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Mittwoch, 30. Oktober 2019

Herbstblüten 😉 - ein Ausflug auf den Harzberg


Servus ihr Lieben!
🌳🍁🌲🍂🌲🍁🌳



Den Titel "Herbstblüten" haben wir einem Versprecher meinerseits zu verdanken. Denn als
Herr Rostrose und ich vor kurzem an einem Oktober-Sonntag unserem Ausflugsziel entgegenfuhren,
fielen mir am Straßenrand zahlreiche besonders hübsche rot und gelb verfärbte Bäume auf und ich 
sagte begeistert und ohne groß darüber nachzudenken zu meinem Mann: "Schau, wie schön da alles
 blüht!"


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 Erst als Edi mit Belustigung in der Stimme fragte "Blüht?" fiel mir mein Lapsus Linguae auf.
Denn tatsächlich war keine einzige echte Blüte in der Nähe, auf die ich mich hätte ausreden
können - keine Herbstaster, keine Fetthenne, keine Chrysantheme, nichts! Wo sind sie nur, wenn
 man sie braucht?! Herr Freud hätte vermutlich seine Freud' mit mir gehabt.

Aber ich war nicht um eine Erklärung
verlegen und antwortete: "Ja! Ich meine natürlich die Blüten des Herbstes! Eben diese traumhaften
Farben, die alles so leuchten lassen!" Und nach einigem Überlegen stellte ich fest: "Das ist wie bei
uns. Wir sind auch Herbstblüten, denn wir sind im Herbst unseres Lebens - und wir blühen
farbenfroh vor uns hin." "Stimmt auch wieder", bestätigte mein Mann. Und ich fügte hinzu:
"Hoffentlich noch lange!"


Sieht der prächtige Baum rechts unten - ich glaube, es handelt sich um eine Ahornblättrige Platane - nicht tatsächlich
 aus, als ob er gelb und orange blühen würde?


Unser Ausflugsziel dieses Herbsttages 
war abermals der Harzberg in Bad Vöslau. In diesem Beitrag von 2017 habe ich euch schon einmal 
auf den Harzberg mitgenommen, genauer gesagt zum dortigen Schutzhaus am Harzberg, zeigte
 euch den dazu gehörigen Aussichtsturm und erzählte euch von den dort in einem großen Gehege 
lebenden Rotnackenkängurus (Bennett-Wallabys). 

Auf diese Tiere weist auch ein (für unser Land eher ungewöhnliches) Schild hin. Die folgenden 
beiden Fotos stammen noch von meinem 2017er-Posting - für Artis neue Aktion Schilderwald habe 
ich sie "ausgegraben":




Wenn wir mit Asiaten, Afrikanern, Amerikanern zu tun hatten und auf die Frage, woher wir
kamen, mit "Austria" antworteten, bekamen wir als Reaktion häufig ein verständig oder 
anerkennend gehauchtes "Oh, Australia!" zu hören. Mit dieser Erfahrung sind wir nicht allein,
weshalb es unter anderem T-Shirts mit der Aufschrift "No kangaroos in Austria" zu kaufen 
gibt. Nun seht ihr allerdings, dass das überhaupt nicht stimmt!

Natürlich besuchten wir die Wallabys auch dieses Mal, aber im Gegensatz zum letzten Besuch
 hingen sie nur faul herum, vermutlich hielten sie gerade Siesta, denn es war früher Nachmittag. 
 
Von der Kaiser Franz Josef Jubiläumswarte aus kann man theoretisch die gesamte Umgebung 
überblicken - praktisch lag jedoch noch alles im Nebel. Man sah gerade mal die ersten herbstlichen 
Verfärbungen des Waldes. Da es sich beim Wienerwald um einen Mischwald handelt, stachen die 
vom Chlorophyll befreiten Laubbäume zwischen den Nadelträgern besonders hervor. 


Diesmal hatten wir nur das Smartphone zum Knipsen dabei - deshalb sind die Wallabys so weit weg...


Wir erfrischten uns im gut besuchten Schutzhaus mit einem großen Obi g'spritzt (= Apfelsaft-
schorle)  - es gibt dort aber z.B. auch gutes selbstgebrautes Bier oder Harzberg-Kracherl 
(= Limonade) in der Bügelverschlussflasche. Dann wanderten wir denselben Weg, den wir 
gekommen waren, in Richtung Kurpark zurück, in dessen Nähe unser Auto parkte. Beim nächsten 
Mal werden wir vielleicht diesen Rundweg versuchen, der mir interessanter erscheint.

Als wir im Tal ankamen hatte es die Sonne gerade geschafft, sich durch den Nebel hindurch zu 
kämpfen. Also wanderten wir noch ein Stückerl an den bereits abgeernteten Weinhängen entlang 
in Richtung Gainfarn.

Gainfarn, Pfarrkirche St. Johannes der Täufer: wieder ein Glockenturm für Novas Sammlung


Auf dem großen Foto in der Mitte der folgenden Collage seht ihr hinter den Weinstöcken einen 
dunklen Hügel. Das ist der Harzberg. Und auf der Hügelkuppe, auf 466 m Seehöhe, seht ihr die 
Jubiläumswarte, von der aus wir kurz zuvor noch in den Nebel geblickt hatten:  




Bald trieb uns allerdings der Hunger zurück, denn wir hatten noch nichts zu Mittag gegessen. 
(An Wochenenden frühstücken wir zumeist recht ausgiebig und eher spät, und so brauchen wir
üblicherweise dann bloß gegen 15 oder 16 Uhr ein zusammengezogenes "Mittag-Nachtmahl".)

In der Oberkirchengasse 10 fiel uns dieses prächtige Gebäude auf:
Eine "große Mietvilla", wie uns ein Schild am Torpfeiler informierte, "wahrscheinlich von Florian 
Reiter um 1880 erbaut." (Das Schild passt natürlich ebenfalls zu Artis Schilderwald-Aktion.) Über
Florian Reiter konnte ich nur in Erfahrung bringen, dass er ein Vöslauer Baumeister war; nach seinen
 Plänen wurde im Jahr1874 auch das Kloster der Dienerinnen des Heiligsten Herzens Jesu errichtet,
das "von Adolph von Brenner-Felsach als Kleinkindbewahranstalt gestiftet" worden war. (Quelle:
Liste der denkmalgeschützten Objekte in Bad Vöslau)...

Kleinkindbewahranstalt! Ich bin ja nicht mit allem glücklich, was sich in der heutigen Zeit so tut, 
aber im Umgang mit Kindern hat sich doch einiges Positives getan. Ein Ort, der so genannt wird, scheint 
auf alle Fälle nicht viel mit liebevollem Umgang zu tun zu haben...

🌳🍁🌲🍂🌲🍁🌳
Für alle, die die Gegend und ihre historischen Gebäude näher kennenlernen wollen: Hier findet ihr einen Plan 
(zum Vergrößern das Plus anklicken) zu einem Spaziergang durch die Vergangenheit von Bad Vöslau
  
Der Blick durch das Eisentor auf die Mietvilla ist mein diesmaliger Beitrag zu Novas Linkup  


Nicht gerade spektakulär, aber ich zeige es euch trotzdem, 
weil es Teil meiner herbstlichen #CapsuleWardrobe 2019 ist: Mein Ausflugsoutfit des "Harzberg-
Tages". Hier ist wieder alles "schrank-geshoppt", das meiste schon mehrere Jahre lang in meinem 
Besitz, die mellierte Strickjacke mit den Hornknöpfen habe ich allerdings erst im vergangenen Jahr 
im Henry-Laden des Roten Kreuzes erstanden. Ich trug sie unter anderem (und zeigte euch HIER 
Fotos davon), als wir uns im Oktober 2018 mit meiner Blogfreundin Andi und ihrem Mann in 
Eisenstadt trafen.

Die Farbe der schmalen Hose ist hier schwer zu erkennen - sie ist dunkelviolett oder pflaumenblau. Und der Mix
von violett mit dem goldgelben Shirt kommt nicht von ungefähr - aber darüber erzähle ich euch ein andermal mehr.


Dass wir Flögi-Andi und ihren Mann auch im Oktober 2019 getroffen haben - und mit ihnen einen
wunderschönen Ausflug in den Pottendorfer Schlosspark unternahmen - habe ich euch in meinem
vorangegangenen Blogbeitrag erzählt. 💚 Vielen Dank für eure vielen und wunderbaren
Kommentare dazu! 💚

Und jetzt kommt mir gut in den November, ihr Lieben!!! Bis bald und ...


🌳🍁🌲🍂🌲🍁🌳
...ganz herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude



Samstag, 5. Dezember 2020

Unser November - von Himmelblau bis Feurig-Orange

Servus Ihr Lieben!

 

Vielen Dank für all eure Kommentare zum ersten Teil meines Hallstatt-Berichtes: Ja, das ist wirklich ein außerordentlich hübscher Ort, und ich werde euch demnächst noch mehr von der sehenswerten Gegend zeigen. Aber heute geht's mit meinen  November-Schilderungen weiter. 

Über unsere erste Novemberhälfte habe ich euch HIER erzählt, und obwohl ab 17.11. bei uns ein verschärfter Lockdown in Kraft trat, waren wir auch in der zweiten Hälfte keineswegs inaktiv. Wir ließen uns vom blauen Himmel gern nach draußen locken - doch auch die Gemütlichkeit kam nicht zu kurz, es gab kuschelige Stunden, orange schimmerndes Kerzenlicht und knisterndes Ofenholz. 

Spätestens seit dem tollen Colour-Energy-Beitrag von Maren wissen wir alle, dass die Komplementärfarben Blau und Orange einander perfekt ergänzen. Und so sorgten wir - trotzdem nicht immer alles "eitel Wonne" war - für so viel Harmonie wie möglich in unserem Leben.

 

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Telefonieren und Walken:

Vom 17. November gibt es keine Fotos - doch es gab ein langes Telefonat mit meiner Freundin Judith, die uns ursprünglich an diesem Tag besuchen wollte. Es gibt viele Möglichkeiten, um das Beste aus der aktuellen Situation zu machen, unter anderem auch, eine kleine Ewigkeit am Handy miteinander über Gott und die Welt zu plaudern. 

Und wenn sich der Novemberhimmel so zeigt wie am 18. und am 21.11. ist das ein Aufruf: "Nichts wie raus!" Also habe ich an beiden Tagen meine Walkingstöcke geschnappt und bin dem Aufruf gefolgt:

Ninas neue Rituale:

Am Morgen des 21. November sah es noch gar nicht so verlockend aus - da gab es leichten Raureif in unserem Garten und es war entsprechend kalt. Unsere liebe alte Nina ließ sich weder dadurch noch durch ihre Blindheit davon abhalten, zu unseren Nachbarn zu gehen. Es ist inzwischen zu ihrem täglichen Ritual geworden. Manchmal kuscheln wir morgens im Bett oder beim Frühstück miteinander, aber spätestens am Vormittag bricht sie auf, um ihre Freunde Jasmine und Robert zu besuchen. Sie geht sehr vorsichtig, aber sie findet den Weg. Wenn die beiden keine Zeit für sie haben, kehrt sie zu uns zurück und versucht es etwas später wieder.

 

Als für uns offensichtlich wurde, dass Nina erblindet ist, haben wir gemeinsam mit unseren Nachbarn nach Wegen gesucht, um diese Besuche für Nina so sicher wie möglich zu machen. Ich schreibe jetzt meist eine Nachricht via WhatsApp, dass Nina unterwegs ist. Und sobald sie angekommen ist, gibt es eine Bestätigung. 

Die beiden Fotos unten von Nina auf der Couch hat uns Jasmine geschickt. Unsere Katze fühlt sich dort wohl, sie hat Ruhe von Maxwell und wird verwöhnt. Unsere Nachbarn hatten früher einen Kater, der aber vor ein paar Jahren verstorben ist, und sie freuen sich über Ninas Besuche. Abends wird Nina dann entweder von uns abgeholt oder von den Nachbarn zu uns getragen, damit sie nicht allein durch die Nacht irren muss. Am 3. Dezember, als es bei uns Neuschnee gab, habe ich sie auch Vormittags zu den Nachbarn getragen, denn Nina mochte nicht durch den Schnee gehen, aber sie wollte eindeutig hinüber. So vertüddeln wir unser gemeinsames Schätzchen eben, so lange es geht. 


UPDATE: I read the English translation of my blog post and had to laugh when I read "Our neighbors used to have a hangover, but he passed away a few years ago" ... They didn't have a hangover, they had a male cat. (In German language it's the same word - "Kater" - for both ;-DDD)

Von Zuckerrändern, Villen und Kängurus:

Am Morgen des 22. November war der Raureif noch intensiver und die Blüten der Rosen trugen einen attraktiven "Zuckerrand".

 

Auch dieser Tag entwickelte sich zu einem prächtigen Blau-Himmel-Tag. Also beschlossen Edi und ich, einen Ausflug auf den Harzberg zu unternehmen, und fuhren daher nach Bad Vöslau. Kurz vor dem Ende unserer geplanten Fahrtstrecke fiel mir ein beeindruckendes Gebäude auf, das ich mir näher ansehen wollte, und ich rief: "Halt an!" 

Edi ist zumeist nicht sehr begeistert von solchen Spontan-Entschlüssen meinerseits, auch wenn sie erfahrungsgemäß fast immer zu interessanten oder schönen Erlebnissen führen. Etwas grummelnd parkte er den Wagen, und dann bestaunten wir die Villa Weinfried aus dem Jahr 1876. (Ich nehme an, der Name ist eine Anspielung auf Richard Wagners Villa Wahnfried). Auch unter dem Namen Schlumberger Schlössl ist das Gebäude bekannt. Für schlappe € 4.950.000,00 steht es übrigens zum Verkauf. Falls ihr Lust auf eine Innenraumbesichtigung habt, kann ich euch dieses kurze Video ans Herz legen.

 

An das Gebäude grenzt ein Weingarten, und auch vis-a-vis erheben sich Weinhänge, die der bekannten Schlumberger Wein- und Sektkellerei gehören. Bitte beachtet hier außerdem den wolkenlosen Himmel und merkt euch diesen Anblick. Als wir wieder vom Berg zurückkamen, sah es nämlich ganz anders aus.

  

Indem wir bei der Villa Weinfried parkten, entdeckten wir einen neuen Weg auf den Harzberg. (Auch das hatte sich also durch meinen spontanen Einfall ergeben.) HIER und HIER habe ich euch schon über vorangegangene Ausflüge auf diesen Wienerwald-Berg erzählt.


Unser Weg führte uns teilweise über einen Naturlehrpfad mit Informationen über die Harzgewinnung auf dem Harzberg, über das Waldsterben und über einzelne Pflanzen am Wegesrand; außerdem begingen wir ein Teilstück eines Rundweges, bei dem es sich um einen Geologischen Lehrpfad handelt. Und somit wanderten wir nicht nur durch einen Wald aus Bäumen, sondern auch durch einen Schilderwald:

Auch die sogenannte Waldandacht war durch ein Schild gekennzeichnet - und ebenso die Kaiser-Fanz-Josef-Jubiläumswarte, die ihr in der übernächsten Collage seht. 

 

Wer meine früheren Beiträge über den Harzberg kennt oder selbst schon mal oben gewesen ist, weiß auch, dass man beim Schutzhaus eine - für österreichische Verhältnisse - ganz besondere Tierwelt vorfindet. Denn hier lebt eine Herde von Rotnackenkängurus (Bennett-Wallabys), seit Kurzem außerdem drei Parma-Kängurus mit einer Größe von maximal 40 cm (von ihnen gibt es weltweit nur noch wenige tausend Exemplare.) Und auch ein hübsches Albino-Känguru ist dabei.

 

Wegen der Corona-Krise blieb das Schutzhaus am Harzberg geschlossen, doch es gab Glühwein- und Punsch-"Tankstellen" und außerdem das Ersuchen um eine kleine Spende für Kängurufutter. Wir haben natürlich gern etwas für die Süßen gespendet - und uns außerdem jeweils einen Becher Bratapfelpunsch gegönnt.

 

Dann ging es wieder zurück zum Auto - und hier seht ihr nun, wie sich der Himmel über den Weinbergen in der Zwischenzeit verändert hatte:

 

Es handelte sich bei dieser Wolkenansammlung allerdings nur um einen verhältnismäßg kleinen "Fleck" - ließ man den Blick zur Kirche schweifen, sah der Himmel ganz anders aus. Die Pfarrkirche hl. Jakobus der Ältere in Bad Vöslau wurde von 1860 bis 1870 erbaut und ist laut Wikipedia der bedeutendste Sakralbau jener Zeit im südlichen Niederösterreich. Mehr darüber könnt ihr HIER erfahren.

 

Licht und Wärme:

Nachdem dieser Tag unser allmonatlicher freiwilliger computerfreier Tag war, machten wir es uns anschließend an den Ausflug im Wohnzimmer komfortabel, spielten Karten und Brettspiele und sahen uns Filme an, die wir extra für diesen Tag aufgenommen hatten. Dazu ließen wir in unserem kleinen Wohnzimmer-Ofen ein gemütliches Feucherchen knistern:

 

Am 24.11., also genau einen Monat vor Weihnachten, fing ich dann mit der Adventdeko an. Auch auf der Ofenplatte steht etwas Deko. (Wenn wir wieder einheizen wollen, müssen wir die eben vorübergehend abräumen. Aber normalerweise ist unser kleiner Zusatz-Ofen im Wohnzimmer nur als Wärmequelle für die Übergangszeit oder als Notheizung gedacht. Wenn wir damit einheizen, müssen wir die Fußbodenheizung schon vorsorglich abdrehen, sonst wird es uns zu heiß im Wohnraum.) 

Auch unser Adventskranz steht auf dem Ofen - könnt ihr euch noch an ihn erinnern? Diesen "Upcycling-Kranz" habe ich im Vorjahr bei Heidi vom Blog Heidis grüne Ecke gewonnen und euch HIER darüber erzählt:

Am 24. November war es übrigens vorbei mit dem blitzblauen Himmel - da war unser Garten in Nebel gehüllt. Wenn draußen alles grau in grau ist, tut es gut, dem Auge leuchtende Farben zu bieten - sowohl im Haus...

 

... als auch davor ...

 

... und auch freundlich-leuchtende, sonnige Farben aus dem Kleiderschrank tun da der Seele gut. Mit diesem Outfit aus unterschiedlichen Orangen-, Mandarinen- und Rosttönen beteilige ich mich an Marens Linkup zum Thema Orange. Unter dem Sommerrock aus Thailand trug ich wärmende Leggings. Das Shirt ist ein Mitbringsel aus Indien. Die Kette habe ich in Namibia gekauft. Und die Strickweste ist selbst gefärbt.

Auch ihr alle dürft Ihr Euch dort übrigens verlinken - mit allen Beiträgen, die irgendwie zum Thema passen. Das können Outfits mit der Farbe Orange sein, Orange im Wohnraum - oder auch Beiträge, die davon handeln, wie Ihr mehr Genuss in Euer Leben gebracht habt oder wie ihr Euer "inneres Kind" gelebt habt...

 

Ihr Lieben, das war es für heute! Es gäbe noch ein paar Bilder vom 30. November, doch das, was wir an diesem Tag gemacht haben, hängt in gewisser Weise schon mit Edis Einsatz als Komparse bei der TV-Serie Vienna Blood zusammen, der am 1. Dezember begann und der ihn für vier Tage zum Mönch 😇 werden ließ... Darüber erzähle ich euch also demnächst mehr... Und dann bekommt ihr auch die hiesigen Schneebilder zu sehen 😊⛄

 

Euch allen wünsche ich nun noch eine wunderbare, genussvolle Adventszeit, in der euer "inneres Kind" voller Vorfreude und Neugierde ist!

 

Ganz herzliche Rostrosengrüße,


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions,
Garden Affair - bei Jaipur Garden, 


Dienstag, 26. September 2017

Vier Ausflüge und Rostrosenkleidung im September

Servus ihr Lieben! 
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


Heute möchte ich euch unter anderem Fotos von vier Ausflügen zeigen, die wir (oder ich allein)
unternommen haben. Die Fotos sind allesamt mit unseren Handys fotografiert; mit der großen
Kamera ginge es natürlich besser, aber die war aus Gründen der Bewegungsfreiheit nicht dabei -
ich bitte euch also um Nachsicht. Hier gleich mal die ersten Bilder von einer kleinen September-
Wanderung zusammen mit Herrn Rostrose:


1) Ausflug auf den Harzberg:


Obwohl wir nicht weit von Bad Vöslau entfernt wohnen, 
waren wir bisher noch nie auf dem Harzberg. Und eigentlich war das auch diesmal nicht geplant - 
ursprünglich wollten wir wieder einmal eine Wanderung zur Vöslauerhütte machen, wie hier in
diesem Posting von 2015 beschrieben - aber dann disponierten wir einfach um und probierten
etwas Neues aus. 

Und wir staunten nicht schlecht, als wir oben ankamen, denn beim Schutzhaus am Harzberg gibt
 es nicht nur schmackhaftes Essen, eine Schnitzel- & Pommes-freie Zone, selbstgebrautes Bier
sowie einen Aussichtsturm, sondern auch ein großes Gehege mit entzückenden Rotnackenkängurus
(Bennett-Wallabys) und ihren Jungtieren.




Auf dem Selfie oben seht ihr, dass ich bei dem Ausflug mein "Matrosen-Shirt" trug, in dem ich
 euch HIER (zu meiner großen Überraschung) so gut gefallen habe. Diesmal seht ihr es nicht in
Kombination mit der weißen Leinenhose, sondern mit der selbstgefärbten in Marineblau.


Nachträglich bin ich hiermit auch beim Oktober-Thema der Modischen-Matronen Tomboy/Dandy/Garconne dabei!


Das ist jene Hose, die ich vor dem Färben nicht gut eingeweicht hatte, weshalb der Stoff die Farbe
auf dem rechten Oberschenkel nicht so gut angenommen hat. In der folgenden Collage seht ihr die
Hose noch so, wie sie aus dem Färbebad gekommen ist. Das wirkte für mich jedoch irgendwie
nach "Ich will, aber ich trau' mich nicht": Wenn die Hose schon auf einer Seite anders aussah als
auf der anderen, dann aber richtig!


Das wein- oder rostrote Shirt unter der Bluse ist übrigens auch eins von den selbst gefärbten Stücken.

Wie versprochen zeige ich euch nun, welches "Manöver" mir dazu eingefallen ist. Man kann 
sagen, es war eine typische Rostrosen-Spontan-Aktion: Jetzt oder nie! Mein erster Plan war,
mit Stofffarbe etwas draufzupinseln. Es stellte sich heraus, dass ich nur noch goldene Stofffarbe
übrig hatte. Egal, dann nehmen wir eben die! Nachdem ich damit schon ein paar Sterne und 
Punkte auf die Jeans gepinselt hatte, stellte ich fest, dass das Gold darauf viel zu knallig aussah. 
Und hatte natürlich keine Ahnung, ob und wie man so 'ne Farbe wieder rauskriegt. 

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Okay, dann darf sie eben bleiben, aber nur als "Hintergrundmelodie" 😉... Ich 
bearbeitete die Farbe zuerst mit einem "Brillo-Waschel" (= Stahlreinigungsschwamm), dann
schraffierte ich mit Kugelschreiber drüber, dass das Ganze nur noch schwach hervorstach. Und 
dann bügelte ich meine letzten Sterne drüber - die gleichen Sternchen, die ich auch für meine
 Blusen-Reparatur verwendet hatte. Bei den Hosen-Detailaufnahmen in der folgenden Collage
 habe ich den Kontrast stark verändert und auch die Farben hervorgehoben, damit ihr die 
Pinseleien besser sehen könnt. In Wirklichkeit sind die Sterne schwarz und grau und das 
goldene Gepinsel ist zwar noch zu sehen, aber nur sehr dezent. So gefällt mir das jetzt!


Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


2) Ausflug zur Hermes-Villa im Lainzer Tiergarten:


Dieser Ausflug liegt zwar schon ein Stückerl zurück, aber bisher habe ich es nicht geschafft,
euch die Fotos davon zu zeigen. Also hole ich das hiermit nach. Die schöne Hermesvilla - das
Schloss der Kaiserin Elisabeth - liegt inmitten des ehemaligen kaiserlichen Jagdgebietes
 Lainzer Tiergarten, und hier konnte nicht nur Sisi ihre Ausritte unternehmen, hier zieht's ab
und zu auch Frau Rostrose zu einer nachmittäglichen Walkingrunde hin.




Wenn man einem bestimmten Weg in der Nähe des Schlosses folgt,
kommt man zu einem Hinweisschild "Achtung! Bienenvolk". Wie man einer Schautafel entnehmen
kann, gibt es in Wien 5.200 Bienenstöcke mit rund zwei Millionen Honigbienen; von der Stadt Wien
bewirtschaftete Wiesen, Felder und Waldflächen werden bewußt bienenfreundlich gestaltet. So auch
jene im Lainzer Tiergarten. Unter anderem leben die Bienen dort in den Überresten eines hohlen
Baumes, den man extra für sie aufgestellt hat, und auch ein ganz einfaches, aber großes
Wildbienenhotel steht für zahlreiche Gäste bereit.




Oben seht ihr auf dem Foto der Schautafel das Stück einer Bienenwabe. Unten seht ihr den
wabenförmigen Bau eines anderen staatenbildenden Insekts (das allerdings nicht ganz so beliebt
ist wie Bienen): ein verlassenen Wespennest, das ich in unserem Garten fand. Ein kleines, zartes
Kunstwerk ... geschaffen aus morschem, trockenem Holz, das von den Wespen zu Kügelchen zerkaut
wurde. (Denn anders als Bienen können Wespen kein Wachs zum Bau von Waben produzieren. Die
sechsseitigen Einzelwaben entstanden also aus einer Art Papierbrei. Ich würde mal sagen, das ist
hohe Kunst!)

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Leider haben Wespen ein Imageproblem. Das hat wohl damit zu tun, dass manche Wespenarten vor
allem im Spätsommer zu "Plagegeistern" werden, wenn man gemütlich draußen sitzen und jausnen
will. Und ja, manche Wespenarten stechen auch. Ich wurde heuer ebenfalls gestochen, denn wir
haben derzeit ein Wespennest in unserem Kompost-Container. Und ja, es war unangenehm, da hilft
auch das Wissen nichts, dass von den rund 750 bekannten Wespenarten nur 12 schmerzhaft stechen.
Und dass das Gift von Bienen zehnmal stärker wirkt. Wie auch immer, ich bin zum Glück nicht
allergisch, aber trotzdem hält sich mein Bedürfnis, häufiger gestochen zu werden, in Grenzen. Ich
habe unseren Biomüll dann lieber auf dem Kompost- und Grünschnitthaufen daneben entsorgt und
die Wespen in Ruhe gelassen.





Denn was viele nicht wissen (oder nicht beachten): 
Wespen stehen (wie auch Bienen, Hummeln und Hornissen) unter Naturschutz - und außerdem 
sind Wespen nützlich! - sowohl als sehr eifrige Vertilger von Mücken- und Fliegenlarven als 
auch als Bestäuber zahlreicher Pflanzen! Im Sinne des Umweltschutzes sollten wir also auch 
weniger beliebte Tiere wie die Wespen schützen.  HIER und HIER könnt ihr mehr über diese 
"verkannten Genies" und ihre besonderen Talente lesen.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


Das Muster auf meinem Tunikashirt ist nicht ganz so regelmäßig
wie Bienen- oder Wespenwaben, aber es hat mich dennoch immer daran erinnert - vielleicht auch
wegen der Honig-gelben Farbstimmung. An manchen Stellen erinnert mich das Muster hingegen
eher an die Schuppen einer Echse. Wie auch immer, beides ist Natur, und somit verlinke ich die
beiden folgenden Kombinationen bei den Modischen Matronen Beate, Natalia und Tina und ihrem
September-Thema "Von der Natur inspiriert". (Beide Kombis habe ich übrigens auch in der Natur 
getragen, nämlich zum Walken nach dem Büro.)

 
Kombi Nr. 1 mit krempelbarer Dreiviertelhose in Taupe
Kombi Nr. 2 mit "Hochwasserhose" in hellem Ocker oder dunklem Beige
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ


3) Noch eine Walkingrunde im Lainzer Tiergarten:

An einem herrlich himmelblauen und warmen Tag im September war ich abermals im  
Lainzer Tiergarten. Die Wiesen rund um die Bienenstöcke sind mittlerweile abgemäht, aber es gibt
noch reichlich andere Wiesen und Waldränder, wo einiges blüht - zum Beispiel die Herbstzeitlosen.
Die sind zwar giftig, aber für Bienen kein Problem. Dieser Teil des Wienerwalds hat übrigens noch
weit mehr Wege zu bieten als die in unmittelbarer Umgebung der Hermesvilla. Und es gibt dort auch
Tiere zu sehen (wie die Bezeichnung "Tiergarten" schon sagt 😉):




Nach dem Walken gönnte ich mir im sonnigen Gastgarten des Restaurants
in der Hermesvilla einen Imbiss und eine Erfrischung. Am Nebentisch saßen zwei junge Damen,
die Himbersaft und Cola tranken - und von Plagegeistern umschwärmt wurden: den oben erwähnten
Wespen, die gerade im Spätsommer und Frühherbst sehr auf Süßigkeiten fliegen. Ich selber trank
Mineralwasser und aß ein kleines Gulasch. Nichts Süßes also an meinem Tisch - und keine einzige
Wespe verirrte sich zu mir...

Manchmal, wenn wir im Garten sitzen und Wespen an unseren Tisch kommen, legen wir übrigens auf eine entfernte Ecke
des Tisches ein winziges Stück jener Speise, die die Tiere offenbar angelockt hat. Davon dürfen sie dann naschen - das tun 
sie normalerweise auch und lassen uns somit in Ruhe. Angeblich helfen auch überreife Trauben, die man ein Stück vom 
Tisch entfernt hinlegt, als Ablenkungsmanöver.



4) Walkingrunde im Doblhoffpark:

An einem wettermäßig eher durchwachsenen Septembertag hatte ich im nahegelegenen hübschen
Biedermeierstädtchen Baden zu tun und verband das Praktische gleich mit dem Nützlichen. Ich nahm
meine Walkingstöcke und zog zunächst im Doblhoffpark ein paar Runden. Hier gibt es nicht nur
einen Teich mit einer Insel, auf der eine stolze Trauerweide Schutz für zahlreiche Enten bietet, und
viele Rosenbeete zu sehen, sondern auch eine prachtvolle, mächtige Ahornblättrige Platane!




Die Platane ist zu ihrem Schutz eingezäunt, und das finde ich gut, denn über die Dummheit und
Ignoranz mancher Menschen haben wir ja inzwischen schon genug gehört (man erinnere sich
beispielsweise an eine zweitausendjährige Welwitschie in Namibia, die von Campern mutwillig
angezündet wurde...)

Während ich im Doblhoffpark unterwegs war, fing es leicht zu regnen an. Ich ließ mich dadurch
 aber nicht aufhalten. Zwischendurch blieb ich stehen, um mir ein paar der schönen Rosen im
Rosarium des Parks anzusehen und an ihnen zu schnuppern. Besonders fasziniert war ich vom
Geruch der Teehybride Duftrausch, einer Züchtung aus dem Jahr 1986. Die würde mir auch
aufgrund ihres kräftigen Rosa-Tons gefallen. Im Vorjahr haben wir ja in Tulln zwei Rosen gekauft
(ich habe euch HIER darüber erzählt), aber so richtig durchstarten wollten die im heurigen
superheißen Sommer nicht...  während die Badener Park-Rosen den ganzen Sommer hindurch 
schön waren und auch jetzt noch eifrig blühen.





Irgendwann hörte das Nieseln wieder auf und ich verlängerte meine Walkingrunde in die
Villengegend von Baden. Unten rechts seht ihr ein Detail der schönen Jugendstilgebäude, danach
habe ich nicht mehr weiter fotografiert, ich wollte ja vor allem meine Beine bewegen. Aber HIER
könnt ihr euch ein paar Foto-Beispiele der dortigen Villen ansehen.




Ich danke euch sehr für euren heutigen Blogbesuch sowie für euer bisheriges Interesse an 
meinem Reisebericht, bei dem's in Richtung Island geht - doch im Moment treiben wir uns 
(virtuell!) noch in Schottland herum 😉 und werden da in meinem nächsten Beitrag ein Castle, 
eine traumhafte Gartenanlage und einen historisch wichtigen Ort besichtigen.  

In meinem Septemberbeitrag von ANL geht es um das wichtige Thema Mikroplastik. Ihr
könnt dort noch bis zum Abend des 1. Oktober eure eigenen umweltfreundlichen, achtsamen,
nachhaltigen Beiträge verlinken. Bis zum 10. Oktober läuft dort außerdem die Verlosung
eines Produkts, das beim Vermeiden von "Microwaste" helfen kann - Kommentar unter dem
ANL-Posting genügt, und ihr seid im Lostopf drin. Und bei der Blogparade EINaB könnt ihr
unter meinem Beitrag über umweltfreundliches Wäschewaschen ebenfalls eure nachhaltigen
 Ideen und Projekte verlinken.

Meinen heutigen Beitrag schicke ich zu ANL - A New Life
zur Blogparade einfach.nachhaltig.besser.leben. und zu fix it - reparieren ist nachhaltig von Maria Widerstand,
zum Natur-Donnerstag von Ghislana / Jahreszeitenbriefe und zu ihrer Aktion Mein Freund, der Baum
Und außerdem zu den "Modischen Matronen" Beate, Natalia und Tina.

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ 
Fotos: Herr und Frau Rostrose
Alles Liebe von eurer Traude
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ Ƹ̵̡Ʒ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ