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Freitag, 30. April 2021

Von Blütenwolken und Kellergassen

 Servus, ihr Lieben!


In meinem vor-vorigen Post ging es um sonnengelbe Blüten in der Umgebung des Benediktinerstifts Göttweig; in meinem vorigen Post nahm ich euch mit zu einer himmelblauen Wanderung ins Naturschutzgebiet Thenauriegel. Ich danke euch für all eure wundervollen Kommentare dazu! Heute geht es farbenfroh weiter - nämlich mit Blüten über Blüten - hauptsächlich in lila und weiß. 


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Lila bzw. violett passt auch gleich prima zum aktuellen Farbthema bei Maren - dort geht es nämlich derzeit um die Colour Energy: Violett. Damit ich gut zu diesem Thema passe, warf ich mich in eine "lila Schale", bestehend aus lauter Kleidungsstücken, die es schon lange in meinem Fundus gibt: eine pflaumenviolette schmale Hose, ein lila Langarmshirt unter meinem violett-blau-gemusterten Shirtkleid, und dazu mein selbst gehäkeltes Schultertuch, das ich an diesem sonnigen, aber teilweise noch kühlen Tag als Schal trug. (Die altbekannte senfgelbe Steppjacke und die Wanderschuhe waren auch noch dabei 😊.)

Und wo ging es diesmal hin? In den 1166-Seelen-Ort Pillichsdorf im Weinviertel! Bis vor kurzem ahnte ich nicht einmal, dass es eine Ortschaft dieses Namens in Niederösterreich gibt. Ohne Brigitte wüsste ich bis heute nichts davon. (Als sie mir am Telefon davon erzählte, dachte ich, der Name des Ortes wäre "Billigsdorf" 😁.)

Einige von euch haben es wohl schon bemerkt: Meine Freundin Brigitte hat sich in der Covid-Ära mehr und mehr zu unserer "Ausflugs-Beraterin" entwickelt. Sie entdeckt immer wieder lohnende Ziele in der Umgebung Wiens, und somit lernen wir viel Neues kennen. Mitte April schickte sie mir via WhatsApp Fotos von ihrem Ausflug nach Pillichsdorf - und weil die Gegend für uns reizvoll aussah, beschlossen Edi und ich, der kleinen Marktgemeinde ebenfalls einen Besuch abzustatten.

Diese vier Fotos stammen von meiner Freundin, und in meine Collagen habe ich noch ein paar weitere schöne Bilder 
eingestreut, die mir Gitty per WhatsApp geschickt hat.

Zu den Sehenswürdigkeiten in Pillichsdorf zählen u.a. die reizvollen alten Kellergassen.

Der Begriff Kellergasse bezeichnet in Weinbauregionen die Gasse, an der sich die Weinkeller und Presshäuser befinden. In Österreich gibt es die meisten davon in Niederösterreich und im Burgenland. (Wenn ihr in Deutschland lebt, kennt ihr vielleicht die Kellergassen in Franken oder Rheinhessen - da habe ich im Internet einige schöne Aufnahmen von Felsenkellern gesehen.) Schon im antiken Rom gab es Kelterhäuser, in denen die Trauben gepresst werden. Im Mittelalter war die Herstellung von Wein jahrhundertelang Klöstern vorbehalten; Bauern kelterten nur für den Eigenbedarf. Doch nach dem Dreißigjährigen Krieg erhielten die Bauern mehr Rebflächen und benötigten daher mehr Lagerraum. 

Einst besaß jede Familie in Pillichsdorf einen eigenen Weinkeller. Inzwischen sind einige der Keller verfallen oder erneuerungsbedürftig, andere wurden renoviert und werden als Wochenendhäuschen verwendet, manche dienen aber immer noch ihrem ursprünglich zugedachten Zweck. 

An der Prägung in dem eisernen Türgitter (vorige Collage rechts oben) seht ihr, dass die Weinkeller von Pillichsdorf schon einige Jahre auf dem Buckel haben: 1902 steht da - die ebenfalls eingeprägten Buchstaben sind wohl die Initialen des ursprünglichen Besitzers. Der älteste Weinkeller im Ort stammt aus dem Jahr 1855 - und für meinen Geschmack gilt: je älter, desto schöner. Die Obere und Untere Kellergasse von Pillichsdorf gehört mit insgesamt mehr als 240 Weinkellern zu den größten zusammenhängenden Kellergassen in Mitteleuropa.

Achtung, Verwechslungsgefahr, wenn ihr den Kellergassen von Pillichsdorf einen Besuch abstatten wollt: Die Marktgemeinde befindet sich im Bezirk Mistelbach - nicht mit der Ortschaft Pillersdorf im Bezirk Hollabrunn durcheinander bringen, wo es ebenfalls Weinkeller gibt.*)

*) Obwohl es sicherlich nicht schlimm ist, versehentlich in Pillersdorf zu landen: Die dortige Öhlbergkellergasse zählt lt. Wikipedia sogar zu den ursprünglichsten und schönsten Kellergassen im österreichischen Weinviertel. Die dortigen Weinkeller sind teilweise schon über 600 Jahre alt - und sicherlich ebenfalls einen Besuch wert. 

Die Keller von Pillichsdorf fanden wir allemal reizvoll. Übrigens habe ich euch auch früher schon mal in eine Kellergasse mitgenommen: Im Jahr 2015 erzählte ich euch von einem Weihnachtsmarktbesuch in der Kellergasse von Hadres. Diese gilt mit einer Länge von 1600 Metern und 400 Kellern und Presshäusern als längste Kellergasse der Welt.

Die Türen, die in solche alten Weinkeller führen, sind sehr unterschiedlich und oft sehr sehenswert. Einige habe ich 
hier für Novas T in die neue Woche zusammengesammelt.

In "normalen" (also Covid-losen) Zeiten  laden die Winzer in den Kellergassen an den Sommer-Wochenenden oft zur „Offenen Kellertür“ ein, um Wein zu verkosten, und es werden Kellergassenfeste durchgeführt. Derzeit sind eher andere Wege nötig - wie z.B. die Spritzer-to-go-Automaten, die im Ortszentrum von Pillichsdorf aufgestellt sind (Spritzer = Schorle). Oder die Winzer lassen die Kellertür offen und schreiben auf eine Tafel

"Seid artig und fein
trinkt Saft oder Wein
und werft dann das Geld
in die Kassa hinein!
PROST - DANKE"

(siehe nächste Collage unten links). Es finden sich in Pillichsdorf auch mehrere Bänke, wo man sich niederlassen kann, um ein genussvolles Achterl zu trinken.

Die kleine Kohlmeise mag lieber Insekten und Maden als weißen Wein 😉

Auch in dem schon stark überwucherten Keller hier unten links befindet sich ein vertrauensvolles Schild - mit folgender Aufschrift:

"Halte diese HÜTTE rein!!
Dann wird sich der NÄCHSTE freuen!"

Und siehe da - es lag tatsächlich kein Müll in dem Keller! Vielleicht lassen sich die Menschen mit netten Schildern ja tatsächlich dazu "erziehen", nicht einfach all ihren Müll überall liegen zu lassen?

 

Leider scheint nicht überall "Wohlverhalten" zu herrschen. Zumindest Blumendiebstahl dürfte es auch im idyllischen Pillichsdorf geben, wie man diesem Schild entnehmen kann:

"Halt, du Blumendieb!!!
Wir haben die Blumen nicht eingepflanzt,
damit du sie abreißt und mit nach Hause nimmst!!!"

Eins der Schilder, die ich für Artis Schilderwald gesammelt habe

Möglicherweise war im Bezug auf die Blumen der Heilige Urban etwas unachtsam? Der Schutzpatron der Winzer ist jedenfalls auf die Fassaden mehrerer Weinkeller gemalt (siehe nächste und übernächste Collage). Aber wahrscheinlich fühlt er sich nur für Weinreben zuständig und nicht für Tulpen und Hyazinthen?
"Hl. Urban, gib uns den Segen,
zum Schutze der Winzer
und zur Reifung der Reben"

 

Der Mantel des Hl. Urban passt gut zu All good things are blue bei Anne

Wie ich schon von Brigittes Fotos wusste, war im Weinviertel gerade die Zeit der Kirschblüte angebrochen. Ja, stimmt, man kriegt bei meinen Posts der letzten Zeit ein gewisses Déjà-vu-Gefühl, denn immer wieder zeige ich Weingärten und Obstbäume. Aber so ist das eben bei uns - die ländliche Umgebung von Wien und Baden ist geprägt von Wein- und Obstbau - und somit sind es auch die Gebiete, die in unserem ungefähren 100-Kilometer-Umfeld liegen. Aber immerhin waren es beim Marillen-Erlebnisweg in der Wachau keine Kirschbäume, und bei der Wanderung im Naturschutzgebiet Thenauriegel hatte die Kirschblüte noch nicht begonnen. Ein bisserl Abwechslung gibt's also doch 😉

 Und auch der Himmelsblick sah ein Kleinwenig anders aus ... zumindest was die Wolken betrifft...

Wir spazierten ein Stück des "Wanderpuzzles Wolkersdorf" entlang - so heißt der Regions-Rundwanderweg, der insgesamt ca. 70 km lang ist und durch alle neun Regionsgemeinden führt, vorbei an den schönsten Aussichtspunkten und Sehenswürdigkeiten. Entlang des Wegs entdeckten wir noch ein paar Schilder, die z.B. über den Bio-Landbau informierten, der dort in der Region betrieben wird. Die Kindermalereien auf den Schildern unten links behandelten wichtige Themen wie "Naturwiesen für Bienen und Schmetterlinge" und "ökologischer Fußabdruck".

Die weiße Blütenpracht der teilweise schon recht betagten Kirschbäume, die den Weg säumten, war überwältigend.

Mein Freund, der (Kirsch-)Baum - für Astrid

 

Doch nicht nur das Kulturobst blühte, auch die Wildsträucher rundum waren in die herrlichsten Blütenwolken gehüllt. Diesen heuer so besonderen Effekt haben wir übrigens dem kalten Aprilwetter zu verdanken. Und ich verdanke auch diese Information mal wieder Brigitte. Denn sie hat gelesen und mir erzählt, dass durch den kalten Frühling die zeitliche Abfolge der Obstblüte durcheinander gebracht wurde, weshalb späte Marillen, Pfirsiche, Weichseln, Kirschen, Birnbaum, Kriecherln (Mirabellen), Apfelbäume sowie deren Wildformen und Schlehen und Weißdorn fast gleichzeitig blühen. Außerdem dauert heuer die Blütezeit bei vielen Obstbäumen länger an als in den vergangenen Jahren. 
 
Darüber bin ich sehr glücklich - denn der Frühling ist für mich die allerliebste Jahreszeit und darf daher gerne ganz, ganz lange dauern 😊! 

Was Bienen und Schmetterlinge betrifft - sie leiden in der Umgebung von Pillichsdorf keine Not. In allen Obstbäumen und Wildfruchtsträuchern summte, brummte und flatterte es, dass es eine Freude war. 

 

Und seht ihr den Hasen in der folgenden Collage über die Felder hoppeln? Leider hatte ich nur die Kamera mit dem "Alltags-Tele" dabei, deshalb bekam ich den Hasen nicht näher heran... Aber immer noch besser als mit dem Handy...

Und hier kommt nun noch mein Violett-Spezial: Denn hier ist nicht nur meine Kleidung in violett-Tönen gehalten - für Maren habe ich mich sogar buchstäblich in die Nesseln gesetzt 😀... allerdings in die Taubnesseln, die gerade wunderschön lila blühen. Taubnesseln sind übrigens ein wichtiges Heilkraut und außerdem eine gesunde und schmackhafte Küchenzutat - mehr darüber könnt ihr HIER lesen.

 

 

 Auch die Gewöhnliche Kuhschelle oder Küchenschelle leuchtet in allererschönstem Violett.


Und damit, ihr Lieben, bin ich für heute wieder am Ende meiner Schilderungen angekommen.  Unser Ausflug war allerdings noch nicht ganz zu Ende. Denn unter anderem besuchten wir an diesem Tag auch noch die Pfarrkirche von Pillichsdorf - eine der ältesten und größten Kirchen der Region - sowie einen Grabhügel, in dem ein Fürst aus der Hallstattzeit bestattet wurde. Aber darüber erzähle ich euch ein andermal mehr.

Nun wünsche ich euch noch einen guten Start in den Mai und wunderschöne Frühlingstage! Macht es euch schön und bleibt gesund. (Mein Mann hat heute übrigens seine erste Covid-Impfung hinter sich gebracht - und ich habe meinen ersten Impftermin Anfang Juni 👍😊!)


Herzlichst,
eure Traude


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Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
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Mittwoch, 7. April 2021

Marillen-Erlebnisweg und Göttweig-Wanderweg in der Wachau

Servus ihr Lieben!

 

Ja, ihr lest richtig, wir waren schon wieder unterwegs - und abermals war es (unter anderem) eine Blüten-Wanderung. Das ist nämlich etwas, das wir in Österreich zum Glück auch im strengeren Oster-Lockdown tun durften: Raus in die Natur, Sport, Bewegung im Freien. Im März habe ich euch über unseren Ausflug zur Dirndl-Blüte ins Pielachtal erzählt, heute möchte ich euch gerne in die Wachau mitnehmen - denn dort blühen jetzt gerade die Marillen (Aprikosen). Und diese Blütenwolken sind ein wunderschöner Anblick - überhaupt bei blauem Himmel und Sonnenschein. 

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Die Kulturlandschaft Wachau (mit Betonung auf dem „au“ in der letzten Silbe 😊) wurde im Jahr 2000 in die Liste des UNESCO-Weltkultur- und -naturerbes aufgenommen. Und das zu Recht, denn das Gebiet entlang der Donau ist von beachtlicher landschaftlicher Schönheit und hat auch in historischer und architektonischer Hinsicht einiges zu bieten. 

Im August 2019 unternahmen wir eine herrliche Wachau-Schifffahrt von Krems nach Spitz und wieder zurück - ich habe euch HIER darüber erzählt. Und dem Stift Melk mit seiner atemberaubenden Bibliothek und dem entzückenden Pavillon widmete ich im Jahr 2010 zwei Beiträge - HIER könnt ihr euch diese steinalten Rostrosen-Postings ansehen.

Mein Freund, der (Marillen-)Baum - für Astrid!

Diesmal trieb es uns nach Krems-Angern, denn dort gibt es einen Marillen-Erlebnisweg - und der ist natürlich zur Zeit der Blüte besonders sehenswert. HIER könnt ihr einiges über diesen Erlebnisweg lesen, der entlang alter Marillengärten und malerischer Weinhügel führt, und außerdem etwas über die Wachauer Marillen erfahren, die sich durch ihren besonderen Geschmack auszeichnen. Seit 1996 ist der Name „Wachauer Marille“ übrigens eine innerhalb der EU geschützte Ursprungsbezeichnung.

Je nach Witterung beginnt die Blütezeit zwischen Mitte März und Mitte April in der Umgebung von Krems und breitet sich dann durch die Wachau aus. Beim Spitzer Graben blüht die Wachauer Marille am spätesten. Die Wachauer Marillenblüte dauert zwischen zehn Tagen und zwei bis drei Wochen - je kälter es ist, desto länger blühen die Bäume. Über den aktuellen Stand könnt ihr euch mit Hilfe dieser Webcam informieren.


Diesen zartwolkigen Himmelsblick habe ich für Heidi eingefangen.


Der Wachauer Marillen-Erlebnisweg beginnt und endet beim Weinhof Aufreiter, in dessen Hofladen wir am Ende unserer Tour auch ein paar Einkäufe getätigt haben. (Darüber nachher mehr.) Der Rundweg ist ca. 4,5 Kilometer lang. Unsere Tour sollte jedoch um einiges länger werden - denn wir verknüpften unseren "Marillenblüten-Spaziergang" noch mit einer weiteren Wanderung...

Eine erste Pause legten wir aber noch auf dem Marillen-Erlebnisweg ein - da gab es nämlich einen Stand mit Produkten vom Marillenhof Kundt, bei dem wir gleich mal köstlichen Marillensaft und Mineralwasser erstanden und mit einer spritzigen Mischung auf einem windgeschützten Platz unseren Durst löschten. 


Über dem Erlebnisweg thront ein auffallender Gebäudekomplex - das Stift Göttweig. Und bis zu diesem Benediktinerkloster wollten wir unbedingt marschieren - ohne ganz genau zu wissen, wie lange man  dorthin geht. (Es war letztendlich eine Runde von etwas mehr als 15 Kilometern, nicht ganz un-anstrengend, aber wunderschön!) 

Hier könnt ihr mehr über eine Wanderung auf ungefähr unserer Route lesen: Weinbergwandern.at bzw. im Blog von Stephan Schmatz.

Ein Teil der Runde führt sogar über den Jakobsweg, wie ihr unten einem der Schilder entnehmen könnt, die ich für Artis Schilderwald fotografiert habe. 

Leider muss man, um zum Stift Göttweig zu kommen, eine Bundesstraße überqueren und an deren Rand kurz entlang gehen, aber schon bald kommt man wieder in ein Waldstück. Hier sind die Wege für Wanderer und Mountainbiker größtenteils voneinander getrennt, was ich für alle Beteiligten sinnvoll finde - nur auf einer kleinen Teilstrecke ist man gemeinsam unterweg. Hier haben Wanderer allerdings Vorrang (siehe übernächste Collage).



440 Höhenmeter sind zum Stift Göttweig zurückzulegen. Der Wanderweg bietet teilweise einen herrlichen Ausblick auf die Umgebung - und rundherum blüht's gerade - Schlehen, Veilchen, Immergrün, Wolfsmilch ... ein Traum!

Natürlich haben wir auch beim Stift Göttweig und in der Stiftskirche fotografiert, aber diese Bilder möchte ich euch gerne erst in meinem nächsten Posting präsentieren - dieses hier ist ohnehin schon wieder recht lang. Deshalb zeige ich euch heute nur ein paar Tore von dort - für  Novas "T in die neue Woche".

Nach einer weiteren Rast im Marillen-Kräutergarten von Göttweig (demnächst mehr darüber) ging es wieder talwärts. Diesmal wählten wir den "Prälatenweg", auf dem es unterwegs die Mauer-Reste einer historischen Materialbahn zu sehen gibt. Eine Tafel informiert darüber, dass diese Bahn angelegt wurde, weil das Stift nach einem großen Brand im Jahr 1718 im Barocken Stil neu aufgebaut wurde. Um das Baumaterial zu transportieren, wurde ein Maschine konstruiert, die mit Hilfe einer von Pferden bewegten Winde und einer Schiene die Wagen auf den Berg zog.

 Leider haben wir es versäumt, auf dem Stairway to Heaven zu gehen 😉

Zurück auf dem Marillenwanderweg entdeckten wir auch diese schönen rosa Blüten - sie dürften zu Pfirsichbäumen gehören, die gedeihen im Weinbauklima ja ebenfalls sehr gut... Das Schloss Wolfsberg, das ihr in dieser Collage außerdem seht, hatte in seiner Geschichte zahlreiche Besitzer; unter anderem befand es sich mehrmals im Besitz des Stiftes Göttweig und diente auch als Erholungsheim. Derzeit ist es in Privatbesitz.


Als wir wieder in Angern ankamen, taten uns die Füße schon ganz schön weh, aber ein paar Schritte mussten unbedingt noch sein: Denn erstens wollten wir im Genuss-Hofladen der Familie Aufreiter noch ein paar Marillenspezialitäten (Likör und Marmelade) kaufen, und zweitens wurden im Weinhof der Aufreiters "Marillenknödel to go" angeboten. Davon holten wir uns je eine Portion und genossen sie auf einer Bank mit Blick auf einen idyllischen Donau-Nebenarm und mit blökenden Schafen in unmittelbarer Umgebung. Edi und ich sind uns einig, wir haben noch nie dermaßen gute Marillenknödel gegessen 😋!

Danach ging es wieder heimwärts - und wir waren einmal mehr froh darüber, in einem Land zu leben, in dem es im Umkreis von etwa hundert Kilometern so viel Schönes für uns zu erleben und zu entdecken gibt - sowohl in Sachen Kultur und Natur, als auch in kulinarischer Hinsicht. Ihr könnt sicher sein, wir werden in diesem Jahr noch einiges davon ansehen und genießen - und ich werde euch, so gut ich kann, daran teilhaben lassen.

Ich denke, in meinen nächsten Postings werde ich euch vor allem über das Stift Göttweig erzählen, und außerdem vielleicht über unseren Ausflug in das Naturschutzgebiet Thenauriegel (Burgenland), den wir ebenfalls erst vor kurzem unternommen haben. Oder doch lieber über unser neuestes "Komparsen-Abenteuer"? Es gibt immer so vieles zu schildern aus dem Rostrosenleben - selbst in "eingeschränkten Zeiten" wie diesen!

Das Foto von der rot blühenden Zierquitte (vorige Collage) hat mich daran erinnert, dass ich für Annes Aktion "Ich sehe rot"
 auch noch eine Collage zusammenstellen wollte - und für die Saturday's Critters von Eileen gibt's ein paar Tierfotos dazu!

Ich hoffe, ihr hattet angenehme Ostertage 🐇🐤🐣🐥! Vielen Dank für all eure lieben Zeilen zu meinem Posting über unseren Ausflug nach Loretto und Leithaprodersdorf

Es tut mir sehr leid, dass ich mich in letzter Zeit blog- und kommentarmäßig etwas rar gemacht habe, aber neben unseren Ausflügen und der oben genannten neuesten Komparsentätigkeit habe ich noch etwas ganz Besonderes zu tun bekommen:  

Mein aktueller Umwelt-Projektvorschlag, den ich unserer Gemeindeverwaltung unterbreitet habe, wurde angenommen 👍👍👍 - und dafür muss ich jetzt immer wieder mal ein paar kleinere Blogpausen einlegen... (Drückt bitte die Daumen, dass nicht noch etwas dazwischen kommt. Bei meinem letzten Projektvorschlag im Frühjahr 2020 war es nämlich so, dass Corona alle Vorhaben verhindert hat 😢... aber mein jetziger Plan passt sich an die veränderten Gegebenheiten an [genau wie ich auch 😉]. Sobald es etwas Konkreteres über dieses neue Projekt zu erzählen gibt, werde ich das tun 😊.)

 

Bleibt weiterhin gesund und 
macht das Beste aus jedem Tag!

Herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude



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Garden Affair - bei Jaipur Garden, Ich seh rot bei Anne
 

Samstag, 19. Mai 2012

Gartenrundgang & Bloggertreffen

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Servus, Ihr Lieben!
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Ich freu mich sehr, dass ihr Spaß daran hattet, 
mit mir über den farbenfrohen Markt zu bummeln (klick), Köstlichkeiten anzusehen, zu gustieren
und euch dazu meine "Fortsetzungsgeschichte" erzählen zu lassen.

Haltet ihr's noch ein Weilchen aus, bis ihr hört, wie es weitergeht? :o)

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 Denn heute möchte ich euch einerseits ein paar Fotos aus unserem Garten 
zeigen, die ich während der vergangenen paar Tage
(oder jedenfalls an den sonnigeren Tagen :o)) aufgenommen habe...
(Ich gönne mir diese Woche nämlich einen Kurzurlaub daheim :o))



... und andererseits alljenen von euch, die im Osten Österreichs leben
oder sich vielleicht zufällig gegen Ende Juni hier in der Umgebung aufhalten
eine kleine Vorab-Info zu dem 
Blogger-Picknick 
geben, das meine Blogfreundin Elisabeth
organisiert.

(Wenn ihr Fotos von Elisabeths und meiner 
ersten Begegnung sehen wollt, klickt hier, hier und hier.)

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Es gibt auch schon einen Termin für unser kleines, feines "Gute-Laune-Treffen",
und Elisabeth hat ein sehr hübsches Posting vorbereitet,
das richtig Guster auf das Ambiente macht, in dem das Treffen stattfinden wird:

http://kleinefreude.blogspot.com/2012/05/blogger-picknick-1.html

Da Elisabeth die nächsten zwei Wochen etwas "knapp mit Zeit" ist
und nicht so intensiv die Werbetrommel rühren kann, wie sie das gerne würde,
"rühre" ich einfach mit :o) - hier ist auf jeden Fall der Termin -
auf diese Weise könnt ihr es schon mal einplanen:

 
Bloggerpicknick im Laxenburger Schlosspark
am Sonntag, 24. Juni 2012, Nachmittag ab 16.00 


Nähere Informationen findet ihr jetzt und demnächst auf 

Hoffentlich haben viele von euch Zeit!

Und es wäre natürlich toll, würdet ihr auf euren Blogs ebenfalls Werbung dafür machen :o)
✿✿✿✿✿


Ich hoffe, auch der Besuch in meinem Garten hat euch Freude bereitet!
Wie ihr sehen könnt, gibt es hier einige Bereiche mit eher dezenten Farben und andere,
wo es um einiges farbkräftiger zugeht. Nah am Haus herrschen Lila- und Rosa-Töne
sowie Weiß, "Silbrig" und Grün für Blüten, Blattschmuck und Accessoires vor.
(Wobei die Wiese ruhig noch grüner sein könnte... naja ;o))

Je näher ihr dem Pavillon und dem Gartenteich kommt, desto farbenfroher wird es. 
Die Übergänge sind jedoch fließend:
die roten Blätter des Zwergahorns, violette Iris, 
bald werden die weißen und rosa Pfingstrosen aufblühen, später im Jahr dann 
Blutweiderich, Phlox und Wasserdost von Zartlila bis Pink.




Und direkt am Bachlauf bzw. am Mini-Teich wächst die strahlend gelbe Sumpfiris (daneben seht ihr 
Sauerampfer kurz vor der Blüte) und später blühen dort Taglilien in Orange und Rot.
Hier ist mein "asiatischer Bereich", der einerseits "buddhistische Ruhe" bzw. meditative Einkehr
und andererseits lebensfrohe Farbenpracht zeigt, wie sie uns in Indien
begegnet ist. Hier findet auch der Übergang zum Kräuter- und Naschgarten statt -
denn gleich hinter dem Hügel mit dem Bachlauf 
wachsen Himbeeren und Ribisel (rote und schwarze Johannisbeeren)
neben Apfel- und Birnbaum,
danach kommt dann der Bereich mit dem Geräteschuppen ("Efeuhütt'n")
und den Hochbeeten (mit Erdbeeren, Kartoffeln, Kräutern etc.)




Bald schon (voraussichtlich am Sonntag) geht es weiter mit meinem 
Barcelona-Reisebericht, der diesmal unter dem Motto 
"Eat Shop Walk" steht.  
Der Titel dieses Posts ist natürlich an den Elizabeth-Gilbert-Roman 
"Eat Pray Love" *) angelehnt, den ich derzeit gerade lese. 

*) Mehr dazu (für alle, die's interessiert) im Post Scriptum  :o)

Nun wünsche ich euch noch einen schönen restlichen Tag und begrüße 
all meine neuen Leser und Leserinnen ganz herzlich! Schön, dass ihr da seid! 
Genießt diesen Tag und gebt ihm die Chance, der schönste eures Lebens zu werden :o)

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Allerliebste Rostrosengrüße und Küschelbüschel,
Eure Traude
✿✿✿✿✿ ✿✿✿✿✿  ✿✿✿✿✿  ✿✿✿✿✿ 




P.S.: Zum Thema "Eat Pray Love":
Ich habe sowohl über das Buch als auch über die Verfilmung dieses Bestsellers die unterschiedlichsten Ansichten und Kritiken gehört und gelesen, aber am liebsten bilde ich mir meine Meinung selbst. Nachdem ich mir den Film mit Julia Roberts mittlerweile angesehen und ihn gemocht habe, lese ich nun den Roman. 
Ich bin jetzt beim zweiten Teil, also bei "Pray" im Indischen Ashram, und bis jetzt gefällt mir das Buch und die Stimmung, die es vermittelt, sehr gut. Ich glaube generell, dass die Zuneigung oder Ablehnung eines Buches oder Filmes stark davon abhängt, in welcher Phase man sich selbst gerade befindet. Nachdem es in der autobiographischen Geschichte um für mich so wichtige Dinge wie Reisen, Genießen, Lernen und "Sich-selbst-auf-die-Schliche-kommen" geht, passt es sehr gut in mein Weltbild.
Mehr zum Inhalt und über die Autorin könnt ihr z.B. hier lesen.
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