Servus ihr Lieben!
Der 4. Februar begann stürmisch. In der Nacht verwehte eine Sturmböe das angeschraubte und mit großen Steinen beschwerte Wellplastik-Dach unseres Brennholzplatzes. Dabei entstanden scharrende Geräusche, als würde jemand Schnee schaufeln. Ich selbst schlafe seit einigen Jahren mit meinen "maßgeschneiderten" Ohrenstöpseln tief und fest, doch mein Mann, den sonst kaum etwas aus dem Schlaf reißen kann, war durch den Lärm munter geworden. Na toll! Wieder etwas, das wir reparieren oder anders lösen müssen...
Während wir frühstückten, sahen wir dem Schauspiel im Garten etwas betreten zu: Die hohen Gräser und Büsche, ja sogar die Birke (die eigentlich im Nachbargarten wächst, aber optisch unseren Garten abschließt), bogen sich unter heftigen Böen.
Keine gute Ausgangssituation für unseren geplanten Ausflug ins Burgenland. Doch der Wetterbericht kündigte für den weiteren Tagesverlauf eine Verbesserung an. Deshalb disponierten wir kuzerhand um - und brachen erst am frühen Nachmittag auf. Eine perfekte Entscheidung! Als wir losfuhren, hingen noch ein paar schwere, graue Wolken über uns, doch bald schon wurde der Himmel blauer und die Wolken immer weißer - und federleicht.
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Auch Rehe sahen wir während unserer Fahrt (siehe links oben und rechts unten)
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Unser Ziel: Der Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel:
"Der mit Ungarn grenzüberschreitende Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel wurde 1993 gegründet und hat eine Gesamtfläche von etwa 300 km², davon rund 100 km² auf österreichischem Staatsgebiet. Das Neusiedler See - Gebiet ist ein für Österreich einmaliger Naturraum. Aufgrund seiner Lage am Ostrand der Alpen und am Westrand der Kleinen ungarischen Tiefebene ist es aus historischer, aber auch aus biologischer Sicht ein Grenzraum, in dem Pflanzen- und Tierarten aus alpinen, pannonischen, asiatischen, mediterranen und nordischen Gebieten zu finden sind. Ohne Vielfalt an Lebensräumen wäre dieser Artenreichtum nicht möglich: Mosaikartig liegen hier großflächige und verschiedenartige Feuchtgebiete, Weideflächen, Wiesengebiete, Trockenrasen, Sandsteppen und Salzstandorte nebeneinander."
(Text von HIER - klickt bitte auf den Link für weitere Informationen)

Diese Schilder (teilweise auf
Keramikfliesen gebrannt) habe ich an unserem Zielort für Artis
Schilderwald eingesammelt. Leider gab es dort außerdem noch etwas
anderes einzusammeln: nämlich Müll (siehe Foto rechts oben)! Selbst in einem
Nationalpark, einem einzigartigen Naturparadies, schrecken manche Leute
nicht davor zurück, ihre Dosen, Coffe-to-go-Becher etc. aus dem
Autofenster zu schmeißen. Da hilft es auch nichts, wenn auf dem Schild
im Zusammenhang mit Littering "NO!" steht und unter "Verhaltensregeln" auf der Hompepage des Nationalparks:
"Hinterlasse
keine Spuren. Dazu gehört natürlich auch, den eigenen Müll mitzunehmen
und später an geeigneter Stelle zu entsorgen."
Zum Glück gab es sonst an diesem Tag aber nur noch Erfreuliches zu erleben! Wir parkten beim Nationalparkzentrum & Bildungszentrum - Illmitz. Das ist zwar zur Zeit wegen Corona geschlossen, aber der Parkplatz dort ist dennoch ein guter Ausgangspunkt für Foto-Spaziergänge.

Auf der einen Seite der Fahrbahn befindet sich der Nationalpark mit verschiedenen Naturbeobachtungsplätzen, auf der anderen
Weingärten - und auch ein Tiergehege mit wolligen und gefiederten Viechern darin. Das gescheckte Schaf spürte
offenbar, dass ich Schafe liebe. Es trabte neugierig auf mich zu, ließ sich von mir die Ohren kraulen und
ein paar zarte Gräser pflücken und wäre wohl am liebsten mit uns
mitspaziert, denn es begleitete mich, so weit es der Zaun zuließ.

Zu den rund 300 Vogelarten, die es im Seewinkel zu bebachten gibt, zählen auch die Graugänse. Sowohl auf der Nationalparkseite als auch auf den Feldern und in den Weingärten gegenüber lassen sich unzählige dieser Entenvögel beobachten.

Auch wenn es so wirkt, als wären wir den Gänsen ganz nah gekommen: Edi hatte auf seine Kamera das "Monsterobjektiv" aufgeschraubt, ich hatte die Nikon mit dem 83-fach-Zoom. (Mehr über unsere Foto-Ausrüstung könnt ihr in diesem Post lesen.) Meine Kamera ist gut für sehr große Entfernungen geeignet, aber nicht so gut für bewegte Ziele. Die meisten der tollen Flugaufnahmen gelangen daher meinem Mann:


Die Region rund um den Neusiedler See ist aber nicht nur für ihren Tier-Reichtum berühmt, sondern auch für großartige Weine. (Daher die oben gezeigten Weingärten 😉...)
Gerald Tschida, der Weinhändler unseres Vertrauens, lebt in Apetlon, also ganz in der Nähe von Illmitz, und seine Weine haben Spitzenqualität zu moderaten Preisen. Er ist natürlich froh über jeden Privatkunden, der bei ihm bestellt, da ihm wegen des Lockdowns sämtliche Einnahmen der Gastronomie weggebrochen sind. Man kann sich den Wein von ihm auch liefern lassen, aber da wir ohnehin in der Gegend waren, verbanden wir unseren Besuch im Nationalpark mit der Abholung einer Kiste Tschida-Weine - und durften bei der Gelegenheit auch einen kurzen Blick in den Weinkeller werfen:
Und außerdem gab's dort einen netten Kater, der interessiert an meinen
Händen schnupperte. (Ich roch wohl noch köstlich nach Schaf 🐑...)

Gut, unser Weinvorrat ist also wieder aufgestockt - trotzdem sind wir natürlich gern bei dieser Challenge dabei 😁:
Nach diesem kurzen Abstecher ging es zurück nach Illmitz. Wir hatten nämlich vor, hier noch der Sonne beim Untergehen zuzuschauen... und dabei vielleicht das eine oder andere schöne Abendlicht-Foto aufzunehmen. Diesmal parkten wir in der Nähe dieses Beobachtungsplatzes - es handelt sich dabei um Österreichs ersten rollstuhlgerechten Hochstand:
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Das Licht begann sich zart zu röten. |
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Graugänse beim Abendspaziergang |
Der Feuerball senkte sich allmählich, der Himmel nahm die faszinierendsten Schattierungen an, das Schilf bewegte sich leise im sanften Abendwind. Und wir bestaunten andächtig den Anblick, der sich uns bot:


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Die alten Brunnen und Reethütten des Burgenlands sind beliebte Fotomotive
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Ein wunderschöner Flecken Natur ist das dort. Und den gilt es zu bewahren und zu schützen. Und dazu passt dann auch mein heutiges Zitat im Bild, das ich bei Nova verlinken werde:
Die beste Weise,
sich um die Zukunft
zu kümmern,
besteht darin,
sich sorgsam der
Gegenwart zuzuwenden.
Thich Nhat Hanh

Thich Nhat Hanh (* 11. Oktober 1926) ist ein vietnamesischer buddhistischer Mönch, zeitgenössischer Repräsentant der buddhistischen Lehre und Autor zahlreicher Bücher. Seinen weisen und wahren Ausspruch habe ich auf dieser Seite des Nationalparks Neusiedler See - Seewinkel entdeckt.
❤️❤️❤️
Be my Valentine:
Ich weiß nicht, wie ihr zum Valentinstag steht. Für mich ist der 14. Februar ein Tag wie jeder andere. Aber einem geliebten Menschen ein Stück Zukunft zu schenken, indem man sich der Gegenwart zuwendet, das geht eigentlich IMMER. Und es geht noch dazu ganz einfach: Verschenkt einen Baum - und macht damit doppelt Freude.
Aber ACHTUNG: Niemand, der den Baum von euch geschenkt bekommt, benötigt einen Garten. Denn der Baum wird im realen Leben z.B. in Kenia gepflanzt oder in Kolumbien oder in Nepal. Wie funktioniert das?
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Fotos von Treedom - KLICK
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- Einen Baum auf der Homepage von TREEDOM aussuchen: Ein Kleinbauer wird ihn in seinem Land pflanzen und sich um ihn kümmern. Dein Baum wird bei seiner Verpflanzung geolokalisiert und fotografiert.
- Folge seiner Geschichte: Dein Baum hat seine eigene Profilseite und du erhältst Updates zu dem Projekt und den Kleinbauern vor Ort.
- Du unterstützt lokale Kleinbauern und deren Communities: Die Früchte der Bäume gehören den Kleinbauern, die sich auf diese Weise eine alternative Einnahmequelle schaffen und zugleich die lokale Ernährungssicherheit stärken.
- Du begrünst den Planeten: Dein Baum wird im Laufe seines Lebens CO2 binden, die Artenvielfalt stärken und die Bodenerosion verringern.
Hier seht ihr die Valentins-Bäume auf einen Blick:
Falls ihr euch fragt, ob das jetzt wirklich unbezahlte Werbung ist: Ja, ist es. Ich erzähle euch davon, einfach weil ich überzeugt davon bin, dass wir der Welt etwas Gutes tun, wenn wir Kleinbauern unterstützten, indem sie in unserem Namen Bäume pflanzen. Wir begrünen die Welt und wir leisten "Hilfe zur Selbsthilfe" für Menschen, die diese Unterstützung brauchen, um für ihren Lebensunterhalt sorgen zu können.
Ich habe euch in meinem Blog schon oft von Treedom erzählt - z.B. HIER. Manchmal habe ich als Gegenleistung ein Bäumchen bekommen, manchmal nicht - den Großteil der Bäumchen habe ich selbst gekauft. Ich "besitze" von Treedom schon einen ganzen virtuellen Wald, und habe auch schon viele Treedom-Bäume verschenkt.
Als ich die schönen Valentins-Bäume sah, fragte ich bei meiner Kontaktfrau von Treedom an, ob ich in meinem Blog davon erzählen darf. Sie schrieb, ich solle mir keinen Stress machen. Aber wenn ich gerne möchte, könne ich natürlich gerne darüber posten. Und ich könne meiner Community - also EUCH - folgendes anbieten:
Wenn ihr zwei der Valentins-Bäume bei Treedom in den Warenkorb legt und dazu den Code TRAUDE nennt, bekommt ihr (bzw. der entsprechende Kleinbauer) einen Bananenbaum dazu geschenkt.
❤️❤️❤️
Nun danke ich euch noch sehr für all eure lieben Kommentare und auch eure guten Wünsche für meine Schulter. Ich will nichts verschreien, aber eure Wünsche (und mein Training) scheinen bereits Wirkung zu zeigen - es tut schon weniger weh. (Daher gab's heute auch etwas mehr Text 😊😉)
Herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude