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Freitag, 5. November 2021

Mit Tina und Göga durch Wien - Teil 1: Prater

Servus ihr Lieben!

Heute möchte ich euch von unserem Wiedersehen mit meiner Blogfreundin Tina und ihrem "Göga" (Abkürzung für Göttergatte 😉) Uwe in der Mitte vom Oktober erzählen. Die beiden hatten nämlich die glorreiche Idee, nach der wunderschönen Hochzeit ihrer Tochter selbst eine Art Hochzeitstreise nach Wien zu unternehmen... oder genauer gesagt: eine Geburtstagsreise, denn Tina feierte am Anreisetag ihren 55. Geburtstag ...

🥂🎂🥂🎂🥂🎂🥂🎂🥂

In ihrem Blog erzählt Tina derzeit gerade so nach und nach über ihre fünf Tage in Wien - hier geht's zum Anfangskapitel: Wien in 5 Tagen - Tag 1.

Tina fragte bei uns an, ob wir Zeit für ein Treffen haben würden. Aber natürlich, Ehrensache! Wir haben Tina & Uwe schon in Bangkok und in München getroffen*) und wir hatten jeweils viel Spaß miteinander
 
 
Laut Wetterbericht sollte Freitag, der 15.10. so richtig toll sonnig werden, also wählten wir diesen Tag - und so war's dann auch: Wir erlebten einen Oktobertag vom feinsten 🌞 - aber es schien sowieso (fast) ausschließlich die Sonne, als die beiden in Wien waren. So soll's auch sein, wenn Engel reisen! 
☀️☀️👼☀️☀️

Weil's so schön war, entstanden an diesem Tag ganz viele Fotos - und deshalb zeige ich euch unser Tina-Uwe-Treffen in Wien in zwei Teilen. 

 
[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]

Auf "Gögas" Wunsch hin trafen wir uns im Wiener Prater - und damit geht's hier auch gleich los - mit einer Fahrt im berühmten und steinalten Wiener Riesenrad. (Die Fotos von uns wurden vor der tatsächlichen Riesenrad-Fahrt von einer Fotografin aufgenommen - der Waggon Nr. 12 ist nur Kulisse - und man konnte sie käuflich erwerben.)

Treffpunkt 11 Uhr beim Riesenrad - und große Wiedersehensfreude 😊😍

... ist neben dem Stephansdom eines der Wahrzeichen Wiens. Es wurde 1897 zur Feier des 50. Thronjubiläums Kaiser Franz Josephs I. errichtet. (Jaja, wiedermal der Franzl 😉...) Es zählte damals mit knapp 65 Metern Höhe zu den fünf größten Riesenrädern seiner Zeit - allerdings wurden alle vier seiner "Zeitgenossen" zwischen 1906 bis 1937 bereits wieder demontiert, nur das Wiener Riesenrad dreht sich immer noch unermüdlich weiter. 

Dabei hätte es bereits 1919 abgerissen werden sollen - und im Zweiten Weltkrieg wurde es fast völlig zerstört. Doch ein Wahrzeichen lassen die Wiener nicht so gern untergehen - als Symbol des Wiederaufbaus und Neubeginns wurde es schon 1945 generalsaniert. Im Jahr 2016 wurde damit begonnen, die 15 Waggons gegen neue, nach den Originalplänen von 1896/97 gestaltete auszutauschen. (Ursprünglich hatte das Riesenrad 30 Waggons.) Falls euch die genauere, sehr bewegte Geschichte des Wiener Riesenrades interessiert, klickt bitte HIER.

Die Wartezeit bis zum Einsteigen kann man sich vertreiben, indem man sich die Mini-Ausstellungen in den nostalgischen 
Waggons ansieht.

Es gibt auch einen Waggon mit festlich gedecktem Tisch, den man für eineinhalb Stunden mieten und darin speisen kann (für schlappe 399 Euro), in der Collage unten könnt ihr einen kleinen Blick in die Fest-Gondel mit den hellen Vorhängen erhaschen. Für Tina und mich - bekennende Höhenängstliche mit dem Willen zur Selbstüberwindung - war aber die ganz normale Fahrt schon abenteuerlich genug. (Ja, auch für mich, denn obwohl ich gebürtige Wienerin bin, bin ich erst einmal oder zweimal mit dem Riesenrad gefahren.) Durch das gemächliche Tempo fühlt man sich in der Kabine allerdings gut geschützt und sicher. Und es gibt soo viel zu sehen:

Unten rechts: Madame Tussauds, unten links: Blick auf den Grünen Prater, bei dem es sich um den Hauptteil des Wiener Praters handelt

 

Wenn man außerhalb Wiens vom „Prater“ spricht, ist häufig nur der bekannte Vergnügungspark im Prater, der Wurstelprater, gemeint. Dieser befindet sich an der Nordwestspitze des Areals zwischen Donau und Donaukanal und macht flächenmäßig nur einen sehr kleinen Teil des gesamten Pratergebiets aus.

 (Quelle: Wikipedia - KLICK)

Ein kleiner Exkurs über den Wiener Prater:
Nachdem es in diesem Punkt immer wieder Missverständnisse gibt, fragte ich bei Tina sicherheitshalber nach, ob Uwe in den Wurstelprater möchte oder in den "Grünen Prater": Denn wenn die Wiener "Prater" sagen, meinen sie zumeist das etwa 6 km² große, von Aulandschaften geprägte Areal, das einst Jagdgebiet des Hochadels war und heute von der Bevölkerung zum Sport und zur Erholung genützt wird. Als wir noch in Wien lebten, besuchte ich mit der kleinen Jana gern einen der Spielplätze im "Grünen Prater" und war Edi zwei- bis dreimal pro Woche in der Prater Hauptalle laufen, denn wir wohnten nicht weit davon entfernt. Diese Allee entstand durch Schlägerungen im Auwald... allerdings schon vor langer Zeit: Im Jahr 1538 legte man auf diese Weise eine Direktverbindung zwischen dem kaiserlichen Palais Augarten und dem Jagdgebiet des Hofes an.

Der "Wurstelprater" oder "Volksprater" - also der Vergnügungspark, in dem sich auch das Riesenrad befindet - ist nur ein winziger Teil des Wiener Praters. Und der Name Wurstelprater hat wiederum nichts mit Wurst oder Würsteln zu tun, sondern mit dem "Wurschtel" (in Deutschland: Hanswurst bzw. Hans Wurst), also mit dem närrischen Kerl aus Komödien und Puppentheater-Vorführungen, wie sie einst auch im Prater dargeboten wurden. 

Ein bisserl posen und herumkasperln im "Wurschtelprater"
 
Nun, es stellte sich heraus, dass Uwe gern den Wurstelprater kennenlernen möchte, weil er schon so viel darüber gehört hatte. Und die beiden waren dann tatsächlich auch sehr angetan von diesem Riesen-Rummelplatz, der für mich eigentlich nie etwas besonders Tolles war (oder vielleicht gerade mal in der Kindheit, als ich noch gerne mit dem Ringelspiel (= Karussell) oder mit der Zwergerl-Hochschaubahn fuhr): Mich begeistern diese Höher-schneller-lauter-Fahrgeschäfte nicht. 
 
Erst durch Tina und Uwe wurde mir so richtig klar, dass der Wurstelprater irgendwie doch etwas Besonderes ist, weil es solche permanenten und seit langer Zeit bestehenden Rummelplätze in Europa kaum gibt. Vergleichbar ist der Prater vielleicht gerade mal mit dem Tivoli in Kopenhagen (der jedoch ganz anders gestaltet ist als der Wiener Wurstelprater).
 
Grottenbahn und Geisterschloss:
Was ich am Prater mag, sind die ganz alten Fahrgeschäfte, bei denen nostalgische Gefühle aufkommen. Eins davon ist die Alt Wiener Grottenbahn (wurde 1951 eröffnet), wo man in einem von einer Drachenlokomotive gezogenen Zug an verschiedensten Szenen aus Märchen, Sagen und anderen Kindergeschichten vorbei fährt. Dieses gefahrlose Vergnügen haben wir vier uns gegönnt 😁:
 

Übrigens beherbergt diese Grottenbahn - wie ich von einem freundlichen Herrn als erweiterte Antwort auf meine Anfrage bei Prater.at erfahren habe, kleine Kunstschätze:  
 
"Auf Praterparzelle 16 (heute Volare) war früher die Grottenbahn "Liliput Express". Darin gab es kleine Märchengrotten die von Schülern von Fritz Wotruba (Anm: einer der bedeutendsten österreichischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts) gemacht wurden. Einige dieser Grotten wurden vor dem Abriss gerettet und sind bis heute in der Alt Wiener Grottenbahn (Praterparzelle 43) zu bestaunen."
 
Und weiter: "Die fantasiereiche Fassade der Alt Wiener Grottenbahn wurde einst vom Bildhauer Robert Tar gefertigt. Die ursprüngliche Bemalung war relativ dunkel. Einige Jahre später wurde die komplette Fassade auch unter Robert Tar, bunter bemalt. Zuletzt vor 3-4 Jahren wurde die Fassade komplett saniert (alte Farbe wurde mit einem Trockeneis-Sandstrahlverfahren abgetragen, Beschädigungen wurden mit Polyester überzogen und anschließend komplett bemalt) Die Polyester und Malerarbeiten wurden von dem Bildhauer Gerold Kubitschek durchgeführt."
(Ing.Kristof Brantusa)
 

 
Also, ihr seht, die Grottenbahn ist nicht nur Kinderkram, sondern Kunstgenuss. Aber glaubt bloß nicht, dass wir uns ausschließlich an Märchenwelten gewagt haben, oh nein! Wir waren sogar mutig genug, um uns auch eine Fahrt mit der Geisterbahn zuzutrauen, jawoll! Das ist echter Hardcore-Grusel, denn damit darf man erst ab 10 Jahren fahren! 😎💪😄 (Das Geisterschloss gehört übrigens zu den allerältesten Praterattraktionen - es wurde bereits 1933 errichtet, im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1948 wiedereröffnet.) Der Typ an der Kasse zum Geisterschloss war ein Zombie, echt schaurig! Und Tina begab sich sogar freiwillig in die Gewalt eines schrecklichen Monsters - seht selbst!
 

 
Prater-Figuren:
Glücklicherweise haben wir das gefährliche Abenteuer alle vier lebend und ohne ärgere Blessuren überstanden und konnten uns weiter im Wurstelprater umsehen. Es gibt da nämlich mehrere interessante Figuren zu bewundern. Oben links und unten rechts seht ihr z.B. den "Großen Chineser" (9 Meter hoch), der auch "Calafati" genannt wird. Er verzierte einst das Ringelspiel des Schaustellers Basilio Calafati (1800-1878), daher der Name. Die Frauenfigur daneben heißt Fortuna und stammt von demselben Karussell. Beide sind jedoch Nachbauten, denn die Original-Fortuna steht im Pratermuseum und die Original-Calafati-Figur wurde im Zweiten Weltkrieg ebenso zerstört wie das Riesenrad.

 

Außerdem gibt es im Prater einige künstlerische Figuren der neueren Zeit zu bewundern. Leider fand ich vor Ort keine Informationstafel und konnte auch aus dem Internet nicht genau erfahren, welche Künstler welche Figuren geschaffen haben. Daher wandte ich mich an die Informations-Mailadresse info@prater.at - und erhielt von dem oben schon erwähnten Herrn Brantusa eine sehr nette und ausführliche Auskunft:

Die bunten Fin-de-siecle-Figuren (wie die rosa gekleidete Lady neben Tina, oder die Dame, in deren Dekolleté Edi sehr interessiert starrt, während Uwe dem Knaben einen Ball zu klauen versucht) wurden ursprünglich von den Tiroler Bildhauern Louis Fasching und Erich Ruprechter gestaltet. Sie kaschieren die für die Aufrechterhaltung des Fahrbetriebs notwendigen Stromkästen. Leider waren sie aus Materialien gefertigt, die für diese Verwendung nicht wirklich gut geeignet waren. Innerhalb kürzester Zeit wurden die Figuren durch Vandalismusakte demoliert und verunstaltet. Vom bekannten "Praterkünstler" Rudolf Scheffel wurden die (ursprünglich eher blass bemalten Figuren) überarbeitet (mit Polyester verstärkt, um sie gegen erneute Vandalismusakte resistent zu machen) und farbenfroher bemalt.

Was die skurrilen, eher Alien-haften Figuren am Rondau betrifft, glaubte ich mich erinnern zu können, dass sie einst von einer Frau geschaffen wurden. Und tatsächlich erfuhr ich als Antwort auf meine Anfrage, dass sie von der im Jahr 2013 verstorbenen Künstlerin Christa Müller stammen. Auch diese Figuren wurden vor ein paar Jahren sandgestrahlt und ebenfalls von Rudolf Scheffel neu bemalt. Leider steht nur mehr ein Bruchteil der zahlreichen Figuren von Christa Müller im Prater, viele davon wurden von der Stadt Wien verkauft. In der Prater-Topothek könnt ihr euch HIER alte Fotos von Christa Müllers fantasievollen Werken ansehen, die größtenteils nicht mehr im Prater zu sehen sind.
 

Die Figur im Liegestuhl, deren Bäuchlein von Tina liebevoll getätschelt wurde, sowie drei weitere auf dem Rondeau, sind relativ neu. Diese wurden vor 1-2 Jahren von einem Praterunternehmer gefertigt. Ich glaube, auch der Kasperl auf dem Krokodil in der unteren Collage zählt zu diesen Figuren. Etwas derb und zugleich witzig (und somit ziemlich typisch Wienerisch) fanden wir den "Geldscheißer": Wenn einem Wiener nämlich etwas zu teuer erscheint, dann sagt er gerne: "I hob do kan Gödscheißa!" ("Ich habe doch keinen Geldscheißer!") - vergleichbar mit dem Goldesel aus dem Märchen 😉

 
Pferde und Taxis:
Eine Praterattraktion, die ich schon seit meiner Kindheit kenne, ist die Reitbahn. Auch Uwe war ganz begeistert von den Rössern, hatte er in seiner Kindheit und Jugend doch selbst eines besessen und sehr geliebt. Das Pferdchen, das er streichelte, hatte noch dazu eine besonders hübsche Frisur. (Meines erinnerte mich eher an einen müde dreinschauenden Boris Becker.)

  
 
Uns stand jedoch der Sinn nicht nach einem Ausritt (außerdem glaube ich, dass auf den Praterpferden nur Kinder brav im Kreis reiten sollten) - also versuchte Tina neben einem nostalgischen Hinweisschild ein Taxi herbeizupfeifen. Als keines kam, unterstützte ich sie, doch auch meine Pfeiferei half nicht viel 😉. Ich glaube, an dieser Nummer müssen wir noch arbeiten!

 

Stelzen in der Luftburg:
Das traditionsreiche Schweizerhaus hatte Mitte Oktober noch geöffnet, doch wir wollten unser Mittagessen nicht dort einnehmen, sondern im größten voll biozertifizierten Restaurant der Welt: Luftburg - Kolarik im Prater. Die berühmten Praterstelzen schmecken in der Luftburg nämlich mindestens genau so gut wie im Schweizerhaus, und mit Biofleisch ist auch mehr Tierwohl verbunden. Da macht das Schmausen und Genießen doch gleich noch ein Stück mehr Freude!
 
Für meine nicht-österreichischen Leser und Leserinnen muss ich jetzt vermutlich erklären, was eine Stelze ist: In Deutschland ist dieses Fleischgericht wohl am bekanntesten unter dem Namen Eisbein, wird aber auch als Hachse, Haxe, Haxn bzw. Schweinshaxe bezeichnet, außerdem als Knöchla, Hechse, Hämmchen, Bötel oder Haspel, auf Bairisch Schweinshaxn, Fränkisch auch Knöchla oder Adlerhaxe, Schweizerisch Gnagi oder Wädli genannt. (Quelle: Wikipedia)
 
In Österreich werden Stelzen bevorzugt gebraten oder gegrillt, um eine extra-knusprige Schwarte zu erzeugen. Die Praterstelzen sind wirklich ganz besonders würzig und kross, und Uwe meinte dazu: "Ich hätte nie gedacht, dass ich im Prater die beste Haxe meines Lebens essen würde."
 
Für alle, die diesen Genuss zu Hause zu kopieren versuchen wollen, habe ich hier zwei Rezepte, die dem Praterstelzen-Rezept halbwegs nahe kommen:

Die gute alte Liliputbahn fährt direkt am Restaurant Kolarik vorbei. Herrlich, dass wir im Oktober noch draußen essen konnten!

 
Womit Uwe ebenfalls nicht gerechnet hätte: Dass er seine Stelze nicht schafft 😁. (Tina hatte sich nämlich für Cevapcici entschieden, und so gehörte ihm dieses große Fleischstück ganz allein.) Edi und ich teilten uns unsere Stelze und hatten in weiser Voraussicht schon eine große Tupper-Dose in den Prater mitgenommen (deshalb schleppte ich die ganze Zeit meinen #GET-COVERED-Beutel mit mir herum 😉). Zu guter Letzt bekamen wir von Uwe dann auch noch eine schöne Stelzen-Portion mit (und konnten uns aus diesen Resten noch zwei Tage lang zu Hause köstliche Gerichte zaubern 😊😋)...
 

 
Natürlich hatte ich auch ein Mitbringsel für Tina mit dabei, schließlich hatte sie zwei Tage zuvor Geburtstag gehabt. Nachdem ihr Blog Tinaspinkfriday heißt und unser Treffen tatsächlich an einem Freitag stattfand, bastelte ich ein Kärtchen in Pink mit einem Herz aus rostrosigen Herbstblättern für sie, und außerdem füllte ich eine kleine Sachertorten-Holzschachtel mit ein paar Kleinigkeiten an, die auch noch gut ins Fluggepäck passen.
 
In der folgenden Collage könnt ihr das Kärtchen sehen und außerdem einen kurzen Blick in das Lokal Luftburg - Kolarik werfen. Dort gibt es unter anderem originelle Barhocker, zwei Spiegel  aus dem Kuriositätenkabinett (wir fotografierten uns allerdings nur vor dem Spiegel, der schlanker macht 😜) und ein WC für zwei Personen. Offenbar ist es für Mutter und Kind gedacht, aber Tina meinte, es gäbe auch sogenannte Freundinnen-Klos 😀. Wir teilten uns die Kabine allerdings nur fürs Foto und suchten dann getrennte Etablissements auf 😂...


Nachdem wir im Luftburg-Restaurant mehr als nur satt geworden waren, unternahmen wir einen kleinen Verdauungsspaziergang entlang der Prater Hauptallee. Diese wird gesäumt von Rosskastanienbäumen - ich habe sie euch in einem früheren Posting zur Zeit der Kastanienblüte gezeigt. 
 
In normaleren (Pandemie-freien) Zeiten kamen in diese (weltweit einzigartige) Kastanienallee alljährlich zur Blütezeit zahlreiche Touristen, um diese Pracht zu erleben. Traurigerweise leiden auch die Prater-Kastanienbäume sehr unter der Miniermotte, weshalb ihre Blätter früher braun werden als die von anderen Laubbäumen. (Seht euch noch einmal die Luftaufnahme in der 6. Collage an...) Dennoch wirkte die Allee stimmungsvoll und passte gut zu diesem schönen Herbsttag.
 
 
 
Wir spazierten bis zum Praterstern - und von dort fuhren wir mit der U-Bahn bis zu unserem nächsten Ziel. Denn was ist eine Wien-Reise, wenn man Sisi und Franzl nicht besucht hat nicht in Schönbrunn gewesen ist?  Über unseren Besuch in diesem schönen Schlosspark, mit dem ich auch einige Kindheitserinnerungen verbinde, erzähle ich euch demnächst im zweiten Teil!
 
☀️☀️👼☀️☀️
 
Nun danke ich euch noch herzlich für all eure lieben Kommentare zum 3. Teil meines Italien-Reiseberichts - Toskana - Ankommen und Einleben. Auch von dieser Reise werde ich euch schon bald wieder mehr schildern (ich weiß noch nicht, in welcher Reihenfolge, es gibt ja bei uns immer wieder neue tolle Erlebnisse, ich komme kaum nach mit dem Erzählen...)
 
 
Fotos: 
teilweise von Tina oder Uwe, teilweise von Edi oder mir

 Auf bald und 

herzliche November-Grüße,
🌿  T  r  a  u  d  e 🌿


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick
Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style,
Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions,
Garden Affair - bei Jaipur Garden, Close to the Ground bei Jutta,

Mittwoch, 10. Mai 2017

Der Naschmarkt in Wien, ein Kaffeehaus namens Vollpension und eine kleine Geburtstagsfeier

Servus ihr lieben treuen und neuen LeserInnen, ...



... so, jetzt bin ich wieder ZURÜCK. Also jedenfalls wenn alles nach Plan verlaufen ist 😉. Dieses
Posting ist nämlich - wie die meisten der letzten Zeit - ein vorprogrammiertes. Und da ich nicht
so weit in die Zukunft blicken kann, gibt es natürlich auch keine 100-prozentige Sicherheit, dass
ich WIRKLICH wieder zu Hause bin. Aber ich setze das jetzt einfach mal voraus!



Wo war ich denn? Während im
Rostrose-Blog das ANL-Kapitel "Wäsche Waschen mit Efeu" sowie die letzten drei Kapitel
meines Reiseberichts erschienen -



- befand ich mich weit weg von meinem PC. Deshalb gab es auch nur so wenige
Lebenszeichen von mir. Aber wie ich schon in meinem vorangegangenen Blogbeitrag geschrieben
habe, waren wir NICHT auf Reisen. Stattdessen versuchten wir, unsere Körper endlich wieder
auf Vordermann (oder auf Vorderfrau) zu bringen, sprich wir waren drei Wochen lang auf Kur.
Ja, wirklich ENDLICH WIEDER! (Die letzten Kuraufenthalte waren 2010 und 2013.)






A short English summary of this post:
During the past three weeks I was on health cure.  
Therefore I could not leave you any comments; my blogposts were pre-programmed.  
Today I would like to show you photos, which were photographed before the cure. Firstly,
I met with my girlfriend Brigitte in a nostalgic coffee house in Vienna. Then we strolled 
over the beautiful and famous Viennese Naschmarkt. Secondly, we celebrated the birthday 
of my daughter and her father (my ex-partner) in the circle of the family.
Hugs, Traude 

 
 

Mehr zu diesem Thema ein andermal, heute möchte ich euch Fotos zeigen, die noch vor unserem
Kuraufenthalt entstanden sind. Der Großteil der Collagen stammt von einem sonnigen Tag, an dem
ich mich mit meiner langjährigen Freundin Brigitte traf - und zwar in einem Lokal, das nicht weit
vom Wiener Karlsplatz entfernt liegt. In der unteren Collage seht ihr ein Stück der Karlskirche und
Details der schönen, zum Glück gut erhaltenen Jugendstil-U-Bahn-Pavillons des Architekten Otto
Wagner:




Wenn man von dort in Richtung Schleifmühlgasse geht, kommt man zur Vollpension
jenem Kaffeehaus, das Brigitte als Frühstücks-Treffpunkt vorgeschlagen hatte. Die Idee dieses mit 
viel Nostalgie und herzerfrischenden Details eingerichteten Lokals ist einerseits, dass die besten 
Torten und Gugelhupfe nicht von Profis, sondern von der Oma oder der Tante zubereitet werden, 
und andererseits, dass es viele Omas und Tanten (und auch ein paar Opas und Onkels) gibt, die in
 der Großstadt vereinsamen und den Kontakt zu anderen Generationen verlieren. Und so wurde dieses
 Generationen-verbindende Kaffehaus als Treffpunkt für Jung und Alt gegründet. Die Mehlspeisen 
werden hier von den "Omas" zubereitet. 




Man kann dort jedoch auch Herzhaftes konsumieren. Ein dreistöckiges "Erbschleicher-Frühstück"
 für zwei Personen (gibt's nur an Wochenenden) wäre uns deutlich zu viel gewesen, uns war mehr
nach einem der "kleineren" Frühstücksteller, die es dort gibt. Die Fotos mit dem noch relativ leeren 
Lokal entstanden übrigens kurz nach unserer Ankunft - innerhalb einer halben Stunde war es bis
auf den letzten Platz besetzt. Das Konzept funktioniert also, und auch wir haben uns dort wohl
gefühlt und gut geschmaust.


Besonders witzig fand ich das alte BRAVO-Heft am Zeitungsständer - mit Fritz Wepper am Titelbild ;-)

Oben habt ihr schon einen kleinen Blick auf mein Outfit dieses Tages erhalten, unten bekommt
ihr es ganz zu sehen. Von den hier gezeigten Kleidungsstücken ist kein einziges Stück neu, aber
zwei davon - die marineblaue Jacke und die dazu passenden Jeans - haben eine neue Farbe
bekommen. Darüber werde ich euch in meinem folgenden ANL-Beitrag (ab 15.5.) mehr erzählen.
 Für den Naschmarktbummel waren die langen Ärmel und die Jacke dank des Schönwetters
dann aber zu viel des Guten...




Der Name der Gasse, in der sich das Lokal Vollpension befindet, erinnert an eine von einem
Wienflussarm betriebene Mühle, die ab dem Jahr 1417 durch Urkunden nachweisbar ist. Sie war
 anfangs zum Mehlmahlen bestimmt und wurde von einem späteren Besitzer, dem sie ab 1570
gehörte, zu einer Waffen-, Schleif- und Poliermühle ausgebaut, die große kriegswirtschaftliche
Bedeutung hatte. Auch das wunderschöne Haus Nummer 21 - erbaut 1894 - trägt den Namen
"Zur alten Schleifmühle".




Gleich daneben, auf Nummer 23, ein ebenfalls bemerkenswertes Gebäude mit der Aufschrift
"Erster Wiener Turnverein". (Hier wird übrigens tatsächlich noch geturnt.) Und auch ein sehr
interessanter Laden - eine Symbiose aus Buchladen, Konditorei und Hobbybäcker-Deko-Bedarf -
befindet sich an dieser Adresse: Planet Buch / Mimi Mandl. Hier deckte sich meine Freundin
Brigitte unter anderem mit Nougat-Eiern und originellen Ausstechformen ein 😉




Gleich "ums Eck", nämlich auf der Wienzeile, gibt es ebenfalls jede Menge Architektur
zu bestaunen, die außergewöhnlich, beachtenswert und hervorragend renoviert ist. Diese
Häuser hier habe ich allesamt auf der Höhe des Wiener Naschmarktes fotografiert:




Und auch der Naschmarkt, der sich direkt über dem überbauten, regulierten Wienfluss befindet,
 ist ein schönes Stück vom "alten Wien" - selbst wenn manch ein (leider hässliches) Graffito das
Gegenteil suggeriert. Obgleich diese Schmierereien eine Erfindung der neueren Zeit sind - die
Marktpavillons sind es nicht, sie wurden bereits zwischen 1910 und 1916 errichtet und blicken
 somit auf eine lange Geschichte zurück. Und auch vor dieser Zeit gab es den "Naschmarkt"
bereits - an unterschiedlichen Standorten.





Schon im Jahr 1774
wurde in der Umgebung des Wienflusses ein Kleinmarkt urkundlich erwähnt, an dem hauptsächlich
mit Milch gehandelt wurde. Und mit Milch könnte auch der Name des Marktes zusammenhängen -
denn die frühere Namensform "Aschenmarkt" leitet sich möglicherweise vom Begriff "Asch" für
einen hölzernen Milcheimer ab. Es gibt diesbezüglich jedoch mehrere Theorien - eventuell leitet
sich der Name auch von einem Aschen- und Müllplatz ab, der sich einst an einem der früheren
Standorte befunden hatte. Ab 1820 wurde jedenfalls die verballhornte Namensform "Naschmarkt"
nachweislich verwendet, und im Jahr 1905 wurde der heutige Name offiziell eingetragen. (HIER
gibt's noch mehr zur Geschichte des Naschmarktes zu lesen.)




Feilgeboten werden hier vor allem Obst, Gemüse, Blumen, aber auch Käse, Weine, Fleisch- und
Wurstwaren, Stoffe, Dekorationsartikel ... In jedem Fall haftet dem Markt noch immer eine Prise
Exotik an, denn hier erhält man Früchte, die man nicht unbedingt überall bekommt. Als ich noch um
ein paar Jährchen jünger war, hieß es stets: "Wenn man etwas nirgends bekommt, bekommt man's
wahrscheinlich am Naschmarkt" - und dabei ging es dann um Zitronengras, Granatäpfel, Spargel
außerhalb der hiesigen Spargelsaison etc. Heutzutage werden solche Waren auch in "gut sortierten"
Supermärkten angeboten, aber das war nicht immer so. (Und ich bin davon überzeugt, dass es besser
war, als es solche Waren noch nicht überall oder immer gab. Es verführt die Menschen zu sehr
Dinge zu kaufen, die von weit her gekarrt wurden. Ich selber versuche mittlerweile sowieso
mehr denn je, möglichst saisonal und regional einzukaufen...)






Was nicht bedeutet, dass ich völlig immun bin gegen den Reiz der Exotik. Dem Händler
links oben kauften Brigitte und ich nämlich zwei verschiedene Sorten kandierter oder getrockneter
Hibiskusblüten ab. Theoretisch kann man die in ein Glas Champagner oder Sekt geben, wo sie dann
"erblühen", aber man kann sie auch einfach so als Süßigkeit naschen. Ich habe mir also in letzter Zeit
bei "Süß-Guster" ab und zu solch eine Blüte gegönnt.




Im übrigen haben wir uns aber damit begnügt, bei einem der Stände einen Radler zu trinken und
sonst nur zu schauen und zu genießen. Und ich habe endlich das getan, was ich mir schon vor Jahren 
vorgenommen hatte - einmal mit der Kamera durch den Naschmarkt zu ziehen und Eindrücke 
einzufangen. Ich hoffe, es hat euch Freude und Interesse bereitet, mit uns mitzubummeln!






Als Draufgabe bekommt ihr jetzt noch Fotos von einer kleinen Doppel-Geburtstagsfeier zu
sehen, die ebenfalls schon vor unserer Kur stattfand. Meine Tochter ist im Sternzeichen der
Fische geboren und ihr Vater - mein Ex-Partner Wolfgang - ist Widder. Im Familienkreis werden
diese beiden Ehrentage seit Jahren gemeinsam begangen.




Zuerst waren wir wieder in einem Restaurant köstlich schmausen, dann fuhren wir weiter
ins Haus von Wolfgangs Eltern. Ihr seht unten im Uhrzeigersinn Opa Georg und Oma Marianne,
meinen Spinatstrudel, Marianne-Oma und das Geburtstagskind Wolfgang sowie einen Zander,
der von Opa Georg verspeist wurde.




Und unten seht ihr dann das zweite Geburtstagskind - Jana - das sich an diesem Tag mal wieder
nicht gar so gerne fotografieren lassen wollte. (Naja, es geht ihr ein bissl auf die Nerven, dass wir
immer alles fotografisch dokumentieren müssen...😉) Nur bei diesem einen Foto hier unten links
hat sie sich nicht von der Kamera weggedreht, aber der pseudo-duldsame Blick sagt wohl alles.
Und Mami tätschelt ihr beruhigend das Handerl: "Schau, da musst du jetzt durch, die Omi freut
sich doch über schöne Fotos von dir!" 😉😊😜




Jana hatte für ihren Papa eine Torte
 mit spezieller Karamellglasur und bunter Zuckerverzierung gebacken - dafür war im Teig dann
weniger Zucker enthalten. Damit wir nicht verhungern, sorgte die Oma noch für ein paar zusätzliche
Torten aus einer Konditorei in der Umgebung. Aber Edi und ich wollten ja nicht mit schnell noch
raufgefutterten Fettröllchen in der Kuranstalt ankommen (sonst setzen die einen dort auf Diät!),
deshalb hielten wir uns tortenmäßig (weitgehend) zurück.

Während der vergangenen beiden Kuraufenthalte (2010 und 2013) haben wir immer ein bisschen
abgenommen, so ungefähr 3 Kilos, obwohl wir dort wirklich reichlich und gut zu essen bekamen.
Aber tägliches (freiwilliges) Schwimmen, Kraftkammer, Sauna, Wandern, verordnetes und
freiwilliges Nordic Walking zusätzlich zu den Heilbehandlungen und zur Heilgymnastik wirken
sich eben positiv aus. Ich bin neugierig, ob mir das also auch heuer gelingt. Wenn ihr dies
lest, weiß ich es ja bereits, aber jetzt, wo ich dies schreibe, habe ich noch keine Ahnung, was
sich so alles ergibt... 😉





Wir können's ja demnächst mal vergleichen - so wie hier oben habe ich kurz vor der Kur ausgesehen;
den dunkelgrün-schwarz-weiß gemusterten Des*gual-Rock samt Bio-Baumwoll-Spitzen-Unterrock,
schwarzem Shirt und weißem Baumwoll-Spitzengilet trug ich am Tag der Family-Geburtstagsfeier.

Nachdem das Rockmuster stilisierte Blütenknospen zeigt, passt es gut zur
Challenge der Modischen Matronen - Buds and Blooms. Hier geht's zu den tollen Blogs der
"Mode-Matronen" Tina, Beate und Natalia! 

Das heutige Posting verlinke ich auch noch bei Sunnys Um Kopf und Kragen bzw. bei 




Und nun verabschiede ich mich für heute von euch und werde versuchen, so nach und nach
meine versäumten Blogrunden der letzten Zeit nachzuholen. Herzlichen Dank an alle, die mir trotz
meiner "Funkstille" die Treue gehalten haben! Der Namibia-Kapstadt-Reisebericht ist nun zu
Ende - und inzwischen habe ich auch alle noch fehlenden Links auf dieser Seite eingefügt. Das
heißt, ihr könnt euch ab sofort von Anfang bis zum Ende durch unsere Reise durchklicken.

(Den Link zum Namibia-Reisebericht und zu anderen Reisen
findet ihr auch unter meinem Header!)


Mein nächstes Posting wird der (ebenfalls vorprogrammierte) zweite Teil meines "geteilten" ANL-
Beitrags sein - in Teil 1 ging's ja um die wunderbare Möglichkeit, mit Efeu Wäsche zu waschen! 
Ich hoffe, ihr seid dann abermals mit zahlreichen Beiträgen zu den Themen Achtsamtkeit,
Nachhaltigkeit und Lebensqualität dabei! Bis dahin ALLES LIEBE! 

(Und danach soll dann endlich ein Posting über unsere Kur kommen...)




Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße
von eurer Traude

Montag, 30. Mai 2016

Draußen (und drinnen) mit Freunden ;o)

Servus ihr Lieben!
∗✿≫≪✿∗


A short English summary of this post:
Many years ago I lived in a shared apartment. When I posted my first blog article about the flower 
gardens in Hirschstetten three years ago, I wrote to the local organizing an informative e-mail - and
  received a reply from a former friend from old shared-apartment-days! This year we finally could
 manage it to meet each other - another friend of that time was also included. The reunion was great,
  and Wolfgang, who works in the Hirschstetten Botanical Gardens, made a special tour for my dear
  husband and me! Thank you so much for it!
Hugs, Traude

∗✿≫≪✿∗

Ines Meyroses Aktionstitel im Mode-Mai 2016 lautet  
Draußen mit Freunden - Im Garten oder Stadtpark, aber nachdem der heurige Mai bei uns etwas 
durchwachsen war, wurde zuweilen aus einem geplanten Draußen ein ungeplantes (oder nur zum
Teil geplantes) Drinnen. So war es auch am Pfingstmontag, an dem sich Herr und Frau Rostrose 
wieder zu den Blumengärten Hirschstetten aufmachten. Ja, dort sind wir schon zu Ostern gewesen, 
ich weiß ;o) HIER geht's zum damaligen Beitrag. Und HIER zum Hirschstetten-Post von Juli 2013. 
Der abermalige Besuch hatte einen ganz besonderen Grund:




Als ich vor drei Jahren meinen ersten Hirschstetten-Beitrag veröffentlichte, schrieb ich
an die Kontaktstelle der Blumengärten, um die Leute dort zu informieren, dass es in meinem Blog 
einen Artikel gibt, der sie vielleicht interessieren könnte. Solche Info-Mails lasse ich fast immer vom 
Stapel, wenn ich über einen besonderen Veranstaltungsort o.ä. berichte. Die meisten bedanken und
freuen sich, wenn ich sie lobend erwähnt habe - in diesem speziellen Fall begann die Antwort 
jedoch folgendermaßen:  

"Sehr geehrte Frau Rostrose, liebe Traude, gleich vorweg, sollte eine 
Namensgleichheit vorliegen ersuche ich um Entschuldigung. Wenn nicht, haben wir uns vor 
ca. 25 Jahren kennengelernt ..."





Und tatsächlich, so war es! Ich kannte Wolfgang, der meine Mail an die Blumengärten 
erhalten hatte, aus meinen "wilden WG-Jahren"! ;o)) Einige von euch, die bereits länger bei mir 
lesen, wissen vermutlich, dass ich in den späten 1980er-Jahren eine Zeitlang in einer Vierer-WG 
lebte. Im unteren Teil DIESES Posts habe ich euch z.B. von der Geburtstagsfeier meines ehemaligen 
WG-Mitbewohners Günther erzählt. Günther hatte schon damals einen ziemlich großen Freundeskreis 
und veranstaltete gern WG-Parties, wodurch sich auch mein eigener Kreis vergrößerte.

Nach den WG-Zeiten verliefen sich die Kontakte allmählich wieder, aber manche Menschen 
behält man dennoch gern in Erinnerung. Und so beschlossen Wolfgang und ich nach meinem 
"schicksalhaften" Blogbeitrag, uns "bald einmal" in Hirschstetten zu treffen. Dann wurde jedoch 
meine Mutter so krank und die Zeit fehlte mir an allen Ecken und Enden, weshalb wir unser Treffen 
"auf irgendwann" verschoben. Und "irgendwann" dauert manchmal ein paar Jahre...




 
Als Edi und ich zu Ostern die Blumengärten besucht hatten, schickte ich abermals einen Link 
meines Blogbeitrages an Wolfgang - und diesmal fixierten wir sicherheitshalber gleich einen 
Termin. So kam es also am heurigen Pfingstmontag zu einem denkwürdigen Wiedersehen, bei
dem erfreulicherweise noch ein weiterer Freund aus WG-Tagen - Reinhold - mit von der Partie 
war! Inzwischen sind fast 30 Jahre seit unser aller Kennenlernen vergangen, und unsere letzte 
Begegnung war auch schon eine Weile her - aber wie man sieht, hatten wir nach all der Zeit
immer noch viel Spaß miteinander! :o)




Wolfgang veranstaltete eine richtige "Sonderführung" für uns - und so sahen wir nicht nur die 
süßen Zicklein oder die Ouessantschafe - die kleinste Schafrasse Europas - wir bekamen auch 
manches in der Anlage gezeigt, das "herkömmliche" Besucher nicht zu Gesicht bekommen, z.B. 
die "Quarantäne-Abteilung", in der manche Eier ausgebrütet werden und auch einige Echsen, 
Vögel und andere Kleintiere leben, die noch auf ihren Großeinsatz im Palmenhaus warten oder
die für einige Zeit von den anderen Tieren separiert werden.




Auch durch die riesigen Glashausanlagen wurden wir geführt und sahen bekannte Blütenpracht 
ebenso wie Gewächse, die uns noch unbekannt waren. In der übernächsten Collage zeige ich
 euch eine Wollemia Nobilis. Dieses Araukariengewächs wurde für seit 65 Millionen Jahren 
ausgestorben gehalten; man kannte davon bloß Fossilien. Erst im Jahr 1994 wurde es in einem 
versteckten Tal in Australien wiederentdeckt!

Das Palmenhaus hatten wir bereits auf eigene Faust 
besucht, diesmal erfuhren wir jedoch noch einiges über die dort lebenden Vögel und konnten
außerdem ein Chamäleon dabei beobachten, wie es eine Heuschrecke zwar "fixierte", aber 
nicht verspeiste. (Möglicherweise nahm es seine potentielle Beute nicht wahr, denn der Heu-
hüpfer rührte sich keinen Millimeter vom Fleck ;o))


 


Hier unten seht ihr die Blumenbinderei, in der an Wochentagen wunderschöne Sträuße und 
Gestecke für offizielle Anlässe der Stadt Wien  angefertigt werden: 




An den feuchten Petunien in der nächsten Collage könnt ihr sehen, dass es an diesem
Pfingstmontag zuweilen regnete. Aber all das war kein Problem, denn im schönen alten
Bauernhaus wartete schon eine Jause mit Kaffee und Kuchen auf uns. Das Bauernhaus
(das ebenfalls nur in Ausnahmefällen für die Öffentlichkeit zu besichtigen ist) hat aber auch 
sonst noch einiges zu bieten, das das Herz von Nostalgikern höher schlagen lässt. Allein
schon der schöne alte Wäscheschrank, die bestickten Spruch-Tücher und alten Küchen-
utensilien, die Bügeleisen und Teddybären ...




... und ich glaube, das Polsterl (= Kissen) hier unten (und vielleicht auch noch manches andere 
Stück) wird vor allem das Herzerl vom Tatjana-Reserl zum Pochen bringen, stimmt's? ;o))




Das Heiligenbild gleich hier oben hat auch noch eine besondere Geschichte, aber die werde ich
euch ein andermal erzählen. Und auch was es mit dem grünen Rock auf sich hat, der diesmal ein Teil 
meines "Drinnen-und-Draußen-Otfits" war, werdet ihr in einem anderen Rostrosen-Beitrag erfahren...
Die übrigen Kleidungsstücke, die ich an diesem Tag trug, kennt ihr jedenfalls schon alle. Und auch 
die Kette ist nicht neu, sondern nur anders kombiniert: Normalerweise hängt der Anhänger an einer 
gelben Kette, hier habe ich ihn an einer anderen, aus schlichten hellen und dunklen (Kunst-)Perlen 
bestehenden Kette montiert ...



 Einer meiner Arbeitskollegen meinte zu diesem Outfit, das ich auch schon im Büro getragen habe, es würde auf ihn
"irgendwie keltisch" wirken... Auch nicht schlecht, ich mag die Kelten :o))

Im Presshaus mit der antiken Weinpresse ließen wir das Wiedersehen bei einem Glas Weißwein
ausklingen. Und haben fest vor, aufs nächste Treffen nicht wieder 30, 25 oder auch nur drei Jahre
zu warten ;o))




Außer bei Ines Meyroses Modejahr 2016 verlinke ich diesen Beitrag bei Sabines 
Outfit des Monats, bei Sunnys Um Kopf und Kragen und zusätzlich bei Tinas Freitagsoutfit.
   Die Naturaufnahmen sind für Juttas Natur-Donnerstag sowie für Gabrieles Streifzug am Mittwoch.
Und bei meiner eigenen Aktion A NEW LIFE bin ich mit den Naturmotiven und meiner
nachhaltig genützten Kleidung ebenfalls dabei.


Diesen wundervollen Strauß aus der  Blumenbinderei bekam ich übrigens von Wolfgang zum Abschied überreicht - 
außerdem noch ein schönes Buch über die Blumengärten, ich fühlte mich fast wie ein Staatsbesuch ;o))

Nun danke ich euch noch sehr für all eure Kommentare zu meiner Fortsetzung des 5. ANL-
Beitrages KLICK, bei dem es diesmal um Palmöl-Vermeidung bei Kosmetikprodukten, Putz- und
Waschmitteln ging! Und unter dem 5. ANL-Hauptposting (mit dem Thema palmölfreie Lebens-
mittel) könnt ihr nach wie vor noch eure umweltfreundlichen, nachhaltigen, alten-Dingen-ein-
neues-Leben-gebenden Blogbeiträge verlinken. Das Linkup endet am Abend des 1. Juni,
dann gibt es die übliche zweiwöchige "Sammelpause", und ab 15. Juni geht's mit einer
neuen A-New-Life-Verlinkungsmöglichkeit weiter! :o)


Fotos: Herr und Frau Rostrose
Ganz herzliche Rostrosen-Grüße
von eurer Traude (und kommt gut in den Juni!)
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