Servus ihr Lieben!
🥾🌲🍂⛰️🍂🌲🥾
Danke für all eure wertschätzenden Kommentare zu meinem Beitrag Herbstzeit 2020 - und ein paar Gedanken zum 2.11. in Wien!
Falls ihr Lust auf den Duft frisch gebackenen Brotes 🥖🍞 habt, gibt es außerdem im Blog einfach.nachhaltig.besser.leben - EiNaB einen neuen Beitrag von mir, der dazu passt - mehr darüber am Ende dieses Postings.
🥾🌲🍂⛰️🍂🌲🥾
Heute hingegen will ich euch wieder mitnehmen zu einem Ausflug - und ich
glaube, ich verspreche euch nicht zu viel, wenn ich sage, dass die
Fotos dieses Tages sehr sehenswert sind und gute Laune machen. In meinem vorigen
Salzkammergut-Urlaubs-Bericht erzählte ich euch über unsere gemütliche Wanderung zur Singerhauserhütte - dieser schöne Ausflug in traumhafter Landschaft war auch bestens geeignet, uns in Schwung zu bringen, die Muskeln ein bisserl aufzuwärmen
und die verwöhnten Füße wieder an die Bergschuhe zu gewöhnen.
Bei der folgenden Wanderung ging es etwas anspruchsvoller zu. Steil waren die Wege zwar nur selten, aber wir wanderten etwa 12 Kilometer auf dem Hochplateau der Tauplitz über Stock und Stein und stellenweise auch durch Matsch. Da solltet ihr also unbedingt gut zu Fuß sein und festes Schuhwerk anziehen. Fertig? Na dann, auf los geht's los!
[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]
Drei der obigen Fotos entstanden beim morgendlichen Blick vom Balkon des Hotels Grimmingblick auf die Berge: Die beiden oberen mit dem malerischen Nebelstreifen nahm ich vor dem Frühstück auf, das untere - mit den Balkon-Pelargonien im Vordergrund und dem schon deutlich blaueren Himmel - fotografierte ich nach dem Frühstück. Es versprach also, ein wunderbarer Tag zu werden - und das Versprechen wurde gehalten!
Im September 2018 hatten wir bereits eine Wanderung auf der Tauplitzalm unternommen - ich habe euch HIER begeistert darüber erzählt - und unser Wanderführer Hermann machte uns damals schon große Lust zu einer 6-Seen-Tour auf dem größten Seenhochplateau Mitteleuropas. Zwar haben wir es auch diesmal nicht zur Hauptblütezeit von Almrausch, Enzian, Thymian, Nieswurz, Anemonen und Steinnelken auf die Alm geschafft, doch immerhin fingen schon ein paar Lärchen mit der Verfärbung ihres speziellen Nadelkleides an.
Wir fuhren mit dem Auto bis zum Parkplatz am Ende der Tauplitzalm-Mautstraße. Dort orientierten wir uns anhand einer großen Karte, die am Beginn des Wanderweges angebracht ist, und gingen dann in die Richtung, in die ein Hinweispfeil mit der Aufschrift 6-Seen-Wanderung zeigte. Hier unten seht ihr schon den ersten See, den wir erreichten - den Großsee. Trotz seines Namens ist er mit einer Wasserfläche von 6,2 Hektar nicht der größte, sondern nur der zweitgrößte See am Hochplateau der Tauplitz. Der See verfügt über Trinkwasserqualität, es tummeln sich Saiblinge und Forellen darin - und außerdem bietet er zauberhafte Spiegelungen:
Nicht weit vom Großsee entfernt (aber von dort aus nicht zu sehen, weil man zunächst über eine kleine Anhöhe muss) befindet sich der nur 0,15 Hektar kleine, smaragdgrüne Märchensee. Hier hat uns ein netter Mann mit meinem iPhone fotografiert, damit wir gleich ein paar "Postkarten-idyllische" Grüße versenden können - und hier war es auch, wo Edi feststellte, dass der Akku seiner Kamera leer ist und er seinen Ersatazakku vergessen hat. Ich hatte meine Kamera wiederum absichtlich im Hotel gelassen, weil eine große Kamera ja genügen sollte 😉. Ab dem Märchensee gibt's also ausschließlich Handyfotos. Zum Glück haben die heutzutage schon eine ziemlich gute Qualität, nur mit dem Zoomen hapert's bei unseren Modellen noch.
Der Steirersee ist laut Wikipedia 30 Meter tief und mit einer Wasserfläche von 12,5 Hektar der größte See am Hochplateau der Tauplitz; er wird aus unterirdischen Zuflüssen gespeist, die aus den nordseitig gelegenen Bergen stammen.
Spätestens bei den im Sommer bewirtschafteten Hütten oberhalb des Steirersees endet der "gemütliche" bzw. noch relativ "kinderwagenfreundliche" Teil der 6-Seen-Wanderung - und zwar egal, ob man am Nord- oder Südufer des Sees entlanggeht.
Wir wählten für den Hinweg in Richtung Schwarzsee das steilere und steinige Nordufer des Steirersees. Wie ihr in den oberen und unteren Collagen sehen könnt, geht es da über Felsen und Wurzelwerk, von Zeit zu Zeit sorgt ein Bacherl für die Chance, sich nasse Füße zu holen (diese Möglichkeit ließen wir aber ungenützt 😉), und hier kann auch der Wind stärker aus als z.B. auf dem Waldpfad beim Großsee. Deshalb zogen wir unsere Jacken wieder an.
Doch die Schönheiten am Wegesrand waren immer wieder ein großartiger Ausgleich - so begegnete uns unter anderem ein seltener Trauermantel-Falter. Diese Schmetterlinge werden heutzutage in vielen Teilen Europas als mehr oder
weniger stark gefährdet eingestuft und sind in ihren Populationen stark rückläufig, vor allem in Mitteleuropa. (Sie leben hauptsächlich in lichten, offenen und feuchten Laubwäldern, aber sie scheinen auch gegen Wälder mit Nadelbaum-Bewuchs nichts einzuwenden zu haben; sie fliegen dabei bis in Höhen von ca. 2000 Meter.) Auch einige späte Enzianblüten gab es immer wieder zu sehen:
![]() |
oben links: verwirrender Schilderwald beim Großsee, rechts Hinweis auf den Schwarzsee |
Eine geschätzte halbe Stunde weiter in östlicher Richtung erfreute uns der Schwarzsee mit seinem Anblick. Dieser wird seinem Namen nur bei aufziehenden Gewitterwolken gerecht. Bei unserem Ausflug gab es zwar Wolken, aber von Gewitter keine Spur. Auch dieser See wird durch Karstquellen gespeist - und er ist, wie auch der Steirersee, ein gutes Fischwasser, das mit Saiblingen und Forellen bewirtschaftet wird.
Hier waren wir schon reichlich müde - und außerdem stellten wir fest, dass es eine gute Idee gewesen wäre, ein paar unserer Müsliriegel in unsere Rucksäcke zu packen - oder die feinen Lebkuchen, die wir im Hotel aufs Kopfkissen gelegt bekommen hatten. Das hatten wir aber leider verabsäumt, und so mussten wir uns mit ein paar Schlucken aus unseren mitgebrachten Wasserflaschen begnügen. (Diese Flaschen haben wir nicht extra gekauft, sondern füllen sie schon seit Jahren immer wieder mit frischem Leitungswasser, wenn wir auf Ausflüge gehen. So ersparen wir der Welt viel unnötiges Plastik.)
Klarheit brachte schließlich das segensreiche Internet: Es gibt auf der Tauplitzalm auch noch einen Krallersee! Diesen erreicht man, wenn man vom Parkplatz oder von der Bergsation des Sesselliftes aus (oder spätestens nach genauerer Betrachtung der vielen Hinweisschilder beim Großsee) nach Westen geht - also nach links, in Richtung Lawinenstein. Wir hingegen waren schnurstracks zum Großsee und dann zum Märchensee gelaufen, hatten dann im verwirrenden Schilderwald die Übersicht verloren - und schon war unser "Fopatscherl" passiert. Am Schluß waren wir bloß noch auf Kaiserschmarren und Kaspressknödel fixiert gewesen und hatten nicht nachgezählt 😝... Denn sonst hätten wir es so machen können wie der Blogger Christian Öser, der in seinem Reiseblog beschreibt, wie er am Schluss noch den Krallersee mitnahm. Nach seiner Schilderung war das aber ein wenig beeindruckendes Erlebnis mit schon sehr schweren Beinen. Also haben wir wohl nicht viel versäumt. Trotzdem, wenn ihr tolle Fotos von seiner 6-Seen-Tour im Juni sehen wollt, klickt HIER. Und für eine genauere Beschreibung der richtigen Route klickt HIER.
🥾🌲🍂⛰️🍂🌲🥾
Abends zog ich mir dann wieder mein Dirndl an - eine Hommage an unseren wunderbaren Ausflug: Das Blau des Kleides stand für den blauen Himmel, den wir an diesem Tag hatten, der grüne Gürtel für die Wälder, das Shirt in türkis und die farblich abgestimmte Strumpfhose passten zum Türkisgrün vom Märchen- und vom Steirersee und die braunen Stiefel zu Wurzeln und Baumstämmen. Ich gebe zu, Halbschuhe wären in diesem Fall vorteilhafter gewesen, aber ich hatte keine mit (1 Paar Wanderschuhe, 1 paar Walkingschuhe und 1 bequemes Stieflettenpaar - das muss einfach reichen für eine Wanderurlaubswoche im Herbst).
Unten könnt ihr noch einen Blick auf unser superleckeres Abendessen werfen. Von den drei Hauptspeisen hatte ich mich für Menü I - das gebratene Forellenfilet mit Apfelrisotto und Paradeiser-Kapernkraut - entschieden. Falls euch die Portion klein erscheint: Man kann im Hotel Grimmingblick ankreuzen, ob man eine kleine oder große Portion möchte. Da ich abends keine so großen Mengen essen kann und mir ja auch etwas vom guten Salatbuffet holte, habe ich erstens die Suppe ausgelassen und mich zweitens immer für die kleine Portion entschieden (leider, es schmeckte soo gut)!
So viel zu diesem wunderbaren Tag. In unserem Fall war es zwar nur eine 5-Seen-Wanderung, aber ich hoffe, ihr seid trotzdem gerne mit dabei gewesen. Edi und ich haben uns vorgenommen, den sechsten See bei nächster Gelegenheit nachzuholen 😉. Für den nächsten Tag hatten wir einen weiteren tollen Ausflug geplant - damit geht es demnächst hier weiter!
🥾🌲🍂⛰️🍂🌲🥾
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick
PS: Hier noch ein Hinweis in eigener Sache - und in Sachen Nachhaltigkeit:
Wie ich in der Einleitung schon erwähnt habe, gibt es im Blog einfach.nachhaltig.besser.leben - EiNaB einen neuen Beitrag von mir zum Thema Brot backen im Backrohr. Ich erzähle euch darin über den Brotbackkurs, den Edi und ich im Februar 2020 besucht haben, und über unsere Backerfahrungen seither. Drei tolle Brotrezepte habe ich euch ebenfalls dazugepackt. Hier geht es zu meinem Beitrag
#EiNaB 42: Brot backen für Anfänger, Fortgeschrittene und Eilige
Unter dem EiNaB-Posting könnt ihr zwei Monate lang eure nachhaltigen Beiträge verlinken - sehr gerne auch Brotrezepte oder Rezepte zur Verwertung von Brotresten. Die Beiträge müssen nicht neu sein! (Bitte nicht aufs Backlink-Setzen vergessen, sonst klappt die Verlinkung nicht.) Aber natürlich werden auch all eure anderen Ideen rund um den Themenkreis Nachhaltigkeit im Alltag / Umweltschutz / Zero Waste / umweltfreundliches Weihnachten etc. gerne genommen!
PPS: Und hier könnt ihr etwas ganz Wichtiges für die Rettung der Wälder der Erde tun:
![]() |
Bild von HIER |