Donnerstag, 11. November 2021

Baby-Vorfreude 👶 und Herbst-Genuss 🍂🍁

Servus ihr Lieben!

Danke für all eure lieben Kommentare zu meinem 3. Reiseberichts-Kapitel sowie zum ersten Teil meiner Schilderungen über das Treffen mit Tina und Uwe in Wien. Davon gibt es heute allerdings noch keine Fortsetzung. 
 
Denn: Die Spannung steigt! Nur noch wenige Tage, bis unser erstes Enkelkind geboren wird! (Ihr erinnert euch vielleicht: Der errechnete Geburtstermin ist der 15. November.) Deshalb will ich euch heute ein paar Fotos zeigen, die damit in Zusammenhang stehen. Und zugleich nütze ich die Gelegenheit und erzähle euch von ein paar anderen Aktivitäten, die wir Ende Oktober und Anfang November unternommen haben. 
 
 
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Grannydecke:
Geschafft! Die Grannydecke für mein Enkelkind ist rechtzeitig fertig geworden! Und ihr könnt mir glauben, dass ich sehr, sehr lange daran gehäkelt habe. Als ich damit begann, war nämlich noch längst kein Enkerl unterwegs 😊:
 
In diesem Blogbeitrag von 2016 könnt ihr nachlesen, dass ich schon 2015 mit dem Häkeln von Granny-Squares begonnen hatte, dass dann aber die Luft raus war. 2016 häkelte ich weiter, aber offenbar ist mir das mit der "ausgehenden Luft" während des Entstehungsprozesses dieser Decke mehrmals passiert...

Ursprünglich sollte es eine "romantisch-nostalgische" Decke für mich werden. Ich entschied mich für die Farben lila, beige, creme, braun, grau und rosa. Doch dann dämmerten die armen Grannies so lange unbeachtet vor sich hin, bis mir meine Tochter mitteilte, dass ich Großmutter werde. Ich fragte Jana, ob sie gerne eine Häkeldecke für ihr Baby möchte und sie meinte, das sei eine tolle Idee. Und so haben die Grannies nun endlich ihre wahre Bestimmung gefunden. Wahrscheinlich sollte das schon immer so sein - aber bei meinem Häkeltempo hätte ich es nicht geschafft, binnen neun Monaten eine Decke fertig zu bekommen. Prima also, dass ich schon sechs Jahre lang Vorarbeit geleistet habe 😅

Jana bat mich, zu den bereits vorbereiteten Grannies in rosa auch noch blaue Teile zu häkeln, damit die Decke ein bisschen "geschlechtsneutraler" wäre. Damit war ich Anfang Oktober fertig. Hier habe ich euch gezeigt, wie ich das Muster auf dem Teppich auslegte und wie ich die einzelnen Reihen zusammenpackte und nummerierte.

Dann musste ich die einzelnen Squares zu Bahnen zusammenhäkeln und die Fäden vernähen. Davor graute mir am meisten, aber im Internet fand ich verständliche Anleitungen, und von meiner Großmutter hatte ich noch eine brauchbare Nadel mit einem sehr großen Öhr, also schaffte ich es flotter als gedacht. Wenn man ein Ziel vor Augen hat, geht plötzlich alles viel leichter von der Hand! Und das Baby hat sich brav an meine Hoffnung gehalten, nicht zur Welt zu kommen, bevor ich mit der Decke fertig bin 😉. 

 
Fertig! Das Baby 👶 kann kommen 😊😃💖- Vorderseite mit Sichtnähten - Rückseite (mit ein paar Knoten, aber ich hab mich
 bemüht, dass sie auch halbwegs gut aussieht 😊)
 
Babyparty:
Jana hat während der vergangenen Monate öfter mal erwähnt, dass sie gern eine Babyparty oder eine sogenannte "Gender Reveal Party" (bei der die Verwandten und Freunde das Geschlecht des Babys erfahren) machen würde. (Ja, was es heutzutage nicht alles gibt 😏...) Aber erstens  ist es bei immer wieder wechselnden Corona-Bestimmungen nicht ganz einfach, solch ein Fest zu organisieren und einen brauchbaren Ort dafür zu finden ... und zweitens möchte mein Enkelkind sein Geschlecht anscheinend nicht vor der Geburt offenbaren. Bei sämtlichen Untersuchungen hat es sich so gedreht, dass man nichts erkennen konnte 😁. Janas Bauch wuchs und wuchs, und letztendlich schien ihr die Energie zu fehlen, eine solche Party zu organiseren.
 
Doch eines Tages Anfang Oktober rief der werdende Vater - Janas Freund Michael - an und fragte uns, ob wir am 23.10. Zeit hätten: Er und Janas beste Freundin Alexandra (Alex) hatten beschlossen, eine Überraschungsparty zu organisieren. Wir wurden nur gebeten, eventuell Kuchen oder Muffins mitzubringen, also buken wir einen weiteren Apfelstrudel. (Denn 🍎 Äpfel 🍎 konnten wir heuer wahrlich genug ernten.) Alles andere bereiteten die beiden vor. Und auch einen passenden Veranstaltungsort kannte Alex: den Partykeller ihrer Schwiegereltern! 
 
Hier könnt ihr sehen, wie wunderschön Alex den Partykeller gestaltet hat. (Glücklicherweise hatte sie noch reichlich Deko von 
ihrer eigenen Babyparty zu Hause.) Der Chihuahua gehört auch zu Alexandras Familie.

Michi brachte Jana unter einem Vorwand dorthin. (Sie glaubte, es gäbe noch ein paar Baby-Sachen auszuwählen und abzuholen 😉). Als Jana den Raum betrat, war sie so gerührt, dass auch mir bei diesem Anblick gleich die Tränen kamen. 
 
Es war eine wunderschöne, spontane Babyparty ohne großartige Vorbereitungszeit, und es gab reichlich Kuchen und Knabbereien für alle. Auch an ein paar Spiele war gedacht worden. Unter anderem gab es Kärtchen mit Fragen auszufüllen: Wir mussten raten, ob es ein Bub oder Mädel wird, wann es geboren wird und wurden gefragt, was wir dem Kind als erstes beibringen werden. Bei dem Geschlecht sind wir uns alle uneinig: Ich tippe auf Mädchen, Edi auf Bub, Michi auf Mädchen, Jana auf Bub. Es bleibt also spannend 😉. Übrigens habe ich als Geburtstermin den 13. November, also meinen eigenen 60. Geburtstag ausgewählt, und das erste, was ich dem Baby beibringen werde, ist das Wort "Oma" 😁... (Keine Ahnung, ob es etwas zu gewinnen gibt, wenn man mit den Antworten am nächsten an der Realität dran ist...)

Außerdem haben wir weiße Baby-Bodies mit Stofffarben bemalt; unten links seht ihr mein Werk: Nachdem das Baby zur Zeit den "Arbeits-Titel" Glücks-Bärchi trägt, zeichnete ich mit Hilfe einer Schablone einen Koalabären und malte dazu einen Baum voller Herzen - ich finde, das passt 😍. Außerdem seht ihr uns beim "Probesitzen", denn Jana bekam einen klappbaren Still-Sessel. (Ich weiß nicht, ob man so etwas wirklich braucht - Generationen von Müttern sind ohne solch ein Ding ausgekommen - aber er ist bequem 😉)...

 
 
Nun noch ein Blick auf mein Outfit dieses Tages: Wäre es mir rechtzeitig eingefallen, hätte ich versucht, mich passend zur Deko in rosa und hellblau zu kleiden - aber  Herbstfarben stehen mir ohnehin besser. Die Kleidungsstücke kennt ihr alle schon lange, aber ich glaube nicht, dass ich diesen Mix schon mal im Blog gezeigt habe: Der Rock ist selbst gefärbt, das Seidengilet ist mein ältestes Kleidungsstück, es wurde mir 1985 von meinem damaligen Freund Roman geschenkt, Jacke und Langarmshirt sowie Kette und Stiefletten sind auch schon seit ein paar Jahren bei mir. 


Herbstspaziergang und Tore:
Wenn wir schon bei herbstlichen Farben sind, bleiben wir gleich dabei - hier unten seht ihr ein paar Aufnahmen von einem Herbstspaziergang am 20. Oktober. Ich muss allerdings gestehen, dass ich in der zweiten Collage auch ein paar Fotos vom 9. November dazwischen geschummelt habe, denn da war das Wetter ebenso schön, und die Fotos passten gut zum "Tore"-Thema von Novas "T in die neue Woche". (Weitere Fotos von meiner November-Walkingrunde folgen gegen Ende dieses Posts.)

 

Durch die Tür oben links ist offensichtlich schon länger niemand mehr gegangen...
 
Indian Summer:
Am 22. Oktober besuchten wir zusammen mit Brigitte und Peter einen Dia-Vortrag zu einem Natur-Thema (Marchfeldkanal), und davor unternahmen wir einen weiteren wundervollen Herbstspaziergang. Die Blätter leuchteten an diesem Tag so schön, wie man es auch von Herbstbildern im nördlichen Amerika kennt. 
 
Ich werde euch (wenn ich es irgendwann schaffe) noch ausführlicher über den Vortrag und diesen Ausflug erzählen - heute möchte ich euch vor allem die kleine Bastelei zeigen, die Gitty aus Ahornblättern angefertigt hat. Wenn auch ihr gern solche Rosen aus Ahornblättern basteln wollt, hilft euch diese Anleitung weiter. (Ein paar andere natürliche Herbst-Deko-Ideen findet ihr auf der verlinkten Seite ebenfalls.)

 

An diesem Tag trug ich unter meiner blauen Allwetterjacke übrigens dieses grau-weinrot gemusterte Minikleidchen zu grauen Jeans (beides ist euch auch schon lange bekannt) und mein graues Stirnband. Die Wanderschuhe müsst ihr euch dazu vorstellen 😉.

 

Nina und Hortensien:
Was hat unsere Katze Nina mit Hortensien zu tun? Gar nichts, abgesehen davon, dass ich eine Collage gebastelt habe, in der sowohl Nina als auch Hortensienblüten zu sehen sind 😉...  Nein, das stimmt nicht ganz: Nina hat früher gern Mäuse gejagt - und erwischte ab und zu eine von ihnen in den Hortensien. Obwohl sie mittlerweile blind ist, starrt Nina immer noch oft in das Hortensienbeet, erlauscht vermutlich ein Rascheln darin - und erinnert sich vielleicht an ihre Zeit als große Jägerin...
 
Stück für Stück haben wir im Oktober und November unseren Garten auf Vordermann gebracht. Dabei habe ich auch Hortensienblüten geschnitten. Zuerst überlegte ich, ob ich daraus einen Kranz machen will, doch ich besitze dazu kein besonderes Talent. Und wir sind ja dauernd auf Achse (oder ich schreibe Blogbeiträge 😎), also habe ich zu wenig Zeit für aufwendigere Basteleien. Daher ordnete ich die Blüten einfach in einer Glasschüssel an - und finde, das sieht auch hübsch aus 😊

Ich habe euch schon länger keine Fotos von Nina gezeigt. Tagsüber ist sie weiterhin oft bei unseren Nachbarn und wird abends dann  wieder zu uns geholt. Seit Kater Maxwell gestorben ist, verhält sich Nina allerdings viel anhänglicher und kuscheliger. Sie darf daher jetzt in unserem Bett schlafen. Zu Beginn war das etwas gewöhnungsbedürftig, aber inzwischen schaffen wir es, dass wir alle drei Platz im Bettchen finden und gut schlafen können 😊.

 

Kurzurlaub mit Brigitte und Peter:
Ich bin noch nicht sehr weit mit meinem Bericht über die Italien-Reise gekommen, die wir im September mit unseren Freunden unternommen haben, doch von 27. bis 29. Oktober waren wir vier schon wieder gemeinsam weg! Über die drei schönen Tage, die uns nach Linz, Steyr, Grein und Amstetten führten und die wir auch dazu nützten, einige andere Freunde zu treffen, werde ich euch bei Gelegenheit mehr erzählen - für heute muss diese Collage mit einigen "Teaser-Fotos" reichen:

 

Ausflug an den Neusiedlersee:
Einmal im Jahr - zwischen Ende Oktober und Anfang November - machen Tausende Kraniche im Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel Pause auf ihrem Weg in den Süden. Diesen Zwischenlandeplatz haben die Vögel erst vor einigen Jahren entdeckt und ziehen seither viele Naturliebhaber an. 
 
Also fuhren Brigitte, Peter, Edi und ich am 5. November abermals nach Illmitz. Dort hatten wir schon im vergangenen Februar Graugänse beobachtet - Klick zu meinem Artikel. In der unteren Collage bekommt ihr ebenfalls Graugänse zu sehen. Ob wir auch Kraniche entdecken konnten und was es mit der Windmühle auf sich hat, werde ich euch bei Gelegenheit erzählen.

 

Einladung zur Schwägerin und Übergangsjacke:
Edis Schwester hatte ein Computer-Problem. Sie bat Edi um Hilfe und lud uns als Dankeschön am 6. November zu sich nach Hause zum Essen ein. Zu der Gelegenheit trug ich nach längerer Zeit wieder meinen weißen Lochstrick-Pulli, meine rote Bluse vom Second-Hand-Laden, meine vor Jahren von hellem Rosa auf dunkelblau umgefärbte Jeans mit den aufgebügelten Sternen... und meine Trench-Übergangsjacke. 
 
 Herbstjacken-Übergangsjacken-Herbstmäntel-Übergangsmäntel-ü30blogger & friends
 
Nachdem sich die Ü-30-Blogger in ihrer [BLOGPARADE] Herbstjacken und -mäntel im Fokus - ü30Blogger and friends für unsere Übergangsjacken interessieren, erzähle ich euch kurz etwas über dieses gute Stück: Ich hatte jahrelang immer nur Jacken, die für gewisse Wetterlagen entweder zu dünn oder zu winterlich oder echte Regenjacken waren. Irgendwann, ebenfalls schon vor einigen Jahren, entdeckte ich beim Kaffeeröster diesen verkürzten Trenchcoat in vielseitigem Beige und mit dem hübschen blauen Blättermuster-Innenfutter. Im Kragen ist eine Kapuze eingelassen und durch eine Imprägnierung hält er zumindest leichten Regen ab. Wie ihr an den Fotos weiter oben seht, trage ich im Herbst (und Frühling) auch andere Jacken oder gern mal einen Poncho, je nach Temperatur. Aber mein kurzer Trenchcoat ist irgendwie die "übergangsjackigste" Übergangsjacke, die ich habe. Ich denke, dieses Kleidungsstück kann mich noch viele Jahre lang begleiten.

 

Walkingrunde:
Hier kommen nun die weiter oben schon angekündigten Fotos von meiner Walkingrunde am  9. November. An den Bäumen hängt jetzt zwar nicht mehr so viel Laub wie im Oktober, aber immer noch leuchten die  Herbstblätter wunderbar mit dem blauen Himmel um die Wette. Klar haben wir manchmal auch weniger schönes Wetter, aber für Outdooraktivitäten gibt es in diesem Herbst echt keinen Grund zur Klage. (Dass es nach wie vor viel zu trocken ist, steht auf einem anderen Blatt.)

 

 

Schilderwald:
Für Artis Linkup habe ich auch wieder einiges gesammelt. Der Spruch unten links ist offentsichtlich von John F. Kennedys bekanntem Zitat abgeleitet  ("Ask not what your country can do for you — ask what you can do for your country.") Mein Lieblingsspruch ist jedenfalls der unten rechts - entdeckt im Badezimmer meiner Freundin Maria. 

Tja, ihr Lieben, wie ihr seht, war bei uns Rostrosen im Zeitraum 20. Oktober bis 9. November wieder jede Menge los, und es zeichnet sich ab, dass es auch in nächster Zeit nicht sehr viel ruhiger wird... Ich werde dennoch versuchen, euch Stück für Stück die ausstehenden Fortsetzungen und angekündigten Schilderungen zu bieten. Hoffentlich macht es euch nichts aus, falls es auch im Februar noch Herbstfotos zu sehen gibt 😉...


 Auf bald und 

herzliche November-Rostrosengrüße,
🌿  T  r  a  u  d  e 🌿


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick
Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style,
Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions,
Garden Affair - bei Jaipur Garden, Close to the Ground bei Jutta,
PS:
Ich hoffe, mein Enkelkind kann in einer Welt leben, in der es noch Wale, Orang-Utans, Elefanten, Pinguine und all die anderen wertvollen Wesen in freier Wildbahn gibt - und ein erträgliches Klima. Zum Abschluss habe ich deshalb noch ein paar Petitionen und Informationen für euch, die umso wichtiger sind, wenn auch ihr die Welt für die nächsten Generationen lebenswert erhalten wollt.

 

  • ARGENTINIENS WALE IN TODESGEFAHR: Die Ölindustrie will vor Argentinien Öl suchen – und sie bringt tödliche Werkzeuge mit: Schallkanonen! Jede Explosion ist dabei so laut wie ein Raketenstart. Verlieren sensible Tiere wie Wale und Delfine dadurch ihr Gehör, sind sie orientierungslos und können daran sterben! Stoppen wir die Schallkanonen der Ölsucher! Unterzeichnet bitte jetzt die Petition: https://meeresschutz.greenpeace.at/wale-argentinien/
 https://editor-upload-cdn.optimonk.com/userImages/131177/61641befa2e968001cea8f88/PopUp_SpendenWale_1633950993513.jpg
  • MONDELEZ ZERSTÖRT REGENWALD: Die Firma Mondelez ist überall: Das Unternehmen produziert Milka, Toblerone, Daim, Mozartkugeln. Doch die Wenigsten wissen, dass für Mondelez’ Produkte in großem Stil Regenwälder abgeholzt werden. Dadurch ist die artenreichste Region der Welt in Gefahr: Das Leuser Ökosystem in Indonesien ist der einzige Ort der Welt, an dem Orang-Utans, Nashörner, Elefanten und Tiger noch zusammenleben - doch immer mehr Flächen werden für die Palmöl-Industrie abgeholzt. Wenn wir den Skandal öffentlich bekannt machen, muss der Konzern reagieren. Hier geht's zur Petition: https://actions.sumofus.org/a/mondelez-palmoel
 https://d210i8t551lxm.cloudfront.net/images/contents/000/020/051/large/shutterstock_233505676.jpg?1634894391
 
  • SCHUTZ FÜR HUMBOLDT-PINGUINE! Das Brutgebiet der Humboldt-Pinguine vor der Nordküste Chiles wird immer wieder durch Hafen- und Bergbauprojekte bedroht. Jetzt erhielt wieder ein Bergbau- und Hafenprojekt die Zulassung. Ökologen in Chile fordern, die Meeresregion „La Higuera-Isla Chañaral“ endgültig zur strengen Schutzzone und das maritime Paradies zum UNESCO-Weltnaturerbe zu erklären. Bitte unterschreibt die Petition und helft mit, sie in all Ihren Netzwerken zu verbreiten: https://www.regenwald.org/petitionen/1245/humboldt-pinguine-brauchen-endlich-schutz

Pinguine Chile

 

  • DRINGENDER AUFRUF ZUM KLIMASCHUTZ: 
Das entscheidende Ziel von 1,5 °C ist noch katastrophal weit entfernt. Dennoch beschleunigen Regierungen weiterhin die Krise, indem Sie Milliarden in fossile Brennstoffe investieren. Greta Thunberg, Vanessa Nakate, Dominika Lasota und Mitzi Tan richten diesen dringenden Appell an die Staats- und Regierungschefs der Welt, sich endlich der Klimakrise zu stellen. Schließen wir uns ihnen an - unterzeichnet bitte jetzt mit eurer Email-Adresse: https://secure.avaaz.org/campaign/de/climate_action_now_loc/





  • WERDET LEBENSMITTEL-RETTER: Mehr als 1/3 aller Lebensmittel wird verschwendet. Mit der App Too good to go könnt auch ihr dazu beitragen, dass Lebensmittelverschwendung der Vergangenheit angehört. Ich habe hier den Link zur Österreichischen Too-good-to-go-Seite eingefügt, doch diese Initiative gibt es bereits in 13 Ländern: Neben Österreich sind dies Deutschland, die Schweiz, Dänemark, Frankreich, Norwegen, Grossbritannien, Spanien, Belgien, Italien, Polen und die Niederlande. Win - Win - Win: Geld sparen, Lebensmittel retten und die Partnerläden müssen nichts wegwerfen!

Lebensmittelhändler und Gastronomiebetriebe bieten dabei Überraschungstüten zu einem vergünstigten Preis an, da diese Waren beispielsweise von einem Buffet übrig geblieben sind oder wegen des Mindesthaltbarkeitsdatums am nächsten Tag nicht mehr angeboten werden dürfen. Benutzer der App können sehen, welche Betriebe in ihrer Umgebung zur Zeit Überraschungstüten anbieten, ihre Daten eingeben und direkt über die App bezahlen. Während der festgelegten Abholzeit gehen die Nutzer persönlich in den Betrieb, zeigen ihre Reservierung in der App und holen sich die Lebensmittel ab. Das funktioniert wunderbar, wir haben es getestet und daraus am nächsten und übernächsten Tag sehr gutes Essen gezaubert. Bei Gelegenheit erzähl' ich euch mehr darüber. Also: Einfach die App herunterladen, anmelden und köstliches, zu viel produziertes Essen retten. Was euch erwartet, ist immer eine Überraschung zu tollem Preis und gleichzeitig tut ihr Gutes für unseren Planeten.

 

 

Freitag, 5. November 2021

Mit Tina und Göga durch Wien - Teil 1: Prater

Servus ihr Lieben!

Heute möchte ich euch von unserem Wiedersehen mit meiner Blogfreundin Tina und ihrem "Göga" (Abkürzung für Göttergatte 😉) Uwe in der Mitte vom Oktober erzählen. Die beiden hatten nämlich die glorreiche Idee, nach der wunderschönen Hochzeit ihrer Tochter selbst eine Art Hochzeitstreise nach Wien zu unternehmen... oder genauer gesagt: eine Geburtstagsreise, denn Tina feierte am Anreisetag ihren 55. Geburtstag ...

🥂🎂🥂🎂🥂🎂🥂🎂🥂

In ihrem Blog erzählt Tina derzeit gerade so nach und nach über ihre fünf Tage in Wien - hier geht's zum Anfangskapitel: Wien in 5 Tagen - Tag 1.

Tina fragte bei uns an, ob wir Zeit für ein Treffen haben würden. Aber natürlich, Ehrensache! Wir haben Tina & Uwe schon in Bangkok und in München getroffen*) und wir hatten jeweils viel Spaß miteinander. 
 
 
Laut Wetterbericht sollte Freitag, der 15.10. so richtig toll sonnig werden, also wählten wir diesen Tag - und so war's dann auch: Wir erlebten einen Oktobertag vom feinsten 🌞 - aber es schien sowieso (fast) ausschließlich die Sonne, als die beiden in Wien waren. So soll's auch sein, wenn Engel reisen! 
☀️☀️👼☀️☀️

Weil's so schön war, entstanden an diesem Tag ganz viele Fotos - und deshalb zeige ich euch unser Tina-Uwe-Treffen in Wien in zwei Teilen. 

 
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Auf "Gögas" Wunsch hin trafen wir uns im Wiener Prater - und damit geht's hier auch gleich los - mit einer Fahrt im berühmten und steinalten Wiener Riesenrad. (Die Fotos von uns wurden vor der tatsächlichen Riesenrad-Fahrt von einer Fotografin aufgenommen - der Waggon Nr. 12 ist nur Kulisse - und man konnte sie käuflich erwerben.)

Treffpunkt 11 Uhr beim Riesenrad - und große Wiedersehensfreude 😊😍

... ist neben dem Stephansdom eines der Wahrzeichen Wiens. Es wurde 1897 zur Feier des 50. Thronjubiläums Kaiser Franz Josephs I. errichtet. (Jaja, wiedermal der Franzl 😉...) Es zählte damals mit knapp 65 Metern Höhe zu den fünf größten Riesenrädern seiner Zeit - allerdings wurden alle vier seiner "Zeitgenossen" zwischen 1906 bis 1937 bereits wieder demontiert, nur das Wiener Riesenrad dreht sich immer noch unermüdlich weiter. 

Dabei hätte es bereits 1919 abgerissen werden sollen - und im Zweiten Weltkrieg wurde es fast völlig zerstört. Doch ein Wahrzeichen lassen die Wiener nicht so gern untergehen - als Symbol des Wiederaufbaus und Neubeginns wurde es schon 1945 generalsaniert. Im Jahr 2016 wurde damit begonnen, die 15 Waggons gegen neue, nach den Originalplänen von 1896/97 gestaltete auszutauschen. (Ursprünglich hatte das Riesenrad 30 Waggons.) Falls euch die genauere, sehr bewegte Geschichte des Wiener Riesenrades interessiert, klickt bitte HIER.

Die Wartezeit bis zum Einsteigen kann man sich vertreiben, indem man sich die Mini-Ausstellungen in den nostalgischen 
Waggons ansieht.

Es gibt auch einen Waggon mit festlich gedecktem Tisch, den man für eineinhalb Stunden mieten und darin speisen kann (für schlappe 399 Euro), in der Collage unten könnt ihr einen kleinen Blick in die Fest-Gondel mit den hellen Vorhängen erhaschen. Für Tina und mich - bekennende Höhenängstliche mit dem Willen zur Selbstüberwindung - war aber die ganz normale Fahrt schon abenteuerlich genug. (Ja, auch für mich, denn obwohl ich gebürtige Wienerin bin, bin ich erst einmal oder zweimal mit dem Riesenrad gefahren.) Durch das gemächliche Tempo fühlt man sich in der Kabine allerdings gut geschützt und sicher. Und es gibt soo viel zu sehen:

Unten rechts: Madame Tussauds, unten links: Blick auf den Grünen Prater, bei dem es sich um den Hauptteil des Wiener Praters handelt

 

Wenn man außerhalb Wiens vom „Prater“ spricht, ist häufig nur der bekannte Vergnügungspark im Prater, der Wurstelprater, gemeint. Dieser befindet sich an der Nordwestspitze des Areals zwischen Donau und Donaukanal und macht flächenmäßig nur einen sehr kleinen Teil des gesamten Pratergebiets aus.

 (Quelle: Wikipedia - KLICK)

Ein kleiner Exkurs über den Wiener Prater:
Nachdem es in diesem Punkt immer wieder Missverständnisse gibt, fragte ich bei Tina sicherheitshalber nach, ob Uwe in den Wurstelprater möchte oder in den "Grünen Prater": Denn wenn die Wiener "Prater" sagen, meinen sie zumeist das etwa 6 km² große, von Aulandschaften geprägte Areal, das einst Jagdgebiet des Hochadels war und heute von der Bevölkerung zum Sport und zur Erholung genützt wird. Als wir noch in Wien lebten, besuchte ich mit der kleinen Jana gern einen der Spielplätze im "Grünen Prater" und war Edi zwei- bis dreimal pro Woche in der Prater Hauptalle laufen, denn wir wohnten nicht weit davon entfernt. Diese Allee entstand durch Schlägerungen im Auwald... allerdings schon vor langer Zeit: Im Jahr 1538 legte man auf diese Weise eine Direktverbindung zwischen dem kaiserlichen Palais Augarten und dem Jagdgebiet des Hofes an.

Der "Wurstelprater" oder "Volksprater" - also der Vergnügungspark, in dem sich auch das Riesenrad befindet - ist nur ein winziger Teil des Wiener Praters. Und der Name Wurstelprater hat wiederum nichts mit Wurst oder Würsteln zu tun, sondern mit dem "Wurschtel" (in Deutschland: Hanswurst bzw. Hans Wurst), also mit dem närrischen Kerl aus Komödien und Puppentheater-Vorführungen, wie sie einst auch im Prater dargeboten wurden. 

Ein bisserl posen und herumkasperln im "Wurschtelprater"
 
Nun, es stellte sich heraus, dass Uwe gern den Wurstelprater kennenlernen möchte, weil er schon so viel darüber gehört hatte. Und die beiden waren dann tatsächlich auch sehr angetan von diesem Riesen-Rummelplatz, der für mich eigentlich nie etwas besonders Tolles war (oder vielleicht gerade mal in der Kindheit, als ich noch gerne mit dem Ringelspiel (= Karussell) oder mit der Zwergerl-Hochschaubahn fuhr): Mich begeistern diese Höher-schneller-lauter-Fahrgeschäfte nicht. 
 
Erst durch Tina und Uwe wurde mir so richtig klar, dass der Wurstelprater irgendwie doch etwas Besonderes ist, weil es solche permanenten und seit langer Zeit bestehenden Rummelplätze in Europa kaum gibt. Vergleichbar ist der Prater vielleicht gerade mal mit dem Tivoli in Kopenhagen (der jedoch ganz anders gestaltet ist als der Wiener Wurstelprater).
 
Grottenbahn und Geisterschloss:
Was ich am Prater mag, sind die ganz alten Fahrgeschäfte, bei denen nostalgische Gefühle aufkommen. Eins davon ist die Alt Wiener Grottenbahn (wurde 1951 eröffnet), wo man in einem von einer Drachenlokomotive gezogenen Zug an verschiedensten Szenen aus Märchen, Sagen und anderen Kindergeschichten vorbei fährt. Dieses gefahrlose Vergnügen haben wir vier uns gegönnt 😁:
 

Übrigens beherbergt diese Grottenbahn - wie ich von einem freundlichen Herrn als erweiterte Antwort auf meine Anfrage bei Prater.at erfahren habe, kleine Kunstschätze:  
 
"Auf Praterparzelle 16 (heute Volare) war früher die Grottenbahn "Liliput Express". Darin gab es kleine Märchengrotten die von Schülern von Fritz Wotruba (Anm: einer der bedeutendsten österreichischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts) gemacht wurden. Einige dieser Grotten wurden vor dem Abriss gerettet und sind bis heute in der Alt Wiener Grottenbahn (Praterparzelle 43) zu bestaunen."
 
Und weiter: "Die fantasiereiche Fassade der Alt Wiener Grottenbahn wurde einst vom Bildhauer Robert Tar gefertigt. Die ursprüngliche Bemalung war relativ dunkel. Einige Jahre später wurde die komplette Fassade auch unter Robert Tar, bunter bemalt. Zuletzt vor 3-4 Jahren wurde die Fassade komplett saniert (alte Farbe wurde mit einem Trockeneis-Sandstrahlverfahren abgetragen, Beschädigungen wurden mit Polyester überzogen und anschließend komplett bemalt) Die Polyester und Malerarbeiten wurden von dem Bildhauer Gerold Kubitschek durchgeführt."
(Ing.Kristof Brantusa)
 

 
Also, ihr seht, die Grottenbahn ist nicht nur Kinderkram, sondern Kunstgenuss. Aber glaubt bloß nicht, dass wir uns ausschließlich an Märchenwelten gewagt haben, oh nein! Wir waren sogar mutig genug, um uns auch eine Fahrt mit der Geisterbahn zuzutrauen, jawoll! Das ist echter Hardcore-Grusel, denn damit darf man erst ab 10 Jahren fahren! 😎💪😄 (Das Geisterschloss gehört übrigens zu den allerältesten Praterattraktionen - es wurde bereits 1933 errichtet, im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1948 wiedereröffnet.) Der Typ an der Kasse zum Geisterschloss war ein Zombie, echt schaurig! Und Tina begab sich sogar freiwillig in die Gewalt eines schrecklichen Monsters - seht selbst!
 

 
Prater-Figuren:
Glücklicherweise haben wir das gefährliche Abenteuer alle vier lebend und ohne ärgere Blessuren überstanden und konnten uns weiter im Wurstelprater umsehen. Es gibt da nämlich mehrere interessante Figuren zu bewundern. Oben links und unten rechts seht ihr z.B. den "Großen Chineser" (9 Meter hoch), der auch "Calafati" genannt wird. Er verzierte einst das Ringelspiel des Schaustellers Basilio Calafati (1800-1878), daher der Name. Die Frauenfigur daneben heißt Fortuna und stammt von demselben Karussell. Beide sind jedoch Nachbauten, denn die Original-Fortuna steht im Pratermuseum und die Original-Calafati-Figur wurde im Zweiten Weltkrieg ebenso zerstört wie das Riesenrad.

 

Außerdem gibt es im Prater einige künstlerische Figuren der neueren Zeit zu bewundern. Leider fand ich vor Ort keine Informationstafel und konnte auch aus dem Internet nicht genau erfahren, welche Künstler welche Figuren geschaffen haben. Daher wandte ich mich an die Informations-Mailadresse info@prater.at - und erhielt von dem oben schon erwähnten Herrn Brantusa eine sehr nette und ausführliche Auskunft:

Die bunten Fin-de-siecle-Figuren (wie die rosa gekleidete Lady neben Tina, oder die Dame, in deren Dekolleté Edi sehr interessiert starrt, während Uwe dem Knaben einen Ball zu klauen versucht) wurden ursprünglich von den Tiroler Bildhauern Louis Fasching und Erich Ruprechter gestaltet. Sie kaschieren die für die Aufrechterhaltung des Fahrbetriebs notwendigen Stromkästen. Leider waren sie aus Materialien gefertigt, die für diese Verwendung nicht wirklich gut geeignet waren. Innerhalb kürzester Zeit wurden die Figuren durch Vandalismusakte demoliert und verunstaltet. Vom bekannten "Praterkünstler" Rudolf Scheffel wurden die (ursprünglich eher blass bemalten Figuren) überarbeitet (mit Polyester verstärkt, um sie gegen erneute Vandalismusakte resistent zu machen) und farbenfroher bemalt.

Was die skurrilen, eher Alien-haften Figuren am Rondau betrifft, glaubte ich mich erinnern zu können, dass sie einst von einer Frau geschaffen wurden. Und tatsächlich erfuhr ich als Antwort auf meine Anfrage, dass sie von der im Jahr 2013 verstorbenen Künstlerin Christa Müller stammen. Auch diese Figuren wurden vor ein paar Jahren sandgestrahlt und ebenfalls von Rudolf Scheffel neu bemalt. Leider steht nur mehr ein Bruchteil der zahlreichen Figuren von Christa Müller im Prater, viele davon wurden von der Stadt Wien verkauft. In der Prater-Topothek könnt ihr euch HIER alte Fotos von Christa Müllers fantasievollen Werken ansehen, die größtenteils nicht mehr im Prater zu sehen sind.
 

Die Figur im Liegestuhl, deren Bäuchlein von Tina liebevoll getätschelt wurde, sowie drei weitere auf dem Rondeau, sind relativ neu. Diese wurden vor 1-2 Jahren von einem Praterunternehmer gefertigt. Ich glaube, auch der Kasperl auf dem Krokodil in der unteren Collage zählt zu diesen Figuren. Etwas derb und zugleich witzig (und somit ziemlich typisch Wienerisch) fanden wir den "Geldscheißer": Wenn einem Wiener nämlich etwas zu teuer erscheint, dann sagt er gerne: "I hob do kan Gödscheißa!" ("Ich habe doch keinen Geldscheißer!") - vergleichbar mit dem Goldesel aus dem Märchen 😉

 
Pferde und Taxis:
Eine Praterattraktion, die ich schon seit meiner Kindheit kenne, ist die Reitbahn. Auch Uwe war ganz begeistert von den Rössern, hatte er in seiner Kindheit und Jugend doch selbst eines besessen und sehr geliebt. Das Pferdchen, das er streichelte, hatte noch dazu eine besonders hübsche Frisur. (Meines erinnerte mich eher an einen müde dreinschauenden Boris Becker.)

  
 
Uns stand jedoch der Sinn nicht nach einem Ausritt (außerdem glaube ich, dass auf den Praterpferden nur Kinder brav im Kreis reiten sollten) - also versuchte Tina neben einem nostalgischen Hinweisschild ein Taxi herbeizupfeifen. Als keines kam, unterstützte ich sie, doch auch meine Pfeiferei half nicht viel 😉. Ich glaube, an dieser Nummer müssen wir noch arbeiten!

 

Stelzen in der Luftburg:
Das traditionsreiche Schweizerhaus hatte Mitte Oktober noch geöffnet, doch wir wollten unser Mittagessen nicht dort einnehmen, sondern im größten voll biozertifizierten Restaurant der Welt: Luftburg - Kolarik im Prater. Die berühmten Praterstelzen schmecken in der Luftburg nämlich mindestens genau so gut wie im Schweizerhaus, und mit Biofleisch ist auch mehr Tierwohl verbunden. Da macht das Schmausen und Genießen doch gleich noch ein Stück mehr Freude!
 
Für meine nicht-österreichischen Leser und Leserinnen muss ich jetzt vermutlich erklären, was eine Stelze ist: In Deutschland ist dieses Fleischgericht wohl am bekanntesten unter dem Namen Eisbein, wird aber auch als Hachse, Haxe, Haxn bzw. Schweinshaxe bezeichnet, außerdem als Knöchla, Hechse, Hämmchen, Bötel oder Haspel, auf Bairisch Schweinshaxn, Fränkisch auch Knöchla oder Adlerhaxe, Schweizerisch Gnagi oder Wädli genannt. (Quelle: Wikipedia)
 
In Österreich werden Stelzen bevorzugt gebraten oder gegrillt, um eine extra-knusprige Schwarte zu erzeugen. Die Praterstelzen sind wirklich ganz besonders würzig und kross, und Uwe meinte dazu: "Ich hätte nie gedacht, dass ich im Prater die beste Haxe meines Lebens essen würde."
 
Für alle, die diesen Genuss zu Hause zu kopieren versuchen wollen, habe ich hier zwei Rezepte, die dem Praterstelzen-Rezept halbwegs nahe kommen:

Die gute alte Liliputbahn fährt direkt am Restaurant Kolarik vorbei. Herrlich, dass wir im Oktober noch draußen essen konnten!

 
Womit Uwe ebenfalls nicht gerechnet hätte: Dass er seine Stelze nicht schafft 😁. (Tina hatte sich nämlich für Cevapcici entschieden, und so gehörte ihm dieses große Fleischstück ganz allein.) Edi und ich teilten uns unsere Stelze und hatten in weiser Voraussicht schon eine große Tupper-Dose in den Prater mitgenommen (deshalb schleppte ich die ganze Zeit meinen #GET-COVERED-Beutel mit mir herum 😉). Zu guter Letzt bekamen wir von Uwe dann auch noch eine schöne Stelzen-Portion mit (und konnten uns aus diesen Resten noch zwei Tage lang zu Hause köstliche Gerichte zaubern 😊😋)...
 

 
Natürlich hatte ich auch ein Mitbringsel für Tina mit dabei, schließlich hatte sie zwei Tage zuvor Geburtstag gehabt. Nachdem ihr Blog Tinaspinkfriday heißt und unser Treffen tatsächlich an einem Freitag stattfand, bastelte ich ein Kärtchen in Pink mit einem Herz aus rostrosigen Herbstblättern für sie, und außerdem füllte ich eine kleine Sachertorten-Holzschachtel mit ein paar Kleinigkeiten an, die auch noch gut ins Fluggepäck passen.
 
In der folgenden Collage könnt ihr das Kärtchen sehen und außerdem einen kurzen Blick in das Lokal Luftburg - Kolarik werfen. Dort gibt es unter anderem originelle Barhocker, zwei Spiegel  aus dem Kuriositätenkabinett (wir fotografierten uns allerdings nur vor dem Spiegel, der schlanker macht 😜) und ein WC für zwei Personen. Offenbar ist es für Mutter und Kind gedacht, aber Tina meinte, es gäbe auch sogenannte Freundinnen-Klos 😀. Wir teilten uns die Kabine allerdings nur fürs Foto und suchten dann getrennte Etablissements auf 😂...


Nachdem wir im Luftburg-Restaurant mehr als nur satt geworden waren, unternahmen wir einen kleinen Verdauungsspaziergang entlang der Prater Hauptallee. Diese wird gesäumt von Rosskastanienbäumen - ich habe sie euch in einem früheren Posting zur Zeit der Kastanienblüte gezeigt. 
 
In normaleren (Pandemie-freien) Zeiten kamen in diese (weltweit einzigartige) Kastanienallee alljährlich zur Blütezeit zahlreiche Touristen, um diese Pracht zu erleben. Traurigerweise leiden auch die Prater-Kastanienbäume sehr unter der Miniermotte, weshalb ihre Blätter früher braun werden als die von anderen Laubbäumen. (Seht euch noch einmal die Luftaufnahme in der 6. Collage an...) Dennoch wirkte die Allee stimmungsvoll und passte gut zu diesem schönen Herbsttag.
 
 
 
Wir spazierten bis zum Praterstern - und von dort fuhren wir mit der U-Bahn bis zu unserem nächsten Ziel. Denn was ist eine Wien-Reise, wenn man Sisi und Franzl nicht besucht hat nicht in Schönbrunn gewesen ist?  Über unseren Besuch in diesem schönen Schlosspark, mit dem ich auch einige Kindheitserinnerungen verbinde, erzähle ich euch demnächst im zweiten Teil!
 
☀️☀️👼☀️☀️
 
Nun danke ich euch noch herzlich für all eure lieben Kommentare zum 3. Teil meines Italien-Reiseberichts - Toskana - Ankommen und Einleben. Auch von dieser Reise werde ich euch schon bald wieder mehr schildern (ich weiß noch nicht, in welcher Reihenfolge, es gibt ja bei uns immer wieder neue tolle Erlebnisse, ich komme kaum nach mit dem Erzählen...)
 
 
Fotos: 
teilweise von Tina oder Uwe, teilweise von Edi oder mir

 Auf bald und 

herzliche November-Grüße,
🌿  T  r  a  u  d  e 🌿


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick
Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style,
Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions,
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Freitag, 29. Oktober 2021

Italien-Reisebericht - Toskana - Ankommen und Einleben

HIER kommt ihr zum gesammelten Reisebericht Italien 2021.

 

Ciao ihr Lieben!

Vielen Dank für all eure Kommentare zu meinem vorigen Blogbeitrag Oktoberfreuden, Oktoberfarben sowie zum zweiten Teil meines Italien-Reiseberichts - Ferrara. Heute lade ich euch dazu ein, mit uns gemeinsam an unserem Urlaubsziel anzukommen. Unser Ferienhaus befindet sich in einem Anwesen namens Cedri Alti - "Hohe Zedern" - auf einem Hügel, der zum Weiler Gavignano gehört, einem etwa 20 Einwohner zählenden Ortsteil von Bucine (Provinz Arezzo). Die nächste Einkaufsmöglichkeit gibt es in Ambra (1.247 Einwohner) - etwa 1 km entfernt und ebenfalls ein Ortsteil von Bucine.
 
Peter hatte dort für uns vier eine schöne, geräumige Unterkunft gebucht. Kommt mit, ich zeige euch einen Teil des ca. 4500 m² großen Grundstücks, auf dem sich die Natursteinhäuser BUC 170/171 und die Hausteile BUC 172/173 sowie das Sommerhaus der Besitzer befinden. Wir wohnten im größten der Ferienquartiere, Hausteil BUC 173 (ca. 85 m²) mit drei Schlafzimmern und zwei Badezimmern, siehe übernächste Collage oben links. Wenn ihr mehr über die Unterkunft erfahren wollt, klickt bitte HIER.

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Gleich vorweg, wir waren mit dem Quartier und den freundlichen Vermietern sehr zufrieden und haben uns auf Cedri Alti sehr wohl gefühlt. 

Punkteabzüge gab es lediglich für die Matratzen und die Waschmaschine. Letztere wurde von mir benötigt, weil ich absichtlich nicht so viel Kleidung mitgebracht hatte - ich wollte ja mit einem kleinen Koffer auskommen. Aber die Maschine hat leider schlecht geschleudert, die Wäsche kam klatschnass heraus. Zum Glück trocknete sie in der Toskanischen Sonne relativ rasch 😉. 

Was die Matratzen betrifft - da hatten wir schon in unserem allerersten Toskana-Urlaub Probleme: Die Betten waren damals so unangenehm weich, dass wir sogar die Tür eines nicht benützten Raumes ausbauten und unter unsere Matratze legten. Einem Online-Artikel *) habe ich entnommen, dass extrem weiche Matratzen zumindest in früheren Zeiten in Italien ganz normal waren. In Cedri Alti waren sie es auch 2021 noch. 

Bei Brigittes und Peters Bett störte zusätzlich ein "Knubbel" (vermutlich eine herausstehende Feder in der Matratzenfederung). Der Versuch, stattdessen die Matratze vom freistehenden Zimmer zu verwenden, scheiterte bzw. diese Unterlage war auch nicht besser. Und in Edis und meinem Bett war es schier unmöglich, nachts aufzustehen, ohne den anderen aufzuwecken: Einerseits verursachte man dabei laute Quietschgeräusche, andererseits wabbelte die Matratze sowohl beim Raus- als auch beim Reinklettern eine Weile sehr intensiv nach - und nach einiger Zeit rutschte man in die Mitte des Bettes, weil sich dort schon eine Grube gebildet hatte 😂.

Ebenso normal in Italien (und auch in manchen anderen Urlaubsländern) ist es, dass man in einem Doppelbett nur eine einzige große Decke bekommt, unter der es sich beide Partner bequem machen sollten. Zitat aus dem unten verlinkten Artikel: "Danach ist man allseits eingezwängt wie eine Raupe im Kokon und kann Beine und Füße kaum bewegen." Da ich weiß, dass diese Methode mit meinem Mann und mir nicht funktioniert, nehme ich mir auf Reisen immer ein Leintuch mit, in das ich mich zur Not einwickeln kann. Außerdem hatte ich ein Kopfkissen dabei, bei dem ich kein Kopfweh bekomme. Darüber war ich auch in diesem Urlaub sehr froh.

Vielleicht sind wir aber auch "Prinzessinnen auf der Erbse"? Es gab ein weiteres (sehr nettes 😊👋) Urlaubsgästepaar auf Cedri Alti, über das ich euch in der Folge noch mehr erzählen werde -  und diese beiden meinten, sie hätten keine Matratzen-Probleme. Am Ende des Urlaubs probierte Brigitte die Betten der beiden aus und stellte fest, dass sie auch nicht bequemer als unsere waren 😉...

*) Hier kommt ihr zu dem sehr amüsanten Artikel über das "italienische Schichtprinzip im Bett". Und hier noch ein weiterer Artikel über die Redewendung "unter einer Decke stecken".

Aber seien wir uns mal ehrlich - in einem Paradies wie diesem 😎🌞 schrumpfen Matratzenprobleme nach einiger Zeit zusammen. Und nach den ersten Ausflügen konnten wir dennoch schlafen, wenn auch vielleicht nicht ganz so gut wie im eigenen Bett...

Guido und Junoni:
In der folgenden Collage stelle ich euch zwei Persönlichkeiten von Cedri Alti vor, die uns gleich zu Beginn freundlich willkommen geheißen haben. Der fröhlich lachende Mann neben Peter heißt Guido und gehört zur Vermieter-Familie. (Er ist, wenn ich mir das richtig gemerkt habe, der Schwager des Vermieters, und offenbar der einzige, mit dem wir uns auf englisch halbwegs verständigen konnten.) Er zeigte uns das Haus und den Garten, erklärte uns, dass wir uns beim Kräuterbeet gern bedienen könnten (was wir im Lauf der zwei Wochen häufig taten), plauderte nett mit uns und fragte, ob wir Lust auf Wein und Pasta hätten. Oh, ja gerne 😋! Also brachte Guido uns einen Krug mit feinem toskanischem Rotwein - und etwas später eine Schüssel mit  Nudeln in köstlicher Tomaten-Kräutersauce. So schmeckt Italien!

Die zweite "Persönlichkeit" ist Junoni, die zahme Elster, über die ich euch heute noch um einiges mehr erzählen werde. Guido erzählte uns ihre Geschichte, und ich gebe sie euch so wieder, wie ich sie verstanden habe.

Fotos dieser Collage von Brigitte


Als Junoni noch nicht ganz flügge war, landete sie bei einem Flugversuch im Grillfeuer 🔥. (Ich weiß nicht, ob Junoni wirklich ein Weibchen ist, doch Guido sagte "she", also bleibe ich dabei.) Die Flammen haben sie schwer verletzt, doch sie wurde vom Vermieter gerettet und wieder gesund gepflegt. Daduch verlor sie weitgehend ihre Scheu vor Menschen. Wir glaubten herauszuhören, dass dieser Unfall im diesjährigen Juni geschehen ist und dass sie deshalb ihren Namen erhalten hat. Ihr Gefieder ist noch nicht komplett nachgewachsen, aus diesem Grund kann sie nur schlecht fliegen, und auch um ihre Augen hat sie noch einige kahle Stellen 🪶🪶. 

Guido fragte uns, ob uns Junoni stören wurde und wir verneinten. Wie ihr seht, war sie frech, neugierig und charmant zugleich. Sie bettelte um Futter, und wie wir bald feststellten, mochte sie Kekse gern, aber Käse noch viel lieber. Wenn man ihr Futter gab, brachte sie es irgendwo in sicherer Entfernung in ein Versteck, das heißt, man wurde dann eine Zeitlang von ihr in Ruhe gelassen 😉. Aber wie ihr an den folgenden Fotos erkennen könnt, war Junoni immer dabei - beim Auspacken unseres Gepäcks, beim Relaxen am Pool, beim Weintrinken, beim Pasta-Essen 🍝🦅... und wie ihr später sehen werdet, auch beim Turnen...

 

Fotos dieser Collage von Brigitte

Kaum hatten wir die Pasta auf den Tellern, saß Junoni schon auf der Stuhllehne 😅


Zum Glück sind Elstern keine Schwimmvögel, sonst hätte uns Junoni wohl bis in den Pool verfolgt. Beim Relaxen am Pool war sie allerdings sehr an unseren Weingläsern, unseren Handys und an den Laken interessiert 😉 Und Junoni erwies sich auch als sehr liebesbedürftig. Sie ließ sich zwar nicht mit den Händen streicheln - aber wie ihr im folgenden Video sehen könnt, hatte sie nichts gegen Füße, jedenfalls ließ sie sich von Edis Füßen kraulen 😁:



Toskanischer Sonnenuntergang:
Abends boten sich uns traumhafte Himmelsblicke - der Sonnenball versank hinter einem der Hügel, auf die man von Cedri Alti aus blicken kann, und hüllte sich dabei in die schönsten Farbschattierungen. Wir konnten uns kaum sattsehen:

Fotos dieser Collage von Brigitte

Der nächste Tag:
Der 13. September 2021 war ein Montag - Zeit für unsere ersten Lebensmitteleinkäufe. Denn zumindest teilweise würden wir uns in diesem Urlaub selbst versorgen. (Manchmal wollten wir uns natürlich auch in Restaurants durch die wunderbare Küche der Umgebung durchprobieren.) 
 
Lino von Il Trenino:
Auch toskanischen Wein wollten wir gerne kaufen. Der Rotwein, den uns Guido am Ankunftstag gebracht hatte, schmeckte uns sehr gut, also fragten wir ihn, wo wir noch mehr Wein von dieser Art kaufen könnten. Deshalb stellte Guido für uns einen Kontakt zu seinem Freund Lino her, einem Wein- und Olivenbauern aus der Umgebung. Auf seinem Gutshof Il Trenino kann man übrigens ebenfalls Ferien machen - umgeben von vielen, vielen Tieren. 

Fotos dieser Collage von Brigitte

Lino spricht zwar ausschließlich italienisch, doch Guido hatte ihm am Telefon erklärt, dass wir Wein kaufen wollten, und im übrigen konnten wir uns mit ihm gut mit Händen und Füßen unterhalten. Letztendlich erstanden wir mehrere Liter Rotwein, außerdem Likör und frische Eier - und wir bekamen eine Führung durch das Anwesen, wo wir auch mit Linos Tieren Bekanntschaft machten. Denn auf Il Trenino leben unter anderem mehrere Hunde, Schildkröten, Gänse, Hühner - und ein Wildschwein namens Susi.

Fotos dieser Collage von Brigitte

Fotos dieser Collage von Brigitte
 
Ambra:
In Ambra gibt es mehrere Lebensmittelläden. Hier besorgten wir Brot und Nudeln, Fleisch, Wurst und Schinken, Käse, Milch, Obst und Gemüse.

Fotos dieser Collage von Brigitte

Außerdem streunten wir durch die kleine Ortschaft mit ihren schmucken alten Steinhäusern, bewunderten einige Türen und Tore - und ein schwarzweißes Kätzchen ließ sich von mir anlocken und kraulen. 

Fotos dieser Collage von Brigitte
 
Fotos dieser Collage von Brigitte - Oben rechts seht ihr den Palazzo Paladini, ein Bauwerk aus dem späten 18. / frühen
19. Jahrhundert, das einst im Besitz der Familie Paladini war, einer reichen einheimischen Familie.

Fotos dieser Collage von Brigitte
 

Gymnastikstunde (mit Junoni 😂):
Wenn man immer lascher und unbeweglicher wird, nennt man das im Wienerischen "versulzen". Weil wir nicht versulzen wollen, treiben sowohl Edi und ich als auch Brigitte und Peter regelmäßig Gymnastik. Und so  haben wir beschlossen, auch im Urlaub Morgengymnastik zu machen, sofern sich die Gelegenheit dazu ergibt. Den Vormittag hatten wir zwar mit Einkaufen verbracht, aber danach war Zeit, um ein wenig zu turnen. Und so bereiteten unsere provisorischen Hanteln (mit Wasser gefüllte Plastikflaschen) und Stretchbänder vor, breiteten wir unsere Badetücher aus, ich hatte außerdem mein Handy dabei, auf dem sich meine Gynastik-App befindet, und Musik brachten wir ebenfalls mit.
 
Kaum hatten wir alles aufgebaut, war auch schon Junoni zur Stelle 😁...

Fotos dieser Collage von Brigitte

Ich hoffe, ihr könnt euch das Video ansehen, das Brigitte von Junonis Schelmenstücken angefertigt hat, während wir Gymnasik zu machen versuchten. (Also nunja, Brigitte hat da natürlich weniger geturnt und mehr gefilmt 😉😊)
 

 


Später klaute mir Junoni dann auch noch den Ständer meines Handys, haute damit ab und wollte ihn offenbar wie ihr Futter verstecken. Der Spruch von der Diebischen Elster ist also keineswegs nur so dahergesagt 😉 (Wir haben den Ständer wiedergefunden, aber ich glaube, ich habe ihn dann trotzdem irgendwo verlegt. Zur Zeit weiß ich jedenfalls nicht, wo er ist... Vielleicht weiß es ja die Elster?) 

Junoni war also ein lustiger und liebenswerter, aber auch ein etwas lästiger Vogel. Sehr keck, immer um Aufmerksam heischend. Wir waren neugierig, ob uns im Laufe des Urlaubs noch ein paar Tricks einfallen würden, um Junonis Frechheiten in den Griff zu bekommen. 

Darüber brauchten wir uns dann aber doch keine allzu großen Gedanken mehr zu machen: Ich habe vorhin das andere Urlaubsgästepaar erwähnt. Die Frau, Marion, erzählte uns, dass sie unter einer Vogelphobie leidet - es macht sie unter anderem panisch, wenn es um sie herum flattert. Da ist eine aufdringliche junge Elster natürlich eine heftige Herausforderung. 

Ein paar Tage lang versuchte Marion, Junoni auszuhalten, aber sie konnte weder den Pool genießen noch die Terrasse vor  ihrem Ferienhaus, weil Junoni dort immer wieder auftauchte. Das machte sie fix und fertig. Auch wenn ihr die Elster leid tat, fragte sie Guido deshalb schließlich, ob es möglich sei, Junoni wegzusperren, und das wurde umgehend veranlasst. Auch wir bedauerten Junoni, aber wir konnten Marion verstehen. Schließlich sollte auch sie in ihrem Urlaub entspannen können und nicht ständig in Panik versetzt werden.

Fotos dieser Collage von Brigitte

Und so war unsere Bekanntschaft mit Junoni nur von relativ kurzer Dauer. Wir hoffen dennoch, dass sie ein gutes Vogelleben führen kann. Wir versuchten von Guido zu erfahren, was mit der Elster während des Winters gemacht wird, denn wir können uns nicht vorstellen, dass sie in der Lage ist, allein Futter zu suchen. Guido erklärte uns, dass sein Schwager diesen Vogel liebt, aber etwas Genaueres wusste er offenbar auch nicht. Drücken wir also die Daumen, dass eine gute Lösung für Junoni gefunden wird!

 
Nun wünsche ich euch noch gute Allerheiligen-Tage 
bzw. fröhliche Halloween-Feiern sowie einen angenehmen Start in den November! 
Ganz herzliche Rostrosengrüße!

Ciao & Arrivederci,

🌿  T  r  a  u  d  e 🌿

 

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PS:  
Danke an alle, die mir zu meinem vorigen Blogbeitrag geschrieben haben, dass sie versuchen werden, die Serie Vienna Blood anzusehen! 😊 Dazu habe ich noch einen Hinweis an alle, die das Österreichische Fernsehpogramm nicht sehen können, aber das Deutsche schon: Während die 2. Staffel im ORF2 Ende Oktober startet und die Folge "Vor der Dunkelheit" mit Edi in seiner Mönchs-Komparsenrolle am 1. November um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird, geht es im ZDF offenbar erst gegen Ende November weiter. 
Heidi hat mir geschrieben, dass die ersten beiden Folgen der neuen Staffel "am 21.11.21 und am 28.11.21, im ZDF um 22.15 Uhr ausgestrahlt" werden. Ich nehme an, dass die dritte Folge - die mit den Mönchen - dann eine Woche danach - also am 5. Dezember um 22.15 Uhr im ZDF gezeigt wird. (Leider konnte ich es bisher aus dem Internet nicht erfahren, hoffen wir also, dass das so stimmt...)