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Sonntag, 12. Dezember 2021

Italien-Reisebericht - Ausflug ans Meer und in den Tarotgarten der Niki de Saint Phalle (Toskana)

 

HIER kommt ihr zum gesammelten Reisebericht Italien 2021.

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Im vorigen Kapitel ging es um unseren Tagesausflug nach Siena und San Gimignano. Heute erzähle ich euch von jenem Ausflug, den wir tags darauf, am 16. September 2021, unternahmen. Dieser war ganz und gar anders als der vom Vortag - ein echtes Kontrastprogramm. Ihr werdet keine der Ortschaften zu sehen bekommen, wie sie für die Toskana so charakteristisch sind, sondern türkisgrünes Meer, ein Hafenstädtchen, dunkle Wolken und prallbunte Kunst! Habe ich euch neugierig gemacht? Dann kommt bitte mit!


Ciao ihr Lieben!

Einer der fixen Pläne unserer Italienreise war ein Besuch des Giardino dei Tarocchi. Und wir wollten möglichst bald dorthin. Leider kann man in den Park nicht einfach spontan hinein, wenn das Wetter passt und man Lust und Laune dazu hat. Wir mussten online reservieren und uns für ein Zeitfenster entscheiden. (Ich glaube, das ist auch außerhalb von Covid-Zeiten so.)

Weil die Wetterprognose für Bucine oder Gavignano (wo sich unser Ferienhäuschen befand) für den 16.9. Regen 🌧️ angekündigt hatte, für Capalbio bzw. Garavicchio, wo sich der Tarotgarten befindet, hingegen passables Wetter ⛅, bestellten wir für diesen Tag Tickets. Leider klappte das mit dem Nicht-Regnen nicht ganz so, wie gewünscht und vorausgesagt...

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Brigitte hatte den Tagesausflug wieder gut durchgeplant. Unsere Karten im Tarotgarten galten ab dem frühen Nachmittag. Die Fahrt zwischen Bucine und Capalbio dauert etwa 2 Stunden. Also blieb genug Zeit, um den einen oder anderen Zwischenstop und ein gemütliches Mittagessen einzubauen. Wir fuhren zunächst ans Meer, denn das lag schön auf der Strecke.

 

 [Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.

Strand-Stop Playa Paraiso Gianelle:
An der Küste des Tyrrhenischen Meeres gibt es mehrere Dünenstreifen (Tomboli), die die Halbinsel Monte Argentario mit dem toskanischen Festland verbinden. Auf dem nördlichen Tombolo di Giannella verläuft eine zum Monte Argentario führende Autostraße; diese wird flankiert von Campingplätzen und Appartementanlagen, und es gibt kostenpflichtige Parkplätze für Strand-Besucher. Bei einem dieser Parkplätze machten wir Halt, um ein bisschen Strandfeeling und Meeresdüfte zu genießen. 
 
Lange blieben wir allerdings nicht, denn die dunklen Wolken wirkten nicht gerade beruhigend. Und für mich genügt es ohnehin, wenn es nach Meer riecht und klingt - das liebe ich sehr; ich muss nicht unbedingt ins Wasser hinein 😉 Aber zumindest Brigitte genoss das Barfuß-Waten im Meer 😎. Ansonsten vergnügten wir uns mit Meeresluft-Atmen und Fotografieren - Brigitte spezialisierte sich auf Muscheln, Edi auf Wolken und ich auf Eidechsen 😁... 

 

Dieser Hafenort liegt an der Nordseite der Halbinsel Monte Argentario am Tyrrhenischen Meer. Hier hatten wir unser Mittagessen in einem guten Fischrestaurant eingeplant. Aber auch der Ort selbst ist sehenswert - ich denke, man könnte dort durchaus mehr Zeit verbringen und z.B. die Spanische Festung mit Zugbrücke (aus dem frühen 17. Jahrhundert) besichtigen oder durch die hübschen Altstadt-Gässchen flanieren. Außerdem gibt es in der Lagune von Orbetello ein Naturreservat des WWF, das zu den unberührtesten Naturgebieten der Toskana gehört. Hier kann man seltene Vogelarten wie den Stelzenläufer, rosa Flamingos, Silberreiher oder Fischadler beobachten.


Aber wir waren ja nur auf der "Durchreise" in Richtung Niki-Park, deshalb begnügten wir uns mit einem Spaziergang entlang des Hafens und kehrten dann im Ristorante Il Moletto ein. 

Wie so oft in Italien, bestellte ich mir auch dort Spaghetti Vongole - in der Hoffnung, dass sie geschmacklich an jene heranreichen, die ich im Jahr 2013 in Rom gegessen habe (aus wahrer Begeisterung gleich an zwei Tagen hintereinander 😉). Fazit: Sämtliche Spaghetti-Vongole-Portionen, die ich in diesem Toskana-Urlaub aß, waren sehr gut. Aber die in Rom hatten durch irgendein (leider nicht näher identifizierbares) Gewürz eine ganz besondere Geschmacksnote erhalten, die bisher unerreicht ist...

Wie auch immer, es war eine feine Mittagspause, aber jetzt ging's endlich in Richtung Tarotgarten 😊👍 - einem meiner Lieblingsorte auf dieser Welt 💓. Dabei passierten wir eine Mühle, die mitten in der Lagune von Orbetello steht, die so genannte Mulino spagnolo oder Spanische Mühle. (Siehe unten links. Wenn ihr auf den Link klickt, könnt ihr mehr über ihre interessante Geschichte erfahren.)

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Ein kleines Zwischenspiel über meine stürmische Liebe zum Giardino dei Tarocchi:
Um euch zu erklären, was mir der Tarotgarten der Niki de Saint Phalle bedeutet, muss ich ein Stück weit ausholen. Ich habe euch die Geschichte schon in einem Posting aus dem Jahr 2009 erzählt, aber sie ist so wunderbar (im wahrsten Sinn des Wortes), dass ich sie euch neu erzählen möchte:
 
Es begann alles Mitte der 1980er Jahre mit einem Artikel in der Zeitschrift Cosmopolitan. Ich las ein faszinierendes Portrait über die 1930 geborene Ausnahmekünstlerin und ihr Lebenswerk: Seit 1979 arbeitete Niki de Saint-Phalle an einem noch geheimgehaltenen Ort in der Toskana zusammen mit ihrem Ehemann Jean Tinguely und einigen anderen Künstlern und Handwerkern an der Entstehung eines Parks mit Riesenskulpturen, die die 22 Großen Arkana des Tarot-Spiels darstellen.
 
Die Inspiration zu diesem Tarotgarten war bereits im Jahr 1955 gekommen, als sie Antoni Gaudis Park Güell in Barcelona kennenlernte. (Diesen Park hatte ich im Jahr 1981 ebenfalls kennengelernt und war davon hingerissen gewesen. Im Jahr 2012 war ich abermals im Park Güell und berichtete euch in meinem Blog darüber.) Im Jahr 1974 erzählte Niki ihrer italienischen Freundin Marella von ihrem Traum eines Gartens mit Tarot-Skulpturen und die Freundin war begeistert. In der Folge stellten Marellas Brüder, Carlo und Nicola Caracciolo, Niki ein Landstück des Familienbesitzes für die Verwirklichung ihres Traums zur Verfügung. Ansonsten wurde der Park vor allem durch Eigenmittel finanziert; Niki de Saint-Phalle kreierte zu diesem Zweck auch ein eigenes Parfum. Im Cosmopolitan-Artikel hieß es dazu: 
 
"...sinnlich-schwer, in einer kobaltblauen Flasche mit einer Miniaturplastik darauf: zwei Schlangen, die sich umschlingen, goldfarben die männliche, bunt die weibliche. Die große Flasche dieses Parfums kostet rund fünfhundert Mark. Niki de Saint Phalle: "Das ist ein sehr teures Parfum, aber eine sehr günstige Skulptur." Unter Sammlern gilt sie längst als gefragtes Objekt."
 
Die Fotos, die vom Tarotgarten-Projekt in der Zeitschrift gezeigt wurden, brachten etwas in mir zum Schwingen, und zwar gewaltig. Ich las, dass die Eröffnung des Parks in etwa zehn Jahren stattfinden würde, und ich wusste, dass ich dann dorthin musste.

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In den folgenden zehn Jahren verlor ich den Traum, diesen Park zu besuchen, niemals aus den Augen. Manche Menschen wollen unbedingt nach Florenz, Siena oder Pisa - für mich war der Tarotgarten ursprünglich der einzige Grund, weshalb ich in die Toskana wollte. (Ebenso, wie im Jahr 2004 nur das blaue Haus von Frida Kahlo mich nach Mexico City gelockt hat. So ticke ich eben 😉.)  

1996 war es endlich so weit: Ich las in einem Reiseführer, dass der Giardino dei Tarocchi besichtigt werden kann - und somit buchten wir unsere erste Reise in die Toskana. Wir richteten uns nach den im Buch angegebenen Öffnungszeiten ("googeln" war damals ja noch nicht) und fuhren am 2.Juli 1996 in Richtung Capalbio.

Als wir beim Tarotgarten ankamen, standen wir vor einem verschlossenen Tor und der Parkplatz war verwaist 😯😰😲! Auf dem Tor hatten andere Besucher bereits Nachrichten hinterlassen. Eine davon lautete "Niki, we are soo disappointed!" Offenbar hatte sich die Eröffnung verzögert. Für mich brach eine Welt zusammen. Ich hatte zehn Jahre lang auf diesen Besuch hingefiebert, wir hatten Hunderte von Kilometern zurückgelegt, um in die Toskana zu kommen - und nun sollte ich nicht in den Park hineinkönnen?! Ich starrte auf den Gitterzaun, der mich von Nikis enormen Plastiken trennte, die Tränen rannen mir über die Wangen; zugleich überlegte ich, wie ich es doch noch schaffen könnte, in den Park zu gelangen - zur Not auf illegalen Wegen 😉. Aufzugeben, zu unserem Ferienhaus zurückzukehren und vielleicht in ein paar Jahren wiederzukommen, war einfach keine Option.

Ein Autobus mit deutschen Touristen brachte die Wende. Auch sie hatten wohl falsche Informationen erhalten. Über eine Gegensprechanlage diskutierte die Reiseleiterin laut und heftig in italienischer Sprache mit den Bauarbeitern, die dort zugange waren. Ich weiß nicht, mit welchen Konsequenzen sie gedroht hat, aber sie muss sehr überzeugend auf die Arbeiter gewirkt haben. Denn plötzlich kam Bewegung in das Tor! - und die Reiseleiterin verkündete ihrer Gruppe: "Wir dürfen rein - für zehn Minuten!" Natürlich waren da auch wir fünf (also Edi, Jana und ich sowie unsere Freundin Anita und ihre Tochter Natascha) mit von der Partie, es zählte ja niemand nach. 

Alle jubelten, doch gewiss freute sich niemand so unbändig wie ich! Noch heute denke ich, dass dieses Glück wohl ein einzigartiges war - ein Wunder, für das ich mich ewig dankbar fühle. Wie viele andere mussten enttäuscht nach Hause fahren, weil es KEINE resolute Reiseleiterin gegeben hatte, die genau zum rechten Zeitpunkt daher kam und das Blatt wendete.

Aus den erlaubten zehn Minuten wurde eine knappe Stunde, die ich wie in einem Rausch erlebte. Ich selbst habe an diesem Tag kein einziges Foto gemacht - das übernahm zum Glück Edi für mich - ich habe bloß aufgesaugt. Und ich war rundum im Glück. Erst im Jahr 1998 wurde der Park wirklich eröffnet. Er war von Anfang an ein Sehnsuchtsort, ein Glücksort für mich und ist es geblieben: Im Jahr 2000 kamen wir ein zweites Mal hierher... und nun also, 21 Jahre später, ein drittes Mal. Leider ist Niki de Saint-Phalle im Jahr 2002 verstorben, doch in diesem fantastischen, prallbunten, inspirierenden Park lebt sie weiter.

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Giardino dei Tarocchi:
Ich bin jedes Mal aufs Neue überwältigt, wenn ich vor den gewaltigen Skulpturen stehe, die irgend etwas in meinem Inneren absolut ansprechen. Und ich muss zugeben, ich befinde mich auch jedes Mal in einem geistigen Ausnahmezustand, wenn ich in diesem Park bin. Deshalb zog ich zu Beginn unseres diesmaligen Besuches auch gleich meine blaue Regenpelerine an, obwohl es nur leicht nieselte und die meisten Besucher auf Regenschutz verzichteten: Ich wollte durch absolut nichts von Nikis Figuren abgelenkt werden - falls der Regen stärker würde, dann würde er eben stärker, Hauptsache, ich brauchte mich nicht mehr darum zu kümmern... (Der Regen wurde aber glücklicherweise nicht stärker, er hörte irgendwann sogar wieder auf, und letztendlich zog ich meinen Umhang aus...)

 

Dass das Blau der Pelerine ausgesprochen gut zu der Figur hinter mir passte, fiel mir erst beim Betrachten der Fotos auf 😉. Die blaue Hohepriesterin - Karte Nr. 2 - war übrigens die erste Skulptur, die Niki umsetzte. Die Tarotfigur des Magiers - Karte Nr. 1 - ist mit der Hohepriesterin verschmolzen - ein über und über mit Spiegelkacheln verkleideter Kopf, aus dem eine Zauberhand ragt. Im Brunnen unterhalb der Hohepriesterin befindet sich das Rad des Schicksals - Karte Nr. 10 - das Jean Tinguely schuf. (Falls ihr euch für die Bedeutung der einzelnen Tarotsymbole und für Nikis Auslegung interessiert, kann ich euch diesen Artikel empfehlen. Oder ihr klickt auf der interaktiven Karte der Tarotgarten-Website auf die jeweiligen Symbole.)

 

Zur Drachenstatue könnt ihr auf der Website beispielsweise lesen:
"Die Stärke - Karte Nr. 11 - Eine zarte junge Frau führt an unsichtbarer Leine einen wilden Drachen. Das Ungeheuer, das die Frau zu zähmen hat, lauert in ihrem Inneren. Sie muss ihre eigenen Dämonen bezwingen. In der Erfahrung dieser schweren Prüfung wird sie ihre eigene Stärke entdecken."

Das Bezwingen innerer Dämonen war für Niki de Saint-Phalle vor allem in jungen Jahren überlebens-notwendig. Ab ihrem elften Lebensjahr war sie von ihrem Vater, einem verarmten Adeligen, mehrere Jahre lang sexuell missbraucht worden - ein Trauma, das sie beinahe in den Wahnsinn trieb. Die Kunst rettete sie. „Ich wurde Künstlerin, weil es für mich keine Alternative gab“, sagte sie selbst dazu.

 

In der unteren Collage seht ihr unter anderem den verspiegelten Turm (zu Babel) - Karte Nr. 16. Von Jean Tinguely stammt die symbolische Skulptur des Blitzes, der in den Turm einschlägt und somit festgefahrene Strukturen einreißt. Ihr seht hier auch Details anderer Figuren - leider ist mir nicht von allen die Bedeutung klar. Der spiegel-silbrige Ritter oder Geist zählt jedenfalls nicht zu den Großen Arkana des Tarotspiels und wird auf der Webseite nicht näher erklärt. Er eignet sich aber gut für Versteckspiele 😉. 

Das rote, raketenartige Gebilde und der rotbunte Säulengang sind Details des Herrschers (oder Kaisers); es handelt sich dabei um die Tarotkarte der männlichen Macht im Guten wie im Schlechten, im Beschützenden wie Unterdrückenden. Diese Macht hat den Menschen die Naturwissenschaften gebracht, aber auch den Krieg. In der untersten Reihe seht ihr links den Tod, ohne den das Leben (laut Niki) keinen Sinn hätte, mittig einen Teil des Körpers der Herrscherin oder Kaiserin, und rechts wirft Peter einen Blick in eine der Plastiken ("Weltenbaum").

 

Hier seht ihr die Herrscherin (oder Kaiserin) - Karte Nr. 3 - von vorne: eine der größten und prallsten "Nanas", die Niki de Saint Phalle je schuf, etwa 20 Meter lang und 10 Meter breit. (Nur "Hon" war länger, aber nicht so hoch.) In dieser beschützenden "Mutter", die wie eine Sphinx auf dem Hügel ruht, lebte und arbeitete die Künstlerin sieben Jahre lang. Seht ihr die rosa Tür? Und es gibt auch mehrere Fensterluken in der Figur. 


In den folgenden beiden Collagen seht ihr u.a. das Innenleben der Herrscherin - inklusive Schlangen-Dusche, Bett, Küche und Tisch. Falls ihr euch fragt, wie es Niki de Saint Phalle aushielt, in einer derart  verspiegelten "Wohnung" zu leben, ohne wahnsinnig zu werden, kommt hier die Antwort: 

Denn in dem Cosmopolitan-Artikel aus den 1980ern kann man nachlesen, dass Nikis Lebensraum "aus einer weitläufigen, länglichen Höhle" bestand, "die Wände sind weiß und grob gemauert; auf der einen Seite ein großer Arbeitsbereich, auf der anderen ein kleiner Küchenbereich, dazwischen Wohnfläche mit zwei rosa-blauen Sofas vor einem Kamin, einem Esstisch und einem Ping-Pong-Tisch. Schläger und Bälle weisen darauf hin, dass er benutzt wird."  

Die verspiegelten Flächen kamen also offenbar erst nachträglich dazu. Auch der Tisch dürfte noch nicht verspiegelt gewesen sein. Und ich denke, die Tarotfigur Der Wagen - Karte Nr. 7  befand sich auch noch nicht in der Herrscherin.

In der Mitte der folgenden Collage seht ihr das Innenleben der Kapelle der Mäßigkeit, die Niki aus Dankbarkeit errichtete, nachdem Jean Tinguely nach einem Herzinfarkt wieder gesund wurde. Auf dieser Kapelle steht der "Engel der Mäßigkeit" (den zeige ich euch ein Stück weiter unten). Auch eine andere Karte (die Auferstehung - Nr. 20) stellte Niki durch einen Engel dar, siehe folgende Collage rechts oben.

 

An Detailreichtum kaum zu überbieten ist der Hof des Herrschers oder Kaisers - Karte Nr. 4. Hier findet sich nicht nur ein wunderbar bunter Brunnen mit vier fröhlich badenden Nanas, sondern ein Arkadengang, bei dem jede Säule, jede Wandnische anders gestaltet ist. Und es gibt auch noch ein oberes Stockwerk, auf dem man umherwandeln kann. 

Dieser Hof ist mir der aller-allerliebste Ort an diesem Lieblingsort 😉😊😍 - denn es gibt hier sooo vieles zu entdecken und zu staunen:

   

Wie gern wäre ich an diesem Ort einmal ganz ohne andere Touristen, um ihn einfach nur in aller Ruhe eine Stunde lang auf mich wirken zu lassen. Aber das wird wohl ein ewiger Wunschtraum bleiben. Also genieße ich, was ich habe, und strahle dem fotografierenden Herrn Rostrose entgegen. Mein Haarband sieht so derangiert aus, weil ich mir die Pelerine einfach wild vom Leib gerissen habe, als mir darin zu warm geworden war. Ihr wisst schon: Nur um nichts anderes kümmern müssen 😉.

Von der folgenden Collage möchte ich euch vor allem die untere Reihe  genauer vorstellen (den Rest erkläre ich später): Da seht ihr zum einen links die Katzenstatue mit der Aufschrift Ricardo. Diese Skulptur schuf Niki zum Andenken an Ricardo Menon, der ab dem Jahr 1977 ihr Assistent war und im Jahr 1989 an Aids starb. Die baumartige Skulptur, deren Krone aus Schlangenköpfen gebildet wird, nennt sich der Weltenbaum. An seinem Stamm sind viele kleine Keramikkacheln mit Zeichnungen und Sprüchen angebracht. In seinem Inneren findet sich die Figur des Hängenden. Unten rechts die Figur des Hohepriesters (Hierophant) mit dem Dritten Auge - Karte Nr. 5; er steht unter anderem für Weisheit, Sinnsuche, Wahrheit, die Gesetze des Lebens und die Vermittlung zwischen der irdischen und geistigen Welt.

Die Karte der Sonne - Nr. 19 - wurde von Niki de Saint-Phalle als Vogel entworfen, der jenen der indianischen und mexikaischen Legenden ähnelt; der Vogel ist laut Niki das Geschöpf, das der Sonne am nächsten kommt.

Hier seht ihr ein paar weitere Figuren der Großen Arkana, die Niki in ihrem Tarotgarten dargestellt hat: Links oben Die Wahl (Die Liebenden) - Karte Nr. 6. Darunter Der Stern - Karte Nr. 17, der aus zwei Krügen Wasser in das "Gewässer der Erneuerung" fließen lässt. Rechts Der Teufel - Karte Nr. 15, darunter von links nach rechts: Die Welt - Karte Nr. 21, Der Tod - Karte Nr. 13, der Narr - Karte Nr. 0 (diese Figur hat keinen festen Platz im Park, sie "wandert" umher).

Nächste Collage: Links oben Der Mond - Karte 18, Der Hängende oder Gehängte - Karte Nr. 12, Die Mäßigkeit - Karte Nr. 14, Die Gerechtigkeit - Karte Nr. 8, ein von Schlangen umwundenes Wesen, das - so weit ich weiß - nicht zu den Großen Arkana zählt. Ich vermute, es handelt sich dabei um "Das Orakel", welches das weibliche Gegenstück zum Eremiten darstellt - und da kommt er auch schon,  Der Eremit - Karte Nr. 9.


Was mich am meisten verblüfft nach drei Besuchen des Tarotgartens, bei denen ich geglaubt habe, jede kleinste Ecke entdeckt und ergründet zu haben, ist die Tatsache, dass es hier offensichtlich immer noch Details gibt, die mir nicht aufgefallen sind. In dem - ebenfalls sehr lesenswerten - Beitrag der "Weltenbummlerin" über den Tarotgarten*) zeigt sie z.B. ein einleitendes Foto, auf dem eine Fensterluke mit einem „Fliesenkranz aus badenden Venus-Nanas“ zu sehen ist. Und ich habe nicht die geringste Ahnung, WO im Giardino sich diese doch recht auffällige Fensterluke befinden könnte! Das macht mich irgendwie ganz "wuschig" 😵... Naja, wie oben erwähnt, befinde ich mich jedes Mal in einem geistigen Ausnahmezustand, wenn ich in diesem Park bin 😉...
 
*) Leider kann sich auch die "Weltenbummlerin" selbst nicht mehr erinnern. Sie meinte: "...ich glaube, es war bei der Kaiserin oder beim Magier, aber sicher bin ich mir nicht." Mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher, dass es nicht bei der Kaiserin oder beim Magier war... Ich habe sämtliche meiner Tarotgarten-Fotos seit 1996 abgesucht, und außerdem die Fotos von Edi und Brigitte, aber auf keinem der Bilder findet sich eine Fensterluke mit diesem Fliesenkranz. Lediglich eine einzelne Fliese auf einem der Gebäudeteil des Herrschers konnte ich finden, die ebenfalls eine Venus in einer Muschel darstellt. Vielleicht gibt es hier unter meinen Leser*innen ja jemanden, der genau weiß, zu welcher Figur dieser Fliesenkranz gehört. Ich würde mich über einen Tipp sehr freuen!
 
🐚⚓🔮🐚🔮⚓🐚
 
Vielleicht schaffe ich es in diesem Leben ja noch ein viertes mal in den Tarotgarten - dann möchte ich wirklich die allerletzten Geheimnisse dieses Parks und seiner Figuren ergründen. 
 
Ach ja, und beim nächsten Mal hätte ich dann bitte gerne von Anfang bis zum Ende blauen Himmel und wenige Menschen 😉 - ich weiß, das ist ein bisserl viel verlangt 😇... Aber etwas veräppelt fühlte ich mich schon, als bei der Heimfahrt allmählich die graue Wolkendecke aufriss und sich ein Schönwetterhimmel auftat. Von Marion, der netten Frau, die ebenfalls in unserer Ferienhausanlage wohnte, erfuhren wir, dass es in Gavignano zwar schwere Wolken gegeben, aber keinen einzigen Tropfen geregnet hatte. So viel also zur Wetterprognose... Dennoch ist es ein traumhafter Tag gewesen. Und es würden weitere bezaubernde Urlaubstage folgen.

Herzlichen Dank für all eure wunderbaren Kommentare zu meinem vorigen Reiseberichts-Kapitel; das nächste ist schon in Arbeit und wird uns gemeinsam nach Florenz führen.

Und vielen Dank euch allen auch für eure lieben Worte zu meinem November-Rückblick, in dem ich euch unter anderem über meine "Oma-Freuden" berichtet habe!
 

 Fotos von Brigitte, Edi und mir
Ciao & Arrivederci,

🌿  T  r  a  u  d  e 🌿




Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 

beim Mosaic Monday, bei Close to the Ground - Jutta,  Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid 


Samstag, 10. Oktober 2009

Il Giardino dei Tarocchi ...


~~♥~~
Wenn das Leben ein Kartenspiel ist, dann sind wir geboren worden, ohne die Spielregeln zu kennen. Und doch müssen wir mitspielen.
Niki de Saint Phalle

~~♥~~

... der Tarotgarten der Niki de Saint Phalle
wird nur eines meiner heutigen Themen sein
- aber eines, auf das ich mich schon seit einiger Zeit außerordentlich freue und dessen Vorbereitung wunderschöne Erinnerungen in mir geweckt hat. Denn mit diesem einzigartigen Ort verbinde ich ganz besondere Glücksgefühle.
~~♥~~

~~♥~~
Und hier kommt noch eine kleine Vorschau
auf meine beiden anderen heutigen Themen:
  • Die süße Beagle-Dame Jeannie wurde aus dem Krankenhaus entlassen!!!!!!
  • Mina hat mir einen weiteren Kreativ-Blogger-Award verliehen! (Unfassbar: That's TRIPPLE!!! ;-))


~~♥~~

Nun also zunächst einmal zum "Giardino dei Tarocchi"! Seht euch doch bitte zur Einstimmung dieses YouTube-Video an:

http://www.youtube.com/watch?v=V4AOBsVlY94&feature=related

Ist dieser Ort nicht unfassbar?!

~~♥~~
Es war Mitte der 1980er-Jahre, als ich in der Zeitschrift "Cosmopolitan" auf einen Artikel über die Künstlerin Niki de Saint Phalle stieß, der mich sofort in seinen Bann zog.




Wie alle anderen könnt ihr auch dieses Bild wieder vergrößern!


~~♥~~
In dem Artikel war u. a. auch von einem Park in der Toskana die Rede, einem "Skulpturengarten", der an einem noch geheim gehaltenen Ort unweit der Stadt Grosseto im Entstehen begriffen war. Die Künstlerin erfüllte sich damit ihren großen Lebenstraum, und zahlreiche andere Künstler (wie ihr langjähriger Lebenspartner Jean Tinguely)
sowie Handwerker aus der Region wirkten daran mit.
Im Jahr 1979 hatte man mit der Errichtung der ersten Figuren begonnen, und es hieß in der Reportage, dass es bis zur Fertigstellung noch gute 10 Jahre dauern würde.

~~♥~~

~~♥~~

Ich führte damals zwar kein Tagebuch, aber ein "Freudenbuch"
- das war der Name, den ich mir dafür ausgedacht hatte.
In dieses Buch klebte ich Bilder, Postkarten, Zeitungsartikel, und ich schrieb Texte und Zitate hinein, die ich immer wieder ansehen wollte, die mich zum Nachdenken brachten, kurz: die mich inspirierten und / oder
die mein Herz erfreuten.
Der Artikel über die 1930 geborene Ausnahmekünstlerin und ihren Park musste da natürlich
unbedingt hinein!!!
Und ich nahm mir fest vor, den Tarotgarten zu besuchen, sobald dies möglich war!

~~♥~~
In der Zwischenzeit begann ich mich selbst ein bisschen für Tarot zu interessieren. Allerdings war es für mich auf Dauer weniger interessant, in die Zukunft zu blicken (da kam ohnehin nie etwas für mich Aufschlussreiches heraus ;-)), doch hinter jeder Karte steckt eine weise Bedeutung oder Botschaft, die jeder Mensch in sein Leben integrieren kann.
Und einige Tarotkarten sind ausnehmend kunstvoll gestaltet - das war es wohl, was mich am meisten daran faszinierte.


~~♥~~

~~♥~~

Hier seht ihr z.B. das "Daughters of the Moon Tarot" mit seinen runden, farbenfrohen Karten,
das ich mir irgendwann aus purer Lust am Schwelgen in diesen Bildern kaufte.


~~♥~~

~~♥~~

Außerdem begann ich mich für Fliesenkunst zu interessieren,
denn ich hatte gelesen, dass die Großplastiken im Tarotgarten zu einem Großteil mit farbenprächtigen Mosaiken verziert wurden.
Ich machte mich schlau über Antoni Gaudi,
Josep Maria Jujol (klickt bitte auch hier)
oder Friedensreich Hundertwasser

und ich begann selbst erste Mosaike zu legen.

~~♥~~

~~♥~~
Das Servier-Tablett auf dem Foto ist übrigens auch ein Rostrosen-Werk, allerdings schon aus einer späteren Ära ;-)

~~♥~~

~~♥~~

Eines schönen Tages erfuhr ich, dass der Tarotgarten im Jahr 1996 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht würde. Ich kaufte mir einen Reiseführer - und tatsächlich, darin stand dasselbe!

~~♥~~

~~♥~~
Diese kleine Collage habe ich aus Fotografien zusammengestellt, die dem schönen Bildband
"Niki de Saint Phalle - Bilder - Figuren - Phantastische Gärten" (erschienen im Prestel-Verlag) entstammen.

~~♥~~
Mittlerweile waren 10 Jahre seit dem "Cosmo"-Artikel vergangen und ich hatte eine eigene kleine Familie,
doch meinen Traum vom Besuch des "Niki-Parks"
hatte ich nie, nie, nie aus den Augen verloren.

(Ich verliere meine großen Träume ohnehin so gut wie nie aus den Augen.
Eine Kollegin sagte mir mal: "Ich finde es faszinierend, wie du einen Traum nach dem anderen wirklich werden lässt!"
Um alle meine Träume zu erfüllen müsste ich allerdings 700 Jahre alt werden du die Welt müsste etwas anders funktionieren, aber ich tu' was ich kann ;-))


Also Urlaub gebucht - und auf in die Toskana!
Das war Ende Juni 1996.


~~♥~~

Unser toskanisches Urlaubsparadies, ein gelbes Landhaus, in das wir uns mit einer befreundeten Familie eingemietet hatten, befand sich ziemlich zentral, in der Nähe des Städtchens Montalcinello. Am 2.7.1996 brachen wir in Richtung
Capalbio auf, das ist die kleine Ortschaft in der Süd-Toskana, in deren unmittelbarer Umgebung der Tarotgarten errichtet worden war. Uns irritierte schon auf der Hinfahrt, dass nirgendwo Schilder auf die Existenz des Parks hinwiesen. In Capalbio ernteten wir zunächst nur Achselzucken, als wir nach dem Tarotgarten fragten. (Wir sprechen kein Italienisch, versuchten es auf Englisch, vielleicht war das das Hauptproblem...) Dann gab uns aber schließlich doch noch jemand den zielführenden Tipp; wir nahmen die richtige Straße hügelabwärts - und als wir um eine Kurve kamen, sahen wir schon einige der höchsten Figuren des Parks in der Ferne leuchten! Ich war aufgeregt wie ein kleines Kind! Voller Vorfreude! Um wenige Minuten später auf das Bitterste ernüchtert zu werden: Das Tor zum Giardino dei Tarocchi war verschlossen. Einfach ZU... Ohne irgend einen Hinweis. Auf dem Tor hatten andere Besucher bereits Nachrichten hinterlassen. Eine davon lautete "Niki, we are soo disappointed!"

****

Disappointed?

Enttäuschung war für mich in diesem Zusammenhang ein Hilfsausdruck!
Eine kleine Welt war in mir am zusammenbrechen! Ich hatte mehr als 10 Jahre lang auf diesen Tag gewartet! Wir standen auf dem verwaisten Parkplatz, ich starrte auf den Gitterzaun, der mich von Nikis enormen Plastiken trennte, die Tränen rannen mir über die Wangen und ich überlegte zugleich, wie ich es doch noch schaffen könnte, in den Park zu kommen. Eine Lücke im Zaun suchen (oder eine hineinschneiden)? Über das Gitter klettern? (So war ich immer schon - eine Art "Pfadfinderin" - oder zumindest "Pfad-Sucherin" - in ausweglos erscheinenden Situationen.) Meine Tochter war damals gerade mal drei Jahre alt und spürte bereits, wie dringend ich auf der anderen Seite des Zaunes sein wollte. Alle waren so lieb zu mir, aber mir war trotzdem einfach nur nach Heulen oder Zaun-zerschneiden.

****


Und dann kam die Wende.
In Form eines Autobusses mit Touristen aus Deutschland. Auch sie waren offenbar den falschen, voreiligen Informationen aufgesessen. Wir sahen, dass eine Frau - offenbar die Reiseleiterin - über eine Gegensprechanlage beim Tor Verhandlungen führte und sprinteten hin. Es hieß, die Bauarbeiten wären noch nicht beendet, man könne niemanden hineinlassen. Die Reiseleiterin ließ einen empörten Redeschwall in italienischer Sprache los, es ging eine Weile hin und her - und dann ... plötzlich ... kam Bewegung in das Tor! Es krachte in der Gegensprechanlage - und dann verkündete die Reiseleiterin ihrer Gruppe: "Wir dürfen rein - für zehn Minuten!" Der allgemeine Jubel war riesig groß. Aber gewiss freute sich niemand so maßlos, so unhaltbar, so unbändig wie ich!
Mein berühmtes "Massel" - dieses ererbte "Glück im Unglück" - hatte mal wieder zugeschlagen! Seither empfinde ich eine große Sympathie für deutsche Touristengruppen! ;-)

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~~♥~~

Auf der Collage hier oben seht ihr - neben einem weiteren Satz Tarotkarten aus meinem Besitz und meinem kleinen Freudenbuch - ein paar Einblicke in unser Fotoalbum von diesem ersten wunderbaren, wundersamen Besuch im "Niki-Park". Übrigens dauerten die "zehn Minuten" fast eine Stunde, die ich wie in einem Rausch erlebte. Ich selbst habe an diesem Tag kein einziges Foto gemacht - ich habe bloß aufgesaugt. Wenn ihr die Collage anklickt, seht ihr links im Fotoalbum ein Bild, auf dem man ganz klein mein strahlendes Gesicht erkennen kann. Daneben habe ich hingeschrieben "Traude im Glück". Mehr gab und gibt es dazu nicht zu sagen.

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~~♥~~

Vier Jahre später, im Sommer 2000, folgte unser zweiter Toskana-Urlaub.
Und natürlich fuhren wir auch dieses Mal wieder nach Capalbio, um den Giardino dei Tarocchi zu besuchen - diesmal ganz "legal & offiziell". (Im Gegensatz zum ersten Besuch mussten wir nun auch Tickets erwerben ;-))
Auf den oberen Fotos seht ihr, wie grau und wolkenverhangen sich der Himmel zu Beginn unseres Besuches präsentierte - doch auch dieses Mal half mein Glück wieder mit - im weiteren Verlauf unseres Besuches im Tarotgarten sah der Himmel dann so aus (siehe unten) - und ich selbst strahlte auch diesmal wieder genau so:


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Wie man sieht, laden die Figuren zum Berühren, zum spielerischen Umgang ein, und das ist auch nicht verboten. Sie sind dazu gemacht, Nähe zu erzeugen und sie bereiten großen und kleinen Menschen Freude.

In einer der riesenhaften Plastiken, der Figur der Herrscherin (die üppige Frauenfigur mit dem schwarzen Gesicht - siehe unten), hat Niki de Saint Phalle während der Bauarbeiten übrigens gewohnt!


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Leider verstarb die Künstlerin Niki de Saint Phalle am 21. Mai 2002 - also etwa zwei Jahre nach unserem bislang letzten Besuch des Tarotgartens - im Alter von 71 Jahren.

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So, nun aber zu meinem nächsten "Tagesordnungspunkt" - die liebe Mina hat quasi für eine "Vertrippelung" meines Kreativ-Blogger-Award-Anteiles gesorgt! Danke, du Schatz! Und ganz besonders süß und lieb undundund ... und überhaupt! ... fand ich dazu Minas Begründung - die will ich euch daher auch nicht vorenthalten:

... heute nominiere ich:

"Traude" - weil ich sie - trotzdem wir uns eigentlich nicht kennen -
total in mein Herz geschlossen habe und ich jedesmal so richtig
in ihren Postings "versinke" und die Welt um mich herum vergesse ...


Liebe Mina - DANKE! - ich strahle schon wieder so wie auf meinen Toskana-Glücksfotos!
Und weißt du was: Ich mag dich auch richtig gern (mochte ich dich schon vor der Award-Verleihung, aber das weißt du ja)!

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Auch der untere "Thank-you-Award" stammt übrigens von Mina - ihn hat sie pauschal an alljene verliehen, die auf ihren Blogs Werbung für ihr Wohltätigkeitsprojekt im "House 21" machen. Wer ebenso angetan ist wie ich von den drei Beauties, kann diesen Blog also noch bei sich bewerben und sich den attraktiven Award "krallen" ;-)

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~~♥~~

Und nun zu meinem letzten Punkt für heute -
einem Thema, das mir ebenfalls ganz besonders am Herzen liegt:
Jeannie hat ihre Operation gut überstanden und konnte wieder nach Hause entlassen werden!

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Hier seht ihr eines der ersten Fotos, das Beate Knappe von ihrer Jeannie nach der Entlassung aus der Tierklinik aufgenommen hat.

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Und hier die glücksstrahlende Beate mit ihre Jeannie!

Wie ich erst über Elianes Blog erfahren habe, kam Jeannie aus einem Versuchslabor;
Beate hat sich des Beagle-Mädchens im Vorjahr mit großer Hingabe angenommen.
Ich finde Menschen großartig, die einer hilflosen Kreatur ein neues, besseres Leben zu schenken versuchen - umso großartiger, wenn es sich dabei um Menschen handelt, die selbst keineswegs zu den "Reichen dieser Welt" gehören!
Sie hätte auch sagen können "Ach, eigentlich kann ich mir gar keinen zweiten Hund leisten, vielleicht rettet diesen Hund ja irgend jemand anderer."
Aber sie hat es nicht gesagt - und Jeannie zu ihrer Negrita dazugenommen.

Und ich finde alljene Mitbloggerinnen großartig, die Beate das Gefühl geben, dass sie nun nicht allein dasteht mit den finanziellen Problemen, in die sie die enorm kostspielige tierärztliche Behandlung Jeannies gestürzt hat.
Insgesamt sind durch Spenden und Verkäufe bereits etwas mehr als 700 Euro für Jeannie zusammen gekommen! Das ist ein herz-erwärmendes Ergebnis für diese erste "Sammel-Woche"!

Allerdings betragen die Tierarztkosten insgesamt mehr als 2.000,- Euro!!!
Eine enorme Summe für eine Freiberuflerin, die sich um zwei Tiere kümmert und mit einem kaputten Auto fahren muss.
Ich hoffe daher sehr, dass auch die letzten Abwartenden oder Zweifelnden unter euch ihrem Herzen einen Stoß geben und
entweder auf den Spendenbutton bei Beate klicken
oder für 5 Euro eine Jeannie-Spendenpostkarte kaufen
oder einen von Beates kreativen Shops besuchen, z.B. diesen hier ...

... oder aber auch bei der lieben Renate D. Socken bestellen!
(Besucht dazu ihr Posting vom 7. Oktober.)
Im Moment ist noch ein Paar Socken lagernd - und zwar dieses hübsche, blau mellierte (doch ich bin mir sicher, dass Renate bei Interesse aus Bloggetonien weiter stricken würde):

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Den Kaufpreis in Höhe von 15 Euro spendet Renate zur Gänze für Jeannies Behandlungskosten!

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Nun wünsche ich euch allen noch ein wunderschönes und entspanntes Wochenende
und bedanke mich herzlich für all eure liebenswerten Kommentare!

Auf bald und alles Liebe
Traude
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