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Mittwoch, 27. Dezember 2017

Island-Kreuzfahrt Teil 15 - Zwei Tage auf See und eine abschließende Fahrt durch Hamburg

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Willkommen beim letzten Kapitel, liebe Mitreisende!
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Nicht nur das Jahr 2017 geht zu Ende, auch bei meinem Island-Reisebericht wird heute
das letzte Kapitel geschrieben. Wobei wir Island ja bereits am Schluss des vorigen Teils -
 nach unserem Zufallstag in Reykjavik - verlassen haben. Nun lagen bloß noch zwei Seetage
 und eine Stadtrundfahrt durch Hamburg vor uns. Und viel, viel weites Meer - dieser Blick
bot sich uns von unserem Balkon oder durch das Bullauge im Speisesaal:



TAG 10 - 7.6.2017:
Wettervorhersage von der Brücke: Sonne, Wolken, 6° bis 7° C



Am zehnten Tag fand unter anderem eine sogenannte Ship's Presentation statt, in deren Rahmen
 die Bereiche des Schiffs gezeigt werden sollten, in welche der "Zutritt verboten" ist - die Brücke,
der Maschinenraum und die Bordküche. Wir hatten keine genaue Vorstellung davon, ob es nun an
diesem Tag doch eine Zutritts-Möglichkeit, also eine Führung durch diese Räumlichkeiten, geben
würde oder nicht, jedenfalls interessierte uns natürlich, was sich hinter den Kulissen eines so
großen Schiffes abspielt.

Führung war es dann allerdings keine, sondern eine Art Dia-Vortrag im Platinum-Theater, bereits
begleitet von ausgeprägtem Gehuste aus dem Publikum. Denn hier war ja der Raum, in dem die
Klimaanlage des Schiffes offenbar am kühlsten gedreht war, und diese Raumtemperaturen (oder
vielleicht auch nicht gut gewartete Klimaanlagenfilter, die als Bazillenschleuder fungierten?) haben
wir daher auch als Hauptauslöser für unsere anschließende Krankheit in Verdacht.

Von all
den Fakten, die über das Schiff berichtet wurden, fand ich vor allem die Information interessant,
wie viele Lebensmittel pro Woche an Bord konsumiert wurden. Für alle, die den Text auf dem
Foto unten nicht gut entziffern können, hier die getippte Version: 37.000 Eier, 6.500 kg Geflügel,
8.500 kg Fisch, 9.000 kg Fleisch, 30.000 kg Früchte, 7.000 kg Gemüse, 22.000 kg Salat, 10.000
kg Kartoffeln, 5.000 kg Reis, 10.000 kg Mehl. Das ist schon ziemlich gewaltig, finde ich...




Natürlich haben auch wir uns das Essen an Bord schmecken lassen, doch wir nützten die beiden
Seetage (wie auch jede andere der bisherigen Gelegenheiten), um etwas Bewegung zu machen und
die aufgenommenen Kalorien wenigstens teilweise im Gym wieder abzubauen.

In der oberen Collage seht ihr links, welche Casual-Kleidung ich tagsüber an Bord trug, und einen
ersten Blick auf unsere Abendgarderobe könnt ihr auch schon erhaschen - rechts zum Beispiel
meine Haartracht. Diesmal hatte ich mir zwei verschiedene Seidentücher ins Haar gewunden und
außerdem einige Ohrringe als zusätzlichen "Haarschmuck" hineingesteckt... Letzteres lag vor allem
daran, dass die Kleidungsempfehlung für den Abend diesmal Kostümierung nahelegte: So richtig
verkleiden wollte ich mich nicht, aber ganz unkommentiert wollte ich die Sache auch nicht lassen,
und so entschied ich mich für eine von vielen möglichen Rostrosen-Interpretationen des Frida-
Kahlo-Looks. Dass ich auf den Fotos so verhältnismäßig ernst dreinblicke, hat allerdings nichts
damit zu tun, dass ich mich ärgerte, weil ich keine Blumen fürs Haar hatte, sondern weil Frida auf
Fotos auch nie lächelt.

Herr Rostrose griff für diesen Abend zu seinem auffälligsten Hemd - und war mir damit ein
attraktiverer Reisebegleiter, als es Diego Rivera, der Mann der echten Frida, jemals hätte sein
können.




TAG 11 - 8.6.2017:
Wettervorhersage von der Brücke: Sonne, Wolken, 8° bis 11° C

Dieser Tag unterschied sich vom vorigen in meiner Erinnerung vor allem dadurch, dass die
Kleidungsempfehlung für den Abend lautete "60er-70er-80er-Jahre". Während ich tagsüber
eher schlicht und ohne auffällige Muster unterwegs gewesen war (siehe untere Collage links),
griff ich abends zum Flower-Powerigsten, was mein Kleidungsfundus noch zu bieten hatte,
umschlang meinen Hals mit vielen Ketten und wand mir ein Band ins offene Haar. Beim
Shooting auf unserem Balkon war es ziemlich windig, was mich jedoch nicht daran hinderte,
ein psychedelisches Tänzchen aufs Parkett zu legen 😉




TAG 12 - 9.6.2017:
Wettervorhersage für Hamburg: Sonne, Wolken, Regen 14° bis 24° C

Ja, und dann war es so weit:
Wir erreichten Hamburg. Wir legten an, wir schifften aus, wir versammelten uns zu einer
Stadtrundfahrt. Manches davon wirkte irgendwie chaotisch und unorganisiert, (wie auch der erste
 Tag bzw. die Anfahrt vom Flughafen zum Schiff chaotisch gewesen war), aber letztendlich
war dann der uns zugeteilte Bus da und auch der Reiseführer - und es konnte losgehen. Edi und
ich waren erst im Jahr 2015 in Hamburg gewesen und hatten hier auch ein sehr witziges und
schönes Bloggertreffen erlebt (Klick zum Kurzreisebericht von damals), deshalb gab's für uns
nicht soo viel Neues zu sehen, und viele von euch werden die Hansestadt wohl sowieso kennen,
aber ein paar Fotos - die meisten davon aus dem Bus aufgenommen - will ich euch trotzdem
der Vollständigkeit halber zeigen.




Edi hat an diesem Tag übrigens nicht sehr viel fotografiert. Erstens hatte er - im Gegensatz zu
mir - keinen Fensterplatz, und zweitens hatte bei ihm bereits die Bronchitis begonnen, die bei mir
mit einem Tag Verspätung loslegte. Er fühlte sich also bereits ziemlich schlapp und hatte wohl
auch schon erhöhte Temperatur. (Fotos von ihm und Fotos von mir sind aus diesem Grund auch
keine entstanden...)

Aber bei so einer Busrundfahrt muss man sich wenigstens nicht allzusehr anstrengen - wir
ließen eben die schönen Häuser der noblen Villenviertel (wie z.B. Bellevue) an uns vorüberziehen...




... kamen an der Imam-Ali-Moschee vorbei, die als viertälteste Moschee Deutschlands in den
Jahren 1960–1965 an der Außenalster (Uhlenhorst) erbaut worden war ...





... und stiegen für ein kleines Päuschen an der Alster auch aus dem Bus aus. Dabei konnten
wir u.a. Herrn und Frau Blesshuhn*) beim Erweitern oder Ausbessern des Nestes und beim nicht
ganz stressfreien Beisammenhalten ihrer Kinderschar beobachten.  

*) Falls ihr euch fragt, wieso ich Blesshuhn schreibe und nicht etwa "Blässhuhn", wie es im Wikipedia-Artikel heißt: 
Ich nehme an, dass es sich dabei um eine weitere Idiotie der "neuen Rechtschreibung" handelt und verweigere eine 
Anpassung daran: Namensgebend für diesen Wasservogel ist schließlich die sogenannte Blesse  - nicht etwa "Blässe" -
 also der weiße Hornschild über dem Schnabel. Ich schreibe übrigens auch nicht "Gämse", sondern Gemse, nicht "Stängel", 
sondern Stengel. Und auf keinen Fall aufwändig, sondern aufwendig. "Aufwand" hin oder her - es schreibt ja schließlich 
auch niemand "aufwänden"... Da hatte wohl irgendwer in der Rechtschreib-Kommission eine total kranke Umlaut-
A-Vorliebe... (Aber so weit, dass denken nun "dänken" heißt, weil es von "Gedanken" kommt, ist zum Glück niemand
gegangen...)




In der unteren Collage könnt ihr auch einen Blick auf Schwäne in der Alster werfen. Zu diesem
Thema weiß Wikipedia folgendes zu berichten: "Die Alsterschwäne sind ein Wahrzeichen der Stadt 
Hamburg. Eine Abrechnung aus den Jahren 1591/1592 belegt, dass bereits seit mehr als 400 Jahren 
die Höckerschwäne auf der Alster auf öffentliche Kosten mit Getreidefutter versorgt wurden. 1664 
stellte der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg die Vögel unter besonderen Schutz: es ist bei 
Strafe verboten, sie zu beleidigen, zu verletzen oder zu töten."  Also bloß nicht über einen der
Schwäne lästern oder schimpfen, das könnte unter Beleidigung fallen! 😉




Beim Hamburger Rathaus spielte eine Polizei-Blaskapelle auf (folgende Collage, kleines Foto
ganz unten). Da stiegen wir ebenfalls aus, um zu fotografieren.




Unten seht ihr u.a. die Speicherstadt
und einen Kormoran, den wir bei einem heftigen Kampf mit einem Aal beobachteten.
Und außerdem die Elbphilharmonie: Als wir 2015 in Hamburg waren, war sie beinahe fertig.
Inzwischen kann man hier zum Beispiel einen Außenrundgang um das Gebäude unternehmen und
hat eine schöne Aussicht über die Norderelbe, den Hafen, die HafenCity und die Innenstadt - doch
für einen solchen Rundgang hatten wir an diesem Tag leider keine Zeit. Vielleicht ein andermal...
Etwas Zeit fanden wir immerhin, um zum Laden von Gudrun Sj*den zu laufen, wo ich ein paar
bunte Strumpfhosen bzw. Leggings für mich besorgte.




Es gab auch eine Gelegenheit für eine kleine Stärkung zwischendurch, und zu diesem Zweck suchten
Edi und ich das Traditions-Fischrestaurant Daniel Wischer auf, wo es für mich Fischfrikadellen und
Gurkensalat in Dillrahm sowie ein Ratsherrn-Pils gab und für Herrn Rostrose Black Tiger Garnelen.
Und seht ihr unten links die tollen Safari-Stiefel? Die wären doch supersschick für Namibia gewesen,
nicht wahr? (Aber meine Bergschuhe taten es ja schließlich auch 😉) Schuhe, die so aussehen (cool,
praktisch und irgendwie "anders"), sind jedenfalls so ziemlich die einzigen, bei denen ich einen
Schuhfimmel entwickle 😉

Damit war unser Aufenthalt in Hamburg auch schon wieder fast zu Ende. Als wir in den Bus
einstiegen, der uns zum Flughafen brachte, begann es zu regnen, und als wir dort ausstiegen,
schüttete es so wild, dass ich mir in den paar hundert Metern bis zum Flughafengebäude
klatschnasse Schuhe und Socken holte. Ich zog mich vor dem Einchecken des Gepäcks noch
um, aber das half auch nichts mehr. Edi war da bereits krank und bei mir ging es in der Nacht
los mit der Bronchitis, die uns beide dann für die nächsten zwei Wochen mehr oder weniger
lahmlegte... Aber wir versuchen uns mittlerweile natürlich vor allem an die schönen Momente
dieser Reise zu erinnern - und wie ihr wisst, gab es davon einige!





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Ich danke euch sehr, dass ihr wieder mit uns mitgereist seid! Und das ist gewiss nicht mein 
letzter Reisebericht. Denn wie ihr alle wisst, haben wir noch viele, viele Traumreiseziele: Es gibt 
Länder, die wir noch nie besucht haben und Orte, die wir gern wiedersehen wollen. Unser nächstes 
Reiseziel steht übrigens schon fest - aber es dauert noch ein Weilchen, bis wir dorthin aufbrechen... 
Wohin es gehen wird? Lasst euch überraschen...

Um euch die Zeit bis dahin zumindest ein bisschen zu vertreiben, werde ich euch demnächst (wie
versprochen) von unserem Kurzurlaub in Spanien im Oktober 2017 erzählen. Ich hoffe, ihr seid auch
da wieder mit von der Partie!


Mit diesem Post bin ich bei folgenden Blogparaden dabei:
Tinas Freitagsoutfit  
und Sabines Aktion Outfit des Monats.

Sowie bei den "Modischen Matronen" Beate, Natalia und Tina
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Nun danke ich noch allen, die mir liebe Weihnachtsgrüße geschickt haben, SEHR HERZLICH
dafür! Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Fest und angenehme Feiertage - und ich wünsche euch allen
einen guten, gesunden, nicht allzu lauten Rutsch ins 2018er-Jahr!!!! In meinem nächsten Posting
werde ich euch erzählen, wie wir die Zeit rund um Weihnachten und den Jahreswechsel verbracht
haben!

 Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße 
und alles Gute fürs Neue Jahr,
eure Traude
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Hier könnt ihr euch zu den einzelnen Kapiteln meines Reiseberichtes klicken:

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Island-Kreuzfahrt Teil 14 - "Zufallstag" in Reykjavik

 Hej, ihr lieben Mitreisenden!
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Allmählich geht's mit meinem Reisebericht in die Zielgerade!
Wie ich euch HIER erzählt habe, hätten wir Island ursprünglich am achten Reisetag um 17 Uhr
verlassen und in Richtung der schottischen Orkney-Inseln aufbrechen sollen. Doch auf dem Weg
zu den Orkneys herrschte Sturm mit über fünf Meter hohen Wellen, und deshalb hatte der Kapitän
 der Preziosa entschieden, dass wir einen Tag länger in Reykjavik bleiben würden.

Für Edi und mich war dieser "uns zufällig zugefallene Tag" DIE Gelegenheit, doch noch in die
nördlichste Hauptstadt der Welt (die mit etwas mehr als 120.000 Einwohnern*) zugleich die bei
weitem bevölkerungsreichste Stadt Islands ist) "hineinzuschnuppern".  

*) Im Großraum von Reykjavik leben mehr als 200.000 Menschen.



TAG 9 - 6.6.2017:
Wettervorhersage von der Brücke: Sonne, Wolken, 9° bis 10° C
(und auch an diesem letzten Tag in Island gab es tatsächlich keinen Regen! 👍)
Natur und moderne Bauten in und um Reykjavik; Blick auf die Skyline der Stadt vom Hafen aus - und seht ihr, wie 
tief das Flugzeug über die Hochhäuser hinwegfliegt?


 Um ehrlich zu sein, erwartete ich mir nicht viel von Reykjavik - 
eine moderne, wachsende Stadt eben. Was wir beim Entlangfahren gesehen hatten, war jedenfalls 
wenig reizvoll gewesen - Hochhäuser in den verschiedensten Stilrichtungenen, alles sah etwas 
zusammengewürfelt aus. Wir hatten auch eine Erklärung dafür bekommen: Es gibt in Island selbst 
keine Möglichkeit, Architektur zu studieren. Deshalb studieren die Isländer überall, wo man sie 
lässt, und kommen dann mit den unterschiedlichsten Ansätzen und Einflüssen ins Land zurück. Und
dort achtet dann offenbar niemand darauf, ob die jeweils entworfenen Gebäude zueinander oder zur
Landschaft passen...


So sah's in Reykjavik noch im Jahr 1836 aus. Bild von HIER.


Was wir vor der Reise von Reykjavik kannten, waren einige wenige Fotos - vor allem von der
Hallgrímskirkja, die das höchste Gebäude Islands und zugleich eines der Wahrzeichen der Stadt
 ist. Wir brachen also mit dem vagen Plan in die Hauptstadt auf, uns diese Kirche aus der Nähe
anzusehen und ein wenig umherzuflanieren, um zu schauen, was diese kleine Großstadt sonst
noch zu bieten hat. Und ich muss sagen, Reykjavik hat uns positiv überrascht: Die Stadt erzählt
 interessante Geschichten von vergangenen Zeiten und besitzt gleichzeitig eine moderne,
jugendlich-frische Aura!




Übrigens nahmen wir nicht den Shuttlebus vom Hafen zur City, wie es auf dem Schiff angeboten
wurde, sondern wir beschlossen, den Promenadenweg am Meer entlang zu spazieren. Und wir
haben es nicht bereut, denn es gab unterwegs viel Interessantes zu entdecken.

Unter anderem ein völlig verrücktes Haus samt kleinem Skulpturengarten in der Laugarnestangi 65.
Dieses besondere Zuhause wurde vom isländischen Filmdirektor Hrafn Gunnlaugsson geschaffen; er
nennt es Rabennest (die Übersetzung von Hrafn ins Deutsche ist Rabe). HIER könnt ihr (in englischer
Sprache) mehr über den Künstler und sein Zuhause lesen und HIER gibt es noch einen isländischen
Artikel, wo ihr euch ein Foto des "Raben" vor seinem Nest ansehen könnt.






Dieses spezielle Haus liegt ganz in der Nähe des Sigurjón Ólafsson Museums.
Sigurjón Ólafsson war ein bedeutender isländischer Bildhauer; wir ließen das Museum dennoch
außen vor, denn wir hatten nur bis 13.30 Uhr Zeit. (Um 14 Uhr würde unser Schiff dann in Richtung
Hamburg ablegen.) Außerdem herrschte passables Wetter, und es gab draußen schließlich auch
einiges zu sehen. Sowohl das "Rabennest" als auch das Sigurjón Ólafsson Museum liegen in dem
malerischen Reykjaviker Viertel Laugarnes.

Dieser Stadtteil blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, z.B. war dort auch einst ein
Leprakrankenhaus untergebracht, das jedoch im Jahr 1943 niederbrannte. Mittlerweile ist Laugarnes
ein Erholungs- und Naturschutzgebiet; unter anderem brüten hier zahlreiche Vogelarten. Leider gibt
es im Internet kaum Informationen über dass Viertel - HIER könnt ihr euch einen kurzen Wikipedia-
Artikel in englischer Sprache durchlesen. Und einiges konnte man auf der Infotafel lesen. Unten seht
ihr auch alte Fotos von Laugarnes - solche Häuschen standen hier noch vor ein paar Jahrzehnten:




In der folgenden Collage ist oben links das Gästehaus Höfði zu sehen. Es beherbergte so 
hochkarätige Gäste wie Winston Churchill und Marlene Dietrich, weiters fanden sich hier im Jahr 
1986 Ronald Reagan und Michail Gorbatschow zu einem Gipfeltreffen ein. Die übrigen Häuser in 
den nächsten Collagen und auch die Fassadenmalereien haben wir dann bereits im Zentrum von 
Reykjavik fotografiert. Erfreulicherweise herscht auch hier durchaus die nordische Buntheit vor
und es gibt sogar die eine oder andere schöne Grünfläche und einige reizvolle ältere Gebäude
zu sehen:





Als nächstes seht ihr die Hallgrímskirkja
mit dem 74,5 Meter hohen Turm und der Statue des isländischen Entdeckers Leif Eriksson davor.
Leider war die Kirche von außen teilweise eingerüstet; sie ist dennoch ein beeindruckender Bau
und in ihrem Inneren sehr hell, was u.a. an den zusätzlichen Fenstern hinter dem Hauptaltar und
dem weitgehenden Verzicht auf Buntglasfenster liegt. Der Bau der Kirche dauerte über 40 Jahre;
sie ist nach dem isländischen Dichter Hallgrímur Pétursson benannt.





Da die Kirche auf einem Hügel erbaut wurde, hat man vom Turm aus angeblich einen wunderbaren
Blick über die Stadt; wir waren allerdings nicht oben, sondern unternahmen stattdessen Streifzüge
zu ebener Erde. Auf diese Weise kam es auch zu einigen netten Begegnungen. Ihr wisst ja, dass wir
auf Reisen immer unsere Katzen vermissen - uns so saß mitten in der Hauptstadt diese
Mieze und ließ sich bereitwillig kraulen und fotografieren.




Außerdem plauderten wir unterwegs mit Herrn und Frau Troll. Es gab aber auch ein liebliches 
Mädchen im gelben Kleid und mit Blüten im Haar zu sehen, außerdem eine mit kunstvollen 
Schnitzereien verzierte alte Holztür und zwei leider nicht mehr sehr gesprächige Rentiere in einem 
Kleidungs- und Souvenirladen (in dem ich Papageitauchersocken für Jana erstand und von der 
Dame an der Kassa für meine schöne Merinowolljacke Komplimente bekam). Die Püppchen oder
Wichtel aus Islandwolle gab's in einem anderen Laden, der leider gerade geschlossen hatte, und
das Buch der Wiener Werkstätten, das dort in einem Laden für gebrauchte Bücher angeboten 
wurde, habe ich für Beate aus dem Bahnwärterhäuschen fotografiert, die mit dem Stil jener 
Zeit einiges anfangen kann.




In dem hellgrauen Gebäude hier unten befindet sich ein gemütliches Café,
in dem wir uns eine kleine Pause gönnten. Den Gartenzwerg, der die Theke schmückte, habe ich
fürs Tatjana-Reserl von Resis weiße Welt fotografiert, die ein Faible für diese Mützen-Gesellen
hegt.




Bei dem grauen Gebäude mit dem Art-Deco-Touch 
handelt es sich um das Isländische Nationaltheater (entworfen vom isländischen Staatsarchitekten
Guðjón Samúelsson). Ich hätte geschätzt, dass es älter ist, aber das Theater wurde erst am 20. April 
1950 eröffnet. Das weiße Gebäude daneben ist das alte Gebäude der Isländischen Nationalbibliothek 
 (Landsbókasafnið).




Unten könnt ihr einen Blick auf ein besonders modernes
Beispiel isländischer Architektur werfen: Die Konzerthalle Harpa wurde im Jahr 2011 eröffnet.
Ihr Bau verschlang 160 Millionen Euro und noch während der Planungsphase brachte der große
Finanzcrash von 2008 die Wirtschaft Islands vorübergehend fast vollständig zum Erliegen.

Wegen der Kosten, der Lage am Hafen und der modernen
 Architektur wurde das Gebäude mit der vom Künstler Olafur Eliasson gestalteten Kristallfassade
von der Bevölkerung zunächst scharf kritisiert - inzwischen gilt die Harpa als architektonische
Attraktion, als Symbol für den neuen Aufschwung des Landes und als weiteres Wahrzeichen der
Hauptstadt. Das Gebäude beherbergt das Isländische Sinfonieorchester, die isländische Oper, ein
Kino, Konferenzsäle und einige kleine Geschäfte.




Damit war unser Rundgang durch Reykjavik fast zu Ende. Wir konnten längst nicht alle
sehenswerten Orte und Gebäude besuchen - das Kuppelgebäude Perlan (auf einem Hügel
etwas außerhalb der Innenstadt gelegen) wäre zum Beispiel noch sehr interessant gewesen.
Ich habe Perlan am Vortag aus dem Bus heraus fotografiert, ohne zu wissen, was es ist -
siehe nächste Collage.

Es handelt sich dabei um einen Speicher, von dem aus die Stadt mit Warmwasser versorgt wird -
und auch die Gehwege und Straßen werden mit Hilfe des Warmwassers im Winter beheizt und
somit frei von Eis gehalten. Das ist aber noch nicht alles, denn hier ist ein ganz besonderer Ort am
Entstehen: Unter der Kuppel befinden sich Restaurants, Cafés, ein Saga-Museum, seit kurzem auch
das Museum der Naturwunder Islands mit einem künstlichen Gletscher samt Eishöhle - und für das
Jahr 2018 ist lt. Wikipedia auch die Eröffnung eines Planetariums geplant. Unsere Tischnachbarn
wollten dem Inneren dieser Halbkugel allerdings einen Besuch abstatten und scheiterten. (Das hatte
wohl damit zu tun, dass der Eröffnungstermin des Gletscher- und Eishöhlenmuseums im Juni 2017
lag und unsere Reise ebenfalls im Juni stattfand - ich nehme also an, dass wir für Perlan ein paar
Tage zu früh in Reykjavik waren... Sollten wir noch einmal nach Island reisen können, steht
dieser Ort aber auf unserem Programm.)





Wir waren nun also wieder bei der Promenade angelangt, bei der wir unseren Ausflug begonnen
hatten. Bis zum Ankerplatz der Preziosa hatten wir allerdings noch ein Stück zu gehen - ich schätze
mal, etwa 20 Minuten. Eines der Kunstwerke, das es entlang dieses Spazierweges zu betrachten
gibt, zählt zugleich zu den beliebtesten Fotomotiven der Stadt: SólfarSonnenfahrt oder auch Das 
Sonnenschiff. Laut einem sehr kurzen Wikipedia-Artikel zeigt das Schiff "zum Sonnenuntergang im 
Norden, wodurch sich der Name erklärt". HIER könnt ihr mehr über dieses Werk des Künstlers
Jón Gunnar Árnason lesen. Oder ihr genießt einfach nur seinen Anblick:


 


Vorbei an dem Meer aus Lupinen und dem Meer aus Salzwasser ... kamen wir schließlich wieder 
bei unserem Schiff an, das pünktlich um 14 Uhr ablegte. Bis zum Abendessen hatten wir dann
 Zeit für ein Workout im Gym und Sauna-Entspannung, und für den Abend sollten wir uns einmal 
mehr in "Gala-Schale" werfen, da der Kapitän zu einem kleinen Cocktail-Empfang einlud...




Allmählich drohte mir die auch nur annähernd für Galas geeignete Kleidung auszugehen,
denn mit so vielen "besonderen Anlässen" hatte ich nicht gerechnet - und sie sind meiner Meinung
nach auch weder notwendig noch sinnvoll: Ein Gala-Abend soll schließlich etwas Besonderes sein
und nicht alle paar Tage stattfinden - sonst wird er profan. Der Grund dahinter liegt aber wie so
 oft im Geschäftlichen: Denn bei den "Daily specials" in der Bordzeitung hieß es: "Bereit für den 
Galaabend?" - und dann wurde darauf hingewiesen, dass die Kosmetikexperten an Bord gerne
dabei helfen, den perfekten Look zu finden, dass man sich aus der hinreißenden Auswahl an edlem
Schmuck zu unglaublichen 40 % Rabatt etwas aussuchen könne und dass man in der schiffseigenen
Boutique 10 % auf ausgewählte Stücke erhalten würde.

Ich wäre nicht ich, würde ich solchen Rattenfängermelodien folgen. Schminken kann ich mich
selber und gefalle mir so besser, als wenn "Kosmetikexperten", die mich nicht kennen, Hand an mich
legen (das hatte ich nämlich in jüngeren Jahren zweimal - und das Ergebnis fand ich beide Male
schauerlich); nach der Sauna hatte ich Zeit, meine Lockenpracht zu kultivieren (sprich: die Haare
an der Luft trocknen zu lassen und zu kneten), und währenddessen tüftelte ich mein vielleicht nicht
Gala-tauglichstes, aber ganz bestimmt originellstes Outfit dieser Reise aus. Denn der Rock, den ihr
hier unten seht, ist in Wirklichkeit ...





... ein Schal! Genauer gesagt ein Loop. Ihr könnt euch in diesem Post noch einmal meine Reise-
Capsule-Wardrobe ansehen, und dort dann in der 7. Collage den Loop.

Für dieses Outfit
schlüpfte ich zunächst in meinen schwarzen Stufenrock, zog dann den Loop darüber, steckte den
oberen Rand leicht gefältelt in den Rockbund, und fixierte ihn nochmals mit der Rückseite meines
Wende-Kimonogürtels, die denselben Rotton hat wie meine Bluse. (Die weinrote, rosenbestickte
Vorderseite des Gürtels könnt ihr euch in diesem Post noch einmal ansehen, da trug ich ihn auch
zum Abendessen.) Dazu meine portugiesische Paillettenstola - und schon war ich bereit fürs
Abendessen und einen Cocktail. Herr Rostrose setzte auf lässige Eleganz mit Shirt und Jeans
in schwarz sowie seinem hellen Sakko - und ich finde, er sah damit besser aus aus somancher
geschniegelte Typ an Bord 😉





An den nächsten beiden Tagen waren wir auf See unterwegs - 1180 nautische Seemeilen liegen
zwischen Reykjavik und Hamburg. Wie wir diese Zeit verbracht haben und was wir an unserem
Tag in Hamburg noch erlebten, werde ich euch nach Weihnachten im letzten Kapitel meines
Reiseberichts schildern.


Mit diesem Post bin ich bei folgenden Blogparaden dabei:
Natur-Donnerstag von Ghislana / Jahreszeitenbriefe,
und Sabines Aktion Outfit des Monats
Sowie bei den "Modischen Matronen" Beate, Natalia und Tina
๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑



Ich habe zwar vor, mich spätestens am 24. Dezember noch einmal kurz mit Weihnachtsgrüßen 
bei euch zu melden, doch ich weiß nicht, ob es sich tatsächlich noch zur rechten Zeit ausgeht oder
ob ihr an diesem Tag noch andere Blogs besucht. Sicherheitshalber wünsche ich euch schon jetzt 
eine wundervolle Zeit voller Liebe und Freude, Wärme und Licht - und freue mich sehr auf ein 
baldiges Wiederlesen!


 Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße
eure Traude
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Hier könnt ihr euch zu den einzelnen Kapiteln meines Reiseberichtes klicken:

Montag, 11. Dezember 2017

Island-Kreuzfahrt Teil 13 - Geothermalgebiet Krysuvik und die Blaue Lagune


Hej, liebe Mitreisende!
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Immer noch TAG 8 - 5.6.2017:
In der oberen Collage habe ich wieder ein paar der Eindrücke des zweiten Teils unseres Ausflugs
von diesem Tag zusammengefasst. Unter anderem könnt ihr hier schon einen ersten Blick auf das
Geothermalgebiet Krysuvik und auf die Bláa Lónið (Blaue Lagune) werfen. In der Collage unten
seht ihr u.a. ein geothermales Kraftwerk. 

Dazu ein Zitat aus Wikipedia: "Es gibt fünf wichtige geothermale Kraftwerke in Island, die etwa 
24,5 % (2008) des Bedarfs an Elektroenergie des Landes decken. Außerdem liefert die geothermale 
Energie Wärme für Heizung und Warmwasser für circa 90 % aller isländischen Haushalte. Mit 
Erdwärme und Wasserkraft deckt Island 100 Prozent seines Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen."

Tja, schön wär's wenn es diese Möglichkeit überall auf der Welt gäbe...
Allerdings müssten wir dann auch alle mit aktiven Vulkanen leben...




Solch einem geothermalen Kraftwerk verdankt die Blaue Lagune ihre Existenz - Zitat Wikipedia:
"Der See entstand als „Abfallprodukt“ des nahe gelegenen Geothermalkraftwerkes Svartsengi, 
das die Energie des gleichnamigen Vulkansystems nutzt." Und weiter: "Thermalwasser aus dem 
Kraftwerk wird nach seiner Verwendung zur Stromerzeugung auf das umliegende Lavafeld geleitet 
und bildet dort einen Salzwassersee in der typisch blau-weißen Farbe."

Das 37° bis 39° warme Wasser ist reich an Mineralien und bekannt für seine heilende Wirkung, vor 
allem bei Schuppenflechte und anderen Hauterkrankungen. Für die türkisblaue Farbe ist übrigens 
Kieselsäure verantwortlich. Früher hatten die Einheimischen freien Zugang zum See, mittlerweile 
ist dort ein Thermalbad entstanden - und falls ihr euch fragt, was die Kräne zu bedeuten haben:
Es wird gerade an einem Luxushotel bei der Lagune gearbeitet...


Bláa Lónið (Blaue Lagune): Der Badebereich ist auf diesen Fotos nicht zu sehen.

In unserem Tagesprogramm war von einem kurzen Aufenthalt bei der Lagune die Rede; nach
Auskunft unseres Reiseleiters war dort jedoch kein Aufenthalt möglich, weshalb wir das türkis
schimmernde Wasser nur vom Bus aus sehen und fotografieren konnten - schade! Aber in den
wirklich spannenden Badebereich hätten wir sowieso nicht reinkönnen. HIER sind Fotos davon.

Während Herr Rostrose und ich ursprünglich keine Lust auf einen Badeausflug (und vor allem auf
danach wieder abtrocknen, anziehen, in den Bus klettern und weitere Besichtigungen unternehmen)
gehabt hatten, denke ich mittlerweile, dass ich - sofern sich irgendwann wieder die Gelegenheit dazu
ergeben sollte - diese nützen und ein Bad in der Blauen Lagune nehmen werde. Denn nach unserem
Auflug plauderten wir beim Mittagessen mit einem Paar, das den Ausflug mit einem zweistündigen
Bad im Heilwasser gebucht hatte, und die beiden schwärmten sehr von diesem entspannenden
Erlebnis und dem angenehmen Hautgefühl danach. (Besonders schön soll solch ein Bad im Winter
sein - ich bin mir nur nicht sicher, ob man mich da jemals wieder aus dem warmen Wasser
rausbrächte...)


Unter anderem kamen wir bei unserer Fahrt durch diesen Ort mit den hübsch bemalten Häusern aus Holz oder Wellblech.


Es gibt eben bei einer Kreuzfahrt so viele mögliche Auflugsziele und nur so wenig Zeit: Für
die Gegend um Reykjavik waren gerade mal zwei Tage eingeplant, und für diesen Zeitraum
wurden neun verschiedene Ausflüge angeboten. Ist natürlich toll, wenn man die Wahl hat, aber
die Entscheidung fiel uns nicht immer leicht. Schließlich pickten wir aus dem Möglichkeiten jene
 Tagesausflüge heraus, die uns möglichst viel Typisches und Interessantes von der Insel
versprachen.

Da ging sich kein Bad in der Blauen Lagune mehr aus - ja nicht einmal eine
Besichtigung der Hauptstadt hatten wir vorgesehen, sondern stattdessen der reizvollen
Landschaft der Insel den Vorzug gegeben. Das bereuten wir aber keineswegs. (Und wie ich
schon im vorigen Reiseberichts-Kapitel erwähnt habe, gab es an diesem Tag noch eine
Überraschung... die genau mit diesem Punkt zu tun hatte...)




Nach einer relativ kurzen Fahrt erreichten wir unser nächstes Ziel, das
Geothermalgebiet Krysuvik, in dem zahlreiche Dampfsäulen aus Löchern im Erdboden
emporsteigen. Diese Gasdämpfe nennt man Solfatare. Dazu erklärt Wikipedia folgendes:  

"Solfataren sind 100 °C bis zu 250 °C heiße postvulkanische 
Exhalationen (Ausströmungen) von Gasen, die hauptsächlich Schwefelwasserstoff (H2S), 
Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasserdampf enthalten. Der Schwefelwasserstoff ruft den 
unverwechselbaren Geruch von faulen Eiern hervor."

Ja, und genau so roch es dort tatsächlich. Doch da wir in der Nähe der Thermenstadt
 Baden bei Wien leben, können wir mit diesem Geruch ganz gut umgehen. Denn Baden ist
berühmt für sein Schwefel-Heilwasser, welches auch auch das „Gelbe Gold“ genannt wird.






Abgesehen von den Solfataren gab es in dem Areal auch in den unterschiedlichsten
Farben schillernde Schlammlöcher und verfärbtes Gestein, das an abstrakte Malerei erinnerte.
Es machte uns Spaß, dort herumzustreunen und das Farbenspiel der Natur zu bestaunen, und
es fühlte sich interessant und ein wenig irritierend an, über Bächlein zu springen, die nicht
kühl waren, sondern vor Wärme dampften.


Seht ihr oben links auf dem Berg den Dampf aufsteigen? Dort "mussten" wir natürlich hinwandern!

An so einem schönen Tag und in einer so faszinierenden Landschaft verspürte ich
das dringende Bedürfnis, mir ordentlich die Beine zu vertreten - im Bus waren wir lange
genug gesessen. Deshalb überredete ich Herrn Rostrose dazu, den Weg bis zu der heißen
Quelle, die man oben auf dem Berg vor sich hindampfen sah, mit mir hinaufzustapfen. Es
war nicht allzu schwierig, ihn zu überzeugen, denn von dort oben würde es auch die
Möglichkeit geben, die gesamte herrliche Landschaft auf einen Blick zu erfassen (und
zu fotografieren 😉).





Und die Aussicht war tatsächlich atemberaubend. (Die Quelle selbst war hingegen
nicht so besonders fotogen.) Unter anderem blickten wir von hier oben auf den Kleifarvatn See
den ich euch in meinem vorigen Island-Kapitel bereits genauer gezeigt habe - KLICK - und auf
die Berglandschaft rundum.




Beim Raufgehen hatte der schlüpfrige Pfad, vor dem das vorhin gezeigte gelbe Schild warnte,
kein großes Problem dargestellt. Da wurden nur die Schuhe gatschig (= österr. für matschig) - und
wie ich euch neulich auf dem Outfitfoto gezeigt habe, trug ich an diesem Tag nur meine Turnschuhe,
weil ich nicht gedacht hatte, dass wir bei diesem Ausflug in unwegsames Gelände kommen würden.
Fataler Fehler!

Beim Runtergehen meinte Frau Rostrose jedenfalls, sie müsse den steilen Hang im Zickzack
laufen (also quasi Runterwedeln wie eine Skipiste 😉 - dass ich gerne Skifahre wisst ihr ja...). Den
Zickzackweg zu nehmen ist normalerweise besser (= bremsender) als die "Direttissima". Wie es
leider auch beim Skifahren ab und zu passiert, "verkantete" ich mich jedoch dabei - und schon war
die linke untere Rostrosenhälfte voller Gatsch - und einen mächtigen blauen Fleck am Bein handelte
ich mir bei der Gelegenheit auch ein. Tja, aber von solchen Missgeschicken lass ich mir meinen
Übermut auf meine alten Tage auch nicht mehr nehmen 😜! (Und mein schönes Strickjackerl ist
bei der Aktion zum Glück sauber geblieben!)




Auf dem Weg zurück zu unserem Schiff kamen wir auch noch durch diese Ortschaft mit weiteren
hübschen, typisch nordischen Häusern. Was ihr in der folgenden Collage außerdem seht (und zwar
rechts oben auf dem kleinen Foto) sind Gestelle, die zum Trocknen von Fisch dienen.




In der nächsten Collage seht ihr dann schon Bilder, die ich in der Umgebung des Hafens von   
Reykjavik aufgenommen habe. Viel näher würden wir dem Zentrum der isländischen Hauptstadt
wohl nicht kommen ....

 ... dachten wir jedenfalls zu diesem Zeitpunkt noch!

Denn im ursprünglichen Reiseplan war vorgesehen, dass wir Island an diesem Tag (also am
5.6.2017) um 17 Uhr verlassen und am 7.6. um 8 Uhr morgens in Kirkwall ankommen würden,
 dem Hauptort der schottischen Orkney-Inseln. Auf diese Station hatte ich mich bereits sehr
gefreut, denn die Orkneys sollen wunderschön sein und wir hatten dort außerdem wieder
einen tollen Ausflug in ein Naturparadies gebucht.

Doch es sollte anders kommen: Auf dem Weg zu den Orkneys herrschte Sturm - Windstärke 9
und über fünf Meter hohe Wellen, wenn ich mir das alles richtig gemerkt habe. Deshalb ersuchte
der Kapitän um Verständnis für seine Entscheidung, nicht zu den Orkneys zu fahren. Stattdessen
würden wir einen Tag länger in Reykjavik zu bleiben und dann gleich direkt nach Hamburg
schippern. (Die Kosten für bereits gebuchte Ausflüge würden wir natürlich rückerstattet kriegen.)





Wir nahmen es mit Gleichmut - wenn eine Türe zugeht, geht eine andere auf.
Auf Windstärke 9 hatten wir sowieso ähnlich wenig Lust wie der Kapitän, und so würde sich
für uns immerhin die Gelegenheit ergeben, die Hauptstadt von Island doch noch ein bisserl
kennenzulernen.

Zuvor hatten wir aber noch eine abendliche Herausforderung zu bestehen.
Denn diesmal lautete das Kleidungsmotto "Themenparty weiß". Das alles war zwar nie ein "Muss",
aber wir spielen ja durchaus gerne mit bei solche Challenges - wenn wir können. Herr Rostrose hatte
immerhin ein weißes Hemd und eine Hose in Beige zu bieten. Aber ich? Ihr habt ja meine  
Reise-Capsule-Wardrobe gesehen. Da waren die Hauptfarben grün und rot sowie messing- oder
senfgelb - und auch ein paar kombifreundliche Klamotten in schwarz hatte ich dabei.

Glücklicherweise hatte ich einer spontanen Eingebung folgend ganz zum Schluss auch noch mein
cremeweißes Häkeloberteil eingepackt! Und das durfte jetzt zusammen mit Schwarz die Hauptrolle
spielen. Das Tuch, das ich mir um den Dutt gewunden habe, ist in drei Farbabschnitte geteilt:
messinggelb, weiß und grau, jeweils mit schwarzem Muster. Ihr könnt euch diesen Schal HIER
genauer ansehen. Für den "weißen Abend" achtete ich darauf, dass er so gewickelt ist, dass nur
der weiße und der graue Teil zu sehen sind:





Hier unten dann noch ein paar weitere Fotos des "weißen" Abends - im Uhrzeigersinn:
Herr Rostrose und ich an unserem Tisch im Speisesaal. Unsere netten Tischnachbarn aus Kärnten
waren ebenfalls in weiß bzw. weiß mit schwarz gekleidet und sie waren auch auf dem Foto drauf,
aber ich weiß nicht, ob es ihnen recht wäre, in meinem Blog zu erscheinen, deshalb zeige ich nur
"unsere" Bildhälfte. Das nächste Bild soll nicht dazu dienen, euch meine Stirnfalten bzw. meine
Narbe auf der linken Stirnseite näher zu zeigen, und auch nicht meine paar weißen Haare, die an
diesem Abend immerhin zum Motto passten - sondern ihr könnt euch ansehen, dass ich sogar weißen
Lidschatten verwendet hatte. Daneben und darunter seht ihr meinen Göttergatten mit unserem
netten indonesischen Zimmerboy namens I Putu, unten dann nochmals ich beim Grinsen und
Edi mit unserem reizenden Tischkellner Hery, ebenso aus Indonesien.





Fortsetzung folgt!


Mit diesem Post bin ich bei folgenden Blogparaden dabei:
Natur-Donnerstag von Ghislana / Jahreszeitenbriefe,
und Sabines Aktion Outfit des Monats. Und bei den 
"Modischen Matronen" Beate, Natalia und Tina

Vielen Dank für eure lieben Zeilen zu meinem vorigen Posting Adventzeit in Rostrosenhausen!
Nicht vergessen: Am 15.12. geht's mit ANL weiter!


 Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosengrüße
und eine schöne dritte Adventwoche,
eure Traude
๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑☼๑๑


Hier könnt ihr euch zu den einzelnen Kapiteln meines Reiseberichtes klicken: