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Samstag, 14. Dezember 2019

Erster Schnee, Tausende Kerzen und zwei Bäume (🎄 Verlosung 🎄)

Servus, ihr Lieben!


 Ich weiß schon wieder nicht, wo beginnen - es gibt so viel zu erzählen und zu zeigen, viele Bilder
 hängen noch in der Wartescheife, einige davon sogar noch vom November.

Und zu verlosen habe ich auch etwas! Aber ich freue mich so über den ersten Schnee in dieser
Saison, dass ich euch als allererstes die Fotos von gestern (13. Dezember) zeigen möchte.



[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-, Firmen-, 
Lokal- und Produktnennungen. Bis auf eine Ausnahme, die ich separat nenne, erfolgt diese ohne Sponsoring, ohne 
Auftrag und ohne Bezahlung.]



Schnee!
So sah es nämlich an diesem Freitag morgens in unserem Garten aus - Winter-Wonderland! Sogar
eine Meise in weiter Ferne schaffte ich zu fotografieren. Das Vogelfutterhäuschen ist einfach zu
weit weg für Nahaufnahmen - und ich wollte die Vögel natürlich nicht durch mein Auftauchen
vertreiben. Daher nur Fotos vom Haus aus und mit dem kleinen Tele. Das selbstgemischte Futter
kommt auf alle Fälle extrem gut an, jeden Tag muss ich nachfüllen. Das kleinere Futterhaus im
Vorgarten wäre näher und somit für Fotos besser geeignet, wird aber längst nicht so gut besucht...





Die Sonne schien so schön, dass es Herrn und Frau Rostrose zu einem Spaziergang
verlockte. Warm eingepackt, versteht sich!


Links: So sehen die Senffelder jetzt aus. Vor rund einem Monat waren hier noch Bienen unterwegs.


Mein Winter-Spaziergangs-Anzug
setzt sich u.a. aus folgenden Elementen zusammen: aus einer Schimütze, die
sich seit etwa zwei Jahrzehnten in meinem Besitz befindet und die die Ohren schön warm hält,
und meinem zwei Jahre alten Bio-Baumwoll-Jacquard-Rock. Ich finde, dass die zwei so super 
zusammenpassen, als wären sie als Paar gekauft worden, dabei fiel mir die Farbähnlichkeit erst 
vor wenigen Wochen auf. Dazu Thermoleggings, warm gefütterte Stiefel, meine gelbe Steppjacke, 
violetter Schal und fingerlose Handschuhe zum einfacheren Fotografieren - alles schon einige
Zeit in meinem Besitz.




Schön war's! 😀😃 Und Herr Rostrose hat besonders genossen, an diesem Tag freiwillig und bei
Sonnenschein mit mir durch den Schnee zu stapfen, anstatt zu nachschlafener Stunde zum Bahnhof
zu stiefeln und dort in der Kälte auf den Zug warten zu müssen: Denn mein lieber Mann darf nun,
nach fast 47 Berufsjahren, endlich auch in den Ruhestand gehen und genießt bis zum Stichtag
1. Jänner noch seinen Resturlaub! Wir freuen uns beide sehr darüber - nun haben wir mehr Zeit,
um all die Dinge zu tun und zu unternehmen, die uns gut tun und interessieren, und das sind sehr
viele!

👏

Tausende Kerzen:
Als nächstes kommen wir zum rostrosigen Beitrag für Novas Aktion "ZiB - Zitat im Bild". Es
handelt sich hierbei um eine Co-Produktion, denn das Foto hat mein Mann aufgenommen, als
wir im Sommer das Stift Heiligenkreuz besucht haben. Ich habe es mit Prismenfilter bearbeitet
und mit einem Zitat von Ralph Waldo Emerson ergänzt:



Eine einzige Idee entzündet Tausende Kerzen.


Um eine solche Idee handelte es sich auch, als die damals 15jährige Greta Thunberg beschloss,
für das Klima in einen Schulstreik zu treten und sich daher ganz allein mit einem Schild mit der
Aufschrift „Skolstrejk för klimatet“ vor das schwedische Parlamentsgebäude in Stockholm setzte.
Sie machte damit auf die viel zu lasche Umsetzung der in Paris aufgestellten Klimaziele aufmerksam
 - und viele Jugendliche, später auch Erwachsene in aller Welt folgten ihrem Beispiel. So entstand
 die Bewegung #FridaysForFuture, die sich dafür einsetzt, dass die Regierenden dieser Erde
endlich möglichst umfassende, schnelle und effiziente Klimaschutz-Maßnahmen treffen.




4. weltweiter Klimastreik:
Am 29. November war es wieder soweit - auf der ganzen Welt gingen Millionen Menschen auf die
Straße, um für Klimagerechtigkeit und die Einhaltung des 1,5° C Ziels zu demonstrieren. Edi und ich
waren bereits zum zweiten Mal bei der #Klimademo in Wien dabei. Treffpunkt war diesmal die
U-Bahn-Station Krieau, die direkt neben der 20.780 m² Glasfassade der OMV-Headoffice liegt
(OMV = früher ÖMV - Österreichische Mineralölverwaltung).





Etwa 20.000 kamen an diesem kalten, aber sonnigen Tag. Wir machten den Black Friday zu
einem Friday for Future und forderten das sofortig Ende von Subventionen für fossile Brennstoffe
und klimaschädliche Projekte mit Steuergeldern in Milliardenhöhe.  

Die OMV gehört zu den 100 größten fossilen Unternehmen, die zusammen für 70% der 
weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich sind. Obwohl die OMV behauptet, das Pariser Klima-
abkommen anzuerkennen, plant sie weitere Bohrungen vor der Küste Neuseelands. Greenpeace 
kritisierte diese Bestrebungen auch aufgrund der dort ansässigen Delphin- und Blauwalpopulation. 
Somit ist die OMV das letzte internationale Unternehmen, das dort, trotz massiven Widerstands der
 neuseeländischen Bevölkerung, weiterhin Öl und Gas fördern will. Auch im Weinviertel (NÖ) sind 
neue Bohrungen geplant. (Quellen: KLICK und KLICK)




Der OMV und deren Mitarbeitern wurden "3 Herzen als Geschenk" mitgebracht. Die Aufschriften
auf den Herzen waren auf einer Seite englisch (weil internationale Veranstaltung), auf der anderen
Seite deutsch - aber von dort, wo wir standen waren nur die englischsprachigen Texte zu sehen.

Fossil fuels are killing us - Fossile Brennstoffe töten uns
We are all in this together - Wir sitzen alle im selben Boot
You deserve a green job - Ihr verdient einen grünen Job
  


Unsere Zukunft für euren Profit? How dare you!


Als sich der Tross in Bewegung setzte, wurde er von einem Wagen angeführt - aber natürlich
nicht von einem Auto mit Verbrennungsmotor 😉. Hier noch ein paar weitere Impressionen
von der Demo, bei der wieder eine sehr angenehme, positive Atmosphäre herrschte:


Ein Plastikmülldrache und ein Pandabär mit dem Schild "Ein Eisbär stirbt selten allein" - denn
(so die junge Frau im Pandakostüm): "Wir Bären müssen zusammenhalten!"


Grünes, lebendiges SOLL und schwarzes, luftverpestetes IST - sowie ein paar weitere kreative,
handgemalte Plakate. Zum Text "Rettet die Erde, sie ist der einzige Planet mit SCHOKOLADE"
hätte ich der jungen Plakatträgerin allerdings gern zur Info meinen Link zum Beitrag
Schokolade = Regenwald + Mineralöl in Geschenkverpackung! geschickt...(Ich hoffe, sie
setzt auf Fair-Trade-Schokolade, für die kein Regenwald abgeholzt wird!)




Natürlich dürft ihr auch wieder erfahren, was Frau Rostrose diesmal zur Klimademo trug. Gehen 
wir's von Kopf bis Fuß durch: Meine Alpakawollmütze von Winter's Alpakahof über dem
 Seitenzopf, den 2010 aus Indien mitgebrachten Seidenschal, ein grünes Langarmshirt, ein 
schwarzrotes Des*gual-Sommerkleid und meine grüne Bio-Samthose (alles alt), außerdem meine
 bequemen Walkingschuhe - nur an den Händen gibt es etwas (für mich) Neues zu sehen: Die 
Pulswärmer haben nämlich vorher Ines gehört. Aber davon in meinem nächsten Beitrag etwas mehr. 
Und in der Collage oben mit dem Selfie habt ihr ja gesehen, dass ich obendrüber noch die gelbe 
Steppjacke und den Dreiecksschal (ebenfalls von Ines) trug.





Schilder und Tore:
Mit dem folgenden Bild beteilige ich mich an Artis Schilderwald: Am 28. November (also einen
Tag vor der Demo) hatten wir in der Nähe des Wiener Karlsplatzes zu tun und nützten die
Gelegenheit auch zu einem Besuch des Naschmarktes. Und da heißt es bei einem der Marktstände
nicht "Ich will ein Kind von dir" sondern "Ich will ein Rind von dir." 😊

Die drei Fotos in der unterern Reihe entstanden in der Umgebung der Wiener Karlskirche. Das
mittlere Bild zeigt eine der relief-verzierten Säulen der Barockkirche. Gegenüber der Kirchen-
Rückseite befindet sich das interessante Portal eines ehemaligen Ritterordens (Provinzialatshaus
 des Kreuzherrenorden mit dem Roten Stern, Kreuzherrengasse, 1040 Wien). Das Tor ist auch
gleich mein T in die neue Woche beim Linkup von Nova.




An diesem Tag trug ich zwei Kleidungsstücke, die ich euch oben auch bei meinem FFF-Outfit
 gezeigt habe - das grüne Shirt und das schwarzrote Des*gual-Sommerkleid - allerdings hier mit
 dem weinroten Maxirock und dem selbstgefärbten brombeerroten Baumwolljäckchen, die ich
 euch in meinem vorigen Post bei diesem Outfit gezeigt habe.




Rostrosige Pizza:
Abgesehen von dem Schild mit der Schokolade gab es bei der Klimademo auch ein Plakat mit dem
 Text "Rettet die Erde, sie ist der einzige Planet mit PIZZA" - aber davon habe ich kein Foto. Zum
 Ausgleich kann ich euch Bilder von unserer allerersten rundum selbstgemachten Pizza bieten. Da wir
 von unseren letzten beiden Backaktivitäten - Wolkenzopf und Buchteln - noch Germ übrig hatten, 
fertigten wir daraus im Anschluss an unseren Wien-Besuch nach diesem Grundrezept gleich mehrere 
Pizzen an, zwei davon belegt zum Sofortessen, die anderen "nackig" und zum Einfrieren. Herr 
Rostrose wollte gern "viel Rand", aber beim nächsten Mal werde ich (jedenfalls für mich) weit mehr 
Sauce draufpacken - ich bin nicht so  der "Teigrand-Typ". Sonst hat unser Erstversuch aber gut
geschmeckt 😋.




Advent-Verlosung: zwei außergewöhnliche 
TREEDOM-"Weihnachts"-Bäumchen

Ich denke, nun habe ich diejenigen unter euch, die sich für das oben angekündigte #Giveaway
interessieren, lange genug auf die Folter gespannt. Die Weihnachtsbäumchen, um die es in
meiner heutigen Verlosung geht, sind keine Tannen oder Fichten, und sie werden auch nicht
in eurem Haus oder Garten stehen. Trotzdem werden sie für Freude sorgen. Denn auch hier geht es
 um eine Idee, die quasi "Tausende Kerzen entzündet" - und ein paar Augen zum Leuchten bringt.


Werbung: Es ist mir ein Bedürfnis, über Treedom und seine wertvolle Arbeit zu berichten. Als Dankeschön für den 
Bericht stellt mir Treedom zwei Bäume für eine Verlosung zur Verfügung.
Alle Fotos von Treedom


In meinem Beitrag Bäume für die Zukunft habe ich euch bereits ausführlich über die Arbeit
von Treedom und über die Bäume, die man dort zu Unterstützung von Kleinbauern erwerben
kann, berichtet. Für nähere Infos lest also bitte dort und auf der Treedom-Seite.

🎄

Bei meiner Verlosung im September dieses Jahres hat Christa J. ein Treedom-Bäumchen
gewonnen. Sie selbst veranstaltete daraufhin ebenfalls eine Verlosung, bei der Nova und Elke
ein Bäumchen gewannen. Wir vier "hegen" nun also virtuell bereits unsere Bäume, wir können
einander auch gegenseitig besuchen sowie den eigenen und den Bäumchen der anderen eine
freundliche Nachricht hinterlassen. Wir erfahren, wann unsere kleinen Gewächse die Baumschule
verlassen, bekommen ein Foto und die genauen Geodaten, sobald der Bauer oder die Bäuerin
den Baum gepflanzt hat, wir können sehen, wie das Wetter gerade dort ist, wo unsere
Bäume wachsen und erhalten immer wieder mal ein Update.


Alle Bilder von Treedom


🎄

Nun hat mir Treedom für eine vorweihnachtliche Verlosung freundlicherweise abermals zwei 
Bäume zur Verfügung gestellt, die Kleinbauern helfen werden. Ich verlose die Treedom-
Bäumchen unter alljenen, die mir hier bis zum 20. Dezember 2019 (Mitternacht) einen 
Kommentar hinterlassen und bereit sind, in ihrem eigenen Blog zumindest in ein paar Zeilen
 diesen Gewinn zu erwähnen. (Das ist keine Bedingung von Treedom, sondern von mir, denn 
ich möchte, dass dieses Projekt bekannter wird.) Sollte jemand von euch kein Bäumchen 
gewinnen wollen, bitte teilt es mir im Kommentar mit.


Natürlich sind die Bäume von Treedom auch wunderbar als sinnvolles Weihnachts-Geschenk
geeignet. (Hier geht's zur "Limited Edition" der Treedom-Weihnachtsbäume.) Damit könnt ihr
sowohl einem Beschenkten als auch einem Kleinbauern Freude bereiten und der geschundenen
Natur wenigstens ein bisschen helfen. Wir legen heuer zu Weihnachten  
einige Treedom-Bäume auf den Gabentisch.

🎄

Auch ich habe vor kurzem etwas hier in der Bloggerwelt gewonnen - und auch sonst möchte ich
euch noch so einiges Erfreuliches zeigen. Das muss aber Zeit haben bis zu meinem nächsten
Blogbeitrag. Bis dahin wünsche ich euch weiterhin eine möglichst gemütliche, kerzenschimmernde,
nach Zimt und Vanille duftende Adventzeit - ganz ohne Vorweihnachts-Einkaufsstress!




Ganz herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup,
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,


Samstag, 5. Oktober 2019

Vorgarten-Renovierung, Verlosung - und was die Frau von Welt zur Klima-Demo trägt 😉

Servus Ihr Lieben!


Ein wirklich prall gefülltes Jahr ist das.
Die letzten Tage waren vor allem erfüllt von Apfel- und Zimtdüften: Wir haben Apfelmus und
Apfelkompott eingekocht und Apfelstrudel gebacken; aus den Schalen und Kerngehäusen entsteht
Apfelessig (den ich ab dem kommenden Winter wieder als umweltfreundlichen, kostenlosen
Weichspüler und Waschmaschinen-Entkalker und neuerdings auch als Haarspülung verwende).

Die Äpfel und Einmachgläser habe ich nicht fotografiert. Ihr wisst, wie so etwas aussieht 😉 Ich
habe derzeit sowieso wieder so viele Fotos und Schilderungen in der Warteschleife, dass ich gar nicht
weiß, wo ich beginnen soll. Letztendlich hab' ich mir zwei Themen herausgepickt, über die ich heute
gern schreiben möchte. Und das Ergebnis der  Baum-Verlosung aus meinem letzten Beitrag erfahrt
ihr ebenfalls. Den Rest bekommt ihr ein andermal zu sehen und zu lesen.


[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]


Die Entwicklung unseres Vorgartens:
Nachdem der Vorgarten nur eines von drei "ineinander greifenden" Gartenprojekten war, dauerte 
die Renovierung quasi den gesamten diesjährigen Sommer. Über das zweite und dritte Projekt
erzähle ich euch ein andermal.

Im Frühling zeigte ich euch in diesem Beitrag Fotos von unserem völlig 
zugewucherten Vorgarten. Dort hatte sich nämlich binnen kürzester Zeit ein problematischer Exot 
ausgebreitet - der Seidige Hornstrauch (auch bekannt als Seidiger oder Weißer Hartriegel - Cornus 
sericea). Diese Pflanze verdrängt die einheimische Flora und tat das auch mit meinen Vorgarten-
Rosen).




Oben seht ihr noch einmal die ersten Renovierungs-Schritte, die wir nach der Vorgarten-
Komplettrodung vornahmen: Wir übersiedelten die Steine einer Kräuterspirale aus dem Hauptgarten
 in den Vorgarten und bauten dort ein ovales Natursteinmauer-Hochbeet. Denn Trockenmauern sind 
ein wichtiger Lebensraum für viele Tiere. (Die Erde, mit der wir das Beet befüllten, stammt von den
Ausgrabungsarbeiten eines der beiden anderen Gartenprojekte.)

Die Pflanzen hier sollten folgenden Kriterien erfüllen: gute Toleranz von Hitze und Trockenheit, 
insektenfreundlich, attraktiv, nicht teuer. Einige der Pflanzen holte ich aus dem Hauptgarten, einige 
zog ich selber aus Samenpaketen oder Stecklingen, einige waren Sonderangebote.


Aus einem der Beton-Zaunpfeiler ist ein Mauerstück herausgebrochen. Zuerst dachte ich mir "Mist", aber dann kam 
ich auf die Idee, die Mauer mit Hauswurzen zu bepflanzen. So gefällt mir das richtig gut.



Nachdem im "Vorgarten alt" die Bodendeckerrosen The Fairy bis in den Winter hinein eine zartrosa
 blühende Augenweide waren, wollten wir diese Rosen im "Vorgarten neu" wieder haben. Bei der
 Rodung hat leider nur ein einziger Rosenstamm überlebt, alle anderen haben wir neu gekauft.

 Die Malven, die ihr in der nächsten und übernächsten Collage so schön blühen seht, habe ich aus
Samen gezogen. Ihnen gefällt es offensichtlich sehr gut an ihrem sonnigen Platz - und die Bienen
lieben sie. Die Clematis, die fast dieselbe Farbe wie die Malven hat, war ein Neukauf, aber ich bin
mir nicht sicher, ob die Idee so gut gewesen ist. Sie ist wunderschön, wenn sie blüht, hat das aber
nur zaghaft getan und würde vermutlich einen anderen Platz bevorzugen. Oder bin ich zu
ungeduldig?





Einer von drei übersiedelten Sommerflieder-Sträuchern ist eingegangen, die übrigen beiden
haben mittlerweile hübsch geblüht (der Hibiskus noch nicht) Die meisten der Pflanzen haben den
Standort also gut angenommen. In den folgenden Collagen seht ihr, wie sich Lavendel, Frauenmantel,
Fetthennen, Hauswurzen, Portulakröschen & Co. über die Sommermonate in ihrem neuen
Zuhause eingelebt haben. Über allem schwebt eine Blumenelfe aus Metall, die mir mal meine
Freundin Moni geschenkt hat.




Zwischen die Bodendeckerrosen wollte ich von Anfang an rosa Schafgarbe setzen, fand aber
zunächst keine. Im Spätsommer entdeckte ich in der Halbpreisecke des örtlichen Baumarktes ein
paar Exemplare in Rosa- und Rottönen, die zunächst eher traurig aussahen, sich aber inzwischen
gut eingewurzelt haben dürften. Kater Maxwell war bei seiner Kontrollrunde im August jedenfalls
zufrieden mit dem Ergebnis.




Anfang September legten wir aus dem Split, der uns von einem der anderen drei Projekte übrig
geblieben war, einen kleinen Kiesweg im Halbkreis um das Hochbeet an. So kann man auch in den
Vorgarten steigen und dort gießen, ohne dauernd den Lehmboden auf den Gartenschuhen kleben zu
haben. Bei nächster Gelegenheit kommt da dann eine weitere Schicht aus größeren
Kieselsteinen drauf, die wir ebenfalls noch übrig haben.





Die Fotos in den nächsten beiden Collagen stammen vom 1. Oktober: Die Fetthennen geben
jetzt gerade ihr bestes, die Stockrose Rosa, die ich aus Samen von Claudia gezogen habe,
hat riesige Blätter bekommen und wird hoffentlich im nächsten Jahr ebenso beeindruckende
Blüten zeigen. Der Lavendel und der Sommerflieder blühen immer noch und erfreuen die Bienen!
Und ein paar Frühlingsblüher habe ich inzwischen auch in somanche Lücke gesetzt...




🌿🌿🌿🌿🌿🌿🌿🌿🌿🌿🌿


Ein Marsch für die Zukunft:
 Am letzten Freitag im September fanden zum Abschluss der Klima-Aktionswoche
Demonstrationen in ganz Österreich statt. Edi und ich waren bei der großen Demo in Wien ab dem
Karlsplatz dabei und marschierten von dort bis zum Heldenplatz. Wir nahmen natürlich die U-Bahn
zum Karlsplatz. Die Wiener Linien unterstützten die Veranstaltung übrigens mit dem Slogan "Klima 
schützen, Öffis nützen". Und auch sonst haben sich einige offizielle Stellen und Institutionen
kooperativ bzw. sympathisierend gezeigt. Man bedenke: Bei der Schlussveranstaltung am
 Heldenplatz haben sogar die Wiener Sängerknaben gesungen!

Es gab auch öffentliches Lob von den Österreichischen Bundesbahnen. "Ihr dürft gerne 
wiederkommen!" hieß es da, weil die Demonstranten keinen Dreck hinterlassen haben.




Ganz schön was los in der Wiener Innenstadt:
Das große Foto in der Mitte stammt von HIER. Die anderen aus meinem Handy. Sogar an der Staatsoper hing ein Transparent.


Mir ist übrigens aufgefallen, dass überdurchschnittlich viele Demo-Teilnehmer in meinem
Sichtradius ihre eigenen Trinkflaschen aus Glas oder Metall dabei hatten, dass sich alle friedlich
und "gesittet" benahmen, dass niemand in die Blumenrabatten bei der Karlskirche trampelte und
dass allfälliger Müll in den dafür vorgesehenen Trenn-Containern entsorgt wurde. Eine gute,
umweltbewußte, in gewisser Weise sogar fröhliche Atmosphäre also! (Hier könnt ihr euch ein
Filmchen davon ansehen.)

🌿🌿🌿


Trotzdem war das keine Müllvermeidungs-Demo:

🌿 Die Klima-AktivistInnen in Wien (und vermutlich auch an den anderen österreichischen Demo-
Orten) haben zwar darauf geachtet und im Vorfeld (erfolgreich) darum ersucht, dass die Veranstaltung
eine saubere ist, dass die Demonstranten nach Möglichkeit mit Öffis kommen, dass die Demo
friedlich vonstatten geht etc.

🌿 Doch weil es hier immer wieder zu Missverständnissen kommt:
Das Thema der Fridays for Future  ist NICHT die Müllvermeidung. Das Thema der FfF-Demos
ist auch nicht die Rettung von Bienen oder Walen - und genauso wenig geht es darum, dass wir jetzt
alle nur noch Fahrrad fahren und Veganer werden müssen.

🌿 Das Thema der Fridays for Future ist es, die regierenden Politiker aufzurütteln!
Sie sollen sich endlich für möglichst umfassende, schnelle und effiziente 
Klimaschutz-Maßnahmen einsetzen, um das im Weltklimaabkommen beschlossene 
1,5-Grad-Ziel der Vereinten Nationen noch einhalten zu können.

Darum geht es - alles andere sind "Nebenschauplätze"!

 Diese "Nebenschauplätze" mögen wichtige Themen behandeln - aber
wer mit dem Zeigefinger auf andere zeigt, hat bei den FfF etwas falsch verstanden.
Das Ziel ist, gemeinsam etwas Wichtiges zu erreichen, das uns alle angeht.
Und voneinander zu lernen, wie man einzelne Dinge besser machen kann.

Mehr dazu könnt ihr im PS nachlesen.


Letztendlich ist es ganz einfach, sich zu entscheiden:
 🌿 Wählt eine Seite (siehe Mitte) 🌿 Wartet nicht darauf, dass China (oder Amerika oder ein anderes Land) mit dem Klimaschutz beginnt (links). 
🌿 Und denkt auch als Ältere an die folgenden Generationen (rechts).
🌿🌿🌿

Ja, es waren - neben einer großen Zahl von Schülern und Studenten - einige Opas und Omas dabei,
 auch viele junge Eltern mit Babies in Tragetüchern und kleinen Kindern auf ihren Schultern. All
diese Menschen machen sich berechtigte Sorgen und Gedanken darüber, dass es so nicht weitergehen
 kann.

Die Menschen bei der Veranstaltung waren auch kommunikativ, wir kamen mit einigen ins Plaudern.
Während einer Pause unterhielt ich mich mit einem jungen Mann, der mir erzählte, dass er Jahrgang
1979 sei (grins, jetzt wird's ernst, 40Jährige zählen für mich jetzt schon zu den jungen Männern! 😜) und dass er
bereits an der einen oder anderen Demonstration teilgenommen habe. Aber noch nie, sagte er ganz
gerührt, habe er eine Demo erlebt, in der die meisten der Transparente und Plakate selbst gemacht 
gewesen wären. Er finde das wunderschön. Ich auch! Und ich finde es schön, dass hier so viele
Menschen durch den Wunsch nach einer lebenswerten Zukunft vereint waren.


In Wien waren es laut den Veranstaltern  80.000, laut Polizei zwischen 30.000 und 50.000 Demonstranten. Die tatsächliche
 Zahl liegt wohl irgendwo dazwischen.



Es war großartig, ein Teil dieser aktiven, engagierten Menge zu sein. Und das sage ich, obwohl ich 
Menschenansammlungen normalerweise meide und ich nicht gerne Parolen skandiere. In diesem Fall
 verstehe und sehe ich die Dringlichkeit und unterstütze die Forderung an die Politik mit jeder Faser
meines Herzens.
🌿🌿🌿

Und was trägt nun Frau Rostrose zur Klima-Demo 😉?
Natürlich etwas Natürliches! Und natürlich nix Neues! Und natürlich was Bequemes!
Meine braune Streifenhose ist zwar noch nicht so alt wie der oben erwähnte "junge Mann", aber
geschätzte zwei Jahrzehnte hat sie bereits auf dem Buckel. Den Rest der Kleidung und Accessoires
 hab ich auch schon seit mehreren Jahren. Zum Glück trug ich unter dem Langarmshirt noch ein
ärmelloses Top - denn bald wurde mir zu heiß für lange Ärmel... (Davon gibt's aber kein Foto...)





Außerdem trägt die Frau von Welt bei einer Demonstration ein Plakat, eh klar. Zwar nicht
handgeschrieben, aber selbst gemacht und beidseitig beschriftet. Okay, die Schrift ist etwas klein,
ich wollte halt Papier sparen 😉 - aber nachdem man den Menschen hier ohnehin nahe kam, konnten
die in meinem Umfeld durchaus lesen, was draufstand 😊


Für alljene, die nicht wissen, was "Wir lassen uns nicht länger pflanzen" bedeutet: Ein "Pflanz"
 ist im Wienerischen unter anderem eine Täuschung oder Vera*schung, und "pflanzen" heißt also neben der gängigen 
Bedeutung, die mit Erde und Wurzeln zu tun hat, auch veräppeln, täuschen, foppen, vera*schen. Das Zitat mit der 
"magischen Maschine Baum" aus meinem vorigen Blogpost habe ich auf meinem Plakat auch gleich angebracht.

🌿🌿🌿

 Verlosung:
In meinem vorigen Post gab's einen Treedom-Baum zu gewinnen. Herzlichen Dank an alle, die mir
liebe Kommentare hinterlassen und sich an der Verlosung beteiligt haben. Ich ließ mir bei der
Gewinner-Ermittlung diesmal der Einfachheit halber durch den Random-Generator helfen -
und mit seiner Hilfe wurde


als Gewinnerin ermittelt! Liebe Christa, ich gratuliere dir ganz herzlich und werde dir demnächst per
Mail einen Gewinncode zukommen lassen.


Ich hoffe, ihr hattet einen guten Start in den Oktober
und wünsche euch allen (und mir selbst 😊 😉)
wunderschöne, goldene Herbsttage!


Allerliebste Rostrosengrüße,
eure Traude


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,

Ich beteilige mich außerdem bei Frau Ingas Blogparade
Nachhaltigkeit für den Klimaschutz




PS:

Über die Klima-Demos gibt es immer wieder mal Kritisches zu hören und zu lesen - und zwar
nicht nur von Klimawandel-Leugnern. Viele haben sich gewünscht, dass Umweltschutz und 
Klimapolitik zu großen Themen werden. Jetzt sind sie es - und man hört plötzlich somanches 
"Ja-ABER". Es scheint außerdem Unklarheit oder Verunsicherung zu geben, worum es bei den 
Demonstrationen eigentlich genau geht. Deshalb hier eine kleine Zusammenfassung und Erklärung.
Für alle, die die Schrift größer brauchen: Drückt auf der Tastatur gleichzeitig die Tasten Strg und +  
(so oft, bis die Größe passt) und zum Wieder-Verkleinern Strg und -
😊


🌿 Die Fridays for Future entwickelten sich 2018 aus Greta Thunbergs stillem Protest vor dem Schwedischen 
Parlament. Sie hatte in der Schule vom Klimawandel gelernt und erfahren, dass die Ökosysteme der Erde in Gefahr
 sind, durch eine weitere Erderwärmung, die 2 Grad übersteigt, komplett zusammenbrechen.

🌿 Bereits seit etwa 30 Jahren weist die Wissenschaft auf die globale Erwärmung hin und darauf, dass Treibhausgase aus 
Fabriken, Flugzeugen, Autos etc. die wahrscheinlichen Verursacher sind. Klimaforscher haben Politiker und Öffentlichkeit
schon damals über den menschgemachten Klimawandel und seine zu erwartenden katastrophalen Folgen informiert. Sie
 werden aber erst jetzt allmählich ernst genommen, was zum Teil an den immer deutlicher spürbaren Wetterextremen liegt.

🌿 In diesem Post bin ich u.a. auf die kursierende Behauptung eingegangen, die Wissenschaft sei in Bezug auf den 
"menschgemachten  Klimawandel" uneins. Mag sein, dass in der Vergangenheit Uneinigkeit herrschte, doch inzwischen
sind sich alle international anerkannten Organisationen sowie die staatlichen Wissenschaftsakademien aus 80 Ländern einig: 
Der Klimawandel ist ein Fakt - und der Mensch ist für das enorme Tempo verantwortlich, in der dieser Wandel 
voranschreitet.

🌿 Wenn wir nichts unternehmen, wenn also die Menschheit so weitermacht wie zuletzt, ist der Zusammenbruch lt. 
Wissenschaft unausweichlich. und wird noch lange vor Ablauf der nächsten 100 Jahre stattfinden, wahrscheinlich noch vor 
2050. Ich habe euch HIER von der alarmierenden wissenschaftlichen Klimawandel-Studie aus dem Jahr 2012 erzählt, die 
besagt, dass wir (von damals aus betrachtet) höchstens noch 20 Jahre haben, um das Ruder herumzureißen.

🌿 Greta Thunberg erfuhr ebenso, dass es zwar Möglichkeiten und auch politische Beschlüsse gab, um das Voranschreiten 
der Erderwärmung abzubremsen, aber dass sich niemand wirklich um deren Umsetzung kümmerte.

🌿 Bei der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 wurde ein maßgebliches Abkommen beschlossen, das die Begrenzung der 
globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 °C, möglichst 1,5 °C im Vergleich zu vorindustriellen Levels vorsieht. (Der 
Beschluß berücksichtigt mehr als 6000 wissenschaftliche Referenzen und wurde von 91 Autoren aus 40 Ländern erstellt.
 Doch in den seither vergangenen Jahren wurden kaum Handlungen gesetzt, um dieses 1,5-Grad-Ziel noch einhalten zu 
können.

🌿Also setzte sich Greta Thunberg mit einem Schild mit der Aufschrift „Skolstrejk för klimatet“ („Schulstreikfür das 
Klima“) vor das Parlamentsgebäude in Stockholm, um zu erreichen, dass die bislang untätigen Politiker endlich zu handeln
 beginnen.


🌿 Durch Gretas Protest ist somanches in Bewegung gekommen. Jugendliche und bald auch Erwachsene schlossen sich 
zunächst in Schweden, dann in zahlreichen anderen Ländern dieser Bewegung an und fordern nun weltweit, dass die Politik
 endlich "aufwacht". Die Politiker sollen sich endlich für möglichst umfassende, schnelle und effiziente Klimaschutz-
Maßnahmen einsetzen und diese auch durchsetzen. 

🌿 Es geht also bei den Demos eindeutig um das Klima, um Treibhausgase wie CO2, um die Erhaltung der Regenwälder, 
die dabei helfen, CO2 zu binden, um Wiederaufforstung - nicht jedoch um die Plastikflut oder z.B. Bienenkillergifte in der 
Landwirtschaft. Was keineswegs bedeutet, dass man sich um diese Themen nicht kümmern sollte. Diese Themen sollten für 
uns alle wichtig sein. Aber sie sind nicht das Ziel der Klimabewegung!

🌿  UPDATE: Wie ich erst beim Schreiben dieses Beitrags bzw. beim Recherchieren dafür erfahren habe, hat die Plastikflut 
doch auf Umwegen Einfluss auf das Klima: Eine Studie der University von Hawaii zeigt nämlich, dass aus Plastik 
Treibhausgase entstehen: Kunststoffe, die sich unter UV-Strahlung zersetzen, bilden sie unter anderem Methan und 
Ethylen. Methan gilt als klimaschädlicher als CO2. Mehr darüber HIER.

🌿 Zu den wichtigsten Teilzielen der Proteste gehören: ⧫ Den Abbau fossiler Brennstoffe im Rahmen einer Energiewende 
beenden ⧫ Subventionen für fossile Energieerzeugung abschaffen ⧫ Investitionen in erneuerbare Energien steigern ⧫ Ausbau 
des öffentlichen Personennahverkehrs im Rahmen einer Verkehrswende.

🌿 Ein weiteres Ziel der FfF ist es, dass die Bevölkerung durch die Regierenden angemessen über die Klimakrise und die
Dringlichkeit der Lage informiert wird. Und dass sich die Menschen selbst verstärkt Informationen über den Klimawandel 
beschaffen.

🌿 Ziel der Fridays for Future ist definitiv NICHT, die Gesellschaft zu spalten und Bürger anzuprangern, die sich nicht 
(oder noch nicht) "perfekt klimaneutral" oder "perfekt umweltbewußt" verhalten. Leider passiert das im Eifer des Gefechts 
immer wieder mal; in diesem Fall sollten die Protagonisten daran erinnert werden, dass es im Moment das Wichtigste ist, 
mit den anderen Menschen an einem Strang zu ziehen, die an einer verbesserten Klimapolitik interessiert sind - egal ob 
diese Menschen schon "alles richtig machen" oder nicht.

🌿 Wir befinden uns in einer Zeit des Wandels; viele Menschen sind noch nicht so weit, dass sie sich mit der
Klimakrise ausführlich beschäftigt oder die Dringlichkeit der Lage erkannt haben. Das ist nichts, was verurteilt werden 
sollte. Jeder von uns hat im Zusammenhang mit Umwelt-und Klimaschutz Stärken und Schwächen. Wer tatsächlich 
ohne Fehler ist (oder zumindest vieles richtig macht), möge keine Steine werfen, sondern anderen Menschen auf freundliche 
und effektive Weise vorleben und beibringen, "wie es geht".

🌿 Von den Stärken anderer können wir lernen, am Beheben der eigenen Schwächen können wir arbeiten. Vor allem 
gilt es, zielführende gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, damit unsere Bemühungen auf einen fruchtbaren Boden 
fallen.



🌿🌿🌿


Mir ist es vor allem deshalb wichtig, diese Missverständnisse auszuräumen, damit dieser
Hickhack aufhört, der sogar von umweltbewussten Menschen im Netz oder im Privatleben
betrieben wird. Der verschwendet nur Energien, die wir für anderes benötigen.

Alljene, die gern auf einer lebenswerten Erde leben und diese Möglichkeit auch weiterhin erhalten
wollen, dürfen sich von der Klimaschutzbewegung angesprochen fühlen. Denn wer das will, hat ein
gemeinsames Ziel mit den FfF. Und sollte daher mit den Klimaschützern an einem Strang ziehen,
selbst wenn es ein paar "Nebenschauplätze" geben sollte, die nicht zu 100 % den eigenen
Vorstellungen entsprechen. Und selbst wenn man selber nicht "perfekt" ist. Denn wenn wir mit
dem Klimaschutz warten, bis alle perfekt sind, ist es leider zu spät für die Welt.
🌿🌿🌿



Weitere Informationen zum Thema:
 🌿  Vor kurzem habe ich die BBC-Dokumentation „Klimawandel – Die Fakten“ von David Attenboroughs gesehen - in ORF1 
im Hauptabendprogramm ausgestrahlt! Sehr empfehlenswert für alle, die sich zum Thema weiter informieren wollen. Also, 
wenn es mal wieder im TV gezeigt wird oder ihr im Netz eine Möglichkeit findet: ansehen!

🌿 Hier eine Aufstellung der besten Klimawandel-Dokus: https://www.tv-media.at/videos/bestenliste-klimawandel-dokus

🌿 Ein intelligenter, kritischer und zugleich humorvoller Vortrag:
 Die Menschheit schafft sich ab | Harald Lesch | SWR Tele-Akademie - https://www.youtube.com/watch?v=gMRnowgpGig

 🌿  Und falls ihr mit euren Kindern oder Enkeln über das Thema sprechen wollt, hier noch zwei informative 
Links zum Thema "Klimawandel für Kinder erklärt": 

https://www.helles-koepfchen.de/artikel/2439.html
https://www.youtube.com/watch?v=E1ZC0FT8z24



🌿🌿🌿

Freitag, 13. September 2019

Unique - Greta Thunberg - Teil 2



 „Viel zu lange standen die Politiker und die Leute an der Macht im Weg, 
ohne irgendetwas zu tun, um gegen die Klimakrise und die ökologische Krise 
zu kämpfen. … Aber wir werden sicherstellen, dass sie nicht länger damit 
davonkommen.“
(Greta Thunberg am 22. April 2019 in London)



Servus ihr Lieben!



Ich danke alljenen unter euch herzlich, die mir Kommentare zum ersten Teil meines "Unique"-
Postings über Greta Thunberg hinterlassen haben! Falls ihr diese "Vorstellung" oder Einleitung 
zu meinem heutigen Beitrag bisher noch nicht gelesen habt, klickt bitte HIER.


Heute möchte ich unter anderem beleuchten, wie die Welt / die Menschheit auf Greta reagiert...
(Ich denke, auch wenn der Beitrag lang ist: lesen lohnt sich!) Greta hat "Anhänger", "Kritiker" und
"Hater"... Und zu alledem kann man interessante Beobachtungen machen. Aber zuerst ...



[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]
Einige Auszüge aus Gretas Reden - Bilder von HIER


... ein paar Worte über den Klimawandel:

Wie ernst ist es wirklich? Ist es tatsächlich so, wie Greta Thunberg sagt: dass "unser Haus brennt"?
Oder ist alles nur Panikmache, vielleicht sogar eine Verschwörung? Trägt am Klimawandel wirklich
der Mensch die Hauptschuld und nicht etwa die Sonne? Und falls der Mensch für die Misere
verantwortlich ist, gibt es dann überhaupt noch eine Chance? Ist CO2 ganz sicher das Hauptproblem
- und nicht vielmehr Methan? CO2 ist doch gut für die Pflanzen!?! Und überhaupt sind sich die
Wissenschaftler doch beim Klimawandel uneins und die heutigen Klimaänderungen sind völlig
natürlich! Oder?

Diese und ein paar andere häufig gestellte Fragen bekommt ihr unter diesem Link beantwortet,
die Hintergründe werden auf verständliche Weise erklärt. Die Antwort auf die Frage, ob sich die 
Klimaforscher uneins sind, lässt sich auf jeden Fall mit "Leider nein!" beantworten: Trotz vieler 
Unklarheiten sind sich alle international anerkannten Organisationen wie IPCC, NASA und NOAA,
sowie die staatlichen Wissenschaftsakademien aus 80 Ländern einig: Der Klimawandel ist ein Fakt.
Und mit hoher Wahrscheinlichkeit ist der Mensch dafür verantwortlich - sprich 90 bis 100 % der
Fachleute sind überzeugt, dass die Verantwortung für die aktuelle Erwärmung der Mensch trägt.


Bei Wikipedia könnt ihr ebenfalls vieles über den Klimawandel mit
Zusatzinfos zum Treibhauseffekt und zur Globalen Erwärmung erfahren.
 Und das hier steht bei Wikipedia unter anderem im Abschnitt
Leugnung der menschengemachten globalen Erwärmung:  

"Trotz des seit spätestens Anfang der 1990er Jahre herrschenden Konsenses 
in der Wissenschaft, der unter anderem von allen wissenschaftlichen Akademien aller großen 
Industriestaaten geteilt wird, lehnen Teile der Öffentlichkeit bis heute weiterhin die Existenz der 
menschengemachten globalen Erwärmung ab, insbesondere in manchen angelsächsischen Staaten. 
Deutlich ausgeprägt ist die Ablehnung in Staaten, in denen mit großem finanziellen Einsatz durch 
Unternehmen, vor allem aus den Bereichen der Gewinnung und Verwertung fossiler Energien, aus 
wirtschaftlichen Gründen eine einflussreiche Gegenbewegung geschaffen wurde, deren Ziel es ist, 
die Existenz des wissenschaftlichen Konsenses durch bewusstes Säen von Zweifeln zu untergraben. 
Unterschieden werden kann daher zwischen „naiver Leugnung“ von Laien, die auf Unkenntnis der 
wissenschaftlichen Literatur beruht, und „motivierter Leugnung“ durch Personen und Organisationen, 
die Zugang zu den relevanten Informationen besitzen."


Greta hätte das alles wohl in kürzere, griffigere Sätze gepackt 😉 - auch das ist
eins der Geheimnisse ihres Erfolges.


Fotos: CC0 Public Domain / Pixabay - Hans, jodylehigh, tpsdave



Shootingstar / Ikone / Idol / Klimaheldin:
 Als Greta Thunberg im April dieses Jahres die Londoner Klimaaktivisten besuchte, wurde sie
laut einem Focus-Online-Artikel "Empfangen wie ein Popstar". Auch die Begriffe "Ikone",
"Idol", "Heldin" oder "Shootingstar" habe ich im Zusammenhang mit ihr schon mehrmals gelesen.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass es niemals Gretas Absicht war, ein "Star" zu sein - sie will einfach
nur das Klima retten. Trotzdem ist etwas Wahres an der Bezeichnung dran:

Vor rund einem Jahr kannte sie außerhalb ihres persönlichen Umfeldes noch niemand.
Und doch wurde Greta Thunberg mittlerweile vom amerikanischen Magazin Time in die Liste
der 25 einflussreichsten Teenager des Jahres 2018 und in die Liste der 100 einflussreichsten 
Persönlichkeiten des Jahres 2019 aufgenommen. Sie wurde im März 2019 zur Schwedischen
Frau des Jahres ernannt (durch die Organisation Swedish Women's Educational Association) und
 erhielt den neu geschaffenen Sonderpreis Klimaschutz der Goldenen Kamera. Sogar für den
Friedensnobelpreis 2019 wurde Greta von mehreren Politikern nominiert.

Ich gehe mit alljenen d’accord, die meinen, dass Gretas Beitrag zum Umweltschutz wichtig ist.
Ich halte es auch für notwendig, über ihre Aktivitäten Bericht zu erstatten, um das Thema
Klimaschutz immer wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Und doch stehe ich
manchen Würdigungen skeptisch gegenüber. Denn ich glaube, man könnte das alles auch als
"tot-loben" bezeichnen...:

In der Zeit, in der Entscheidungsträger darüber diskutieren, ob sie Greta diesen oder jenen Preis
verleihen sollen, könnten sie stattdessen schon Maßnahmen setzen, Beschlüsse fassen, WIRKLICH
etwas zum Schutz des Klimas unternehmen. Aber - typisch für Politiker - sie reden lieber, anstatt zu
handeln. Sie setzen lieber Alibi-Aktivitäten, anstatt etwas Sinnvolles zu unternehmen. Später können
sie dann behaupten, sie hätten eh alles, was die Klimaschützer gefordert haben, voll und ganz
unterstützt, denn sie haben Greta ja für den Nobelpreis vorgeschlagen... Sie können aber auch - falls
das Pendel in die andere Richtung ausschlägt und die Wirtschaftsbosse ihre goldenen Nasen vorn
behalten - belegen, dass sie kein einziges Gesetz verankert haben, das zu einer tatsächlichen
Veränderung des Status quo geführt hat.


Mitte: Greta Thunberg über Jane Goodall: "Sie ist eine wahre Heldin für mich" - Foto von HIER,
übrige Fotos von HIER.


Greta Thunberg Superstar?
Es ist kein Zufall, dass die Überschrift dieses Abschnitts Assoziationen zum Titel einer bekannten
Rockoper hervorruft. Gretas Anhänger werden von manchen Kritikern bereits mit religiösen
"Jüngern" verglichen. (Auch das ist Teil der Kampagne, die Greta und die gesamte Bewegung
schwächen soll.)

Wie man aus der Geschichte weiß, sind manche "Superstars" - vor allem, wenn sie kontroversielle
Themen aufgreifen und damit die Massen bewegen - gewissen Machtmenschen ein Dorn im Auge
... oder ein schmerzender Stachel unter der Haut. Man möchte sie also nach Möglichkeit gern wieder
los werden... ans Kreuz nageln... mundtot machen... irgendwie...
 
Ich hoffe, dass den aktuellen Ans-Kreuz-Naglern klar ist, dass sie Greta besser am Leben lassen
sollten, denn sonst schaffen sie eine Märtyrerin. Dann wird die Bewegung tatsächlich zur Religion.
Das wird wohl kaum ihr Ziel sein. Aber dieses Mädchen ist auch sonst nur schwer in den Griff zu
kriegen: Sie ist hartnäckig und mit großem Ernst bei der Sache, sie erweckt nicht den Eindruck, als
wäre sie käuflich. Andere Gegner kann man ja oft mit Geld "umstimmen" oder indem man ihnen
lukrative Posten anbietet. Aber das funktioniert eher bei Erwachsenen, die ihre Ideale schon
verloren haben. Greta ist unbeirrbar und unbestechlich. Also sucht man nach anderen Wegen.


Fotos von HIER und HIER



Die Methoden der Gegner:
Selbst diejenigen, die Greta Thunberg verunglimpfen und den Klimawandel offiziell leugnen,
wissen, dass sie sagt, was Sache ist. Und sie wirkt dabei klar, unschuldig, drängend und sachlich.
Für alljene, die weiterhin Profite machen wollen oder zumindest keine Lust haben, zu agieren, ist
diese Kombination eine Katastrophe. Aber irgend etwas findet sich ja immer...

Ich habe in meinem vorjährigen EiNaB-Beitrag beschrieben, mit welchen Methoden die
(ursprünglich starke) Umwelt- und Friedensbewegung der 1970er ausgehebelt wurde. In kurzen
Worten: indem man sich über Ökofreaks und Müslifresser lustig machte und ihre Aussagen infrage
stellte bzw. ins Lächerliche zog. Und zwar so lange, bis es die breite Masse für wahr hielt und
wiederholte. (Ähnliches haben übrigens auch die Nazis im Zusammenhang mit Juden gemacht.
Über ihre Geschäftstüchtigkeit bzw. ihren Geiz gelästert, über ihre Nasen oder ihre Namen... Heute
kommt aus derselben Ecke etwas Ähliches im Zusammenhang mit Asylwerbern. Und Vergleichbares
 tun auch Mobber am Arbeitsplatz oder in Schulen. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, solche
Personen im Berufsleben näher kennenzulernen, die ihre Rhetorik und ihr manipulatives Talent vor
allem einsetzen, um ihre auserkorenen Opfer zu schwächen, auszugrenzen, zu vernichten.)


Ungefähr das versuchen die Gegner der #FridaysForFuture nun auch wieder. Sie machen
sich auf ziemlich primitive Weise über Gretas Aussehen lustig oder über ihr Aspergersyndrom.
Für die weniger Dummen gibt es noch anderes, was man als Aufreger nützen kann. Da geben die
Verunglimpfer vor, Mitleid zu haben und bezeichnen Greta als "armes Mädchen, das benützt wird".
Aber - Leute! - Greta braucht kein Mitleid, und sie ist zu intelligent, um sich benützen zu lassen! Sie
wurde krank, als sie vom Klimawandel und der Untätigkeit der Politiker erfuhr, aber dem noch
nichts entgegenzusetzen hatte. Sie wurde gesund, als sie erkannte, dass sie etwas tun kann:

„Bevor ich mit den Schulstreiks begonnen habe, hatte ich keine Kraft, keine Freunde und ich 
habe mit niemandem gesprochen. Ich saß alleine zu Hause, mit einer Essstörung. All das ist jetzt
 vorbei, weil ich einen Sinn gefunden habe, in einer Welt, die manchmal für so viele Menschen 
bedeutungslos erscheint.“


Fotos von HIER und HIER

 
Inzwischen geht sie ihren Weg - und nimmt dafür bereitwillig alles Mögliche in Kauf - Sitzstreiks
bei Regen und Kälte, enge Schiffskabinen, endlose Bahnfahrten, viele Menschen in ihrer Nähe, schlecht
recherchierte Zeitungsartikel, dumme Sprüche ihrer Feinde: Wann immer die etwas finden, das man
unter Umständen zurechtbiegen und verwenden kann, um Greta Thunbergs lautere Absichten infrage
 zu stellen, stürzen sie sich wie die Geier darauf, auch wenn diese Behauptungen Unwahrheiten oder
aus dem Kontext gerissene Teilwahrheiten sind - wie die über ihre Schiffsreise in die USA.

Gretas Trip habe mindestens sechs Flüge über den Atlantik ausgelöst, hieß es in diversen Artikeln,
und er wäre demnach eine größere CO2-Sünde, als wenn sie geflogen wäre. Unter anderem nahm
der Segler Boris Herrmann Stellung zu den Vorwürfen: "Greta ist die Umweltaktivistin, wir sind
Profisegler. Wir tun uns zusammen, um sie CO2-neutral von Plymouth nach New York zu bringen.
 Was wir außerhalb der Sache machen, das ist unser Thema. Dafür kann sie nicht beschuldigt
werden." Und gegenüber merkur.de erklärte Herrmann: „Unsere Flüge ändern nichts daran, dass
Greta emissionsfrei nach New York kommt. Wir selbst sind ohnehin ein Rennteam und würden sonst
 in dieser Zeit trainieren und auch fliegen.“

Außerdem: 
"Wenn ein Veganer ein Taxi nimmt und der Taxifahrer nach Feierabend ein 
Steak isst, kann man den Veganer dafür nicht beschuldigen." 😝
(Boris Herrmann im Talk mit Markus Lanz)



Fotos von HIER



Zurück zu den gegnerischen Methoden - diese Art der Manipulation funktioniert so:
Man behauptet etwas, von dem man selbst weiß, dass es falsch ist. Aber wenn es überzeugend
vorgetragen wird, erreicht es die Menschen. Während die Gegner noch damit beschäftigt sind,
abzustreiten oder richtigzustellen, macht man die nächste Falschaussage. Wenn die Behauptung
interessant klingt, stürzt sich für gewöhnlich die Presse darauf und wiederholt die Geschichte in
Schlagzeilen und knackigen Texten. Diese Schlagzeilen bleiben in den Köpfen der Menschen
hängen, während die Dementis nur von einigen wenigen wahrgenommen werden (und das
Dementieren noch dazu den Gegner entkräftet).

(Laut dem Film Brexit - The Uncivil War mit Benedict Cumberbatch wurde diese Methode z.B.
angewandt, um ausreichend viele Briten in Richtung EU-Austrittswunsch zu lenken... In diesem
Fall wurden manche der unwahren Aussagen als Werbung auf die öffentlichen Busse geschrieben,
sodass jeder sie täglich sah.)
 
 Im Zusammenhang mit Greta oder #FridaysforFuture funktioniert viel von diesem Unfug auch
über die neuen Medien, z.B. in den Kommentaren von Artikeln über Greta oder FfF. Da wird dann
beispielsweise erklärt, dass die jugendlichen Anhänger der Bewegung "in Wahrheit" nur dabei wären,
weil sie selber Schule schwänzen wollen und dass diese jungen Menschen gar nicht bereit wären,
ihren Konsum einzuschränken oder auf ihr Handy zu verzichten und dass sie bei den Demos überall
ihr Plastik liegen lassen würden. Hmmm. Interessant. Die Mehrheit der jungen Klimaaktivisten 
verhält sich so? Und hat "in Wahrheit" überhaupt kein Interesse an der Welt, die sie "erbt"? 
Wirklich?

Für die Greta-Gegner kommt es nicht darauf an, wie der Großteil der jungen Menschen, die
 zu den Klimademos gehen, tatsächlich tickt: Solche Behauptungen werden einfach gestreut wie
Saatgut. Gift-Unkraut-Samen quasi. So wie man im Mittelalter gestreut hat, dass jemand mit dem
Teufel im Bund ist, wie man in antisemitischen Kreisen streut(e), welch unangenehme Eigenschaften
 Juden angeblich haben usw. Diese Slogans lassen sich prima nachplappern - und weil die Menschen
bei aktuellen Themen gerne mitreden wollen, verbreiten sie die Botschaft gratis weiter. Im FfF-Fall
auch, wenn man keinen einzigen jugendlichen Klimaschützer persönlich kennt und selber noch
nichtmal in die Nähe einer Demo gekommen ist. *)

*) Und falls man tatsächlich mit Jugendlichen zu tun hat, die "erstmal lernen sollten, die Umwelt zu schonen, bevor sie 
Schule schwänzen", dann empfehle ich hier abermals jene Vorgangsweise, die im im PS dieses Beitrags beschrieben habe.


Fotos von HIER




Greta Thunbergs "Hater" - und was sie dazu sagt:
Greta sei „verhaltengestört“, von „Untergangsphantasien besessen“, „sieht aus und klingt wie ein 
Sektenmitglied“ und brauche einen Psychiater – solche Kommentare scheinen zur Tagesordnung zu 
gehören, seit Greta aktiv geworden ist - und es ist nicht zu übersehen, dass die Läster-Postings oft 
von Usern mit einer bestimmten politischen Gesinnung kommen. Doch nicht nur auf Twitter und 
Facebook wird sie beleidigt. Wenn ein Politiker es nötig hat, eine 16Jährige in einer Rede als 
"Mondgesicht-Mädchen" zu bezeichnen, ist das schon ein ziemliches Armutszeugnis für ihn. 
 Wer diese Sager nachplappert, gibt einiges über seinen eigenen Intelligenz-Status preis, aber naja
 - genau deshalb plappert diese Person ja nach... Selber denken ist furchtbar anstrengend, wenn
man es nie übt.  
 
Warum haben vor allem die rechtsrechten Politiker (nicht nur in Deutschland und Österreich, auch 
in anderen Ländern) und ihre Klientel so viel Angst vor einer Jugendlichen, die den Klimawandel 
thematisiert? Nun, Angst ist eine Grundhaltung in diesen Kreisen. Was sonst als Angst ist es denn, 
das blinden Fremdenhass erzeugt? Allerdings wird dabei übersehen, dass Gretas Kampf gegen eine 
weitere Erderwärmung auch einen Hintergrund hat, der gerade für die Rechtsrechten ja durchaus in 
die "richtige" Richtung gehen sollte.*) Denn "Der sich voraussichtlich in den nächsten Jahrzehnten 
weiter verstärkende Klimawandel besitzt das Potential, neben gravierenden Umweltveränderungen 
weltweite und in erheblichem Ausmaß erfolgende Migrationsbewegungen auszulösen („Klima“- 
bzw. „Umweltflucht“)." (Quelle: Wikipedia)

*) Sprich: weniger globale Erwärmung bedeutet auch weniger Migration. Außerdem könnten durch den Klimawandel und 
Anstieg der Meeresspiegel einige Küstenstreifen in Deutschland unbewohnbar werden, da müsste man dann unter 
Umständen selber flüchten. Auch etwas, was zu bedenken wäre, nicht wahr?



  Greta nimmt die boshaften Kommentare bewundernswert gelassen. Zumeist ignoriert sie sie,
ab und zu postet sie äußerst pointierte Entgegnungen. Auf Twitter schrieb sie: „Ich verstehe, dass 
manche Menschen denken, dass das, was ich und zehntausende Schulkinder tun, komisch ist. 
Wenn du dir nicht wirklich über die Konsequenzen der Klimakrise im Klaren bist, macht ein 
Schulstreik fürs Klima keinen Sinn. Das ist keine Überraschung für mich.“ Die Botschaft, die 
dahintersteht: Wenn ihr keine Ahnung habt, wovon ihr redet, dann haltet den Mund - und
informiert euch mal!
 
An die anonymen User im Netz, die Journalisten, Unternehmer und Politiker,
die Beleidigungen posten, richtete sie folgende Feststellung:
„Wenn Hater es auf dein Aussehen oder deine Verschiedenheit abgesehen haben heißt das,
 dass sie sonst nichts tun können. Ich habe das Asperger-Syndrom und das bedeutet, dass ich 
manchmal etwas anders bin als die Norm. Und – unter den richtigen Umständen – ist anders 
sein eine Superkraft.“

Auch die OPEC (Organisation erdölexportierender Staaten) hält nicht viel von den Protesten für
mehr Klimaschutz – schon gar nicht, wenn sie sich gegen fossile Energien richten. Generalsekretär
Barkindo erklärte, dass die Angriffe von Klima-Aktivisten auf die Öl-Industrie „unwissenschaftlich“
 seien. Und weiter: Die Klimaaktivisten seien „künftig möglicherweise die größte Bedrohung für
unsere Industrie.“

Für Greta Thunberg waren das gute Nachrichten: „Vielen Dank“, antwortete sie OPEC auf Twitter.
„Bislang unser größtes Kompliment.“

🌳🌳🌳
Hier noch ein paar Links zu Videos über 
Gretas Aktionen und ihren Umgang mit Kritikern und "Hatern":


Und dieses Video hat einen lustigen Ansatz:
https://www.youtube.com/watch?v=m61lQynfbe4

 
Fotos von HIER


Kurz und gut: Manche Politiker und andere Machtmenschen haben sehr wenig Freude an dem, was
dieses Mädchen sagt. Denn ihre Worte sind wie ein Stachel, der sich tief ins Fleisch gebohrt hat und
dort nun mit Widerhaken schmerzhaft feststeckt. Aber auch zahlreiche "Normalbürger" fühlen
sich durch Greta und ihre Botschaft in ihrem Frieden gestört. Wir sollen also alle aufs Fliegen
verzichten - oder wie jetzt? Auf unsere Autos, auf Fleisch, Klimaanlagen etc.? Wir sollen generell
sparsamer leben, weil wir sonst den jungen Leuten ihre Zukunft stehlen? Und das nur, weil so ein
dahergelaufener Teenager behauptet, dass wir sonst die Welt ruinieren?

Auf manchen Webseiten gibt es Umfragen nach der Sympathie, die Greta entgegengebracht wird
 - die Mehrheit der Leser dieser Seiten fühlt sich von ihr "genervt". Tja, aber Greta Thunberg ist keine
lästige Fliege, sondern eine junge Frau mit einer wichtigen Botschaft. Und der Klimawandel hört
nicht auf, wenn wir sie verscheuchen. Auch mir tut das alles weh, auch ich höre das alles keineswegs
gerne: Ich reise mit Leidenschaft, esse gerne mal Fleisch oder Schinken, liebe unsere Klimaanlage im
Schlafzimmer... Noch bin ich innerlich nicht ganz so weit, dass ich mein Leben komplett umstellen
kann... Aber ich bin davon überzeugt, dass es stimmt: Wir müssen endlich damit anfangen, uns
einzuschränken.

Im Gegensatz zu den meisten Politikern gibt Greta Thunberg klare, präzise 
Antworten... und die beinhalten eine unangenehme Wahrheit: Wenn wir nicht schleunigst lernen,
auf manche gewohnte Annehmlichkeiten verzichten, dann wird die fiebernde Erde uns diese
Annehmlichkeiten mit Gewalt entziehen. Basta. 


https://www.wwf.de/fileadmin/user_upload/Bilder/2200-klimastreik-c-wwf.png


Darum möchte ich euch heute noch einmal an dieses Datum erinnern: 
Klimastreik für alle am 20. September! Mehr Infos u.a. HIER:
https://www.wwf.de/klimastreik/


🌳🌳🌳


Ich weiß, dieser Beitrag ist wiedermal sehr lang geworden. Aber ihr könnt euch
Zeit mit dem Lesen lassen; ich denke, ich werde erst in der letzten Septemberwoche wieder zum
Posten kommen. Solltet ihr in der Zwischenzeit etwas über andere einzigartige Menschen erfahren
wollen und meine vorangegangenen Beiträge noch nicht kennen - hier sind die Links dazu:


Unique 1 - (Frida Kahlo de Rivera, Iris Apfel, Winnie Harlow)
  Unique 2 - (Niki de Saint Phalle  Georg Fraberger, Pablo Pineda
 Unique 3 - (Sue Kreitzman Oskar Werner, Beatrix Ost )



Herzliche rostrosige Grüße
und alles Liebe
Traude
 
 
Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe, Novas Linksups,


PS:
🌴 PETITION Stoppt das "Schlimmste Unternehmen der Welt" - Cargill:
Brandrodung + Cargill Logo
Foto von HIER
Cargill ist ein unbekannter Gigant. Der größte Agrar-Händler der Welt verdient seine Milliarden
 mit landwirtschaftlichen Gütern wie Soja, Fleisch, Kakao und Palmöl. Die Firma ist verantwortlich
 für massive Umweltzerstörung, Kinder- und Sklavenarbeit und zeigt ein „verstörendes und 
dauerhaftes Muster von Täuschung und Vernichtung“. HIER könnt ihr mehr über diese Firma 
erfahren. Wir Konsumenten können Cargill kaum vermeiden – Cargills Firmen-Kunden können es!
 Restaurant-Ketten, Supermärkte und Gerbrauchsgüterkonzerne wie McDonald’s, Burger King, Aldi,
Edeka, Unilever und Hunderte mehr. Wir fordern von diesen Firmen: Kaufen Sie keine Produkte 
mehr von Cargill und jubeln Sie uns keine unter! Zur Petition geht's HIER: 
https://www.regenwald.org/petitionen/1189/profiteure-der-feuer-stoppt-sojahaendler-cargill


🌳 Weitere Petitionen und Informationen in meinem vorangegangenen Beitrag.



Quellenverzeichnis:


https://de.wikipedia.org/wiki/Greta_Thunberg 
https://www.volksverpetzer.de/social-media/thunberg-hater/
https://utopia.de/offener-brief-greta-thunberg-125848/
https://utopia.de/martin-sonneborn-schulstreik-klima-greta-thunberg-128976/
https://utopia.de/greta-thunberg-opec-146514/
https://www.dashochformat.org/gesellschaft/umwelt-klima/greta-thunberg-superheldin/
https://www.derstandard.at/story/2000097686650/das-manifest-von-greta-thunbergs-mutter-verzweifelung-angesichts-des-unterganges
https://www.sn.at/panorama/international/klimaaktivistin-greta-thunberg-startete-atlantikueberquerung-74798866
https://www.kleinezeitung.at/international/5673778/Rund-zwei-Wochen-auf-See_Greta-Thunberg-hat-Atlantikreise-gestartet
https://taz.de/Greta-Thunbergs-Atlantikueberquerung/!5614867/
https://www.mz-web.de/politik/-mondgesicht-maedchen--afd-politiker-schiesst-gegen-greta-und-verteidigt-hoecke-33036572
https://www.youtube.com/watch?v=sKiG_BXDn-4
https://www.bento.de/nachhaltigkeit/greta-thunberg-ihre-rede-von-der-un-klimakonferenz-geht-viral-a-01fcd42c-6d22-4c0b-9e15-28523c4e094d
https://utopia.de/greta-thunberg-segelboot-atlantik-153266/
https://utopia.de/csyou-csu-greta-bashing-155255/
https://utopia.de/so-grossartig-reagiert-greta-thunberg-auf-ihre-hater-125414/
https://utopia.de/greta-thunberg-instagram-facebook-hater-155200/
https://utopia.de/greta-thunberg-zitate-128025/
https://www.derstandard.at/story/2000107946357/greta-thunberg-versus-klimawandelleugner-medien-muessen-einfach-besser-berichten
https://www.derstandard.at/story/2000108062635/thunberg-demonstriert-mit-jugendlichen-in-new-york-fuer-das-klima?ref=rec
https://www.derstandard.at/story/2000107902955/die-grosse-angst-vor-einem-teenager?ref=rec
https://www.derstandard.at/story/2000107877322/greta-ante-portas-klimaaktivistin-thunberg-im-endspurt-vor-new-york?ref=rec
https://www.theguardian.com/environment/2018/dec/04/leaders-like-children-school-strike-founder-greta-thunberg-tells-un-climate-summit
https://www.krone.at/1988240
https://www.gmx.at/magazine/panorama/greta-thunberg/boris-herrmann-spricht-greta-thunberg-wunder-33995458
https://www.nzz.ch/international/schweden-greta-thunbergs-gratwanderung-mit-den-medien-ld.1466988
https://www.welt.de/icon/unterwegs/article197985755/Mit-welchem-Segelboot-reist-Greta-Thunberg-in-die-USA-Es-ist-ein-Hightech-Geschoss.html
https://www.tt.com/panorama/gesellschaft/15248329/65-stunden-fahrtzeit-16-jaehrige-klimaaktivistin-reist-per-zug-nach-davos
https://nachhaltig-in-graz.at/2-advent-rede-von-greta-thunberg-vor-der-un-klimakonferenz-in-katowice/
https://utopia.de/ratgeber/klimawandel-ursachen-folgen-mythen-luegen/
https://utopia.de/nur-100-unternehmen-produzieren-71-prozent-der-industriellen-treibhausgas-emissionen-57116/