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Mittwoch, 6. April 2022

März-Rückblick: Bad Vöslau und mein Häkeltuch

Servus ihr Lieben!

 

Über den rostrosigen März 2022 hab ich euch hier im Blog schon so einiges berichtet. In meinem Beitrag Von Fischen, die Tomaten düngen ... erzählte ich euch über unsere Führung durch die nachhaltige "Aquaponik-Gärtnerei" blün - und vom Frühlingserwachen in den Blumengärten Hirschstetten. Und in meinem Beitrag Zeit für einen Rückblick auf den restlichen Februar und den halben März  schilderte ich euch, was sich in unserer ersten Märzhälfte getan hatte. Heute zeige ich euch, was bei uns in diesem März sonst noch los war. 

Mein selbstgehäkeltes 🌈Regenbogen-Tuch:
In meinem Rückblick bekamt ihr auch die Fortschritte meiner neuesten Häkelarbeit zu sehen - einem Dreieckstuch aus Bobbelwolle. (In meinem Blogbeitrag vom 12. Februar habe ich euch die Anfänge dieses Tuches gezeigt und erklärt, worum es sich bei Bobbelwolle handelt.) In der unteren Collage seht ihr rechts, wie ich das fertige Tuch in feuchtem Zustand auf meiner Gymnastikmatte gespannt habe, damit das Muster besser zur Geltung kommt. (Die Anleitung dazu fand ich auf youtube.)

 

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Unter anderem trieben wir uns im März mit unseren Freunden Brigitte und Peter sowie Gabi und Rudi in der schönen Kurstadt Bad Vöslau herum. Eine tolle Gelegenheit, um mein Tuch erstmals auszuführen.

Auch wenn das Tuch nicht zu 100 % der Anleitung entspricht (weil ich das Zählmuster nicht verstanden habe und deshalb etwas "schummeln" musste) bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis - was meint ihr?

Das ist nur eine der Tragevarianten - weiter unten werdet ihr noch mehr davon sehen.

Bad Vöslau liegt direkt am Wienerwald - und es gibt hier zahlreiche schöne Wanderwege. In meinen Blogbeiträgen habe ich euch z.B. schon mehrmals auf den Harzberg mitgenommen und euch die Rotnackenkangurus gezeigt, die in einem Gehege beim Schutzhaus leben (Klick zu allen meinen Harzberg-Beiträgen). Heute zeige ich euch u.a. die Wanderwege rund um die Helenenhöhe. Hier finden sich einige typische Trockenrasenpflanzen, wie die Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris), aber auch ganz klassische Frühlings-Waldrandblumen wie Veilchen.
 

Gabi ist eine wahre Insektenfreundin und geht auch vor einer winzigen, leicht zu übersehenden Raupe in die Knie, um sie zu fotografieren. Es handelt sich bei dem kleinen Pelzchen um die Raupe des Weißfleck-Widderchens (Amata phegea). Die Insekten- und Blütenfotos stammen bunt gemischt von Gabi, Brigitte und mir; fotografiert haben wir sie nicht nur im Wienerwald, sondern auch im Kurpark und diversen Gärten. So z.B. den Samen-Zapfen der Immergrünen Magnolie (Magnolia grandiflora) unten rechts, der sich getrocknet auch gut zum Basteln bzw. für Gestecke eignet.

Zwischendurch begegneten wir Wanderern mit einem "Kunststücke-Hund" 🐕- denn er lief die ganze Zeit (begeistert schwanzwedelnd) im Rückwärtsgang, während sein Frauchen vor ihm einen Stock in der Luft hielt. Das sah witzig aus 😁.

Von der Helenenhöhe hat man einen wundervollen Ausblick auf Bad Vöslau und die angrenzende Ortschaft Gainfarn, auf die Hohe Wand und den Schneeberg.

Capitulare Garten von Gainfarn:
Am Fuß des Wienerwalds befindet sich der Schlosspark Gainfarn mit dem sogenannten Capitulare Garten (der im März allerdings noch nicht viel zu bieten hat, daher nur Fotos von den Schildern): Im Jahr 2010 wurde die Anlage gemäß der „Capitulare 70"-Landgüterverordnung von Karl dem Großen aus dem Jahre 812 (!) revitalisiert. Diese historische Verordnung besagt, dass sämtliche darin angeführten Pflanzen in allen kaiserlichen Hofgütern angebaut werden sollen. 

Und so wachsen hier u.a. die Hauptnahrungsmittel des Frühmittelalters - Bohnen, Erbsen, Kohl, Mangold, Wurzelgemüse und Salat -, Bäume mit frischem Obst und Bäume mit Vorratsfrüchten, bekannte Heil- und Küchenkräuter, aber auch solche Raritäten wie Mauskraut, Siegwurz oder Donnerkraut. Der Name des zuletzt genannten Krautes hat mit dem Aberglauben der Menschen von damals zu tun:  

„Setze das Donnerkraut auf dein Hausdach und der Blitz wird nur beim Nachbarn einschlagen!" 

(😁 Pfui, gar nicht nett! 😉)

Noch mehr für den "Schilderwald":
Zurück im schönen Bad Vöslau entdeckten wir weitere Schilder, z.B. eines, das Autofahrer farbenfroh auf Schulkinder aufmerksam machen soll und eines, das über die Beziehung des bedeutenden österreichischen Dramatikers Arthur Schnitzler zu Bad Vöslau informiert, der sich hier von Kindheit an häufig aufhielt, weil sein Onkel zwei Villen in der Stadt besaß. Die Villa "Zur schönen Aussicht" hat aber mit Schnitzler nichts zu tun - HIER könnt ihr nachlesen, welche Berühmtheiten sie einst beherbergt hat.

Historische Wäscheschwemme und Schneckenreservat:
Ebenfalls durch Schilder erfuhren wir, was es mit dem in Stein gefassten Bach (oben links) auf sich hat. In früheren Jahren - nämlich noch bis in die 1960er Jahre! - war der Hansybach die Wäscheschwemme von Bad Vöslau: Generationen von Vöslauerinnen brachten nach dem (etwa einmal im Monat stattfindenden) Waschtag in Handwagen und Wäschekörben ihre gereinigte Wäsche hierher, um sie im Bach auszuspülen. Ich musste, als ich das las, an die Menschen in Indien denken, die diese Methode auch heute noch praktizieren (wie wir mehrmals gesehen haben - z.B. HIER). 

Der Hansybach hat aber noch eine weitere Bedeutung! Aufgrund seines warmen Thermalwassers beherbergt er einzigartige zoologische Raritäten - die Vöslauer Thermen-Kahnschnecke, die Vöslauer Thermen-Zwergquellschnecke (die weltweit nirgendwo sonst vorkommt) und die Thermen-Pechschnecke. Alle drei Schneckenarten stehen auf der  "Roten Liste" der vom Aussterben bedrohten Tierarten. Deshalb wurde der Bach zum Schneckenreservat erklärt.

Solidaritätsbaum im Schlosspark:
Unten seht ihr zum einen das Schloss von Bad Vöslau, das heute als Rathaus dient, zum anderen die 200jährige Riesenplatane (Platanus acerifolia), die nur einer von rund 400 Bäumen des Parks ist, aber zu den mächtigsten und auffälligsten gehört. Der Baum wird zur Zeit als Sympathebekundung für die Ukraine in den Flaggenfarben blau-gelb beleuchtet.

Italiener im Schloss:
Auf der Rückseite des Schlosses befindet sich ein sehr gutes italienisches Restaurant - Daldon - in dem wir uns ein genussvolles Abendessen gönnten. Natürlich wurden dabei auch ein paar Erinnerungen an unsere Italienreise wach.

Bad Vöslauer Abend-Ansichten: 
Ihr seht hier abermals die Riesenplatane, das lila beleuchtete Café Post und das nostalgische Thermalbad, in das ich euch in meinem Sommerfrische-Posting von 2018 schon mal virtuell mitgenommen habe:

Thermalbad und Trinkbrunnen:
Unten könnt ihr euch das Bad von außen bei Tageslicht ansehen. Die Fotos in der unteren Reihe zeigen den öffentlichen Trinkbrunnen bei der Therme, aus dem feinstes Vöslauer Mineralwasser rinnt, wieder zur Abendzeit.

- so lautet in diesem Monat das Motto der ü30Blogger & friends - und mitmachen können bei der Blogparade alljene, die Spaß an dem Thema haben (und über 30 Jahre alt sind - das schaffen wohl die meisten meiner LeserInnen 😁)! Wir sind eingeladen, z.B. unseren persönlichen Red Carpet-Look zu kreieren, über Lieblingsfilme zu sprechen, unsere Partydekoration ganz im mondänen Gatsby-Stil zu zeigen oder das Thema auf andere kreative Weise auszulegen. Und ich habe da wirklich schon eine Reihe kreativer Beiträge gesehen (inklusive originellem Red Carpet 😂)!

blogparade ü30blogger and friends mondän/filmreif

Was aber wäre nun mein persönlicher Look für die Oscar-Verleihung? Es gibt dort alle Jahre wieder viele glamouröse Kleider zu sehen, Satin, Seide, Spitze, Pailletten... Doch all das bin ich eigentlich nicht. Am wohlsten und echtesten fühle ich mich im Boho-Style (egal, ob der gerade als modern gilt oder nicht) bzw. in meinen mehr oder weniger verrückten, oft farbenfrohen Mixturen. 

Gehen wir davon aus, dass man mich für eine kleine, feine Nebenrolle in einem Film über Woodstock für den Oscar nominiert hätte - dann würde dieser Look sowieso prima passen. Ich käme in meinem weinroten Shirt-Maxi-Rock-Ensemble und dazu trüge ich meinen Regenbogengürtel vom Weltladen sowie mein Regenbogen-Tuch made by Rostrose. Die Presse wäre teilweise entzückt, teilweise würde man sich das Maul zerreißen, weil ich mich standhaft weigere, mein faltiges Gesicht straffen zu lassen und mich auch nicht von einem Edel-Designer in ein raffiniertes Glitzer-Spitzen-Kleid einnähen ließ, in dem ich um 20 Kilo schlanker wirke. Ich bin die eine, die's selbst in der Oscarnacht am liebsten bequem hat 😀💪!

Tja, und wenn keiner einen roten Teppich für mich ausrollt? Dann häkle ich mir einfach einen 😁!

Marotten oder Karotten?
Das Wort "Marotte" hat einen interessanten Ursprung. Es handelt sich dabei um die französische Verkleinerungsform des Namens Marie. Im Lauf der Zeit veränderte sich die Bedeutung und führte von „Marienbild, Heiligenfigur“ über „Puppe, Marionette“ zu einem „Narrenzepter“ im 16. Jahrhundert. Im 17. Jahrhundert wurde daraus ein „närrischer Einfall", eine Schrulle, eine seltsame Liebhaberei.

Ist meine Art, mich zu kleiden, eine "Marotte"? Nein, bestimmt nicht. HIER habe ich euch vor Jahren schon beschrieben, warum ich mich so kleide, wie ich mich kleide. Aber zu meinen Liebhabereien zählen Wortspiele. Und so sprang ich sofort auf etwas an, das ich in einem kleinen Geschäft in Baden bei Wien mit umweltfreundlichen Produkten entdeckte: Ein Pflanztöpfchen mit Karotten-Samen - und dazu ein kleines Schildchen mit der Aufschrift "ICH MAG DICH mit all deinen Marotten KAROTTEN!" Die kleinen Filz-Hasen daneben verbreiten Osterstimmung. Ein paar weitere Schilder aus diesem Laden und aus einem Restaurant habe ich auch noch für euch:

 Ich finde, diesen Sprüchen ist nichts hinzuzufügen 😊.

Umwelt-Besprechungen:
Mitte und Ende März gab es - nach längerer Pause - eine Fortsetzung zu einem von mir vorgeschlagenen Umwelt-Projekt. Ihr erinnert euch vielleicht noch: Bereits in meinem Rückblick auf den März 2020 (!) erzählte ich euch von zwei Besprechungen wegen von mir vorgeschlagener Umweltschutz-Kampagnen, die in der Folge wegen Corona auf Eis lagen...

Im vergangenen Jahr ging es zumindest mit einem dieser Projekte weiter. Das habe ich in diesem Posting erwähnt. Allerdings gab es in der Folge politischen Hickhack, der alles verzögerte. Doch ich kann ziemlich hartnäckig sein. Und so gab es nun - "nur" zwei Jahre nach dem Startschuss 😉- bereits zwei weitere (sehr konkrete) Besprechungen zu meinem Projekt in unserem Rathaus. In den folgenden beiden Collagen seht ihr, was ich zu diesen Meetings trug.

Besprechungs-Outfit 1:
Den Bio-Strick-Rock von Waschb*r kennt ihr schon aus zahlreichen Beiträgen. Zuletzt habe ich ihn euch HIER gezeigt - und eigentlich ist die Kombination fast dieselbe, abgesehen davon, dass ich über dem Langarmshirt nicht mein Gov't-Mule-Bandshirt trage, sondern mein uraltes graues Strick-Top und meine türkise Bommelkette.

 

Besprechungs-🌈-Outfit 2 und Katze Nina:


Hier bekommt ihr nun einerseits die dritte Trage-Variante meines Regenbogen-Häkeltuches zu sehen - und andererseits meinen dunkelgrünen Des*gual-Rock und ein farblich passendes Dreiviertelarm-Shirt. (Abgesehen vom neuen Häkeltuch sind wieder alle Teile, die ich euch heute zeige, einige Jahre alt und aus meinem Schrank "geshoppt".) 

Und weil ihr sie schon längere Zeit nicht mehr zu sehen bekommen habt, zeige ich euch außerdem endlich wieder aktuelle Fotos von unserem (fast) 19 Jahre alten, blinden Katzenmädchen Nina. Derzeit beschäftigt sie unsere  Gedanken und auch die unserer Nachbarn zur Linken, denn Jasmine und Robert sind die von Nina erwählte "Zweitfamilie".

Doch heuer im Mai lassen die beiden ihren Gartenteich umgestalten (leider notwendig, weil die alte Teichfolie bereits brüchig ist...) Der Nachbars-Garten wird etwa zwei Wochen lang eine Großbaustelle mit mehreren Arbeitern sein. Das könnte für unsere Katze problematisch werden. Nun überlegen wir gemeinsam, ob wir Nina in dieser Zeit nicht aus dem Haus lassen (was für Nina unverständlich sein wird), ob wir sie nur noch hin- und hertragen, ohne sie in die diversen Gärten zu lassen, oder ob wir irgendwelche Barrieren aufbauen, damit Nina nur in unserem Garten bleibt... Ich denke, glücklich wird unsere arme Mieze mit keiner dieser Lösungen sein 😿...

Frühlingserwachen in unserem Garten:

Selbst wenn es hier mit dem frühlingshaften Aufblühen erfahrungsgemäß etwas länger dauert als in den meisten Teilen Deutschlands, hat auch bei uns Mitte / Ende März die Gartensaison begonnen. Da die Violen in einem der Blumentöpfe wunderschön überwintert haben, beschloss ich, noch ein paar Hornveilchen und Stiefmütterchen zu kaufen und setzte sie in Pflanztröge und auf den Blühhügel. 

Nachdem ich einen TV-Beitrag gesehen habe, in dem es um Preisanstiege bei Kartoffeln ging (weil wegen der Gaspreise auch die Düngemittel teurer werden), widme ich in diesem Jahr neben dem üblichen Kartoffelbeet (in einem ehemaligen Plastikkomposter) auch ein halbes der beiden Hochbeete dem Kartoffelanbau. Die Knollen sind bereits gesetzt und gemulcht habe ich ebenfalls. (Mulchen spart Wasser und hält Unkraut weitgehend fern.) Zudem wird es wieder Mangold, Zwiebel, Karotten, Salat, Bohnen, Tomaten, Zucchini, Kürbis, Topinambur etc. im "Selbstversorgergarten" geben. Mal sehen, ob ich demnächst außerdem Mauskraut, Siegwurz oder Donnerkraut anbaue... 😉

Für alle, die es mir nachmachen wollen: Kartoffeln lassen sich auch auf dem Balkon oder sogar auf dem Fensterbrett ziehen!

Ich hoffe, das eine oder andere Thema hat wieder eurer Interesse gefunden! Nun gibt es nur noch eine Sache vom März 2022, über die ich euch erzählen will - die war mal wieder ein ganz besonderes Erlebnis... und somit einen eigenen Blogbeitrag wert! Bis demnächst also und ...

 

... alles Liebe,

🌈 eure   T  r  a  u  d  e 🌈 

Fotos von Brigitte, Gabi, Edi und mir



Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

beim Mosaic Monday, Froh und kreativ, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta,  All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid 


Mittwoch, 16. März 2022

Zeit für einen Rückblick auf den restlichen Februar und den halben März

Servus ihr Lieben!

Über einige unserer Unternehmungen im Februar habe ich euch in DIESEM Beitrag schon erzählt; wie wir unsere ersten Tage im März verbracht haben, wisst ihr aus meinem Posting Kleine Auszeit (mit Hindernissen) in Marienbad

Nun ist es an der Zeit, euch über meine bzw. unsere restlichen  Aktivitäten auf dem Laufenden zu halten - denn es war bei uns noch um einiges mehr los. (Schließlich sind wir immer noch auf der "Lärm-Flucht" 😉: Unsere neuen Nachbarn wollten eigentlich spätestens Ende März einziehen, doch die Renovierungsarbeiten werden sich nun bis in den Mai hinziehen 😞... Aber ganz so laut, wie es schon mal war, wird es angeblich nicht mehr werden...)

Dionysos Panorama Wanderweg:
Am 15. Februar trafen wir uns mit unseren Freunden Brigitte und Peter sowie einem weiteren befreundeten Paar - Gabi und Rudi - in Mistelbach. Zunächst ging es ins Café Harlekin, um dort zu Mittag zu essen, danach unternahmen wir eine kleine Wanderung auf dem Dionysos Panoramaweg. Wir gingen bei der Landwirtschaftlichen Fachschule los; dort gibt es einen Ausbildungs-Bauernhof, wo ich gleich in meinem Element war 😊🐓🐐🐔🐖.

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Unter anderem wächst bei der Schule eine beeindruckende Baum-Hasel (Corylus colurna) oder auch Byzantinische Hasel. Und natürlich begeisterten mich außerdem die Ziegen, die dort weideten.

 

Und wir alle hatten enorm viel Spaß mit der tollen Dionysos-Schaukel oben auf dem Hügel - wenn man sich so richtig hoch in die Lüfte schwingt, kann man über die Weingärten in die Landschaft schauen.

Und dieser Ausblick besitzt großen Charme - selbst der Dunst, in dem die Landschaft lag, wirkte noch reizvoll:

In Sachen Müllvermeidung / Mülltrennung war hier viel Engagement zu erkennen:

Auch darüber hinaus begegneten uns einige Schilder und Schriftzüge. Und wir stellten fest, dass wir einmal mehr auf dem Jakobsweg unterwegs waren:


Insgesamt gingen wir von der Fachschule in Mistelbach bis zur Waldschenke / Martinsklause (wo wir einkehrten) und retour 10.718 Schritte (7,5 km, 1 Stunde 50 Minuten Gehzeit). Auf dem Rückweg wurden wir mit einem mystischen Himmelsblick belohnt. Zum Schluss besuchten wir noch den Bio-Hofladen, der ebenfalls zur Landwirtschaftsschule gehört, und kauften hier einige gesunde Lebensmittel ein.

 

Rotkehlchen-Fotos, misslungen, aber "künstlerisch verändert":
Leider war das erste Rotkehlchen, das ich seit Jahren in unserem Garten beobachten konnte, so schnell wieder fort, dass mir nur zwei verschwommene Fotos durchs Fenster gelangen - aber nach ein paar Filter-Bearbeitungen sehen sie zumindest ein bisschen "kunstvoll" aus 😉:

 
Orth an der Donau:
Am 24. Februar unternahmen wir einen weiteren Ausflug - in derselben Besetzung wie oben beschrieben. Es ging mal wieder nach Orth an der Donau. Ich habe euch in DIESEM Blogbeitrag vom März 2021 schon mal über eine Schneeglöckchen-Bärlauchwanderung in dieser Gegend erzählt.
 
Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem Feld vorbei, auf dem offenbar ein Zirkus sein Winterlager aufgeschlagen hat:
 

Am Donau-Ufer beobachteten wir einen jungen Mann, der mit kurzer Hose (in Begleitung eines kleinen Hundes) ins eiskalte Wasser stieg, und fragten uns, ob er zum Verein "Verkühle-dich-täglich" gehört 😬. Wir erfuhren dass er für den Hund seines Freundes einen Ball geworfen hatte, der im Wasser gelandet und versunken war, und der arme Hund jammerte jetzt kläglich. Leider wurde der Ball aber weder von dem Mann noch vom Hund gefunden. (Ich nehme an, er wird einen neuen Ball bekommen 🐶...)

 

 Über uns kreiste ein schöner Rotmilan (Milvus milvus):


Unterwegs begegneten wir einem weiteren Hund - dem schönen weißen Schäferhund Merlin, der sich freundlicherweise für ein Shooting zur Verfügung stellte und bereitwillig kraulen ließ. Bei den Muscheln am Donau-Ufer handelt es sich um Asiatische Körbchenmuscheln. Die verschiedenen Arten der Gattung Corbicula kommen ursprünglich in manchen Gewässers Asiens, Afrikas und Australiens vor; durch Verschleppung gelangten sie im 20. Jahrhundert auch nach Europa und Amerika.

 

In der Collage oben seht ihr auch noch einen Schwan (ich nehme an, ein weiblicher Höckerschwan - Cygnus olor - lasse mich aber gern korrigieren), unten einen Kormoran (Phalacrocorax carbo), der nach Fischen jagte:

  
Unten seht ihr u.a. Gabi beim bodennahen Fotografieren von Schneeglöckchen (oder von Bärlauch? Oder anderen Pflanzen? Oder eines Insekts? - Gabi ist wie Brigitte eine wahre und begeisterte Natur-Expertin und ich kann von beiden immer wieder etwas Neues lernen!) In diesem Jahr ist der wilde Knoblauch extrem früh dran - ich kann mich nicht erinnern, je zuvor im Februar schon Bärlauch gesehen bzw. geerntet zu haben. Auch die Dirndln zeigten bereits Blüten:


Am Ende unserer Runde kamen wir in die Nähe des Restaurants Uferhaus. Schon im vorjährigen Blogbeitrag habe ich euch Schilder gezeigt, die der Restaurantbesitzer Georg Humer dort aufgestellt hat, weil er sich (genau wie ich) über achtlos in die Natur geworfenen Müll ärgert. Sein "Blechttrottel"-Denkmal finde ich nach wie vor unschlagbar genial. Inzwischen gibt es neue Schilder, die G. Humer zwar nicht selbst aufgestellt hat, die aber seinen Kampf um sorgsameren Umgang mit der Natur unterstützen.
 
Ein weiteres Schild hängt bei der "Überfuhrglocke" -  sie diente ab dem Jahr 1930 drei Jahrzehnte lang zum Rufen des Fährmannes. Die Fähre wurde einst von der Familie Humer betrieben.
 
 Den Spruch "Mül ist für die Natur schlimmer als Corona!" hätte ich allerdings irgendwie anders formuliert - vielleicht so:
"... schlimmer als Corona für uns Menschen"... Denn der Natur ist das Covid-Virus ziemlich egal. Es wurde und wird allerdings
 während der Pandemie noch mehr Plastikmüll produziert als zuvor...

Weil wir uns in Humers Uferhaus ohnehin eine kleine Pause und Jause gönnten, nützte ich die Gelegenheit und fragte bei der Kellnerin an, ob der Chef des Hauses (mit dem ich im Vorjahr schon einen netten Schriftverkehr geführt hatte) anwesend sei. Und so ergab es sich, dass ich Georg Humer diesmal persönlich kennenlernen konnte - er ist in natura genau so sympathisch, wie er's mir schon schriftlich gewesen ist. Liebe Grüße von hier ins Uferhaus! 😊👋

 
An der Hausfassade gibt es Markierungen, die anzeigen, wie hoch die Donau in manchen Hochwasserjahren stieg - im Restaurant selbst kann man sich Fotos davon ansehen - so z.B. von der Jahrhundertflut 2002, siehe Foto unten rechts. Das Hochwasser vom Juni 2013 war noch etwas höher. Die Covid-19-Maßnahmen der Regierung in den Jahren 2020 und 2021 trafen das Traditionslokal aber sogar noch um einiges stärker als all diese Fluten - wie man an den neben der Messlatte angebrachten Schildern sieht:

Unten seht ihr stimmungsvolle Fotos, die Brigitte von der Donau und der alten Schiffmühle im Abendlicht aufgenommen hat, sowie die blühende Winterduft-Heckenkirsche (Lonicera purpusii), die ihrem Namen alle Ehre macht - sie duftet wundervoll und ist zu dieser Jahreszeit eine begehrte Bienenweide.  

Ausflug nach Mödling: 
Am 26. Februar, einem Samstag, gab es wieder jede Menge Baustellen-Krach von nebenan. Also unternahmen Herr Rostrose und ich einen neuerlichen "Lärmflucht-Ausflug". Wir probierten erstmals den Mödlinger Rundweg Ruine Pfefferbüchsel - Schwarzer Turm - Burg Liechtenstein aus, waren aber mit der Wander-App, die Edi geladen hatte, und auch mit der Beschilderung nicht ganz zufrieden. Das Wetter war ebenfalls nicht perfekt - manchmal schien zwar die Sonne, aber dann gab es eisige Graupelschauer, dann wieder sanfteren Schneefall. Doch wir haben wieder etwas Neues kennengelernt, das wir uns bei freundlicheren Bedingungen gerne nochmals ansehen wollen.

 
Oma-Zeit:
Dann kamen schon unsere Tage in Marienbad (1. bis 5. März), über die ich euch HIER mehr erzählt habe, und am 6. März besuchten uns Tochterkind Jana, ihr Freund Michael und ihr Baby Jamie. Unten seht ihr ein Foto von unserem gemeinsamen Spaziergang an diesem Tag. (Die Blüten-Fotos von unserem Blühhügel habe ich noch vor unserem Marienbad-Kurzurlaub aufgenommen.)
 

 
Am 12. März gab es ein weiteres Treffen mit Janas kleiner Familie sowie mit einigen Familienmitgliedern Michaels und einem befreundeten Paar der beiden, denn es gab etwas zu feiern: Janas letzten Geburtstag mit einer 2 davor... Klein Jamie ist jetzt schon sehr interessiert bei all diesen Begegnungen dabei, er ist ein richtiger Sonnenschein - und ich nach wie vor eine ganz verliebte Oma 😍... Hier seht ihr mein Outfit beim Geburtstagstreffen - mal wieder der Öko-Bio-Strickrock von Waschb*r und mein Gov't-Mule-Bandshirt, unter dem ich wegen der niedrigen Temperaturen noch ein Langarmshirt trug:


 
Freudenbuch 1986 = Art-Journal 2022:
Ein neues Hobby nistet sich bei mir auch gerade ein! Vor einiger Zeit zeigte Frau Hummel in ihrem Blog ihr neu begonnenes Art.Journal, und auch auf anderen Seiten im Internet hatte ich schon sehr kunstvolle Beispiele gesehen. Aber ich dachte mir "Wann soll ich das denn noch machen, ich habe ja ohnehin schon  so viele Interessen?!" Also verzichtete ich darauf, mir ein für diese Zwecke brauchbares Buch zu kaufen. 
 
Als ich vor kurzem jedoch mein altes "Freudenbuch" ansah, überkam es mich - plötzlich und aus heiterem Himmel: Dieses Büchlein habe ich im Jahr 1986 begonnen und damals hauptsächlich Zeitungsartikel über beeindruckende KünstlerInnen wie Niki de Saint Phalle oder Colette Justine oder Fotos, die mich auf die eine oder andere Weise inspirierten, eingeklebt, später waren dann auch noch künstlerische Postkarten hinzugekommen.
 
Teilweise fand ich die Schnippsel mittlerweile gar nicht mehr soo besonders inspirierend bzw. konnte nicht mehr nachvollziehen, was ich seinerzeit so interessant daran gefunden hatte. Doch dann überfiel mich die Idee, aus diesen alten Ausschnitten etwas Neues zu gestalten, das mit meinem jetzigen Lebensgefühl mehr zu tun hat. 
 
Acrylfarben, Zeitschriften und zum Zerschneiden gekaufte Bücher vom Flohmarkt waren in meinem Fundus reichlich vorhanden. Und so begann ich loszulegen und hatte viel Freude daran. Hier seht ihr eine der  kürzlich gestalteten Seiten, unten ist das (langweilige) Vorher"-Foto - und rechts meine Hand nach dem Malen 😀. (Jana meinte dazu, sie würde nach dem Malen auch immer wie ein Kindergartenkind aussehen 😆.)

 

Bobbel-Häkelei:
In DIESEM Post vom 12. Februar erzählte ich euch über meine neueste Häkel-Arbeit: Ein Dreieckstuch mit Bobbelwolle (KLICK). Damals stand ich damit noch ganz am Anfang, mittlerweile arbeite ich an den letzten Reihen. Ich hatte allerdings recht mit meiner Behauptung, dass das Häkelmuster meine Fähigkeiten übersteigen würde. Vor allem das Zählmuster verstand ich nicht - es war für mich nicht logisch bzw. nicht ausreichend erklärt. Es gab einen Zeitpunkt, wo ich nicht mehr weiter wusste, und mich daher hilfesuchend an die für diese Zwecke im Häkelbuch (Bobbel Häkeln 3) genannte Mailadresse wandte. Bis zum heutigen Tag habe ich keine andere Antwort darauf erhalten als diese automatisierte Antwort vom 12. Februar:
Ihre Mail ist bei uns eingegangen. Wir werden sie so schnell wie möglich bearbeiten.
Bei einigen Anfragen müssen wir uns mit den Autoren in Verbindung setzten, dann kann es mit der Antwort länger dauern.
Hierfür bitten wir um Ihr Verständnis. 

Nun denn 😕. Nach einigen Tagen Bedenkzeit verzichtete ich darauf, noch länger zu warten. Ich beschloss, das Muster so zu häkeln, wie ich es mir vorstellen konnte. Und als ich schließlich feststellte, dass es dem abgebildeten Tuch nicht so ganz entsprach, kreierte ich ab da einfach mein eigenes Muster - basta! Bei einem Schultertuch hält sich die Gefahr, dass etwas nicht passt, schließlich in Grenzen, und hübsch finde ich es allemal:

 

So viel zu meine Rückblick auf unsere letzten paar Wochen. Demnächst wird es wohl wieder mit einem Italien-Reiseberichts-Kapitel weitergehen. Lasst es euch gut gehen!


Fotos: teilweise von Herrn und Frau Rostrose, 
bei den gemeinsamen Ausflügen mit unseren Freunden 
habe ich auch einige Fotos von Brigitte und Gabi eingefügt.
 
Auf bald und alles Liebe,
Traude

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

beim Mosaic Monday, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta,  All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid

 

PS: 


Hier habe ich noch eine wichtige Regenwald-Petion für euch: Die brasilianische Regierung hat ein Eisenbahnprojekt genehmigt, das eine fast 1000 km lange Schneise in den Amazonas-Regenwald schneidet.
Dieses Projekt, verletzt nicht nur die brasilianischen Rechtsvorschriften, es ist das Todesurteil für die uralten brasilianischen Wälder und die Heimat der indigenen Gemeinschaften
 
Doch wir können diesen Albtraum stoppen - bitte unterschreibt diese Petition an die Regierung und die zuständigen Behörden in Brasilien, die Europäische Union, öffentliche und private Unternehmen sowie weitere Investor*innen und Unterstützer*innen des Eisenbahnprojekts Ferrogrão:
 

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Samstag, 12. Februar 2022

Ausflug an den Neusiedler See und ein paar weitere schöne Unternehmungen

Servus ihr Lieben!

 

Vielen Dank für eure tollen Kommentare zu meinen letzten beiden Blogbeiträgen Ein Tag in Florenz sowie Mütze, Schal, Handschuhe, neue Küchenschränke und ein paar Ausflüge. Und danke auch sehr an alle, die mir in diesem zuletzt genannten Post gewünscht haben, dass der Lärm der nachbarlichen Bautätigkeit bald zu Ende geht. Nun, er ist noch nicht ganz zu Ende - heute wurde mal wieder ab und zu gebohrt und offenbar das Dach des neuen Anbaus gedeckt - doch wir konnten in den vergangenen beiden Wochen mehrmals "fliehen" und hatten zwischendurch sogar mal vier Tage am Stück richtig herrliche Ruhe! 😌

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In meiner Blog-Warteschlange lungern noch ein paar Beiträge herum, die ich euch im vorigen Jahr schuldig geblieben bin. Heute werde ich einen dieser alten Beiträge herauspicken  - und euch außerdem ein paar Schilderungen von aktuelleren Erlebnissen bieten.

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Im vergangenen November zeigte ich euch HIER unter anderem einige wenige Fotos von einem Ausflug in den Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel mit unseren Freunden Brigitte und Peter und versprach euch, bei Gelegenheit mehr darüber zu erzählen. Nun denn - los geht's! 😊

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November-Ausflug an den Neusiedlersee:
Brigitte hatte eruiert, dass in der Umgebung des Sees einmal jährlich zwischen Ende Oktober und Anfang November Tausende Kraniche eine mehrtägige Pause einlegen, bevor sie weiter gen Süden fliegen. Diesen Zwischenlandeplatz haben die Vögel erst vor wenigen Jahren entdeckt, früher lag ihre Flugroute weiter östlich, in Ungarn. (Warum sie ihre Flugroute geändert haben, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt.) Der Kranich-Zug ist demnach für Österreicher ein ungewöhnliches, ganz besonderes Naturschauspiel, das auch wir gerne erleben wollten. Und so fuhren wir am 5. November 2021 wieder einmal zu viert ins Burgenland.
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Wir verbanden den Ausflug mit einem Fotostop bei der letzten Windmühle von Podersdorf - und hatten das Glück, dass dort gerade die Besitzerin anwesend war, die die Mühle für den nächsten Tag der offenen Tür vorbereitete. Sie lud uns ein, die gut erhaltene Windmühle zu besichtigen - und das war sehr interessant. Was die Kraniche betraf, meinte die Mühlen-Besitzerin allerdings, dass diese zum Großteil schon weiter gezogen wären. Es war also äußerst fraglich, ob wir von den großen, eleganten Vögeln überhaupt noch welche zu sehen bekommen würden...

 
Unser nächster Halt fand bei einem Gehege mit  Kamerunschafen statt. Wie sich herausstellte, waren diese Tiere äußerst liebesbedürftig: Ein Schaf nach dem anderen trabte zu mir, um sich kraulen zu lassen, und sie machten das auf wirklich sehr charmante und genießerische Art und Weise. Ich hätte weit mehr Hände benötigt 🥰! Hach, waren diese Schafe entzückend!

Es war ein herrlich sonniger Nachmittag im Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel. Kraniche entdeckten wir zunächst aber keine. Doch es gab neuerlich Graugänse zu sehen, wie schon bei unserem vorangegangenen Besuch am 4. Februar 2021.


Wir hatten auf eine unserer Nikons wieder das Sigma 150-600 aufgeschraubt - somit konnten wir zumindest einige der Graugänse halbwegs nah heranzoomen.

Auch einige andere Gänse und Enten - wie z.B. diese interessanten Löffelenten - entdeckte wir auf dem Wasser - jedoch waren sie selbst mit dem großen Tele ziemlich weit weg... und viele von ihnen hatten (wie es in dem Kinderlied heißt) ihr Köpfchen die meiste Zeit unter Wasser...


Nachdem die Sonne sich allmählich senkte, fuhren wir zu einem bestimmten Aussichtsturm (beim Graurinderstall), von dem aus die Kraniche besonders gut zu sehen sein sollten. Dort hatten sich schon einige andere Naturliebhaber mit ihren Ferngläsern sowie Kameras mit Stativen und Teleobjektiven eingefunden. Wir erhaschten aber noch einen guten Platz auf dem Turm. Ein Naturführer, den Brigitte kannte, war ebenfalls anwesend. Er bestätigte, dass der Großteil der Kraniche bereits weitergezogen war, wusste aber, dass es noch einige Vögel für uns zu sehen geben würde.

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Gespannt sahen alle in die Richtung, aus der die Kraniche kommen sollten. Um uns die Zeit zu vertreiben, fotografierten wir die Graurinder und Wasserbüffel, die als "natürliche Rasenmäher" im Nationalpark Landschaftspflege betreiben. 

Und dann kam eine gewisse Aufregung in die Beobachtergruppe: Ganz, ganz weit entfernt am Horizont tat sich etwas. Mit freiem Auge war kaum mehr als ein Schatten zu erkennen; mit dem Zoom oder einem guten Fernglas sah man auch nur ein bisschen mehr. Doch die Spezialisten erklärten, das man an ihren langen Hälsen und ihrer Flugformation eindeutig erkannte, dass es sich um Kraniche handelt. Und man hörte auch ihr typisches Geschrei. (Kraniche können ziemlich laut sein 😉.) Auch in einer weit entfernten Wasserstelle konnten sie Kraniche ausnehmen (siehe nächste Collage unten mittig).


Mit dem "Monsterobjektiv" konnte ich gerade mal ein paar winzige Vögel fotografieren. Für eine weitere Vergrößerung am Computer waren sie leider nicht scharf genug...

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Einerseits war diese Vogelbeobachtung also ziemlich aufregend - andererseits war ich trotzdem ein bisschen enttäuscht, dass die Kraniche sooo weit entfernt gewesen sind. Aber der Sonnenuntergang war immerhin traumhaft schön!

Die etwas besser erkennbaren Vögel rechts unten sind wieder Graugänse ...

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Kehren wir jetzt ins Jahr 2022 zurück. Am 4. Februar gab es abermals eine interessante Unternehmung zusammen mit unseren Freunden. Es ging ...

...zur Ausstellung „Dali – Freud. Eine Obsession“:
Edi und ich sind von Salvador Dalis Bildern fasziniert, haben u.a. vor vielen Jahren das beeindruckende Dali-Museum in Saint Petersburg, Florida besucht, und hatten uns beide auch schon mit Sigmund Freud beschäftigt, Bücher über ihn gelesen etc. Als wir erfuhren, dass diese Ausstellung bis 29. Mai in Wien im Unteren Belvedere stattfindet, beschlossen wir uns anzusehen, was uns die Schau über den Bezug der beiden zueinander erzählen würde. Um dem Baulärm zu entfliehen, wollten wir das möglichst rasch machen. Brigitte und Peter waren ebenfalls interessiert, und so gestalteten wir mal wieder einen schönen gemeinsamen Tag daraus.

 

Wir parkten unser Auto bei den beiden, weil wir nach dem Museumsbesuch noch bei ihnen zum Spielen und Essen eingeladen waren; dann fuhren wir mit Öffis über die Donau in den zentraleren Bereich von Wien. Die schönen Donau- und Himmelsbilder oben hat Gitty aus der U-Bahn mit ihrem Handy aufgenommen. Die anderen Aufnahmen zeigen Details des Belvedere-Schlossparks. (Dorthin habe ich euch auch schon mehrmals virtuell mitgenommen - klickt z.B. HIER.)
 
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Über die Ausstellung will ich euch gar nicht zu viel erzählen - HIER gibt es einen aussagekräftigen Artikel zu den Hintergründen; HIER könnt ihr euch ebenfalls informieren und durch die Gemälde durchklicken. In kurzen Worten geht es darum, dass Sigmund Freuds Schriften über die Traumdeutung Dali überhaupt erst zu dem Maler gemacht haben, der er war... dass Dali jahrelang versuchte, Freud zu treffen ... und dass es nur eine einzige tatsächliche Begegnung kurz vor Sigmund Freuds Tod gab.

Fotos von HIER

Eigene Fotos aus der Schau und aus dem Schlosscafè 😋 - rechts unten „Das düstere Spiel“, Detail in der Mitte

Leider gibt es wochentags keine Führungen und es sind auch keine Audioführungen verfügbar, wir mussten uns also durch die Schautafeln durchlesen. Dennoch waren wir verhältnismäßig schnell durch die Ausstellung durch - es ist nur ein einziger Raum und es sind nicht sehr viele Originalwerke Dalis zu bewundern. Jene Bilder, die es zu sehen gibt, bieten aber reichlichen Schauwert: Allein schon das Gemälde „Das düstere Spiel“ (1929) hat soo viel zu bieten. Seht euch nur mal das Ohr der Person in der Mitte an - es ist zugleich ein Vogelkopf, eine Ziege und ein Hasenkopf!

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Unten seht ihr noch Fotos, die wir in den Belvedere-Sälen aufnahmen, außerdem die Sisi-Torte aus dem Schlosscafé inklusive Sisi-Gemälde, und ein paar Aufnahmen aus dem ans Belvedere angrenzenden Botanischen Garten von Wien. Hier waren die Wiesen übersät von Winterlingen (Eranthis), und der Duftende Schneeball (Viburnum) blühte auch bereits.

Wieder ein Lila-Look:
Neulich hatte ich euch schon ein paar Outfits gezeigt, die von der neuen Pantone-Farbe Very Peri "influenzed" waren. Auch heute kann ich dazu wieder etwas bieten - diesmal Lila mit Grün.

Im Museum hatte ich beide Jacken in einem Schließfach untergebracht, im Botanischen Garten trug ich über meiner lila Cordjacke noch die currygelbe Steppjacke - hier unten zeige ich euch nun, wie der Lila-mit-Grün-Look ohne gelbe Jacke drüber aussah:

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Robuster Blumenschmuck und Katze Nina:
Für alle, die gern Nina-Fotos sehen, habe ich hier drei Exemplare von Nina-beim Rasten-und-Ruhen. Sie ist eben keine Action-Katze mehr: Wenn unser blindes Mädchen nicht gerade bei (nahezu) jedem Wetter zu unseren Nachbarn spaziert, liegt sie meistens bei uns auf dem Badezimmerteppich - oder bei den Nachbarn auf dem Sofa. 
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Farblich untermalt werden die Katzenbilder von einem Zierkohl und mehreren Violen. Diese Pflanzen habe ich im vergangenen Herbst in zwei Pflanzgefäße in unserem Vorhaus gesetzt. Die ebenfalls dazu gepflanzten Chrysanthemen sind schon lange verblüht, aber sowohl Zierkohl als auch Violen haben den Winter überdauert und sehen immer noch gut aus. Daraus lerne ich: In Zukunft werde ich mehr von den entzückenden Violen einsetzen - und im Herbst auch wieder hübsche Kohlköpfe! 😊


Erste Schneeglöckchen ...
... habe ich auf unserem Blühhügel auch schon entdeckt! In den Blogs aus Deutschland sehe ich ja bereits seit einiger Zeit Frühlingsblüher, wir im Osten Österreichs sind allerdings stets etwas später dran. Doch jetzt startet auch hier so einiges durch - ich freu' mich! 😊😊😊


Bobbel-Häkelei:
Was ihr oben und unten außerdem sehen könnt, ist mein neuestes Häkel-Abenteuer. Ich habe mich nämlich Hals über Kopf in ein Häkeltuch verknallt, das mit einem speziellen Verlaufsgarn - einem so genannten Bobbel - gehäkelt wurde. (Als Bobbels bezeichnet man Garne, die "gefacht" sind: Die einzelnen Fasern werden nicht miteinander verzwirnt, sondern die Fäden liegen nebeneinander.) 
 
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Ich entschied mich allerdings für eine etwas kräftigere Farbversion, als auf dem Tuch-Foto zu sehen ist - Pastellfarben stehen mir nicht wirklich, und beim Bobbel in der Ausführung India-Color werden ja ausschließlich Farbtöne verwendet, die ich liebe. Die Häkelschrift, nach der ich hierbei arbeiten muss, übersteigt meine Fähigkeiten genauso wie das Häkelmuster selbst - aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben. Ich bleibe dran! Mittlerweile beginnt sich die Farbe bei meiner Häkelei schon von Blau nach Grün zu verwandeln.

 

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Baby-Ausflug:
Vor einigen wenigen Tagen ergab sich auch wieder ein Spaziergang mit unserem Enkelkind, wodurch wir abemals der Baustelle entfliehen konnten 😉 Wir wurden außerdem fein bekocht und sahen zudem unsere "Enkelkatzen" Yoomee, Chiller und Nala wieder. (Unten seht ihr die Findelkatze Nala, die inzwischen auch schon recht schön gewachsen ist 😽.)


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Ihr Lieben, somit seid ihr wieder auf dem Laufenden über die Aktivitäten in Rostrosenhausen - und ein paar Fotos aus der Warteschlange konnte ich euch ebenfalls zeigen. Ich hoffe, es geht euch gut und freue mich auf ein baldiges "Wieder-lesen". Bis demnächst also und ...

 

... alles Liebe,

💗 eure   T  r  a  u  d  e 💗 

Fotos von Brigitte, Edi und mir



Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

beim Mosaic Monday, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta,  All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid 


PS: Ein paar Petitionen hab ich auch wieder für euch:

  • Stoppt illegalen Wildtierhandel auf Facebook: Völlig verängstigte kleine Geparden, Tiger und sogar Baby-Orang-Utans -- sie alle werden in diesem Augenblick einfach so auf Facebook verkauft! Die Plattform ist der neue Marktplatz für Wildtiere und bietet Wilderern einen sicheren Ort für den Verkauf von bedrohten Tierarten, Elfenbein und Haifischflossen. Das müssen wir beenden - bitte unterschreibt hier: https://secure.avaaz.org/campaign/de/make_illegal_wildlife_trade_extinct_loc/ 
Stoppt illegalen Wildtierhandel auf Facebook
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  • In wenigen Tagen könnten die Länder der Welt beschließen, dass es zukünftig einen rechtlich bindenden UN-Vertrag gegen Plastikmüll geben wird. Lasst uns gemeinsam den Druck auf die Regierungen erhöhen – teilt diese Petition mit jetzt mit Freunden.