Samstag, 27. April 2019

Unique - Nicht perfekt, aber einzigartig - Teil 3

Servus, ihr Lieben,
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... es geht weiter mit meiner "Sammlung" einzigartiger Menschen, die zwar nicht "perfekt"
sind, aber dafür hervorragend dazu geeignet, sich auf die eine oder andere Weise ein 
Beispiel an ihnen zu nehmen. Frau Kreitzman ist z.B. ein wunderbarer Ansporn zu
später Selbstverwirklichung... und hat auch sonst Ansichten, die mir aus der Seele sprechen:


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Sei mutig, sei abenteuerlustig und lebe unkonventionell, wenn du kannst. Verleihe deinem Leben 
eine Bedeutung. Höre auf, Reality-TV zu schauen und Klatschblätter zu lesen. Gehe stattdessen 
raus und unternimm Dinge, die wirklich etwas bedeuten. Überrasche dich und die Welt.
Sue Kreitzmann

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Sue Kreitzman - Künstlerin, Autorin, „Fabulous Fashionista“ und Begründerin der Londoner
Ausstellung "WOW !!" (für Wild Old Women) - ist unter anderem berühmt für ihre auffälligen,
farbenfrohen Outfits und ihren extravaganten Schmuck. Vor vielen Jahren hatte ich eine Vision
von mir selbst als alter Frau. In wallenden Gewändern und mit wehendem Haar umtanzte ich einen
Dorfbrunnen, den ich selbst gestaltet hatte... und irgendwie hatte ich Ähnlichkeit mit Sue
 Kreitzman, die ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht kannte... vor allem, was die Kleidung
betrifft. Und bestimmt hatte ich mindestens so viele Falten wie sie.


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  Sue Kreitzmann über Botox und Schönheitschirurgie:

Wieso sollte sich irgendjemand freiwillig die falsche Fassade einer verschwundenen Jugend
 mumifizieren? Wieso sich nicht-lebensnotwendigen und gefährlichen Operationen unterziehen, 
nur um dann ein wenig unechter und einbalsamierter auszusehen, bevor man das Zeitliche 
segnet? Unser Charakter, unser Leben spiegelt sich in unserem Gesicht wider, wieso das für einen 
törichten Traum von künstlicher Jugend auslöschen? Schönheit verändert sich, wenn wir älter 
werden. Die Schwerkraft fordert ihren Tribut, die Haut schrumpelt, die Gelenke schmerzen. Ich 
sage euch, na und?! Zeigt es, seid stolz darauf und feiert, dass ihr noch lebt. Macht aus eurem 
Leben etwas Sinnvolles, ohne wertvolle Zeit damit zu verschwenden, etwas künstlich festzuhalten.
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Ein Mehr an Bunt ist fast nicht möglich 😊 Sie sagt: "Don't wear beige, it might kill you." - Bilder von HIER



Ihr Alter liegt nach eigener Aussage bei „irgendwas zwischen Mitte 70 und Unendlich“. (Wenn
meine Informationen stimmen, wird sie im nächsten Jahr 80.) Ursprünglich stammt sie aus New
York, doch durch die Kunst gelangte sie nach London.


Ehe sie Künstlerin wurde, schrieb sie höchst erfolgreich 27 Kochbücher - damals 
sah sie noch ganz "harmlos" aus - KLICK. Als Künstlerin ist sie eine Spätberufene - man könnte 
sagen "je oller, desto doller" ... aber "alt" ist Sue Kreitzmann nicht!


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Sue Kreitzmann über das Alter:
 
Alter spielt keine Rolle. Lebensfreude, Mitgefühl, Gestalten, Teilen, Interagieren; das sind 
Dinge, die deine Lebenssäfte am Fließen halten und die Welt zu einem besseren Ort machen.
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Falten, quietschende Gelenke und die Schwerkraft sind nichts 
im Vergleich zu schierer Lebensfreude.
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 Bilder von HIER


Im Jahr 1998 passierte "etwas" ("Ich bin immer noch nicht sicher, was", sagt sie selbst darüber) 
- sie hörte auf zu schreiben und zu kochen und begann stattdessen zu zeichnen, zu malen und 
Assemblagen zu bauen - teilweise aus dem, was andere als Müll bezeichnen würden. (Es gibt da 
z.B. einen Ring, dessen "Schmuckstein" der halbierte Kopf einer Barbiepuppe ist... KLICK zu einem 
Video über Sues Ringe). Inspiration findet sie unter anderem in Stammeskunst aller Art und in ihren
 persönlichen weiblichen "Heldinnen": Josephine Baker, Frida Kahlo, Eva, Medusa...

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Hier noch ein paar ihrer Zitate, die mich sehr ansprechen:

Kümmere dich jetzt um deinen Körper, damit du das Beste aus deiner Zeit im höheren 
Alter machen kannst. Hab Spaß, mein Darling! Tu etwas! Mache aus der Welt einen 
besseren Ort! Älterwerden wird dir viel Spaß bereiten!
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Ich bin die ganze Zeit beschäftigt. Ich habe meine Familie. Ich bin umgeben von großartigen 
Künstlerfreunden und ich habe meine Kunst. Solange ich lebe, solange bin ich nicht alt.
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Silberfarbene Strähnen sind ein Geschenk, nimm es dankbar an. 
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Es ist offensichtlich nie zu spät, um mit der Selbstverwirklichung anzufangen. (Bilder von HIER)

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Nach diesem Farbenrausch gibt es zur Augenberuhigung etwas Black & White. Und nach so
viel WOW-Frauenpower zum Ausgleich einen Mann. Mit Schmuck und modischem Schnickschnack
hatte er nichts am Hut: Von Oskar Werner las ich einst, dass er ein- und denselben Anzug in 
mehrfacher Ausfertigung im Schrank hatte, um nicht darüber nachdenken zu müssen, welchen er 
anziehen soll. Und seine Haare hat er sich angeblich selbst geschnitten.

Falls ihr euch fragt, was wohl der manisch depressive Schauspieler, der sich in seinen letzten
Lebensjahren kaputt soff, im Kreise meiner ausgewählten, zumeist sehr lebenslustigen Menschen zu
suchen hat: Bei ihm ist es die Unbestechlichkeit, die mich so ganz besonders für ihn einnimmt. Als

 ihm z.B. sein Liebslingsregisseur Stanley Kramer das Angebot machte, in seinem Film „Das
Geheimnis von Santa Vittoria“ einen „guten Nazi“ zu mimen, lehnte der der österreichische
Schauspieler dies mit der folgenden „arithmetischen Gleichung“ ab - selbst nach Verdreifachung
des Gagen-Offerts:

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Wenn jemand gut ist und ein Nazi, dann ist er nicht intelligent. Wenn jemand intelligent ist und 
ein Nazi, dann ist er nicht gut. Und wenn jemand gut und intelligent ist, dann ist er kein Nazi.
Oskar Werner


Mehr als 300 lukrative Rollenangebote (teils aus Hollywood) lehnte Oskar Werner aus „Verrat am 
künstlerischen Geschmack“ ab. Schnöder Mammon konnte ihn nicht reizen. Und selbst wenn er eine 
Rolle annahm, hieß das noch lange nicht, dass er einen Charakter diskussionslos so spielte, wie es 
der Regisseur vorsah - es musste sich richtig für ihn anfühlen. Weil er sich nicht mit Pin-up-Girls 
fotografieren lassen wollte, zerriss er vor den Augen der Studiobosse von 20th Century Fox seinen 
Siebenjahresvertrag, und bei der Verfilmung von „Fahrenheit 451“ stritt er mit François Truffaut, 
weil dieser die Bücherverbrennungsszenen zu „geschmäcklerisch“ inszenierte. Dieses "Nicht tun,  
was von einem erwartet wird" brachte ihm zwar den Ruf ein, ein "Schwieriger" zu sein, andererseits 
aber auch mancherorts Hochachtung: Ihm waren der "Adel des Geistes" und die "Qualität des
Gefühls" wichtig - und ich denke, von diesem Adel und dieser Qualität sollte es mehr geben in 
unserer Welt.

Auch im Privatleben war er laut seiner großen Liebe Antje Weisgerber "absolut zuverlässig, 
ehrlich und wahrhaftig. Die ganze Welt ging im Grunde von ihm aus. Er hatte ein goldenes Herz 
und so rührende Züge. Im privaten Umgang kannte er keine Arroganz." Andererseits sagte sie auch: 
 "Die Zeit mit ihm war so verrückt und wunderschön, aber im Grunde nicht zu leben. Er war der 
größte Egozentriker, den ich kannte. Wohlgemerkt: Egozentriker, nicht Egoist. Er hat das ganze 
Weltleiden auf sich bezogen." 
 

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Anpassungsfähigkeit ist eine Eigenschaft, die ich nicht anstrebe.
 Oskar Werner


Fotos von HIER
Für mich hat der Schauspieler mit der schönen Stimme*) übrigens noch eine besondere Bedeutung - er hat nämlich am
selben Tag Geburtstag wie ich (natürlich ein paar Jährchen früher). *) Oh, und ich besitze tatsächlich zwei Oskar-Werner-
Sprechplatten (Vinyl, eh klar!), und wenn es Zeitreise gäbe, würde ich unter anderem wahnsinnig gern zurückreisen in
jene Zeit, in der Werner den Hamlet verkörperte - denn angeblich soll er ihn an jedem Tag anders angelegt haben... und an

jedem Tag zugleich sensationell gut. Leider gibt es von seinen Theaterauftritten nur wenige vollständige Dokumentationen; 
 auch die Salzburger "Hamlet"-Inszenierung aus dem Jahr 1970, bei der Werner die Titelrolle spielte und Regie führte, 
wurde nicht auf Film gebannt (wie es heißt, aufgrund der Unflexibilität des ORF). Wenn ihr Interesse habt, ihn sprechen 
zu hören, ihn in ausgelassener Stimmung mit seinem Sohn Felix zu sehen oder z.B. zu erfahren, was dieser Sohn über 
seine Zeit mit dem berühmten Vater erzählt, empfehle ich euch dieses Porträt aus dem Jahr 1991 (auf Youtube). Und hier 
noch ein bisserl was zum Nachlesen für alle, die's interessiert: KLICK und KLICK.



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Beatrix Ost über ihre erste Modeerinnerung:

Vielleicht war ich fünf Jahre alt, als ich die Krawatten meines Vaters nahm 
und sie als Gürtel benutzte.


Ihr erinnert euch - in meinem vorigen Blogbeitrag erzählte ich, dass ich die Idee, die Krawatten 
meines Vaters als Accessoires für meine Outfits zu verwenden, schon als Teenager hatte. Dann 
vergaß ich darauf, doch als  ich vor kurzem in den Lebenserinnerungen*) von Beatrix Ost las, fiel
es mir wieder ein und ich begann, die Krawatten meines Mannes zu verwenden.

*) Hier kommt ihr zu den beiden autobiografischen Büchern, die Beatrix Ost geschrieben hat:

und die Fortsetzung Mehr als Alles
Außerdem gibt es von ihr noch das Buch The Philosophers Style mit 80 Kurzgeschichten
und Interviews. Mehr darüber HIER.


Bilder von HIER


Beatrix Ost - Malerin und Bildhauerin, Designerin, Mode-Muse, Drehbuchautorin, Filmemacherin, 
Produzentin und eine Frau, die sich nicht scheut, ihr Haar lila zu färben oder ein Vogelnest auf dem 
Kopf zu tragen - wurde vor knapp 80 Jahren in Stuttgart geboren. Sie wuchs in einem Familiengut
 in Bayern auf, und sie schaffte es, die Aufbruchsstimmung der Nachkriegszeit dafür zu nützen, ihre 
eigenen Ausbildungswünsche durchzusetzen. 


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Du bist ein Geschenk.
In deinem Körper ist ein guter Ort, um zu sein.  
Und von diesem Ort aus kannst du in die Welt gehen.
 Beatrix Ost

Schon mit 14 Jahren verdiente sie sich ein Taschengeld, indem sie als Modell arbeitete. Später 
studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste in München, sie tanzte an der Isadora Duncan 
School und lernte beim expressionistischen Künstler Oskar Kokoschka in Salzburg. In erster Ehe war 
sie mit dem Lebemann Ferdinand Anton verheiratet, der als großer Südamerika-Experte galt und 
Bücher wie Kunst der Maya oder Die geheimnisvolle Welt der Azteken schrieb. Osts Autobiographie 
Mehr als alles handelt u.a. von ihren frühen wilden Jahren, von der Zeit, als sie sich in F. Anton 
verliebte, Reisen mit ihm unternahm und zwei Söhne von ihm bekam.


 Bilder von HIER

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Zu lieben ist die beste und begehrenswerteste Realität.
Beatrix Ost

  Die Ehe scheiterte, doch "Trixi", wie sie von ihren Freunden genannt wird, hatte beschlossen, sich
nicht unterkriegen zu lassen. Als sie im Jahr 1967 ihrem jetzigen Ehemann Ludwig Kuttner auf dem 
Münchner Oktoberfest begegnete, war sie eine alleinerziehende Mutter von 27 Jahren und Kuttner 
erst 21 Jahre alt. Konventionen waren Ost noch nie wichtig - die beiden verliebten sich ineinander, 
die Beziehung blühte auf und nach drei Jahren zogen sie schließlich zusammen und heirateten. 
Kuttner adoptierte Osts Söhne aus erster Ehe und das Paar bekam einen weiteren Sohn. 

Im Jahr 1975 reisten die beiden nach Amerika, verliebten sich in New York und beschlossen,
mit ihren Söhnen dort zu leben. Sie kauften ein historisches Haus am Hudson River, doch im Jahr
1981 wurde dieses Haus bei einem Brand zerstört. Ihr jetziges Zuhause fand die Familie, indem
Beatrix Ost ein Pendel über eine Karte der östlichen Vereinigten Staaten hielt. Das Pendel zeigte
 schließlich direkt auf ein Gebiet südlich von Charlottesville - und hier fanden sie Estouteville,
 das wunderbare Gebäude aus dem Jahr 1827, in dem Ost und Kuttner nun seit 1983 leben. Die 
meisten Fotografien in meinen Collagen mit Beatrix Ost wurden in diesem Haus aufgenommen.


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Beatrix Ost über Stil:

Du selbst zu sein ist der ultimative Stil.

(Dazu gibt es auch ein kurzes, aber sehr charmantes 
Youtube-Video in englischer Sprache - KLICK)


Bilder von HIER



Beatrix Ost ist - im Gegensatz zu Sue Kreitzman - eine Frau, die durchaus auch mal beige trägt 
und nicht daran stirbt. Dennoch haben die beiden Frauen etwas gemeinsam - und sie haben auch 
etwas gemeinsam mit Oskar Werner - denn alle drei führen oder führten ein Leben, bei dem sie
keineswegs das taten, was von ihnen erwartet wurde, ein Leben abseits vom Herdentrieb, mit 
einem ganz und gar eigenen Kopf, mit dem es ab und zu durch die Wand ging - und immer wieder 
mal gegen den Strom. 


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Da, wo jede(r) von uns sich jetzt gerade befindet, ist ein guter Startpunkt: 
Von hier aus kann man prima gegen den Strom schwimmen! 
Traude Rostrose




Mit diesen drei unangepassten Gegen-den-Strom-Schwimmern habe ich euch jetzt mal all
die Menschen vorgestellt, die ich euch ursprünglich vorstellen wollte. Wenn euch der Sinn nach
noch mehr einzigartigen, beispielgebenden Menschen steht, könnt ihr euch die ersten beiden
Teile meiner Unique-Serie zu Gemüte führen - aber die Welt hat natürlich noch weitere ganz
und gar besondere Menschen zu bieten - ich denke also, es wird wohl noch eine
Fortsetzung geben, irgendwann...

In Teil 1 hebelte ich den klassischen Schönheits-Begriff aus, indem ich euch drei Frauen zeigte, 
die auf eine ganz andere, viel persönlichere und berührendere Weise schön sind als faltenfreie,
makellose, gephotoshopte Werbebeauties. (Frida Kahlo de Rivera, Iris Apfel, Winnie Harlow)

Die Menschen in Teil 2 haben im Spiel des Lebens nicht gerade die besten Karten zugeteilt
bekommen und erarbeiteten sich dennoch ein "ziemlich gutes" Leben. (Niki de Saint Phalle,  



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Herzlichst,
die rostrosige Traude
Rostrose auf Facebook




Kommentare:

  1. Boa ich hab G ä n s e h a u t ! liebe Traude, du machst mir mit diesem deinen Post eine RIESENFREUDE.....
    So differnziert und detailgetreu aus dem Leben berühmter Menschen die schon lange gegangen sind wie Oskar WERNER/(Frida Kahlo de Rivera, Iris Apfel, Winnie Harlow)und anderer zu erzählen" hat dich bestimmt zu einer Menge Recherche geführt und sie abverlangt. Ich finde das ganz bewundernsert und toll sie in den Mittelpunkt deines Postes zu stellen.
    Viel zu wenig wird von anderen in vielen Blogs erzählt, meist ist es doch ausschließlich die eigene Darstellung die der >Person gilt und nicht den Künstlern die uns etwas bedeuten sollten, auch wenn es sie nicht mehr gibt, denn sie sind unter anderem unser Kulturgut, unsere Generationengeschichte:
    hervorragender Post der vielleicht auch andere interessiert, es sollte.

    ich danke dir...das ist eine besondere Kunst sich selbst auch in den Hintergrund zu stellen und damit sehr present zu sein.
    herzlichst Angelface...
    P.S. gerade eben hatte ich ein ähnliches Thema bei mir" angepackt"!
    Würde mich freuen wenn du es liest.

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    1. Liebe Angelface, fühle dich eingeladen, in meinem Blog ganz viele tolle Frauen kennenzulernen, jeden Donnerstag, denn ich mag auch nicht die Hauptdarstellerin in meinem Blog sein. Geradearbeite ich am 181. Porträt, 178 Frauen habe ich schon vorgestellt. Und ich verliebe mich jedes Mal aufs Neue...
      Bon week-end!
      Astrid

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  2. jeder muss für sich selber gegen den Strom schwimmen, wobei der eine locker 10 km alleine schafft während der andere bereits nach 100 Metern einen Rettungsring braucht. genau als solche Rettungshilfe betrachte ich die Vorstellung von Leuten, die es locker geschafft haben gegen den Strom zu schwimmen. Allerdings ist mir Frau Kreitzmann ein wenig zu viel...ohne despektierlich sein zu wollen...erinnert sie mit ihrem Outfit ein wenig an den Karneval und die Küche mit so vollen Arbeitsflächen ...unmöglich für mich :)) aber ihre Einstellung zum Leben gefällt mir ausgezeichnet.

    Liebe Grüße
    Arti

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    1. Liebe Arti,
      ich denke auch, dass Menschen wie die oben vorgestellten durchaus eine gute Rettungshilfe dabei sein können, wenn man sich bemüht, selber gegen den Strom zu schwimmen. Wobei ich finde, dass jeder Mensch selber entscheiden kann (oder können sollte), gegen welchen Strom er schwimmt oder wie intensiv. Frau Kreitzmann ist ein enorm bunter Vogel - wenn ich mir die Fotos von ihr ansehe, bekomme ich sofort großartige Laune und freue mich an dem Farbenflash. Wobei ich selbst gar so bunt auch nicht wohnen möchte. Von ihrer Kleidung könnte ich mir das eine oder andere Stück an mir hingegen durchaus vorstellen, aber auch nicht jedes ;-) Aber darum geht's ja nicht - jeder Mensch ist anders und so soll's auch sein. Inspiration und das Gefühl, dass man nicht ganz mutterseelenallein ist, wenn man sein Leben anders gestalten will als die breite Massee, anders, als es einem dauernd vorgekaut, vorgezeigt, von der Werbung aufs Auge gedrückt wird, kann jedenfalls hilfreich und wohltuend sein :-)
      Alles Liebe, Traude

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  3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  4. Liebe Traude,
    herzlichen Dank für deinen interessanten Post.
    Sonnige Grüße
    Elsabeth

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  5. Boah, liebste Traude, da hast Du Dich mal wieder voll ins Zeug gelegt... rein recherche-mäßig. Ganz toller Post, wie auch schon Teil 1 und Teil 2. Diesmal kenne ich den Mann, aber die Frauen nicht! Sue Kreitzmann erinnert mich schon ein wenig an Iris Apfel, solche Frauen können ja nur aus New York kommen, hihi. Nein, finde ich klasse. Ich seh es wie Du: man selbst muss sich ja nicht so kleiden - aber das ein oder andere Stück würde ich auf jeden Fall auch anziehen, na klar. Und auch, wenn mich so viel Farbe manchmal verrückt machen würde ich liebe es, farbenfrohe, bunte Menschen zu sehen! Und ich mag auch so Sprüche wie "Dont wear beige it might kill you!" OBWOHL ich selbst sehr gern beige trage. Liegt vielleicht daran, dass ich versuche, kein Egozentriker zu sein, wie dein 2. Beispiel, Oskar Werner. Und dennoch glaube ich, muss es auch Egozentriker geben, und komplett Verrückte und Schwierige. Auch, wenn ich da selbst nicht so drauf steh. Muss ich ja nicht. Ich muss auch nicht depressiv und alkoholabhängig sein, um Menschen zu verstehen, die es sind. Jeder, einfach jeder, soll in meiner Welt eine Existenzberechtigung haben. Ich muss nicht alles und alle gut finden, aber ich kann doch mal hier und da eintauchen, mich inspirieren lassen - vor allem, und das gefällt mir am meisten: von menschen, die wie Du schreibst ein "Leben führen oder führten, bei dem sie keineswegs das taten, was von ihnen erwartet wurde!". Das mag ich an Menschen.
    Liebe Grüße und auf bald :-D Maren

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  6. Liebe Traude,
    Sue Kreitzman ist enorm kreativ, der Ring mit Barbiekopf ist der Hammer.
    Ich habe große Lust ihn nachzumachen. Solche Menschen sind für mich wirklich
    inspirierend. Danke für den tollen Bericht!
    Liebe Grüße
    Ucki

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  7. Liebe Traude,
    auch dein dritter Post hat mich sehr beeindruckt ... drei bemerkenswerte Menschen, die du uns vorstellst und durch deine Recherche ihr Leben bzw. ihre Einstellung dazu beleuchtest. Gegen den Strom schwimmen und sich selber treu bleiben - Danke für diesen informativen wie inspirierenden Post.
    Liebe Grüße und ein feines Wochenende, Marita

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  8. Oh, tatsächlich kannte ich Sue Kreutzmann nicht, aber Beatrix Ost und noch besser (als Cineastin von Jugend an) den unersetzlichen Oskar Werner.
    Ich habe allerdings auch nicht mehr so viel Interesse an Mode, seit ich 1991 aus der Szene ausgestiegen bin & in meinem Brotberuf Karriere gemacht habe. Gemeinsam habe ich mit den Damen, dass ich keine Minimalisten und Chromophobikerin bin, auch in viel Farbe wohne und vor Mustern, am besten gemixt nicht zurückschrecke.
    Ich habe m momentan 75 Frauen auf meiner Liste für Great-Women-Posträts und muss sagen, dass mich zur Zeit am meisten die faszinieren, die sich den Naturwissenschaften zugewandt haben, wo ihnen die Männerwelt ja ordentlich ins Gesicht geblasen hat und sich die Kerle teilweise mit ihren Lorbeeren geschmückt haben. Ich weiß, gelesen wird lieber über die bunten Paradiesvögel, aber die anderen mussten sich mehr anstrengen, das zu tun, wozu sie sich berufen fühlten ( ich arbeite gerade wieder zu einer solch außergewöhnlichen Frau und bin hin und weg ).
    Ich freue mich allerdings immer wieder, wenn auch andere Bloggerinnen sich des Themas annehmen, es gibt so viele Entdeckungen zu machen. Und du hast mich inspiriert, weiter zu schauen und zu recherchieren. Danke!
    Bon week-end!
    Astrid

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  9. Liebe Traude was für ein toller Post. Du hast gut bewiesen dass gegen den Strom schwimmen gar nicht verkehrt ist, sogar eher reizvoll auch über den Tellerrand zu schauen. Sue Kreutzmann erinnert mich sehr an Iris Apfel.
    Danke für die tolle Unterhaltung, liebe Grüße und dicken Drücker Tina

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  10. Gegen den Strom schwimmen ist nicht immer leicht - wie Du eindrucksvoll zeigst liebe Traude. Aber es lohnt sich langfristig. Man muss nur hartnäckig sein :)

    Liebe Grüße Sabine

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  11. Herrlich, liebe Traude! Drei sehr interessante Persönlichkeiten hast du hier präsentiert. Ich mag ja solch "schräge Vögel", die nicht unbedingt das tun, was von ihnen erwartet wird. Die Welt wäre doch so langweilig, wenn es die nicht gäbe. :)
    Viele liebe Grüße
    Julia

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  12. Liebe Traude, wieder mal ein wunderbarer Blogbeitrag. Speziell der von Oskar Werner hat mir sehr gefallen. Der ist auch einer meiner Lieblingsschauspieler gewesen und vor allem hatte der eine Stimme, die unvergleichlich war. Aber auch er war im Endeffekt doch nicht glücklich, hat ja auch fast im Suff geendet. Schade um so einen tollen Mann. Ja nicht angepasst und gegen den Strom - das ist wohl auch ein wenig, was mich berührt, denn auch mein Wesen ist abseits der sogenannten Normalität.
    Danke für Deinen Beitrag und alles Liebe Gerda

    https://gerdajoanna.blogspot.com/2019/04/fonsturm.html

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  13. Ich liebe genau solche Posts, weil ich finde, dass so Menschen einen total inspirieren.
    Später möchte ich nicht langweilig in meinem Haus sitzen sondern auch so spannend sein, so dass jemand einen Blogbeitrag über mich schreiben möchte.
    Liebe Grüße
    Luisa von https://www.allaboutluisa.com/

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  14. Es ist wie immer gut zu wissen wer man nicht, und wo man hin will. Ich persönlich halte es aber für fast noch wichtiger zu wissen, wer man ist und was man nicht will.

    Drei sehr interessante Persönlichkeiten stellst Du hier vor. Interessant, dass gerade die Frauen viel Farbe um sich brauchen.

    Der folgende Absatz wird auch noch auf zwei weiteren Blogs erscheinen, weil sie da aktuell ebenso gut passen.

    Menschen die sich "bunt" kleiden und "bunt" leben sind für mich sehr starke Personen Und sehr extrovertierte. Das Bunt, das muss man aushalten. Es ist wie mit der Lautstärke. Manches Bunt harmoniert. Anderes nicht. Und manches ist nicht nur laut. Es ist zu laut. Lärm.

    Diese Menschen sind nicht dafür gemacht, still durch die Welt zu wandeln. Sie haben immer einen Auftritt. Und ich vermute Stark ihnen dringt die Aussage aus jeder Pore und sie "müssen" das mit den Farben unterstreichen.

    Ich habs auch gern bunt. Und ich schaue mir gern Leute an, die da ihre Kreativität ausleben. Meine Phantasie anregen. Aber wenns zu viel ist es wie Jazz oder 12 Ton Musik. Mein kleines Hirn kann das nicht verarbeiten, obwohls bestimmt künstlerisch sehr wertvoll ist. Dann muss ich mich vor dieser Reizüberflutung schützen.

    BG Sunny

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  15. Liebe Traude, jetzt habe ich mich so lange nicht gemeldet. Aber dieser Post ist einfach wunderbar, so dass ich einen Kommentar da lassen muss. Ich gehe stramm auf die 60 zu und hatte ein bisschen Angst, bald in beige und grau versauern zu müssen, obwohl das gar nicht meiner inneren Haltung entspricht. Ich mag allerdings auch gerne schwarz. Aber die Abwechslung machts wohl aus. Jetzt habe ich gesehen dass es auch anders geht. Obwohl in unserer ländlichen Gegend sowas kaum zu finden sein wird, und die gezeigte Kleidung vermutlich für ein anderes Budget als meines gemacht ist. Aber danach suchen und recherchieren macht bestimmt auch Spaß.
    Vielen Dank du Liebe für diese Themen.
    Herzlichst Donna G.

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    1. Liebe Donna,
      ich freue mich sehr, wieder mal von dir zu lesen! Schade, dass du deinen Blog nicht mehr betreibst - u.a. auch, weil es toll ist, mit anderen Frauen, die "stramm auf die 60" zugehen, zu kommunizieren und zu sehen, wie sie damit umgehen. Mich "erwischt" der 60er im November 2021 :-)) - aber ich habe fest vor, mich von dieser Zahl nicht unterkriegen zu lassen. Und garantiert muss heutzutage kein Mensch, der kein Beige-Grau-Typ ist, in diesen Tönen versauern. Meine Mutter war auch mit über 80 noch in bunten, modernen Kleidungsstücken unterwegs - wenn man dazu der Typ ist (oder es einfach WILL), dann passt das auch. Was das Budget für die bunte Kleidung der Frau Kreitzman betrifft - ich denke, sie näht vieles selbst - oder lässt nähen. Aber es lassen sich auch immer wieder tolle und bunte Kleidungsstücke in Second-Hand-Läden, bei Gudrun Sj*den (im Sale oder wenn es mal wieder minus 25 % gibt ganz erschwinglich) oder beispielsweise über Amazon finden. (Wobei ich bei letzterem sehr vosichtig bin - viele Klamotten sind da Billigzeugs aus China, aber man kann auch da nach "Organic" oder "Bio" oder "Fair Trade" suchen und findet dann das eine oder andere originellere Kleidungsstück. Ich lebe übrigens auch in einer ländlichen Gegend - die Leute fangen einfach irgendwann zu akzeptieren an, dass man sich kleidet, wie man sich kleidet. Und wer's nicht akzeptiert, hat Pech gehabt ;-))
      Auf jeden Fall wünsche ich dir viel, viel Spaß beim Suchen und Finden deines lebensfrohen Ü-60-Looks!
      Alles Liebe, Traude

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  16. Liebe Trude, was für wunderschöne und einmalige Portraits, du hast diese besonderen Menschen so einzigartig dargestellt, dass man sofort mehr erfahren möchte. Mir imponieren Menschen immer, die ihren eigenen Weg gehen, abseits von Mainstream, sich nicht leiten lassen, sich nicht verbiegen lassen und ich glaube, die Exzentrik des Alters hilft einem hier auch nur weiter. Also ich habe auch ein gewisses Bild von mir im Alter, mal sehen, ob es sich bewahrheiten wird. Ich danke dir im übrigen sehr für deine so lieben Worte zu meinem letzten Blogbeitrag. ich schicke dir ganz liebe Grüße aus den Untiefen des Blogatoniens, alles alles Liebe, x S.Mirli
    https://www.mirlime.at
    oh und by the way, es ist tatsächlich nicht tödlich beige zu tragen ;-)

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  17. Liebe Traude,
    danke für diesen schönen Post. ich kann gar nicht sagen, welche der drei Persönlichkeiten mich am meisten beeindruckt hat, aber mir tut es gut so etwas zu lesen, die Lebenslust, die Konsequenz, das Durchhaltevermögen alles sehr gute Eigenschaften, die ich gerne sehr viel öfters sehen würde.
    Ich wünsche Dir einen guten Start in die Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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  18. Den Spruch von Oskar Werner

    "Wenn jemand gut ist und ein Nazi, dann ist er nicht intelligent. Wenn jemand intelligent ist und ein Nazi, dann ist er nicht gut. Und wenn jemand gut und intelligent ist, dann ist er kein Nazi."

    finde ich sehr gelungen. In letzter Zeit habe ich einige Bücher gelesen, die in der Zeit und kurz danach spielen. Schon erstaunlich, wie sich viele Nazis immer wieder herauszureden versuchen.

    Liebe Grüße sendet Dir
    Ines

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  19. Liebe Traude,
    diese Frauen sind wirklich zu bewundern, ich kann gar nicht sagen, welche ich am meisten bewundere. Ich habe diesen interessanten Post mit Begeisterung gelesen und immer wieder die Bilder dieser Frauen "studiert". Danke dafür.

    Viele Grüße
    Traudi

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  20. Danke für den gelungenen, informativen Post! Ja all diese bunten "Vögel" sind mir bekannt und ich finde sie auch sehr bewundernswert!
    LG Petra

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  21. Hallo liebe Traude,
    ein schönen "bunter" Post.
    Menschen die ihren eigenen Weg konsequent bis ins hohe Alter gehen und sich nicht dabei verbiegen lassen imponieren mir sehr.
    Das Zitat von Oskar Werner finde ich super, es gefällt mir.

    Eine schöne Woche wünsche ich Dir.
    Liebe Grüße
    Biggi

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  22. das allerschönste billet von dir!!!!! muss wiederkommen ... ! liebe grüsse und ...DANKE!

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  23. Liebe Traude,
    heute habe ich viel gelernt, denn ich muss gestehen, nicht eine einzige Persönlichkeit ist mir bekannt gewesen, deswegen habe ich mit viel Interesse heute gelesen und danke Dir sehr für Deine Vorstellungen dieser 3 Menschen,
    ich wünsche Dir einen schönen Maibeginn und sende liebe Grüße
    Kirsi
    (Mein neuer Blog ist noch nicht online, im Moment habe ich das Gefühl in einem Hamsterrad mich zu drehen und doch nicht vorwärts zu kommen, aber die nächsten Tage werden wieder ruhiger ;-)

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  24. Liebe Traude,
    was für ein wunderbarer Post! Drei ganz außergewöhnliche Menschen stellst Du hier vor, wovon mich Oskar Werner am meisten anspricht, ich habe seine wunderbare Stimme noch im Ohr ....ich habe viele Filme mit ihm gesehen ....
    Ich wünsche Dir einen guten Start in den Mai!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  25. Liebe Traude,
    gegen den Strom zu schwimmen ist sicher noch recht einfach, solange der Strom noch ein Quell, ein Bächlein ist. Aber mit zunehmender Größe des Flusses wird das immer schwieriger und erfordert mehr und mehr Mut und Energie. Menschen, die sich nicht unterkriegen lassen und ihren Weg gehen, beeindrucken mich ungemein. Trotzdem gibt es aber auch viele Situationen, in denen man, aus welchen Gründen auch immer, von seinen Prinzipien abweicht, nicht das tut, was man eigentlich wollte. Solange man sich dabei nicht total verbiegt, ist das akzeptabel, finde ich.
    Beatrix Ost ist eine markante Persönlichkeit. Deine Post regt wieder einmal zum Nachdenken an!
    Liebe Grüße
    Felicitas

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    1. Liebe Felicitas,
      ich freue mich, wenn meine Beiträge zum Nachdenken anregen! :-)
      Wie bei allem, was man tut, braucht auch das "Gegenstromschwimmen" Übung. Vermutlich ist es ein gutes Training, damit dort zu beginnen, wo es noch einfach geht - also im Bächlein oder Quell, wie du geschrieben hast. Mir ist von Kindheit an nicht viel anderes übrig geblieben, da ich mit meinen roten Haaren überall aufgefallen bin und damit eine Außenseiterposition innehatte. Vielleicht hätte ich versuchen können, mich unterzuordnen, aber das entsprach nicht meinem Temperament. Also habe ich mich durchgeboxt, zuweilen im wahrsten Sinn des Wortes. Und habe Allianzen mit anderen AußenseiterInnen gegründet. Darum fühle ich mich vermutlich auch jetzt noch zu Menschen, die "anders" bzw. so markant wie eine Frau Ost sind, besonders hingezogen. Ich habe im Lauf des Lebens gelernt, dass es Herdentriebtiere und einsame Wölfe, Strömungen und Gegenströmungen gibt. Von meinen Prinzipien bin ich "nur" bei meiner Berufswahl abgewichen und habe mich damit niemals wirklich abfinden, aber davon auch bis vor kurzem nie wirklich befreien können. Ich glaube, bei jedem Kompromiss ist es wichtig, sagen zu können "Bis hierher und nicht weiter" - und das war mir zuweilen beruflich nicht möglich. Es gibt aber Lebenssituationen, wo man wohl besser nicht allzu laut herausposaunt, dass man anderer Meinung ist - in Regimes z.B., wo man sich und seine Lieben in Lebensgefahr bringt, wenn man sagt, was man wirklich denkt... Da geht man dann wohl besser in den Untergrund und schwimmt dort gegen den Strom, um etwas zu verändern...
      Alles Liebe, Traude

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  26. "Um an die Quelle zu kommen, muss man gegen den Strom schwimmen."(Konfuzius)Aber egal, worum genau es geht, das erfordert Mut, Kraft und Ausdauer, und manchmal ist es nicht so einfach, wie es klingt! Was für ein toller Post! Welche interessanten und besonderen Persönlichkeiten, Hut ab!Vielen Dank für dieses Geschenk zum Ende des Tages!
    Liebe Grüße und einen guten Start in den Mai!
    Claudia

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  27. ein schöner und ausführlicher Beitrag, liebe Traude, danke dir.
    Bemerkenswerte Frauen zu zeigen finde ich sehr wichtig! Oft werden ältere "bunte" individuelle Frauen als schrullig oder verrückt abgetan, umso wichtiger ist es, dass wir Frauen uns in der Welt auch diesbezüglich behaupten!
    Der Oskar Werner war eben ein sehr sensibler Mensch, seinen Nazi Ausspruch kannte ich nicht und finde ich soo großartig.
    lg

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  28. Ich mag Menschen die aus der Reihe tanzen, ob mir ihrem Lebensstil oder Mode, es macht sie einfach mega interessant. LG Romy

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  29. grandioser post mit 3 gross- und einzigartigen leuten!!
    wenn ich gross bin will ich werden wie die beiden damen - "alt" finde ich nämlich gar nicht schlimm - wenn nur die arthrose nicht wäre....
    xxxx

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  30. Hallo liebe Traude,
    hihi, das beruhigt mich, dass man auch mal beige tragen kann, ohne daran zu sterben :) Vielleicht mach ich es dann doch auch irgendwann mal ;) Tolle Menschen stellst Du hier vor, danke! Und dass Du Visionen hast, wundert mich nicht, ich habe sogar das Gefühl, dass sich Deine Visionen bewahrheiten.
    Was Du hier zeigst macht Mut und lässt mich das Leben gleich noch mehr wertschätzen. Vielen Dank!
    Liebe Grüße, Rena
    www.dressedwithsoul.com

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  31. ich habe deine Infos zu den drei besonderen Personen wieder sehr gerne gelesen.
    Die Bilder sind auch alle toll und interessant.
    Danke für deine Mühe. Sie hat sich gelohnt!

    Herzliche Grüße von Heidi-Trollspecht

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  32. What an inspiring lady! Sue has a great sense of style...she comes off as so full of energy and life in these pics.

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  33. Hallo liebe Traude,
    ein sehr interessanter und informativer, gut bebilderter Bericht ;) Niemand sollte perfekt sein - sich selber verwirklichen !
    LG Katrin

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