Donnerstag, 24. März 2022

Italien-Reisebericht - Perugia und Assisi (Umbrien)

HIER kommt ihr zum gesammelten Reisebericht Italien 2021.



Ciao ihr Lieben!

Vielen Dank für eure Besuche bei meinem Februar-März-Rückblick im vorigen Posting! Heute reisen wir mal wieder virtuell nach Italien. Schon in meinem vorigen Reiseberichts-Kapitel habe ich euch nach Umbrien entführt, und wie ich euren Kommentaren entnommen habe, gefiel es euch auf der Isola Maggiore im Trasimenischen See ebenso gut wie uns!

Der Tagesausflug vom 20. September 2021 war damit jedoch noch nicht beendet. Als nächstes wollten wir uns die Hauptstadt der Region Umbrien ansehen, die rund 167.000 Einwohner zählende Stadt

Sie ist nicht nur die größte Stadt Umbriens, sondern gilt auch als eine der schönsten. Die Geschichte Perugias ist äußerst wechselvoll - ihr könnt euch HIER einen Überblick verschaffen. 
 
Um ins historische Zentrum Perugias zu kommen, nahmen wir einen sehr interessanten Weg: Denn im Süden der Stadt kann man von der Piazza Partigiani aus über lange Rolltreppen durch die unterirdischen Gewölbe der Rocca Paolina fahren - eine Renaissancefestung, die 1540 von Papst Paolo III. Farnese in Auftrag gegeben wurde, um damit seine Macht zu demonstrieren.
 
Im sogenannten „Salzkrieg“ hatten sich die Peruginer geweigert, eine neue Salzsteuer zu akzeptieren, unterlagen dem Papst allerdings, und Papst Paolo III. handelte drastisch. Um diese Festung zu erbauen, wurde damals eine große Zahl etruskischer, römischer und mittelalterlicher Gebäude zerstört; die Steine der abgerissenen Häuser wurden für den Bau der Festung verwendet. Die ehemaligen Straßen des historischen Stadtzentrums wurden zu unterirdischen Gängen. 
 
Mehr als drei Jahrhunderte lang blieb Perugia dem Kirchenstaat unterworfen. Das geistige Leben erstarrte in den Akademien. Doch im 19. Jahrhundert wurde die verhasste Festung demontiert - woran man wieder einmal erkennt, dass jede Demonstration von Macht nur eine temporäre Angelegenheit ist. Niemandes Macht, und sei sie noch so brutal durchgesetzt, ist von Dauer. (Aber 300 Jahre der Unterdrückung sind leider eine lange Zeit...)
 
Die geheimnisvollen Tunnelwege blieben bestehen bzw. wurden renoviert; seit den 1980ern führen Rolltreppen durch die gewölbten Fundamente der Rocca Paolina. Die Tunnel werden seither für Ausstellungen und verschiedene Veranstaltungen genutzt; in einem der Räume sahen wir uns eine interessante Video-Installation an:


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Wie schon die toskanische Stadt Arezzo, über die ich euch HIER erzählt habe, wurde auch Perugia von den Etruskern gegründet, zählte zu den mächtigsten Städten des Etruskerreiches und gehörte dem sogenannten Zwölfstädtebund an. Von dieser Blütezeit zeugen heute noch imposante Bauwerke wie die etruskische Stadtmauer. Die ist wirklich beeindruckend, ihr werdet später einen kleinen Teil davon zu sehen bekommen.

Der Schriftsteller Henry James nannte Perugia die „kleine Stadt der unendlichen Ausblicke“ - und tatsächlich bietet sich von der auf einem 450 m hohen Hügel gelegenen Altstadt ein fantastischer Fernblick:

Der Blick zum Himmel bereitete uns an diesem Tag manchmal Sorgen - und einige, die die Bilder meines vorigen Reiseberichtskapitels gesehen haben, fragten mich, ob wir an diesem Tag noch nass wurden - aber wir hatten Glück und blieben trocken. Am Ende des Tages wurden wir noch dazu mit einem traumhaften Abendhimmel belohnt, ihr werdet sehen!

Das Herz von Perugia ist die Piazza IV Novembre, der Hauptplatz, der durch seine kantigen Gebäude eine etwas kühl wirkende Ausstrahlung besitzt. 

Auf dem Platz befindet sich eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, der reich mit Relifs verzierte rosa-weiße Marmorbrunnen Fontana Maggiore. Er wurde zwischen 1275 und 1278 von den damals führenden Bildhauern Italiens, dem Vater-Sohn-Gespann Nicola und Giovanni Pisano geschaffen. Dieses romanische Meisterwerk gilt vielen Peruginern als der schönste Brunnen der Welt. In jedem Fall ist er der wohl berühmteste aller mittelalterlichen Brunnen Italiens. Direkt daneben befindet sich der prachtvolle Palazzo dei Priori, über dessen Tor ein Löwe und ein Greif (das Stadtsymbol) die ganze Piazza überwachen. Im Inneren des Palozzos kann die Gemäldesammlung der Nationalgalerie Umbriens bewundert werden.

Auf der anderen Seite des Brunnens erheben sich die Stufen zur strengen gotischen Kathedrale, die dem heiligen Laurentius (San Lorenzo) geweiht ist. Sie war bei unserem Besuch allerdings eingerüstet bzw. mit Planen verhüllt. (HIER könnt ihr einen unverhüllten Blick darauf werfen.) Das hinderte uns jedoch nicht daran, einen Blick ins Innere des Doms von Perugia zu werfen:

Im übrigen flanierten wir durch die engen und teilweise sehr steilen Gassen Perugias, gönnten uns in einem der zahlreichen einladenden Lokale eine Pizza und begegneten auch dem einen oder anderen Vierbeiner. Der kleine Spitz wurde in einem Hundebuggy spazieren geführt und blickte uns von dort sehr freundlich entgegen, der andere Hund lief auf sehr selbständige Weise durch sein Viertel bzw. ruhte sich ab und zu aus, wenn ihm danach war. Er weiß aber offenbar immer, um welche Zeit er zu Hause sein soll, denn auf dem Gelenk der Vorderpfote trug er eine Armbanduhr 😁:

Ein Bauwerk, das wir unbedingt sehen wollten, ist der Arco Etrusco (der Etruskische Bogen), der auch als Etruskisches Tor oder Augustusbogen bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um ein zehn Meter hohes Stadttor aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. in der alten etruskischen Stadtmauer von Perugia (siehe Mitte der folgenden Collage). Das Stadttor wurde in der mächtigen Stadtmauer errichtet, um Angreifern aus dem Norden zu demonstrieren, dass der Weg nach Rom gut bewacht war. Die Aufbauten auf dem linken Turm stammen aus der Renaissance. Auch ein paar andere Tore habe ich für Novas T in die neue Woche fotografiert:

 Für Arti habe ich wieder ein paar Schilder mitgebracht:

 

Hier noch einige weitere Impressionen aus Perugia, die wir bei unserem Stadtbummel gesammelt haben:

Danach ging es unserem nächsten Ziel entgegen, denn nur etwa eine halbe Stunde von Perugia entfernt liegt die UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt

Der Ort wurde im Jahr 399 v. Chr. von den Römern kolonisiert und terrassenförmig auf einem Felsrücken des Monte Subasio ausgebaut. Hier könnt ihr schon einen Blick auf den grünen Hügel werfen:

In der folgenden Collage seht ihr links ein Foto, das ich aus dem fahrenden Auto aufgenommen habe, nachdem wir das Stadttor durchquert hatten. Die Gassen, durch die wir fuhren, waren zeitweise so eng, dass wir uns allesamt nicht vorstellen konnten, dass man hier überhaupt fahren darf (oder dass man hier nicht zumindest eine Sondergenehmigung für Anwohner brauchte). Doch da wir bis heute kein Strafticket bekommen haben, dürften wir tatsächlich auf legalen Straßen unterwegs gewesen sein.

Die verwinkelten Gassen und altertümlichen Bauwerke sämtlicher Epochen erzählen von einer langen Entstehungsgeschichte. Im Jahr 1181 oder 1182 wurde hier der bekannteste Sohn der Stadt als Giovanni Battista Bernardone geboren - besser bekannt ist er allerdings als Franziskus von Assisi, der in der römisch-katholischen Kirche als Heiliger verehrt wird. Er ist Begründer des Franziskanerordens, und seinetwegen ist die umbrische Kleinstadt ein bedeutender Wallfahrtsort. 

Nicht ganz so bekannt ist die Tatsache, dass hier (1193 oder 1194) auch Klara von Assisi geboren wurde; sie war die Gründerin des kontemplativen Ordens der Klarissen und eine ziemlich durchsetzungsbewußte Frau. Ihr seht oben den Glockenturm der Basilika Santa Chiara; diese Kirche und das danebenliegende Kloster wurden der heiligen Klara von Assisi geweiht.

Auch hier schlenderten wir einfach ohne besonderes Ziel durch die Gassen, warfen da und dort einen Blick in einen Laden oder eine kleinere Kirche und erfreuten uns an dem Blumenschmuck, den es bei so vielen Fenstern zu sehen gab:

Wir gelangten ans westliche Ende der Stadt, wo zu Ehren des Heiligen Franz von Assisi die Basilika San Francesco erbaut wurde; hier befindet sich auch seine letzte Ruhestätte. Das Gotteshaus zählt zu den bedeutendsten in ganz Italien und führt viele Pilger nach Umbrien.

Blick in das Hauptschiff der Oberkirche mit dem berühmten Freskenzyklus, der (wahrscheinlich) von Giotto stammt.

Wir bekamen direkt gegenüber der (gut bewachten) Basilika einen wunderschönen Sitzplatz in der pflanzenumrankten Nische eines Ristorantes - und konnten von dort dem allmählichen Sinken der Sonne zusehen - erste Reihe fußfrei, quasi. [Falls euch auf den Fotos auffällt, dass ich hier einen anderen Sonnenhut trage als zuvor: Mein breitkrempiger Hut hatte leider Auflösungstendenzen gezeigt, deshalb habe ich mir in Perugia bei einem Straßenhändler dieses schmalkrempige Hütchen gekauft.]

In den folgenden beiden Collagen seht ihr noch weitere Himmelsstimmungsbilder - Sonnenuntergänge an wolkigen Tagen sind um ein vielfaches interessanter als an wolkenlosen Tagen, und so konnten wir uns kaum sattsehen. Selbst bei der Rückfahrt zu unserem Urlaubsquartier fotografierten wir noch aus dem Auto den leuchtenden orangen Himmel. Hier nur ein paar Beispiele von vielen:


 

Und so ging ein weiterer interessanter und schöner Tag zu Ende. Ich hoffe, es hat euch wieder Freude bereitet, mit dabei gewesen zu sein! Der Urlaub war zum Glück noch längst nicht vorbei - und so werde ich euch demnächst von unseren weiteren italienischen Abenteuern berichten!

 

 Fotos von Brigitte, Edi und mir
Ciao & Arrivederci,

  T  r  a  u  d  e




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Mittwoch, 16. März 2022

Zeit für einen Rückblick auf den restlichen Februar und den halben März

Servus ihr Lieben!

Über einige unserer Unternehmungen im Februar habe ich euch in DIESEM Beitrag schon erzählt; wie wir unsere ersten Tage im März verbracht haben, wisst ihr aus meinem Posting Kleine Auszeit (mit Hindernissen) in Marienbad

Nun ist es an der Zeit, euch über meine bzw. unsere restlichen  Aktivitäten auf dem Laufenden zu halten - denn es war bei uns noch um einiges mehr los. (Schließlich sind wir immer noch auf der "Lärm-Flucht" 😉: Unsere neuen Nachbarn wollten eigentlich spätestens Ende März einziehen, doch die Renovierungsarbeiten werden sich nun bis in den Mai hinziehen 😞... Aber ganz so laut, wie es schon mal war, wird es angeblich nicht mehr werden...)

Dionysos Panorama Wanderweg:
Am 15. Februar trafen wir uns mit unseren Freunden Brigitte und Peter sowie einem weiteren befreundeten Paar - Gabi und Rudi - in Mistelbach. Zunächst ging es ins Café Harlekin, um dort zu Mittag zu essen, danach unternahmen wir eine kleine Wanderung auf dem Dionysos Panoramaweg. Wir gingen bei der Landwirtschaftlichen Fachschule los; dort gibt es einen Ausbildungs-Bauernhof, wo ich gleich in meinem Element war 😊🐓🐐🐔🐖.

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Unter anderem wächst bei der Schule eine beeindruckende Baum-Hasel (Corylus colurna) oder auch Byzantinische Hasel. Und natürlich begeisterten mich außerdem die Ziegen, die dort weideten.

 

Und wir alle hatten enorm viel Spaß mit der tollen Dionysos-Schaukel oben auf dem Hügel - wenn man sich so richtig hoch in die Lüfte schwingt, kann man über die Weingärten in die Landschaft schauen.

Und dieser Ausblick besitzt großen Charme - selbst der Dunst, in dem die Landschaft lag, wirkte noch reizvoll:

In Sachen Müllvermeidung / Mülltrennung war hier viel Engagement zu erkennen:

Auch darüber hinaus begegneten uns einige Schilder und Schriftzüge. Und wir stellten fest, dass wir einmal mehr auf dem Jakobsweg unterwegs waren:


Insgesamt gingen wir von der Fachschule in Mistelbach bis zur Waldschenke / Martinsklause (wo wir einkehrten) und retour 10.718 Schritte (7,5 km, 1 Stunde 50 Minuten Gehzeit). Auf dem Rückweg wurden wir mit einem mystischen Himmelsblick belohnt. Zum Schluss besuchten wir noch den Bio-Hofladen, der ebenfalls zur Landwirtschaftsschule gehört, und kauften hier einige gesunde Lebensmittel ein.

 

Rotkehlchen-Fotos, misslungen, aber "künstlerisch verändert":
Leider war das erste Rotkehlchen, das ich seit Jahren in unserem Garten beobachten konnte, so schnell wieder fort, dass mir nur zwei verschwommene Fotos durchs Fenster gelangen - aber nach ein paar Filter-Bearbeitungen sehen sie zumindest ein bisschen "kunstvoll" aus 😉:

 
Orth an der Donau:
Am 24. Februar unternahmen wir einen weiteren Ausflug - in derselben Besetzung wie oben beschrieben. Es ging mal wieder nach Orth an der Donau. Ich habe euch in DIESEM Blogbeitrag vom März 2021 schon mal über eine Schneeglöckchen-Bärlauchwanderung in dieser Gegend erzählt.
 
Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem Feld vorbei, auf dem offenbar ein Zirkus sein Winterlager aufgeschlagen hat:
 

Am Donau-Ufer beobachteten wir einen jungen Mann, der mit kurzer Hose (in Begleitung eines kleinen Hundes) ins eiskalte Wasser stieg, und fragten uns, ob er zum Verein "Verkühle-dich-täglich" gehört 😬. Wir erfuhren dass er für den Hund seines Freundes einen Ball geworfen hatte, der im Wasser gelandet und versunken war, und der arme Hund jammerte jetzt kläglich. Leider wurde der Ball aber weder von dem Mann noch vom Hund gefunden. (Ich nehme an, er wird einen neuen Ball bekommen 🐶...)

 

 Über uns kreiste ein schöner Rotmilan (Milvus milvus):


Unterwegs begegneten wir einem weiteren Hund - dem schönen weißen Schäferhund Merlin, der sich freundlicherweise für ein Shooting zur Verfügung stellte und bereitwillig kraulen ließ. Bei den Muscheln am Donau-Ufer handelt es sich um Asiatische Körbchenmuscheln. Die verschiedenen Arten der Gattung Corbicula kommen ursprünglich in manchen Gewässers Asiens, Afrikas und Australiens vor; durch Verschleppung gelangten sie im 20. Jahrhundert auch nach Europa und Amerika.

 

In der Collage oben seht ihr auch noch einen Schwan (ich nehme an, ein weiblicher Höckerschwan - Cygnus olor - lasse mich aber gern korrigieren), unten einen Kormoran (Phalacrocorax carbo), der nach Fischen jagte:

  
Unten seht ihr u.a. Gabi beim bodennahen Fotografieren von Schneeglöckchen (oder von Bärlauch? Oder anderen Pflanzen? Oder eines Insekts? - Gabi ist wie Brigitte eine wahre und begeisterte Natur-Expertin und ich kann von beiden immer wieder etwas Neues lernen!) In diesem Jahr ist der wilde Knoblauch extrem früh dran - ich kann mich nicht erinnern, je zuvor im Februar schon Bärlauch gesehen bzw. geerntet zu haben. Auch die Dirndln zeigten bereits Blüten:


Am Ende unserer Runde kamen wir in die Nähe des Restaurants Uferhaus. Schon im vorjährigen Blogbeitrag habe ich euch Schilder gezeigt, die der Restaurantbesitzer Georg Humer dort aufgestellt hat, weil er sich (genau wie ich) über achtlos in die Natur geworfenen Müll ärgert. Sein "Blechttrottel"-Denkmal finde ich nach wie vor unschlagbar genial. Inzwischen gibt es neue Schilder, die G. Humer zwar nicht selbst aufgestellt hat, die aber seinen Kampf um sorgsameren Umgang mit der Natur unterstützen.
 
Ein weiteres Schild hängt bei der "Überfuhrglocke" -  sie diente ab dem Jahr 1930 drei Jahrzehnte lang zum Rufen des Fährmannes. Die Fähre wurde einst von der Familie Humer betrieben.
 
 Den Spruch "Mül ist für die Natur schlimmer als Corona!" hätte ich allerdings irgendwie anders formuliert - vielleicht so:
"... schlimmer als Corona für uns Menschen"... Denn der Natur ist das Covid-Virus ziemlich egal. Es wurde und wird allerdings
 während der Pandemie noch mehr Plastikmüll produziert als zuvor...

Weil wir uns in Humers Uferhaus ohnehin eine kleine Pause und Jause gönnten, nützte ich die Gelegenheit und fragte bei der Kellnerin an, ob der Chef des Hauses (mit dem ich im Vorjahr schon einen netten Schriftverkehr geführt hatte) anwesend sei. Und so ergab es sich, dass ich Georg Humer diesmal persönlich kennenlernen konnte - er ist in natura genau so sympathisch, wie er's mir schon schriftlich gewesen ist. Liebe Grüße von hier ins Uferhaus! 😊👋

 
An der Hausfassade gibt es Markierungen, die anzeigen, wie hoch die Donau in manchen Hochwasserjahren stieg - im Restaurant selbst kann man sich Fotos davon ansehen - so z.B. von der Jahrhundertflut 2002, siehe Foto unten rechts. Das Hochwasser vom Juni 2013 war noch etwas höher. Die Covid-19-Maßnahmen der Regierung in den Jahren 2020 und 2021 trafen das Traditionslokal aber sogar noch um einiges stärker als all diese Fluten - wie man an den neben der Messlatte angebrachten Schildern sieht:

Unten seht ihr stimmungsvolle Fotos, die Brigitte von der Donau und der alten Schiffmühle im Abendlicht aufgenommen hat, sowie die blühende Winterduft-Heckenkirsche (Lonicera purpusii), die ihrem Namen alle Ehre macht - sie duftet wundervoll und ist zu dieser Jahreszeit eine begehrte Bienenweide.  

Ausflug nach Mödling: 
Am 26. Februar, einem Samstag, gab es wieder jede Menge Baustellen-Krach von nebenan. Also unternahmen Herr Rostrose und ich einen neuerlichen "Lärmflucht-Ausflug". Wir probierten erstmals den Mödlinger Rundweg Ruine Pfefferbüchsel - Schwarzer Turm - Burg Liechtenstein aus, waren aber mit der Wander-App, die Edi geladen hatte, und auch mit der Beschilderung nicht ganz zufrieden. Das Wetter war ebenfalls nicht perfekt - manchmal schien zwar die Sonne, aber dann gab es eisige Graupelschauer, dann wieder sanfteren Schneefall. Doch wir haben wieder etwas Neues kennengelernt, das wir uns bei freundlicheren Bedingungen gerne nochmals ansehen wollen.

 
Oma-Zeit:
Dann kamen schon unsere Tage in Marienbad (1. bis 5. März), über die ich euch HIER mehr erzählt habe, und am 6. März besuchten uns Tochterkind Jana, ihr Freund Michael und ihr Baby Jamie. Unten seht ihr ein Foto von unserem gemeinsamen Spaziergang an diesem Tag. (Die Blüten-Fotos von unserem Blühhügel habe ich noch vor unserem Marienbad-Kurzurlaub aufgenommen.)
 

 
Am 12. März gab es ein weiteres Treffen mit Janas kleiner Familie sowie mit einigen Familienmitgliedern Michaels und einem befreundeten Paar der beiden, denn es gab etwas zu feiern: Janas letzten Geburtstag mit einer 2 davor... Klein Jamie ist jetzt schon sehr interessiert bei all diesen Begegnungen dabei, er ist ein richtiger Sonnenschein - und ich nach wie vor eine ganz verliebte Oma 😍... Hier seht ihr mein Outfit beim Geburtstagstreffen - mal wieder der Öko-Bio-Strickrock von Waschb*r und mein Gov't-Mule-Bandshirt, unter dem ich wegen der niedrigen Temperaturen noch ein Langarmshirt trug:


 
Freudenbuch 1986 = Art-Journal 2022:
Ein neues Hobby nistet sich bei mir auch gerade ein! Vor einiger Zeit zeigte Frau Hummel in ihrem Blog ihr neu begonnenes Art.Journal, und auch auf anderen Seiten im Internet hatte ich schon sehr kunstvolle Beispiele gesehen. Aber ich dachte mir "Wann soll ich das denn noch machen, ich habe ja ohnehin schon  so viele Interessen?!" Also verzichtete ich darauf, mir ein für diese Zwecke brauchbares Buch zu kaufen. 
 
Als ich vor kurzem jedoch mein altes "Freudenbuch" ansah, überkam es mich - plötzlich und aus heiterem Himmel: Dieses Büchlein habe ich im Jahr 1986 begonnen und damals hauptsächlich Zeitungsartikel über beeindruckende KünstlerInnen wie Niki de Saint Phalle oder Colette Justine oder Fotos, die mich auf die eine oder andere Weise inspirierten, eingeklebt, später waren dann auch noch künstlerische Postkarten hinzugekommen.
 
Teilweise fand ich die Schnippsel mittlerweile gar nicht mehr soo besonders inspirierend bzw. konnte nicht mehr nachvollziehen, was ich seinerzeit so interessant daran gefunden hatte. Doch dann überfiel mich die Idee, aus diesen alten Ausschnitten etwas Neues zu gestalten, das mit meinem jetzigen Lebensgefühl mehr zu tun hat. 
 
Acrylfarben, Zeitschriften und zum Zerschneiden gekaufte Bücher vom Flohmarkt waren in meinem Fundus reichlich vorhanden. Und so begann ich loszulegen und hatte viel Freude daran. Hier seht ihr eine der  kürzlich gestalteten Seiten, unten ist das (langweilige) Vorher"-Foto - und rechts meine Hand nach dem Malen 😀. (Jana meinte dazu, sie würde nach dem Malen auch immer wie ein Kindergartenkind aussehen 😆.)

 

Bobbel-Häkelei:
In DIESEM Post vom 12. Februar erzählte ich euch über meine neueste Häkel-Arbeit: Ein Dreieckstuch mit Bobbelwolle (KLICK). Damals stand ich damit noch ganz am Anfang, mittlerweile arbeite ich an den letzten Reihen. Ich hatte allerdings recht mit meiner Behauptung, dass das Häkelmuster meine Fähigkeiten übersteigen würde. Vor allem das Zählmuster verstand ich nicht - es war für mich nicht logisch bzw. nicht ausreichend erklärt. Es gab einen Zeitpunkt, wo ich nicht mehr weiter wusste, und mich daher hilfesuchend an die für diese Zwecke im Häkelbuch (Bobbel Häkeln 3) genannte Mailadresse wandte. Bis zum heutigen Tag habe ich keine andere Antwort darauf erhalten als diese automatisierte Antwort vom 12. Februar:
Ihre Mail ist bei uns eingegangen. Wir werden sie so schnell wie möglich bearbeiten.
Bei einigen Anfragen müssen wir uns mit den Autoren in Verbindung setzten, dann kann es mit der Antwort länger dauern.
Hierfür bitten wir um Ihr Verständnis. 

Nun denn 😕. Nach einigen Tagen Bedenkzeit verzichtete ich darauf, noch länger zu warten. Ich beschloss, das Muster so zu häkeln, wie ich es mir vorstellen konnte. Und als ich schließlich feststellte, dass es dem abgebildeten Tuch nicht so ganz entsprach, kreierte ich ab da einfach mein eigenes Muster - basta! Bei einem Schultertuch hält sich die Gefahr, dass etwas nicht passt, schließlich in Grenzen, und hübsch finde ich es allemal:

 

So viel zu meine Rückblick auf unsere letzten paar Wochen. Demnächst wird es wohl wieder mit einem Italien-Reiseberichts-Kapitel weitergehen. Lasst es euch gut gehen!


Fotos: teilweise von Herrn und Frau Rostrose, 
bei den gemeinsamen Ausflügen mit unseren Freunden 
habe ich auch einige Fotos von Brigitte und Gabi eingefügt.
 
Auf bald und alles Liebe,
Traude

 

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PS: 


Hier habe ich noch eine wichtige Regenwald-Petion für euch: Die brasilianische Regierung hat ein Eisenbahnprojekt genehmigt, das eine fast 1000 km lange Schneise in den Amazonas-Regenwald schneidet.
Dieses Projekt, verletzt nicht nur die brasilianischen Rechtsvorschriften, es ist das Todesurteil für die uralten brasilianischen Wälder und die Heimat der indigenen Gemeinschaften
 
Doch wir können diesen Albtraum stoppen - bitte unterschreibt diese Petition an die Regierung und die zuständigen Behörden in Brasilien, die Europäische Union, öffentliche und private Unternehmen sowie weitere Investor*innen und Unterstützer*innen des Eisenbahnprojekts Ferrogrão:
 

https://d210i8t551lxm.cloudfront.net/images/contents/000/021/263/large/35073192954_c14fb1e40c_k-1.jpeg?1646827360

Donnerstag, 10. März 2022

Kleine Auszeit (mit Hindernissen) in Marienbad

Servus ihr Lieben!

Ich hoffe, ihr seid gut in den März gestartet! Edi und ich gönnten uns zum Märzbeginn ein paar Tage Wellness-Urlaub im Tschechischen Kurort Mariánské Lázně (im deutschsprachigen Raum allgemein unter dem Namen Marienbad bekannt). Auch einen Abstecher nach Karlovy Vary (zu deutsch Karlsbad) haben wir unternommen.

Ich möchte versuchen, mich halbwegs kurz zu halten (für meine Begriffe 😉) - falls ihr mehr über die wechselvolle Geschichte der beiden Kurorte im Westböhmischen Bäderdreieck wissen wollt, klickt bitte auf die eingefügten Links.

Auf der Hinreise legten wir einen Zwischenstop beim schönen Stausee Ottenstein ein:


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Ich hoffe, dass man auf dem Gehsteig beim Purzelkamp nicht hinpurzelt... 😉

 

Wir hatten auch einen Kurzbesuch bei Martin, einem Prager Kollegen Edis, eingeplant. Leider hatten wir auf dem Weg dorthin (11,6 km vor unserem Ziel) einen kleinen Unfall - der LKW auf dem Foto fuhr uns den Seitenspiegel kaputt und beging Fahrerflucht. Aus dem "kurzen Treffen" mit Martin wurde ein etwa zweistündiges gemeinsames Warten auf die Polizei bei Minusgraden. Wir waren heilfroh, dass sich Martin als Dolmetscher zur Verfügung stellte und dass ich geistesgegenwärtig den LKW fotografiert hatte. (Das KFZ-Kennzeichen war in der Vergrößerung lesbar.)

Der Fluss ist die Moldau.

Unser Hotel in Marienbad, gefunden über "Secret Escapes":

Bei dem gebuchten Paket waren ein paar Behandlungen, z.B. Massagen, dabei - und zum Glück auch Sauna, denn beim Warten auf die Polizei hatten wir uns beide erkältet. (Die Laune ließen wir uns dadurch aber auch nicht verderben. Unser Covidtest war übrigens negativ, es war also wirklich nur eine "normale" Verkühlung. Und die Sauna sowie Hühnersuppe halfen beim Gesundwerden.)

Das Hotel sah sehr stilvoll aus. Unser Zimmer war dafür winzig und unpraktisch 😉 Frühstück und Abendessen gab's im Hotel (Buffet).
 
Marienbad:
Von diesem schönen Ort habe ich vor Jahren in einem Blog Fotos gesehen, und seither wollte ich dort hin. Die Gebäude, die größtenteils um 1900 entstanden, sind einfach eine Pracht.

Die Maxim Gorki Kolonnade (Hauptkolonnade) ist eines der Wahrzeichen von Marienbad. Der Brunnen davor ist die "Singende Fontäne"; ihre Musik und das farbig beleuchtete Wasserspiel können leider erst ab Ende April bewundert werden:

 

Nennt mich kitschig - aber ich liebe den Stil der Kolonnade! Nein, nicht nur - ich liebe den Stil von ganz Marienbad!


Außerdem finde ich es schön, dass man hier binnen weniger Minuten von Edinburgh nach Milano, von Salzburg nach Paris, bis zum Pazifik und sogar zum Mars reisen kann...

 

Für Novas "T in die neue Woche" habe ich ein paar Marienbader Tore gesammelt:

  

Bei einem Hotel sahen wir, dass die tschechische Flagge mit jener der Ukraine verbunden worden war - offenbar eine Sympathiekundgebung mit dem von Putin überfallenen Land und seinen Menschen. Auch das fand ich schön. Solche Bekundungen sahen wir in der Folge noch weitere. 

In der unteren Collage seht ihr ein paar Schilder - u.a. ein besonders schön verziertes, das zum Denkmal des Carolus Reitenberger gehört, dem Begründer des Kurortes Marienbad. Das Kolonada-Schild und auch das schmucke Pärchen gehören zu einem Waffel-Laden: Die Marienbader Oblaten sind eine tschechische Spezialität seit 1856. (Und auch im Kurort Karlsbad haben Oblaten Tradition.) Edi bevorzugt Oblaten mit Vanille, ich die mit Haselnüssen oder Schokolade. 

Ein anderer Laden, der mein Interesse erweckte, war der mit den kunstvoll verzierten Schuhen und Taschen. Aber natürlich habe ich wieder nix gekauft, nur fotografiert 😊 Dafür haben wir uns an einem Tag im gemütlichen Lokal Česká Hospůdka ein Mittagessen gegönnt: Wir ließen uns die halbe Ente mit Knödel-Variationen auf zwei Tellern servieren - das war mehr als genug für uns. (Danach waren wir pappsatt - an den anderen Tagen aßen wir mittags lieber nur Suppe.) Das Pilsner Urquell mochte ich auch! 🍺

Viele der Häuser in Marienbad wurden liebevoll restauriert, aber nicht alle. Doch auch die maroden Bauten  besitzen eine gewisse heruntergekommene Schönheit:

Sehenswert fanden wir auch die Russisch-orthodoxe Kirche von Marienbad. Sie ist dem Heiligen Wladimir geweiht. Wir richteten ein Stoßgebet an den Heiligen - auf dass er seinen Namensvetter Wladimir Wladimirowitsch Putin zur Vernunft bringen und dessen Krieg mit dem anderen Namensvetter Wolodymyr Oleksandrowytsch Selenskyj (Russisch: Wladimir Alexandrowitsch Selenski) beenden möge. Nachdem ich mir in Wikipedia die Vita des Heiligen Wladimir durchgelesen habe, bin ich mir allerdings nicht mehr so sicher, ob dieser Mann der richtige Ansprechpartner im Zusammenhang mit friedlicher Konfliktbeilegung ist...

In jedem Fall wünsche ich den Ukrainern ein Großaufgebot an Schutzengeln und jeden himmlischen Beistand, der sonst noch zu bekommen ist.

Unten seht ihr mich neben einer Statue - es handelt sich um den österreichischen Kaiser Franz Josef I. (mal wieder 😉). Edi posierte neben der Statue von König Edward VII fürs Foto. (Die beiden Hoheiten waren hier Kurgäste, ebenso wie Goethe, Kafka, Zar Nikolaus II. und viele andere berühmthe Menschen.) Die Statuengruppe wurde geschaffen zum 110. Jahrestag des Treffens vom Kaiser Franz Joseph I. und König Edward VII.

Marienbad wird gern als eine Stadt im Park und ein Park in der Stadt bezeichnet; es gibt hier viele Möglichkeiten, in gepflegten Grünanlagen und kleinen Waldstücken spazieren zu gehen. Auch wir nützten das sonnige Wetter für mehrere Spaziergänge. Allerdings war es bitterkalt, weshalb an schattigen Plätzen noch Schnee lag und Edi sich meine Alpaka-Mütze auslieh. (Seine wärmende Kopfbedeckung hatte er vergessen 🥶.) Unter anderem kamen wir zu einem sehenswerten alten Friedhof mit vielen schmucken Grabsteinen. Der Teil mit den Gräbern gefallener Soldaten aus dem 2. Weltkrieg gibt zur Zeit ganz besonders zu denken...


 
Karlsbad:
An unserem vierten Urlaubstag hatten wir nur morgens einen Massagetermin, der restliche Tag war frei, also unternahmen wir einen Ausflug nach Karlovy Vary. Die Stadt ist viel größer als Marienbad, weniger "schnuckelig", aber auch hier gibt es viele sehenswerte Gebäude, gesunde Trinkbrunnen, schmucke Kolonnaden. Von den unzähligen Fotos, die ich in Karlsbad aufgenommen habe, will ich euch zumindest einen kleinen Auszug zeigen. 
 

Es gibt dort mehrere Verkaufsstände für Trinkbecher aus Porzellan - um aus den Quellen trinken zu können. 
Ich trank aus der hohlen Hand. Das Wasser war warm bis heiß und schmeckte sehr eisenhaltig.



Auf der Abdeckung des Brunnens beim Obelisken sahen wir weitere Bekundungen der Trauer und der Sympathie für die Ukraine und die Opfer dieses Krieges. Auch einem kleinen Hund mit Halsschleife in den Ukraine-Flaggenfarben begegneten wir auf unserem Streifzug (leider ohne Foto). 

Die Figur, die ihr neben dem Foto des Obelisken seht (links auf einem Schild und rechts als lebensgroße Puppe) stellt den "braven Soldaten Schwejk" dar (tschechisch: Švejk), den Hauptprotagonisten eines antimilitaristischen Schelmenromans von Jaroslav Hašek. (Ich kenne allerdings nur die Verfilmungen mit Heinz Rühmann und mit Fritz Muliar.) Ob auch der Umstand, dass die lebensgroße Puppe eine Uniform trägt und in einem Rollstuhl sitzt, ein Kommentar zum Krieg in der Ukraine ist, weiß ich leider nicht, aber es könnte sein. Entdeckt haben wir die Figur und das Schild jedenfalls vor einem Restaurant namens U Svejka, in dem wir uns eine von vielen Hühnersuppen dieses Kurzurlaubs gönnten. (Das Lokal ist nostalgisch und mit den ebenfalls sehr bekannten Schwejk-Illustrationen von Josef Ladas ausgestattet; die Suppe war gut 😊)

Karlsbad ist um einiges größer als Marienbad - und es gibt hier auch mehr Bausünden. Man mag von moderner Architektur halten, was man möchte, aber in einen Ort, der von schmucken historischen Gebäuden geprägt wird, lieblos riesige Betonklötze hineinzuklatschen, empfinde ich als Sakrileg. (Und solche Dinge passierten und passieren ja nicht nur im ehemaligen Ostblock.) Die größte Sünde, die uns in diesem Zusammenhang unterkam, war das Hotel Thermal aus den 1970ern. Ich musste laut auflachen, als ich auf der Website des Hotels die schmeichelhafte Bezeichnung "eine Perle des Brutalismus" las 😂 - man kann sich wirklich alles schönreden. (Wie ihr vielleicht noch von meiner Erwähnung der Wotrubakirche wisst (Klick zum Foto), wird die Bezeichnung Brutalismus vom französischen Begriff béton brut - roher Beton, Sichtbeton - abgeleitet.)

Viel erfreulicher als den Anblick des "brutalen" Gebäudes fand ich jedenfalls die Enten, die sich im und um den Fluss Teplá tummelten:

Und obwohl der Gedanke an Russland zur Zeit einen unangenehmen Beigeschmack mitbringt, kann ich mich immer wieder für den Anblick der Zwiebeltürme von russisch-orthodoxen Kirchen begeistern. Das war schon in St. Petersburg und Tallinn so, und auch die St. Peter und Paul-Kirche von Karlsbad gefiel uns sehr gut (auch von innen - doch hier durfte man nicht fotografieren).

 

Ebenfalls auffallend waren in Karlsbad die zahlreichen kunstvollen Graffiti und Murals, die mir größtenteils sehr gut gefielen:

Zum Schluss kommt noch ein kurzer Blick auf meine mitgebachte Kurzurlaubs-Garderobe. Die Fotos sind leider nicht sehr gut - wir haben sie vor einem farblich unpassenden Vorhang (bräunliches Orange) in unserem Zimmer gemacht, den ich deshalb in schwarzweiß zu konvertieren versucht habe. Aber ich denke, man kann erkennen, dass ich mich vor allem auf Grün-, Lila und Weinrot-Töne konzentriert habe. Ich hätte damit noch wochenlang weiter kombinieren können. (Und nein, mein Koffer war NICHT groß, ich habe meine Sachen wieder gerollt - wie HIER gezeigt.) Sämtliche Kleidungsstücke sind schrankgeshoppt und schon einige Jahre bei mir. Der schwarze Stepp-Mantel, den ihr oben gesehen habt, ist auch nicht neu, sondern hing längere Zeit unbeachtet in unserem Keller. Für diesen Urlaub habe ich ihn reaktiviert.


Das war's für heute, ihr Lieben - ich hoffe, ihr habt uns gerne auf unserem Kurztrip begleitet, der zwar nicht ganz ungetrübt, aber dennoch eine willkommene Ablenkung von der derzeit recht beunruhigenden Situation in Europa war. Hier und hier findet ihr noch ein paar weitere Infos über Sehenswertes in Marienbad.

 

Alles Liebe,

💗 eure   T  r  a  u  d  e 💗 




Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

beim Mosaic Monday, bei Close to the Ground - Jutta,  Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid