Mittwoch, 14. August 2024

Weltreise 2024 - Neuseeland Südinsel (Christchurch und Akaroa)

Heute werdet ihr durchaus etwas von Neuseelands schöner Natur zu sehen bekommen - und außerdem einen außergewöhnlichen Garten, der auch wegen seiner Bepflanzung sehenswert ist - das Hauptaugenmerk meines heutigen Postings liegt allerdings in den Bereichen Streetart und Mosaikkunst


>>HIER<< kommt ihr zum gesammelten Reisebericht  "Weltreise 2024".
   
Kia Ora, ihr Lieben!

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Wie euch vielleicht schon aufgefallen ist, interessiere ich mich neben Natur auch sehr stark für manche Kunstrichtungen. Ich habe dabei keinen "akademischen" oder "intellektuellen" Zugang, sondern einen rein emotionalen. Manche Kunst lässt mich kalt, manche finde ich ästhetisch, manche Kunst berührt mich zutiefst. In den letzten Jahren habe ich verstärkte Freude an Streetart entwickelt - wobei mich auch hier nicht alles gleichermaßen anspricht. In der größten Stadt der Südinsel gibt es davon auf alle Fälle jede Menge zu sehen!

19. - 21.3.: Christchurch (Māori: Ōtautahi):
Die Stadt wurde 1850 gegründet - und somit gäbe es natürlich einiges über die Historie zu erzählen, doch das würde hier den Rahmen sprengen. Mir bleibt auch so schon keine Wahl als zwei Kapitel über unsere intensive Zeit in und um Christchurch zu basteln. Wer sich für Geschichtliches interessiert, klickt daher bitte auf den obigen Link (bzw. auf DIESEN HIER in englischer Sprache.)
 
Die augenfälligsten Ereignisse der jüngeren Geschichte von Christchurch kann man jedoch nicht ignorieren oder unerwähnt lassen. Denn durch zwei zerstörerische Erdbeben in den Jahren 2010 und 2011 wurde das Gesicht der Stadt nachhaltig verändert. (HIER ist der Wikipedia-Link zu den Erdbeben in englischer Sprache.) 
 
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Die "Spraydosen" in Litfaßsäulen-Größe können als Symbole für die bunte Streetart-Szene in Christchurch betrachtet werden.

Etwas mehr zu dem Thema in meinem zweiten Christchurch-Kapitel. Heute nur so viel: Durch die massiven Verwüstungen, die die Stadt bei den Beben erlitten hat, waren nicht nur 185 Todesopfer zu beklagen, sondern auch der Verlust zahlreicher Gebäude - einige davon denkmalgeschützt, aber unwiederbringlich zerstört.

Christchurch begann daraufhin, sich neu zu erfinden! Die Stadt förderte (unter anderem) als Teil ihres Wiederaufbau-Programms zahlreiche Kunstinitiativen. In all den Baulücken, auf all den nackten Mauern, durften sich Kreative austoben. 
 
Es gibt inzwischen Hunderte von Murals in der Stadt, die von verschiedenen Künstlern aus Neuseeland und der ganzen Welt geschaffen wurden. Die genaue Anzahl kann variieren, da ständig neue Kunstwerke entstehen und andere möglicherweise entfernt oder übermalt werden. Christchurch bietet eine lebendige und wachsende Kunstszene, die die Kreativität und den Geist der Gemeinschaft widerspiegelt und es absolut wert ist, erkundet zu werden. 
 
Zwei Murals am selben Gebäude - oberes von Jacob Root (aka ‘Distranged Design’), unteres von Wongi Wilson

Ich zeige euch heute nur eine kleine Auswahl der Murals, die wir an Tag 1 und Tag 2 in Ōtautahi-Christchurch gesehen haben. Einige andere gemalte oder gesprayte Wand-Kunstwerke werden in Teil 2 folgen, und weitere Murals werdet ihr bestimmt im Lauf der Zeit zu sehen bekommen. (Immer dann, wenn ich euch keine Murals aus meinem aktuellen Leben bieten kann 😉)

Unten seht ihr das Mural Antarctic. Dieses befindet sich am Cathedral Square, an der Südwand des Novotel Hotels (direkt gegenüber der schwer vom Erdbeben beschädigten Kathedrale von Christchurch). Es ist eines von zwei Wandbildern, die in Auftrag gegeben wurden, um Christchurchs einzigartigen Status als Tor zur Antarktis zu feiern. Es wurde entworfen und gemalt von Dcypher/XL Street Murals mit Hilfe von Jacobyikes.

Ebenfalls am Cathedral Square befindet sich das Heritage Christchurch. Das Gebäude wurde 1913 eröffnet und beherbergte zunächst Regierungsbehörden. Heute dient es als Luxushotel. Das Untergeschoss des Hotels beherbergt ein hippes und zugleich gemütliches Pub namens O.G.B. (was die Abkürzung von Old Government Building ist). Hier kehrten wir ein, um uns ein Abendessen zu gönnen. (Edi hatte mal wieder einen dicken, fetten Burger und ich gönnte mir eine delikate Fleischterrine.) Dazu gab's für mich eins der frischen hellen Biere von der Karte und für Edi einen Rotwein. Mit diesen Getränken stoße ich mit Elizabeth beim T-Day an 🍻🍷🍺!


All die oben gezeigten Murals und auch das O.G.B. befanden sich in der näheren Umgebung unseres Hotels. Viel weiter von dort bewegten wir uns an unserem Ankunftstag nicht weg.

Unser Hotel für die nächsten zwei Nächte war das Break Free on Cashel Christchurch. Und hier könnt ihr einen Blick in unser Hotelzimmer werfen: Es war definitiv das winzigste Zimmer, das wir in unserer Reisekarriere je gehabt haben *). Aber es war zugegebenermaßen alles drin, was man so braucht - außer einem Fenster (aber die lassen sich in vielen Hotels sowieso nicht öffnen). Hier konnte man also mal Tiny Living ausprobieren.

*) Das Doppelbett reichte von einer Wand zur anderen, am Fußende gab es eine Ablage (auf der sich sogar ein Wasserkocher samt Kaffeetassen und Zubehör befand). Neben dem Bett seht ihr einen wandgroßen Spiegel, damit der Raum größer wirkt. In dem Spiegel könnt ihr das halbrunde Dusch- und WC-Abteil erkennen. Dieses war clever eingerichtet und schloss direkt an das Nachtkästchen an, das zugleich ein Minibar-Kühlschrank war. Unter dem Bett war Stauraum für ein Bügelbrett - und für unser Reisegepäck. (Es gibt jedoch, wie ich gesehen habe, auch geräumigere Zimmer in dem Hotel.)

Die drei Fotos in der unteren Reihe stammen von HIER, alle anderen von Edi und mir.

Wir waren ganz zufrieden mit dem Hotel - aber auch froh, dass wir in Christchurch gutes Wetter hatten. Denn nasse Regenklamotten hätten wir in diesem Mini-Zimmer oder Mini-Bad nicht gut unterbringen können.  

Ein unangenehmes Erlebnis gab es hier allerdings: Am letzten Tag blieben Edi und ich im Lift stecken und verbrachten dort eine ziemlich lang erscheinende Viertelstunde, ehe wir befreit wurden. Das "Notrufgespräch" war äußerst mühsam - teilweise mit einem Computer, teilweile mit Personen, die uns wegen der schlechten Verbindung kaum verstanden (und die auch wir nur schlecht verstehen konnten) und die kein einziges beruhigendes Wort über die Lippen brachten. Bei beiden Versuchen schnappte das Gespräch unvermittelt ab 😬. 
Ich war davor schon mal auf einem Kreuzfahrtschiff ganz allein in einem Aufzug stecken geblieben - damals erreichte ich mit der "Help"-Taste einen sehr netten und beruhigenden Mann, der mir versicherte, dass bald jemand kommen und mich befreien würde. Diesmal hatten wir keine Ahnung, ob überhaupt jemand auf unseren Notruf reagieren würde, weshalb wir auch klopften und um Hilfe riefen. (Wir waren noch nicht in Panik, aber wir verspürten ein massives Freiheitsbedürfnis.) Letztendlich kam eine freundliche Hotelmitarbeiterin, die vom Notruf informiert worden war und uns herausholte. Sie organisierte auch, dass wir nach dem Schreck ein gratis Frühstück bekamen. Ende gut, alles gut 😅.

 

20.3.: Nach Akaroa mit Marja:
An diesem Tag war es endlich so weit - wir lernten meine Neuseeländische Blogfreundin Marja persönlich kennen. Und ich muss sagen, dass wir das intensive Erleben von Christchurch City vor allem ihr zu verdanken haben 💙.

Oben Gänse auf einer Weide, unten Schafe - und in der Mitte ein traumhafter Blick auf die Bucht von Akaroa

Doch bevor wir mit Marja Teile der großen Stadt erkundeten, begaben wir uns mit ihr auf die Banks Peninsula. Die grüne, vulkanische Halbinsel gehört seit März 2006 zum Stadtdistrikt von Christchurch - und hier weiden nicht nur Schafe, die gesamte Landschaft ist eine wahre Augenweide... überhaupt, wenn man von einem Aussichtspunkt auf die wunderschöne Bucht von Akaroa blickt.

Marja und ich mit der Bucht im Hintergrund. Und beachtet bitte den traumhaften blauen Himmel 
an diesem Tag! Was für Glückskinder wir doch sind! 🌞😍

Während Dunedin als die "schottischste" Stadt Neuseelands gilt, ist Akaroa die "französischste" Siedlung des Landes - und sie ist très charmante. In der Hauptsaison kann es in dem kleinen Städtchen schon einigermaßen voll werden, überhaupt, wenn gerade ein Kreuzfahrtschiff anlegt *). Es gibt hier einiges zu sehen - schnuckelige Holzhäuser, liebevoll gestaltete Vorgärten, französische Straßennamen, gratis Museen, einen Leuchtturm, verschiedene hübsche Kirchen... Akaroa ist daher ein beliebter Urlaubsort - und außerdem bekannt für die Hector-Delfine **) im Hafen. 

*) Akaroa wurde zu einem populären Kreuzfahrtziel, nachdem die Erdbeben in Canterbury 2011 den Hafen von Lyttelton beschädigt hatten. Im Sommer 2009–10 besuchten sieben Kreuzfahrtschiffe den Ort, während die Zahl 2019 und 2020 auf neunzig anstieg! Mit der Eröffnung des Kreuzfahrtschiff-Anlegeplatzes in Lyttelton im Jahr 2022 sank die Zahl auf 19 Kreuzfahrtschiffe - und somit wieder auf ein erträgliches Maß.

**) Diese kleinen, vom Aussterben bedrohten Delfine werden in der Bucht von Akaroa durch ein Schutzgebiet für Meeressäuger geschützt. Für mich ist es etwas fragwürdig, dass gleichzeitig Bootstouren zum Schwimmen mit den Delfinen angeboten werden. In manchen Regionen Neuseelands wurde das Schwimmen mit Delfinen bereits limitiert, also denke ich, es tut den Tieren nicht gut, vor allem, wenn allzu viele Touristen kommen. "Normale" Bootsausflüge in der Bucht scheinen für die Delfine weniger problematisch zu sein.


Es hätte also ein paar Besichtigungs- und Ausflugs-Möglichkeiten in Akaroa gegeben. Als ich jedoch vom Giant's House erfuhr, gab es für mich kein Halten, keinen Zweifel und keine Alternative mehr - denn dort gibt es einen von einer Künstlerin gestalteten Garten mit Mosaikfiguren zu sehen - und wer mich etwas näher kennt, weiß auch, dass bestimmte Mosaikkunstwerke und Mosaikgärten zu meinen größten Leidenschaften zählen. 

  • Im Jahr 2012 nahm ich euch virtuell mit in Antoni Gaudis Park Guell in Barcelona (und zeigte euch auch noch andere Kunstwerke des begnadeten Architekten - wie z.B. diese hier). Es war mein zweiter Besuch dieses Parks.
  • Im Jahr 2021 besuchten wir (zum dritten Mal) den Giardino dei Tarocci der Ausnahmekünstlerin Niki de Saint-Phalle in der Toskana. Einer meiner absoluten Glücks-Orte!
  • Und auch Friedensreich Hundertwassers Werke sprechen mich sehr an. Zuletzt sahen wir in Neuseeland das Hundertwasser Art Centre. Mein Lieblingsprojekt von diesem österreichischen Künstler ist das bunte, verrückte Hundertwasserhaus in Wien.

In der Rue Balguerie (siehe Straßenschild) waren wir schon richtig - diese Straße führt zum Giant's House hinauf!
 
Giant's House (& "the happiest garden on earth" laut Josie Martin):
Das schmucke Holzhaus, das ihr unten seht, wurde 1881 für Akaroas ersten Bankdirektor erbaut. Es erhielt seinen Namen von einem Kind, das es auf dem Hügel erblickte und der Überzeugung war, dass dort sicherlich ein Riese wohnen müsste. Seit mehr als 30 Jahren sind das Haus und vor allem der Garten (der für mich "Glücks-Garten" oder "Wunder-Garten" heißt) nun die dreidimensionale Leinwand der Künstlerin Josie Martin.


In der nächsten Collage seht ihr zwei keramische Selbstportraits von Frau Martin (auf dem linken trägt sie ein Baguette und ein Ei auf dem Kopf und auch ihr Schmuck besteht aus Lebensmitteln, rechts ist sie rundum von Blumen verziert), in der Mitte ein Foto, das ich mir ausgeborgt habe, um euch die Künstlerin mit den blauen Haaren "in echt" zu zeigen. (Wenn ihr mehr über Josie Martin wissen wollt, klickt bitte HIER (englisch) oder HIER (deutsch) für weitere Informationen. 

Darunter lernt ihr ein paar von Josie Martins Freunden kennen: Denn die Sitzplatz-Installation, die Josie schuf, um einen Erdrutsch in ihrem Hanggarten aufzuhalten, nennt sich „Place des Amis“ - Platz der Freunde.

Josie Martins Foto oben mittig habe ich von dieser Seite ausgeliehen.

Auf der Informationsseite gibt es ein Foto der Künstlerin, das sie an dem mosaikverzierten Klavier vor ihrem Haus zeigt - KLICK.  Auch von meiner Blogfreundin Marja gibt es ein solches Foto - KLICK. Was lag da näher, als dass ich mich ebenfalls an den Flügel setzte und in die (Keramik-)Tasten haute? 🎹🎵😁


 Begleitet wurde ich von der Band Kitty Catch-me and the Rolling Dice:

 

Kommt nun mit mir auf einen Spaziergang durch den traumhaften, terrassenförmig angelegten Garten, der ganz oben einen schönen Ausblick auf die Bucht von Akaroa bietet - und überall sonst eine Überraschung nach der anderen:


Wenn es heißt, jemand trägt eine Melone auf dem Kopf, denkt man bei uns eher an den gleichnamigen Hut. (Anmerkung für meine englischsprachigen Freunde: Im Deutschen heißt der bowler "Melone".) Bei diesem Paar tun sich neue Perspektiven auf: Adam und Eva schmücken ihre Häupter mit Wasser-Melonen. Die Schlange hat es möglicherweise auf den Apfel abgesehen.

Die kleinen Pantoffeln zieren die Decke der Damentoilette!


Überall im Garten gibt es wunderschöne, phantasievolle Sitzplätze, die zum Ausruhen einladen - wie die Bank entlang des Isola-Bella-Schiffes oder jene mit den Händchen haltenden Vögeln, von denen einer eine Katze streichelt. Oder die attraktive Blumenbank in der unteren Collage... oder die lauschige "Blumengrotte", neben der riesige und prachtvolle Spiralaloen (Aloe polyphylla) wachsen... Allzu lange hielt ich das Sitzen allerdings nie aus, denn ich musste den Glücks-Garten unbedingt weiter erkunden. Es gab hier ja so vieles zu entdecken!

Oben: So sieht eine rundum glückliche Frau Rostrose aus!

In einem der hier verlinkten Artikel über den Garten wurde die folgende Gruppe "der Zauberer und der Engel" genannt. Ich weiß aber nicht, ob das der offizielle Name ist. Für mich ähnelt der "Zauberer" einem Pharao und trägt ein Bärtchen wie Salvador Dalí. Und seht ihr neben ihm den schwarzen Hund, der ihm etwas einzuflüstern scheint? Dabei könnte es sich um Anubis handeln, den schakalköpfigen Gott der alten Ägypter. Die weiß-geflügelte Dame daneben mit ihrem blauen Haar und den langen Wimpern ist aber mit ziemlicher Sicherheit ein Engel 👼🏼... oder vielleicht auch Josie selbst...

Die folgende Collage habe ich nachträglich eingefügt, da Iris Flavia in ihrem Blog gerade Marcel Marceau, den berühmten französischen Pantomimen (und ein berührendes Detail aus seinem Leben) vorgestellt hat - KLICK zu Iris' Blogbeitrag.

Als ich den vermeintlichen Clown fotografierte, der gegenüber der oben gezeigten Figurengruppe steht, wusste ich noch nicht, dass es sich um Marcel Marceau handelte, das erfuhr ich erst durch diesen Artikel. So fügen sich die Dinge manchmal zusammen.

Foto links: Marcel Marceau - von HIER

Es geht treppauf, treppab in diesem Garten, durch Torbögen und entlang von verschiedensten Wegen... und sobald man aus einer anderen Richtung kommt, nimmt man Details wahr, die man zuvor nicht bemerkt hat. Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, dass ich hier gleich mehrere Gartenrunden unternehmen "musste".

Wer wohl Josie Martins Haupt-Inspiratoren sind? Da sie fast die ganze Welt bereist hat - unter anderem auch Italien - bin ich mir ziemlich sicher, dass sie Niki de Saint Phalles Tarotgarten kennengelernt hat, aber davon wird nirgendwo etwas erwähnt. (Außerdem erinnert mich ihr extravaganter Look an Niki.) Frau Martin wird jedoch gern in einem Atemzug mit anderen Künstlern genannt, die ich ebenfalls schätze - ein australischer Besucher beschrieb ihre Kunst als eine Mischung von „Antoni Gaudi, Joan Miro, Salvador Dali und Dr. Seuss, mit einem Hauch von New Orleans Mardi Gras.“ 😁

Sehr gerne baut sie Tiere in ihre Gestaltungen ein - wie oben die Keramikkatze neben dem von Vogelmosaiken beherrschten Pavillon. Unterwegs begegnet man einer Giraffe, die mit ihrer langen blauen Zunge das Blatt eines (Oliven-?)Baumes zu erreichen versucht, und der Elefant ist auch nicht weit von dort entfernt; Hund und Katze teilen sich eine Bank, Mosaik-Kiwis laufen an einer Mauer entlang und verstecken sich hinter dem Schatten echter Pflanzen, ein großer Hase sieht so aus, als würde er über Ostereiern brüten, ein elegantes Hundepaar flaniert Hand in Hand (Pfote in Pfote) durch den Park...


Besonders entzückend finde ich jenen Gartenraum, in dem ein Geburtstagsfest gefeiert wird: 

Der Koch hat eine feine Torte mitgebracht, auf der güldene Kerzen leuchten. Auf den Bänken sitzen Geburtstagsgäste, auf einer Mauer gedeihen kegelförmige Keramikblumen, ein Gast (oder vielleicht das Geburtstagskind?) sitzt auf einer Art Thron und nascht von einem Teller mit Erdbeeren... Am Boden gibt es ein Mosaik mit jonglierenden Personen, das an Bodenmosaike aus dem antiken Rom erinnert. 

Hier möchte man gerne mitfeiern - und theoretisch ist das auch möglich: Zur Hauptsaison gibt es im Artist's Palate Café kleine Snacks, Kuchen und Getränke, die man gemeinsam mit den Feiernden genießen kann. (Aber wir waren ja in der Nachsaison im Giant's House. Was den großen Vorteil hatte, dass gleichzeitig mit uns höchstens zehn andere Personen durch den Garten unterwegs waren. Da konnte man gut ausweichen.)

 

Ihr könnt mir glauben, dass ich noch so viel mehr in diesem Garten entdeckt habe, als ich euch heute zeigen kann. Wenn ihr (wie ich) nicht genug bekommen könnt vom Giant's House, empfehle ich euch einen Besuch auf DIESER SEITE (in englischer Sprache) - da gibt es weitere Details und andere Perspektiven zu sehen und noch einiges mehr über die Künstlerin Josie Martin zu erfahren. (HIER kommt ihr zur deutschen Übersetzung der Seite.)

Nach unserem Besuch dieses Glücks-Gartens begaben wir uns zurück zu Akaroas Hauptstraße, wo wir uns mit Marja in einem Cafe wiedertrafen. (Sie kennt das Giant's House bereits zur Genüge und wollte uns Gelegenheit geben, es in aller Ruhe zu erkunden; daher war sie im "Zentrum" der kleinen Ortschaft geblieben.) Nach unserer Kaffeepause, bei der wir unsere Erlebnisse begeistert mitteilten, fuhren wir gemeinsam nach Christchurch-City, wo Marja als perfekte Fremdenführerin mit uns unterwegs war. Darüber werde ich euch im nächsten Kapitel meines Reiseberichts erzählen.

 

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Fotos: Herr und Frau Rostrose - sofern nicht anders angegeben

 Alles Liebe - Ka kite anō -
Eure   T  r  a  u  d  e


Sonntag, 4. August 2024

Weltreise 2024 - immer noch Neuseeland Südinsel (Teil 2)

>>HIER<< kommt ihr zum gesammelten Reisebericht  "Weltreise 2024".
   
Kia Ora, ihr Lieben,...

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... es geht zügig weiter mit meinem Neuseeland-Reisebericht! Im letzten Kapitel entführte ich euch unter anderem in den Milford Sound mit seiner atemberaubenden Naturlandschaft. Am Morgen des nächsten Tages war es schon wieder an der Zeit, Te Anau zu verlassen, denn ein nächstes interessantes Ziel wartete auf uns. 
 
18.3.: Von Te Anau nach Dunedin:
 
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Morgendlicher Himmelsblick über dem Lake Te Anau und ein mit Schinken und Ei gefüllter Frühstücks-Pie von Miles Better Pies
   
Croydon Aviation Heritage Centre:
Da mein Mann und ich nicht nur Classic Cars mögen, sondern auch Vintage-Flugzeuge, bot sich ein Zwischenstop in diesem Luftfahrtmuseum an. Das Croydon Aviation Heritage Centre in Mandeville liegt direkt auf der Strecke zwischen Te Anau und Dunedin und beherbergt hauptsächlich Flugzeuge aus den 1920er und -30er Jahren. Außerdem werden hier die Geschichten einiger (auch weiblicher) Flugpioniere Neuseelands erzählt.  


Außer "fliegenden Kisten" (die größtenteils tatsächlich noch funktionstüchtig sind) gibt es hier auch ein Café und einen sehr verführerischen Shop mit schönen Dingen fürs Zuhause. (Dank meines vollen Koffers konnte ich aber standhaft bleiben 😊.)


... gilt als Neuseelands "schottischste Stadt". Die Fotos, die ihr unten seht, entstanden am Ankunftstag (18.3.), an dem es grau und teilweise auch regnerisch war, sowie die mit blauem Himmel am 19.3. Unser Hotel war das Scenic Hotel Dunedin City.
 
Links die St. Paul's Cathedral, unten Mitte der Turm vom Rathaus; das Gebäude auf dem großen Bild ist die ehemalige Trinity Methodist Church, die zwischenzeitlich als Theater benützt wurde und angeblich ein Spukhaus ist.

Es gab einige tolle Murals in der Stadt zu entdecken. Das originelle "Pferdebild" in der nächsten Collage wurde z.B. von Pixel Pancho geschaffen. Er ist einer der bekanntesten Street Artists Italiens und offensichtlich weltweit tätig. Auch die fantstisch-farbenfrohen Murals darunter mag ich sehr! (Hier geht's zum Dunedin Street Art Trail, da könnt ihr mehr darüber erfahren.)

In meiner "Liste der Möglichkeiten" stand, dass es in der Universitätsstadt Dunedin historische Häuser, Studentenkneipen und z.B. eine Bahnstation mit einem tollen Mosaikfußboden zu entdecken gibt - und außerdem lt. Buch der Rekorde die angeblich steilste Straße der Welt: die Baldwin Street.

Wir wollten allerdings lieber neuseeländische Natur sehen und entschieden uns daher für eine Fahrt auf die... 

... Otago Peninsula:

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Quelle: KLICK

Die Halbinsel Otago zeichnet sich durch ihre reiche Tierwelt aus, darunter Seerobben und Seelöwen, Albatrosse und Pinguine. Die Region bietet beeindruckende, windgepeitschte Landschaften und schöne, nicht überlaufene Strände. Einer der empfohlenen Orte für Tierbeobachtungen ist die ...

Dabei handelt es sich um eine Bucht mit großen Sanddünen an der Südseite der Otago Peninsula zwischen Seal Point und den Gull Rocks. 

Man könnte meinen, die Bucht sei nach dem lästigen stechenden Insekt namens Sandfliege benannt, doch dem Schild rechts oben konnten wir entnehmen, dass die Bucht nach dem Sand benannt wurde, der von der Meeresbrise entlang der Küste getragen wird und die dynamischen Dünen formt. 

Das Schild links daneben weist darauf hin, dass dieses Stück Land jahrhundertelang von Maori besiedelt wurde, die hier alles fanden, was sie zum Leben benötigten. Nun benötigt das Land (ebenso wie die Tiere, die darauf leben) Schutz vor den Menschen. So zum Beispiel Neuseeländische Seelöwen (Maori: Pakake) und die seltenen Gelbaugenpinguine (Hoiho). Die beiden unteren Schilder zeigen unter anderem, einen wie großen Abstand man von den jeweiligen Tieren einhalten sollte: 10 bis 20 Meter von den Seelöwen, 200 Meer von den (besonders gefährdeten) Pinguinen.

Von hier oben konnten wir noch keine Seelöwen oder sonstigen Tiere wahrnehmen. Aber einen schönen Landschaftsblick.

Vom Parkplatz aus führt ein steiler, sandiger Weg durch die Dünen bis zum Strand. Den stapften wir hinunter, nicht wissend, ob wir interessante Tiere antreffen würden. 

Die Seelöwen kommen vor allem außerhalb der Fortpflanzungszeit an die Küsten der neuseeländischen Südinsel, da gab es Chancen. Mit Gelbaugenpinguinen war eher nicht zu rechnen - auch bei dieser Pinguinart ist es so, dass die erwachsenen Tiere erst abends an Land kommen, um ihre Jungen zu füttern. Und sie sind nicht  nur sehr selten (und zu allen anderen Bedrohungen auch noch durch eine Viruserkrankung gefährdet), sie gelten auch als äußerst scheu.

Uns kamen Wanderer entgegen, die bestätigten, dass im hinteren Teil der Bucht mehrere Seelöwen ausruhen würden. Doch bevor es so weit war, begegneten uns noch andere Tiere - beispielsweise die eifrig nach Futter suchenden schwarzen Neuseeländischen Austernfischer (Haematopus unicolor) und die hübschen zarten Weißgesicht-Stelzenläufer (engl.:  Pied Stilt - Himantopus leucocephalus):

Und tatsächlich am Ende der Bucht lagen sie - mehrere schlafende oder dösende Seelöwen-Ladies (Phocarctos hookeri) - und ein munteres, aber auch nicht sehr an uns interessiert wirkendes Tier, das ich aufgrund seiner Farbe, Größe und seines Verhaltens für einen Bullen halte. 

Er gähnte - vielleicht um uns seine Zähne zu zeigen, vielleicht weil er einfach müde war - und dann wälzte er sich wieder im Sand. Wir hielten uns natürlich an die empfohlenen Abstände - die Fotos sind alle mit dem Tele aufgenommen.

Leider hatte es zwischenzeitlich zu nieseln begonnen, und der Regen ☔ wurde nach und nach stärker. 

Außerdem war mein lieber Mann nicht nur von oben nass geworden: Beim Fotografieren eines Seelöwen hatte er übersehen, dass eine Welle von hinten auf ihn zukam. Das Meerwasser floß von oben in seine Schuhe - und da diese wasserdicht sind, konnte es nicht mehr heraus 🥾💦🥾💦😝.

Gar nicht gut... Ich hatte nämlich vorgehabt, noch bis zum Taiaroa Head zu fahren, wo es nicht nur einen hübschen Leuchtturm zu sehen gibt, sondern auch das Royal Albatross Centre, das zum Schutz der Nordkönigsalbatrosse eingerichtet wurde, die hier seit ca. 1919 siedeln. 

Es ist dies die einzige Festlandbrutkolonie dieser seltenen Vögel - und ich hätte die mächtigen Könige der Meereslüfte mit einer Flügelspannweite mehr als 3 Metern und einem Gewicht von ca. 7 kg wirklich sehr gerne in natura erlebt.

Wir fuhren zwar noch bis zum Taiaroa Head (siehe Spitze des Leuchtturms), doch als wir im Royal Albatross Centre erfuhren, dass die nächste verfügbare Führung zur Albatross-Kolonie erst in eineinhalb Stunden stattfinden würde, weigerte sich Edi, so lange zu warten. 

Und ich wusste, selbst wenn ich es mir noch so sehr wüschte: Wenn Edi nass, hungrig, müde und grantig ist, habe ich keine Chance. (Leider - aber ich muss gestehen, wäre ich nass, hungrig, müde und grantig gewesen und das Warten hätte sich auf etwas bezogen, das hauptsächlich oder ausschließlich für Edi interessant gewesen wäre, hätte ich mich ebenfalls geweigert... That's life.)

Der Mitarbeiter des Albatross Centers sah meine Enttäuschung und hatte offenbar Mitleid mit mir. (Er wusste schließlich  nicht, dass Edi nasse Füße und Hunger hatte und vor allem deshalb so herumgrantelte 😉). Der junge Mann erklärte mir, dass man auch bei einer bestimmten Klippe mit etwas Glück Königsalbatrosse zu sehen bekommen könnte. Also ging ich dort durch Wind und Regen hin, während Edi sich schon in den Wagen setze. Aber bei der Klippe und auch rundum konnte ich leider nur (jede Menge) Möwen entdecken. Also waren die einzigen Albatrosse, die ich sah, jene auf den Murals, die unterwegs manch ein Bus-Wartehäuschen verzierten. (Es gab aber, wie ihr sehen könnt, auch noch andere Mural-Motive.)

Zusammengefasst möchte ich sagen, dass wir auf dieser wunderbaren Reise zwar ziemlich viel Schönes gesehen haben, aber im Zusammenhang mit den seltenen Vögeln Australiens und Neuseelands hielt sich das Glück in Grenzen: Nicht nur die Blauen Zwergpinguine entgingen uns mehrfach, auch die Albatrosse und die Keas ließen sich nicht blicken. Und vielleicht erinnert ihr euch noch, dass wir beim Muriwai Beach in der Nähe von Auckland nicht so nah wie erhofft an die Festland-Brutkolonien für Australtölpel herangekommen sind. (Übrigens hätte es sowohl auf der Otago Peninsula als auch später bei Oamaru noch die Chance zur Sichtung der Little Blue Penguins und zusätzliche Beobachtungsmöglichkeiten des Gelbaugenpinguins gegeben. Beides aber nur nach Einbruch der Dunkelheit... und ohne Garantie...) Dafür hätten wir wohl wirklich etwas mehr Zeit in Neuseeland verbringen müssen. Wenigstens haben wir in Whangarei Kiwis in einem Kiwi-Haus gesehen und Zwergpinguine im Taronga-Zoo von Sydney...

Nun ja, man kann eben nicht alles haben. Wir verließen die Halbinsel, da hier kein einziges geöffnetes Speiselokal zu finden war. (Es war Montag, das erklärt wohl einiges 😕...)  In Dunedin fanden wir dann ein schönes mexikanisches Restaurant (Del Sol), das erfreulicherweise geöffnet hatte und in dem durch die Farbgestaltung und die Bilder an der Wand ein starkes Frida-Kahlo-Diego-Rivera-Feeling aufkam. Hier ließen wir uns gefüllte Burritos und Tortillas schmecken - und nachher war mein lieber Mann auch wieder trocken und gut gelaunt 😉.


19.3.: Von Dunedin nach Christchurch:
Nach dem Frühstück im Hotel brachen wir auf in Richtung der größten Stadt der Südinsel. Doch wir hatten noch zwei interessante Zwischenstopps eingeplant. Einer der Stopps führte uns zu einem faszinierenden Naturphänomen, das ich unbedingt sehen wollte:

Moeraki Boulders (Maori: Kaihinaki):
Es handelt sich dabei um eine wechselnde Zahl ungewöhnlich großer kugelförmiger Felsen an der Küste von Otago. (Solche Kugel-Konkretionen sind zwar nicht weltweit einzigartig, aber doch sehr selten.) Es entstehen immer wieder neue Boulders, während andere im Lauf der Zeit zerfallen.
 
Man könnte sie für Bowlingkugeln von Riesen halten, manche nennen sie auch versteinerte Gehirne von Aliens oder steinerne Schildkröten, und nach einer alten Maori-Geschichte sind die Boulders Reste von Aalkörben, Flaschenkürbissen und Süßkartoffeln, die von dem Wrack eines legendären Kanus an die Küste gespült wurden. 

Vereinfacht ausgedrückt sind die Moeraki Boulders vor etwa 60 Millionen Jahren aus Meerschlamm entstanden. Durch Erdbewegungen vor rund 15 Millionen Jahren wurden die Felskugeln über den Meeresspiegel gehoben und durch Erosion immer weiter freigelegt (KLICK). 

An der Küste gibt es Gestein, das Schluffstein heißt. Wenn die Wellen gegen diesen Stein schlagen, tragen sie Stücke davon ab. Dadurch werden immer wieder neue Kugeln freigelegt, die sich im Laufe der Zeit gebildet haben. Die Wellen helfen also, die Kugeln sichtbar zu machen, indem sie den Schluffstein abtragen.

Der Himmelsblick mit Kondensstreifen - vermutlich entstanden durch ein kreisendes Flugzeug - wiederholte die runden Formen der Boulders. Ich schätze mal, der ebenfalls kreisende Vogel ist wieder eine Sumpfweihe (stimmt das, liebe Vogelexperten?)

Unser nächstes Etappenziel war ein Tipp meiner Neuseeländischen Blogfreundin Marja:

... liegt etwa 40 Kilometer von den Moeraki Boulders entfernt und ist eindeutig mehr wert als nur eine Kaffeepause. Die Altstadt mit vielen gut erhaltenen viktorianischen Gebäuden gilt als eine der beeindruckendsten historischen Gesamtanlagen Neuseelands. Dieser Stadtteil und das Hafenviertel stehen unter Denkmalschutz.
 
Oamaru bezeichnet sich außerdem als "Hauptstadt des Steampunk *)". Ihr werdet weiter unten Beispiele dafür zu sehen bekommen.

*) Steampunk ist ein subkulturelles Genre, das Elemente der Science-Fiction und Fantasy mit der Ästhetik und Technologie des viktorianischen Zeitalters kombiniert. Es stellt sich eine alternative Realität vor, in der Dampfmaschinen und mechanische Geräte die vorherrschende Technologie sind. In der Steampunk-Kultur finden sich häufig visuelle Elemente wie Zahnräder, Metall, Leder und viktorianische Mode.

Viktorianische Häuser, ein kleines Gebäude beim Bahnhof und der Jones Park, der sich im März mit prächtigen Dahlien präsentierte

Folgende Collage:
  • Das George Jones Memorial-Tor zum Jones Park - errichtet für eine bedeutende Persönlichkeit der Stadt (mehr Infos HIER in Englisch). Auf der Straßentafel steht „In Erinnerung an George Jones, MLC 1844–1920“
  • Die kleine rote Telefonzelle (mit einem funktionstüchtigen Telefon) hatte es mir natürlich angetan 😍.
  • Schild oben rechts: Offenbar wurden in dieser öffentlichen Toilette schon ab und zu Personen versehentlich eingeschlossen. Die Bezirksregierung entschuldigt sich, falls dies passiert 😝.
  • Das Gebäude rechts mit der Dampflok davor ist das "Steampunk-Hauptquartier".
  • Das Gotteshaus unten mittig ist die Anglikanische St. Lukas Kirche gegenüber des Jones Parks.
 
 
Marjas besondere Empfehlung galt der Harbour Street, die eine Ansammlung von historischen Gebäuden mit schrulligen Shops und Lokalen ist. Dort könnte man stundenlang stöbern und staunen.
 
Wenn's nach mir ginge, dürften dort allerdings nur Classic Cars, fahrbare Steampunk-Maschinen oder Fahrräder parken, aber keine modernen Autos... Die stören mein ästhetisches Empfinden in dieser Gasse.

In einem der Gebäude entdeckten wir auf zwei Wandtafeln diese witzige gemalte Liebesgeschichte einer Eule und eines Kätzchens:

 

Die Harbour Street führte zum originellen Friendly Bay Playground, wo wir uns eine Zeitlang neugierig herumtrieben. Darüber kann man lesen: "Der Spielplatz ist ein Muss für Kinder jeden Alters, die von der einzigartigen und aufregenden Auswahl an Geräten begeistert sein werden. Dazu gehören die berühmte Hochradschaukel, ein Piratenschiff, ein riesiger Elefant und eine Seilrutsche, Barren und ein Hamsterrad."  Wenn ihr mehr Bilder davon sehen wollt, klickt auf den obigen Link.


Danach waren wir bereit für eine Pause mit heißer Schokolade und einem geteilten Kuchenstück im herrlich nostalgischen Harbour Street Collective Cafe

Die heiße Schokolade mit Marshmallows ist natürlich mein Beitrag zu Elizabeth' T Stands For Tuesday ☕🍷🍸🍹 Der Spatz hatte sich entweder in das Cafe verirrt oder er lebte dort. Er war nicht der einzige...

Danach verließen wir Oamaru wieder, um zu unserem endgültigen Tagesziel weiter zu fahren. Doch über Christchurch will ich euch erst in einem separaten Beitrag erzählen, denn wir erlebten dort (teilweise  zusammen mit Marja) eine ganz besonders tolle Zeit und ich habe viele Bilder zu zeigen. 

Stattdessen zeige ich euch heute noch - mit Marjas freundlicher Erlaubnis - Fotos, die sie am 1. Juni dieses Jahres bei einer Steampunk-Parade in Oamaru fotografiert und auf Facebook gezeigt hat:

Fotos: Marja Blom

Hach, was wäre ich da gerne dabei gewesen 😍😍😍! 

Ich liebe ja solche Veranstaltungen, bei denen Menschen sich leidenschaftlich und mit Humor einem gemeinsamen Thema widmen - wie wir es z.B. 2015 in Dublin beim Bloomsday erlebt haben - KLICK zu meinem Reisebericht Teil 1 und KLICK zu Teil 2.

Fotos: Marja Blom

Aber Dank Marja haben wir das nun zumindest virtuell erlebt! Und Marja war es auch, die Edi und mir viel Interessantes und Sehenswertes in und um Christchurch gezeigt hat. In meinem nächsten Reiseberichts-Kapitel erfahrt ihr mehr darüber! Seid ihr wieder dabei? 

Für eure lieben Kommentare zu meinem vorigen Blogbeitrag Rückschau auf den Rest vom Mai 2024 - und auf turbulente Junitage danke ich euch sehr! Und natürlich ebenso für all die Zeilen, die ihr mir hier hinterlasst 💓😊💓😘!


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Fotos: Herr und Frau Rostrose - sofern nicht anders angegeben

 Alles Liebe - Ka kite anō -
 und tolle August-Tage!
Eure   T  r  a  u  d  e