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Samstag, 4. Juni 2022

Mai-Ausflug mit Sigrun und "Alles Finster"

 

Servus ihr Lieben!

Ich hoffe, ihr seid gut im Juni gelandet! Vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem Kurz-Posting über unsere beiden "Mai-Auszeiten". (Und falls ihr's wegen meiner Abwesenheit versäumt habt - es gab davor auch noch ein vorprogrammiertes Italien-Reiseberichts-Kapitel über einen ganz besonders schönen Ort - Cortona mit Eremitage "Le Celle". Von meinem Italien-Reisebericht wird es demnächst übrigens noch ein letztes Kapitel geben, dann ist es geschafft 😉)

Heute möchte ich euch unter anderem Bilder von einem Ausflug zeigen, den wir am 3. Mai mit meiner "Tante" Sigrun im Wandergebiet Mannersdorf am Leithagebirge unternommen haben. Wir waren in diesem Gebiet nicht das erste Mal mit Sigrun unterwegs, denn sie lebt ganz in der Nähe dieses Gebietes. HIER habe ich euch z.B. im Jahr 2018 von einem gemeinsamen Ausflug erzählt und euch außerdem das genaue Verwandschaftsverhältnis erklärt.
 

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Diesmal entführte uns Sigrun in einen Teil der Gegend, den wir noch nicht kannten, und wir gingen auch nicht ständig auf markierten Pfaden. Auf einer Wiese sahen wir einige typische Magerwiesen-Blumen und auch sonst gab es unterwegs interessante Pflanzen zu entdecken. In der oberen Collage seht ihr z.B. Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis) mit einer wilden weißen Narzisse (Narcissus); außerdem links Kriechender Günsel (Ajuga reptans) und rechts ein Immenblatt (Melittis melissophyllum).

In der oberen Collage gibt es u.a. eine Blaurote Steinsame oder purpurblaue Rindszunge (Buglossoides purpurocaerulea) und eine Blindschleiche zu sehen (genauer: eine Westliche Blindschleiche - Anguis fragilis), die ihre Schwanzspitze offenbar schon zur Selbstverteidigung abgeworfen hatte. Der Text zum Foto von Edi oben rechts lautet: "Schatz, zieh mal den Bauch ein, damit man sieht, wie schmal der Weg ist." 😁

In der folgenden Collage seht ihr oben links eine Kugelblume (vermutlich eine Echte Kugelblume - Globularia bisnagarica)*), oben Mitte einen Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata)  und oben rechts ein Geflecktes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) mit hauptsächlich rosarot gefärbten Blüten.**)

*) Falls ihr euch fragt, weshalb ich in letzter Zeit zumeist auch die botanischen / zoologischen Namen nenne - meine nicht-deutschsprachigen Leser tun sich leichter mit der Übersetzung.

**) Weil diese Pflanze auf ein- und demselben Stängel meist rosa und blau-violette Blüten trägt, wird sie auch "Hänsel und Gretel" oder "Brüderchen und Schwesterchen" genannt: Beim Aufblühen sind die Blüten noch rosa, in den nächsten Tagen wird die Farbe jedoch dunkler. Dieser Wechsel von rosa zu blau-violett wird durch den Zellsaft in den Blüten hervorgerufen. In jungen Blüten ist der Zellsaft sauer, der Farbstoff ist rot - in älteren Blüten ändert sich der Säuregrad, der Zellsaft ist dann neutral bis schwach basisch und der Farbstoff dadurch blau. Für die Wildbienen, die das Lungenkraut besuchen, ist die Farbe ein Hinweis auf den Nektargehalt der Pflanze: Die jungen rosaroten Blüten enthalten mehr Nektar als die Blauen, deshalb werden erstere von den Bestäubern bevorzugt.

Sigrun führte uns auch zu einem Platz im Wald, an dem sich diese kleinen "Knusperhäuschen" befinden. Es handelt sich dabei um einen mittlerweile offenbar in Vergessenheit geratenen Kinderspielplatz, der vermutlich in den 1960er Jahren von Mitgliedern einer örtlichen Natur-und-Wander-Organisation liebevoll gestaltet wurde. Inzwischen ist er eher zu einem "lost place" geworden.

Auch das Schild unten mit dem Gedicht "Der Wanderer" befand sich an einer Hütte bei diesem Spielplatz. 

Der Mensch erlebt die schönsten Stunden
wenn er mit der Natur verbunden!
Und das genießt, wie kaum ein anderer,
der Naturfreund als froher Wanderer!

... heißt es da unter anderem. Das hätte natürlich prima zur inzwischen beendeten Blogparade "Wanderlust" der ü30-Blogger gepasst, aber dazu habe ich ja ohnehin schon meinen Beitrag verlinkt.

Was gibt es in der nächsten Collage sonst noch zu sehen? Links oben Kleines Immergrün (Vinca minor), darunter Wolliger Schneeball (Viburnum lantana), darunter eine Schale mit Vergissmeinnicht (Myosotis), die auf einem Tisch bei der Hochfilzerhütte stand, daneben eine zartlila blühende Pflanze, die Sigrun nicht kannte, die sie aber vor allem wegen der kleinen "Kügelchen" interessierte. Meine Freundin Brigitte hat allerdings recherchiert und fand die Antwort: Es handelt sich um eine Zwiebel-Zahnwurz (Cardamine bulbifera). Die "Kügelchen" (oder genauer gesagt, die in den Blattachseln wachsenden bräunlich-violetten Knoten) sind so genannte Brutknollen (Bulbillen). Neben Rhizomen dienen diese Bulbillen zur Vermehrung der Pflanze, indem sie von Ameisen verschleppt werden.

Oben rechts seht ihr ein schönes Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea), eine der größten heimischen Orchideen, und unten rechts Sternmieren (Stellaria).

Alles Finster:
Edi und ich waren, wie ihr wisst, bei der Mini-Serie "Alles Finster - Überleben für Anfänger" als Komparsen mit dabei. Im PS meines Blogbeitrages vom 18. April 2022 erzählte ich euch, dass diese sechsteilige Komödie, in der es um einen europaweiten Stromausfall geht,  ab 25. April an drei aufeinander folgenden Montagen in Doppelfolgen auf ORF 1 gezeigt wird. Natürlich haben wir die gesamte Serie sowohl aufgenommen als auch angesehen. Wir mussten zwar lange warten, bis "unsere" Szenen ausgestrahlt wurden, aber tatsächlich, in der sechsten und letzten Folge sah man uns. Wie aufregend 😁!
 
Alles finster
Foto von HIER

Edi war ja schon mal bei einem Komparsenauftritt im Fernsehen zu bewundern, und zwar als Mönch in der TV-Serie "Vienna Blood". Damals fertigte er ein paar Bildschirmkopien an, ich habe sie euch HIER im PS gezeigt. Die Idee gefiel mir, und so habe ich auch diesmal Bildschirmkopien gemacht. Für alle, die die Serie vielleicht bei einer späteren Ausstrahlung sehen werden, ist es eine Hilfestellung, um uns leichter zu finden 😉 und für uns eine schöne Erinnerung 😊. (Mittlerweile weiß ich, dass sich auch der Bayerische Rundfunk an der Serie beteiligt hat, ich denke also, dass sie in nicht allzu ferner Zukunft auch in Deutschland zu sehen sein wird.) 


"Unsere" Szenen spielten bei einem Versorgungspunkt: Ein junger Mann namens Patrick (dargestellt von Michael Edlinger im roten Rad-Dress) versucht über eine Soldatin ("Oberleutnant Julia Lehner", dargestellt von Julia Edtmeier) an Insulin für ein zuckerkrankes Mädchen heranzukommen. 

Wir waren beide zu sehen, und zwar häufiger, als wir das ursprünglich erwartet hatten, allerdings erkannte man uns manchmal nur für den Bruchteil einer Sekunde. Bei den meisten Bildern sollte man außerdem wissen, wo man suchen muss - daher habe ich sowohl Edi als auch mir in den Collagen zwecks besserer Erkennbarkeit ein rotes Krönchen aufgesetzt 😉. 

Oben beispielsweise sieht man Edi und mich sogar mehrmals im selben Bild - Edi war einer der Soldaten, die beim Versorgungspunkt Wache standen und Absperrungen aufstellten, und mich seht ihr hier oben mit meinem Rucksack in der Warteschlange stehen. Denn zu diesem Zeitpunkt dauerte lt. Drehbuch der Blackout bereits seit einigen Wochen an und natürlich waren all den Menschen, die sich hier anstellten, schon so wichtige Dinge zur Neige gegangen wie haltbare Lebensmittel, Medikamente, Batterien, Kerzen, Klopapier, Gastkartuschen für Campingkocher etc.

In der oberen Collage seht ihr pro Bild entweder Edi oder mich. Ich habe da schon mein Paket erhalten und schleppe meine "Beute" davon. (Die Zusammenstellung der Kleidung war ein Wunsch der Kostümdame gewesen; wir sollten alle "bunt zusammengewürfelt" und auch ein bisschen erschöpft aussehen. Letzteres war nach mehrstündigen Dreharbeiten ganz einfach darzustellen. Da es vor Drehbeginn kurz zu regnen begonnen hatte, waren meine Hosenbeine unten außerdem mit Wasser vollgesaugt.)

In der nächsten Szene hat Patrick das Insulin erhalten - und ich mein "Care-Paket". Mein Auftrag lautete, in Richtung Feuerwehrauto abzugehen, während Patrick vorbeiradelt. Da jede Szene aus mehreren Perspektiven gedreht wird, musste ich mein "schweres" (leeres) Paket und meinen vollen (mit meiner Ersatzkleidung und persönlichen Utensilien angefüllten) Rucksack ungefähr viermal am Feuerwehrauto vorbeischleppen.

So viel also zu den Szenen, in denen wir zu sehen waren. Doch was mich jetzt vor allem interessieren würde ist: Wie interessant oder wie wichtig findet ihr das Blackout-Thema? 

Habt ihr die Serie gesehen oder euch andere Sendungen (z.B. Dok1 oder andere Dokumentationen) zum Thema angeschaut? Oder habt ihr den mittlerweile 10 Jahre alten Technik-Thriller Blackout – Morgen ist es zu spät von Marc Elsberg gelesen? Habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, was alles nicht funktioniert, wenn der Strom ausfällt und wie ihr euch in solch einem Ernstfall verhalten würdet? Seid ihr gut oder eher mangelhaft vorbereitet auf einen länger andauernden Stromausfall oder seid ihr vielleicht sogar echte Prepper? Habt ihr ausreichend Wasser, lange haltbare Lebensmittel, alternative Koch- und Heizgelegenheiten bzw. Decken, wenn die Heizung ausfällt, Kerzen oder andere stromfreie Lichtquellen, ein batteriebetriebenes Radio, um im Notfall wichtige Informationen empfangen zu können, vielleicht sogar einen Stromgenerator? Was würdet ihr tun, wenn die Toilettenspülung nicht mehr funktioniert? Habt ihr mit euren wichtigsten Menschen vorsorgliche Vereinbarungen getroffen, falls ihr mit ihnen nicht mehr telefonisch in Verbindung treten könnt?

Für uns war die Auseinandersetzung mit diesem Thema sehr interessant. Da die Wahrscheinlichkeit eines europaweiten Stromausfalls binnen der nächsten fünf Jahre lt. Expertenmeinungen sehr hoch ist, denke ich, es kann nicht schaden, sich eine kleine oder größere Notfallsausrüstung zuzulegen. Edi und ich sind zwar bestimmt nicht perfekt vorbereitet, aber wir haben im letzten Jahr ein bisschen aufgerüstet (Wasservorräte in Flaschen und Kanistern, Lebensmittel in Dosen und Einweckgläsern, Kerzen, Grillkohle, Ofenholz etc.) und außerdem mit unserer Tochter und ihrer kleinen Familie Notfalls-Vereinbarungen getroffen. 

Hier ein paar Artikel zum Nachlesen:

https://www.focus.de/finanzen/news/blackout-gefahr-so-realistisch-ist-ein-wochenlanger-stromausfall-in-deutschland_id_24419301.html

https://www.saurugg.net/blackout/risiko-eines-strom-blackouts

https://gesund.co.at/blackout-wie-wahrscheinlich-ist-ein-grosser-stromausfall-und-was-ist-zu-beachten-36837/

 
Ganz herzliche Rostrosengrüße 
und wunderschöne Pfingsttage!

Alles Liebe,

eure   T  r  a  u  d  e




Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

beim Mosaic Monday, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta,  All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid 

  

PS:

Abermals habe ich hier ein paar Unterschriften- bzw. Mail-Aktionen für euch, und ich möchte euch bitten, mitzumachen und sie kräftig zu teilen. (Die oberen beiden Petitionen können von Leserinnen und Lesern aus der ganzen Welt unterschrieben werden):

Stoppt das Massaker am Amazonas

Stoppt das Massaker am Amazonas: Die Yanomami leben seit Jahrhunderten direkt im Herzen des Regenwaldes. Er ist ihre ganze Welt. Aber jetzt wird diese Welt durch illegale Goldgräber brutal zerstört - die Yanomami kämpfen um ihr Überleben (und letztendlich um das Überleben von uns allen - denn ohne Regenwald ... kein Leben). Bitte unterschreibt die Petition und teilt sie, damit möglichst viele unterschreiben - danke: https://secure.avaaz.org/campaign/de/amazon_emergency_loc_rb/

 
 Ein Mann an der Spitze eines kleinen Bootes zeigt begeistert den Regenwald
 
Keinen Holzeinschlag an den Flüssen Ulu Lioh und Ulu Lijan: Abermals geht es um den Regenwald, diesmal in Südostasien: Die Wälder auf der Insel Borneo spielen für den Kampf gegen die Klimakrise und für den Erhalt der Artenvielfalt eine wichtige Rolle. Indigene Völker setzen sich für deren Bewahrung ein. Etwa in Gemeinden an den Flüssen Ulu Lioh und Ulu Lijan. Dort schützen die indigenen Iban die Natur vor Holzfällern und bitten dringend um unsere Unterstützung. Bitte unterschreibt und teilt diese Petition: https://www.regenwald.org/petitionen/1259/keinen-holzeinschlag-an-den-fluessen-ulu-lioh-und-ulu-lijan?
 
nuclear symbol png
Eil-Aktion für meine LeserInnen aus Deutschland: Gas und Atom sind nicht grün! Die EU-Kommission will Erdgas und Atom als nachhaltige Energien definieren. Das ist nicht nur großer Unsinn, sondern hätte gefährliche Auswirkungen auf den Klimaschutz in ganz Europa. Die Abgeordneten im Europäischen Parlament können das stoppen. Fordert sie dazu auf, indem ihr ihnen jetzt eine kurze Protest-Mail schickt! Mehr darüber HIER: https://mitmachen.wwf.de/stop-fake-green


Mittwoch, 15. September 2021

Der "Rest" vom August 2021

Servus, ihr Lieben!


Ich finde momentan leider nicht sehr viel Zeit zum Bloggen - vielen Dank an euch, dass ihr mir trotzdem die Treue haltet! Danke auch ganz herzlich für all eure Kommentare zu meinem vorangegangenen Posting Ausflug in die Johannesbachklamm!

Abgesehen von diesem Posting gab es vom vergangenen August hier im Rostrosen-Blog noch meine Schilderungen über die Gottesanbeterinnen in unserem Garten und über den Ausflug in die Mannersdorfer Wüste (beides in DIESEM Blogbeitrag). Und außerdem gab es die traurige Nachricht vom Verlust unseres lieben Katzenbuben Maxwell 😪😿. Freud und Leid lagen also nahe beieinander... - und ich bin froh darüber, dass im August so viel los war, das mich abgelenkt hat. Heute bekommt ihr jene Fotos vom August 2021 zu sehen, die ich euch bisher noch nicht gezeigt habe. 
 
Unter anderem diese August-Himmelsblicke für Heidi:
 
 
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Grillerei bei "Ani-Nor-Max":
Unsere Freunde Anita, Norbert und ihr Sohn Max luden uns in ihren Garten und in ihr noch recht neues, ganzjährig bewohnbares Gartenhaus ein. Hier mein Outfit für diesen wolkenverhangenen, aber zum Glück weitgehend trockenen Augusttag: Eines meiner seit Jahren bewährten Maxi-Sommerkleider und meine wieder-entdeckte Wickeljacke mit den langen Seitenteilen, die ich gerne leger herunterhängen lasse.

  

Als Mitbringsel gibt's von mir - zwecks Ressourcen-Schonung - nur noch Praktisches, Essbares, Recyceltes, Selbstgemachtes. In diesem Fall eine hübsche Müslischale, die schon länger unbenützt in meiner Vitrine stand, da ich am liebsten meine Bopla-Geschirrserie verwende. Ich befüllte die Schüssel mit selbstgepflückten "Kriecherln" (genauer gesagt, Mirabellen und Kirschpflaumen) und dekorierte sie mit einer Schleife aus meiner Sammlung sowie mit getrocknetem Lavendel aus unserem Garten. 

 

Es gab zuerst eine Jause mit Anitas wie immer köstlichen Kuchen, und später wurde gegrillt. Fein war's und Spaß hat's gemacht!



Einsatz in "Hollywood":
In meinem Juli Rückblick erzählte ich euch unter anderem, dass wir am 31.7. mal wieder als Komparsen tätig werden sollten. Leider mussten die Dreharbeiten für die Serie namens "Alles Finster - Überleben für Anfänger" *) an jenem Tag wegen Hagels und Starkregens abgebrochen werden. 
 
*) Wenn ihr auf den Link klickt, könnt ihr euch durchlesen, worum es in der sechsteiligen, von ORF und BR koproduzierten Serie geht.
 
Im August wurde der Drehtag endlich nachgeholt. Ich sollte auch diesmal eine Frau mimen, die sich während eines schon wochenlang währenden Blackouts zu einem Versorgungspunkt gerettet hatte. Edi hingegen bekam diesmal ein anderes Einsatzgebiet zugeteilt als beim letzten Termin - als Soldat bei diesem Versorgungspunkt. Dafür bekam er natürlich eine Uniform zur Verfügung gestellt.
 
Von mir wurde abermals "sommerlich bunte Alltagskleidung, gerne mit dezentem Muster" gewünscht, jedoch sollten wir jetzt auch Jacken und sicherheitshalber Regenschutz mitnehmen. Und gut war's, denn das Wetter war auch beim Ersatztermin nicht perfekt
 

 
Wenn ihr auf diesen Link klickt, könnt ihr euch mein Juli-Outfit ansehen. Beim August-Dreh wählte ich eine andere Hose und die Wickeljacke von oben. Ich nahm aber auch die knallgrüne Hose vom letzten Mal mit, und die Kostümdame, die "sehr bunt" bevorzugte, entschied sich letztendlich für diese und für meine gelbe Jacke (siehe übernächste Collage).

Vor dem Dreh bummelten Edi und ich ein bisschen durch die Ortschaft Pitten, in der die Dreharbeiten stattfanden. Da war der Himmel noch blau, doch noch während der Vorbereitungszeit zogen immer mehr Wolken auf, und kurz nach Drehbeginn fing es auch diesmal wieder an zu regnen - zum Glück nur leicht und diesmal nicht dauerhaft.

In der nächsten Collage seht ihr Edi in der Soldatenuniform - und von mir gibt es das Foto rechts unten, das Edi von meinem Einsatz aufgenommen hat. (Da wir möglichst keine Fotos in sozialen Medien zeigen sollen, die "zu viel verraten", bekommt ihr nur dieses eine Bild zu sehen.) Ich hatte mir beim Versorgungspunkt ein Care-Paket besorgt (mitsamt Klopapier-Rolle - wir wissen ja vom ersten Corona-Lockdown, wie wichtig das ist 😂); nun musste ich den Ort mit meinem Paket verlassen, während einer der Protagonisten mit einem Fahrrad an mir vorbeifuhr. 

Das heißt, wenn diese Folge der Serie "Alles Finster" im TV gezeigt wird (irgendwann 2022, vermutlich im Herbst) wird man mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit ganz gut sehen können, wie ich meine Schachtel davonschleppe 😊. 

Das war natürlich nicht die einzige Szene, die an dem Nachmittag und Abend gedreht wurde, aber die  mit meinem "größten Einsatz". Der Drehtag dauerte ziemlich lange und je später es wurde, desto kälter wurde uns. Doch wir hatten sehr viel Spaß mit den anderen Komparsen, das wiegt solche Unanehmlichkeiten wieder auf.

Grillerei bei uns:
Wir hatten Edis Schwester und zwei liebe Freunde in unseren Gartenpavillon eingeladen. In der ersten Collage seht ihr mein Outfit für diesen Anlass - ich kombinierte meinen orangen Rock aus Thailand mit dem Glasstein-verzierten Top und einem meiner Spitzenjäckchen - und diesen Mix finde ich eigentlich sehr gelungen. Leider hat mein altes Top diesen Abend nicht überlebt - es zeigte an einigen Stellen massive Auflösungstendenzen. (Tja, aber tun wir das nicht alle 😜?)
 
In der Collage darunter seht ihr einige der Salate und die Vorspeise (gegrillte Pflaumenröllchen mit Rohschinken, ich liebe sie!) - danach hat leider niemand mehr geknipst. Aber geschmaust haben wir natürlich schon noch. Und uns einen netten Abend gemacht. Das ist schließlich viel wichtiger als gute Fotos 😊

Geburtstags-Essen:
Im August feierten wir nachträglich auch den Geburtstag des Freundes meiner Tochter. Er durfte sich das Lokal aussuchen und wählte das Clock Tower (American Bar & Grill) in Brunn am Gebirge. Hier seht ihr mein Outfit (mal wieder "Kleid über Hose", ebenfalls wieder alle Teile "Schrank-geshoppt"). 
 
In der Collage darunter könnt ihr einen Blick in das coole (mit Easy Rider Statuen und Harley Davidson Accessoires ausgestattete) Lokal werfen. Das Essen schmeckte uns dort auch sehr gut - allerdings sind die Portionen riesig, die schafften Edi und ich nicht (Wir sind mehr schon von der Seniorenteller-Fraktion... 😁😋). Wir mussten uns einiges einpacken lassen (leider in Alufolie - es macht also Sinn, dorthin Tupperdosen oder ähnliches mitzunehmen).

Wiedersehen bei der "Blumenwiese":
Vor mehr als vierzig Jahren, als Brigitte und ich zusammen zur Schule gingen, waren wir eigentlich nicht nur zwei Freundinnen, wir waren zu viert. Gitty, Gaby, Eva und ich. Eva haben wir leider völlig aus den Augen verloren. Mit Gaby unternahm ich im Jahr 1981 eine unvergessliche Interrail-Reise, und auch danach trafen wir uns noch jahrelang regelmäßig, dann aber leider immer seltener. Manchmal kommt einfach das Leben dazwischen, und so hatten Gaby und ich zuletzt vor etwa zwanzig Jahren Kontakt zueinander. Ich hatte keine Ahnung, wo sie mittlerweile wohnte und ob sie ihren Familiennamen seither geändert hatte oder nicht. Aber ich wusste nach wie vor ihr Geburtsdatum. 
 
Vor kurzem sprachen Brigitte und ich darüber, dass es schön wäre, Gaby wieder zu sehen. Übers Internet hatte ich schon versucht, sie ausfindig zu machen, aber Fehlanzeige. Da ich erfahren hatte, dass man gegen eine kleine Gebühr im Meldeamt nach alten Freunden suchen kann, machte ich damit auch einen Versuch - und tatsächlich - ich hatte genügend Angaben, um sie zweifelsfrei zu identifizieren. So erfuhr ich Gabys Adresse und schrieb ihr einen Brief. Es war ziemlich aufregend: Würde sie sich bei mir melden? Würde sie Lust haben, sich mit Brigitte und mir zu treffen?
 

JA, Gaby meldete sich und JA, sie hatte Lust auf ein Wiedersehen! Wir vereinbarten ein Treffen zum Mittagessen in der Wiener Innenstadt. Zuerst waren wir essen im Krah Krah (im berühmten Wiener "Bermudadreieck"), und als wir das Lokal irgendwann nachmittags verließen, hatten wir die Zeit bereits weitgehend "aufgeholt". 

In einem der schicken Lokale am Donaukanalufer *) - der Blumenwiese - ließen wir den Tag ausklingen. Oben seht ihr die Fotos von unserer "Wiedervereinigung" nach so langer Zeit! 😊 (Ich hätte Gaby übrigens auch auf der Straße wiedererkannt - ich finde, sie hat sich in all der Zeit kaum verändert. Fesch wie eh und je!) Es gab natürlich unheimlich viel zu erzählen. Aber auch wenn wir zwischendurch vieles getrennt voneinander erlebt haben: Es fühlte sich nicht so an, als ob seither Jahrzehnte vergangen wären.  Schön war's! Bis zum nächsten Treffen mit Gaby wird garantiert nicht so viel Zeit vergehen! 😉

*) Ich bedaure ein bisschen, dass es am Kanal zu meiner Zeit in Wien noch keine Lokalszene gab. Mittlerweile herrscht dort das pralle Leben - hier ein Bericht über die Genussmeile am Donaukanal.

Zum Treffen trug ich ein weiteres meiner Maxi-Sommerkleider und dazu meine selbstgefärbte lila Cordjacke

August-Garten-Impressionen und unsere Katze Nina:
In den folgenden Collagen zeige ich euch - neben Aufnahmen von unserem Sommerflieder, dem Apfelbaum, dem Blüh-Hügel und den Insekten, die sich darüber freuen - ein paar Fotos von unserem alten, blinden Mädchen Nina. Unsere schwarze Lady war immer schon recht kuschelig, doch zur Zeit scheint sie uns auch über den Verlust von Kater Maxwell hinwegtrösten zu wollen. Sie kommt uns jedenfalls besonders liebevoll vor. (Mit großer Wahrscheinlichkeit benötigt sie selbst keinen Trost, denn sie behandelte Maxwell immer wie einen Eindringling - wir glauben also nicht, dass sie ihn vermisst...) 
 
 
Zweimal dasselbe Kleid:
In der folgenden Collage seht ihr ein Des*gual-Kleid, das ich seit einigen Jahren besitze. Die Kombination mit meinem weinroten Bio-Baumwoll-Rock ist nicht ganz neu, aber ich habe sie schon länger nicht mehr getragen. So gekleidet ging ich an einem heißen August-Abend zu einer Besprechung. Diese betraf unter anderem das Umweltprojekt, an dem ich schon seit Monaten arbeite und dem zunächst so viel Begeisterung vonseiten unseren Gemeindevertretern entgegengebracht wurde. 
 
Eigentlich sollte das Projekt schon viel weiter fortgeschritten sein, doch momentan wird es durch ein politisches Hin und Her blockiert... Ich muss gestehen, mir geht das ziemlich auf die Nerven, doch so schnell gebe ich nicht auf.

Kurz zuvor trug ich dasselbe Kleid auf ganz andere Weise - nämlich über meiner schwarz-weiß gepunkteten Hose und einem Spitzenshirt. Davon habe ich allerdings nur kleine Handyfotos. An diesem Tag unternahmen wir einen Spaziergang mit Opa Georg in Breitenfurt, und ich musste natürlich ein bisschen mit den Pferden plaudern.

Spätsommer-Radpartie:
Ein anderer schöner Augusttag lockte mich nach draußen. Auf mein Pferd konnte ich mich nicht schwingen, da ich keines besitze, also musste mein Drahtesel herhalten. Hier ein paar Eindrücke von meiner Radelpartie entlang der Felder:

An der großen Pfütze könnt ihr erkennen, dass wir längst nicht nur sonnige Augusttage hatten, eher im Gegenteil... Doch ich war froh, dass der Sommer in diesem Jahr nicht so unterträglich heiß war. Und jetzt freue ich mich auf den Herbst, der gerne sonnig und mild sein darf.

 
Holler und andere Ernten:
Bei meinem Radausflug hatte ich gesehen, dass die Holunderbeeren schon fast reif waren - und so fuhren Edi und ich ein paar Tage später mit unseren Rädern zum "Holler-Holen". Im Gegensatz zum vergangenen Jahr brachten wir diesmal eine stolze Ernte nach Hause. Wir bereiteten aus den saftigen Holunderbeeren vier Flaschen Likör, vier Flaschen Sirup und mehrere Portionen Hollerkoch (= eine Art Kompott, gesund und köstlich!) mit den ersten Äpfeln aus dem eigenen Garten; dazu gab's Topfennockerl mit Butterbröseln. (Hier geht es zum Rezept.) Das alles ist zwar viel Arbeit, aber sie lohnt sich, deshalb empfinden wir sie als befriedigend.

Auch Paradeiser konnte ich schon einige ernten, vor allem die Kirschtomaten waren im August bereits reif, die größeren kommen jetzt so nach und nach. Und Monatserdbeeren gibt es auch noch einige - zum Glück, denn die Erdbeersaison kam mir heuer extrem kurz vor!



 
Gelb:
In letzter Zeit kaufe ich mir ja kaum noch neue Klamotten, sondern beschränke mich hauptsächlich aufs Schank-Shopping. Das ist für mich auch nicht schwierig, denn ich besitzte relativ viel Gewand (allein schon deshalb, weil ich meine Kleidungsstücke häufig sehr lange aufbewahre). Doch als ich im Sale von Tch*bo dieses kurzärmelige, blousonartige Bio-Baumwoll-Shirt in einem satten, warmen Gelbton entdeckte, verliebte ich mich ein bisschen. 
 
Ich wartete dennoch, ehe ich bestellte. Als das Shirt nach mehreren Tagen immer noch zu haben war (und ich es immer noch wollte), schlug ich zu. Es ist nicht nur sehr bequem, es verwandelt auch viele meiner Röcke und Hosen in sonnige Kombinationen.

 

Ich kann gar nicht mehr verstehen, warum ich gelb so lange Zeit nicht mochte. In der Zwischenzeit freue ich mich über diesen sonnigen Farbton sowohl in meinem Kleiderschrank als auch in der Natur. Hier ein paar Fotos von einer Walking-Runde im August:

 

Und hier nochmal das neue Shirt in einer anderen Kombination - mit meiner olivgrünen Chino und meinem vor vielen Jahren selbstbemalten Seidenmantel (so "overdressed" war ich neulich beim Wocheneinkauf 😉):


Danke, ihr Lieben, dass ihr bis hierher durchgehalten habt. Nun kann auch in meinem Blog der September einkehren. Es wird allerdings noch ein bisschen dauern bis zu meinem nächsten Beitrag. Falls ihr es heute nicht geschafft habt, alle Collagen anzusehen oder alles durchzulesen, könnt ihr euch dazu also ein bisserl mehr Zeit als sonst lassen. Und zwischendurch kostet nach Möglichkeit die Septembertage aus!

 

Bis bald 
und ganz herzliche Rostrosengrüße,
eure 
🌿  T  r  a  u  d  e 🌿


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick
Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style,
Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions,
Garden Affair - bei Jaipur Garden, Close to the Ground bei Jutta,

 

Mittwoch, 7. Juli 2021

Das Beste vom Juni 2021...

... oder vielleicht auch nur das Zweitbeste? 😉 Auf jeden Fall werde ich euch heute noch ein paar ausgewählte Juni-Impressionen bieten. Unter anderem will ich euch über ein paar kleinere Ausflüge, unsere Komparsen-Einsätze im Juni und über unseren Juni-Garten erzählen - und außerdem vom Besuch einer Gartenausstellung, den wir mit Brigitte und Peter unternommen haben.


Servus Ihr Lieben, ...

... über einige Unternehmungen im Juni 2021 habe ich euch bereits erzählt. Zum Beispiel über unseren Spaziergang im Schlosspark von Eckartsau im Marchfeld (KLICK und bis zur Mitte des Beitrags scrollen), über unseren Besuch der zwei geretteten Naturparadiese Stopfenreuther Au und Landschaftsschutzgebiet Donaustadt sowie über unseren Tagesausflug zum Schloss Artstetten und in die Wachau. Jetzt geht's weiter mit den Erlebnissen, die dazwischen lagen.


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Juni-Garten I:
Anfang Juni blühte der Zierlauch, und die Rosen begannen durchzustarten. Die gelben Rosen waren die ersten. Leider waren sie auch die ersten, die von den Rosenkäfern zerfleddert wurden 😕. (Ich trug zwar immer wieder mal einige in einem Marmeladenglas in den Auwald, aber kaum waren die ersten Käfer weg, kamen schon wieder welche nach...)

Endlich haben wir in unserem Garten auch eine Regentonne. Nach den Regenfällen im Mai war sie schnell voll, doch jetzt könnte sie schon wieder eine ordentliche Befüllung brauchen. Unser Feuerholzplatz brauchte ein neues Dach, nachdem das alte vom Sturm verweht worden war, und so hat Edi es mit Holzplatten und Schindeln neu gedeckt und fest angeschraubt. (Hoffen wir, dass es diesmal hält!) Kater Maxwell freute sich, dass es wieder Katzenminze zum Naschen und Teichwasser zum Trinken gibt.

 

Mohnblumen:
Auf dem Heimweg vom Einkaufen fuhren wir an einem blühenden Mohnfeld vorbei; ich fand es so atemberaubend schön, dass ich es unbedingt fotografieren wollte. Nachmittags schnappte ich mir mein Fahrrad und meine Kamera und radelte zu dem Feld - hier seht ihr das Ergebnis:

2 Juni-Outfits mit grünem Stirnband:
Die selbstgefärbte grüne Hose und mein gutes altes "Bienenwaben"-Shirt trug ich zum Einkaufen und beim Radeln zum Mohnfeld; das heiß geliebte und auch schon ein paar Jahre alte grüne Maxikleid trug ich bei unserem ersten Heurigenbesuch nach dem Lockdown.

Hollerblüten und Ribiseln:
An dem Fluss kam ich ebenfalls bei einer Fahrradtour vorbei - und stellte bei der Gelegenheit fest, dass manche der Holunderblüten bereits groß genug zum Ernten sind. Ein paar Tage später schwangen sich daher Herr Rostrose und ich aufs Rad, fuhren zu den wilden Hollerbüschen und pflückten eine ausreichende Blütenmenge, um daraus mehrere Flaschen Sirup herzustellen. Etwas später im Juni hatten wir dann in unserem Garten eine durchaus beachtenswerte Ernte von Ribiseln (roten Johannisbeeren), die wir zum Teil ebenfalls zu Sirup verarbeiteten.

 
Spaziergang mit der Schwägerin:
Edis Schwester lud uns zum Essen ein. Und weil es in ihrer Gegend außerdem Gehege mit Alpakas und andere Gehege mit Damwild gibt, unternahmen wir vorher noch einen Spaziergang - bei dem wir noch einige andere nette Viecher sahen 😊:

Juni-Garten II:
Nun startete auch die weiße Kletterrose Lykkefund am Rosenbogen durch - das ist alle Jahre wieder ein wunderbares Dufterlebnis und ein wunderschöner Anblick. Bei all der Blütenmenge tun sich sogar die Rosenkäfer schwer mit ihrem Zerstörungswerk. Alle anderen Rosen starteten ebenfalls ihr Blütenfeuerwerk - und auch die Pfingstrosen kamen - spät aber doch - in die Gänge.

Covid-Test und Freundestreffen:
Am 15. Juni hatten wir wieder einen Komparserie-Einsatz, und die betreffende Filmfirma begnügte sich nicht mit einem Antigen-Schnelltest, sondern bestand auf einem PCR-Test. Also mussten wir zu diesem Zweck vor dem Drehtag extra nach Wien fahren. Zum Glück konnten wir das am 13. Juni (dem Sonntag davor) erledigen (denn für 14. Juni hatten wir bereits den Ausflug nach Artstetten mit Brigitte und Peter geplant). 
 
Und ebenfalls zu unserem Glück hatten unsere Freunde Helga und Michi an besagtem Sonntag nicht nur Zeit für ein Treffen - sie luden uns sogar zu einer köstlichen Hühner-Grillerei in ihren Schrebergarten ein. Selbst geerntete Erdbeeren, Kaffee und Kuchen sowie nette Gespräche gab's als Draufgabe.

"Prolo-Dreh" ohne Arbeitseinsatz 😉:
Am 15. Juni war dann wie gesagt der Dreh-Tag; es ging um eine Folge der Krimiserie SOKO Donau. In der Dispo hieß es, dass Kleidung erwünscht ist, die "ein bisschen 'Prolo'" ist. Das war eine gewisse Herausforderung, denn wie interpretiert man "Prolo" am besten? Wikipedia meint zu dieser Frage:
 
Prolet ist die umgangssprachliche Verkürzung des Begriffs „Proletarier“ und bezeichnete seit dem 19. Jahrhundert auf abwertende Weise Angehörige vor allem der städtischen Unterschicht, besonders Industriearbeiter, seit Aufkommen des Marxismus aber auch positiv Arbeiter im Kontext des Klassenkampfes... Heute wird Prolet – in einer weiteren, umgangssprachlichen Verkürzung auch Proll, Prol oder Prolo – als Schimpfwort und als abwertende Bezeichnung für Menschen aus bildungsfernem Milieu verwendet sowie für Personen, deren Umgangsformen und Lebensstil als unkultiviert empfunden werden.
 
Da der Dreh in Nähe des Wiener Praters stattfand, lag auch das Thema Rotlicht-Milieu / Prater-Strizzi nahe. Wir packten also aus unserem Fundus alles in die Komparsen-Koffer, was von etwas schlampig bis zu billig aufgetakelt passen könnte (wenn man diese Kleidungsstücke nicht so gekonnt mixt, wie wir das normalerweise tun 😉).

Der Kostümdame gefiel dann tatsächlich der "Strizzi-Mix" am besten 😉 Brigitte, der wir das Foto unten Mitte per WhatsApp schickten, antwortete: "Das Mausi und ihr Aufpasser" 😁. (Zu Edis Entschuldigung muss ich sagen, dass dieses Hemd zu Beginn der 1980er tatsächlich modern war 😁 - und er es nur für Anlässe wie Fasching und dergleichen aufgehoben hat.) 

Bis mittags sahen wir zu, wie sich vor dem (ehemaligen) Café Diamant zwei Schauspieler verprügelten (oder auf gut wienerisch "in die Goschen hauten") und dazu "nette" Dinge brüllten wie: "I bring di um, du Sau!". Einer der beiden bekam immer wieder eine Bierflasche (aus Zucker) über den Kopf geschlagen. Dann gab es Mittagessen - ... und dann wurden wir heimgeschickt 😲.

Insgesamt waren wir fünf Komparsen, letztendlich kam aber keiner von uns zum Einsatz. Die Komparsin Maria, die wir schon vom Dreh am Westbahnhof kannten, meinte dazu, dass ihr das früher auch schon mal passiert sei. Manche Filmfirmen buchen sicherheitshalber eine Handvoll Komparsen, und wenn sie dann doch nicht benötigt werden, schickt man sie einfach wieder heim. (Das Honorar von 30 Euro gibt's selbstverständlich trotzdem.) 

Zick-Zack-Wanderung in Feistritz:
Am 17. Juni musste ich nach Hochegg in der Buckligen Welt zu einem Krankenbesuch (Besuch im Krankenhaus). Mein Mann und ich beschlossen, den Besuch mit einer vorherigen Wanderung zu verbinden, da die Besuchszeit im Krankenhaus erst um 17 Uhr begann (und um 17.45 schon wieder endete...)
 
Zu Beginn der Covid-Zeit haben wir ein Wanderbuch gekauft; darin fanden wir eine Rundwanderroute in der Gegend von Feistritz; diese erschien uns für unsere Zwecke passend. Leider kann ich euch den Wanderführer NICHT empfehlen (Das große Wandererlebnis Niederösterreich - "Topaktuell, in neuer, nochmals erweiterter, sechster Auflage", ha-ha, dass ich nicht lache!) 
 
Anstelle einer Rundwanderung wurde daraus mehr eine Zick-Zack-Wanderung, denn die Beschreibungen waren so schlecht, dass wir mehrmals in die Irre liefen und einige Male nach dem Weg fragen mussten. Letztendlich rutschte Edi bei der Überquerung eines Baches aus (den wir bei einer besseren Beschreibung nicht hätten überqueren müssen); er wurde dabei erstens nass und landete zweitens unsanft auf dem Steißbein. (Das tut ihm immer noch weh.)
 
Hier könnt ihr euch unsere "Irrungen und Wirrungen" ansehen:

Wir gaben unser Vorhaben auf, die Rundwanderung zu vollenden, gingen stattdessen zu einer Burg, die wir dort in der Nähe gesehen hatten und deren Besuch in dem Wanderführer als Abschluss der Runde empfohlen wird. (Allerdings ist die Burg in Privatbesitz, was in dem Buch auch nirgendwo vermerkt war... 😖) Danach war Edi schon wieder beinahe trocken. Wir gönnten uns ein spätes Mittagessen und fuhren anschließend mit dem Auto nach St. Corona.

Die schöne, kupferfarbige Blindschleiche hatte Probleme, den heißen Asphalt einer Fahrbahn zu überqueren - ich half ihr dabei...

St. Corona am Wechsel wäre eine der Stationen der Rundwanderung gewesen - und wir dachten uns, wenn wir schon mal in der Gegend sind, dann sehen wir uns den Ort doch mal an, der angesichts der Corona-Pandemie aufgrund seines Namens zu neuer, unerwünschter Berühmtheit gelangte: Denn hier wurden die beiden Ortstafeln von Souvenirjägern gestohlen! 😮 Kurz darauf wurden die fehlenden Ortstafeln durch Eigenkreationen ersetzt. In der Zeitung hieß es: "Die Schilder erinnern dem Aussehen nach an das Virus" - KLICK. Bei unserem Besuch gab es dann aber schon wieder "ganz normale" Ortstafeln ... und eine Ortschaft, die (als ehemaliges Skigebiet) schon deutlich bessere Zeiten erlebt hat. Aber immerhin entdeckten wir eine streichelfreudige Katze 😻.

Die Terrasse des Hotels St. Corona ist von Gras überwuchert, der Sessellift für Skifahrer wurde abgetragen, aber 
seit kurzem gibt es dort wieder eine Sommerrodelbahn... Der Kirchturm ist für Nova 😊

Gartenlust im Schlosspark von Ebreichsdorf:
Brigitte und Peter fragten uns, ob wir am 19. Juni Lust hätten, mit ihnen die Gartenausstellung im Ebreichsdorfer Schlosspark anzusehen. Wir kennen den Park von der einen oder anderen Oldtimer-Veranstaltung, die wir fotografiert haben - außerhalb von Veranstaltungen ist er allerdings nicht für die Öffentlichkeit zugängig. Deshalb nützten wir die Gelegenheit gerne, diesen Park mit seinem schönen alten Baumbestand wieder zu besuchen.
 
Fotos von Brigitte

Die Ausstellung war sehr hübsch aufgezogen und es hätte gewiss das eine oder andere gegeben, das dort auch meine Kauflust gereizt hätte (z.B. die originellen Kopf-Blumentöpfe in der folgenden Collage). Doch ich blieb meinem Vorsatz treu, möglichst keine "Herumsteherchen" mehr zu kaufen. Außer ein paar trockenheitsliebenden Blümchen und Zierlauch-Zwiebeln habe ich also nichts erstanden. Brav, gell? 😇

 

 Aber einen Eiskaffee haben wir vier uns dort immerhin gegönnt 😋:

Fotos von Brigitte
 
Besuch im Pavillon:
Einen Tag später besuchten uns unsere Freunde Anita und Norbert und wir verbrachten einen gemütlichen, von Blütenduft umgebenen Nachmittag und Abend miteinander in unserer Gartenlaube 😊:
Die Mittagsblümchen (Delosperma cooperi) oben links stammen von der Gartenlust-Ausstellung

  

Komparsen-Casting:
Am 25. Juni  wurden wir zu einem Casting geladen. Wir hatten uns nämlich für eine neue Comedy-Serie namens "Alles Finster" beworben. Dies war das erste Mal, dass wir für unsere Komparsentätigkeit zu einem Casting mussten, mal sehen, ob es klappt. Die Idee der Serie finde ich jedenfalls interessant:

Im Mikrokosmos eines kleinen Dorfes im Wald- bzw. Weinviertel wird mit viel schwarzem Humor die Situation eines europaweiten Blackouts geschildert. Als klar wird, dass der Strom so bald nicht wiederkommt, bricht Panik aus. Lebensmittelknappheit, Raubzüge der Nachbargemeinde, akute Gefährdung der Gesundheit sind einige der Hürden, die bewältigt werden müssen...

Hier der malerische Ort, an dem das Casting stattfand - Scheiblingkirchen-Thernberg in der Buckligen Welt:

 

Das Kleid, das ich zum Casting trug, habt ihr weiter oben schon gesehen, als wir Michi und Helga besuchten. Als Brigitte die Fotos sah, dachte sie, es wäre ein neues Kleid. Doch das Kleid ist bereits seit 11 Jahren bei mir, denn in DIESEM Blogbeitrag (London-Reisebericht von 2010) habe ich es ebenfalls schon gezeigt 😊 Ich mag es immer noch sehr, sehr gerne und trage es oft (auch in der kalten Jahrszeit mit Longsleeve darunter oder Jacke darüber)!

Die Glockentürme von Scheiblingkirchen und weiter oben von St. Corona sind beide 
für Novas Sammlung.

"Das Netz": 
Am 29. Juni waren wir abermals als Komparsen im Einsatz, diesmal als Patienten in einem Krankenhaus - deshalb das schicke Nachthemd und meine leidende Körperhaltung, siehe folgende Collage rechts oben 😉. (Tja, zum Komparsentum gehört manchmal durchaus auch ein gewisser "Mut zur Hässlichkeit"...) Gedreht wurde in der ehemaligen Semmelweis-Klinik. Wenn ihr mehr über "Das Netz" wissen wollt, klickt bitte HIER. (Ausstrahlung angeblich rund um die Fußball-WM 2022, also im Herbst nächsten Jahres.)
 
Auch diesmal kam ich den ganzen Vormittag lang nicht dran, während Edi gleich bei zwei Einstellungen dabei war. Aber wie ihr seht, vertrieben wir Komparsen uns die Zeit u.a. mit Kartenspielen und Nachthemd-Shootings 😁. Am Nachmittag kam dann endlich mein Einsatz: Da durfte ich mindestens 10 x in meinem Krankenhauskittel am Tropf hängend neben "meinem Pfleger" einen Gang entlang schlurfen. Und der Schauspieler Tobias Moretti hetzte jedes Mal samt einem Kamerateam an mir vorbei und tat so, als würde er telefonieren.

 

Juni-Garten III:
Ende Juni kam dann auch der Lavendel so richtig groß heraus. Und der Blüh-Hügel kleidet sich seither in zartes Rosa, denn in diesem Jahr hat sich hier die Rosa Nachtkerze (Oenothera speciosa) üppigst ausgebreitet. Die Pfingstrosen sowie die Lykkefund am Rosenbogen haben hingegen ihren Zenit überschritten.

 

Juni-Himmel:
Nun möchte ich euch noch ein paar Himmels-Impressionen vom Juni 2021 zeigen. Sehr häufig gab es hübsches zartes Blau mit weißen Wattebausch-Wölkchen zu sehen. Am Tag der "Prolo"-Dreharbeiten in Wien gab es hingegen diese seltsame "kantige" Wolkenformation - und sehr beeindruckend fanden wir auch den schweren grauen Wolkenhimmel vom 24. Juni, den ihr mittig seht: (Bloggen bildet - ich habe soeben erfahren, dass es sich um Mammatus-Wolken handelt. Danke, Diana!)

 

Der Juni 2021 
... war also für uns wieder ein bunter, bewegter, lebendiger Monat mit viel Abwechslung und einigen schönen Unternehmungen. Wir sind sehr dankbar dafür, denn wir wissen, dass das keine Selbstverständlichkeit ist. 

Viele der Juni-Ausflüge haben wir - wie ihr aus meinen vorangegangenen Beiträgen wisst - mit unseren Freunden Brigitte und Peter unternommen (und es gibt noch eine gemeinsame Wanderung auf der Raxalpe, über die ich euch demnächst erzählen werde). 

Leider ist diese wunderbare Ausflugs-Serie fürs erste unterbrochen, denn am vergangenen Sonntag - einen Tag nach ihrem 59. Geburtstag - wurde meine Freundin Brigitte wegen einer akuten Blindarmentzündung mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht und gleich operiert 😯... Sie hat die OP gut überstanden und wir hoffen natürlich sehr, dass sie bald wieder fit, frisch und munter ist - doch ein Weilchen wird sie sich gewiss schonen müssen...(Auch an dieser Stelle GUTE BESSERUNG, liebste Gitty! 😘)

Und nun, ihr Lieben, danke ich euch erstens für eure tollen Kommentare zu meinem vorigen Blogbeitrag und zweitens dafür, dass ihr auch bei dieser Rückschau wieder mit dabei gewesen seid. Demnächst geht es mit dem Rax-Ausflug weiter!

 

Alles Liebe und bis bald,
eure Traude


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick
Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style,
Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions,
Garden Affair - bei Jaipur Garden, Close to the Ground bei Jutta,