Montag, 17. März 2014

Pink Styling für Amanda

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Servus ihr Lieben!
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Heute kleide ich mal Amanda ein. Da seht ihr dann auch gleich, wie ich ausschaue, wenn
ich konzentriert arbeite - damit ihr nicht denkt, ich hab immer nur dieses jung-machende 
Sonnenschein-Lächeln auf den Lippen. Ich weiß, dass ich euch damit gut gefalle - jedenfalls 
haben mir das viele von euch in den Kommentaren geschrieben - und am liebsten würde ich 
daher natürlich immer nur für euch lächeln. Ich lächle und lache viel und gern, aber ich
bin ein ganz "gewöhnlicher" Mensch, der manchmal streng blickt und bisweilen unvorteilhaft 
und hin und wieder auch einfach nur doof aus der Wäsche guckt. Die richtig unvorteilhaften 
Fotos stelle ich natürlich nicht ins Netz ;o)) Wenn ich gar nicht oder nur "milde" lächle, 
sehe ich allmählich meiner großen Oma, also der Großmutter väterlicherseits, immer 
ähnlicher. Hier unten hab ich z.B. so einen "große-Oma-Blick" drauf. So richtig begeistert bin 
ich von dieser Erkenntnis nicht, aber die Gene fragen nicht danach, ob man sie haben möchte.




Doch in erster Linie soll es hier und heute gar nicht um mich gehen oder um meine Ahnen,
sondern um Amanda. Die meisten von euch kennen sie ja schon aus diesem und diesem Posting.
Von Zeit zu Zeit fühlt sie sich etwas unglücklich, weil sie nur einen Arm hat. Ich sage ihr dann
immer "Meine Liebe, es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern das Beste aus seinem Typ
zu machen!" Abgesehen davon kommen manche Modefirmen ohnehin allmählich dahinter,
dass das vermeintlich Perfekte langweilt und die - keineswegs perfekten - anorexischen Models
niemand mehr sehen mag. Daher wird nach "Neuem" gesucht. Mir ist nicht ganz klar, ob man 
damit provozieren und um jeden Preis auffallen oder Offenheit signalisieren will*) - jedenfalls
gibt es inzwischen arm- oder beinamputierte Models, Models im Rollstuhl und solche mit
Downsyndrom, es gibt Albino-Models, dicke Models, alte Models ... Wenn man unter dem
Begriff "behinderte Models" sucht, bekommt man diese breite Palette geboten...

*) Ich würde es mal so formulieren: Der Anspruch, als "ganz normale Menschen" behandelt zu werden, erfüllt sich 
dadurch für "Gehandicapte" auch nicht unbedingt, aber es ist gut, dass sie aus diesem Metier nicht mehr ausgegrenzt 
werden - vielleicht kann man das als ersten Schritt auf einem langen Weg zur Normalität betrachten. 

Was mir auf den internationalen Laufstegen allerdings noch abgeht, sind Menschen, die 
wie Max Mustermann und Ottilie Normalverbraucher aussehen ... Mehr oder weniger
"durchschnittliche" Menschen also, wie sie uns in unseren Büros und im Supermarkt
begegnen, in öffentlichen Verkehrsmitteln und im örtlichen Schwimmbad: Mit kleinen oder
größeren sogenannten "Schönheitsfehlern", mit Genen, die nicht lange danach gefragt haben,
ob man sie will oder nicht (denn sonst hätte sie keiner genommen). Das leichte Bauchansatz-
Gen zum Beispiel, das sonst in der gesamten Familie nur Onkel Ferdinand nicht erwischt hat oder 
die beginnende Glatze, die man auch schon auf dem alten Foto des Urgroßvaters entdeckte,
Omas birnenförmige Figur oder ihre Beine, die eher in Kurzgrößen passen, das Cellulitis-Gen 
oder das für Krampfadern ... Mir kommt vor, einen größeren Tabubruch als diesen kann es auf 
den Catwalks der Modemetropolen kaum mehr geben als einen lebendig-bunten Auftritt von
großen, mittleren und kleinen, alten, mittleren und jungen, dicken, mittleren und dünnen
Menschen in natürlicher Durchmischung. Und doch sollte es eigentlich die wesentlichste
Herausforderung für Modemacher sein, jedem dieser ganz und gar "gewöhnlichen" Typen
gerecht zu werden: Für jede Frau und jeden Mann einen Look zu kreieren, der es ihr 
oder ihm ermöglicht, "das Beste" aus sich zu machen!




Wobei ich betonen möchte, dass ich mit "das Beste" das Passendste meine: die Vorlieben und 
die Persönlichkeit unterstreichend, den Lebensstil und die Notwendigkeiten unterstützend. Es gibt  
Menschen, die würden vielleicht mit einem bestimmten Kleidungsstil "schöner" oder "modischer"
oder "vorteilhafter" aussehen. Aber sie wären dann nicht mehr sie selbst, sie wären "verkleidet". 
Oder sie könnten (wie ich) nicht zur Arbeit gehen mit hohen oder sonstwie unkomfortablen Schuhen
(die meine Beine zwar optisch verlängern aber meinen langen Fußmarsch zur Bahn und wieder
zurück zur Qual gestalten würden).

Zu Amanda passen optisch viele Stile, doch sie liebt es feminin, etwas verspielt und dennoch bequem. 
Das hat sie mit mir gemeinsam, also kann ich ihr heute mal etwas von meinen Klamotten leihen. 
Ihre Größe ist zwar eine etwas andere als meine, aber so sitzen die Sachen eben etwas lässiger.
Weil das Märzthema bei Iris' Aktion Buntes 2014 nach wie vor PINK ist (und das Mixit-Motto
bei Zickimicki danach schreit, aus bereits Vorhandenem neue Kombinationen zu kreieren), habe
ich in meinem Fundus nach rosa Schätzen gekramt und in der Faschingsverkleidungskiste einen
schwarz-pinken Blümchen-Rock entdeckt, den ich schon vor ein paar Jahren aussortiert habe.
Das Top hingegen trage ich ab und zu - meistens zu schwarz. Nachdem Amanda heute ohnedies
ihre Perücke in schwarz und pink tragen möchte, bietet sich diese Farbmischung auch für ihre
Kleidung an.

Und weil eine kleine Prise Perfektion dann eben DOCH das gewisse Etwas ausmachen kann, empfehle ich 
meiner Klientin nach dem Stylen mit einem Werbe-TV-gerechten Verkaufsgrinsen auch noch ein Deo, das 
farblich einwandfrei zu ihrem Shirt passt ;o)


Wie gefällt euch Amanda in black & pink? Sie selbst findet den Stil schon mal recht gut fürs
Büro, doch jetzt wünscht sie sich einen etwas legereren Look für ihre Freizeit. Und weil ihr die
Farbnuance meines Kleides gefällt - ein kraftvoller Rosenholz-Ton - kreiere ich nun eine
Kombination, in der diese Farbe eine wichtige Rolle spielt. (Mein Kleid habt ihr ja schon kennen
gelernt - ihr erinnert euch? In meinem Eistraum-Post war davon hauptsächlich der Rock-Teil
zu sehen und heute bekommt ihr zum Ausgleich einen Blick auf die obere Hälfte geboten. In
Indien trug ich dieses Desigual-Kleidchen ebenfalls - hier gibt's mehrere Fotos davon.)




Rosenholz - also ein leicht braunstichiges Rosa - ist meine bevorzugte "Pink-Schattierung".
(Dieser Farbton ist irgendwie "ausgenommen" von meinem "pinken Kindheitstrauma" ;o))
Und ich kombiniere Rosa auch gern mit Brauntönen - wie hier mein Kleid mit einem taupe-
farbigen Häkelshirt. Auch der dezente Hippie-Look, den ich mir diesmal für Amanda ausgedacht
habe, passt in dieses Farbkonzept: zwei Shirts im Lagenlook, davon eines in kräftigem
Rosenholz-pink, eines in pink-braun-orange-schwarz, dazu eine Hose und ein Rüschenschal in
pastelligem Rosenholzton, ein "dunkelpinkes" Stirnband mit Holzperlen und eine kurze
Holzkette mit Perlen in zuckerlrosa.




Wenn ihr mir auf die Lippen und auf die Wangen seht, werdet ihr feststellen, dass ich auch
hier Rosenholztöne bevorzuge. Früher hatte ich gern ein noch brauntonigeres Wangenrouge,
aber als ich älter wurde, fing mir rosa Rouge an mir besser zu gefallen an - rosige Wangen
erzeugen die Illusion von jugendlicher Frische ;o)) Und einem gut betonten Mund hört
man lieber zu als einem, der sich unscheinbar gibt. Vor ein paar Jahren habe ich die Max
Factor Lipfinity Lippenstifte für mich entdeckt - sie bleiben zwar auch keine 12 Stunden,
wie es die Werbung verspricht, aber sie halten doch deutlich länger als herkömmliche
Lippenstifte - und sie haben Farben, die mir besonders gut gefallen. Ich habe euch ein
"Jugendfoto"*) herausgesucht, auf dem ihr mich mit einem Lippenstift in einem ähnlichen
Farbton seht - und überhaupt habe ich mich schon damals sehr ähnlich wie heute gestylt.

*) Es stammt vom Sommer 1989, damals war ich also 27 und somit auch nicht mehr ganz jugendlich ;o))




Ebenfalls aus dieser Zeit - aus den Jahren 1988 und '89 - stammen die drei folgenden
Aufnahmen. Ich habe sie euch u.a. deshalb eingefügt, weil ich hier keinen rosenholzfarbigen
Lippenstift trage, sondern einen in richtigem Pink. Auf den beiden Bildern rechts trage ich
zudem noch rosanen Lidschatten! (Diese Bilder entstanden nach einem Friseurbesuch - ich fand
diesen Haarschnitt Klasse. Mein damaliger Freund meinte allerdings, der Friseur habe mir einen
Dallas*)-Schädel verpasst - also eine Frisur, wie sie die Damen in der besagten Fernsehserie
trugen: zu sehr gestylt und aufgebrezelt...) Eine Freundin aus jenen Tagen, die sich beruflich mit
Farbberatung beschäftigte, nahm diese Fotos von mir jedenfalls als Beispiel für einen Herbsttyp,
zu dem rosa passt. Auf dem Foto links bin ich hippiemaßig gestylt - denn ich befand mich auf
einer Flower-Power-Party. Ich zeige euch das Bild aus mehreren Gründen - zum einen, weil
meine Kleidung hier ebenfalls rosa beinhaltet, zum anderen, weil ihr hier seht, dass ich damals
noch dem Laster des Nikotinkonsums gefrönt habe. Erst vor 12 Jahren ist es mir - nach vielen
gescheiterten Zwischendurch-Versuchen - gelungen, mit dem Rauchen endgültig aufzuhören.
Wie nach jedem vorangegengenen Versuch nahm ich auch nach dem letzten Mal relativ
rasch rund zehn Kilo zu. Erst als ich mir das erlaubte und quasi akzeptierte, dass mein
Nichtrauchergewicht um etwa zehn Kilo höher ist als mein Rauchergewicht, gelang
es mir, standhaft zu bleiben.




Was ihr auf der Flower-Power-Fest-Aufnahme ebenfalls noch seht, sind zwei lange Ketten
aus Naturmaterialien. Diese beiden Ketten besitze ich immer noch und werde euch eine davon
demnächst zeigen - und zwar zu einem Shirt in einem Farbton, den ich ebenfalls gerne mag: ein
"gebrochenes" Rosé. Heute zeige ich euch dieses Shirt allerdings an Amanda - denn sie ist heute
wie gesagt die Hauptperson. Hier unten seht ihr nicht nur das Shirt, ihr seht auch die Metall-
scheibe, an der Amandas "guter" Arm montiert wird. Diese Metallscheibe samt dem Plastik-
ring rundherum ist bei Amandas rechter Seite leider herausgebrochen. Das ist der Grund für ihre
Einarmigkeit. Der Arm lehnt jetzt einfach in einer Ecke meines Zimmers.

(Sofern jemand von euch eine Idee hat, wie man sie "operieren" könnte, würde mich das sehr freuen. Ankleben 
funktioniert jedenfalls nicht, dafür ist zu wenig "Fläche" vorhanden.)





Auch Amanda trägt gerne Shirts und Jacken mit gehäkelten Ärmeln oder mit Ärmeln aus Spitze.
Sie kaschieren recht gut, was kaschiert werden soll, ohne dass es darin all zu heiß wird. Ich
persönlich würde mir ohnehin viel mehr Oberteile wünschen, die luftig-leichte Ärmel haben -
doch die meisten Modelle, die man zu erträglichen Preisen auf dem Markt findet, sind aus
Polyacryl gemacht - und dieses Material finde ich nun auch nicht so sommertauglich ... Aber
das ist ein Thema, über das ich gern ein andermal mehr schreiben würde. Für heute lasse ich
es gut sein - und verabschiede mich von euch mit letzten Amanda-Styling-Bildern ...




... und mit einem Lächeln! Seid herzlich bedankt für eure wieder so lieben Kommentare zu
meinem "Kuschelkatzen-Posting"! Auch meine neueste "Followerinnen" heiße ich ganz, ganz herzlich
willkommen - ich freue mich über jede Leserin und jeden Leser, die sich hier bei mir wohlfühlen!!!
Habt eine schöne neue Woche und genießt sie!


*****ღღღ♥♥♥♥♥ღღღ***** 


Ganz liebe Rosrosengrüße und Küschelbüschels, 
eure Traude :o)


http://www.meyrose.de/2014/03/01/aktion-buntes-2014-der-maerz-wird-pink/

Samstag, 15. März 2014

Kuschelkatzen, schöne Textilien und Wochen-Highlights

*****ღღღ♥♥♥♥♥ღღღ*****
Servus & Willkommen,
liebe neue und treue LeserInnen! 
cc


Ich danke euch sehr für eure lieben Zeilen zu meinem 12. Südindien- Reiseberichts-
Kapitel und freue mich riesig über euer großes Interesse an meinen "rosa Rosen" :o) !!!
Heute lade ich euch mal zum Wochenend-Katzenkuscheln ins Rostrosenhaus ein.
Wenn ihr euch die untere Collage anschaut, fällt es euch bestimmt sofort auf:
Nina + Herr Rostrose = große Liebe³

Das war schon von Anfang an so - Klein-Nina war vom ersten Tag an verrückt nach
meinem Mann. Und umgekehrt. Sie nuckelte nachts an seiner Brust. Sie rollte sich
bei seinen Füßen zusammen und schlief dort. Sie rannte ihm nach wie ein Hund.
Sie holte ihn ein Stückweit ab, wenn er von der Arbeit nach Hause kam. Das meiste
davon tut sie auch jetzt noch, nur mit dem Brustnuckeln hat Nina aufgehört. Inzwischen
wird nur noch Milch getreten und sie leckt Herrn Rostrose mit Akribie die Nase ab.
Nicht, dass Nina mich nicht leiden kann - sie kommt auch zu mir kuscheln. Aber wenn
Edi da ist, bin ich abgemeldet. Als die Rostrosentochter Jana noch hier lebte, lautete
Ninas Reihenfolge: Edi, Jana, Traude. Und Edi bekommt immer diesen speziellen
Glanz in seinen Augen, wenn er mit Nina kuschelt.





Nina hätte kein weiteres männliches Wesen in "ihrem" Haushalt gebraucht. Wir dachten,
sie sei vielleicht einsam und würde gern eine jüngere Katze "adoptieren", so wie das einst
 der Kater Jeronimo mit dem kleinen grauen Mandarin gehandhabt hat. (Jeronimo war übrigens 
"mein" kleiner Prinz und mir genauso zugetan wie Nina es nun Edi ist...)

Aber als wir ihr nach einem Jahr Prinzessinnendasein im Rostrosenhaus den winzigen Kater
Maxwell vorsetzten, war Nina zunächst einmal nur sauer. Und ließ all ihren Ärger an dem armen
Katerchen aus. Er selbst ist die katzenhafte Verkörperung eines "guten Latsch". Er ließ sich
Ninas Ohrfeigen von Anfang an gefallen und hörte nie auf, ihre Nähe zu suchen.




Mittlerweile ist Nina fast 12 Jahre alt und Mäx fast 11 - und die Ohrfeige gehört quasi zum Ritual.
Beide stellen sich um Futter an, Maxwell schleckt Ninas Ohr ab, sie knurrt, verpasst ihm eine
anständige Hausdetschen, Maxwell schaut kurzfristig irritiert (auch das dürfte zum Ritual gehören),
beginnt dann zu schnurren und frisst mit Appetit seine Schüssel leer. Wenn Maxwell zu uns ins Bett
kommt, versucht er gern, seine Liebe auf uns beide gleichmäßig zu verteilen, indem er entweder
zwischen Edi und mir "pendelt" oder sich so lang macht, dass er auf uns beiden liegen kann. Wenn
Nina da ist, läßt sie dieses "ungebührliche" besitzergreifende Verhalten natürlich nicht zu: Er darf
überall liegen, nur nicht auf "ihrem" Mann. Zack! Damit das klar ist. Und somit liegt Maxwell dann
meistens auf mir.




Und hier seht ihr, wo er sonst noch gern liegt - nämlich auf der Couch im "Mädchenzimmer"
(also in meinem Arbeitszimmer). Mit dem Polsterl (Kissen), das ihr auf der unteren Collage
hinter Maxwell seht, hat es eine besondere Bewandtnis. Ich habe es nämlich schon im
Dezember gekauft - aber zeigen kann ich es euch erst jetzt.




Open studio bei
 Annamay:
In meinem Posting vom 9. Dezember 2013 erzählte ich euch unter anderem von der Wiener Malerin 
und Fotografin Julia Maetzl, die mit annamay ein eigenes Label für handbedruckte Stoffe und textile
 Produkte gegründet hat. Am 21. Dezember 2013 veranstaltete sie ein open studio und präsentierte 
dort ihre praktischen und wunderschönen Hängekörbe, Zierkissen, Topflappen, Küchentücher etc. - 
und Herr Rostrose und ich waren dabei.




Natürlich haben wir dort nicht nur fotografiert, geplaudert und guten Wein getrunken, sondern
auch Julias Werke bewundert: Ihre textile Produkte und Wohnaccessoires aus natürlichen
Materialien und Farben sind von ihr selbst entworfen, mit selbst gestalteten Stempeln von Hand
bedruckt und auch selbst genäht. Das heißt, in jedem einzelnen Stück steckt viel Zeit und Liebe,
und das ist zu sehen und zu fühlen. Zwei von Julias Arbeiten wanderten schließlich auch mit
ins Rostrosenhaus. Das eine war besagter Zierpolster, das andere der türkisblaue Hängekorb mit
den süßen Seepferdchen, den ihr in der oberen Collage links sehen könnt. Er hat einen Platz in
unserem Vorzimmer gefunden, wo er nun Handschuhe und Mützen für uns aufbewahrt. Das
mit Fischen bestempelte Kissen hingegen hatte ich mir damals schon als Geburtstagsgeschenk
für meine im Zeichen der Fische geborene Tochter Jana ausgeguckt - denn es war wie geschaffen
für das Wohnzimmer-Sofa in ihrem neuen Zuhause.




Leider kann man Julias schöne Werke vorläufig noch nicht via Internet erstehen, doch seit ein
paar Tagen gibt es annamay-Produkte im Étagère Designshop in der Lindengasse 20, 1070 Wien,
zu bewundern und zu kaufen. Und sobald Julias Onlineshop "eröffnet" ist, gebe ich euch Bescheid.




Am Abend von Janas 21. Geburtstag fand wieder der Spanischkurs statt, mit dessen Hilfe
Edi und ich versuchen, uns auf unseren (übernächsten) Urlaub vorzubereiten, und im 
Anschluss trafen wir uns dann zur "feierliche Päckchenüberreichung" bei einem kleinen und 
gemütlichen Abendessen in Janas "Stammchinesen". Das war nun keine "große" oder gar 
"prachtvolle" Feier, aber eine sehr schöne, nette und harmonische. Eine "Familien-Geburtstags-
feier" in der altvertrauten größeren Runde wird es demnächst natürlich auch wieder geben. :o)




Viele von euch wissen ja, dass das annamay-Kissen quasi von einem Katzenhaushalt in den
anderen übersiedelt ist. Hier seht ihr nun Janas zwei "kleine Rabauken" - die schwarze
Yomee und den getigerten Chiller. Groß und prächtig sind sie schon geworden, stimmt's? :o)
Wenn ihr Fotos aus dem Vorjahr sehen wollt, wo meine zwei "Enkelkatzen" noch so richtig
winzig waren, klickt bitte hier.




Und auch bei meiner Lieblings-Nachbarin hat es vor kurzem Katzen-"Zuwachs" gegeben. Die
 hübsche dreifärbige Glückskatze Sandy hat nach einem anstrengenden Jahr in einem Haushalt mit
vier Kindern ein neues Zuhause gesucht. Bei Renate und ihrer Familie, die aus lauter erwachsenen
Menschen und Katern besteht, kann sich Sandy nun von den Strapazen ihres ersten Lebensjahres
erholen. Der schwarz-weiße Herzensbrecher Lucky ist sich zwar noch nicht ganz darüber im
Klaren, ob er es toll finden soll, dass die Kleine ihm Paroli bietet, aber trägt es mit Fassung. Und
der besonnene Tigerkater Floh steht ohnehin über den Dingen und fungiert ab und zu als Lehrer für
den Neuzugang.




Mit diesen Erlebnissen bin ich dann natürlich auch gleich wieder bei Viktorias
High 5 for Friday dabei:
1) Janas Geburtstag mit allem netten und liebevollen Drum und Dran,
2) der "Sandy-Kennenlern-Abend" bei Renate,
3) gemütliches Weekend-Kuscheln mit unseren Rostrosen-Zimmertigern,
4) blitzblauer Himmel und Vogelgezwitscher - da ist es ja fast unmöglich,
keine Glückshormone auszuschütten ;o))

Und last but not least Highlight Nummer 5), zu dem ich jetzt ein bisserl weiter ausholen
muss oder möchte: Am vergangenen Sonntag spielte es in Arte unter dem Motto "starke Frauen"
endlich mal wieder den Film Frida über die mexikanische Malerin Frida Kahlo, die als junges
Mädchen einen schweren Unfall mit knapper Not überlebte, ihr ganzes weiteres Leben lang an
den Folgen laborierte und schließlich die Malerei als Therapie und farbstarkes Ausdrucksmittel
entdeckte. Durch eine schwierige Liebe war sie mit Diego Rivera - Mexikos berühmtesten Maler
seiner Zeit - verbunden und wurde schließlich selbst zur mit Abstand bekanntsten Malerin
Lateinamerikas und durch ihre besondere Art, sich zu kleiden, auch zur Stilikone.
 Mich hat das Leben dieser außergewöhnlichen Frau schon einige Zeit vor dem Film interessiert
und fasziniert, und vor ein paar Jahren waren wir außerdem in Mexiko City, unter anderem um
die Casa Azul, Fridas wundervolles, leuchtend blaues Haus in Coyoacán, zu besuchen und mit
dem Boot durch die Schwimmenden Gärten von Xochimilco zu fahren (bitte klickt auf die beiden
Links und seht euch die Bilder dazu an, sie sind ein Fest für die Sinne - und genau das ist für mich
auch immer wieder aufs Neue der Frida-Film, der mich an unsere schöne Reise erinnert und mich
durch die kraftvollen Malereien und das eindrucksvolle Leben Fridas jedes Mal mit enorm viel
Energie erfüllt!)
Möge auch die kommende Woche wieder voller schöner Erlebnisse für uns alle sein!!!
Das wünscht euch und mir selbst mit lieben Grüßen und herzhaften Küschelbüschels ...




*****ღღღ♥♥♥♥♥ღღღ***** 

... eure Traude :o)

ღღღ
http://puenktchenundviktoria.blogspot.co.at/2014/03/high-5-for-friday-3-2.html

Donnerstag, 13. März 2014

Südindien 12. Kapitel - Von Chettinad nach Thanjavur

Namaste und Namaskaram, ihr Lieben! 
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Heute geht es in die zweite Tageshälfte des sehr inhaltsreichen elften Tages unserer Südindien-
Reise. Ihr erinnert euch noch an den ersten Teil, wo wir u.a. verschiedene Villen des einstmals 
so reichen Kaufmannsclans der Chettiar besichtigt haben? Eines der Häuser war ein bewohntes 
gewesen, ein anderes wurde inzwischen als Museum genützt – und nun fuhren wir zu einem 
renovierten und zu einem wunderschönen Hotel umgebauten Chettinad-Anwesen, wo ein 
ergiebiges Mahl auf uns wartete. 





Die Region ist nämlich nicht nur bekannt für ihre außergewöhnliche Architektur, auch die Chettinad-
 Küche ist berühmt und gilt als besonders schmackhaft. Für Nicht-Vegetarier ist wohl auch interessant, 
dass die Chettinad-Küche im Gegensatz zur übrigen tamilischen Küche durch ihre würzigen Fleisch-
gerichte geprägt wird. Ich kann die Schmackhaftigkeit der Gerichte, die wir in Chettinad vorgesetzt 
bekamen, durchaus bestätigen. Abgesehen davon gefiel es mir, dass die Mahlzeiten der Tradition 
entsprechend auf einem Bananenblatt serviert wurden *).

Glücklicherweise konnte ich inzwischen schon wieder (fast) alles essen, nur die von europäischen 
Gaumen als besonders scharf empfundenen Speisen vertrug ich noch immer nicht so gut. (Und so 
geht es mir eigentlich nach wie vor: Ursprünglich hatte ich mich für unsere Fernreisen bereits auf 
scharfe Gewürze „geeicht“, doch seit meiner indischen Magen-Darm-Geschichte bin ich leider 
empfindlicher geworden.) Das Chicken Chettinad, ein scharf gewürztes Hühnercurry, war mir 
demnach zu heftig, doch den Fisch und die Gemüsesaucen fand ich köstlich – und interessanterweise 
schmeckten mir auch die gewürfelten Rote Rüben (Rote Beete) mit körnigem Salz – normalerweise 
ist das ein Gemüse, das ich gar nicht mag. Als abschließende Atemerfrischung wurde uns noch ein 
Blatt angeboten, in das alle möglichen Gewürze eingewickelt waren – nicht alle wagten es, sich diese 
relativ große „Kugel“ in den Mund zu stopfen, aber ich war mutig und kann euch somit berichten,
dass die Blattkugel nach einer zwar gewöhnungsbedürftigen, aber frischen und durchaus angenehmen 
Mischung aus minzigen, süßen und salzigen Anteilen schmeckte.




*) Nach dem Essen wird das Bananenblatt, das zugleich als Teller und als Tischset gedient hat, einfach eingerollt und 
draußen weggeworfen – da man traditionellerweise mit der (rechten) Hand isst, gibt es auch kein Besteck. Geschirrspülen 
entfällt  also und  das Blatt sowie allfällige Essensreste verrotten oder werden von Tieren gefressen - eine wirklich sehr 
umweltfreundliche Variante des Speisens! 
Leider wurde der „Entsorgungsteil“ dieser Tradition ins Plastikzeitalter herübergerettet – auch jetzt neigen die Inder dazu, 
sich ihres Mülls auf dieselbe Art und Weise zu entledigen, nur ist er inzwischen nicht mehr so leicht verrottend wie Bananenblätter 
und die Schalen von Kokosnüssen. Heute sind es Plastikbecher und – Kunststofftüten oder –flaschen und Metalldosen. Manche 
Gebiete sehen daher wie riesige Müllhalden aus. Das ist leider wieder eine der „anderen Seiten“ Indiens. Meine Freundin 
Moni hat einige davon fotografiert, weil sie meinte, ihre Mutter und ihre Schwester hätten sonst einfach keine Vorstellung 
davon, wie verdreckt manches Gewässer und manche Gasse sein kann - und ich werde euch Beispiele davon in meinem 
„Epilog-Posting“ zeigen, das ich im Anschluss an meinen Reisebericht geplant habe. Unser Reiseleiter meinte zwar, 
Südindien wäre sauberer als der Norden, aber nach meiner Wahrnehmung war es genau umgekehrt.




 Nach unserem Mahl ging die Reise weiter in nordöstlicher Richtung. Dem ursprünglichen Reise-
programm entsprechend hätten wir ja an diesem Tag die Tempel von Trichy besucht, hatten uns aber 
stattdessen für die außergewöhnlichen Villen der Chettiars entschieden. Die Tempel-Freunde sollten 
dennoch nicht zu kurz kommen - für diesen Nachmittag hatte unser Reiseleiter Mano nämlich noch 
den Besuch des Brihadishvara Tempels in Thanjavur eingeplant. Unterwegs machten wir kurz Halt 
bei diesem Straßenstand, weil uns Mano zeigen wollte, wie in Indien Cashewnüsse geröstet werden.
Auch wenn sich die erwachsenen Familienmitglieder wahrscheinlich darüber freuten, dass einige von
unserer Gruppe nach der Vorführung Nüsse kauften, dürften wir zumindest den Kindern nicht ganz
geheuer gewesen zu sein. Vor allem das Kleinere der beiden versteckte sich lieber hinter Mamis
Sari-Zipfel.




 Thanjavur – Der Brihadishvara Tempel, dessen Bau im Jahr 995 durch Rajaraja I. veranlasst worden 
war, ist ein Bauwerk des Dravida-Stils und einer der  bedeutendsten Tempel Südindiens. Er zählt als 
einer der drei „großen Tempel der Chola-Dynastie“ zum Weltkulturerbe der UNESCO – und bietet 
tatsächlich einen atemberaubenden Anblick! 
Wenn ihr mehr über die historischen und architektonischen Einzelheiten der Anlage erfahren wollt, 
klickt bitte auf den eingefügten Wikipedia-Link – hier und jetzt würde ich mich gern darauf beschränken, 
mit euch gemeinsam durch die faszinierende Anlage zu spazieren und all ihre künstlerischen Details 
sowie die Menschen, die den Tempel besuchen sowie die allmählich untergehende Sonne ohne viele Worte 
wirken zu lassen.





Als letzte Aktion dieses Tages besuchten wir noch eine Künstlerwerkstatt, in der unter anderem kleine 
und große Bronzestatuen erzeugt werden und konnten dort diesen zugleich einfachen und doch 
raffinierten Herstellungsprozess beobachten. Wie schon in der Fliesenmanufaktur waren wir auch 
hier wieder beeindruckt davon, wie wenig Platz und Equipment eigentlich vonnöten ist, um wunder-
schöne und hochwertige Objekte entstehen zu lassen. Auch ein anderer Künstler präsentierte uns in dieser 
Werkstatt noch sein Können – ein Mann, der in Indien als bekannter Maler gilt und der uns stolz ein 
Buch zeigte, in dem über ihn berichtet wird.





Ich hoffe, dass auch diese Tagesetappe wieder interessant für euch war! Nun geht die Indienreise
allmählich dem Ende zu - nur noch zwei Kapitel und ein Epilog warten auf euch. Dazwischen wird
es wieder ein paar andere Themen geben - zum Beispiel die fünf Highlights der vergangenen 
Woche und vermutlich auch wieder ein paar Mode- und Deko-Geschichten. Ich diesem Zusammenhang
will ich euch noch ganz viel danken für eure superlieben Kommentare zu meinen beiden "Postings
in Pink" - Frau Rostroses rosa Rosen und Eistraum in Pink  - und ein herzliches Willkommen an 
meine neuen LeserInnen!! Wie schön, dass ihr zu mir gefunden habt!!


Hier könnt ihr durch den Reisebericht navigieren:
zurück: Klick zum 11. Kapitel 
vor:  Klick zum 13. Kapitel 

Zur Kapitelübersicht 

Sollte einer der Links mal nicht funktionieren, gebt mir bitte Bescheid, damit ich das rasch 
korrigieren kann! Danke!!! :o)


Fotos: Herr und Frau Rostrose
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Alles Liebe und reisefreudige Grüße, Eure Traude
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