Posts mit dem Label Burgenland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Burgenland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 12. April 2022

Großtrappen-Balz: Ausflug zum Vogelschutzgebiet

Servus ihr  Lieben!

 

Um die Balz der Großtrappen zu beobachten, trafen wir am 26. März 2022 wieder in derselben Besetzung zusammen wie schon bei unseren Ausflügen zum Dionysos-Wanderweg und nach Orth an der Donau oder nach Bad Vöslau - mit unseren Freunden Brigitte und Peter sowie Gabi und Rudi. 

Und es stießen noch ein paar weitere "Natur-Verrückte" dazu. Entschuldigt bitte - aber ein bisserl verrückt muss man schon sein, wenn man um 5 Uhr aufsteht, um irgendwo im Burgenland ein paar weit entfernte seltsame Vögel zu beobachten 😁*)

*) Dabei sind wir gerade noch halbwegs heil davongekommen - Rainer Raab, der Vogelexperte, der unser Grüppchen anführte, hatte ursprünglich als Treffpunkt 5 Uhr vorgeschlagen. Das hätte 3 Uhr aufstehen bedeutet! 😅 Glück gehabt - denn wir zählen nicht gerade zur Spezies der Morgenmenschen, im Gegenteil 😁!

 

[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]

Die "Natur-Verrückten" im Europaschutzgebiet (Fotos: Traude)

Es gibt auf dieser Welt nur noch wenige Orte, wo man Großtrappen antreffen kann - dieser ist einer davon... Das Vogelschutzgebiet befindet sich im Dreiländereck Österreich - Ungarn - Slowakei. Die weite, offene Landschaft bietet ideale Lebensbedingungen für die Trappen und für viele weitere Vogelarten. 
 
Trotzdem waren die Trappen auch hier vom Aussterben bedroht. Vor allem durch die Intensivierung der Landwirtschaft und die Errichtung von Mittel- und Hochspannungsleitungen kam es zu einem dramatischen Bestandseinbruch. Die Jagd tat ihr übriges: Im Jahr 1995 gab es im Burgenland nur noch 90 Exemplare!
 
Doch durch intensive Schutzmaßnahmen hat sich der Bestand der Großtrappe in den letzten Jahren hier bemerkenswert erholt: In der Winterzählung 2021 wurde ein Bestand von 620 Tieren festgestellt, davon leben allein in der Region Parndorfer Platte - Heideboden 540 Großtrappen! Wir erfuhren, dass es weltweit keinen Ort mit einer größeren Bestandsdichte dieser Vögel gibt!
 
Rechts unten seht ihr Mag. Dr. Rainer Raab, den Mitteleuropäischen Trappenkoordinator und 
Trappenbetreuer, der unsere Truppe begleitete und uns viel Interessantes über Großtrappen und 
andere in der Region lebende Vögel erzählte. (Fotos: Traude)
 

Die Schutzmaßnahmen:
Die Jagd auf die Großtrappe ist mittlerweile europaweit verboten, doch das allein würde nicht ausreichen. Um Störungen der Vögel zu vermeiden, wurden allein im Bezirk Neusiedl am See 9000 Hektar zum "Natura2000"-Schutzgebiet erklärt. Hochspannungsleitungen (die Haupt-Todesursache von Großtrappen) wurden in diesem Gebiet Trappen-sicher gemacht, Niederspannungsleitungen im Boden verlegt
 
Rainer Raab, der seit 1999 im Großtrappenschutz tätig ist und seit 2005 im Greifvogel-Schutz arbeitet, erzählte uns außerdem, dass Telemetrie-Studien mit Raubvögeln und der Großtrappe wichtige Instrumente zum Schutz der Tiere sind: Die Tiere werden mit Sendern versehen, um herauszufinden, wie gefährlich Stromleitungen, Windparks etc. für diese Vögel sind. 
 
[Zum Thema Windparks gibt es in diesem Zusammenhang übrigens eine gute Nachricht: Sie haben sich als längst nicht so gefährlich erwiesen, wie gerne angenommen wird - Windkraftwerke stehen bei den Todesursachen von Großtrappen und Greifvögeln erst an siebenter Stelle. Stromleitungen z.B., aber auch intensive landwirtschaftliche Nutzung und leider ebenso Gift sind viel gefährlicher für diese Tiere. Mehr Infos zum Thema HIER und HIER.]

(Fotos: Brigitte)
 
Außerdem werden Bauern dafür entschädigt, ihre Felder brach liegen zu lassen. (Ich dachte immer, manche Bauern wären inzwischen zu faul, um sich um ihre Felder zu kümmern, dabei geht's hier um Naturschutz! 👍)  In der folgenden Collage links oben seht ihr z.B. eine solche Trappenbrache. (Und daneben seht ihr ganz klein schon ein paar Trappen.) Auch für andere Bodenbrüter wie z.B. Kiebitze ist es wichtig, dass manche Felder unbestellt bleiben. Deshalb wird zuweilen einfach ein Streifen auf einem Feld freigelassen - siehe untere Reihe Mitte. 

Rainer Raab befürchtet allerdings auch hier Auswirkungen des Ukrainekrieges: Da der Getreide- und Rapsanbau in der Ukraine wegfällt und Versorgungs-Autarkie in den einzelnen Ländern generell wichtiger wird, könnte es sein, dass die Förderungen für brach liegende Felder bald wegfallen oder im Vergleich zu bestellten Feldern zu wenig einbringen. Dann ist die Frage, wie wichtig den jeweiligen Bauern der Naturschutzgedanke ist...
 
(Fotos: Traude)

Und nun möchte ich euch den Vogel, über den ich hier die ganze Zeit spreche, endlich näher vorstellen:
 
Die Großtrappe (Otis tarda) zählt zu den schwersten flugfähigen Vögeln der Welt. (Nur manche der in Afrika vorkommenden Riesentrappen sind schwerer). Erwachsene Trapphähne haben ein Gewicht von etwa 8 bis 16 Kilogramm, eine Körperlänge von etwa 105 Zentimeter und eine Flügelspannweite bis zu 260 cm. Das Weibchen wird meist nur halb so groß und schwer. Großtrappen können bis zu 20 Jahre alt werden. Die Großtrappe hat ein rötlichbraunes, geschecktes Gefieder. 

Während der Balzzeit präsentieren die Hähne "stolz" ihre weißen Balzfedern. Sie heben diese Federn auf eine Art und Weise an, dass es aussieht, als würden sie ihr Innerstes nach außen stülpen. Sie sind dadurch auch auf große Entfernung gut zu erkennen.

Einst war die Großtrappe in den Steppen in einem großen Gebiet zwischen Marokko, Spanien und der Mongolei heimisch. Dazu Rainer Raab: "In der Steppe gibt es keine Hindernisse in der Luft. Deshalb liegen die Augen der Großtrappe evolutionsbedingt an der Seite des Kopfes. Die Großtrappe sieht zwar sehr gut, was um sie herum passiert, nach vorne sieht sie aber eher schlecht. Deshalb erkennt sie Hochspannungsleitungen zu spät. Die Tiere erreichen Fluggeschwindigkeiten bis zu 60 km/h. Eine Kollision mit den Leitungen endet deshalb meist tödlich.“ (Quelle)

ACHTUNG: Die folgenden Fotos hat niemand aus unserer Gruppe aufgenommen - sie stammen aus dem Internet:

Fotos aus dem Internet: Die oberen drei Fotos stammen aus Wikipedia, Bild der fliegenden 
Großtrappe von HIER, balzender Trapphahn und Trapphenne während der Balzzeit von Freepik.

 
Ich zeige euch diese Nahaufnahmen, damit ihr die Vögel, um die es geht, genauer erkennen könnt. So nahe kamen wir an die Großtrappen nämlich nicht heran -  sie sind extrem scheue, wachsame und störungsempfindliche Vögel. Störungen während des gesamten Jahres, vor allem aber während der Brutzeit, führen zu einer Schwächung der Tiere und zu einer Bedrohung der Population. Wir haben uns sagen lassen, dass man solche Fotos fast nur zustandebringt, wenn man sich auf äußerst behutsame Weise in unmittelbarer Nähe der Balzgebiete eine getarnte Foto-Grube oder ein Tarnzelt baut und darin übernachtet. Und auch dann nur mit sehr, sehr viel Geduld und einer guten Fotoausrüstung...

Foto- und Beobachtungs-Ausrüstung:
Unten seht ihr teilweise, wie unser Trüppchen ausgerüstet war: Manche setzten vor allem auf Beobachtung mit leistungsstarken Ferngläsern und Teleskopen. Letztere waren wirklich gigantisch gut - wir durften ebenfalls durchsehen, das war ein "WOW-Effekt". Manche hatten Kameras mit mehr oder weniger zweckdienlichen Teleobjektiven dabei. Edi und ich brachten auch diesmal wieder unsere "Afrika-Ausrüstung" mit, also die Objektive, die wir z.B. in Namibia erfolgreich für unsere Fotosafaris verwendet haben. Schon damals haben wir uns mit dem leistungsstärkeren Sigma 150-600mm Contemporary abgewechselt. Diesmal durfte Edi dieses "Monsterobjektiv" verwenden und ich hatte das übliche "Reiseobjektiv" Nikkor 18-200 auf meine Nikon 5300 aufgeschraubt. 

Zu Beginn war's noch bitterkalt [daher meine "Pferdedecke" 😉] (Fotos: Brigitte, Gabi, Peter, Traude)

Allerdings war meine Objektivwahl nicht perfekt. Ich konnte damit leider kaum Trappenfotos machen - die Vögel waren dafür viel zu weit entfernt. Mit solchen Distanzen hatte ich einfach nicht gerechnet bzw. mich zu sehr auf Edi und das Monsterobjektiv verlassen - beim nächsten Mal nehme ich meine Coolpix P900 zusätzlich mit. Die ist zwar etwas langsam und die Bilder wirken immer etwas flach / konturlos, aber sie hat ein 24-2000 mm-Objektiv. Damit wäre ich an die Trappen ein gutes Stück näher rangekommen. (Schnell muss man bei Trappen ohnehin nicht sein, außer wenn sie fliegen...)

Und Edi hatte an diesem Tag unerwartete Probleme mit dem Sigma-Objektiv: Seine Kamera zeigte manchmal Fehlermeldungen, manchmal nicht, das Scharfstellen (ob nun händisch oder automatisch) wollte nur ab und zu klappen... - offenbar gab es irgend ein Kontaktproblem, das sich während des ganzen Ausflugs nicht auf Dauer lösen ließ. Erst gegen Schluss setzten wir das Sigma endlich auf meine Kamera auf 🙈 - das klappte dann etwas besser. 
 
Ein paar Fotos von Trappen und anderem Getier sind Herrn Rostrose aber trotz seiner Kameraprobleme zum Glück doch gelungen - z.B. diese hier:
 
Linkes Foto mit dem einzelnen Rehbock - rechts darüber sieht man auch noch einen Kiebitz fliegen (Fotos: Edi)

Gabi hatte sich Brigittes Canon ausgeliehen, weil ihre eigene in Bad Vöslau kaputt gegangen war (und hoffentlich repariert werden kann) - mit dem Superzoom gelangen ihr die folgenden Aufnahmen. In der Mitte könnt ihr besonders gut drei balzende Hähne erkennen. Die Hähne balzen übrigens nur in den Morgenstunden, daher hat sich das frühe Aufstehen gelohnt! Das Reh im Hintergrund zeigt sich von der Balzerei völlig unbeeindruckt, aber vielleicht sind manche Hennen von der Show begeistert? (Wir Tierbeobachter waren es in jedem Fall! 😊)

(Fotos: Gabi)

Wenigstens schaffte ich mit meinem Objektiv Landschaftsaufnahmen (inklusive Maulwurfshügeln) und einige Fotos von anderen, weniger weit entfernten Tieren, wie z.B. von diesen beiden Graureihern (Ardea cinerea) oder von einigen aufgeregt umherhoppelnden Feldhasen. (Ostern ist schließlich nicht mehr weit! 😉🐇)

(Fotos: Traude)

Nächste Collage (im Uhrzeigersinn): fliegende Großtrappe, Trapphennen im Feld, männliches blühendes Weidenkätzchen der Sal-Weide (Salix caprea), fliegende Lachmöwe (Chroicocephalus ridibundus), Trapphennen, Rehe:

(Fotos: Gabi)

Nächste Collage: Rotkehlchen (Erithacus rubecula), kämpfende Rehböcke,  Kiebitzschwarm (Vanellus vanellus), nochmals die Rehböcke, zwei Kiebitze, Raupe vom Zimtbär-Falter (Phragmatobia fuliginosa)

(Fotos: Gabi und Traude)

Nächste Collage: Der Geifvogel in der Mitte ist ein Mäusebussard (Buteo buteo), unten rechts mit den weißen Schwanzfedern ein Seeadler (Haliaeetus albicilla), beim Vogelschwarm links handelt es sich abermals um Kiebitze (Vanellus vanellus). Alle anderen Tiere habt ihr eh schon gesehen 😊

(Fotos: Edi)

Der Vogel ist ein Feldsperling oder Feldspatz (Passer montanus) - (Fotos: Traude)
(Fotos: Edi)

Die gelben Vögelchen (sowohl im Geäst als auch neben dem Baumstamm - dort leider schlecht zu erkennen) sind laut Gabi Goldammern (Emberiza citrinella). Ich habe diese hübschen kleinen Sänger schon häufig gehört und auch ab und zu gesehen, aber diesmal sind mir erstmals halbwegs brauchbare Fotos von ihnen gelungen.

(Fotos: Traude)

Nächste Collage - oben von links nach rechts: männliche Weidenkätzchen der Sal-Weide, Wacholderdrossel (Turdus pilaris), weibliche Weidenkätzchen der Sal-Weide (Salix caprea) - unten wieder die konkurrierenden Rehböcke.

(Fotos: Gabi)

Natürlich sahen wir all diese Tiere nicht nur an einem einzigen Ort, wir mussten uns teilweise auf abenteuerliche Pfade begeben, z.B. auf diese nicht sehr vertrauenerweckende Brücke. Ich fotografierte Gabi bei der erfolgreichen Überquerung, dann fotografierte sie uns, und auch das schöne Seeadler-Foto ist Gabis Werk. Edi fotografierte das Schilf, das sich im Wind wiegte. Kalt war es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr, wie man an meiner inzwischen abgelegten Jacke erkennt.

(Fotos: Gabi, Edi und Traude)

Zwei Graureiher (Ardea cinerea) und ein Silberreiher (Ardea alba) - (Fotos: Traude)

Nächste Collage - oben von links nach rechts: Kaiseradler (Aquila heliaca), Gewöhnliche Schuppenwurz (Lathraea squamaria), Mäusebussard (Buteo buteo); großes Foto, ganz toll von Gabi erwischt: Turmfalke (Falco tinnunculus).

(Fotos: Gabi und Traude)

Bei den folgenden Fotos hatten Edi und ich teilweise schon unsere Objektive getauscht. Nur bei dem Foto in der oberen Reihe links noch nicht, deshalb ist der mittig am Schilfrand stehende Silberreiher, den ich fotografiert habe, kaum zu sehen. Die fliegenden Lachmöwen (Chroicocephalus ridibundus) auf dem Foto daneben und auf dem großen Foto erkennt man aber schon recht gut 😊:

(Fotos: Edi und Traude)
 
Leider war nicht alles, was wir gesehen haben, ein erfreulicher Anblick. Unten seht ihr z.B. den Flügel eines toten Rebhuhns - vermutlich gerissen von einem Greifvogel - armes Hendl, aber das gehört eben zur Natur, fressen und gefressen werden. Der Müll hingegen gehört nicht zur Natur: Links unten eine Plastikfolie, die schon eingeackert wurde und somit eines Tages zu Mikroplastik wird, rechts unsere Sammlung von Patronen, die wir vor allem am Ufer eines kleinen Teiches in rauhen Mengen fanden. Brigitte hat sie mitgenommen, fachgerecht entsorgt und das Foto an die entsprechende Stelle gesandt, um sich dort darüber zu beschweren, dass die Jägerschaft offenbar nicht imstande ist, den selbst verursachten Müll wieder zu entfernen... (Ich weiß zum heutigen Zeitpunkt nicht, ob sie darauf bereits eine Antwort erhalten hat.)

(Fotos: Brigitte)

Bei den schwimmenden Vögeln, die Gabi fotografiert hat, handelt es sich um Kampfläufer (Calidris pugnax), streng geschützte Zugvögel. Von ihnen lassen die Jäger also hoffentlich ihre Finger. Woher der deutsche Name dieser hier so friedlich dahinschwimmenden Schnepfenvögel stammt, weiß ich leider nicht ganz genau. Aber vermutlich gibt es einen Zusammenhang mit dem Balzverhalten der Männchen, die sich (wie ich HIER gelesen habe) "während der Balz zu avifaunistischen Bodybuildern" aufblasen, "zu machohaft grotesken, brustgeschwellten Figuren" 😁 und Kämpfe mit Rivalen austragen...

(Fotos: Gabi und Traude)

Nach unserer Tour gönnten wir uns ein feines und verdientes spätes Mittagessen in einem gemütlichen Gastgarten. Wir alle waren sehr zufrieden mit diesem Tag, denn wir hatten viel gesehen und dazugelernt.

(Fotos: Gabi)

Das folgende Sonnenuntergangsfoto konnte Gabi auf der Heimfahrt durchs Marchfeld aufnehmen, und auch die anderen beiden Fotos stammen noch von ihr - Knäkenten (Spatula querquedula) im Flug und eine Bachstelze (Motacilla alba).

(Fotos: Gabi)
 
Da mir an diesem Tag kein Schild für Artis Schilderwald vor die Linse sprang, bekommt ihr heute eine weitere aus Bad Vöslau mitgebrachte Sprüchetafel zu sehen: "Wenn du jemanden ohne Lächeln siehst, gibt ihm Deines!" - das ist doch eine wundervolle Aussage. Und aus meinem Archiv habe ich auch noch ein altes Foto für Novas Tor in die neue Woche - fotografiert während unseres Barcelona-Kurzurlaubs im April 2012, und somit schon 10 Jahre alt!
 
(Fotos: Traude)

 

Ihr Lieben, das war's für heute! Wie immer hoffe ich, dass ihr gerne mit dabei gewesen seid und meine Schilderungen für euch interessant waren. Bei Gabi, Rainer und Brigitte bedanke ich mich herzlich für das Schließen meiner Wissenslücken im Zusammenhang mit diversen Naturthemen bzw. Tier- und Pflanzenbestimmungen.

Nun wünsche ich euch noch angenehme vor-österliche Tage und - falls wir einander davor nicht mehr lesen - schöne Osterfeiertage!

... alles Liebe,

🐣🐇🐥  eure   T  r  a  u  d  e  🐥🐇🐣




Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

beim Mosaic Monday, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta,  All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid 


Mittwoch, 10. Februar 2021

Ausflug in den Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel und ❤️ alles Liebe zum Valentinstag ❤️

Servus ihr Lieben!

Der 4. Februar begann stürmisch. In der Nacht verwehte eine Sturmböe das angeschraubte und mit großen Steinen beschwerte Wellplastik-Dach unseres Brennholzplatzes. Dabei entstanden scharrende Geräusche, als würde jemand Schnee schaufeln. Ich selbst schlafe seit einigen Jahren mit meinen "maßgeschneiderten" Ohrenstöpseln tief und fest, doch mein Mann, den sonst kaum etwas aus dem Schlaf reißen kann, war durch den Lärm munter geworden. Na toll! Wieder etwas, das wir reparieren oder anders lösen müssen...
 
Während wir frühstückten, sahen wir dem Schauspiel im Garten etwas betreten zu: Die hohen Gräser und Büsche, ja sogar die Birke (die eigentlich im Nachbargarten wächst, aber optisch unseren Garten abschließt), bogen sich unter heftigen Böen.
 
Keine gute Ausgangssituation für unseren geplanten Ausflug ins Burgenland. Doch der Wetterbericht kündigte für den weiteren Tagesverlauf eine Verbesserung an. Deshalb disponierten wir kuzerhand um - und brachen erst am frühen Nachmittag auf. Eine perfekte Entscheidung! Als wir losfuhren, hingen noch ein paar schwere, graue Wolken über uns, doch bald schon wurde der Himmel blauer und die Wolken immer weißer - und federleicht.
 
[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]

Auch Rehe sahen wir während unserer Fahrt (siehe links oben und rechts unten)

Unser Ziel: Der Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel:

"Der mit Ungarn grenzüberschreitende Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel wurde 1993 gegründet und hat eine Gesamtfläche von etwa 300 km², davon rund 100 km² auf österreichischem Staatsgebiet. Das Neusiedler See - Gebiet ist ein für Österreich einmaliger Naturraum. Aufgrund seiner Lage am Ostrand der Alpen und am Westrand der Kleinen ungarischen Tiefebene ist es aus historischer, aber auch aus biologischer Sicht ein Grenzraum, in dem Pflanzen- und Tierarten aus alpinen, pannonischen, asiatischen, mediterranen und nordischen Gebieten zu finden sind. Ohne Vielfalt an Lebensräumen wäre dieser Artenreichtum nicht möglich: Mosaikartig liegen hier großflächige und verschiedenartige Feuchtgebiete, Weideflächen, Wiesengebiete, Trockenrasen, Sandsteppen und Salzstandorte nebeneinander."

(Text von HIER - klickt bitte auf den Link für weitere Informationen)

 

Diese Schilder (teilweise auf Keramikfliesen gebrannt) habe ich an unserem Zielort für Artis Schilderwald eingesammelt. Leider gab es dort außerdem noch etwas anderes einzusammeln: nämlich Müll (siehe Foto rechts oben)! Selbst in einem Nationalpark, einem einzigartigen Naturparadies, schrecken manche Leute nicht davor zurück, ihre Dosen, Coffe-to-go-Becher etc. aus dem Autofenster zu schmeißen. Da hilft es auch nichts, wenn auf dem Schild im Zusammenhang mit Littering "NO!" steht und unter "Verhaltensregeln" auf der Hompepage des Nationalparks:

"Hinterlasse keine Spuren. Dazu gehört natürlich auch, den eigenen Müll mitzunehmen und später an geeigneter Stelle zu entsorgen."

Zum Glück gab es sonst an diesem Tag aber nur noch Erfreuliches zu erleben! Wir parkten beim Nationalparkzentrum & Bildungszentrum - Illmitz. Das ist zwar zur Zeit wegen Corona geschlossen, aber der Parkplatz dort ist dennoch ein guter Ausgangspunkt für Foto-Spaziergänge.

 

Auf der einen Seite der Fahrbahn befindet sich der Nationalpark mit verschiedenen Naturbeobachtungsplätzen, auf der anderen Weingärten - und auch ein Tiergehege mit wolligen und gefiederten Viechern darin. Das gescheckte Schaf spürte offenbar, dass ich Schafe liebe. Es trabte neugierig auf mich zu, ließ sich von mir die Ohren kraulen und ein paar zarte Gräser pflücken und wäre wohl am liebsten mit uns mitspaziert, denn es begleitete mich, so weit es der Zaun zuließ.

 

Zu den rund 300 Vogelarten, die es im Seewinkel zu bebachten gibt, zählen auch die Graugänse. Sowohl auf der Nationalparkseite als auch auf den Feldern und in den Weingärten gegenüber lassen sich unzählige dieser Entenvögel  beobachten.

 

Auch wenn es so wirkt, als wären wir den Gänsen ganz nah gekommen: Edi hatte auf seine Kamera das "Monsterobjektiv" aufgeschraubt, ich hatte die Nikon mit dem 83-fach-Zoom. (Mehr über unsere Foto-Ausrüstung könnt ihr in diesem Post lesen.) Meine Kamera ist gut für sehr große Entfernungen geeignet, aber nicht so gut für bewegte Ziele. Die meisten der tollen Flugaufnahmen gelangen daher meinem Mann:

Die Region rund um den Neusiedler See ist aber nicht nur für ihren Tier-Reichtum berühmt, sondern auch für großartige Weine. (Daher die oben gezeigten Weingärten 😉...)  

Gerald Tschida, der Weinhändler unseres Vertrauens, lebt in Apetlon, also ganz in der Nähe von Illmitz, und seine Weine haben Spitzenqualität zu moderaten Preisen. Er ist natürlich froh über jeden Privatkunden, der bei ihm bestellt, da ihm wegen des Lockdowns sämtliche Einnahmen der Gastronomie weggebrochen sind. Man kann sich den Wein von ihm auch liefern lassen, aber da wir ohnehin in der Gegend waren, verbanden wir unseren Besuch im Nationalpark mit der Abholung einer Kiste Tschida-Weine - und durften bei der Gelegenheit auch einen kurzen Blick in den Weinkeller werfen:


Und außerdem gab's dort einen netten Kater, der interessiert an meinen Händen schnupperte. (Ich roch wohl noch köstlich nach Schaf 🐑...) 

 

Gut, unser Weinvorrat ist also wieder aufgestockt - trotzdem sind wir natürlich gern bei dieser Challenge dabei 😁:


Nach diesem kurzen Abstecher ging es zurück nach Illmitz. Wir hatten nämlich vor, hier noch der Sonne beim Untergehen zuzuschauen... und dabei vielleicht das eine oder andere schöne Abendlicht-Foto aufzunehmen. Diesmal parkten wir in der Nähe dieses Beobachtungsplatzes - es handelt sich dabei um Österreichs ersten rollstuhlgerechten Hochstand:

Das Licht begann sich zart zu röten.

Graugänse beim Abendspaziergang

Der Feuerball senkte sich allmählich, der Himmel nahm die faszinierendsten Schattierungen an, das Schilf bewegte sich leise im sanften Abendwind. Und wir bestaunten andächtig den Anblick, der sich uns bot: 

Die alten Brunnen und Reethütten des Burgenlands sind beliebte Fotomotive

 


Ein wunderschöner Flecken Natur ist das dort. Und den gilt es zu bewahren und zu schützen. Und dazu passt dann auch mein heutiges Zitat im Bild, das ich bei Nova verlinken werde:
Die beste Weise,
sich um die Zukunft
zu kümmern,
besteht darin,
sich sorgsam der
Gegenwart zuzuwenden.

Thich Nhat Hanh


Thich Nhat Hanh (* 11. Oktober 1926) ist ein vietnamesischer buddhistischer Mönch, zeitgenössischer Repräsentant der buddhistischen Lehre und Autor zahlreicher Bücher. Seinen weisen und wahren Ausspruch habe ich auf dieser Seite des Nationalparks Neusiedler See - Seewinkel entdeckt.
 
 
 
❤️❤️❤️
Be my Valentine:
Ich weiß nicht, wie ihr zum Valentinstag steht. Für mich ist der 14. Februar ein Tag wie jeder andere. Aber einem geliebten Menschen ein Stück Zukunft zu schenken, indem man sich der Gegenwart zuwendet, das geht eigentlich IMMER. Und es geht noch dazu ganz einfach: Verschenkt einen Baum - und macht damit doppelt Freude. 
 
Aber ACHTUNG: Niemand, der den Baum von euch geschenkt bekommt, benötigt einen Garten. Denn der Baum wird im realen Leben z.B. in Kenia gepflanzt oder in Kolumbien oder in Nepal. Wie funktioniert das?
 
Fotos von Treedom - KLICK

  • Einen Baum auf der Homepage von TREEDOM aussuchen: Ein Kleinbauer wird ihn in seinem Land pflanzen und sich um ihn kümmern. Dein Baum wird bei seiner Verpflanzung geolokalisiert und fotografiert.
  • Folge seiner Geschichte: Dein Baum hat seine eigene Profilseite und du erhältst Updates zu dem Projekt und den Kleinbauern vor Ort.
  • Du unterstützt lokale Kleinbauern und deren Communities: Die Früchte der Bäume gehören den Kleinbauern, die sich auf diese Weise eine alternative Einnahmequelle schaffen und zugleich die lokale Ernährungssicherheit stärken.
  • Du begrünst den Planeten: Dein Baum wird im Laufe seines Lebens CO2 binden, die Artenvielfalt stärken und die Bodenerosion verringern.

 

Hier seht ihr die Valentins-Bäume auf einen Blick:

Klick zu Treedom


Falls ihr euch fragt, ob das jetzt wirklich unbezahlte Werbung ist: Ja, ist es. Ich erzähle euch davon, einfach weil ich überzeugt davon bin, dass wir der Welt etwas Gutes tun, wenn wir Kleinbauern unterstützten, indem sie in unserem Namen Bäume pflanzen. Wir begrünen die Welt und wir leisten "Hilfe zur Selbsthilfe" für Menschen, die diese Unterstützung brauchen, um für ihren Lebensunterhalt sorgen zu können. 
 
Ich habe euch in meinem Blog schon oft von Treedom erzählt - z.B. HIER. Manchmal habe ich als Gegenleistung ein Bäumchen bekommen, manchmal nicht - den Großteil der Bäumchen habe ich selbst gekauft. Ich "besitze" von Treedom schon einen ganzen virtuellen Wald, und habe auch schon viele Treedom-Bäume verschenkt.
 
Als ich die schönen Valentins-Bäume sah, fragte ich bei meiner Kontaktfrau von Treedom an, ob ich in meinem Blog davon erzählen darf. Sie schrieb, ich solle mir keinen Stress machen. Aber wenn ich gerne möchte, könne ich natürlich gerne darüber posten. Und ich könne meiner Community - also EUCH - folgendes anbieten:
Wenn ihr zwei der Valentins-Bäume bei Treedom in den Warenkorb legt und dazu den Code TRAUDE nennt, bekommt ihr (bzw. der entsprechende Kleinbauer) einen Bananenbaum dazu geschenkt.
❤️❤️❤️

Nun danke ich euch noch sehr für all eure lieben Kommentare und auch eure guten Wünsche für meine Schulter. Ich will nichts verschreien, aber eure Wünsche (und mein Training) scheinen bereits Wirkung zu zeigen - es tut schon weniger weh. (Daher gab's heute auch etwas mehr Text 😊😉)

 

Herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick
Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style,
Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions,
Garden Affair - bei Jaipur Garden,