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Samstag, 30. November 2019

Spaziergänge im November und ein paar Gedanken zum Advent




Ihr Lieben, ich hatte einen Festplatten-Total-Absturz und konnte jetzt tagelang nicht an meinen Computer. Wir haben vorgestern eine neue Festplatte gekauft. Das nur, falls ihr euch gefragt habt, weshalb ich mich so rar mache. Von meinem Tablett aus konnte ich eure Kommentare zwar sehen und freigeben, habe es aber nicht geschafft, selber welche zu schreiben (oder genauer gesagt, ich konnte sie schreiben, aber dann nicht erfolgreich senden - sie landeten im Daten-Nirwana). Vorerst ein herzliches DANKE euch allen, ich werde versuchen, jetzt so bald wie möglich wieder meine Blogrunden zu drehen. (Könnte aber länger als sonst dauern, da mein lieber Herr Rostrose noch vieles neu installieren muss...) 


Da die Datensicherung nur bis zum 21. November geklappt hat, konnten Fotos und Mails auch nur bis zu diesem Zeitpunkt wiederhergestellt werden. Das heißt, falls ihr mir zwischen 21. und 29. November eine Mail geschickt habt, kann es sein, dass ich sie nicht gesehen habe - in jedem Fall ist sie für mich nun nicht mehr abrufbar. Glücklicherweise war mein neues Posting schon fast fertiggestellt und auch alle dafür vorgesehenen Collagen schon im Blog gespeichert. Und so freue ich mich, dass ich heute wieder mit euch und "der großen weiten Welt" kommunizieren kann!


Servus Ihr Lieben,

ich bin euch noch Fotos von einem Spaziergang entlang von gelbblühenden, duftenden Feldern 
versprach ich euch weitere Aufnahmen von Senffeldern - und von den Bienen, die sich darin 
getummelt haben. Diese Bilder (und noch ein paar weitere) bekommt ihr heute zu sehen. Die
Bienenfotos stammen übrigens allesamt vom 6. November - und ich glaube nicht, dass ich jemals
zuvor so spät im Jahr noch Bienen (überhaupt in so großen Mengen) beim Pollensammeln sah!


[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]


Zwei sonnige 🌞 Spaziergänge im November:
Angesichts der zahlreichen Blauer-Himmel-Sonnenschein-Fotos, 
die ich euch in letzter Zeit gezeigt habe, kam in manchen eurer Kommentare schon die Frage, ob 
wir denn in letzter Zeit ständig gutes Wetter gehabt hätten. Die Pfütze in der unteren Collage beweist,
 dass auch wir hier durchaus starken Regen hatten - und wir hatten auch den einen oder anderen 
Nebeltag. Aber ich bin dennoch zufrieden - es gab in diesem Herbst bisher viele Tage, die mich raus
 in die Natur gelockt haben. Und so war es auch an den beiden Novembertagen, von denen die Bilder
meines heutigen Beitrags stammen. (Ich war übrigens auch an manchem Nicht-Sonnentag draußen.
Leider sind einige der dabei entstandenen Fotos seit dem Festplatten-Crash nicht mehr vorhanden.)




Am 6. November war es auch noch verhältnismäßig warm - meine "neue" bzw. selbstgefärbte
lila Cordjacke und ein Halstuch waren als "Obendrüber" absolut ausreichend. Unter der Jacke
trug ich ein messingfarbiges Langarmshirt, beige Jeans und ein violettes Sommerkleid.


 


 Ist dieses Gesummel und Gebrummel nicht herrlich? In der folgenden Collage kommt in
 jedem Bild eine Biene vor, in manchen sogar zwei - und ich habe hier natürlich nicht ein- und 
dieselbe Biene immer wieder fotografiert: Es waren immer andere Bienen!




 Hier kommt ein weiterer November-Spaziergangs-Anzug, diesmal vom 14.11. - da war es zwar
ebenfalls sonnig, aber schon um einiges kühler, und es begegnete mir keine Biene mehr. An diesem
 Tag trug ich dieselben 7/8-Jeans wie oben, diesmal mit dem bienenwaben-gemusterten Tunikashirt,
das ihr in meinem vorigen Post in zwei unterschiedlichen Kombis gesehen habt. Das gestrickte
 Dreieckstuch kam dort ebenfalls vor. Unter der Tunika trug ich ein hellbraunes Kurzarmshirt,
darüber meine gelbe Jacke, die ihr z.B. von hier kennt, und als weitere wärmende Schicht meine
gelbe Steppjacke. 



 
Einer der Spaziergänge führte mich entlang des Flusses Fischa-Dagnitz. Ich liebe es sehr, 
in der Nähe von Gewässern zu gehen, und auch entlang dieses Flusses war ich schon öfter 
unterwegs. Diesmal irritierte mich aber etwas: Es sah dort so hell und so ... kahl aus! 

Und tatsächlich entdeckte ich zahlreiche Baumstümpfe. Ich war mich sicher, dass es bei
meinem letzten Spaziergang in dieser Gegend noch ganz anders ausgesehen hatte.




Deshalb durchforstete ich mein Foto-Archiv und fand Aufnahmen von einem Ausflug, der vor rund
einem Jahr an einem winterlichen Tag stattgefunden hat - im Dezember 2018. Glücklicherweise hatte
 ich an diesem Tag eine Aufnahme von derselben Stelle aus gemacht wie bei meinem diesmaligen
 Ausflug. Dort, wo in der unteren Collage links ein Baum stand, ist jetzt nur noch ein Stumpf - und
 auch am gegenüberliegenden Ufer hat offensichtlich ein Kettensägenmassaker stattgefunden. Mich
erschüttern solche Anblicke immer wieder. Mag sein, dass der eine oder andere Baum krank oder
umsturzgefährdet war, aber doch nicht sie alle!




Ein Stück weiter sah es zu meiner Beruhigung besser aus - das ist der mir vertraute Anblick, ein
 bisserl wild, ein bisserl zugewuchert - Lebensraum für Tiere und Weideplatz für naturliebende 
Augen. Ich hoffe sehr, dass nicht auch diese Bäume weichen müssen...




Zum Glück ist in unserer Umgebung noch einiges an schöner, sehenswerter Natur vorhanden.
Trotzdem ist der Gedanke heftig, dass da, wo heute riesige Felder sind, früher Wald war... Und
mindestens ebenso heftig erscheint mir der Gedanke, dass immer mehr Felder verschwinden,
weil dort neue Wohnsiedlungen errichtet werden...




Schokolade = 
Regenwald + Mineralöl in Geschenkverpackung!
Auch wenn euch der Themenwechsel vielleicht abrupt erscheinen mag, passt das, was ich euch als 
nächstes erzähle, durchaus dazu: Denn mir ist aufgefallen, dass viele Menschen (und zwar auch 
naturbewußte Menschen) noch nicht wissen, wie schlimm es um so manches süßes Weihnachts-
geschenk bestellt ist. Auch hier geht es unter anderem um Abholzungen - und ich spreche in diesem
 Fall nicht von Weihnachtsbäumen...


Für Schokolade wird vor allem in Westafrika Regenwald gerodet. Sogar in Nationalparks werden 
Kakao-Plantagen angelegt. Dadurch werden wichtige Lebensräume für Tiere zerstört, die
vom Aussterben bedroht sind. Auch Landraub, Kinderarbeit und andere Verletzungen von 
Menschenrechten werden im Zusammenhang mit der Produktion von Schokolade immer wieder
aufgedeckt. Und auch aufgrund von Mineralöl-Rückständen sind nur wenige Schokoladen
wirklich empfehlenswert!






Die Unternehmen, die mit Umweltzerstörungen und Menschenrechtsverletzungen in
Zusammenhang gebracht werden, sind große Konzerne wie Mars Inc., Mondelēz International,
Nestlé oder Ferrero.

(Quellen u.a.: https://www.regenwald.org/regenwaldreport/2017/482/die-dunkle-seite-der-schokolade  
und die unter den Firmennamen verlinkten Wikipediaseiten. Weitere Infos im PS.)


Das heißt, wenn ihr es vermeidet, Schokoladen und süße Riegel dieser Unternehmen
in Adventkalender, Nikolausstrümpfe oder Weihnachtspäckchen zu stecken, ist das schon mal
ein wichtiger Beitrag für die Umwelt! Um es euch leichter zu machen, kommen hier die süßen
Produkte der jeweiligen Konzerne (jedenfalls die wichtigsten / bekanntesten davon):

Mars Inc.: Amicelli, Balisto, Banjo, Bounty, Celebrations, Dove, M&M’s, Maltesers, Mars,
Milky Way, Snickers, Twix...

Ferrero: Duplo, Ferrero: Die Besten von Ferrero, Ferrero Cappuccino, Ferrero Garden, Ferrero
Küsschen, Giotto, Hanuta, Mon Chéri, Pocket Coffee, Raffaello, Rocher, Tic Tac, Yogurette sowie
sämtliche "Kinder"-Produkte wie z.B. Kinder Bueno, Kinder Choco Fresh, Kinder Country, Kinder
Happy Hippo, Kinder Joy, Kinder Maxi King, Kinder Pinguí, Kinder Schoko-Bons, Kinder
Schokolade, Kinder Überraschung, Milch-Schnitte sowie alle Nutella-Produkte...

  Nestlé: After Eight, Choclait Chips, Kitkat, Lion, Nuts, Smarties...

Mondelēz International, früher Kraft Foods: Milka/Suchard Schokoladen und Riegel,
Tobler/Toblerone, Mirabell/Echte Salzburger Mozartkugel, Bensdorp Schokoladen, Daim,
Nussini...

Lindt & Sprüngli: Lindt Schokoladen und Pralinen... Lindt kontrolliert allerdings nach eigenen
Angaben seine Lieferkette und fördert Nachhaltigkeit über Projekte wie Source Trust. (Könnte sich
jedoch auch um Greenwashing handeln... Im Zweifelsfall weiche ich eher zu anderen Produkten
aus - siehe Abschnitt "Welche Schokolade ist empfehlenswert?")




Psst: Der Weihnachtsmann frisst Regenwald!
 Oder wohl doch besser doch nicht "Psst": Bitte erzählt es weiter! Sprecht mit (euren oder
 anderen) Kindern darüber! Erzählt es Menschen, die gern Schokolade, süße Riegel oder
 Pralinen essen oder verschenken...
 
Bilder von HIER


Ich hoffe, ihr habt jetzt nicht den Eindruck, dass ich mit dem "erhobenen Zeigefinger" daherkomme
 - ich wusste bis vor kurzem selbst noch nicht so genau, wie viele (und welche) Firmen sich u.a.
mitschuldig an der Abholzung von Regenwald gemacht haben.

Das alles  hier soll vor allem eine Information an euch sein, weil ich möchte, dass mehr Menschen
über die Hintergründe und Machenschaften dieser Unternehmen Bescheid wissen. Es geht nicht darum,
dass ihr nie wieder Schokolade esst, sondern dass ihr euch selbst, euren Kindern und eventuellen
Schokolade-Schenkenden bewusst macht, was hinter dem Produkt steht und welche Auswirkungen 
es hat.

Nachdem Politik und Großkonzerne oft unter einer Decke stecken, können wir nicht erwarten, dass
es zeitgerecht und ohne unser Zutun Gesetze geben wird, die solche Vorgehensweisen zielführend
verbieten. Wenn wir unsere Erde und unser Klima noch retten wollen, müssen wir damit beginnen,
die Informationen weiterzugeben - und diese Firmen unter Druck zu setzen, indem wir ihre Produkte
nicht mehr kaufen, bis sie damit aufhören, unsere Welt zu ruinieren!

Karte Elfenbeinküste
Im Jahr 1990 waren noch weite Teile der Elfenbeinküste bewaldet. Heute sind lediglich vier Prozent von dichtem Wald 
bedeckt, vor allem im Taï Nationalpark (© Rettet den Regenwald)


 
Vielleicht interessiert euch auch dieser Beitrag zum Thema Schokolade:  
https://utopia.de/oeko-test-schokolade-166229/

Denn Öko-Test hat Schokolade von Milka, Lindt und anderen bekannten Herstellern auf 
Schadstoffe geprüft. Von 25 getesteten Schokoladen war nur eine einzige frei von Mineralöl-
Rückständen!


In Schokolade steckt oft Umweltzerstörung - und Mineralöl! Foto oben: © Öko-Test, Foto unten: © Colourbox.de


Welche Schokolade ist empfehlenswert?
 Nur Rapunzel Dunkle Vollmilch und Ritter Sport Alpenmilch schnitten beim ÖKO-Test "gut" ab.
Allerdings ist Ritter Sport weder Bio- noch Fair-Trade-zertifiziert. "Wenn Schokolade, dann Bio- und 
Fairtrade-Schokolade, so unsere Empfehlung." heißt es im Utopia-Beitrag über die Öko-Test-
Ergebnisse." Mehr darüber HIER.

Die Zotter Schokoladen Manufaktur ist beispielsweise ein vorbildlicher österreichischer Hersteller
von biologisch und fair produzierter Schokolade und setzt zudem an seiner Produktionswerkstätte
Ökostrom ein. 

Wenn man keine Möglichkeiten sieht, an Schokolade mit "Öko-Bio"-Siegeln heranzukommen,
denke ich, es ist wohl am empfehlenswertesten, bis auf Widerruf zu Ritter Sport zu greifen - sie ist
immerhin mit dem weniger strengen UTZ-Siegel zertifiziert - und ich konnte bisher nichts zu
Regenwaldabholzung oder Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit der Firma
Alfred Ritter GmbH & Co. KG finden. (Mehr zu Schokolade-Siegeln HIER.) Ritter Sport hat
außerdem ein Programm namens Cacaonica: Es hilft nicaraguanischen Bauern, durch eine
Professionalisierung des Kakaoanbaus die Qualität zu optimieren und so gute Preise für ihren Kakao
zu erzielen. Das Südwind-Institut bescheinigt dem Cacaonica-Programm positive Wirkung.

Schokolade, die nicht mit Aluminium verpackt ist, ist übrigens ebenfalls eine bessere Wahl -
denn wie ihr HIER nachlesen könnt, ist Alu ebenfalls ein Regenwald-Killer und Umweltverpester
der Superklasse.


🍫 

Nicht vergessen, ihr könnt im Blog einfach nachhaltig besser leben EiNaB  
weiterhin eure Beiträge rund um Nachhaltigkeit verlinken - sie müssen nicht neu sein.
Im aktuellen Beitrag dort erhaltet ihr außerdem Informationen über weitere Konzerne, die
für Regenwald-Abholzungen verantwortlich sind.

Auch ich werde diesen Beitrag bei EiNaB verlinken, denn von meiner stets neu gemixten Kleidung (die zum Großteil aus 
Öko-Stoffen oder aus zweiter Hand stammt) über meine Naturspaziergänge und die Informationen zum Thema Schokolade 
fällt  hier wieder alles unter den Themenkreis Nachhaltigkeit und Umweltschutz.



Herzliche Rostrosengrüße 
und eine wunderschöne Adventzeit,
eure Traude


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup,
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,



 PS 1:
Weil es vor allem in der Weihnachtszeit immer so entzückend "menschelnde" Coca-Cola-
Werbung im TV zu sehen gibt - HIER könnt ihr einiges über den Dreck lesen, den dieser
Millardenkonzern am Stecken hat. Und HIER verraten Coca-Cola und Nestlé, wie viel Plastik
sie produzieren.

PS 2:
Hier dann noch eine Info zu fair-trade / bio / veganenen Adventkalendern:
https://utopia.de/ratgeber/die-besseren-adventskalender-bio-fair-vegan/

PS 3:
 Die Petition "Nationalparks nicht für Schokolade opfern!" haben bisher (erst) etwas mehr als
200.000 Menschen unterschrieben. Der Appell an das Management von Mars, Mondelez und andere
Süßwarenhersteller lautet: „Die Schokolade-Industrie befeuert die Regenwaldvernichtung in der
Elfenbeinküste. Garantieren Sie Ihren Kunden, keinen Kakao aus Raubbau zu verarbeiten.“
Setzt bitte auch noch eure Unterschrift unter diese Aufforderung - KLICK.


PS 4:
Hier noch die oben versprochenen näheren Infos zum Schokoladen-Thema - ich zitiere aus
Wikipedia:  

"Laut der Studie Chocolate's Dark Secret der globalen Umweltschutzorganisation Mighty Earth 
stammt ein Großteil des von Mars und anderen großen Schokoladenproduzenten verarbeiteten 
Kakaos aus illegalen Kakaoplantagen in Nationalparks und anderen eigentlich unter Schutz 
stehenden Gebieten in der Elfenbeinküste und in Ghana. Mighty Earth wirft den Schokoladen-
produzenten vor, durch Nachlässigkeit bei ihrer Rohstoffbeschaffung für das Verschwinden großer 
Waldflächen in diesen Ländern und somit für schwindende Bestände von Tierarten wie Schimpansen 
und Elefanten mit verantwortlich zu sein."

Und außerdem: "Im Schwarzbuch Markenfirmen werden den Kakao-Zulieferern der Elfenbeinküste
 schwere Menschenrechtsverletzungen wie Ausbeutung und Kindersklaverei vorgeworfen. Reportagen 
der ARD aus den Jahren 2010 und 2012 kamen zu dem Schluss, dass große Firmen wie Mars Inc., 
Kraft Foods oder Nestlé Kindersklaverei „zumindest dulden“."


🍫


Sonntag, 10. November 2019

Omas Schatzkiste - eine Ergänzung zu #EiNaB 36

 

Servus, Ihr Lieben!




Parallel zu meinem heutigen Rostrosen-Post habe ich einen neuen Beitrag für den Blog einfach nachhaltig besser leben EiNaB geschrieben. Ich habe dafür ein paar Wochen lang recherchiert und eine Weile am Text "gebastelt", also würde ich mich natürlich ganz besonders darüber freuen, wenn ihr ihn lest. Und wenn ihr ihn teilt 😊. Ich glaube auch, dass es sich lohnt; die Recherche fand ich jedenfalls spannend und aufschlussreich. 

Ihr findet dort außerdem eine Linkparty, bei der ihr eure eigenen Beiträge, die Nachaltigkeitsthemen behandeln, verlinken könnt. (Sie müssen übrigens nicht neu sein, bloß "neu bei EiNaB" 😉!)




[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-, 
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Hauptsächlich jedoch enthält er Anti-Werbung.]
Collage aus kostenlosen Bildern von Pixabay



In meinem EiNaB-Beitrag geht es um Milliarden-Unternehmen wie Nestlé, Procter & Gamble oder Unilever und ihre in märchenhafte Werbebilder verpackten Lügen. Ach nein, "Lügen" sind es ja angeblich nicht, sondern nur  „reklamehafte Übertreibungen“... Nun denn. Ich frage mich allerdings: Ist es auch bloß Übertreibung, wenn man sich das Schlagwort "Nachhaltigkeit" an die Brust heftet, weil man z.B. irgendein kleines Nachhaltigkeitsprojekt in Europa betreibt - während man sich zugleich in Indonesien, Afrika oder Amazonien am Regenwald vergreift? 

Auf Neudeutsch heißt das "Greenwashing" und Wikipedia meint dazu:


"Beim Greenwashing werden Techniken der Öffentlichkeitsarbeit, der Rhetorik und der Manipulation benutzt, um einer Firmengeschichte oder den aktuellen Unternehmensaktivitäten eine weiße Weste zu verpassen. So behaupten die Unternehmen unter anderem, die Ausrottung der Armut und des Welthungers voranzutreiben, ihre Produkte fair zu handeln oder auf ökologische und klimaverträgliche Weise herzustellen.


In der Regel stellt das Unternehmen einzelne umweltfreundliche Leistungen, Aktivitäten oder Ergebnisse bzw. entsprechende Bewertungen Dritter mit erhöhtem PR-Aufwand öffentlich heraus, etwa in Presseaktionen oder Werbeanzeigen. Häufig sind die dabei getroffenen Einzelaussagen – zum Beispiel über ein neues, umweltfreundliches Produkt oder Verfahren des Unternehmens – für sich genommen korrekt, betreffen aber nur einen geringen Teil der Unternehmensaktivitäten, während das Kerngeschäft umweltverschmutzend bleibt."



Fröhliche Gesichter, unberührte Natur, seltene Tiere in der Werbung sollen den Eindruck erwecken , dass ein Produkt 
umweltfreundlich oder fair produziert ist... - Collage aus kostenlosen Bildern von Pixabay



Was können WIR tun?

1. Bestimmte Marken nicht mehr kaufen:
In meinen Artikel #EiNaB 36: Omas Schatzkiste vs. Großkonzerne nenne ich euch zahlreiche Marken von umweltzerstörerischen Unternehmen - wenn ihr diese Marken vermeidet, leistet ihr bereits einen tollen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz! Hier eine Auswahl in alphabetischer Reihenfolge: 

Ariel, blend-a-med, Braun Elektrogeräte, Buitoni, Coral, Dash, Dove, Fairy, Febreze, Felix Tiernahrung, Gilette, Head & Shoulders, Knorr, L'Oréal, Lion (und alle anderen Frühstückscerealien oder Riegel - z.B. Kitkat - oder Wasser-Sorten oder Babynahrung oder wasauchimmer von Nestlé), Lipton, Lux, Maggi, Mazola, Meister Proper, Mövenpick, Nescafé, Nespresso, Nestea, Oil of Olaz, OMO, Oral B, Pampers, Pantene, Pfanni, Purina Tiernahrung, Rexona, Schöller-Eis, Signal, Swiffer, Thea, Thomy, Wagner-Pizza,  ... 

Und das sind längst noch nicht alle... 
Natürlich gibt es auch noch andere (zumeist sehr bekannte) Marken, die ihr besser vermeidet - seht im Internet nach, ob die betreffende Firma unbedenklich ist oder nicht.  

Woran man erkennt: Sämtliche Produkte von umweltschädigenden Großkonzernen zu boykottieren ist gar nicht so einfach - wir schaffen bisher auch noch nicht lückenlos alle - an einigen wenigen Marken "arbeiten" wir noch. (Aber erfreulicherweise fällt Herrn Rostrose und mir der Boykott von Pampers aktuell ziemlich leicht 😜.)


Manche von euch werden sich angesichts der langen Liste vielleicht entmutigt fühlen, überhaupt etwas zu tun: 
Sind denn wirklich alle Shampoos, alle Waschmittel, alle Zahnpasten, alle effektiven Putzhilfen "böse"? 
Wie soll man denn ein normales Leben führen, wenn man das alles vermeidet? 
Wir sind ja schließlich keine Höhlenmenschen! 
Und wir wollen uns auch nicht mehr die Finger wund scheuern, wie unsere Großmütter das taten!

Also zunächst mal: Es gibt für so ziemlich jedes Produkt umweltfreundliche Alternativen zu kaufen. Teilweise gibt es diese Produkte mittlerweile auch in ganz normalen Supermärkten und zu erschwinglichen Preisen. Teilweise fördert ihr damit die heimische Wirtschaft, anstatt euer Geld den ohnehin schon milliardenschweren Großkonzernen in den Rachen zu werfen. Es kann sein, dass diese alternativen Produkte nicht so attraktiv verpackt sind oder nicht in Augenhöhe stehen - lasst euch dadurch nicht ablenken. Denkt bei jedem Produkt der obigen Liste an den Regenwald oder an andere Probleme, die durch die Firma verursacht werden, und schon fällt es euch leichter, darauf zu verzichten (hoffe ich jedenfalls).

Aber: Manches - wie Putzmittel und somanche Kosmetik - kann man auch mit ganz einfachen Zutaten selber herstellen - umweltfreundlich und billig! Und was das angebliche "Finger wundscheuern" unserer Großmütter betrifft:


Taten sie das?
Taten sie das wirklich?
Oder hat uns das bloß die Werbung erfolgreich eingeredet?



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Lasst uns in Großmutters Schatzkiste kramen:
Meine beiden Großmütter (geboren 1903 und 1905) haben sich die Hände üblicherweise nicht wund gescheuert. Sie waren nicht faul, und in der damaligen Zeit hatten sie leider auch noch keine Unterstützung durch ihre Männer, aber dem Klischeebild der dauer-putzenden Hausfrau entsprachen sie nicht. Trotzdem sah es bei ihnen ordentlich aus.
Verkrustete Pfannen wurden in Wasser eingeweicht, damit löste sich die Verkrustung mühlos. Kleidung wurde nicht immer ohne Überprüfung nach einmaligem Tragen gewaschen, sondern erst, wenn es nötig war; manches (wie Wolljacken oder Pullover) wurde einfach nur ausgelüftet, der Boden zumeist nur gefegt anstatt gebohnert oder gar gesaugt. (Beide Omas besaßen bis zu ihrem Ableben in den 1980ern keinen Staubsauger, die "große Oma" aber einen dieser stromlosen Teppichkehrer.) 

Ich bin davon überzeugt, dass in heutigen Durchschnitts-Haushalten nicht weniger, sondern häufiger geputzt und gewaschen wird als vor 50 oder mehr Jahren. Und auf jeden Fall werden mehr Reinigungsmittel verwendet. Die Firmen, die Werbung machen, wollen klarerweise etwas von ihrem Zeug verkaufen: Und so wurde uns lange und erfolgreich eingeredet, dass alles glänzend, duftend, fleckenfrei und hygienisch rein sein sollte - bis in die Tiefen einer Klomuschel, aus der niemals jemand trinkt.
 

Ebenso lange und erfolgreich wurde uns eingeredet, dass mit den modernen Mitteln alles "mühlelos" geht. Wer es damit nicht schafft, darf sich als "Loser" fühlen - und wer will schon ein Verlierer sein? Somit verwenden die Menschheit mehr Zeit und mehr Putzmittel als früher, um ihre Wohnungen und Häuser so glänzend, hygienisch rein und unsere Wäsche so fleckenfrei und duftend wie nur möglich zu kriegen. (Abgesehen davon sind manche Mittelchen ja auch soo hübsch und verlockend in rosa oder lavendelblau verpackt...) Und die restliche Freizeit verbringt die Menschheit dann beim Arzt, wegen all der Allergien, die sich durch den übermäßigen Einsatz von Duftstoffen und bakterienabtötenden Mitteln entwickelt haben.

Um die oben gestellte Frage zu beantworten, wie man ein normales Leben führen kann, wenn man all die beworbenen Mittel vermeidet: Wir sollten uns rückbesinnen auf die Methoden von einst, die keineswegs unzureichend oder schwierig zu handhaben waren, auch wenn das die Werbung behauptet. Im Gegenteil - ich staune immer wieder aufs Neue darüber, wie gut man mit so einfachen und billigen Mitteln wie Natron oder Soda und Essig putzen kann! Und wie viel Geld man sich dabei erspart, während man gleichzeitig die Umwelt schützt! 



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  • Unter diesem Link findet ihr sieben Hausmittel, die fast alle Drogerieprodukte ersetzen: https://www.smarticular.net/diese-hausmittel-ersetzen-fast-alle-drogerieprodukte/
  • Manche von euch sind ja vermutlich schon weiter als ich beim Einsetzen von "Omas Hausmitteln", andere haben es vielleicht noch nie versucht. In diesem Fall fangt mal "klein" an - ich habe vor einigen Jahren ganz zaghaft begonnen mit Essig und Natron als WC-Reiniger, das Ergebnis fand ich ziemlich überzeugend und machte weiter. Meine persönliche "Haushalts-Schatzkiste" umfasst derzeit die Produkte Natron, Soda, Essig und Zitronensäure. Damit kann ich putzen, scheuern, Flecken entfernen, und nichts davon geht mühsamer oder schlechter als mit Putzmitteln aus dem Supermarkt-Regal. Es hat nur einen "Nachteil": Es macht die Großkonzerne nicht reich 😝 (und uns nicht arm)...
  • Wenn euch der (rasch verfliegende) Geruch von Essig wirklich stört, verwendet zum "Übertünchen" ein, zwei Tropfen Lavendelöl (oder ein anderes ätherisches Öl, das ihr gerne riecht - Orangenöl, Rosenöl, Vanilleöl...). Oder nehmt zum Putzen statt Essig Zitronensäure.
  • Selbst erfolgreich ausprobiert: Wenn ihr hartnäckigen Etikettenkleber von Flaschen und Gläsern lösen wollt: mit trockenem Sodapulver und einem rauhen Schwamm abreiben! Eingebrannte Verschmutzungen auf Kochfeldern lassen sich auf dieselbe Weise reinigen. Mehr tolle Soda-Tricks HIER
  • Für die, die eine Gebrauchsanleitung für die Hausmittel brauchen, habe ich einen Tipp von Marlene / Blog "Verrücktes Huhn" aus dem EiNaB-Team bekommen: Der "Sauberkasten" (ein kleines Startup aus Leipzig) ist sehr praktisch für alle, die dann und wann nachschauen müssen, wie viel Natron, Essig etc. für ein bestimmtes "Putzprojekt" benötigt werden: https://sauberkasten.com/ 
 
Soda löst Etiketten und reinigt Kochfelder, mit Sand oder Kies plus Spülmittel bekommt man Flaschen 
innen sauber, Kaffee bindet Gerüche, Essig ist sowieso ein Alleskönner...

  • Zum Wäsche waschen nehme ich seit mehr als zwei Jahren Efeu aus dem eigenen Garten und bin sehr zufrieden damit. Alternativ dazu habe ich auch noch ein Bio-Flüssigwaschmittel (von Sonett), das es bei uns im Hofladen zu kaufen gibt und das ich dort immer wieder in die mitgebrachte Flasche einfüllen lassen kann. Wenn ihr diesen Link anklickt, findet ihr auch andere Möglichkeiten für selbstgemachte, umweltfreundliche und preisgünstige Waschmittel. In jedem Fall achtet darauf, dass ihr keine der herkömmlichen Waschmittel verwendet, sie enthalten allesamt Palmöl und viele weitere umweltschädliche Stoffe. Außerdem "verschlacken" sie die Waschmaschine.  
  • Hier habe ich euch gezeigt, wie ich mit Soda und Essig einen eingetrockneten Brombeerfleck aus einer selbstgefärbten Hose bekam - rückstandsfrei und ohne dass die Farbe dabei rausging!  
  • Eine unserer Katzen hatte sich heftig auf unserem hellen Teppich übergeben - den Fleck bekam ich mit Natron und Essig raus.
  • Zum Weichspülen der Wäsche und gleichermaßen als Maschinen-Entkalker verwende ich Essig (und zwar zumeist selbst hergestellten Apfelessig, aber es geht natürlich auch jeder gekaufte billige Essig). Calgon & Co gehören der Vergangenheit an. (Das ist aus mehreren Gründen gut so, siehe ein Stück weiter unten.) Wenn ich Duft möchte, verwende ich Lavandinöl.
  • Ich habe früher - wie wohl die meisten - brav Marken-Waschpulver und Calgon verwendet. Alle paar Jahre musste dennoch der Servicemann kommen und nach einigen wenigen Jahren waren meine Waschmaschinen trotz alledem kaputt - im Sinne von "Reparieren kommt teuerer als ein neues Gerät". Efeu und Essig versprechen nicht, dass Waschmaschinen länger leben - aber wie gesagt: Seit über zwei Jahren verwende ich weder Calgon noch Markenwaschmittel. Die Waschmaschine hat seither noch keine Probleme gemacht - und Wäschewaschen ist für uns definitiv billiger geworden.
  • Vor allem als junge Frau habe ich, weil ich sparen musste, die vermeintlich billigeren XXL-Waschmittel-Packungen von bekannten Marken gekauft. Mittlerweile weiß ich, diese Packungen sind Betrug - ein Betrug, der aber offensichtlich von niemandem geahndet wurde: Sie enthalten Füllstoffe, die keine waschaktive Wirkung haben, aber die Umwelt schädigen! Wie frech sich Konzerne wie Unilever herausreden, könnt ihr hier nachlesen: KLICK
  • Auch tolle Kosmetik lässt sich aus Hausmittelchen wie z.B. Natron oder Essig selber herstellen - extrem preisgünstig und wirklich auch sehr effektiv! Ich verwende beispielsweise eine selbst gemachte Deo-Creme nach diesem Rezept und seit kurzem mit großer Begeisterung eine "saure Rinse" aus Apfelessig und Wasser als Haarspülung
  • Weitere Tipps zum Herstellen von Naturkosmetik findet ihr beispielsweise hier: https://www.smarticular.net/bio-natur-kosmetik-zu-hause-herstellen-einfuehrung-und-grundlagen/

Auch Zwiebel sind tolle Hausmittel - unter anderem kann man damit Glas oder Ceranfelder wunderbar glänzend bekommen. In diesem Video werden damit auch Highheels auf Glanz geputzt und es werden die medizinischen Eigenschaften der Zwiebel näher besprochen!

Wir kaufen Natron, Essig & Co. bevorzugt in großen Gebinden - dadurch spart man Plastik. In den Natron-Dosen 
bewahre ich, wenn sie leer sind, Trockenfutter für unsere Katzen oder Wildvogelfutter auf, die Essigkanister verwende 
ich später zur Aufbewahrung meines selbstgemachten Apfelessigs.

Lasst uns von der nächsten Generation lernen:
  • Junge Menschen kennen ebenfalls ein paar gute Tricks - und zwar solche, die der Großelterngeneration teilweise unbekannt waren. Auch das Internet ist voll mit tollen Ideen. Davon können wir uns einiges abgucken. 
  • In meinem EiNaB-Beitrag kündige ich euch interessante Verwendungstipps für Kaffeebohnen, gemahlenen Kaffee oder Kaffeesatz an - hier kommen sie nun: Kaffee ist nämlich u.a. ein hervorragender "Geruchsbinder". Auf unserer Toilette steht neuerdings eine Schale mit Kaffeebohnen - den Trick habe ich von meiner Tochter: Damit erspart man sich einen WC-Lufterfrischer. 
  • Oh, und kennt ihr den Trick, ein Zündholz anzuzünden? Auch damit könnt ihr somanche unerwünschte Aromen dezent vertreiben. Probiert es mal, aber setzt dabei nicht das Klo in Brand 😜!
  • Wenn wir schon bei Kaffee und Zündhölzern sind: Kaffeepulver oder Kaffeebohnen in einem feuerfesten Gefäß anzünden - dadurch sollen Wespen und andere Insekten vom Gartentisch ferngehalten werden, weil sie die Röstaromen nicht mögen. (Getestet habe ich das noch nicht.) 
  • Aus schlecht waschbaren Textilien kann man unangenehme Gerüche herausbringen, wenn man sie eine Zeit lang mit Kaffeebohnen in eine Plastiktüte packt - das wurde getestet.  
  • Man kann Kaffee auch noch in Form von Kaffeesatz verwenden, um Gerüche zu neutralisieren, z.B. im Kühlschrank, in muffigen Schränken etc. Lasst den Kaffeesatz dafür aber zuerst trocknen, damit er keinen Schimmel ansetzt! Dann lasst den Kaffeesatz einfach einige Stunden in einer Schale im Eiskasten oder im muffigen Schrank stehen, der schlechte Geruch verschwindet. Oder wenn ihr Gerüche aus Gefäßen herausbekommen wollt, die z.B. Zwiebel, Käse, Essiggurken oder Fisch beherbergt haben: Lasst den Kaffeesatz im zugedeckten Gefäß stehen, danach gebt ihn  zum Kompost und spült die Gefäße wie gewohnt.
  • Aus gemahlenem Kaffee oder Kaffeesatz kann man ein Hautpeeling herstellen. Diese Verwendungsmöglichkeit habe ich allerdings noch nicht versucht.  
  • Ausprobiert habe ich hingegen Kaffeesatz als Haarspülung - nunja. Vielleicht ist das eine gute Methode für Menschen mit kurzen oder sehr wenigen Haaren. Ich konnte das Zeug aus meinen üppigen Locken nur mit Mühe und großem Wasseraufwand wieder herauswaschen und das Bad sah danach aus wie Sau. (Da bleibe ich lieber bei Apfelessig, den finde ich richtig, richtig toll! Besser als jede gekaufte Haarspülung, die ich je verwendet habe.)
  • Außerdem leistet Kaffeesatz im Garten gute Dienste als Dünger und angeblich auch zur Abwehr von Schnecken - KLICK

Collage aus kostenlosen Bildern von Pixabay

  • Anstelle von Schwammtüchern oder Spülschwämmen, die Mikroplastik enthalten, hat sich bei uns vor einiger Zeit die Bambus-Küchenrolle etabliert. Die hatten wir ursprünglich zwar nur gekauft, um Papierküchenrollen zu ersetzen - aber nachdem die Bambustücher waschbar sind und nach jedem Waschgang saugfähiger werden, haben wir sie als "Wettex-Ersatz" ausprobiert und sind sehr angetan davon. Ich sammle die gewaschen Tücher in einem Körbchen unter der Spüle, da habe ich sie immer griffbereit. Wenn sie nach einigen Waschgängen zerschlissen sind, kommen sie zum Kompost.
  • Auch anstelle von Papiertaschentüchern verwende ich die waschbaren Bambustücher mittlerweile, denn sie sind weich zur Nase, praktisch und wiederverwendbar. (Die Stofftaschentücher, die ich früher von meiner Oma bekam, konnte ich nicht leiden, die saugten nicht gut. Die Bambustücher hingegen können das prima!)
  • Mikrofasertücher haben zwar den Nachteil, dass sie üblicherweise aus Polyester hergestellt werden, aber aufgrund ihrer guten Schmutzaufnahme-Eigenschaften ersparen sie der Welt viele Reinigungsmittel. Wir verwenden sie im Haushalt zum Blankpolieren von Spiegeln, Armaturen, Glas, Waschbecken und anderen Flächen. 
  • Außerdem habe ich drei Mikrofaser-Abschminktücher, die ich allein mit Wasser (oder in Spezialfällen mit Wasser und palmölfreier Seife) verwende.
  • Zum Waschen stecke ich meine Mikrofasertücher (und z.B. auch Funktions-Sportkleidung) in den Guppyfriend-Beutel, durch den vermieden wird, dass Mikrofaseranteile in den Wasserkreislauf gelangen.
  • Dann haben wir als "Putzhilfe" vor einiger Zeit noch etwas entdeckt, das besonders bei hartnäckigen Problemen verblüffend gut wirkt: Den Putzstein aus 100 % Glas! Dieser umweltfreundliche Reinigungsstein funktioniert ähnlich wie ein Radierer - er entfernt Urinstein und Kalk, der selbst mit den stärksten Säuren und Kalklösern nicht zu entfernen ist, außerdem wirkt er z.B. gegen Rostflecken und Eingebranntes auf Grillgittern. Aus einem Wasserkocher bekam ich eine dicke Kalkschicht am Boden endlich heraus, indem ich zuerst Essig einwirken ließ und nach etwa einer halben Stunde die immer noch vorhandenen, aber etwas aufgeweichten Kalkreste mit dem Putzstein behandelte. (In der Beschreibung steht "werden leicht entfernt" - dem kann ich nicht ganz zustimmen, man muss schon Kraft anwenden. Aber im Gegensatz zu allem anderen, das wir jemals ausprobiert haben, war dieser Putzstein erfolgreich und umweltfreundlich und hat keine Kratzspuren hinterlassen!)

Collage aus kostenlosen Bildern von Pixabay - Firmen werben gern mit Bildern, die Emotionen auslösen. Doch
diese Emotionen haben oft nichts mit dem Produkt zu tun. Und noch seltener mit den Firmenhintergründen.


Ihr Lieben, ich könnte eine Weile so weiterschreiben, aber es muss genug für heute sein! Allerdings habe ich noch Material für mindestens ein weiteres zum Themenkreis passendes Posting in petto. Vielleicht habt ihr zu meinem heutigen Beitrag Fragen oder Anregungen, dann bitte nur her damit - ich werde versuchen, in meinem nächsten Umwelt-Beitrag darauf einzugehen. Und auch sonst freue ich mich natürlich sehr über jeden Kommentar hier oder bei meinem EiNaB-Beitrag.




Vielen Dank für euer Interesse, fürs Weitersagen und
fürs Verlinken eurer nachhaltigen Beiträge im Blog EiNaB!

Herzliche Rostrosengrüße,
Traude


PS:
Quellen und weitere Links zum Themenkreis "Preiswert und umweltfreundlich im Haushalt" (den Text könnt ihr mit Strg und + vergrößern!):

https://www.haushaltstipps.com/Hausputz/Omas-Putztipps.html
https://www.grosseltern.de/omas-beste-hausmittel-zum-putzen/
https://www.philognosie.net/index.php/tip/tipview/530/
http://www.bal-transporte.com/umzug-reinigung-putztricks-aus-omas-zeiten/
https://www.iamstudent.at/blog/diy-umweltfreundliche-putzmittel/
https://www.smarticular.net/so-reinigt-man-die-waschmaschine-mit-hausmitteln/
https://www.smarticular.net/teppich-reinigen-natron-backpulver-speisestaerke-essigwasser-salz/
https://www.t-online.de/heim-garten/haushaltstipps/id_54570342/zum-putzen-braucht-man-nur-drei-reiniger.html
https://www.t-online.de/heim-garten/haushaltstipps/id_58740976/cola-als-hausmittel-gegen-rost-und-verstopfte-abfluesse.html
https://www.putzen.de/mit-salz-putzen-so-gehts/
https://www.servus.com/magazin/alleskoenner-schmierseife/
https://www.servus.com/magazin/bodenbelag-reinigen-und-pflegen/
https://noe.orf.at/v2/radio/stories/2753009/
https://www.expertenmagazine.com/salmiakgeist/
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/bauen-und-wohnen/10507.html 
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/alltagsprodukte/23843.html 
https://blogs.nabu.de/mode-zukunftsfit-machen/
https://www.haushaltstipps.com/Hausputz/Reinigungsmittel/Waschsoda.html
https://www.smarticular.net/natron-und-soda-unterschiede-ein-fuer-alle-mal-erklaert/
https://www.smarticular.net/anwendungen-fuer-natron-das-wundermittel-fuer-kueche-haus-garten-und-schoenheit/
https://www.smarticular.net/diese-hausmittel-ersetzen-fast-alle-drogerieprodukte/
https://www.umweltberatung.at/richtige-hygiene-im-haushalt
https://www.wir-leben-nachhaltig.at/aktuell/detailansicht/hygiene-und-desinfektion/
https://www.kabeleins.at/tv/abenteuer-leben/freizeit-leben/news-trends/fitness-gesundheit/desinfizieren-mit-hausmitteln-der-gesunde-hausputz
https://www.everything-was-tested.de/twistout-%C3%B6kologischer-abflussstab/
https://utopia.de/ratgeber/ultimative-tipps-geld-sparen-umwelt-schuetzen/