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Montag, 15. Juli 2019

Lady in Red und Fotofestival La Gacilly in Baden

Salut & Servus, Ihr Lieben!



Europas größtes Fotofestival...
wird nicht etwa in Paris oder Wien abgehalten - auch nicht in London oder Rom oder einer anderen
Weltstadt. Stattdessen findet dieses Festival im französischen 4000-Seelen-Dorf La Gacilly (in der
Bretagne) und heuer zum zweiten Mal auch im niederösterreichischen Biedermeierstädtchen Baden
statt (also in meiner Bezirkshauptstadt, die rund 26.000 Einwohner hat)! Die Rede ist vom
Festival La Gacilly-Baden Photo. (Zusätzliche Infos findet ihr im PS 📷!)


 [Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]
 
Das Schwarzweiß-Bild, vor dem ich hier stehe, stammt von Emanuele Scorcelletti. Über die anderen Fotos und ihre 
SchöpferInnen könnt ihr weiter unten mehr lesen.


Ich habe das Festival im vergangenen Jahr besucht, war sehr angetan und habe euch darüber
 erzählt - klickt HIER, wenn ihr euch meine Berichte von 2018 ansehen möchtet. 

Und natürlich interessierten mich auch die Exponate des diesjährigen Festivals. Einige davon
habe ich inzwischen gesehen, einige noch nicht. An einem einzigen Tag kann ich nicht sämtliche
Bilder betrachten und geistig verarbeiten, aber ich komme immer wieder mal nach Baden und kann
mir die Ausstellung daher "stückerlweise" ansehen.

Das Thema, das sich heuer als roter Faden durch die einzelnen Ausstellungen zieht, lautet:
Hymne an die Erde
📷 📷




Einen Teil der Bilder sah ich noch im Juni, als ich mich mit meiner Tochter in der Nähe des 
Badener Kurparks traf. An diesem Tag war ich übrigens als "Lady in Red" unterwegs - also mit
meinem neuen roten Kleid. Ich entdeckte es quasi gleichzeitig mit meinem gelben Jumpsuit - ich
habe euch HIER darüber erzählt.

Und weil dieses Leinenkleid (im Gegensatz zu meinem neulich gezeigten "Orange-stichigen"
kirschtomaten-roten Kleid) das "richtige Rot" hat, also den satten "fleisch-tomatigen" Rotton 🍅,
in dem ich mir schon lange ein Kleid wünsche, wurde es gekauft und seither schon einige Male
von mir getragen. In der unteren Collage seht ihr es in drei verschiedenen Kombinationen:





Zurück zum Fotofestival und zum Badener Kurpark: Hier gibt es zwei einander gegenüber 
gestellte Foto-Serien. Die auf der linken Seite zeigt die spannenden Mikroskop-Bilder, die ihr in 
meinen Collagen Nr. 2 und Nr. 4 sehen könnt - fotografiert von Spike Walker. Jana und ich fanden, 
dass die Aufnahmen von Vanillin, Dopamin, Chinitin, Algenkolonien & Co. tolle Stoffmuster
oder abstrakte Wandgemälde abgeben würden. 
(Zusätzliche Infos - auch zur Serie auf der rechten Seite - findet ihr im PS  📷 📷 📷 !)





Am Ende dieser ersten 
Ausstellungs-Besuchsetappe abermals ein Blick auf das rote Kleid in den drei Trage-Variationen:
Links: Mit dem Rosengürtel, einem Einkaufskorb und einer roten Second-Hand-Tasche kombinierte 
ich das Kleid, als Edi und ich zum Bauernmarkt gingen. Mitte: Der grüne Gürtel vom Weltladen und 
die grünen Sandalen vom Umweltversand Waschb*r trug ich, als ich mit Jana in Baden war, um das
 Fotofestival zu besuchen. Rechts: ganz ohne Gürtel, aber mit grünem Seidentuch im Haar und 
Schmetterlingsbrosche kombinierte ich mein rotes Kleid an einem heißen Tag, als Edi und ich
 zuerst meine Mutter im Pflegeheim besuchten und dann unseren Wocheneinkauf erledigten.



Temperamentvolles Rot mag ich sehr - früher dachte ich, als Rothaarige könne ich feurige 
Rottöne nicht tragen, doch diese Ansicht habe ich längst abgelegt und trage, worauf ich Lust habe. 
Rot mit grün (oder grün mit rot) ist inzwischen sowieso meine allerbeste und -liebste "Energie-
Kombination". 

Aber nicht nur ich kleide mich gerne in rot!
Diverse Wanzen in unserem Garten beweisen recht deutlich, dass auch die Kombination von 
rot und schwarz sehr chic ist - sie wirkt zugleich elegant und auffallend:




Nachdem ich im vergangenen Jahr
einige Kleidungsstücke von weiß-schwarz auf rot-schwarz umgefärbt habe, kann ich bei
dieser Farbkombination mithalten. Zum Beispiel mit diesem Shirt, das früher mal so aussah
und meinem roten Maxirock. Die rote Second-Hand-Tasche habt ihr oben schon zusammen mit
 dem roten Leinenkleid gesehen - ich habe sie vor ein paar Wochen im Badener Henry-Laden des 
roten Kreuzes*) entdeckt. 


 


*) Außerdem kaufte ich dort eine rot-gemusterte und eine gelbe Bluse - beide ebenfalls Second Hand. Ich zeige sie euch 
ein andermal. Damit ist jetzt mal wieder Schluss mit Klamotten-Käufen. Ganz besonders mit dem Ankauf von neuen
 Kleidungsstücken wie dem roten Kleid und dem gelben Jumpsuit... Wenn euch interessiert warum, lest bitte im PS über
 die Slow-Fashion-Season-Challenge.
👗👗👗👗




Abgesehen von dem neuen roten Leinenkleid, das ich euch oben gezeigt habe, sind alle
Kleidungsstücke, die in meinem heutigen Post vorkommen, entweder alt oder sehr alt.

Das Kleid unten habe ich genau wie das Shirt oben von weiß-schwarz auf rot-schwarz
umgefärbt. Es sah früher so aus. Den Maxirock trage ich darunter, weil ich meine Kleider auf
 diese Weise gern "verlängere". Warum das so ist, habe ich u.a. hier erzählt. Und mal abgesehen
davon finde ich, dass Maxi-Röcke und -Kleider gut zu meinem Lebensgefühl passen. Die legeren
Zutaten wie der braune Leder-Flechtgürtel und das Fransen-Häckeljäckchen verleihen der
Kombination einen leichten "Boho-Touch".




So war ich gekleidet, als ich ein weiteres Mal nach Baden kam. Ich hatte einem Arzttermin und
beschloss, anschließend die Gelegenheit zu nützen und ein paar weitere Bilder des La Gacilly-
Fotofestivals anzusehen.  




Diesmal wollte ich vor allem die Exponate im Doblhoffpark sehen - denn schon im
vergangenen Jahr haben mich die großformatigen Fotografien in der wunderschönen
Gartenkulisse ganz besonders beeindruckt.




Immerhin befindet sich in diesem Park das Rosarium - Österreichs größter Rosengarten mit
30.000 Rosenstöcken in 800 Rosensorten. Allein der Duft ist an manchen Stellen schon
überwältigend! Dazu kommt alter Baumbestand und schöne Architektur. In der folgenden
Collage seht ihr z.B. das im Park gelegene Schloss Weikersdorf, das heute ein Spa-Hotel ist.

Das Schloss bietet einen wunderbaren Hintergrund für die märchenhaft anmutenden Bilder des
österreichisch-amerikanischen Künstlerduos Sarah Cooper und Nina Gorfer.




Die Fotografien wirken zum Teil wie altmeisterliche Gemälde oder Malereien aus Klimts Atelier.
 Ihre Ästhetik spricht mich sehr an - ich liebe schon seit meiner Kindheit einen Stil, der einerseits
klare Konturen, andererseits fantasievolle, Rätsel aufgebende Verspieltheit bietet. Eine Bildsprache
wie diese ist demnach für mich ganz besonders faszinierend und ich kann mich in die Szenen
hineinträumen. In dieser Bildergalerie könnt ihr euch ein paar weitere Werke von Cooper/Gorfer
ansehen, die mir sehr gefallen.




Mit einer der Gärtnerinnen, die sich im Park um Verblühtes kümmerten, kam ich ins Gespräch,
weil sie glaubte, dass sie mir in ein Foto gelaufen war. Mich interessierte, ob die Frau, die Tag für
Tag in diesem Park arbeitet, mit den ausgestellten Fotografien ebenfalls etwas anfangen kann,
deshalb fragte ich sie, ob die Bilder im Park ihr Fall wären.




Sie meinte zögernd, manche schon, eines ganz besonders, denn darauf wäre ein Mädchen mit einer
Katze zu sehen und sie selbst würde Katzen und überhaupt Tiere sehr lieben. In der Folge plauderten
wir über unsere Katzen - ich denke, das Thema Fotografie interessierte die Gärtnerin nicht allzu
sehr 😉. Ihr Lieblingsbild seht ihr jedenfalls in der folgenden Collage links:




Für mich erzählen die Fotogemälde von Nina Gorfer und Sarah Cooper unter anderem auch
über die Verschmelzung der dargestellten Frauen mit der Natur oder über die Beziehung mit
ihrer Umgebung (und mit den Stoffen, in die sie sich hüllen). Manche Frau, manches Mädchen,
scheint eins zu werden mit der Landschaft rundum - oder ihre unumschränkte Herrscherin zu
sein.




Auch die Aufnahmen selbst - nicht nur von diesem Künstlerinnenduo, sondern ebenso von
den anderen FotografInnen - schmiegen sich in die Natur des Parks, mal als Kontrast, mal als ob
sie ein Teil von ihm wären - so zum Beispiel das schwarzweiße Bild der Baumwurzel und der
tanzenden Frauenfüße unter der riesigen alten Platane *).

Den Schöpfer der eindrucksvollen Schwarzweißaufnahmen ist der aus Russland stammende
Fotograf Emil Gataullin. Seine Bilder berühren mich auf eigentümliche Weise - sie wirken, als
wären sie vor fünfzig Jahren entstanden, poetisch, leise und verzaubert - und doch
zeigen sie das ländliche Russland von heute, wie man es hierzulande kaum kennt.


*) Diese einmalige Ahornblättrige Platane, deren Stammumfang 7 Meter beträgt, habe ich euch HIER unter 
Punkt 4 genauer vorgestellt.



Das Bild der Frau mit ihrem kleinen Sohn auf einem weißen Pferd (oben) stammt von
Laetitia Vancon, die zwei Jahre lang auf den Äußeren Hebriden junge Menschen fotografisch
begleitete und dabei die Frage stellte, welche Lebensperspektiven es heute auf einer einsamen Insel
geben kann. Ihre Fotos erzählen Schicksalsgeschichten: Die Frau mit dem Pferd beispielsweise
 wurde vom Vater ihres Kindes verlassen, als sie die Diagnose Multiple Sklerose erhielt...





Es gibt im Doblhoffpark noch zahlreiche weitere Serien, die von der Natur oder von Interaktion
der Menschen mit der Natur und von den Folgen erzählen. Im Teich des Parks schwimmen diesmal
beispielsweise Aufnahmen mit dem Titel Ice von Philippe Bourseiller, die die Erderwärmung und
das Abschmelzen der Gletscher thematisieren; die Serie Landschaften lesen von Olaf Otto Becker
entstand in den Urwäldern Indonesiens und Malaysias und zeigt die Natur in drei verschiedenen
Stadien: in intaktem Zustand, im Zustand der Zerstörung sowie in Gestalt künstlicher Nachahmung.


Oben Brandrodung, links künstliche Nachahmung der Natur - die "Supertrees" in Singapurs Gardens by the Bay.


Ich hoffe, all das regt die Menschen, die die Ausstellung sehen, zum Nachdenken an! HIER 
könnt ihr euch zu den einzelnen Fotografinnen und Fotografen des heurigen Festivals klicken und
euch ihren Zugang zur Fotografie und zum Thema "Hymne an die Erde" schildern lassen. Für mich
war es wieder einmal hochgradig spannend, durch die Bilderwelten und zugleich durch die Natur
des Parks zu spazieren, begleitet vom Duft der Rosen, von Vogelgezwitscher, von Wind... 
- ein ganz anderes Erlebnis als eine Ausstellung in einem Museum...






Vermutlich werde ich mir noch weitere Teile des Fotofestivals ansehen, es dauert ja noch bis
Ende September. Sollte jemand von euch in die Gegend von Baden kommen oder ohnehin nicht
allzu weit davon entfernt leben, kann ich euch einen Besuch nur empfehlen.




Zum Abschluss gibt es noch zwei zum heutigen Farbthema passende Alltags-Outfits
der letzten Zeit zu sehen - oben mein schwarz-rotes Shirt zu meinem umgearbeiteten Bauchtanz-
Rock und zu der darüber gebundenen schwarzen "Spitzenschürze", die vor etwa drei Jahrzehnten
meine Freundin Brigitte für mich genäht hat. (So gekleidet habe ich meine Mutter im Heim
besucht.) Unten dasselbe Shirt zu meiner legeren Schlupfhose und einem meiner Häkel-
Jäckchen. (So war ich mit meinem Mann an einem feuchtkalten Tag im Baumarkt.)




Nun möchte ich euch noch sehr danken für all eure Kommentare zu meinem Juni-Rückblick
sowie dem 13. Kapitel meines Thailand-Reiseberichts, in dem ich euch u.a. unsere Aufnahmen
des spannenden Schienenmarktes gezeigt habe. Demnächst geht es aller Voraussicht nach mit
dem letzten Thailand-Kapitel weiter. Bis dahin...


Fotos: Frau Rostrose sowie Rostrosen-Tochter
...herzliche rostrosige Grüße
von eurer Traude

Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
My week in colours von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,


PS:
(für alle, die sich näher fürs Fotofestival oder 
für die Slow-Fashion-Season-Challenge interessieren) 

📷
Im Jahr 2003 (oder 2004 - da sind sich Wikipedia und die Festival-Homepage nicht einig) rief  
Bürgermeister Jacques Rocher in seinem Dorf La Gacilly ein Fotofestival ins Leben, das dem Thema
 Mensch und Umwelt gewidmet ist. Jacques ist ein Sohn des 2009 verstorbenen Kosmetikherstellers 
Yves Rocher, der nicht nur als sozial denkender Unternehmer, sondern auch als Pionier in der 
Naturkosmetik und als Umweltschützer gilt; es scheint also schon familiär bedingt einen starken 
Bezug zu Natur und Umwelt zu geben.
Durch die Freundschaft zwischen Jacques Rocher und dem bekannten österreichischen Fotografen 
Lois Lammerhuber gelangte das Festival im Vorjahr von La Gacilly nach Baden bei Wien. Und
wurde zu einem riesengroßen Besucher-Erfolg!

📷 📷
Auszug aus dem Programm:  
Das Festival 2019 ist unserem Planeten Erde gewidmet. Mit zeitgenössischer Fotografie 
wird ihre einzigartige Schönheit ebenso beschrieben wie die Gefahren, die der Menschheit drohen.
 Zwischen Orbit und Mikrokosmos visualisieren 38 Ausstellungen unser Dasein mit einem Plädoyer
 für Frieden, Toleranz und Miteinander, getragen von humanistischer Gesinnung.

📷 📷 📷
Auszug aus dem Text über die Mikroskop-Bilder:
Durch die Präsentation in großen Formaten erinnern sie in seltsamer Weise an die Aufnahmen 
unseres Planeten, die der Astronaut Thomas Pesquet vom All aus gemacht hat.

Die erwähnten Weltraumaufnahmen der Erde befinden sich im Kurpark auf der rechten Seite
 - gegenüber von Walkers Bildern. Auch diese Blicke auf unseren Globus aus 400 Kilometern Höhe
sind interessant - und ihre Kernaussage zudem äußerst wichtig:
"Auf dem Boden haben wir den Eindruck, die Ressourcen unseres Planeten seien unerschöpflich. 
Von dort oben erkennen wir seine Endlichkeit.“ (T. Pesquet)


👗👗👗👗
Zur Slow-Fashion-Season-Challenge:
Ich habe beschlossen, dass ich bei der Challenge mitmache, über die 
Tina HIER erzählt hat. Als ich davon las, war der Anmeldeschluss bereits vorbei, aber man kann ja 
auch inoffiziell dabei sein. Denn: "Die Modebranche ist für den enormen Wasserverbrauch (32 
Millionen Schwimmbäder in Olympiagröße pro Jahr) und die CO2-Emissionen (8% der weltweiten 
Treibhausgasemissionen) verantwortlich."  

Es geht hier darum, drei Monate lang keine neuen Kleidungsstücke zu kaufen.
Das ist für manche sowieso kein Problem, für andere jedoch eine riesige Herausforderung, 
vor allem in Zeiten von interessanten Sales...
"Wenn 10.000 Menschen teilnehmen", heißt es auf der "COLLACTION"-Seite, "werden wir 
umgerechnet bis zu 300 Millionen Liter Wasser und 1 Million Kilogramm CO2-Emissionen 
einsparen." Das ist wahrlich eine beachtliche Menge! Erfreulicherweise haben sich weit mehr als
 10.000 Teilnehmer angemeldet - nämlich 14487! Und wie gesagt, man kann auch mitmachen, 
wenn man nicht angemeldet ist 😉...

Donnerstag, 19. Juni 2014

Gartenzeiten, Sommerkleider, Unterröcke und noch mehr goldene Vergangenheit - Teil 1

♥♥♥♥ ☼☼☼ ♥♥✿✿✿✿♥♥ ☼☼☼ ♥♥♥♥ 
Servus, Ihr Lieben!
♥♥♥♥ ☼☼☼ ♥♥♥♥ ☼☼☼ ♥♥♥♥
 


Im Moment ist das Wetter ja oft sehr schön und daher lockt das Bloggen nicht gar zu sehr,  
umso mehr freue ich mich, dass dennoch viele von euch immer wieder bei mir vorbeikommen
und mir liebe Worte hinterlassen! Auch ich bin vielleicht nicht ganz so fleißig in Bloggetonien 
unterwegs wie in der kälteren Zeit, doch ich versuche, immer wieder mal bei euch reinzuschauen 
und ein paar Zeilen zu hinterlassen - ich hoffe, ihr habt Geduld mit mir, wenn es derzeit ein paar
Tage länger dauert als ihr's gewöhnt seid! Lasst euch auf jeden Fall herzlich drücken für eure 
Kommentare zu meinem vorigen Posting, in dem es unter anderem um unseren Besuch im Haus 
des Meeres und um meine höchstpersönliche "schwarz-goldene Vergangenheit" ging ! Ich hab 
mich sehr gefreut über alles, was ihr mir zu meinem Bild "Die Kometin", zu meinen Jugendfotos
und zu unseren Tier-Aufnahmen geschrieben habt!

Auch einige Fragen habt ihr mir zu diesem und zu meinem Ringelshirt- und Himbeer-Sammel-
Posting gestellt - und ich will mich gleich über deren Beantwortung stürzen . Auf die Fragestellung,
 ob ich jetzt noch male (oder warum ich jetzt nicht mehr male), kann ich euch eine Antwort geben, 
die gleich mehrere Bereiche mit erfasst: Derzeit interessiert es mich nicht, mit Pinsel und Farbe zu 
malen - es juckt mich nicht in den Fingern, ich habe keine Bilder im Kopf, die unbedingt gemalt 
werden möchten, wie es bei der Kometin der Fall war - was aber noch lange nicht heißt, dass ich "die 
Inspiration" verloren habe. Ich bediene mich nur anderer Techniken. Einerseits "male" ich mit der 
Kamera, andererseits ist der Garten für mich eine Art "Riesenleinwand", auf der ich mich nach Lust 
und Laune austoben kann. Malen ist für mich übrigens auch nicht nur "ein Bild gestalten" - malen 
war für mich immer gleich bedeutend mit "Geschichten erzählen". Und mein Geschichten-Erzähl-
Bedürfnis wird hier in der Bloggerwelt zur Genüge abgedeckt. Aber eines Tages habe ich vielleicht 
wieder Lust auf die "klassische" Methode, und dann gehe ich es einfach erneut an !


Frau Rostrose beim Rosenschneiden in einem braunen Baumwollkleid mit dem Gürtel,
den ihr von hier kennt und einem Unterrock aus Baumwolltüll, den ich hier gekauft habe.
Die Modeschmuck-Ketten, die ich dazu trage, sind Rosenholz-rosa, braun und goldfarben.


 Manche von euch meinten, wir hätten einen großen Garten. Es ist natürlich alles relativ, und als
wir uns auf die Suche nach einem Häuschen im Grünen machten, besichtigten wir auch weitaus
kleinere Grundstücke - aber so richtig "groß" ist der Rostrosengarten eigentlich nicht: Wir haben
eine Grundfläche von etwas unter 500 m², und da fallen die Flächen für unser Vorgarterl, den Auto- 
abstellplatz und das Haus von der Gartenfläche weg. Ich glaube aber, durch die vielen Bögen und 
"Nischen" wirkt unser Garten vielseitig, spannend und deshalb auch "größer" als er ist. 

Als wir hier 2002 einzogen, gab es nur eine 
rechteckige Grünfläche, eingerahmt links von Thujen, rechts von Laubbüschen, darin ein 
kleines, nierenförmiges Rosen- und Lavendelbeet - und ganz hinten war der Gemüsegarten (der 
einzige Bereich, bei dem das ursprüngliche Aussehen immer noch zu erkennen ist).

Ich hatte keine Ahnung vom Gärtnern, aber ich hatte eine Ahnung vom Gestalten
 und die Grundidee, wie wir den Garten anlegen könnten, kristallisierte sich sehr rasch
heraus. Hier seht ihr von der Terrasse aus eigentlich schon den Großteil unserer Grünfläche: 





Wir legten vor der Terrasse ein U-förmiges Beet an, in das der Lavendel und die unbekannte rote 
Rose  aus dem "nierenförmigen Beet" übersiedelt sind, weiters wächst hier ein Säulenapfelbaum, es
gibt eine Kräuterspirale mit viel Thymian, und es wachsen hier Efeu, rosa Nachtkerzen, Salbei, etc. 
Rechts davon rahmen Hortensien (in rosa und dann noch weiße Annabelle sowe Kletterhortensien)
unser "Grillplatzerl" ein. Zwei schwungvoll angelegte Beete führen von links und rechts zum 
Rosenbogen. Dahinter ist rechts der Pavillon und gleich daran anschließend ein superkleiner
Teich mit einer kleinen Hügellandschaft. Auf dem Hügel sitzt unser Buddha und ein kleiner Bach-
lauf hält das Wasser so halbwegs rein. Links davon hänge ich in der warmen Jahreszeit unsere 
Wäsche auf. (Ich hab die Wäschespinne für das Foto extra stehen lassen, damit ihr sie hinter dem 
Rosenbogen hervorlugen seht.) Hinter der Wäschespinne wachsen ein alter Apfel- und ein 
Birnenbaum. Und dahinter kommt dann der Gemüsegarten mit der Gerätehütte.

Fleißige Gärtner sind wir übrigens nicht - wir sind eher in die Kategorie "intellige Faule"
einzuordnen. Die größte Arbeit hatten wir beim Anlegen des Gartens - nun halten wir es so 
ähnlich wie unsere Katzen , die den Garten lieber zum Genießen und Herumlungern nützen 
und nicht zum Schuften ;o)





Um nun die Kurve zu kriegen zu den Themen, um die es im zweiten Teil dieses Postings gehen 
wird, zeige ich mich euch in einem selbst-bemalten Chasuble aus Seide vor unserem Gartenteich. 
Diese Langweste habe ich schon vor 20 Jahren gestaltet - mit goldfarbigen und schwarzen 
Konturen, was natürlich schon in der der weisen Voraussicht geschah, dass ich sie später mal im 
Rahmen von Ines' Monatsaktion für den Juni*) herzeigen kann ;o) 
*) Zur "Linkparty" geht's ganz unten.
 In meinem nächsten Posting werdet ihr außer diesem "Rostrosenwerk" noch ein
paar andere sehen - eines davon aus meiner definitiven "schwarz-goldenen Phase", das es sogar 
in ein richtiges Museum schaffte! Aber zurück zu meinem Seiden-Chasuble: Beim Schneidern 
dieses Stückes habe ich mir Hilfe geholt (denn selbst wenn der Schnitt noch so einfach ist - wer 
mich schon länger oder näher kennt, weiß auch: "Frau Rostrose kann nicht nähen" ;o)) 
Unter dieser Langweste trage ich ein Kleid, das sich Bianca vom Blog Kleidungs-Stück zu 
sehen wünschte: ein "kleines Schwarzes" oder LBD (Little Black Dress), wie es jetzt so hübsch 
neudeutsch heißt ;o))  Aber was es nun mit diesen beiden Kleidungsstücken auf sich hat und was
es sonst noch zu den in der Überschrift angesprochenen Themen zu sagen gibt, das werdet ihr 
in meinem nächsten Posting erfahren (vermutlich am Sonntag oder Montag).




Beim nächsten Mal erzähle ich euch auch, warum ich mich so kleide, wie ich mich kleide -
und was das alles mit meinen beiden Großmüttern zu tun hat ;o) Also, Ihr Lieben, ich hoffe, 
ihr kommt bald wieder nach Rostrosenhausen !

Fortsetzung folgt!

Bis dahin lasse ich euch liebste Küschelbüschel da und wünsche euch eine wunderschöne 
Sommersonnenwende !


♥♥♥♥ ☼☼☼ ♥♥✿✿✿✿♥♥ ☼☼☼ ♥♥♥♥

Herzlichst, eure Traude :o)
♥♥♥♥ ☼☼☼ ♥♥♥♥ ☼☼☼ ♥♥♥♥

Freitag, 7. März 2014

Frau Rostroses rosa Rosen

♥♥♥♥ ۩๑๑۩ ♥♥♥♥ ۩๑๑۩ ♥♥♥♥
Hello my dears!
May I invite you to see some of my pink roses? :o)
 


Nein, keine Sorge, ich werde jetzt nicht in englischer Sprache weiter schreiben - die Einleitung 
hat einen ganz bestimmten Grund, den ich euch am Ende meines heutigen Post verraten werde.
Für alle Nicht-Englischsprachigen heißt's hier auch heute:

Servus ihr Lieben! :o)

And all  English speakers I ask to use the translation button in my sidebar ... (There was a time
translated all my posts, but now unfortunately I can't manage it any more ... So sorry for that!!!)

Gleich zu Beginn möchte ich mich bei euch ganz herzlich für die lieben Zeilen zu meinem
"pinken Eislauf-Beitrag" und für euren Zuspruch in Sachen "pinkes Kindheitstrauma" bedanken 
:o)) Durch eure Kommentare bin ich jetzt schon ein bisschen nachdenklich geworden - hmmm, also
 vielleicht werdet ihr mich jetzt doch ab und zu mal in kräftigerem Pink erleben??? Mal sehen. Mit
 zarteren oder rotbraunstichigen Rosa-Tönen - von Rosenholz bis Rosé - habe ich auf jeden Fall 
geringere Probleme - und ganz besonders schön finde ich es in diesem Fall, wenn es sich um ein rosa 
Blütenmuster handelt, das mit grün kombiniert wird. Diese romantische Mischung gefällt mir auch
 bei Dekorationsobjekten besonders gut, und so zeige ich euch heute (neben Kleiderschrank-Inhalten)
 eine Auswahl an rosiger Deko aus dem Mädchenzimmer*) im Rostrosenhaus. 
*) Damit ihr alle durchblickt: Das "Mädchenzimmer" ist das ehemalige Kinderzimmer und gehört jetzt MIR. 
Auch wenn unsere Katzen anderer Meinung sind - klick ;o))




Aber nun zu meiner heutigen "Modestrecke"... Am Anfang war ein dunkelgrünes Kleid mit
rosa und weißen Röslein, das ich neulich auf einem Flohmarkt entdeckte. Die Verkäuferin erzählte
mir, dass es aus den USA stammt. Es ist eigentlich vom Schnitt her ein "Hängerchen", untailliert und
sehr bequem, aber in dieser Form nicht wirklich ideal für mich. Doch die Farbzusammenstellung und
der angenehm weiche Baumwollstoff gefielen mir sehr und ich erkannte ein gewisses Veränderungs-
 potential. Und so erstand ich es - um sage und schreibe 3 (drei!) Euro. In diesem Zusammenhang
möchte ich mich gleich mal bei Sabine und bei Zickimicki-Birgit bedanken, die mich mit ihren
immer so schicken Outfits von Flohmärkten und Sozialkaufhäusern überhaupt erst dazu motiviert
haben, dort wieder mal nach Kleidung zu stöbern (normalerweise stöberte ich schon lange nur mehr
 nach "Dekoteilchen" ;o)) Die beiden Ketten auf dem Kleiderbügel habe ich ebenfalls vom Flohmarkt
mitgebracht (insgesamt 5 Ketten zu 5 Euro :o))





Mit meinem breiten taupefarbigen Ledergürtel startete ich erste "Raffungsversuche" des Kleides.
Ich fand das Ergebnis durchaus tragbar - aber irgendwie fehlte mir noch das gewisse "Etwas". Für 
meinen Geschmack sollte der Gürtel breiter sein - mir schwebte etwas "Mieder-artiges" vor oder
 etwas wie ein japanischer Obi, der meine Taille richtig hübsch betont. 

Daher begab ich mich im Internet auf die Suche - und wurde schließlich im Dawanda-
Shop My Turn fündig! Auf dieser hochinteressanten Seite, wo es feinst bestickte Kreationen aus 
edlem Taft in vielen schönen Farben gibt (Armstulpen, Stiefelgamaschen, Schals etc.) entdeckte ich 
"meinen Traum-Corsagengürtel" - oder um genau zu sein, hätte ich gleich mehrere entdeckt, aber 
vorläufig erstand ich mal nur dieses eine schöne Exemplar - denn es schien mir besonders gut zu
meinem Kleid zu passen. Und ich finde: Das tut es auch! Ein einziges Problem gab es allerdings:
Auf der Rückseite ist der Gürtel mit hellrotem Taft gefüttert - mit einer Farbe also, die sich zwar im 
Rosenmuster wiederholt, beim Bindeband jedoch einen gar zu heftigen Farbunterschied zu den
Rottönen im Kleid darstellt. Also steckte ich das Band kurzerhand in den Gürtel hinein und
kaschierte (oder verzierte) die betreffende Stelle mit einem cremeweißen Stoff-Röslein. Auf einem
der unteren Bilder zeige ich euch übrigens meine "Kehrseite" ;o) - da könnt ihr sehen, wie der 
Gürtel hinten am Kleid aussieht (und ihr werdet feststellen, dass ein hübscher Rücken auch 
entzücken kann ;o)))




Weil er selbst ebenfalls eine schöne "Rückansicht" hat, kann man den Gürtel durchaus auch als
"Wende-Corsage"betrachten. Aber diese "rote Seite" meines neuen Zaubergürtels zeige ich
euch ein andermal - heute legen wir das Hauptaugenmerk auf seine rosenroten Eigenschaften.

Als ich ihn bestellte, hegte ich natürlich die Hoffnung, dass er mit mehreren meiner Kleider
harmoniert. Und diese Hoffnung hat sich erfüllt - hier seht ihr ihn zum Beispiel mit einem 
Tunikakleidchen, das aufgrund seines Paisleymusters in Bordeaux- und Rosé-Tönen auch
wieder zum Rosa-Thema - und somit zu Iris' Aktion Buntes 2014 - passt. Diesmal lasse ich
die hellroten Gürtelbänder verwegen hervorleuchten und kombiniere das Kleid daher mutig
mit meiner herrlich auffallenden roten Kette. (Und "mutig" ist hier für meine Begriffe auch
die Rocklänge - da ich nicht all zu gern Bein zeige, wird man mich selten so kurz geschürzt
sehen wie hier.)




 Wenn wir schon beim Thema "herrlich auffallend" sind, darf eines meiner Lieblingskleider
nicht fehlen! In seinem Muster kommt zwar kein Pink vor, aber in dem Kleid wiederholen sich
die Rot- und Grüntöne des Gürtels perfekt (und in der bunten Kette vom Flohmarkt übrigens
auch! Da musste ich mir dann die Fingernägel gleich rot und grün färben :o))





Bei der Gelegenheit fällt mir übrigens ein, dass mich sowohl Sunny als auch schon einige andere
im Lauf der Zeit gefragt haben, ob ich mich gern verkleide. Diese Frage kann ich nicht so eindeutig
mit ja oder nein beantworten. Fasching oder Halloween feiere ich eher nur in Ausnahmefällen (zwei
dieser Ausnahmen könnt ihr euch hier ansehen, wenn ihr wollt - Halloween in Las Vegas 2012
und Halloween bei uns daheim 2008) - aber ich spiele gern mit Stilen... auch an ganz normalen
Alltagen. Natürlich nicht an jedem Tag, zuweilen hab ich nämlich nicht die geringste Lust, an
meine Klamotten einen Gedanken zu verschwenden. Aber in letzter Zeit hab ich daran recht
häufig große Freude, was zum Großteil Zickimickis Mixit und der Aktion Buntes 2014 zu
danken ist.



Ich hoffe übrigens, ihr alle habt den Fasching - ob er bei euch nun Fasnacht oder Karneval oder 
irgendwie anders heißt - gut hinter euch gebracht! Einer der Punkte meiner Highlights der letzten
Woche (die von Viktoria in der Aktion H54F gesammelt werden) hängt mit der eben erst zu Ende 
gegangenen "närrischen Zeit" zusammen - und gleichzeitig kann ich damit auch wieder 
einmal eine Frage beantworten, die mir einige von euch ab und an zwischendurch stellen - 
nämlich die Frage, wie es meiner Mutter derzeit geht: 
Ihr Gesundheitszustand selbst ist nun eigentlich nicht so sehr ein Grund zur Freude - inzwischen 
ist uns allen klar, dass sie ein Pflegefall bleiben wird - doch vergangenes Wochenende hatten sie 
ein kleines Faschingsfest in der Bettenstation ihres Heimes, und dabei entstand ein sehr nettes
Foto meiner Mutter im Rollstuhl - lächelnd und mit einem roten Bahnwärters-Käppi auf dem 
Kopf ... Dass es noch einmal ein so lebendig wirkendes Bild von ihr geben würde, hatten wir nicht
mehr erwartet. (Leider konnte sie sich einen Tag später nicht mehr an die Feier erinnern - 
aber das ist nun kein Thema für die "High Five"...) Als 2. Highlight wähle ich die Tatsache, dass
ich meine Tochter am vorigen Wochenende abermals getroffen habe - so oft kommt das, seit sie 
ihre eigene Wohnung hat, ja normalerweise sonst nicht mehr vor. Ebenfalls sehr schön, lustig und 
gemütlich war das Wochenend-Treffen mit lieben Leuten, die wir im Vorjahr bei unserer Kur 
kennengelernt haben (und weil ich weiß, dass sie öfter mal hier mitlesen, kommt jetzt ein 
"dickes Bussi" an sie alle !!!) Punkt vier ist meine Freude darüber, dass wir diese Woche im 
Büro von einem Stockwerk in ein anderes übersiedelt sind, was gewisse Arbeitsvorgänge in 
Zukunft erleichtern wird (außerdem ist der damit verbundene Baulärm nun nicht mehr solch ein
Problem) - und dass der Rosen-Gürtel zu meinen Highlights der letzten Tage zählt, haben euch 
ja bereits die obigen Fotos verraten ;o))

Und nun wird noch ein allerletztes Rätsel gelöst: Weshalb habe ich mein heutiges Posting
in englischer Sprache begonnen? Weil ich mich damit heute noch an einer vierten Aktion
beteilige - nämlich am Pink Saturday von Beverly / How sweet the Sound.
With this post I also participate in Pink Saturday -  

♥♥♥ ۩๑๑۩ ♥♥♥♥ ۩๑๑۩ ♥♥♥

http://puenktchenundviktoria.blogspot.de/2014/03/high-5-for-friday-3-1.htmlhttp://www.meyrose.de/2014/03/01/aktion-buntes-2014-der-maerz-wird-pink/


http://howsweetthesound.typepad.com/my_weblog/http://zickimicki.blogspot.co.at/


*****ღღღ♥♥♥♥♥ღღღ***** 

♥♥♥♥ Alles Liebe ♥♥♥♥ 
von der Traude


PS: Und für alle Reisefreunde: Demnächst geht es weiter mit meinem Indien-Reisebericht!