Ursprünglich wollte ich euch heute einen Rückblick auf unseren Juni bieten. Aber dann kamen die ü30-Blogger mit ihrer [Blogparade] Leichtigkeit des Sommers. Und da dachte ich mir: "Was könnte besser zu sommerlicher Leichtigkeit passen als die viereinhalb Julitage, die wir gerade eben in der Wachau verbracht haben?"
😎🏖️😎
Ihr
könnt meinen Post übrigens sommerlich-leicht nehmen und einfach nur die
Bilder ansehen und vielleicht noch die Überschriften dazu lesen. Die
Texte sind für alljene, die es genauer wissen wollen 😉 Nunja, der Epilog ist dann doch für ALLE 😊...
😎🏖️😎
![]() |
| Wachau an der Donau - Niederösterreich |
- Es ist schon 14 Jahre her, dass ich euch Bilder von unserem Besuch der wundervollen Bibliothek im Stift Melk zeigte. Hier gibt es auch einen zauberhaften Gartenpavillon zu sehen.
- Im Spätsommer 2019 unternahmen wir eine Donauschifffahrt durch die Wachau.
- Im Frühling 2021 führte ich euch auf den blühenden Marillen-Erlebnisweg und Göttweig-Wanderweg in der Wachau. Die Fortsetzung mit Bildern vom Stift Göttweig folgte HIER.
- Ende Juli 2021 unternahmen wir mit unseren Freunden Brigitte und Peter einen Tagesausflug in die Wachau - und ich erzählte euch einiges von Römern, Marillen und Donau-Kirchen.
Unsere Unterkunft im Juli 2024: Gasthof zur Wachau - Fam. Zeller. Sehr nett - und das Essen fanden wir besonders köstlich. *)
*) Wie ich euch in diesem älteren Post schon erzählte, ist bei unserer Autoversicherung ein interessanter "Bonus"
dabei: Verschiedene Hotels bieten Gratis-Übernachtungen an, sofern man
ein Doppelzimmer inklusive Abendmenü und Frühstück bucht. Zu bezahlen ist dann nur das Essen. Der Gasthof zur Wachau ist eines dieser Hotels.
Für alle, die die Wachau (Betonung auf dem „au“ [aʊ̯] in der letzten Silbe) noch nicht kennen - diese Niederösterreichische Kulturlandschaft ist bekannt für guten Wein 🍷, für Marillen (= Aprikosen) 🍑 und natürlich für die daraus resultierenden Marillenknödel 😋, es gedeihen in diesem Klima aber auch andere Früchte. Weiters ist dieses Gebiet berühmt für uralte Burgen 🏰, Wehrkirchen ⛪ und Klöster sowie für eine reizvolle hügelige Landschaft ⛰️⛰️⛰️. Die Wachau liegt am Donaufluss zwischen den Städten Melk und Krems. Im Jahr 2000 wurde sie in die Liste des UNESCO-Weltkultur- und -Naturerbes aufgenommen.
![]() |
| Glücklicherweise ist es mittlerweile verboten, Schwalbennester von Häusern zu entfernen. |
Falls ihr mehr über all das wissen wollt: Bereits im Juli 2021 nahm ich euch virtuell mit zu einem Ausflug in das Mohndorf Armschlag.
- HIER kommt ihr zu Teil 1 mit einem tollen Mohnfeld-Shooting im mohnroten Kleid und meinem Tanz entlang des längsten Mohnblumen-Gemäldes der Welt.
- Und HIER geht es zu Teil 2 mit dem Besuch des Mohnmuseums und einer Fahrt mit einem Oldtimer-Traktor zu den Mohnfeldern.
Für Samis Linkup Monday Mural füge ich hier die Collage mit Fotos des langen Mohn-Murals von 2021 ein:
Zu sommerlicher Leichtigkeit passt natürlich auch ein Glaserl Wachauer Wein und kulinarischer Genuss. Beides gönnten wir uns nach unserem Ausflug. (Das Mittagessen ließen wir hingegen an allen Tagen aus.)
Das Abendmenü, das es im Rahmen unseres Autoversicherungs-Bonus-Programms gibt, besteht zwar aus vier Gängen, aber erstens sind diese nicht zu üppig, zweitens ließen wir üblicherweise einen Gang aus und drittens bestellte ich bei der Hauptspeise immer eine kleinere Portion. Noch weniger essen wollten wir nicht, denn die Küche im Gasthof zur Wachau ist wirklich so gut, wie es in den Bewertungen heißt 😊😋.
![]() |
| Ansichten der Kremser Innenstadt - UNESCO Weltkulturerbe |
![]() |
| Von der Ruine aus hat man einen tollen Blick über die Wachau! |
Wir waren allerdings durch die Hitze schon zu müde, um an einer Führung durch das Stift teilzunehmen und beschlossen daher, den Bus nach Spitz zu nehmen und von dort mit der Fähre wieder zurück zur "anderen" Donauseite zu fahren, wo sich unser Hotel befand.
Leider war das Warten auf den Bus bei der Station Dürnstein West äußerst unangenehm, da es dort weder einen Hauch von Schatten noch eine Möglichkeit zu Sitzen gibt. Aber als der Bus endlich da war, war er glücklicherweise klimatisiert. Die Fahrt nach Spitz und auch das Übersetzen mit der Donaufähre gingen dann angenehm flott.
Untere Collage: Nach der Wanderung zur Ruine gönnten wir uns in Dürnstein eine Kugel Marilleneis. Das Foto daneben zeigt eine Verzierung an einem Tor des Stifts. Die übrigen Fotos entstanden etwas später in unserem Hotel: Vor- und Nachspeise unseres Abendessens, meine "Abendgarderobe" und eine weibliche Amsel, die Edi in einem Busch direkt neben unserem Tisch im Gastgarten entdeckte. Es gab dort ein Nest und es herrschte (wie schon bei den Schwalben) ein reger "Fütterungs-Betrieb".
Ursprünglich waren wir uns nicht sicher gewesen, ob die Straße von unserem Hotel zur Ruine Aggstein überhaupt passierbar war, denn es hatte vor kurzem erst einen Felssturz in der Gegend gegeben. Meine Freundin Brigitte hat das folgende Bild am 18. Juni von der anderen Donauseite aus aufgenommen:
![]() |
| Foto von Brigitte |
Doch zu unserem Glück gab es keine Probleme bei der Fahrt zur Ruine, der Erdrutsch hatte ein paar Kilometer flussaufwärts stattgefunden. Für die Region ist diese Behinderung allerdings höchst problematisch, da es hier nur wenige Umfahrungsmöglichkeiten gibt. Die Räumungsarbeiten gestalten sich äußerst schwierig und werden mutmaßlich noch bis zum Jahresende dauern. (Das erinnert mich in gewisser Weise an Neuseeland 🙄...)
![]() |
| Schön war's - und gratis mit der NÖ-Card |
Umso froher waren wir alle, dass es diesmal klappte und unsere Freundin einen ausgedehnten Spaziergang durch das schöne Erlebnisgarten-Areal mit uns unternehmen konnte. Bri hatte sich gewünscht, dieses blühende Ausflugsziel mit uns zu besuchen. Das Kittenberger-Motto für Juli und August passt übrigens auch perfekt zur ü30-Blogparade:
Mediterrane Wochen: Die warmen Sonnenstrahlen zeigen uns, wie Sommer richtig geht! Wir genießen die Tage unter chilligen Schattenplätzen und mit entspannten Stunden im Garten.
Leider verträgt Bri Hitze normalerweise noch schlechter als ich - und ausgerechnet der 6. Juli war der heißeste Tag von allen (34°C). Wie ihr seht, war auch den entzückenden Alpakas (mit ihren süßen Bommel-Frisuren) ziemlich heiß 🥵 - aber ihr Fell sah feucht aus, ich denke, sie hatten eine Abkühlung bekommen. Zum Gück gibt es hier wirklich einige der oben erwähnten schattigen Sitzplätze, die wir gerne nützten.
Ganz besonders freut uns, dass Bri so glücklich über dieses Treffen war, dass sie zwei Tage lang weniger Schmerzen hatte!
- Als erstes besuchten wir das Haupthaus der Kunsthalle Krems und sahen hier die sehr interessante Ausstellung Matter of Place des multidisziplinären britischen Künstlers Thomas J Price.
Ich mag es, wenn ich in einer Aussstellung etwas lerne. In der Schau wurde mehrmals der Begriff der "Windrush-Generation" erwähnt, den Edi und ich nicht kannten. Dank der Kinderbücher, die in einem der Räume ausgelegt waren, und späterer Recherche im Internet erfuhr ich, dass es sich bei der Windrush-Generation um Einwanderer aus der Karibik handelt, die ab dem Jahr 1948 in das Vereinigte Königreich gekommen waren. Hier erfahrt ihr mehr über den Windrush-Skandal (deutsch) - und hier eine ausführliche Information in englischer Sprache.
- Danach besuchten wir das gleich gegenüber gelegene Karikaturmuseum Krems. Dort läuft derzeit die sehenswerte Manfred Deix Jubiläumsschau.
- Zu guter Letzt statteten wir auch noch der Landesgalerie Niederösterreich einen Besuch ab und wählten die folgenden zwei Ausstellungen: 1.) Unterwegs (weil uns der Titel gefiel bzw. zu uns passte 😉) 2.) Elfriede Mejchar - Grenzgängerin der Fotografie (aus demselben Grund). Wir kannten die Fotografin nicht, waren aber sehr angetan von ihrem Werk.
Abschließend gönnten wir uns ein erfrischendes Getränk in der "Gastwirtschaft Poldi Fitzka", die sich im moderen Museumsgebäude befindet. Mein Erfrischungsgetränk war der Bio-Beeren-Fitzz, den ihr unten seht. Wie das Restaurant zu seinem altertümlich anmutenden Namen kam, könnt ihr HIER nachlesen.
Die Speise- und Outfitfotos stammen dann schon wieder aus unserem Hotel (wobei einige der Speisenfotos noch vom vorangegangenen Tag stammen 😉)...
Zuerst besichtigten wir die Anzuchthäuser (wo auch das Pflücken von Chilis erlaubt war) und erfuhren durch ein Video Interessantes und Sympathisches über die Geschichte von Fireland Foods, dann holten wir uns bei einem Gewürzquizz die volle Punktezahl und somit 10 % Rabatt für allfällige Einkäufe, dann verkosteten wir zahlreiche der regional erzeugten Saucen von mild bis extrascharf... und dann stockten wir unsere Vorräte auf. Ich denke, für die nächsten paar Jahre brauchen wir uns nun nicht mehr um den Neuankauf scharfer Saucen zu kümmern 😉.
Ich sehne mich nicht nach meiner Kindheit, aber ich sehne mich nach der Freude, die ich früher an kleinen Dingen fand, selbst wenn weit wichtigere Dinge im Argen lagen.
Neil Gaiman, Auszug aus dem Roman Der Ozean am Ende der Straße
Als ich diese Aussage las, fiel mir auf, dass ich genau das kann: Ich empfinde diese kindliche Freude. Einfach so. Ich bin üblicherweise in der Lage, die Dinge in der Welt, die definitiv im Argen liegen, so weit auszublenden, dass sie mich nicht daran hindern, mein Leben mit Freuden zu genießen. (Meine Eltern, deren Jugend immerhin während des Zweiten Weltkrieges stattfand, konnten das auch.)
Je älter ich werde, desto besser gelingt es mir. Und ich bin sehr, sehr dankbar für dieses Glück. Es ist nicht so, dass ich blind wäre für Not, Krieg, Umweltzerstörung etc. Ich weiß, dass schlimme Dinge passieren, und ihr wisst, dass ich es weiß. Und sofern ich mich in der Lage sehe, einen Beitrag zu leisten, den ich für sinnvoll halte, tue ich das.
![]() |
| Diese Bilder habe ich mithilfe der KI erstellt. (Habt ihr bemerkt, dass die Frau links unten offenbar 6 Finger hat? 😁 Aber viel auffälliger und wichtiger ist ihr herzliches Lachen!) |
Aber mein Leben ist dennoch voll mit freudigen Momenten, kleineren und größeren, und manchmal erfreuen mich Dinge, die anderen Menschen nicht einmal auffallen. Ich glaube, diese Art von kindlichem Glücksempfinden ist verwandt mit dem Draufblasen auf Pusteblumen und passt somit prima zu sommerlicher Leichtigkeit. Deshalb habe ich euch davon erzählt.
💚💚 Nun wünsche ich euch noch, dass es auch in eurem Leben viele luftig leichte Pusteblumenmomente gibt - selbst dann, wenn vielleicht gerade vieles nicht so passt. Genau dann benötigen wir solche Momente nämlich umso mehr. 💚💚
![]() |
| Diese Bilder habe ich mithilfe der KI erstellt. |


















































