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Mittwoch, 6. April 2022

März-Rückblick: Bad Vöslau und mein Häkeltuch

Servus ihr Lieben!

 

Über den rostrosigen März 2022 hab ich euch hier im Blog schon so einiges berichtet. In meinem Beitrag Von Fischen, die Tomaten düngen ... erzählte ich euch über unsere Führung durch die nachhaltige "Aquaponik-Gärtnerei" blün - und vom Frühlingserwachen in den Blumengärten Hirschstetten. Und in meinem Beitrag Zeit für einen Rückblick auf den restlichen Februar und den halben März  schilderte ich euch, was sich in unserer ersten Märzhälfte getan hatte. Heute zeige ich euch, was bei uns in diesem März sonst noch los war. 

Mein selbstgehäkeltes 🌈Regenbogen-Tuch:
In meinem Rückblick bekamt ihr auch die Fortschritte meiner neuesten Häkelarbeit zu sehen - einem Dreieckstuch aus Bobbelwolle. (In meinem Blogbeitrag vom 12. Februar habe ich euch die Anfänge dieses Tuches gezeigt und erklärt, worum es sich bei Bobbelwolle handelt.) In der unteren Collage seht ihr rechts, wie ich das fertige Tuch in feuchtem Zustand auf meiner Gymnastikmatte gespannt habe, damit das Muster besser zur Geltung kommt. (Die Anleitung dazu fand ich auf youtube.)

 

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Unter anderem trieben wir uns im März mit unseren Freunden Brigitte und Peter sowie Gabi und Rudi in der schönen Kurstadt Bad Vöslau herum. Eine tolle Gelegenheit, um mein Tuch erstmals auszuführen.

Auch wenn das Tuch nicht zu 100 % der Anleitung entspricht (weil ich das Zählmuster nicht verstanden habe und deshalb etwas "schummeln" musste) bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis - was meint ihr?

Das ist nur eine der Tragevarianten - weiter unten werdet ihr noch mehr davon sehen.

Bad Vöslau liegt direkt am Wienerwald - und es gibt hier zahlreiche schöne Wanderwege. In meinen Blogbeiträgen habe ich euch z.B. schon mehrmals auf den Harzberg mitgenommen und euch die Rotnackenkangurus gezeigt, die in einem Gehege beim Schutzhaus leben (Klick zu allen meinen Harzberg-Beiträgen). Heute zeige ich euch u.a. die Wanderwege rund um die Helenenhöhe. Hier finden sich einige typische Trockenrasenpflanzen, wie die Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris), aber auch ganz klassische Frühlings-Waldrandblumen wie Veilchen.
 

Gabi ist eine wahre Insektenfreundin und geht auch vor einer winzigen, leicht zu übersehenden Raupe in die Knie, um sie zu fotografieren. Es handelt sich bei dem kleinen Pelzchen um die Raupe des Weißfleck-Widderchens (Amata phegea). Die Insekten- und Blütenfotos stammen bunt gemischt von Gabi, Brigitte und mir; fotografiert haben wir sie nicht nur im Wienerwald, sondern auch im Kurpark und diversen Gärten. So z.B. den Samen-Zapfen der Immergrünen Magnolie (Magnolia grandiflora) unten rechts, der sich getrocknet auch gut zum Basteln bzw. für Gestecke eignet.

Zwischendurch begegneten wir Wanderern mit einem "Kunststücke-Hund" 🐕- denn er lief die ganze Zeit (begeistert schwanzwedelnd) im Rückwärtsgang, während sein Frauchen vor ihm einen Stock in der Luft hielt. Das sah witzig aus 😁.

Von der Helenenhöhe hat man einen wundervollen Ausblick auf Bad Vöslau und die angrenzende Ortschaft Gainfarn, auf die Hohe Wand und den Schneeberg.

Capitulare Garten von Gainfarn:
Am Fuß des Wienerwalds befindet sich der Schlosspark Gainfarn mit dem sogenannten Capitulare Garten (der im März allerdings noch nicht viel zu bieten hat, daher nur Fotos von den Schildern): Im Jahr 2010 wurde die Anlage gemäß der „Capitulare 70"-Landgüterverordnung von Karl dem Großen aus dem Jahre 812 (!) revitalisiert. Diese historische Verordnung besagt, dass sämtliche darin angeführten Pflanzen in allen kaiserlichen Hofgütern angebaut werden sollen. 

Und so wachsen hier u.a. die Hauptnahrungsmittel des Frühmittelalters - Bohnen, Erbsen, Kohl, Mangold, Wurzelgemüse und Salat -, Bäume mit frischem Obst und Bäume mit Vorratsfrüchten, bekannte Heil- und Küchenkräuter, aber auch solche Raritäten wie Mauskraut, Siegwurz oder Donnerkraut. Der Name des zuletzt genannten Krautes hat mit dem Aberglauben der Menschen von damals zu tun:  

„Setze das Donnerkraut auf dein Hausdach und der Blitz wird nur beim Nachbarn einschlagen!" 

(😁 Pfui, gar nicht nett! 😉)

Noch mehr für den "Schilderwald":
Zurück im schönen Bad Vöslau entdeckten wir weitere Schilder, z.B. eines, das Autofahrer farbenfroh auf Schulkinder aufmerksam machen soll und eines, das über die Beziehung des bedeutenden österreichischen Dramatikers Arthur Schnitzler zu Bad Vöslau informiert, der sich hier von Kindheit an häufig aufhielt, weil sein Onkel zwei Villen in der Stadt besaß. Die Villa "Zur schönen Aussicht" hat aber mit Schnitzler nichts zu tun - HIER könnt ihr nachlesen, welche Berühmtheiten sie einst beherbergt hat.

Historische Wäscheschwemme und Schneckenreservat:
Ebenfalls durch Schilder erfuhren wir, was es mit dem in Stein gefassten Bach (oben links) auf sich hat. In früheren Jahren - nämlich noch bis in die 1960er Jahre! - war der Hansybach die Wäscheschwemme von Bad Vöslau: Generationen von Vöslauerinnen brachten nach dem (etwa einmal im Monat stattfindenden) Waschtag in Handwagen und Wäschekörben ihre gereinigte Wäsche hierher, um sie im Bach auszuspülen. Ich musste, als ich das las, an die Menschen in Indien denken, die diese Methode auch heute noch praktizieren (wie wir mehrmals gesehen haben - z.B. HIER). 

Der Hansybach hat aber noch eine weitere Bedeutung! Aufgrund seines warmen Thermalwassers beherbergt er einzigartige zoologische Raritäten - die Vöslauer Thermen-Kahnschnecke, die Vöslauer Thermen-Zwergquellschnecke (die weltweit nirgendwo sonst vorkommt) und die Thermen-Pechschnecke. Alle drei Schneckenarten stehen auf der  "Roten Liste" der vom Aussterben bedrohten Tierarten. Deshalb wurde der Bach zum Schneckenreservat erklärt.

Solidaritätsbaum im Schlosspark:
Unten seht ihr zum einen das Schloss von Bad Vöslau, das heute als Rathaus dient, zum anderen die 200jährige Riesenplatane (Platanus acerifolia), die nur einer von rund 400 Bäumen des Parks ist, aber zu den mächtigsten und auffälligsten gehört. Der Baum wird zur Zeit als Sympathebekundung für die Ukraine in den Flaggenfarben blau-gelb beleuchtet.

Italiener im Schloss:
Auf der Rückseite des Schlosses befindet sich ein sehr gutes italienisches Restaurant - Daldon - in dem wir uns ein genussvolles Abendessen gönnten. Natürlich wurden dabei auch ein paar Erinnerungen an unsere Italienreise wach.

Bad Vöslauer Abend-Ansichten: 
Ihr seht hier abermals die Riesenplatane, das lila beleuchtete Café Post und das nostalgische Thermalbad, in das ich euch in meinem Sommerfrische-Posting von 2018 schon mal virtuell mitgenommen habe:

Thermalbad und Trinkbrunnen:
Unten könnt ihr euch das Bad von außen bei Tageslicht ansehen. Die Fotos in der unteren Reihe zeigen den öffentlichen Trinkbrunnen bei der Therme, aus dem feinstes Vöslauer Mineralwasser rinnt, wieder zur Abendzeit.

- so lautet in diesem Monat das Motto der ü30Blogger & friends - und mitmachen können bei der Blogparade alljene, die Spaß an dem Thema haben (und über 30 Jahre alt sind - das schaffen wohl die meisten meiner LeserInnen 😁)! Wir sind eingeladen, z.B. unseren persönlichen Red Carpet-Look zu kreieren, über Lieblingsfilme zu sprechen, unsere Partydekoration ganz im mondänen Gatsby-Stil zu zeigen oder das Thema auf andere kreative Weise auszulegen. Und ich habe da wirklich schon eine Reihe kreativer Beiträge gesehen (inklusive originellem Red Carpet 😂)!

blogparade ü30blogger and friends mondän/filmreif

Was aber wäre nun mein persönlicher Look für die Oscar-Verleihung? Es gibt dort alle Jahre wieder viele glamouröse Kleider zu sehen, Satin, Seide, Spitze, Pailletten... Doch all das bin ich eigentlich nicht. Am wohlsten und echtesten fühle ich mich im Boho-Style (egal, ob der gerade als modern gilt oder nicht) bzw. in meinen mehr oder weniger verrückten, oft farbenfrohen Mixturen. 

Gehen wir davon aus, dass man mich für eine kleine, feine Nebenrolle in einem Film über Woodstock für den Oscar nominiert hätte - dann würde dieser Look sowieso prima passen. Ich käme in meinem weinroten Shirt-Maxi-Rock-Ensemble und dazu trüge ich meinen Regenbogengürtel vom Weltladen sowie mein Regenbogen-Tuch made by Rostrose. Die Presse wäre teilweise entzückt, teilweise würde man sich das Maul zerreißen, weil ich mich standhaft weigere, mein faltiges Gesicht straffen zu lassen und mich auch nicht von einem Edel-Designer in ein raffiniertes Glitzer-Spitzen-Kleid einnähen ließ, in dem ich um 20 Kilo schlanker wirke. Ich bin die eine, die's selbst in der Oscarnacht am liebsten bequem hat 😀💪!

Tja, und wenn keiner einen roten Teppich für mich ausrollt? Dann häkle ich mir einfach einen 😁!

Marotten oder Karotten?
Das Wort "Marotte" hat einen interessanten Ursprung. Es handelt sich dabei um die französische Verkleinerungsform des Namens Marie. Im Lauf der Zeit veränderte sich die Bedeutung und führte von „Marienbild, Heiligenfigur“ über „Puppe, Marionette“ zu einem „Narrenzepter“ im 16. Jahrhundert. Im 17. Jahrhundert wurde daraus ein „närrischer Einfall", eine Schrulle, eine seltsame Liebhaberei.

Ist meine Art, mich zu kleiden, eine "Marotte"? Nein, bestimmt nicht. HIER habe ich euch vor Jahren schon beschrieben, warum ich mich so kleide, wie ich mich kleide. Aber zu meinen Liebhabereien zählen Wortspiele. Und so sprang ich sofort auf etwas an, das ich in einem kleinen Geschäft in Baden bei Wien mit umweltfreundlichen Produkten entdeckte: Ein Pflanztöpfchen mit Karotten-Samen - und dazu ein kleines Schildchen mit der Aufschrift "ICH MAG DICH mit all deinen Marotten KAROTTEN!" Die kleinen Filz-Hasen daneben verbreiten Osterstimmung. Ein paar weitere Schilder aus diesem Laden und aus einem Restaurant habe ich auch noch für euch:

 Ich finde, diesen Sprüchen ist nichts hinzuzufügen 😊.

Umwelt-Besprechungen:
Mitte und Ende März gab es - nach längerer Pause - eine Fortsetzung zu einem von mir vorgeschlagenen Umwelt-Projekt. Ihr erinnert euch vielleicht noch: Bereits in meinem Rückblick auf den März 2020 (!) erzählte ich euch von zwei Besprechungen wegen von mir vorgeschlagener Umweltschutz-Kampagnen, die in der Folge wegen Corona auf Eis lagen...

Im vergangenen Jahr ging es zumindest mit einem dieser Projekte weiter. Das habe ich in diesem Posting erwähnt. Allerdings gab es in der Folge politischen Hickhack, der alles verzögerte. Doch ich kann ziemlich hartnäckig sein. Und so gab es nun - "nur" zwei Jahre nach dem Startschuss 😉- bereits zwei weitere (sehr konkrete) Besprechungen zu meinem Projekt in unserem Rathaus. In den folgenden beiden Collagen seht ihr, was ich zu diesen Meetings trug.

Besprechungs-Outfit 1:
Den Bio-Strick-Rock von Waschb*r kennt ihr schon aus zahlreichen Beiträgen. Zuletzt habe ich ihn euch HIER gezeigt - und eigentlich ist die Kombination fast dieselbe, abgesehen davon, dass ich über dem Langarmshirt nicht mein Gov't-Mule-Bandshirt trage, sondern mein uraltes graues Strick-Top und meine türkise Bommelkette.

 

Besprechungs-🌈-Outfit 2 und Katze Nina:


Hier bekommt ihr nun einerseits die dritte Trage-Variante meines Regenbogen-Häkeltuches zu sehen - und andererseits meinen dunkelgrünen Des*gual-Rock und ein farblich passendes Dreiviertelarm-Shirt. (Abgesehen vom neuen Häkeltuch sind wieder alle Teile, die ich euch heute zeige, einige Jahre alt und aus meinem Schrank "geshoppt".) 

Und weil ihr sie schon längere Zeit nicht mehr zu sehen bekommen habt, zeige ich euch außerdem endlich wieder aktuelle Fotos von unserem (fast) 19 Jahre alten, blinden Katzenmädchen Nina. Derzeit beschäftigt sie unsere  Gedanken und auch die unserer Nachbarn zur Linken, denn Jasmine und Robert sind die von Nina erwählte "Zweitfamilie".

Doch heuer im Mai lassen die beiden ihren Gartenteich umgestalten (leider notwendig, weil die alte Teichfolie bereits brüchig ist...) Der Nachbars-Garten wird etwa zwei Wochen lang eine Großbaustelle mit mehreren Arbeitern sein. Das könnte für unsere Katze problematisch werden. Nun überlegen wir gemeinsam, ob wir Nina in dieser Zeit nicht aus dem Haus lassen (was für Nina unverständlich sein wird), ob wir sie nur noch hin- und hertragen, ohne sie in die diversen Gärten zu lassen, oder ob wir irgendwelche Barrieren aufbauen, damit Nina nur in unserem Garten bleibt... Ich denke, glücklich wird unsere arme Mieze mit keiner dieser Lösungen sein 😿...

Frühlingserwachen in unserem Garten:

Selbst wenn es hier mit dem frühlingshaften Aufblühen erfahrungsgemäß etwas länger dauert als in den meisten Teilen Deutschlands, hat auch bei uns Mitte / Ende März die Gartensaison begonnen. Da die Violen in einem der Blumentöpfe wunderschön überwintert haben, beschloss ich, noch ein paar Hornveilchen und Stiefmütterchen zu kaufen und setzte sie in Pflanztröge und auf den Blühhügel. 

Nachdem ich einen TV-Beitrag gesehen habe, in dem es um Preisanstiege bei Kartoffeln ging (weil wegen der Gaspreise auch die Düngemittel teurer werden), widme ich in diesem Jahr neben dem üblichen Kartoffelbeet (in einem ehemaligen Plastikkomposter) auch ein halbes der beiden Hochbeete dem Kartoffelanbau. Die Knollen sind bereits gesetzt und gemulcht habe ich ebenfalls. (Mulchen spart Wasser und hält Unkraut weitgehend fern.) Zudem wird es wieder Mangold, Zwiebel, Karotten, Salat, Bohnen, Tomaten, Zucchini, Kürbis, Topinambur etc. im "Selbstversorgergarten" geben. Mal sehen, ob ich demnächst außerdem Mauskraut, Siegwurz oder Donnerkraut anbaue... 😉

Für alle, die es mir nachmachen wollen: Kartoffeln lassen sich auch auf dem Balkon oder sogar auf dem Fensterbrett ziehen!

Ich hoffe, das eine oder andere Thema hat wieder eurer Interesse gefunden! Nun gibt es nur noch eine Sache vom März 2022, über die ich euch erzählen will - die war mal wieder ein ganz besonderes Erlebnis... und somit einen eigenen Blogbeitrag wert! Bis demnächst also und ...

 

... alles Liebe,

🌈 eure   T  r  a  u  d  e 🌈 

Fotos von Brigitte, Gabi, Edi und mir



Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

beim Mosaic Monday, Froh und kreativ, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta,  All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid 


Mittwoch, 16. März 2022

Zeit für einen Rückblick auf den restlichen Februar und den halben März

Servus ihr Lieben!

Über einige unserer Unternehmungen im Februar habe ich euch in DIESEM Beitrag schon erzählt; wie wir unsere ersten Tage im März verbracht haben, wisst ihr aus meinem Posting Kleine Auszeit (mit Hindernissen) in Marienbad

Nun ist es an der Zeit, euch über meine bzw. unsere restlichen  Aktivitäten auf dem Laufenden zu halten - denn es war bei uns noch um einiges mehr los. (Schließlich sind wir immer noch auf der "Lärm-Flucht" 😉: Unsere neuen Nachbarn wollten eigentlich spätestens Ende März einziehen, doch die Renovierungsarbeiten werden sich nun bis in den Mai hinziehen 😞... Aber ganz so laut, wie es schon mal war, wird es angeblich nicht mehr werden...)

Dionysos Panorama Wanderweg:
Am 15. Februar trafen wir uns mit unseren Freunden Brigitte und Peter sowie einem weiteren befreundeten Paar - Gabi und Rudi - in Mistelbach. Zunächst ging es ins Café Harlekin, um dort zu Mittag zu essen, danach unternahmen wir eine kleine Wanderung auf dem Dionysos Panoramaweg. Wir gingen bei der Landwirtschaftlichen Fachschule los; dort gibt es einen Ausbildungs-Bauernhof, wo ich gleich in meinem Element war 😊🐓🐐🐔🐖.

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Unter anderem wächst bei der Schule eine beeindruckende Baum-Hasel (Corylus colurna) oder auch Byzantinische Hasel. Und natürlich begeisterten mich außerdem die Ziegen, die dort weideten.

 

Und wir alle hatten enorm viel Spaß mit der tollen Dionysos-Schaukel oben auf dem Hügel - wenn man sich so richtig hoch in die Lüfte schwingt, kann man über die Weingärten in die Landschaft schauen.

Und dieser Ausblick besitzt großen Charme - selbst der Dunst, in dem die Landschaft lag, wirkte noch reizvoll:

In Sachen Müllvermeidung / Mülltrennung war hier viel Engagement zu erkennen:

Auch darüber hinaus begegneten uns einige Schilder und Schriftzüge. Und wir stellten fest, dass wir einmal mehr auf dem Jakobsweg unterwegs waren:


Insgesamt gingen wir von der Fachschule in Mistelbach bis zur Waldschenke / Martinsklause (wo wir einkehrten) und retour 10.718 Schritte (7,5 km, 1 Stunde 50 Minuten Gehzeit). Auf dem Rückweg wurden wir mit einem mystischen Himmelsblick belohnt. Zum Schluss besuchten wir noch den Bio-Hofladen, der ebenfalls zur Landwirtschaftsschule gehört, und kauften hier einige gesunde Lebensmittel ein.

 

Rotkehlchen-Fotos, misslungen, aber "künstlerisch verändert":
Leider war das erste Rotkehlchen, das ich seit Jahren in unserem Garten beobachten konnte, so schnell wieder fort, dass mir nur zwei verschwommene Fotos durchs Fenster gelangen - aber nach ein paar Filter-Bearbeitungen sehen sie zumindest ein bisschen "kunstvoll" aus 😉:

 
Orth an der Donau:
Am 24. Februar unternahmen wir einen weiteren Ausflug - in derselben Besetzung wie oben beschrieben. Es ging mal wieder nach Orth an der Donau. Ich habe euch in DIESEM Blogbeitrag vom März 2021 schon mal über eine Schneeglöckchen-Bärlauchwanderung in dieser Gegend erzählt.
 
Auf dem Weg dorthin kamen wir an einem Feld vorbei, auf dem offenbar ein Zirkus sein Winterlager aufgeschlagen hat:
 

Am Donau-Ufer beobachteten wir einen jungen Mann, der mit kurzer Hose (in Begleitung eines kleinen Hundes) ins eiskalte Wasser stieg, und fragten uns, ob er zum Verein "Verkühle-dich-täglich" gehört 😬. Wir erfuhren dass er für den Hund seines Freundes einen Ball geworfen hatte, der im Wasser gelandet und versunken war, und der arme Hund jammerte jetzt kläglich. Leider wurde der Ball aber weder von dem Mann noch vom Hund gefunden. (Ich nehme an, er wird einen neuen Ball bekommen 🐶...)

 

 Über uns kreiste ein schöner Rotmilan (Milvus milvus):


Unterwegs begegneten wir einem weiteren Hund - dem schönen weißen Schäferhund Merlin, der sich freundlicherweise für ein Shooting zur Verfügung stellte und bereitwillig kraulen ließ. Bei den Muscheln am Donau-Ufer handelt es sich um Asiatische Körbchenmuscheln. Die verschiedenen Arten der Gattung Corbicula kommen ursprünglich in manchen Gewässers Asiens, Afrikas und Australiens vor; durch Verschleppung gelangten sie im 20. Jahrhundert auch nach Europa und Amerika.

 

In der Collage oben seht ihr auch noch einen Schwan (ich nehme an, ein weiblicher Höckerschwan - Cygnus olor - lasse mich aber gern korrigieren), unten einen Kormoran (Phalacrocorax carbo), der nach Fischen jagte:

  
Unten seht ihr u.a. Gabi beim bodennahen Fotografieren von Schneeglöckchen (oder von Bärlauch? Oder anderen Pflanzen? Oder eines Insekts? - Gabi ist wie Brigitte eine wahre und begeisterte Natur-Expertin und ich kann von beiden immer wieder etwas Neues lernen!) In diesem Jahr ist der wilde Knoblauch extrem früh dran - ich kann mich nicht erinnern, je zuvor im Februar schon Bärlauch gesehen bzw. geerntet zu haben. Auch die Dirndln zeigten bereits Blüten:


Am Ende unserer Runde kamen wir in die Nähe des Restaurants Uferhaus. Schon im vorjährigen Blogbeitrag habe ich euch Schilder gezeigt, die der Restaurantbesitzer Georg Humer dort aufgestellt hat, weil er sich (genau wie ich) über achtlos in die Natur geworfenen Müll ärgert. Sein "Blechttrottel"-Denkmal finde ich nach wie vor unschlagbar genial. Inzwischen gibt es neue Schilder, die G. Humer zwar nicht selbst aufgestellt hat, die aber seinen Kampf um sorgsameren Umgang mit der Natur unterstützen.
 
Ein weiteres Schild hängt bei der "Überfuhrglocke" -  sie diente ab dem Jahr 1930 drei Jahrzehnte lang zum Rufen des Fährmannes. Die Fähre wurde einst von der Familie Humer betrieben.
 
 Den Spruch "Mül ist für die Natur schlimmer als Corona!" hätte ich allerdings irgendwie anders formuliert - vielleicht so:
"... schlimmer als Corona für uns Menschen"... Denn der Natur ist das Covid-Virus ziemlich egal. Es wurde und wird allerdings
 während der Pandemie noch mehr Plastikmüll produziert als zuvor...

Weil wir uns in Humers Uferhaus ohnehin eine kleine Pause und Jause gönnten, nützte ich die Gelegenheit und fragte bei der Kellnerin an, ob der Chef des Hauses (mit dem ich im Vorjahr schon einen netten Schriftverkehr geführt hatte) anwesend sei. Und so ergab es sich, dass ich Georg Humer diesmal persönlich kennenlernen konnte - er ist in natura genau so sympathisch, wie er's mir schon schriftlich gewesen ist. Liebe Grüße von hier ins Uferhaus! 😊👋

 
An der Hausfassade gibt es Markierungen, die anzeigen, wie hoch die Donau in manchen Hochwasserjahren stieg - im Restaurant selbst kann man sich Fotos davon ansehen - so z.B. von der Jahrhundertflut 2002, siehe Foto unten rechts. Das Hochwasser vom Juni 2013 war noch etwas höher. Die Covid-19-Maßnahmen der Regierung in den Jahren 2020 und 2021 trafen das Traditionslokal aber sogar noch um einiges stärker als all diese Fluten - wie man an den neben der Messlatte angebrachten Schildern sieht:

Unten seht ihr stimmungsvolle Fotos, die Brigitte von der Donau und der alten Schiffmühle im Abendlicht aufgenommen hat, sowie die blühende Winterduft-Heckenkirsche (Lonicera purpusii), die ihrem Namen alle Ehre macht - sie duftet wundervoll und ist zu dieser Jahreszeit eine begehrte Bienenweide.  

Ausflug nach Mödling: 
Am 26. Februar, einem Samstag, gab es wieder jede Menge Baustellen-Krach von nebenan. Also unternahmen Herr Rostrose und ich einen neuerlichen "Lärmflucht-Ausflug". Wir probierten erstmals den Mödlinger Rundweg Ruine Pfefferbüchsel - Schwarzer Turm - Burg Liechtenstein aus, waren aber mit der Wander-App, die Edi geladen hatte, und auch mit der Beschilderung nicht ganz zufrieden. Das Wetter war ebenfalls nicht perfekt - manchmal schien zwar die Sonne, aber dann gab es eisige Graupelschauer, dann wieder sanfteren Schneefall. Doch wir haben wieder etwas Neues kennengelernt, das wir uns bei freundlicheren Bedingungen gerne nochmals ansehen wollen.

 
Oma-Zeit:
Dann kamen schon unsere Tage in Marienbad (1. bis 5. März), über die ich euch HIER mehr erzählt habe, und am 6. März besuchten uns Tochterkind Jana, ihr Freund Michael und ihr Baby Jamie. Unten seht ihr ein Foto von unserem gemeinsamen Spaziergang an diesem Tag. (Die Blüten-Fotos von unserem Blühhügel habe ich noch vor unserem Marienbad-Kurzurlaub aufgenommen.)
 

 
Am 12. März gab es ein weiteres Treffen mit Janas kleiner Familie sowie mit einigen Familienmitgliedern Michaels und einem befreundeten Paar der beiden, denn es gab etwas zu feiern: Janas letzten Geburtstag mit einer 2 davor... Klein Jamie ist jetzt schon sehr interessiert bei all diesen Begegnungen dabei, er ist ein richtiger Sonnenschein - und ich nach wie vor eine ganz verliebte Oma 😍... Hier seht ihr mein Outfit beim Geburtstagstreffen - mal wieder der Öko-Bio-Strickrock von Waschb*r und mein Gov't-Mule-Bandshirt, unter dem ich wegen der niedrigen Temperaturen noch ein Langarmshirt trug:


 
Freudenbuch 1986 = Art-Journal 2022:
Ein neues Hobby nistet sich bei mir auch gerade ein! Vor einiger Zeit zeigte Frau Hummel in ihrem Blog ihr neu begonnenes Art.Journal, und auch auf anderen Seiten im Internet hatte ich schon sehr kunstvolle Beispiele gesehen. Aber ich dachte mir "Wann soll ich das denn noch machen, ich habe ja ohnehin schon  so viele Interessen?!" Also verzichtete ich darauf, mir ein für diese Zwecke brauchbares Buch zu kaufen. 
 
Als ich vor kurzem jedoch mein altes "Freudenbuch" ansah, überkam es mich - plötzlich und aus heiterem Himmel: Dieses Büchlein habe ich im Jahr 1986 begonnen und damals hauptsächlich Zeitungsartikel über beeindruckende KünstlerInnen wie Niki de Saint Phalle oder Colette Justine oder Fotos, die mich auf die eine oder andere Weise inspirierten, eingeklebt, später waren dann auch noch künstlerische Postkarten hinzugekommen.
 
Teilweise fand ich die Schnippsel mittlerweile gar nicht mehr soo besonders inspirierend bzw. konnte nicht mehr nachvollziehen, was ich seinerzeit so interessant daran gefunden hatte. Doch dann überfiel mich die Idee, aus diesen alten Ausschnitten etwas Neues zu gestalten, das mit meinem jetzigen Lebensgefühl mehr zu tun hat. 
 
Acrylfarben, Zeitschriften und zum Zerschneiden gekaufte Bücher vom Flohmarkt waren in meinem Fundus reichlich vorhanden. Und so begann ich loszulegen und hatte viel Freude daran. Hier seht ihr eine der  kürzlich gestalteten Seiten, unten ist das (langweilige) Vorher"-Foto - und rechts meine Hand nach dem Malen 😀. (Jana meinte dazu, sie würde nach dem Malen auch immer wie ein Kindergartenkind aussehen 😆.)

 

Bobbel-Häkelei:
In DIESEM Post vom 12. Februar erzählte ich euch über meine neueste Häkel-Arbeit: Ein Dreieckstuch mit Bobbelwolle (KLICK). Damals stand ich damit noch ganz am Anfang, mittlerweile arbeite ich an den letzten Reihen. Ich hatte allerdings recht mit meiner Behauptung, dass das Häkelmuster meine Fähigkeiten übersteigen würde. Vor allem das Zählmuster verstand ich nicht - es war für mich nicht logisch bzw. nicht ausreichend erklärt. Es gab einen Zeitpunkt, wo ich nicht mehr weiter wusste, und mich daher hilfesuchend an die für diese Zwecke im Häkelbuch (Bobbel Häkeln 3) genannte Mailadresse wandte. Bis zum heutigen Tag habe ich keine andere Antwort darauf erhalten als diese automatisierte Antwort vom 12. Februar:
Ihre Mail ist bei uns eingegangen. Wir werden sie so schnell wie möglich bearbeiten.
Bei einigen Anfragen müssen wir uns mit den Autoren in Verbindung setzten, dann kann es mit der Antwort länger dauern.
Hierfür bitten wir um Ihr Verständnis. 

Nun denn 😕. Nach einigen Tagen Bedenkzeit verzichtete ich darauf, noch länger zu warten. Ich beschloss, das Muster so zu häkeln, wie ich es mir vorstellen konnte. Und als ich schließlich feststellte, dass es dem abgebildeten Tuch nicht so ganz entsprach, kreierte ich ab da einfach mein eigenes Muster - basta! Bei einem Schultertuch hält sich die Gefahr, dass etwas nicht passt, schließlich in Grenzen, und hübsch finde ich es allemal:

 

So viel zu meine Rückblick auf unsere letzten paar Wochen. Demnächst wird es wohl wieder mit einem Italien-Reiseberichts-Kapitel weitergehen. Lasst es euch gut gehen!


Fotos: teilweise von Herrn und Frau Rostrose, 
bei den gemeinsamen Ausflügen mit unseren Freunden 
habe ich auch einige Fotos von Brigitte und Gabi eingefügt.
 
Auf bald und alles Liebe,
Traude

 

Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

beim Mosaic Monday, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta,  All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid

 

PS: 


Hier habe ich noch eine wichtige Regenwald-Petion für euch: Die brasilianische Regierung hat ein Eisenbahnprojekt genehmigt, das eine fast 1000 km lange Schneise in den Amazonas-Regenwald schneidet.
Dieses Projekt, verletzt nicht nur die brasilianischen Rechtsvorschriften, es ist das Todesurteil für die uralten brasilianischen Wälder und die Heimat der indigenen Gemeinschaften
 
Doch wir können diesen Albtraum stoppen - bitte unterschreibt diese Petition an die Regierung und die zuständigen Behörden in Brasilien, die Europäische Union, öffentliche und private Unternehmen sowie weitere Investor*innen und Unterstützer*innen des Eisenbahnprojekts Ferrogrão:
 

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Sonntag, 30. Dezember 2018

Ü30 Bloggeraktion: Aus alt mach neu!


Servus, ihr Lieben!
💜 💗 💚


Im November erhielt ich eine freundliche Einladung zur ü30-Bloggeraktion
mit dem Thema:"Aus alt mach neu!" Da bin ich doch gerne dabei! Die Ideen, die ich euch heute
zeige, habe ich zwar alle schon im Lauf der Jahre in meinem Blog gezeigt - aber da ich schon seit
dem Juli 2009 blogge (und somit übrigens vor einem 10jährigen Jubiläum stehe 😉), werden wohl
einige von euch noch nicht alle der heute vorgestellten Ideen kennen.


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Ich glaube aber, meine selbst bemalten Schuhe und Stiefel haben die meisten von euch schon
gesehen, stimmt's? Es fing im Jänner 2016 mit einem Paar ziemlich abgewetzter schwarzer
Stiefletten an, das seit ein paar Jahren schon in unserem Keller auf seine Bestimmung wartete:
Aus schwarzen Schrankmonstern sollten meine roten Wunsch-Stiefletten werden! Ich bemalte
die hässlichen alten Stiefel kurzerhand mit zwei Schichten von roter Acrylfarbe und einer Schicht
aus farblosem Acryllack - und freue mich auch heute noch darüber! In meinem Blogbeitrag  
A New Life #2 - Über "Stoffliches" und meine "neuen" roten Stiefel
habe ich euch über diese gelungene Verwandlung erzählt.

Weil es so gut geklappt hatte, verwandelte ich später ein weiteres altes schwarzes Stieflettenpaar
in ein blaues. Darüber erzählte ich euch hier mehr: ANL #17 - Wäsche Färben und Stiefel bemalen.

Und auch meine schwarzen Rieker-Schuhe im Herrenstil
warteten schon lange auf einen zündenden Funken. Diesmal wollte ich aber nicht nur malen
sondern eine weitere Idee verwirklichen: Serviettentechnik (bzw. Decoupagetechnik) auf Schuhen!






Falls ihr euch fragt, wie die Farbe hält: Bei den roten Stiefletten (die ich von allen am häufigsten
trage) musste ich nach einem Jahr eine weitere Farbschicht (plus Lackschicht) auflegen, die bis
jetzt hält (bei jedem Wetter). Bei den grünen Schuhen hält alles prima. Lediglich bei den blauen
Stiefletten wollte die Farbe von Anfang an nicht so, wie ich es wollte. Ich habe dann auch hier
mit blauen Servietten gearbeitet und bin damit fürs erste zufrieden. Letztendlich geht es bei diesen
Stiefletten aber nicht darum, dass die Farbe "ewig" hält: Ich könnte sie theoretisch alle paar Tage
neu gestalten. Wie ich damals schon schrieb: "So kann ich immer wieder neue, originelle Schuhe 
haben, ohne neue kaufen zu müssen. Und eines Tages, wenn schuhtechnisch nichts mehr geht, 
erhebe ich sie zum Kunstobjekt, stelle ein Gurkenglas hinein und mache sie zur Vase! 😉"

💙 💗 💚

 Wenn wir schon bei der Servietten- oder Decoupage-Technik sind, zeige ich euch gleich noch
etwas, das ich mit Hilfe dieser Technik verwandelt habe. Die Herzen an der Vorhangstange meines
Zimmers waren nämlich einstmals rot:





In dem Beitrag Ein Kellerkind kommt ans Licht erzählte ich euch, dass mein Zimmer
urspünglich im Keller unseres Hauses lag, doch nach dem Auszug unserer Tochter Jana durfte
ich das einstige Kinderzimmer zu meinem machen. Dabei übernahm ich den Großteil von Janas
Einrichtung, passte sie aber an meinen Geschmack und meine Bedürfnisse an. Weil ich endlich
mal ein romantisches "Mädchenzimmer" mein Eigen nennen wollte, wurde weiß zur Haupt-
einrichtungsfarbe. Passend dazu veränderte ich die Herzen an den Vorhangstangen mit alten
Buchseiten und Decoupagepapier.

Janas alter Regalschrank vom Möbelschweden wurde von mir weiß gestrichen und mit
farblich passenden Lieblingsstücken eingerichtet. Die einstmals dunkelblauen Griffe des Ivar-
Schrankes habe ich - genau wie die Herzen - mit Papierschnippeln überklebt. Darüber montierte
mir Herr Rostrose das (ebenfalls von mir geweißelte) Regal, das früher an der Stelle
 dieses Schränkchens in der Küche hing.




Wieder zurück zu "verwandelter" Kleidung:
In der folgenden Collage seht ihr einerseits die Rieker-Decoupagetechnik-Schuhe im Einsatz und
andererseits drei selbst gefärbte Kleidungsstücke. Die Leinenhose und die Bluse waren mal weiß, 
das Shirt beige. Wenn Klamotten eine langweilige oder mir nicht mehr gefallende Farbe haben, 
wenn sie vergilbt sind oder Flecken haben, kann eine Färbung in der Waschmaschine die 
Rettung sein. In den weiteren Collagen seht ihr noch andere Klamotten, die ich im Laufe der
Zeit umgefärbt habe.





 Das rot-schwarz geblümte Kleid war mal weiß-schwarz geblümt.
HIER könnt ihr es euch in der früheren Version ansehen. Und auch wenn ich es damals
durchaus hübsch fand, gefällt es mir an mir in rot-schwarz besser und ich trage es jetzt
häufiger:




Über meine "Färbemanöver" erzählte ich euch ebenfalls in meinem Beitrag
 ANL #17 - Wäsche Färben und Stiefel bemalen mehr und außerdem z.B. in meinem Post
Enkelkatzen, Efeu und selbstgefärbe Klamotten.




In der oberen Collage zeige ich euch unter anderem Jeans, die ich von zartrosa in
marineblau umgefärbt habe. Bei dieser Färbung ging allerdings etwas schief: Bei einer Stelle am
rechten Oberschenkel der Hose nahm der Stoff die blaue Farbe nicht so gut an. Darüber kann man
sich entweder ärgern - oder aus der Not eine Tugend machen. Ihr kennt mich gut genug um zu
wissen, dass ich mich für die zweite Option entschied:

Zuerst pinselte ich mit goldener Stofffarbe
ein paar Sterne und Punkte auf die Jeans. Damit diese nicht so knallig aussahen, bearbeitete ich die
Farbe zuerst mit einem "Brillo-Waschel" (= Stahlreinigungsschwamm), dann schraffierte ich mit
Kugelschreiber drüber, dass das Ganze nur noch schwach hervorstach. Und dann bügelte ich Sterne
drüber. Das Ergebnis könnt ihr euch unten ansehen - wenn ihr mehr über mein Manöver lesen
wollt, könnt ihr das im Beitrag Vier Ausflüge und Rostrosenkleidung im September tun.




Die Sterne, die ihr an der Hose seht, halfen mir auch bei der Reparatur eines anderen Kleidungs-
stückes - und zwar einer schwarz-weißen Bluse mit Sternen und Spiralen drauf, die ich seit den
frühen 1990er-Jahren besitze. Diese schwungvolle Bluse mochte ich sehr gern - und ich mag sie
nach wie vor. Doch eines Tages blieb etwas am Rücken der Bluse kleben. Was auch immer es war:
Es blieb nach sämtlichen Reinigungsversuchen ein unübersehbarer gelblicher und leicht erhabener
Fleck auf dem Rücken der Bluse zurück.


 
 


Wäre ich eine Näherin, hätte ich vermutlich kurzerhand mit Nadel und Faden ein paar zusätzliche
Sterne auf die Bluse appliziert. Bei meinem "Nähtalent" bevorzugte ich Sterne, die ich aufbügeln
kann. Falls ihr mehr darüber wissen möchtet, erfahrt ihr es hier: 
ANL # 18 - Die Rettung einer alten Bluse und verschiedenste Gartenfreuden

Und in der unteren Collage könnt ihr euch ansehen, wie die Bluse nun aussieht, wenn Frau
Rostrose sie zusammen mit ihrem schwarzen Stufenrock und den selbst bemalten roten
Stiefeln trägt:



💜 💗 💚

Einen Stufenrock wie den schwarzen von oben besitze ich außerdem in dunkelbraun. Beide
Stufenröcke waren ursprünglich um eine Stufe länger. Dann allerdings passierte es mir beim
braunen Rock, dass ich beim Treppensteigen drauftrat und dabei eine der Stoffbahnen abtrennte. Ich
fand, dass das gar nicht so übel aussieht, und aus diesem Grund ließ ich den braunen Rock, den ich
euch u.a. HIER gezeigt habe, so kurz, wie er nun war. Weil es mir so gut gefiel, riss ich letztendlich
auch beim schwarzen Stufenrock die untere Bahn ab - Maxiröcke besitze ich ohnehin noch genügend.

Die abgetrennten Stoffbahnen hob ich auf, und hier unten zeige ich euch nun, was ich mit der
abgetrennten Stufe des braunen Rocks anstellte - die konnte ich nämlich gut brauchen! Und zwar
 zur Verlängerung eines anderen Rockes!


Mein lila-bunter Rock in der ursprünglichen Länge - und mit der "Verlängerungsstufe" in Dunkelbraun.


Den lila-bunten Stufenrock, den ich euch u.a. HIER in seiner ursprünglichen Länge
präsentierte, trug ich nämlich immer nur über Hosen, weil er für meinen Geschmack zu viel
Bein zeigte. Deshalb nähte ich hier den braunen Streifen des anderen Rockes an und bin nun
rundum mit der Länge zufrieden. In meinem Beitrag 
A New Life #7 - DIY-Rockverlängerung und ein paar andere Projekte
könnt ihr mehr darüber lesen.

💙 💗 💚


Zur Abwechlsung werfen wir abermals einen kleinen Blick in mein Zimmer. Als es noch das
Kinderzimmer meiner Tochter war, hatte ich ihren Schrank mit ihren damaligen Lieblingstieren
und passend zu den in ihrem Zimmer hauptsächlich vertretenen Lieblingsfarben bemalt: blau, rot
 und terracotta. (Auch dabei hatte es sich bereits ein Upcycling-Projekt gehandelt, denn der Schrank
stammte ursprünglich aus dem Schlafzimmer meines Mannes in dessen ehemaliger Wohnung und
er war Teil eines größeren Wandschrankes gewesen.)





Zu meiner "romantischen" Zimmergestaltung wollte der Delphinschrank jedoch nicht wirklich
passen. Andererseits mochte ich das Bild auch nicht mit weißer Farbe übermalen, denn obwohl ich
normalerweise nicht zu den Müttern zähle, die über Enkelkinder nachdenken, ertappte ich mich bei
 dem Gedanken: Dieses Bild habe ich einst für meine Tochter gemalt - möglicherweise werden
sich eines Tages Janas Kinder darüber freuen...

Wie dem auch sei - anstelle einer radikalen Veränderung verpasste ich dem Schrank kurzerhand
einen Vorhang: Zunächst musste auf den Schrank ein kleiner Holzrahmen aufgesetzt werden. Und
 auf diesem Aufsatz konnten wir dann schwenkbare Gardinenstangen montieren. Ich wollte einen
blickdichten Vorhang - er sollte ja das Delphinbild kaschieren - der jedoch gleichzeitig ganz leicht
und luftig aussieht. In meinem Fundus gab es noch weiße, zarte Baumwollgardinen vom
Möbelschweden. Die hängte ich versuchsweise doppelt übereinander und es gefiel mir. Für einen
etwas romantischeren Look griff ich zu Nadel, Faden und einem schönen weißen Spitzenband.
Und hier unten seht ihr das Ergebnis:


 

Zuweilen wird von mir auch Kleidung als Teil der Einrichtung zweckentfremdet. Hier seht ihr
zum Beispiel einen Pullover, den ich schon seit drei Jahrzehnten besitze - er gehörte ursprünglich
einer Freundin, die mich gern dabei sein ließ, wenn sie ihren Schrank ausmistete, damit ich mir
 ein paar Kleidungsstücke herauspicken konnte, die mir gefielen.





Wie ich in meinem Post ANL #26 - diverse Zweckentfremdungen und verschiedene Looks
erzählte, mag ich im Winter gerne kuschelige Kissen. Weil ich nicht so viele Kissenbezüge
 aus Strick besitze, wird dieser Pullover von mir manchmal auch zweckentfremdet: Bloß um
das Kissen herum einschlagen und die Ärmel hinten verknoten, fertig ist der "neue" Bezug!
Und wenn man wieder Lust auf diesen Pullover hat, zieht man den Polster einfach aus... Auch
einen Hocker überziehe ich regelmäßig mit einem irischen Pullover aus Schafwolle.

(Wer gerne näht und nicht unbedingt darauf
Wert legt, dass die Kleidungsstücke eines Tages wieder angezogen werden können, kann
natürlich auch dauerhaftere Lösungen aus alten Pullovern, Röcken, Shirts etc. anfertigen.)


 


Die folgenden Fotos stammen aus dem Jahr 2000
und zeigen die Küche in meiner früheren Wohnung in Wien. Ich habe euch die Bilder bereits in
meinem Beitrag Küche & Kürbisse & Katzen aus dem Jahr 2012 gezeigt. Bunte Wände
und Acessoires waren damals modern und passten auch gut zu unserem Leben als Jungfamilie.
Deshalb strich ich die ursprünglich nur mit Klarlack überzogene Holzbank, die ich von meiner
Großtante Poldi geerbt hatte, passend zu den Wandfarben.




Als wir im Jahr 2002 nach Rostrosenhausen übersiedelten, kam die Bank mit und erhielt einen
neuen Platz in unserem Vorhaus. Zuerst bemalte ich sie lavendelblau, und als ein paar Jahre
später der Lack abblätterte, bekam sie den Anstrich, den ich euch hier unten zeige. Auch zwei
Bretter, die unsere Gestelle mit den Altmetall- und Altplastik-Säcken verbergen, sowie unser
Hausbriefkasten erhielten einen passenden Anstrich. In einem Posting aus dem Jahr 2009 könnt
ihr euch meine wandelbare Bank noch näher ansehen.





Noch ein paar Veränderungen, die ich in der Frühzeit meiner Bloggerei gezeigt habe:
Als wir unser Haus kauften, lagen vom Keller bis in den ersten Stock hinauf überall dieselben
unpraktischen hellgrauen Fliesen. Einige von ihnen hatten bereits Cuts. Anstatt sie alle entfernen
zu lassen, entschied ich mich dafür, überall kleine Fliesen-Mosaike im Stil von Antoni Gaudi, Niki
 de Saint Phalle oder Meister "Regentag Dunkelbunt Hundertwasser" einzubauen. Mehr darüber
könnt ihr in meinem Beitrag Post aus Klein Gallien und Flurführung aus dem Jahr 2010 lesen.





Und auch beim letzten Beispiel, das ich euch heute zeigen möchte, geht es um 
Viele viele kleine Steinchen - diesmal auf meiner im Jahr 2007 selbst gestaltete "Terrassen-
Anrichte", deren "Grundgerüst" aus lauter "Resten" besteht: Die Platte ist aus Marmor und 
stammt von einem Couchtisch, den ich von meiner "großen Oma" geerbt hatte. Die "Beine" 
habe ich aus übrig gebliebenen Mauersteinen aufgebaut, mit Außendispersionsfarbe gestrichen
 und mit Marmormosaik verziert. Auch einige der Blumentöpfe, die ihr darauf seht, wurden 
von mir in dieser Weise bearbeitet. (Allerdings haben die meisten dieser Töpfe die Jahre nicht
 so gut überstanden wie der Tisch...)




Das waren nicht alle meine "Aus-alt-mach-neu"-Projekte, die ich in meinem Blog gezeigt
habe - und in meinem Blog wiederum habe ich nicht alles gezeigt, was ich je in dieser Richtung
fabrizierte, aber ich hoffe, es war einiges an Inspiration für euch dabei. Egal, ob aus alten Dingen
"dauerhafte" Werke entstehen oder etwas, das euer Haus oder den Garten kurzfristig verschönert
oder euren Kleiderschrank in neuer Weise ergänzt - es lohnt sich absolut immer, auf alte, kaputte
oder scheinbar unbrauchbare Dinge einen zweiten Blick zu werfen und sich zu fragen, ob diese
Dinge nicht vielleicht noch ein interessantes neues Leben führen könnten. Falls ihr Anregungen
dazu sucht: Das WWW ist voll von wunderbaren Ideen. Ein paar davon findet ihr z.B. in
diesem Youtube-Video

Wenn Euch interessiert, wie andere ü30-Bloggerinnen aus Altem etwas Neues machen, klickt euch
durch die beiteiligten Blogs durch und lasst euch von all diesen Einfällen inspirieren! Das werde ich
nun auch gleich machen!
Gastgeberin der Aktion ist Maren von Farbwunder-Style! Danke!



Ü-30-Blogger&Friends am 30.12.18: AUS ALT MACH NEU!!!



Fotos: Herr und Frau Rostrose
Herzliche Grüße 
von eurer Traude
 🍀🍀🍀
(und rutscht gut rüber ins Neue Jahr!!!)

💙 💗 💚


Gerne verlinke ich passende Beiträge bei: 
Tinas Freitagsoutfit, Sunnys Linkup Fallen in Love
Color of the Month von Maren - Farbwunder Style, Style Splash von Emma,
den Modischen MatronenNaturdonnerstag von Jahreszeitenbriefe,
der Gartenglück-Linkparty, bei Achtsamkeit+Nachhaltigkeit+Lebensqualität=ANL
und bei einfach nachhaltig besser leben EiNaB