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Dienstag, 24. Oktober 2017

Ein Tomboy im Herbst

Servus Ihr Lieben!
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Links unten: Francoise Hardy; rechts oben und unten: Frau Rostrose in verschiedenen Entwicklungsstadien


Bei den "Modischen Matronen" Beate, Natalia und Tina lautet das Thema im Oktober 
Tomboy/Dandy/Garconne!
Eine heftige Herausforderung für mich!

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Als ich ein Kind und eine Jugendliche war, hatte ich durchaus ab und zu gewisse "Tomboy-
Ambitionen". Ohne zu wissen, was ein Tomboy eigentlich ist. Das erfuhr ich erst durch die 
Aktion der Matronen - Bloggen bildet ja so sehr!
 
Wikipedia meint dazu: "Als Tomboy (im Deutschen ungefähr entsprechend dem Wildfang) werden 
Mädchen bezeichnet, die sich entsprechend der gängigen Geschlechterrolle von Jungen verhalten. 
Der Begriff kann auch auf erwachsene Frauen angewendet werden."


Die freche sommersprossige Rostrose mit ca. 11 Jahren - diese s/w-Serie hat übrigens mein großer Bruder aufgenommen. Man 
beachte meine teilweise "ausgeschlagenen" Vorderzähne (von einem Schwimmbad-Unfall!). Als etwas ältere Jugendliche 
lieh ich mir gern meines Vaters Kappe aus und lief schmucklos, cool und am liebsten mit Hosen und flachen Schuhen herum.

Und weiter: "Tomboy „Tom-/Mann-Junge“ taucht erstmals 1533 in der Bedeutung „rauher, 
ungestümer Junge“ auf; seit 1579 ist die Bedeutung „dreiste oder schamlose Frau“ belegt und 
seit 1592 schließlich die Bedeutung „Mädchen, welches wie ein lebhafter Junge agiert“. In 
dieser Bedeutung wird es auch von William Shakespeare verwendet."

Unten rechts noch ein Traude-Foto aus der Serie meines Bruders; oben links: Keckes Latzhosen-Gör in jüngeren 
Jahren - diesmal von meinem Vater aufgenommen; kleine Fotos: Herbstlaub und "Frau Rostrose heute" im Tomboy-Look


Inzwischen hat der Begriff in die Mode Einzug gehalten. Wenn man bei der Bildersuche
Tomboy-Style eingibt, erhält man zahlreiche Treffer. Und auch in früheren Zeiten gab es
selbstbewußte Frauen, die ihren Beitrag dazu leisteten, den Garçonne-Stil in der Damenmode
zu etablieren.


Im Uhrzeigersinn: Die französische Sängerin Francoise Hardy war in den 1960ern eine Stilikone (Foto via); The Tomboy
  (1873) gemalt von John George Brown (via), Tatum O’Neal im Film Papermoon (via); Schauspielerin Jean Seberg (via),
Tomboy-Illustration (via); Marlene Dietrich machte in den 1930ern den Hosenanzug für Frauen salonfähig (via).

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Im Lauf der Jahre habe ich mich ziemlich stark vom Tomboy-Stil wegbewegt. Vor allem, 
seit ich mich mit Orientalischem Tanz beschäftigte, sind viele weiche, weibliche Stücke in 
meinen Kleiderschrank eingezogen: Flatterröcke, Kleider mit Trompetenärmeln, Seidiges und 
Weichwolliges, Gehäkeltes, mit Spitzen Verziertes, femininer Schmuck... Den sportlichen Stil 
bevorzuge ich beim SPORT. Und zwar aus praktischen, nicht aus ästhetischen Erwägungen. 
Wenn ich mich schick machen will, gefalle ich mir auf jeden Fall in "unsportlich" besser, finde 
meine Stilgebungszonen auf diese Weise vorteilhafter verpackt. (Mehr darüber HIER und  
HIER.)

So misslang mir der erste Look, den ich für dieses Thema kreieren wollte, auch völlig. Das war 
nicht ich, das war ein als hässlicher, grimmiger Bursche verkleideter Mensch, den ich nicht kannte. 
Hätte vielleicht zu Halloween gepasst, aber nicht zu mir. Der zweite Look war auch nicht meins.
Diese beiden Versuche zeige ich euch gleich gar nicht...

 Das große Foto zeigt mich mit meinem ältesten Neffen, der inzwischen selbst Vater eines kleinen Blondschopfes ist. 
Wie ihr seht, schmückte ich mich beim Fotoalbum-Ansehen burschikos mit einem Boxhandschuh, einer Uniformkappe - 
und einer Schnupfennase. (Was man halt so braucht, wenn man mit dem Neffen in einem Album blättert...)
 

Ich mag mich nicht (oder nicht mehr) in Herrenhemden oder Sakkos sehen, ich gefalle mir nicht mit 
Krawatten oder Fliegen - und am allerwenigsten gefällt mir dieser Stil an mir PUR - also ganz ohne 
weibliche Accessoires bzw. ohne irgendwas "Verspieltes". Mag sein, dass das einmal der Traude
passte, die ich früher war, aber inzwischen bin ich das nicht mehr. 

Als ich diesen Punkt mit mir geklärt hatte, ging es mir mit dem Thema schon besser. 
Ich verwendete danach Accessoires, die mir gehören, die ich mag und die im weitesten Sinn als 
burschikos oder maskulin durchgehen, wie mein geliebtes Käppi oder der schwarze Hut, ein kariertes 
Hemd, die destroyed Boyfriend Jeans, entschied, dass außerdem meine Sgt. Pepper's-Samtjacke aus 
London dazu passt, denn solche Jacken habe ich (damals in London) auch Männer tragen sehen... 
und um das herum kreierte ich dann in den letzten Tagen das eine oder andere Outfit, das auch 
Verspieltes und Weibliches zulässt. So fühle ich mich nicht verkleidet.


 Mit meiner Ballon- bzw. Zeitungsjungenmütze gefalle ich mir allerdings schon:
Diesen nach ein paar gescheiterten Versuchen von mir kreierten Tomboy-Look finde ich am gelungensten. Oben sieht 
man das Ringelshirt, das ich unter meinem Gov't Mule-Bandshirt trage, in der Collage darunter trage ich dazu meine 
Sgt. Pepper's-Samtjacke. Der Stil ist nicht ganz sportlich aber auch nicht ganz unsportlich und passt, wenn's leger sein soll.

Hier mal mit Hut:
Der Hut ist aber auch schon das einzige "maskuline" Element. Dazu ein weinrot-gemustertes Halstuch mit kleinen 
Pompons; das Pompon-Thema wiederholt sich an der Unterkante meines Häkelpullovers. Der ist Taupe, der Gürtel und 
die Stiefletten ebenfalls. Die Hose ist dunkelweinrot oder violett, die kuschelwarme Jacke grau melliert.


Ein bisserl sportlich, ein bisserl feminin-verspielt:
Hemdbluse in Oliv oder Waidmanngrün, mit Ton-in-Ton-gestickten Blumen drauf, dazu eine farblich passende 
Perlenkette, mein perlenbesetztes Top, meine herbstlich gefärbte Streifenhose und Vintage-Cowboy-Boots

Zwischendurch ein Blick in unseren Herbst-Garten


Das hier unten ist für mich eher ein Ausflug-im-Grünen-Outfit:
Die glänzende Herbstjacke zum roten Karo-Wanderhemd und beige Langarm-Shirt sowie zu meiner Ton-in-Ton-
Camouflage-gemusterten Chino und Stiefletten in Taupe gibt dem Ganzen dann doch einen dezent femininen Touch.
 Hier nochmal dasselbe Ensemble - diesmal ohne die Jacke.
 

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Aus den bereits verwendeten Elementen kann man auch wieder ganz gut eine Capsule
Wardrobe basteln - es folgen einige wenige Mix-Beispiele:

 Hier z.B. wieder die Chino von oben, dazu die schwarzen Stiefletten und das Käppi, diesmal ergänzt mit einem messing- 
oder senffarbigen Langarmshirt, schwarzem Häkeltop und der ebenfalls oben bereits verwendeten Kette.
Abermals dieses Outfit, nun mit der Sgt. Pepper's-Samtjacke darüber.

Ein Wiedersehen mit der karierten Hemdbluse: 
Solcherart "femininisiert" gefällt sie mir übrigens besser als oben: Roter Maxirock,Wolfs-T-Shirt, Taupe-Gürtel zur Karobluse
Und nochmals wie oben - nun mit "waidmanngrüner" Wander- oder Herbstjacke aus Baumwolle.
 

Ihr seht schon, ein Garçonne bin ich nicht und wohl auch kein Dandy, aber vielleicht bin ich ja ein 
ehemaliger Tomboy im "goldenen Frühherbst meines Lebens" - in einer Lebensjahreszeit also, in der
frau schon recht gut weiß, worin sie sich wohl fühlt und worin nicht...




Sämtliche der heute gezeigten Kleidungsstücke befinden sich übrigens schon lange in meinem
Schrank und wurden von mir bloß wieder neu und anders kombiniert.

Meinen heutigen Beitrag schicke ich zu ANL - A New Life,
zu Sunnys Um Kopf und Kragen bzw. Schmuckkistl, Tinas Freitagsoutfit  
und Sabines Aktion Outfit des Monats. 
Und zu Heidis Guckloch in die Vergangenheit.
Außerdem zu den "Modischen Matronen" Beate, Natalia und Tina.
Und meine letzte Collage verlinke ich bei Ich sehe Rot und
beim Natur-Donnerstag von Ghislana / Jahreszeitenbriefe.


Herzlichen Dank auch für eure lieben Zeilen zu meinem letzten Reiseberichts-Beitrag
Island-Kreuzfahrt Teil 8 - Vogelinsel Vigur und Streifzug durch Ísafjörður - freut mich
sehr, dass euch der Ausflug zur Vogelinsel gefallen hat! Bald schon geht es mit
dem Reisebericht weiter!

Auch für eure Kommentare und Verlinkungen zu meinem aktuellen ANL-Beitrag, in dem
es um meinen neuen Bio-Baumwoll-Rock, nachfüllbare Kaffeekapseln für N*spresso-
Maschinen und ein umweltfreundliches Auto geht, möchte ich euch abermals herzlich danken.
Eure achtsamen, nachhaltigen, die Lebensqualität verbessernden Beiträge könnt ihr dort
noch bis zum Abend des 1. November verlinken!


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Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Rostrosen-Herbstgrüße
von eurer Traude
Rostrose auf Facebook und Rostrose auf Google +
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