Servus ihr Lieben!
Ich hoffe, ihr seid gut im Juni gelandet! Vielen Dank für eure lieben Kommentare zu meinem Kurz-Posting über unsere beiden "Mai-Auszeiten". (Und falls ihr's wegen meiner Abwesenheit versäumt habt - es gab davor auch noch ein vorprogrammiertes Italien-Reiseberichts-Kapitel über einen ganz besonders schönen Ort - Cortona mit Eremitage "Le Celle". Von meinem Italien-Reisebericht wird es demnächst übrigens noch ein letztes Kapitel geben, dann ist es geschafft 😉)
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Diesmal entführte uns Sigrun in einen Teil der Gegend, den wir noch nicht kannten, und wir gingen auch nicht ständig auf markierten Pfaden. Auf einer Wiese sahen wir einige typische Magerwiesen-Blumen und auch sonst gab es unterwegs interessante Pflanzen zu entdecken. In der oberen Collage seht ihr z.B. Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis) mit einer wilden weißen Narzisse (Narcissus); außerdem links Kriechender Günsel (Ajuga reptans) und rechts ein Immenblatt (Melittis melissophyllum).
In der oberen Collage gibt es u.a. eine Blaurote Steinsame oder purpurblaue Rindszunge (Buglossoides purpurocaerulea) und eine Blindschleiche zu sehen (genauer: eine Westliche Blindschleiche - Anguis fragilis), die ihre Schwanzspitze offenbar schon zur Selbstverteidigung abgeworfen hatte. Der Text zum Foto von Edi oben rechts lautet: "Schatz, zieh mal den Bauch ein, damit man sieht, wie schmal der Weg ist." 😁
In der folgenden Collage seht ihr oben links eine Kugelblume (vermutlich eine Echte Kugelblume - Globularia bisnagarica)*), oben Mitte einen Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) und oben rechts ein Geflecktes Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) mit hauptsächlich rosarot gefärbten Blüten.**)
*) Falls ihr euch fragt, weshalb ich in letzter Zeit zumeist auch die botanischen / zoologischen Namen nenne - meine nicht-deutschsprachigen Leser tun sich leichter mit der Übersetzung.
**) Weil diese Pflanze auf ein- und demselben Stängel meist rosa und blau-violette Blüten trägt, wird sie auch "Hänsel und Gretel" oder "Brüderchen und Schwesterchen" genannt: Beim Aufblühen sind die Blüten noch rosa, in den nächsten Tagen wird die Farbe jedoch dunkler. Dieser Wechsel von rosa zu blau-violett wird durch den Zellsaft in den Blüten hervorgerufen. In jungen Blüten ist der Zellsaft sauer, der Farbstoff ist rot - in älteren Blüten ändert sich der Säuregrad, der Zellsaft ist dann neutral bis schwach basisch und der Farbstoff dadurch blau. Für die Wildbienen, die das Lungenkraut besuchen, ist die Farbe ein Hinweis auf den Nektargehalt der Pflanze: Die jungen rosaroten Blüten enthalten mehr Nektar als die Blauen, deshalb werden erstere von den Bestäubern bevorzugt.
Sigrun führte uns auch zu einem Platz im Wald, an dem sich diese kleinen "Knusperhäuschen" befinden. Es handelt sich dabei um einen mittlerweile offenbar in Vergessenheit geratenen Kinderspielplatz, der vermutlich in den 1960er Jahren von Mitgliedern einer örtlichen Natur-und-Wander-Organisation liebevoll gestaltet wurde. Inzwischen ist er eher zu einem "lost place" geworden.
Auch das Schild unten mit dem Gedicht "Der Wanderer" befand sich an einer Hütte bei diesem Spielplatz.
Der Mensch erlebt die schönsten Stunden
wenn er mit der Natur verbunden!
Und das genießt, wie kaum ein anderer,
der Naturfreund als froher Wanderer!
... heißt es da unter anderem. Das hätte natürlich prima zur inzwischen beendeten Blogparade "Wanderlust" der ü30-Blogger gepasst, aber dazu habe ich ja ohnehin schon meinen Beitrag verlinkt.
Was gibt es in der nächsten Collage sonst noch zu sehen? Links oben Kleines Immergrün (Vinca minor), darunter Wolliger Schneeball (Viburnum lantana), darunter eine Schale mit Vergissmeinnicht (Myosotis), die auf einem Tisch bei der Hochfilzerhütte stand, daneben eine zartlila blühende Pflanze, die Sigrun nicht kannte, die sie aber vor allem wegen der kleinen "Kügelchen" interessierte. Meine Freundin Brigitte hat allerdings recherchiert und fand die Antwort: Es handelt sich um eine Zwiebel-Zahnwurz (Cardamine bulbifera). Die "Kügelchen" (oder genauer gesagt, die in den Blattachseln wachsenden bräunlich-violetten Knoten) sind so genannte Brutknollen (Bulbillen). Neben Rhizomen dienen diese Bulbillen zur Vermehrung der Pflanze, indem sie von Ameisen verschleppt werden.
Oben rechts seht ihr ein schönes Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea), eine der größten heimischen Orchideen, und unten rechts Sternmieren (Stellaria).
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Foto von HIER |
Edi war ja schon mal bei einem Komparsenauftritt im Fernsehen zu bewundern, und zwar als Mönch in der TV-Serie "Vienna Blood". Damals fertigte er ein paar Bildschirmkopien an, ich habe sie euch HIER im PS gezeigt. Die Idee gefiel mir, und so habe ich auch diesmal Bildschirmkopien gemacht. Für alle, die die Serie vielleicht bei einer späteren Ausstrahlung sehen werden, ist es eine Hilfestellung, um uns leichter zu finden 😉 und für uns eine schöne Erinnerung 😊. (Mittlerweile weiß ich, dass sich auch der Bayerische Rundfunk an der Serie beteiligt hat, ich denke also, dass sie in nicht allzu ferner Zukunft auch in Deutschland zu sehen sein wird.)
"Unsere" Szenen spielten bei einem Versorgungspunkt: Ein junger Mann namens Patrick (dargestellt von Michael Edlinger im roten Rad-Dress) versucht über eine Soldatin ("Oberleutnant Julia Lehner", dargestellt von Julia Edtmeier) an Insulin für ein zuckerkrankes Mädchen heranzukommen.
Wir waren beide zu sehen, und zwar häufiger, als wir das ursprünglich erwartet hatten, allerdings erkannte man uns manchmal nur für den Bruchteil einer Sekunde. Bei den meisten Bildern sollte man außerdem wissen, wo man suchen muss - daher habe ich sowohl Edi als auch mir in den Collagen zwecks besserer Erkennbarkeit ein rotes Krönchen aufgesetzt 😉.
Oben beispielsweise sieht man Edi und mich sogar mehrmals im selben Bild - Edi war einer der Soldaten, die beim Versorgungspunkt Wache standen und Absperrungen aufstellten, und mich seht ihr hier oben mit meinem Rucksack in der Warteschlange stehen. Denn zu diesem Zeitpunkt dauerte lt. Drehbuch der Blackout bereits seit einigen Wochen an und natürlich waren all den Menschen, die sich hier anstellten, schon so wichtige Dinge zur Neige gegangen wie haltbare Lebensmittel, Medikamente, Batterien, Kerzen, Klopapier, Gastkartuschen für Campingkocher etc.
In der oberen Collage seht ihr pro Bild entweder Edi oder mich. Ich habe da schon mein Paket erhalten und schleppe meine "Beute" davon. (Die Zusammenstellung der Kleidung war ein Wunsch der Kostümdame gewesen; wir sollten alle "bunt zusammengewürfelt" und auch ein bisschen erschöpft aussehen. Letzteres war nach mehrstündigen Dreharbeiten ganz einfach darzustellen. Da es vor Drehbeginn kurz zu regnen begonnen hatte, waren meine Hosenbeine unten außerdem mit Wasser vollgesaugt.)
In der nächsten Szene hat Patrick das Insulin erhalten - und ich mein "Care-Paket". Mein Auftrag lautete, in Richtung Feuerwehrauto abzugehen, während Patrick vorbeiradelt. Da jede Szene aus mehreren Perspektiven gedreht wird, musste ich mein "schweres" (leeres) Paket und meinen vollen (mit meiner Ersatzkleidung und persönlichen Utensilien angefüllten) Rucksack ungefähr viermal am Feuerwehrauto vorbeischleppen.
So viel also zu den Szenen, in denen wir zu sehen waren. Doch was mich jetzt vor allem interessieren würde ist: Wie interessant oder wie wichtig findet ihr das Blackout-Thema?
Habt ihr die Serie gesehen oder euch andere Sendungen (z.B. Dok1 oder andere Dokumentationen) zum Thema angeschaut? Oder habt ihr den mittlerweile 10 Jahre alten Technik-Thriller Blackout – Morgen ist es zu spät von Marc Elsberg gelesen? Habt ihr euch schon einmal Gedanken darüber gemacht, was alles nicht funktioniert, wenn der Strom ausfällt und wie ihr euch in solch einem Ernstfall verhalten würdet? Seid ihr gut oder eher mangelhaft vorbereitet auf einen länger andauernden Stromausfall oder seid ihr vielleicht sogar echte Prepper? Habt ihr ausreichend Wasser, lange haltbare Lebensmittel, alternative Koch- und Heizgelegenheiten bzw. Decken, wenn die Heizung ausfällt, Kerzen oder andere stromfreie Lichtquellen, ein batteriebetriebenes Radio, um im Notfall wichtige Informationen empfangen zu können, vielleicht sogar einen Stromgenerator? Was würdet ihr tun, wenn die Toilettenspülung nicht mehr funktioniert? Habt ihr mit euren wichtigsten Menschen vorsorgliche Vereinbarungen getroffen, falls ihr mit ihnen nicht mehr telefonisch in Verbindung treten könnt?
Für uns war die Auseinandersetzung mit diesem Thema sehr interessant. Da die Wahrscheinlichkeit eines europaweiten Stromausfalls binnen der nächsten fünf Jahre lt. Expertenmeinungen sehr hoch ist, denke ich, es kann nicht schaden, sich eine kleine oder größere Notfallsausrüstung zuzulegen. Edi und ich sind zwar bestimmt nicht perfekt vorbereitet, aber wir haben im letzten Jahr ein bisschen aufgerüstet (Wasservorräte in Flaschen und Kanistern, Lebensmittel in Dosen und Einweckgläsern, Kerzen, Grillkohle, Ofenholz etc.) und außerdem mit unserer Tochter und ihrer kleinen Familie Notfalls-Vereinbarungen getroffen.
Hier ein paar Artikel zum Nachlesen:
https://www.saurugg.net/blackout/risiko-eines-strom-blackouts
eure T r a u d e
beim Mosaic Monday, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta, All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid
PS:
Abermals habe ich hier ein paar Unterschriften- bzw. Mail-Aktionen für euch, und ich möchte euch bitten, mitzumachen und sie kräftig zu teilen. (Die oberen beiden Petitionen können von Leserinnen und Lesern aus der ganzen Welt unterschrieben werden):

