Servus ihr Lieben!
Die Zeiten, durch die wir gerade gehen, sind alles andere als einfach. Die Menschheit erlebt eine Pandemie, in vielen Ländern, so auch in unserem, wurde ein abermaliger Lockdown beschlossen, zusätzlich wird die Welt durch terroristische Aktivitäten erschüttert wie kürzlich abermals in Paris und in Nizza - und am Abend des 2. November auch in Wien.
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Die Himmelsansichten habe ich am 5., 24. und 25. September bei Walkingrunden, einer Wanderung, einer Radtour und beim Blick aus dem Fenster für Heidi aufgenommen. |
Ich habe mich schon oft gefragt, was sich Islamisten davon versprechen, wenn sie unschuldige Menschen im Namen Allahs ermorden. Sie schaden damit sämtlichen Moslems, die friedlich mit anderen Menschen zusammenleben wollen, und diese friedlichen Moslems sind die Mehrheit. Warum tun sie es also? In diesem intelligenten Beitrag bekam ich eine Antwort, die mir einleuchtet: Der Autor Jad Tujrman, der vor sieben Jahren selbst von einer islamistischen Terror-Miliz entführt und gefoltert wurde und nur um ein Haar überlebt hat, beschreibt den Hintergrund für das, was die IS erreichen möchte - die Spaltung der Gesellschaft - folgendermaßen:
Je größer die Wut und der Hass auf Muslime in Europa im Alltag werden, desto einfacher wird es, sie für ihre Ideologie zu begeistern. Je mehr Muslime von der Gesellschaft ausgegrenzt werden und Aggressionen ausgesetzt sind, desto leichter werden sie von Extremisten rekrutiert. Der Mörder von Wien hat bekanntlich wahllos auf Menschen geschossen. Die Terroristen wollen primär ein brutales Bild schaffen, das die Gesellschaft in Angst und Schrecken versetzt und die gewünschte Dynamik hervorruft.Besiegen kann man den Terror demnach nur, indem man sich nicht in die Spirale des Hasses hineinziehen lässt. Indem man z.B. weiterhin in der nahegelegenen Dönerbude einkauft und mit dem Ladenbesitzer freundlich spricht. Indem man die eigenen Kinder mit Kindern aus anderen Kulturkreisen spielen lässt und versucht, gegenseitiges Verstehen herbeizuführen. Indem man das Verbindende sucht und nicht das Trennende. Ich bin froh, dass gerade im Zusammenhang mit dem Attentat von Wien zwei junge, türkischstämmige Männer zu Helden wurden, indem sie einer Frau und einem angeschossenen Polizisten aus dem Kugelhagel halfen und dabei ihr eigenes Leben riskiert haben. Damit haben sie die Spirale in die entgegengesetzte Richtung gedreht - dafür gebührt ihnen meine Dankbarkeit! Und mein aufrichtiges Mitgefühl gilt den Opfern, ihren Familien und Freunden.
Mehr will ich an dieser Stelle nicht dazu schreiben - möchte mich möglichst auf die schönen und die alltäglichen Dinge besinnen, wie ich es mit meinem Blog schon seit seinem Bestehen versuche. Deshalb lade ich euch heute ein zu einem Rückblick auf meinen September und Oktober. Auch da ist nicht alles nur eitel Sonnenschein, doch ich hoffe, es kann euch (und auch mich) von den eingangs erwähnten Ereignissen ein wenig ablenken.
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Naturfotos vom Walken am 8., 20. und 27. September 2020 |
Im August bekamen wir ein Holzlieferung. Robuste Kaminholzregale, die es im Handel gibt, sind erstens teuer und waren zweitens vom Maß her nicht geeignet, um in den Erker zwischen Gartenzaun und Thujenhecke zu passen. Auch die beiden Gestelle, in denen das Brennholz transportiert wurde, waren um einige Zentimeter zu breit. Deshalb sägte mein lieber Göttergatte im September diese Zentimeter aus einem der Gestelle kurzerhand heraus und baute es neu wieder zusammen. Dann schraubten wir ein Dach aus vorhandenem Wellplastik drauf und stablisierten es mit zwei großen Steinen. Fertig war die rostrosige Improvisation. Inspiriert durch Tante Mali verzierte ich unseren Brennholzplatz noch mit einem Strohkranz (allerdings ist mein Kranz nicht selbst gebunden, sondern war mal ein gekaufter Adventskranz, dessen "Grundgerüst" ich aufgehoben hatte).
Die Blumen auf den Fotos unten zierten einerseits unsere Terrasse, andererseits unseren Blühhügel. Die violette Verbene (Eisenkraut) bekam ich von einer Frau in unserer Gasse geschenkt. Ich hatte mir schon öfter mal vorgenommen, sie zu fragen, ob ich vielleicht Samen ihrer Verbenen haben könnte; als ich im September an ihrem Garten vorbeikam, war sie gerade draußen und meinte auf meine Frage, sie hätte gerade eben ein paar ausgegraben, die sich an falscher Stelle selbst ausgesamt hatten. Die schenkte sie mir, und nun dürfen sie sich in unserem Garten mehr oder weniger nach Herzenslust verbreiten 😊.
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Leider erkrankte Monis Mutter ein paar Wochen nach diesem schönen Treffen (nicht an Covid19,
sondern an Herzproblemen) und verstarb Ende Oktober kurz nach ihrem 96. Geburtstag 😔. |
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Mein schrankgeshopptes Outfit an diesem Tag - der Patchworkmaxirock zum taupefarbigen Spitzen-Rüschentop und meiner Ton-in-Ton bestickten olivgrünen Hemdbluse |
Unser Blühhügel machte seinem Namen weiterhin alle Ehre. Auf den folgenden Fotos könnt ihr sehen, was hier Ende September noch blühte. Da viele der Pflanzen aus Samenpaketen stammen, sind mir leider nicht alle Blumen bekannt. Kennt jemand von euch den Namen der dottergelb blühenden Blumen auf dem großen mittigen Foto? Sie haben weite Teile des Sommers wunderbar durchgeblüht und sind sogar jetzt noch schöne Farbtupfer auf dem bienenfreundlichen Hügel!
Das folgende Outfit möchte ich gerne bei der neuen ü30 Blogger & Friends Blogparade verlinken. Das Thema lautet diesmal "Wild Thing", und viele der Beteiligten haben bei der Gelegenheit Outfits mit "wildem Muster" gezeigt. Da passt mein "leopardiges" Second-Hand-Jackerl doch gut dazu - auch wenn der eingestickte Text darauf von "lovely und pretty" spricht 😊. Hinzu kommt noch rot als die "wildeste Farbe ever". Ein eigenes Posting zum Thema schaffe ich diesmal leider nicht, aber ich hoffe, meine Teilnahme wird auch so akzeptiert...
Wie bereits erwähnt, war das Herbstwetter in Rostrosenhausen nicht permanent sonnig und nach draußen lockend. Aber für mich zählt zu den schönen Dingen dieser Jahreszeit auch, dass man es sich drinnen so richtig kuschelig und gemütlich machen kann - teilweise sogar mit den im Garten geernteten Schätzen. Vom Sommerflieder zwickte ich ein paar noch blühende Rispen ab, die drinnen in Vasen kamen, der Kürbis durfte nicht nur als Deko dienen, sondern wurde auch zu Kürbis-Apfelkuchen - ungefähr nach diesem Rezept - (mit Vanillecreme und karamellisierten Äpfeln obendrauf) verarbeitet und Kerzen sorgten für Behaglichkeit. Wir haben uns quasi im Kokon eingesponnen - und das machen wir auch im November noch, wenn es uns danach verlangt. Somit passen die folgenden Fotos auch zum November-Monatsmotto der Zitronenfalterin - Im Kokon.
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Auch Maxwell war der Meinung, dass es drinnen gemütlicher ist als draußen. |
Am nächsten Tag, der ebenfalls noch warm und sonnig war, unternahmen Edi und ich wiedermal einen Ausflug nach Hornstein. In dieser Gegend sind wir auch gerne mal unterwegs, HIER ein paar Links zu älteren Beiträgen über Hornstein-Ausflüge.
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Edi zieht - im Gegensatz zu mir - den Bauch ein 😁 |
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Die kleine Kapelle beim Friedhof von Hornstein habe ich für Novas Glockenturm-Linkup fotografiert. |
Danach war es für ein paar Tage mit dem traumhaften Herbstwetter vorbei und die Natur wurde gut von oben gegossen. Doch am 27. September schien wieder die Sonne, das lockte auch unsere beiden Miezen wieder in den Garten. Kater Maxwell, 16, hat sich von seinem Unfall gut erholt, und mittlerweile passiert es auch nur noch sehr selten, dass er (aus Protest oder weil er sich nicht zurückhalten kann oder aus Verwirrtheit?) auf die Türmatte kackt. (Wir haben für ihn ein weiteres Katzenklo besorgt und auf die Türmatte gestellt, das er aber nicht oder kaum benützt. Aber vielleicht hat er den Hinweis verstanden 😉).
Zurzeit ist es eher Katze Nina, 17, die uns ein paar Sorgen bereitet. Seit einiger Zeit sieht sie nicht sehr gut, inzwischen glauben wir, dass sie mehr oder weniger blind ist. Aber sie scheint sich nach wie vor gut in unserem Garten und in dem unserer Nachbarn zurecht zu finden und ihr Leben auch immer noch zu genießen. Vor allem, wenn die Sonne die Steinplatten in unserem Garten wärmt. Allerdings ist sie jetzt doch um einiges gefährdeter als früher...
Die Aufnahmen in der folgenden Collage stammen vom 4. und 5. Oktober. In dieser Zeit haben Edi und ich gleich zweimal Kartoffeln geerntet: Zum einen hatte ich im Sommer in unserem Garten nachgesät, zum anderen hatte Edi beim Laufen ein abgeerntetes Kartoffelfeld gesehen, bei dem noch viele Kartoffeln herumlagen. Also taten wir das, was ich als Kind schon gerne mit meinen Eltern gemacht habe: Wir gingen "nachklauben" und haben somit einen netten kleinen Erdäpfel-Wintervorrat für uns angelegt.
Die Tage vom 6. bis zum 13. Oktober verbrachten mein Mann und ich im schönen Salzkammergut. HIER habe ich euch bereits einen Überblick über unsere Urlaubstage geboten, die weiteren Berichte folgen nach und nach.
Zwei Tage nach unserer Rückkehr, am 15. Oktober, traf ich mich mit meiner Tochter Jana, 27, um mit ihr gemeinsam meine Mutter, 94, zu besuchen. In der folgenden Collage seht ihr also drei Generationen der Rostrosen-Mädels 😉. Zu dem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, dass dies wieder einmal der letzte Besuch für längere Zeit sein würde, denn aufgrund von mehreren Covid19-Fällen bei den Bewohnern und beim Betreuungspersonal wurde das Heim zwei Tage danach abermals für Besucher gersperrt. Und seit Anfang November wären Besuche wegen des allgemeinen Lockdowns sowieso unmöglich. Nun kann ich wieder nur mühsame Kurz-Telefonate mit meiner Mutter versuchen, aber ich bin froh, dass sie davor wenigstens nochmal ihren Jana-Liebling gesehen hat. Im Anschluss an unseren Besuch gingen Jana und ich griechisch Essen - auch das ist das letzte Mal für längere Zeit gewesen.
Den roten Cardigan hatte ich im Salzkammergut-Urlaub mit dabei gehabt, aber dort kaum getragen. Also verwendete ich ihn danach gleich mehrmals - u.a. bei unserem Mutterbesuch, siehe oben, zur roten Jeans und meinem rot-schwarzen Öko-Longsleeve. Auch die blaue Bluse mit dem rot-grün-weißen Blattmuster habe ich im Urlaub kaum getragen und kombinierte sie zur roten Strickjacke und zu meinen grünen Jeans.
Der Oktober hüllte unserern Garten in wundervoll leuchtende Farbtöne, und wenn dann auch noch die Sonne schien, war das ein umwerfend schöner Anblick. Die folgenden Aufnahmen stammen vom 24. und 26. Oktober.
Kurz zuvor (am 23.10.) wurde unser Grundstück von einem Naturgarten-Fachmann besichtigt. Unsere Gemeinde hatte nämlich die Bewohner eingeladen, sich zum ermäßigten Preis um eine Natur-im-Garten-Plakette zu bewerben, sofern gewisse Kriterien berücksichtigt werden. Diese Kriterien hat unser Garten zur vollsten Zufriedenheit erfüllt, der Mann sagte mehrmals "gefällt mir sehr, was ich da sehe" 😊...
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick