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Sonntag, 14. Januar 2018

ANL # 25 - 3 neue Herausforderungen bei ANL

Servus ihr Lieben!


Auf meine Frage, ob ihr wollt, dass  ich die Aktion ANL fortsetze, kam fast durchwegs ein JA.
Ich war darüber eigentlich etwas verblüfft, da ich eine gewisse ANL-Müdigkeit festgestellt
hatte.*) Doch solange noch ausreichend Interesse besteht, mache ich 2018 gerne weiter!

*) Immerhin gab's beim allerersten ANL-Linkup 72 Verlinkungen zu verzeichnen, beim
zweiten gar 82,  beim zwölften 36 und beim vierundzwanzigsten nur noch 25 Verlinkungen. 
Allerdings hat das wohl auch damit zu tun, dass manche BloggerInnen
ganz allgemein während der letzten beiden Jahre Blog-müde geworden sind...

Aber wir geben nicht auf, sondern bleiben frisch, munter und energiegeladen dabei,
Stück für Stück die Welt zu retten! 👍😊🌳🌹🌴🐒🐟🐯🌲


3 der Hauptbestandteile meiner Island-Urlaubs-Minigarderobe: grünes Kleid, schwarzer Stufenrock, roter Wickelrock. 
Und dazu kamen dann noch 3 Hosen für die Landausflüge. Und ein paar Oberteile....

Und somit geht die Aktion Achtsamkeit + Nachhaltigkeit  + Lebensqualität = A New Life
in ihr drittes Jahr. Damit es jedoch nicht langweilig wird und damit sich auch diejenigen
unter euch beteiligen können, die bislang keine Idee hatten, welche Art von Beitrag sie dazu 
leisten könnten, habe ich mir eine kleine "Zusatz-Herausforderung" einfallen lassen. Oder 
genauer gesagt, DREI Zusatz-Herausforderungen.

(Aber keine Sorge, wer sich wie bisher mit Postings über Umweltthemen, Tierschutz, Natur-
Gärten, Kräuterheilkunde, humanitäre Themen, Flohmarktfunde, mit Veggie-Rezepten, 
DIY-Projekten - egal ob gebastelt, genäht, gestrickt, gehäkelt etc. - verlinken möchte, kann das 
gerne auch weiterhin so halten. Mehr Ideen für Projekte, die die Welt ein bisserl besser machen,
gibt's HIER.)


... sowie - ganz wichtig - dieser Jacquard-Kurzmantel!

Was das alles mit den hier eingefügten Fotos meiner Island-Capsule-Wardrobe zu tun hat, 
die ihr ja auch schon in meinem Reisebericht gesehen habt, werde ich euch in der Folge noch 
erklären. Die sind nämlich nicht nur dazu da, dass ihr euch die einzelnen Kombinationen im 
direkten Vergleich ansehen könnt, sondern haben auch noch einen weiteren Hintergrund.




Herausforderung Nr 1:
1 Teil - 3 Looks

Hier geht es darum, "1 Teil",
also ein Kleidungsstück oder z.B. auch ein Sofa, ... eine Wohnzimmerwand, ... mit einfachsten
Mitteln zu "verwandeln". Das ganze sollte möglichst ohne Neuankäufe ablaufen. Wenn geht,
würde ich davon jeweils gern drei Gestaltungsbeispiele sehen - "3 Looks". (Zur Not kann ich auch
mit nur zwei Beispielen leben - vor allem, wenn ihr ältere Posts verlinkt, wo es eben nur zwei 
Beispiele gibt - ich freue mich jedoch ebenso über vier und mehr Looks... 😉) Und ich würde mich
besonders freuen, wenn auch BloggerInnen mit Kleidungs-Ideen mitmischen, die normalerweise 
keine Modeblogs betreiben. (Denn einige von euch haben mir bereits geschrieben, dass ich sie zu
mutigeren bzw. neuen Kombinationen inspiriert habe.Gebt diese Inspiration bitte auch an andere
weiter!) *)


👢👜👘👟👕👖🎀

In der folgenden Collage zeige ich euch an einem Kleidungsbeispiel, wie ich das meine: 
Das grüne Des*gualkleid durfte mich an drei Tagen unserer Islandreise in unterschiedlichen 
Kombinationen zum Abendessen begleiten. Von links nach rechts seht ihr den Mix von Tag 6 
(mit einem Shirt über dem Oberteil und einem roten Kimonogürtel wurde das Kleid quasi zum 
Rock, dazu ein roter Unterrock), den Mix von Tag 11 (Flower-Power-Look mit weißem 
Häkelblütenshirt und zwei verschiedenen Unterröcken) sowie den Mix von Tag 1 (ziemlich 
pur mit rotem Gürtel und hervorblitzendem roten Top).


* ) Wenn ihr keine "Modeblogger" seid bzw. euch nicht gern im Blog zeigen möchtet, aber dennoch gern mit Kleidung 
mitmischen möchtet, könnt ihr die Kombinationen auch möglichst gut erkennbar z.B. auf einen Kleiderbügel oder eine 
Kleiderpuppe hängen.


Durch die unterschiedlichen Accessoires wirkt das Kleid jedes Mal ein bisschen anders.

Was das mit ANL zu tun hat? 

Nun, ein Kleidungsstück, das viele Gesichter besitzt, hat das Talent, eine Garderobe vielseitiger 
und somit auch nachhaltiger zu machen. Denn wenn in den vorhandenen Kleidungsstücken genug 
Kombinationsspaß steckt, ist das Bedürfnis nicht so groß, immer wieder Neues zu kaufen. Das ist 
gut für die eigene und für die allgemeine Lebensqualität, denn so bleibt mehr Geld für Wichtigeres -
und auf der Erde werden Ressourcen geschont. Und glaubt mir, wenn ihr achtsam genug seid und
ganz genau hinseht, könnt ihr in jedem Kleidungsstück Potential zum Verwandeln entdecken!  

Dasselbe gilt auch für z.B. das oben erwähnte Sofa - 
mit ein paar einfachen "Zutaten" wie Kissenüberzügen und Überwürfen kann eine braune Couch
 zu einer roten werden (oder umgekehrt), eine einfarbige zu einer bunten, eine frühlingshafte zu einer
herbstlichen usw. Auch hier würde ich mich freuen, wenn ihr möglichst nichts Neues kauft (oder 
wenn das "Neue" zumindest Second-Hand ist oder aus Ressourcen-schonenden Materialien angefertigt 
wurde). Die Kissenüberzüge und Hussen können selbstgenäht, -gehäkelt, -gestrickt... sein, ihr könnt 
aber auch auf andere Weise eure Fantasie spielen lassen... 


Der rot-gemusterte Wickelrock wurde auf der Island-Reise auch ganz unterschiedlich kombiniert: Mal mit dunkel-, 
mal mit hellgrünem Oberteil - und in Hamburg, wo mich wegen gesundheitlicher Angeschlagenheit keiner mehr 
fotografierte, mit roter Bluse.


In der unteren Collage seht ihr zur weiteren Untermalung noch, dass sogar das
grüne Kleid und der rote Wickelrock zusammenpassen. Und dass sowohl Rock als auch
Kleid mit dem Strickmantel aus Bio-Merinowolle harmonieren:




Zumindest vom rechten Beispiel kann ich euch sogar Tragefotos bieten. Diese Fotos stammen
übrigens aus jenem Post, in dem ich euch gezeigt habe, welche Mix-Experimente ich vor der
Reise gemacht habe: KLICK. Ich hoffe, da ist einiges an Inspiration für eigene Experimente
(und eigene ANL-Beiträge) für euch dabei!!!




Herausforderung Nr 2:
ZWECKentfremdet

Hier geht es darum, einen Gegenstand, den ihr bereits besitzt, mal ganz anders als ursprünglich 
gedacht zu verwenden. Klassische Beispiele dafür sind ein Teekessel als Vase, das Gestell einer 
alten Nähmaschine als Blumentisch oder eine Suppenterrine als Blumentopf. Klickt einfach mal
HIER und schaut euch Beispiele an. Da könnt ihr dann so interessante Vorschläge sehen wie eine
Gemüsereibe als Buntstiftbehälter oder ein Fahrrad als Waschtisch. Zeigt uns solche oder aber auch
eure eigenen originellen ZWECKentfremdungen.

Aus meiner Island-Minigarderobe kann ich euch abermals eine Kostprobe bieten: Da habe ich 
nämlich einen Loop ZWECKentfremdet, indem ich ihn zum Rock machte (siehe untere Collage 
rechts und Mitte). Mehr darüber erfahrt ihr in DIESEM Reiseberichts-Kapitel.




Das linke Bild in der oberen Collage und die drei Fotos hier unten haben hingegen wieder mit
der 1. Herausforderung  "1 Teil - 3 Looks" zu tun: Denn in all diesen Outfits spielt mein schwarzer 
Stufenrock eine Rolle - und genau genommen auch in dem Outfit mit dem "Loop-Rock", denn da 
fungiert er als Unterrock 😉

 


Herausforderung Nr 3:
Aus ALT mach NEU

Für die dritte Herausforderung kann ich euch jetzt auf die Schnelle kein eigenes Beispiel bieten,
aber das Internet ist voll davon. HIER und HIER könnt ihr euch Anregungen holen, und bestimmt
 haben viele von euch schon mal einen alten Stuhl mit einem neuen Anstrich verändert oder eine Lampe
mit einem neuen Schirm aufgepimpt und können uns die Ergebnisse zeigen. (Vorher-Nachher-Fotos
wären natürlich toll!) Für NäherInnen bieten sich Projekte unterschiedlichster Schwierigkeitsgrade
an wie das Umnähen eines zu engen Kleides in einen passenden Rock, das Gestalten einer coolen
Tasche aus alten Jeans oder einer Wimpelgirlande aus kaputten Geschirrtüchern oder T-Shirts.
Undsoweiterundsofort.
Alles klar?



Mix mit olivgrüner "Camouflage"-Hose


Dann freue ich mich einfach mal schon riesig auf all eure eifrigen Verlinkungen
mit vielen tollen Ideen! Und wie gesagt, es gilt auch weiterhin, was bisher für ANL gegolten
hat - jeder Beitrag, der die Welt ein bisserl besser macht und zu den Vorschlägen passt, die ich
euch HIER unterbreitet habe, ist gern gesehen!


Eine von vielen Kombinationen mit der grünen Hose - alle anderen könnt ihr euch im Island-Reisebericht*) ansehen


*) Zum Island-Reisebericht kommt ihr übrigens HIER bzw. wenn ihr auf den entsprechenden
 Button unter meinem Header klickt. Und der nächste kurze Reisebericht (Spanien im Oktober
2017) ist schon in Arbeit!!!

Mix mit roter Hose


Nun, ihr Lieben, seid aber mal wieder ihr an der Reihe mit euren Themen, die die Welt ein
Stückerl besser machen. Habt keine Scheu, auch Ideen zu posten, die euch "klein" erscheinen - 
erzählt oder zeigt uns bitte jede Kleinigkeit, mit der ihr die Welt zu einem besseren Platz macht 
bzw. die zu den Begriffen Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Lebensqualität passt.
Denkt daran: Jede gute Idee kann ansteckend wirken!

Denkt bitte auch daran, in euren Postings mit folgendem Link auf die Aktion A New Life 
hinzuweisen: http://rostrose.blogspot.co.at/p/anl.html  Und ich möchte euch auch bitten, ein
Exemplar des unten in drei verschiedenen Farben abgebildete Logos in eurer Seitenleiste zu 
verlinken, um möglichst viele zum Mitmachen zu bewegen. *)


*) Es geht hier nicht darum, dass mein Blog "beworben" wird, sondern dass möglichst viele Menschen dazu 
motiviert werden, sich Gedanken über die Welt und ihren Zustand zu machen - und über die Möglichkeit, einen 
sinnvollen Beitrag zur Verbesserung der Situation zu leisten. Wenn viele Menschen die Aktion ANL kennen und
ihre tollen Ideen zeigen, ist das ein Schritt in diese Richtung.


http://rostrose.blogspot.co.at/p/anl-new-life.htmlhttp://rostrose.blogspot.co.at/p/anl-new-life.htmlhttp://rostrose.blogspot.co.at/p/anl-new-life.html


  Und nun lasst uns zusammen die Welt retten - ich freue mich schon sehr auf eure Beiträge!



Fotos: Herr und Frau Rostrose
Alles Liebe von eurer Traude

🌳🌹🌴🐒🐟🐯🌲 🌳🌹🌴🐒🐟🐯🌲 🌳🌹🌴🐒🐟🐯🌲 🌳🌹🌴🐒🐟🐯🌲


PS:
Ich möchte euch auch abermals auf den Blog
  EiNaB  - einfach . nachhaltig . besser . leben!
hinweisen. Hier wird über über DIY, urbane Selbstversorgung, Nachhaltigkeit, zero waste,
Plastikreduktion, Naturkosmetik im Alltag etc. gebloggt - und wenn ihr passende Beiträge habt,
könnt ihr euch unter den EiNaB-Posts genauso verlinken wie z.B. unter meinen ANL-Beiträgen.
Auch das ist ein Schritt in die richtige und wichtige Richtung!

PPS:
Zum Schluss will ich euch ein Posting von Frau Hummel ans Herz legen, in dem
es um den Dokumentarfilm TOMORROW geht, den auch ich vor kurzem gesehen habe und
der einen sehr großen Beitrag dazu leisten kann, den globalen ökologischen Kollaps aufzuhalten -
immer vorausgesetzt, das er von vielen Menschen gesehen (und beachtet, diskutiert, zum Beispiel 
genommen) wird. Denn in diesem Film geht es nicht um große "Entscheidungen von oben", sondern 
tatsächlich darum, was JEDER von uns zuwege bringen kann. Um kleine und große Initiativen. Um 
geniale Lösungen, wie man mit der Umwelt leben kann anstatt gegen sie. Da steckt so viel 
Wissenswertes über die Welt und unsere Zukunft drin, so viel Potential und positive Energie...;
 ich denke, es ist ganz wichtig, dass diesen Film möglichst viele sehen, damit es ihnen leichter 
fällt, gemeinsam an einem Strang zu ziehen...

Unter Umständen werde ich darüber auch noch einen eigenen Beitrag machen - aber hier
geht's schon mal zum Post von Frau Hummel bloggt.
🌳🌹🌴🐒🐟🐯🌲

PPPS:
Eines hab ich noch! GANZ zum Schluss gibt's jetzt nämlich Fotos vom verschneiten 
Wochenende in Rostrosenhausen - und vom Gastkater Austria, der sich aufgrund der Wetterlage 
erstmals auf unser Sofa wagte und dort ein gemütliches Nickerchen einlegte, ehe er sich wieder 
hinaus in die Kälte begab:

verlinkt bei Gartenglück Linkparty


Und hier geht's nun endlich zum Linkup:


Mittwoch, 20. Dezember 2017

Island-Kreuzfahrt Teil 14 - "Zufallstag" in Reykjavik

 Hej, ihr lieben Mitreisenden!
๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑


Allmählich geht's mit meinem Reisebericht in die Zielgerade!
Wie ich euch HIER erzählt habe, hätten wir Island ursprünglich am achten Reisetag um 17 Uhr
verlassen und in Richtung der schottischen Orkney-Inseln aufbrechen sollen. Doch auf dem Weg
zu den Orkneys herrschte Sturm mit über fünf Meter hohen Wellen, und deshalb hatte der Kapitän
 der Preziosa entschieden, dass wir einen Tag länger in Reykjavik bleiben würden.

Für Edi und mich war dieser "uns zufällig zugefallene Tag" DIE Gelegenheit, doch noch in die
nördlichste Hauptstadt der Welt (die mit etwas mehr als 120.000 Einwohnern*) zugleich die bei
weitem bevölkerungsreichste Stadt Islands ist) "hineinzuschnuppern".  

*) Im Großraum von Reykjavik leben mehr als 200.000 Menschen.



TAG 9 - 6.6.2017:
Wettervorhersage von der Brücke: Sonne, Wolken, 9° bis 10° C
(und auch an diesem letzten Tag in Island gab es tatsächlich keinen Regen! 👍)
Natur und moderne Bauten in und um Reykjavik; Blick auf die Skyline der Stadt vom Hafen aus - und seht ihr, wie 
tief das Flugzeug über die Hochhäuser hinwegfliegt?


 Um ehrlich zu sein, erwartete ich mir nicht viel von Reykjavik - 
eine moderne, wachsende Stadt eben. Was wir beim Entlangfahren gesehen hatten, war jedenfalls 
wenig reizvoll gewesen - Hochhäuser in den verschiedensten Stilrichtungenen, alles sah etwas 
zusammengewürfelt aus. Wir hatten auch eine Erklärung dafür bekommen: Es gibt in Island selbst 
keine Möglichkeit, Architektur zu studieren. Deshalb studieren die Isländer überall, wo man sie 
lässt, und kommen dann mit den unterschiedlichsten Ansätzen und Einflüssen ins Land zurück. Und
dort achtet dann offenbar niemand darauf, ob die jeweils entworfenen Gebäude zueinander oder zur
Landschaft passen...


So sah's in Reykjavik noch im Jahr 1836 aus. Bild von HIER.


Was wir vor der Reise von Reykjavik kannten, waren einige wenige Fotos - vor allem von der
Hallgrímskirkja, die das höchste Gebäude Islands und zugleich eines der Wahrzeichen der Stadt
 ist. Wir brachen also mit dem vagen Plan in die Hauptstadt auf, uns diese Kirche aus der Nähe
anzusehen und ein wenig umherzuflanieren, um zu schauen, was diese kleine Großstadt sonst
noch zu bieten hat. Und ich muss sagen, Reykjavik hat uns positiv überrascht: Die Stadt erzählt
 interessante Geschichten von vergangenen Zeiten und besitzt gleichzeitig eine moderne,
jugendlich-frische Aura!




Übrigens nahmen wir nicht den Shuttlebus vom Hafen zur City, wie es auf dem Schiff angeboten
wurde, sondern wir beschlossen, den Promenadenweg am Meer entlang zu spazieren. Und wir
haben es nicht bereut, denn es gab unterwegs viel Interessantes zu entdecken.

Unter anderem ein völlig verrücktes Haus samt kleinem Skulpturengarten in der Laugarnestangi 65.
Dieses besondere Zuhause wurde vom isländischen Filmdirektor Hrafn Gunnlaugsson geschaffen; er
nennt es Rabennest (die Übersetzung von Hrafn ins Deutsche ist Rabe). HIER könnt ihr (in englischer
Sprache) mehr über den Künstler und sein Zuhause lesen und HIER gibt es noch einen isländischen
Artikel, wo ihr euch ein Foto des "Raben" vor seinem Nest ansehen könnt.






Dieses spezielle Haus liegt ganz in der Nähe des Sigurjón Ólafsson Museums.
Sigurjón Ólafsson war ein bedeutender isländischer Bildhauer; wir ließen das Museum dennoch
außen vor, denn wir hatten nur bis 13.30 Uhr Zeit. (Um 14 Uhr würde unser Schiff dann in Richtung
Hamburg ablegen.) Außerdem herrschte passables Wetter, und es gab draußen schließlich auch
einiges zu sehen. Sowohl das "Rabennest" als auch das Sigurjón Ólafsson Museum liegen in dem
malerischen Reykjaviker Viertel Laugarnes.

Dieser Stadtteil blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, z.B. war dort auch einst ein
Leprakrankenhaus untergebracht, das jedoch im Jahr 1943 niederbrannte. Mittlerweile ist Laugarnes
ein Erholungs- und Naturschutzgebiet; unter anderem brüten hier zahlreiche Vogelarten. Leider gibt
es im Internet kaum Informationen über dass Viertel - HIER könnt ihr euch einen kurzen Wikipedia-
Artikel in englischer Sprache durchlesen. Und einiges konnte man auf der Infotafel lesen. Unten seht
ihr auch alte Fotos von Laugarnes - solche Häuschen standen hier noch vor ein paar Jahrzehnten:




In der folgenden Collage ist oben links das Gästehaus Höfði zu sehen. Es beherbergte so 
hochkarätige Gäste wie Winston Churchill und Marlene Dietrich, weiters fanden sich hier im Jahr 
1986 Ronald Reagan und Michail Gorbatschow zu einem Gipfeltreffen ein. Die übrigen Häuser in 
den nächsten Collagen und auch die Fassadenmalereien haben wir dann bereits im Zentrum von 
Reykjavik fotografiert. Erfreulicherweise herscht auch hier durchaus die nordische Buntheit vor
und es gibt sogar die eine oder andere schöne Grünfläche und einige reizvolle ältere Gebäude
zu sehen:





Als nächstes seht ihr die Hallgrímskirkja
mit dem 74,5 Meter hohen Turm und der Statue des isländischen Entdeckers Leif Eriksson davor.
Leider war die Kirche von außen teilweise eingerüstet; sie ist dennoch ein beeindruckender Bau
und in ihrem Inneren sehr hell, was u.a. an den zusätzlichen Fenstern hinter dem Hauptaltar und
dem weitgehenden Verzicht auf Buntglasfenster liegt. Der Bau der Kirche dauerte über 40 Jahre;
sie ist nach dem isländischen Dichter Hallgrímur Pétursson benannt.





Da die Kirche auf einem Hügel erbaut wurde, hat man vom Turm aus angeblich einen wunderbaren
Blick über die Stadt; wir waren allerdings nicht oben, sondern unternahmen stattdessen Streifzüge
zu ebener Erde. Auf diese Weise kam es auch zu einigen netten Begegnungen. Ihr wisst ja, dass wir
auf Reisen immer unsere Katzen vermissen - uns so saß mitten in der Hauptstadt diese
Mieze und ließ sich bereitwillig kraulen und fotografieren.




Außerdem plauderten wir unterwegs mit Herrn und Frau Troll. Es gab aber auch ein liebliches 
Mädchen im gelben Kleid und mit Blüten im Haar zu sehen, außerdem eine mit kunstvollen 
Schnitzereien verzierte alte Holztür und zwei leider nicht mehr sehr gesprächige Rentiere in einem 
Kleidungs- und Souvenirladen (in dem ich Papageitauchersocken für Jana erstand und von der 
Dame an der Kassa für meine schöne Merinowolljacke Komplimente bekam). Die Püppchen oder
Wichtel aus Islandwolle gab's in einem anderen Laden, der leider gerade geschlossen hatte, und
das Buch der Wiener Werkstätten, das dort in einem Laden für gebrauchte Bücher angeboten 
wurde, habe ich für Beate aus dem Bahnwärterhäuschen fotografiert, die mit dem Stil jener 
Zeit einiges anfangen kann.




In dem hellgrauen Gebäude hier unten befindet sich ein gemütliches Café,
in dem wir uns eine kleine Pause gönnten. Den Gartenzwerg, der die Theke schmückte, habe ich
fürs Tatjana-Reserl von Resis weiße Welt fotografiert, die ein Faible für diese Mützen-Gesellen
hegt.




Bei dem grauen Gebäude mit dem Art-Deco-Touch 
handelt es sich um das Isländische Nationaltheater (entworfen vom isländischen Staatsarchitekten
Guðjón Samúelsson). Ich hätte geschätzt, dass es älter ist, aber das Theater wurde erst am 20. April 
1950 eröffnet. Das weiße Gebäude daneben ist das alte Gebäude der Isländischen Nationalbibliothek 
 (Landsbókasafnið).




Unten könnt ihr einen Blick auf ein besonders modernes
Beispiel isländischer Architektur werfen: Die Konzerthalle Harpa wurde im Jahr 2011 eröffnet.
Ihr Bau verschlang 160 Millionen Euro und noch während der Planungsphase brachte der große
Finanzcrash von 2008 die Wirtschaft Islands vorübergehend fast vollständig zum Erliegen.

Wegen der Kosten, der Lage am Hafen und der modernen
 Architektur wurde das Gebäude mit der vom Künstler Olafur Eliasson gestalteten Kristallfassade
von der Bevölkerung zunächst scharf kritisiert - inzwischen gilt die Harpa als architektonische
Attraktion, als Symbol für den neuen Aufschwung des Landes und als weiteres Wahrzeichen der
Hauptstadt. Das Gebäude beherbergt das Isländische Sinfonieorchester, die isländische Oper, ein
Kino, Konferenzsäle und einige kleine Geschäfte.




Damit war unser Rundgang durch Reykjavik fast zu Ende. Wir konnten längst nicht alle
sehenswerten Orte und Gebäude besuchen - das Kuppelgebäude Perlan (auf einem Hügel
etwas außerhalb der Innenstadt gelegen) wäre zum Beispiel noch sehr interessant gewesen.
Ich habe Perlan am Vortag aus dem Bus heraus fotografiert, ohne zu wissen, was es ist -
siehe nächste Collage.

Es handelt sich dabei um einen Speicher, von dem aus die Stadt mit Warmwasser versorgt wird -
und auch die Gehwege und Straßen werden mit Hilfe des Warmwassers im Winter beheizt und
somit frei von Eis gehalten. Das ist aber noch nicht alles, denn hier ist ein ganz besonderer Ort am
Entstehen: Unter der Kuppel befinden sich Restaurants, Cafés, ein Saga-Museum, seit kurzem auch
das Museum der Naturwunder Islands mit einem künstlichen Gletscher samt Eishöhle - und für das
Jahr 2018 ist lt. Wikipedia auch die Eröffnung eines Planetariums geplant. Unsere Tischnachbarn
wollten dem Inneren dieser Halbkugel allerdings einen Besuch abstatten und scheiterten. (Das hatte
wohl damit zu tun, dass der Eröffnungstermin des Gletscher- und Eishöhlenmuseums im Juni 2017
lag und unsere Reise ebenfalls im Juni stattfand - ich nehme also an, dass wir für Perlan ein paar
Tage zu früh in Reykjavik waren... Sollten wir noch einmal nach Island reisen können, steht
dieser Ort aber auf unserem Programm.)





Wir waren nun also wieder bei der Promenade angelangt, bei der wir unseren Ausflug begonnen
hatten. Bis zum Ankerplatz der Preziosa hatten wir allerdings noch ein Stück zu gehen - ich schätze
mal, etwa 20 Minuten. Eines der Kunstwerke, das es entlang dieses Spazierweges zu betrachten
gibt, zählt zugleich zu den beliebtesten Fotomotiven der Stadt: SólfarSonnenfahrt oder auch Das 
Sonnenschiff. Laut einem sehr kurzen Wikipedia-Artikel zeigt das Schiff "zum Sonnenuntergang im 
Norden, wodurch sich der Name erklärt". HIER könnt ihr mehr über dieses Werk des Künstlers
Jón Gunnar Árnason lesen. Oder ihr genießt einfach nur seinen Anblick:


 


Vorbei an dem Meer aus Lupinen und dem Meer aus Salzwasser ... kamen wir schließlich wieder 
bei unserem Schiff an, das pünktlich um 14 Uhr ablegte. Bis zum Abendessen hatten wir dann
 Zeit für ein Workout im Gym und Sauna-Entspannung, und für den Abend sollten wir uns einmal 
mehr in "Gala-Schale" werfen, da der Kapitän zu einem kleinen Cocktail-Empfang einlud...




Allmählich drohte mir die auch nur annähernd für Galas geeignete Kleidung auszugehen,
denn mit so vielen "besonderen Anlässen" hatte ich nicht gerechnet - und sie sind meiner Meinung
nach auch weder notwendig noch sinnvoll: Ein Gala-Abend soll schließlich etwas Besonderes sein
und nicht alle paar Tage stattfinden - sonst wird er profan. Der Grund dahinter liegt aber wie so
 oft im Geschäftlichen: Denn bei den "Daily specials" in der Bordzeitung hieß es: "Bereit für den 
Galaabend?" - und dann wurde darauf hingewiesen, dass die Kosmetikexperten an Bord gerne
dabei helfen, den perfekten Look zu finden, dass man sich aus der hinreißenden Auswahl an edlem
Schmuck zu unglaublichen 40 % Rabatt etwas aussuchen könne und dass man in der schiffseigenen
Boutique 10 % auf ausgewählte Stücke erhalten würde.

Ich wäre nicht ich, würde ich solchen Rattenfängermelodien folgen. Schminken kann ich mich
selber und gefalle mir so besser, als wenn "Kosmetikexperten", die mich nicht kennen, Hand an mich
legen (das hatte ich nämlich in jüngeren Jahren zweimal - und das Ergebnis fand ich beide Male
schauerlich); nach der Sauna hatte ich Zeit, meine Lockenpracht zu kultivieren (sprich: die Haare
an der Luft trocknen zu lassen und zu kneten), und währenddessen tüftelte ich mein vielleicht nicht
Gala-tauglichstes, aber ganz bestimmt originellstes Outfit dieser Reise aus. Denn der Rock, den ihr
hier unten seht, ist in Wirklichkeit ...





... ein Schal! Genauer gesagt ein Loop. Ihr könnt euch in diesem Post noch einmal meine Reise-
Capsule-Wardrobe ansehen, und dort dann in der 7. Collage den Loop.

Für dieses Outfit
schlüpfte ich zunächst in meinen schwarzen Stufenrock, zog dann den Loop darüber, steckte den
oberen Rand leicht gefältelt in den Rockbund, und fixierte ihn nochmals mit der Rückseite meines
Wende-Kimonogürtels, die denselben Rotton hat wie meine Bluse. (Die weinrote, rosenbestickte
Vorderseite des Gürtels könnt ihr euch in diesem Post noch einmal ansehen, da trug ich ihn auch
zum Abendessen.) Dazu meine portugiesische Paillettenstola - und schon war ich bereit fürs
Abendessen und einen Cocktail. Herr Rostrose setzte auf lässige Eleganz mit Shirt und Jeans
in schwarz sowie seinem hellen Sakko - und ich finde, er sah damit besser aus aus somancher
geschniegelte Typ an Bord 😉





An den nächsten beiden Tagen waren wir auf See unterwegs - 1180 nautische Seemeilen liegen
zwischen Reykjavik und Hamburg. Wie wir diese Zeit verbracht haben und was wir an unserem
Tag in Hamburg noch erlebten, werde ich euch nach Weihnachten im letzten Kapitel meines
Reiseberichts schildern.


Mit diesem Post bin ich bei folgenden Blogparaden dabei:
Natur-Donnerstag von Ghislana / Jahreszeitenbriefe,
und Sabines Aktion Outfit des Monats
Sowie bei den "Modischen Matronen" Beate, Natalia und Tina
๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑



Ich habe zwar vor, mich spätestens am 24. Dezember noch einmal kurz mit Weihnachtsgrüßen 
bei euch zu melden, doch ich weiß nicht, ob es sich tatsächlich noch zur rechten Zeit ausgeht oder
ob ihr an diesem Tag noch andere Blogs besucht. Sicherheitshalber wünsche ich euch schon jetzt 
eine wundervolle Zeit voller Liebe und Freude, Wärme und Licht - und freue mich sehr auf ein 
baldiges Wiederlesen!


 Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße
eure Traude
๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑




Hier könnt ihr euch zu den einzelnen Kapiteln meines Reiseberichtes klicken:

Montag, 11. Dezember 2017

Island-Kreuzfahrt Teil 13 - Geothermalgebiet Krysuvik und die Blaue Lagune


Hej, liebe Mitreisende!
๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑



Immer noch TAG 8 - 5.6.2017:
In der oberen Collage habe ich wieder ein paar der Eindrücke des zweiten Teils unseres Ausflugs
von diesem Tag zusammengefasst. Unter anderem könnt ihr hier schon einen ersten Blick auf das
Geothermalgebiet Krysuvik und auf die Bláa Lónið (Blaue Lagune) werfen. In der Collage unten
seht ihr u.a. ein geothermales Kraftwerk. 

Dazu ein Zitat aus Wikipedia: "Es gibt fünf wichtige geothermale Kraftwerke in Island, die etwa 
24,5 % (2008) des Bedarfs an Elektroenergie des Landes decken. Außerdem liefert die geothermale 
Energie Wärme für Heizung und Warmwasser für circa 90 % aller isländischen Haushalte. Mit 
Erdwärme und Wasserkraft deckt Island 100 Prozent seines Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen."

Tja, schön wär's wenn es diese Möglichkeit überall auf der Welt gäbe...
Allerdings müssten wir dann auch alle mit aktiven Vulkanen leben...




Solch einem geothermalen Kraftwerk verdankt die Blaue Lagune ihre Existenz - Zitat Wikipedia:
"Der See entstand als „Abfallprodukt“ des nahe gelegenen Geothermalkraftwerkes Svartsengi, 
das die Energie des gleichnamigen Vulkansystems nutzt." Und weiter: "Thermalwasser aus dem 
Kraftwerk wird nach seiner Verwendung zur Stromerzeugung auf das umliegende Lavafeld geleitet 
und bildet dort einen Salzwassersee in der typisch blau-weißen Farbe."

Das 37° bis 39° warme Wasser ist reich an Mineralien und bekannt für seine heilende Wirkung, vor 
allem bei Schuppenflechte und anderen Hauterkrankungen. Für die türkisblaue Farbe ist übrigens 
Kieselsäure verantwortlich. Früher hatten die Einheimischen freien Zugang zum See, mittlerweile 
ist dort ein Thermalbad entstanden - und falls ihr euch fragt, was die Kräne zu bedeuten haben:
Es wird gerade an einem Luxushotel bei der Lagune gearbeitet...


Bláa Lónið (Blaue Lagune): Der Badebereich ist auf diesen Fotos nicht zu sehen.

In unserem Tagesprogramm war von einem kurzen Aufenthalt bei der Lagune die Rede; nach
Auskunft unseres Reiseleiters war dort jedoch kein Aufenthalt möglich, weshalb wir das türkis
schimmernde Wasser nur vom Bus aus sehen und fotografieren konnten - schade! Aber in den
wirklich spannenden Badebereich hätten wir sowieso nicht reinkönnen. HIER sind Fotos davon.

Während Herr Rostrose und ich ursprünglich keine Lust auf einen Badeausflug (und vor allem auf
danach wieder abtrocknen, anziehen, in den Bus klettern und weitere Besichtigungen unternehmen)
gehabt hatten, denke ich mittlerweile, dass ich - sofern sich irgendwann wieder die Gelegenheit dazu
ergeben sollte - diese nützen und ein Bad in der Blauen Lagune nehmen werde. Denn nach unserem
Auflug plauderten wir beim Mittagessen mit einem Paar, das den Ausflug mit einem zweistündigen
Bad im Heilwasser gebucht hatte, und die beiden schwärmten sehr von diesem entspannenden
Erlebnis und dem angenehmen Hautgefühl danach. (Besonders schön soll solch ein Bad im Winter
sein - ich bin mir nur nicht sicher, ob man mich da jemals wieder aus dem warmen Wasser
rausbrächte...)


Unter anderem kamen wir bei unserer Fahrt durch diesen Ort mit den hübsch bemalten Häusern aus Holz oder Wellblech.


Es gibt eben bei einer Kreuzfahrt so viele mögliche Auflugsziele und nur so wenig Zeit: Für
die Gegend um Reykjavik waren gerade mal zwei Tage eingeplant, und für diesen Zeitraum
wurden neun verschiedene Ausflüge angeboten. Ist natürlich toll, wenn man die Wahl hat, aber
die Entscheidung fiel uns nicht immer leicht. Schließlich pickten wir aus dem Möglichkeiten jene
 Tagesausflüge heraus, die uns möglichst viel Typisches und Interessantes von der Insel
versprachen.

Da ging sich kein Bad in der Blauen Lagune mehr aus - ja nicht einmal eine
Besichtigung der Hauptstadt hatten wir vorgesehen, sondern stattdessen der reizvollen
Landschaft der Insel den Vorzug gegeben. Das bereuten wir aber keineswegs. (Und wie ich
schon im vorigen Reiseberichts-Kapitel erwähnt habe, gab es an diesem Tag noch eine
Überraschung... die genau mit diesem Punkt zu tun hatte...)




Nach einer relativ kurzen Fahrt erreichten wir unser nächstes Ziel, das
Geothermalgebiet Krysuvik, in dem zahlreiche Dampfsäulen aus Löchern im Erdboden
emporsteigen. Diese Gasdämpfe nennt man Solfatare. Dazu erklärt Wikipedia folgendes:  

"Solfataren sind 100 °C bis zu 250 °C heiße postvulkanische 
Exhalationen (Ausströmungen) von Gasen, die hauptsächlich Schwefelwasserstoff (H2S), 
Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasserdampf enthalten. Der Schwefelwasserstoff ruft den 
unverwechselbaren Geruch von faulen Eiern hervor."

Ja, und genau so roch es dort tatsächlich. Doch da wir in der Nähe der Thermenstadt
 Baden bei Wien leben, können wir mit diesem Geruch ganz gut umgehen. Denn Baden ist
berühmt für sein Schwefel-Heilwasser, welches auch auch das „Gelbe Gold“ genannt wird.






Abgesehen von den Solfataren gab es in dem Areal auch in den unterschiedlichsten
Farben schillernde Schlammlöcher und verfärbtes Gestein, das an abstrakte Malerei erinnerte.
Es machte uns Spaß, dort herumzustreunen und das Farbenspiel der Natur zu bestaunen, und
es fühlte sich interessant und ein wenig irritierend an, über Bächlein zu springen, die nicht
kühl waren, sondern vor Wärme dampften.


Seht ihr oben links auf dem Berg den Dampf aufsteigen? Dort "mussten" wir natürlich hinwandern!

An so einem schönen Tag und in einer so faszinierenden Landschaft verspürte ich
das dringende Bedürfnis, mir ordentlich die Beine zu vertreten - im Bus waren wir lange
genug gesessen. Deshalb überredete ich Herrn Rostrose dazu, den Weg bis zu der heißen
Quelle, die man oben auf dem Berg vor sich hindampfen sah, mit mir hinaufzustapfen. Es
war nicht allzu schwierig, ihn zu überzeugen, denn von dort oben würde es auch die
Möglichkeit geben, die gesamte herrliche Landschaft auf einen Blick zu erfassen (und
zu fotografieren 😉).





Und die Aussicht war tatsächlich atemberaubend. (Die Quelle selbst war hingegen
nicht so besonders fotogen.) Unter anderem blickten wir von hier oben auf den Kleifarvatn See
den ich euch in meinem vorigen Island-Kapitel bereits genauer gezeigt habe - KLICK - und auf
die Berglandschaft rundum.




Beim Raufgehen hatte der schlüpfrige Pfad, vor dem das vorhin gezeigte gelbe Schild warnte,
kein großes Problem dargestellt. Da wurden nur die Schuhe gatschig (= österr. für matschig) - und
wie ich euch neulich auf dem Outfitfoto gezeigt habe, trug ich an diesem Tag nur meine Turnschuhe,
weil ich nicht gedacht hatte, dass wir bei diesem Ausflug in unwegsames Gelände kommen würden.
Fataler Fehler!

Beim Runtergehen meinte Frau Rostrose jedenfalls, sie müsse den steilen Hang im Zickzack
laufen (also quasi Runterwedeln wie eine Skipiste 😉 - dass ich gerne Skifahre wisst ihr ja...). Den
Zickzackweg zu nehmen ist normalerweise besser (= bremsender) als die "Direttissima". Wie es
leider auch beim Skifahren ab und zu passiert, "verkantete" ich mich jedoch dabei - und schon war
die linke untere Rostrosenhälfte voller Gatsch - und einen mächtigen blauen Fleck am Bein handelte
ich mir bei der Gelegenheit auch ein. Tja, aber von solchen Missgeschicken lass ich mir meinen
Übermut auf meine alten Tage auch nicht mehr nehmen 😜! (Und mein schönes Strickjackerl ist
bei der Aktion zum Glück sauber geblieben!)




Auf dem Weg zurück zu unserem Schiff kamen wir auch noch durch diese Ortschaft mit weiteren
hübschen, typisch nordischen Häusern. Was ihr in der folgenden Collage außerdem seht (und zwar
rechts oben auf dem kleinen Foto) sind Gestelle, die zum Trocknen von Fisch dienen.




In der nächsten Collage seht ihr dann schon Bilder, die ich in der Umgebung des Hafens von   
Reykjavik aufgenommen habe. Viel näher würden wir dem Zentrum der isländischen Hauptstadt
wohl nicht kommen ....

 ... dachten wir jedenfalls zu diesem Zeitpunkt noch!

Denn im ursprünglichen Reiseplan war vorgesehen, dass wir Island an diesem Tag (also am
5.6.2017) um 17 Uhr verlassen und am 7.6. um 8 Uhr morgens in Kirkwall ankommen würden,
 dem Hauptort der schottischen Orkney-Inseln. Auf diese Station hatte ich mich bereits sehr
gefreut, denn die Orkneys sollen wunderschön sein und wir hatten dort außerdem wieder
einen tollen Ausflug in ein Naturparadies gebucht.

Doch es sollte anders kommen: Auf dem Weg zu den Orkneys herrschte Sturm - Windstärke 9
und über fünf Meter hohe Wellen, wenn ich mir das alles richtig gemerkt habe. Deshalb ersuchte
der Kapitän um Verständnis für seine Entscheidung, nicht zu den Orkneys zu fahren. Stattdessen
würden wir einen Tag länger in Reykjavik zu bleiben und dann gleich direkt nach Hamburg
schippern. (Die Kosten für bereits gebuchte Ausflüge würden wir natürlich rückerstattet kriegen.)





Wir nahmen es mit Gleichmut - wenn eine Türe zugeht, geht eine andere auf.
Auf Windstärke 9 hatten wir sowieso ähnlich wenig Lust wie der Kapitän, und so würde sich
für uns immerhin die Gelegenheit ergeben, die Hauptstadt von Island doch noch ein bisserl
kennenzulernen.

Zuvor hatten wir aber noch eine abendliche Herausforderung zu bestehen.
Denn diesmal lautete das Kleidungsmotto "Themenparty weiß". Das alles war zwar nie ein "Muss",
aber wir spielen ja durchaus gerne mit bei solche Challenges - wenn wir können. Herr Rostrose hatte
immerhin ein weißes Hemd und eine Hose in Beige zu bieten. Aber ich? Ihr habt ja meine  
Reise-Capsule-Wardrobe gesehen. Da waren die Hauptfarben grün und rot sowie messing- oder
senfgelb - und auch ein paar kombifreundliche Klamotten in schwarz hatte ich dabei.

Glücklicherweise hatte ich einer spontanen Eingebung folgend ganz zum Schluss auch noch mein
cremeweißes Häkeloberteil eingepackt! Und das durfte jetzt zusammen mit Schwarz die Hauptrolle
spielen. Das Tuch, das ich mir um den Dutt gewunden habe, ist in drei Farbabschnitte geteilt:
messinggelb, weiß und grau, jeweils mit schwarzem Muster. Ihr könnt euch diesen Schal HIER
genauer ansehen. Für den "weißen Abend" achtete ich darauf, dass er so gewickelt ist, dass nur
der weiße und der graue Teil zu sehen sind:





Hier unten dann noch ein paar weitere Fotos des "weißen" Abends - im Uhrzeigersinn:
Herr Rostrose und ich an unserem Tisch im Speisesaal. Unsere netten Tischnachbarn aus Kärnten
waren ebenfalls in weiß bzw. weiß mit schwarz gekleidet und sie waren auch auf dem Foto drauf,
aber ich weiß nicht, ob es ihnen recht wäre, in meinem Blog zu erscheinen, deshalb zeige ich nur
"unsere" Bildhälfte. Das nächste Bild soll nicht dazu dienen, euch meine Stirnfalten bzw. meine
Narbe auf der linken Stirnseite näher zu zeigen, und auch nicht meine paar weißen Haare, die an
diesem Abend immerhin zum Motto passten - sondern ihr könnt euch ansehen, dass ich sogar weißen
Lidschatten verwendet hatte. Daneben und darunter seht ihr meinen Göttergatten mit unserem
netten indonesischen Zimmerboy namens I Putu, unten dann nochmals ich beim Grinsen und
Edi mit unserem reizenden Tischkellner Hery, ebenso aus Indonesien.





Fortsetzung folgt!


Mit diesem Post bin ich bei folgenden Blogparaden dabei:
Natur-Donnerstag von Ghislana / Jahreszeitenbriefe,
und Sabines Aktion Outfit des Monats. Und bei den 
"Modischen Matronen" Beate, Natalia und Tina

Vielen Dank für eure lieben Zeilen zu meinem vorigen Posting Adventzeit in Rostrosenhausen!
Nicht vergessen: Am 15.12. geht's mit ANL weiter!


 Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße
und eine schöne dritte Adventwoche,
eure Traude
๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑


Hier könnt ihr euch zu den einzelnen Kapiteln meines Reiseberichtes klicken: