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Freitag, 27. September 2019

Bäume für die Zukunft + Giveaway

Es gibt eine magische Maschine, 
die Kohlendioxid aus der Luft saugt, 
sehr wenig kostet und sich selbst baut.
Sie heißt… Baum.

George Monbiot, Journalist und Klimaaktivist



Servus ihr Lieben!


Ihr habt es ja schon in meinem vorigen Beitrag lesen können: Wir Rostrosen waren mal wieder
unterwegs. Vielleicht ist euch davor schon aufgefallen, dass unsere Reisen in mehr oder weniger 
ferne Länder während der vergangenen beiden Jahre etwas seltener geworden sind als früher. Aber 
ganz aufgehört haben wir damit noch nicht. 

Ihr wisst von meinen Reiseberichten: Das Besuchen besonderer Orte, bemerkenswerter Gebäude, 
atemberaubender Landschaften, das Kennenlernen fremder Kulturen und Umgebungen, das 
Fotografieren von alledem, zählt zu unseren größten Leidenschaften, und es gäbe noch so viele 
Länder, in die wir gerne reisen würden.

Allerdings ist bei uns durchaus schon angekommen, dass die üblichen Reiseformen zumeist der 
Natur schaden. Wenn wir fliegen oder mit Schiffen unterwegs sind, bedeutet das, dass wir die 
Umwelt mit CO2 belasten. Es ist so absurd: Wir reisen, weil wir die Welt lieben und der Natur nahe 
sein wollen - und zugleich tun wir ihr nichts Gutes damit. Wir haben also nach einem Weg gesucht,
um zumindest einen gewissen "Ausgleich" zu schaffen... und sind dabei auf Treedom gestoßen.

 🌳🌳🌳🌳🌳 

Werbung: Es ist mir ein Bedürfnis, über Treedom und seine wertvolle Arbeit zu berichten. Als Dankeschön für den 
Bericht stellt mir Treedom zwei Bäume zur Verfügung - einen füge ich meinem "eigenen Wald" hinzu, einen verlose ich.
Alle Fotos von Treedom


 Lasst uns einen Baum pflanzen! Oder gleich mehrere!
Warum? Bäume tun der Umwelt gut: Sie absorbieren CO2 und geben Sauerstoff ab, tragen zur
 Artenvielfalt bei und bereichern das Bodenleben. Außerdem unterstützen sie die Kleinbauern vor 
Ort, die weltweit an den Treedom-Projekten beteiligt sind.

In Zeiten wie diesen, wo es im Amazonas-Regenwald, in Sibirien und noch weiteren wertvollen 
Wäldern brennt und der Klimawandel gefährlich voranschreitet, kommt es auf jeden einzelnen Baum
 an. Versteht mich aber bitte nicht falsch: Ich finde es nicht wirklich okay, nur deshalb Bäume zu 
pflanzen, um das eigene schlechte Gewissen zu beruhigen oder um das eigene Verhalten weder 
hinterfragen noch verändern zu müssen.

Ich betrachte diesen Ausgleich eher als Übergangslösung. Während Edi und ich daran arbeiten, 
Reisemethoden für uns zu finden, die hoffentlich nachhaltiger sind, und überhaupt in unserem Leben
 da und dort noch ein paar Gänge weiter herunterzuschalten (und z.B. auch unseren Garten auf mehr 
und mehr Selbstversorgung umzustellen), gibt es in der Zwischenzeit einiges zu kompensieren. Und 
dabei hilft uns Treedom. Zugleich tut man auch noch anderen Menschen etwas Gutes. Hier ein 
Auszug aus der Selbstbeschreibung

Treedom ist die einzige Plattform weltweit, die es ermöglicht, einen Baum auf Distanz zu pflanzen 
und ihm online zu folgen. Seit der Gründung des Unternehmens 2010 in Florenz wurden mehr als 
600.000 Bäume*) in Afrika, Lateinamerika, Asien und Italien gepflanzt. Alle Bäume werden direkt von 
lokalen Landwirten gepflanzt und bieten umweltfreundliche, soziale und wirtschaftliche Vorteile. Mit 
diesem Geschäftsmodell ist Treedom seit 2014 Teil der Certified B Corporations, einem Unternehmens-
netzwerk, das sich durch ein intensives soziales und Umweltengagement auszeichnet.



🌳🌳🌳🌳🌳

*) Aktuelle Zahlen:
🌳 699,267 Bäume 🌳 227,713,395 kg CO2 🌳 41,133 Kleinbauern 🌳 14 Länder



Alle Fotos von Treedom

Um welche Bäume geht es? Wie funktioniert die Sache genau? 
Alle Treedom-Bäume haben unterschiedliche "Superkräfte"! Einige kämpfen gegen Bodenerosion 
an, schützen die Artenvielfalt oder binden große Mengen an CO2. Fruchtbäume hingegen dienen 
als Nahrungssicherung für die Kleinbauern und ihre Familien, ebenfalls kann ihr Ertrag auf lokalen 
Märkten verkauft werden. 

Für Edi und 
mich war es vor allem wichtig, Bäume zu finden, die viel CO2 binden, aber auch von den anderen
guten Eigenschaften wünschten wir uns möglichst viele. Man kann zwischen unterschiedlichen 
Bäumen wählen - es sind nicht immer dieselben Baumsorten vorrätig. Außerdem gibt es auch
Abonnements - hier werden regelmäßig Bäume für die Treedom-"Wald-Besitzer" gepflanzt - und 
spezielle Aktionen (wie z.B. Horoskopbäume. Die kann man aber auch nehmen, wenn man mit 
Horoskopen nichts am Hut hat und sich einfach genau dieses Bäumchen wünscht). 

Ich entschied mich für einen Avocadobaum und Edi für einen Neembaum. Letzteren bekamen wir 
bei unserer Südindienreise im Jahr 2013 als natürliche Zahnputzhilfe mit verschiedensten anderen 
medizinischen Eigenschaften vorgestellt; u.a. ist er ein natürliches Insektizid. Edis genialer Neembaum  
wächst in Kenia und er wird von Treedom als "Horoskop-Baum" für das Sternzeichen Wassermann 
angeboten. Wir haben ihn aufgrund seiner "Superkräfte" ausgewählt, obwohl Edi kein Wassermann 
ist 😜. Mein Avocadopflänzchen wächst in Tansania. Sobald wir die Bäumchen bezahlt hatten, 
erhielten wir die Geodaten des Ortes, an dem unser Baum gepflanzt wird. Man kann das Leben 
seines Baumes auf diese Weise mitverfolgen.

Hier kommt ihr zum Treedom-Shop, wenn ihr selber ein Bäumchen kaufen wollt.


Alle Fotos von Treedom
 
Für beide Bäume bekamen wir außerdem einen "Steckbrief" und durften ihnen einen Namen geben. 
Mein Avocadobäumchen bindet während seiner ersten zehn Lebensjahre schon schätzungsweise 500 kg 
CO2, bietet eine hohe Ernährungssicherheit, fördert die Flora und Fauna und hilft dem Bauern bei
seiner wirtschaftlichen Entwicklung. 

Edis Neembaum hat in Sachen Ernährungssicherheit zwar nicht solche Superkräfte wie die 
Avocado, dafür aber in Sachen CO2-Bindung, da schafft er nämlich bereits in seinen ersten zehn 
Jahren ganze 900 kg! Und auch seine wirtschaftlichen und Umwelt-Eigenschaften sind so erstaunlich, 
dass die Vereinten Nationen den Neembaum als Baum des 21. Jahrhunderts definiert haben!


 


 Mit diesen beiden Bäumen kompensieren wir immerhin 1.400 kg CO2, das ist so viel wie 
ein ca. 10.000 Kilometer weiter Flug. Ihr könnt davon ausgehen, dass es nicht bei den zwei
Bäumen bleiben wird, man kann ja einen ganzen "Wald" anlegen (auch wenn die einzelnen
Bäume des Waldes in Wirklichkeit auf unterschiedlichen Kontinenten liegen 😉 😊).


🌳🌳🌳🌳🌳


Einen Baum mit Treedom zu pflanzen bedeutet, Kleinbauern beim Pflanzen eines Baums finanziell 
unter die Arme zu greifen und sie so lange zu unterstützen, bis der Baum die ersten Früchte trägt.
 
Das alles ist im Preis inbegriffen:
🌳 Projektstart 🌳 Aufbau der Baumschule und Aufziehen der Pflänzchen 🌳 Verteilung der 
Pflanzen an die Kleinbauern 🌳 Ausbringen der Pflanze 🌳 Pflege der Pflanze, bis der Kleinbauer 
daraus Einkommen schöpfen kann 🌳 Schulung der Kleinbauern hinsichtlich agroforstwirtschaftlicher 
Erfolgsrezepte, u. a. in Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungsinstituten vor Ort 🌳 
 Ausgleich des Fehlbestands während der ersten Jahre, in denen die Rate abgestorbener Pflanzen 
höher ist 🌳 5% Baumüberschuss durch das Anpflanzen zusätzlicher Bäume, die nicht für die User 
bestimmt sind, sondern einen etwaigen Fehlbestand ausgleichen sollen 🌳 Erfassung der GPS-
Koordinaten des Baums und Foto-Monitoring 🌳 Jährliche Stichproben in den Projektgebieten zur 
Überprüfung des Fortbestands und der Gesundheit der Bäume 🌳 Genehmigung des Fotos und 
Kontrolle der Koordinaten zu jedem einzelnen Baum von Seiten spezialisierter Agronomen 🌳 
 Zuordnung einer eindeutigen ID für jeden Baum und Eintragung ins öffentliche Baumregister 🌳  
Regelmäßige Projektupdates im Baumtagebuch, bei denen der Fokus auf den ökologischen und 
sozialen Benefits liegt.
 
Alle Fotos von Treedom

SDGs:
Es bedeutet aber noch viel mehr als "nur" eine Pflanze zu setzen:
Im September 2015 wurden von den Vereinten Nationen (UN) die "Agenda 2030" mit insgesamt 
17 Zielen zur nachhaltigen Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) für die 
Menschen, den Planeten und den Wohlstand verabschiedet. Treedom leistet mit seinen Baumpflanz-
aktivitäten in Asien, Afrika, Südamerika und Italien einen bedeutenden Beitrag zur Bewältigung 
von insgesamt gleich 10 der 17 Herausforderungen zur Sicherung einer nachhaltigen Zukunft:


 
 



Die Bäume eignen sich natürlich auch wunderbar als Geschenke - ob nun zur Geburt eines
Kindes, als Geburtstagsgeschenk oder zu Weihnachten, als Gedenkbaum zur Erinnerung an
einen lieben Menschen oder weil es ein Jubiläum zu feiern gibt... Viele Möglichkeiten also, um 
sowohl einem Beschenkten als auch einem Kleinbauern Freude zu bereiten und der geschundenen 
Natur wenigstens ein bisschen zu helfen. Wir werden heuer zu Weihnachten wohl einige Treedom-
Bäume auf den Gabentisch legen. (Einen Weihnachtsbaum, unter den wir die Geschenke legen 
könnten, gibt es bei uns ja nicht - wir lassen auch Tannenbäume lieber am Leben! 😉🌲😊)

🌳🌳🌳🌳🌳
Jaaaa, und mit "Geschenk" bin ich auch schon bei einem wichtigen Stichwort angekommen:
Ich feiere heuer mein zehnjähriges Blog-Jubiläum, und ein solcher Anlass sollte doch eigentlich
mit einer kleinen Fete - oder vielleicht auch mit einem "Giveaway"- begangen werden. Wenn man's 
genau nimmt, war mein Bloggeburtstag bereits am 30. Juli, aber um ehrlich zu sein, fiel mir nichts 
Sinnvolles für eine Verlosung ein. Doch nun kann ich euch etwas sogar sehr Sinnvolles bieten: Denn 
wie ich schon in meinem "Werbehinweis" über der ersten Collage erklärt habe, stellt mir Treedom 
als Dankeschön für den Bericht zwei Bäume zur Verfügung. Einen füge ich meinem "eigenen Wald" 
hinzu, und einen verlose ich unter alljenen, die mir hier bis zum 4. Oktober 2019 (Mitternacht) 
einen Kommentar hinterlassen und bereit sind, in ihrem eigenen Blog zumindest in ein paar Zeilen 
diesen Gewinn zu erwähnen. (Das ist übrigens keine Bedingung von Treedom, sondern von mir, 
denn ich möchte, dass dieses Projekt bekannter wird. Sollte jemand von euch kein Bäumchen 
gewinnen wollen, bitte teilt es mir im Kommentar mit.)
 

Alle Fotos von Treedom

Ich wünsche allen, die gern einen Treedom-Baum gewinnen wollen, viel Glück bei der 
Verlosung. Und bedanke mich für eure lieben Willkommensgrüße unter meinem vorigen
Post!


Ganz herzliche Rostrosengrüße,
eure Traude


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,

Ich beteilige mich außerdem bei Frau Ingas Blogparade
Nachhaltigkeit für den Klimaschutz


PS:
Wie ich euch in DIESEM Blogbeitrag berichtet habe, gibt es noch zusätzliche Möglichkeiten,
Bäume zu pflanzen, selbst wenn man keinen Garten hat. Beispielsweise, indem ihr anstelle von
Google die Suchmaschine Ecosia nützt. Einfacher geht's wohl kaum, mein Mann und ich sind schon
umgestiegen und "ecosian" jetzt, anstatt zu googeln. Nach Angaben der Suchmaschinen-Betreiber
muss man im Schnitt etwa 45 Mal mit Ecosia suchen, um einen Baum zu pflanzen. Mittlerweile
wurden auf diese Weise bereits etwa 40.000 Hektar Land aufgeforstet, wodurch 3,7 Tonnen CO2 aus
der Luft gefiltert wurden. Da wir häufig etwas nachschlagen, haben wir somit bestimmt auch schon
einige Bäume "gesetzt". Einige weitere von Utopia empfohlene Aufforstungsprojekte habe
 ich euch in meinem Posting Nachdenken - und AKTIV werden ebenfalls noch vorgestellt.

PPS:
Weil's grad so schön passt: Die Natur kann als Mittel eingesetzt werden, um das geschädigte 
Klima zu reparieren. Aber sie braucht unsere Hilfe. Greta Thunberg hat in Zusammenarbeit mit
dem britischen Guardian-Journalisten und Umweltschützer George Monbiot einen Kurzfilm
veröffentlicht. Dieser soll den Staatschefs und Beauftragten für Klima und Biodiversität der Vereinten
 Nationen in New York gezeigt werden. HIER geht es zum 3,41 Minuten langen Videoclip mit dem
 zentralen Thema Wie wir die Klimakrise noch lösen können und was jeder Einzelne dafür tun 
sollte. Und HIER zu einem ergänzenden Utopia-Beitrag.

PPPS:
Heute (27.9.2019) in Wien: Earth Strike - There is NO Planet B

Bild könnte enthalten: Text



Mittwoch, 9. Mai 2018

Noch ein bisserl was vom April 2018 - Teil 2

Servus ihr Lieben, ...


...es geht weiter im Text! Danke für all eure Komplimente zu unseren Greifvogel-Fotos und eure
sonstigen liebenswerten Kommentare zum ersten Teil meiner April-Rückschau. Darin habe ich
auch angekündigt, dass ich euch heute erzählen werde, was sich getan hat, nachdem ich mit
Transition Austria in Kontakt getreten bin.

Aber bevor ich das mache, zeige ich euch zur Einstimmung meine rot- und meine weißblühenden
Erdbeerpflanzen, den ersten Sonnenblumentrieb, meine Kirschtomatenpflänzchen, Kater Maxwell,
der durch unseren Frühlingsgarten stromert und rote Pelargonien, die unserer Terrasse ein wenig
Farbe verleihen sollen. Und im Verlauf des heutigen Posts wird es noch weitere Gartenfortschritt-
Fotos sowie ein paar Collagen für Outfit-Interessierte geben.




Ja, da ist einiges am Wachsen und Sprießen - 
und das ist wiederum ein Themenkreis, der gut zur Wiener Universität für Bodenkultur passt. 
Wenn ihr euch die Homepage der "BOKU" anseht, werdet ihr feststellen, dass sich diese Institution 
unter anderem der Nachhaltigkeit verschrieben hat und dass sie sich als Lehr- und Forschungsstätte 
für erneuerbare Ressourcen versteht, die eine Voraussetzung für das menschliche Leben sind. (Zitat: 
Grundsatz einer nachhaltigen Entwicklung ist es, so zu wirtschaften, zu produzieren und zu leben, 
dass die Grenzen der ökologischen Tragfähigkeit unseres Planeten nicht überschritten werden.)

Was hat Frau Rostrose mit der BOKU zu tun?
Als sehr junge Frau war ich mal auf einer feucht-fröhlichen BOKU-Party, das war bislang mein
einziger Berührungspunkt. Aber dann nahm ich mit Franz Nahrada, Zukunftsforscher und
Mitinitiator von Transition Austria via Facebook Verbindung auf, wir führten in der Folge ein
ausführliches und interessantes Telefonat - und er lud mich kurzerhand zu einem Symposium
der Österreichischen HochschülerInnenschaft zum Thema "Die Welt verändern lernen" ein. Denn
wie der Zufall oder das Schicksal es wollte, fand diese Zusammenkunft nur wenige Tage nach
meiner Kontaktaufnahme mit Franz in der BOKU statt. Leider konnte Franz Nahrada selbst aus
gesundheitlichen Gründen nur via Skype dabei sein, und sein (toller) Vortragstext wurde von
einer Kollegin verlesen, aber ich hoffe, dass er bald wieder ganz gesund ist und dass sich aus
diesem Kontakt noch ein positives gemeinsames Welt verändern ergibt (wie auch immer das
aussehen mag - warten wir's ab).


Das Wilhelm Exnerhaus ist nur ein Teil der BOKU; die Veranstaltung, zu der ich geladen war, fand  in einem 
moderneren (und m.M.n. weniger fotogenen) Gebäude dahinter statt - dem Schwakhöferhaus.

Was gab's dort zu erfahren?
Ich kann euch jetzt natürlich nicht sämtliche Inhalte der Vorträge wiedergeben und auch nicht,
was bei den anschließenden Kleingruppen-Workshops alles herausgekommen ist, aber ein paar
Details, die ich von dort mitgenommen habe und die euch eventuell auch interessieren, werde
ich euch erzählen. Ihr könnt davon ausgehen, dass dieser Nachmittag / Abend spannend war und
ich vieles dabei gelernt - aber auch ein bisserl was dazu beigetragen habe.


Nachhaltiges Rostrosen-Outfit fürs BOKU-Event: Shirt aus Hanf von H*ssnatur, Öko-Baumwolljackerl aus dem 
Secondhand-Shop, Fair-Trade-Rock aus dem Weltladen, Gürtel ehemaliger Kameratragegurt, Sandalen Waschb*r 
Umweltversand


Es war ein Zusammentreffen der Generationen - blutjunge Studenten ebenso wie Vertreter der
Generation, die einst gegen das AKW Zwentendorf demonstriert oder die Hainburger Au besetzt
 hat, womit der umweltzerstörerische Bau eines Wasserkraftwerkes verhindert wurde (beides
Meilensteine in Österreichs Demokratiepolitik). Der älteste Symposiums-Teilnehmer - der
mittlerweile 87jährige Philosoph und Begründer der New Work-Bewegung Frithjof Bergmann
- war via Skype von Michigan / USA aus mit dabei. Es tat gut zu erleben, wie Alt und Jung an
einem Strang ziehen, um die Welt wieder zu einem besseren Platz zu machen. Es war deutlich zu
spüren, dass dieses Interesse vorhanden ist... Ich wünsche mir daher sehr, dass der Prozess
weitergeht - und dass ich weiterhin ein Teil davon sein kann!


Mit der Transition-Bewegung könnt ihr alle übrigens in Kontakt treten, wenn ihr nach Möglichkeiten sucht, euch mit 
Gleichgesinnten außerhalb der Bloggerwelt zu vernetzen: Er gibt u.a. Transition Initiativen in ganz Deutschland
Transition Initiativen in Österreich und Transition Initiativen in der Schweiz Deren Motto lautet:  
Wir fangen einfach mal an. Der Wandel ist möglich … 
oder kurz gesagt: „Einfach. Jetzt. Machen“

 


In einer Pause unterhielt ich mich u.a. mit einem der Studenten, der mit mir in einer der
Arbeitsgruppen gewesen war, und er erzählte mir, dass er sich nicht nur aus Geldmangel, sondern
 vor allem aus Überzeugung von Lebensmitteln ernährt, die sonst zu Müll würden - teilweise also
 aus Sozialshops, teilweise tatsächlich aus Supermarkt-Müllcontainern. Auf diese Weise käme er eben
auch zu solchen Luxusartikeln wie Mangos oder Ananas, die er sich niemals kaufen würde, da sie
teuer sind und von weit her gekarrt werden. Aber vor allem würde er Essbares vor einem unwürdigen
Ende bewahren. Ich finde das toll, denn Lebensmittel sind viel zu wertvoll, um sie in die Tonne zu
klopfen - und zum Glück gibt es jetzt schon mehr Bestrebungen auch vonseiten der Händler, Essbares
nicht zu vergeuden.

Zu dem Gespräch kam dann ein Mann aus der Vorkriegsgeneration hinzu, der einen weisen
Vortrag gehalten hatte, und der wiederum meinte, man wisse heute viel zu wenig über die Dinge, die
 in der Natur wachsen und essbar oder nutzbar wären. Ich konnte bei der Gelegenheit einflechten,
dass Efeu zwar nicht essbar, aber ein tolles Waschmittel *) wäre - und erweckte damit einiges
Interesse. (Der Student möchte es unbedingt ausprobieren und der Vortragende erzählte es später
einem anderen weiter. Kreise ziehen ist schön und macht Spaß!) 

*) Dazu will ich euch den Kommentar von Astrid nicht vorenthalten, die mir folgendes schrieb: 
"Endlich habe ich angefangen, die Wäsche mit Efeu zu waschen, als erstes meinen Lieblingsbettbezug. Endlich 
kein unangenehmer synthetischer Duft! Und so weich! Ich bleib dabei!" Ich freue mich sehr darüber, liebe 
Astrid! 😊





Der junge Mann (er studiert Biologie) erzählte uns, dass früher besonders gern Linden als
Hausbaum gepflanzt worden wären - das habe unter anderem damit zu tun, dass Lindenblätter essbar
sind. Mittlerweile habe ich die Sache im Internet nachgeschlagen; nun weiß ich, dass man die jungen
Lindenblätter roh oder gekocht verwenden kann und dass auch Lindenblüten nicht nur als Heiltee gut
schmecken. Und dass die Linde auch noch manche andere positive Bedeutung für Menschen hat - als
Bienenweide für köstlichen Lindenblütenhonig oder einst zur Herstellung von Seilen, Matten, Taschen,
Kleidung aus den Fasern des weichen Lindenholzes. Kein Wunder also, dass der Lindenbaum früher
als heilig galt (ebenso wie beispielsweise der Hollerbusch, der für Menschen und Tiere von großem
Nutzen ist). Ja, das waren noch Zeiten, als man DIE NATUR als heilig verehrt und geschätzt hat.

 Beim Googeln habe ich von einigen weiteren Bäumen erfahren, deren Blätter (solange sie jung und
zart sind), von Menschen roh oder gekocht genossen werden können: Ahorn, Birke, Buche, einige
Obstbäume wie Apfel, Birne, Kirsche... HIER könnt ihr euch Genaueres zum Thema "essbare
Bäume" durchlesen. Ich denke, angesichts der Prognosen, dass die menschliche Ernährungs-Situation
 in den nächsten Jahrzehnten schwieriger (oder jedenfalls anders) werden soll, kann solch ein Wissen
nicht schaden.

Ich werde vermutlich in weiteren Posts noch das eine oer andere Mal auf Dinge zurückkommen,
die ich beim Symposium "Die Welt verändern lernen" erfahren habe, aber damit es euch nicht zu
viel wird, zeige ich euch jetzt mal wieder ein paar Bilder aus unserem Garten, die teilweise auch
mit "Essbarem" zu tun haben.



In der oberen Collage seht ihr nämlich links oben zwei neu gepflanzte Rotblättrige Zellernuss-
Sträucher (eine Haselnuss-Sorte), für die ein ausladender Hartriegelstrauch weichen musste. Davor
stehen (noch in Töpfen) zwei angeblich winterharte Bananenstauden und links davon haben wir auch
noch eine Heidelbeere eingesetzt, die für jeden Gartenboden geeignet sein soll. An den Skabiosen in
der oberen Collage haben vor allem Bienen und Schmetterlinge ihre Freude. Und im duftenden
Flieder waren heuer enorm viele grün-schillernde Rosenkäfer unterwegs! HIER übrigens einiges
Wissenswertes über Rosenkäfer und ihre nützlichen (!) Larven (sowie auch über Mai- und Junikäfer).

Und hier zeige ich euch nun, was sich in unseren Hochbeeten tut. Zunächst mal ein Blick auf die
Beete, wie sie Anfang April aussahen: gefüllt mit guter Erde und (Eigenbau-)Kompost, frisch
besät - und kahl. Da könnt ihr auch gut erkennen, dass wir keine teuren Edel-Hochbeete haben,
sondern schon seit mehreren Jahren vier preisgünstige Holz-Kompostmieten aus dem Bauhaus zu
diesem Zweck verwenden. Wenn ihr mehr Zeit habt als wir oder handwerklich begabter seid, könnt
ihr solche Teile natürlich gut selber bauen - das sind ja nur schlichte, ineinander gesteckte Holzlatten.


Die Erde in unseren Hochbeeten ist torffrei und bio, schließlich bauen wir hier ja ESSEN an. Da will ich keinen Dreck drin haben.



Zwischen die Beete passte gerade noch ein alter Tisch, der hier mehrere Funktionen übernimmt:
Einerseits dient er mir als Pflanztisch und als Möglichkeit, hier noch Pflanztöpfe- z.B. mit Kräutern
oder Pflücksalat - abzustellen, andererseits haben wir inzwischen eine automatische Gießanlage
draufgestellt, die wir aber nur nützen, wenn ich nicht genug Zeit habe, um mich persönlich um meine
Pflänzchen zu kümmern. Ich versuche ihnen nämlich normalerweise einige liebevolle Zuwendung
 zu geben.

Und wie ihr unten auf den Fotos von Anfang Mai seht, danken sie es mir: Ganz besonders üppig
sieht es bereits im Topinambur-Beet aus. Obwohl ich im frühen Frühjahr schon so viele Knollen
geerntet und verarbeitet habe, gibt es immer noch reichlich Topinamburpflanzen für neue Ernten. Es
ist besser, Topinambur in Töpfe oder Hochbeete zu setzen oder mit einer Rhizomsperre zu pflanzen,
weil sie im Garten einen zu großen Ausbreitungsdrang entwickeln können. Andererseits sind sie
nahrhaft, ertragreich, sehr gesunde Schlankmacher und hübsch anzusehen, denn sie blühen wie kleine
Sonnenblumen.

Zwischen den Hochbeeten steht ein ehemaliger Balkonblumenkasten aus Kunststoff, in dem Pflücksalat und Rucola wächst, 
und aus kleinen Körbchen und Töpfen treiben schon die ersten Blätter der Kapuzinerkresse.



Im zweiten Hochbeet
habe ich Erdäpfel angesetzt - und zwar wie immer nicht mit gekauften Saat-Kartoffeln, sondern
mit solchen, die mir über den Winter ausgewachsen sind. In diesem Posting aus dem Jahr 2009
habe ich euch beschrieben, wie ich das mache - und da könnt ihr auch schon dieselben Hochbeete
erkennen, die wir heute noch benützen - und in diesem alten Beitrag könnt ihr euch unsere schöne
Ernte von damals ansehen. Im dritten Hochbeet wachsen Zwiebel und Knoblauch, im vierten
Zuckererbsen / Kaiserschoten (können samt Hülse gegessen werden) sowie mehrfärbiger Mangold.

Unten zeige ich euch, worüber sich viele Bienen schon gefreut haben - und worüber sie sich noch
freuen werden. Auf einem steinernen Hügel, der mal eine wohl organsierte Kräuterspirale war, hat
sich längst jede Menge Thymian ausgebreitet und die meisten anderen Kräuter verdrängt. Er blüht in
jedem Frühling wunderschön und würzig duftend. Purer Insekten-Magnetismus! Leider ist der Efeu
bis in den Thymian gekrochen und hat wiederum ihn ziemlich stark bedrängt.






Deshalb haben wir die beiden Efeu-Kegel heuer entfernen lassen. (Es wuchert immer noch
mehr als genug Efeu in unserem Garten, um damit Wäsche zu Waschen, den Boden zu bedecken,
Wände zu begrünen...) Am unteren Ende der Kräuterspirale wächst jede Menge Zitronenmelisse.
Und in den Blumentöpfen, die ihr in der oberen Collage seht, sprießen schon viele Bienenfutter-
Pflanzen, die heuer im Sommer hoffentlich alle wunderbar erblühen werden!


Nun geht's aber um ganz andere Blüten ... nämlich um aufgebügelte - und somit wieder einmal
 um ein DIY-Kleidungs-Rettungsmanöver.


Vielleicht werde ich noch ein paar weitere Blümchen aufbügeln, mal sehen...




Denn als ich feststellen musste, dass in meiner alten, bequemen
Baumwoll-Longjacke die Motten gewütet hatten, dachte ich sofort an meine Rettungsaktion
der schwarz-weißen Sternenbluse (KLICK) und dass ich etwas Ähnliches ja auch mit dieser
Jacke machen könnte. Diesmal fand ich, dass rosa Blümchen sich gut darauf machen könnten,
und so bügelte ich diese Blümchen auf die (zuerst mit Nadel und Faden geflickten) Motten-
löcher. Und trug die Jacke an einem der vielen wunderbaren Apriltage zu meinem ebenfalls
sehr bequemen dunkelgrünen Rosenkleid vom Flohmarkt und dem Alle-Farben-Fair-Trade-
Gürtel vom Weltladen. Sandalen von Waschb*r.






Zu den pinken Blümchen auf der Jacke und den rosanen Rosen auf dem Kleid passen
 thematisch diese Röslein in wunderschönen Pink, die ich im Supermarkt bei den Fair-Trade-
Rosen entdeckte und mitnahm, weil sie nicht mehr ganz frisch und daher preislich herabgesetzt
waren. Als sie nach ein paar Tagen ihre Köpfe hängen ließen, knipste ich die schönsten ab
und ließ sie trocknen. So machen sie mir auch weiterhin noch Freude.




Pink - ihr wisst ja, das ist die von Maren für den Mai ausgerufene Farbe des Monats.
Und Maren vertritt die Auffassung, dass Pink und Orange wunderbar harmonieren. Für mich sind
beides Farben, die ich als junge Frau nicht zu tragen wagte, weil ich fand (oder weil es die gängige
Meinung war?), dass sie nicht zu roten Haaren passen. Echtes Pink mit stark erkennbarem Blauanteil
mag ich an mir noch immer nicht - die Farbe tut mir sogar hier im Text weh, aber ich lasse sie drin,
damit ihr den Unterschied zu Rosa seht.

Im Zusammenhang mit Orange änderte ich meine Meinung irgendwann in den späten 1980ern, als
ich in Amsterdam eine hübsche Rothaarige selbstbewußt in strahlendem Orange durch die Altstadt
 flanieren sah. Ich kaufte mir noch während desselben Urlaubs in einem A-damer Laden eine
orangefarbige Jacke und eine schwarze Hose mit Ornamenten in Orange.



Altbekanntes rosa Shirt aus Leinen, vom Kaffeeröster; Ketten: Mitbringsel aus Namibia; Rock: Mitbringsel aus Thailand; 
Schuhe vom Umweltversand Waschb*r

Für Rosa brauchte ich (trotz "Pretty in Pink") eine Weile länger - und die Kombination aus
beidem finde ich (trotz schöner Asiatinnen, die diesen Farbenmix ganz selbstverständlich tragen)
immer noch ziemlich mutig. Aber ich hab mich getraut - ich war so im Büro! (Und ich finde
ROT als "Vermittlerfarbe" dazu ziemlich gut 😊)

 In meinem Garten gibt es alle möglichen Blütenfarben - hier mag ich Rosa sogar sehr gern,
eine Zeitlang pflanzte ich fast ausschließlich weiße, rosane und lila-blaue Blümchen, mochte
aber dafür Blumen in rot, gelb und orange nicht so gern. Inzwischen hat sich das geändert, der
Garten darf wieder bunt sein. Im Moment ist frisches Grün noch die (wohltuende) Hauptfarbe...




Für das Mai-Thema der Modischen Matronen lasse ich aber ausnahmsweise die Buntheit
beiseite und greife auf eine Kleidungsfarbe zurück, die ich (so wie rosa und orange) erst für
mich entdecken bzw. lieben lernen musste. Denn in weißen T-Shirts konnte ich mich nicht
leiden - blass, langweilig, einfach nicht "Traude" - in weißen Hosen fand ich mich dick, und
erst als ich kubanische Musiker jedes Alters und jeder Größe in weißer Kleidung auf der
Bühne erlebte, konnte ich erkennen, welche Lebensfreude und Power in diesem Farbton liegt.
Weiße T-Shirt und eng anliegende weiße Hosen mag ich an mir immer noch nicht - aber es
gibt ja auch anderes - und so bin ich also mit dabei bei ALL WHITE!


Cremeweißes Kleid von Z*ra: ein paar Jahre alt aus meiner "weißen Phase" und eigentlich ein Fehlkauf, weil es einen 
engen Halsausschnitt hat, der hinten zu knöpfen ist. Ich trage das Kleid daher verkehrt herum - es sieht bis auf den Knopf 
vorne und hinten gleich aus - und lasse den Knopf offen. Am besten gefällt es mir mit dem Häkelblumenshirt, das ihr 
schon häufig an mir gesehen habt. Hose: Leinen, alt, Sandalen alt, Kette: Kur-Mitbringsel.


Nun wünsche ich noch allen, die morgen frei haben, einen schönen Feiertag oder vielleicht
sogar ein wunderbares verlängertes Wochenende! Mein nächstes Posting wird aller Voraussicht
nach der ANL-Beitrag ab 15.5. sein, in dem es wieder um
Achtsamkeit + Nachhaltigkeit  + Lebensqualität = A New Life
geht, das heißt, alle die schon sehnstüchtig auf weitere Thailand-Schilderungen warten, haben
hoffentlich noch etwas Geduld. Und auch aus dem eigenen Land habe ich euch bald über eine
total entzückende Unternehmung zu berichten - aber wie gesagt, das dauert noch, ich komme ja
mit dem Erzählen kaum hinterher  - und ein "Real Life" hab ich auch noch ... 😉

 
Herzliche Rostgrosengrüße,
eure Traude


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, Sunnys Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style, Style Splash,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
der Gartenglück-Linkparty, bei Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
bei der Pfauenauge-Naturgartenblogparade und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB