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Freitag, 2. November 2018

Familien-Ausflug mit alten Fotos, staubigen Stieren und umarmten Bäumen

Servus ihr Lieben!
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Neulich habe ich angekündigt, dass ich euch Fotos von einer weiteren wunderschönen
Herbstunternehmung zeigen möchte - und heute ist es so weit. Denn vor kurzem unternahmen wir
einmal mehr einen Ausflug in die Mannersdorfer Wüste. In DIESEM und DIESEM Blogbeitrag
erzählte ich euch bereits von früheren Ausflügen in dem schönen Wandergebiet am Leithagebirge.

Dieses Mal waren aber nicht nur Herr und Frau Rostrose "durch die Wüste" unterwegs, sondern
außerdem meine "Tante" Sigrun und die Rostrosen-Tochter Jana. Und Jana war es auch, die an
diesem Tag den Großteil der Fotos aufgenommen hat.





Die folgenden Aufnahmen der Donatikapelle, die einen Blickfang am Rand der Landstraße
 nach Mannersdorf darstellt, habe aber noch ich gemacht. Davon wollte ich nämlich schon bei den
letzten beiden Gelegenheiten eine Bilderserie fotografieren, aber damals hatte ich meinen Mann
nie rechtzeitig darauf vorbereitet, und so fuhr er immer dran vorbei. Diesmal hatte ich ihn schon
zu Hause vorgewarnt, und so hielt er an, damit ich die hübsche Säulenkapelle mit dem Standbild
 des Heiligen Donatus (Patron gegen Unwetter, Blitzschlag, Hagel und Feuersbrunst) in Ruhe
knipsen konnte.


Wenn ihr mehr über die Geschichte der Donatikapelle wissen wollt, die die Kaiserin Maria Theresia im Jahr 1747 
aus Dankbarkeit errichten ließ, oder die Worte der Inschrift auf dem Sockel der Donatus-Statue gerne lesen möchtet, 
klickt bitte HIER.


Vermutlich ist euch aufgefallen, dass ich ein paar der Bilder der Donatikapelle verfremdet
habe, damit sie wie alte Fotos aussehen. Die Aufnahmen in der folgenden Collage hingegen
sind tatsächlich alt. Und sie befinden sich erst seit jenem Tag in meinem Besitz, als wir mit
"Tante" Sigrun in der Mannersdorfer Wüste waren.

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Sigrun ist eigentlich meine Tante zweiten Grades.
Sprich: Sie ist eine jüngere Cousine meiner Mutter. Oder anders ausgedrückt: Sigruns Mutter Emma
war die ältere Schwester meiner Großmutter Hilda. Unten links seht ihr ein Jugendfoto von meiner
Großmutter Hilda (auch bekannt als "Kleine Oma") und meiner Großtante Emma (entstanden in der
Zeit des ersten Weltkriegs). Unten rechts: Emma in den frühen 1950ern mit meinem Bruder Fredi
und mit den weißen Angorakaninchen, die sie züchtete. (Die schönen Kaninchen waren Fleisch- und
Woll-Lieferanten in dieser kargen Zeit, aber natürlich konnte man mit ihnen genauso kuscheln. Auch
ich habe Jahre später Tante Emmas Kaninchen gestreichelt... Und ich habe sie wohl zum Teil auch
gegessen... Aber man hat mir verheimlicht, dass das auf dem Teller die Streichel-Kaninchen sind 😉)





Emma hatte vier Kinder, die sich zum Teil auch "recht fleißig vermehrt" haben. Ich hatte leider
lange Zeit nur wenig Kontakt zu diesem weit verstreuten Zweig meiner Familie, doch da Sigrun
meine Mutter ebenfalls im Pflegeheim besucht hat, begegnete ich ihr dort einige Male. Dadurch
ergaben sich nette Gespräche und in der Folge auch ein paar schöne Treffen - und mittlerweile
waren wir z.B. schon bei einem großen Familiengeburtstagsfest und bei zwei Hochzeiten meiner
Cousins dabei (wo wir sogar als die "offiziellen" Hochzeitsfotografen fungieren durften).

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Da Sigrun nicht weit von der Mannersdorfer Wüste entfernt lebt, beschlossen wir eines
Tages, einen gemeinsamen Ausflug dorthin zu unternehmen, und an einem sonnigen Oktober-
Samstag war es so weit - hier unten seht ihr Herrn Rostrose, die Rostrosentochter und Sigrun
auf einem Felsen bei der Ruine Scharfeneck:




Aber damit habe ich vorgegriffen, denn bevor wir zur Ruine kamen, hatten wir noch ein
Stück weit zu wandern. Zum Beispiel vorbei an der Leopoldskapelle:





Und an verschiedenen Statuen, z.B. an der vom Feldhamster und an der vom Heiligen Nepomuk:




Zum Kloster St. Anna in der Wüste führt eine Lindenallee. Schon in meinem ersten Posting
über die Mannersdorfer Wüste zeigte ich euch diese Allee - damals im Frühlingskleid - und
stellte euch die Linde als "Baum der Harmonie" vor:



Einige der Linden hier sind schon sehr alt - eine von ihnen umarmte ich stellvertretend 
für die anderen und präsentiere sie hier auch gleich für Ghislanas Naturdonnerstag als  
Mein Freund, der Baum. Ich hoffe, dieser wunderbare, knorrige Baum kann noch ein 
langes Leben führen!




Wir erreichten das Kloster St. Anna in der Wüste, wo diesmal in der Klosterkirche eine
Kunstausstellung stattfand - siehe übernächste Collage. Und auf den Bildern begegnete uns 
abermals die Donatikapelle:




Aber natürlich wollten wir auch wieder den Tieren, die beim ehemaligen Kloster leben, einen
Besuch abstatten. Welche Tiere das im einzelnen sind, könnt ihr in meinem ersten "Wüsten-Posting"
nachlesen.





Als ganz besonders kuschelig erwies sich dieses Mal der große schwarze Highland-Stier. Jana
musste lachen - sie meinte, ich würde dieses riesige Vieh behandeln wie ein süßes kleines
Kätzchen, aber er benahm sich ja irgendwie auch so (oder eher wie ein süßer großer Hund);
es gefiel ihm ganz offensichtlich, gekrault zu werden.




Als Jana das Filmchen aufzunehmen begann, hatte ich den Burschen gerade ein bisschen vom Zaun weggedrängt, 
weil er sein Horn durch den Zaun gesteckt und ich mir Sorgen gemacht hatte, dass er sich verheddert. Um dieses 
Thema dreht sich der erste Teil des Textes, der bei der Aufnahme zu hören ist. Sigrun war zunächst eher skeptisch, 
ob der Stier sich mein Drängen gefallen lassen würde, aber dann war er befreit und sie stellt beruhigt sie fest "Also 
du bist ein Guter!" Und ich sage zum Stier "Das woll' ma ja nicht, gell!" - gemeint ist, wir wollen nicht, dass er sich
 mit seinem Horn im Zaun verhängt... 





Ich verstehe leider selbst nicht unsere gesamte niveauvolle Unterhaltung mit dem freundlichen Rindvieh, aber zum 
allgemeinen besseren Verständnis hier ein paar weitere Untertitel: Sigrun, nachdem ich den Hals des Stieres zu klopfen 
begonnen habe: "Wow, der staubt!" Ich: "Der staubt. Der stauuubt!" Und dann nochmals, lobend und schmeichelnd: 
"Jooo, der staubt, gell, der stauuubt! Hihi!", während mein lieber Göttergatte anregt, den Stier mit dem Staubsauger 
abzukehren. (Oder abzukärchern?! Mist, in dem Fall muss ich WERBUNG dazuschreiben...) Dann entferne ich ein
Blatt vom Rücken des Highlanders und frage ihn, wo er sich da gewälzt habe. Sigruns Antwort verstehe ich nicht genau, 
aber sie meinte wohl sinngemäß, er würde sich bestimmt öfter mal wo wälzen, und dann frage ich in die Runde "Wollt's
 ihr auch streicheln?" Ich denke, der Österreichische Filmpreis ist uns für dieses Meisterwerk sicher!

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 Die folgenden Aufnahmen zeigen die vier zünftigen Wandersleut, die Waldwege und die
Ruine Scharfeneck:





Dann ging's zurück nach unten - und weil's so schön gewesen war, abermals zu den Tieren
beim Kloster. Im dortigen Hofladen kauften wir außerdem wieder hausgemachte Marmeladen
und Speck.


Weshalb ich mich hier bücke, wollt ihr wissen? Ich sammle Bucheckern, die kann man schälen, rösten und wie Nüsse
 essen. Mein Freund, der Stier, hatte es sich bei unserer Rückkehr unter Bäumen gemütlich gemacht, da wollten wir ihn 
nicht stören...


Nach dem Ausflug waren wir noch auf Kaffee und Kuchen zu Sigrun eingeladen und trafen da
im Lauf des Nachmittages auch noch weitere Familienmitglieder: Sigruns Mann, einen ihrer
Söhne samt Frau und zwei Sprösslingen, und kurz bevor wir gingen, kreuzte noch ein weiterer
Sohn auf. Schöner Familientrubel also. Aber auch "Begegnungen" mit Familienmitgliedern
von einst gab es bei diesem Besuch, denn Sigrun hatte alte Fotos zum Stöbern für uns hergerichtet.
Oben seht ihr beispielsweise ein Jugendfoto von Sigruns Großvater mütterlicherseits. (Er war auch
der Lieblings-Opa meiner Mutter.) Dieser fesche Bursche war also mein Ur-Großvater, von dem
ich bisher nur ein paar Alt-Männer-Fotos gesehen hatte...




Oben links seht ihr ein Kinderfoto meiner Mutter und ihrer Schwester Traude aus den frühen
1930er-Jahren. Am 23. November 1944 (offenbar nach einigen Luftangriffen über Wien und
Bombenschäden im 3. Bezirk, wo die Familie lebte) schrieb meine 18jährige Mutter mit
Bleistift eine muntere Karte (siehe unten Mitte):

"Liebe Tante Emma! Du brauchst keine Angst zu haben, wir leben vorläufig noch alle." ... und am
Ende "Unkraut vergeht nicht!" Das stimmte so leider nicht, denn Traude, nach der ich benannt wurde,
kam 1945, ganz kurz vor Kriegsende, als 16Jährige ums Leben. Die Postkarte oben rechts, die Klein-
Traude im Jahr 1938 an ihre Tante Emma und deren Mann schrieb, ist demnach eine kleine
Kostbarkeit (die ich - wie auch einige Fotos - mit nach Hause nehmen durfte).





Die letzte Collage für heute besteht aus zwei Familienbildern, die beide im Garten von Großtante
Emma entstanden sind.

Das erste stammt aus dem Jahr 1975 und zeigt unter anderem ganz links meine Mutter, daneben Tante Emma; im 
Vordergrund meine Kleine Oma, ganz rechts mein Vater und mittendrin sieht man halb verdeckt Sigrun mit einem ihrer 
Kinder, sowie ein paar andere Verwandte.
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  Das zweite Familienfoto stammt aus dem Jahr 1976 - und hier seht ihr, dass meine Behauptung,  ich hätte Farben wie
 orange, rot und rosa früher nicht zu tragen gewagt, gar nicht stimmt. Der kleine Rotschopf in Orange im Vordergrund bin 
nämlich ich (und auch, wenn ich auf dem Bild aussehe, als ob ich nicht älter als 12 gewesen wäre, war ich im Sommer 1976 
schon 14 ... und wenige Monate später 15 Jahre alt) - und ich trug damals definitiv zwei Kleidungsstücke, die meine Mutter
nicht übertragen gekauft hatte. Demnach waren sie vermutlich sogar selbst ausgesucht. Warum war ich also später so lange 
der Überzeugung, diese Farben würden mir nicht passen? (Hat mir das damals vielleicht in der Schule jemand gesagt? Ist
 mir ein spottender Bursche nachgerannt?... Ich weiß es leider nicht mehr.) Deutlich zu erkennen ist auch, dass ich damals
bereits lieber längere Röcke trug... Die beiden im Hintergrund spielenden Buben sind meine Zwillingscousins Alfred und 
Martin - vor wenigen Jahren waren wir bei den beiden zur Feier ihres 50. Geburtstages eingeladen und heuer haben wir die 
Hochzeit des einen Zwillings fotografisch begleitet 😊👍...




Es hat mir Freude bereitet, durch die Natur und durch die Vergangenheit zu wandern und
Familienatmosphäre zu genießen - und ich hoffe natürlich, dass auch ihr etwas Spaß daran
hattet, mich bzw. uns dabei zu begleiten!

Nun noch vielen Dank für eure tollen und aufbauenden Kommentare zu meinem vorigen Beitrag
Herbst-Farben, Herbst-Outfits, Herbst-Spaziergänge sowie für eure Kommentare und Verlinkungen
zu meinem ANL-Posting (Achtsamkeit + Nachhaltigkeit  + Lebensqualität = A New Life) zum Thema
Warum sollten wir (möglichst) auf Aluminium verzichten?

Das Linkup ist jetzt abgeschlossen,
aber am 15. November gibt es schon wieder eine neue Möglichkeit für euch, eure umweltfreundlich
oder sonstwie zum Themenkreis passenden Beiträge bei ANL zu verlinken. Auch ältere Beiträge
 werden gern genommen. Also, denkt mal drüber nach, welchen Teil der Welt ihr gern gerettet
haben möchtet. Oder erzählt uns, welche Beiträge ihr schon leistet, um Müll oder energieaufwendige
Neuproduktion und Transport zu vermeiden. Oder was ihr selber macht, anstatt zu kaufen. Oder-oder-
oder... Und weil ich beim letzten ANL-Post keine Petitionen angefügt habe, hole ich das heute nach.



Fotos: 
Rostrosentochter, Herr und Frau Rostrose und "Tante" Sigrun 😊
Alles Liebe von eurer Traude
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Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, Sunnys Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
Zitat im Bild oder Glockentürme von Nova, der Gartenglück-Linkparty, bei
Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB



Zum Abschluss ein paar Petitionen und Infos:

  • Unterstützt ein strenges Gesetz zu Wegwerf-Plastik! Das Europäische Parlament hat für ein strenges Gesetz zur Vermeidung von Plastikmüll gestimmt - mit überwältigender Mehrheit! Doch der Vorschlag muss noch eine letzte Hürde nehmen: Nach der EU-Kommission und dem Europäischen Parlament müssen jetzt noch die Regierungen der EU-Länder zustimmen - und sie könnten sich noch schützend vor die Plastik-Industrie stellen. Sagen wir ihnen daher klipp und klar: Wir wollen Ozeane, die frei von Plastikmüll sind - und Hersteller, die für den Schaden verantwortlich gemacht werden, den sie verursachen. Bitte hier unterschreiben: KLICK.
https://d210i8t551lxm.cloudfront.net/images/contents/000/010/665/large/microplastic.jpg?1540412783
Bildquelle: KLICK


  • Gold bedroht Gorillas: Gorillas, Schimpansen, Waldelefanten – das Schutzgebiet Itombwe in der Demokratischen Republik Kongo bietet eine überwältigende Artenvielfalt. Trotzdem will die Firma Banro Gold abbauen. Umweltschützer fürchten Schlimmes für die Natur und die Bevölkerung. Banro ignoriere alle Kritik. Deshalb müssen wir international Druck aufbauen - KLICK.
Gorilla
Bildquelle: KLICK

  • Eure Stimme für unser Wasser #ProtectWater: Den europäischen Gewässern geht es schlecht. Über Generationen hinweg haben wir sie verschmutzt und zerstört. Nitrat, Quecksilber, Mikroplastik, Begradigungen, Staudämme ... Macht mit und appelliert an die EU-Kommission, unser Wasser, unsere Seen und Flüsse zu schützen - KLICK !
https://www.wwf.de/fileadmin/user_upload/Bilder/2200-Otter-Wasser-Protect-Water-WW168239-c-Global-Warming-Images-WWF.jpg
Bildquelle: KLICK
  • „Schulstreik für das Klima“: Die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg schwänzte wochenlang die Schule – um gegen eine verfehlte Klimapolitik zu protestieren. Jetzt bringt sie mit ihrer berührende Rede Tausende zum Jubeln. HIER könnt ihr mehr darüber lesen und Gretas Rede anhören. (Bestimmt auch interessant für alle, die sagen, was kann ICH schon großartig tun?!?!)

Samstag, 28. August 2021

Von Gottesanbeterinnen, Eismachern und anderen schönen Erlebnissen

Servus, ihr Lieben!

 

Der August neigt sich seinem Ende entgegen. Wie ihr wisst, hatte er ein trauriges Ereignis für uns parat, und ich möchte nochmals allen herzlich danken, die mir zum Abschied von unserem lieben Kater Maxwell 🐈😿 tröstende Zeilen hinterlassen haben. Auch in den Kommentaren zu meinem vorigen Post über unseren Wachau-Ausflug zur Marillen-Erntezeit fand ich dazu noch sehr viel Liebes und Tröstliches vor - ich danke euch allen! Es ist herzerwärmend für mich, zu wissen, dass viele Menschen mit Edi und mir  mitfühlen 💓. 

Aber der August hatte nicht nur Trauriges, sondern auch sehr Schönes zu bieten. Einigen dieser positiven Erlebnisse möchte ich mich heute zuwenden und euch davon erzählen.

 

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August-Garten-Impressionen
Gottesanbeterin, Teil 1:
Könnt ihr euch noch an meine Juli-Rückblick erinnern?  In der vorletzten Collage zeigte ich euch ein weißes Exemplar einer Mantis religiosa, genauer gesagt eine Mantis-Nymphe (also ein Jungtier, das sich noch mehrmals häuten wird, bevor es zum erwachsenen und geschlechtsreifen Insekt wird.) Mit jeder Häutung können sich diese Tiere farblich ihrem Lebensraum anpassen, und ich habe gelesen, dass sie sogar gewisse "Fehler" ausbessern können: Verliert eine Nymphe z.B. ein Bein, kann sie es bei der nächsten Häutung wieder "nachwachsen" lassen. Faszinierende Tiere, nicht wahr?!

Die weiße Gottesanbeterin habe ich am 31. Juli fotografiert und dann vorsichtig zu unserem Pavillon transportiert. Leider weiß ich nicht, ob es sich bei dem hübschen, grünen, großen (vermutlich weiblichen) Exemplar, das ich am 8. August im großen Lavendelstrauch bei unserer Terrasse entdeckte, um dasselbe Tier handelte. Aber möglich ist es schon:

 

Gottesanbeterinnen werden normalerweise nur wenige Monate alt. Weibliche Mantiden häuten sich in dieser Zeit sechs bis sieben Mal, die kleineren Männchen fünf bis sechs Mal. Gegen Ende Juli/Anfang August erscheinen die ersten erwachsenen Tiere; sie werden etwa 14 Tage nach der letzten Häutung geschlechtsreif. Und ja, Freilandstudien haben bestätigt, dass das Weibchen gelegentlich (aber längst nicht immer) nach der Paarung das Männchen auffrisst. Denn: 

"Nur hungrige Gottesanbeterinnen fressen ihre Männchen. Ist sie satt, bleibt er am Leben."
"Evolutionär betrachtet bringt die Kombination von Fortpflanzung und Kannibalismus dem Weibchen klare Vorteile. Die, die ihren Partner als nahrhafte Mahlzeit nutzen, legen mehr Eier als solche, die sich friedlich von ihm trennen." 

🌿🌿🌿🌿🌿

Da ich schon beim Knipsen war, fotografierte ich auch gleich ein bisserl in unserem Garten herum - die schönen großen Trauben unseres im Vorjahr gepflanzten Weinstocks, die Äpfel in unseren beiden Apfelbäumen, eine Kapuzinerkresseblüte, den violett blühenden Sommerflieder (Buddleja), der eifrig von Bienen und Schmetterlingen besucht wird sowie manche andere Blüten.

Der Admiral (Vanessa atalanta, Syn.: Pyrameis atalanta), der sich hoch droben im Sommerflieder niederließ, saß so flach da, dass ich ihn leider nur schlecht fotografieren konnte. Als ich auf einen Stuhl kletterte, um ihn besser zu "erwischen", flog er davon.

Reiher-Sichtung:
Während ich so auf dem Stuhl stand und noch über den Schmetterling schimpfte, sah ich aus den Augenwinkeln etwas Großes rechts über mir. Auf den ersten Blick dachte ich, es wäre ein Storch (vielleicht ein Jungstorch, der sich vor seinen Eltern auf die Reise nach Afrika begibt...) - doch bei näherer Betrachtung erkannte ich, dass ein schöner Graureiher (Ardea cinerea) direkt über mir unseren Garten überquerte. Und ich hatte endlich mal bei solch einem Ereignis einen Fotoapparat in der Hand! 😃

 

Ich riss die Kamera hoch und schoss ein Bild nach dem anderen, bis der elegante Vogel über den Nachbargarten entschwand.

Himmelsbilder für Heidi - und endlich auch mal wieder Vogelbilder für I’d Rather B Birdin’

 

Gottesanbeterin, Teil 2:
Wenige Tage später, am 11. August, wollte ich den Lavendel in unserem Vorgarten schneiden. Ich hatte kaum ein Viertel meiner Arbeit erledigt, da entdeckte ich an einem Lavendelzweig abermals eine Gottesanbeterin - diesmal ein braunes Exemplar! 
 
Ich rief meinem Mann ganz aufgeregt zu, er möge bitte eine Kamera mitbringen, weil ich eine braune Mantis fotografieren will - und als er kam, meinte er: "Da ist noch eine - in grün!" Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, wo wir unserem Vorgarten-Lavendel mit Akribie absuchten - und insgesamt sage und schreibe FÜNF Mantis-Exemplare entdeckten! 
 
Leider saßen die gut getarnten Tiere teilweise sehr tief im Lavendel, weshalb wir sie nur schlecht fotografieren konnten. Wir wollten sie ja auch nicht stören oder gar vertreiben, also waren wir beim Knipsen sehr behutsam, was sich nunmal auf die Qualität der Fotos auswirkt. Aber in der folgenden Collage seht ihr alle fünf Gottesanbeterinnen. Eine von ihnen befand sich gerade bei der Eiablage (siehe Foto oben Mitte und unten rechts) - wie aufregend!


"Einige Tage nach der Begattung schreiten die Weibchen zur Eiablage. Die Eier werden nicht einzeln, sondern immer zu mehreren in einer sogenannten Oothek abgelegt; dabei handelt es sich um ein Gelege in einer schnell erhärtenden Schaummasse, das in der Regel 100–200 Eier enthält. Die Weibchen suchen sich für die Eiablage in ihrem Revier geeignete Stellen aus, meist klimatisch (Temperatur, Feuchtigkeit) günstige Stellen, an welchen der Nachwuchs nach dem Schlüpfen leicht Nahrung findet. Die Eiablage selbst dauert mehrere Stunden. In dieser Zeit scheidet das Weibchen einen mehr als 4 cm langen Sack mit dem darin enthaltenen Eigelege aus. Im Herbst verenden die erwachsenen Tiere, während die Eier mit den Embryonen in den durch ihre spongiöse Schutzhülle ausgezeichnet isolierten Ootheken überwintern."
(Quelle: Wikipedia)
 
Das heißt, wir werden wohl auch in Zukunft diese interessanten Tiere bei uns entdecken. Und offensichtlich mögen sie als Aufenthaltsort besonders gern unseren Lavendel. (In Wikipedia habe ich gelesen, dass sie auch gerne im Kirschlorbeer nisten - also ist diese Pflanze doch nicht so unsinnig, wie so häufig behauptet wird.)

Ausflug in die "Wüste":
In die Mannersdorfer Wüste, die gar keine Wüste ist, habe ich euch schon einige Male entführt. Z.B. kommt ihr HIER und HIER zu älteren Beiträgen über unsere schönen "Wüsten-Ausflüge".
 
Der Name „Wüste“ kommt von einer ungenauen Übersetzung des griechischen „eremos“ (Einsiedelei, Wüste, Einöde), die sich im Volksmund durchgesetzt hat. Die Wüste zählt zu den schönsten Gebieten des Leithagebirges und ist heute ein Naturpark. Im ehemaligen Klostergebiet wurde 1986 der jüngste Naturpark Niederösterreichs eröffnet. 
(Quelle: KLICK)

Am 12. August, einem ziemlich heißen Sommertag, unternahmen wir einen weiteren Ausflug in die Mannersdorfer Wüste - und zwar zusammen mit unseren Freunden Brigitte und Peter sowie meiner "Tante" *) Sigrun und ihrem Mann Hannes, die in der Nähe der Wüste wohnen. (Die Fotos dieses Tages sind allesamt nur mit unseren Handys entstanden, da weder Brigitte noch ich unsere Kameras mitschleppen wollten.)

*) Sigrun und meine Mutter waren Cousinen.

 

Wir hatten Lust, mal wieder zur Burgruine Scharfeneck zu gehen, und Sigrun zeigte uns einen herrlich schattigen Weg. An den Wegesrändern blühten Glockenblumen, Zyklamen und viele andere Schönheiten; außerdem sahen wir Tollkirschen (sowohl die Blüten als auch die Beeren), einige Pilze (die meisten davon übrigens angeblich essbar, aber größtenteils von Schnecken angeschleimt), sowie einige Käfer und Schmetterlinge. 

Unter anderem entdeckten wir auch einen schönen Russischen Bären (Euplagia quadripunctaria), siehe folgende Collage unten rechts und links. Diesen besonders apart gemusterten Falter habe ich früher ab und zu auf unserem Wasserdost gesehen, aber nun schon seit Jahren leider nicht mehr. (KLICK zu einem Foto, auf dem man die schwarz-weiß-rote Zeichnung besonders gut erkennt.)

Fotos von Brigitte

Fotos von Brigitte

Ein Tor für Nova sowie Pilz, Markierungsstein und Frau Hirschkäfer für Close to the Ground

Fotos von Brigitte

Die Mauer in der nächsten Collage gehört nicht zu der Ruine Scharfeneck, sondern zum Kloster St. Anna in der Wüste. Das 106 Hektar große Klostergebiet wird nämlich von einer 4,5 km langen Mauer umschlossen.

Zu diesem Kloster führte uns der Abwärtsweg von der Ruine. Einige der dort lebenden Tiere haben wir auch wieder gesehen, zum Beispiel die Mangalitzaschweine und die Schottischen Hochlandrinder. Ich war natürlich auf der Suche nach "meinem" schwarzen Stier, der sich bei einem früheren Besuch so begeistert von mir streicheln ließ. (Ein kurzes Video davon könnt ihr euch in DIESEM Posting ansehen - zu finden ungefähr in der Mitte des Posts.) 

Aber entweder der schwarze Stier, der diesmal da war, war nicht mehr derselbe wie 2018, oder er war in einer anderen Laune. Jedenfalls legte er äußerstes Desinteresse an den Tag. Ich versuchte es dann bei einigen jüngeren bzw. weiblichen Exemplaren, aber ehrlich gesagt vermisste ich bei den Rindviechern die wahre Leidenschaft, die ich beim letzten Mal erlebt hatte 😉🐮...


Daraufhin durchquerten wir noch erfolgreich das Labyrinth beim Kloster, und dann marschierten wir durch die Lindenalle wieder zurück zum Parkplatz. Übrigens entdeckte ich diesmal auch die alte Linde wieder, die einen anderen Baum umschließt ("Baum der Harmonie") - beim letzten Mal hatte ich schon befürchtet, dass man diesen Baum gefällt hatte, aber das war zum Glück ein Irrtum.

Fotos von Brigitte

Der Eismacher:
Auf dem Parkplatz der Mannersdorfer Wüste befindet sich ein Container vom "Eismacher". Schon vor unserer Wanderung hatten wir uns dort allesamt ein Stanitzel (=Tüte) Eis gegönnt - und weil's so gut gewesen war, genehmigten wir uns nach dem Ausflug gleich noch eines.

Es handelt sich dabei um handgemachtes Natur-Eis aus dem Burgenland - ohne Färbemittel, ohne Geschmacksverstärker, dafür aber mit regionalen Zutaten. Sogar das blaue Einhorn-Eis ist nicht künstlich gefärbt - es besteht aus Heidelbeer- und Vanille-Eis sowie Algen-Extrakten und schmeckt nicht nur Kindern. Es gibt auch vegane und zuckerfreie Sorten - Brigitte war vom himmlisch fruchtigen veganen Himbeereis sehr beeindruckt.

Weil wir fanden, dass es sich um ein wirklich ausgezeichnetes Eis handelt, versprach ich dem netten Betreiber, in meinem Blog ein bisschen Gratis-Werbung zu machen. Also: Wenn ihr mal in die Nähe vom Parkplatz der Mannersdorfer Wüste kommt, kann ich euch einen Stop beim Eismacher empfehlen (KLICK zu Ort und Öffnungszeiten). Und HIER findet ihr die anderen Eismacher-Standorte.

Gottesanbeterin, Teil 3: 
Ende der Werbe-Einschaltung 😉 - und auch schon beinahe das Ende meiner Ausflugs-Schilderungen. Die folgenden Fotos entstanden fast alle bei uns daheim - denn auch Brigitte wollte unbedingt unsere Gottesanbeterinnen sehen. Leider waren an diesem Tag nur zwei Exemplare anwesend, aber besser als nichts. (An den nächsten Tagen haben wir nach "unseren" Mantiden gesucht, aber keine einzige gefunden - ja nichtmal die Ooothek konnte ich entdecken, aber ich hoffe, sie ist noch da!) Das Foto des Schmetterlings hat Brigitte noch beim Eiscontainer aufgenommen, da saß der Weiße Waldportier (Aulocera circe) auf einem der Schirme.

Fotos von Brigitte
Gottesanbeterin, Teil 4: 
Am 27. August gab es dann nochmal eine freudige Überraschung: Die Mantiden hatten uns noch nicht verlassen, denn auf unserem Türstock saß kopfüber ein braunes Exemplar! Juhu! 😀
 
Manche von euch werden sich vielleicht fragen, wieso ich mich über ein Insekt so freuen kann. Ich werde versuchen, es zu erklären: Wir leben in einer Welt, in der so vieles schon ausgestorben ist und manche Tiere massiv von Aussterben bedroht sind. Auch Gottesanbeterinnen stehen auf der Roten Liste bedrohter Arten, und deshalb ist es mir eine besondere Freude, dass sie offenbar in unserem Naturgarten gute Bedingungen finden, um zu leben und sich zu vermehren.

Übrigens - meine Lavendel-Beschneidungs-Aktivitäten im Vorgarten habe ich selbstverständlich sofort nach der Entdeckung der ersten Gottesanbeterin beendet. Ich werde in Zukunft erst im frühen Frühjahr mit dem Schneiden und Fassonieren des Lavendels beginnen.


 Nun wünsche ich euch allen noch einen guten Start in den September!


Alles Liebe und bis bald, 
eure  🌿  T  r  a  u  d  e 🌿


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick
Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style,
Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions,
Garden Affair - bei Jaipur Garden, Close to the Ground bei Jutta,

Sonntag, 9. Februar 2025

Mit den Rostrosen durch die kalte Jahreszeit & [Blogparade] Strick ist schick

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Servus ihr Lieben!
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Wir Rostrosen sind, wie ihr wahrscheinlich schon bemerkt habt, ziemliche "Reisevögel" 🚆🚘✈️🛳️🚌. Manchmal sind wir dabei Teilen der kalten Jahreszeit "entflohen" - doch wir können in den Herbst-Winter-Monaten auch sehr gut "das eigene Land" genießen. Häufig treibt es uns dabei in die Natur ⛰️🍂🌿🍁🥾

Heute zeige ich euch, wie wir die kalte Jahreszeit 2024/25 angelegt haben - und welche guten Seiten diese Monate meiner Meinung nach haben. Dies ist also zugleich der letzte Rest vom Rückblick 2024 und auch schon ein Teil-Rückblick auf den Jänner 2025:


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Herbstlicher Lagenlook - mit schickem Strick und mit Gehäkeltem: 
Ich liebe den Lagenlook (oder "Zwiebellook" 🧅), dazu habt ihr in meinem Blog schon somanches Beispiel gesehen. Durch das Übereinandertragen verschiedener "Schichten" werden Kleidungsstücke immer wieder verwandelt. Unten seht ihr mein "neues" Secondhand-Langarmshirt, das ich euch HIER (in der Mitte der Collage) in meinem vorigen Post vorgestellt habe. Ich fand, dass es sich farblich perfekt mit meiner sommerlichen "Bienenwaben-Tunika" ergänzt, die ich euch z.B. HIER (2014) oder HIER (2021) gezeigt habe.

Dazu meine Lieblingsjeans (die einzigen, die derzeit noch bequem passen 😅) - und für zusätzliche Wärme sorgt entweder mein herbstlich getöntes Dreieckstuch (das einst Ines Meyrose gehörte und nun schon seit ein paar Jahren meine Herbst-Winter-Garderobe ergänzt) oder mein selbstgehäkeltes Longgilet. Das Dreieckstuch ist auch gleich mein erster Beitrag zur [Blogparade] Strick ist schick - ü30Blogger & friends. Ihr werdet es bei den Fotos von mir und der alten Linde in der Mannersdorfer Wüste nochmals sehen.

Prater-Spaziergang zum Alten Jägerhaus:
So gekleidet (in der Version mit dem Dreieckstuch) war ich, als wir uns im November 2024 mit unseren Freunden Helga und Michi in Wien trafen. Wir spazierten von ihrem Schrebergarten durch den Grünen Prater bis zum Restaurant Altes Jägerhaus, wo man (nachdem es eine Zeitlang geschlossen war) inzwischen wieder sehr gut essen kann. 

Die wunderschöne, unter Denkmalschutz stehende Stieleiche habe ich für Astrids Linkup Mein Freund der Baum fotografiert. Die farbenfrohen Beeren wachsen an Sträuchern in Helgas Garten.


Tierische Begegnungen:
Manchmal kommt es bei Spaziergängen und Wanderungen zu netten Begegnungen mit Tieren; Edi und ich genießen das beide. Mal ist es ein freundlicher Hund, mal kommen Pferde, Ziegen oder Kühe ans Gatter und lassen sich streicheln, hier war es eine sehr zutrauliche rote Katze, die sich neben einem Spazier- und Radweg niedergelassen hatte. 
 
Der Bursche erinnerte uns natürlich an unseren lieben Maxwell 😻 (auch wenn seine Fellzeichnung etwas anders war. Er war jedenfalls ein ebenso freundlicher rothaariger Typ mit schönen grünen Augen).


Spaß mit dem Enkel:
Auch mit Jamie versauern wir im Herbst und Winter nicht im Haus, sondern gehen mit ihm so oft wie möglich raus in die Natur. Dort gibt es immer etwas zu entdecken - hier zum Beispiel eine lange Kugelbahn, an der wir alle viel Spaß hatten - inklusive Fitnesstraining 😅. (Die Holzkugeln konnten wir bei einem Automaten am Fuß der Kugelbahn erstehen.) 


Seine Kletterkünste konnte unser Enkelsohn ebenfalls erproben - er wollte natürlich überall rauf. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Meine Tochter Jana war in diesem Alter auch solch ein "Klettermaxi" 😊.


Naturpark Wüste Mannersdorf:
Die Fotos der folgenden Collage stammen von einem November-Ausflug mit Jamie in die Mannersdorfer Wüste. Der Naturpark befindet sich auf dem Areal eines ehemaligen Klosters. Der Name „Wüste“ kommt von einer ungenauen Übersetzung des griechischen „eremos“, was Einsiedelei, Einöde, Wüste bedeutet. Diese hat sich im Volksmund durchgesetzt.
 
Für Kinder jeden Alters gibt es in der "Wüste" einiges zu entdecken - verschiedene Kloster- und Burgruinen, einen Spielplatz und viele Bauernhoftiere wie z.B. diese Highlandrinder. Ich habe euch schon oft von Ausflügen in dieses Gebiet erzählt (z.B. HIER, als ich einen sehr staubigen Stier streichelte 😁😎). Jamies gesunder Snack 🥕🥕🥕 passte farblich zu seiner schicken Strick-Mütze! Und natürlich musste Jamie den Sockel mit der Aufschrift "der große Prinz" erklimmen 😀.


Auch Anfang Jänner 2025 waren Herr Rostrose und ich in der Mannersdorfer Wüste unterwegs - diesmal ohne Jamie. Von diesem Ausflug stammen die folgenden Fotos. Wie so oft musste ich in der Allee, die zum Kloster führt, eine der uralten Linden liebkosen. Die Rinder waren diesmal in ihrem Gehege im Wald - und dort entdeckten wir u.a. ein entzückendes, noch sehr kleines Kälbchen 😍:


An diesem Tag wanderten wir mal wieder rund um das Kloster herum, wo es einige Tiere zu sehen gab, und anschließend bis zur Ruine Scharfeneck

Anschließend besuchten wir meine Tante Sigrun und ihren Mann Hannes, die dort in der Nähe leben. Vor allem Sigrun hat uns auch schon mehrmals auf "Wüsten-Ausflügen" begleitet; das war ihr diesmal aus gesundheitlichen Gründen leider nicht möglich, aber es gab einen netten Nachmittag mit Kaffee und Kuchen, und wir durften auch von den kunstvollen Glücksbringer-Marzipanschweinchen 🍀🐖 eines vernaschen. (Diese hat mein Cousin Norbert zusammen mit seiner Familie angefertigt.)

Neues Barett:
Ist euch in der vorvorigen Collage meine Kopfbedeckung aufgefallen? Schon seit einer Weile spielte ich mit dem Gedanken, mir ein alltagstaugliches Barett zuzulegen, weil ich diese Kopfbedeckung kess finde. Bisher besaß ich nur ein schwarzes Pailletten-Barett, das ich mir in den 1980ern am Amsterdamer Flohmarkt gekauft habe - ihr könnt es euch in diesem Post von 2019 ansehen - oder HIER - Klick zum Foto
 
Bei der Wende-Kappe in hellem Olivgrün habe ich nun endlich zugeschlagen. Oben, beim Ausflug in die Mannersdorfer Wüste, seht ihr sie in der "sportlicheren" Wende-Version ohne Applikaton, unten mit der "schmucken" Seite nach außen - hier ist eine große Blüte mit Glitzersteinchen auf eine Seite des Baretts appliziert. Sie besteht übrigens aus schickem (und sehr warmem) Strickstoff - und auch die Ärmel und Bündchen meines Des*gual-Sweaters sind gestrickt.
 
 
Hosen-Zwillinge:
Oben seht ihr auch wieder meine Blätterhose - und zu dieser Hose kann ich euch etwas erzählen: Denn meine Blogfreundin Tina und ich sind jetzt Hosen-Zwillinge 😁! 

Als ich die Blätterhose 2023 erstand, gab es sie nur in einer Konfektionsgröße, die mir eigentlich eine Nummer zu groß ist. Aber sie gefiel mir so gut, dass ich sie behielt und den Hosenbund eben ein bisschen höher zog (à la Obelix 😉) und mit dem Bindeband ordentlich festzurrte. Als die Hose irgenwann in meiner Größe verfügbar war, schlug ich abermals zu und hatte somit zwei Blätterhosen. Ich spielte zunächst mit dem Gedanken, die zu große Hose umarbeiten zu lassen - z.B. in einen Maxirock. Doch dann fiel mir etwas noch viel Besseres ein:

Ich fragte Tina, die in letzter Zeit sehr viel abgenommen hat, ob sie sich vorstellen könnte, meine überzählige Hose weiter zu tragen. Denn in ihren Kommentaren hatte mir Tina geschrieben, dass sie die Blätterhose toll findet, und ich war mir ziemlich sicher, dass sie ihr passen könnte. Tina wollte es gerne ausprobieren, und so machte sich die Hose im Dezember auf die Reise von Österreich nach Deutschland.

Und wie sie passt! 👍👍👍 Unten mittig seht ihr das Beweisfoto! Tina nahm die Blätterhose in den Urlaub nach Thailand mit und fühlt sich sichtlich wohl darin. Ich freue mich so sehr darüber! In ihrem Posting Der Rostrosen Hosenzwilling in Thailand könnt ihr noch weitere schöne Tina-Fotos in der Blätterhose sehen - und außerdem ein Foto, das bei unserer allerersten Begegnung im Jahr 2018 entstanden ist - in Thailand! (Mittlerweile haben wir einander auch schon in München und in Wien getroffen.)

Links und rechts seht ihr mich in der "ursprünglichen" Blätterhose, die nun Tina gehört und ihr wunderbar steht. Eine Collage 
weiter oben seht ihr schon meine neue Blätterhose, die eine Konfektionsgröße kleiner ist. Ich trage sie auch in der kalten 
Jahreszeit - mit Leggings darunter.

Laubrascheln und Vogelfreuden:
Die Fotos in der unteren Collage stammen teilweise noch vom Oktober 2024, die leuchtenden Birkenblattfotos aber sogar von Ende November. Nie ist die Natur so golden wie im Herbst! Ich liebe das Farbenspiel herbstlicher Blätter, ob nun in unserem Garten oder wenn wir "irgendwo da draußen" Spaziergänge und Wanderungen unternehmen. 
 
Und wenn sich das Laub schließlich von den Bäumen verabschiedet hat und unter den Schuhsohlen raschelt, ergeben sich die allerbesten Möglichkeiten, um Vögel zu beobachten. Niemals sonst sieht man sie so gut wie in blattlosen Bäumen.

Wir lassen übrigens im Winter das Laub in der Wiese unseres Gartens liegen. Die Amseln freuen sich darüber, sie suchen darunter nach Insekten. Ich werfe ihnen aber auch ab und zu Apfelstückchen und Rosinen hin. Die Kohlmeisen, Spatzen und (ganz selten) auch mal eine Blaumeise bedienen sich hingegen an den Futtersäulen und Meisenknödeln und wir beobachten sie durch die Terrassentür. Die Fotos werden leider nie sehr gut, denn wir haben ganzjährig ein Fliegengitter vor der Scheibe.

 

Weitere Vogelbeobachtungen: 
In der blattlosen Zeit nützte ich immer wieder mal die Gelegenheit, um mit meiner neuen Kamera Vögel zu fotografieren. Die folgenden Fotos entstanden bei einem Waldspaziergang an einem ziemlich kalten, aber sonnigen Tag Ende Dezember. Sie sind alles andere als "perfekt", aber ich freue mich trotzdem, dass ich die (teilweise recht weit entfernten) Vögel gesehen und halbwegs erkennbar auf Bild bannen konnte:
 
Obere Reihe: Kohlmeise, Blaumeise (leider nur ihr Bauch), Kleiber, untere Reihe: Kleiber

Gehört habe ich noch viel mehr Vögel - meine Merlin-App zeigte den Gesang von Schwanzmeise, Kohlmeise, Buchfink und Kernbeißer an.

Die größte Überraschung erlebte ich aber bei diesem winzigen und gut getarnten Vögelchen, das ihr in der unteren Collage seht. Ich wusste zunächst gar nicht, was ich da über den Baumstamm huschen sehe - eine kleine Maus? Oder doch auch einen Kleiber? Erst mithilfe von Google Lens erfuhr ich, dass es sich um einen Waldbaumläufer (Certhia familiaris) handelt, einen der kleinsten Vögel Europas. (Klickt bitte auf den Link und seht euch dort die Fotos an, da kann man besser erkennen wie süß dieser Vogel ist!)

Ich gehe viel achtsamer durch die Natur, seit ich versuche Vögel zu fotografieren. (Und dass ich dieses Interesse entwickelt habe, verdanke ich zu einem großen Maß der Bloggerwelt, also euch 😍.) An einem etwas ungemütlichen, windigen Tag im Jänner ging ich nur relativ kurz entlang eines Feldes spazieren - und entdeckte dort einen Graureiher und einen Silberreiher. Sie flogen leider beide weg, als ich vorsichtig versuchte, näher zu kommen. Sehr, sehr weit weg sah ich außerdem mehrere geduckte Feldhasen:  

Eisige Schönheiten:
In unserer Region gab es bisher keinen Schnee, der liegenblieb, aber zuweilen verzauberten Nebel und Eis die Landschaft. Es gefällt mir, wie ruhig (und zuweilen glitzernd) dann alles wirkt. Hier ein paar Bilder aus unserer näheren Umgebung im November 2024:
 

 
 So sah es in unserem Garten Ende Dezember 2024 aus:


Und diese Aufnahmen stammen von einem Neujahrsspaziergang (also dem 1. Jänner 2025):

Herbst-winterliche Himmelsblicke:
Während der Himmel an den Nebeltagen wie eine Milchsuppe aussah, hatte die kalte Jahreszeit 2024/25 zuweilen auch sehr bunte, abwechslungsreiche Himmelsblicke zu bieten:


Camino Real:
Abwechslung brachte auch ein Theaterstück in unser Leben, das wir uns am 30. Dezember 2024 ansahen: Camino Real von Tennessee Williams im schönen Wiener Volkstheater

Nun wäre dieses ziemlich schräge Stück nicht unbedingt unsere erste Wahl für einen Theaterbesuch gewesen... wenn nicht die "Jungs" von CALEXICO, unserer Lieblingsband aus Tucson, Arizona, die Musik für diese Inszenierung geschrieben und bei den Aufführungen auch live mitgewirkt hätten! 

Wir hatten keine Ahnung, was uns erwartet, haben uns jedoch köstlich unterhalten und waren froh, das Theaterstück besucht zu haben. Am Schluss gab es Standing Ovations sowohl für die tollen Darsteller als auch für die (natürlich mindestens ebenso tollen) Musiker. Das Stück wird übrigens 2025 noch mehrfach gezeigt - mehr darüber HIER.

Die Fotos mit dem Lila-Farbstich (auch in der unteren Collage) stammen von HIER, die anderen von Edi und mir.
Und rechts seht ihr mein (schrankgeshopptes) Theateroutfit mit dem 2010 in Indien erstandenen Wickelrock.
 
Winterurlaub in Bad Mitterndorf:
Über diese Winterurlaubswoche mit Freunden werde ich euch demnächst mehr erzählen. Hier nur ein paar erste Schnee-Fotos, denn die gehören für mich zur kalten Jahreszeit einfach dazu:
 

Und ich zeige euch heute einen kleinen Teil meiner Winterurlaubs-Abendgarderobe: meinen bunten Bio-Rock von Waschb*r in Jacquardstrickerei. Dies ist nämlich mein letztes Kleidungsstück für die [Blogparade] Strick ist schick: einmal kombiniert mit einem Kurzarmshirt in Petrol oder dunklem Türkis und einer (vor Jahren gekauften) Häkelweste, einmal kombiniert mit einem roten Langarmshirt, meiner selbstgehäkelten Regenbogenstola - und der bunten Holzkette, die einst übrigens meinem lieben "Hosenzwilling" Tina gehört hat. (Beim Bloggertreffen in München gab es einen Kleidungs- und Accessoires-Swap, wo ich dieses schöne Schmuckstück "erschwäppt" habe 😊.)

Außerdem seht ihr in der Collage noch ein paar Gläser mit Schaumwein, denn es gab etwas zu feiern. Mehr darüber demnächst - die Sektföten sind jedenfalls mein Beitrag zu Elizabeth's T Stands For Tuesday.

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Leider begannen wir kurz nach der Heimkehr aus unserem tollen Winterurlaub zu kränkeln, und daraus entwickelte sich bei uns beiden ein ausgewachsener grippaler Infekt mit starkem Husten 🤧😷😮‍💨. Inzwischen geht es uns aber wieder recht gut!
 
Da sowohl unsere Tochter als auch unser Enkelkind vor unserem Urlaub ebenfalls krank waren, konnten wir die beiden eine Weile nicht treffen - aber  auch das wird sich glücklicherweise dieser Tage wieder ändern 😍.
 
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Vielen Dank, dass ihr uns durch die kalte Jahreszeit begleitet habt - ich hoffe, euch ist dennoch warm geblieben und ihr habt euch dabei keine Erkältung eingehandelt. Vielleicht konntet ihr ebenfalls ein paar schöne Seiten an der kalten Zeit entdecken
 
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Tasmanisches Mural:
Ich bemühe mich, in so ziemlich jedes meiner Postings eine Wandmalerei für Samis tolles Linkup Monday Mural einzubauen. Heute greife ich dafür auf meinen Vorrat zurück, denn ich habe euch noch längst nicht alle Wandbilder gezeigt, auf die wir bei unserer Weltreise 2024 gestoßen sind.

In DIESEM Weltreise-Kapitel erzählte ich euch über Sheffield, die "Stadt der Wandmalereien" (und wie es dazu kam). Hier habe ich zwei weitere Murals dieser tasmanischen Stadt für euch. Sie passen nur bedingt zum Thema "kalte Jahreszeit" - andererseits: Während wir hier Winter haben, haben sie in Tasmanien Sommer - also passt es ja DOCH (...irgendwie... ähem...)! 😎😊 Außerdem passen die gemalten Tiere zu den oben gezeigten in der Mannersdorfer Wüste.
 
Über das obere Wandbild kann ich euch erzählen, dass es 1987 von John Lendis gemalt wurde, einem Künstler und Initiator der Mural-Aktion in Sheffield. Das Bild zeigt den Schmied Tom King, der 1860 in der Nähe von Sassafrass geboren wurde und der ein freundlicher Mann gewesen sein soll. Vom unteren Mural konnte ich bisher nur in Erfahrung bringen, dass es "The Cows" heißt. Falls ich mehr erfahre, werde ich es hier einfügen.
 
Die Murals gehen auch zu Gabis Farben&Formen in der Stadt

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Ein paar Antworten zu euren Fragen:
Ich möchte euch auch noch herzlich Danke 💓sagen für eure lieben Kommentare zu meinem vorigen Post 4 Tage in Wien ..., den ich schon vor unserer Urlaubswoche geschrieben und vorprogrammiert habe. Viele von euch fragten mich, ob es nicht sehr teuer sei, in einer Seniorenresidenz wie der vorgestellten zu leben. 
 
Ich stelle euch HIER den Link mit der Preisliste des vorgestellten Hauses ein und HIER den Link mit den Leistungen, die in diesem Preis enthalten sind. (Denn es handelt sich hier nicht bloß um "Mietpreise", sondern um Miete + Verköstigung + Stromversorgung + TV-Gebühren + wöchentliche Grundreinigung etc.) Aus heutiger Sicht reichen unsere Renten für diesen Grundbetrag in einem Apartment der Kategorie B aus und es bleibt noch ein bisserl was für Zusatzwünsche über. Als "Reserve" haben wir das, was wir bekommen, wenn wir unser Haus verkaufen. Und natürlich wollen wir jetzt noch nicht dort einziehen, aber mit 70+ kann ich mir das schon vorstellen. (Bis dahin müssen wir noch viel von unserem "Zeug" loswerden, denn in solch einem Apartment ist natürlich weniger Platz als in einem Haus...) 

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Nun bin ich neugierig, wie es euch in der Zwischenzeit ergangen ist und werde mich nach und nach an eine neue Blog-Besuchsrunde machen 😊.


Alles Liebe und bleibt gesund!
Eure   T  r  a  u  d  e

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei folgenden Linkparties: