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Samstag, 19. Dezember 2015

Irland-Reisebericht - Nordirland und zurück nach Dublin - Tag 14 und 15

Hello, ihr lieben treuen und neuen LeserInnen!
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Klicks zu den einzelnen Kapiteln des Reiseberichtes:
1. Kapitel - Dublin Tag 1 und 2
15. Kapitel - Carrowmore Megalithic Cemetery, wilder Atlantik, Glenveagh National Park - Tag13 
16. Kapitel - Nordirland und zurück nach Dublin - Tag 14 und 15 

1. Zusatzkapitel - Irland vor 20 Jahren Teil 1 (inkl. aktuellen Tipps)
2. Zusatzkapitel - Irland vor 20 Jahren Teil 2 (inkl. aktuellen Tipps)

KLICK zur Irland-Reisebericht-Startseite



So vieles geht jetzt schön langsam aber sicher dem Ende entgegen: Die Adventzeit, das
Jahr 2015, die Aktion "Rettet die Lachfalte" - und auch mein Irland-Reisebericht. In diesem
Sinne: Herzlich willkommen zum heutigen - letzten - Kapitel unserer virtuellen Reise über
die Grüne Insel!!!

Am Ende meines vorigen Irland-Kapitels erzählte ich euch, dass wir die Nacht vom 13. auf den 
14. Tag in der Nähe der Stadt Letterkenny verbracht haben - und weil dieses Quartier mitsamt 
seinen Leuten unter vielen netten und gemütlichen irischen B&Bs so ganz besonders reizend 
war, möchte ich ich hier ein bisserl Werbung für das Mountainview B&B machen. Die
"Herbergsmutter" dort ist nämlich wirklich wie eine liebevolle Mutter zu ihren Gästen, und
auch die Zimmer sind so freundlich gestaltet - wir haben uns dort extrem wohl gefühlt!





Es ist noch dazu äußerst praktisch gelegen, wenn man in der Republik Irland übernachten möchte, 
aber von hier aus Ausflüge nach Nordirland plant, denn die Grenze ist nicht all zu weit entfernt. 
Hier unten seht ihr den Gesamtübersichtsplan von Irland mit unserer Route der kommenden zwei
Tage sowie eine Nordirland-Karte mit zwei der drei Höhepunkte, die wir uns dort herausgepickt 
hatten.

 


Die Autokennzeichen sind anders, die Währung ist es ebenfalls, Entfernungen werden in 
Meilen gemessen und nicht in Kilometern und es gibt mehr Industrie. Das waren für uns die 
augenfälligsten Unterschiede, zumal wir uns nicht an Orten aufhielten, die auch heute noch an 
den Nordirlandkonkflikt erinnern. Dieser beherrschte die nordirische Politik immerhin von 1969 
bis 1998 (doch die Ursprünge wurden bereits viel, viel früher gelegt). Und in Städten wie Derry
oder Belfast ist davon noch einiges zu sehen.

Deshalb machten meine Freundin Anita und ich bei unserer ersten Irlandreise im Jahr 1995 
trotz aller Verlockungen und landschaftlichen Schönheiten, die es dort ebenfalls gibt, einen 
Bogen um dieses Land. Wir wollten weder unsere Kinder noch uns selbst in Gefahr bringen. 

Inzwischen hat man einen
langwierigen und keineswegs unkomplizierten Friedensprozess begonnen, doch auch heute
noch brechen da und dort immer wieder Konflikte aus. Man kann wohl sagen, dass hier viel saftig- 
grünes Gras gewachsen ist, aber das Gras ist nicht unbedingt an allen Stellen über den Konflikt 
gewachsen... 





 Vielleicht hat dieses Wissen verhindert, 
dass Herr Rostrose und ich uns länger als einen Tag in Nordirland aufhalten wollten und - trotz 
zahlreicher bestimmt interessanter Sehenswürdigkeiten wie z.B. dem Titanic Zentrum in Belfast
auch keinen Zwischenstopp in dieser oder einer anderen der größeren Städte einplanten.

Auch hier also war es die Natur, die uns anzog, und nicht das von Menschenhand Geschaffene.
Dennoch war es ein Kunstwerk, das wir uns in Norirland ansehen wollten - eines aus Basaltgestein, 
monumental und faszinierend - bei dem allerdings kein Bildhauer je Hand angelegt hat... jedenfalls 
kein menschlicher:
der ‚Damm des Riesen‘!


In dem Vintage-Bus, der in Richtung Giant's Causeway fuhr, war mutmaßlich eine Hochzeitsgesellschaft unterwegs...
 
Es gibt mehrere Irische Legenden, die allesamt erzählen, dass dieser "Damm" vom Riesen Fionn 
Mac Cumhaill (auch als Finn McCool bekannt) errichtet wurde und dass er bis nach Schottland 
reiche. Die einzelnen Varianten der Legende und einiges mehr über den Giant's Causeway könnt ihr 
euch HIER durchlesen. Fest steht jedenfalls, dass es auf der unbewohnten schottischen Insel Staffa 
tatsächlich ein "Gegenstück" zum Causeway gibt: Fingal's Cave

Die etwa 60 Millionen Jahre alten Basaltsäulen, die Geologen zufolge durch sehr langsame und 
gleichmäßige Abkühlung heißer Lava entstanden sein sollen, sind demnach nicht absolut einzigartig 
in der Welt *), doch handelt es sich hier um eine Basaltsteinfläche von sehr großer Ausbreitung und 
von besonderer Schönheit... Immerhin sind es hier beinah 40.000 Säulen, von denen etwa die Hälfte 
hexagonal geformt ist; es treten jedoch auch solche mit vier-, fünf-, sieben-  oder achteckigem 
Querschnitt auf. Im Jahr 1986 wurde das "8. Weltwunder Irlands" zum UNESCO-Welterbe 
erhoben.




*) Wer Basaltsäulen, fächer oder -prismen sehen möchte, ohne so weit zu fahren, findet auch in Deutschland welche - 
 am Scheibenberg im Erzgebirge oder auf dem Parkstein in Nordostbayern ... Eine Liste der Basaltsteinvorkommen 
weltweit findet ihr HIER. Nicht überall stehen sie allerdings unter Schutz, mancherorts wird Basaltstein als Baumaterial
abgebaut.




Auch wenn es auf den meisten unserer Fotos so aussieht, als ob wir allein auf den Steinen
herumgeklettert wären, war das natürlich nicht der Fall. Giant's Causeway ist die Touristen- 
attraktion schlechthin in Nordirland. Wir haben beim Fotografieren einfach darauf geachtet,
möglichst wenige Fremde im Bild zu haben. In der folgenden Collage seht ihr allerdings
einige andere Besucher, die genau wie wir diesen traumhaften Flecken Erde besichtigt haben.





Ganz in der Nähe des Causeways gibt es ein paar andere Touristenziele - zum Beispiel die
alte Whiskeybrennerei in Bushmills oder Dunclue Castle - doch ich hatte mir stattdessen ein 
Ziel herausgepickt, das für mich eine Novität bot ... und gleichzeitig eine Möglichkeit, mal 
wieder einen Kampf gegen die Geister der Höhenangst zu bestehen:




Carrick-a-Rede ist eine kleine nordirische Felsinsel, die genau auf dem Wanderweg der Lachse
zu ihren Laichplätzen liegt. Da der Seegang bei der Insel eine Bootsüberfahrt häufig verhinderte, 
errichteten Fischer schon vor rund 350 Jahren eine Hängebrücke, um vom Festland auf Carrick-
a-Rede zu gelangen. Ursprünglich war hier der Lachsfang die wichtigste Einnahmequelle. In den
frühen 1960ern wurden noch täglich etwa 300 Fische gefangen, zu Beginn des aktuellen Jahrtausends 
waren es gerade mal ca. 300 in der gesamten Saison! Mittlerweile ist die Hängebrücke ein mit 
beidseitigem Handlauf und seitlichen Netzen abgesichertes Modell und dient eher touristischen 
Zwecken als der Unterstützung des Fischfangs. 


 


Die Insel ist klein, und um die steilen Pfade gehen zu können, sollte man halbwegs gut zu 
Fuß sein, doch der Weg lohnt sich - vor allem bei so feinem Wetter, wie wir es hatten. Man kann
dort Unmengen von Seevögeln beobachten, zwischen den Felsen wachsen Blumen und Moose,
das Meer leuchtet türkisblau und die Aussicht ist einfach atemberaubend schön.





Für Herrn Rostrose war die Hängebrücke ein Klacks, er ist schon in Vancouver auf einer viel 
längeren und viel höher über dem Abgrund schwankenden "Rope Bridge" gegangen - nämlich dieser 
hier: KLICK - für mich aber war es die erste Hängebrücke meines Lebens. Noch vor ein paar Jahren 
hätte man mich vermutlich über die Brücke prügeln müssen ... oder mich k.o. schlagen und dann 
ohnmächtig drübertragen. Nein, vermutlich hätte ich vor ein paar Jahren einfach dieses Ziel nicht 
ausgewählt - doch Höhenangst ist nichts, das man nicht in den Griff bekommen könnte. Das heißt
keineswegs, dass ich den "Sog der Tiefe" nicht mehr spüre, aber ich lasse mich von ihm nicht 
mehr so sehr beeindrucken. Ich habe beschlossen, mir möglichst keine Erlebnismöglichkeiten 
mehr durch irrationale Ängste verderben zu lassen, sondern mich stattdessen quasi innerlich 
zurückzulehnen und zu genießen! Und so hatte ich mir fest vorgenommen, mich  auf der Carrick-
a-Rede-Rope-Brigde (von der es gerade mal 30 Meter in die Tiefe geht) "freihändig" fotografieren 
zu lassen und außerdem selbst in die Tiefe zu fotografieren. Ja, ich gebe zu, ich stand ein wenig 
wackelig da - aber ich habe meine Pläne durchgezogen! Beweisfotos siehe obere und
untere Collage ;o))





Nur wenige Meilen von Carrick-a-Rede entfernt gibt es ein weiteres beeindruckendes 
 Landschaftselement zu besichtigen, das wir uns nicht entgehen lassen wollten: 

- das (wie auch der Giant's Causeway) zu den am meisten fotografierten Naturphänomenen in 
Nordirland zählt... Wobei "Naturphänomene" vielleicht nicht ganz der richtige Ausdruck ist - 
schließlich wurde die beeindruckende Buchen-Allee im achtzehnten Jahrhundert von der Familie 
Stuart auf dem Zufahrtsweg zu ihrem georgianischen Herrenhaus, Gracehill House, gepflanzt. 
Durch ihren knorrigen Wuchs jedoch haben sie sich im Lauf der Jahrhunderte zu einem spektakulär 
und sehr fotogen aussehenden Tunnel entwickelt. Auch in der HBO-Serie Game of Thrones 
wurden die Dark Hedges als Drehort verwendet.




Eine Allee, die so geheimnisvoll -
ja fast gespenstisch - aussieht wie diese, benötigt natürlich auch einen passenden Geist. 
Und tatsächlich gibt es hier die Geschichte der grauen Lady - ein Gespenst, das man mit etwas 
Glück die Brenagh Road entlanggleiten sehen kann. Kaum ist sie bei den letzten beiden Bäumen
hindurchgeschwebt, so heißt es, verschwindet sie aus dem Blickfeld. Es gibt mehrere Theorien 
darüber, um welche unglückliche Seele es sich bei dem Gespenst handelt - einige meinen, die 
graue Dame sei Peggy, eine Tochter der Stuarts, andere wiederum, sie sei ein Dienstmädchen 
gewesen, das vor Jahrhunderten unter mysteriösen Umständen gestorben ist. Uns begegnete 
jedenfalls weder Peggy noch das Dienstmädchen oder eine andere arme Seele - doch die Allee 
beeindruckte uns auch ganz ohne Geister-Erscheinungen.

Nach diesem dritten "Fotostop" in Nordirland fuhren wir wie geplant ohne weiteren Aufenthalt 
wieder in die Republik Irland zurück. Unser nächstes Quartier war das Keernaun House
in Dundalk, einer Ortschaft knapp nach der Grenze in Richtung Dublin.




Unser Abendessen nahmen wir dort in einem senfgelb gestrichenen Pub ein - und auf dem
Rückweg begenete uns diese hübsche schwarz-weiße Katze, die sich gerade anschickte, eine breite
und stark befahrene Straße zu überqueren. Vermutlich hat sie das ja schön häufiger gemacht und
überlebt, aber wir wollten ihr bei dieser gefährlichen Unternehmung nicht zusehen und riefen sie
 stattdessen zu uns. Und tatsächlich ließ sich das Kätzchen von uns anlocken und begeistert streicheln
- und anschließend schlüpfte es durch einen Gartenzaun - hoffentlich dorthin, wo es zuhause und in
Sicherheit war! 





Am nächsten Morgen ging es nach einem feinen Frühstück unserem letzten irischen Tag entgegen. 
Allerdings war dieser Tag nicht gerade von besonderem "touristischen Erfolg" gekrönt. Das 
Beaulieu House, das über besichtigenswerte Räumlichkeiten und außerdem über schöne Gärten
sowie ein Car-Museum verfügt, hatte an diesem Tag nämlich leider geschlossen. (Ich hatte 
übersehen, dass das Haus nur im Juli und August auch an Wochenenden für Besucher geöffnet ist 
- und selbst da erst ab 13 Uhr... Die Uhrzeit war aber sowieso egal, denn wir schrieben gerade mal 
Sonntag, den 28. Juni und standen somit vor verschlossenen Türen. Sehr schade! So mussten wir 
uns damit bescheiden, ein paar Fotos durch den Zaun zu knipsen...




 Von da an war bei uns dann irgendwie die Luft raus. Unweit von Drogheda befindet sich zwar die 
berühmte Hügelgrabstätte Newgrange, aber die wollten wir ursprünglich eigentlich links liegen 
lassen, da wir in der Nähe von Sligo die weit weniger touristischen Hügel- und Dolmengräber von 
Carrowmore gesehen hatten. Mag sein, dass man die beiden nicht miteinander vergleichen kann, 
aber so richtig groß war unsere Lust auf eine weitere urzeitliche Grabanlage eigentlich nicht. 

Aufgrund unseres "Beaulieu-Flops" beschlossen wir, Newgrange doch eine Chance zu geben. 
Schon am dortigen ziemlich großen und ziemlich überfüllten Parkplatz fragten wir uns allerdings, 
ob diese Idee wirklich so gut gewesen war. Im Visitors Center erfuhren wir dann auch noch, dass 
es nicht möglich ist, das Monument individuell zu besichtigen. Nur im Rahmen von geführten
Touren könne die Grabkammer besucht werden, doch die Wartezeiten betrügen etwa anderthalb
Stunden...




Wir begnügten uns schließlich damit, eine (gratis) Fotoausstellung im Foyer des Vistitors Center
anzusehen und in einem angeschlossenen Buchladen zu stöbern, dann fertigten wir noch rasch zwei
Fotos vom Hügelgrab aus einiger Entfernung an und verließen die Gegend endgültig in Richtung

Hier also schloss sich der Kreis nach zwei Wochen; wir kehrten an den Ort zurück, von dem aus 
wir am nächsten Morgen (oder eher zu nachtschlafener Stunde) wieder nach Hause fliegen würden.
 Großartige Lust auf touristische Unternehmungen hatten wir jedoch nicht mehr, wir hatten Dublin 
zu Beginn unserer Reise erforscht und genossen, nun wollten wir uns bloß noch ausruhen, unsere 
Reise Revue passieren lassen und uns z.B. in einem hübschen Dubliner Pub (von dem es ja jede 
Menge entdeckenswerte Exemplare gibt! ;o)) etwas Ess- und Trinkbares gönnen. 




Und so landeten wir schließlich im Madigan's in der Earl Street mit der nostalgisch-schönen
Deckenbeleuchtung und der prägnanten Zwischenwand, unter deren Uhr die weisen Worte
Tempus fugit stehen - die Zeit flieht ...

Ja, schnell war sie dahin, unsere Zeit in Irland, und doch so prallvoll und reich an Erlebnissen!
Manche von euch meinten, dass es durch unsere Reiseberichte so wirkt, als ob wir monatelang 
oder gar für ein Jahr unterwegs gewesen wären. Ach nein - wir sind nur einfach gut darin, unsere
Reisen mit Erlebnissen zu füllen ;o)) - und ich freue mich, wenn ich danach möglichst lange
so richtig intensiv von diesen Erlebnissen zehren kann, indem ich die Fotos bearbeite, Collagen 
daraus bastle und Reiseberichte schreibe... Als nächstes wird ein Fotobuch angefertigt werden, 
das dauert natürlich auch wieder ein bisschen und verlängert die "Urlaubszeit" noch um ein
Stückerl ;o))



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Für euch jedenfalls steht nun in meinem Blog eine Möglichkeit bereit, so oft ihr wollt auf
Kurzurlaub nach Irland zu reisen, indem ihr auf meinen Link mit den gesammelten Reise-
berichts-Kapiteln klickt (direkt unter meinem Header - oder HIER).

Ich danke euch noch einmal sehr für euer Interesse und für all 
die lieben, interessierten und motivierenden Zeilen, die ihr mir dazu hinterlassen habt!!!

Und außerdem hoffe ich natürlich, dass ihr auch noch die Möglichkeit zur Lachfalten-
Rettung nützt - es gibt zwar schon ein paar hübsche Verlinkungen, doch eigentlich herrscht
dort eine gewisse Vorweihnachts-Flaute... Dabei könnt ihr doch bestimmt über Schönes und
Erfreuliches aus der Vorweihnachtszeit erzählen, das euren Lachfalten gut getan hat! Ich
verlinke dieses Reiseberichts-Kapitel ebenfalls dort, denn die viele schöne Natur war
wahnsinnig gut für unser Wohlgefühl und unser Lächeln! Mit Pippa verlinke ich mich auch.
Und bei Gabrieles Streifzug am Mittwoch!

Vor Weihnachten möchte ich mich noch einmal bei euch melden - und bis dahin lasse ich
euch ganz, ganz liebe Adventgrüße da!


Fotos: Herr und Frau Rostrose
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  Herzlichst, eure rostrosige Reise-Traude  
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Montag, 7. Dezember 2015

Irland-Reisebericht - Carrowmore Megalithic Cemetery, wilder Atlantik und Glenveagh National Park - Tag 13 *


Hello, ihr Lieben alle miteinander!
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Klicks zu den einzelnen Kapiteln des Reiseberichtes:
1. Kapitel - Dublin Tag 1 und 2
15. Kapitel - Carrowmore Megalithic Cemetery, wilder Atlantik, Glenveagh National Park - Tag13 
16. Kapitel - Nordirland und zurück nach Dublin - Tag 14 und 15 

1. Zusatzkapitel - Irland vor 20 Jahren Teil 1 (inkl. aktuellen Tipps)
2. Zusatzkapitel - Irland vor 20 Jahren Teil 2 (inkl. aktuellen Tipps)

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Wie ihr aus meinem vorigen Reiseberichts-Kapitel wisst, hatten wir die vorangegangene Nacht
in der Stadt Sligo verbracht. Von dort aus würde es an diesem Tag nun weiter gen Norden gehen -
aber noch nicht sofort. Zuerst fuhren wir sogar noch ein kleines Stück in Richtung Süden zurück,
nach Carrowmore.




Nicht weit von Sligo entfernt befindet sich nämlich der
 Carrowmore Megalithic Cemetery -
eine große steinzeitliche Grabanlage. Man kann sich hier einer Führung anschließen und erfährt
dadurch bestimmt viel Interessantes über die etwa 3000 bis 5000 Jahre alten Megalithgräber, die
sich hier auf einer Fläche von mehr als drei Quadratkilometern finden. Doch wir hatten mehr Lust
darauf, frei, ungeführt und ungebunden auf sanften Hügeln zwischen Dolmengräbern, Menhiren und
hohen Gräsern umherzustreifen - unmittelbar neben Kuhweiden - und einfach nur zu schauen, zu
staunen und zu genießen. Die Gegend hier ist nämlich traumhaft anzusehen - mal wieder! Irland
schafft es richtig gut, einen durch seine natürliche Schönheit zu verzaubern, und zwar stets neu und
mit anderen Reizen.





Neugierige Pferde beobachteten uns bei unserem Spaziergang, und zwischendurch sahen wir
Unmengen von Wildkaninchen über die Wiesen flitzen - manche verhielten sich sogar ganz ruhig und
ließen sich von uns fotografieren. Und mittendrin diese uralten Grabstellen, auf geheimnisvolle Weise
angeordnet, gestapelt - welche Rituale wurden hier wohl einst gefeiert, wie haben die Menschen
damals gelebt? Was sahen sie in der Natur, die sie umgab? Bestimmt etwas Anderes - entweder etwas
Familiäreres oder etwas Anbetungswürdigeres - als der heute angeblich so klug gewordene Homo
Sapiens Sapiens.


Hier geht's mit dem Halstuch und Haarband zu Sunnys Um Kopf und Kragen
und weiter unten könnt ihr euch mein Wolfs-T-Shirt noch etwas genauer ansehen...


Wir wanderten umher, entdeckten, staunten, freuten uns, pumpten uns mit der Energie der 
Landschaft auf... und hätten uns hier wohl noch viel länger herumtreiben können, doch wir hatten 
wieder einiges vor. Unter anderem wollten wir an diesem Tag ans Meer - denn der Norden der 
Republik Irland hat schöne Strände zu bieten. Als Österreicher - und somit Binnenland-Bewohner -
müssen wir schließlich jede Chance auf Meeresluft und Meeresanblick nützen! :o) Hier unten seht
ihr unsere Reiseetappe dieses 13. Tages:




Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel kamen wir gleich zu Beginn an einem markant
geformten Berg vorbei - dem Ben Bulben, der als Wahrzeichen der Grafschaft Sligo gilt:

 Der Ben Bulben ist ein 527 Meter hoher Tafelberg etwa zehn Kilometer nördlich der Stadt Sligo



Von der Stadt Sligo fuhren wir durch das Yeats Country bis in den County Donegal. Die
gleichnamige Stadt ließen wir allerdings links liegen - wenn es so viel entdeckenswerte Natur
gibt, können Städte uns nicht wirklich verlocken. Die Küsten Donegals und der Anblick des
"wilden Atlantik" übten da eine weit größeren Anziehungskraft auf uns aus:


Die Schilder mit dem Hinweis "Wild Atlantic Way" begleiteten schon eine ganze Weile. HIER
könnt ihr euch einen Überblick über die einzelnen Touren entlang dieser Reiseroute verschaffen.
Sand zwischen deinen Zehen hilft dir, deine Wehwehchen wegzukriegen! ;o)



In der Gegend rund um Dungloe entdeckten wir schließlich "unseren" einsamen Strand.
Ich weiß nicht, ob wir ihn jemals wiederfinden würden - wir fuhren einfach auf gut Glück
und entdeckten diesen schönen, sandigen Küstenabschnitt samt geschützter Düne, Felsen,
Wellen zum Drüberspringen, Meeresalgenduft und Möwengeschrei *).

*) Eine der Möwen - vielleicht die, die er fotografiert hat - verschaffte Herrn Rostrose sogar eine schmutzige 
Hose. Als Binneneuropäer wussten wir vor diesem Erlebnis noch gar nicht, wie unfassbar heftig Möwenkacke 
stinken kann. Inzwischen wissen wir's. Reisen bildet ja dermaßen! ;o))

 Unser Aufenthalt am Strand wurde dadurch etwas verkürzt. Nachdem Herr Rostrose sich
umgezogen, die Hose notdürftig abgewaschen und in einem Plastiksack in den Kofferraum
verbannt hatte, ging es weiter - unserem nächsten Ziel entgegen.






Im Nordwesten Irlands gibt es nämlich noch einen besuchenswerten Nationalpark, dem wir
gern einen nachmittäglichen Besuch abstatten wollten. Auf dem Weg dorthin fuhren wir aber-
mals an einer auffallenden landschaftlichen Erhebung vorbei: Der Errigal Mountain ist mit
749m der höchste Berg im County Donegal. Wegen seiner Kegelform sagten wir allerdings
 "Fujiyama" zu ihm ;o))





Von dort brauchten wir nicht mehr lange, bis wir beim
 Glenveagh National Park 
ankamen. Der Park ist über 16.500 Hektar groß und hat dem entsprechend einiges zu bieten, wie
ihr auf dem Übersichtsplan sehen oder durch einen Klick auf den Link erfahren könnt. Unter
anderem: dicht bewaldete Täler mit Nistplätzen für zahlreiche Vogelarten, fast kahle Berggipfel
mit arktisch-alpiner Pflanzenwelt, Moorland, kleine und große Seen, eine der größten Rotwild-
Populationen Irlands und aus Schottland ausgewilderte Steinadler. 



 


An einem der Seen - dem Lough Veagh - befindet sich auch ein Schloss, das wir hätten besichtigen
können: Glenveagh Castle, das vom ursprünglichen (nicht sehr sympathischen) Käufer des Landes
errichtet wurde - vom Landspekulanten John George Adair. Er sorgte dafür, dass die ursprünglichen
Pächter der Ländereien brutal vertrieben wurden und ließ hier in den Jahren 1870 bis 1873 sein Castle
erbauen. Doch er wurde dort nicht lange glücklich, denn eine alte Frau soll nach der Vertreibung einen
Fluch auf das Schloss und seine Besitzer gelegt haben: Keinem Eigentümer von Glenveagh Castle
sollte jemals ein Kind geboren werden. Und so kam es tatsächlich: Alle bisherigen Besitzer hatten
keine Kinder, und der Fluch lebt bis heute weiter, da der jetzige Eigentümer der irische Staat ist - der
es wohl kaum schaffen wird, Nachwuchs zu zeugen ;o)) (Wenn ihr mehr über Adair und die späteren
Bewohner des Schlosses lesen wollt, klickt HIER und lest bitte unter "Geschichte".)






Anstelle der Schloss-Besichtigung wählten wir abermals die freie Natur - wir hatten ja gerade erst
am Vortag das Westport-House besichtigt, einen Tag vorher war ich zur Ruine von Clifden Castle
gewandert, Tags zuvor hatten wir Kylemore Abbey besucht usw. - das heißt, unser Bedürfnis nach
geschichtsträchtigem Gemäuer war schon ganz gut befriedigt worden auf dieser Reise; die Lust
auf pures irische Grün war größer. Und der Ausblick auf den See, an dessen Ufer wir ein Stückerl
spazieren gingen, auf die immer noch farbenfrohen Rhododendren und Ginsterbüsche, die kunstvoll
geformten Farne, die malerischen Grasbüschel ... war nur schwer durch etwas von Menschenhand
Hergestelltes zu toppen...




Wie ihr auf der oberen Collage sehen könnt, trug ich an diesem Tag mein Wolfs-T-Shirt, das
ich auch am Tag unseres unvergesslichen Wolfsspaziergangs angezogen hatte. Ob das der Grund
für das Fliehen der Schafe hier unten war??? ;o))




Vermutlich nicht, denn alle anderen Määäähs ästen bei unserem Anblick ganz ruhig weiter.
Diese Aufnahmen von den Schafen und Blüten stammen übrigens bereits von der letzten Station,
die wir an diesem Tag erreichten: Gleich bei unserem Quartier nahe der Stadt Letterkenny gab es
nämlich mehrere Schafweiden, neben denen wir noch ein wenig spazierengingen und die Gegend
bewunderten. (Jaja, der arme Herr Rostrose durfte sein wehes Bein nicht wirklich oft ausruhen auf
dieser Reise ;o)) Und die Lupinen wuchsen im Garten des netten B & B, in dem wir hier die
Nacht verbrachten. (Mehr darüber im nächsten Post.) An diesem Abend versuchten wir wieder,
ein Pub zu finden, in dem Livemusik gespielt wurde - doch auch in Letterkenny fingen derartige
Veranstaltungen erst um 22 Uhr oder noch später an, und wir schafften es abermals nicht, so lange
im Pub zu bleiben, bis die Musik losging. Nach zwei Getränken schlug die Müdigkeit, für die die
frische irische Luft und die Bewegung gesorgt hatten, unbarmherzig zu ...




Und so schliefen wir in unseren gemütlichen Betten einem weiteren interessanten,
aufregenden, neuen Tag entgegen, der uns diesmal aus der Republik Irland hinaus und in ein
anderes Land hinein führen würde - denn am Tag 14 unserer Reise ging es zu drei ganz besonderen
Highlights in Nordirland! Aber bevor ich euch darüber erzähle, gibt es hier zunächst mal News
zum Thema Lipödem zu lesen - und am 15. Dezember die letzte Ausgabe von Rettet die Lachfalte!

Ich danke euch für die bisherigen Verlinkungen unter RDL #11 (das noch bis zum 14.12. läuft) und
 hoffe, ihr lasst euch trotz des Trubels rund um Weihnachten und den Jahreswechsel auch noch
Freudiges, Interessantes, Zeitlos-Modisches oder einfach Lustiges für die Rettung der allerletzten
Lachfalten in RDL #12 einfallen! :o)


Fotos: Herr und Frau Rostrose
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Mittwoch, 2. Dezember 2015

Irland-Reisebericht - Über Westport und Boyle nach Sligo - Tag 12

Hello, ihr lieben treuen und neuen LeserInnen!
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Willkommen zu einem neuen Kapitel meines Irland-Reiseberichtes!
Beim letzten Mal habe ich euch auf eine leider verregnete Bootsfahrt durch Irlands einzigen Fjord
mitgenommen, aber danach klarte es auf und ihr konntet euch die wunderschöne Umgebung des
Killary Fjord auch bei strahlend blauem Himmel ansehen und mich außerdem bei einem traumhaften
Solo-Spaziergang zu einem "Castle" begleiten. Ich seufze immer noch sehnsuchtsfreudig, wenn ich
daran zurückdenke, wie schön es dort war! Heute geht es weiter in Richtung Norden. Hier könnt
ihr euch schon mal die Route ansehen, die wir an diesem 12. Tag fuhren: Von Letterfrack (bei
Clifden) über Westport und Boyle in die größte Stadt im Nordwesten der Republik Irland - Sligo.




Aber immer schön der Reihe nach: Ein guter Tag muss für uns mit einem ordentlichen Frühstück
beginnen. Und ein solches hat das Connemara National Park Hostel, in dem wir unsere zwei Nächte
in Letterfrack verbracht hatten, eindeutig zu bieten. Das Haus ist zwar kein echtes B & B, denn hier
muss für das Frühstück ein Aufpreis bezahlt werden, doch es gibt eine große Auswahl an Gerichten,
freundliche Bedienung, und das Restaurant sieht sehr hübsch und gemütlich aus:




Derart gestärkt brachen wir in Richtung Norden auf - nach Westport. Weil an diesem Tag Regen-
wetter auf dem Programm stand (und es diesmal den ganzen Tag über nicht so richtig aufklaren
wollte), kam uns eine für diese Region empfohlene Indoor-Besichtigung gerade recht: das
Westport House

Leider schickte uns Herrn Rostroses Handy-Navy von unserem Auto-Abstellplatz weg gewaltig in
 die Irre, weshalb wir dann doch auch noch in den Genuss von jeder Menge "Outdoor", Bewegung 
und Himmelswasser kamen - aber erstens ist Spazierengehen ja gesund und zweitens wussten wir es 
dann umso mehr zu schätzen, als wir endlich nach einem laaangen Fußmarsch durch den weitläufigen 
Park das kantige, kastige Herrenhaus aus den 1730erJahren erspähten.


 Falls ihr euch über die überdimensionierten Schwäne im Wasser (re.) wundert - dabei handelt es sich um Ausflugsboote, 
denn zum Westport House gehört auch ein Vergnügungspark - allerdings war der an diesem Regentag nicht in Betrieb.
Mein Beitrag zum Streifzug am Mittwoch von Gabriele S.


Wir wußten es außerdem sehr zu schätzen, dass uns die beiden Empfangsdamen beim Eingang
freundlich und beinah entschuldigend anlächelten, obwohl wir dort die Teppiche antrieften. Der 
Sitz der Earls of Altamont hat einiges Sehenswertes zu bieten: Die zahlreichen Räume sind mit gut 
erhaltenen Möbeln, mit Familienportraits, chinesischen Tapeten und antiken Waterford-Kristallüstern 
ausgestattet. Im (rosa beleuchteten...) Treppenhaus mit der beeindruckenden Marmortreppe wird
man vom Angel of Welcome begrüßt, und in einem der Zimmer befinden sich Wachsfiguren von
den Berühmtheiten, die in diesem Haus ein- und ausgingen. Uns gefiel ganz besonders gut die 
Bibliothek und das Kinderzimmer mit dem hübschen Puppenhaus.




Nachdem wir uns im hauseigenen Café auch noch eine kleine Stärkung gegönnt hatten, ging es
wieder raus ins "Feucht-Grüne". Diesmal allerdings nahmen wir den (weitaus kürzeren) FUSS-Weg -
das Navi hatte uns nämlich, wie wir mittlerweile wußten, die endlose Zufahrtsstraße entlang geschickt 
(obwohl mein Göttergatte bei der Auswahl "zu Fuß" eingegeben hatte) ... Hier sahen wir wieder 
einige sehr knorrig-bizarre Bäume, die ich allerdings nicht umarmen konnte, da sie hinter einer 
Umzäunung standen...


Mein Beitrag zum Natur-Donnerstag bei Jutta K.


 Weiter ging's ein Stück in Richtung Nord-Osten nach Boyle, wo sich die gut erhaltene Ruine einer 
Zisterzienserabtei von 1161 befindet. Das rechte untere Foto in der folgenden Collage - die Luftauf-
nahme - hat Herr Rostrose von einem dort aufgehängten Info-Plakat abfotografiert, damit ihr euch 
den Grundriss der 
ansehen könnt. Nachdem die Abtei sämtliche Raubzüge anglo-normannischer Truppen und ebenso 
die Auflösung der Klöster im Jahr 1539 überstanden hatte, wurde sie 1659 in eine Burg umgewandelt. 
Ein mittelalterlicher Bau voller Geschichte und Geschichten also - und wenn man aufmerksam lauscht, 
hört man die alten Steine diese Geschichten flüstern.





Von den Damen an der Kassa wurden wir extra darauf hingewiesen, im Kirchenschiff auf die 
Kapitelle (aus dem 12. Jahrhundert) zu achten, die allesamt individuell gestaltet sind. Das taten
wir natürlich und haben euch davon auch einige Fotos mitgebracht! :o)
 



Am späten Nachmittag landeten wir dann in Sligo, der Hauptstadt des County Sligo, wo wir unser
nächstes B & B gebucht hatten.  

Da es zu regnen aufgehört hatte, bummelten wir zwar noch ein wenig durch die Stadt, und natürlich
hätte es auch hier noch einige Sehenswürdigkeiten gegeben, aber abgesehen von der Yeats-Statue
 vor einem Bankgebäude sahen wir uns hier nichts Besonderes mehr an. (William Butler Yeats gilt als
einer der bedeutendsten englischsprachigen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts und war Irlands erster
Literatur-Nobelpreisträger. Vieles in Sligo und Umgebung erinnert an den Dichter und seine Familie,
durch die die Kunstszene der Stadt nachhaltig geprägt wurde. Nicht umsonst wird die Grafschaft
County Sligo (oder jedenfalls ein Teil davon) auch Yeats Country genannt.)


 
 


 Unser Geist war zu dieser Stunde bereits gesättigt, nur der Bauch hatte 
noch Hunger, und so gönnten wir uns ein feines italienisches Abendessen im Bistro Bianconi.

Und damit ging auch dieser 12. Reisetag zu Ende. Ich freue mich, dass ihr wieder mit mir mitgereist
seid! Im nächsten Reiseberichts-Kapitel geht's zunächst mal nach Carrowmore, wo ihr euch uralte
Dolmengräber in einer wunderschönen Landschaft ansehen könnt, und dann weiter in den Norden, an
einen wild-romantischen Atlantik-Strand in Donegal sowie in den Glenveagh National Park. Und ich
danke euch auch sehr für eure lieben Kommentare zu meinem Adventposting und zur Aufnahme meiner
Adventdeko in das Living & Green Magazin. (Bis zum 6.12. könnt ihr dort auch eure Advent-
Dekorations-Fotos noch hinschicken!)


Fotos: Herr und Frau Rostrose
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  Herzlichst, eure rostrosige Reise-Traude  
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