Dienstag, 21. April 2026

Frühlingstage zwischen Licht und Schatten (Teil 1)

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Eine wichtige Info vorab:

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Servus ihr Lieben!

 

Manchmal verläuft das Leben nicht nur in hellen Farben – das haben wir in den letzten Wochen erneut sehr deutlich gespürt.
 
In der Einleitung zu meinem vorigen Blogbeitrag habe ich bereits kurz erwähnt, dass es bei uns im familiären Kreis einen gesundheitlichen Notfall gibt 🚑🛏️ und ich deshalb derzeit womöglich seltener zum Bloggen und Kommentieren komme.

Vielen Dank an alle, die daraufhin so liebe Besserungswünsche geschickt haben 💛. 

 
 
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Ein paar blaue und graue Himmelsblicke für Heidis Galeria Himmelsblick.

 

Zum gesundheitlichen Notfall 🚑👩‍⚕️ 

Ich möchte euch diesbezüglich nicht im Dunklen stehen lassen. Es handelt sich um meine Schwägerin Anita, die Schwester meines Mannes EdiDie Situation ist leider sehr ernst - Anita hat einen offenbar sehr aggressiven Krebs, der bereits mehrfach gestreut hat. Erkannt wurde das erst, als Gehirnmetastasen einen Anfall auslösten. Bis dahin fühlte sie sich gesund und fit, spielte seit vielen Jahren Tennis, traf sich mit Freunden, ging zu Gymnastik und zum Walken in der Natur.

Manchmal schlägt das Leben sehr hart zu. Nun liegt Anita im Krankenhaus und wir wissen leider nach mehreren ausführlichen Arztgesprächen: Es ist keine Heilung mehr möglich 😢. Das Sprechen fällt meiner Schwägerin schwer, weil die Metastasen ihr Sprachzentrum beeinträchtigen, doch sie erkennt uns noch. Zu Beginn durften nur Edi und ich sie besuchen, was wir regelmäßig tun, auch wenn uns all das sehr nahegeht. 

Inzwischen dürfen auch ihre Freunde zu ihr kommen – und es ist schön zu sehen, wie oft sie das tun und wie sehr sie versuchen, Anita noch Freude zu schenken

 

Das Foto von Anita und mir links unten entstand in der Vorweihnachtszeit 2025. Am 13. April war Anitas 70. Geburtstag. 
Einen Tag später hatten wir ein Gespräch mit dem Palliativteam des Krankenhauses...

 

Soviel zu unserer derzeitigen Situation.
Mein Mann und ich sprechen viel darüber, wie schnell sich alles verändern kann – von ‚pumperlgesund‘ zu schwer krank. Wie kostbar gemeinsame Zeit ist. Und wie wichtig es ist, die Dinge zu tun, die man liebt, solange man es kann. 

Wir versuchen daher, uns weiterhin das zu bewahren, was uns Kraft gibt: Bewegung, Natur, Begegnungen mit lieben Menschen. 

Genau solche Begegnungen haben wir auch in den letzten Wochen bewusst gelebt. 💛 
Ich möchte auch weiterhin bloggen, wenn es meine Zeit erlaubt - denn es tut mir gut, euch von unseren Erlebnissen zu erzählen. Ein paar davon fanden noch vor der schlimmen Nachricht statt, andere in der Zeit danach. 


Spaziergang beim Freigut Thallern 🍇🍷

 

 
Die kleine Wanderung in den Weinbergen von Gumpoldskirchen fand beispielsweise vor einem Besuch bei Anita statt. Wir halten es da so ähnlich wie zu jener Zeit, als meine Mutter in einem Pflegeheim nahe dem Stadtrand von Wien lag und verbinden manche Besuchstage mit aufmunternden Ausflügen in der Umgebung.

Wir starteten beim Freigut Thallern mit einem köstlichen Mittagessen im Klostergasthaus – und bewegten uns dabei an einem Ort mit erstaunlich langer Geschichte. Denn dieses Weingut des Stiftes Heiligenkreuz geht tatsächlich bis ins Jahr 1141 zurück - damals schenkte Markgraf Leopold IV. dieses Gut den Zisterziensermönchen von Stift Heiligenkreuz. Kaum zu glauben, dass hier seit fast 900 Jahren Weinbau betrieben wird!

Heute ist das Freigut nicht nur eine zentrale Weinkellerei, sondern auch ein liebevoll revitalisierter Ort, an dem sich Geschichte, Genuss und Landschaft auf besonders schöne Weise verbinden.

 

 

 
Die alten Gemäuer des Freiguts bieten viele Ritzen, in denen Mauereidechsen leben. An dem sonnigen Frühlingstag sahen wir einige von ihnen geschäftig umherhuschen, aber nur zwei ließen sich fotografieren: 

 
Ein paar Eidechsen für Eileen 🦎☀️
Durch dieses Tor sind wohl keine Riesen geschritten...
 
 
Hier konnten wir ein weiteres Stück des Beethoven Wanderweges kennenlernen. Wer schon länger in meinem Blog liest, weiß auch, dass wir bereits einige Teilstücke dieses Weges gegangen sind.
 
 
Der Wanderweg bot an diesem Tag herrliche Blicke auf den Schneeberg - und die Weinhänge leuchteten frühlingshaft grün.
 
 
Mehrere Greifvögel kreisten über uns, um nach Mäusen (oder vielleicht auch Eidechsen?) Ausschau zu halten. Leider hatten wir nur unsere Smartphones dabei - aber ein paar Turmfalken-Fotos brachten wir immerhin auch damit zustande: 
 
 
Die Turmfalken-Fotos sind natürlich auch für Saturday's Critters und außerdem für Wild Bird Wednesday

 

„Mutter-Tochter-Tag“ in Ungarn 🇭🇺💛

Die Gebäude sind für Farben &Formen in der Stadt, die Getränke hinter den Tellern für T Stands For Tuesday
 
 
Doch gehen wir lieber dort mit den Schilderungen weiter, wo ich bei meinem letzten Rückblick aufgehört habe: Bei der Zeit vor der Nachricht, dass Anita im Krankenhaus liegt: 
 
Mitte März gönnte ich mir einen kleinen „Mädelstag“ mit meiner Tochter: Wir waren in der nahe gelegenen ungarischen Grenzstadt Sopron unterwegs, bummelten dort durch die Altstadt, haben gemütlich beim Italiener gegessen – und dann löste Jana (endlich) ihr Weihnachtsgeschenk ein: Es gab eine entspannte Fußpflege für uns beide, und für sie noch eine Maniküre dazu. Ein richtig feiner, gemeinsamer Wohlfühl-Nachmittag bei angenehm frühlingshaften Temperaturen.
 

 

 
Und das war mein schrankgeshopptes Outfit für den Mädelstag: Mein neuseeländisches Kia-Ora-Shirt, dazu die Second-Hand-Raulederjacke von Momox fashion, meine gemütlich weite Blätterhose und die üblichen Stiefletten. 
 
 
  
 

Lederjackenwetter und die alte gelbe Hose

 
Ganz allgemein bin ich froh, dass sich in diesem Frühling so oft die Gelegenheit bietet, meine "neue" Lederjacke zu tragen - ich mag sie nämlich richtig gern.
 
Und ähnlich froh bin ich, dass mir (dank Gewichtsreduktion) nun wieder meine zwölf Jahre alten currygelben Jeans passen: Aus denen war ich während der letzten drei Jahre "rausgewachsen". Inzwischen habe ich 8 Kilo weniger als vor unserer Kanada-Asien-Reise, und somit ist mein erstes Teilziel erreicht. (Mit Kalorientracker und Sport funktioniert das immer noch sehr gut.)
 
 
 
 
 
Das obere Shirt ist erst ein paar Jahre alt, das untere zeigte ich euch bereits im Post aus 2014 und danach alle Jahre wieder mal. Es gibt einfach Kleidungsstücke, die ich richtig gerne mag, die gute Qualität haben (obwohl sie nicht allzu teuer waren) und die ich so lange trage, bis sie mir vom Körper fallen. Und ich gebe nichts weg, das ich gerne trage, nur weil es mir gerade nicht passt.
 
Mein nächstes Teilziel betrifft übrigens mein Dirndl und mein geblümtes Landhauskleid. (Beide besitze ich seit 2016.) Dazu will ich gerne noch weitere 4 Kilos abnehmen
 
 

 

Ausflug zum Schloss Tribuswinkel 🏰🌳

Über den 18. März gibt es zweierlei zu berichten: Zum einen trafen wir uns an diesem Tag mit unserem tollen Reisebüroteam (Tina Lohr von Columbus Reisen und Matthias Urrisk von Imperial Tours) zu einer Art "Nachbesprechung" der Kanada-Asien-Reise in einem Asia-Restaurant in Traiskirchen 🍜🌞. (Es war deutlich mehr ein Treffen unter Freunden als ein offizieller „Reise-Besprechungstermin“ 😉)

Weil's ein traumhaft schöner Tag war, verknüpften wir damit einen Spaziergang beim nahegelegenen Schloss Tribuswinkel. Es gibt einen zwölf Jahre alten Blogbeitrag von mir, da erzählte ich euch ebenfalls von Spaziergängen bei diesem Schloss. 
 

  

 
Auch damals spitzelte der Bärlauch im Schlosspark schon aus der Erde, aber noch nicht so üppig wie bei unserem diesjährigen Besuch.

Diesmal war ich ohne meine Lederjacke unterwegs, denn zum Treffen mit den Reisebüroleuten wollte ich mich lieber in zwei "Reise-Mitbringsel" hüllen: Den Seiden-Haori (Kimono-Überjacke) kennt ihr schon von meinem Dezemberpost 2025. Ebenfalls aus Japan brachte ich einen Obi (Kimono-Gürtel) mit, denn ich liebe breite Gürtel. 

Diese sind allerdings mehrere Meter lang und werden mit einer großen Schleife gebunden, das ist für mich nicht praktikabel und war so auch nie geplant. Ich brachte den Obi zu unserer bewährten Änderungsschneiderin und ließ mir (vorerst) zwei verschiedene Wendegürtel daraus herstellen. (Vielleicht kommt noch ein Täschchen und oder ein weiterer Gürtel dazu). Einer der Gürtel ist mit Druckknöpfen, und ihr seht ihn hier:
 

 

 
Hier noch ein Blick auf die traumhafte, uralte Platane vor dem Schloss Tribuswinkel. Als ich sie euch 2014 zeigte, durfte man sie noch berühren. Inzwischen wurde ein Sicherheitszaun darum gezogen, was ich gut verstehen kann - denn ich denke, der Baum ist so direkt neben dem Parkplatz nicht ganz ungefährdet - und wurde auch häufig zum Kletterobjekt für Kinder. (Im Schloss ist u.a. ein Kindergarten untergebracht.)
 
 
Für Astrids Mein Freund, der Baum

 

Die folgenden Schilder habe ich teilweise im Schlosspark oder im Schloss selbst fotografiert. Die Tafel links mittig berichtet beispielsweise, dass das Schloss für die Betreuung von Kindern gewidmet ist. 

Das Schild oben links besagt, dass es sich beim Schlosspark um einen "literarischen Park" handelt, in dem Gedanken und Gedichte auf Tafeln präsentiert werden. Unten rechts seht ihr eine dieser Tafeln mit folgendem Zitat von Helmut Maier Moir:

Würden hungernde oder arme Menschen mehr bekommen, 
hätte diese Welt viel weniger Milliardäre und Millionäre.

Die netten Schilder vom Rauchfangkehrer Hopp stammen aus der Ortschaft Tribuswinkel selbst.

 

Für Tom's Signs

Happy Birthday Ingemar 🎿🎉

Ich habe weiter oben erwähnt, dass es rund um den 18. März 2016 gleich zwei Dinge zu erzählen gibt: An diesem Tag feierte auch der ehemalige schwedische Ski-Rennläufer Ingemar Stenmark seinen 70. Geburtstag – und er ist tatsächlich der einzige Sportler, dessen „Fan“ ich jemals geworden bin. (Genaueres dazu in diesem alten Blogbeitrag.)

Und mehr noch: „Stenny“ hat indirekt zu einer ganz besonderen Freundschaft beigetragen. Diese Freundin trägt zufällig denselben Vornamen wie meine Schwägerin – Anita. Ich hoffe, das sorgt nicht für allzu viel Verwirrung. Ihr kennt meine Freundin aus vielen Blogbeiträgen, z.B. aus meinem Beitrag über unsere gemeinsame Irland-Reise 1995.)

Wir lernten einander 1977 auf einer Sprachreise in England kennen, beide 15 und ohne Anschluss. Dann fiel irgendwann Ingemars Name – und plötzlich war da ein gemeinsames Thema, für das wir sofort Feuer und Flamme waren. Von da an waren wir unzertrennlich. 

Aus der anfänglichen Brieffreundschaft wurde über die Jahre eine tiefe Verbundenheit. Bis heute denken wir jeden 18. März an seinen Geburtstag – ein kleines Ritual, vielleicht auch aus Dankbarkeit dafür, dass er uns damals zusammengebracht hat.

Zu seinem 70er gestaltete meine Freundin mit Hilfe von KI und Originalfotos eine „gezeichnete“ Geburtstagskarte, auf der wir beide „Stenny“ jubelnd hochleben lassen. (Und ja – die Flagge ist nicht ganz korrekt 😄, aber das Bild ist einfach großartig gelungen.)
 
 
Die "Stenny"-Geburtstagskarte und ein paar Frühlingsboten in unserem Garten


Mit Jamie in der Römerstadt Carnuntum 🏛️🧒

Zwei Tage später, am 20. März, stand dann wieder Familienzeit auf dem Programm: Gemeinsam mit unserem Enkelsohn waren wir in Carnuntum unterwegs – ein Ausflug, der für Groß und Klein immer wieder spannend ist. 

Im Jahr 2023 habe ich euch HIER ausführlich über das römische Stadtviertel erzählt, das mithilfe der experimentellen Archäologie am Originalstandort wiedererrichtet wurde. Nun gingen wir dort erstmals mit Jamie auf Entdeckungsreise:
 
 

 
Die Frau in historischer Kleidung hatte offenbar gerade eine Führung hinter sich, ließ sich aber bereitwillig fotografieren. Ich erzählte Jamie, dass Kleiderstoffe damals mit Pflanzen gefärbt wurden - und das Blau des Kleides vermutlich durch die Pflanze Färberwaid entstand (was die Frau bestätigte 😊👍)
 

Bei dem steinernen Torbogen handelt es sich um das Heidentor aus dem 4. Jahrhundert n.Chr., das etwas außerhalb der
 Römerstadt zu finden ist.

Villa Urbana:

Die Nachbildungen original-römischer Wandmalereien sind diesmal mein Beitrag zu Samis Monday Mural

Laxenburg 🌿🏰

Gleich am nächsten Tag zog es uns in den Schlosspark von Laxenburg, wo Jamie den großen Spielplatz ausgiebig genießen konnte. Es tat gut, ihn so unbeschwert zu erleben. 
 
 
Der Forstmeisterkanal im Schlosspark ist für Roentare H2O
Jamie eroberte Burg und Schiff im Handumdrehen 😊

 
Unseren Hunger stillten wir im Flieger & Flieger, einem Lokal direkt neben dem Eingang "Tor Erholungszentrum (P3)". Das Lokal ist gut zu erkennen an dem Flugzeug, das aus dem Dach ragt und dem "fliegenden" 2CV mit Propeller. Vor dem Lokal parkte ein wahres Prachtstück von einem Buick (Super Riviera Coupe) mit dem Namen Freddy
 

Von unseren Speisen nahmen wir gut die Hälfte für ein feines Resteessen nach Hause mit 😋



Leider erfuhren wir während dieser schönen Enkeltage auch von der Krankenhaus-Einlieferung meiner Schwägerin. Der Anruf kam gerade, als wir Jamie die Gute-Nacht-geschichte vorlasen... Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, welcher Schock das für uns war.
 
Das ist inzwischen rund einen Monat her. Nun ist Edi damit beschäftigt, zum Erwachsenenvertreter seiner Schwester bestellt zu werden; der nächste Schritt ist die Anmeldung für einen Hospizplatz, wo Anita ihre letzte Lebenszeit gut betreut, aber in möglichst heimeliger Atmosphäre verbringen kann.
 
 
Eine unserer vier Amaryllis-Pflanzen auf der Fensterbank zeigte rund um Ostern diese wunderschönen Blüten 😍

 
Es gibt dennoch einiges Weiteres zu erzählen. Denn wir haben – wie oben schon erwähnt – auch in diesem schwierigen Monat Freunde getroffen, Zeit mit unserem Enkelsohn verbracht, im Garten gearbeitet, Sport getrieben und die erwachende Natur genossen.

Kurz gesagt: Wir mussten uns zwar (intensiver, als uns lieb ist) mit dem Sterben beschäftigen – aber wir haben zugleich gelebt.

Denn so ist das Leben: nicht nur hell, nicht nur dunkel – sondern alles zugleich 🌓.

Und darüber – wie auch über unsere Reise-Abenteuer – möchte ich euch weiterhin gerne berichten. Auch wenn es derzeit vielleicht etwas länger als üblich dauert, bis ein Beitrag oder ein Kommentar von mir erscheint.

Vielen Dank euch allen für eure lieben Worte zu meinem vorigen Blogbeitrag und für eure Geduld!💛 
 
 
 
Alles Liebe & 
herzliche Rostrosen-Grüße,

T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: