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Donnerstag, 26. Mai 2022

Italien-Reisebericht - Cortona mit Eremitage "Le Celle" (Toskana)

HIER kommt ihr zum gesammelten Reisebericht Italien 2021.


Ciao ihr Lieben!

Für den 24. September 2021 hatte sich unsere "Ausflugsberaterin" Brigitte ein ganz besonderes "Schmankerl" einfallen lassen - einen Ort von besonderer Ausstrahlung. 


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Sonnenblumenfelder mit Blick auf den Monte Sant'Egidio und die Stadt Cortona
 
ist eine franziskanische Einsiedelei und liegt ganz in der Nähe der toskanischen Stadt Cortona in der Provinz Arezzo. Dieses Kloster wurde im Jahr 1211 begründet - von keinem Geringeren als Franz von Assisi (1181 oder 1182 bis 3. Oktober 1226).
 
Während einer Predigtwanderung suchte er einen Rückzugsort zum Gebet. Der junge Adelige Guido Vagnottelli, der sich später dem Orden anschloss, bot ihm ein abgelegenes Areal mitten im Wald an, in der Nähe eines Wasserlaufs und eingebettet zwischen den natürlichen Höhlen des Monte Sant'Egidio - einen Ort der Stille und Spiritualität. (Auch schon davor - bereits im Jahr 1199 - war dieser Ort als Einsiedelei dokumentiert worden.) Hier erbaute Franziskus seine "Cella"; noch heute kann man diese Klosterzelle und das Oratorium seiner ersten Gefährten besichtigen. In seinem Todesjahr 1226 soll er hier auch eine seiner wertvollsten Schriften, sein "Testament", diktiert haben, in dem der bereits erblindete und stark geschwächte Franziskus seine gesamte spirituelle Erfahrung zusammenfasste.
  
Die Klostermauern und ein herrlicher Ausblick!

Der Ordensbruder Elias nahm die einfache Zelle von San Francesco als Bezugspunkt und ließ ab dem Jahr 1235 weitere fünf Zellen, ein Oratorium und ein Refektorium in Fächerform anbauen. Im Laufe der Jahrhunderte gab es zusätzliche Erweiterungen entlang des Berghanges, doch der ursprüngliche Kern der Anlage wird durch Franziskus' Zelle repräsentiert. Heute ist das Kloster als Casa di preghiera („Haus des Gebets“) ein spirituelles Zentrum - ein Ort, der durch seine Beschränkung auf das Wesentliche und den Kontakt mit der wilden Natur bestens für innere Einkehr geeignet ist.

In der Collage hier oben seht ihr den Raum vor Franz von Assisis Cella, der als Oratorium genutzt wird, und die schmale Tür, die zu eben dieser Zelle führt. Das Eintreten in die Klosterzelle von Franziskus wird durch ein Gitter verhindert, doch man kann hineinblicken. Ihr seht auf dem Foto rechts unten, wie winzig sie ist und wie beengt die hölzerne Bank, die angeblich von Franz von Assisi als Bett genutzt wurde. Ich persönlich hätte an seiner Stelle lieber auf dem Boden genächtig. Aber ich bin auch nicht für ein Leben in Askese geschaffen.


Mit einem Leben in dieser Landschaft hingegen könnte ich mich durchaus arrangieren - sie ist wunderschön und bietet auch heute noch eine Ruhe und zugleich eine kraftvolle Ausstrahlung, die in der modernen Welt nur an wenigen Orten zu finden ist (vor allem an Orten, die von Menschen bewohnbar gemacht wurden).  

Der Klosterkomplex ist so gebaut, dass er dem natürlichen Verlauf der Landschaft folgt. Die Zellen und anderen Räume des Klosters sind in Stufen an den Talhängen angeordnet, während Steinbrücken die Verbindung zwischen den Räumen herstellen.


Auch über das Flussbett führen mehrere Steinbrücken; die Ponte del Granduca bot sich uns für ein kleines Shooting an 😊. Wenn man sie überquert, kommt man zu einem Pfad, auf dem wir ein Stück entlang des Flusses spazierten. Und wir waren uns einig, dies ist ein wirklich besonderer Ort, dessen Besuch sich gelohnt hat.


Seht ihr den schönen Schmetterling oben links und unten rechts? Und die alten Steinbänke samt Tisch?

Ganz in der Nähe der Klosteranlage befindet sich die Basilika der Heiligen Margherita, Schutzpatronin von Cortona. Sie lebte im 13. Jahrhundert und war eine italienische Nonne, die dem Franziskanerorden angehörte und ihr Leben neben dem Gebet den Werken der Nächstenliebe widmete. 1728 wurde sie aufgrund ihrer mystischen Visionen heiliggesprochen. Bereits wenige Jahre nach Margheritas Tod im Jahr 1297 wurde der Sakralbau errichtet. 

Seit etwa 1330 beherbergte die Kirche schließlich den Leichnam von Santa Margherita, der auch heute noch dort aufgebahrt wird. Ich persönlich finde das Ausstellen von toten Menschen ja irgendwie makaber, aber für manche Gläubige ist es vielleicht wichtig, mit eigenen Augen sehen zu können, dass diese heiliggesprochenen Menschen tatsächlich einmal exisitert haben (?) Das Innere der Basilika fand ich jedenfalls ausgesprochen schön, farbharmonisch, ästhetisch - und den Blick über die dortige Landschaft ebenso.

wurde auf den Ruinen einer mittelalterlichen Festung errichtet, die bei der Plünderung von 1258 zerstört worden war und die ihrerseits auf den Überresten einer etruskischen und römischen Anlage ruhte. Sie thront auf einer Anhöhe über der Basilika - am höchsten Punkt von Cortona. Sie entstand 1556 auf Wunsch des Großherzogs der Toskana Cosimo I. de' Medici. Die Fortezza wurde erst vor kurzem restauriert und ist heute Schauplatz von verschiedenen Veranstaltungen.                            

Bei unserem Besuch fand dort eine Fotoausstellung statt. Im Außenbereich wurden Aufnahmen der Fotografin Catherine Panebianco gezeigt, die eine Landschaft oder ein Gebäude der Jetztzeit einem alten Diapositiv gegenüberstellten, was interessante Effekte ergab. (Titel der Ausstellung: "No Memory is ever alone")

Im Inneren der Burg wurden ausdrucksstarke alte Schwarzweißfotografien ausgestellt, die einen Teil der italienischen Geschichte der Vierziger- bis Sechzigerjahre des vorigen Jahrhunderts erzählen.

Stadtrundgang Cortona:
Als nächstes begaben wir uns durch eines der Stadttore (die Porta Colonia) in die Altstadt von Cortona. Die Stadt liegt auf einem Bergrücken des Monte Sant'Egidio an der toskanisch-umbrischen Grenze und zählt zu den schönsten Hügelstädten der Toskana. 
 
Der Ort wurde von den Etruskern gegründet und von den Römern kolonisiert; es gab in der Folge zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen und das für italienische Städte übliche Auf und Ab. Nach dem Verkauf der Stadt an die Florentiner im Jahr 1409 entwickelte sie sich jedenfalls prächtig.

Wir spazierten ein wenig durch die engen Gassen und gönnten uns dann auf der Piazza della Repubblica, dem schönen Hauptplatz Cortonas, ein Mittagessen und ein Bier (das leider nicht aus der Brauerei Pfanner stammte - jener Bierherstellungsstätte mit österreichischen Wurzeln, über die ich euch HIER erzählt habe 😉). Aber la Birra Moretti war auch nicht schlecht - und erinnerte uns immerhin an den österreichischen Schauspieler Tobias Moretti, mit dem wir 2021 bei den Dreharbeiten zu "Das Netz" als Komparsen gearbeitet hatten 😁...

 

Ein Besuch dieses sehenswerten Ortes und der oben gezeigten Sehenswürdigkeiten ließe sich beispielsweise auch gut mit einem Aufenthalt beim wunderschönen Lago Trasimeno verbinden, der ganz in der Nähe liegt. Und die Provinzhauptstadt Arezzo ist nur etwa 30 Kilometer von Cortona entfernt. Über beide Orte habe ich euch in früheren Reiseberichtskapiteln erzählt - klickt einfach auf die Links.

Oben sowie auf dem großen Foto in der unteren Collage ist die Renaissance-Kirche Santa Maria Nuova von 1554 zu sehen, die im Norden außerhalb der Stadtmauern liegt.

Unten seht ihr einerseits die Statue der Heiligen Margherita, die (wie oben schon erwähnt) die Schutzpatronin von Cortona ist. Andererseits zeige ich euch moderne (oder zeitlose) Kunst, die uns in mehreren italienischen Städten begegnete und die uns sehr gut gefiel: die Bronzeplastiken des toskanischen Künstlers Andrea Roggi (* 1962). In Cortona entdeckten wir auch eine Galerie mit seinen Werken: menschliche Figuren, die mit Olivenbäumen verschmelzen, Kugeln, die an unsere Erde denken lassen, Paare, die sich in die Lüfte erheben... Die Skulpturen sind voller Poesie und - zumindest erscheint es mir so - voller Liebe zur Natur.


 

Dom von Cortona / Cattedrale di Santa Maria:
Die Kathedrale von Cortona wurde auf den Überresten eines alten römischen Tempels erbaut und erstmals im 11. Jahrhundert als Pfarrkirche erwähnt. Das Erscheinungsbild der ursprünglichen mittelalterlichen Kirche wird größtenteils durch spätere Ergänzungen (Renaissanceformen und Barockisierungen) überlagert.

Auf der Rückfahrt zu unserem Ferienhaus sahen wir noch weitere malerische Berg-Orte und interessante Wolkengebilde:

Abschiedsessen in Ambra:
Dies war bereits unser letzer Abend in der Toskana. Und so gönnten wir uns noch ein stimmungsvolles und köstliches Abendessen im Gastgarten des Alla Corte Di Bacco, einem Restaurant in Ambra. Das Outfit, das ich dazu trug, habe ich euch in diesem Blogbeitrag schon etwas "näher" gezeigt. 

 

Die nostalgischen roten Boots von der Fa. Pratesi, die wir an diesem Abend in einem Schaufenster in Ambra sahen (siehe letzte Collage, kleines Foto ganz oben mittig), hätten's mir übrigens total angetan gehabt. *) Am Abend war der Laden jedoch nicht mehr geöffnet und außerdem gab und gibt es ja meinen Vorsatz, mir nichts mehr zu kaufen, das ich nicht wirklich brauche... (Tja, manchmal ist es gar nicht so einfach, möglichst wenig zu konsumieren 😉....) 

*)  Denn ich habe mich inzwischen von meinen im Jahr 2016 selbst bemalten roten Stiefletten getrennt. (Die Absätze waren locker, ganz allgemein trage ich inzwischen lieber noch flachere Schuhe, und eine neue Besohlung hätte sich letztendlich nicht mehr gelohnt. Doch all die Jahre hindurch hat die Farbe gehalten und ich bin froh, dass ich es gewagt habe, sie seinerzeit in meiner Wunschfarbe zu bemalen.)

Am nächsten Morgen sagten wir "Auf Wiedersehen" zur Toskana - doch ganz so einfach war es dann gar nicht, unser Feriendomizil zu verlassen, denn der Wagen streikte. Und auch sonst gibt es über den nächsten und übernächsten Tag noch so einiges zu erzählen. Also, bleibt bitte dran: Fortsetzung folgt ...

 

 Fotos von Brigitte, Edi und mir
Ciao & Arrivederci,

  T  r  a  u  d  e




Gerne verlinke ich passende Beiträge:
beim Mosaic Monday, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta,  All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid

 


Sonntag, 8. Mai 2022

Monatsrückblick auf den April - Teil 1

Servus ihr Lieben,

... ich hoffe, ihr habt die ersten Mai-Tage gut verbracht! Vielen Dank für all eure tollen Kommentare zu meinem Wanderlust-Post und auch zu meinem vorangegangenen Reisebericht über Lucca - freut mich, dass euch der so gut gefallen hat! Nun ist es aber höchste Zeit für einen Rückblick auf den April 2022!

April-Wetter:
Dass der April ein Monat der Wetterkapriolen ist, zeigte er gleich von Beginn an; bei manchen von euch gab es schon am ersten Tag einen Aprilscherz in Form von Schnee. Erst am 2. April schneite es auch bei uns ein wenig (der Schnee blieb hier zum Glück jedoch nicht lange liegen). Es gab aber ebenso Sonnenschein, jede Menge Wind oder Sturm und endlich (den im März so heiß ersehnten) Regen 🌦️☔🌨️
 
In den vergangenen Jahren war der April bei uns oft wärmer als der Mai, teilweise mit sommerlichen Temperaturen - im April 2022 war das anders, wir kamen aus den warmen Jacken nur an wenigen Tagen heraus (was ziemlich unpraktisch ist, wenn man sich gerade in einer Zeit hoher Heizkostenpreise befindet. Aber ich will nicht jammern, immerhin können wir noch heizen. Und ein heißer April fühlt sich hierzulande sowieso seltsam an.) 
 

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Was hier wie eine "Himmels-Leiter" aussieht ist die Leiter unserer immer noch renovierenden neuen 
Nachbarn an unserem Gartenzaun. (Angeblich wollen sie jetzt Ende Mai einziehen.)

 
Frühlings-Erwachen: 
Der April zeigte auch, das er ein Monat des Erwachens ist. Unten seht ihr beispielsweise mein vor zwei Jahren angelegtes Terrassen-Beet, genannt "Blüh-Hügel". Anfang April blühten hier jedoch bloß ein paar Narzissen und Hyazinthen (siehe obere Reihe der folgenden Collage). Zwei Wochen später sah das schon ganz anders aus (siehe großes Foto von Mitte April). Die Tulpen, deren Zwiebel mir meine Freundin Brigitte im Vorjahr geschenkt hat, sind voll durchgestartet und wunderschön:
 

Der blühende Felsenbirn-Baum sah bei jeder Witterung zauberhaft aus.

 
Umweltbesprechung:
Zu einer weiteren Umweltbesprechung im Rathaus unserer Gemeinde zog ich mein zwölf Jahre altes koffertaugliches Viskosekleid an - denn was passt besser zu einem Umweltthema als nachhaltige, schrankgeshoppte Kleidung? Vielleicht noch die Trendfarbe GRÜN als Ergänzung? Zum Glück besitze ich ein (ebenfalls mehrere Jahre altes) grünes Jäckchen und eine grüne Kette. (Eine andere Kombination des Kleides seht ihr weiter unten.)
 

Country Overshoot Day:  
Der Earth Overshoot Day gibt an, wann die Weltbevölkerung die natürlichen Ressourcen aufgebraucht hat, die sich innerhalb eines Jahres regenerieren könnten. Dieses Datum wird alljährlich vom Global-Footprint-Netzwerk errechnet - und es gibt auch Berechnungen für die einzelnen Länder dieser Welt. Der Country Overshoot Day für Österreich fiel im Jahr 2022 auf den 6. April.
Grafik von HIER
 
 
Das bedeutet: Würden alle Bewohner der Erde so leben wie die Einwohner Österreichs, wären die Welt-Ressourcen für dieses Jahr bereits am 6. April verbraucht! Ich muss sagen, ich geniere mich für unser Land - damit sind wir nämlich die "Looser im deutschsprachigen Dreiländereck": Der Erschöpfungstag 2022 für Deutschland war der 4. Mai (übrigens ebenso wie der von Israel); jener der Schweiz ist der 13. Mai. (Auch kein Renommee, aber immerhin besser als wir...)
 
Das schlechteste Beispiel weltweit gibt Katar ab (10. Februar!), knapp gefolgt von Luxemburg (14. Februar), mit etwa einem Monat Abstand folgen Canada, USA und Vereinigte Arabische Emirate (alle: 13. März) und Australien (23. März) ... Wir alle liegen damit im vordersten Drittel der Verschwender - wie der Großteil der wohlhabenden Länder dieser Erde.  
 
HIER kommt ihr zur gesamten Länder-Aufstellung (in englischer Sprache) sowie HIER zu einigen interessanten Erläuterungen (in deutscher Sprache). 


Fest steht: Weltweit steigt der Verbrauch, anstatt endlich reduziert zu werden. Es ist höchste Zeit, dass wir alle die Reißleine ziehen - also unseren Konsum einschränken, auf die Ernährung achten (bio, regional) und viel weniger Fleisch essen, keine Lebensmittel verschwenden, vermehrt auf Öffentliche Verkehrsmittel umsteigen (oder Fahrrad fahren, zu Fuß gehen), Strom und Wasser sparen, auch an kalten Tagen die Heizung um 1 Grad herunterdrehen und einen Pullover mehr anziehen, generell mehr über die Auswirkungen und Folgen nachdenken bei allem, was wir tun. Denn auch die nächsten Generationen wollen noch auf dieser Erde leben können.

Ich glaube, es ist machbar, die Balance zu finden zwischen einer guten Lebensqualität und der Schonung der Umwelt, wenn wir ein bisschen und unser eigenes Verhalten hinterfragen und korrigieren.

 
Familienzeit:
Apropos "die nächsten Generationen": Natürlich war im April auch wieder Zeit, um meine Tochter und meinen Enkelsohn zu treffen 😍. 

Jana bereitet für Jamie inzwischen die verschiedensten Gemüsebreie zu (richtig vorbildlich - aus Biogemüse mit dem Thermomix), und  wie man sieht, schmeckt's ihm 😊. 

Am 20. April wurde unser kleiner Sonnenschein Jamie 5 Monate alt. Jana gestaltet zu jedem "Monats-Geburtstag" ein Bild von ihm mit seiner Geburtstagszahl und schreibt ein paar Zeilen dazu - diesmal zum Beispiel: "Mittlerweile robbe ich mich schon fleißig vorwärts und arbeite weiter an meinen Krabbel-Künsten."


Auch meine drei Enkel-Katzen kommen nicht zu kurz: Jana bastelte für Yommee, Chiller und "Findelkind" Nala ein neues Spielhaus aus Windel-Verpackungskartons. Vor allem Nala, die Jüngste, konnte es kaum erwarten, in das Haus einzuziehen 😻. Währenddessen durfte Omi sich um Jamie kümmern 😉😍...


Wir trafen uns während der Osterferien auch noch mit anderen Familienmitgliedern - Marie-Claire, die Frau meines Cousins Norbert, kam mit den zwei jüngeren ihrer drei Kinder zu uns. Wir besuchten gemeinsam einen großen Spielplatz und hatten dort jede Menge Spaß. Auch die "alte Tante Traude" musste unbedingt rutschen 😆 - und Edi wurde zum Fangenspielen eingeteilt 😉:

Osterdeko:
In diesem Jahr habe ich nur sparsam dekoriert: In eine handgetöpferte Schale legte ich ein paar nostalgisch verzierte Ostereier und einen Stoffhasen - alles schon lange in meinem Deko-Koffer - in einer Vase arrangierte ich Palmkätzchen-Zweige, die ich schon seit Jahren verwende (man muss die ja nicht wegwerfen, solange sie noch halbwegs gut aussehen), blühende Zweige von unserer Forsythie (die ich innerhalb der Vase in ein Wasserglas stellte) sowie einen großen Keramikhasen. Dazu kamen noch ein paar kleine Porzellanhäschen und zwei Tulpen-Teelichthalter, die mir meine Tochter Jana mal geschenkt hat.

Kino-Abend:
Am 20. April machten wir uns einen schönen Abend mit Kino und essen gehen in Baden. Zu dem Zweck peppte ich mein Kleid, das ihr oben schon gesehen habt, mit ein paar roten Elementen auf - passend zur Zierquitte, siehe letzte Collage 😉. Ich finde, die Wirkung des Kleides verändert sich sehr stark durch die unterschiedlichen "Farbbeigaben". So lässt sich jedes Kleidungsstück immer wieder verwandeln.


Als große Freunde des Potter-Universums "mussten wir natürlich" den neu erschienenen 3. Teil der Filmreihe Phantastische Tierwesen - Dumbledores Geheimnisse - sehen. Es war dies der erste Kinobesuch seit 2019 und wir haben ihn entsprechend genossen, ebenso wie die Schoko-Palatschinken, die es nachher für mich gab *); der Salat mit gebackenen Hühnerstreifen war für Edi. 

*) Im April habe ich nämlich damit begonnen, ein paar mehr vegetarische Tage als bisher einzulegen; begonnen habe ich mit einer ganzen Veggie-Woche, und seither ziehe ich (als Minimum) drei vegetarische Tage pro Woche durch. Edi macht manchmal mit, manchmal nicht...

Das Restaurant, in dem wir gegessen haben, war übrigens schon mal in meinem Blog zu sehen - das ist allerdings bereits neun Jahre her - und das Lokal trug im Jahr 2013 auch noch den Namen "Café Damals". Inzwischen heist es Krennmayers Restaurant und wurde in manchen Räumen (leider) modernisiert, aber das Essen schmeckt uns noch immer gut ...

Filmplakat oben und Szenenfoto rechts Mitte aus dem Internet

... und ein paar nostalgische Details gibt es im Lokal nach wie vor zu sehen.  So zum Beispiel das Schild, das ich euch in der folgenden Collage zeige: "Radfahren 1. Lektion - Hilfestellung bei lernenden Damen". Auf einem derart hohen Stahlross hätte ich vermutlich auch eine massive Hilfestellung benötigt 😄. 

Mittig seht ihr ein Plakat, das auf den nächsten Termin des wunderbaren, informativen Foto-Festivals La Gacilly-Baden hinweist, über das ich euch in meinem Blog schon mehrmals erzählt habe (z.B. HIER). Am 9. Juni geht es wieder los - das Thema ist diesmal "Nordwärts".


In der unteren Reihe seht ihr abermals etwas Leckeres - es handelt sich dabei um unseren Versuch, den von Ela vorgestellten Croissant Auflauf nachzubacken. Elas Auflauf sah zugegebenermaßen besser aus, was vielleicht auch daran lag, dass wir Tiefkühlbeeren und (palmölfreien) Nougataufstrich verwendet hatten - geschmeckt hat er jedenfalls sehr gut 😋! (Ich esse allerdings an meinen Veggie-Tagen nicht nur Süßes, sondern durchaus auch Gemüse 😉).
 
Neues vom Art-Journal:
In meinem Rückblick auf den restlichen Februar und den halben März erzählte ich euch unter anderem, dass ich mein altes, im Jahr 1986 begonnenes "Freudenbuch" in ein Art-Journal umzuwandeln begonnen habe.:Ich picke mir eine Doppelseite heraus und gestalte aus den damals eingeklebten Inspirations-Bildern oder -Texten etwas Neues. Eine dieser Doppelseiten habe ich euch bereits in meinem März-Beitrag gezeigt - hier kommen ein paar weitere, die zwischen Mitte März und Ende April entstanden sind:

Ich handhabe das also nicht wie bei einem wirklichen Tagebuch, sondern gestalte diese Seiten nach Lust und Laune, wenn gerade Zeit ist. Und mir ist aufgefallen, dass ich dabei ein sehr starkes Bedürfnis nach blumigen Gestaltungen und freudigen oder optimistischen Texten habe. Ich glaube, das ist der aktuellen Weltlage geschuldet - in meinem Art-Journal aka Freudenbuch lebe ich mein Bedürfnis nach einer heilen, bunten Welt aus... und spüre, dass mir das gut tut.


Bei der Frau in den gerüschten Kleidern oben handelt es sich um die New Yorker Performance-Künstlerin Colette. Ich habe in den 80er-Jahren einen Cosmopolitan-Artikel über sie gelesen, fand es wunderbar, dass sie (im Gegensatz zu mir) ihren künstlerischen Lebenstraum auszuleben schafft, schnitt den Artikel und die Fotos von ihr aus und klebte mir das alles in mein Freudenbuch - geleitet von der der Hoffnung, die viele andere auch haben: Dass ich vielleicht eines Tages den Absprung aus dem ungeliebten (aber wirtschaftlich notwendigen) Büroleben schaffe und fortan vom Malen oder Schreiben leben kann (oder von anderen künstlerischen Dingen, die mit Farben, Formen, Buchstaben oder Natur zu tun haben) ...

 

Nun, wie ihr wisst, ist mir das nicht gelungen; ich blicke auf diese Träume heute milde zurück. Aber seit geraumer Zeit genieße ich mein Pensionistendasein... und habe mich verrückterweise (trotz der bedenklichen Weltlage inklusive Covid, Umweltverschmutzung und Klimawandel, trotz der auf uns zukommenden Einschränkungen, trotz meiner "voranschreitenden Jugend" - manche nennen es auch Alterungsprozess 😉 ...) noch nie zuvor in meinem Leben so frei und zufrieden gefühlt wie in den letzten beiden Jahren.  

Daran lässt sich gut erkennen: Zufriedenheit hat nicht zwangsläufig mit dem Außen zu tun - das Gefühl entsteht im Inneren. Es hat nichts damit zu tun, ob man erreicht hat, was man sich einst erträumte. Und es bedeutet auch nicht, dass man, um zufrieden sein zu können, alles Unangenehme verdrängen und die Augen verschließen muss - ich engagiere mich z.B. für den Umweltschutz (und ein bisschen auch für Menschenrechte) und bekomme täglich Mails von entsprechenden Organisationen, die mir zeigen, wie vieles im Argen liegt. 

Es hilft allerdings, wenn man sich nicht permanent mit den Schattenseiten der Welt und der Menschheit beschäftigt, sondern immer wieder neue Kräfte tankt, indem man Dinge tut, die man liebt und die Freude erzeugen

Die Japanische Zierquitte hüllte sich im April in ein attraktives rotes Kleid.
 
 
Das war's mit der ersten Hälfte meines April-Rückblicks, den zweiten Teil bekommt ihr demnächst zu lesen. (Ich weiß noch nicht, ob ich vorher ein weiteres Italien-Kapitel fertigstellen kann oder nicht - in den nächsten Tagen werden nämlich ziemlich oft unterwegs sein... (Seid mir daher bitte auch nicht böse, wenn es mit meinen Blogbesuchen und Kommentaren in diesem Monat ein Weilchen dauert.)

 

Herzliche Rostrosengrüße

 🍰🌷💖 und an alle, die heute den Muttertag begehen, 

alles Liebe und Gute und viel Spaß beim Feiern! 💖🌷🍰

eure   T  r  a  u  d  e




Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

beim Mosaic Monday, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta,  All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid