag geschenkt hat, und ich trug meinen Seiden-
Stufenrock, den ich euch HIER schon mal gezeigt habe, zu einem weinroten Oberteil (bestehend
aus Baumwolltop und Seidenbolero) und zu meinem Rosengürtel.

Schuhmäßig hatten wir uns - aufgrund der noch geplanten Wegstrecke - für möglichst bequeme
Exemplare entschieden, aber wie sich später herausstellte, waren die Wedges von Nadine und
Chrissie für die 11,8 Kilometer, die wir insgesamt gingen, leider doch nicht bequem genug...



Zunächst mal waren wir jedoch alle noch gut zu Fuß - und wie ihr unten sehen könnt, gab es sogar 
eine kleine "Tanzeinlage" von Nadine und mir (um unsere Röcke zum Flattern zu bringen 😊).





Wir schlenderten über den Naschmarkt zu einem originellen Kaffeehaus namens Vollpension, das
 ich euch HIER schon einmal vorgestellt habe: Die Idee dieses nostalgisch eingerichteten Lokals ist,
dass es viele ältere Menschen gibt, die in der Großstadt vereinsamen und den Kontakt zu anderen
Generationen verlieren. Deshalb wurde dieses Generationen-verbindende Kaffeehaus als Treffpunkt
für Jung und Alt gegründet; die Mehlspeisen werden hier von "Omas" zubereitet, und einige der
älteren Damen servieren auch.


Große Fotos: Das Lokal von drinnen und Edi beim Kuchen-Auswählen


Wir spürten ein paar Regentropfen, während wir im Gastgarten der Vollpension saßen. Für diesen
schwülen Tag hatte es nämlich im Vorfeld recht deutliche Gewitterwarnungen gegeben. Doch Nadine
und ich hatten, um allfällige Wettergottheiten gnädig zu stimmen, in den Tagen vor unserem Treffen
immer brav aufgegessen - und so schafften wir es tatsächlich, das angekündigte Schlechtwetter
weitestgehend abzuwenden: Die harmlosen Tröpfchen brachten uns nichtmal zur Flucht ins Innere
des Lokals (obwohl dieses sehr sehenswert ist).

Als nächsten Programmpunkt hatten wir uns ein Shooting im Belvedere-Garten
ausgedacht. In diesem Posting habe ich euch das Belvedere und den dazugehörigen Park schon
einmal genauer gezeigt. Unten seht ihr Nadine und mich jeweils beim Posieren mit einer der
weiblichen Sphinxe im Schlosspark... und man erkennt hier deutlich an der Lage unserer
Hände, dass Nadine viel damenhafter ist als ich!




Vom Belvedere-Garten ging's dann (abermals per pedes) zu unserem letzten gemeinsamen Ziel,
einem peruanischen Lokal namens Lima 56, von dem ich Nadine vorgeschwärmt hatte, weil wir
hier schon mal sehr gut mit Freunden gegessen hatten. Leider war der Gastgarten geschlossen,
aber letztendlich schmeckte es uns auch im etwas schmucklosen Inneren des Lokals sehr gut.

Ich hatte wieder - wie schon bei meinem ersten Besuch dort, weil's so köstlich war - "TACÚ TACÚ
CON PATO SALTEADO" = Sautierte Ente mit Tomaten und Zwiebeln. Normalerweise probiere ich
mich in interessanten Lokalen oder fremden Ländern gern durch verschiedenste Speisen durch, doch
in diesem Fall hatte ich richtig Sehnsucht, die geniale Geschmackskomposition abermals auf der
Zunge zu spüren. Nadine, Chrisse und Edi waren hingegen experimentierfreudig - doch auch sie
pickten sich etwas aus der Speisekarte heraus, das ihren Geschmack traf.




Für den Rückweg zu ihrem Refugium spendierte Nadine aufgrund diverser angeschlagener
Füße ein Taxi. Die beiden Mädels feierten später noch ein bisschen weiter (mit bequemeren
Schuhen 😉), während Edi und ich uns wieder in Richtung Rostrosenhausen verfügten.

Es war ein sehr schöner, gemütlicher Nachmittag und Abend mit Nadine und Chrissie, und
Nadine stellte fest, dass Herr Rostrose sich bei diesem "Mädelstreffen" heldenhaft gehalten
hat. Nun, Herr Rostrose ist inzwischen ja schon bei einigen Bloggertreffen dabei gewesen und
hält sich dabei immer tapfer, was einerseits damit zu tun hat, dass ein Mann, der seit vielen
Jahren mit mir verheiratet ist, grundsätzlich Heldenblut in seinen Adern haben muss, und
andererseits damit, dass diese Treffen auch für ihn Spaß und Bereicherung bedeuten:

Es macht das Leben einfach bunt und spannend, es zu feiern und neugierig darauf zu sein, was
es einem bietet. Und wie gesagt, es bietet uns aktuell sehr viele genussvolle Momente. Natürlich
nicht ausschließlich und ständig, aber DAS sind die Momente, die wir in Erinnerung behalten
wollen. Hier unten nochmals ein Blick auf die zwei farbenfrohen, schönen Juni-Tage ...





... und das waren längst noch nicht alle Lichtblicke, die uns dieser Monat zu bieten hatte.
Doch das Weitere erzähle ich euch beim nächsten Mal! Und damit verabschiede ich mich für
heute von euch! Herzlichen Dank für euren Besuch und für die immer wieder mein Herz
erfreuenden Kommentare, die ihr mir hinterlasst!



Fotos: Herr und Frau Rostrose
Alles Liebe von eurer Traude


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
den Linkups von Sunny
  und von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
den Linkups von Nova, der Gartenglück-Linkparty
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB


Freitag, 14. Juni 2019

Schöne Zeiten im Mai 2019 - ein Rückblick

Servus ihr Lieben! 
💧💧💧 🌳 🌸 💦 🌿 🌺 🌿 💦 🌸 🌳 💧💧💧


Obwohl der Mai 2019 hierzulande der wohl verregnetste und kälteste Mai seit Rostrosengedenken
war - ein Mai, in dem in unseren Breiten vor allem in der Obstbau-Landwirtschaft durch Hagel und
Überflutungen große Schäden entstanden sind - hatte er

1) zugleich einige Lichtblicke zu bieten,
2) war der Regen nach dem trockenen April bitter notwendig und
3) gab es ab und zu auch blauen Himmel.

Und weil mein Blog wie eine "Sonnenuhr" ist, die meine schönen Stunden zählt, werde ich
jene Lichtblicke, über die ich euch bisher noch nichts erzählt habe, heute mit euch teilen.


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Kalt! (Aber gut gewärmt):
Apropos "der kälteste Mai" - unten seht ihr ein weiteres Outfit mit der "erschwäppten"
sommerlichen Bluse vom ue-30-Bloggertreffen - aufgrund der Temperaturen hatte ich es da mit
meinem warmen marineblauen Kaschmir-Seide-Pullover, ebenso blauen Jeans und Stiefletten
kombiniert:


Bluse von Maren erschwäppt.


Heiß! (Und toll!)
Gegen Kälte kann man sich zum Glück etwas Warmes ins Leben holen. Nicht nur in Form von
Pullovern - die Rostrosen gingen außerdem in Afrika! Afrika! Wenn ihr auf den Link klickt, 
kommt ihr zu einem Trailer über die Show vom "Kontinent des Staunens". Da wurde uns tatsächlich 
wärmer - zuweilen ums Herz, manchmal entstand Angstschweiß, weil man um das Leben der 
Akrobaten fürchtete... manchmal fühlte man sich erhitzt durch das Tempo und Temperament auf 
der Bühne.
 
Ganz besonders warm (eher heiß 😊😜💦) wurde mir bei einer Übung, die weder
temporeich noch gefährlich wirkt, im Gegenteil: Ein äußerst gut gebauter junger Mann namens
Andreis Jacobs balanciert in hochkonzentrierter Langsamkeit eine Feder auf einer Palmblattrippe,
welche er auf einer Palmblattrippe balanciert ... und immer so weiter, bis ein fragiles, schwebendes
Riesenskelett entsteht. Fast 15 Minuten lang sieht man atemlos dabei zu, freut sich über die
meditativen, ästhetischen Bewegungen des schönen Körpers und bangt, dass die Feder durch
einen winzigen Hauch herabgeweht wird....

In den Weiten des Internets hab ich ein Filmchen über Andreis Jacobs' sogenannte Sanddorn-
Balance aus dem Jahr 2014 gefunden - seht selbst!


Gartenbilder von uns, 6 der 7 Afrika-Bilder von hier: KLICK


Freundlicherweise trug Andreis Jacobs bei uns kein Shirt über seinem Cornetto-Oberkörper 😋😊😎.
 Während der Darbietungen durfte man nicht filmen oder fotografieren, doch als der Artist in der Pause
beim Bühnenaufbau mithalf, hat ihn Herr Rostrose für mich mit dem Handy geknipst ("Schatzi! Schatzi!
Bitte, bitte fotografieren! Hechel!" - siehe unterste Reihe das 3. Bild von rechts).


Seide:


Was ich an diesem Abend trug?
Meinen neuen Rock - den zweiten, den ich mir aus meinem grünen indischen Seidensari habe nähen
lassen - diesmal als Stufenrock. (Den ersten Rock könnt ihr euch HIER nochmal ansehen.) Dazu
mein rotes Bio-BW-Langarmshirt mit Rüschen vom Kaffeeröster, darunter mein grünes Shirt aus Bio-
Seide und die noch recht neuen schwarzen Stiefletten (beides von Waschb*r). Einen Wende-Gürtel 
gab's aus dem Sari-Stoff noch dazu - hier und in der übernächsten Collage seht ihr die eine Seite, 
weiter unten dann die andere.


Zu dem Saristoff passt auch mein grünes Seiden-Inspirationstuch aus Paris.



Eine weitere Kombinationsmöglichkeit des Gürtels bietet sich beispielsweise mit der roten Intarsien-
Tunika von Waschb*r, der Öko-Camouflage-Chino vom Kaffeeröster und dem grünen Shirt vom 2nd-
Hand-Laden. Wenn man zu diesen Kleidungsstücken jedoch die auffällige Kette - erschwäppt beim
ue-30-Bloggertreffen - tragen will, sieht das ohne Gürtel besser aus:


Kette von Tina erschwäppt.

Prater mit Freunden:
Liebe Freunde und Freundinnen von Hosen-Outfits: Heute kommt ihr voll auf eure Rechnung,
denn irgendwie war mir im Mai nicht nur recht oft nach langen Ärmeln zumute, sondern auch nach
wärmeren Beinkleidern. Fans von femininen Teilen sollen jedoch ebenfalls nicht zu kurz kommen -
wie ihr ja wisst, trage ich über Hosen gern mal ein Minikleidchen. Das folgende Des*gual-Kleid
trage ich fast ausschließlich als Tunika, weil es mir anders gar zu mini ist. In einem früheren Posting
habe ich es zu einer hellgrünen Hose und hellgrünem Cardigan kombiniert - KLICK. Hier seht ihr
es nun im Mix mit Dottergelb - Jeans drunter, Top drüber, Knoten rein - und schon wirkt das Kleid
wie verwandelt:


Untere Reihe: Brigitte und ich posieren auf Strohhaufen im Prater.


So gekleidet war ich, als wir uns mit unseren Freunden Brigitte und Peter zu einer ausgedehnten
Praterrunde trafen (mehr als 15 Kilometer): Wir starteten beim Wiener Riesenrad und spazierten
dann über die Prater-Hauptallee bis zum Lusthaus - und wieder zurück.

Dabei erfuhr ich von Brigitte u.a., dass in diese (weltweit einzigartige) Kastanienallee Jahr für Jahr
zahlreiche Touristen extra wegen der Blüte der prächtigen Bäume kommen. Auch wenn die
Hochblüte bei unserem Besuch wohl schon vorüber war, haben wir die Blütezeit noch miterlebt -
und außerdem hatten wir unheimliches Glück mit dem Wetter: Seht ihr die großen Pfützen in den
folgenden beiden Collagen? Sie stammten von den starken Regenfällen der vorangegangenen Tage!


Li. oben: In einer der Wasserlacken spielten Kinder und hatten offensichtlich großen Spaß beim Planschen.


Natürlich waren wir nicht ausschließlich fleißig zu Fuß unterwegs - zwischendurch gönnten
wir uns in einem Gasthaus in der Nähe des Lusthauses einen Eiskaffee. (Ursprünglich wollten
wir im Lusthaus einkehren, aber da war gerade eine Hochzeitsgesellschaft zugange.)

Beim Rückweg nahmen wir einen Waldweg quer durch den Grünen Prater und über die Schienen
der Liliputbahn. Auf diesem Weg kommt man dann direkt ins "Viertel Zwei" - ein modernes,
autofreies Büro- und Wohnviertel im 2. Wiener Gemeindebezirk (Leopoldstadt). Dieses wiederum
grenzt an den Campus WU, den Hauptsitz der Wirtschaftsuniversität Wien.





In dem neu entstandenen Uni-Viertel sprießen auch viele junge Lokale aus dem Betonboden,
und in eines davon - Library Café & Roastery - mit Buntstift-bunten Stühlen, coolen Getränken
 und einer frischen Auswahl kleiner Speisen - kehrten wir ein und trafen uns dort mit Marlene, der
Tochter unserer Freunde.

Durch den den Wurstelprater ging's dann wieder zurück zur U-Bahn Praterstern. Als Brigitte
jedoch erfahren musste, dass ich noch nie in meinem Leben mit dem Mecky-Express gefahren bin,
meinte sie, sie müsse diesem Kindheitstrauma unbedingt etwas entgegensetzen und lud uns
alle zu einer Fahrt mit dieser nostalgischen kleinen Bahn (siehe links unten) 😄 ...




Noch ein Ausflug:
Unten seht ihr abermals das Minikleid vom Prater-Ausflug, diesmal bei einem anderen (viel
kürzeren) Spaziergang mit Herrn Rostrose durch den Auwald und die Gärten in unserer Wohnnähe.
Hier kombinierte ich dazu ein gelbbuntes Top, das früher mal ein schlecht sitzendes Kleidchen
gewesen ist (bevor ich es kurzerhand abschnitt und zum Shirt umfunktionierte). Die Hose ist grau,
stretchig und bequem; sie wird von mir auch gern zum Radeln oder Trainieren bei Mrs. Sp*rty
getragen.




Garten:
Die folgenden Fotos stammen vom 19. Mai.
Der Garten ist herrlich üppig, und von den vor einigen Jahren hier ausgesetzten (von einem
Trampelpfad in Wien geretteten) Weinbergschnecken (oder ihren Nachkommen?) begegnete ich
heuer auch schon einigen. Vielleicht sind sie es, die dafür sorgen, dass ich in diesem Frühjahr bisher
nur wenige Nacktschnecken entdeckt habe?  Es heißt ja, dass sie die Nacktschneckenbrut auffressen
- außerdem vertilgen sie verrottete Blätter - frische Pflanzen lassen sie hingegen in Ruhe!





Neben der Stelle, wo bis vor kurzem noch die Iris blauviolett blühten, habe ich im Vorjahr zwei
Bananenpflanzen angesetzt. Falls ihr euch fragt, was aus ihnen wurde: Nichts! Sie haben entweder
den Winter oder zuvor schon den extrem heißen und trockenen Sommer 2018 nicht überlebt.

Ein weiteres gescheitertes Vorjahres-Experiment war übrigens meine Pilzzucht im ehemaligen Griller:
Die ersten Kräuterseitlinge wuchsen prima, doch dann wurde es auch im Schatten viel zu heiß, das
Substrat wurde von hunderten winzigen Fliegen "überfallen", eine Übersiedlung in den Keller half
auch nichts, die Pilze starben ab, das Substrat setzte Schimmel an - und das war's dann. Die Mühe
lohnt sich nicht. Jetzt wachsen im alten Griller bienenfreundliche Blumen - ich zeig sie euch, sobald
sie blühen.





Wieder ein Outfit mit der dottergelben Hose und der 2nd-Hand-Jacke - mal mit mehr Ketten,
mal mit weniger, mal mit und mal ohne Haarsträhne im Gesicht. Und darunter ein Maxwell,
der den Garten erkundet und üppigste Geranien:




Es folgt das oben erwähnte Outfit mit der anderen Seite des neuen Wendegürtels. Die Vorlage für
den Gürtel war mein guter alter Rosengürtel - KLICK. Dazu wieder die Jeans in dottergelb, die
Tunika in hellem rot, mein grünes Langarmshirt und die mit Serviettentechnik bearbeiteten
grünen Schuhe. "Sie sind so schön bunt angezogen, das macht richtig fröhlich!", meinte die
Dame im Vorzimmer des Orthopäden dazu.




In den nächsten Collagen seht ihr u.a. mein neues "Tomatenhaus". Wir haben zwei
Holzpflanzkästen samt Rankgerüst (vom Bauhaus) mit einigem Abstand Rücken an Rücken
gestellt.  Oben drüber ein Dach aus Wellplastik geschraubt, und darunter stehen jetzt die selbst aus
Samen gezogenen jungen Paradeis- und Paprika-Pflänzchen. In den Holzkästen wachsen links
Stangenbohnen und Erdbeeren (sind angeblich gute Pflanzpartner) sowie rechts gelbe
Zucchini und Kapuzinerkresse.





Heuer tragen die gelben Kletterrosen (die ich vor zwei Jahren als rosa Kletterrosen gekauft habe)
schon relativ viele Blüten. Leider stehen die ach so seltenen Rosenkäfer (die in unserem Garten
keineswegs selten anzutreffen sind) offensichtlich ganz besonders auf gelbe Blüten und natürlich auf
gelbe Staubgefäße. Da "wildeln" sie sich so richtig rein, bis die arme Blume ganz zerfleddert aussieht.

Oben seht ihr zwei noch unzerfledderte Exemplare der gelben Rose sowie ein zerfleddertes und
in der nächsten Collage (rechts unten) zwei Trauer-Rosenkäfer in einer meiner Wildrosenblüten.
Die rot-schwarzen Käfer im Bild darüber kenne ich nicht, aber sie arbeiten offenbar an ihrer
Vermehrung. Weiß jemand von euch, was das für Gesellen sind?




Gelb:
Zum Schluss abermals gelb - einerseits die (leider inzwischen verblühte) Wasseriris oder Sumpf-
Schwertlilie bei unserem Miniteich, andererseits mein gelbes Shirt zum braun-gemusterten
Maxi-Rock. Vielleicht ist es euch ja schon aufgefallen - zu meinen bisherigen Lieblings-
Kleidungsfarben rot und grün ist eine weitere dazugekommen: Seit kurzer Zeit fahre ich richtig
auf die Farbe gelb ab und fühle mich wohl darin.

Keine Ahnung, ob es nur daran liegt, dass ich endlich weitere Gelbtöne entdeckt habe, die mir
stehen, oder ob in psychologischer Hinsicht etwas bei mir verändert hat. Laut Marens Posting vom
Juli 2018 ist gelb jedenfalls nicht nur hell, optimistisch, offen, nahbar und fröhlich, sondern hat auch
mit der Balance von Geben und Nehmen sowie dem Anerkennen der eigenen Macht und der damit
verbundenen Angstfreiheit zu tun. Ich denke, es kann tatsächlich etwas ausgelöst worden sein, seit
ich nicht mehr ins Büro muss... Mein Leben ist jetzt jedenfalls eindeutig harmonischer, heller,
freier, schöner.





Das war's jetzt aber endlich mit meinen Mai-Lichtblicken - über die anderen habe ich
euch bereits in den vorangegangenen Postings erzählt - in diesen drei Posts z.B. über unseren 
Besuch von München mit zwei Bloggertreffen:



In meinem Beitrag Maigrün, Rapsgelb und anderes "Frühlingsbunt" zeigte ich euch u.a.,
wie ich manches schöne Stück, das ich beim Bloggertreffen "erswapt" habe, mit meinen
Schrankinhalten kombiniere - und was sich sonst noch in der ersten Maihälfte bei mir getan hat.

 Und in meinem vorigen Post erzählte ich euch über unsere Salzburg-Tage und das schöne
Geburtstagsfest meiner Tante. Vielen Dank für all eure Kommentare dazu. Demnächst geht
es hier weiter mit den tollen Dingen, die ich bisher im Juni erlebt habe!


Fotos: Herr und Frau Rostrose
Ganz liebe rostrosige Grüße
von eurer Traude

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,