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Montag, 15. Juli 2019

Lady in Red und Fotofestival La Gacilly in Baden

Salut & Servus, Ihr Lieben!



Europas größtes Fotofestival...
wird nicht etwa in Paris oder Wien abgehalten - auch nicht in London oder Rom oder einer anderen
Weltstadt. Stattdessen findet dieses Festival im französischen 4000-Seelen-Dorf La Gacilly (in der
Bretagne) und heuer zum zweiten Mal auch im niederösterreichischen Biedermeierstädtchen Baden
statt (also in meiner Bezirkshauptstadt, die rund 26.000 Einwohner hat)! Die Rede ist vom
Festival La Gacilly-Baden Photo. (Zusätzliche Infos findet ihr im PS 📷!)


 [Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]
 
Das Schwarzweiß-Bild, vor dem ich hier stehe, stammt von Emanuele Scorcelletti. Über die anderen Fotos und ihre 
SchöpferInnen könnt ihr weiter unten mehr lesen.


Ich habe das Festival im vergangenen Jahr besucht, war sehr angetan und habe euch darüber
 erzählt - klickt HIER, wenn ihr euch meine Berichte von 2018 ansehen möchtet. 

Und natürlich interessierten mich auch die Exponate des diesjährigen Festivals. Einige davon
habe ich inzwischen gesehen, einige noch nicht. An einem einzigen Tag kann ich nicht sämtliche
Bilder betrachten und geistig verarbeiten, aber ich komme immer wieder mal nach Baden und kann
mir die Ausstellung daher "stückerlweise" ansehen.

Das Thema, das sich heuer als roter Faden durch die einzelnen Ausstellungen zieht, lautet:
Hymne an die Erde
📷 📷




Einen Teil der Bilder sah ich noch im Juni, als ich mich mit meiner Tochter in der Nähe des 
Badener Kurparks traf. An diesem Tag war ich übrigens als "Lady in Red" unterwegs - also mit
meinem neuen roten Kleid. Ich entdeckte es quasi gleichzeitig mit meinem gelben Jumpsuit - ich
habe euch HIER darüber erzählt.

Und weil dieses Leinenkleid (im Gegensatz zu meinem neulich gezeigten "Orange-stichigen"
kirschtomaten-roten Kleid) das "richtige Rot" hat, also den satten "fleisch-tomatigen" Rotton 🍅,
in dem ich mir schon lange ein Kleid wünsche, wurde es gekauft und seither schon einige Male
von mir getragen. In der unteren Collage seht ihr es in drei verschiedenen Kombinationen:





Zurück zum Fotofestival und zum Badener Kurpark: Hier gibt es zwei einander gegenüber 
gestellte Foto-Serien. Die auf der linken Seite zeigt die spannenden Mikroskop-Bilder, die ihr in 
meinen Collagen Nr. 2 und Nr. 4 sehen könnt - fotografiert von Spike Walker. Jana und ich fanden, 
dass die Aufnahmen von Vanillin, Dopamin, Chinitin, Algenkolonien & Co. tolle Stoffmuster
oder abstrakte Wandgemälde abgeben würden. 
(Zusätzliche Infos - auch zur Serie auf der rechten Seite - findet ihr im PS  📷 📷 📷 !)





Am Ende dieser ersten 
Ausstellungs-Besuchsetappe abermals ein Blick auf das rote Kleid in den drei Trage-Variationen:
Links: Mit dem Rosengürtel, einem Einkaufskorb und einer roten Second-Hand-Tasche kombinierte 
ich das Kleid, als Edi und ich zum Bauernmarkt gingen. Mitte: Der grüne Gürtel vom Weltladen und 
die grünen Sandalen vom Umweltversand Waschb*r trug ich, als ich mit Jana in Baden war, um das
 Fotofestival zu besuchen. Rechts: ganz ohne Gürtel, aber mit grünem Seidentuch im Haar und 
Schmetterlingsbrosche kombinierte ich mein rotes Kleid an einem heißen Tag, als Edi und ich
 zuerst meine Mutter im Pflegeheim besuchten und dann unseren Wocheneinkauf erledigten.



Temperamentvolles Rot mag ich sehr - früher dachte ich, als Rothaarige könne ich feurige 
Rottöne nicht tragen, doch diese Ansicht habe ich längst abgelegt und trage, worauf ich Lust habe. 
Rot mit grün (oder grün mit rot) ist inzwischen sowieso meine allerbeste und -liebste "Energie-
Kombination". 

Aber nicht nur ich kleide mich gerne in rot!
Diverse Wanzen in unserem Garten beweisen recht deutlich, dass auch die Kombination von 
rot und schwarz sehr chic ist - sie wirkt zugleich elegant und auffallend:




Nachdem ich im vergangenen Jahr
einige Kleidungsstücke von weiß-schwarz auf rot-schwarz umgefärbt habe, kann ich bei
dieser Farbkombination mithalten. Zum Beispiel mit diesem Shirt, das früher mal so aussah
und meinem roten Maxirock. Die rote Second-Hand-Tasche habt ihr oben schon zusammen mit
 dem roten Leinenkleid gesehen - ich habe sie vor ein paar Wochen im Badener Henry-Laden des 
roten Kreuzes*) entdeckt. 


 


*) Außerdem kaufte ich dort eine rot-gemusterte und eine gelbe Bluse - beide ebenfalls Second Hand. Ich zeige sie euch 
ein andermal. Damit ist jetzt mal wieder Schluss mit Klamotten-Käufen. Ganz besonders mit dem Ankauf von neuen
 Kleidungsstücken wie dem roten Kleid und dem gelben Jumpsuit... Wenn euch interessiert warum, lest bitte im PS über
 die Slow-Fashion-Season-Challenge.
👗👗👗👗




Abgesehen von dem neuen roten Leinenkleid, das ich euch oben gezeigt habe, sind alle
Kleidungsstücke, die in meinem heutigen Post vorkommen, entweder alt oder sehr alt.

Das Kleid unten habe ich genau wie das Shirt oben von weiß-schwarz auf rot-schwarz
umgefärbt. Es sah früher so aus. Den Maxirock trage ich darunter, weil ich meine Kleider auf
 diese Weise gern "verlängere". Warum das so ist, habe ich u.a. hier erzählt. Und mal abgesehen
davon finde ich, dass Maxi-Röcke und -Kleider gut zu meinem Lebensgefühl passen. Die legeren
Zutaten wie der braune Leder-Flechtgürtel und das Fransen-Häckeljäckchen verleihen der
Kombination einen leichten "Boho-Touch".




So war ich gekleidet, als ich ein weiteres Mal nach Baden kam. Ich hatte einem Arzttermin und
beschloss, anschließend die Gelegenheit zu nützen und ein paar weitere Bilder des La Gacilly-
Fotofestivals anzusehen.  




Diesmal wollte ich vor allem die Exponate im Doblhoffpark sehen - denn schon im
vergangenen Jahr haben mich die großformatigen Fotografien in der wunderschönen
Gartenkulisse ganz besonders beeindruckt.




Immerhin befindet sich in diesem Park das Rosarium - Österreichs größter Rosengarten mit
30.000 Rosenstöcken in 800 Rosensorten. Allein der Duft ist an manchen Stellen schon
überwältigend! Dazu kommt alter Baumbestand und schöne Architektur. In der folgenden
Collage seht ihr z.B. das im Park gelegene Schloss Weikersdorf, das heute ein Spa-Hotel ist.

Das Schloss bietet einen wunderbaren Hintergrund für die märchenhaft anmutenden Bilder des
österreichisch-amerikanischen Künstlerduos Sarah Cooper und Nina Gorfer.




Die Fotografien wirken zum Teil wie altmeisterliche Gemälde oder Malereien aus Klimts Atelier.
 Ihre Ästhetik spricht mich sehr an - ich liebe schon seit meiner Kindheit einen Stil, der einerseits
klare Konturen, andererseits fantasievolle, Rätsel aufgebende Verspieltheit bietet. Eine Bildsprache
wie diese ist demnach für mich ganz besonders faszinierend und ich kann mich in die Szenen
hineinträumen. In dieser Bildergalerie könnt ihr euch ein paar weitere Werke von Cooper/Gorfer
ansehen, die mir sehr gefallen.




Mit einer der Gärtnerinnen, die sich im Park um Verblühtes kümmerten, kam ich ins Gespräch,
weil sie glaubte, dass sie mir in ein Foto gelaufen war. Mich interessierte, ob die Frau, die Tag für
Tag in diesem Park arbeitet, mit den ausgestellten Fotografien ebenfalls etwas anfangen kann,
deshalb fragte ich sie, ob die Bilder im Park ihr Fall wären.




Sie meinte zögernd, manche schon, eines ganz besonders, denn darauf wäre ein Mädchen mit einer
Katze zu sehen und sie selbst würde Katzen und überhaupt Tiere sehr lieben. In der Folge plauderten
wir über unsere Katzen - ich denke, das Thema Fotografie interessierte die Gärtnerin nicht allzu
sehr 😉. Ihr Lieblingsbild seht ihr jedenfalls in der folgenden Collage links:




Für mich erzählen die Fotogemälde von Nina Gorfer und Sarah Cooper unter anderem auch
über die Verschmelzung der dargestellten Frauen mit der Natur oder über die Beziehung mit
ihrer Umgebung (und mit den Stoffen, in die sie sich hüllen). Manche Frau, manches Mädchen,
scheint eins zu werden mit der Landschaft rundum - oder ihre unumschränkte Herrscherin zu
sein.




Auch die Aufnahmen selbst - nicht nur von diesem Künstlerinnenduo, sondern ebenso von
den anderen FotografInnen - schmiegen sich in die Natur des Parks, mal als Kontrast, mal als ob
sie ein Teil von ihm wären - so zum Beispiel das schwarzweiße Bild der Baumwurzel und der
tanzenden Frauenfüße unter der riesigen alten Platane *).

Den Schöpfer der eindrucksvollen Schwarzweißaufnahmen ist der aus Russland stammende
Fotograf Emil Gataullin. Seine Bilder berühren mich auf eigentümliche Weise - sie wirken, als
wären sie vor fünfzig Jahren entstanden, poetisch, leise und verzaubert - und doch
zeigen sie das ländliche Russland von heute, wie man es hierzulande kaum kennt.


*) Diese einmalige Ahornblättrige Platane, deren Stammumfang 7 Meter beträgt, habe ich euch HIER unter 
Punkt 4 genauer vorgestellt.



Das Bild der Frau mit ihrem kleinen Sohn auf einem weißen Pferd (oben) stammt von
Laetitia Vancon, die zwei Jahre lang auf den Äußeren Hebriden junge Menschen fotografisch
begleitete und dabei die Frage stellte, welche Lebensperspektiven es heute auf einer einsamen Insel
geben kann. Ihre Fotos erzählen Schicksalsgeschichten: Die Frau mit dem Pferd beispielsweise
 wurde vom Vater ihres Kindes verlassen, als sie die Diagnose Multiple Sklerose erhielt...





Es gibt im Doblhoffpark noch zahlreiche weitere Serien, die von der Natur oder von Interaktion
der Menschen mit der Natur und von den Folgen erzählen. Im Teich des Parks schwimmen diesmal
beispielsweise Aufnahmen mit dem Titel Ice von Philippe Bourseiller, die die Erderwärmung und
das Abschmelzen der Gletscher thematisieren; die Serie Landschaften lesen von Olaf Otto Becker
entstand in den Urwäldern Indonesiens und Malaysias und zeigt die Natur in drei verschiedenen
Stadien: in intaktem Zustand, im Zustand der Zerstörung sowie in Gestalt künstlicher Nachahmung.


Oben Brandrodung, links künstliche Nachahmung der Natur - die "Supertrees" in Singapurs Gardens by the Bay.


Ich hoffe, all das regt die Menschen, die die Ausstellung sehen, zum Nachdenken an! HIER 
könnt ihr euch zu den einzelnen Fotografinnen und Fotografen des heurigen Festivals klicken und
euch ihren Zugang zur Fotografie und zum Thema "Hymne an die Erde" schildern lassen. Für mich
war es wieder einmal hochgradig spannend, durch die Bilderwelten und zugleich durch die Natur
des Parks zu spazieren, begleitet vom Duft der Rosen, von Vogelgezwitscher, von Wind... 
- ein ganz anderes Erlebnis als eine Ausstellung in einem Museum...






Vermutlich werde ich mir noch weitere Teile des Fotofestivals ansehen, es dauert ja noch bis
Ende September. Sollte jemand von euch in die Gegend von Baden kommen oder ohnehin nicht
allzu weit davon entfernt leben, kann ich euch einen Besuch nur empfehlen.




Zum Abschluss gibt es noch zwei zum heutigen Farbthema passende Alltags-Outfits
der letzten Zeit zu sehen - oben mein schwarz-rotes Shirt zu meinem umgearbeiteten Bauchtanz-
Rock und zu der darüber gebundenen schwarzen "Spitzenschürze", die vor etwa drei Jahrzehnten
meine Freundin Brigitte für mich genäht hat. (So gekleidet habe ich meine Mutter im Heim
besucht.) Unten dasselbe Shirt zu meiner legeren Schlupfhose und einem meiner Häkel-
Jäckchen. (So war ich mit meinem Mann an einem feuchtkalten Tag im Baumarkt.)




Nun möchte ich euch noch sehr danken für all eure Kommentare zu meinem Juni-Rückblick
sowie dem 13. Kapitel meines Thailand-Reiseberichts, in dem ich euch u.a. unsere Aufnahmen
des spannenden Schienenmarktes gezeigt habe. Demnächst geht es aller Voraussicht nach mit
dem letzten Thailand-Kapitel weiter. Bis dahin...


Fotos: Frau Rostrose sowie Rostrosen-Tochter
...herzliche rostrosige Grüße
von eurer Traude

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,


PS:
(für alle, die sich näher fürs Fotofestival oder 
für die Slow-Fashion-Season-Challenge interessieren) 

📷
Im Jahr 2003 (oder 2004 - da sind sich Wikipedia und die Festival-Homepage nicht einig) rief  
Bürgermeister Jacques Rocher in seinem Dorf La Gacilly ein Fotofestival ins Leben, das dem Thema
 Mensch und Umwelt gewidmet ist. Jacques ist ein Sohn des 2009 verstorbenen Kosmetikherstellers 
Yves Rocher, der nicht nur als sozial denkender Unternehmer, sondern auch als Pionier in der 
Naturkosmetik und als Umweltschützer gilt; es scheint also schon familiär bedingt einen starken 
Bezug zu Natur und Umwelt zu geben.
Durch die Freundschaft zwischen Jacques Rocher und dem bekannten österreichischen Fotografen 
Lois Lammerhuber gelangte das Festival im Vorjahr von La Gacilly nach Baden bei Wien. Und
wurde zu einem riesengroßen Besucher-Erfolg!

📷 📷
Auszug aus dem Programm:  
Das Festival 2019 ist unserem Planeten Erde gewidmet. Mit zeitgenössischer Fotografie 
wird ihre einzigartige Schönheit ebenso beschrieben wie die Gefahren, die der Menschheit drohen.
 Zwischen Orbit und Mikrokosmos visualisieren 38 Ausstellungen unser Dasein mit einem Plädoyer
 für Frieden, Toleranz und Miteinander, getragen von humanistischer Gesinnung.

📷 📷 📷
Auszug aus dem Text über die Mikroskop-Bilder:
Durch die Präsentation in großen Formaten erinnern sie in seltsamer Weise an die Aufnahmen 
unseres Planeten, die der Astronaut Thomas Pesquet vom All aus gemacht hat.

Die erwähnten Weltraumaufnahmen der Erde befinden sich im Kurpark auf der rechten Seite
 - gegenüber von Walkers Bildern. Auch diese Blicke auf unseren Globus aus 400 Kilometern Höhe
sind interessant - und ihre Kernaussage zudem äußerst wichtig:
"Auf dem Boden haben wir den Eindruck, die Ressourcen unseres Planeten seien unerschöpflich. 
Von dort oben erkennen wir seine Endlichkeit.“ (T. Pesquet)


👗👗👗👗
Zur Slow-Fashion-Season-Challenge:
Ich habe beschlossen, dass ich bei der Challenge mitmache, über die 
Tina HIER erzählt hat. Als ich davon las, war der Anmeldeschluss bereits vorbei, aber man kann ja 
auch inoffiziell dabei sein. Denn: "Die Modebranche ist für den enormen Wasserverbrauch (32 
Millionen Schwimmbäder in Olympiagröße pro Jahr) und die CO2-Emissionen (8% der weltweiten 
Treibhausgasemissionen) verantwortlich."  

Es geht hier darum, drei Monate lang keine neuen Kleidungsstücke zu kaufen.
Das ist für manche sowieso kein Problem, für andere jedoch eine riesige Herausforderung, 
vor allem in Zeiten von interessanten Sales...
"Wenn 10.000 Menschen teilnehmen", heißt es auf der "COLLACTION"-Seite, "werden wir 
umgerechnet bis zu 300 Millionen Liter Wasser und 1 Million Kilogramm CO2-Emissionen 
einsparen." Das ist wahrlich eine beachtliche Menge! Erfreulicherweise haben sich weit mehr als
 10.000 Teilnehmer angemeldet - nämlich 14487! Und wie gesagt, man kann auch mitmachen, 
wenn man nicht angemeldet ist 😉...

Montag, 20. Juli 2020

Streifzug durch Bratislava - und eine Rückschau, die eine Vorschau ist...


Servus, Ihr Lieben, ...


... es ist mal wieder an der Zeit für ein rostrosiges Lebenszeichen, findet ihr nicht auch? Mein letzter Blogbeitrag, in dem ich euch über einen traumhaften Ausflug zu einem Naturreservat und drei Marchfeldschlössern erzählt und euch viele Fotos der Störche und Wildpferde von Marchegg gezeigt habe, ist immerhin schon rund drei Wochen alt! Ganz herzlichen Dank für die zahlreichen tollen Kommentare, die ihr mir dazu hinterlassen habt! 😊💙

Am 15. Juli 2020 unternahmen wir den nächsten Tagesausflug mit Brigitte und Peter. Der Trip führte uns zwar fast in dieselbe Gegend wie der Ausflug vom 23. Juni, aber dennoch in ein anderes Land. Denn im Juni hatten wir uns auf der österreichischen Uferseite der March herumgetrieben und vom Schloss Hof auf die slowakische Seite hinübergeschaut - diesmal machten wir es umgekehrt... und besuchten endlich die Hauptstadt der Slowakei -


Es ist schon erstaunlich, dass wir so lange gebraucht haben, dieser Stadt einen Besuch abzustatten - überhaupt, wenn man bedenkt, dass Bratislava nur 55 km von Wien entfernt liegt und dass Edi und ich schon seit Jahren davon sprechen, eine Schifffahrt auf der Donau von Wien in die so genannte "Zwillingsstadt" zu unternehmen. Immer kam etwas dazwischen. Und ausgerechnet jetzt, als aufgrund der Corona-Krise keine Ausflugsschiffe nach Pressburg fuhren *), schafften wir es endlich über die slowakische Grenze!

*) Laut dieser Seite wird der Twin City Liner jedoch ab 1. August 2020 wieder die beiden Hauptstädte miteinander verbinden.)


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Wie schon der vorige Ausflug, war auch dieser einer mit mehreren "Programmpunkten". Doch diesmal will ich euch in zwei Beiträgen darüber erzählen. Heute bekommt ihr die Fotos von unserem Spaziergang durch die Altstadt Bratislavas zu sehen, der eigentlich der Abschluss unseres slowakischen Tages war. Ich zäume das Pferd also (aus bestimmten Gründen, die sich gegen Ende meines Beitrags erklären werden) von hinten auf 😉😁.

Beim nächsten Mal werde ich euch über eine sehenswerte Burgruine in herrlich-grüner Umgebung und über ein wunderbares Naturerlebnis erzählen. Wenn ihr euch in der folgenden Collage die Himmelsbilder  anschaut, bekommt ihr einen winzigkleinen Vorgeschmack auf das erwähnte Naturerlebnis. Im nächsten Post werdet ihr die Vögel allerdings deutlich größer sehen können.

Außerdem zeigt sich, dass der Himmel an diesem Tag recht unterschiedliche Ansichten bot. Teilweise fast wolkenlos, teilweise ziemlich bewölkt. Aber an diesem Tag fiel immerhin kein Regen. Und das war schon ein beachtlicher Vorteil, den der 15. Juli 2020 im Vergleich zu den Tagen davor und danach zu bieten hatte. Denn der Juli hierzulande ist bisher ziemlich verregnet oder (im besten Fall) so unbeständig, wie es davor auch schon der Mai und der Juni gewesen sind... *)

*) Doch ich will nicht klagen, dass alles ist im Vergleich zu Sibirien, wo aufgrund der großen Trockenheit und Rekordtemperaturen derzeit wieder verheerende Waldbrände wüten, immer noch die Wetterlage, mit der die Natur besser umgehen kann...


Zurück zu unserem Ausflug: Die Architektur Bratislavas erinnert an die Wiens, was mit der gemeinsamen Geschichte zu tun hat. Das Riesenrad von Bratislava ist allerdings um einiges kleiner als das in Wien 😉. 


Interessiert flanierten wir durch schmale Gasserln und breite Straßen in Bratislava und betrachteten viele der sehenswerten Gebäude. Das bedeutet aber nicht, dass deswegen der Genuss zu kurz kommen musste: Weil's an diesem Tag so schön warm war, gönnten wir uns unterwegs ein Eis-Stanitzel. *)

*) Brigitte meinte, das Foto, auf dem ich gleich zwei Tüten halte, wäre ihr Lieblingsfoto des Tages. Ihr Untertitel dazu lautete "Soll ich dem Edi auch eines geben oder alle zwei essen?" 😉 Aber wie ihr auf dem Beweisfoto in der Reihe darunter seht, habe ich die zweite Waffel freundlicherweise an meinen lieben Mann abgegeben 😊


In der unteren Collage seht ihr das 1886 errichtete Gebäude des Slowakischen Nationaltheaters, auch als Opernhaus von Bratislava bekannt. (Mittlerweile gibt es ein neues Haus des Theaters am Donauufer, das 2007 eingeweiht wurde. Das alte Theater am Hviezdoslav-Platz wird aber parallel dazu weiterhin bespielt - es werden hier sowohl Opern und Ballett als auch Schauspiele geboten.)

Ganz in der Nähe befindet sich die Reduta - errichtet in den Jahren 1913 bis 1919 *) Unten seht ihr Details dieses Gebäudes, das durch aufwendige Fassadenverzierungen besticht. Es ist Hauptveranstaltungsort und Sitz der Slowakischen Philharmonie.

*) Die Bauarbeiten begannen im Jahr 1913, verzögerten sich aber wegen des Ersten Weltkrieges und wurden daher erst 1919 beendet.



Das Eisentor der Reduta könnte mein T in die neue Woche sein - aber vielleicht ist es auch der Torbogen in der folgenden Collage? Die Entscheidung liegt bei Nova, schließlich ist es ihr Linkup 😉 Vorerst macht sie zwar eine Blogpause, wie ich gerade gelesen habe, aber wir können unsere derzeitigen Posts nachträglich verlinken.


Das werde ich auch mit den zahlreichen Glockentürmen tun, die ich in Bratislava für Nova "gesammelt" habe:


Auf den folgenden Aufnahmen seht ihr den Martinsdom von Bratislava. Der Dom hatte von 1893 bis 1969 einen Nachbarn - einen sehr nahen Nachbarn sogar, wenn man sich die historische Fotografie ansieht, die auf einem Schild beim Holocaust-Denkmal neben der Kirche gezeigt wird: An die Kirche grenzte in jenen Jahren die Neologe Synagoge. *)

*) Unter dem Vorwand, Platz für die Neue Brücke und die Zufahrtsstraßen zu schaffen, wurde die Synagoge 1969 abgerissen, obwohl sie nicht auf der Trasse lag (Vermutungen zufolge aus antijüdischen Gründen der kommunistischen Regierung). Ihr könnt euch hier virtuelle Rekonstruktionen ansehen, die zeigen, wie schön dieses Gebäude war. Wir fanden es allesamt traurig, dass man so lieblos mit diesem Kulturschatz umgegangen war, der den Martinsdom optisch wunderbar ergänzt hatte.


Die beiden Schilder in der oberen Collage könnte ich bei Artis Schilderwald verlinken - es wird in diesem Posting jedoch noch weitere Schilder geben. Mal sehen, für welches ich mich letztendlich entscheide und ob ich nächste Woche rechtzeitig daran denke. Das Schild rechts jedenfalls weist auf die Öffnungszeiten des Pharmazeutischen Museums *) hin. Leider waren wir für einen Besuch an diesem Nachmittag schon zu spät dran, aber wir haben fest vor, Bratislava wieder zu besuchen und uns dann auch dieses Museum anzusehen. (Brigitte konnte einen kurzen Blick hinein erhaschen und meinte, das wirke sehr interessant.)

*) Es befindet sich in der ehemaligen Apotheke „Zum Roten Krebs“ im Erdgeschoss eines barocken Bürgerhauses. Die Ausstattung ist größtenteils im Originalzustand erhalten und wird durch Steingut-, Holz-, Porzellan- und Glasbecher für die Lagerung von Medikamenten und Fachliteratur des 16. – 20. Jahrhunderts ergänzt.



Zu unserer Überraschung entdeckten wir in der Altstadt von Bratislava auch eine großformatige Werbung für das 


(siehe oben rechts). Und damit bekomme ich eine wunderbare Überleitung zu meinem zweiten heutigen Thema geliefert. Denn erfreulicherweise kann das Fotofestival auch im Corona-Jahr 2020 (mit leichter Verspätung) wieder stattfinden - und zwar von 14. Juli bis 26. Oktober! Und weil mich dieses Festival so begeistert, möchte ich dafür hier gern ein bisserl Gratis-Werbung machen: Solltet ihr in die Nähe von Baden bei Wien kommen, dann nützt die Gelegenheit und seht euch zumindest einen Teil der Ausstellung an. (Die Aufsehen erregendsten Werke werden zumeist im Doblhoffpark gezeigt.)

Einige von euch werden sich vermutlich noch an meine Berichte über dieses beeindruckende Outdoor-Fotofestival erinnern können: Ich habe es mir in den Jahren 2018 und 2019 jeweils "in Raten" angesehen und euch in mehreren Blogbeiträgen darüber erzählt. 

Aufnahmen von 2019 in der Nähe des Beethovenhauses, das wir heuer im Februar besucht haben


Einen Fotofestival-Bericht aus dem Vorjahr bin ich euch jedoch schuldig geblieben, und zwar einfach, weil es zu viel anderes gab, über das ich schreiben wollte. Ich habe ihn verschoben und verschoben, und irgendwann passte er nicht mehr. Oder vielleicht habe ich auch einfach darauf vergessen. Vor kurzem gestaltete ich allerdings meine zwei Foto-Jahrbücher für das Jahr 2019 - und dabei kamen mir auch jene Fotos unter, die ihr noch nicht kennt. 

Witzigerweise stammen diese Fotos vom 15. Juli 2019 - ich habe sie also auf den Tag genau ein Jahr vor unserem Besuch in Bratislava aufgenommen. Wenn das kein Zeichen ist 😊! Und so bekommt ihr sie also heute zu sehen. Zunächst ein paar der fantasievollen, teilweise auch märchenhaft anmutenden Bilder, die in der Nähe des Grünen Marktes hingen:


Aufgrund unserer Reisen habe ich einen besonderen Bezug zu Afrika. Vielleicht haben mich die folgenden Bilder verschiedener Fotografen vor allem deshalb so sehr berührt. Vielleicht aber auch, weil sie einen Themenkreis behandeln, der mich schon lange beschäftigt: die Zerstörung von Natur - Lebensraum für Mensch und Tier - und Kultur aus Profitgier... bzw. zur Befriedigung des "Habenwollens" in den reichen Nationen der Erde.

So z.B. die Aufnahmen des italienischen Fotojournalisten Fausto Podavini, der sechs Jahre lang die Auswirkungen eines Staudammprojektes im Süden Äthiopiens dokumentierte. Seine Fotoserie heißt nicht umsonst "Das Ende einer Welt": Das Tal der Omo gehört seit 1980 zum UNESCO-Weltkulturerbe - doch durch den Bau des Staudammes Gilgel Gibe III wurde dieses Heiligtum der Natur nachhaltig gestört! Nach Fertigstellung des Dammes hat die Äthiopische Regierung das Land, das ehemals in Stammesbesitz war, an private Gesellschaften verpachtet, die dort Zucker- und Baumwollplantagen errichteten. Die Stämme wurden umgesiedelt. Über 100.000 Menschen sind direkt vom Bau des Staudamms betroffen.


Nur ein Teil des Stromes, der durch das neue Kraftwerk erzeugt wird, wird in Äthiopien verbraucht. Den Rest hat die Äthiopische Regierung zuvor schon an Nachbarländer verkauft.


Die Umgebung von Addis Abeba ist mit Baustellen übersät, an denen riesige Schilder prangen, die die chinesisch-äthiopische Partnerschaft feiern. Die Umwelt leidet unter dieser Entwicklung jedoch sehr. Und mit ihr auch die dort lebenden Menschen: Fisch beispielsweise, der für die am Turkana-See lebenden Stämme zu den Hauptnahrungsmitteln zählt, wird durch die rasante wirtschaftliche Entwicklung und den Klimawandel immer rarer, der See selbst droht zu verschwinden. Aus Armut und Perspektivelosigkeit werden die Menschen in Alkoholismus und Prostitution gedrängt.


Der Fotograf Brent Stirton zeigt in seiner Fotoserie "Die Wiedergeburt des Waldes" jedoch auch Bilder der Hoffnung. Denn in der Bevölkerung regt sich der Widerstand. Und mit Unterstützung von Green Ethiopia und der Fondation Yves Rocher betreiben sie die Aufforstung der Hügel und Berge des Landes. Seit 2009 wurden fast 20 Millionen neue Bäume gepflanzt, nachdem das Land in den 50 Jahren zuvor einen Großteil seiner Wälder verloren hat. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Wiederbelebung der Ökosysteme!


Stéphane Couturier fotogafierte im Lauf mehrerer Jahre in Algier die gewaltige Wohnanlage Climat de France. Sie sollte ursprünglich dazu beitragen, in dem vom Algerienkrieg zerrütteten Land Frieden zu schaffen. Im Lauf der Jahrzehnte jedoch hat sich die Anlage in ein übervölkertes Ghetto verwandelt. Ursprünglich war sie für 30.000 Bewohner konzipiert, heute drägen sich hier doppelt so viele Bewohner zusammen. Der Bau wurde von den Bewohnern auch verändert, neue Fensterlöcher wurden in die Wände geschlagen, die Polizei lässt sich hier kaum blicken, hier gelten eigene Regeln. Der Fotograf stellte aus Dutzenden Einzelaufnahmen ein einziges großes Bild der Aussenfassade zusammen:



Im Gutenbrunner Park war 2019 die Ausstellung "Amazonasklage" der brasilianischen Fotografin Claudia Andujar zu sehen. Anfang der 1980er-Jahre begleitete sie ein Ärzteteam, das das Volk der Yanomami untersuchte, impfte und Gesundheitspässe ausstellte. So kam sie mit diesen brasilianischen Ureinwohnern in Kontakt und konnte über einen Zeitraum von fast 30 Jahren deren Dasein dokumentieren. Auf den Schildern, die einige der Fotografien untermalten, erfuhr man auch als Betrachter etwas vom Leben und den Problemen in dieser fernen und uns unbekannten Welt.


Allein deshalb schon ist das Fotofestival La Gacilly-Baden einen Besuch wert - man wird mit Menschenschicksalen und -geschichten konfrontiert, die so anders sind als die unseren - der eigene Horizont erweitert sich und im besten Fall vergrößert sich auch das Verständnis und Mitgefühl.


Der Gutenbrunner Park ist aber auch aus einem anderen Grund ein besuchenswerter Ort: Hier gibt es nämlich einen öffentlichen essbaren Garten und eine Wiese, die die natürliche Vielfalt fördert:


Die Bilder, die ich am Ende meines Rundgangs durch die Freiluft-Ausstellung auf dem Weg zu meinem Wagen aufnahm, zeigen euch noch ein Stückerl der hübschen Stadt Baden. So viel also zu meiner Rückschau auf La Gacilly-Baden 2019, die zugleich eine Vorankündigung für künftige Beiträge zur 2020er Fotoausstellung ist. Und damit bin ich am Ende meines heutigen Beitrags angekommen.



Ich hoffe, es war abermals interessant für euch, mich zu begleiten - einerseits durch einen Teil der vorjährigen Ausstellungen im Rahmen des Festivals La Gacilly - Baden Photo, andererseits durch die Altstadt von Bratislava. Wie oben schon erwähnt, werde ich euch in meinem nächsten Blogbeitrag abermals nach Bratislava entführen,  dann allerdings nicht in den städtischen Bereich, sondern ins grüne Land rund um den Zusammenfluss von Donau und March. Ich hoffe, ihr werdet auch da wieder mit von der Partie sein!


Ganz herzliche rostrosige Grüße,
eure Traude



Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche,
Artis Schilderwald-Linkup, Heidis Aktion Himmelsblick
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,

Sonntag, 29. Juli 2018

Bunter Sommer 2018 - Gesundheit, Kultur, Katzen und Klamotten

Servus ihr Lieben! 
°º✿✿º°.•°✿✿º°.•°✿✿º°.•°✿✿º°.•°✿✿º°


Heute geht es mit Bildern vom heurigen Sommer weiter: Es hat sich nämlich wieder
einiges angesammelt, das ich euch zeigen und erzählen möchte. 

Beispielweise trieb ich mich während der vergangenen Wochen aus gesundheitlichen Gründen 
häufig in unserer Bezirkshauptstadt Baden bei Wien herum. Dort gibt es nicht nur einige Ärzte,
bei denen ich in Behandlung bin, sondern auch die Römertherme. Nachdem das Schwimmen und
Turnen im Heilwasser in Budapest sehr wohltuend war, habe ich beschlossen, mir eine
Monatskarte in der Badener Therme zu gönnen. 


Oben links und unten rechts: Die Statue des Fotografen und des Römer-Kopfes befinden sich vor dem Eingang zur 
Römertherme Baden. Die großen Fotografien sind Exponate des Badener Festival La Gacilly

  
Und so ging ich dort von Mitte Juni bis Mitte Juli zweimal die Woche zum Schwimmen, nahm auch
 an der Wassergymnastik teil und badete im Schwefel-Heilwasser. Leider ist das Bad erstens teuer
(und trotz ärztlicher Empfehlung gibt es Schwimmen nicht auf Krankenschein 😒) und hat zweitens
jetzt mal für die nächsten zwei Wochen geschlossen (Revisionssperre), aber ich denke, ich werde in
Zukunft dennoch häufiger schwimmen gehen, denn es hat unter anderem meinem lädierten Knie und
meinem Rücken deutlich gut getan. Und auch zur Fitness trägt zügiges Schwimmen natürlich bei!




Vor oder nach dem Schwimmen ergab es sich an manchen Tagen,
dass ich mir Teile einer sich durch ganz Baden ziehenden Fotoausstellung ansehen konnte. Ich
spreche hier vom Festival La Gacilly (Ausstellungsdauer: 8. Juni bis 30. September 2018).


 "Der öffentliche Raum wird zum Szenenbild für ein Gesamtkunstwerk, dessen Energie sich aus 
zwei Schwerpunkten nährt: Geografie und Umwelt. Zum einen rückt moderne Fotokunst ein Land 
oder einen Kontinent in den Fokus: Dieses Jahr erzählen vor allem Bilder aus afrikanischen
Portraitstudios von den Träumen der Menschen, die südlich der Sahara zu Hause sind. Zum anderen 

berichten Langzeit-Reportagen von den berührenden und überraschenden Beziehungen zwischen 
Mensch und Tier."

(Textauszug von HIER)


 


Die Fotostrecke mit den auffallend gekleideten afrikanischen Männern rechts unten könnte
den an Mode oder an Kuriositäten Interessierten unter euch besonders gefallen: Ich jedenfalls
finde sie spannend, hielt die Bilder allerdings auf den ersten Blick für originelle Werbeplakate
 für Männermode.

Dabei geht es auf diesen Fotos um die so genannten Sapeurs von Brazaville, auch bekannt als die
Dandys aus dem Kongo. Zitat: "Wer sich in Bacongo exklusiv kleidet, beweist allen, dass er, trotz 
aller Widrigkeiten, Herr seines Schicksals geblieben ist." Wenn ihr mehr über diese Bewegung
erfahren wollt, klickt z.B. HIER oder HIER.



Die Fotostrecke in der unteren Collage hingegen behandelt eindrucksvoll die Auswirkungen des
Klimawandels: Als der Fotograf Nyani Quarmane das kleine Dorf Totope in Ghana im Jahr 2004
erstmals besuchte, sprach noch niemand vom Anstieg der Meeresspiegel, von Erosion oder von der
Gefahr, vom Meer verschluckt zu werden. Als er sechs Jahre später wieder in die Region kam, stand
Totope komplett unter Wasser. Einer der Alten aus dem Dorf kommentierte das mit den erschütternden
Worten "Früher war das Meer fünf Kilometer weit entfernt". Die Menschen, die ohnehin zu den
Ärmsten der Armen gehören, sind gezwungen ihre Häuser zu verlassen und bei ebenso armen
Verwandten, die etwas weiter vom Meer entfernt wohnen, Unterschlupf zu suchen.

"Mag es dem 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten noch so sehr missfallen" heißt es dazu
auf der Infotafel, "der Klimawandel ist Wirklichkeit."






Eine Ausstellung mit Botschaft also und mit der Möglichkeit, in fremde Welten einzutauchen und
Neues, Unbekanntes kennenzulernen, ohne selbst dabei an all diese Orte reisen zu müssen. Manche 
der Fotostrecken sind sehr kunstvoll und ästhetisch, andere nachdenklich machend, manche schrecklich:
Am Beginn einiger Fotostrecken hängen Warnungen an Eltern, dass Aufnahmen mit sehr emotionalem
Inhalt gezeigt werden. Es geht in diesen Bildern überwiegend um Wilderei. Die Eltern mögen entscheiden,
ob sie diese Fotos ihren Kindern zumuten wollen...

Keine Angst, ich werde diese Bilder hier nicht zeigen. Nachdem ich im Park zwei
Fotostrecken mit von Wilderern getöteten Gorillas, Elefanten und Nashörnern gesehen hatte, war
klar, dass ich - obwohl längst kein Kind mehr - zu sensibel für solche Aufnahmen bin. Ich weiß,
dass diese Dinge passieren und ich engagiere mich dafür, dass sie nicht passieren. Aber ich
möchte nicht von Albtraumbildern verfolgt werden. Ich leide darunter - und kann dennoch
nicht mehr dagegen unternehmen, als ich ohnehin schon tue.


Manche der Fotografien sind so groß wie Hauswände, manche nicht größer als Bilder, die man an die Wohnzimmerwand 
hängen kann. Einige schwimmen im Teich des Doblhoffparks, einige tauchen an überraschenden Plätzen in der Stadt auf. 


 Doch es gab in dieser Bilderwelt auch das Foto vom Nashorn mit seinen Bodyguards (siehe oben)
- und das bedeutet: Eure und unsere Spenden an Tierschutz-Organisationen wie den WWF werden 
u.a. zur Ausbildung und Bezahlung von Rangern verwendet, um die vom Aussterben bedrohten Tiere 
zu schützen. Dies als kleiner Hoffnungsschimmer!

Meine Fotos von der Ausstellung entstanden an drei oder vier verschiedenen Tagen mit dem
Handy oder mit der kleinen Kamera; die Qualität ist also nicht in allen Fällen gut. Aber ich denke,
sie zeigen trotzdem, dass diese Ausstellung sehr viel Beeindruckendes zu bieten hat. Und ich habe
längst noch nicht alles gesehen. Vielleicht werde ich demnächst nochmal mit der großen Kamera
ausrücken und ein paar weitere Eindrücke vom Festival La Gacilly sammeln. Mal sehen, wie ich
dazukomme...


 


Der mit Spitze besetzte Maxirock aus Viskose-Jersey, der ansatzweise auf einigen der
Handyfotos zu sehen ist, ist neu. Auf den Fotos, die meine Tochter an einem der Schwimmbad-
Tage aufgenommen hat, hatte ich ihn mit meinem hellrosa Eiffelturm-Shirt kombiniert. In der
oberen Collage könnt ihr ihn euch mit einem anderen (alten) Top genauer anschauen. Diesem
Boho-Chic-Patchwork-Rock konnte ich nicht widerstehen, er hat in Sachen Farbe, Schnitt,
Optik, Bequemlichkeit und Kombinierbarkeit mit bereits in meinem Schrank vorhandenen
Oberteilen einfach zu viele Pluspunkte zu bieten.
 
Ja, ich weiß, ich bin meinen guten Vorsätzen abermals untreu geworden - und der Rock ist
nicht das einzige neue Kleidungsstück, das ich bei der Gelegenheit gekauft habe - denn das
dunkelblaue Maxikleid, das ich euch in den unteren Collagen zeige, ist mir in denselben
Einkaufskorb gehüpft:




Zu meiner Gewissensberuhigung ist das Kleid mit dem Good-Product-Siegel gekennzeichnet,
und das wiederum bedeutet in diesem Zusammenhang: Moderne Textilien aus ökologischen 
Materialien und Produkte, die soziale und nachhaltige Initiativen unterstützen.


Der kleine Bläuling hat's gut - er ist auch ohne Kleidung in wunderschönes Blau gehüllt (und trägt sogar ein Pelzchen!)!


Das Kleid in Marineblau-Bordeaux-Tönen lässt sich - wie der Rock - gut mit Stücken aus
meinem Fundus ergänzen, hier z.B. mit gelbem Gürtel, gelber Kette und gelbem Tuch, um noch
einmal zu Marens Monatsfarbe für den Juli zu passen.


Seht ihr die kleine Sonnenblume hinter mir? Von all den Sonnenblumenkernen, die ich eingesetzt habe, wurde nur aus 
einem eine blühende Blume. Ihr bekommmt sie weiter unten noch näher zu sehen.


Glücklicherweise befindet sich heuer direkt hinter unserem Grundstück ein ganzes
Sonnenblumen-Feld (siehe u.a. kleines Foto rechts in der unteren Collage). Und zum Glück sind
die Insekten in unserem Garten auch nicht auf das Gedeihen der heuer ausgesäten bienen- und
schmetterlingsfreundlichen Pflanzen angewiesen, denn da gedieh längst nicht alles. Ob es
an dem teilweise sehr heißen und trockenen Frühjahr*) liegt?

*) Der Sommer hier in Ost-Österreich ist jedenfalls nicht ganz so trocken, wie er es in Teilen Deutschlands ist, 
aber phasenweise trocken genug. Am vorletzten Juli-Wochenende hatten wir ausgeprägten Regen inklusive Gewitter, 
Hagel und Sturm. Und auch an den Tagen davor und danach gab's ein sehr wechselhaftes Wetter. JETZT ist es 
allerdings wieder heiß...


 


Vermutlich habt ihr für heute schon genug gesehen, aber ein paar Katzenbilder "müssen" noch
sein: Sie warten schon eine Weile in meinem Fotoarchiv - und es gibt dazu außerdem etwas zu
erzählen... Im Mirabellen-Posting schrieb ich bereits, dass wir mit unserem Kater Maxwell zuletzt
zweimal zum Tierarzt mussten, weil ihn irgend ein Vieh knapp unter seinem Hals gebissen hatte.
Nach zwei Antibiotikaspritzen ging es ihm besser - jedenfalls zunächst!


In der folgenden Collage könnt ihr rechts die kahle Stelle unterhalb von Maxwells
Hals sehen. Selbst wenn Mäxi und Nina nicht gerade die besten Freunde sind und es auch auf den
unten eingefügten Fotos der beiden nach Zoff aussieht, glauben wir nicht, dass Nina ihm diese
Bisswunde zugefügt hat. Sie faucht ihn zwar an und schlägt nach ihm, hat aber dabei nie die Krallen
heraußen - manchmal denken wir uns, das ist alles nur ein Spiel zwischen den beiden. Der Tierarzt
meinte jedenfalls, dass der Biss vermutlich von einem anderen Kater oder einem Marder
kommen könnte.




Gast-Kater Austria, der leider nicht mehr aufgetaucht ist, seit ich euch Anfang Juni
 HIER von seinem Verschwinden erzählte, hat sich auch niemals ernsthaft mit Maxwell angelegt.
Doch es gibt einen Kater in unserer Gegend, den wir zu Beginn auf den ersten Blick sogar mit Mäx
verwechselten, weil er ebenfalls ein "Roter" ist. Allerdings ist dieser fremde Kater dunkler und
kurzbeiniger als Mawell. Und natürlich nicht annähernd so hübsch und lieb!

Diesen Kerl haben wir in Verdacht, für Maxwells erste Verletzung verantwortich zu sein und
auch noch ein zweites Mal zugeschlagen zu haben: Denn kurz nach der zweiten Antibiotikaspritze
sah Maxwells Kopf ganz verschwollen aus - wie der eines Boxers, der einen harten Schlag gegen die
Stirn bekommen hat.




Dann kam außerdem eine dicke, eitrig wirkende Flüssigkeit aus Mäxis Augen, und der
Tierarzt stellte fest, dass auch Maxwells Stirnbereich unter Eiter stand und dass er Fieber hatte
- möglicherweise weil ihn ein dominanter Kater in den Kopf gebissen hat! Unser roter Zwerg
bot einen wirklich kläglichen Anblick...

Zum Glück griffen die Medikamente gut bei ihm an - er brauchte abermals zwei Spritzen, und ein
bisserl mit Tier-Homöopathie half ich auch noch nach - jetzt sind die Haare an der kahlen Stelle
unter dem Hals wieder nachgewachsen und an der Stirn sieht man auch fast nichts mehr. Ich hoffe
allerdings sehr, dass Maxwell dem gefährlichen Viech in Zukunft in einem weiten Bogen aus dem
Weg geht!






 So ihr Lieben, das's war's wieder für heute!
Vielen Dank für eure Besuche und Kommentare bei meinem neuesten Thailand- Reiseberichts-
Kapitel! Und ich danke euch auch sehr für eure Verlinkungen zu meinem letzten ANL-Beitrag! Bis 
zum Abend des 1. August könnt ihr dort noch eure Postings rund um den Themenkreis  
Achtsamkeit +Nachhaltigkeit  + Lebensqualität = A New Life 
verlinken. Ich selbst verlinke diesen Beitrag wegen der Klimawandel- und Tierschutz-Botschaft
 der Fotoausstellung, wegen der Natur-Garten-Aufnahmen und meiner nachhaltigen Kleidung
ebenfalls dort.



°º✿✿º°.•°✿✿º°.•°✿✿º°.•°✿✿º°.•°✿✿º°
Herzliche Gße von eurer Traude
und kommt mir gut in den August!


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, Sunnys Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
der Gartenglück-Linkparty, bei Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB