Sonntag, 1. September 2019

Nachdenken - und AKTIV werden!


Unser Planet ist unser Zuhause, unser einziges Zuhause. 
Wo sollen wir denn hingehen, wenn wir ihn zerstören.
Dalai Lama, Interview mit Franz Alt, 2004

Mit den Wäldern verschwinden Hunderte, ja Tausende
 von Lebensformen.
Emmanuelle Grundmann, Wälder, die wir töten, Riemann, 2007


Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!
Immanuel Kant, 1724- 1804

Wir erkennen den Wert des Wassers erst, 
wenn der Brunnen trocken ist. 
Thomas Fuller, 1732


Apokalypse, Katastrophe, Endzeit, Armageddon
Kostenloses Bild von Pixabay - code404



Servus ihr Lieben!


Ursprünglich sollte mein nächstes Posting die Fortsetzung des vorigen sein - also die Schilderung 
unserer Aktivitäten im August. Ich spielte auch mit dem Gedanken, einen Beitrag zu Linkup der 
Ü30-Bloggerinnen AROUND THE WORLD - (IN FASHION AND STYLE!) zu gestalten, denn 
das Thema würde mich interessieren.


Aber im Moment strömen gerade zahlreiche Mails und noch viel mehr Gedanken auf mich ein, die 
mich davon abhalten. Deshalb gibt es heute andere Informationen - und zur "optischen Bereicherung" 
ein paar Fotos aus Rostrosenhausen.




Was geht mir durch den Kopf?
Was hält mich also ab von den vorher genannten Beiträgen? 
Was beansprucht meine Zeit und meine Gedanken?
Da ist z.B. der Umwelt-Artikel, an dem ich (parallel zu meinen Rostrose-Posts) arbeite - für den 
Blog EiNaB (einfach nachhaltig besser leben). Es soll den Themenkreis "umweltfreundliches 
Haushalten" behandeln. Der Beitrag wird aller Voraussicht nach erst im November erscheinen, 
aber er soll informativ und gut recherchiert sein, deshalb habe ich schon im Juli / August mit den 
Vorarbeiten begonnen.

Unter anderem habe ich selbst auch erstmals gewisse Putz- und Fleckentfernungs-Arbeiten mit 
Soda erledigt (Natron und Essig verwende ich schon länger auch als Putzmittel, Waschsoda 
hingegen bisher nur als Beigabe zur Weißwäsche), um darüber berichten zu können. Und dabei
wurde mir somanches klar. Mehr darüber könnt ihr in meinem EiNaB -Beitrag erfahren, sobald er
online geht. Ich werde euch beizeiten darauf aufmerksam machen. Nur so viel noch: Ihr braucht
keines der im TV oder auf Plakatwänden so massiv beworbenen Putzmittel - wirklich kein
einziges! Ihr könnt euch so viel Geld ersparen - und der Welt soo viel Chemie und Plastik.
Und das alles ganz ohne Qualitätsverlust!


Bildquellen der Amazonasbilder siehe unten; Blumenbilder © Rostrose

Brennende Mails:
Und worum geht es in den oben erwähnten Mails, die auf mich einströmen? Nun, ich habe bei 
verschiedensten Umweltschutz- und Menschenrechts-Organisationen Newsletter abonniert, und 
so trudeln jetzt Tag für Tag für Tag... bei mir Mails von Avaaz, Campact, WWF, Greenpeace, 
#aufstehn, Global 2000 und Co. ein, deren Betreffzeilen lauten:

Der Amazonas-Regenwald brennt
Eine internationale Tragödie
Bolsonaro legt Feuer
Flammenhölle Amazonas
EILT: Werden Sie für den Amazonas aktiv

"Der Amazonas brennt. Angezündet, um Flächen für eine skrupellose Agrarproduktion zu schaffen.
Für Fleisch, das auch in Deutschland auf die Teller kommt. Die Feuer im Amazonas gefährden unser 
aller Zukunft, denn der Regenwald ist die Lunge unserer Erde. Er produziert Sauerstoff und speichert 
Unmengen an Treibhausgasen." (Quelle: KLICK)


All diese Nachrichten brennen... in meiner Seele und unter meinen Nägeln.


(Es gibt zwar auch Meldungen, die besagen, dass das alles "Fake" ist und jedes Jahr
Feuer gelegt werden, aber ich kann mir vorstellen, dass solche Meldungen eher von
jenen gestreut werden, die Angst um ihre Gewinne haben. Ja, es brannte auch in früheren
Jahren, doch laut Umweltschutzorganisationen wie dem WWF wurden in diesem Jahr bisher
über 78.000 Feuer gezählt, 84 Prozent mehr als im Vorjahr...)

Hier ein Video, in dem die Zusammenhänge ganz einfach und gut erklärt werden.

Und hier ein berührender Aufruf des zuständigen WWF-Referenten mit Tipps, was wir hier
von Europa aus tun können.


Nur damit ihr eine Vorstellung davon bekommt, wie groß die Flächen sind, die brennen... 😢
Bildquellen: KLICK und KLICK



Und es brennt ja nicht nur in DIESEM Gebiet.
Hinzu kommen noch Mails mit dem Betreff Die Arktis BRENNT, Pressemeldungen wie 
Trump will Regenwälder in Alaska abholzen lassen ... immer wieder Bilder aus den
wegen Palmöl zerstörten Regenwäldern Südostasiens, ...


Ich würde so gerne glauben, ...
Ich würde so gerne glauben, dass wir noch ein paar Jahrzehnte Zeit haben, um aktiv zu werden.
Ich würde so gerne glauben, dass wir noch eine Weile gemütlich so weitermachen können wir bisher.
Ich würde so gerne glauben, dass die folgenden Generationen auch ohne mein Zutun eine 
lebenswerte Zukunft haben.


Aber ich fürchte, wir müssen aktiv werden:
Die Welt und die folgenden Generationen brauchen mein Zutun, und deins und deins. Und 
DEINES auch! Und zwar JETZT! Es gelten jetzt keine Ausreden mehr!

Und deshalb habe ich beschlossen meine Zeit heute nicht in ein nettes Rostrosen-August-Posting 
o.ä. zu investieren, sondern euch darum zu bitten, den Kampf gegen den Klimawandel mit all euren 
Möglichkeiten zu unterstützen.


Klimastreiks im September:
Am Freitag, den 20. September wird weltweit gestreikt. Wenn ihr auch nur annähernd dazu die 
Möglichkeit habt, SEID DABEI!

Update an alle, die den Fridays for Future kritisch gegenüberstehen, im PS!

Überall in Deutschland und Österreich soll es Demos und Kundgebungen und Aktionen geben. Und 
es genügt nicht, dass bereits Hunderttausende Jugendliche durch ihre Freitagsdemos versuchen, die 
Regierungen zu einer vernünftigen Klimapolitik zu motivieren - auf sie allein wird offenbar nicht 
gehört. Also müssen auch wir Erwachsenen endlich in die Gänge kommen und für eine lebenswerte 
Zukunft kämpfen - für uns selbst und für die nachkommenden Generationen.

Zitat aus einer Avaaz-Mail:
Einige haben den Kampf gegen den Klimawandel bereits aufgegeben. Tatsache ist aber, dass wir 
bereits über alle Mittel verfügen, um eine florierende, saubere und grüne Weltwirtschaft zu schaffen! 
Strom aus erneuerbarer Energie ist heute oft billiger als der Einsatz fossiler Brennstoffe. Und 
weltweit wächst eine inspirierende Bewegung junger Führungspersönlichkeiten heran, die fest 
entschlossen sind, eine 100% saubere Zukunft für uns alle sicherzustellen.

Doch im Moment werden sie angegriffen: von Menschen, die den Klimawandel leugnen, und von 
der fossilen Brennstoffindustrie. Aber gemeinsam sind wir stärker: Lasst uns die ganze Kraft unserer 
Bewegung hinter sie stellen ...



Bildquellen: KLICK und KLICK und KLICK


Was können wir tun?
Auch ich bin davon überzeugt, dass wir in Massen unsere Europa-Abgeordneten und unsere 
Regierungen bestürmen sollten, und fordern, das Mercosur-Abkommen in seiner jetzigen Form 
zurückzunehmen. Wir müssen JETZT aufwachen, uns JETZT engagieren, uns empören und 
zivilen Ungehorsam üben, und wir müssen JETZT unsere Konsumgewohnheiten den Gegebenheiten 
anpassen! 

Als Staatsbürger haben wir Rechte, als Konsumenten haben wir Macht - aber wenn wir einfach nur 
stillsitzen und abwarten, werden die Großkopferten und Gierigen unsere Welt und unser aller Zukunft 
komplett zugrunde richten. 

  • Hier könnt ihr euch über die Klimastreiks informieren und eure Beteiligung am Klimastreik im September zusagen. Ihr könnt auch einen Klimastreik an eurem Arbeits- oder Wohnort (mit)organisieren - oder einfach nur durch eure Anwesenheit zeigen, was euch wichtig ist. Geplant ist eine Aktionswoche von 20.-27. September 2019: https://de.globalclimatestrike.net/



Explosion, Feuerball, Feuer, Brand, Äste, Stämme
Kostenloses Bild von Pixabay - geralt


Was können wir außerdem tun?
  • Sprecht darüber! Seid mutig und rührt ordentlich die Werbetrommel für den 20. September! Macht euren Freunden, Bekannten, Kindern, Eltern, Nachbarn... klar, wie prekär die Lage mittlerweile ist. Und dass wir leider NICHT mehr "gemütlich so weitermachen können wir bisher". Fragt in eurem Sport- oder Alpenverein, der örtlichen Pfadfinder*innen-Gruppe, bei der Feuerwehr, eurer Kirche, bei Gemeindezeitungen, etc. um Unterstützung. Sie können für euch ein Plakat aufhängen oder Flyer mit euch gemeinsam verteilen und die Aktion noch größer machen! 
  • Motiviert alle, sich über die konkreten Auswirkungen der Klima- und ökologischen Krise zu informieren. 2018 gab es mehr Hitzetote als Verkehrstote, die Hitze bedroht unsere Ernährungssicherheit, wir befinden uns mitten im 6. Massensterben der Geschichte, und, und, und. Macht euren Mitmenschen klar: Die beste Zeit zu handeln ist vorbei. Die letzte Möglichkeit zu handeln ist JETZT! 
  • Schreibt darüber! In euren Blogs, auf Facebook, Instagramm, WhatsApp... Informiert andere über die Dringlichkeit!
  • Verändert euer Kaufverhalten! Kauft keine Produkte, die Großkonzerne fördern - kauft stattdessen Fair Trade und Bio. Ihr braucht viel weniger, wenn ihr so lebt - viel weniger Putzmittel, viel weniger Kleidung und Kosmetik und Technik. Ihr werdet trotzdem keinen Mangel erleiden. Einen Mangel erleiden wir nur, wenn wir jetzt keinen PUNKT setzen... einen Mangel an ALLEM nämlich.


Weitere Tipps zum Thema Der Amazonas brennt, was kannst du tun,
findet ihr bei Utopia - HIER. Zum Beispiel: Vermeidet Aluminium, konventionelles Palmöl und 
Produkte aus Leder, verwendet nur Recyclingpapier, wenn schon Fleisch, dann am besten aus
Bio-Betrieben und auf keinem Fall aus Massentierhaltung kaufen, zu einer nachhaltigen Bank
wechseln, keine Möbel aus Tropenholz kaufen...






Ecosia: Die nachhaltige Suchmaschine, die Bäume pflanzt:
Nützt Ecosia statt Google. Die nachhaltige Suchmaschine pflanzt für jede Suche Bäume – auch im
Amazonas-Regenwald. Nach Angaben der Suchmaschinen-Betreiber bereits auf 40.000 Hektar Land.
3,7 Tonnen CO2 seien durch die gepflanzten Bäumen bereits aus der Luft gefiltert worden. Mein
Mann und ich sind bereits umgestiegen und "googeln" nicht mehr, sondern "ecosian".


Unterstützt auch noch andere Aufforstungsprojekte -
hier eine Auswahl von empfohlenen Projekten lt. Utopia:

 


Ihr Lieben, ich hoffe, ich konnte euch motivieren, ich hoffe, ich konnte euch
vermitteln, wie sehr bereits der Hut brennt. Wir müssen raus aus der Komfortzone.
Sorry, ich bin nur die Überbringerin der schlechten Nachricht. Ich habe den Regenwald
nicht angezündet. Aber er brennt...


Ich hoffe, ihr kommt dennoch gut in den September!


Herzliche rostrosige Grüße
von eurer (besorgten) Traude 


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,



PS:
Noch eine kleine Ergänzung, weil ich heute Mittag bei Mrs. Sp*rty ein Gespräch in dieser Richtung 
geführt habe: Wenn ihr LehrerInnen seid oder ErzieherInnen, Eltern oder sonstwie mit Jugendlichen 
zu tun habt, von denen ihr denkt, sie sollten selbst erstmal lernen, die Umwelt zu schonen, sprich 
nicht ihre Plastikflaschen überall herumliegen lassen, ihre Dosen in die Natur schmeißen oder sich 
beim Konsum und beim Herumhängen am Smartphone einschränken, bevor sie an den Freitagen 
Schule schwänzen und zu Klima-Demos gehen – dann sprecht mit den Youngsters darüber. Aber 
nicht von oben herab, sondern nach dem Motto „Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen.“ 
Jugendliche müssen noch nicht alles wissen -  sie können von uns etwas erfahren. Erzählt ihnen, was 
sie durch ihr Handeln oder nicht-Handeln bewirken bzw. welche zerstörerischen Produktionsschritte 
eine Plastikflasche oder gar eine Aluminiumdose durchläuft. Stellt ihnen z.B. als Verlockung in 
Aussicht, dass ihr ihre Bestrebungen (z.B. zur Demo gehen) unterstützen werdet, wenn ihr seht, dass 
sie sich bis zum 20. September vorbildlich verhalten… Und gebt ihnen DANACH Lob oder einen 
anderen Anlass / Anreiz, um bei diesem Verhalten zu bleiben.

PPS:
Hier noch ein youtube-Video, das euch einiges Interessantes über Greta Thunberg, ihre Motivation,
ihre Hintergründe und die Entstehungsgeschichte der #FridaysForFuture erzählt.


 PPPS:
Bei Margit von Margeraniums Gartenblog gibt es übrigens ebenfalls ein Posting zum Thema:
Es brennt… und alle sehen zu…


PPPPS:
Achja, ganz vergessen: Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten,
desweiteren durch Fotos, Orts-, Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring,
ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.


Kommentare:

  1. Liebe Traude,
    Du hast völlig recht, wir müssen jetzt die Wende schaffen. Es ist schon mal gut, wenn jeder für sich Änderungen im Alltag herbeiführt. Wir brauchen wirklich viel weniger als die Werbung uns weismachen will. Doch die Großkonzerne müssen mitziehen und dafür brauchen wir die Politik. Ich hoffe sehr auf ein Umdenken.
    Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag.
    Viele liebe Grüße
    Anke

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    1. Liebe Anke,
      @ Doch die Großkonzerne müssen mitziehen und dafür brauchen wir die Politik: Ich glaube wie du, dass die Großkonzerne mitziehen müssen und dass es dafür gesetzliche Regelungen geben muss. Doch um das zu erreichen, braucht die Politik UNS. Soll heißen, ohne den Druck von unten werden Politiker nichts unternehmen. Ohne Produktverweigerung von unten werden die Großkonzerne weiterhin Palmöl, Mikroplastik & Co verwenden etc. und weiterhin Regenwälder und Meere ruinieren und sich nicht um CO2-Emissionen und dergleichen kümmern. Das heißt, WIR "hier unten" müssen aktiv werden, damit sich "oben" etwas tut!
      Ganz liebe Grüße,
      Traude

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  2. puh.....meine Liebe, mir brennen die Augen und nicht nur die Luft!!!...Phantastisch dein Aufruf!!!!!!
    " Ich würde so gerne glauben, ...
    Ich würde so gerne glauben, dass wir noch ein paar Jahrzehnte Zeit haben, um aktiv zu werden.
    Ich würde so gerne glauben, dass wir noch eine Weile gemütlich so weitermachen können wir bisher.
    Ich würde so gerne glauben, dass die folgenden Generationen auch ohne mein Zutun eine
    lebenswerte Zukunft haben."
    ich auch!!!!!
    Liebe Traude...
    das ist ein Post so voller Engadement so voller Leidenschaft das müssen doch die hören die es angeht - alle!
    und handeln...
    die Nachrichten, Reportagen, Artikel und Übertragungen sind so brisant und brennend und wir sitzen davor und tun nichts - das geht gar nicht, es betrifft UNS alle!
    Eher früher als später...ein später ist überhaupt nicht mehr absehbar!
    Wasser - Regenwald, Umweltschutz und eigenes handeln im JETZT ist unabdingbar.
    Mich beeindruckt dein feuriger Aufruf sehr und ich hoffe, JEDER der dich liest auch!
    Quellen aufrufen
    lesen
    handeln
    selbst tätig werden - ja.....
    Umärmler Angel

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  3. Liebe Traude,

    ehrlich gesagt, weiß ich schon gar nicht mehr, was ich darüber noch schreiben soll.
    Viel zu lange haben wir alle über unsere Verhältnisse gelebt in Bezug auf die Erhaltung unseres einmaligen Planeten. Wir haben keinen 2., auf den wir umziehen können.

    Jeder Einzelne ist gefragt, sein Scherflein beizutragen und wieder auf Nachhaltigkeit zu achten.
    Wir können so viel tun, du hast wichtige Punkte oben ja aufgeführt. Die Menschen müssen es nur umsetzen. Leider begegnet man dennoch so vielen Menschen, die im Supermarkt weiterhin für jeden Apfel zu einer Plastiktüte greifen. Du glaubst gar nicht, wie viele Menschen ich diesbezüglich schon angesprochen haben und mir unschöne Antworten anhören musste. Dennoch werde ich meinen Mund auch weiterhin nicht halten.
    Wir Verbraucher haben vieles in der Hand, indem wir konsequent Waren, die unnötig in Plastik verpackt sind, liegen lassen, nicht kaufen.
    Das betrifft weiterhin so viele Bereiche, auch Kleidung, die zwar im Moment billig ist, aber mal gerade 3 Wäschen übersteht.
    Wenn Verbraucher, aber auch die Hersteller und Politik an einem Strang ziehen würden, würde man es hinbekommen, aber die Interessen gehen doch immer nur in Richtung ......."womit macht man den größten Profit".
    Wir Verbraucher allein werden es nicht schaffen, aber wir müssen dran bleiben und den oben den Weg zeigen!
    Der Wahnsinn ist ja, dass es wohl inzwischen eine revolutionäre Erfindung gibt, die Plastik wieder recyclen kann.
    Schwachsinn in meinen Augen......damit ist doch die Ursache nicht behoben. Aber viele wird es beruhigen und wir machen weiter wie bisher, es ist zum Kotz....,sorry!
    Warten wir mal ab, was die Wahlen heute Abend in Brandenburg und Sachsen ergeben.

    Liebe Grüße und hab trotz allem einen schönen Sonntag
    Christa

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  4. Ich freue mich sehr, wenn sich die doch so heile Bloggerszene, in der wir uns ja tummeln, politisiert ( ich habe da schon eher einen Durchhängen in den letzten Wochen, denn es ist immer weniger Feedback zu lesen gewesen ).

    Denn es reicht einfach nicht, das Problem alleine auf private Haushalte abzuwälzen, die Politik muss endlich die gegebenen Verträge einhalten und nicht nur den ökonomischen "Zwängen" nachgeben. Was nützt der bestbezahlte Job, wenn wir keine Luft mehr zum Atmen, kein sauberes Wasser zum Trinken haben usw. ?

    Da gibt sich eine reaktionäre Partei in einem Österreich benachbarten Bundesland grüner als die Grünen und lässt dann einen von der Partei lancierten YouTube - Beitrag los, in dem Greta Thunberg als "Greta Abrahamowicz" bezeichnet wird - eine in rechten Kreisen übliche Namensgebung, um politische Gegner als Werkzeug einer jüdischen Weltregierung kenntlich zu machen. Damit zeigt sie, wie wenig ernst sie die Sache nimmt und ihr nur an Stimmungsmache gegen die wichtigen Forderungen gelegen ist.

    Ich werde deinen Appell aufgreifen und sicher auch einen Beitrag zur Mobilisierung schreiben, bin ich mit dem Herrn K. nicht mehr alleine als "grandparentsForFuture" unterwegs, sondern es gibt hier in unserer Stadt jetzt eine "GranniesForFuture" - Gruppe. Für mich gibt es da auch keine Ausrede, am 20.9. nicht hinzugehen, wenn da selbst der durch Parkinson stark beeinträchtigte Gefährte mitmacht...
    In diesem Sinne solidarische Grüße!
    Astrid

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  5. Selber tu ich ja, was ich kann, und bin mit wirklich viel Elan dabei, nach immer neuen Möglichkeiten zu suchen, um meinen ökol. Fussabdruck immer kleiner werden zu lassen. Aber die Politik- die macht mich wahnsinnig. Erst kümmert man sich nur um die Wirtschaft, denn der Rubel muss rollen, und bei allen Projekten, die einen nachhaltigen Gedanken erkennen lassen, schreit man erst mal: Unrealistisch und schlussendlich viel zu teuer. Kaum aber merkt die politische Elite, dass es grummelt im Volk, dass man sich nicht mehr alles einfach so gefallen lässt und dass es, eiderdaus, jetzt tatsächlich langsam eng werden könnte, da setzt man sich utopische Ziele. Hier in der Schweiz möchte man bis zum Jahr 2040 Co2-neutral werden. Ich hab 'nen Lachanfall bekommen, als ich das gehört habe. Ich bin ja bekennender Optimist, aber DAS erscheint selbst mir wie ein Witz. Versteh mich nicht falsch: Natürlich wäre es etwas vom Grossartigsten, wenn wir das schaffen würden. Ich frage mich nur: Wer soll dieses Ziel umsetzen? Und auf welcher Basis? Erst verpennt man über Jahrzehnte alle Möglichkeiten und belächelt jene, die schon seit Ewigkeiten darauf hinweisen, und dann möchte man innerhalb von 20 Jahren radikal ALLES ändern? Danke, vera....en kann ich mich selber. Ich warte auf den Moment, wo IRGENDEIN Projekt wirklich rigoros UND zielführend umgesetzt wird. Dann höre ich wieder zu.
    Schönen Sonntag noch!

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    1. Liebes Hummelchen, dass dein Öko-Fußabdruck zu den ganz kleinen gehört, dessen bin ich mir sicher, ich kenne deine Lebenseinstellung nun ja schon eine ganze Weile und weiß, dass du sowohl beim Einrichten als auch in Sachen Ernährung, Umweltschutz usw. sehr vieles tust, das vorbildlich ist. Viel vorbildlicher als ich, die sich das Reisen noch nicht abgewöhnen kann ;-)) Was die Pläne der Schweiz betrifft, bis zum Jahr 2040 Co2-neutral zu werden, sage ich mal: Ein ehrgeiziges Ziel. Wobei ich nicht glaube, dass es UNMÖGLICH ist, wenn man bedenkt, wie vieles heutzutage in Sachen erneuerbare Energien schon machbar ist und dass in dieser Richtung weiter geforscht wird. Aber schwierig ist es bestimmt - das Hauptproblem ist wohl, "in die Gänge zu kommen", sprich die Industrie und die Bevölkerung zu motivieren. DOch selbst wenn es nicht zu 100 % klappt, ist es doch schon etwas wert. Ich würde es vergleichen mit dem Plan, den jemand fasst, innerhalb eines Jahres 20 Kilo abzunehmen. Wenn es dann nur 10 Kilo sind, ist auch schon etwas gewonnen... ;-)
      Schöne neue Woche!

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  6. Das trifft sich sehr gut! Ich habe erst gestern meine Gedanken zu diesem Thema niedergeschrieben. Ich finde nicht alles gut, was FfF macht, allerdings werde ich am 20. September auf jeden Fall dabei sein, sofern es irgendwie geht. Die Sache ist einfach zu wichtig. Außerdem ärgert es mich dermaßen, wie man in den Sozialen Netwerken mit Greta und FfF umgeht. Was ist das für eine Art, ein 16jähriges Mädchen dermaßen niederzumachen, obwohl sie eigentlich nur auf ein Problem hinweisen will, das uns schließlich alle betrifft. Du hast ja schon einiges angeführt, was jeder tun kann. Ich möchte noch ergänzen, dass man sich unbedingt einmal ansehen sollte, was die Banken so mit unserem Geld anstellen. Ich habe mich jetzt einige Zeit informiert und werde auch da die Konsequenzen ziehen. Auch wenn ich beruflich bedingt natürlich mit den Großbanken zusammenarbeiten muss.
    Ich denke, wir müssen uns alle ein wenig einschränken. Was mir nicht gefällt, dass man sich jetzt gegenseitig Klimaversagen vorrechnet. Jeder hat die Möglichkeit, sein eigenes Verhalten kritisch zu überdenken. Ich fahre z. B. alles mit dem Rad. Mir ist aber auch klar, dass das nicht für jeden möglich ist, der z. B. auf dem Land lebt.
    Aber da gibt es wieder andere Möglichkeiten.
    Wir müssen es einfach hinkriegen, den Klimawandel zu stoppen!
    Viele Grüße von
    Margit

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  7. Atmen Traude. Ein. Und aus. Ein und aus. Es hilft nix. Wenn die letzten unter uns die Flinte ins Korn werfen,so ist Hopfen und Malz verloren.
    Ich danke Dir für Dein anhaltendes, "lautes" Engagement. Das weckt mich immer wieder neu auf. Spornt mich immer wieder neu an.
    Ich werde nicht nachlassen. Und nicht aufgeben. Ich werde dran bleiben. Erinnern. auch wenn die Masse der Medienverblendeten und Bequemgläubigen riesig ist . Ich were anstubsen. Nicht verurteilen. Da machen alle dicht. Versprochen.
    BG Sunny
    BG Sunny

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  8. Liebe Traude, ich bin ja sonst keine so grosser Umweltaktivistin, aber diesmal habe ich durch die schockierenden Meldungen und Bilder eine Petition für den Regenwald unterschrieben. Allerdings glaube ich, dass den Veranwortlichen -wie bei Asterix immer erwähnt - erst mal wirklich der Himmel auf den Kopf fallen muss, damit man einsieht, dass man Geld nicht essen kann. Aber zumindest Widerstand sollten wir leisten. Und überhaupt sollten wir Europäer zusammenrücken und endlich wieder Stärke zeigen gegen den sich um einen (sprichwörtlichen) Dreck scherenden Amis und Chinesen etwas mehr Rückgrat entgegenstellen. Aber ich will nicht politisch werden.
    Alles Liebe Gerda

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  9. Liebe Traude, ein wichtiger Post. Ich habe duese Woche auch für die Löwen und Tiger unterschrieben. Ich kann gar nix näheres sagen, denn ich kann das immer nicht alles lesen sonst sitze ich heulend in der Praxis.
    Ansonsten lasse ich mein Umfeld aber mit Nachhaltig in Ruhe und tu was ich kann. Denn viele sind schon sehr genervt wenn man , ich ständig mahne und dadurch wird es nicht besser. Ich freu mich schon dass wir kaum noch Getränkeplastik verwenden, immerhin spare ich mit dem Getränkesprudler 1190 Plastikflaschen pro Jahr ein. Das freut mich und meine Männer machen mit. Step by Step. Nächste Woche testen wir ein kleines E Auto.
    Ecosia nutze ich schon lange, das ist einfach und das kann jeder so leicht umstellen.
    Ich geh dann mal unterschreiben;)
    Liebe Grüße Tina

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  10. Alles prima vor Augen geführt, wie man es auch an vielen anderen Stellen lesen kann. Da stimme ich voll zu. Deshalb möchte ich noch einmal auf die Banken hinweisen.
    In Deutschland wurden verschiedene katholische Bistümer dazu angehalten offen zu legen, wie sie ihr Geld bei der Pax-Bank anlegen. Aber dazu schweigt die Kirche lieber. Sie arbeiten in der Kirche genau so wie in großen Konzernen, nur profitorientiert da sind Menschen und Umwelt nur Nebensache. Wie üblich wird Wasser gepredigt und Wein getrunken bzw. in Rüstungsfirmen und Metallminen usw. investiert.
    Wer also Firmen boykottiert sollte auch aus der Kirche austreten. Die Institution Kirche in der heutigen Zeit ist sicher nicht DAS, was sich Jesus vorgestellt hat. Mal ganz abgesehen von den Missbrauchsfällen, dem Stand der Frauen und der fehlenden Bereitschaft zur Ökumene.

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    1. Herzliche Grüße und eine schöne Woche
      Arti

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    2. Liebe Arti,
      ja, danke dir auch für deinen Hinweis auf Banken. In Deutschland gibt es ja ein paar Alternativbanken mehr als in Österreich. Bei uns sind die meisten davon übrigens kirchlichen Ursprungs - das würde also bedeuten, dass diese in Ö. NICHT in unethische Gechäfte investieren - ich hoffe das für alle, die dort ihr Konto haben... Hier ein Link zu den Alternativbanken im deutschsprachigen Raum: http://www.gruenesgeld.at/downloads/Alternativbanken.pdf
      Damit sind wir jedenfalls schon bei dem zweiten von dir angesprochenen Punkt ;-)) Ich bin mit 18 Jahren aus der (katholischen) Kirche ausgetreten, weil Vergangenheit und Gegenwart der Kirche nicht mit meiner Lebenseinstellung und mit dem, woran ich glaube bzw. wovon ich überzeugt bin, vereinbar sind. (Es mir allerdings wichtig, hier dazuzusagen, dass ich großen Respekt vor Menschen habe, die gläubig sind und ihren Glauben auf eine friedliebende, freundliche, ehrliche, die Natur wertschätzende Weise leben - egal welcher Religionsgemeinschaft sie angehören. Ich lebe meine Liebe zur Natur, zu dem, was ich für die "Wahrheit" halte und zu einem möglichst freundlich-friedlichen Umgang mit anderen eben ohne Religion aus ;-)) Da ich mich erst seit kurzem mit dem Banken-Thema beschäftige, weiß ich leider noch nicht, ob meine "Hausbank" auch "schmutzige" Geschäfte macht - vermutlich schon, sie steht zumindest nicht auf der Alternativbanken-Liste ;-))
      Auch dir eine schöne Woche, alles Liebe und nochmal vielen Dank für deinen Input!!
      Traude

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    3. Hmmm, gerade gesehen, dass die PAX-Bank auch auf dieser Liste steht...
      Scheint also auch da keine Garantien zu geben...

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    4. Ganz lieben Dank für den Link zu den Alternativbanken. Werde die gleich mal checken.

      Wünsche dir noch eine schöne Woche und sende liebe Grüße
      Arti

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  11. Ich danke dir so sehr für diesen tollen und so wichtigen Beitrag. Man ist es ja mittlerweile gewohnt, dass wenn die Nachrichten zu schrecklich werden, dass man sie eigentlich nicht mehr verdauen kann, dann werden sie geleugnet. Ein System, dass offensichtlich für viele funktioniert, aber irgendwann ist dann der Punkt erreicht, an dem die Vogel-Strauß-Methode nämlich Kopf in den Sand stecken nicht mehr funktioniert. Ich will einfach hoffen und glauben, dass es noch nicht zu spät ist, aber fünf vor zwölf ist eigentlich schon lange vorbei. Ich hoffe, dass dein Beitrag viele aufrüttelt und zum Umdenken anregt. Ich wünsche dir eine ganz fabelhafte neue Woche, alles, alles Liebe, x S.Mirli
    https://www.mirlime.at

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  12. Liebe Traude, ein Posting voll nach meinem Geschmack und v.a. voll von tollen Infos.
    Habde schon unterschrieben und nun eine andere Suchmaschine ;)
    Herzlichen Dank für diesen tollen Beitrag, mehr davon ist garantiert erwünscht ..lg Luna

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    1. Liebe Luna,
      ich freue mich riesig, dass dir mein Beitrag und die Infos darin gefallen habenund dass du sogar schon die Suchmaschine gewechselt hast! Demnächst folgt ein weiterer Beitrag zu den #FridaysforFuture...
      Alles LIebe, Traude

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  13. Hallo Traude,
    es ist traurig was aus unserer Erde zur Zeit geworden ist und was viell. noch werden wird. Jeden Tag verfolge ich die Brände im Amazons und bin wütend über diesen skrupellosen Umgang mit unser aller Umwelt :( Ich versuche mein bestes zu geben, um einen Beitrag zu leisten, aber es müssen alle machen - besonders die Politik, denn vom Quatschen alleine wird da nichts :( ... Deutschland muss ständig erst beraten oder macht es von der EU abhängig. Können wir nicht mal selbst etwas, denn in vielen kleinen Ländern, die auch noch halb so reich sind wie wir, da geht es ... Profit in die eigenen Tasche ist wichtiger, als die Zukunft der Menschheit und Tiere/Erben nach uns - traurig, aber ich werde weitermachen und versuchen, auch mit meiner Seite die Leser zu informieren, aber leider viele Interessiert es nicht :( Billig ist besser und man kann dann auch soviel davon kaufen/essen *grrr... lieber mal etwas weniger, aber dann bio und den Bauern helfen ! LG und anke für Deinen Beitrag - Katrin

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  14. Die Bilder im Fernsehen zu sehen sind wirklich erschreckend, mir tun die Tiere so leid, sie verlieren Zu Hause und wir am anderen Ende der Welt können nur hilflos zuschauen. LG Romy

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  15. Ich hänge zu viel im www rum, ich nehme doch wieder das Auto statt zu Fuss zu gehen, ich fahre doch Motorrad... Die Welt geht auch wegen meiner eigenen Bequemlichkeit vor die Hunde...
    traurige Grüsse
    yase

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  16. Oha, das sieht wirklich furchtbar aus ... vor allem auf der kompletten Karte betrachtet.
    Gut, dass du das Ganze noch durch schöne Bilder aus dem Rostrosengarten etwas abmilderst, das nimmt ein wenig den Schrecken.

    Aber immerhin gibt der Post einen Anstoß, mal wieder darüber nachzudenken, was man ändern könnte, denn auch kleine Schritte sind wichtig.
    GLG Sigrid

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  17. Liebste Traude,
    Ich werde jetzt nicht aufzählen, was ich alles tue, um mein Gewissen zu beruhigen! :-D Aber ich mag es, wenn ich so einen leidenschaftlichen Post lese, und Du hast vollkommen Recht! Nicht die Flinte in Korn werfen und einfach sagen: die da oben sollen mal machen..., denn "die da oben", wie Du ganz richtig sagst, brauchen uns, damit sie in die Gänge kommen. Ohne uns läuft das nicht. Wenn keiner den Mund aufmacht und schön bei allem zusieht, dann wirkt Resignation für "die da oben" wie Zufriedenheit, ist doch logisch! Stimme Dir da vollkommen zu, auch, was Fridays for Future und unsere Kids betrifft, aber wie gesagt, ich bin mehr fürs Tun als im Kommentar darüber Reden. Was aber nicht heißt, dass wir nicht darüber reden sollen. So, wie Du das machst in den Posts, finde ich es super: Leute anstupsen, auf Dinge aufmerksam machen (wie auf die Brände im Amazonasgebiet) und zu benennen, was man tun kann. Find ich klasse!
    Liebe Grüße und weiterkämpfen <3 <3 <3 Maren

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  18. Liebe Traude,
    ein wirklich guter Post, aber ich fürchte, der Planet ist nicht mehr zu retten, er wird nicht untergehen und das Leben wird auch nicht verlöschen, aber es wird alles anders werden. Selbst, wenn wir alles richtig machen, die anderen (China, USA, Russland usw.) werden es nicht tun. Die beste Strategie wäre jetzt, sich auf die Veränderungen einzustellen. Das hält mich aber nicht davon ab, in meinem Umfeld alles zu tun, um die Umwelt zu schützen und mit Menschen zu diskutieren. Leider treffe ich da auch immer auf eine gewisse Doppelmoral. So kenne ich einen jungen Mann, der sich wirklich mit Herz und Seele bei den Grünen engagiert, was ich gut finde auch wenn ich zu dieser Partei ein durchaus gespaltenes Verhältnis habe. Aber im Privatleben fährt dieser junge Mann einen sehr großen Mercedes durch die Gegend und findet sehr viele Argumente, warum das in Ordnung ist. Er hat dieses Auto geerbt, aber dennoch stößt es ja weit mehr CO2 aus als notwendig wäre um von A nach B zu kommen, um nur einen Aspekt zu nennen. (Und es gibt ja leider auch noch mehr Beispiele, die öffentlich geworden sind.)
    E Autos halte ich auch nicht für das gelbe vom Ei. Die Batterien sind ein Riesenproblem. Aber dennoch wird das ohne Ende forciert und man lehnt, teilweise, sogar die Suche nach Alternativen ab.
    Das sind nur ein paar Beispiele, die es mir schwer machen zu glauben, dass da noch groß was zum besseren bewegt werden kann.
    Dennoch werde ich, für mich, alles tun, um die Natur zu schützen, denn da kann ich sofort sehen, dass ich was tun kann.
    Ich bin auf Deine Tipps bei Einab gespannt.
    Und wünsche Dir noch eine sehr schöne Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    1. Lieber Wolfgang,
      es gibt Tage, da glaube und fürchte ich dasselbe wie du (inklusive Massenvölkerwanderungen, Massenhungersnöten, Kriegen um Wasser und Land, ...) und es gibt Tage, da habe ich Hoffnung (und füttere quasi den "weißen Wolf" ;-) - siehe: https://rostrose.blogspot.com/2018/04/anl-28-tomorrow-teil-2-welchen-wolf.html ) Was "China, USA, Russland" betrifft: Die Chinesen ziehen zwar nach, aber im Moment sind die USA noch immer das allerallerallergrößte Problem, weil sie jährlich die Ressourcen von ca SECHS Welten verbrauchen. China steht derzeit bei ca. anderthalb (ähnlich wie sämtliche Länder der Welt zusammengenommen...) Europa steht bei ca. drei.
      Was die Grünen betrifft, sie haben auch für mich leider nicht nur Punkte im Programm bzw. nicht nur Personen, die ich förderungswürdig finde. Allerdings hat das keine andere Partei, weder in D noch in Ö. Wenn wir weiterhin wählen wollen (und das ist immer noch besser, als es "den anderen zu überlassen") müssen wir uns vermutlich für das kleinere Übel entscheiden bzw. versuchen, das zu verhindern, was wir auf keinen Fall wollen. Und uns nebenbei engagieren. Welche Partei wird uns am ehesten WIRKLICH zuhören, wenn wir demonstrieren? Ich glaube, das ist auch ein Ansatz, wenn man darüber nachdenkt, wer am ehesten wählbar ist...
      Ws den von dir beschriebenen jungen Mann betrifft - ja, er ist bestimmt ein Beispiel von vielen. Auch mir könntest du locker Doppelmoral vorwerfen mit meinen Reisen, die längst noch nicht umweltfreundlich sind, und wir haben ja auch ein halbelektrisches Auto (Plug-in-Hybrid), wohl wissend, dass es nicht die ultimative Lösung ist, und Fleisch / Wurst essen wir auch noch, obwohl es viel weniger geworden ist und fast nur noch Bio. Vielleicht geht es dem jungen Mann ähnlich wie mir: Wir tun schon ETWAS, aber wir tun noch nicht ALLES. Ich für meinen Teil arbeite daran, dass es immer besser wird und ich immer mehr Ausgleich zu meinen "Fehlern" schaffe, aber ob ich jemals "perfekt werde", kann ich nicht versprechen...
      Wenn alle, die ein gewisses Umweltbewußtsein haben, an einem Strang ziehen und auch ein paar andere aufrütteln - und ich glaube, das tun wir hier in der Bloggerwelt - dann sehe ich jedenfalls ein bisserl mehr Chancen für die Zukunft... Machen wir also weiter - ich freue mich (und sehe es ja auch indeinem Blog), dass auch du alles tust, um die Natur zu schützen :-)
      Auch von mir an dich alles Liebe und eine wunderschöne Woche!
      Herzlichst, Traude

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    2. Liebe Traude,
      perfekt ist wohl niemand von uns, und das wird sich wohl auch nie ändern. mich ärgert nur immer der Anspruch, von anderen etwas zu verlangen, was man selbst nicht tut. Und das dann möglichst auch noch in Form von Gesetzen. Ich bin immer der Ansicht, dass ich von anderen nur das Erwarten kann, was ich auch selbst tue. Damit kann ich gut leben und kann mich dann auch in Regeln fügen, die ich vielleicht nicht verstehe oder vielleicht auch nicht gut finde. (Wobei ich da zwischen Privatmenschen und solchen, die in der Öffentlichkeit stehen unterscheide. Von Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen erwarte ich eben aufgrund ihrer Position eine gewisse Vorbildfunktion.)
      Parteien sind ebenso nie perfekt und man kann nur das kleinere Übel wählen, oder besser die Partei, mit der man noch am besten seine eigene Meinung oder Ansicht in Einklang bringen kann.
      Ich wünsche Dir noch eine wundervolle Woche.

      Viele liebe Grüße
      Wolfgang

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    3. Lieber Wolfgang, liebe Traude.
      Ich habe auch das Gefühl, dass wir unseren Planeten verlieren werden. Wir sehen es doch jetzt schon... heiße Sommer, Dürre, Überschwemmungen, Hurricans in Gebieten, wo es sie früher nie gab...
      Wo sind die Insekten? Habt ihr einmal an eure Windschutzscheibe vom Auto gesehen? Früher klebten so viele beim Fahren daran, dass man nichts mehr sehen konnte . Heute ist die Scheibe glasklar. Wann habe ich meinen letzten Marienkäfer gesehen? Früher kamen sie in Horden. Jetzt machen sich Ungeziefer und Krankheiten an ihrer Stelle breit. Keine Bienen... wovon sollen wir uns ernähren? Manchmal denke ich, wenn uns nicht die Umwelt, die wir kaputt gemacht haben, umbringt, erledigen es die Kriege.
      Mein ausführlicher Beitrag hierzu kommt noch. Ich bin dermaßen deprimiert, weil ich trotz Bemühungen der Kleinen immer die Profitgier der Großen geben wird. Und dagegen kommen wir nicht an. Und das Schlimme daran ist, dass die"Großen" mir untergehen werden und merken es nicht.

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    4. Liebe Sabine,
      ich verstehe deine Verzweiflung, weil sich mich an manchen Tagen ebenfalls überkommt. Aber ich habe auch Hoffnung. Vielleicht liegt es daran, dass die Natur bei uns in Ö noch etwas "intakter" erscheint? Wir haben jedenfalls hier immer noch keine glasklare Autoscheibe und außerdem begegnen mir im Garten immer wieder mal Marienkäfer und Bienen und Schmetterlinge...
      Ja, die Profitgier gibt es, und sie ist extrem gefährlich. Aber ich glaube nicht, dass wir dagegen völlig machtlos sind - wenn wir es wirklich wollen. Zur Zeit hüpft uns ein 16jähriges Mädchen vor, wie es geht. Ich arbeite gerade an einem Beitrag über Greta Thunberg, die keine Scheu hat, den Mächtigen und Gierigen dieser Welt die Stirn zu bieten und ihnen zu sagen, dass sie damit die Welt ihrer Kinder zerstören. Greta Thunberg hat damit eine Bewegung ins Leben gerufen, die kraftvoll ist und den rechten Kräften ebensoviel Angst macht wie Politikern und Wirtschaftsbossen. Und das wichtigste: Man hört ihr zu. Ich denke, wenn wir alle an diesem Strang weiterziehen und noch einige mitreißen, die bisher unentschlossen sind, kann es funktionieren...
      Alles Liebe, Traude

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  19. Liebe Traude, was für ein wichtiger Beitrag – als ich zu lesen begonnen habe, war ich gespannt, was mich heute bei dir erwartet, und schließlich war ich nur gefesselt und habe gelesen und gelesen und es hat mir irgendwie tief ergriffen. Da ich seit einigen Jahren die Nachrichten mit ihrer teilweise aufgebauschten Berichterstattung, mit ihren ständigen negativen Meldungen nicht mehr verfolge, habe ich mich auch mit diesem Thema bisher noch nicht intensiv befasst. Aber solche Berichte lese ich ohnehin lieber auf Blogs, bei Menschen, denen ich vertrauen kann und bei denen ich weiß, dass sie wirklich dahinter stehen und es nicht nur zur Imagepflege oder Sonstigem nutzen. Toll was du hier zusammengetragen und aufgelistet hast und wenn du damit nur ein paar Menschen zum Nachdenken anregst, dann ist schon viel geschafft. Danke für dein Engagement.
    Hab trotz allem einen wunderbaren Abend und alles Liebe

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  20. Es ist leider so, dass wir keine Zeit mehr haben. Seit Juli leben wir offiziell auf Kosten der nächsten Generationen. Was ich Schade finde, dass in größten Teil wir in Europa machen uns Gedanken, vorbei die mächtigen Länder auf zwei anderen Kontinenten bauen weiterhin Autos, die mehr verbrauchen als "ein Schiff" (das nur als Beispiel). Es ist ein Thema, wo alle mitmachen müssen. Einzeln schafft man das Problem nicht! Schöner Beitrag! Liebe Grüße!

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  21. Ich bedanke mich auch für deinen ausführlichen Text, Apell und die vielen links zu weiteren Informationen.
    Ich gehöre zu den Leuten die sich bemühen manches zu ändern, aber bestimmt noch lange nicht perfekt handeln. Und ich bleibe dran so gut es geht ...

    Herzliche Grüße von Heidi-Trollspecht

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  22. Liebe Traude,
    so gelungen dein ausführlicher und informativer Post ... wichtig ist, dass wir dran bleiben unser Verhalten zu ändern und nicht der Bequemlichkeit erliegen oder in Resignation verfallen. Ob unser Bemühen Früchte trägt bleibt abzuwarten, aber ich möchte nichts unversucht lassen. Natürlich ist ein weltweites Umdenken unerlässlich, doch wenn keiner den ersten Schritt tut sieht es bitter aus.
    Lieben Gruß, Marita

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  23. ja.. es brennt an vielen Enden
    aber es hilf niemandem wenn wir mit permanent schlechtem gewissen durch die gegend laufen
    eigentlich müssten wir alle als Einsiedler in eine Bauernkate ziehen
    mit einer Ziege und etwas Feld drumherum ;)
    nein
    ich denke es reicht völlig aus wenn wir versuchen das was für UNS machbar ist umzusetzen
    wir dürfen bei allem Leid und Elend auf der Welt unsere Lebensfreude nicht verlieren
    denn damit ist niemandem gedient
    Eine Regierung.. eine Partei das sind auch nur Menschen..sonst nichts ..und alle Menschen machen Fehler
    meiner Meinung nach wird da oft zu viel erwartet und jeder erwartet etwas anderes ..
    da dort viele Menschen unter einen Hut gebracht werden müssen ist das nicht so einfach und so kommt oft nur der kleinste gemeinsame Nenner heraus
    das ist ja selbst in einer Familie nicht viel anders

    erfreulich deine Gartenbilder ..
    noch erquickt uns die Natur

    liebe Grüße
    Rosi

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  24. Liebe Traude,

    nicht nur dieses Thema macht mich verrückt. Ich bin verrückt darüber, wie wir mit unserer geschenkten Welt umgehen. Als der Wald am Amazonas brannte, war ich fassungslos. Was machen wir Menschen nur? Wir schaufeln unser eigenes Grab - und das nicht nur in ein paar huntert Jahren, sondern sehr sehr bald.
    Ich bin zwar bei Utopia, aber sonst nirgendwo. Aber ich versuche, unserer Umwelt im eigenen Leben ein klein wenig zu helfen. Plastiktüten gibt es bei uns schon sehr lange nicht mehr. Wir verwenden diese Beutelchen in den Supermärkten, in denen man das Obst hineinpacken kann (auch wenn diese schon wieder aus Kunststoff sind). Hineingepackt wird in Leinentaschen, die ich immer wieder waschen kann. Auch Alufolie oder Frischhaltefolie sind aus unseren Schränken verschwunden - die gute alte Zeit, in der wir mit Tellern abdeckten, bevor beispielsweise Vorgekochtes in den Kühlschrank kam, hat bei uns Einzug gehalten. Auch Essig geht nie bei uns aus.
    Vor ein paar Tagen habe ich in einem Geschäft für Kinderkleidung eingekauft. Vor mir stand eine Kundin. Die Verkäuferin an der Kasse packte ihr alles in eine Plastiktüte, die zu allem Unglück auch noch zerriss und die Verkäuferin die zerrissene in eine weitere steckte. Die Kundin fragte nach umweltfreundlichen Taschen, die es hier nicht gab, auch wenn die Verkäuferin wusste, worauf die Kundin hinauswollte.
    Essen oder Brote kommen in aufwaschbare Dosen, Gifte gibt es in unserem Garten nicht mehr. Bio steht ganz oben auf unserer Liste, zumal wir Vieles aus dem eigenen Garten holen (im Geschäft ist es oft zu teuer oder auch ein Witz - eine Bio-Gurke ist in Folie eingewickelt - was soll denn so etwas ???).
    Klar bin auch ich nicht perfekt. Ich fahre Auto, auch wenn ich es mehr und mehr durch das Fahrrad ersetze oder den Bus nehme. Auch reise ich gern in ferne Länder. Hier muss ich mir an die eigene Brust klopfen. Aber ich versuche wenigstens, umweltfreundlicher zu leben.
    Auf jeden Fall glaube ich, dass noch Einiges zu retten ist, auch wenn wir mitten in der Klimakrise stecken. Aufgeben oder sich über andere Länder oder Drittländer aufregen, bringt uns nicht weiter. Einer muss den Anfang machen. Und wenn man versucht, Andere zu überzeugen, anders zu leben, sehe ich nicht mehr sooo schwarz, sondern dunkelgrau. Das ist auch schon etwas wert.

    In diesem Sinne freue ich mich, dass du es in diesem Beitrag ausgesprochen hast. Ich hoffe, recht Viele werden ihn lesen.

    Herzliche Grüße, liebe Traude, deine Sabine

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  25. In diesem Jahr ist schon sehr viel passiert, so dass die Menschen einmal wachgerüttelt sein sollten. Das sind sie natürlich nicht, denn wir alle sind ja so bequem.
    Dabei ist es ja gar nicht UNBEQUEM, etwas für die Umwelt zu tun. Es würde ja schon mal reichen, in kleinen Schritten sein Leben zu ändern. Also: nur noch eine Flugreise pro Jahr statt 3, Obst und Gemüse in einen wiederverwertbaren Beutel packen und nicht mehr beim Billigheimer Klamotten kaufen.
    Und wenn das klappt, macht man weiter.
    Dieses Blogprojekt ist toll!
    LG
    Sabienes

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