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Mittwoch, 29. April 2020

Auf den Spuren des "Ludwig van" in Baden und Wien

Die Kunst? Was ich ohne sie wäre? 
Ich weiß es nicht. Doch mir graut - 
seh ich doch 
was ohne sie 
Hundert' und Tausende sind!

Ludwig van Beethoven (1770 - 1827)
Quelle: Beethoven, An die Muse



Servus, ihr Lieben!


Ich danke euch sehr für all eure Kommentare zu meinem vorigen Beitrag #Corona Extra 4: SARS-CoV-2 und die Umwelt. Nun möchte ich aber mal wieder eine kleine Pause vom Corona-Thema machen. Ich bin euch als Ergänzung zu meinem "Tagebuch" vom Februar 2020 (!) schließlich noch ein paar "kulturelle Schilderungen" schuldig. Nachdem die Museen zur Zeit immer noch wegen Corona geschlossen haben, kommt ihr so wenigstens zu virtuellen Museumsbesuchen 😉 (und meine Outfits der "Museumstage" gibt's dazu auch zu sehen)...

Das Jahr 2020 ist ein #Beethovenjahr, denn heuer jährt sich der Geburtstag des in Bonn geborenen und in Wien verstorbenen Komponisten zum 250. Mal. Ich bin noch dazu von Beethovenstädten "umzingelt": Wien war ab dem Jahr 1792 Ludwig van Beethovens Heimat, meine Bezirkshauptstadt Baden war einer jener Kurorte, die der Künstler wegen seiner vielfältigen Leiden viele Jahre lang aufsuchte, um Heilbäder zu nehmen und die Natur zu genießen. (Und nach Wiener Neustadt ist Herr #Beethoven zumindest mal stundenlang zu Fuß gelatscht... aber davon weiter unten mehr 😉) Kein Wunder also, dass sich in Wien und Baden einige Ausstellungen mit dem Musikgenie beschäftigen, die manche Details aus seinem Leben näher bringen. Zum Glück haben wir uns diese angesehen, als es noch möglich war!

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Drei Ausstellungen mit dem Thema Beethoven in Baden und Wien

Ich kann von mir nicht behaupten, dass ich eine große Klassik-Kennerin bin, aber ich mag Musik, die in der Lage ist, mir Geschichten zu erzählen - und von Beethoven gefallen mir viele Melodien richtig gut. Mein Mann hat weit mehr mit Musik zu tun als ich - seine Hauptmusikrichtung ist Prog-Rock, der vom Aufbau her mit klassischer Musik durchaus artverwandt ist. Edi sagt von sich selbst, dass Musik seine erste große Liebe war, aber ich bin auf diese Liebe nicht eifersüchtig, ich kann sie verstehen. Mir geht es mit Farben ähnlich wie Edi mit Klängen: Ohne sie wäre das Leben nicht so schön. Seinen Kindheitstraum, ein Instrument zu spielen, konnte sich Edi erst im Erwachsenenalter erfüllen, er nahm Klavierunterricht und er lernte auch, ein bisschen zu komponieren. In seiner "Balzphase" spielte er mir unter anderem Beethovens Für Elise auf dem Klavier vor 😍. Leider kam das Üben und Komponieren in den vergangenen Jahren zu kurz, der Beruf fraß zu viel Zeit, aber die große Liebe zur Musik, die ist geblieben. 

Wir waren jedenfalls alle zwei sehr neugierig, was uns die Ausstellungen über Beethoven erzählen würden. Da wir beide seit dem Jahresanfang eine Niederösterreich-Card besitzen, waren erfreulicherweise auch alle drei Ausstellungen, über die ich euch heute berichte, für uns gratis. (Leider haben wir seither die NÖ-Card nicht mehr nützen können - doch wie es aussieht, ist es bald wieder so weit...)

xxxxxxxxxMuseumsbesuch Nummer 1xxxxxxxxx


Mi., 5. Februar:
Mythos Ludwig Van im Kaiserhaus Baden
Die erste Schau, die wir besuchten, geht ziemlich unkonventionell und mit einem Schmunzeln an den Mythos Beethoven heran. In der Beschreibung der Ausstellung könnt ihr nachlesen: 
Sie wendet sich an diejenigen, die ihn lieben, aber auch an jene, die in hassen - und sogar an jene, die Beethoven bislang lediglich für einen Hund gehalten haben. 

Auch an der Wand gibt es eine "Ein-Hund-namens-Beethoven"-Tapete zu sehen: 😉



    
Blicke in die schöne Natur
und beruhige dein Gemüt über das Müssende.
Ludwig van Beethoven

Neben dem Prunkstück der Ausstellung - dem historischen Hammer-Klavier, das anlässlich des Beethovenjahres frisch renoviert wurde - gibt es dort seine Totenmaske und eine seiner Haarlocken zu betrachten (Es war damals offenbar üblich, solche Erinnerungsstücke vom Totenbett mitzunehmen). Grafiken, Malereien und auch Comic-Hefte zeigen den Komponisten so, wie er zu den unterschiedlichsten Zeiten gesehen wurde - denn Beethoven wurde zu jeder Zeit anders dargestellt, mit anderen Augen betrachtet und zum Teil auch für andere Zwecke benützt: der Naturfreund, der Unbeugsame, der sich jedem Sturm entgegenstellt, der musikalische Revolutionär, der coole Ludwig Van in der Pop art, der politische Beethoven.

In dem Artikel Heilige Klänge und Foltermusik: Beethoven in «Clockwork Orange» heißt es unter anderem:
Beethoven war im bürgerlichen Kunstverständnis der 1970er-Jahre ein Säulenheiliger. Dies zusammenzuführen mit der Gewalt einer Jugendgang wie aber auch einer staatlichen Institution hat wohl noch heute Sprengpotenzial.

Man kann Kubricks Einsatz der «Neunten» daneben auch als kritischen Beitrag lesen zur wechselvollen Rezeptionsgeschichte dieser Sinfonie. Einer Musik, die je nach politischer Lage mal als Propaganda verwendet wurde für die Nationalsozialisten, mal als Hymne für ein vereinigtes Europa – was sie übrigens bis heute ist.

Es gibt sogar eine Badeente, die dem Künstler nachempfunden wurde (links dritte Reihe), 
und eine Beethoven-Actionfigur (letzte Reihe Mitte, neben der grantig dreinschauenden Beethoven-Puppe) ...

An der Ausstellung gefiel uns vor allem das Spielerische: Mit Hilfe eines "Mythomaten" konnten wir ein eigenes Beethovenbild erstellen (das man sich dann selber aufs Handy schickte). Edis Beethoven wurde in Marmor gekleidet, ich selbst habe den Naturliebhaber hervorgehoben, indem ich ihm ein Blätterkleid verlieh.*) Und auch die Möglichkeit, selbst eine von Beethovens Kompositionen zu "sampeln" machte uns großen Spaß.

*) Leider schaffe ich es nicht, diese Bilder hier einzufügen.

Besonders gut gefielen mir außerdem die runden "Rückzugskammern" mit unterschiedlichen Hörbeispielen des einfachsten, schwierigsten, meistgesungenen oder z.B. kürzesten Musikstücks. (Hier erfuhren wir u.a., dass die Müllabfuhr von Taiwan die Melodie von Für Elise als Signal verwendet, weil diese so eingängig ist... Herr Beethoven kann sich dagegen ja nicht mehr wehren...)


xxxxxxxxxMuseumsbesuch Nummer 2xxxxxxxxx

Musik ist höhere Offenbarung 
als alle Weisheit und Philosophie.
LvB

Mo., 10. Februar:
Haus der Musik in Wien
An diesem Tag verbanden wir einen Pflegeheimbesuch bei meiner Mutter mit dem Besuch im Haus der Musik, einem Klangmuseum im Palais Erzherzog Carl an der Seilerstätte. Hier hatte einst der Begründer der Wiener Philharmoniker - der Komponist und Dirigent Otto Nicolai (1810–1849) - seine Wohnung. Und so geht es in diesem Museum natürlich längst nicht nur um Beethoven allein - auf 5.000 m² wird man auf innovative Weise in die Welt der Musik eingeführt – von den Anfängen der menschlichen Klangerzeugung bis zur Musik der Gegenwart.

Die Fotos dieser Collage stammen von HIER

Im glasüberdachten Innenhof finden (normalerweise) das ganze Jahr über Veranstaltungen statt. Die Feststiege des historischen Palais, die in den ersten Stock hinauf führt, hat sich in ein interaktives Piano verwandelt - die bewegungssensitiven Stufen funktionieren als Tasten, und so kann man spielerisch Noten lernen, Schritt für Schritt. (Ihr könnt euch das in der viertnächsten Collage ansehen.)

Die erste Etage ist das Museum der Wiener Philharmoniker mit zahlreichen Erinnerungsstücken, Filmausschnitten aus dem Neujahrskonzert und dem Sommernachtskonzert, Dirigierstäben berühmter Dirigenten etc. Mithilfe eines interaktiven Walzerwürfelspiels kann man selbst ein Stück im 3/4-Takt komponieren - ich wusste vorher gar nicht, wie einfach komponieren ist 😜. (Aus acht zufälligen Melodie-Würfen formt sich ein persönlicher Wiener Walzer. Insgesamt stehen hier mehr als anderhalb Millionen Möglichkeiten zur Verfügung!)



Auf der zweiten Etage - der sogenannten Sonosphere -  können Besucher z.B. an verschiedenen Terminals mit Klängen und Musik experimentieren und es wird versucht, ein individuelles Hör-Bewusstsein zu schaffen (z.B. wie hört ein Mensch im Vergleich zu einer Katze, einer Eule, einer Schildkröte, einem Karpfen?). 



In der dritten Etage findet man dann endlich die großen Meister  - es werden mehrere der einst in Wien wirkenden Komponisten vorgestellt, und jeder von ihnen hat hier seinen eigenen Raum: unter anderem Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Johann Strauss (Sohn), Gustav Mahler und eben Ludwig van Beethoven. Hier kann man sich z.B. mit Beethovens Taubheit auseinander setzen, indem man durch ein Hörrohr selbst erfährt, was der Komponist in den verschiedenen Phasen seines Lebens noch hören oder eben nicht mehr hören konnte. 



Für die vierte Etage haben sich die Museumsgestalter wieder etwas sehr Spannendes einfallen lassen: Der Virtuelle Dirigent bietet die Gelegenheit, ein Orchester zu dirigieren - und zwar nicht irgendeines, sondern das berühmte Orchester der Wiener Philharmoniker im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins!
Man stellt sich vor die Videoprojektion des Orchesters, greift sich den elektronischen Taktstock, wählt ein Musikstück und beginnt zu dirigieren. Das Orchester folgt tatsächlich den Bewegungen und auch dem Tempo des Dirigenten. Je schneller man dirigiert, umso schneller spielt das Orchester! Davon lässt man sich natürlich zu Spielereien und Blödeleien hinreißen. Aber auweia: Die Geduld des virtuellen Orchesters ist begrenzt. Wer den Takt nicht hält, wird von Maestro Zubin Mehta persönlich ausgeschimpft! 😝😅

Mehr über das Haus der Musik könnt ihr HIER erfahren.


xxxxxxxxxMuseumsbesuch Nummer 3xxxxxxxxx


Alle meine Noten bringen mich nicht aus den Nöten,
und ich schreibe Noten überhaupt nur aus Nöten.
LvB

Mi., 12. Februar:
Beethovenhaus in Baden bei Wien
Ludwig van Beethoven verbrachte 15 Jahre lang seine Sommer in "unserer" Bezirkshauptstadt Baden und bewohnte dort verschiedene Quartiere. In den Sommern der Jahre 1821, 1822 und 1823 stieg Beethoven im Haus Rathausgasse 10 zur Kur ab. In dieser Zeit (in der er sein Gehör bereits weitestgehend verloren hatte) schrieb er wesentliche Teile der Neunten Symphonie, weshalb das Beethovenhaus in Baden auch „Haus der Neunten“ genannt wird.

Bereits seit den 1960er Jahren wird das Haus als Beethoven-Gedenkstätte genutzt. Nach einer grundlegenden Sanierung wurde das neue Beethovenhaus Baden im Herbst 2014 eröffnet. Das Museum beherbergt nun eine zeitgemäße Präsentation, die den Menschen Ludwig van Beethoven ebenso erlebbar macht wie seine Musik.


Wir verbanden einen von Edis Badener Akupunkturterminen mit dem Besuch dieses Museums. Und wie ihr seht, habe ich mich outfitmäßig an die Farben des Beethovenhauses angepasst 😊


Als der Komponist dieses Haus im Jahr 1821 erstmals betrat, war er 51 Jahre alt, ein angesehener Komponist - und ein Mann mit zahlreichen Leiden. Sein Arzt hatte ihm geraten, in Baden Heilbäder zu nehmen; unter anderem plagten ihn seit Jahren Schmerzen in der Bauchgegend, Gicht und Rheuma. Das warme Wasser aus Badens Schwefelquellen brachte tatsächlich Linderung: "Mit meinem Unterleibe geht's besser; besonders wenn ich einige Tage das warme Bad brauche, befinde ich mich acht, auch zehn Tage ziemlich wohl; (...)"

    Das Tagtägliche erschöpft mich!
    Quelle: Beethoven, Briefe.
     An seinen Neffen Karl van Beethoven,
     am 23. August 1823

Manche seiner gesundheitlichen Probleme werden heute der Tatsache zugeschrieben, dass Beethoven dem Alkohol und deftigen Fleischspeisen gar zu sehr zusprach. Sein Alkoholmißbrauch führte (laut Autopsiebericht) zu einer Leberzirrhose, weiters zu Wassersucht und außerdem zu Vergiftungen (da es damals üblich war, Wein mit Bleizucker zu süßen!) 




Den Auszügen aus Beethovens Briefwechseln ist zu entnehmen, dass der Komponist durch seine zunehmende Schwerhörigkeit und andere Leiden zuweilen ziemlich niedergeschlagen war. Bereits im Juni 1801 schrieb er in einem Brief an seinen Freund Amenda: “…denn Dein Beethoven lebt sehr unglücklich; wisse, dass mir der edelste Teil mein Gehör sehr abgenommen hat…nun ist es immer ärger geworden; ob es wird wieder können geheilt werden, das steht noch zu erwarten.”

Ab dem Jahr 1818 folgte die völlige Taubheit rechts, es bestand damals noch eine Resthörigkeit links, die sich jedoch zunehmend verschlechterte. Dennoch wollte der Komponist sich nicht unterkriegen lassen.
Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen,
ganz niederbeugen soll es mich gewiß nicht.

Die von den Ärzten verordnete Ruhe fand er in der Kurstadt nicht so ganz, denn er konnte das Komponieren nicht lassen. In Baden entstanden wichtige Teile der Eroica, der Pastorale, der Missa Solemnis und (wie schon erwähnt) der Neunten Symphonie, außerdem verfasste er Kanons und musikalische Scherze für Freunde. Dennoch schrieb Beethoven aus Baden an einen Freund: "Ich hätte mein Leben nicht geglaubt, dass ich so faul sein könnte, wie ich hier bin."




O ihr Menschen, die ihr mich für feindselig 
und misanthropisch haltet und erkläret, 
wie unrecht thut ihr mir...
LvB

Der Künstler wird oft als schwieriger, streitbarer Mensch beschrieben, und ganz gewiss ist der Umgang mit ihm nicht ganz leicht gewesen. (Erst recht nicht, wenn man seine Haushälterin oder ein Dienstmädchen war - ihnen mißtraute er nämlich zuweilen.) Aufgrund erhaltener Berichte und Briefe von Freunden und Vertrauten steht aber fest, dass Beethoven zugleich ein treuer, liebevoller und geselliger Mensch war. Durch seine zunehmende Schwerhörigkeit schränkten sich seine Sozialkontakte zwar immer mehr ein, doch gerade deshalb bemühte sich Beethoven um seine schriftlichen Kontakte.

Wir Endliche mit dem unendlichen Geist
sind nur zu Leiden und Freuden geboren,
und beinahe könnte man sagen,
die Ausgezeichneten erhalten durch Leiden Freude.

1808, in einem Brief
an die gelähmte Gräfin Maria von Erdödy

In Baden nützte einige Male die Gelegenheit, Freunde, Verwandte, Musikerkollegen, Schüler, Lehrer und Verleger zu treffen oder als Gäste zu empfangen. Auch im Beethovenhaus in der Rathausstraße wurde nachweislich das eine oder andere Mahl für Beethoven und seine Freunde aufgetischt. Der gedeckte Tisch im "Speisezimmer" des Museums stellt einige seiner Gäste durch Bilder und Symbole genauer vor.




Froh bin ich wieder einmal in Gebüschen, Wäldern, 
unter Bäumen, Kräutern, Felsen wandeln zu können, 
kein Mensch kann das Land so lieben wie ich. 
Geben doch Wälder, Bäume, Felsen 
den Widerhall, den der Mensch wünscht.

In der Natur fand Beethoven Ruhe, Inspiration und Trost für seine Leiden. Das Helenental in Baden, das dem Ideal einer romantischen Landschaft entspricht, würdigte Beethoven beispielsweise mit den Worten:  
Ist es doch, als ob jeder Baum zu mir spräche auf dem Lande: Heilig, heilig! – Im Walde Entzücken! Wer kann alles ausdrücken! – Süsse Stille des Waldes!
Sommer 1806, in Baden

Neben dem Gemälde des Wiener Neustädter Kanals, das anlässlich des 100. Todestages von Beethoven entstand, hängt eine Tafel, auf der eine Anekdote über den Künstler erzählt wird. Eines Tages sei er nämlich völlig selbstvergessen entlang des Kanals gewandert, heißt es da. 

Und weiter: 
"Bei Einbruch der Dunkelheit fand er sich in Wiener Neustadt wieder, rund 30 km von Baden entfernt. Da er nicht wusste, wo er war, schaute er in die Fenster einiger Wohnhäuser. Die Leute hielten ihn für einen Bettler, weil er ohne Hut und in einem alten Mantel unterwegs war. Die Polizei verhaftete ihn. Er hörte aber nicht auf zu beteuern, er sei Beethoven, und schließlich rief man den Musikdirektor der Stadt, der ihn identifizierte. Der Bürgermeister entschuldigte sich und man brachte den Komponisten mit dem Wagen nach Baden zurück."




Wer weiß, worüber Beethoven bei seiner selbstvergessenen 30-Kilometer-Wanderung nachdachte? Womöglich ließ er sich ja wieder einmal die Vollendung seiner 9. Symphonie durch den Kopf gehen. Denn man kann wohl sagen, diese Symphonie ist sein Opus Magnum, das ihn während des Großteils seines Lebens beschäftigt hat. Schon bald nach dem Erscheinen von Schillers Gedicht An die Freude (1786) spielte Beethoven mit dem Gedanken einer Vertonung. Der Bonner Jurist Bartholomäus Fischenich, der sowohl mit Schiller als auch mit Beethoven befreundet war, schrieb im Jahr 1793 (als der Komponist gerade erst im 23. Lebensjahr stand) an Charlotte von Schiller über ein Gespräch mit Beethoven: „Er wird auch Schiller’s Freude und zwar jede Strophe bearbeiten. Ich erwarte etwas vollkommenes, denn so viel ich ihn kenne, ist er ganz für das Große und Erhabene.“

So viel Erhabenheit benötigt allerdings manchmal Jahre. Beethovens erste Skizzen zur 9. Sinfonie entstanden erst 1815. Die in Baden verbrachten Sommer 1821, 1822 und 1823 nützte Beethoven wie gesagt ebenfalls, um dort wesentliche Teile der 9. Symphonie zu schreiben. Die Vollendung der Komposition zog sich jedoch noch bis in das Jahr 1824 hin. Der vierte und letzte Satz wurde übrigens ganz in der Nähe von dort, wo ich früher gelebt habe, fertiggestellt - in Beethovens Wohnung in der Ungargasse 5 im heutigen Wiener Bezirk Landstraße.

Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium,
Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligthum!
Deine Zauber binden wieder
Was die Mode streng geteilt;
Alle Menschen werden Brüder,
Wo dein sanfter Flügel weilt.

Textauszug vom vierten Satz der Neunten Symphonie
nach Friedrich Schillers Ode
An die Freude 
 
Meine Lieblingsstelle der Ode An die Freude ist übrigens seit meiner Kindheit die, bei der alle Menschen Brüder werden. Wobei es mich wundert, dass sie noch nicht "gegendert" wurde 😁. (Achtung, das war ein Scherz! Natürlich nahm die feministische Linguistik an der angeblichen Frauenfeindlichkeit des Liedes bereits Anstoß. Dass es keinen Sohn aus Elysium gibt, war hingegen offenbar egal. Mir gehen solche Diskussionen auf den Sender, weil sie Frauen in die Position von "I-Tüpfel-Reitern" (und -Reiterinnen klarerweise 😜) manövrieren und von wirklich wichtigen Themen ablenken. Ich fand es auch unnötig und nervig, die Österreichische Bundeshymne zu "gendern". Viel, viel wichtiger fände ich gleiche Entlohnung bei gleicher Leistung. Darum kämpfen Frauen schon seit einer halben Ewigkeit - und werden stattdessen mit holprig umgewandelten Liedtexten abgespeist. Wenn alle Menschen sich miteinander vertragen könnten, egal ob Schwestern oder Brüder, und wenn sie die Erde mit all ihrer wunderbaren Natur als schützenswert betrachteten, wäre mir das auch um Klassen wichtiger als jede Textanpassung.) Der Österreichische Kabarettist Kurt Sowinetz löste das Textproblem auf seine unvergleichliche Weise: Alle Menschen san ma zwider - KLICK zum Lied, gesungen zu Beethovens Neunter, und KLICK zum Text (zu Deutsch: Alle Menschen sind mir zuwider - HIER geht's zum gesamten Liedertext in Hochdeutsch)

Die Bilder dieser Collage stammen von HIER

 
Aber zurück zu Beethoven: Er war ein Perfektionist und hielt sein großes Werk jahrelang vor der Öffentlichkeit zurück. Erst als 30 Wiener Musiker und Musikliebhaber zur Jahreswende 1823/24 schriftlich an Beethoven appellierten, seine neuesten Kompositionen nicht länger unter Verschluss zu halten, sondern sie in Wien aufzuführen, ließ Beethoven sich überzeugen. Die Uraufführung seiner Neunten Symphonie im Mai 1824, bei der Beethoven schon völlig taub war, sollte gleichzeitig sein letztes Konzert (und ein großer Erfolg) sein.

Im Erdgeschoß des Beethovenhauses in Baden geht es darum, den Besuchern die Neunte Symphonie auf unterschiedliche Weise zu vermitteln. Ein eigener Ausstellungsraum ist dem berühmten vierten Satz dieser Symphonie gewidmet, der Grundlage der Europahymne. Man kann sich hier u.a. die Videoprojektion einer Aufführung dieses Satzes ansehen und anhören. Was Edi und mir daran besonders gefiel, ist dass die Musik bzw. die Intention des Künstlers durch Untertitel "erklärt" wird - erst jetzt weiß ich also, dass hier zum Teil quasi "Diskussionen" zwischen den einzelnen Stimmen und Instrumenten stattfinden. Das Freude-Thema muss sich zuerst einen Weg bahnen durch die Wut, Schmerzen und Verzweiflung, die die vorhergehenden Sätze widerspiegeln. Hier könnt ihr euch in die Musik "reinhören":

https://www.youtube.com/watch?v=FzWbHpV0xjg
https://www.youtube.com/watch?v=FzWbHpV0xjg


Außerdem gibt es einen Raum, in dem die Geheimnisse des Hörens von Musik thematisiert werden. Auch hier wird wieder digital auf den Hörverlust Beethovens eingegangen und man kann mittels eines Schiebers feststellen, wie viel oder wenig er in seinen Lebensphasen zu hören vermochte. Selbst wenn man zuvor längst wusste, dass Beethoven viele Jahre seines Lebens taub war, ist es sehr berührend, so hautnah zu erfahren, wie schlimm es schon lange um sein Gehör bestellt war und welch großartige Werke er dennoch geschaffen hat.

Ihr Lieben, das war's wieder für heute! Ich hoffe, es hat euch gefallen, mich virtuell durch die drei Ausstellungen zu begleiten. Wie es aussieht, kann es relativ bald wieder möglich sein, selbst in ein Museum zu gehen - ab Mitte Mai beginnen in Österreich die ersten Ausstellungsorte wieder ihre Pforten zu öffnen. Für genauere Informationen besucht bitte die jeweiligen Websites der Museen.


Ich wünsche euch ein angenehmes April-Ende
🌿🌸🌼 und einen wunderbaren Start in den Mai! 🌿🌸🌼
 Alles Liebe, eure Traude


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup,
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,






Freitag, 5. Juli 2019

Rückblick auf den Juni (plus Taglilien-Rezept!)


Servus, ihr Lieben! 


Herzlichen Dank für eure anteilnehmenden Kommentare zu meinem letzten Post  
Freud und Leid... Der Tod meines Cousins Ulrich hat, wie ihr dort erfahren habt, einen großen
Schatten auf den inzwischen zu Ende gegangenen Monat geworfen.

Dennoch wäre es dem Juni 2019 gegenüber nicht fair, die vielen wunderbaren Momente, die uns
geschenkt wurden, zu übersehen oder zu vergessen. Ich möchte auch jetzt die schönen Erlebnisse
als kleine Schätze bewahren, möchte das Leben so intensiv leben und auskosten, wie es nur geht!
Deshalb lasst euch heute von mir die guten Seiten der vergangenen Wochen zeigen:
 


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Freunde treffen
Dass wir am 2. Juli zuerst Hollerblüten-Ernten und Mohn fotografieren waren und danach
im Wiener Praterstadion bei Phil Collins-Konzert, habe ich euch HIER schon geschildert.

Ein paar Tage später trafen wir uns im Wiener "Bermudadreieck" mit einem meiner ehemaligen 
Arbeitskollegen: Es gibt einige wenige ausgewählte Menschen, die ich auch nach Beendigung 
meines Bürolebens noch gerne sehen mag, weil sie meine Bürotage erträglicher gemacht haben.
Richard ist einer von ihnen. Ort des Treffens war der Schanigarten des Bierlokals Krah Krah
- da kann man auch gut essen - und unten seht ihr, was ich an diesem Abend trug:


Dasselbe Tuch und dasselbe Kleid wie beim  Phil-Collins-Konzert, aber doch wieder ganz anders...


Kurz darauf trafen wir uns mit Nadine und Chrissie, darüber habe ich euch ebenfalls HIER
erzählt.

Kino
Ein paar Tage später gingen Herr und Frau Rostrose ins Kino, um sich dort Rocketman anzusehen,
die Musical-artige Filmbiographie über Elton Johns erste vierzig Lebensjahre. Uns ging's wie Sunny,
wir mochten den Film. Und das war's, was ich dazu anzog: Mein so gern getragenes Paisley-Blumen-
Maxikleid und dazu das Spitzen-Leinenjäckchen von unserem Spanienurlaub im Jahr 2017.


 



Kulinarisches
Gegrillt haben wir im Juni auch endlich. Der zweite, schon sehr rostige Griller, den ich im
Vorjahr für meine (nur anfänglich geglückte) Pilzzucht verwendet habe, ist nun mit Blumen
bepflanzt und steht an der Stelle, an der ich im Vorjahr einen meiner beiden Bananenbäume
gesetzt hatte - auch das ein gescheitertes Selbstversorger-Experiment.

Nach einem Regenguss waren mehrere Weinbergschnecken unter unseren Büschen und in der
Wiese unterwegs - eine von ihnen habe ich fotografiert. Insgesamt habe ich an diesem Tag fünf
Stück in unserem Garten gesehen. Aber natürlich werden sie von uns auch dann nicht mit
Knoblauchbutter verspeist, wenn das halbe Dutzend voll ist 😜 - sie dürfen hier glücklich leben
und u.a. Nacktschnecken-Gelege auffressen!




Mein neues Spielhöschen
Andere Gartenschätzen hingegen können wir uns ganz gut schmecken lassen - aber bevor ich euch
zeige, welche ich heute im Speziellen meine, bekommt ihr ein nagelneues Outfit von mir zu sehen.
Ich habe mir nämlich ein Spielhoserl - oder besser gesagt einen "Spielanzug" - gekauft - auch
bekannt als Einteiler, Overall, Jumpsuit...

Eigentlich hatte ich gedacht, dass ich mit dem Thema durch wäre. Overalls sind ja (für Erwachsene
ohne Windel) nicht wirklich praktisch. Und mit GELB hatte ich bis vor kurzem mein Leben lang auch
nicht viel am Hut. Und mein Kleiderschrank ist voll. Aber dann sah ich "ihn"*)! Und war hin und weg.
Es war dennoch kein Spontankauf.


*) Buffalo Overall gelb bedruckt. Hier seht ihr, mit welchen Tüchern, Gürteln, Ketten, Schuhen und Nicht-Schuhen ich ihn
 an drei verschiedenen Tagen kombiniert habe. Falls mir eines Tages ein Jumpsuit doch zu unpraktisch erscheint, kann ich 
es mir ja von der Änderungsschneiderin in ein Maxikleid umnähen lassen.



  Kennt ihr das - ihr seht ein Kleidungsstück, seid sofort verliebt. Und kauft es trotzdem nicht - aus
welchen Gründen auch immer. Aber es geht euch nicht aus dem Kopf? Etwa zwei Monate nach dem
ersten Blick sah ich nach, ob der Overall noch da ist. JA! Also habe ich ihn bestellt*), schlüpfte rein
- und wollte am liebsten nicht mehr rausschlüpfen. Obwohl ich darin nicht gerade schlanker aussehe
als ich bin. Und obwohl er sich nicht wirklich gut "verwandeln" lässt. Und obwohl er kein Ökobiofairtrade-
Teil ist. Völlig egal! Wo die Liebe hinfällt, bleibt kein Auge trocken. Den Anzug verlinke ich übrigens
gleich mal bei den Modischen Matronen, denn ich finde, er passt toll zum Thema
"Am Strand und beim Pool".



Taglilien und Kapuzinerkresse
Nun aber zum oben erwähnten "kulinarischen Thema": Hier seht ihr die Gartenschätze,
die wir neulich in ein köstliches Gericht eingebaut haben:





Mittlerweile hat es sich herumgesprochen, dass man manch ein Blümchen essen kann.
Kapuzinerkresse ja sowieso. Und Taglilien zählen auch dazu.*) In Asien werden Taglilien
großflächig als Gemüse angebaut; man kann alle Teile essen - die Knospen, die Blüten, auch die
grünen Blätter und die nussig schmeckenden Wurzelknollen. Hier findet ihr z.B. ein interessantes
Rezept für Pasta mit Taglilien-Lauch. Mehr zum Thema könnt ihr HIER lesen.

*) Aber ACHTUNG! Wirklich nur die Taglilien (Hemerocallis) sind essbar, "echte" Lilien (Lilium) sind giftig!




Wir haben bisher nur die Knospen und die aufgeblühten Blumen gegessen, in Form von Salat oder
als gedünstetes Gemüse. (Aber das wird sich ändern!) Diesmal bereiteten wir folgendes Gericht zu
(variables Schnellrezept):

Asiatisches Blumen-Curry
Dazu habe ich im Garten je eine Handvoll Fisolen (Stangenbohnen), Kapuzinerkresse und Taglilien
geerntet. Außerdem hatte ich noch folgendes (gekauftes) Gemüse vorrätig: Stangensellerie, Karotten,
Erbsen, Zwiebel, Knoblauch, Paprika, eine Tomate. Letztendlich passt so ziemlich jedes Gemüse,
 das euch schmeckt - schneidet es klein. Schinken hatten wir noch daheim, der musste weg und wurde
auch klein gewürfelt - aber den könnt ihr natürlich auch weglassen oder z.B. Shrimps, Hühnerfleisch,
Tofu... verwenden.


Die zubereitete Menge reichte für zwei Tage - wir hatten dazu am ersten Tag Reis und am zweiten Tag Naan (ind. Fladenbrot).

Während ich Gemüse schnipelte, briet Edi gelbe Currypaste in etwas Öl an. (Die ist angeblich
mild, aber "asiatisch mild", also für mich ziemlich scharf. Man kann stattdessen auch mildere
Gewürze - Gelbwurzel, Curry, Asia-Mix etc. - verwenden.) Nach und nach Zwiebel, Knoblauch,
Paprika und die anderen Gemüsesorten (und den Schinken) zum angerösteten Gewürz geben. Mit 
Kokosmilch aufgießen und so lange köcheln lassen, bis das Gemüse die gewünschte Konsistenz
hat, also ca. 5-10 Minuten. (Die Kapuzinerkresse-Blätter und Blüten sowie die Taglilienblüten gaben
wir als letztes dazu, etwa eine Minute vor dem Garwerden. Ein paar Blüten hob ich als Verzierung
auf.) Ev. noch mit Sojasauce und Zucker würzen. (Salz und Pfeffer gehen auch.)


Mein nicht-neues rotes Kleid
Das rote Kleid, das ihr in der nächsten Collage seht, kennt ihr schon seit 2017. Ich habe es
seinerzeit beim Kaffeeröster gekauft, weil es bio-BW und günstig war und weil ich auf die  
Frida-Kahlo-mäßigen Modefotos ansprang. Leider hat es den "falschen" Rotton. Ich glaube, bei
Pantone hieß der Ton "cherry tomato" und eine Zeitlang fand man fast nur diese Nuance. Aber
eigentlich sehnte ich mich nach einem etwas dunkleren, satteren Rot. Ich trage es trotzdem gern;
es ist luftig und angenehm an heißen Tagen. Ich mixe es am liebsten mit grün oder türkis.
(Hier trage ich dazu im Haar das Pariser Seiden-Inspirationstuch mit dem Katzenmuster.)




Als ich mir meinen oben gezeigten gelben "Spielanzug" kaufte, fand ich bei der Gelegenheit
auch endlich ein rotes Kleid im richtigen Rotton. Ich zeige es euch ein andermal. 


Eine Hochzeit in Mödling
Im Juni wurde mir auch mal wieder die Ehre zuteil, eine Hochzeit zu fotografieren. Die Trauung
fand im hübschen Rathaus / Standesamt von Mödling statt. Da es eine kleine Hochzeit war und Edi
nicht frei bekam, war ich erstmals allein als Hochzeitsfotografin unterwegs.





Ich war schon eine Weile vor dem Termin in Mödling, und so konnte ich mich vorab ein
bisschen in der Altstadt umsehen. Für Novas Linkup habe ich außerdem den einen oder anderen
Glockenturm fotografiert.






Und was trägt die Fotografin von Welt an einem schwülwarmen Ehrentag? Ein immer wieder
gern getragenes "Kleid", das eigentlich aus einem weinroten Maxirock und einem kurzen
weinroten Sommerkleid besteht, dazu der Rosengürtel - und zum Schulter-bedecken den
vielseitigen weinroten Loop, den ich diesmal zu einem Dreieck gefaltet habe. Und damit meine
Haare beim Fotografieren nicht stören, trug ich einen Dutt.




Nach der Hochzeit hatte ich dann auch noch etwas Zeit, also bummelte ich noch ein bisserl
durch die hübsche Stadt und suchte mir ein Lokal, in dessen schattigem Gartgarten ich mir ein
kleines Mittagessen gönnen konnte. Auf Salat hatte ich keinen Appetit, aber die Kartoffelsuppe
mit Eierschwammerl (Pfifferlingen) lachte mich an 😊.




Lila-Liebe
Als nächstes seht ihr abermals ein Outfit mit dem weinroten Maxirock. Diesmal trage ich mein
uraltes lilanes Sommerkleid darüber, dazu den neuen Wendegürtel aus dem Seidensaristoff und
wieder das Katzen-Seidentuch aus Paris als Haarband und andere grüne Accessoires.


Irgendwie steh ich heuer ganz besonders auf Turbane, Kopftücher und Haarbänder... vor allem, wenn sie aus 
kühlender Seide bestehen.



Über das Kleid freue ich mich schon seit vielen Sommern. Mir fallen dazu immer wieder
neue Kombi-Möglichkeiten ein. Hier z.B. mit meinem Regenbogenrock. Der Gürtel ist wiedermal
mein bestickter ehemaliger Kamera-Tragegurt. Und im Haar? Diesmal keine Seide, sondern der
Stoffstreifen, den ich vor Jahren von meinem indischen Wickelrock abgetrennt habe, als ich ihn
kürzte.





Lovely Days
Zu guter Letzt folgen ein paar Handy-Fotos von unserem Besuch des Lovely Days Festival
im Schlosspark von Eisenstadt und mit dem Schloss Esterházy als traumhafter Kulisse. Die
Atmosphäre würde ich ein bisserl wie "Klein-Woodstock" beschreiben.

Ab 14 Uhr ging es mit den "Ösi-Lokalmatadoren" los - zuerst wurde das Publikum von Bernhard
Beibl warmgespielt, dann von Schiffkowitz (von STS).

Als nächstes traten die Bands Birth Control, Nazareth und Alpha Blondy & Solar System,
auf, lauter "alte Haudegen", die wir gerne hören, für die wir aber unser gemütliches Schatten-
Platzerl zwischen den Büschen und Bäumen nicht aufgaben. Wir sahen auch von dort auf die
Leinwände.


Ich trug übrigens wieder das Paisley-Blumen-Maxikleid wie bei unserem Rocketman-Kinobesuch und das Sternen-
Haarband wie bei unserem Freundestreffen mit Richard.


Anders verhielt es sich bei Jethro Tull by Ian Anderson. Da wollten wir möglichst weit
vorne stehen - und schafften es immerhin in die zweite Reihe.

Locomotive Breath, Aqualung, Bourée, Too Old to Rock'n'Roll, Too Young to Die! ... -
bestimmt kennt ihr die meisten Hits dieser seit 50 Jahren bestehenden Band ebenfalls. Ich
jedenfalls liebe diese Musik (in der Ian Andersons Querflöten-Spiel eine besondere Rolle
einnimmt) schon seit meiner Jugend.

Mr. Anderson ist mit seinen knapp 72 Jahren noch immer der witzige und virtuose Unterhalter
von einst. Und er kann auch immer noch beim Flötespielen auf einem Bein stehen und zuweilen
auch einhändig flöten. Wir hatten Spaß daran, ihn endlich, endlich live zu erleben!







Drei Wermutstropfen gab es bei dem Auftritt dennoch. Erstens verdeckte eine riesige Box
teilweise die Sicht auf die Bühne - gerade wenn man relativ weit vorne stand. Zweitens war die
Akustik vorne weniger gut als auf unserem ursprünglichen Platz zwischen den Büschen.

Und
drittens gibt es Leute, die sich bei einem Konzert zwar in die erste Reihe stellen, aber dann
offenbar gar kein Interesse an der Darbietung haben, denn sie müssen mit ihrem Nachbarn
ohne Pause quatschen, als ob sie Trill Sprechperlen gefressen hätten. Ich jedenfalls war dort,
um Ian Anderson und seine Band zu hören und hatte kein Interesse an Störgeräuschen. Und
habe sowohl die ersten als auch die zweiten Quasselstrippen nach einiger Zeit recht unsanft
angefaucht. Aber eigentlich finde ich es schlimm, dass so etwas überhaupt nötig wird. Viel
lieber möchte ich solch eine Veranstaltung nämlich einfach nur genießen!

   


Als letztes stand dann noch ein Auftritt der Band TOTO auf dem Programm. Aber wir hatten
schon vor Beginn nicht gewußt, ob wir so lange durchhalten würden, und tatsächlich wollten
wir nach Jethro Tull dann lieber nach Hause. Wenn man die Wermutstropfen ausblendet (was
ich üblicherweise mache, denn ich will meine Zeit ja nicht mit Grummeln verbringen), war es
ein großartiger Nachmittag und Abend!   
   
Das war's von einem wild bewegten Juni 2019.
Und nun ist schon der Juli da und es warten wieder neue Aktivitäten! Doch das ist eine 
andere Geschichte, über die ich euch ein anderes Mal erzählen werde...

Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche rostrosige Grüße
von eurer Traude
Rostrose auf Facebook
 
 
Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,

Mittwoch, 26. Juni 2019

Von Mohnblumen, Holunderblüten, Phil und Nadine + Update

Servus, ihr Lieben!


Wie ich neulich erwähnt habe, geht es in meinem RL ("realen Leben") derzeit recht turbulent zu
und ich komme kaum zum Bloggen: Ein Highlight jagt das nächste - "und die Zeiten dazwischen
sind auch nicht schlecht", schrieb ich in meinem Beitrag über das Geburtstagsfest meiner Tante in
Salzburg. Was der Mai sonst noch zu bieten hatte, schilderte ich euch vorige Woche in meinem
Rückblick-Posting. Nun bin ich blogmäßig endlich im Juni angekommen - und weiter geht die
 tolle Jagd 😊!


 [Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.] 
 


Hollerblüten-Ernte:
Heute möchte ich euch von zwei Tagen Anfang Juni erzählen, die zwar ein recht 
unterschiedliches Programm boten, aber beide auf ihre Weise freudige Ereignisse im Rostrosen-
Leben darstellen. Der erste Tag, den ich mir herausgepickt habe, fing zwar relativ unspektakulär,
aber dennoch gut an: Herr Rostrose und ich sattelten unsere Drahtesel, packten eine Schere, einen 
Stoffbeutel und eine Kamera in meinen Fahrradkorb. So ausgerüstet ging es zu den Holunder-
büschen, die in unserer Umgebung an den Feldrändern und Auwäldern zahlreich wachsen und
blühen. Und wie ihr an den Fotos deutlich erkennen könnt, blühte bei unserem Ausflug auch
der Mohn noch intensiv und bot wundervolle Farbtupfer.




Das war eine dieser klassischen "Mehrere-Fliegen-mit-einer-Klappe"-Aktivitäten, die Edi
und ich lieben: Einerseits (moderate) sportliche Betätigung, andererseits ein schönes Naturerlebnis,
bei dem man auch noch blauen Himmel und leuchtende Mohnblumen genießen und fotografieren
kann, und als Bonus kam noch "Nahrungsbeschaffung" dazu, denn nun war die perfekte
Zeit zum Ernten der Hollerblüten gekommen. 




Aus der Ernte wurden diesmal mehrere Flaschen Holunderblütensirup für uns und fürs 
Tochterkind Jana, und ein einfaches, aber feines Dessert haben wir auch noch gezaubert - eine
abgespeckte Abwandlung des Hollerblüten-Mousse-Rezeptes:

Einige von euch können sich ja vielleicht noch an dieses Rezept erinnern,
das ich vor neun Jahren in meinen Blog eingestellt habe. Es ist bei uns mittlerweile ein
"Frühjahrsklassiker". Allerdings fehlten uns diesmal ein paar Zutaten: Wir hatten weder frische
Eier noch Schlagobers noch Milch im Haus. Aber wir hatten Topfen (Quark), und wir hatten in
unserem Garten eine Schüssel Beeren geerntet (Ribisel = Johannisbeeren, Felsenbirne, Erdbeeren,
Himbeeren), und so improvisierten wir aus dem Rezept ein Dessert, in dem Milch durch Wasser
ersetzt wurde und wir die anderen fehlenden Zutaten einfach wegließen. Man muss sich nur
trauen - die "Holunderblütentopfencreme mit Beerenmix" schmeckte köstlich. Mit Joghurt
funktioniert das Dessert bestimmt auch!





Phil-Collins-Konzert im Wiener Prater-Stadion:
Dann wurde es auch schon Zeit, uns für den Abend vorzubereiten.
Zum Glück hatte sich das Wetter im Osten Österreichs ab Anfang Juni nach all dem Mairegen
und der ungewöhnlichen Kühle auf sommerliche Temperaturen umgestellt - perfekt, da wir an
diesem Tag ein Open Air Konzert besuchen würden... Denn Phil Collins war nach längerer Pause
mal wieder in Wien. Und da wir seine Musik sowohl aus Genesis-Tagen als auch aus der Zeit
seiner Solo-Karriere schätzen, wollten wir da dabei sein.




Bei sommerlichen Freiluftkonzerten ist für mich luftige Kleidung ein Muss. In diesem Fall
wurde es mein dunkelblau mit weinrot-Tönen gemustertes Maxikleid, kombiniert mit meiner
uralten dunkelblau-cremeweißen Bluse zum Knoten. Auf dem Kopf trug ich das Tuch, das ich
in Salzburg im Schloss Hellbrunn als Sonnenschutz erstanden habe, und unter dem Kleid ...
trug ich eine gepolsterte Radler-Unterhose: Damit kann man genauso gut in einer Wiese sitzen
wie mit Jeans  - oder auf den Kunststoffplatten, mit denen der Rasen im Wiener Praterstadion
abgedeckt war...

Wobei sitzen ohnehin nur während der Wartezeit machbar ist, nicht während des Konzerts.
Wenn wir Stehplätze haben, kommen wir immer möglichst früh zum Veranstaltungsort, um so weit
wie möglich vorn zu sein. Aber wir hatten nur "ganz normale" Stehplatzkarten, nicht die teuren
vom goldenen oder gar vom Platin-Sektor. 




Daher waren wir - obwohl wir in unserem Sektor ziemlich weit vorn waren - trotzdem recht
weit weg von der Bühne, wie ihr an den folgenden Handy-Fotos sehen könnt: Wir sahen die Musiker
nur hutzelputzelklein ... oder eben auf den Leinwänden, die links, rechts und oberhalb der Bühne
angebracht waren. Im Flugzeug heißt das dann Holzklasse oder Schweineklasse. Gefallen hat's uns
 trotzdem - die Show und die Stimmung im Stadion waren mitreißend, auch in den hinteren Reihen.

Phil Collins geht seit einer Rücken-Operation am Stock und sein Auftritt erfolgt sitzend, aber
Good Vibrations rüberbringen kann er immer noch - kurz: er ist "Still not Dead yet" ("immer noch
nicht tot", wie er seine Konzerttournee mit einem Augenzwinkern nennt.) Und sein Sohn Nicholas
  ("Nick"), der Papa am Schlagzeug "vertritt", ist mit gerade mal 18 Jahren bereits ein großartiger
Drummer, er tritt talentmäßig eindeutig in seines Vaters Fußstapfen.





Wenn ihr mehr über das Konzert lesen wollt -
hier gibt's einen lesenswerten Beitrag über Phils' "Tanz im Sessel". "Vorgruppe" war übrigens sein
einstiger Kollege Mike Rutherford mit seiner Band Mike & The Mechanics, aber leider gab es
keinen gemeinsamen Auftritt der ehemaligen Genesis-Kollegen.

Bloggertreffen mit Nadine:
Kurz darauf folgte der nächste besondere Tag, über den ich euch heute erzählen will. Manche
von euch - vor allem diejenigen, die sich für Modethemen interessieren - kennen meine Blogfreundin
Nadine ja bereits virtuell, und auch ich folge ihrem Blog schon seit ein paar Jahren. Da wir beide
nicht weit von Wien entfernt leben, wollten wir uns schon seit geraumer Zeit in der großen Stadt
treffen. Allerdings war es nicht so einfach, einen Termin zu finden, da Nadine immer nur einige
wenige Tage im Jahr "en femme" unterwegs ist.




Für alle, die sie und ihren Blog Nadine´s Crossdressing Abenteuer nicht kennen, 
zunächst eine kurze Vorstellung: Nadine lebt den Großteil ihres Lebens als (Hetero-)Mann, besitzt 
aber eine ausgeprägte weibliche Seite und lebt diese seit ein paar Jahren aus, indem sie über ihre 
seltenen Ausflüge in die Öffentlichkeit in ihrem Nadine-Blog berichtet. Und sie tut dies auf höchst
 liebenswerte, sympathische Weise.

Als wir endlich einen Termin für unser Mädelstreffen gefunden hatten, vereinbarten wir auch gleich
unser ungefähres "Programm" für diesen Tag. Und an diese Pläne passte ich dann meine zwei 
Outfits an. Das erste seht ihr hier unten, es war absichtlich eher schlicht und casual gehalten -
für den Abend wollten wir uns dann etwas mehr "aufbrezeln". Der grün-weiß-schwarz gemusterte 
Rock von Des*gual ist übrigens einer jener Röcke, die Nadine an mir besonders gern sieht, daher
fiel meine Wahl auf ihn:




Ein Bestandteil unserer Pläne war, dass ich Nadine schminken wollte - und dass Herr Rostrose
dieses Schminkmanöver bildlich festhalten würde. Ich muss gestehen, dass ich trotz aller Vorfreude
deshalb ziemlich aufgeregt war, denn auch wenn ich mich fast täglich selber schminke und ganz
gut malen kann, habe ich bisher noch nicht sehr viel praktische Erfahrung im Schminken anderer
Menschen gesammelt. Aber ich habe zum einen schon gesehen, wie hübsch Nadine im vorigen
Jahr von der Make-Up Artistin Conny geschminkt wurde (ihr könnt die tollen Bilder HIER
betrachten), und zum anderen hatte ich eine gewisse Vorstellung, wie ich "an ihr Gesicht
rangehen" wollte.

Hier unten seht ihr einen kleinen Teil der Fotos, die beim Schminken von Nadine entstanden
sind. (Für diese "Schmink-Arbeit" hatte ich mir sogar extra ein anderes Top angezogen, um mir nicht
alles zu verschwitzen oder mit Farbe zu verschmieren 😉.) Auch wenn nicht alles so klappte, wie ich
mir das vorgestellt hatte (ich sage nur Wimpern tuschen! 😵 Ein schwiiiiieriges Unterfangen!) hatten
wir einigen Spaß dabei und ich glaube, das Ergebnis konnte sich durchaus sehen lassen. Ich fand
Nadine jedenfalls fesch:


"Malen nach Zahlen" 😜 (In Nadines Blog könnt ihr euch sogar eine Großaufnahme vom Ergebnis ansehen!)

Auch Nadine hatte sich für den ersten Teil unseres Treffens für ein legeres Rock-T-Shirt-Outfit
entschieden. Solcherart gerüstet zogen wir los zu unseren ersten Unternehmungen, die uns
unter anderem zur Mariahilfer Straße führten (wo es vor der Des*gual-Fassade noch ein Nadine-
Shooting gab). Danach gönnten wir uns im Gastgarten eines Bistro namens Pierre einen kleinen
Mittags-Imbiss. Und dort stieß dann Chrissie zu uns, eine liebe Freundin von Nadine, die sie via
facebook kennengelernt und mit der sie schon ein paar spannende Shopping- und Lokaltouren
unternommen hat.




Wenn ihr über den ersten Teil unseres Treffens aus der Sicht Nadines lesen wollt, könnt ihr
das HIER tun. Es wird auch noch einen Beitrag in Nadines Blog über den restlichen Nachmittag
und Abend geben, den verlinke ich bei Gelegenheit.

Update: Hier kommt der versprochene Link zu Nadines Fortsetzungs-Beitrag
Early Summer in Vienna - Teil 3 - Bloggertreffen - Ein "Wandertag" mit Kuchen, Blasen und 
peruanischer Küche:
https://nadinecd.blogspot.com/2019/06/early-summer-in-vienna-teil-3.html

Unten seht ihr die versammelte "Mädels-Riege" - Herr Rostrose hat uns drei in einer
versteckten Parkanlage bei der Wienzeile fotografiert. Zu dem Zeitpunkt waren wir bereits für
unsere weiteren Unternehmungen umgezogen:





Chrissie hatte sich für ihr bequemes und luftiges dunkelblaues Jumpsuit entschieden, Nadine für
ihr neues schwarzgrundiges, geblümtes Sommerkleid und dazu die schicke Tasche (weiße O Bag
mit rotem Inlay), die ihr Chrissie zum Geburtstag geschenkt hat, und ich trug meinen Seiden-
Stufenrock, den ich euch HIER schon mal gezeigt habe, zu einem weinroten Oberteil (bestehend
aus Baumwolltop und Seidenbolero) und zu meinem Rosengürtel.

Schuhmäßig hatten wir uns - aufgrund der noch geplanten Wegstrecke - für möglichst bequeme
Exemplare entschieden, aber wie sich später herausstellte, waren die Wedges von Nadine und
Chrissie für die 11,8 Kilometer, die wir insgesamt gingen, leider doch nicht bequem genug...



Zunächst mal waren wir jedoch alle noch gut zu Fuß - und wie ihr unten sehen könnt, gab es sogar 
eine kleine "Tanzeinlage" von Nadine und mir (um unsere Röcke zum Flattern zu bringen 😊).





Wir schlenderten über den Naschmarkt zu einem originellen Kaffeehaus namens Vollpension, das
 ich euch HIER schon einmal vorgestellt habe: Die Idee dieses nostalgisch eingerichteten Lokals ist,
dass es viele ältere Menschen gibt, die in der Großstadt vereinsamen und den Kontakt zu anderen
Generationen verlieren. Deshalb wurde dieses Generationen-verbindende Kaffeehaus als Treffpunkt
für Jung und Alt gegründet; die Mehlspeisen werden hier von "Omas" zubereitet, und einige der
älteren Damen servieren auch.


Große Fotos: Das Lokal von drinnen und Edi beim Kuchen-Auswählen


Wir spürten ein paar Regentropfen, während wir im Gastgarten der Vollpension saßen. Für diesen
schwülen Tag hatte es nämlich im Vorfeld recht deutliche Gewitterwarnungen gegeben. Doch Nadine
und ich hatten, um allfällige Wettergottheiten gnädig zu stimmen, in den Tagen vor unserem Treffen
immer brav aufgegessen - und so schafften wir es tatsächlich, das angekündigte Schlechtwetter
weitestgehend abzuwenden: Die harmlosen Tröpfchen brachten uns nichtmal zur Flucht ins Innere
des Lokals (obwohl dieses sehr sehenswert ist).

Als nächsten Programmpunkt hatten wir uns ein Shooting im Belvedere-Garten
ausgedacht. In diesem Posting habe ich euch das Belvedere und den dazugehörigen Park schon
einmal genauer gezeigt. Unten seht ihr Nadine und mich jeweils beim Posieren mit einer der
weiblichen Sphinxe im Schlosspark... und man erkennt hier deutlich an der Lage unserer
Hände, dass Nadine viel damenhafter ist als ich!




Vom Belvedere-Garten ging's dann (abermals per pedes) zu unserem letzten gemeinsamen Ziel,
einem peruanischen Lokal namens Lima 56, von dem ich Nadine vorgeschwärmt hatte, weil wir
hier schon mal sehr gut mit Freunden gegessen hatten. Leider war der Gastgarten geschlossen,
aber letztendlich schmeckte es uns auch im etwas schmucklosen Inneren des Lokals sehr gut.

Ich hatte wieder - wie schon bei meinem ersten Besuch dort, weil's so köstlich war - "TACÚ TACÚ
CON PATO SALTEADO" = Sautierte Ente mit Tomaten und Zwiebeln. Normalerweise probiere ich
mich in interessanten Lokalen oder fremden Ländern gern durch verschiedenste Speisen durch, doch
in diesem Fall hatte ich richtig Sehnsucht, die geniale Geschmackskomposition abermals auf der
Zunge zu spüren. Nadine, Chrisse und Edi waren hingegen experimentierfreudig - doch auch sie
pickten sich etwas aus der Speisekarte heraus, das ihren Geschmack traf.




Für den Rückweg zu ihrem Refugium spendierte Nadine aufgrund diverser angeschlagener
Füße ein Taxi. Die beiden Mädels feierten später noch ein bisschen weiter (mit bequemeren
Schuhen 😉), während Edi und ich uns wieder in Richtung Rostrosenhausen verfügten.

Es war ein sehr schöner, gemütlicher Nachmittag und Abend mit Nadine und Chrissie, und
Nadine stellte fest, dass Herr Rostrose sich bei diesem "Mädelstreffen" heldenhaft gehalten
hat. Nun, Herr Rostrose ist inzwischen ja schon bei einigen Bloggertreffen dabei gewesen und
hält sich dabei immer tapfer, was einerseits damit zu tun hat, dass ein Mann, der seit vielen
Jahren mit mir verheiratet ist, grundsätzlich Heldenblut in seinen Adern haben muss, und
andererseits damit, dass diese Treffen auch für ihn Spaß und Bereicherung bedeuten:

Es macht das Leben einfach bunt und spannend, es zu feiern und neugierig darauf zu sein, was
es einem bietet. Und wie gesagt, es bietet uns aktuell sehr viele genussvolle Momente. Natürlich
nicht ausschließlich und ständig, aber DAS sind die Momente, die wir in Erinnerung behalten
wollen. Hier unten nochmals ein Blick auf die zwei farbenfrohen, schönen Juni-Tage ...





... und das waren längst noch nicht alle Lichtblicke, die uns dieser Monat zu bieten hatte.
Doch das Weitere erzähle ich euch beim nächsten Mal! Und damit verabschiede ich mich für
heute von euch! Herzlichen Dank für euren Besuch und für die immer wieder mein Herz
erfreuenden Kommentare, die ihr mir hinterlasst!



Fotos: Herr und Frau Rostrose
Alles Liebe von eurer Traude


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
den Linkups von Sunny
  und von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
den Linkups von Nova, der Gartenglück-Linkparty
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB