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Sonntag, 15. Mai 2022

Monatsrückblick auf den April - Teil 2

Servus ihr Lieben,

 

... heute geht es gleich zügig weiter mit meinem April-Rückblick - er soll schließlich vor dem Juni fertig werden 😉. Hier geht's zum ersten Teil - danke für eure lieben Kommentare dazu 💋!

Aprilgarten - Fortsetzung:
Es folgen ein paar weitere Gartenimpressionen. In unserer Wiese blühten im April Gänseblümchen, Kriechender Günsel und Löwenzahn. Zwei Wochen lang schaffte ich es (mit Unterstützung von Regentagen), Edi am Abmähen der Blüten zu hindern ... Dann wollte mein lieber Göttergatte um jeden Preis mähen - und tat es auch. 
 
Kurz danach erfuhr ich von Brigitte, dass es ausgerechnet im Land des Englischen Rasens, in Großbritannien, einen begrüßenswerten neuen Trend gibt, der auch schon in die USA überschwappt: No Mow May - im  Mai wird der Rasen nicht gemäht, um den Lebensraum der Bienen zu erhalten. (Und natürlich auch nicht davor - der Rasenmäher wird erst im Juni aktiv.) Ich hoffe, der Trend schwappt demnächst zu uns - und kommt auch bald bei meinem Mann an 😊.
 
 
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Im Frühbeetaufsatz startete der Salat bereits durch (inzwischen habe ich zwei der Salatköpfe geerntet - einen bekam meine Tochter, einen haben wir verspeist); junge Zucchini- und Tomatenpflänzchen dürfen dort auch wachsen. Außerdem legte ich im April im Hochbeet ein zweites Kartoffelbeet an - schließlich steigen die Erdäpfelpreise (genauso wie alle anderen Preise) - und mittlerweile habe ich auch noch ein drittes Kartoffelbeet angelegt.

Besuch meiner Freundin Gaby:
In ebendiesen Aprilgarten luden wir meine "alte" Freundin Gaby ein. (Ihr erinnert euch vielleicht noch, ich habe euch HIER erzählt, dass Brigitte und ich mit Gaby zur Schule gegangen sind. Brigitte hatte sie das letzte Mal vor etwa 30 Jahren gesehen, ich vor etwa 20 Jahren. Im vergangenen Jahr habe ich ihre Adresse mit Hilfe des Meldeamtes herausgefunden; es gab im Sommer 2021 ein Wiedersehen - und seither sind wir wieder in Kontakt.) Unten rechts seht ihr mein Lieblingsfoto von Gaby an diesem schönen gemeinsamen Tag.
 
Wir hatten großes Glück mit dem Wetter und konnten sogar erstmals in diesem Jahr unseren Pavillon genießen.

Mein Outfit an diesem Tag kennt ihr (mit kleinen, temperaturbedingten Abwandlungen) bereits aus meinem Italien Reisebericht - zwei Relaxtage und meine Urlaubsgarderobe: die Kombination von meinem blauen, langen Sommerkleid, dem weinroten kurzen Sommerkleidchen und meinem dünnen weinroten Seidenbolerojäckchen.

Diesmal trug ich diesen Mix mit meinem selbstgehäkelten Regenbogen-Dreieckstuch, dem Sternen-Stirnband, mit Leggings darunter und mit Stiefletten statt Sandalen.

Regengarten und verstopftes WC:
Über den 22. April gibt es zweierlei zu berichten: Erstens, dass unser Garten endlich mal wieder ausgiebig "von oben" begossen wurde. Dem Blühhügel (und allen anderen Pflanzen) gefiel's! 

Zweitens hatten wir festgestellt, dass das Spülwasser bei unserer Toilette im oberen Stockwerk nicht ordentlich abfloss. Wir versuchten es mehrmals mit Hausmitteln wie heißem Wasser, Essig und Natron sowie mit einer Rohrreinigungswelle, aber letztendlich musste dann doch eine Firma kommen. Zu unserer Überraschung fuhren die Arbeiter mit einem riesigen LKW vor. Ein langes Rohr wurde durch unser Treppenhaus gezogen und in unser WC eingeführt, und die Verstopfung damit herausgesaugt. Wir waren skeptisch, aber nun funktioniert es wieder.

Trauer um "Ostbahn-Kurti":
Am 24. April starb der beliebte österreichische Musiker, Sänger und Menschenrechtsaktivist Willi Resetarits alias Dr. Kurt Ostbahn bei einem Treppensturz. Ihr wisst, dass ich nur selten In-Memoriam-Beiträge über Prominente poste - ich glaube, bisher brachte mich nur J.J. Cale im Jahr 2013 dazu - doch zu Willi hatten wir einen etwas "persönlicheren" Bezug. 

Er war nicht nur einst (als er noch Anglistik und Sport studierte, mit dem Ziel, Lehrer zu werden) ein Studienkollege meines Bruders - Edi und ich standen sogar einmal mit Wilhelm auf derselben Bühne: im Jahr 2009 bei einer Live-Sendung im Wiener Radio-Kultur-Haus! HIER ist der Link zu meinem Blog-Artikel von damals; unten seht ihr eine Collage mit Bildern aus diesem alten Posting.


Allerdings haben wir auf dieser Bühne nicht gesungen (ein Glück für alle Zuhörer!) - wir hatten uns an einem Wiener Mundart-Roman des Radiosenders beteiligt, und mehrere unserer eingereichten Kapitel waren tatsächlich verwendet worden. 

An diesem Tag im Jahr 2009 wurde der frisch gedruckte Hörer-Roman im Radio präsentiert - und außerdem ein von Edi und mir zusätzlich verfasster Epilog verlesen: Willi Resetarits las damals unseren Text gemeinsam mit den beiden Schriftstellern Andreas Pittler und Stefan Slupetzky (die das Werk betreut und redigiert hatten) in verteilten Rollen. Und er tat uns sogar kund, dass wir mit dieser "Fleißaufgabe" einen Herzenswunsch seiner seligen Mutter erfüllt hätten, die sich nach einem Film oder Roman immer zu erfahren gewünscht hatte, wie die Schicksale der Protagonisten weiter verliefen. 

Für den Sommer 2020 hatten wir Karten zu einem Ostbahn-Kurti-Konzert in Podersdorf am Neusiedlersee gekauft. Dieses Konzert wurde wegen Covid-19 auf 2021 verschoben. Aber im August 2021 gab es immer noch massive Covid-Einschränkungen, und so verschob man das Konzert auf den August 2022...

Daraus wird nun nichts mehr - leider werden wir Willi nie mehr live singen hören. Und nicht nur wir werden ihn vermissen, auch alljene, denen er Gutes tat - denn Willi Resetarits engagierte sich jahrzehntelang für Menschenrechte, gründete unter anderem das Integrationshaus Wien und war Mitbegründer der Organisationen Asyl in Not und SOS Mitmensch. Am Samstag - nur wenige Stunden vor seinem Tod, moderierte er noch den Flüchtlingsball im Wiener Rathaus - ein Projekt, das ihm sehr am Herzen lag. 

Ruhe sanft? Nein, lass es weiterhin krachen, Willi aka Kurti, und lass dir nix gefallen!

Eine Walking-Runde im April

Besuch meiner Freundin Daniela:
Am 29. April besuchte uns meine ehemalige Arbeitskollegin Daniela, eine der wenigen "Büro-Freundinnen", die ich während der letzten 20 Berufsjahre gefunden habe. (Sie war an diesem speziellen Arbeitsplatz mein persönliches "Licht im Dunkel".) Abermals hatten wir Glück mit dem Wetter und konnten unser Wiedersehen im Pavillon feiern.

 

Es folgt ein genauerer Blick auf mein schrankgeshopptes Outfit dieses Tages. Auch davon kennt ihr bereits ähnliche Kombinationen - z.B. eine, die ich HIER gezeigt habe. Das Kleid habe ich vor einigen Jahren von schwarz-weiß auf schwarz-orange umgefärbt, die Jacke von beige auf lila - und die Kombination von Orange- und Lilatönen liebe ich seitdem heißer denn je!

 

Calexico-Konzert:
Am letzten Tag im April konnten wir erstmals seit fast drei Jahren ein Konzert besuchen - Calexico, unsere Lieblingsband, gastierte wieder in Wien - im MuseumsQuartier (kurz MQ). Auch an diesem Tag war mir nach der oben genannten Farbkombination - aber weil ich bei Konzerten gerne tanze (oder bei wenig Platz zumindest mit dem Hintern wackle 😉) bevorzuge ich da Kleider oder Röcke. Und so wurde es an diesem Abend mal wieder mein beschwingter Schmetterlingsrock, den ich 2018 aus Thailand mitgebracht habe.

Vor dem Konzert hatten wir noch Zeit für ein kleines Abendessen, das wir in einem der gemütlichen Outdoor-Restaurants beim MQ genossen. Rund um die Kunsthallen hat sich eine tolle junge Lokalszene entwickelt, in der auch wir "nicht mehr ganz so Jungen" uns sehr wohl fühlten 😊.
 

 
Weil wir gerade bei Calexico gern in der ersten Reihe stehen, gingen wir sehr frühzeitig zum Einlass - und dort begegneten uns gleich einige Calexico-Fans, die wir schon bei früheren Konzerten dieser Band getroffen hatten. Durch das Plaudern mit ihnen verging die Wartezeit recht schnell. Auch wenn Calexico seit dem Hit "Crystal Frontier" zu den einigermaßen bekannten Bands zählt, herrscht sowohl innerhalb der Fangemeinde als auch mit der Band eine irgendwie "familiäre" Stimmung. Und wenn Joey Burns sich mit einer seiner Gitarren direkt vor uns in Foto-Pose wirft, macht er das stets mit einem sehr sympathische Augenzwinkern.
 
Und seht mal, auch die Band hüllte sich farblich zeitweise in Lila-Orange-Töne 😊.

Katze und Flieder
Nun möchte ich euch noch ein paar Fotos von unserer lieben Katze Nina bieten. Die Fotos sind zwar vom 5. Mai - da hatte Nina ihren 19. Geburtstag - und passen daher nicht wirklich in den April-Rückblick, aber zusammen mit dem April-Flieder und dem Zierlauch von Anfang Mai fügen sie sich doch ganz gut in die oberen Lila-Laune-Bilder ein. 
 

Und einige von euch haben sich nach ihr erkundigt wegen des Problems, dass Ninas Lieblingsnachbarn (unsere Nachbarn zur Linken) ihren Teich erneuern und wir Nina daher nicht allein in den Garten lassen können. Diese Frage will ich nicht zu lange unbeantwortet lassen.

Ich kann euch verraten, dass es keine leichte Aufgabe ist, eine Katze, die unbedingt nach draußen will - selbst wenn sie so blind ist wie unsere Nina - nicht nach draußen zu lassen. Nina schreit in diesem Fall sowohl bei uns als auch bei den Nachbarn, und zwar lauthals (und an besonders schwerigen Tagen stundenlang). 

Wir haben versucht (und versuchen immer noch), es so gut wie möglich durchzustehen, und Nina wird entweder von uns oder den Nachbarn hin- und hergetragen oder nur dann aus dem Haus gelassen, wenn die Arbeiter noch nicht oder nicht mehr im Garten zugange sind. Jasmin hat für unser "Gemeinschaftskätzchen" außerdem schon einen "Weg" aus Steinen gelegt und mit ihr "abgegangen" (wie den Schulweg mit einem jungen Schulkind 😊), damit Nina nicht in die neu ausgehobene (erweiterte) Teichgrube fällt und damit sie den Weg von einem Garten zum anderen besser finden kann.

Wir alle wollen es unserer kleinen Maus gerne noch so lange wie möglich schön machen, denn als wir neulich bei der Tierärztin waren, um Nina eine kräftigende Infusion und Vitamine geben zu lassen, wurde uns bestätigt, was wir ohnehin schon befürchtet haben: Dass die harte, allmählich wachsende Geschwulst an Ninas rechter Seite aller Wahrscheinlichkeit nach bösartig ist... 

Wie lange Nina noch hat, kann uns niemand sagen. Eine Operation kommt für uns jedenfalls bei einer so alten Katze nicht in Frage. Sowohl wir als auch unsere Nachbarn werden versuchen, ihr einfach noch eine gute Zeit zu verschaffen - und ab und zu bekommt sie jetzt eben Infusionen und Vitaminspritzen, denn danach ist sie bei besserem Appetit...

Tja, ihr Lieben, das war's also mit den Ups and Downs des Monats April. Ich danke euch sehr für euer Interesse - lieb dass ihr mich besucht habt, obwohl ich zur Zeit viel unterwegs bin und daher eher selten zu Gegenbesuchen komme. Aber ich bemühe mich auch jetzt, immer wieder mal den einen oder anderen Blogbesuch zu unternehmen. Und nächste Woche geht es (endlich!) mit einem Italien-Reiseberichts-Kapitel weiter.

 

Bis bald und alles Liebe,

💗 eure   T r a u d e 💗



Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

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Sonntag, 8. Mai 2022

Monatsrückblick auf den April - Teil 1

Servus ihr Lieben,

... ich hoffe, ihr habt die ersten Mai-Tage gut verbracht! Vielen Dank für all eure tollen Kommentare zu meinem Wanderlust-Post und auch zu meinem vorangegangenen Reisebericht über Lucca - freut mich, dass euch der so gut gefallen hat! Nun ist es aber höchste Zeit für einen Rückblick auf den April 2022!

April-Wetter:
Dass der April ein Monat der Wetterkapriolen ist, zeigte er gleich von Beginn an; bei manchen von euch gab es schon am ersten Tag einen Aprilscherz in Form von Schnee. Erst am 2. April schneite es auch bei uns ein wenig (der Schnee blieb hier zum Glück jedoch nicht lange liegen). Es gab aber ebenso Sonnenschein, jede Menge Wind oder Sturm und endlich (den im März so heiß ersehnten) Regen 🌦️☔🌨️
 
In den vergangenen Jahren war der April bei uns oft wärmer als der Mai, teilweise mit sommerlichen Temperaturen - im April 2022 war das anders, wir kamen aus den warmen Jacken nur an wenigen Tagen heraus (was ziemlich unpraktisch ist, wenn man sich gerade in einer Zeit hoher Heizkostenpreise befindet. Aber ich will nicht jammern, immerhin können wir noch heizen. Und ein heißer April fühlt sich hierzulande sowieso seltsam an.) 
 

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Was hier wie eine "Himmels-Leiter" aussieht ist die Leiter unserer immer noch renovierenden neuen 
Nachbarn an unserem Gartenzaun. (Angeblich wollen sie jetzt Ende Mai einziehen.)

 
Frühlings-Erwachen: 
Der April zeigte auch, das er ein Monat des Erwachens ist. Unten seht ihr beispielsweise mein vor zwei Jahren angelegtes Terrassen-Beet, genannt "Blüh-Hügel". Anfang April blühten hier jedoch bloß ein paar Narzissen und Hyazinthen (siehe obere Reihe der folgenden Collage). Zwei Wochen später sah das schon ganz anders aus (siehe großes Foto von Mitte April). Die Tulpen, deren Zwiebel mir meine Freundin Brigitte im Vorjahr geschenkt hat, sind voll durchgestartet und wunderschön:
 

Der blühende Felsenbirn-Baum sah bei jeder Witterung zauberhaft aus.

 
Umweltbesprechung:
Zu einer weiteren Umweltbesprechung im Rathaus unserer Gemeinde zog ich mein zwölf Jahre altes koffertaugliches Viskosekleid an - denn was passt besser zu einem Umweltthema als nachhaltige, schrankgeshoppte Kleidung? Vielleicht noch die Trendfarbe GRÜN als Ergänzung? Zum Glück besitze ich ein (ebenfalls mehrere Jahre altes) grünes Jäckchen und eine grüne Kette. (Eine andere Kombination des Kleides seht ihr weiter unten.)
 

Country Overshoot Day:  
Der Earth Overshoot Day gibt an, wann die Weltbevölkerung die natürlichen Ressourcen aufgebraucht hat, die sich innerhalb eines Jahres regenerieren könnten. Dieses Datum wird alljährlich vom Global-Footprint-Netzwerk errechnet - und es gibt auch Berechnungen für die einzelnen Länder dieser Welt. Der Country Overshoot Day für Österreich fiel im Jahr 2022 auf den 6. April.
Grafik von HIER
 
 
Das bedeutet: Würden alle Bewohner der Erde so leben wie die Einwohner Österreichs, wären die Welt-Ressourcen für dieses Jahr bereits am 6. April verbraucht! Ich muss sagen, ich geniere mich für unser Land - damit sind wir nämlich die "Looser im deutschsprachigen Dreiländereck": Der Erschöpfungstag 2022 für Deutschland war der 4. Mai (übrigens ebenso wie der von Israel); jener der Schweiz ist der 13. Mai. (Auch kein Renommee, aber immerhin besser als wir...)
 
Das schlechteste Beispiel weltweit gibt Katar ab (10. Februar!), knapp gefolgt von Luxemburg (14. Februar), mit etwa einem Monat Abstand folgen Canada, USA und Vereinigte Arabische Emirate (alle: 13. März) und Australien (23. März) ... Wir alle liegen damit im vordersten Drittel der Verschwender - wie der Großteil der wohlhabenden Länder dieser Erde.  
 
HIER kommt ihr zur gesamten Länder-Aufstellung (in englischer Sprache) sowie HIER zu einigen interessanten Erläuterungen (in deutscher Sprache). 


Fest steht: Weltweit steigt der Verbrauch, anstatt endlich reduziert zu werden. Es ist höchste Zeit, dass wir alle die Reißleine ziehen - also unseren Konsum einschränken, auf die Ernährung achten (bio, regional) und viel weniger Fleisch essen, keine Lebensmittel verschwenden, vermehrt auf Öffentliche Verkehrsmittel umsteigen (oder Fahrrad fahren, zu Fuß gehen), Strom und Wasser sparen, auch an kalten Tagen die Heizung um 1 Grad herunterdrehen und einen Pullover mehr anziehen, generell mehr über die Auswirkungen und Folgen nachdenken bei allem, was wir tun. Denn auch die nächsten Generationen wollen noch auf dieser Erde leben können.

Ich glaube, es ist machbar, die Balance zu finden zwischen einer guten Lebensqualität und der Schonung der Umwelt, wenn wir ein bisschen und unser eigenes Verhalten hinterfragen und korrigieren.

 
Familienzeit:
Apropos "die nächsten Generationen": Natürlich war im April auch wieder Zeit, um meine Tochter und meinen Enkelsohn zu treffen 😍. 

Jana bereitet für Jamie inzwischen die verschiedensten Gemüsebreie zu (richtig vorbildlich - aus Biogemüse mit dem Thermomix), und  wie man sieht, schmeckt's ihm 😊. 

Am 20. April wurde unser kleiner Sonnenschein Jamie 5 Monate alt. Jana gestaltet zu jedem "Monats-Geburtstag" ein Bild von ihm mit seiner Geburtstagszahl und schreibt ein paar Zeilen dazu - diesmal zum Beispiel: "Mittlerweile robbe ich mich schon fleißig vorwärts und arbeite weiter an meinen Krabbel-Künsten."


Auch meine drei Enkel-Katzen kommen nicht zu kurz: Jana bastelte für Yommee, Chiller und "Findelkind" Nala ein neues Spielhaus aus Windel-Verpackungskartons. Vor allem Nala, die Jüngste, konnte es kaum erwarten, in das Haus einzuziehen 😻. Währenddessen durfte Omi sich um Jamie kümmern 😉😍...


Wir trafen uns während der Osterferien auch noch mit anderen Familienmitgliedern - Marie-Claire, die Frau meines Cousins Norbert, kam mit den zwei jüngeren ihrer drei Kinder zu uns. Wir besuchten gemeinsam einen großen Spielplatz und hatten dort jede Menge Spaß. Auch die "alte Tante Traude" musste unbedingt rutschen 😆 - und Edi wurde zum Fangenspielen eingeteilt 😉:

Osterdeko:
In diesem Jahr habe ich nur sparsam dekoriert: In eine handgetöpferte Schale legte ich ein paar nostalgisch verzierte Ostereier und einen Stoffhasen - alles schon lange in meinem Deko-Koffer - in einer Vase arrangierte ich Palmkätzchen-Zweige, die ich schon seit Jahren verwende (man muss die ja nicht wegwerfen, solange sie noch halbwegs gut aussehen), blühende Zweige von unserer Forsythie (die ich innerhalb der Vase in ein Wasserglas stellte) sowie einen großen Keramikhasen. Dazu kamen noch ein paar kleine Porzellanhäschen und zwei Tulpen-Teelichthalter, die mir meine Tochter Jana mal geschenkt hat.

Kino-Abend:
Am 20. April machten wir uns einen schönen Abend mit Kino und essen gehen in Baden. Zu dem Zweck peppte ich mein Kleid, das ihr oben schon gesehen habt, mit ein paar roten Elementen auf - passend zur Zierquitte, siehe letzte Collage 😉. Ich finde, die Wirkung des Kleides verändert sich sehr stark durch die unterschiedlichen "Farbbeigaben". So lässt sich jedes Kleidungsstück immer wieder verwandeln.


Als große Freunde des Potter-Universums "mussten wir natürlich" den neu erschienenen 3. Teil der Filmreihe Phantastische Tierwesen - Dumbledores Geheimnisse - sehen. Es war dies der erste Kinobesuch seit 2019 und wir haben ihn entsprechend genossen, ebenso wie die Schoko-Palatschinken, die es nachher für mich gab *); der Salat mit gebackenen Hühnerstreifen war für Edi. 

*) Im April habe ich nämlich damit begonnen, ein paar mehr vegetarische Tage als bisher einzulegen; begonnen habe ich mit einer ganzen Veggie-Woche, und seither ziehe ich (als Minimum) drei vegetarische Tage pro Woche durch. Edi macht manchmal mit, manchmal nicht...

Das Restaurant, in dem wir gegessen haben, war übrigens schon mal in meinem Blog zu sehen - das ist allerdings bereits neun Jahre her - und das Lokal trug im Jahr 2013 auch noch den Namen "Café Damals". Inzwischen heist es Krennmayers Restaurant und wurde in manchen Räumen (leider) modernisiert, aber das Essen schmeckt uns noch immer gut ...

Filmplakat oben und Szenenfoto rechts Mitte aus dem Internet

... und ein paar nostalgische Details gibt es im Lokal nach wie vor zu sehen.  So zum Beispiel das Schild, das ich euch in der folgenden Collage zeige: "Radfahren 1. Lektion - Hilfestellung bei lernenden Damen". Auf einem derart hohen Stahlross hätte ich vermutlich auch eine massive Hilfestellung benötigt 😄. 

Mittig seht ihr ein Plakat, das auf den nächsten Termin des wunderbaren, informativen Foto-Festivals La Gacilly-Baden hinweist, über das ich euch in meinem Blog schon mehrmals erzählt habe (z.B. HIER). Am 9. Juni geht es wieder los - das Thema ist diesmal "Nordwärts".


In der unteren Reihe seht ihr abermals etwas Leckeres - es handelt sich dabei um unseren Versuch, den von Ela vorgestellten Croissant Auflauf nachzubacken. Elas Auflauf sah zugegebenermaßen besser aus, was vielleicht auch daran lag, dass wir Tiefkühlbeeren und (palmölfreien) Nougataufstrich verwendet hatten - geschmeckt hat er jedenfalls sehr gut 😋! (Ich esse allerdings an meinen Veggie-Tagen nicht nur Süßes, sondern durchaus auch Gemüse 😉).
 
Neues vom Art-Journal:
In meinem Rückblick auf den restlichen Februar und den halben März erzählte ich euch unter anderem, dass ich mein altes, im Jahr 1986 begonnenes "Freudenbuch" in ein Art-Journal umzuwandeln begonnen habe.:Ich picke mir eine Doppelseite heraus und gestalte aus den damals eingeklebten Inspirations-Bildern oder -Texten etwas Neues. Eine dieser Doppelseiten habe ich euch bereits in meinem März-Beitrag gezeigt - hier kommen ein paar weitere, die zwischen Mitte März und Ende April entstanden sind:

Ich handhabe das also nicht wie bei einem wirklichen Tagebuch, sondern gestalte diese Seiten nach Lust und Laune, wenn gerade Zeit ist. Und mir ist aufgefallen, dass ich dabei ein sehr starkes Bedürfnis nach blumigen Gestaltungen und freudigen oder optimistischen Texten habe. Ich glaube, das ist der aktuellen Weltlage geschuldet - in meinem Art-Journal aka Freudenbuch lebe ich mein Bedürfnis nach einer heilen, bunten Welt aus... und spüre, dass mir das gut tut.


Bei der Frau in den gerüschten Kleidern oben handelt es sich um die New Yorker Performance-Künstlerin Colette. Ich habe in den 80er-Jahren einen Cosmopolitan-Artikel über sie gelesen, fand es wunderbar, dass sie (im Gegensatz zu mir) ihren künstlerischen Lebenstraum auszuleben schafft, schnitt den Artikel und die Fotos von ihr aus und klebte mir das alles in mein Freudenbuch - geleitet von der der Hoffnung, die viele andere auch haben: Dass ich vielleicht eines Tages den Absprung aus dem ungeliebten (aber wirtschaftlich notwendigen) Büroleben schaffe und fortan vom Malen oder Schreiben leben kann (oder von anderen künstlerischen Dingen, die mit Farben, Formen, Buchstaben oder Natur zu tun haben) ...

 

Nun, wie ihr wisst, ist mir das nicht gelungen; ich blicke auf diese Träume heute milde zurück. Aber seit geraumer Zeit genieße ich mein Pensionistendasein... und habe mich verrückterweise (trotz der bedenklichen Weltlage inklusive Covid, Umweltverschmutzung und Klimawandel, trotz der auf uns zukommenden Einschränkungen, trotz meiner "voranschreitenden Jugend" - manche nennen es auch Alterungsprozess 😉 ...) noch nie zuvor in meinem Leben so frei und zufrieden gefühlt wie in den letzten beiden Jahren.  

Daran lässt sich gut erkennen: Zufriedenheit hat nicht zwangsläufig mit dem Außen zu tun - das Gefühl entsteht im Inneren. Es hat nichts damit zu tun, ob man erreicht hat, was man sich einst erträumte. Und es bedeutet auch nicht, dass man, um zufrieden sein zu können, alles Unangenehme verdrängen und die Augen verschließen muss - ich engagiere mich z.B. für den Umweltschutz (und ein bisschen auch für Menschenrechte) und bekomme täglich Mails von entsprechenden Organisationen, die mir zeigen, wie vieles im Argen liegt. 

Es hilft allerdings, wenn man sich nicht permanent mit den Schattenseiten der Welt und der Menschheit beschäftigt, sondern immer wieder neue Kräfte tankt, indem man Dinge tut, die man liebt und die Freude erzeugen

Die Japanische Zierquitte hüllte sich im April in ein attraktives rotes Kleid.
 
 
Das war's mit der ersten Hälfte meines April-Rückblicks, den zweiten Teil bekommt ihr demnächst zu lesen. (Ich weiß noch nicht, ob ich vorher ein weiteres Italien-Kapitel fertigstellen kann oder nicht - in den nächsten Tagen werden nämlich ziemlich oft unterwegs sein... (Seid mir daher bitte auch nicht böse, wenn es mit meinen Blogbesuchen und Kommentaren in diesem Monat ein Weilchen dauert.)

 

Herzliche Rostrosengrüße

 🍰🌷💖 und an alle, die heute den Muttertag begehen, 

alles Liebe und Gute und viel Spaß beim Feiern! 💖🌷🍰

eure   T  r  a  u  d  e




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Dienstag, 12. April 2022

Großtrappen-Balz: Ausflug zum Vogelschutzgebiet

Servus ihr  Lieben!

 

Um die Balz der Großtrappen zu beobachten, trafen wir am 26. März 2022 wieder in derselben Besetzung zusammen wie schon bei unseren Ausflügen zum Dionysos-Wanderweg und nach Orth an der Donau oder nach Bad Vöslau - mit unseren Freunden Brigitte und Peter sowie Gabi und Rudi. 

Und es stießen noch ein paar weitere "Natur-Verrückte" dazu. Entschuldigt bitte - aber ein bisserl verrückt muss man schon sein, wenn man um 5 Uhr aufsteht, um irgendwo im Burgenland ein paar weit entfernte seltsame Vögel zu beobachten 😁*)

*) Dabei sind wir gerade noch halbwegs heil davongekommen - Rainer Raab, der Vogelexperte, der unser Grüppchen anführte, hatte ursprünglich als Treffpunkt 5 Uhr vorgeschlagen. Das hätte 3 Uhr aufstehen bedeutet! 😅 Glück gehabt - denn wir zählen nicht gerade zur Spezies der Morgenmenschen, im Gegenteil 😁!

 

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Die "Natur-Verrückten" im Europaschutzgebiet (Fotos: Traude)

Es gibt auf dieser Welt nur noch wenige Orte, wo man Großtrappen antreffen kann - dieser ist einer davon... Das Vogelschutzgebiet befindet sich im Dreiländereck Österreich - Ungarn - Slowakei. Die weite, offene Landschaft bietet ideale Lebensbedingungen für die Trappen und für viele weitere Vogelarten. 
 
Trotzdem waren die Trappen auch hier vom Aussterben bedroht. Vor allem durch die Intensivierung der Landwirtschaft und die Errichtung von Mittel- und Hochspannungsleitungen kam es zu einem dramatischen Bestandseinbruch. Die Jagd tat ihr übriges: Im Jahr 1995 gab es im Burgenland nur noch 90 Exemplare!
 
Doch durch intensive Schutzmaßnahmen hat sich der Bestand der Großtrappe in den letzten Jahren hier bemerkenswert erholt: In der Winterzählung 2021 wurde ein Bestand von 620 Tieren festgestellt, davon leben allein in der Region Parndorfer Platte - Heideboden 540 Großtrappen! Wir erfuhren, dass es weltweit keinen Ort mit einer größeren Bestandsdichte dieser Vögel gibt!
 
Rechts unten seht ihr Mag. Dr. Rainer Raab, den Mitteleuropäischen Trappenkoordinator und 
Trappenbetreuer, der unsere Truppe begleitete und uns viel Interessantes über Großtrappen und 
andere in der Region lebende Vögel erzählte. (Fotos: Traude)
 

Die Schutzmaßnahmen:
Die Jagd auf die Großtrappe ist mittlerweile europaweit verboten, doch das allein würde nicht ausreichen. Um Störungen der Vögel zu vermeiden, wurden allein im Bezirk Neusiedl am See 9000 Hektar zum "Natura2000"-Schutzgebiet erklärt. Hochspannungsleitungen (die Haupt-Todesursache von Großtrappen) wurden in diesem Gebiet Trappen-sicher gemacht, Niederspannungsleitungen im Boden verlegt
 
Rainer Raab, der seit 1999 im Großtrappenschutz tätig ist und seit 2005 im Greifvogel-Schutz arbeitet, erzählte uns außerdem, dass Telemetrie-Studien mit Raubvögeln und der Großtrappe wichtige Instrumente zum Schutz der Tiere sind: Die Tiere werden mit Sendern versehen, um herauszufinden, wie gefährlich Stromleitungen, Windparks etc. für diese Vögel sind. 
 
[Zum Thema Windparks gibt es in diesem Zusammenhang übrigens eine gute Nachricht: Sie haben sich als längst nicht so gefährlich erwiesen, wie gerne angenommen wird - Windkraftwerke stehen bei den Todesursachen von Großtrappen und Greifvögeln erst an siebenter Stelle. Stromleitungen z.B., aber auch intensive landwirtschaftliche Nutzung und leider ebenso Gift sind viel gefährlicher für diese Tiere. Mehr Infos zum Thema HIER und HIER.]

(Fotos: Brigitte)
 
Außerdem werden Bauern dafür entschädigt, ihre Felder brach liegen zu lassen. (Ich dachte immer, manche Bauern wären inzwischen zu faul, um sich um ihre Felder zu kümmern, dabei geht's hier um Naturschutz! 👍)  In der folgenden Collage links oben seht ihr z.B. eine solche Trappenbrache. (Und daneben seht ihr ganz klein schon ein paar Trappen.) Auch für andere Bodenbrüter wie z.B. Kiebitze ist es wichtig, dass manche Felder unbestellt bleiben. Deshalb wird zuweilen einfach ein Streifen auf einem Feld freigelassen - siehe untere Reihe Mitte. 

Rainer Raab befürchtet allerdings auch hier Auswirkungen des Ukrainekrieges: Da der Getreide- und Rapsanbau in der Ukraine wegfällt und Versorgungs-Autarkie in den einzelnen Ländern generell wichtiger wird, könnte es sein, dass die Förderungen für brach liegende Felder bald wegfallen oder im Vergleich zu bestellten Feldern zu wenig einbringen. Dann ist die Frage, wie wichtig den jeweiligen Bauern der Naturschutzgedanke ist...
 
(Fotos: Traude)

Und nun möchte ich euch den Vogel, über den ich hier die ganze Zeit spreche, endlich näher vorstellen:
 
Die Großtrappe (Otis tarda) zählt zu den schwersten flugfähigen Vögeln der Welt. (Nur manche der in Afrika vorkommenden Riesentrappen sind schwerer). Erwachsene Trapphähne haben ein Gewicht von etwa 8 bis 16 Kilogramm, eine Körperlänge von etwa 105 Zentimeter und eine Flügelspannweite bis zu 260 cm. Das Weibchen wird meist nur halb so groß und schwer. Großtrappen können bis zu 20 Jahre alt werden. Die Großtrappe hat ein rötlichbraunes, geschecktes Gefieder. 

Während der Balzzeit präsentieren die Hähne "stolz" ihre weißen Balzfedern. Sie heben diese Federn auf eine Art und Weise an, dass es aussieht, als würden sie ihr Innerstes nach außen stülpen. Sie sind dadurch auch auf große Entfernung gut zu erkennen.

Einst war die Großtrappe in den Steppen in einem großen Gebiet zwischen Marokko, Spanien und der Mongolei heimisch. Dazu Rainer Raab: "In der Steppe gibt es keine Hindernisse in der Luft. Deshalb liegen die Augen der Großtrappe evolutionsbedingt an der Seite des Kopfes. Die Großtrappe sieht zwar sehr gut, was um sie herum passiert, nach vorne sieht sie aber eher schlecht. Deshalb erkennt sie Hochspannungsleitungen zu spät. Die Tiere erreichen Fluggeschwindigkeiten bis zu 60 km/h. Eine Kollision mit den Leitungen endet deshalb meist tödlich.“ (Quelle)

ACHTUNG: Die folgenden Fotos hat niemand aus unserer Gruppe aufgenommen - sie stammen aus dem Internet:

Fotos aus dem Internet: Die oberen drei Fotos stammen aus Wikipedia, Bild der fliegenden 
Großtrappe von HIER, balzender Trapphahn und Trapphenne während der Balzzeit von Freepik.

 
Ich zeige euch diese Nahaufnahmen, damit ihr die Vögel, um die es geht, genauer erkennen könnt. So nahe kamen wir an die Großtrappen nämlich nicht heran -  sie sind extrem scheue, wachsame und störungsempfindliche Vögel. Störungen während des gesamten Jahres, vor allem aber während der Brutzeit, führen zu einer Schwächung der Tiere und zu einer Bedrohung der Population. Wir haben uns sagen lassen, dass man solche Fotos fast nur zustandebringt, wenn man sich auf äußerst behutsame Weise in unmittelbarer Nähe der Balzgebiete eine getarnte Foto-Grube oder ein Tarnzelt baut und darin übernachtet. Und auch dann nur mit sehr, sehr viel Geduld und einer guten Fotoausrüstung...

Foto- und Beobachtungs-Ausrüstung:
Unten seht ihr teilweise, wie unser Trüppchen ausgerüstet war: Manche setzten vor allem auf Beobachtung mit leistungsstarken Ferngläsern und Teleskopen. Letztere waren wirklich gigantisch gut - wir durften ebenfalls durchsehen, das war ein "WOW-Effekt". Manche hatten Kameras mit mehr oder weniger zweckdienlichen Teleobjektiven dabei. Edi und ich brachten auch diesmal wieder unsere "Afrika-Ausrüstung" mit, also die Objektive, die wir z.B. in Namibia erfolgreich für unsere Fotosafaris verwendet haben. Schon damals haben wir uns mit dem leistungsstärkeren Sigma 150-600mm Contemporary abgewechselt. Diesmal durfte Edi dieses "Monsterobjektiv" verwenden und ich hatte das übliche "Reiseobjektiv" Nikkor 18-200 auf meine Nikon 5300 aufgeschraubt. 

Zu Beginn war's noch bitterkalt [daher meine "Pferdedecke" 😉] (Fotos: Brigitte, Gabi, Peter, Traude)

Allerdings war meine Objektivwahl nicht perfekt. Ich konnte damit leider kaum Trappenfotos machen - die Vögel waren dafür viel zu weit entfernt. Mit solchen Distanzen hatte ich einfach nicht gerechnet bzw. mich zu sehr auf Edi und das Monsterobjektiv verlassen - beim nächsten Mal nehme ich meine Coolpix P900 zusätzlich mit. Die ist zwar etwas langsam und die Bilder wirken immer etwas flach / konturlos, aber sie hat ein 24-2000 mm-Objektiv. Damit wäre ich an die Trappen ein gutes Stück näher rangekommen. (Schnell muss man bei Trappen ohnehin nicht sein, außer wenn sie fliegen...)

Und Edi hatte an diesem Tag unerwartete Probleme mit dem Sigma-Objektiv: Seine Kamera zeigte manchmal Fehlermeldungen, manchmal nicht, das Scharfstellen (ob nun händisch oder automatisch) wollte nur ab und zu klappen... - offenbar gab es irgend ein Kontaktproblem, das sich während des ganzen Ausflugs nicht auf Dauer lösen ließ. Erst gegen Schluss setzten wir das Sigma endlich auf meine Kamera auf 🙈 - das klappte dann etwas besser. 
 
Ein paar Fotos von Trappen und anderem Getier sind Herrn Rostrose aber trotz seiner Kameraprobleme zum Glück doch gelungen - z.B. diese hier:
 
Linkes Foto mit dem einzelnen Rehbock - rechts darüber sieht man auch noch einen Kiebitz fliegen (Fotos: Edi)

Gabi hatte sich Brigittes Canon ausgeliehen, weil ihre eigene in Bad Vöslau kaputt gegangen war (und hoffentlich repariert werden kann) - mit dem Superzoom gelangen ihr die folgenden Aufnahmen. In der Mitte könnt ihr besonders gut drei balzende Hähne erkennen. Die Hähne balzen übrigens nur in den Morgenstunden, daher hat sich das frühe Aufstehen gelohnt! Das Reh im Hintergrund zeigt sich von der Balzerei völlig unbeeindruckt, aber vielleicht sind manche Hennen von der Show begeistert? (Wir Tierbeobachter waren es in jedem Fall! 😊)

(Fotos: Gabi)

Wenigstens schaffte ich mit meinem Objektiv Landschaftsaufnahmen (inklusive Maulwurfshügeln) und einige Fotos von anderen, weniger weit entfernten Tieren, wie z.B. von diesen beiden Graureihern (Ardea cinerea) oder von einigen aufgeregt umherhoppelnden Feldhasen. (Ostern ist schließlich nicht mehr weit! 😉🐇)

(Fotos: Traude)

Nächste Collage (im Uhrzeigersinn): fliegende Großtrappe, Trapphennen im Feld, männliches blühendes Weidenkätzchen der Sal-Weide (Salix caprea), fliegende Lachmöwe (Chroicocephalus ridibundus), Trapphennen, Rehe:

(Fotos: Gabi)

Nächste Collage: Rotkehlchen (Erithacus rubecula), kämpfende Rehböcke,  Kiebitzschwarm (Vanellus vanellus), nochmals die Rehböcke, zwei Kiebitze, Raupe vom Zimtbär-Falter (Phragmatobia fuliginosa)

(Fotos: Gabi und Traude)

Nächste Collage: Der Geifvogel in der Mitte ist ein Mäusebussard (Buteo buteo), unten rechts mit den weißen Schwanzfedern ein Seeadler (Haliaeetus albicilla), beim Vogelschwarm links handelt es sich abermals um Kiebitze (Vanellus vanellus). Alle anderen Tiere habt ihr eh schon gesehen 😊

(Fotos: Edi)

Der Vogel ist ein Feldsperling oder Feldspatz (Passer montanus) - (Fotos: Traude)
(Fotos: Edi)

Die gelben Vögelchen (sowohl im Geäst als auch neben dem Baumstamm - dort leider schlecht zu erkennen) sind laut Gabi Goldammern (Emberiza citrinella). Ich habe diese hübschen kleinen Sänger schon häufig gehört und auch ab und zu gesehen, aber diesmal sind mir erstmals halbwegs brauchbare Fotos von ihnen gelungen.

(Fotos: Traude)

Nächste Collage - oben von links nach rechts: männliche Weidenkätzchen der Sal-Weide, Wacholderdrossel (Turdus pilaris), weibliche Weidenkätzchen der Sal-Weide (Salix caprea) - unten wieder die konkurrierenden Rehböcke.

(Fotos: Gabi)

Natürlich sahen wir all diese Tiere nicht nur an einem einzigen Ort, wir mussten uns teilweise auf abenteuerliche Pfade begeben, z.B. auf diese nicht sehr vertrauenerweckende Brücke. Ich fotografierte Gabi bei der erfolgreichen Überquerung, dann fotografierte sie uns, und auch das schöne Seeadler-Foto ist Gabis Werk. Edi fotografierte das Schilf, das sich im Wind wiegte. Kalt war es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr, wie man an meiner inzwischen abgelegten Jacke erkennt.

(Fotos: Gabi, Edi und Traude)

Zwei Graureiher (Ardea cinerea) und ein Silberreiher (Ardea alba) - (Fotos: Traude)

Nächste Collage - oben von links nach rechts: Kaiseradler (Aquila heliaca), Gewöhnliche Schuppenwurz (Lathraea squamaria), Mäusebussard (Buteo buteo); großes Foto, ganz toll von Gabi erwischt: Turmfalke (Falco tinnunculus).

(Fotos: Gabi und Traude)

Bei den folgenden Fotos hatten Edi und ich teilweise schon unsere Objektive getauscht. Nur bei dem Foto in der oberen Reihe links noch nicht, deshalb ist der mittig am Schilfrand stehende Silberreiher, den ich fotografiert habe, kaum zu sehen. Die fliegenden Lachmöwen (Chroicocephalus ridibundus) auf dem Foto daneben und auf dem großen Foto erkennt man aber schon recht gut 😊:

(Fotos: Edi und Traude)
 
Leider war nicht alles, was wir gesehen haben, ein erfreulicher Anblick. Unten seht ihr z.B. den Flügel eines toten Rebhuhns - vermutlich gerissen von einem Greifvogel - armes Hendl, aber das gehört eben zur Natur, fressen und gefressen werden. Der Müll hingegen gehört nicht zur Natur: Links unten eine Plastikfolie, die schon eingeackert wurde und somit eines Tages zu Mikroplastik wird, rechts unsere Sammlung von Patronen, die wir vor allem am Ufer eines kleinen Teiches in rauhen Mengen fanden. Brigitte hat sie mitgenommen, fachgerecht entsorgt und das Foto an die entsprechende Stelle gesandt, um sich dort darüber zu beschweren, dass die Jägerschaft offenbar nicht imstande ist, den selbst verursachten Müll wieder zu entfernen... (Ich weiß zum heutigen Zeitpunkt nicht, ob sie darauf bereits eine Antwort erhalten hat.)

(Fotos: Brigitte)

Bei den schwimmenden Vögeln, die Gabi fotografiert hat, handelt es sich um Kampfläufer (Calidris pugnax), streng geschützte Zugvögel. Von ihnen lassen die Jäger also hoffentlich ihre Finger. Woher der deutsche Name dieser hier so friedlich dahinschwimmenden Schnepfenvögel stammt, weiß ich leider nicht ganz genau. Aber vermutlich gibt es einen Zusammenhang mit dem Balzverhalten der Männchen, die sich (wie ich HIER gelesen habe) "während der Balz zu avifaunistischen Bodybuildern" aufblasen, "zu machohaft grotesken, brustgeschwellten Figuren" 😁 und Kämpfe mit Rivalen austragen...

(Fotos: Gabi und Traude)

Nach unserer Tour gönnten wir uns ein feines und verdientes spätes Mittagessen in einem gemütlichen Gastgarten. Wir alle waren sehr zufrieden mit diesem Tag, denn wir hatten viel gesehen und dazugelernt.

(Fotos: Gabi)

Das folgende Sonnenuntergangsfoto konnte Gabi auf der Heimfahrt durchs Marchfeld aufnehmen, und auch die anderen beiden Fotos stammen noch von ihr - Knäkenten (Spatula querquedula) im Flug und eine Bachstelze (Motacilla alba).

(Fotos: Gabi)
 
Da mir an diesem Tag kein Schild für Artis Schilderwald vor die Linse sprang, bekommt ihr heute eine weitere aus Bad Vöslau mitgebrachte Sprüchetafel zu sehen: "Wenn du jemanden ohne Lächeln siehst, gibt ihm Deines!" - das ist doch eine wundervolle Aussage. Und aus meinem Archiv habe ich auch noch ein altes Foto für Novas Tor in die neue Woche - fotografiert während unseres Barcelona-Kurzurlaubs im April 2012, und somit schon 10 Jahre alt!
 
(Fotos: Traude)

 

Ihr Lieben, das war's für heute! Wie immer hoffe ich, dass ihr gerne mit dabei gewesen seid und meine Schilderungen für euch interessant waren. Bei Gabi, Rainer und Brigitte bedanke ich mich herzlich für das Schließen meiner Wissenslücken im Zusammenhang mit diversen Naturthemen bzw. Tier- und Pflanzenbestimmungen.

Nun wünsche ich euch noch angenehme vor-österliche Tage und - falls wir einander davor nicht mehr lesen - schöne Osterfeiertage!

... alles Liebe,

🐣🐇🐥  eure   T  r  a  u  d  e  🐥🐇🐣




Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

beim Mosaic Monday, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta,  All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid