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Sonntag, 30. Dezember 2018

Ü30 Bloggeraktion: Aus alt mach neu!


Servus, ihr Lieben!
💜 💗 💚


Im November erhielt ich eine freundliche Einladung zur ü30-Bloggeraktion
mit dem Thema:"Aus alt mach neu!" Da bin ich doch gerne dabei! Die Ideen, die ich euch heute
zeige, habe ich zwar alle schon im Lauf der Jahre in meinem Blog gezeigt - aber da ich schon seit
dem Juli 2009 blogge (und somit übrigens vor einem 10jährigen Jubiläum stehe 😉), werden wohl
einige von euch noch nicht alle der heute vorgestellten Ideen kennen.


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Firmen-, Lokal- und Produktnennungen, die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.] 


Ich glaube aber, meine selbst bemalten Schuhe und Stiefel haben die meisten von euch schon
gesehen, stimmt's? Es fing im Jänner 2016 mit einem Paar ziemlich abgewetzter schwarzer
Stiefletten an, das seit ein paar Jahren schon in unserem Keller auf seine Bestimmung wartete:
Aus schwarzen Schrankmonstern sollten meine roten Wunsch-Stiefletten werden! Ich bemalte
die hässlichen alten Stiefel kurzerhand mit zwei Schichten von roter Acrylfarbe und einer Schicht
aus farblosem Acryllack - und freue mich auch heute noch darüber! In meinem Blogbeitrag  
A New Life #2 - Über "Stoffliches" und meine "neuen" roten Stiefel
habe ich euch über diese gelungene Verwandlung erzählt.

Weil es so gut geklappt hatte, verwandelte ich später ein weiteres altes schwarzes Stieflettenpaar
in ein blaues. Darüber erzählte ich euch hier mehr: ANL #17 - Wäsche Färben und Stiefel bemalen.

Und auch meine schwarzen Rieker-Schuhe im Herrenstil
warteten schon lange auf einen zündenden Funken. Diesmal wollte ich aber nicht nur malen
sondern eine weitere Idee verwirklichen: Serviettentechnik (bzw. Decoupagetechnik) auf Schuhen!






Falls ihr euch fragt, wie die Farbe hält: Bei den roten Stiefletten (die ich von allen am häufigsten
trage) musste ich nach einem Jahr eine weitere Farbschicht (plus Lackschicht) auflegen, die bis
jetzt hält (bei jedem Wetter). Bei den grünen Schuhen hält alles prima. Lediglich bei den blauen
Stiefletten wollte die Farbe von Anfang an nicht so, wie ich es wollte. Ich habe dann auch hier
mit blauen Servietten gearbeitet und bin damit fürs erste zufrieden. Letztendlich geht es bei diesen
Stiefletten aber nicht darum, dass die Farbe "ewig" hält: Ich könnte sie theoretisch alle paar Tage
neu gestalten. Wie ich damals schon schrieb: "So kann ich immer wieder neue, originelle Schuhe 
haben, ohne neue kaufen zu müssen. Und eines Tages, wenn schuhtechnisch nichts mehr geht, 
erhebe ich sie zum Kunstobjekt, stelle ein Gurkenglas hinein und mache sie zur Vase! 😉"

💙 💗 💚

 Wenn wir schon bei der Servietten- oder Decoupage-Technik sind, zeige ich euch gleich noch
etwas, das ich mit Hilfe dieser Technik verwandelt habe. Die Herzen an der Vorhangstange meines
Zimmers waren nämlich einstmals rot:





In dem Beitrag Ein Kellerkind kommt ans Licht erzählte ich euch, dass mein Zimmer
urspünglich im Keller unseres Hauses lag, doch nach dem Auszug unserer Tochter Jana durfte
ich das einstige Kinderzimmer zu meinem machen. Dabei übernahm ich den Großteil von Janas
Einrichtung, passte sie aber an meinen Geschmack und meine Bedürfnisse an. Weil ich endlich
mal ein romantisches "Mädchenzimmer" mein Eigen nennen wollte, wurde weiß zur Haupt-
einrichtungsfarbe. Passend dazu veränderte ich die Herzen an den Vorhangstangen mit alten
Buchseiten und Decoupagepapier.

Janas alter Regalschrank vom Möbelschweden wurde von mir weiß gestrichen und mit
farblich passenden Lieblingsstücken eingerichtet. Die einstmals dunkelblauen Griffe des Ivar-
Schrankes habe ich - genau wie die Herzen - mit Papierschnippeln überklebt. Darüber montierte
mir Herr Rostrose das (ebenfalls von mir geweißelte) Regal, das früher an der Stelle
 dieses Schränkchens in der Küche hing.




Wieder zurück zu "verwandelter" Kleidung:
In der folgenden Collage seht ihr einerseits die Rieker-Decoupagetechnik-Schuhe im Einsatz und
andererseits drei selbst gefärbte Kleidungsstücke. Die Leinenhose und die Bluse waren mal weiß, 
das Shirt beige. Wenn Klamotten eine langweilige oder mir nicht mehr gefallende Farbe haben, 
wenn sie vergilbt sind oder Flecken haben, kann eine Färbung in der Waschmaschine die 
Rettung sein. In den weiteren Collagen seht ihr noch andere Klamotten, die ich im Laufe der
Zeit umgefärbt habe.





 Das rot-schwarz geblümte Kleid war mal weiß-schwarz geblümt.
HIER könnt ihr es euch in der früheren Version ansehen. Und auch wenn ich es damals
durchaus hübsch fand, gefällt es mir an mir in rot-schwarz besser und ich trage es jetzt
häufiger:




Über meine "Färbemanöver" erzählte ich euch ebenfalls in meinem Beitrag
 ANL #17 - Wäsche Färben und Stiefel bemalen mehr und außerdem z.B. in meinem Post
Enkelkatzen, Efeu und selbstgefärbe Klamotten.




In der oberen Collage zeige ich euch unter anderem Jeans, die ich von zartrosa in
marineblau umgefärbt habe. Bei dieser Färbung ging allerdings etwas schief: Bei einer Stelle am
rechten Oberschenkel der Hose nahm der Stoff die blaue Farbe nicht so gut an. Darüber kann man
sich entweder ärgern - oder aus der Not eine Tugend machen. Ihr kennt mich gut genug um zu
wissen, dass ich mich für die zweite Option entschied:

Zuerst pinselte ich mit goldener Stofffarbe
ein paar Sterne und Punkte auf die Jeans. Damit diese nicht so knallig aussahen, bearbeitete ich die
Farbe zuerst mit einem "Brillo-Waschel" (= Stahlreinigungsschwamm), dann schraffierte ich mit
Kugelschreiber drüber, dass das Ganze nur noch schwach hervorstach. Und dann bügelte ich Sterne
drüber. Das Ergebnis könnt ihr euch unten ansehen - wenn ihr mehr über mein Manöver lesen
wollt, könnt ihr das im Beitrag Vier Ausflüge und Rostrosenkleidung im September tun.




Die Sterne, die ihr an der Hose seht, halfen mir auch bei der Reparatur eines anderen Kleidungs-
stückes - und zwar einer schwarz-weißen Bluse mit Sternen und Spiralen drauf, die ich seit den
frühen 1990er-Jahren besitze. Diese schwungvolle Bluse mochte ich sehr gern - und ich mag sie
nach wie vor. Doch eines Tages blieb etwas am Rücken der Bluse kleben. Was auch immer es war:
Es blieb nach sämtlichen Reinigungsversuchen ein unübersehbarer gelblicher und leicht erhabener
Fleck auf dem Rücken der Bluse zurück.


 
 


Wäre ich eine Näherin, hätte ich vermutlich kurzerhand mit Nadel und Faden ein paar zusätzliche
Sterne auf die Bluse appliziert. Bei meinem "Nähtalent" bevorzugte ich Sterne, die ich aufbügeln
kann. Falls ihr mehr darüber wissen möchtet, erfahrt ihr es hier: 
ANL # 18 - Die Rettung einer alten Bluse und verschiedenste Gartenfreuden

Und in der unteren Collage könnt ihr euch ansehen, wie die Bluse nun aussieht, wenn Frau
Rostrose sie zusammen mit ihrem schwarzen Stufenrock und den selbst bemalten roten
Stiefeln trägt:



💜 💗 💚

Einen Stufenrock wie den schwarzen von oben besitze ich außerdem in dunkelbraun. Beide
Stufenröcke waren ursprünglich um eine Stufe länger. Dann allerdings passierte es mir beim
braunen Rock, dass ich beim Treppensteigen drauftrat und dabei eine der Stoffbahnen abtrennte. Ich
fand, dass das gar nicht so übel aussieht, und aus diesem Grund ließ ich den braunen Rock, den ich
euch u.a. HIER gezeigt habe, so kurz, wie er nun war. Weil es mir so gut gefiel, riss ich letztendlich
auch beim schwarzen Stufenrock die untere Bahn ab - Maxiröcke besitze ich ohnehin noch genügend.

Die abgetrennten Stoffbahnen hob ich auf, und hier unten zeige ich euch nun, was ich mit der
abgetrennten Stufe des braunen Rocks anstellte - die konnte ich nämlich gut brauchen! Und zwar
 zur Verlängerung eines anderen Rockes!


Mein lila-bunter Rock in der ursprünglichen Länge - und mit der "Verlängerungsstufe" in Dunkelbraun.


Den lila-bunten Stufenrock, den ich euch u.a. HIER in seiner ursprünglichen Länge
präsentierte, trug ich nämlich immer nur über Hosen, weil er für meinen Geschmack zu viel
Bein zeigte. Deshalb nähte ich hier den braunen Streifen des anderen Rockes an und bin nun
rundum mit der Länge zufrieden. In meinem Beitrag 
A New Life #7 - DIY-Rockverlängerung und ein paar andere Projekte
könnt ihr mehr darüber lesen.

💙 💗 💚


Zur Abwechlsung werfen wir abermals einen kleinen Blick in mein Zimmer. Als es noch das
Kinderzimmer meiner Tochter war, hatte ich ihren Schrank mit ihren damaligen Lieblingstieren
und passend zu den in ihrem Zimmer hauptsächlich vertretenen Lieblingsfarben bemalt: blau, rot
 und terracotta. (Auch dabei hatte es sich bereits ein Upcycling-Projekt gehandelt, denn der Schrank
stammte ursprünglich aus dem Schlafzimmer meines Mannes in dessen ehemaliger Wohnung und
er war Teil eines größeren Wandschrankes gewesen.)





Zu meiner "romantischen" Zimmergestaltung wollte der Delphinschrank jedoch nicht wirklich
passen. Andererseits mochte ich das Bild auch nicht mit weißer Farbe übermalen, denn obwohl ich
normalerweise nicht zu den Müttern zähle, die über Enkelkinder nachdenken, ertappte ich mich bei
 dem Gedanken: Dieses Bild habe ich einst für meine Tochter gemalt - möglicherweise werden
sich eines Tages Janas Kinder darüber freuen...

Wie dem auch sei - anstelle einer radikalen Veränderung verpasste ich dem Schrank kurzerhand
einen Vorhang: Zunächst musste auf den Schrank ein kleiner Holzrahmen aufgesetzt werden. Und
 auf diesem Aufsatz konnten wir dann schwenkbare Gardinenstangen montieren. Ich wollte einen
blickdichten Vorhang - er sollte ja das Delphinbild kaschieren - der jedoch gleichzeitig ganz leicht
und luftig aussieht. In meinem Fundus gab es noch weiße, zarte Baumwollgardinen vom
Möbelschweden. Die hängte ich versuchsweise doppelt übereinander und es gefiel mir. Für einen
etwas romantischeren Look griff ich zu Nadel, Faden und einem schönen weißen Spitzenband.
Und hier unten seht ihr das Ergebnis:


 

Zuweilen wird von mir auch Kleidung als Teil der Einrichtung zweckentfremdet. Hier seht ihr
zum Beispiel einen Pullover, den ich schon seit drei Jahrzehnten besitze - er gehörte ursprünglich
einer Freundin, die mich gern dabei sein ließ, wenn sie ihren Schrank ausmistete, damit ich mir
 ein paar Kleidungsstücke herauspicken konnte, die mir gefielen.





Wie ich in meinem Post ANL #26 - diverse Zweckentfremdungen und verschiedene Looks
erzählte, mag ich im Winter gerne kuschelige Kissen. Weil ich nicht so viele Kissenbezüge
 aus Strick besitze, wird dieser Pullover von mir manchmal auch zweckentfremdet: Bloß um
das Kissen herum einschlagen und die Ärmel hinten verknoten, fertig ist der "neue" Bezug!
Und wenn man wieder Lust auf diesen Pullover hat, zieht man den Polster einfach aus... Auch
einen Hocker überziehe ich regelmäßig mit einem irischen Pullover aus Schafwolle.

(Wer gerne näht und nicht unbedingt darauf
Wert legt, dass die Kleidungsstücke eines Tages wieder angezogen werden können, kann
natürlich auch dauerhaftere Lösungen aus alten Pullovern, Röcken, Shirts etc. anfertigen.)


 


Die folgenden Fotos stammen aus dem Jahr 2000
und zeigen die Küche in meiner früheren Wohnung in Wien. Ich habe euch die Bilder bereits in
meinem Beitrag Küche & Kürbisse & Katzen aus dem Jahr 2012 gezeigt. Bunte Wände
und Acessoires waren damals modern und passten auch gut zu unserem Leben als Jungfamilie.
Deshalb strich ich die ursprünglich nur mit Klarlack überzogene Holzbank, die ich von meiner
Großtante Poldi geerbt hatte, passend zu den Wandfarben.




Als wir im Jahr 2002 nach Rostrosenhausen übersiedelten, kam die Bank mit und erhielt einen
neuen Platz in unserem Vorhaus. Zuerst bemalte ich sie lavendelblau, und als ein paar Jahre
später der Lack abblätterte, bekam sie den Anstrich, den ich euch hier unten zeige. Auch zwei
Bretter, die unsere Gestelle mit den Altmetall- und Altplastik-Säcken verbergen, sowie unser
Hausbriefkasten erhielten einen passenden Anstrich. In einem Posting aus dem Jahr 2009 könnt
ihr euch meine wandelbare Bank noch näher ansehen.





Noch ein paar Veränderungen, die ich in der Frühzeit meiner Bloggerei gezeigt habe:
Als wir unser Haus kauften, lagen vom Keller bis in den ersten Stock hinauf überall dieselben
unpraktischen hellgrauen Fliesen. Einige von ihnen hatten bereits Cuts. Anstatt sie alle entfernen
zu lassen, entschied ich mich dafür, überall kleine Fliesen-Mosaike im Stil von Antoni Gaudi, Niki
 de Saint Phalle oder Meister "Regentag Dunkelbunt Hundertwasser" einzubauen. Mehr darüber
könnt ihr in meinem Beitrag Post aus Klein Gallien und Flurführung aus dem Jahr 2010 lesen.





Und auch beim letzten Beispiel, das ich euch heute zeigen möchte, geht es um 
Viele viele kleine Steinchen - diesmal auf meiner im Jahr 2007 selbst gestaltete "Terrassen-
Anrichte", deren "Grundgerüst" aus lauter "Resten" besteht: Die Platte ist aus Marmor und 
stammt von einem Couchtisch, den ich von meiner "großen Oma" geerbt hatte. Die "Beine" 
habe ich aus übrig gebliebenen Mauersteinen aufgebaut, mit Außendispersionsfarbe gestrichen
 und mit Marmormosaik verziert. Auch einige der Blumentöpfe, die ihr darauf seht, wurden 
von mir in dieser Weise bearbeitet. (Allerdings haben die meisten dieser Töpfe die Jahre nicht
 so gut überstanden wie der Tisch...)




Das waren nicht alle meine "Aus-alt-mach-neu"-Projekte, die ich in meinem Blog gezeigt
habe - und in meinem Blog wiederum habe ich nicht alles gezeigt, was ich je in dieser Richtung
fabrizierte, aber ich hoffe, es war einiges an Inspiration für euch dabei. Egal, ob aus alten Dingen
"dauerhafte" Werke entstehen oder etwas, das euer Haus oder den Garten kurzfristig verschönert
oder euren Kleiderschrank in neuer Weise ergänzt - es lohnt sich absolut immer, auf alte, kaputte
oder scheinbar unbrauchbare Dinge einen zweiten Blick zu werfen und sich zu fragen, ob diese
Dinge nicht vielleicht noch ein interessantes neues Leben führen könnten. Falls ihr Anregungen
dazu sucht: Das WWW ist voll von wunderbaren Ideen. Ein paar davon findet ihr z.B. in
diesem Youtube-Video

Wenn Euch interessiert, wie andere ü30-Bloggerinnen aus Altem etwas Neues machen, klickt euch
durch die beiteiligten Blogs durch und lasst euch von all diesen Einfällen inspirieren! Das werde ich
nun auch gleich machen!
Gastgeberin der Aktion ist Maren von Farbwunder-Style! Danke!



Ü-30-Blogger&Friends am 30.12.18: AUS ALT MACH NEU!!!



Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Grüße 
von eurer Traude
 🍀🍀🍀
(und rutscht gut rüber ins Neue Jahr!!!)

💙 💗 💚


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, Sunnys Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
der Gartenglück-Linkparty, bei Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB



Freitag, 14. Dezember 2018

ANL # 36 - "Zeit statt Zeug" und andere nachhaltige "Last-Minute"-Geschenke


Servus ihr Lieben!

🌲🍎🌲🍎🌲🍎🌲

[Dieser Beitrag enthält Werbung durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]
Quelle: https://pixabay.com/de/photos/weihnachten/


💖-lich Willkommen bei ANL = Achtsamkeit + Nachhaltigkeit + Lebensqualität = A New Life!
Wie ich  in meinem vorigen ANL-Posting angekündigt habe, ist dies mein letzter "regelmäßig
erscheinender" ANL-Beitrag. Ich danke euch allen für den regen Austausch und eure Verlinkungen
während der letzten drei Jahre - und hoffe, ihr helft mir dabei, der Aktion noch einen würdigen
Abschluss zu verleihen 😊

Das Jahr 2018 geht zur Neige, Weihnachten steht vor der Tür - und somit für viele auch die Zeit
des Schenkens. So, wie ich euch während der vergangenen Jahre kennen gelernt habe, habt ihr euch
bestimmt Gedanken über sinnvolle Geschenke gemacht: Einige haben selbst etwas Liebevolles
hergestellt, andere wissen genau, was ihre Liebsten sich wünschen oder brauchen, und ihr habt mir
in euren Kommentaren zum Teil auch erzählt, dass ihr ebenso bei den Verpackungen und beim
Weihnachtsschmuck sparsam mit den Ressourcen umgeht. Vielleicht möchtet ihr heute ein paar
dieser Inspirationen (gerne aus älteren Postings) unten verlinken - aber auch andere Beiträge,
die zu ANL passen, werden gern genommen! 😊

🌲🍎🌲🍎🌲🍎🌲

Auch von mir gibt es heute noch ein bisschen Inspiration für nachhaltige Gaben oder Geschenke der
etwas anderen Art - ob nun fürs heurige Weihnachsfest oder für Anlässe im nächsten Jahr. Und ich
möchte den Reigen der Anregungen gleich mal mit einem Zitat beginnen:

VERSCHENKT ZEIT STATT ZEUG:


Warum schenken wir denen, die wir am meisten lieben, Dinge?

Die Energie- und die Klimakrise sind Verwandte. Beide haben sie unmittelbar mit unserem Verhalten 
als Gesellschaft zu tun. Vor allem aber als Individuum. Unser Konsum bestimmt, was hergestellt wird 
und wie es hergestellt wird. Welche Rohstoffe dafür verbraucht werden. Vieles kaufen wir, ohne es 
wirklich zu brauchen…

Und weiter:

… Dinge, die wir kaufen und dann besitzen, kosten Zeit, Geld und Ressourcen. Traditionell verschärft 
sich das zu Weihnachten noch ein wenig. Dabei denken wir noch, wir tun denen, die wir am meisten 
lieben, einen Gefallen, wenn wir ihnen Zeug schenken.

Also warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Den guten Freunden schenken wir 
gemeinsame Zeit. Der Welt weniger Verbrauch.

Michael Volkmer

- zum gesamten Text kommt ihr hier: 


Die Anregungen, die ihr bei ZEIT STATT ZEUG findet, sind vielfältig: zum Beispiel "Zoobesuch
statt Stofftier", "Vorlesen statt Buch", "Waldluft statt Parfüm“, "Wandern statt Wein“, "Basteln statt
Bestellen“ ... und dazu gibt es gratis per E-Mail (auch noch in der allerletzten Minute) verschickbare
Gutscheine.


Quelle: https://www.zeit-statt-zeug.de/de/


Wenn ihr lieber etwas verschenkt, das man "angreifen" kann, wäre vielleicht ein Gutschein für einen
gemeinsamen Bummel auf dem Flohmarkt oder in einem Second-Hand-Laden eine gute Idee - dort
kann sich der oder die Beschenkte dann selbst ein schönes, nachhaltiges Geschenk aussuchen... Den
Gutschein für solch ein Flohmarkt-Geschenk müsstet ihr zwar selber basteln - aber dafür könnt
ihr euch zum Beispiel mit solchen Gratis-Download-Fotos von Pixabay behelfen, wie sie auch ich für
die folgende Collage verwendet habe.


Quelle: https://pixabay.com/de/photos/flohmarkt/


SCHENKT SAUBERKEIT - AUCH FÜR DIE WELT:

Ebenfalls etwas zum Angreifen und Ausprobieren wäre ein von euch gepackter Korb für ein
nachhaltiges Badezimmer, der beispielsweise folgende Produkte enthalten könnte: eine Körperseife
aus 75 % Olivenöl und 25 % Lorbeeröl und eine palmölfreie Haarseife ohne Plastikverpackung und
ohne Mikroplastik, eine kompostierbare Bambuszahnbürste mit Borsten aus recyceltem Kunststoff,
 Handtücher aus Biobaumwolle, ein Mineral-Deo mit Korkuntersetzer, eine lange haltbare Haarbürste
aus Olivenholz...

Ihr könnt auch Kosmetik zum Selbermachen verschenken - in Form eines DIY-Sets, das den perfekten
Einstieg ins Zero-Waste-Leben darstellt. Mit nur wenigen Produkten - wie Natron, Maisstärke,
Kokosöl, ätherischem Öl... - lassen sich Kosmetikprodukte ganz einfach selber machen – somit wird
Müll vermieden und es werden Ressourcen geschont. Entweder ihr packt dieses Päckchen selbst oder
ihr kauft das fertige Set samt Anleitungen (z.B. im Avocadostore für ca. 24 Euro). Weitere DIY-Kits
könnt ihr auch bei Ecco Verde oder im Shop von The Glow finden.



Quelle: https://www.waschbaer.at/shop/



Oder ihr packt einfach ein Geschenk-Set von Hydrophil in den Korb - es enthält zwei nachhaltige
Zahnbürsten aus Bambus, einen Zahnputzbecher aus Bambusfasern und eine ayurvedische Zahnpasta
ohne Fluorid. Hydrophil ist ein kleiner Onlineshop, in dem sich alles um das Thema Wasser dreht –
und in diesem Zusammenhang auch um Plastik(vermeidung). 10 Prozent des Gewinns spendet
Hydrophil an die Organisation Viva con Agua, die sich weltweit für einen menschenwürdigen
Zugang zu sauberem Trinkwasser einsetzt.

Weitere schöne, nachhaltige oder sogar Zero-Waste-Geschenke:
Ableger von eigenen Pflanzen, selbstgemachte Badepralinen mit natürlichen Zutaten (HIER geht
 es zum Rezept), ein paar Bäume, die im Namen des Beschenkten gepflanzt werden, eine selbst
befüllte "Kochbox", ein fair hergestellter Fußball, eine Cookies-Mischung, die ihr selbst gemixt
und hübsch in Flaschen gefüllt habt, wiederbefüllbare Kapseln für bereits vorhandene N*spresso-
Maschinen - und dazu fairen Kaffee...


Quelle: https://utopia.de/galerien/


SCHENKT EINE ZIEGE, EIN SCHWEIN, SCHULBILDUNG 
ODER SAUBERES WASSER: 

Wenn ihr etwas Originelles und Besonderes an jemanden verschenken wollt, der "schon alles hat"
und gleichzeitig dort helfen wollt, wo echter Mangel herrscht, könnten die "einZIEGartigen" Geschenke
von Oxfam Unverpackt das Richtige sein:

Da bekommen z.B. extrem arme Menschen in Bangladesch eine Entenfamilie - und zugleich die
Möglichkeit, sich durch Kleinviehhaltung neue Einkommensmöglichkeiten zu schaffen. Für euch
zum Weitergeben gibt es auch etwas, wenn ihr das wollt: eine hübsche Karte und einen
Kühlschrankmagneten. Oder aber auch eine E-Card oder eine PDF-Datei zum Selbstausdrucken.


Quelle: https://unverpackt.oxfam.de/fabelhafte-weihnachten

Oder ihr verschenkt sauberes Trinkwasser für Menschen in Not, ein Ferkelchen oder ein
ausgewachsenes Schwein, das Menschen in Burundi nach den Bürgerkriegen beim Aufbau einer
neuen Existenz hilft, eine bunte Tierherde - denn die vier Viecher machen unter anderem ordentlich
Mist: Tierisch wichtig für eine gute Ernte. Hinzu kommen geruchsneutrale Vorzüge wie Eierlegen,
Milchgeben oder Karrenziehen und natürlich Nachwuchsproduktion. Die Küken tragen in Mosambik
bei Familien in Not zur Sicherung des Lebensunterhalts bei. Und das sind längst nicht alle
Weihnachtsgeschenke, die es bei Oxfam gibt. Und auch andere Organisationen - wie z.B. die -
Caritas - bieten die Möglichkeit, Ziegen, Esel, Saatgut - oder aber auch "eine Stunde Glück" zu
verschenken. Außerdem gib es bei Vier Pfoten, dem WWF und anderen Tierschutzorganisationen
und in diversen Tierparks die Möglichkeit, Tierpatenschaften zu übernehmen - bzw. eben auch zu
verschenken.

🌲🍎🌲🍎🌲🍎🌲

Wenn ihr auf ganz spezielle Weise mit eurem Geschenk das Klima retten wollt, könnte der
UNCOZY SWEATER, den es bei WWF zu bestellen gibt, eine gute Wahl sein. Der Wollpulli ist
kuschelig und bequem und sieht auch sehr gut aus, aber statt Rentieren oder Weihnachtsmännern
thematisiert er eine unbequeme Wahrheit: Der Klimawandel ist real. Der Sweater ist auch nachhaltig, 
und wird in Top-Qualität in einer Schweizer Strickwarenfabrik hergestellt.


Quelle: https://www.wwf.at/de/menu756/subartikel4498/


Sollte all das noch nicht genug Inspiration für euch gewesen sein, findet ihr auf der Seite von
Utopia noch viele weitere Anregungen - zum Beispiel:


Hier noch weitere Tipps für nachhaltige Geschenke von Smarticular..., Ökogeschenke von
Greenpicks..., nachhaltige und sinnvolle Geschenkideen von Greensoul ... Schaut euch einfach
um, das Netz ist voll von Geschenkideen, die der Welt nicht schaden, teilweise noch dazu nicht
 viel kosten und den Beschenkten zeigen, das ihr euch Gedanken macht! Nicht nur über den
Sinn des Schenkens, sondern auch über die Welt, die wir den nächsten Generationen
hinterlassen.

🌲🍎🌲🍎🌲🍎🌲

Nun, ihr Lieben, seid wieder ihr an der Reihe mit euren Blogbeiträgen, die die Welt ein
Stückerl besser machen. Denkt daran: Jede gute Idee kann ansteckend wirken! Habt 
keine Scheu, auch Ideen zu posten, die euch "klein" erscheinen.

Denkt bitte auch daran, in euren Postings mit 
folgendem Link auf die Aktion A New Life hinzuweisen: http://rostrose.blogspot.co.at/p/anl.html 
Unter diesem Link findet ihr auch weitere Informationen und Tipps zu ANL!

🌲🍎🌲🍎🌲🍎🌲

Zum heutigen Schluss wünsche ich euch noch weitere
wunderbare Vorweihnachts- und Vorbereitungstage!

Herzliche Adventgrüße von eurer Traude

🌲🍎🌲🍎🌲🍎🌲

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, Sunnys Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
der Gartenglück-Linkparty, bei Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB

🌲🍎🌲🍎🌲🍎🌲

HIER noch eine WICHTIGE PETITION:


Milka-Herzen, Weihnachtsmänner, Toblerone-Dreiecke -- die Weihnachtszeit ist voller Schokolade. Doch die Süßigkeiten haben einen bitteren Beigeschmack: die Abholzung von Regenwäldern für Kakao. Mondelēz, einer der größten Schokohersteller der Welt, verwendet Kakao, für dessen Anbau riesige Flächen Regenwald zerstört werden -- der Lebensraum gefährdeter Elefanten und Schimpansen.

Die Vorweihnachtszeit ist für Mondelēz Geschäft extrem wichtig -- das macht den Konzern verwundbar, denn gerade jetzt kann er sich ein Imageproblem nicht leisten. Wenn wir öffentlich auf seine Regenwaldzerstörung hinweisen und Mondelēz unter Druck setzen, können wir das Unternehmen dazu bewegen, seine Lieferkette aufzuräumen. Hier geht es zur Petition:



🌲🍎🌲🍎🌲🍎🌲

HIER GEHT'S ZUM LINKUP:


Dienstag, 27. November 2018

Frau Rostroses Kleiderschrank und ein Fest im November

Servus ihr Lieben!


Sensation!!!
Welt-Premiere!!!


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Heute ist es so weit!!!

Wie ich euch in meinem vorangegangenen Blogbeitrag
Der "perfekt gefüllte Kleiderschrank" für die kalte Jahreszeit
versprach, werdet ihr heute ENDLICH, ENDLICH, ENDLICH den Kleiderschrank
von Frau Rostrose sehen - und zwar von außen UND von innen!!!

Doch ich wage es nicht, euch diesem Anblick ganz ohne vorangehende Auflockerung und ohne
einleitende Worte auszusetzen. Schließlich handelt es sich hierbei um kein alltägliches Ereignis.

Und so will ich vorher noch ein anderes Versprechen einlösen, das ich euch ebenfalls im vorigen
Posting gab: Ich kündigte an, dass ihr heute erfahren werdet, bei welcher Gelegenheit ich meinen
bunten Wickelrock aus Indien in Kombination mit meiner olivgrünen, Ton-in-Ton bestickten
Longbluse trug. HIER könnt ihr euch noch einmal die dazugehörige Collage aus dem vorigen
Post ansehen. Und hier unten seht ihr den Mix mit dem hellgrünen S. Oliver-Cardigan vom
Flohmarkt.




Ein Fest im November:

Der Rock, der nicht nur aufgrund seiner Energie-spendenden Farben zu meinen
Lieblingsstücken zählt, durfte heuer Bestandteil meines Geburtstagsoutfits sein. Denn wie jedes
Jahr im November traf die Rostrosenfamilie zusammen, um gemeinsam das Älterwerden von Opa
Georg und von mir zu feiern. Virtuell war außerdem meine Blogfreundin Flögi-Andi dabei, die am
Tag unserer Feier ebenfalls Geburtstag hatte und der wir via WhatsApp zuprosteten. Es gab das
traditionelle Martini-Gansl, danach einen Verdauungsspaziergang im Wienerwald, und anschließend
eine Kaffeejause mit der köstlichen Maroni-Kirsch-Torte, die meine Tochter gebacken hatte.




Diejenigen unter euch, die schon bei mir gelesen haben, 
als Herr und Frau Rostrose im Jahr 2016 Dresden und die Sächsische Schweiz besuchten und
dort mit Beate aus dem Bahnwärterhäuschen zusammentrafen, wissen auch, dass dieser Rock
keineswegs zum ersten Mal bei einem Waldausflug dabei ist. Denn bei der Gelegenheit unternahmen 
wir eine Wanderung zu einer der schönsten Aussichten der Sächsischen Schweiz. Und weil Beate 
am liebsten im Rock wandert, beschloss auch ich damals, es "berockt" zu probieren - KLICK.

Dieser Rock, den ich 2010 in Indien gekauft habe und der mich unter anderem auch schon nach 
Island begleitet hat, ist also ein weit gereistes Multitalent. Und weil er sich mit Leggings oder einem 
Unterrock darunter locker als Rock für die kalte Jahreszeit verwenden lässt, darf er bei meiner 
Winter-Capsule Wardrobe 2018/19 mitmischen.




Zwei Schals als Basis:

Wie ich in meinem vorigen Beitrag schrieb, kann es eine gute Idee sein, eine Capsule Wardrobe
 rund um ein bestimmtes Kleidungsstück aufzubauen. Der indische Wickelrock ist allerdings diesmal
nicht das Kleidungsstück gewesen, das mir zur Inspiration diente - stattdessen habe ich als Grundlage
zwei Schals verwendet. In der folgenden Collage seht ihr einen davon - ein Pashminaschal vom 
Flohmarkt - und ihr erkennt vermutlich auch gleich, dass er von den Farben her einerseits ganz gut 
mir dem Wickelrock harmoniert, aber andererseits gedämpftere Töne beinhaltet. Er hat eine hellere
Seite mit einer Grundfarbe, die irgendwas zwischen beige, grau und gelbgrün ist, und eine dunklere
Seite im Ton herbstlicher Weinblätter.




Viele der Kleidungsstücke, die es heuer in meine winterliche Capsule Wardrobe 
geschafft haben, enthalten Farben, die mit den Tönen dieses Tuches harmonieren - was nicht
bedeutet, dass diese Farben unbedingt darin enthalten sein müssen. Es geht lediglich um
Inspiration!

Das Outfit mit dem beerenroten (Sommer-)Kleidchen, das ich hier mit Leggings, Stiefletten,
einem Shirt in Taupe und dem Janker vom Henry-Laden in einem undefinierbaren Grau-Grün-Ton
gemixt habe, ist z.B. aufgrund dieser Inspiraton entstanden. Die gelbe Steppjacke, die ich immer
noch mit Freude trage, gibt dem eher dezenten Ensemble beim Herbstspaziergang den gewissen
Farbkick.




Der zweite Schal, den ich als Capsule-Grundlage verwendet habe, ist ein Loop, der ebenfalls
herbstliche Rotnuancen beinhaltet - allerdings etwas "blau-tonigere". Damit schafft er z.B. eine
gute Verbindung zu meinem blauen Gudrun-Sj*den-Zweiteiler (der in seinem Muster auch
Weinrot- und Petrol-Töne zeigt).





Hier habe ich den blauen Zweiteiler mit demselben Sommerkleidchen von oben verbunden.
Und dazu trage ich meine selbst gefärbten und mit Serviettentechnik bearbeiteten blauen Stiefletten
sowie den blauen, bunt bestickten Gürtel vom Weltladen. All diese Stücke werden euch im
kommenden Winter wohl noch mehrere Male in unterschiedlichsten Kombinationen begegnen,
denn sie sind Teile meiner aktuellen #CapsuleWardrobe.





Und wo "bunkere" ich nun all diese Schätze? 

Ich habe in meinem Blog schon einige Male erwähnt, dass mein Kleiderschrank längst nicht so groß
ist, wie die meisten von euch denken. Doch viele können das wohl nicht glauben. Hier kommt nun 
also der ultimative Beweis - von außen und von innen. Ich hoffe, ihr erschreckt euch nicht - denn 
mein Schrank sieht weder von außen wie ein Designerschrank aus, noch ist er innen so locker und 
übersichtlich gestaltet, wie man das von diesen traumhaften (teils begehbaren) Kleiderschränken in 
den hübschen Magazinen kennt! Vielleicht habt ihr sogar selbst eine so traumhaft gestaltete Garderobe. 
Ich leider nicht. Wir leben in einem kleinen Haus mit kleinen Zimmern, und auf die habe ich auch 
unsere Möblage angepasst.

 Wie ich in diesem Posting aus dem Jahr 2013 beschrieben habe, teilen sich mein Mann und ich 
einen etwas unkonventionellen Wandverbau in unserem Schlafzimmer: Designt von Frau Rostrose
 aus dem Küchenprogramm vom Möbelschweden! Warum aus dem Küchen-Programm? Aufgrund 
einer Dachschräge und einer ungünstige Fenster-Tür-Konstellation gab es nicht viele Lösungen von 
der Stange - und diejenigen, die es gab und die gepasst hätten, gefielen uns nicht, weil sie zu 
"blockartig" und "massiv" aussahen oder weil sie zu wenig Stauraum boten bzw. den Platz im Zimmer 
nicht ausreichend nützten. Immerhin wollten wir darin nicht nur unsere Kleidung unterbringen, 
sondern auch Bettwäsche und einige Bücher, für die wir im Wohnzimmer, Vorzimmer und anderen
Räumen keinen Platz mehr gefunden haben... 




Das schwedische Küchenmöbelprogramm bot uns die Möglichkeit, eine Mischung aus Hoch-
schränken*), Schubladenschränken und Regalen quasi "nach Maß" zu bauen, und wir konnten den
Wandverbau mit Glastüren optisch ein wenig auflockern. Und auch was die Inneneinrichtung der
Hochschränke betrifft, bot das Programm gut für uns brauchbare Möglichkeiten - unter anderem
z.B. die beiden Metallschubfächer unter dem Hängeteil. Oben seht ihr die weiß eingerahmten
Bereiche - die gehören mir. Ich habe die Bereiche beschriftet, damit ihr auf einen Blick erkennen
könnt, was ich darin untergebracht habe. Alles andere ist entweder mit Edis Kleidung gefüllt oder
mit Bettzeug oder mit Büchern. *) Jeder Hochschrank ist gerade mal 60 cm breit.

Wenn ich im Zusammenhang mit unserem Schrank "gefüllt" sage, dann meine ich "prall gefüllt".
In einem der kleinen Wandschränke habe ich meine (liegenden) Hosen untergebracht und darüber
meine Pullover. Im anderen Hängeschrank Socken, Strümpfe, Strumpfhosen in diversen Schachteln.
(Und in beiden außerdem ganz oben Bücher...) In den zwei Schubfächern des Hochschranks liegen
meine Shirts, oben die langärmeligen, unten die kurzärmeligen. Darüber liegt ein Regalbrett, auf
dem Leggings und Shirts aus Häkelspitze untergebracht sind.




Und im Hängeteil befindet sich der Rest:
Röcke, Blusen, Kleider und Jacken. Um alle unterzubringen, die ich in einer Saison gerne tragen
will, habe ich mir vor Jahren schon ein paar dieser genialen Mehrfach-Kleiderbügel vom Kaffeeröster
zugelegt. Auf einem dieser Kleiderbügel kann ich acht Röcke unterbringen 😊👍 oder mindestens
vier Blusen bzw. Jacken!

Ich weiß, übersichtlich sieht anders aus. Und ich weiß auch, dass meine Shirts nicht ordentlich Stoß
auf Stoß liegen, wie sich das für eine gute Hausfrau gehört. Größtenteils sind sie auch nicht gebügelt!
Das hat vor allem den einen Grund: Ich bin keine gute Hausfrau! Ich war noch nie eine und ich werde
auf meine alten Tage auch keine mehr werden, meine Prioritäten liegen anderswo... 😊 Tja, ist so, da
müsst ihr jetzt durch. Jedenfalls wird in meinem Schrank kein Platz verschwendet 😜! Und manche
kreative Kombination hat sich erst durch die Enge in meinem Schrank bzw. durch das
Zusammenhängen von Klamotten auf einem Bügel ergeben...




So weit, so gut! Dies ist also der Schrank, in dem ich meine jeweils aktuelle Kleidung unterbringe.
Es gibt allerdings, wie ich euch schon erzählt habe, einen weiteren Schrank, in dem im Winter meine
Sommersachen und im Sommer die Wintersachen aufbewahrt werden - und auch die Kleidung, die
in diesem Jahr nicht Teil meiner Capsule ist sowie meine Sportsachen / Wanderkleidung etc. Er ist
ca. 1 Meter breit, davon die Hälfte zum Hängen, die andere Hälfte zum Legen.

Davon habe ich keine aktuellen Fotos gemacht, aber ihr könnt euch den "Delphin-Schrank", der
sich in meinem Arbeitszimmer befindet, HIER ansehen. (Da seht ihr ihn im ersten Posting mit der
Bemalung und - wenn ihr weiter runterscrollt -  im zweiten Posting dann so, wie er jetzt aussieht,
 mit einem weißen Vorhang.) Auch dieser Kleiderkasten ist also keineswegs riesig. Aber bei
meiner Art der Capsule-Wardrobe-Organisation komme ich mit den vorhandenen Möglichkeiten
ganz gut aus.




Ob ich den orangen Rock den ganzen Winter über in meiner Capsule für die kalte Jahreszeit
behalten möchte, weiß ich noch nicht. Im Herbst hat er gut gepasst - auch zur Ausstrahlung der
Natur - und mit Leggings drunter ist er durchaus für eine Saison-Verlängerung geeignet. Ich bin
mir nur nicht sicher, ob mir im Winter eher nach so strahlenden oder nach gedämpfteren Farben
der Sinn stehen wird. Zu meinem Inspiratonsschal passt er auf jeden Fall. Und zur Not kann ich
ihn ja mit einem anderen Rock aus dem "Ersatzschrank" austauschen.





Könnt ihr euch noch an meine Herausforderung "1 Teil - 3 Looks" erinnern? Das folgende Kleid
aus meiner Winter-Capsule lernt ihr nun gleich auf diese Weise kennen - ich habe es nämlich zuletzt
auf drei ganz unterschiedliche Arten getragen: Als Kleid, als Tunika und als Shirt!

Das Kleid begeleitet mich seit dem Jahr 2012 - seinerzeit habe ich es in Barcelona im Des*gual-
Outlet erstanden. Im ersten Look kombiniere ich es mit einem Langarmshirt, das einerseits den
Goldgelbton im Muster des Kleides aufgreift und andererseits den Ausschnitt etwas entschärft.
Und als "Rockverlängerung" dient mein alter schwarzer Samtrock, der - so wie das Kleid - mit
goldenen Aufdrucken verziert ist.

Im Fall des Rockes sind es Elefanten. Weil Elefanten
auch immer wieder auf Thailändischen Kleidungsstücken zu sehen waren verlinke ich dieses Outfit
bei Marens Colours of the World-Linkup mit dem Thema Thailand. Und weil die Hauptfarbe des
Outfits schwarz ist (ergänzt mit meinem schwarzen Fake-Leder-Fake-Fur-Gilet)
verlinke ich es außerdem bei den Modischen Matronen.





Gerafft mit einem Bindegürtel und zu meiner Haremshose getragen, wird das Kleid zur
Tunika. Wenn auch noch das Gilet von oben mitmischt, sieht das Ganze ein bisserl nach
Kalinka-Kalinka-Russentanzgruppe aus 😜. Solcherart gestylt kann man aber auch (mit einer
warmen Jacke drüber) zu Mrs. Sporty radeln. (Untendrunter trug ich nämlich noch ein 
Turnshirt und Leggings...)




Und mit meinem weinroten oder beerenroten Biobaumwoll-Maxirock macht das Kleid einen
auf Langarmshirt. Der "Schal", der das Outfit meiner Meinung nach toll ergänzt, ist in Wahrheit
gar kein Schal, sondern mein Bio-Seiden-Bolero ... Ihr seht also, mit ein bisserl Phantasie ist
Kleidung auf verschiedenste Arten zu verwenden. Und: Zweckentfremdung ist nicht verboten!




In den nächsten Collagen trefft ihr zwei "alte Bekannte" wieder - einerseits den Maxirock vom
vorigen Outfit, andererseits das Sommerkleidchen, das ich euch weiter oben in zwei verschiedenen
Looks gezeigt habe. Hier habe ich das Kleidchen und den Rock wieder einmal zu einem langen Kleid
vereint. Unter dem Kleidchen trage ich noch ein weiteres Sommerkleid, von dem man aber nur die
kurzen Ärmel und einen Teil des Halsausschnitts hervorblitzen sieht. Das schaut meiner Meinung
nach nicht nur hübsch aus, es bietet in der kalten Jahreszeit auch ein bisserl mehr Behaglichkeit als
ein einzelnes dünnes Kleid. Auch im Herbst und Winter mag ich zuweilen kurze Ärmel lieber als
lange - vor allem, wenn ich mich in überheizten Räumen aufhalten muss - aber gleichzeitig will ich
es am Kreuz warm haben und möchte natürlich eine weitere Schicht anlegen können, falls mir doch
kalt wird - dafür ist das graue Paillettenjäckchen da, und der ebenfalls graue Bömmelschal hilft auch
noch mit.




Weil heuer Karos wieder als ganz up-to-date gelten, habe ich auch meinen Karo-Kurzmantel
aktiviert, der mir schon seit vielen Jahren treue Dienste leistet. Außer ihm besitze ich (soweit
mir im Moment einfällt) nur noch eine karierte Bluse - (wieder so ein "Kindheitstrauma": denn
Karohosen und Schottenröcke sind Kleidungsstücke, die ich in meiner Kindheit anziehen musste,
 ob ich wollte oder nicht. Meine Mutter hatte sie übertragen gekauft, und da waren sie nun.
Geld für Traumkleidung war nicht vorhanden. Basta.)

Den Mantel mag ich jedenfalls, doch zu mehr Karostücken hat es bisher nicht gereicht. Aber ich
denke, man braucht bei Trends ja auch nicht 20 Teile - ein bis zwei Stück, die ein modisches Thema
 aufgreifen, genügen vollkommen. Und den Rest mixt ihr kunstvoll mit eurer zeitlosen, genialen und
perfekt zu euch passenden Capsule Wardrobe zusammen!




Einige der heute gezeigten Teile habt ihr bereits in meiner weinrot-grauen Capsule Wardrobe
 im Frühjahr 2017 gesehen - das obige Outfit ist sogar fast identisch mit einem aus diesem älteren
Beitrag - abgesehen davon, dass ich dort ein schwarzes T-Shirt unter dem Sommerkleidchen
trug und hier ein anderes Minikleid. Es gibt eben Mixturen, die ich besonders gerne an mir sehe,
und für die obige bekam ich neulich sogar gleich zwei Komplimente hintereinander: Eine bei der
Physikalischen Therapie und eine von einer Schwester im  Pflegeheim meiner Mutter... 😊 Woran
man wieder erkennt - Kleidung braucht nicht unbedingt NEU oder DER LETZTE SCHREI zu
sein. Wichtig ist ein stimmiger Mix mit Farben und Schnitten, die euch stehen - dann fühlt ihr
euch auch wohl in der Kleidung. Und seht darin unter Umständen sogar 1000 x besser aus als
manches Model im super-modernen Look - KLICK!


Nun danke ich euch allen für euer Interesse an den Geheimnissen des rostrosigen
Kleiderschrankes und fürs Mitfeiern! Habt ihr ein Stück Torte genascht? Habt ihr mittlerweile
ebenfalls eine Capsule Wardrobe für die kalte Jahreszeit angelegt? In meinen nächsten Beiträgen
wird es einerseits ein paar nette Viecher zu sehen geben und andererseits möchte ich euch auch
bald wieder nach Thailand entführen. Ich weiß noch nicht genau, in welcher Reihenfolge, aber
auf jeden Fall hoffe ich, ihr seid auch da wieder mit dabei!

Ebenso dabei sein könnt ihr beim aktuellen Linkup von ANL: Bis zum Abend des 1. Dezember könnt
ihr nämlich dort noch eure Postings rund um den Themenkreis Achtsamkeit + Nachhaltigkeit  +
Lebensqualität = A New Life verlinken. Ich freu' mich drauf - und die Welt freut sich noch mehr!


Fotos: Herr und Frau Rostrose sowie die Rostrosentochter
Herzliche Grüße von eurer Traude



Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, Sunnys Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
der Gartenglück-Linkparty, bei Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB