Freitag, 30. November 2018

Alpakas in der Wüste

Servus ihr Lieben!

 
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Ob ihr's glaubt oder nicht, 
am 18. November waren wir schon wieder in der Mannersdorfer Wüste! HIER könnt ihr euch 
zu früheren Beiträgen über unsere Ausflüge in dieses gar nicht wüstenhafte Wandergebiet am
Leithagebirge klicken. Diesmal hatte es mit einem Flugblatt zu tun, das wir bei unserem letzten 
Besuch in die Hand gedrückt bekommen hatten. Darin stand etwas von Kesselfleisch und anderen
 regionalen Spezialitäten - und von Alpakas! 

Spätestens seit meinem Beitrag über unsere Alpakawanderung in den Leiser Bergen wisst ihr, 
dass ich ganz verrückt nach diesen Tieren bin. Und so raunzte ich Herrn Rostrose so lange an, bis
 er resigniert seufzend meinte: "Okay, dann fahren wir halt zu den Alpakas!"




 Also rein in meine bequeme grüne Samthose (aus Biobaumwolle) und den auch schon seit ein
paar Jahren geliebten großblumigen Pullover von Des*gual, die komfortablen Wanderschuhe, die
gelbe Steppjacke und den Schal, den ihr aus meiner heurigen Herbst-Winter-Capsule-Wardrobe 
kennt. Die Mütze auf dem unteren Foto hingegen, die wuchs mir erst bei den Alpakas zu... 




Denn bei dem kleinen Markt beim ehemaligen Kloster St. Anna in der Wüste warteten nicht
nur die beiden entzückenden jungen Alpakahengste Amigo und Bandit auf mich, sondern auch 
verschiedene Produkte wie Bettdecken und Pölster aus feiner Alpakawolle, Filzschuheinlagen, Seifen
mit Lanonlin aus Alpakahaaren und viele hübsche Wollsachen wie Handschuhe, Schals, Mützen etc.
Und eins der Hauberln wurde meine neue wärmende Kopfbedeckung. Mein lieber Mann meinte 
zwar bei jeder Mütze, die ich probierte, ich würde aussehen wie der dritte oder fünfte oder siebente 
Zwerg, aber nachdem ich mittlerweile schon viele sehr viel nettere Kommentare zu meinem neuen 
Alpakamützerl bekommen habe, denke ich, dass Herr Rostrose einfach einen schlechten Tag hatte...
(Und das an einem soo schönen, sonnigen Novembertag!)




Die Alpakas und auch die Produkte stammen übrigens von Winter's Alpakahof in
Götzendorf an der Leitha. Und wie ich von der netten jungen Frau beim Alpaka-Stand erfahren
habe, wird inzwischen daran gearbeitet, dass es dort eines Tages auch Alpakawanderungen
geben wird. (Die Tiere müssen das ja erst lernen.) Wenn es so weit ist, bin ich aber bestimmt
dabei!




Auch sonst hat sich der November 2018 große Mühe gegeben, ein ereignisreicher Monat
zu sein, sowohl im positiven als auch im nicht ganz so positiven Sinn. Mein Kalender strotzt 
auf jeden Fall nur so vor Eintragungen, viele davon betreffen Arztbesuche, Physikalische 
Therapien und dergleichen mehr.

Der Zustand meiner Mutter hat sich seit Anfang Oktober verschlechtert, ist im Augenblick aber 
wieder als "halbwegs stabil" zu bezeichnen. Ähnliches kann man über Tante Mitzi sagen, die vor 
wenigen Tagen 95 wurde und die nach zwei Stürzen ebenfalls in einem Pflegeheim liegt. Ich habe 
zuletzt also viel Zeit Händchen haltend an Betten verbracht, teilweise allein, teilweise zusammen 
mit Jana (deren Anwesenheit immer besonders viel Freude bereitet) oder auch mit meinem Mann.




All das ist aber auch mit ein Grund, weshalb ich immer wieder versuche, schöne Dinge in mein
Leben einzubauen, die mir Kraft und Freude geben. Außer drei Ausflügen waren das vor allem
nette Treffen mit Freunden und mit der Familie, ein Kabarett-Besuch und zwei Kino-Abende.

Das Kabarett "HERZ & HIRN 2" mit Gunkl alias Günther Paal und Gerhard Walter fand in
der Wiener Kulisse statt und hat uns gut unterhalten. Gunkl (das "Hirn" dieses Programms) und
seine schräg-philosophischen Programme kennen wir schon lange, bei ihm muss man ordentlich
mitdenken und fragt sich zuweilen, wie man auf solche Überlegungen kommt. Mittlerweile haben
wir erfahren, dass er zu den Menschen mit Asperger-Syndrom gehört. Dadurch erklären sich
unter Umständen die Titel seiner ersten Soloprogramme:

1) Grundsätzliche Betrachtungen – anschaulich gemacht an kuriosen Einzelleistungen der Tücke des
   Alltags, was als Programmtitel vermutlich ein bisschen zu lang ist, zumal darin eine, sei’n
   wir ’mal ehrlich, sehr unelegante Genitivkette enthalten ist. (1994)


2) Das Beste aus den nächsten sechs Programmen mit Ausnahme des fünften (1995)


3) Ich muss mich jetzt genug konzentrieren, damit ich diese quasimetasprachliche Geschichte
   halbwegs glaubwürdig und nachvollziehbar auf die Bühne stell' (1997)


4) (1998) Programm hat keinen Titel, also auch nicht „Ohne Titel“

(Quelle: Wikipedia)





Inzwischen sind die Titel kürzer geworden. Und durch das "Herz" Gerhard Walter wird das Tempo
auch für ältere Leute wie die Rostrosen angenehm entschärft; außerdem fanden wir die Idee witzig,
dass das Publikum Fragen und Anmerkungen herausschreien konnte, die dann von den beiden
Kabarettisten auf humorige Weise beantwortet wurden.

Der erste Kino-Abend führte uns in den Film Bohemian Rhapsody
über die Gründung und die ersten Jahre der Band Queen - natürlich mit viel toller Musik, mit tollen
Darstellern und auch mit einer in meinen Augen ganz grandios umgesetzten Optik - viele interessante
Detail- und Nahaufnahmen - ich war hemmungslos begeistert und auch Herrn Rostrose hat der Film
sehr gut gefallen. 




Der zweite Kino-Abend im November galt den Phantastischen Tierwesen, also quasi
der "Vorgeschichte" zum Harry-Potter-Universum. Nachdem Teil 1 schon zwei Jahre her war,
konnte ich mich an vieles davon nicht mehr so richtig erinnern und sah nicht ganz klar - aber
ich glaube sowieso, dass die Tierwesen-Reihe, die auf fünf Teile angelegt ist, erst ganz am
Schluss bzw. nach dem Wieder-Ansehen der gesamten Serie zu verstehen sein wird - also aus
heutiger Sicht nicht vor Ende des Jahres 2024... Da Edi und ich die Phantasiewelten der
Joanne K. Rowling sehr schätzen, werden wir da also wohl dran bleiben und einen langen
Atem haben müssen.

Ihr seht, uns wurde nicht langweilig im November, eher im Gegenteil. Auch das Wetter
hat für einige Hochs und Tiefs gesorgt, zuletzt mit Schneefällen und Minusgraden. Unsere
Katzen sind mittlerweile in einem Alter, wo ihnen das eisige Weiß keine besondere Freude
mehr bereitet - ihr seht es an Maxwells skeptischem Blick aus seinem Versteck heraus: Die
beiden verbringen ihre Tage jetzt lieber auf Sofa und Lammfell...




Ich selbst finde den Anblick allerdings schön und genieße sogar die Kälte irgendwie - wer
weiß, wie oft wir solch eine Aussicht in Zeiten des Klimawandels noch geboten bekommen?
Und da es mit weißen Weihnachten ja nur selten klappt, speichere ich diesen Anblick 
geistig und rufe ihn an den Weihnachtstagen dann einfach wieder ab!

Zuletzt möchte ich euch noch ein rostrosiges Herbst-Winter-Outfit zeigen, das ich aus den
Tiefen meines kleinen Kleiderschrankes bzw. aus meiner aktuellen Capsule Wardrobe gezaubert
 habe, als ich erfuhr, dass Marens Farbe des Monats Dezember BRAUN ist. Gleichzeitig möchte
ich euch mit diesem Beispiel zeigen, wie ich sogenannte "Trends" mit den Inhalten meines
Schrankes aufgreife und einstreue. Mehr als das muss nämlich gar nicht sein, selbst wenn man
sich um Moden kümmert - es rennt sowieso niemand von uns wie ein Laufsteg-Model gekleidet
herum.




Trend 1 - Trendfarbe Red Pear - hieß früher mal Bordeauxrot oder schlicht Weinrot - findet sich
im Rock aus Bio-Bouretteseide sowie etwas dunkler im Muster des Shirts, das eigentlich ein
Tunikakleid ist, und im Schal, der eigentlich ein Seidenbolerojäckchen ist.

Trend 2 - Animal Prints finden sich im Muster der Leggings.

Trend 3 - Oversized ist die schokobraune Jacke.

Trend 4 - Fake Fur rahmt die derben, warmen Stiefletten ein.

Trend 5 - Western Styling - findet sich im Gürtel mit dem Cowboy-Stern.

Trend 6 - Blumenprints zeigt das Shirt.

Also: Voll im Trend die Frau Rostrose - und zwar mit lauter alten Sachen! 😜
Soo schwierig ist das bei alle-Jahre-wiederkehrenden "Moden" ja nicht... Ich habe mir
einfach angezogen, was ich anziehen wollte - und dann im Nachhinein die einzelnen Teile
mit den Trend-Tipps verglichen... 😝 Denn wie gesagt: Letztendlich ist es mir egal, ob etwas
als "modern" gilt - industriell gelenkte Moden ändern sich jeden Tag, damit wir weiter kaufen,
kaufen, kaufen - was ich nur in seltenen Fällen mache. Aber das Aufgreifen von sogenannten
Trends mit bereits vorhandenen Stücken betrachte ich als witzige Herausforderung.





Zum Abschluss möchte ich mich noch herzlich für eure (teilweise sehr erstaunten 😊)
Kommentare zur Größe meines Kleiderschranks in meinem vorangegangenen Beitrag
bedanken und außerdem für eure Glückwünsche. Nun wünsche ich euch allen aber von ganzem
Herzen einen angenehmen Dezember-Anfang und eine wunderbare Adventzeit!




Fotos: Herr und Frau Rostrose
Alles Liebe von eurer Traude


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, Sunnys Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
Zitat im Bild oder Glockentürme von Nova, der Gartenglück-Linkparty, bei
Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB

Dienstag, 27. November 2018

Frau Rostroses Kleiderschrank und ein Fest im November

Servus ihr Lieben!


Sensation!!!
Welt-Premiere!!!


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Heute ist es so weit!!!

Wie ich euch in meinem vorangegangenen Blogbeitrag
Der "perfekt gefüllte Kleiderschrank" für die kalte Jahreszeit
versprach, werdet ihr heute ENDLICH, ENDLICH, ENDLICH den Kleiderschrank
von Frau Rostrose sehen - und zwar von außen UND von innen!!!

Doch ich wage es nicht, euch diesem Anblick ganz ohne vorangehende Auflockerung und ohne
einleitende Worte auszusetzen. Schließlich handelt es sich hierbei um kein alltägliches Ereignis.

Und so will ich vorher noch ein anderes Versprechen einlösen, das ich euch ebenfalls im vorigen
Posting gab: Ich kündigte an, dass ihr heute erfahren werdet, bei welcher Gelegenheit ich meinen
bunten Wickelrock aus Indien in Kombination mit meiner olivgrünen, Ton-in-Ton bestickten
Longbluse trug. HIER könnt ihr euch noch einmal die dazugehörige Collage aus dem vorigen
Post ansehen. Und hier unten seht ihr den Mix mit dem hellgrünen S. Oliver-Cardigan vom
Flohmarkt.




Ein Fest im November:

Der Rock, der nicht nur aufgrund seiner Energie-spendenden Farben zu meinen
Lieblingsstücken zählt, durfte heuer Bestandteil meines Geburtstagsoutfits sein. Denn wie jedes
Jahr im November traf die Rostrosenfamilie zusammen, um gemeinsam das Älterwerden von Opa
Georg und von mir zu feiern. Virtuell war außerdem meine Blogfreundin Flögi-Andi dabei, die am
Tag unserer Feier ebenfalls Geburtstag hatte und der wir via WhatsApp zuprosteten. Es gab das
traditionelle Martini-Gansl, danach einen Verdauungsspaziergang im Wienerwald, und anschließend
eine Kaffeejause mit der köstlichen Maroni-Kirsch-Torte, die meine Tochter gebacken hatte.




Diejenigen unter euch, die schon bei mir gelesen haben, 
als Herr und Frau Rostrose im Jahr 2016 Dresden und die Sächsische Schweiz besuchten und
dort mit Beate aus dem Bahnwärterhäuschen zusammentrafen, wissen auch, dass dieser Rock
keineswegs zum ersten Mal bei einem Waldausflug dabei ist. Denn bei der Gelegenheit unternahmen 
wir eine Wanderung zu einer der schönsten Aussichten der Sächsischen Schweiz. Und weil Beate 
am liebsten im Rock wandert, beschloss auch ich damals, es "berockt" zu probieren - KLICK.

Dieser Rock, den ich 2010 in Indien gekauft habe und der mich unter anderem auch schon nach 
Island begleitet hat, ist also ein weit gereistes Multitalent. Und weil er sich mit Leggings oder einem 
Unterrock darunter locker als Rock für die kalte Jahreszeit verwenden lässt, darf er bei meiner 
Winter-Capsule Wardrobe 2018/19 mitmischen.




Zwei Schals als Basis:

Wie ich in meinem vorigen Beitrag schrieb, kann es eine gute Idee sein, eine Capsule Wardrobe
 rund um ein bestimmtes Kleidungsstück aufzubauen. Der indische Wickelrock ist allerdings diesmal
nicht das Kleidungsstück gewesen, das mir zur Inspiration diente - stattdessen habe ich als Grundlage
zwei Schals verwendet. In der folgenden Collage seht ihr einen davon - ein Pashminaschal vom 
Flohmarkt - und ihr erkennt vermutlich auch gleich, dass er von den Farben her einerseits ganz gut 
mir dem Wickelrock harmoniert, aber andererseits gedämpftere Töne beinhaltet. Er hat eine hellere
Seite mit einer Grundfarbe, die irgendwas zwischen beige, grau und gelbgrün ist, und eine dunklere
Seite im Ton herbstlicher Weinblätter.




Viele der Kleidungsstücke, die es heuer in meine winterliche Capsule Wardrobe 
geschafft haben, enthalten Farben, die mit den Tönen dieses Tuches harmonieren - was nicht
bedeutet, dass diese Farben unbedingt darin enthalten sein müssen. Es geht lediglich um
Inspiration!

Das Outfit mit dem beerenroten (Sommer-)Kleidchen, das ich hier mit Leggings, Stiefletten,
einem Shirt in Taupe und dem Janker vom Henry-Laden in einem undefinierbaren Grau-Grün-Ton
gemixt habe, ist z.B. aufgrund dieser Inspiraton entstanden. Die gelbe Steppjacke, die ich immer
noch mit Freude trage, gibt dem eher dezenten Ensemble beim Herbstspaziergang den gewissen
Farbkick.




Der zweite Schal, den ich als Capsule-Grundlage verwendet habe, ist ein Loop, der ebenfalls
herbstliche Rotnuancen beinhaltet - allerdings etwas "blau-tonigere". Damit schafft er z.B. eine
gute Verbindung zu meinem blauen Gudrun-Sj*den-Zweiteiler (der in seinem Muster auch
Weinrot- und Petrol-Töne zeigt).





Hier habe ich den blauen Zweiteiler mit demselben Sommerkleidchen von oben verbunden.
Und dazu trage ich meine selbst gefärbten und mit Serviettentechnik bearbeiteten blauen Stiefletten
sowie den blauen, bunt bestickten Gürtel vom Weltladen. All diese Stücke werden euch im
kommenden Winter wohl noch mehrere Male in unterschiedlichsten Kombinationen begegnen,
denn sie sind Teile meiner aktuellen #CapsuleWardrobe.





Und wo "bunkere" ich nun all diese Schätze? 

Ich habe in meinem Blog schon einige Male erwähnt, dass mein Kleiderschrank längst nicht so groß
ist, wie die meisten von euch denken. Doch viele können das wohl nicht glauben. Hier kommt nun 
also der ultimative Beweis - von außen und von innen. Ich hoffe, ihr erschreckt euch nicht - denn 
mein Schrank sieht weder von außen wie ein Designerschrank aus, noch ist er innen so locker und 
übersichtlich gestaltet, wie man das von diesen traumhaften (teils begehbaren) Kleiderschränken in 
den hübschen Magazinen kennt! Vielleicht habt ihr sogar selbst eine so traumhaft gestaltete Garderobe. 
Ich leider nicht. Wir leben in einem kleinen Haus mit kleinen Zimmern, und auf die habe ich auch 
unsere Möblage angepasst.

 Wie ich in diesem Posting aus dem Jahr 2013 beschrieben habe, teilen sich mein Mann und ich 
einen etwas unkonventionellen Wandverbau in unserem Schlafzimmer: Designt von Frau Rostrose
 aus dem Küchenprogramm vom Möbelschweden! Warum aus dem Küchen-Programm? Aufgrund 
einer Dachschräge und einer ungünstige Fenster-Tür-Konstellation gab es nicht viele Lösungen von 
der Stange - und diejenigen, die es gab und die gepasst hätten, gefielen uns nicht, weil sie zu 
"blockartig" und "massiv" aussahen oder weil sie zu wenig Stauraum boten bzw. den Platz im Zimmer 
nicht ausreichend nützten. Immerhin wollten wir darin nicht nur unsere Kleidung unterbringen, 
sondern auch Bettwäsche und einige Bücher, für die wir im Wohnzimmer, Vorzimmer und anderen
Räumen keinen Platz mehr gefunden haben... 




Das schwedische Küchenmöbelprogramm bot uns die Möglichkeit, eine Mischung aus Hoch-
schränken*), Schubladenschränken und Regalen quasi "nach Maß" zu bauen, und wir konnten den
Wandverbau mit Glastüren optisch ein wenig auflockern. Und auch was die Inneneinrichtung der
Hochschränke betrifft, bot das Programm gut für uns brauchbare Möglichkeiten - unter anderem
z.B. die beiden Metallschubfächer unter dem Hängeteil. Oben seht ihr die weiß eingerahmten
Bereiche - die gehören mir. Ich habe die Bereiche beschriftet, damit ihr auf einen Blick erkennen
könnt, was ich darin untergebracht habe. Alles andere ist entweder mit Edis Kleidung gefüllt oder
mit Bettzeug oder mit Büchern. *) Jeder Hochschrank ist gerade mal 60 cm breit.

Wenn ich im Zusammenhang mit unserem Schrank "gefüllt" sage, dann meine ich "prall gefüllt".
In einem der kleinen Wandschränke habe ich meine (liegenden) Hosen untergebracht und darüber
meine Pullover. Im anderen Hängeschrank Socken, Strümpfe, Strumpfhosen in diversen Schachteln.
(Und in beiden außerdem ganz oben Bücher...) In den zwei Schubfächern des Hochschranks liegen
meine Shirts, oben die langärmeligen, unten die kurzärmeligen. Darüber liegt ein Regalbrett, auf
dem Leggings und Shirts aus Häkelspitze untergebracht sind.




Und im Hängeteil befindet sich der Rest:
Röcke, Blusen, Kleider und Jacken. Um alle unterzubringen, die ich in einer Saison gerne tragen
will, habe ich mir vor Jahren schon ein paar dieser genialen Mehrfach-Kleiderbügel vom Kaffeeröster
zugelegt. Auf einem dieser Kleiderbügel kann ich acht Röcke unterbringen 😊👍 oder mindestens
vier Blusen bzw. Jacken!

Ich weiß, übersichtlich sieht anders aus. Und ich weiß auch, dass meine Shirts nicht ordentlich Stoß
auf Stoß liegen, wie sich das für eine gute Hausfrau gehört. Größtenteils sind sie auch nicht gebügelt!
Das hat vor allem den einen Grund: Ich bin keine gute Hausfrau! Ich war noch nie eine und ich werde
auf meine alten Tage auch keine mehr werden, meine Prioritäten liegen anderswo... 😊 Tja, ist so, da
müsst ihr jetzt durch. Jedenfalls wird in meinem Schrank kein Platz verschwendet 😜! Und manche
kreative Kombination hat sich erst durch die Enge in meinem Schrank bzw. durch das
Zusammenhängen von Klamotten auf einem Bügel ergeben...




So weit, so gut! Dies ist also der Schrank, in dem ich meine jeweils aktuelle Kleidung unterbringe.
Es gibt allerdings, wie ich euch schon erzählt habe, einen weiteren Schrank, in dem im Winter meine
Sommersachen und im Sommer die Wintersachen aufbewahrt werden - und auch die Kleidung, die
in diesem Jahr nicht Teil meiner Capsule ist sowie meine Sportsachen / Wanderkleidung etc. Er ist
ca. 1 Meter breit, davon die Hälfte zum Hängen, die andere Hälfte zum Legen.

Davon habe ich keine aktuellen Fotos gemacht, aber ihr könnt euch den "Delphin-Schrank", der
sich in meinem Arbeitszimmer befindet, HIER ansehen. (Da seht ihr ihn im ersten Posting mit der
Bemalung und - wenn ihr weiter runterscrollt -  im zweiten Posting dann so, wie er jetzt aussieht,
 mit einem weißen Vorhang.) Auch dieser Kleiderkasten ist also keineswegs riesig. Aber bei
meiner Art der Capsule-Wardrobe-Organisation komme ich mit den vorhandenen Möglichkeiten
ganz gut aus.




Ob ich den orangen Rock den ganzen Winter über in meiner Capsule für die kalte Jahreszeit
behalten möchte, weiß ich noch nicht. Im Herbst hat er gut gepasst - auch zur Ausstrahlung der
Natur - und mit Leggings drunter ist er durchaus für eine Saison-Verlängerung geeignet. Ich bin
mir nur nicht sicher, ob mir im Winter eher nach so strahlenden oder nach gedämpfteren Farben
der Sinn stehen wird. Zu meinem Inspiratonsschal passt er auf jeden Fall. Und zur Not kann ich
ihn ja mit einem anderen Rock aus dem "Ersatzschrank" austauschen.





Könnt ihr euch noch an meine Herausforderung "1 Teil - 3 Looks" erinnern? Das folgende Kleid
aus meiner Winter-Capsule lernt ihr nun gleich auf diese Weise kennen - ich habe es nämlich zuletzt
auf drei ganz unterschiedliche Arten getragen: Als Kleid, als Tunika und als Shirt!

Das Kleid begeleitet mich seit dem Jahr 2012 - seinerzeit habe ich es in Barcelona im Des*gual-
Outlet erstanden. Im ersten Look kombiniere ich es mit einem Langarmshirt, das einerseits den
Goldgelbton im Muster des Kleides aufgreift und andererseits den Ausschnitt etwas entschärft.
Und als "Rockverlängerung" dient mein alter schwarzer Samtrock, der - so wie das Kleid - mit
goldenen Aufdrucken verziert ist.

Im Fall des Rockes sind es Elefanten. Weil Elefanten
auch immer wieder auf Thailändischen Kleidungsstücken zu sehen waren verlinke ich dieses Outfit
bei Marens Colours of the World-Linkup mit dem Thema Thailand. Und weil die Hauptfarbe des
Outfits schwarz ist (ergänzt mit meinem schwarzen Fake-Leder-Fake-Fur-Gilet)
verlinke ich es außerdem bei den Modischen Matronen.





Gerafft mit einem Bindegürtel und zu meiner Haremshose getragen, wird das Kleid zur
Tunika. Wenn auch noch das Gilet von oben mitmischt, sieht das Ganze ein bisserl nach
Kalinka-Kalinka-Russentanzgruppe aus 😜. Solcherart gestylt kann man aber auch (mit einer
warmen Jacke drüber) zu Mrs. Sporty radeln. (Untendrunter trug ich nämlich noch ein 
Turnshirt und Leggings...)




Und mit meinem weinroten oder beerenroten Biobaumwoll-Maxirock macht das Kleid einen
auf Langarmshirt. Der "Schal", der das Outfit meiner Meinung nach toll ergänzt, ist in Wahrheit
gar kein Schal, sondern mein Bio-Seiden-Bolero ... Ihr seht also, mit ein bisserl Phantasie ist
Kleidung auf verschiedenste Arten zu verwenden. Und: Zweckentfremdung ist nicht verboten!




In den nächsten Collagen trefft ihr zwei "alte Bekannte" wieder - einerseits den Maxirock vom
vorigen Outfit, andererseits das Sommerkleidchen, das ich euch weiter oben in zwei verschiedenen
Looks gezeigt habe. Hier habe ich das Kleidchen und den Rock wieder einmal zu einem langen Kleid
vereint. Unter dem Kleidchen trage ich noch ein weiteres Sommerkleid, von dem man aber nur die
kurzen Ärmel und einen Teil des Halsausschnitts hervorblitzen sieht. Das schaut meiner Meinung
nach nicht nur hübsch aus, es bietet in der kalten Jahreszeit auch ein bisserl mehr Behaglichkeit als
ein einzelnes dünnes Kleid. Auch im Herbst und Winter mag ich zuweilen kurze Ärmel lieber als
lange - vor allem, wenn ich mich in überheizten Räumen aufhalten muss - aber gleichzeitig will ich
es am Kreuz warm haben und möchte natürlich eine weitere Schicht anlegen können, falls mir doch
kalt wird - dafür ist das graue Paillettenjäckchen da, und der ebenfalls graue Bömmelschal hilft auch
noch mit.




Weil heuer Karos wieder als ganz up-to-date gelten, habe ich auch meinen Karo-Kurzmantel
aktiviert, der mir schon seit vielen Jahren treue Dienste leistet. Außer ihm besitze ich (soweit
mir im Moment einfällt) nur noch eine karierte Bluse - (wieder so ein "Kindheitstrauma": denn
Karohosen und Schottenröcke sind Kleidungsstücke, die ich in meiner Kindheit anziehen musste,
 ob ich wollte oder nicht. Meine Mutter hatte sie übertragen gekauft, und da waren sie nun.
Geld für Traumkleidung war nicht vorhanden. Basta.)

Den Mantel mag ich jedenfalls, doch zu mehr Karostücken hat es bisher nicht gereicht. Aber ich
denke, man braucht bei Trends ja auch nicht 20 Teile - ein bis zwei Stück, die ein modisches Thema
 aufgreifen, genügen vollkommen. Und den Rest mixt ihr kunstvoll mit eurer zeitlosen, genialen und
perfekt zu euch passenden Capsule Wardrobe zusammen!




Einige der heute gezeigten Teile habt ihr bereits in meiner weinrot-grauen Capsule Wardrobe
 im Frühjahr 2017 gesehen - das obige Outfit ist sogar fast identisch mit einem aus diesem älteren
Beitrag - abgesehen davon, dass ich dort ein schwarzes T-Shirt unter dem Sommerkleidchen
trug und hier ein anderes Minikleid. Es gibt eben Mixturen, die ich besonders gerne an mir sehe,
und für die obige bekam ich neulich sogar gleich zwei Komplimente hintereinander: Eine bei der
Physikalischen Therapie und eine von einer Schwester im  Pflegeheim meiner Mutter... 😊 Woran
man wieder erkennt - Kleidung braucht nicht unbedingt NEU oder DER LETZTE SCHREI zu
sein. Wichtig ist ein stimmiger Mix mit Farben und Schnitten, die euch stehen - dann fühlt ihr
euch auch wohl in der Kleidung. Und seht darin unter Umständen sogar 1000 x besser aus als
manches Model im super-modernen Look - KLICK!


Nun danke ich euch allen für euer Interesse an den Geheimnissen des rostrosigen
Kleiderschrankes und fürs Mitfeiern! Habt ihr ein Stück Torte genascht? Habt ihr mittlerweile
ebenfalls eine Capsule Wardrobe für die kalte Jahreszeit angelegt? In meinen nächsten Beiträgen
wird es einerseits ein paar nette Viecher zu sehen geben und andererseits möchte ich euch auch
bald wieder nach Thailand entführen. Ich weiß noch nicht genau, in welcher Reihenfolge, aber
auf jeden Fall hoffe ich, ihr seid auch da wieder mit dabei!

Ebenso dabei sein könnt ihr beim aktuellen Linkup von ANL: Bis zum Abend des 1. Dezember könnt
ihr nämlich dort noch eure Postings rund um den Themenkreis Achtsamkeit + Nachhaltigkeit  +
Lebensqualität = A New Life verlinken. Ich freu' mich drauf - und die Welt freut sich noch mehr!


Fotos: Herr und Frau Rostrose sowie die Rostrosentochter
Herzliche Grüße von eurer Traude



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Donnerstag, 22. November 2018

Der "perfekt gefüllte Kleiderschrank" für die kalte Jahreszeit



Der Beginn einer neuen Saison oder die Zeit, wo sich die Temperaturen merklich ändern, 
ist wunderbar dafür geeignet, eine Capsule Wardrobe für die nächsten zwei bis vier Monate 
anzulegen. Spätestens jetzt ist also ein guter Zeitpunkt, eure Schrankinhalte zu durchforsten 
und zu überlegen, was davon ihr im Winter gern an euch sehen möchtet.


Servus ihr Lieben!

[Dieser Beitrag enthält Werbung.] 
Der erste Schnee der Herbst-Winter-Saison 2018/19 fiel in Rostrosenhausen am 19. November.
Höchste Zeit für wärmere Kleidung!



In meinem vorigen Blogbeitrag
 ANL # 35 - nachhaltige Capsule Wardrobe - weit weg von "fad"!
 kündigte ich euch einen Extra-Artikel rund um die Frage an, wie man zur idealen
minimalistischen Garderobe kommt. Ich erzählte euch in diesem Beitrag unter anderem, dass
 eine Capsule Wardrobe keineswegs aus lauter einfärbigen oder dezenten Basisteilen bestehen muss
 - vor allem dann nicht, wenn ihr Freude an Farben und Mustern habt.

Ebenso erwähnte ich, dass eine Capsule Wardrobe aus hauptsächlich dezenten, ungemusterten
Basisteilen hingegen genau das Richtige sein kann, wenn euch dieser Stil begeistert und ihr bereits
einen Schrank voll mit dezenten Teilen habt...


Für meinen Kuraufenthalt 2017 stellte ich eine Capsule Wardrobe mit den Basisfarben schwarz, weiß und beige 
zusammen. Aber nicht ausschließlich. Ein bisschen Farbe wollte ich unbedingt dabei haben - im speziellen 
Fall war die gewählte Farbe ROT - und es gab einige Teile mit Spitze oder ausgefalleneren Mustern




Wie kommt ihr also nun zum perfekt gefüllten Kleiderschrank?

DEN "perfekten Kleiderschrank" gibt es nicht - aber es gibt sicher für jede(n) einzelne(n) von
euch eine passende Lösung. Da Frauen zumeist eine umfangreichere Garderobe besitzen als
Männer, werde ich in der Folge vor allem den weiblichen Teil meiner Leserschaft ansprechen,
doch natürlich kann es auch für Männer hilfreich und vereinfachend sein, den Kleiderschrank
nach der Capsule-Wardrobe-Methode zu gestalten. Filtert bitte einfach die für euch relevanten
Informationen aus meinem Beitrag heraus 😎

♦ Ihr kennt euren Geschmack und eure Lebenssituation besser als sonst jemand - ihr wisst daher 
auch, ob ihr's aktuell lieber farbenfroh und wild gemuster, uni oder dezent wollt, ob ihr Röcke und
Kleider bevorzugt oder Hosen und ob ihr z.B. für Job und Privatleben unterschiedliche Stile benötigt
oder nicht. Und ihr wisst auch, welches Fassungsvermögen euer Schrank hat. *)

*) Ach übrigens, weil ich immer wieder nach der Größe meines Kleiderschranks gefragt werde,
habe ich beschlossen, euch in meinem nächsten Posting einen Einblick in meinen Kleiderschrank
zu gewähren und euch meine Winter-Capsule 2018/19 zu präsentieren!



Beispiele aus meiner Kur-Capsule 2017

Aller Anfang ist schwer - wie beginnt man mit dem Anlegen einer Capsule Wardrobe?

♦ Wie ich euch HIER schon erzählt habe, schwören zahlreiche Blogger und Stylisten, die ihre
Garderobe nach dieser Methode organisieren, auf die Zahl 37 (inklusive Schuhen, Ober- und
Unterteilen und Jacken). HIER ist Näheres zu diesem Thema ganz gut beschrieben. Ich denke, es
macht Sinn, sich für den Anfang auf 30 bis 50 Teile zu einigen. Aber auch da sollte es kein
"Muss" geben.

♦ Je nach Vorlieben, Möglichkeiten und Bedürfnissen legt ungefähr 5 bis 10 Unterteile (also lange 
oder kurze Röcke, weite oder enge Hosen, eventuell auch Leggings) zurecht. Es schadet nicht, wenn 
diese Teile sehr unterschiedlich aussehen (eher im Gegenteil).

Tipp: Wenn euch nicht einfällt, womit ihr anfangen sollt, sucht euch ein Lieblingsstück heraus
- zum Beispiel wie HIER gezeigt einen gemusterten Pullover. Und baut die Capsule Wardrobe
rund um dieses eine Kleidungsstück auf. (In meinem nächsten Posting werde ich euch dazu weitere
Beispiele aus meinem eigenen Kleiderschrank bringen!)


Capsule-Beispiele, die ich inspirierend finde - von HIER, HIER, HIER und HIER

 ♦ Möglicherweise habt ihr zu den jeweiligen Unterteilen schon das eine oder andere Lieblings-
Oberteil: Dann her damit - und überprüft, ob diese Oberteile eventuell auch mit anderen Unterteilen 
zusammenpassen.

 ♦ Insgesamt werdet ihr in der kommenden Saison wohl ungefähr 15-20 Shirts, Blusen, Pullover, 
Strickjacken, Blazer, Spitzenjäckchen oder -shirts, Boleros, Gilets u.ä. benötigen. Ideal wäre es,
wenn jedes Oberteil sich mit jedem Unterteil "verträgt", aber selbst wenn das nicht der Fall ist, ist
 es kein Problem.

Tipp: Weil manchmal ein farblicher "Ausreißer" für besonders tolle und interessante 
Kombinationen sorgt, kann es eine gute Idee sein, eurer Auswahl ein bis zwei solcher Stücke 
hinzuzufügen.


Beispiele aus meiner Kur-Capsule 2017


♦ Sofern ihr Kleider mögt, fügt eurer Capsule zwei, drei oder gern auch mehr Kleider hinzu.
(Manche Kleider können übrigens auch wie T-Shirts, wie Tunikas oder wie Röcke eingesetzt
werden...)

♦ Dann braucht ihr im Winter noch mindestens einen Mantel und eine warme Jacke sowie mehrere 
Schuh- und Stiefelpaare. Und natürlich Mützen, Handschuhe, Schals und einige andere Accessoires, 
die eure Outfits gut ergänzen und optisch verändern können.

👞👚👗👛👖👡👘👝👠👕👢

Worin liegt der Vorteil einer Capsule Wardrobe?

Eine ausgewählte Mini-Garderobe sorgt für einen besseren Überblick über die Kleidung, die ihr 
besitzt: Jene Kleidungsstücke, die ihr nicht für die aktuelle Capsule Wardrobe ausgewählt habt, 
solltet ihr davon trennen, um nicht durcheinander zu geraten. Entweder, ihr habt einen eigenen
Schrank oder eine Unterbett-Box, wo ihr im Winter die Sommersachen unterbringen könnt und
umgekehrt, oder ihr sorgt zumindest für eine optische Trennung und hängt bzw. legt die aktuell
nicht benötigten Kleidungsstücke "in die hinteren Schrank-Ecken".


Diese Collage enthält Beispiele aus meiner Kur-Capsule 2017 und aus meiner Island-Reise-Capsule


 ♦ Durch mehr Überblick erkennt ihr auch, welche Teile euch tatsächlich noch fehlen. Und ihr
erkennt zugleich, welche Teile ihr eigentlich ohnehin schon in ausreichender Menge habt. Dann
braucht ihr nicht das dritte weiße T-Shirt zu kaufen und spart das Geld für Wichtigeres. (Z.B.
für Farbe zum T-Shirt-Färben 😜)

Tipp: Wenn ihr euch beim Mixen der Kleidungsstücke immer wieder mal denkt: "Hier würden
rote Stiefel / eine blaue Jacke / gelbe Strümpfe / ein brauner Gürtel gut dazu passen!", dann solltet ihr
 Ausschau nach roten Stiefeln / einer blauen Jacke / gelben Strümpfen / einem braunen Gürtel halten
 und bei nächster Gelegenheit zuschlagen! (Oder ihr bastelt euch eure roten Stiefel selbst - KLICK:)


Meine im Jänner 2016 selbst bemalten roten Stiefletten sind immer noch im Einsatz. Inzwischen habe ich auch 
grüne DIY-Schuhe und blaue DIY-Stiefletten.



Einfach und schnell: Wenn viele oder sogar alle Teile miteinander kombinierbar sind, müsst ihr
nicht lange überlegen, was zusammenpasst: Einfach blind zu den Oberteilen und Unterteilen greifen
und sie zu einem Outfit vereinen. Das klappt (meistens) sogar frühmorgens!

Capsules regen zur Kreativität an: Es entstehen vielleicht bisher noch nicht ausprobierte
Kombinationen. Manche können toll sein, manche unter Umständen nicht ganz so toll - das macht
 nichts! Denkt dabei immer an das Zitat der Mode-Ikone Iris Apfel, über die ich euch HIER mehr
erzählt habe:
"Wenn man Kleidungsstücke kombiniert und es sieht nicht so gut aus, wird nicht gleich 
die Modepolizei kommen und dich abholen. Und wenn sie es doch tut, kannst du jede 
Menge Spaß im Gefängnis haben." 
  
 ♦ Nachhaltigkeit - die Kleidung wird wirklich getragen: Je weniger Teile eure Capsule enthält, 
desto häufiger kommt jedes Stück zum Einsatz.

Tipp: Legt zu euren ausgewählten Lieblingsteilen bewußt auch ein bis zwei Teile dazu, die ihr
schon länger nicht mehr getragen habt, und versucht sie in eure Capsule "einzubauen". Denn
möglicherweise kommt dadurch ein Kleidungsstück zu neuen Ehren. Oder ihr kommt endlich
dahinter, warum ihr es nicht mögt. (Dann bitte umnähen, färben, verkaufen, verschenken oder
spenden!)

In der nächsten Saison werden die Karten neu gemischt - versucht dann, die im Vorjahr nicht
benützten Kleidungsstücke zu verwenden, um keine "Schrankleichen" entstehen zu lassen. Auf 
diese Weise könnt ihr von Jahr zu Jahr neue Outfit-Mixe kreieren ohne ständig Neues kaufen zu
"müssen".


Beispiele aus meiner Kur-Capsule 2017

👞👚👗👛👖👡👘👝👠👕👢


Was, wenn ich nicht den ganzen Winter über mit denselben 37 Sachen herumlaufen will?

♦ Dann geht es euch so ähnlich wie mir 😜. Ich möchte eine Capsule Wardrobe als Unterstützung
verwenden, aber nicht als Fessel.

Tipp: Eine gute Idee könnte es sein, zwei bis drei kleinere Capsules anzulegen - zum Beispiel eine
dezente, eine weniger dezente und vielleicht (wenn ihr zu Verrücktheiten neigt) auch noch eine
ziemlich schräge, für den besonderen Modespaß. In der folgenden Collage habe ich euch als Beispiel
drei verschiedene Capsule-Vorschläge herausgesucht:


Capsule-Beispiele von HIER, HIER und HIER


Die Drei-Capsules-Methode: Links oben seht ihr eine Capsule Wardrobe in leicht kombinierbaren
Tönen, von denen die meisten zur Herbst-Farbpalette passen. Nennen wir sie Capsule A. Links unten
ist eine Capsule, die mit Wasserfarbtönen spielt (Capsule B) und rechts eine "Anything-but-Basic"-
Capsule, die ziemlich ausgeflippte Einzelstücke beinhaltet (Capsule C). Theoretisch lässt sich
Capsule A sowohl mit Capsule B als auch mit einigen Teilen von Capsule C mixen. Und auch
Capsule B ist nicht nur mit Capsule A kombinierbar, sondern ebenso mit einigen Teilen von
Capsule C. Das bringt mehr Schwung in eure Kreationen!

Tipp: Wenn ihr eine Mini-Garderobe für den Urlaub anlegen wollt, ist eine Beschränkung auf
wenige Farben sinnvoll, weil der Koffer-Inhalt auf diese Weise besser überschaubar bleibt. Aber
ein bisserl Spaß darf trotzdem immer dabei sein! Zur Not helft euch mit bunten Tüchern, die wiegen
nicht viel und benötigen auch nicht viel Platz!


Tücher, die mich auf der Island-Reise begleiteten, fanden Verwendung als Schal, Stola, Haarband und sogar als Rock!



Alles klar? Wenn nicht, fragt mich! Es ist wirklich nicht so kompliziert, wie es klingt!

Sobald ihr erstmal heraußen habt, wie es geht, funktioniert das Anlegen der nächsten Capsule
schon leichter und auch das Kombinieren geht von Jahr zu Jahr besser von der Hand!

Hier unten zeige ich euch übrigens
ein Kleidungsstück, das ich seit einigen Jahren immer wieder in meine Capsules einbaue, und
zwar sowohl in der warmen als auch in der kalten Jahreszeit: meinen bunten Wickelrock aus Indien.
 Seit ich ihn gekürzt habe, zählt er zu meinen absoluten Lieblingsstücken, denn er enthält genau jene
Energie-spendenden Farben, die ich in seit einiger Zeit am meisten brauche: rot, grün und orange. Er
darf auch heuer wieder bei meiner Winter-Capsule Wardrobe mitmischen - die folgenden Fotos
entstanden erst vor kurzem. In meinem nächsten Posting werdet ihr erfahren, bei welcher
Gelegenheit.




♦ Natürlich muss eine Capsule Wardrobe nicht in jedem Jahr neu angelegt werden, man kann im
der Winter-Saison 2018/19 theoretisch genau dieselben Klamotten tragen wie im Jahr zuvor... aber
mir persönlich wäre auch das zu wenig Abwechslung. Außerdem finde ich es immer wieder
umwerfend und anregend, wie sich allein schon ein einziges neues Stück im Kleiderschrank 
auswirkt, wenn ihr ihn nach der Capsule-Wardrobe-Methode organisiert habt:
1 neues Stück = viele, viele neue Outfits!

♦  ACHTUNG: Ein "neues" Stück kann auch ein Stück vom Flohmarkt oder aus dem 
Secondhandladen sein! Oder ein Kleidungsstück, das ihr jahrelang für ein Schrankmonster
gehalten habt!


♦ Wenn es aus finanziellen oder z.B. aus Platz-Gründen nicht anders geht, wären zumindest ein
paar kleine Teile wie eine neue Kette, ein Tuch oder ein neuer Gürtel in einem anderen
Farbton als bisher eine gute Abwechslung.



👞👚👗👛👖👡👘👝👠👕👢


Zu guter Letzt möchte ich euch zu eurer Inspiration noch eine kleine Capsule Wardrobe für die
kalte Jahreszeit zeigen, die ich aus dem Modeshop Peter Hahn zusammengestellt habe. Ich habe
mir dafür die folgenden zwölf Stücke ausgeguckt:



Cardigan aus 100% Schurwolle-Merino
Rundhals-Shirt mit 3/4-Arm
Strickkleid aus Schurwolle-Merino mit Seide
Blusen-Shirt mit 1/1-Arm
Hose mit Struktur
Dufflecoat


Rundhals-Pullover mit 3/4-Arm
Rundhals-Shirt mit 1/1-Arm
Rock
Bluse mit Blüten-Dessin
Rundhals-Shirt mit langem 1/2-Arm
Bluse mit Rundhals-Ausschnitt



Aber bei Peter Hahn gibt es auch noch weitere hübsche Teile für den kommenden Winter -
zum Beispiel schöne und hochwertige Damen-Pullover. Manche der Kleidungsstücke sind
übrigens bis Größe 56 zu haben:

Schöne Modelle bis Größe 56 - Bildquellen KLICK und KLICK und KLICK


Gut finde ich beim Modeshop Peter Hahn auch, dass es sich hier nicht um Fast-Fashion, sondern um qualitativ hochwertige 
Produkte handelt, die weitestgehend mit meinen Nachhaltigskeitsansprüchen zusammenpassen. (Zitat: „Nachhaltigkeit
ist essenzieller Bestandteil unseres ethischen Grundverständnisses und unserer Unternehmensstrategie. Die Einhaltung 
und weitere Verbesserung der Sozialstandards in unserer Lieferkette steht hierbei im Fokus." Und weiter: "Wir sind stolz, 
dass wir seit mehr als 25 Jahren unsere „Green Cotton Kollektion“ erfolgreich vertreiben – eine Pionier-Leistung. 
Darüber hinaus ist es uns ein wichtiges und selbstverständliches Anliegen uns stetig weiter zu entwickeln."



Nun wünsche ich allen, die es bisher noch nicht getan haben, aber sich nach dieser Lektüre dazu
motiviert fühlen, viel Spaß beim Anlegen einer Capsule Wardrobe für die kalte Jahreszeit! Und ich
hoffe, ihr seid bei meinem nächsten Beitrag, wo ich die Geheimnisse des rostrosigen Kleiderschrankes
lüfte, auch wieder dabei!

Ebenso dabei sein könnt ihr beim aktuellen Linkup von ANL: Bis zum Abend des 1. Dezember könnt
ihr nämlich dort noch eure Postings rund um den Themenkreis Achtsamkeit + Nachhaltigkeit  +
Lebensqualität = A New Life verlinken. Ich freu' mich drauf - und die Welt freut sich noch mehr!


Fotos (wenn nicht anders angegeben): Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude





Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, Sunnys Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
der Gartenglück-Linkparty, bei Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB