Vielen Dank für all eure Kommentare zum ersten Teil meines Hallstatt-Berichtes: Ja, das ist wirklich ein außerordentlich hübscher Ort, und ich werde euch demnächst noch mehr von der sehenswerten Gegend zeigen. Aber heute geht's mit meinen November-Schilderungen weiter.
Über unsere erste Novemberhälfte habe ich euch HIER erzählt, und obwohl ab 17.11. bei uns ein verschärfter Lockdown in Kraft trat, waren wir auch in der zweiten Hälfte keineswegs inaktiv. Wir ließen uns vom blauen Himmel gern nach draußen locken - doch auch die Gemütlichkeit kam nicht zu kurz, es gab kuschelige Stunden, orange schimmerndes Kerzenlicht und knisterndes Ofenholz.
Spätestens seit dem tollen Colour-Energy-Beitrag von Maren wissen wir alle, dass die Komplementärfarben Blau und Orange einander perfekt ergänzen. Und so sorgten wir - trotzdem nicht immer alles "eitel Wonne" war - für so viel Harmonie wie möglich in unserem Leben.
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Telefonieren und Walken:
Vom 17. November gibt es keine Fotos - doch es gab ein langes Telefonat mit meiner Freundin Judith, die uns ursprünglich an diesem Tag besuchen wollte. Es gibt viele Möglichkeiten, um das Beste aus der aktuellen Situation zu machen, unter anderem auch, eine kleine Ewigkeit am Handy miteinander über Gott und die Welt zu plaudern.
Und wenn sich der Novemberhimmel so zeigt wie am 18. und am 21.11. ist das ein Aufruf: "Nichts wie raus!" Also habe ich an beiden Tagen meine Walkingstöcke geschnappt und bin dem Aufruf gefolgt:
Ninas neue Rituale:
Am Morgen des 21. November sah es noch gar nicht so verlockend aus - da gab es leichten Raureif in unserem Garten und es war entsprechend kalt. Unsere liebe alte Nina ließ sich weder dadurch noch durch ihre Blindheit davon abhalten, zu unseren Nachbarn zu gehen. Es ist inzwischen zu ihrem täglichen Ritual geworden. Manchmal kuscheln wir morgens im Bett oder beim Frühstück miteinander, aber spätestens am Vormittag bricht sie auf, um ihre Freunde Jasmine und Robert zu besuchen. Sie geht sehr vorsichtig, aber sie findet den Weg. Wenn die beiden keine Zeit für sie haben, kehrt sie zu uns zurück und versucht es etwas später wieder.
Als für uns offensichtlich wurde, dass Nina erblindet ist, haben wir gemeinsam mit unseren Nachbarn nach Wegen gesucht, um diese Besuche für Nina so sicher wie möglich zu machen. Ich schreibe jetzt meist eine Nachricht via WhatsApp, dass Nina unterwegs ist. Und sobald sie angekommen ist, gibt es eine Bestätigung.
Die beiden Fotos unten von Nina auf der Couch hat uns Jasmine geschickt. Unsere Katze fühlt sich dort wohl, sie hat Ruhe von Maxwell und wird verwöhnt. Unsere Nachbarn hatten früher einen Kater, der aber vor ein paar Jahren verstorben ist, und sie freuen sich über Ninas Besuche. Abends wird Nina dann entweder von uns abgeholt oder von den Nachbarn zu uns getragen, damit sie nicht allein durch die Nacht irren muss. Am 3. Dezember, als es bei uns Neuschnee gab, habe ich sie auch Vormittags zu den Nachbarn getragen, denn Nina mochte nicht durch den Schnee gehen, aber sie wollte eindeutig hinüber. So vertüddeln wir unser gemeinsames Schätzchen eben, so lange es geht.
UPDATE: I read the English translation of my blog post and had to laugh when I read "Our neighbors used to have a hangover, but he passed away a few years ago" ... They didn't have a hangover, they had a male cat. (In German language it's the same word - "Kater" - for both ;-DDD)
Von Zuckerrändern, Villen und Kängurus:
Am Morgen des 22. November war der Raureif noch intensiver und die Blüten der Rosen trugen einen attraktiven "Zuckerrand".
Auch dieser Tag entwickelte sich zu einem prächtigen Blau-Himmel-Tag. Also beschlossen Edi und ich, einen Ausflug auf den Harzberg zu unternehmen, und fuhren daher nach Bad Vöslau. Kurz vor dem Ende unserer geplanten Fahrtstrecke fiel mir ein beeindruckendes Gebäude auf, das ich mir näher ansehen wollte, und ich rief: "Halt an!"
Edi ist zumeist nicht sehr begeistert von solchen Spontan-Entschlüssen meinerseits, auch wenn sie erfahrungsgemäß fast immer zu interessanten oder schönen Erlebnissen führen. Etwas grummelnd parkte er den Wagen, und dann bestaunten wir die Villa Weinfried aus dem Jahr 1876. (Ich nehme an, der Name ist eine Anspielung auf Richard Wagners Villa Wahnfried). Auch unter dem Namen Schlumberger Schlössl ist das Gebäude bekannt. Für schlappe € 4.950.000,00 steht es übrigens zum Verkauf. Falls ihr Lust auf eine Innenraumbesichtigung habt, kann ich euch dieses kurze Video ans Herz legen.
An das Gebäude grenzt ein Weingarten, und auch vis-a-vis erheben sich Weinhänge, die der bekannten Schlumberger Wein- und Sektkellerei gehören. Bitte beachtet hier außerdem den wolkenlosen Himmel und merkt euch diesen Anblick. Als wir wieder vom Berg zurückkamen, sah es nämlich ganz anders aus.
Indem wir bei der Villa Weinfried parkten, entdeckten wir einen neuen Weg auf den Harzberg. (Auch das hatte sich also durch meinen spontanen Einfall ergeben.) HIER und HIER habe ich euch schon über vorangegangene Ausflüge auf diesen Wienerwald-Berg erzählt.
Unser Weg führte uns teilweise über einen Naturlehrpfad mit Informationen über die Harzgewinnung auf dem Harzberg, über das Waldsterben und über einzelne Pflanzen am Wegesrand; außerdem begingen wir ein Teilstück eines Rundweges, bei dem es sich um einen Geologischen Lehrpfad handelt. Und somit wanderten wir nicht nur durch einen Wald aus Bäumen, sondern auch durch einen Schilderwald:
Auch die sogenannte Waldandacht war durch ein Schild gekennzeichnet - und ebenso die Kaiser-Fanz-Josef-Jubiläumswarte, die ihr in der übernächsten Collage seht.
Wer meine früheren Beiträge über den Harzberg kennt oder selbst schon mal oben gewesen ist, weiß auch, dass man beim Schutzhaus eine - für österreichische Verhältnisse - ganz besondere Tierwelt vorfindet. Denn hier lebt eine Herde von Rotnackenkängurus (Bennett-Wallabys), seit Kurzem außerdem drei Parma-Kängurus mit einer Größe von maximal 40 cm (von ihnen gibt es weltweit nur noch wenige tausend Exemplare.) Und auch ein hübsches Albino-Känguru ist dabei.
Wegen der Corona-Krise blieb das Schutzhaus am Harzberg geschlossen, doch es gab Glühwein- und Punsch-"Tankstellen" und außerdem das Ersuchen um eine kleine Spende für Kängurufutter. Wir haben natürlich gern etwas für die Süßen gespendet - und uns außerdem jeweils einen Becher Bratapfelpunsch gegönnt.
Dann ging es wieder zurück zum Auto - und hier seht ihr nun, wie sich der Himmel über den Weinbergen in der Zwischenzeit verändert hatte:
Es handelte sich bei dieser Wolkenansammlung allerdings nur um einen verhältnismäßg kleinen "Fleck" - ließ man den Blick zur Kirche schweifen, sah der Himmel ganz anders aus. Die Pfarrkirche hl. Jakobus der Ältere in Bad Vöslau wurde von 1860 bis 1870 erbaut und ist laut Wikipedia der bedeutendste Sakralbau jener Zeit im südlichen Niederösterreich. Mehr darüber könnt ihr HIER erfahren.
Licht und Wärme:
Nachdem dieser Tag unser allmonatlicher freiwilliger computerfreier Tag war, machten wir es uns anschließend an den Ausflug im Wohnzimmer komfortabel, spielten Karten und Brettspiele und sahen uns Filme an, die wir extra für diesen Tag aufgenommen hatten. Dazu ließen wir in unserem kleinen Wohnzimmer-Ofen ein gemütliches Feucherchen knistern:
Am 24.11., also genau einen Monat vor Weihnachten, fing ich dann mit der Adventdeko an. Auch auf der Ofenplatte steht etwas Deko. (Wenn wir wieder einheizen wollen, müssen wir die eben vorübergehend abräumen. Aber normalerweise ist unser kleiner Zusatz-Ofen im Wohnzimmer nur als Wärmequelle für die Übergangszeit oder als Notheizung gedacht. Wenn wir damit einheizen, müssen wir die Fußbodenheizung schon vorsorglich abdrehen, sonst wird es uns zu heiß im Wohnraum.)
Auch unser Adventskranz steht auf dem Ofen - könnt ihr euch noch an ihn erinnern? Diesen "Upcycling-Kranz" habe ich im Vorjahr bei Heidi vom Blog Heidis grüne Ecke gewonnen und euch HIER darüber erzählt:

Am 24. November war es übrigens vorbei mit dem blitzblauen Himmel - da war unser Garten in Nebel gehüllt. Wenn draußen alles grau in grau ist, tut es gut, dem Auge leuchtende Farben zu bieten - sowohl im Haus...
... als auch davor ...
... und auch freundlich-leuchtende, sonnige Farben aus dem Kleiderschrank tun da der Seele gut. Mit diesem Outfit aus unterschiedlichen Orangen-, Mandarinen- und Rosttönen beteilige ich mich an Marens Linkup zum Thema Orange. Unter dem Sommerrock aus Thailand trug ich wärmende Leggings. Das Shirt ist ein Mitbringsel aus Indien. Die Kette habe ich in Namibia gekauft. Und die Strickweste ist selbst gefärbt.
Auch ihr alle dürft Ihr Euch dort übrigens verlinken - mit allen Beiträgen, die irgendwie zum Thema passen. Das können Outfits mit der Farbe Orange sein, Orange im Wohnraum - oder auch Beiträge, die davon handeln, wie Ihr mehr Genuss in Euer Leben gebracht habt oder wie ihr Euer "inneres Kind" gelebt habt...
Ihr Lieben, das war es für heute! Es gäbe noch ein paar Bilder vom 30. November, doch das, was wir an diesem Tag gemacht haben, hängt in gewisser Weise schon mit Edis Einsatz als Komparse bei der TV-Serie Vienna Blood zusammen, der am 1. Dezember begann und der ihn für vier Tage zum Mönch 😇 werden ließ... Darüber erzähle ich euch also demnächst mehr... Und dann bekommt ihr auch die hiesigen Schneebilder zu sehen 😊⛄
Euch allen wünsche ich nun noch eine wunderbare, genussvolle
Adventszeit, in der euer "inneres Kind" voller Vorfreude und Neugierde
ist!
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick