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Sonntag, 30. August 2020

Aufregender August oder Wie Kater Maxwell zu uns zurückkam

Servus ihr Lieben!

In meinem vorangegangenen Blogbeitrag Summertime in Rostrosenhausen - Teil 1 startete ich den Versuch, euch "immer schön der Reihe nach" zu erzählen, wie der (ohnehin schon recht ereignisreiche) Rostrosensommer verlaufen ist. Ich begann mit meinen Schilderungen im Juni, doch wie so oft, wurde ich von der Gegenwart eingeholt: Während ich mitten im Erzählen war und euch unter anderem Katzenfotos vom Juni zeigte, verschwand unser Kater Maxwell.


[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]
Alle heute gezeigten Fotos aus dem Rostrosengarten stammen von August 2020

Wie wir Maxwell wiederfanden:
Ich habe euch hier schon ein bisschen was über sein Verschwinden erzählt - und darüber, was wir in der Folge unternommen haben, um ihn zu finden. Heute möchte ich erzählen, wie viele ineinander greifende "Zufälle" dazu geführt und welch wundervolle junge Frauen dabei geholfen haben, dass Maxwell wieder zu uns zurückkam. 

Nachdem sowohl wir als auch unsere Nachbarn unseren Kater zuletzt am Sonntag (16.8.) gesehen und den ganzen Montag über auf ihn gewartet sowie herumgefragt und nach ihm gesucht hatten, montierten wir am frühen Dienstag-Nachmittag in unserer Gasse Such-Plakate. Am Dienstag-Abend stellte Edi fest, dass das Plakat, das wir direkt an unserem Gartenzaun angebracht hatten, dort nicht mehr hing. Ich ging mit ihm nach draußen um nachzusehen, ob es eventuell vom Wind verweht worden war und ob die anderen Plakate noch an Ort und Stelle waren.

 

Ein paar Häuser weiter hatten wir an einem Laternenpfahl ein weiteres Plakat angebracht. Dort stand ein Mann, den wir vom Sehen her kannten - er geht täglich in unserer Gasse mit seinem Hund spazieren - und studierte den Text oder sah sich die Fotos von Mäx an. Wir blickten neugierig und ein wenig skeptisch zu ihm hinüber, weil wir uns fragten, ob er unser Katerchen vielleicht gesehen hatte... oder ob er das eine Plakat abmontiert hatte und nun auch noch ein weiteres entfernen wollte.


Mit seinem Smartphone in der Hand kam er etwas zögernd auf uns zu, fragte uns nach Maxwells Pfotenfarbe und erzählte uns, dass eine Frau, die früher in unserer Gasse gewohnt hatte, ihm eine Facebook-Nachricht der Österreichischen Hunde-Such-Hilfe / Katzen geschickt habe. Darin wurde ein roter Kater gezeigt, der in unserer Gegend leicht verletzt aufgefunden worden war - und er frage sich, ob das vielleicht unser Kater sein könnte. Er zeigte uns das Foto auf seinem Handy - und wir waren uns zu 99,9 % sicher, das es sich bei dem gezeigten Kater um unseren Maxwell handelt!

Wir suchten umgehend nach der Telefonnummer der Tierklinik Traiskirchen, erreichten dort eine Ärztin, die bestätigte, dass bei ihnen ein roter Kater nach einem Autounfall in Behandlung sei und sie würde uns in wenigen Minuten zurückrufen, da sie gerade einen anderen Patienten habe. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass mein Herz vor Aufregung wie verrückt klopfte 💓. 


Hier seht ihr sowohl unser Suchplakat als auch die Facebook-Nachricht - schon mit dem Vermerk "HAPPY END - 
Der Kater ist wieder bei seiner Besitzerin".


Als sie anrief, klärten wir zunächst ab, ob es sich tatsächlich um unseren Mäx handeln konnte. Dass der verletzte Kater am 16.8. abgegeben worden war, passte schon mal. Die Ärztin hatte sein Alter auf ca. 10 Jahre geschätzt - als ich sagte "Er ist 16", meinte sie, das wäre durchaus auch möglich. Nachdem ihm ja erst im Frühjahr einige Zähne gezogen worden sind, war dies ein besonderes Kennzeichen, und die Ärztin bestätigte, dass dem Kater Zähne fehlen. Außerdem sei er sehr zutraulich und ein "Schnurrer" - und ja, das ist Maxwell definitiv 😻. Wir erfuhren, dass er geröntgt worden sei, aber außer einer Beule auf dem Kopf würde ihm nichts fehlen. Er sei bei gutem Appetit. (Auch das sprach dafür, dass es sich um unseren Buben handelt 😉). Ich glaube, zu diesem Zeitpunkt hatte ich keinen Zweifel mehr. 

Wir schnappten uns den Transportkäfig, sprangen unverzüglich ins Auto und fuhren auf schnellstem Weg zur Tierklinik. Und da saß er dann auch - etwas kläglich dreinblickend - in einer kleinen Box: unser süßer Schmusebär! Wir bezahlten die Behandlungskosten, ließen uns auch die Telefonnummer der Finderin geben - und ab ging es, wieder nach Hause!💗💗💗 JAAAA!


Auf der Heimfahrt sprachen Edi und ich darüber, dass wir von selbst wohl niemals auf die Idee gekommen wären, via Facebook nach Maxwell zu suchen. Wir wissen natürlich nicht alles über den Aktionsradius unserer Katzen, aber beide machten bisher den Eindruck, dass sie sich nicht wohl fühlen, wenn sie sich zu weit von unserem Haus entfernen.

Wir hätten nicht gedacht, dass Maxwell jemals in die Nähe der stark befahrenen Straße läuft, an deren Rand er gefunden und gerettet worden war. Trotzdem hatte Edi dort die Fahrbahnränder abgesucht, allerdings nur "um sicher zu gehen". Durch unsere Nachbarn hatten wir von den Katzenkampf-Geräuschen am Sonntagabend gehört und daraus zogen wir unsere Schlüsse: Wir befürchteten, dass unser alter Mäx bei dem Kampf der Unterlegene gewesen sein und sich irgendwohin verletzt (oder gar zum Sterben...) zurückgezogen haben könnte. Und deshalb suchten wir ihn vor allem im Nahbereich. Ihr werdet mir sicherlich glauben, wenn ich sage, es war kein schönes Gefühl, mit dem Besenstiel sämtliche Gebüsche zu durchstöbern und nicht zu wissen, was man findet, wenn man etwas findet...

Ich weiß nicht, ob wir jemals bei der Polizei, bei der Gemeinde oder in einem Tierheim nachgefragt hätten. Doch das wäre ein Fehler gewesen. Denn die jungen Damen, die Maxwell gerettet hatten, haben all diese Stellen informiert. Was lernen wir daraus? Zieh niemals zu enge Grenzen! Und verlier nicht die Hoffnung!


Und doch hat wieder mein spezielles Familien-Massel zugeschlagen. (Ich habe euch über dieses "Glück im Unglück", das die Mitglieder unserer Familie immer wieder ereilt, z.B. hier oder hier erzählt... über diese Verkettung glücklicher Fügungen, die eine problematische, brenzlige oder richtig gefährliche Situation letzendlich in eine Richtung führt, wie sie besser nicht sein könnte...) 

Ohne die Frau, die die Facebookseite geteilt hat, ohne den Mann, der die Seite erhalten und unser Plakat gesehen hat... ist nicht gesichert, dass wir unseren Kater je wiederbekommen hätten. Insgesamt wurde das Bild von Maxwell mehr als 300 Mal geteilt - und das führte schließlich dazu, dass wir den zielführenden Hinweis bekamen 😻... Wäre Edi nicht aufgefallen, dass das Plakat an unserem Zaun fehlt, wären wir nicht beide draußen gestanden, als der Mann die Fotos miteinander verglich. Er brauchte uns nur anzusprechen, und kurze Zeit später konnten wir schon mit der Tierklinik telefonieren. (Wer weiß, ob der Mann an diesem Abend noch bei uns angeläutet hätte?)

Aber damit ist die Geschichte noch nicht zu Ende.

 

Als wir Maxwell wieder glücklich nach Hause gebracht hatten, rief ich gleich bei der Nummer der "Finderin" an, die mir die Ärztin gegeben hatte. Es hob niemand ab, also sprach ich auf ihre Mobilbox. Dann schrieb ich das Update zu meinem vorigen Blogbeitrag, damit alle, die hier mitgefiebert haben, gleich erfahren, dass es Maxwell gut geht.

Am nächsten Tag fühlte er sich allerdings nicht so wohl - vermutlich hatte er eine Gehirnerschütterung. Was er gefressen hatte, wollte wieder heraus, und so fraß und trank er den gesamte Mittwoch nichts mehr und lag nur müde und angeschlagen in seinem Körbchen. Im Lauf des Vormittages erreichte ich die Finderin, die mir eine sehr nette Nachricht per WhatsApp geschickt hat. Bei der Gelegenheit erfuhren wir auch, 
  1. wie riesengroß Maxwells Glück im Unglück gewesen war (offenbar hat auch er unser Familienmassel übernommen) und
  2. dass es noch eine zweite Retterin gegeben hat. Wir vereinbarten mit beiden ein Treffen für Sonntag (23.8.) bei uns daheim. Dabei erfuhren wir weitere Details zu Maxwells Abenteuer, das beinah sein letztes geworden wäre...


Doch bevor es zu diesem Treffen kam, gab es noch ein anderes aufregendes Ereignis in unserem Leben. Der Chronologie zuliebe erzähle ich euch darüber zuerst - und danach erfahrt ihr dann, welch haarsträubende Dinge unser Katerchen erlebt hatte - und durch welche tollen jungen Frauen er vor dem Schlimmsten bewahrt wurde.

Schnell ermittelt:
Anfang des Jahres ließen wir uns in einer Komparsen-Vermittlungs-Agentur einschreiben. Ich habe euch hier und hier schon von unseren ersten beiden "Einsätzen" erzählt, die allerdings lediglich daraus bestanden, im Publikum einer Diskussionssendung zu sitzen. Danach wurden wegen Corona alle weiteren Aufträge gestrichen bzw. verschoben - unter anderem ein kleiner Einsatz in der Krimiserie Schnell ermittelt. Am 20.8. war es aber dann endlich doch noch so weit - die Dreharbeiten konnten stattfinden und wir durften mit dabei sein.


Am Vorabend erhielten wir die sogenannte "Dispo-SMS", in der wir Zeit Ort und Bedingungen erfuhren: Wir sollten uns pünktlich um 11 Uhr mit unserem Auto im 11. Wiener Bezirk (Simmering) einfinden und unbedingt die Corona-Regeln (Abstand, Maskenpflicht*) beachten. Im Hinblick auf das Outfit gab es folgende Wünsche: Sommerliches Alltagsgewand, unbedingt 2-3 Optionen zur Wahl, keine grellen Farben, kein rot, schwarz oder weiß, keine Logos oder starken Musterungen. Oben und unten seht ihr, wie Edi und ich diese Anforderungen gelöst haben. (Wir hatten zwar Ersatzklamotten dabei, mussten uns aber nicht umziehen, da die zuständige Dame befand, unsere Kleidung sei perfekt 😊.) * Die Masken mussten wir übrigens nur tragen, wenn wir in die Nähe der Crew-Mitglieder kamen.




Falls ihr oben aufmerkam gelesen habt, wird euch aufgefallen sein, dass die Dispo den Passus "mit unserem Auto" enthielt. Dafür gab es folgenden Hintergrund: Unser Wagen diente als Filmrequisitenfahrzeug. Der ursprügliche Plan sah vor, dass Edi und ich irgendwo im Hintergrund den Kofferraum ein- oder ausräumen sollten. Dann jedoch befand der Regisseur, dass unser Auto der perfekte Hintergrund für die geplante Szene darstellt. Und so bekamen Edi und ich andere Anweisungen.



Das Honorar für Komparsentätigkeit ist nicht gerade berauschend, aber wegen des Geldes macht es ja auch kaum jemand. Es geht viel mehr darum, dabei zu sein, wenn ein Film oder eine Serie gedreht wird, in das Metier hineinzuschnuppern, interessante Menschen kennenzulernen (und ihr könnt davon ausgehen, dass die meisten Komparsen interessante Geschichten über frühere Einsätze oder über ihr Leben zu erzählen haben - uns wurde in den Pausen jedenfalls bisher noch nicht fad)... Der süße Hund namens Felix -  ein Perro de Agua Español, zu Deutsch kurz „Perro“ oder „Spanischer Wasserhund“ - war übrigens genauso Komparse wie wir. (Sein Herrchen ebenfalls, und wir erfuhren unter anderem, dass der erst anderthalb Jahre alte Felix zum Helferhund ausgebildet wird. In der Szene waren Hund und Herrchen aber nur ganz normale Spaziergänger 🐕.)


Was wir bis vor kurzem nicht wussten oder nicht bedacht haben ist, dass es auch für Filmrequisiten ein Honorar gibt. Oben seht ihr z.B. einen Kinderwagen, den eine Frau als Requisite mitbrachte, während eine andere Frau den Komparsen-Auftrag erhielt, mit dem Kinderwagen spazieren zu gehen. Das Fahrrad gehörte einem netten jungen Mann, der dann aber leider wieder nach Hause geschickt wurde - denn bei uns allen wurde wegen Corona Fieber gemessen. Und da das Thermometer bei ihm zweimal hintereinander erhöhte Temperatur anzeigte, musste er leider den Drehort verlassen. Er war sehr enttäuscht und wir bedauerten ihn, denn er hatte eine weite Anreise gehabt und war erst am Vorabend gebeten worden für einen anderen Komparsen einzuspringen. Außerdem glauben wir, dass das Thermometer bei den relativ hohen Außentemperaturen dieses Tages nicht richtig funktionierte (auch Edi und ich hatten höhere Werte als üblich, allerdings im noch akzeptierten Rahmen). Doch die Regeln werden streng ausgelegt, das muss man eben akzeptieren.


Auch für unser Auto gab es ein Honorar - und mit ziemlicher Sicherheit ist es weit mehr im Bild als Edi und ich, denn genau vor unserem Wagen stehen die Hauptprotagonisten und streiten miteinander. Während Ursula Strauss als (in dieser Staffel unehrenhaft aus dem Polizeidienst entlassene) Chefinspektorin Angelika Schnell wütend abgeht, überqueren Edi und ich mit Einkaufstaschen die Fahrbahn (und da die Szene mehrmals gedreht wurde, teilweise mit und teilweise ohne uns, wissen wir nicht, ob wir überhaupt zu sehen sein werden). Wie auch immer, falls es euch interessiert: Wir haben uns sagen lassen, dass es sich um Staffel 7 / Folge 9 handelt, die erst ungefähr in einem Jahr ausgestrahlt wird.

Concordia-Schlössl:


Um ca. 14 Uhr waren die Dreharbeiten für uns beendet, und wir beschlossen, zum Mittagessen nach langer Zeit mal wieder das nahe gelegene Café-Restaurant Schloss Concordia aufzusuchen. Man wird dort von einer riesigen Jesus-Statue willkommen geheißen, sie ist quasi das Erkennungs-Merkmal des Lokals und in gewisser Weise auch das "optische Bindeglied" zum gegenüber befindlichen Wiener Zentralfriedhof.


Ich habe euch in einem älteren Beitrag von 2012 schon Bilder des Schlössels gezeigt. Damals bemerkte ich auch dass es "leider zuweilen aufgrund von Unterbesetzung etwas überfordertes Personal" gäbe - das hat sich durch eine Neuübernahme im Jahr 2016 offenbar geändert. Wir waren jedenfalls sowohl mit dem Service als auch mit dem Essen sehr zufrieden.


Dann zog es uns wieder zurück nach Hause zu Kater Maxwell. Wir hatten ihn auch an diesem Tag noch nicht nach draußen gelassen, da er uns nach seinem Unfall noch nicht fit genug für neue Erkundungstouren erschien. Kurz bevor wir am frühen Vormittag das Haus verlassen hatten, hat er zwar immerhin schon etwas Rahm und einen "Schlecksnack für Katzen" mit Appetit aufgeleckt, aber er wirkte auf uns nach wie vor müde und etwas "durch den Wind". Die Stunden unserer Abwesenheit dürfte er schlafend verbracht haben und das war gut, denn auf diese Weise erholte er sich immer mehr. Am nächsten Tag ließen wir ihn dann schon wieder in den Garten, und ich begleitete ihn dabei, wie er langsam und bedächtig an beinahe jedem Strauch und jeder Blüte schnupperte. Die Fotos davon seht ihr in der übernächsten Collage. Und außerdem seht ihr dort...



Maxwells Retterinnen!
Wie schön und wunderbar, die beiden jungen Damen persönlich kennenzulernen, denen Maxwell wohl sein Leben verdankt! Sie haben mir erlaubt, die Fotos, die bei unserem Treffen entstanden sind, in meinem Blog zu veröffentlichen, und so freue ich mich riesig, diese beiden tollen, sympathischen Frauen "vor den Vorhang" holen zu dürfen: Die eine heißt Tatjana, ist 27, hat zu Hause viele Tiere und auch beruflich mit Vierbeinern zu tun, denn sie ist Ergotherapeutin und macht u.a. tiergestützte Therapie (ist aber dzt. in Mutterschutz). Die andere heißt Karin, ist 35 und hat ebenfalls sowohl privat als auch beruflich einen starken Draht zu Tieren, hat Pferde vor dem Schlachthaus gerettet und kümmert sich nun um sie, ist Hunde-"Mutti" und ausgebildete Tierpflegerin und gerade dabei, sich als Tierbetreuerin selbständig zu machen. Etwas Besseres als diese beiden hätte unserem Katerchen also gar nicht passieren können! Glück muss man haben - auch als Kater! 😻

Die beiden Helferinnen kannten einander vor der gemeinsamen Rettungsaktion nicht, sondern haben sich erst durch Maxwells Unfall kennengelernt, wollen jetzt aber weiter in Verbindung bleiben. Wir haben mit ihnen am vergangenen Sonntag  (23.8.) drei Stunden lang gejausnet, über den Unfall gesprochen und auch so noch angeregt geplaudert. (Übrigens haben wir auch den Mann, der uns den zielführenden Hinweis gab, eingeladen - er hatte jedoch an diesem Tag keine Zeit. Vielleicht ein andermal. Jedenfalls hat er sich bei uns schon erkundigt, ob es sich tatsächlich um unseren Kater gehandelt hat.) Hier erzähle ich euch die Geschichte, die wir von den beiden Frauen erfahren haben:


Karin und Tatjana wohnen in unterschiedlichen Ortschaften in unserer Nähe, befanden sich am Sonntag (16.8.) abends nach 21 Uhr hintereinander mit ihren Autos auf dem Heimweg und waren beide schon fast zu Hause angekommen. Plötzlich sahen sie, wie unser Kater (der offenbar wie von Furien gejagt auf die Fahrbahn gerast war), von einem vor ihnen fahrenden PKW erfasst und quasi "im Rotationsflug" durch die Luft geschleudert wurde! (Wir vermuten, dass Maxwell von dem anderen Kater, der immer wieder durch unseren Garten streift, auf die Fahrbahn gehetzt wurde - das würde auch zu den Katzenkampfgeräuschen passen, die unsere Nachbarn am Sonntagabend gehört hatten.) Dass Maxwell das mit nur leichten Verletzungen überlebt hat, grenzt an ein Wunder - was danach kam, aber auch!

Beide Frauen hielten bei nächster Gelegenheit an, wendeten und fuhren dorthin zurück, wo Maxwell liegen geblieben war. Auch das Fahrzeug, das Maxwell erfasst hatte, wendete übrigens, aber offenbar dachte sich der Fahrer / die Fahrerin dann etwas nach dem Motto: "Ach, da kümmern sich ohnehin schon welche - sollen die doch machen, ich fahr lieber weiter, sonst krieg dich vielleicht noch Scherereien." 🙀😿😾 Nun, wer weiß, wofür es gut war - so effektiv und liebevoll wie diese beiden hätte vermutlich kaum jemand unserem Kater helfen können. Trotzdem eine fiese Aktion 👎👎👎!

Ob Katze Nina glücklich über Maxwells Heimkehr ist, wissen wir nicht. Aber mir kommt vor, sie faucht ihn jetzt weniger oft an...

Die eine Helferin fragte die andere "Hast du das auch gesehen? Die Katze, die's durch die Luft geschleudert hat?" - ja, und da lag Mäx auch schon, ganz knapp neben der Fahrbahn, aber er hob zum Glück sein Köpfchen und ließ sich auch anfassen und hochheben. Dass die Retterinnen zu zweit waren, hatte unter anderem den großen Vorteil, dass eine von ihnen fahren und eine von ihnen Maxwell halten konnte. (Und Mäx ist erfreulicherweise ein sanfte, liebe Katze, die sich das gefallen lässt.) Sie versuchten zunächst, Tierärzte in der unmittelbaren Umgebung zu erreichen, aber um diese Zeit hob niemand mehr ab, erst in der Tierklinik Traiskirchen gab es einen Notdienst, zu dem sie den verletzten Buben bringen konnten. Auch die Polizei und die Gemeinde informierten die beiden - kurz: Vorbildlicher als Karin und Tatjana hätte man sich wohl nicht verhalten können. Sie wären sogar bereit gewesen, den Kater bei sich aufzunehmen, falls ihn niemand vermisst! Ich kann gar nicht sagen, wie dankbar wir den beiden sind - und wir hoffen sehr, dass auch wir mit den zwei tollen jungen Frauen weiterhin in Verbindung bleiben können 😊👍😘


Oben seht ihr nun noch die aktuellsten Fotos von  Kater Maxwell - die beiden großen mit Mäx und mir hat meine Freundin Brigitte am gestrigen Samstag (29.8.) aufgenommen. (Die kleineren stammen vom 21.8.) Ich glaube, darauf erkennt man gut, dass der Kater inzwischen wieder in bester Verfassung ist und sich seines Lebens freut. Und ihr könnt mir glauben, auch Edi und ich sind überglücklich, dass dieser Unfall letztendlich so glimpflich ausgegangen und unser Bub wieder zu uns nach Hause zurückgekehrt ist! Auch an dieser Stelle nochmals 💓-lichsten Dank an alle, die dabei mitgeholfen haben! 💓💓💓

Und auch euch danke ich sehr dafür, dass ihr nach meinem vorigen Posting die Daumen fest gedrückt und mit uns mitgefiebert habt - ganz bestimmt haben eure guten Wünsche dabei mitgeholfen, dass alles einen glücklichen Ausgang nahm! In meinen nächsten Beiträgen schaffe ich es dann hoffentlich, euch weiter zu erzählen, was sich ab Mitte Juni sonst noch in Rostrosenhausen getan hat. Nun wünsche ich euch noch einen schönen, angenehmen Start in den September und in die neue Woche,

 herzlichst, eure Traude


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions,


Montag, 27. September 2010

Gute Zeiten!

*******
Servus Ihr Lieben!



Das Foto mit meiner Bopla!-Glückstasse hat heute gleich zwei Bedeutungen: Zum einen steht es als Symbol dafür, dass ich momentan gute Zeiten erlebe, zum anderen steht das Bild für die nächste hochgradig erfreuliche Postsendung, die ich erhalten habe. Was es mit den guten Zeiten auf sich hat, erzähle ich euch aber erst am Schluss meines heutigen Beitrages - zunächst also zu dem Päckchen, das diese Woche kam:

The photo with my "Bopla"-good-luck-cup has two meanings: First, it is a symbol that I have experienced good times right now, on the other hand this image is a symbol for a wonderful parcel I have received. I will tell you about the "good times" at the end of my today-posting - first words on the parcel that arrived this week:




Schaut mal her: Bei der lieben & kreativen Myriam, bei der man immer wieder mal so nett "auf eine Latte" eingeladen wird, habe ich diese traumhaft schöne Kette gewonnen!!! Sie hat genau "meine Farben" (auch wenn Kater Mäx der Meinung ist, dass das SEINE Farben sind)...

Just look:
I won this gorgeous chain - it was an "Andalusia-give-away" from lovely Myriam! It has exactly "my colors" (even if cat Maxwell believes that this are HIS colors) ...


Perfekt für eine "Rostrose", stimmt's?
Und mit ihrer Kaffee-Einladung machte Myriam diesmal auch ernst und sandte mir zwei Päckchen Cappuccino mit, die wirklich köstlich schmeckten!

Perfect for a "rusty Rose", right?
And Myriam invited me to drink a coffee and sent two packets of cappuccino which tasted really delicious!




Aber das war noch nicht alles:
Seht mal, was Maxwell hier sonst noch "bewacht":

But that was not all -
look what else Maxwell was "guarding":




Traumhaft duftende Gewürze, die Myriam aus Andalusien mitgebracht hat (danke du Schatz - auch für die "Gebrauchsanleitung", die du mir per Mail geschickt hast :o)) und dann auch noch diese wunderschönen Sommerstimmungs-Fotos! Ich drück dich ganz fest für die Freude, die du mir bereitet hast, du Liebe!!! :o)

Delicious spices that Myriam has brought from Andalusia and also these beautiful summer mood photos! Thank you again very much, sweetheart! :o)




Leider ist die Post mit den Fotos ein bisschen unsanft umgegangen - sie kamen hier mit dezenten "Wellen" an (die rein gar nichts mit dem Meer zu tun haben).
In solch einem Fall wäre es natürlich praktisch, wenn man ein gaaaaanz dickes, schweres Buch hätte, mit dem man die Fotos beschweren könnte, um sie wieder flach zu bekommen.

Unfortunately, the post staffs treated the photos a bit roughly - the pretty pictures got subtle "waves". In such a case, it would obviously be useful if you had a veeeerrrrrrry heavy book, to pin the photos down (to get them "back to flat").



Jaaaa, und da trifft es sich doch wirklich ausgezeichnet, dass das wunderschöne Buch "Inspiration in Weiß" der Schwedischen Bloggerinnen Ingela Broling und Petra Eriksson jetzt auch in deutscher Sprache erschienen ist. Nun habe ich es mir endlich gekauft - und verwende es natürlich nicht nur zum Pressen welliger Fotos, sondern genieße die zahlreichen inspirierenden Seiten von Herzen!

Yeah, and as it happens, really excellent, that the beautiful book "Inspiration in White" of the Swedish bloggers Ingela Broling and Petra Eriksson has just been published in German language. Now I've finally bought it - and I use it of course not only for pressing photos, but enjoy the many inspiring pages from the heart!






***********

Und "Buch" ist natürlich ein Thema, das mir auch noch aus ganz anderen Gründen wichtig ist. Viele von euch wissen ja bereits aus meinen beiden letzten Postings, dass ich in den letzten Monaten gemeinsam mit meiner Freundin Monika und mit meinem Mann an einem Lebensfreude-Kochbuch gearbeitet habe und dass für 24. September ein in diesem Zusammenhang wichtiges Treffen anberaumt war.

And "book" is of course an issue that is important to me even for very different reasons. Many of you already know from my last two posts that I have worked in recent months, together with my friend Monica and my husband to a cookbook and there was an
important meeting on 24th September.




Ich kann euch noch nicht zu viel verraten, denn noch ist nicht alles zu 100 % fix. Doch ich kann euch zumindest eines sagen: Es sieht gut aus. Ich danke euch schon jetzt ganz, ganz herzlich fürs bisherige Daumendrücken und ich hoffe, ich strapaziere eure Fingerchen nicht zuuu sehr, wenn ich euch bitte, eure positiven Energien noch ein bisschen weiter auf uns zu richten. Nach derzeitigem Stand der Dinge werden wir nach dem 18. Oktober genaueres wissen!
Leider wird mir bis dahin die Zeit ein wenig knapp - so vieles ist noch zu erledigen. Seid deshalb bitte nicht böse und auch nicht traurig, wenn ich noch immer sehr sporadisch zu euch zu Besuch komme... SORRY!!!

I can not tell you too much, because it is not yet fixed for 100 %. But I can at least say one thing: The chances are good! I thank you already very, very much for keeping your fingers crossed and I hope you are able to continue sending positive energies to us. According to the current state of affairs we will know more after the 18th October!
Unfortunately there are so many things to do untill this day. So please: do not be angry nor sad if I still only sporadically come to visit you ...
I'm really sorry for that!

Ich drück euch allesamt ganz lieb und schick euch viele, viele Küschelbüschel!!!
Lots of warmest hugs!!!
Eure rostrosige
Traude
************

Montag, 5. April 2010

Gewonnen & gefunden, gekauft & geschmückt



*****~~♥~~*****
Servus ihr Lieben,

zunächst einmal hoffe ich, dass ihr alle WUNDER-WUNDERSCHÖNE OSTERN hattet! Und dann möchte ich mich auch noch herzlich für all eure süßen, witzigen Zeilen zu meinem letzten Post bedanken - ich hatte Riesenspaß beim Lesen eurer Kommentare und hab mich dabei sicherlich mindestens genauso köstlich amüsiert wie ihr! Leider hab ich's noch nicht geschafft, euch seitdem alle zu "besuchen", denn bei uns gab's über Ostern eine bunte und durchaus angenehme Mischung aus "full house", erholsamen Walkingrunden, Treffen mit Freunden, "Urlaubsplaneritis", Regalmontage und Gartenarbeit, aber ich hoffe, ich kann meine Blogrunde im Laufe der Woche noch fortsetzen bzw. nachholen :o)

First of all, I hope you all had BEAUTIFUL EASTER! And then I want to thank you for all your sweet and funny lines to my last post - I had great fun reading your comments and was very amused! Unfortunately, I still haven't managed it to visit you all since then, but I hope I can manage it for this week!



Wie ich ja unlängst schon kurz angedeutet habe, ist mir ein toller Preis ins Haus geflattert: Bei Angela von "Engelchens Welt" habe ich einen wunderschönen Türstopper gewonnen!
Auspack und freu :o)
Auf dem Foto oben seht ihr quasi den "Rohzustand" - ein hübsches, spitzenbesetztes Beutelchen und einen Euro für Vogelsand zum Befüllen (wie lieb - du hast an alles gedacht, Angela)!! Und als Draufgabe gab's auch noch das Hühnchen in weiß und gelb und eine süße Karte. Vielen, vielen Dank nochmal, liebe Angela - der Türstopper wurde bei uns wirklich gebraucht und sieht noch dazu verdammt gut aus! (Und abgesehen davon macht er sich, wie man hier sieht, mit dem Hühnchen auch als frühlingshafte Deko gut ;o))

As I have recently mentioned I won a pretty price from Angela: this wonderful doorstop!
In the photo above you see the almost "natural state" - a pretty lace-bag and one euro for bird sand for filling (how sweet - you've thought of everything, Angela)! And as a bonus there's also the chicken in white and yellow and a sweet card. Many, many thanks, dear Angela - the door stop was really needed here and it looks damn good!




*****~~♥~~*****




Wie meine heutige Überschrift verrät, gab es in letzter Zeit aber nicht nur diesen schönen Gewinn, sondern auch einen für mich ganz besonders erfreulichen Fund:
Dieser Stuhl war nicht mehr benötigt worden, weshalb ihn die ehemaligen Besitzer vors Haus stellten. Ich konnte es zunächst gar nicht glauben und läutete extra dort an. Es sollte ja schließlich nicht heißen: "Stellt euch mal vor: Da hatten wir gerade erst einen Stuhl am Flohmarkt gekauft, trugen zuerst ein paar andere Sachen nach oben, und als wir wieder runterkamen, hatte uns jemand den Stuhl geklaut!"

But there was not only this nice win, but also a for me especially gratifying discovery:
This chair was no longer needed, so the former owners put it in front of their house to take it away. First I could not believe it and asked them - but it was really so!





Aber nein, das schöne Stück war tatsächlich zu haben!

Es wird natürlich einen neuen Anstrich bekommen (ob weiß oder grau muss ich mir noch überlegen ...) und dann wie verwandelt aussehen.
Allerdings würde ich ausgesprochen gern noch etwas Anderes an dem Stuhl verändern, nämlich seinen Bezug. Aber so richtig drüber trau ich mich da nicht.
Hat vielleicht jemand von euch mit der Restaurierung solcher Stühle Erfahrung und kann mir ein paar Tipps geben?

So this pretty piece got mine!
It will of course get a new coat of paint (white or gray - I have to think about it yet ...).
However, I would like to change something else - its covering! But I am not sure how to manage it.
Has maybe someone of you experience with these chairs and can give me some tips?





Wisst ihr, wie man mit einer solchen Vielzahl von Polsterernägeln umgeht? Wie man die überhaupt heraus bekommt, ohne etwas zu zerstören?

Für Hinweise & Ideen wäre ich euch sehr dankbar!

Do you know how to deal with such a variety of upholsterer-nails?
For suggestions and ideas I would be very grateful!





*****~~♥~~*****





Die rostige Krone und meine beiden weißen "Fleur-de-Lis" aus Terracotta sind Neuerwerbungen,
die ich vor kurzem für unsere "Terrassen-Anrichte" erstanden habe. Sie "mussten" einfach mit, ich war zu schwach, um zu widerstehen ;o)
(Und die Krone passt ja noch dazu sen-sa-tio-nell gut auf den Blumentopf!!!)

The rusty crown and my two white "fleur-de-Lis" are new acquisitions, which I bought recently for our "terrace-sideboard". (I was too weak to resist ;o))
(And the crown fits sensationally good on the flower pot! ;o))

*****~~♥~~*****





*****~~♥~~*****


Falls ihr euch fragt, was es mit unserer "Terrassen-Anrichte" auf sich hat - da kann ich euch den
Link zu einem Posting aus dem Vorjahr bieten, bei dem ihr sie euch näher ansehen und auch noch weitere meiner Mosaikarbeiten kennenlernen könnt.

If you want to know more ab out my "terrace-sideboard" - I can offer you a link to a posting from last year. Here you can get to know more about my mosaic-work, if you are interested in it.



Und nun werde ich versuchen, noch mit meiner Blogrunde zu beginnen!


Ich schicke euch ganz liebe Grüße / lots of love


auf bald, eure Traude

*****~~♥~~*****

Samstag, 10. Oktober 2009

Il Giardino dei Tarocchi ...


~~♥~~
Wenn das Leben ein Kartenspiel ist, dann sind wir geboren worden, ohne die Spielregeln zu kennen. Und doch müssen wir mitspielen.
Niki de Saint Phalle

~~♥~~

... der Tarotgarten der Niki de Saint Phalle
wird nur eines meiner heutigen Themen sein
- aber eines, auf das ich mich schon seit einiger Zeit außerordentlich freue und dessen Vorbereitung wunderschöne Erinnerungen in mir geweckt hat. Denn mit diesem einzigartigen Ort verbinde ich ganz besondere Glücksgefühle.
~~♥~~

~~♥~~
Und hier kommt noch eine kleine Vorschau
auf meine beiden anderen heutigen Themen:
  • Die süße Beagle-Dame Jeannie wurde aus dem Krankenhaus entlassen!!!!!!
  • Mina hat mir einen weiteren Kreativ-Blogger-Award verliehen! (Unfassbar: That's TRIPPLE!!! ;-))


~~♥~~

Nun also zunächst einmal zum "Giardino dei Tarocchi"! Seht euch doch bitte zur Einstimmung dieses YouTube-Video an:

http://www.youtube.com/watch?v=V4AOBsVlY94&feature=related

Ist dieser Ort nicht unfassbar?!

~~♥~~
Es war Mitte der 1980er-Jahre, als ich in der Zeitschrift "Cosmopolitan" auf einen Artikel über die Künstlerin Niki de Saint Phalle stieß, der mich sofort in seinen Bann zog.




Wie alle anderen könnt ihr auch dieses Bild wieder vergrößern!


~~♥~~
In dem Artikel war u. a. auch von einem Park in der Toskana die Rede, einem "Skulpturengarten", der an einem noch geheim gehaltenen Ort unweit der Stadt Grosseto im Entstehen begriffen war. Die Künstlerin erfüllte sich damit ihren großen Lebenstraum, und zahlreiche andere Künstler (wie ihr langjähriger Lebenspartner Jean Tinguely)
sowie Handwerker aus der Region wirkten daran mit.
Im Jahr 1979 hatte man mit der Errichtung der ersten Figuren begonnen, und es hieß in der Reportage, dass es bis zur Fertigstellung noch gute 10 Jahre dauern würde.

~~♥~~

~~♥~~

Ich führte damals zwar kein Tagebuch, aber ein "Freudenbuch"
- das war der Name, den ich mir dafür ausgedacht hatte.
In dieses Buch klebte ich Bilder, Postkarten, Zeitungsartikel, und ich schrieb Texte und Zitate hinein, die ich immer wieder ansehen wollte, die mich zum Nachdenken brachten, kurz: die mich inspirierten und / oder
die mein Herz erfreuten.
Der Artikel über die 1930 geborene Ausnahmekünstlerin und ihren Park musste da natürlich
unbedingt hinein!!!
Und ich nahm mir fest vor, den Tarotgarten zu besuchen, sobald dies möglich war!

~~♥~~
In der Zwischenzeit begann ich mich selbst ein bisschen für Tarot zu interessieren. Allerdings war es für mich auf Dauer weniger interessant, in die Zukunft zu blicken (da kam ohnehin nie etwas für mich Aufschlussreiches heraus ;-)), doch hinter jeder Karte steckt eine weise Bedeutung oder Botschaft, die jeder Mensch in sein Leben integrieren kann.
Und einige Tarotkarten sind ausnehmend kunstvoll gestaltet - das war es wohl, was mich am meisten daran faszinierte.


~~♥~~

~~♥~~

Hier seht ihr z.B. das "Daughters of the Moon Tarot" mit seinen runden, farbenfrohen Karten,
das ich mir irgendwann aus purer Lust am Schwelgen in diesen Bildern kaufte.


~~♥~~

~~♥~~

Außerdem begann ich mich für Fliesenkunst zu interessieren,
denn ich hatte gelesen, dass die Großplastiken im Tarotgarten zu einem Großteil mit farbenprächtigen Mosaiken verziert wurden.
Ich machte mich schlau über Antoni Gaudi,
Josep Maria Jujol (klickt bitte auch hier)
oder Friedensreich Hundertwasser

und ich begann selbst erste Mosaike zu legen.

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Das Servier-Tablett auf dem Foto ist übrigens auch ein Rostrosen-Werk, allerdings schon aus einer späteren Ära ;-)

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Eines schönen Tages erfuhr ich, dass der Tarotgarten im Jahr 1996 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht würde. Ich kaufte mir einen Reiseführer - und tatsächlich, darin stand dasselbe!

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Diese kleine Collage habe ich aus Fotografien zusammengestellt, die dem schönen Bildband
"Niki de Saint Phalle - Bilder - Figuren - Phantastische Gärten" (erschienen im Prestel-Verlag) entstammen.

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Mittlerweile waren 10 Jahre seit dem "Cosmo"-Artikel vergangen und ich hatte eine eigene kleine Familie,
doch meinen Traum vom Besuch des "Niki-Parks"
hatte ich nie, nie, nie aus den Augen verloren.

(Ich verliere meine großen Träume ohnehin so gut wie nie aus den Augen.
Eine Kollegin sagte mir mal: "Ich finde es faszinierend, wie du einen Traum nach dem anderen wirklich werden lässt!"
Um alle meine Träume zu erfüllen müsste ich allerdings 700 Jahre alt werden du die Welt müsste etwas anders funktionieren, aber ich tu' was ich kann ;-))


Also Urlaub gebucht - und auf in die Toskana!
Das war Ende Juni 1996.


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Unser toskanisches Urlaubsparadies, ein gelbes Landhaus, in das wir uns mit einer befreundeten Familie eingemietet hatten, befand sich ziemlich zentral, in der Nähe des Städtchens Montalcinello. Am 2.7.1996 brachen wir in Richtung
Capalbio auf, das ist die kleine Ortschaft in der Süd-Toskana, in deren unmittelbarer Umgebung der Tarotgarten errichtet worden war. Uns irritierte schon auf der Hinfahrt, dass nirgendwo Schilder auf die Existenz des Parks hinwiesen. In Capalbio ernteten wir zunächst nur Achselzucken, als wir nach dem Tarotgarten fragten. (Wir sprechen kein Italienisch, versuchten es auf Englisch, vielleicht war das das Hauptproblem...) Dann gab uns aber schließlich doch noch jemand den zielführenden Tipp; wir nahmen die richtige Straße hügelabwärts - und als wir um eine Kurve kamen, sahen wir schon einige der höchsten Figuren des Parks in der Ferne leuchten! Ich war aufgeregt wie ein kleines Kind! Voller Vorfreude! Um wenige Minuten später auf das Bitterste ernüchtert zu werden: Das Tor zum Giardino dei Tarocchi war verschlossen. Einfach ZU... Ohne irgend einen Hinweis. Auf dem Tor hatten andere Besucher bereits Nachrichten hinterlassen. Eine davon lautete "Niki, we are soo disappointed!"

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Disappointed?

Enttäuschung war für mich in diesem Zusammenhang ein Hilfsausdruck!
Eine kleine Welt war in mir am zusammenbrechen! Ich hatte mehr als 10 Jahre lang auf diesen Tag gewartet! Wir standen auf dem verwaisten Parkplatz, ich starrte auf den Gitterzaun, der mich von Nikis enormen Plastiken trennte, die Tränen rannen mir über die Wangen und ich überlegte zugleich, wie ich es doch noch schaffen könnte, in den Park zu kommen. Eine Lücke im Zaun suchen (oder eine hineinschneiden)? Über das Gitter klettern? (So war ich immer schon - eine Art "Pfadfinderin" - oder zumindest "Pfad-Sucherin" - in ausweglos erscheinenden Situationen.) Meine Tochter war damals gerade mal drei Jahre alt und spürte bereits, wie dringend ich auf der anderen Seite des Zaunes sein wollte. Alle waren so lieb zu mir, aber mir war trotzdem einfach nur nach Heulen oder Zaun-zerschneiden.

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Und dann kam die Wende.
In Form eines Autobusses mit Touristen aus Deutschland. Auch sie waren offenbar den falschen, voreiligen Informationen aufgesessen. Wir sahen, dass eine Frau - offenbar die Reiseleiterin - über eine Gegensprechanlage beim Tor Verhandlungen führte und sprinteten hin. Es hieß, die Bauarbeiten wären noch nicht beendet, man könne niemanden hineinlassen. Die Reiseleiterin ließ einen empörten Redeschwall in italienischer Sprache los, es ging eine Weile hin und her - und dann ... plötzlich ... kam Bewegung in das Tor! Es krachte in der Gegensprechanlage - und dann verkündete die Reiseleiterin ihrer Gruppe: "Wir dürfen rein - für zehn Minuten!" Der allgemeine Jubel war riesig groß. Aber gewiss freute sich niemand so maßlos, so unhaltbar, so unbändig wie ich!
Mein berühmtes "Massel" - dieses ererbte "Glück im Unglück" - hatte mal wieder zugeschlagen! Seither empfinde ich eine große Sympathie für deutsche Touristengruppen! ;-)

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Auf der Collage hier oben seht ihr - neben einem weiteren Satz Tarotkarten aus meinem Besitz und meinem kleinen Freudenbuch - ein paar Einblicke in unser Fotoalbum von diesem ersten wunderbaren, wundersamen Besuch im "Niki-Park". Übrigens dauerten die "zehn Minuten" fast eine Stunde, die ich wie in einem Rausch erlebte. Ich selbst habe an diesem Tag kein einziges Foto gemacht - ich habe bloß aufgesaugt. Wenn ihr die Collage anklickt, seht ihr links im Fotoalbum ein Bild, auf dem man ganz klein mein strahlendes Gesicht erkennen kann. Daneben habe ich hingeschrieben "Traude im Glück". Mehr gab und gibt es dazu nicht zu sagen.

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Vier Jahre später, im Sommer 2000, folgte unser zweiter Toskana-Urlaub.
Und natürlich fuhren wir auch dieses Mal wieder nach Capalbio, um den Giardino dei Tarocchi zu besuchen - diesmal ganz "legal & offiziell". (Im Gegensatz zum ersten Besuch mussten wir nun auch Tickets erwerben ;-))
Auf den oberen Fotos seht ihr, wie grau und wolkenverhangen sich der Himmel zu Beginn unseres Besuches präsentierte - doch auch dieses Mal half mein Glück wieder mit - im weiteren Verlauf unseres Besuches im Tarotgarten sah der Himmel dann so aus (siehe unten) - und ich selbst strahlte auch diesmal wieder genau so:


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Wie man sieht, laden die Figuren zum Berühren, zum spielerischen Umgang ein, und das ist auch nicht verboten. Sie sind dazu gemacht, Nähe zu erzeugen und sie bereiten großen und kleinen Menschen Freude.

In einer der riesenhaften Plastiken, der Figur der Herrscherin (die üppige Frauenfigur mit dem schwarzen Gesicht - siehe unten), hat Niki de Saint Phalle während der Bauarbeiten übrigens gewohnt!


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Leider verstarb die Künstlerin Niki de Saint Phalle am 21. Mai 2002 - also etwa zwei Jahre nach unserem bislang letzten Besuch des Tarotgartens - im Alter von 71 Jahren.

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So, nun aber zu meinem nächsten "Tagesordnungspunkt" - die liebe Mina hat quasi für eine "Vertrippelung" meines Kreativ-Blogger-Award-Anteiles gesorgt! Danke, du Schatz! Und ganz besonders süß und lieb undundund ... und überhaupt! ... fand ich dazu Minas Begründung - die will ich euch daher auch nicht vorenthalten:

... heute nominiere ich:

"Traude" - weil ich sie - trotzdem wir uns eigentlich nicht kennen -
total in mein Herz geschlossen habe und ich jedesmal so richtig
in ihren Postings "versinke" und die Welt um mich herum vergesse ...


Liebe Mina - DANKE! - ich strahle schon wieder so wie auf meinen Toskana-Glücksfotos!
Und weißt du was: Ich mag dich auch richtig gern (mochte ich dich schon vor der Award-Verleihung, aber das weißt du ja)!

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Auch der untere "Thank-you-Award" stammt übrigens von Mina - ihn hat sie pauschal an alljene verliehen, die auf ihren Blogs Werbung für ihr Wohltätigkeitsprojekt im "House 21" machen. Wer ebenso angetan ist wie ich von den drei Beauties, kann diesen Blog also noch bei sich bewerben und sich den attraktiven Award "krallen" ;-)

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Und nun zu meinem letzten Punkt für heute -
einem Thema, das mir ebenfalls ganz besonders am Herzen liegt:
Jeannie hat ihre Operation gut überstanden und konnte wieder nach Hause entlassen werden!

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Hier seht ihr eines der ersten Fotos, das Beate Knappe von ihrer Jeannie nach der Entlassung aus der Tierklinik aufgenommen hat.

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Und hier die glücksstrahlende Beate mit ihre Jeannie!

Wie ich erst über Elianes Blog erfahren habe, kam Jeannie aus einem Versuchslabor;
Beate hat sich des Beagle-Mädchens im Vorjahr mit großer Hingabe angenommen.
Ich finde Menschen großartig, die einer hilflosen Kreatur ein neues, besseres Leben zu schenken versuchen - umso großartiger, wenn es sich dabei um Menschen handelt, die selbst keineswegs zu den "Reichen dieser Welt" gehören!
Sie hätte auch sagen können "Ach, eigentlich kann ich mir gar keinen zweiten Hund leisten, vielleicht rettet diesen Hund ja irgend jemand anderer."
Aber sie hat es nicht gesagt - und Jeannie zu ihrer Negrita dazugenommen.

Und ich finde alljene Mitbloggerinnen großartig, die Beate das Gefühl geben, dass sie nun nicht allein dasteht mit den finanziellen Problemen, in die sie die enorm kostspielige tierärztliche Behandlung Jeannies gestürzt hat.
Insgesamt sind durch Spenden und Verkäufe bereits etwas mehr als 700 Euro für Jeannie zusammen gekommen! Das ist ein herz-erwärmendes Ergebnis für diese erste "Sammel-Woche"!

Allerdings betragen die Tierarztkosten insgesamt mehr als 2.000,- Euro!!!
Eine enorme Summe für eine Freiberuflerin, die sich um zwei Tiere kümmert und mit einem kaputten Auto fahren muss.
Ich hoffe daher sehr, dass auch die letzten Abwartenden oder Zweifelnden unter euch ihrem Herzen einen Stoß geben und
entweder auf den Spendenbutton bei Beate klicken
oder für 5 Euro eine Jeannie-Spendenpostkarte kaufen
oder einen von Beates kreativen Shops besuchen, z.B. diesen hier ...

... oder aber auch bei der lieben Renate D. Socken bestellen!
(Besucht dazu ihr Posting vom 7. Oktober.)
Im Moment ist noch ein Paar Socken lagernd - und zwar dieses hübsche, blau mellierte (doch ich bin mir sicher, dass Renate bei Interesse aus Bloggetonien weiter stricken würde):

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Den Kaufpreis in Höhe von 15 Euro spendet Renate zur Gänze für Jeannies Behandlungskosten!

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Nun wünsche ich euch allen noch ein wunderschönes und entspanntes Wochenende
und bedanke mich herzlich für all eure liebenswerten Kommentare!

Auf bald und alles Liebe
Traude
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