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Servus ihr Lieben!
Herzlichen Dank für eure tollen Kommentare zu meinem 10. Costa Rica-Reiseberichtskapitel: Sámara - Delfine und Mee(h)r! Heute bleibe ich mit euch wieder "im Inland" und hoffe, ihr habt Lust, mich bzw. uns auch beim Genießen österreichischer Naturschönheiten zu begleiten💚! Hihi, und wie ihr gleich an der ersten Collage sehen könnt, haben wir nicht nur Naturschönheiten genossen, sondern auch Spezialitäten aus der Österreichischen Mehlspeisen-Küche 🍰☕😉. Und auch noch anderes. Aber fangen wir am Anfang an 😊!
Dann ging es gestärkt hinauf auf den Berg - und zwar mit der Rax-Seilbahn. Die Fahrt ist mit der NÖ-Card einmal jährlich gratis und wir hatten das in der Saison 2022/23 noch nicht genützt. Wir haben lange gewartet, bis das Wetter halbwegs für unsere Schneeschuhwanderung geeignet war - denn in diesem März hat es reichlich Stürme gegeben. Das ist im Hochgebirge kein Honigschlecken. Am 31. März war die letzte Chance zur Gratisfahrt für diese Saison - und glücklicherweise ließ der Wind an diesem Tag nach.
Brigitte und Peter liehen sich bei der Bergstation Schneeschuhe aus, Edi und ich brachten unsere eigenen mit und dann wanderten wir los. Leider war der Schnee an einigen Stellen schon weggeschmolzen, aber für unsere Bedürfnisse reichte es und so hatten wir für rund zwei Stunden Spaß im Schnee.
Nur wenige Tage später waren die Bedingungen auf der Rax wieder tief winterlich - und zwar dermaßen, dass ein Vater und seine 14jährige Tochter am 4. April in Bergnot gerieten - mehr darüber HIER.
*) Vielleicht erinnert ich euch noch, das ich euch im Vorjahr von unserem Besuch der II. Wiener Hochquellenwasserleitung erzählt habe - diese befindet sich in den Wildalpen.
Das Wasser der Schwarza war auch bei unserem Besuch im März klar und schmeckte gut und frisch - ich habe einen Schluck davon gekostet - allerdings war der Wasserstand für diese Jahrszeit recht niedrig. Denn in unserem Teil Österreichs hatte es zuletzt sehr wenige Niederschläge gegeben. (Das hat sich aber zum Glück in der vergangenen Aprilwoche ein wenig verbessert - unser Garten wurde seit Ostern gut gegossen 😉☔.)
Die Gebäude sind nicht nur von außen sehr sehenswert und fotogen, ...
.... sondern auch von innen. Es gibt herrlich gestaltete Verkaufs- und Ausstellungsräume, nostalgische Böden und Möbel, ein Café im Wintergarten mit angeschlossenem Gastgarten - kurz: Hier kann man viel staunen und schauen und vielleicht auch etwas kaufen (wir erstanden einen eisernen Türstopper) ...
...und wenn man das Glück hat, dass draußen die Sonne lacht und die Temperaturen sich angenehm anfühlen, kann man sich hier auch noch einen Kaffee im Freien gönnen 😊. Und hier gab es ebenfalls traumhaft schöne Tassen ☕!
Brigitte und ich ließen es uns nicht nehmen, das schöne Areal zu erkunden. In der unteren Collage könnt ihr u.a. einen Blick auf das Schloss Wartholz (auch Villa Wartholz genannt) werfen. Dieses befindet sich seit 1999 im Eigentum der Besitzer des Gartencenters. Errichtet wurde die ehemalige Kaiservilla in den Jahren 1870 bis 1872 im Auftrag von Erzherzog Karl Ludwig, Bruder von Kaiser Franz Joseph I, da sich der Hochadel in dieser Gegend gerne zur Jagd aufhielt.
Die weiter oben gezeigten zartgrünen Gebäude mit ihren Holzverzierungen dienten einst vermutlich irgendwelchen hauswirtschaftlichen Zwecken - um ehrlich zu sein, gefallen sie mir besser als das steinerne Schloss.
Bei unserem Erkundungs-Rundgang entdeckten Brigitte und ich auch ein Gehege mit Schafen, Eseln und einem Pferd. Ein Schild wies uns darauf hin, dass es sich um einen privaten Garten handelt, doch die süßen Esel kamen freundlicherweise nah genug an den Zaun heran, um sich von uns streicheln zu lassen 😍.
Die nostalgische Kundmachungs-Tafel lehnte am Gitter zum Privatgarten - hierauf wurde der Bevölkerung im Jahr 1917 mitgeteilt, dass "während des jeweiligen Aufenthaltes des Allerhöchsten Hofes in Wartholz" auf einem bestimmten Streckenabschnitt "der gesamte Straßenverkehr untersagt" sei.
In früheren Zeiten war dieser Park Treffpunkt bekannter Persönlichkeiten wie Arthur Schnitzler, Bertha von Suttner, Johann Nestroy, Ferdinand Raimund oder Sigmund Freud, eine Tafel erinnert beispielsweise an den "deutschen Liederfürsten Franz Schubert" - und auch heute noch ist hier ein beliebter Erholungsort für Jung und Alt.
Im künstlich angelegten Teich darf man zu bestimmten Zeiten gegen Gebühr mit ausgeliehenen Booten fahren, doch bei unserem Besuch paddelten dort nur einige Stockenten (Anas platyrhynchos). Einen Buchfink (Fringilla coelebs) versuchte ich mehrmals fotografisch einzufangen, letztendlich gelang es mir trotz des allmählich schwindenden Lichts so halbwegs und auch eine Amsel-Dame (Turdus merula) kam mir freundlicherweise noch vor die Linse.
Nach diesem schönen Ausflug fuhren wir zu viert zu uns nach Hause, wo wir einander unter anderem noch heiße Gefechte mit dem immer wieder spannenden Legespiel Carcassonne lieferten.
Die entzückenden Kamerunschafe stürmten gleich auf uns zu, als wir bei ihrem Zaun stehen blieben. Vermutlich erwarteten sie sich Futter, aber da mussten wir sie leider enttäuschen. Eines der Schafe diente übrigens als Reittier für ein Huhn 😁🐓:
Brigitte und Peter waren schon einige Tage zuvor auf dem Thenauriegel gewesen und hatten dort nachgesehen, ob bereits die Irisblüte begonnen hatte. Denn im Trockenrasen dieser Landschaft kann man zur richtigen Jahreszeit tausende Zwergschwertlilien (Iris pumila) entdecken! (Hier ein schön bebilderter Bericht zu diesem Thema.)
Tatsächlich hatte die Blüte zu diesem Zeitpunkt einigermaßen begonnen, und Brigitte war davon überzeugt, dass wir rund eine Woche später - am 7. April 2023 - schon den gern zitierten üppigen Blütenteppich vorfinden würden, also wählten wir diesen Tag für unseren gemeinsamen Ausflug.
Durch die Kälte, die in der letzten Zeit bei uns geherrscht hatte, waren dann leider trotzdem noch längst nicht alle Zwergschwertlilien aufgeblüht, auch wenn sie ihre Köpfe bereits neugierig aus dem Boden streckten - aber zumindest an einigen Stellen herrschte farbenfrohes Wachstum:
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| Auf dem Bild oben rechts seht ihr in der Ferne den Neusiedler See (aufgenommen von Brigitte - nach ihren Worten möglicherweise ein historisches Foto, da der See stark von Austrocknung bedroht ist...) |
Außer den Zwerglilien gab es auch ein paar Frühlingsadonisröschen (Adonis vernalis), ein paar restliche Groß-Küchenschellen (Pulsatilla grandis), viele Traubenhyazinthen (Muscari) und manche andere Magerwiesen-Pflanzen auf dem Thenauriegel zu entdecken.
Während sich Brigitte und ich buchstäblich ins Fotografieren der Blüten hineinknieten, standen unsere Männer etwas ratlos und frierend daneben. Zum Glück haben die beiden genügend gemeinsame Gesprächsthemen - Blumen zählen allerdings nicht dazu 😉...
In den Waldstücken neben den Wiesenflächen blühte Schlehdorn (Prunus spinosa) und Hohler Lerchensporn (Corydalis cava). Auf dem Rückweg zum Auto sahen wir einen weit entfernten Turmfalken (Falco tinnunculus) - Brigitte schaffte zumindest ein halbwegs nahes Foto, auf meinen Bildern sieht man den Vogel teilweise im Flug, aber leider nur sehr winzig.
Boote sind hier derzeit kaum zu sehen, sie wurden von den Bootsbesitzern noch nicht zu Wasser gelassen, da niemand weiß ob sich das in diesem Jahr lohnt.
Schwierig kann es auch für die Wasservögel werden, für die der
Neusiedlersee ein wichtiges Brut- und Futterrevier darstellt. Allzu
viele Vögel sahen wir diesmal nicht, bloß eine einzige Graugans (Anser anser), ein paar Möwen wie z.B. die Lachmöwe (Chroicocephalus ridibundus) - der schwarze Kopf ist ihr "Sommerkleid" - und einige Stockenten (Anas platyrhynchos). Außerdem sahen wir noch ein paar Spatzen und Stare.
Unten noch einige weitere See-Impressionen sowie etwas "Kunst am Bau": Die Bilder, die das reetgedeckte (in Renovierung befindliche) Gebäude verzieren, erinnern stark an die Murals des 1990 viel zu jung verstorbenen Pop Art Künstlers Keith Haring.
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| Verlassene Anlegestellen, leckeres Essen, guter Wein und blaue Briefkästen für die Besitzer von Bootshäusern. |
Ihr Lieben, so viel zu diesen beiden genussvollen Tagen mit Brigitte und Peter! Solltet ihr von der Rax oder vom Thenauriegel noch nicht genug haben, gibt es hier in meinem Blog über beide Orte noch andere Berichte zu lesen (beide aus dem Jahr 2021):
Ich habe euch auch noch von einem weiteren interessanten April-Ausflug mit unseren Freunden zu berichten - mal sehen, ob ich dieses Posting eher schaffe oder doch einen weiteren Bericht über Costa Rica 😊...
Auf jeden Fall wünsche ich euch wunderschöne Frühlings- oder Herbsttage, je nachdem, auf welcher Seite der Welt ihr euch befindet! Ich für meinen Teil freue mich, dass es hier jetzt ein paar Tage lang endlich so viel Regen gab, dass unsere Regentonne komplett aufgefüllt ist - und jetzt hätte ich bitte gerne eine Zeitlang angenehmes Frühlingswetter mit 15 bis maximal 20 Grad Celsius und sanftem Sonnenschein 🌹🌞🌷🌞🌺🌞🌼!
Fotos: Herr und Frau Rostrose sowie unsere Freundin Brigitte
Alles Liebe und bis bald 😘,














































