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Sonntag, 30. Dezember 2018

Ü30 Bloggeraktion: Aus alt mach neu!


Servus, ihr Lieben!
💜 💗 💚


Im November erhielt ich eine freundliche Einladung zur ü30-Bloggeraktion
mit dem Thema:"Aus alt mach neu!" Da bin ich doch gerne dabei! Die Ideen, die ich euch heute
zeige, habe ich zwar alle schon im Lauf der Jahre in meinem Blog gezeigt - aber da ich schon seit
dem Juli 2009 blogge (und somit übrigens vor einem 10jährigen Jubiläum stehe 😉), werden wohl
einige von euch noch nicht alle der heute vorgestellten Ideen kennen.


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Firmen-, Lokal- und Produktnennungen, die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.] 


Ich glaube aber, meine selbst bemalten Schuhe und Stiefel haben die meisten von euch schon
gesehen, stimmt's? Es fing im Jänner 2016 mit einem Paar ziemlich abgewetzter schwarzer
Stiefletten an, das seit ein paar Jahren schon in unserem Keller auf seine Bestimmung wartete:
Aus schwarzen Schrankmonstern sollten meine roten Wunsch-Stiefletten werden! Ich bemalte
die hässlichen alten Stiefel kurzerhand mit zwei Schichten von roter Acrylfarbe und einer Schicht
aus farblosem Acryllack - und freue mich auch heute noch darüber! In meinem Blogbeitrag  
A New Life #2 - Über "Stoffliches" und meine "neuen" roten Stiefel
habe ich euch über diese gelungene Verwandlung erzählt.

Weil es so gut geklappt hatte, verwandelte ich später ein weiteres altes schwarzes Stieflettenpaar
in ein blaues. Darüber erzählte ich euch hier mehr: ANL #17 - Wäsche Färben und Stiefel bemalen.

Und auch meine schwarzen Rieker-Schuhe im Herrenstil
warteten schon lange auf einen zündenden Funken. Diesmal wollte ich aber nicht nur malen
sondern eine weitere Idee verwirklichen: Serviettentechnik (bzw. Decoupagetechnik) auf Schuhen!






Falls ihr euch fragt, wie die Farbe hält: Bei den roten Stiefletten (die ich von allen am häufigsten
trage) musste ich nach einem Jahr eine weitere Farbschicht (plus Lackschicht) auflegen, die bis
jetzt hält (bei jedem Wetter). Bei den grünen Schuhen hält alles prima. Lediglich bei den blauen
Stiefletten wollte die Farbe von Anfang an nicht so, wie ich es wollte. Ich habe dann auch hier
mit blauen Servietten gearbeitet und bin damit fürs erste zufrieden. Letztendlich geht es bei diesen
Stiefletten aber nicht darum, dass die Farbe "ewig" hält: Ich könnte sie theoretisch alle paar Tage
neu gestalten. Wie ich damals schon schrieb: "So kann ich immer wieder neue, originelle Schuhe 
haben, ohne neue kaufen zu müssen. Und eines Tages, wenn schuhtechnisch nichts mehr geht, 
erhebe ich sie zum Kunstobjekt, stelle ein Gurkenglas hinein und mache sie zur Vase! 😉"

💙 💗 💚

 Wenn wir schon bei der Servietten- oder Decoupage-Technik sind, zeige ich euch gleich noch
etwas, das ich mit Hilfe dieser Technik verwandelt habe. Die Herzen an der Vorhangstange meines
Zimmers waren nämlich einstmals rot:





In dem Beitrag Ein Kellerkind kommt ans Licht erzählte ich euch, dass mein Zimmer
urspünglich im Keller unseres Hauses lag, doch nach dem Auszug unserer Tochter Jana durfte
ich das einstige Kinderzimmer zu meinem machen. Dabei übernahm ich den Großteil von Janas
Einrichtung, passte sie aber an meinen Geschmack und meine Bedürfnisse an. Weil ich endlich
mal ein romantisches "Mädchenzimmer" mein Eigen nennen wollte, wurde weiß zur Haupt-
einrichtungsfarbe. Passend dazu veränderte ich die Herzen an den Vorhangstangen mit alten
Buchseiten und Decoupagepapier.

Janas alter Regalschrank vom Möbelschweden wurde von mir weiß gestrichen und mit
farblich passenden Lieblingsstücken eingerichtet. Die einstmals dunkelblauen Griffe des Ivar-
Schrankes habe ich - genau wie die Herzen - mit Papierschnippeln überklebt. Darüber montierte
mir Herr Rostrose das (ebenfalls von mir geweißelte) Regal, das früher an der Stelle
 dieses Schränkchens in der Küche hing.




Wieder zurück zu "verwandelter" Kleidung:
In der folgenden Collage seht ihr einerseits die Rieker-Decoupagetechnik-Schuhe im Einsatz und
andererseits drei selbst gefärbte Kleidungsstücke. Die Leinenhose und die Bluse waren mal weiß, 
das Shirt beige. Wenn Klamotten eine langweilige oder mir nicht mehr gefallende Farbe haben, 
wenn sie vergilbt sind oder Flecken haben, kann eine Färbung in der Waschmaschine die 
Rettung sein. In den weiteren Collagen seht ihr noch andere Klamotten, die ich im Laufe der
Zeit umgefärbt habe.





 Das rot-schwarz geblümte Kleid war mal weiß-schwarz geblümt.
HIER könnt ihr es euch in der früheren Version ansehen. Und auch wenn ich es damals
durchaus hübsch fand, gefällt es mir an mir in rot-schwarz besser und ich trage es jetzt
häufiger:




Über meine "Färbemanöver" erzählte ich euch ebenfalls in meinem Beitrag
 ANL #17 - Wäsche Färben und Stiefel bemalen mehr und außerdem z.B. in meinem Post
Enkelkatzen, Efeu und selbstgefärbe Klamotten.




In der oberen Collage zeige ich euch unter anderem Jeans, die ich von zartrosa in
marineblau umgefärbt habe. Bei dieser Färbung ging allerdings etwas schief: Bei einer Stelle am
rechten Oberschenkel der Hose nahm der Stoff die blaue Farbe nicht so gut an. Darüber kann man
sich entweder ärgern - oder aus der Not eine Tugend machen. Ihr kennt mich gut genug um zu
wissen, dass ich mich für die zweite Option entschied:

Zuerst pinselte ich mit goldener Stofffarbe
ein paar Sterne und Punkte auf die Jeans. Damit diese nicht so knallig aussahen, bearbeitete ich die
Farbe zuerst mit einem "Brillo-Waschel" (= Stahlreinigungsschwamm), dann schraffierte ich mit
Kugelschreiber drüber, dass das Ganze nur noch schwach hervorstach. Und dann bügelte ich Sterne
drüber. Das Ergebnis könnt ihr euch unten ansehen - wenn ihr mehr über mein Manöver lesen
wollt, könnt ihr das im Beitrag Vier Ausflüge und Rostrosenkleidung im September tun.




Die Sterne, die ihr an der Hose seht, halfen mir auch bei der Reparatur eines anderen Kleidungs-
stückes - und zwar einer schwarz-weißen Bluse mit Sternen und Spiralen drauf, die ich seit den
frühen 1990er-Jahren besitze. Diese schwungvolle Bluse mochte ich sehr gern - und ich mag sie
nach wie vor. Doch eines Tages blieb etwas am Rücken der Bluse kleben. Was auch immer es war:
Es blieb nach sämtlichen Reinigungsversuchen ein unübersehbarer gelblicher und leicht erhabener
Fleck auf dem Rücken der Bluse zurück.


 
 


Wäre ich eine Näherin, hätte ich vermutlich kurzerhand mit Nadel und Faden ein paar zusätzliche
Sterne auf die Bluse appliziert. Bei meinem "Nähtalent" bevorzugte ich Sterne, die ich aufbügeln
kann. Falls ihr mehr darüber wissen möchtet, erfahrt ihr es hier: 
ANL # 18 - Die Rettung einer alten Bluse und verschiedenste Gartenfreuden

Und in der unteren Collage könnt ihr euch ansehen, wie die Bluse nun aussieht, wenn Frau
Rostrose sie zusammen mit ihrem schwarzen Stufenrock und den selbst bemalten roten
Stiefeln trägt:



💜 💗 💚

Einen Stufenrock wie den schwarzen von oben besitze ich außerdem in dunkelbraun. Beide
Stufenröcke waren ursprünglich um eine Stufe länger. Dann allerdings passierte es mir beim
braunen Rock, dass ich beim Treppensteigen drauftrat und dabei eine der Stoffbahnen abtrennte. Ich
fand, dass das gar nicht so übel aussieht, und aus diesem Grund ließ ich den braunen Rock, den ich
euch u.a. HIER gezeigt habe, so kurz, wie er nun war. Weil es mir so gut gefiel, riss ich letztendlich
auch beim schwarzen Stufenrock die untere Bahn ab - Maxiröcke besitze ich ohnehin noch genügend.

Die abgetrennten Stoffbahnen hob ich auf, und hier unten zeige ich euch nun, was ich mit der
abgetrennten Stufe des braunen Rocks anstellte - die konnte ich nämlich gut brauchen! Und zwar
 zur Verlängerung eines anderen Rockes!


Mein lila-bunter Rock in der ursprünglichen Länge - und mit der "Verlängerungsstufe" in Dunkelbraun.


Den lila-bunten Stufenrock, den ich euch u.a. HIER in seiner ursprünglichen Länge
präsentierte, trug ich nämlich immer nur über Hosen, weil er für meinen Geschmack zu viel
Bein zeigte. Deshalb nähte ich hier den braunen Streifen des anderen Rockes an und bin nun
rundum mit der Länge zufrieden. In meinem Beitrag 
A New Life #7 - DIY-Rockverlängerung und ein paar andere Projekte
könnt ihr mehr darüber lesen.

💙 💗 💚


Zur Abwechlsung werfen wir abermals einen kleinen Blick in mein Zimmer. Als es noch das
Kinderzimmer meiner Tochter war, hatte ich ihren Schrank mit ihren damaligen Lieblingstieren
und passend zu den in ihrem Zimmer hauptsächlich vertretenen Lieblingsfarben bemalt: blau, rot
 und terracotta. (Auch dabei hatte es sich bereits ein Upcycling-Projekt gehandelt, denn der Schrank
stammte ursprünglich aus dem Schlafzimmer meines Mannes in dessen ehemaliger Wohnung und
er war Teil eines größeren Wandschrankes gewesen.)





Zu meiner "romantischen" Zimmergestaltung wollte der Delphinschrank jedoch nicht wirklich
passen. Andererseits mochte ich das Bild auch nicht mit weißer Farbe übermalen, denn obwohl ich
normalerweise nicht zu den Müttern zähle, die über Enkelkinder nachdenken, ertappte ich mich bei
 dem Gedanken: Dieses Bild habe ich einst für meine Tochter gemalt - möglicherweise werden
sich eines Tages Janas Kinder darüber freuen...

Wie dem auch sei - anstelle einer radikalen Veränderung verpasste ich dem Schrank kurzerhand
einen Vorhang: Zunächst musste auf den Schrank ein kleiner Holzrahmen aufgesetzt werden. Und
 auf diesem Aufsatz konnten wir dann schwenkbare Gardinenstangen montieren. Ich wollte einen
blickdichten Vorhang - er sollte ja das Delphinbild kaschieren - der jedoch gleichzeitig ganz leicht
und luftig aussieht. In meinem Fundus gab es noch weiße, zarte Baumwollgardinen vom
Möbelschweden. Die hängte ich versuchsweise doppelt übereinander und es gefiel mir. Für einen
etwas romantischeren Look griff ich zu Nadel, Faden und einem schönen weißen Spitzenband.
Und hier unten seht ihr das Ergebnis:


 

Zuweilen wird von mir auch Kleidung als Teil der Einrichtung zweckentfremdet. Hier seht ihr
zum Beispiel einen Pullover, den ich schon seit drei Jahrzehnten besitze - er gehörte ursprünglich
einer Freundin, die mich gern dabei sein ließ, wenn sie ihren Schrank ausmistete, damit ich mir
 ein paar Kleidungsstücke herauspicken konnte, die mir gefielen.





Wie ich in meinem Post ANL #26 - diverse Zweckentfremdungen und verschiedene Looks
erzählte, mag ich im Winter gerne kuschelige Kissen. Weil ich nicht so viele Kissenbezüge
 aus Strick besitze, wird dieser Pullover von mir manchmal auch zweckentfremdet: Bloß um
das Kissen herum einschlagen und die Ärmel hinten verknoten, fertig ist der "neue" Bezug!
Und wenn man wieder Lust auf diesen Pullover hat, zieht man den Polster einfach aus... Auch
einen Hocker überziehe ich regelmäßig mit einem irischen Pullover aus Schafwolle.

(Wer gerne näht und nicht unbedingt darauf
Wert legt, dass die Kleidungsstücke eines Tages wieder angezogen werden können, kann
natürlich auch dauerhaftere Lösungen aus alten Pullovern, Röcken, Shirts etc. anfertigen.)


 


Die folgenden Fotos stammen aus dem Jahr 2000
und zeigen die Küche in meiner früheren Wohnung in Wien. Ich habe euch die Bilder bereits in
meinem Beitrag Küche & Kürbisse & Katzen aus dem Jahr 2012 gezeigt. Bunte Wände
und Acessoires waren damals modern und passten auch gut zu unserem Leben als Jungfamilie.
Deshalb strich ich die ursprünglich nur mit Klarlack überzogene Holzbank, die ich von meiner
Großtante Poldi geerbt hatte, passend zu den Wandfarben.




Als wir im Jahr 2002 nach Rostrosenhausen übersiedelten, kam die Bank mit und erhielt einen
neuen Platz in unserem Vorhaus. Zuerst bemalte ich sie lavendelblau, und als ein paar Jahre
später der Lack abblätterte, bekam sie den Anstrich, den ich euch hier unten zeige. Auch zwei
Bretter, die unsere Gestelle mit den Altmetall- und Altplastik-Säcken verbergen, sowie unser
Hausbriefkasten erhielten einen passenden Anstrich. In einem Posting aus dem Jahr 2009 könnt
ihr euch meine wandelbare Bank noch näher ansehen.





Noch ein paar Veränderungen, die ich in der Frühzeit meiner Bloggerei gezeigt habe:
Als wir unser Haus kauften, lagen vom Keller bis in den ersten Stock hinauf überall dieselben
unpraktischen hellgrauen Fliesen. Einige von ihnen hatten bereits Cuts. Anstatt sie alle entfernen
zu lassen, entschied ich mich dafür, überall kleine Fliesen-Mosaike im Stil von Antoni Gaudi, Niki
 de Saint Phalle oder Meister "Regentag Dunkelbunt Hundertwasser" einzubauen. Mehr darüber
könnt ihr in meinem Beitrag Post aus Klein Gallien und Flurführung aus dem Jahr 2010 lesen.





Und auch beim letzten Beispiel, das ich euch heute zeigen möchte, geht es um 
Viele viele kleine Steinchen - diesmal auf meiner im Jahr 2007 selbst gestaltete "Terrassen-
Anrichte", deren "Grundgerüst" aus lauter "Resten" besteht: Die Platte ist aus Marmor und 
stammt von einem Couchtisch, den ich von meiner "großen Oma" geerbt hatte. Die "Beine" 
habe ich aus übrig gebliebenen Mauersteinen aufgebaut, mit Außendispersionsfarbe gestrichen
 und mit Marmormosaik verziert. Auch einige der Blumentöpfe, die ihr darauf seht, wurden 
von mir in dieser Weise bearbeitet. (Allerdings haben die meisten dieser Töpfe die Jahre nicht
 so gut überstanden wie der Tisch...)




Das waren nicht alle meine "Aus-alt-mach-neu"-Projekte, die ich in meinem Blog gezeigt
habe - und in meinem Blog wiederum habe ich nicht alles gezeigt, was ich je in dieser Richtung
fabrizierte, aber ich hoffe, es war einiges an Inspiration für euch dabei. Egal, ob aus alten Dingen
"dauerhafte" Werke entstehen oder etwas, das euer Haus oder den Garten kurzfristig verschönert
oder euren Kleiderschrank in neuer Weise ergänzt - es lohnt sich absolut immer, auf alte, kaputte
oder scheinbar unbrauchbare Dinge einen zweiten Blick zu werfen und sich zu fragen, ob diese
Dinge nicht vielleicht noch ein interessantes neues Leben führen könnten. Falls ihr Anregungen
dazu sucht: Das WWW ist voll von wunderbaren Ideen. Ein paar davon findet ihr z.B. in
diesem Youtube-Video

Wenn Euch interessiert, wie andere ü30-Bloggerinnen aus Altem etwas Neues machen, klickt euch
durch die beiteiligten Blogs durch und lasst euch von all diesen Einfällen inspirieren! Das werde ich
nun auch gleich machen!
Gastgeberin der Aktion ist Maren von Farbwunder-Style! Danke!



Ü-30-Blogger&Friends am 30.12.18: AUS ALT MACH NEU!!!



Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Grüße 
von eurer Traude
 🍀🍀🍀
(und rutscht gut rüber ins Neue Jahr!!!)

💙 💗 💚


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, Sunnys Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
der Gartenglück-Linkparty, bei Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB



Freitag, 14. Dezember 2018

ANL # 36 - "Zeit statt Zeug" und andere nachhaltige "Last-Minute"-Geschenke


Servus ihr Lieben!

🌲🍎🌲🍎🌲🍎🌲

[Dieser Beitrag enthält Werbung durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]
Quelle: https://pixabay.com/de/photos/weihnachten/


💖-lich Willkommen bei ANL = Achtsamkeit + Nachhaltigkeit + Lebensqualität = A New Life!
Wie ich  in meinem vorigen ANL-Posting angekündigt habe, ist dies mein letzter "regelmäßig
erscheinender" ANL-Beitrag. Ich danke euch allen für den regen Austausch und eure Verlinkungen
während der letzten drei Jahre - und hoffe, ihr helft mir dabei, der Aktion noch einen würdigen
Abschluss zu verleihen 😊

Das Jahr 2018 geht zur Neige, Weihnachten steht vor der Tür - und somit für viele auch die Zeit
des Schenkens. So, wie ich euch während der vergangenen Jahre kennen gelernt habe, habt ihr euch
bestimmt Gedanken über sinnvolle Geschenke gemacht: Einige haben selbst etwas Liebevolles
hergestellt, andere wissen genau, was ihre Liebsten sich wünschen oder brauchen, und ihr habt mir
in euren Kommentaren zum Teil auch erzählt, dass ihr ebenso bei den Verpackungen und beim
Weihnachtsschmuck sparsam mit den Ressourcen umgeht. Vielleicht möchtet ihr heute ein paar
dieser Inspirationen (gerne aus älteren Postings) unten verlinken - aber auch andere Beiträge,
die zu ANL passen, werden gern genommen! 😊

🌲🍎🌲🍎🌲🍎🌲

Auch von mir gibt es heute noch ein bisschen Inspiration für nachhaltige Gaben oder Geschenke der
etwas anderen Art - ob nun fürs heurige Weihnachsfest oder für Anlässe im nächsten Jahr. Und ich
möchte den Reigen der Anregungen gleich mal mit einem Zitat beginnen:

VERSCHENKT ZEIT STATT ZEUG:


Warum schenken wir denen, die wir am meisten lieben, Dinge?

Die Energie- und die Klimakrise sind Verwandte. Beide haben sie unmittelbar mit unserem Verhalten 
als Gesellschaft zu tun. Vor allem aber als Individuum. Unser Konsum bestimmt, was hergestellt wird 
und wie es hergestellt wird. Welche Rohstoffe dafür verbraucht werden. Vieles kaufen wir, ohne es 
wirklich zu brauchen…

Und weiter:

… Dinge, die wir kaufen und dann besitzen, kosten Zeit, Geld und Ressourcen. Traditionell verschärft 
sich das zu Weihnachten noch ein wenig. Dabei denken wir noch, wir tun denen, die wir am meisten 
lieben, einen Gefallen, wenn wir ihnen Zeug schenken.

Also warum nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Den guten Freunden schenken wir 
gemeinsame Zeit. Der Welt weniger Verbrauch.

Michael Volkmer

- zum gesamten Text kommt ihr hier: 


Die Anregungen, die ihr bei ZEIT STATT ZEUG findet, sind vielfältig: zum Beispiel "Zoobesuch
statt Stofftier", "Vorlesen statt Buch", "Waldluft statt Parfüm“, "Wandern statt Wein“, "Basteln statt
Bestellen“ ... und dazu gibt es gratis per E-Mail (auch noch in der allerletzten Minute) verschickbare
Gutscheine.


Quelle: https://www.zeit-statt-zeug.de/de/


Wenn ihr lieber etwas verschenkt, das man "angreifen" kann, wäre vielleicht ein Gutschein für einen
gemeinsamen Bummel auf dem Flohmarkt oder in einem Second-Hand-Laden eine gute Idee - dort
kann sich der oder die Beschenkte dann selbst ein schönes, nachhaltiges Geschenk aussuchen... Den
Gutschein für solch ein Flohmarkt-Geschenk müsstet ihr zwar selber basteln - aber dafür könnt
ihr euch zum Beispiel mit solchen Gratis-Download-Fotos von Pixabay behelfen, wie sie auch ich für
die folgende Collage verwendet habe.


Quelle: https://pixabay.com/de/photos/flohmarkt/


SCHENKT SAUBERKEIT - AUCH FÜR DIE WELT:

Ebenfalls etwas zum Angreifen und Ausprobieren wäre ein von euch gepackter Korb für ein
nachhaltiges Badezimmer, der beispielsweise folgende Produkte enthalten könnte: eine Körperseife
aus 75 % Olivenöl und 25 % Lorbeeröl und eine palmölfreie Haarseife ohne Plastikverpackung und
ohne Mikroplastik, eine kompostierbare Bambuszahnbürste mit Borsten aus recyceltem Kunststoff,
 Handtücher aus Biobaumwolle, ein Mineral-Deo mit Korkuntersetzer, eine lange haltbare Haarbürste
aus Olivenholz...

Ihr könnt auch Kosmetik zum Selbermachen verschenken - in Form eines DIY-Sets, das den perfekten
Einstieg ins Zero-Waste-Leben darstellt. Mit nur wenigen Produkten - wie Natron, Maisstärke,
Kokosöl, ätherischem Öl... - lassen sich Kosmetikprodukte ganz einfach selber machen – somit wird
Müll vermieden und es werden Ressourcen geschont. Entweder ihr packt dieses Päckchen selbst oder
ihr kauft das fertige Set samt Anleitungen (z.B. im Avocadostore für ca. 24 Euro). Weitere DIY-Kits
könnt ihr auch bei Ecco Verde oder im Shop von The Glow finden.



Quelle: https://www.waschbaer.at/shop/



Oder ihr packt einfach ein Geschenk-Set von Hydrophil in den Korb - es enthält zwei nachhaltige
Zahnbürsten aus Bambus, einen Zahnputzbecher aus Bambusfasern und eine ayurvedische Zahnpasta
ohne Fluorid. Hydrophil ist ein kleiner Onlineshop, in dem sich alles um das Thema Wasser dreht –
und in diesem Zusammenhang auch um Plastik(vermeidung). 10 Prozent des Gewinns spendet
Hydrophil an die Organisation Viva con Agua, die sich weltweit für einen menschenwürdigen
Zugang zu sauberem Trinkwasser einsetzt.

Weitere schöne, nachhaltige oder sogar Zero-Waste-Geschenke:
Ableger von eigenen Pflanzen, selbstgemachte Badepralinen mit natürlichen Zutaten (HIER geht
 es zum Rezept), ein paar Bäume, die im Namen des Beschenkten gepflanzt werden, eine selbst
befüllte "Kochbox", ein fair hergestellter Fußball, eine Cookies-Mischung, die ihr selbst gemixt
und hübsch in Flaschen gefüllt habt, wiederbefüllbare Kapseln für bereits vorhandene N*spresso-
Maschinen - und dazu fairen Kaffee...


Quelle: https://utopia.de/galerien/


SCHENKT EINE ZIEGE, EIN SCHWEIN, SCHULBILDUNG 
ODER SAUBERES WASSER: 

Wenn ihr etwas Originelles und Besonderes an jemanden verschenken wollt, der "schon alles hat"
und gleichzeitig dort helfen wollt, wo echter Mangel herrscht, könnten die "einZIEGartigen" Geschenke
von Oxfam Unverpackt das Richtige sein:

Da bekommen z.B. extrem arme Menschen in Bangladesch eine Entenfamilie - und zugleich die
Möglichkeit, sich durch Kleinviehhaltung neue Einkommensmöglichkeiten zu schaffen. Für euch
zum Weitergeben gibt es auch etwas, wenn ihr das wollt: eine hübsche Karte und einen
Kühlschrankmagneten. Oder aber auch eine E-Card oder eine PDF-Datei zum Selbstausdrucken.


Quelle: https://unverpackt.oxfam.de/fabelhafte-weihnachten

Oder ihr verschenkt sauberes Trinkwasser für Menschen in Not, ein Ferkelchen oder ein
ausgewachsenes Schwein, das Menschen in Burundi nach den Bürgerkriegen beim Aufbau einer
neuen Existenz hilft, eine bunte Tierherde - denn die vier Viecher machen unter anderem ordentlich
Mist: Tierisch wichtig für eine gute Ernte. Hinzu kommen geruchsneutrale Vorzüge wie Eierlegen,
Milchgeben oder Karrenziehen und natürlich Nachwuchsproduktion. Die Küken tragen in Mosambik
bei Familien in Not zur Sicherung des Lebensunterhalts bei. Und das sind längst nicht alle
Weihnachtsgeschenke, die es bei Oxfam gibt. Und auch andere Organisationen - wie z.B. die -
Caritas - bieten die Möglichkeit, Ziegen, Esel, Saatgut - oder aber auch "eine Stunde Glück" zu
verschenken. Außerdem gib es bei Vier Pfoten, dem WWF und anderen Tierschutzorganisationen
und in diversen Tierparks die Möglichkeit, Tierpatenschaften zu übernehmen - bzw. eben auch zu
verschenken.

🌲🍎🌲🍎🌲🍎🌲

Wenn ihr auf ganz spezielle Weise mit eurem Geschenk das Klima retten wollt, könnte der
UNCOZY SWEATER, den es bei WWF zu bestellen gibt, eine gute Wahl sein. Der Wollpulli ist
kuschelig und bequem und sieht auch sehr gut aus, aber statt Rentieren oder Weihnachtsmännern
thematisiert er eine unbequeme Wahrheit: Der Klimawandel ist real. Der Sweater ist auch nachhaltig, 
und wird in Top-Qualität in einer Schweizer Strickwarenfabrik hergestellt.


Quelle: https://www.wwf.at/de/menu756/subartikel4498/


Sollte all das noch nicht genug Inspiration für euch gewesen sein, findet ihr auf der Seite von
Utopia noch viele weitere Anregungen - zum Beispiel:


Hier noch weitere Tipps für nachhaltige Geschenke von Smarticular..., Ökogeschenke von
Greenpicks..., nachhaltige und sinnvolle Geschenkideen von Greensoul ... Schaut euch einfach
um, das Netz ist voll von Geschenkideen, die der Welt nicht schaden, teilweise noch dazu nicht
 viel kosten und den Beschenkten zeigen, das ihr euch Gedanken macht! Nicht nur über den
Sinn des Schenkens, sondern auch über die Welt, die wir den nächsten Generationen
hinterlassen.

🌲🍎🌲🍎🌲🍎🌲

Nun, ihr Lieben, seid wieder ihr an der Reihe mit euren Blogbeiträgen, die die Welt ein
Stückerl besser machen. Denkt daran: Jede gute Idee kann ansteckend wirken! Habt 
keine Scheu, auch Ideen zu posten, die euch "klein" erscheinen.

Denkt bitte auch daran, in euren Postings mit 
folgendem Link auf die Aktion A New Life hinzuweisen: http://rostrose.blogspot.co.at/p/anl.html 
Unter diesem Link findet ihr auch weitere Informationen und Tipps zu ANL!

🌲🍎🌲🍎🌲🍎🌲

Zum heutigen Schluss wünsche ich euch noch weitere
wunderbare Vorweihnachts- und Vorbereitungstage!

Herzliche Adventgrüße von eurer Traude

🌲🍎🌲🍎🌲🍎🌲

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, Sunnys Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
der Gartenglück-Linkparty, bei Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB

🌲🍎🌲🍎🌲🍎🌲

HIER noch eine WICHTIGE PETITION:


Milka-Herzen, Weihnachtsmänner, Toblerone-Dreiecke -- die Weihnachtszeit ist voller Schokolade. Doch die Süßigkeiten haben einen bitteren Beigeschmack: die Abholzung von Regenwäldern für Kakao. Mondelēz, einer der größten Schokohersteller der Welt, verwendet Kakao, für dessen Anbau riesige Flächen Regenwald zerstört werden -- der Lebensraum gefährdeter Elefanten und Schimpansen.

Die Vorweihnachtszeit ist für Mondelēz Geschäft extrem wichtig -- das macht den Konzern verwundbar, denn gerade jetzt kann er sich ein Imageproblem nicht leisten. Wenn wir öffentlich auf seine Regenwaldzerstörung hinweisen und Mondelēz unter Druck setzen, können wir das Unternehmen dazu bewegen, seine Lieferkette aufzuräumen. Hier geht es zur Petition:



🌲🍎🌲🍎🌲🍎🌲

HIER GEHT'S ZUM LINKUP:


Mittwoch, 14. November 2018

ANL # 35 - nachhaltige Capsule Wardrobe - weit weg von "fad"!

Servus ihr Lieben!

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In meinem vorigen ANL-Beitrag erzählte ich euch ausführlich, weshalb es für die Welt und für
 euch selbst besser ist, möglichst auf Aluminium zu verzichten. Danke für eure zahlreichen
engagierten Kommentare und eure Verlinkungen dazu!

Leider schaffe ich es nicht in jedem Monat, einen gut recherchierten und ausführlichen ANL-Beitrag 
über brennende Umweltprobleme auf die Beine zu stellen. Diesmal kam ich ziemlich ins Trudeln, als 
ich feststellte, wie nah die Monatsmitte bereits ist und dass ich noch nichts für ANL vorbereitet habe. 
Die Inspiration für mein heutiges Posting überkam mich schließlich, als ich zwei Kleidungsstücke 
aus meinem vor-vorigen Blogbeitrag nebeneinander sah:




 Diese beiden Kleidungsstücke hatte ich in meinem Posting Herbstbunt und Novembergrau 
getrennt voneinander getragen. Eines davon ist 33 Jahre alt, das andere aus fairem Handel. Ich
wäre offen gestanden nicht "einfach so" auf die Idee gekommen, sie miteinander zu kombinieren.

Doch als sie nun so nebeneinander lagen, fiel mir 
einerseits auf, dass sämtliche Farben des Seidengilets (das sich seit 1985 in meinem Besitz 
befindet) auch in meinem Regenbogenrock vom Weltladen enthalten sind. Andererseits fiel mir
 auf, dass das Muster des Gilets zwar geblümt ist, aber dass die Struktur des Stoffes Längsstreifen 
enthält - ebenso, wie die einzelnen Bahnen des Rockes längsgestreift sind. Ich suchte ein Shirt, 
das mit den Farben des Gilets harmoniert, fand in meinem Schrank ein grünes, probierte den
Regenbogenrock zu beidem an - et voila: Ich finde, dieser ungewöhnliche Mix funktioniert prima!




Ich überlegte, ob es weitere Kleidungsstücke aus dem Herbstbunt und Novembergrau-Beitrag
gibt, die dieses Outfit gut ergänzen könnten und blieb an diesen beiden Stücken hängen: Der
senfgelben, knopflosen Jacke und dem Dreieckstuch in verschiedenen Rottönen:


 


Zuerst versuchte ich die obige Kombination nur mit der Jacke - und fand, dass sie eine schöne
Farbklammer für beide Teile darstellt, denn der Gelbton findet sich sowohl im Gilet als auch im
Rock:



 
Und dann kam auch noch der flauschige wärmende Schal dazu - er greift in Gesichtsnähe noch
einmal die Rottöne auf, die allesamt in den unteren beiden Bahnen des Rockes enthalten sind - und
auch er hat Streifen zu bieten:




So viel also als Erklärung, wie ich zu meinem heutigen Thema kam: Denn dieses (eindeutig
 nachhaltige) Outfit, das ich aus Bestandteilen anderer Outfits gemixt habe und das eine wunderbare
Grundlage für eine rostrosige Capsule Wardrobe darstellt, enthält kein einziges "farbneutrales" oder
langweiliges Stück!

Wenn ich 
mir hingegen somanche im Internet vorgeschlagenen Capsule Wardrobe so ansehe, bekomme ich
- UUUAAAAAAAAAAAAAAAAAH! - leider das große GÄHNEN ... Viele der minimalistischen 
Garderoben bestehen (weil leicht zu kombinieren) hauptsächlich aus einfärbigen Kleidungsstücken 
in schwarz, weiß, grau, dunkelblau oder beige. Und an Mustern findet man vor allem Ringel und 
Karos vor, zuweilen auch dezente Pünktchen oder Streublümchen. Nach mutigen Stücken sucht
man bei vielen (nicht bei allen 😉) Capsules vergebens!


Zwei aktuelle Capsules: Es sind zwar manche schöne Teile dabei, aber hier mangelt es mir deutlich an Abwechslung, 
Farbe und Modespaß! Bildquellen: KLICK und KLICK
 

 Ich würde aus Langeweile eingehen, hätte ich NUR solche Stücke im Schrank!

Versteht mich nicht falsch - ich meine nicht, dass jeder Mensch so bunt herumlaufen muss wie
ich an meinen Farbenlust-Tagen. Auch für mich ist das oben gezeigte Outfit nichts, das ich an
jedem Tag tragen möchte - aber an Tagen, wo ich Farbe brauche, ist es wunderbar und macht
 viel Spaß!

An den gezeigten Kleidungsstücken in den Capsules ist im Grunde auch nichts auszusetzen. Als
Kombinations-Alleskönner sind sie tolle Basisteile. Wie ihr hier im Blog bereits lesen konntet, gab
es bei mir in jüngeren Jahren eine schwarze Phase, da benötigte ich nichtmal all das Beige und Grau
und Weiß dazu. Viel zu viel Ablenkung vom schönen Schwarz! Doch diese Phase ist längst vorüber.
Für mich stellen diese kombinationsfreudigen Töne mittlerweile eine Leinwand dar, auf der man das
restliche Outfit entwerfen kann - aber eben vor allem das. Und kein bisschen mehr.

Auch jetzt habe ich Kleidungsstücke in meinem Schrank, die dezent sind; viele davon habt ihr
schon oft gesehen. Mein Bio-Leinenrock in taupe, den ihr in einer der Collagen weiter oben seht, 
ist ein gutes Beispiel für einen idealen Kombipartner - er ließe sich u.a. natürlich auch prima
 mit dem grünen Shirt und dem Seidengilet aus dem Beispiel mit dem Regenbogenrock mixen!
 Und das Shirt mit Bienenwaben- oder Echsenschuppenmuster, das ich zu dem Rock trage, passt
auch prima zu der gelben Hose, die ich neulich zum alten Gilet trug.)


Ein paar neuere Kombis - und ein paar aus früheren Jahren...



 An ausschließlich neutralen Einzelteilen ist auch dann nichts auszusetzen, wenn sehr wenig
Budget zur Verfügung steht und daher nur wenige Teile angeschafft werden können. (In diesem
Fall rate ich aber zum Aufpeppen der dezenten Garderobe mit bunten Tüchern oder interessanten
Stücken vom Flohmarkt oder aus zweiter Hand.) Sonst fallen mir bloß noch folgende Begründungen
ein: Man hat eigentlich keine Lust, sich mit Kleidung zu beschäftigen, man kann Muster und Farben
nicht leiden, man fühlt sich durch Überlegungen, welche Kleidungsstücke zueinander passen könnten,
überfordert oder die Fantasie befindet sich gerade auf Urlaub im weit entfernten Ausland.  

👞👚👗👛👖👡👘👝👠👕👢
 
Da vermutlich viele von euch, die bis hierher gelesen haben, sich durchaus für Mode bzw.
für Kleidung interessieren (oder zumindest für einen entspannteren Umgang mit ihren Kleider-
schrankinhalten), möchte ich als nächstes ein paar Punkte niederschreiben, bei denen es
sich nach meiner Auffassung um Irrglauben im Zusammenhang mit minimalistischen
Garderoben handelt.


Irrglaube 1:
Eine Capsule Wardrobe sollte hauptsächlich aus dezenten, ungemusterten Basisteilen bestehen.
Falsch! Das sollte sie nur dann, wenn ihr bereits einen Schrank voll mit dezenten Teilen
habt und euch dieser Stil begeistert. Wenn ihr auf spannende Schnitte oder Muster steht, außerdem
viele bunte Teile in eurem Schrank habt und/oder Freude an Farbe verspürt, wäre es doch traurig,
euch von diesen tollen Teilen zu trennen und dann nur noch in farbneutralen, ungemusterten Stücken
herumzulaufen. Gerade das eine oder andere ausgeflippte, auffällige oder besonders edle
Kleidungsstück bringt in eine Garderobe das gewisse Etwas. Außerdem besitzen mehrfarbige
Klamotten den großen Vorteil, dass jede in ihnen enthalten Farbe neue interessante
Kombinationsmöglichkeiten bietet.
 
Wenn euch ein Farbton gut steht, sind garantiert auch damit viele Kombinationen möglich. 
Schaut mal, hier unten zeige ich euch einen weiteren Mix mit der senfgelben Jacke und dem 
Dreieckstuch von oben - diesmal mit meinem schwarzbunten Sommer-Maxikleid, das ihr auch 
schon lange kennt - und das in meinen Augen sogar SEHR GUT in eine Capsule Wardrobe passt:

 


Alternativ zu einem "richtigen Kleidungsstück" kann auch ein Accessoire
wie z.B. ein passendes, farbenfrohes Tuch jedes Outfit verwandeln. Gut zu erkennen in diesem
 Beispiel aus einem vier Jahre alten Posting, in dem ihr dasselbe Sommer-Maxikleid mit
einem blauen Seidentuch seht - die Wirkung des Kleides ist eine ganz und gar andere. Und wie
euch bestimmt auffällt, kommen in dem Kleid sowohl Farbtöne vor, die dem der Jacke als auch
 dem des Seidentuches entsprechen. Ich finde: Je mehr Farben ein Muster enthält, desto 
vielfältiger sind die Möglichkeiten der Kombination!



Irrglaube 2:
Bei einer Capsule Wardrobe muss jedes Stück mit jedem kombinierbar sein.
Nein, muss nicht - solch ein Zwang schränkt viel zu sehr ein! Wenn es genügend gut kombinierbare
Basisteile gibt, bringen Kleidungsstücke, die den Stil etwas sprengen oder nur mit wenigen Teilen
kombinierbar sind, erst die richtige Spannug in die Garderobe. Falls ihr euch fragt, wieviele Teile
solche eine Capsule denn beinhalten sollte: Viele Blogger und Stylisten, die ihre Garderobe nach
dieser Methode organisieren, schwören auf die Zahl 37 (inklusive Schuhen, Ober- und Unterteilen
und Jacken). Hier ist Näheres zu diesem Thema ganz gut beschrieben. Ich denke, es macht Sinn,
sich auf 30 bis 50 Teile zu einigen. Aber auch da sollte es kein "Muss" geben.


Teile meiner Island-Reise-Capsule-Wardrobe
 

Bei einer Urlaubs-Capsule genügen natürlich weniger Teile. Aber auch da gehören meiner
Meinung nach ein bis zwei "freche Ausreißer" dazu, die nicht unbedingt Kombinations-Wunder,
aber stattdessen Eye-Catcher sind. Mein Koffer für unsere Island-Reise enthielt beispielsweise
gleich mehrere auffallende Teile. Interessanterweise ließen sogar DIE sich untereinander gut
mixen, weil die Farben und Muster miteinander harmonierten:





 Irrglaube 3:
Besondere Stücke sind teuer.
Kann sein, muss aber nicht sein. Ich habe einige meiner besonderen Stücke auf Flohmärkten,
auf Reisen oder in Second-Hand-Läden erstanden, und da waren sie keineswegs teuer. Andere Teile
in meinem Schrank wiederum stammen von halbwegs bekannten Marken bzw. von Herstellern
qualitativ hochwertiger Modelle, aus Bio- und Fair-trade-Produktion... und diese Teile haben
natürlich ihren Preis. Aber da ich meine Kleidung mittlerweile sehr nachdenklich und gezielt
einkaufe, bleibt mir für solche Ankäufe auch mehr Geld übrig. Und ich kann durchaus bis zum
Sale warten, da habe ich mir schon einiges erspart...


Irrglaube 4:
 Wenn du etwas ein Jahr lang nicht getragen hast, wirst du es nicht mehr tragen wollen - 
Kleiderschrank ausmisten ist gut für dich.
Ich sage mal: Kommt darauf an! Es bringt natürlich nichts, wenn ihr Klamotten aufhebt, die
euch definitiv nicht mehr passen oder stehen, die von schlechter Qualität sind oder in denen ihr
euch noch nie wohl gefühlt habt.

Trotzdem meine ich, dass sich vor dem Weggeben mancher Teile ein zweiter
Blick beziehungsweise die Frage lohnt: "Warum steht mir das Kleidungsstück nicht? Warum trage
ich es nicht gerne?" Liegt es an der Farbe? Am Schnitt? Lässt sich daran eventuell etwas ändern?
Denn manchmal kann man einem Kleidungsstück mit einer neuen Farbe oder einer Naht an der
richtigen Stelle, mit einer Spitzenborte am Saum, einem Aufbügler auf einem Fleck etc. ein
neues, schönes Leben verleihen. Selbst ich als Nicht-Näherin habe es geschafft, ein paar Röcke
 zu kürzen und somit zu Lieblingsteilen zu machen (so z.B. den oben schon gezeigten
roten Wickelrock aus Indien) - und mit umgefärbten Stücken ging's mir ebenso.

 
Fotos aus DIESEM Posting von 2015. Das Shirt ist übrigens dasselbe, das ich oben zu meinem alten Gilet trage.



Auch dass etwas unmodern geworden ist, ist kein Grund zur Trennung. Die meisten Moden kehren
zurück - und außerdem: Wenn mir etwas steht, ist es mir schnurzpiepegal, ob etwas modern ist oder
nicht. Dann trage ich es, wenn ich Lust darauf habe. Und wenn mir etwas nicht steht oder ich etwas
unpraktisch finde, ist es mir ebenso egal, ob es als modisch angepriesen wird. 
 
Wie ist das also jetzt mit dem Credo "Wenn du etwas ein Jahr lang nicht getragen hast, dann
weg damit!"??? Mir kommt fast vor, solche Aussagen kommen von der Industrie, damit man dann
DOCH wieder etwas Neues kauft, weil ja Platz in der Garderobe ist! Der eben gezeigte Rock hätte
ein Opfer dieser Regel werden können. Das oben gezeigte Seidengilet ebenso. Und auch der
taupefarbige Maxirock hing eine Weile - vermutlich länger als 12 Monate - ungeliebt herum, weil
ich einfach keine Lust auf ihn hatte.


Die kurzärmelige Strickjacke, die ich euch zuletzt in diesem Posting gezeigt habe, war jahrelang ein Schrankmonster - bis 
ich sie dank Elas Schrankmonsteraktion wieder entdeckte und seither eine große Zahl von verschiedenen Outfits damit 
kreierte.


Was man gefühlt zu oft trägt, kann man zwischendurch mal satt bekommen. Ich finde, wenn man
sonst genug anzuziehen hat, sollte man das betreffende Kleidungsstück in diesem Fall sogar gezielt
und bewusst für zwei drei Jahre in die hinterste Schrankecke verbannen. Und es eines Tages
hervorholen wie ein nagelneues, eben erst gekauftes Teil: Nach dem Motto "Ja, was haben wir denn 
da? Einen taupefarbigen Maxirock aus Leinen!?! So einen wollte ich schon immer!"

Denn bei vielen Kleidungsstücken kehrt die Lust und die Freude, damit zu experimentieren,
wieder zurück (jedenfalls nach meiner Erfahrung) - und nun habe ich richtig Spaß an somanchen
alten Klamotten! Vielleicht auch, weil im Verlauf der letzten Jahre ein neuer Kombipartner
dazugekommen ist? Kein Wunder also, dass ich den o.g. Glaubenssatz für Bullshit halte, oder?


Und wieder die senfgelbe Jacke, diesmal mit dem Rock vom Henry-Laden, meinem Fashion-is-a-Passion-Shirt und 
einer alten grauen Kapuzenjacke, die vor Ewigkeiten mal zu einem Hosenanzug gehörte.



Irrglaube 5:
Eine Capsule Wardrobe ist immer nachhaltig.
 Nicht unbedingt. Denn ich habe bereits über Damen gelesen, die ihren Kleiderschrank
weitgehend leeren, um sich 37 neue Teile zu kaufen, die sie dann gerade mal eine Saison lang
tragen. Dann haben sie die Teile satt, werfen sie auf den Müll und kaufen für die nächste
Saison 37 weitere nagelneue Teile... Das geht ziemlich am Sinn der Sache vorbei. Hat aber
vielleicht damit zu tun, dass die Kleidungsstücke, die in diesen Capsules enthalten waren,
keine wirklichen Lieblingsteile waren, sondern gekauft wurden, weil "so etwas eben in eine
Capsule Wardrobe gehört"... und nach ein paar Monaten kann man das Zeug einfach nicht
mehr sehen.


Irrglaube 6:
Eine Capsule Wardrobe ist nur nachhaltig, wenn die Teile aus Bio-Produktion stammen.
Unfug. Natürlich ist es besser für die Welt, wenn man beim Ankauf von Neukleidung nach
Möglichkeit auf die Umweltfreundlichkeit der verwendeten Materialien achtet. Aber die
nachhaltigsten Kleidungsstücke sind die, die gar nicht erst neu produziert werden müssen.
(Das gilt übrigens in gewissem Sinne auch für selbst genähte Kleidung: Denn auch die
dafür verwendeten Stoffe müssen ja erst einmal erzeugt werden ... Nähen mit alten Stoffen
bzw. Second-Hand-Kleidung umnähen ist demnach umweltfreundlicher...)



Eine Kombi aus früheren Jahren: Noch einmal der Rock vom Henry-Laden und die ehemalige Schrankmonster-Strickjacke


Also: Kleidung, die ihr schon besitzt und möglichst lange tragt, ist prima. Kleidung aus zweiter
 Hand muss auch nicht extra für euch neu hergestellt werden - ihr gebt den Klamotten ein neues
Leben und euch selbst ein neues Kombistück. Ein Stück gern zu haben und oft zu tragen, selbst
wenn es nicht "öko-bio" ist, ist deutlich besser als ein Öko-Vorzeigemodell, das ihr an euch
dann doch nicht so mögt. Kauft also besser euren TRAUM-Mantel oder die Jacke in der perfekten
Farbe, selbst wenn sie nicht aus Biostoffen gefertigt sind, und tragt diese Stücke dann jahrelang.
Und wenn ihr sie nicht mehr tragen könnt oder wollt, gebt sie weiter - verkauft oder verschenkt
sie... Das ist ein besserer und nachhaltigerer Kauf als ein Bio-Wollmantel, den man nicht wirklich
mag und deshalb kaum trägt.

👞👚👗👛👖👡👘👝👠👕👢

So, ihr Lieben, das war es vorläufig mit diesem Thema. Dieses Posting war allerdings
ursprünglich etwas länger, als es jetzt ist, weil ich noch den Punkt Wie kommt ihr also nun 
zum perfekt gefüllten Kleiderschrank? und ein paar passende Tipps angefügt hatte. Ich habe
mich entschieden, daraus einen extra-Blogbeitrag zu machen, weil dieser hier ohnehin schon
recht lang ist. Demnächst geht's also Capsule-Wardrobe-mäßig weiter...







Auf eines möchte ich euch am Ende meines heutigen Beitrags noch schonend vorbereiten: Dies
ist mein vorletzter regelmäßiger ANL-Beitrag mit Verlinkungsmöglichkeit! Ich werde am 15.
Dezember noch ein ANL-Linkup starten, und ich halte mir offen, im kommenden Jahr ab und zu
nach Lust und Laune ein Umweltposting (vielleicht sogar mit Verlinkungsmöglichkeit) zu posten,
doch mir sind solche regelmäßigen Aktionen aktuell leider zu viel, deshalb habe ich beschlossen,
herunterzuschrauben.



👞👚👗👛👖👡👘👝👠👕👢
 
Nun, ihr Lieben, seid wieder ihr an der Reihe mit euren Blogbeiträgen, die
die Welt ein Stückerl besser machen. Denkt daran: Jede gute Idee kann ansteckend wirken! Habt 
keine Scheu, auch Ideen zu posten, die euch "klein" erscheinen.

(Oh - und weil die Frage aufkam: Es macht
 absolut nichts, wenn die Verlinkung nichts mit "meinem" Thema - also im Fall von neulich mit
Aluminium oder Recycling - zu tun hat... Hauptsache es geht in eurem Beitrag etwas, mit dem ihr
die Welt zu einem besseren Platz macht bzw. das die Umwelt zu schonen versucht und zu den
Begriffen Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Lebensqualität passt.)


Denkt bitte auch daran, in euren Postings mit 
folgendem Link auf die Aktion A New Life hinzuweisen: http://rostrose.blogspot.co.at/p/anl.html 
Unter diesem Link findet ihr auch weitere Informationen und Tipps zu ANL!


Herzliche Grüße von eurer Traude



Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, Sunnys Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
der Gartenglück-Linkparty, bei Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB


HIER GEHT'S ZUM LINKUP: