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Donnerstag, 5. November 2020

Herbstzeit 2020 - und ein paar Gedanken zum 2.11. in Wien

Schwierige Zeiten 
lassen uns Entschlossenheit 
und innere Stärke entwickeln.
 
Dalai Lama

Servus ihr Lieben!

Die Zeiten, durch die wir gerade gehen, sind alles andere als einfach. Die Menschheit erlebt eine Pandemie, in vielen Ländern, so auch in unserem, wurde ein abermaliger Lockdown beschlossen, zusätzlich wird die Welt durch terroristische Aktivitäten erschüttert wie kürzlich abermals in Paris und in Nizza - und am Abend des 2. November auch in Wien

Im Zusammenhang mit letzterem habe ich ein paar besorgte Anfragen per WhatsApp, E-Mail und auf Facebook erhalten. Ich habe schon einige Lebenszeichen abgegeben, sicherheitshalber auch hier nochmal: Vielen Dank, dass ihr an mich gedacht habt - es geht meinen Lieben und mir gut, wir waren nicht in der Nähe des Terroranschlags
 
Die Verletzung ist eher innerlicher Natur. Unser Wohnort seit 2002 liegt etwa 30 Kilometer außerhalb von Wien, doch ein Teil von uns ist "wienerisch" geblieben. Immerhin haben wir über 40 Jahre lang in Wien gelebt und gearbeitet - und die Orte des Geschehens kennen wir gut. Edi hat genau gegenüber von einem der Tatorte gearbeitet, und die Lokale im sogenannten Bermudadreieck haben wir auch nach unserer Übersiedlung in den "Wiener Speckgürtel" immer wieder gerne besucht. Ein fehlgeleiteter junger Mann (genauer gesagt mindestens einer) hat versucht, diese Orte und Wiens Atmosphäre mit seinem Hass zu vergiften. Doch das soll ihm nicht gelingen.
 
 [Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]
 Die Himmelsansichten habe ich am 5., 24. und 25. September bei Walkingrunden, einer Wanderung,
einer Radtour und beim Blick aus dem Fenster für Heidi aufgenommen.

 

Ich habe mich schon oft gefragt, was sich Islamisten davon versprechen, wenn sie unschuldige Menschen im Namen Allahs ermorden. Sie schaden damit sämtlichen Moslems, die friedlich mit anderen Menschen zusammenleben wollen, und diese friedlichen Moslems sind die Mehrheit. Warum tun sie es also? In diesem intelligenten Beitrag bekam ich eine Antwort, die mir einleuchtet: Der Autor Jad Tujrman, der vor sieben Jahren selbst von einer islamistischen Terror-Miliz entführt und gefoltert wurde und nur um ein Haar überlebt hat, beschreibt den Hintergrund für das, was die IS erreichen möchte - die Spaltung der Gesellschaft - folgendermaßen:

Je größer die Wut und der Hass auf Muslime in Europa im Alltag werden, desto einfacher wird es, sie für ihre Ideologie zu begeistern. Je mehr Muslime von der Gesellschaft ausgegrenzt werden und Aggressionen ausgesetzt sind, desto leichter werden sie von Extremisten rekrutiert. Der Mörder von Wien hat bekanntlich wahllos auf Menschen geschossen. Die Terroristen wollen primär ein brutales Bild schaffen, das die Gesellschaft in Angst und Schrecken versetzt und die gewünschte Dynamik hervorruft.
Besiegen kann man den Terror demnach nur, indem man sich nicht in die Spirale des Hasses hineinziehen lässt. Indem man z.B. weiterhin in der nahegelegenen Dönerbude einkauft und mit dem Ladenbesitzer freundlich spricht. Indem man die eigenen Kinder mit Kindern aus anderen Kulturkreisen spielen lässt und versucht, gegenseitiges Verstehen herbeizuführen. Indem man das Verbindende sucht und nicht das Trennende. Ich bin froh, dass gerade im Zusammenhang mit dem Attentat von Wien zwei junge, türkischstämmige Männer zu Helden wurden, indem sie einer Frau und einem angeschossenen Polizisten aus dem Kugelhagel halfen und dabei ihr eigenes Leben riskiert haben. Damit haben sie die Spirale in die entgegengesetzte Richtung gedreht - dafür gebührt ihnen meine Dankbarkeit! Und mein aufrichtiges Mitgefühl gilt den Opfern, ihren Familien und Freunden. 

Mehr will ich an dieser Stelle nicht dazu schreiben - möchte mich möglichst auf die schönen und die alltäglichen Dinge besinnen, wie ich es mit meinem Blog schon seit seinem Bestehen versuche. Deshalb lade ich euch heute ein zu einem Rückblick auf meinen September und Oktober. Auch da ist nicht alles nur eitel Sonnenschein, doch ich hoffe, es kann euch (und auch mich) von den eingangs erwähnten Ereignissen ein wenig ablenken.

Naturfotos vom Walken am 8., 20. und 27. September 2020
 
Hier oben gibt es z.B. noch einige weitere Fotos von meinen herbstlichen Spaziergängen und Walkingrunden. Wieder einmal sieht es so aus, als hätten wir fast nur blauen Himmel gehabt. Aber das liegt natürlich daran, dass ich an Regentagen eher nicht walke (sondern lieber daheim turne) und auch nicht so begeistert in den Garten gehe und fotografiere 😉... 

Auch in der folgenden Collage seht ihr ein paar Fotos vom Walken, diesmal vom 4. September. Am Nachmittag desselben Tages waren wir auf die Terrasse unserer lieben Vis-a-vis-Nachbarn eingeladen - auch zwei ihrer vier Katzen waren dabei (siehe links). Auf dem Foto ganz rechts bin ich noch bei uns zu Hause und Kater Maxwell wollte unbedingt mit aufs Bild. Die dazugehörigen Outfitfotos dieses angenehmen Septembertages seht ihr in der Collage darunter.


Wie üblich ist alles schrankgeshoppt - das altbekannte grüne Des*gual-Sommerkleidchen habe ich diesmal mit meiner Biobaumwoll-Chinohose in Olivgrün und meinem Wolfs-T-Shirt kombiniert, die beiden habe ich euch z.B. in diesem Island-Posting schon gemeinsam gezeigt. Da sah der Mix aber ganz anders aus - was natürlich auch mit der selbstgefärbten Bluse und der Afrikakette in Orange zusammenhängt. Und ja, liebe Tina, du bist nicht die einzige, die Socken zu Sandalen trägt, um keine kalten Füße zu bekommen 😁😉 Ich finde das gut, und wenn's wem nicht gefällt: einfach wegschauen!

Im August bekamen wir ein Holzlieferung. Robuste Kaminholzregale, die es im Handel gibt, sind erstens teuer und waren zweitens vom Maß her nicht geeignet, um in den Erker zwischen Gartenzaun und Thujenhecke zu passen. Auch die beiden Gestelle, in denen das Brennholz transportiert wurde, waren um einige Zentimeter zu breit. Deshalb sägte mein lieber Göttergatte im September diese Zentimeter aus einem der Gestelle kurzerhand heraus und baute es neu wieder zusammen. Dann schraubten wir ein Dach aus vorhandenem Wellplastik drauf und stablisierten es mit zwei großen Steinen. Fertig war die rostrosige Improvisation. Inspiriert durch Tante Mali verzierte ich unseren Brennholzplatz noch mit einem Strohkranz (allerdings ist mein Kranz nicht selbst gebunden, sondern war mal ein gekaufter Adventskranz, dessen "Grundgerüst" ich aufgehoben hatte).

Die Blumen auf den Fotos unten zierten einerseits unsere Terrasse, andererseits unseren Blühhügel. Die violette Verbene (Eisenkraut) bekam ich von einer Frau in unserer Gasse geschenkt. Ich hatte mir schon öfter mal vorgenommen, sie zu fragen, ob ich vielleicht Samen ihrer Verbenen haben könnte; als ich im September an ihrem Garten vorbeikam, war sie gerade draußen und meinte auf meine Frage, sie hätte gerade eben ein paar ausgegraben, die sich an falscher Stelle selbst ausgesamt hatten. Die schenkte sie mir, und nun dürfen sie sich in unserem Garten mehr oder weniger nach Herzenslust verbreiten 😊. 

 
 
Am 9. September unternahmen wir einen Ausflug auf die Hohe Wand, bei dem wir die Paragleiterin Agnes kennenlernten. Ich habe euch hier über diesen wunderschönen Tag erzählt

Am 15. September unternahmen wir einen Ausflug nach Mayerling, lernten im dortigen Schloss einiges über das Leben und Sterben des österreichischen Kronprinzen Rudolf und der jungen Mary Vetsera und besuchten am Abend auch noch eine Lesung von Stefan Slupetzky in Wien. Ich erzählte euch darüber in diesem Beitrag.
 
Unsere Freundin Moni hatten wir in diesem Jahr noch nicht oft gesehen. Wegen Corona war sie sehr vorsichtig, nicht nur ihretwegen, sondern auch, um ihre betagte Mutter nicht zu gefährden. Deshalb wollte sie lieber nicht bei unseren Kleingruppenfesten dabei sein, und erstmals seit Jahren fand 2020 auch keines ihrer legendären Sommerfeste statt. Doch am 16. September, einem der letzten sommerlichen Tage, lud sie uns in ihren Garten ein und wir verbrachten ein paar unbeschwerte Stunden miteinander.

Leider erkrankte Monis Mutter ein paar Wochen nach diesem schönen Treffen (nicht an Covid19, sondern an 
Herzproblemen) und verstarb Ende Oktober kurz nach ihrem 96. Geburtstag 😔.
Mein schrankgeshopptes Outfit an diesem Tag - der Patchworkmaxirock zum taupefarbigen Spitzen-Rüschentop 
und meiner Ton-in-Ton bestickten olivgrünen Hemdbluse
 
 
Zwei Tage später gab's hintereinander zwei Spontanbesuche - zuerst kam meine Jugendliebe Horst vorbei (weil er bei unserem Festl seinen Sonnenhut und den Hundetrinknapf vergessen hatte) und blieb auf einen Kaffeeplausch. Kurz darauf kam mein WG-Jugendfreund Günther, und er brachte seine Halbschwester Andrea, unseren gemeinsamen Freud Gerd und die herzigen Hundedamen Mascha und Emily mit. Bei der Gelegenheit holten wir etwas nach, das bei unserem Kleingruppentreffen im Sommer nicht stattgefunden hatte: Andrea wollte von mir gern wissen, wie Günther in seiner Jugend war, denn die Halbgeschwister hatten einander erst vor kurzem aufgrund einer Verlassenschaftssache kennengelernt. Vorher hatten sie nichts von der Existenz des anderen gewußt. 
 
Zum Glück habe ich ein dickes Album mit Erinnerungen an unsere verrückte und wunderbare WG-Zeit. Besondes lustig fand ich, dass Günther selbst die meisten der Fotos aus jenen Tagen nicht kannte, von einem Erinnerungsflash ins nächste verfiel und ganz verzückt Handyfotos von den alten Aufnahmen anfertigte 😊. Und auch sonst hatte ich viel Spaß, wie man vor allem rechts unten sieht 😄.

Unser Blühhügel machte seinem Namen weiterhin alle Ehre. Auf den folgenden Fotos könnt ihr sehen, was hier Ende September noch blühte. Da viele der Pflanzen aus Samenpaketen stammen, sind mir leider nicht alle Blumen bekannt. Kennt jemand von euch den Namen der dottergelb blühenden Blumen auf dem großen mittigen Foto? Sie haben weite Teile des Sommers wunderbar durchgeblüht und sind sogar jetzt noch schöne Farbtupfer auf dem bienenfreundlichen Hügel!


 Blogparade ü30Blogger & Friends Wild Thing

Das folgende Outfit möchte ich gerne bei der neuen ü30 Blogger & Friends Blogparade verlinken. Das Thema lautet diesmal "Wild Thing", und viele der Beteiligten haben bei der Gelegenheit Outfits mit "wildem Muster" gezeigt. Da passt mein "leopardiges" Second-Hand-Jackerl doch gut dazu - auch wenn der eingestickte Text darauf von "lovely und pretty" spricht 😊. Hinzu kommt noch rot als die "wildeste Farbe ever". Ein eigenes Posting zum Thema schaffe ich diesmal leider nicht, aber ich hoffe, meine Teilnahme wird auch so akzeptiert... 

 

Wie bereits erwähnt, war das Herbstwetter in Rostrosenhausen nicht permanent sonnig und nach draußen lockend. Aber für mich zählt zu den schönen Dingen dieser Jahreszeit auch, dass man es sich drinnen so richtig kuschelig und gemütlich machen kann - teilweise sogar mit den im Garten geernteten Schätzen. Vom Sommerflieder zwickte ich ein paar noch blühende Rispen ab, die drinnen in Vasen kamen, der Kürbis durfte nicht nur als Deko dienen, sondern wurde auch zu Kürbis-Apfelkuchen - ungefähr nach diesem Rezept - (mit Vanillecreme und karamellisierten Äpfeln obendrauf) verarbeitet und Kerzen sorgten für Behaglichkeit. Wir haben uns quasi im Kokon eingesponnen - und das machen wir auch im November noch, wenn es uns danach verlangt. Somit passen die folgenden Fotos auch zum November-Monatsmotto der Zitronenfalterin - Im Kokon.

Auch Maxwell war der Meinung, dass es drinnen gemütlicher ist als draußen.

Das folgende Outfit trug ich am 23. September, als wir verschiedene Besorgungen in Bauhäusern & Co. zu erledigen hatten. Mein rotes Leinenkleid trage ich besonders gern wie ein Mantelkleid über Hosen und Shirts. Ihr bekommt später noch eine herbstlichere Variante zu sehen - an diesem Tag war es jedoch warm, und so trug ich dazu mein kurzärmeliges Ringelshirt, meine selbstgefärbte mohnrote Leinenhose, meine rosaroten Öko-Sandalen (ohne Socken 😜) und meinen derben Western-Ledergürtel.


 
Am selben schönen Sonnentag ging ich außerdem walken - diesmal wählte ich nach längerer Zeit mal wieder den Weg durch ein kleines Wäldchen. Schon in einiger Entfernung hörte ich, dass dort etwas Schlimmes vorgehen musste - es knackte und krachte und Motorenlärm war zu vernehmen. Ich ging in den Wald hinein und sah, dass dort ein regelrechtes Baum-Massaker stattgefunden hatte und immer noch stattfand: Die Trasse einer neuen Bahnlinie wird einfach mitten durch dieses kleine Waldstück - und mitten durch bestehende Felder - gezogen, ohne Rücksicht auf Verluste, ohne Sensibilität für die Tiere, die dort leben, offenbar auch ohne Interesse daran, einen idyllischen und etwas abenteuerlichen Waldweg, der für Radfahrer und Spaziergänger interessant war, zu erhalten. Mein ursprünglich gut gelaunter Walkingausflug endete in Tränen; ich setzte mich an den nahegelegenen Fluss  und trauerte um all die toten Bäume, den zerstörten Lebensraum... 

Am nächsten Tag, der ebenfalls noch warm und sonnig war, unternahmen Edi und ich wiedermal einen Ausflug nach Hornstein. In dieser Gegend sind wir auch gerne mal unterwegs, HIER ein paar Links zu älteren Beiträgen über Hornstein-Ausflüge.

Edi zieht - im Gegensatz zu mir - den Bauch ein 😁
 
Wir wählten diesmal einen anderen Weg als zuletzt, allerdings fiel uns auch dort eine erschreckende Entwaldung auf. Immerhin konnten wir an den Wegesrändern ein paar reife Brombeeren naschen. Aber nach etwa einer Stunde kehrten wir um, weil es uns noch nicht gelungen war, bis dahin etwas Baumschatten zu bekommen...

Die kleine Kapelle beim Friedhof von Hornstein habe ich für Novas Glockenturm-Linkup fotografiert.

Danach war es für ein paar Tage mit dem traumhaften Herbstwetter vorbei und die Natur wurde gut von oben gegossen. Doch am 27. September schien wieder die Sonne, das lockte auch unsere beiden Miezen wieder in den Garten. Kater Maxwell, 16, hat sich von seinem Unfall gut erholt, und mittlerweile passiert es auch nur noch sehr selten, dass er (aus Protest oder weil er sich nicht zurückhalten kann oder aus Verwirrtheit?) auf die Türmatte kackt. (Wir haben für ihn ein weiteres Katzenklo besorgt und auf die Türmatte gestellt, das er aber nicht oder kaum benützt. Aber vielleicht hat er den Hinweis verstanden 😉).

Zurzeit ist es eher Katze Nina, 17, die uns ein paar Sorgen bereitet. Seit einiger Zeit sieht sie nicht sehr gut, inzwischen glauben wir, dass sie mehr oder weniger blind ist. Aber sie scheint sich nach wie vor gut in unserem Garten und in dem unserer Nachbarn zurecht zu finden und ihr Leben auch immer noch zu genießen. Vor allem, wenn die Sonne die Steinplatten in unserem Garten wärmt. Allerdings ist sie jetzt doch um einiges gefährdeter als früher...

 

Die Aufnahmen in der folgenden Collage stammen vom 4. und 5. Oktober. In dieser Zeit haben Edi und ich gleich zweimal Kartoffeln geerntet: Zum einen hatte ich im Sommer in unserem Garten nachgesät, zum anderen hatte Edi beim Laufen ein abgeerntetes Kartoffelfeld gesehen, bei dem noch viele Kartoffeln herumlagen. Also taten wir das, was ich als Kind schon gerne mit meinen Eltern gemacht habe: Wir gingen "nachklauben" und haben somit einen netten kleinen Erdäpfel-Wintervorrat für uns angelegt.

Die Tage vom 6. bis zum 13. Oktober verbrachten mein Mann und ich im schönen Salzkammergut. HIER habe ich euch bereits einen Überblick über unsere Urlaubstage geboten, die weiteren Berichte folgen nach und nach.

Zwei Tage nach unserer Rückkehr, am 15. Oktober, traf ich mich mit meiner Tochter Jana, 27, um mit ihr gemeinsam meine Mutter, 94, zu besuchen. In der folgenden Collage seht ihr also drei Generationen der Rostrosen-Mädels 😉. Zu dem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, dass dies wieder einmal der letzte Besuch für längere Zeit sein würde, denn aufgrund von mehreren Covid19-Fällen bei den Bewohnern und beim Betreuungspersonal wurde das Heim zwei Tage danach abermals für Besucher gersperrt. Und seit Anfang November wären Besuche wegen des allgemeinen Lockdowns sowieso unmöglich. Nun kann ich wieder nur mühsame Kurz-Telefonate mit meiner Mutter versuchen, aber ich bin froh, dass sie davor wenigstens nochmal ihren Jana-Liebling gesehen hat. Im Anschluss an unseren Besuch gingen Jana und ich griechisch Essen - auch das ist das letzte Mal für längere Zeit gewesen.


Den roten Cardigan hatte ich im Salzkammergut-Urlaub mit dabei gehabt, aber dort kaum getragen. Also verwendete ich ihn danach gleich mehrmals - u.a. bei unserem Mutterbesuch, siehe oben, zur roten Jeans und meinem rot-schwarzen Öko-Longsleeve. Auch die blaue Bluse mit dem rot-grün-weißen Blattmuster habe ich im Urlaub kaum getragen und kombinierte sie zur roten Strickjacke und zu meinen grünen Jeans.

Der Oktober hüllte unserern Garten in wundervoll leuchtende Farbtöne, und wenn dann auch noch die Sonne schien, war das ein umwerfend schöner Anblick. Die folgenden Aufnahmen stammen vom 24. und 26. Oktober. 

Kurz zuvor (am 23.10.) wurde unser Grundstück von einem Naturgarten-Fachmann besichtigt. Unsere Gemeinde hatte nämlich die Bewohner eingeladen, sich zum ermäßigten Preis um eine Natur-im-Garten-Plakette zu bewerben, sofern gewisse Kriterien berücksichtigt werden. Diese Kriterien hat unser Garten zur vollsten Zufriedenheit erfüllt, der Mann sagte mehrmals "gefällt mir sehr, was ich da sehe" 😊...


Am 28. Oktober - eigentlich schon zwei Tage nach dem offiziellen Ende der Fotoausstellung Festival La Gacilly-Baden - konnten Edi und ich noch die "letzten Reste" der Ausstellung sehen. Doch das ist einen eigenen Beitrag wert, deshalb hier nur eine kleine Vorschau:


Der Himmel bot auch im Oktober einiges Interessantes, so z.B. die flockigen Wolken, die ich am 22.10 durch unser Dachlukenfenster fotografiert habe, die Wolkenberge hinterm Hausdach vom 24.10, den Sonnenuntergang und die Vollmondbilder vom 31.10. - und einen nassen Kater gab's auch mal wieder - am 30.10. 🙀😊



In der letzten Collage für heute biete ich euch noch das oben versprochene Outfit mit dem roten Mantelkleid über roten Jeans und rotem Langarmshirt zu meinen selbstbemalten roten Stiefeln und der kleinen roten Tasche vom Second-Hand-Laden. Einzig bei den Ketten habe ich zusätzlich zu meiner roten Afrikakette außerdem die in Orange gewählt - irgendwie fand ich das besser so. Diesen Anzug verlinke ich natürlich bei Marens Linkup Colour-Energy: Rot.
 
So war ich gekleidet, als wir am 29. Oktober mit unseren lieben Vis-a-vis-Nachbarn (siehe dritte Collage) in der Ortschaft Sooß einen Heurigen besuchten. Das war unser letzter Lokalbesuch vor dem Lockdown (und übrigens schon länger für diesen Abend geplant. Zum Glück hat er noch stattfinden können!)
 

Ihr Lieben, ich weiß, das war heute wieder ein Rostrosen-Marathon. Doch die Ereignisse in Wien wollte und konnte ich nicht unkommentiert lassen, zugleich wollte ich meinen Rückblick auf September und Oktober weder länger hintanhalten noch in zwei Teile teilen. Schließlich habe ich einige weitere Salzkammergut-Schilderungen für euch parat (herzlichen Dank bei der Gelegenheit gleich für eure tollen Kommentare zu meinem letzten Salzkammergut-Beitrag) und außerdem den Bericht über das wieder sehr interessante Festival La Gacilly-Baden Photo 2020. (Und bei alledem habe ich noch kein Wort über die US-Wahl verloren, die Edi und mich dieser Tage mehr als jede andere US-Wahl zuvor beschäftigt hat...)
 
Falls ihr heute mit Lesen nicht fertig wurdet, macht euch keinen Kopf, ich brauche jetzt ohnehin wieder rund eine Woche bis zu meinem nächsten Posting 😉. Bis dahin schicke ich euch ...


ganz herzliche Novembergrüße,
eure Traude

 
 
Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
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My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
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Garden Affair - bei Jaipur Garden, 


Donnerstag, 1. Oktober 2020

Blogparade - Violett und Orange in den Herbst

🍂💜 Servus ihr Lieben! 💜🍂

 

Die ue30blogger and friends veranstalten wieder eine Blogparade - und zwar mit einem Thema, dem ich mich schwer entziehen kann - geht es doch um meine liebsten Farbknaller im Herbst: Um 

violett und orange.

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Dass ich diese Farben einzeln und auch in Kombination sehr mag, habe ich euch schon mehrmals gezeigt. Klickt HIER und ihr seht ein paar meiner älteren Posts, in denen diese Töne eine große Rolle spielen - sowohl in meiner Kleidung als auch in der Wohnraumgestaltung und im Garten.

 

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Ich kann euch heute kleidungsmäßig erfreulicherweise sogar neue Kombinationen zeigen! Auch wenn alle Teile schrank-geshoppt sind, habt ihr den folgenden Mix definitiv noch nie gesehen. Das hat vor allem damit zu tun, dass die verwendeten Kleidungsstücke früher teilweise anders ausgeschaut haben: 

Die Cordjacke war mal beige, ich habe sie allerdings schon im vergangenen Jahr lila gefärbt und euch das Ergebnis bereits in meinem Beitrag Von Herbstastern inspiriert gezeigt. Damals kombinierte ich die Jacke mit (ebenfalls selbst gefärbten) gelben Teilen - auch das ist ein prima Herbstmix! Aber lila geht ebenso gut mit orange - und wie's der Zufall so will, habe ich im diesjährigen Sommer ein paar Kleidungsstücke in diesem herrlichen Strahle-Ton gefärbt. Eins davon war ein schwarz-weißes, zuletzt schon ein bisserl verwaschenes Minikleid. Jetzt hat es ein neues Leben als orange-schwarze Tunika bekommen.

Praktischerweise regnete es, als ich diese Kombination für das Posting (und für die Besorgungen, die ich zu machen hatte) anzog - und einer meiner beiden Regenmäntel ist violett. Also durfte der hier auch gleich mitspielen. (Falls ihr eine andere Farbeinstellung auf euren Bildschirmen habt, kommen die beiden dunklen Teile vielleicht als schwarz oder braun rüber - aber sowohl die Röhrenhose als auch der Regenmantel sind dunkel- oder pflaumenviolett!) 


Das Langarmshirt unter dem Kleid stammt aus dem Secondhandladen und war schon lila, als ich es kaufte. Und das halswärmende Dreieckstuch, das den aktuellen Temperaturen geschuldet ist, habe ich 2015 selbst gehäkelt. Sämtliche Teile, die ich hier trage, befinden sich schon seit Jahren oder (die Cordjacke) seit Jahrzehnten in meinem Fundus. Dreieckstuch und Hose könnt ihr z.B. in diesem Post genauer ansehen und bekommt hier auch noch Links zu früheren Kombinationen.

 

Nun ein Blick ins rostrosige Zuhause. Auch da gibt es vieles, das zum Farbthema passt, und zwar nicht erst seit heute. Die Bilder in Orangetönen (die uns u.a. an Jamaica, Namibia und Indien erinnern) hängen schon seit August an den Wohnzimmerwänden, die Zierkissen, Kerzen und Decken in violett und orange setze ich seit vielen Jahren immer wieder ein - vorzugsweise ab dem Frühherbst, wenn die Nächte kühler werden, denn Pflaumen- und Kürbistöne wärmen mich allein schon durch ihre Gemütlichkeit.


Und während ich diese Zeilen tippe, ist auch meine Kleidung von Kopf bis Fuß orange und violett, schaut mal:

 
Habt ihr oben den schmucken Hokaido gesehen? Die Kürbisse, die in unserem Garten wachsen, dienen erst einmal der Dekoration, bevor sie aufgegessen werden. Ich liebe zum Beispiel Kürbissuppe und habe sie schon nach den unterschiedlichsten Rezepten zubereitet, und auch Kürbisspalten aus dem Ofen mögen wir sehr gern. Zum Glück haben die Nacktschnecken nicht sämtliche Kürbisblüten aufgefressen, und somit konnten wir durchaus ein paar Exemplare ernten.

Allerdings sind nicht alle unsere Kürbisse orange. Ursprünglich dachte ich ja, ich hätte nur Hokaido und Butternut (oder Butternuss) ausgesät, aber offenbar befanden sich in einem der Kuverts nicht Hokaido-Samen, sondern die aufbewahrten Kerne eines anderen Kürbisses, den ich vor ein paar Jahren gekauft hatte, weil ich ihn so dekorativ fand. Ich glaube, es handelt sich dabei um die australische Sorte Jarrahdale. Oder vielleicht ist es auch ein Blue Kuri - was meint ihr? Kennt sich jemand von euch mit Kürbissorten aus?

 

Auch wenn die Schale dieser Kürbisse graugrün mit einem Stich ins Bläuliche ist - das Fruchtfleisch leuchtet in schönstem Orange - und ist sehr schmackhaft. Von diesen Jarrahdales oder Blue Kuris konnten wir bereits vier Exemplare ernten, vom Hokaido und vom Butternut bisher jeweils einen. Bereits dreimal gab es in diesem September Speisen aus unseren selbst angebauten Kürbissen - aber interessanterweise war noch keine einzige Kürbissuppe dabei!


Das erste Gericht, das wir heuer aus einem der graugrünen Exemplare kochten, war ein Kürbisgulasch. In dem verlinkten Rezept kommt Wurst vor und auch wir schnitten zwei würzige Würstel vom örtlichen Bauernstand hinein, aber das Gulasch lässt sich problemlos auch vegan zubereiten. Edi ließ es sich nicht nehmen, dazu ein feines, duftendes Weizenbrot (mit Sauerteig und Hefe) zu backen. (Seit kurzem haben wir einen Pizzastein, der auch unser Brot noch besser gelingen lässt.)

 

Die Kerne habe ich aufgehoben - teilweise habe ich die Samen aus der Schale gelöst, um sie selbst zu essen, denn sie sind sehr gesund.*) Aber das ist doch eine ziemlich mühsame, fitzelige Angelegenheit. Mit Schale mag ich sie nicht und ich konnte im Internet keine Tricks finden, die das Herauspulen aus der Schale wirklich erleichtern. (Der Trick, die Kürbisse mit dem Nudelholz zu walken, bis sie aufspringen, hat bei uns nicht funktioniert; sie blieben ganz, auch noch, als wir richtig viel Kraft angewendet haben.) Ich habe es mit der Schere gemacht, aber das dauert natürlich ewig. Kennt ihr andere Methoden? (Ich frage mich, wie das industriell gemacht wird...) Teilweise werden die ungeschälten Kerne Saatgut für nächstes Jahr - und den Rest verfüttere ich an Vögel, denn Kürbiskerne werden von ihnen gut vertragen. 

*) Die Kerne, die ich auf das Kürbisgulasch gestreut habe, waren aber gekaufte.


Den Butternut haben wir gefüllt. Das ist ein herrlich einfaches Rezept - und schmeckt absolut köstlich, ich schreib es euch hier ganz kurz auf (und danach nenne ich dann auch noch eine Veggie-Variante):


Gefüllter Butternuss-Kürbis mit Käse überbacken:

Kürbis längs halbieren. Mit einem Löffel die Kerne entfernen, auch noch ein bisschen Fruchtfleisch ausschaben und die Kürbishälften mit der Schnittfläche nach oben auf ein Backblech legen. Mit Olivenöl bepinseln, kräftig salzen, Herd auf 180 °C schalten und ohne Vorheizen ca. 30 Minuten backen. (Ich heize aus Energiespargründen nicht mehr vor, habe HIER gelesen, dass das bei den meisten Speisen nicht notwendig, sondern nur Verschwendung ist. Stecht nach der halben Stunde ins Fruchtfleisch, es sollte relativ weich sein aber noch "Biss" haben - der Kürbis kommt später nochmal ins Rohr!) 

Inzwischen für die Füllung Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Das ausgeschabte Fruchtfleisch ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Wer will und hat, kann auch noch eine Karotte, Stangensellerie, Paprika oder ein anderes klein geschnippeltes Gemüse dazugeben. Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl goldgelb braten, Faschiertes (Hack) dazugeben (bei uns waren es 330 Gramm) und krümelig braten, Gemüse, ca. 100 ml Gemüsesuppe (Brühe) und 2 EL Tomatenmark dazugeben zugeben, frische oder getrocknete Kräuter (wie Oregano, Thymian,  Rosmarin, Petersilie...) und ev. etwas Muskat untermischen, salzen, pfeffern und bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast vollständig verdampft ist. Die Kürbishälften damit füllen, geriebenen Käse darüberstreuen und nochmal für 15 Minuten ab ins Rohr - fertig!



Veggie-Variante:
Wenn ihr lieber fleischlos esst, kann man den Kürbis auch mit pikant gewürztem / griechischem Gemüsereis oder mit einem Sugo aus roten Linsen füllen - wenn's vegan sein soll, lasst auch noch den Käse weg. Guten Appetit! 🍴


Das dritte Gericht war ein sehr schmackhafter Kürbis-Apfel-Kuchen mit Vanillesauce, aber darüber irgendwann demnächst mehr 😋, das hier soll ja nicht zum Rezept-Post verkommen... 😉
 
Zu guter Letzt kann ich euch noch ein weiteres Outfit zeigen, das ich am letzten Mittwoch zum Einkaufen getragen habe (übrigens ebenfalls wieder mit dem violetten Regenmantel drüber... ). Und abermals ist alles nachhaltig weil schrankgeshoppt oder Secondhand: Die tolle Holzkette, die jedes einfärbige Outfit aufpeppt, habe ich von der lieben Tina beim Münchner Bloggertreffen "erschwäppt", die Tasche besitze ich seit vielen Jahren...

Hose und Shirt kennt ihr schon von oben, diesmal habe ich allerdings kein Kleidchen über das Longsleeve gezogen, sondern ein Sommertop und ein Jäckchen, das früher mal cremeweiß war. Ich habe es in dieser Farbe gerade zweimal getragen, aber es ist doch schade, wenn ein Baumwolljackerl unbeachtet und ungeliebt im Schrank hängt. Für die Produktion von Baumwolle wird so viel Wasser verbraucht - dann sollte jedes Kleidungsstück, das schon erzeugt wurde, doch wenigstens oft getragen werden! Als ich mir das orange Pulver zum Färben in der Waschmaschine kaufte, wanderte das Jackerl daher zusammen mit dem oben gezeigten Minikleidchen ins Färbebad. (Die oben gezeigte Bluse hingegen habe ich schon im Vorjahr gefärbt.)


Und mit diesem Farbton macht mir das Jackerl jetzt so richtig Freude. Ich bin überzeugt davon, dass ich es in Zukunft oft und gerne tragen werde - natürlich nicht nur zu violett, aber auch😊 

Wenn ihr auf das Bildchen hier unten klickt, kommt ihr zur Seite der ue30-Blogger und könnt euch ansehen, was die anderen TeilnehmerInnen zum Thema "violett und orange" zu zeigen und zu erzählen haben. Und auch ihr seid herzlich eingeladen, hier im Oktober einen passenden Beitrag zu verlinken. (Die Regeln für die Blogparade findet ihr ebenfalls in dem hier unten verlinkten Beitrag.)

 

Nun danke ich euch noch herzlich für all eure Kommentare zu meinem vorigen Beitrag Alles an einem Tag: Natur und Historie in Mayerling - Kunst und Kultur in Wien - ihr seid wunderbar und habt mir eine große Freude mit euren Zeilen gemacht! 

Wegen meiner Beteiligung an der Blogparade habe ich nun zwar noch nicht meine Ankündigung wahr gemacht, euch über den rostrosigen August zu erzählen, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Irgendwann wird's schon klappen mit der Beendigung meiner Sommerschilderungen 😉😁😊😎... und bis dahin genießen wir einfach den Herbst 🍂🍁🌰!


**********💜**********

Ich wünsche euch 
wunderschöne Oktobertage!
Alles Liebe,
eure Traude


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PS: Die Pflanzen, die ich in diesem Post zeige, stammen hauptsächlich aus unserem Garten; der wunderschöne Feuerdorn leuchtet allerdings aus dem Garten unserer Nachbarn zu uns herüber, und manche Aufnahmen entstanden bei Spaziergängen.

Dienstag, 18. August 2020

Summertime 2020 in Rostrosenhausen - Teil 1

Servus ihr Lieben!

Von einigen unserer Sommer-Aktivitäten habe ich euch zwar schon erzählt, aber natürlich längst nicht von allen. Die letzten tagebuchartigen Schilderungen hat es in meinem Blog im Mai gegeben, und zwar in diesem und diesem Beitrag. Also geht's heute mit dem Juni weiter, unter anderem mit Garten-Einblicken, diversen Aktivitäten und dem einen oder anderen Outfit.

 

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Der Juni 2020 hat sich in unseren Breiten wettermäßig nahtlos an den Mai angereiht - das heißt, er war mehr feucht und kühl als heiß und trocken

Ich will mich darüber aber nicht beschweren - erstens, weil ich weiß, wie heftig in anderen Gegenden mit der Trockenheit gekämpft wird, während hier nach dem trockenen April alles wieder aufzuleben begann, zweitens, weil ich ohnehin nicht so ein Hochsommer-Hitze-Freak bin und drittens, weil das Wetter an den Tagen, wo es uns wichtig war, dann meistens doch gepasst hat. Außerdem fand der Regen teilweise nachts statt, und tagsüber konnte man dann doch walken gehen oder Ausflüge unternehmen. Oder den Garten genießen. Hier ein paar 

Sonnenstunden-Impressionen 

von Anfang Juni im Rostrosen-Garten, als die Pfingstrosen noch blühten und die weiße Rose Lykkefund am Rosenbogen ihr Bestes gab:

Dass wir (vorsichtig, im kleinen Rahmen und aus einem bestimmten, wunderbaren Grund)  

Feste gefeiert 

haben in diesem Sommer (und noch weitere Feste feiern werden), erzählte ich euch in diesem Beitrag und zeigte euch dort auch die Fotos von unserem ersten We-are-free-Fest, das am 13. Juni stattfand. 

Wir hatten großes Glück mit diesem Termin, denn sowohl am Tag davor als auch am Tag danach gab es Regen. Meine Freundin Maria hatte bei uns übernachtet und blieb noch zu einem gemütlichen Brunch mit längst fälligem ausführlichem Plausch - und "durfte" dann auch gleich Kater Maxwell trockenrubbeln 😸.

Der mit wildem Wein bewachsene Rosenbogen könnte mein T in die neue Woche sein...
 
Auch Nina, die sich sonst bei Regen lieber zu Hause einigelt, war nass nach Hause gekommen und wurde von Edi "trockengelegt" 🐱...
 

 
Kater Maxwell vermisst: UPDATE: Es gibt ein Happy End!
(Mehr darüber weiter unten)
 
Leider muss ich hier, weil es zum Katzen-Thema passt und mir auf der Seele brennt, nachträglich etwas einfügen, das weder mit dem Juni zusammenhängt noch zu den positiven Dingen in unserem Leben gehört: Seit Sonntag, 16. August, vermissen wir unseren lieben Kater Maxwell. 
 
Wir haben ihn zuletzt bei unserem Sonntags-Frühstück gesehen, da schleckte er begeistert meinen Frischkäse-Becher aus. Unsere Nachbarn zur Linken sahen ihn im Lauf des Sonntags auch noch in ihrem Garten, dann nicht mehr. Dass Maxwell eine ganze Nacht lang umherstreunt oder irgendwo im Freien übernachtet, kam in letzter Zeit (vor allem in lauen Nächten) durchaus mal vor, und auch da waren wir schon ganz nervös - aber zwei Nächte hintereinander bei eher kühlem, feuchtem Wetter, das ist sehr ungewöhnlich. 
 
Außerdem ist Maxwell 16 Jahre alt, hat ein Herzproblem, nur noch wenige Zähne - und es gibt einen rivalisierenden Kater in unserer Gegend. Unsere Nachbarn haben am Sonntag spätabends einen Katzenkampf gehört, was zuletzt häufiger der Fall war, allerdings war der Lärm so schnell wieder vorüber, dass sie nicht nachschauen gingen. Wir wissen also nicht, ob Maxwell da einer der Beteiligten war. Es gibt auf alle Fälle genügend Gründe, um mit dem Schlimmsten zu rechnen oder sich zumindest große Sorgen zu machen 😿.

Kater Maxwell im Sommer 2020

Doch was auch immer passiert ist oder noch passieren wird - sich vor Sorgen verrückt zu machen, hilft niemandem weiter und verändert nichts. Natürlich sind wir (mehrmals) herumgelaufen, haben seinen Namen gerufen und mit Leckerlis geklappert. Wir haben (auch wenn er bisher nie zur großen Straße gelaufen ist), dort nachgesehen, ob eine Katze überfahren wurde, außerdem in unserem Garten sämtliche Büsche durchstöbert, weil er sich ja dahin zurückgezogen haben könnte, haben in unserer Nachbarschaft herumgefragt und Plakate aufgehängt - auch mit der Bitte, in Gartenhütten und Garagen nachzusehen, da Maxwell irgendwo eingesperrt sein könnte. Ich denke also, wir haben getan, was wir tun konnten. Falls euch noch eine Idee kommt, gebt mir bitte Bescheid - und sonst drückt uns bitte die Daumen, dass unser süßer roter Bub wieder nach Hause kommt...  

Update am 18. August um 21.03: Unser Maxwell ist wieder da - wir haben ihn soeben aus einer nahegelegenen Tierklinik abgeholt, wo er leicht verletzt abgegeben worden war. Wie es dazu kam, werde ich euch beim nächsten Mal ausführlicher erzählen. Das Wichtigste ist: Es geht ihm gut und er ist wieder bei uns!!! 😻😻😻
 
Nun aber zurück zum Juni 2020...

Corona-Zeit = Masken-Zeit:

Am 14. Juni hatten wir in Österreich mit gerade mal 373 aktiven Infektionsfällen den niedrigsten Stand seit Wochen erreicht.

"Ab dem 15. Juni galt die Maskenpflicht nur noch im öffentlichen Verkehr, in Einrichtungen des Gesundheitsbereichs wie etwa Apotheken oder wenn Dienstleistungen in Anspruch genommen wurden, bei denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden konnte (z. B. beim Friseur)." (Zitat von HIER)

Inzwischen haben manche ein unwillkommenes Souvenir aus dem Urlaub mitgebracht und die Zahlen der Infizierten klettern neuerlich nach oben. Stand vom 17.8. in Österreich: 2.040 aktive Fälle. Soviele hatten wir zuletzt Ende April. Einen neuerlichen Lockdown befürchte ich vorerst nicht, denn die Intensivbetten sind hier gerade mal zu 3 % ausgelastet, die Normalbetten zu 1 %. Doch die Maskenpflicht wurde wieder ausgeweitet und ich bin froh, ein paar hübsche Teile parat zu haben. Genäht hat sie die liebe Claudia für mich - in Farbtönen, die zu meiner Kleidung passen. So bin ich bei Mutterbesuchen im Pflegeheim, beim Arzt und im Supermarkt bestens gerüstet. Danke nochmal für deine tolle Arbeit, du Liebe! 😘

In diesem Blogbeitrag zeigte ich euch meine in Braun-Orangetönen gehaltene Katzenmaske - KLICK. Nun bekommt ihr meine froschgrüne Maske zu sehen - passend zum grünen Muster in meinem rosaroten Gudrun-Sj*den-Kleid. Im nächsten Sumertime-Post werde ich euch meine dritte - die Rotkehlchen-Maske - zeigen 😊.

Tücher-Ordnung:

Wenn wir schon bei textilen Themen sind: Ich liebe Tücher und Schals - sie können jedes Outfit verwandeln oder aufpeppen (und manchmal auch in einem Raum Akzente setzen, wenn man sie z.B. auf einem Sofa drapiert 😊). Einen der Juni-Regentage nützte ich, um wieder Ordnung in meine Tücher-Sammlung zu bringen. Tina von Tinas Pink Friday hat mich mit diesem Post dazu inspiriert, eine neue Methode zu versuchen: Um eine bessere Übersichtlichkeit zu erreichen, stecken die gefalteten Tücher nun aufrecht in den drei Körben. Da ich nicht gerade wenige Tücher besitze, erspare ich mir nun einige Zeit fürs Suchen.

Bis jetzt klappt das prima. Und obwohl ich die Tücher nicht farblich sortiert habe (keine Lust 😉) finde ich bei dieser Methode auf einen Blick und einen Griff das passende Accessoire zu meiner Kleidung - so wie hier:

Unser Gemüsegarten

sah Mitte Juni so aus: Die Zwiebel blühten, der Mangold und die Kapuzinerkresse wucherten wild (aber noch nicht so wild wie jetzt 😉), die Ringelblumen, Kartoffeln, Kürbisse & Co. hatten noch keine Blüten, der Rucola und die Blätter der Radieschen waren von Erdflöhen durchlöchert, der Salat war noch nicht von Schnecken aufgefressen worden, aber das kam noch... 😖 Auf dem Foto unten rechts seht ihr, dass Edi unser Drei-Kammern-Kompost-System im Juni fertiggestellt hat - er verwendete dafür nur Holzreste - nämlich die Paletten, auf denen uns der Kies für unseren Weg geliefert worden war, und die noch brauchbaren Planken unserer früheren Hochbeete 😊👍. Übrigens haben wir umdisponiert: Ursprünglich wollte ich hinter den beiden neuen, großen Hochbeeten das Tomatenhaus aufstellen. Aber ein richtig praktischer Platz wäre das doch nicht gewesen, deshalb bleiben die Paradeiser, wo sie sind und wir haben hier nun zwei "Mini-Hochbeete" (ebenfalls aus den alten Planken) mit Kürbissen.

Museumsbesuch:

Am 22. Juni war das Wetter (zunächst) wieder ziemlich durchwachsen, uns so beschlossen Edi und ich, erstmals seit dem Ende des Lockdowns wieder ein Museums zu besuchen. Dazu trug ich abermals den Schal aus der vorvorigen Collage und kombinierte ihn diesmal mit meinem türkisen Sommerkleid, der selbstgefärbten lila Cordjacke und meinen uralten ockerfarbigen Jeans. So waren alle Töne des Tuchs aufgegriffen und ich fühlte mich wohl in dem Mix.

Das Museum, das wir an diesem Tag besuchten, ist im sogenannten Thonetschlössl untergebracht. (Der Besuch ist mit der NÖ-Card gratis.) Über die bewegte Geschichte dieses Hauses könnt ihr bei Interesse HIER mehr lesen. Von 1889 bis 1931 war das Gebäude jedenfalls im Besitz der (Möbel erzeugenden) Familie Thonet, daher auch der Name. 1958 wurde das Schlössl von der Stadt Mödling erworben und ab 1965 (bereits zum zweiten Mal) als Bezirksmuseum genutzt. 


Das Museum zeigt die Entstehung der Mödlinger Landschaft, Gesteine und Fossilien, die im Bezirk entdeckt wurden, und  weist eine der ersten Awarensammlungen Österreichs auf. Historisches, wie das Schicksal Mödlings in den Türkenkriegen, wird ebenso dokumentiert wie die Biographien berühmter Bewohner der Stadt.

Das Thonetschlössl beherbergt also ein sehr buntes und vielfältiges "Sammelsurium", was uns zunächst etwas irritierte - es ist doch ein ziemlicher Zeitsprung von den gefundenen Fossilien zu den gleich anschließend ausgestellten Familienfotografien von Mitsuko Coudenhove-Kalergi

Aber es gab viel Interessantes zu sehen und zu erfahren, z.B., dass im Bezirk Mödling ein einzigartiges, etwa 70 Millionen Jahre altes Dinosaurier-Fossil gefunden wurde - und zwar vom Struthiosaurus austriacus. (Der ist also sogar ein anerkannter Österreicher 😉.) Das Fossil selbst ist allerdings nicht im Thonetschlössl, sondern im Institut für Paläontologie der Uni Wien aufbewahrt, es gibt nur ein Foto des Dinisaurier-Denkmals zu sehen (siehe übernächste Collage)...

Vielleicht ist aber auch die Tür zum Museum mein T in die neue Woche?

Jedoch hat dieses Bezirksmuseum auch richtige Schätze zu bieten, zum Beispiel die Bibliothek des Anatomen Joseph Hyrtl, die uralte Medizinbücher enthält, darunter das Opus Chriurgicum von Paracelsus aus dem Jahr 1565. Ich habe ein Faible für alte Folianten, überhaupt wenn es darin um Kräuterkunde oder andere medizinische Themen geht. Und ich finde es einfach zum Schießen, wie damals geschrieben wurde und welche Textteile groß und wichtig bzw. klein und nichtig gedruckt wurden. (Ihr könnt euch die Titelseite des Opus Chriurgicum HIER in groß ansehen.) Wie gerne hätte ich darin geblättert, gelesen und die Bilder betrachtet, aber selbstverständlich befinden sich diese Kostbarkeiten allesamt unter Glas. 

Spannend fand ich auch die Stoffschere (siehe nächste Collage, rechte Seite, 2. Foto) - ich denke, damit war zuschneiden um einiges mühsamer als heute...

Während unseres Museumsbesuchs hatten sich die Regenwolken weitgehend verzogen, und so bummelten wir noch ein bisserl durch Mödling und gönnten uns in einem Gastgarten ein gemütliches Mittagessen. Falls euch die Gebäude unten bekannt vorkommen - ich habe euch das Mödlinger Rathaus und manches der umgebenden Gebäude bereits im Vorjahr in diesem Beitrag gezeigt.

Im Lauf des Nachmittages wurde es sogar noch richtig schön "blauhimmelig", wie ihr in der in der letzten Collage meines heutigen Posts sehen könnt. An diesem Tag entstanden auch noch weitere Gartenfotos, doch die werde ich euch erst im zweiten Teil meiner Summertime 2020-Serie zeigen.


Nun lasse ich euch noch herzliche Grüße da und freue mich auf ein baldiges Wiederlesen! Und natürlich gebe ich euch Bescheid, sobald wir etwas Neues über Kater Maxwell erfahren... 🐱 DANKE EUCH ALLEN FÜRS DAUMENDRÜCKEN UND MITFIEBERN!!!

Alles Liebe, eure Traude



Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions,