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Hello, liebe Reisefreundinnen und -freunde!
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Vielen Dank für eure Blogbesuche und lieben Kommentare zu meinem bunten Teilrückblick über unsere sommerlichen Tage 2026 🌈🌹🦋! Und danke für eure Geduld, falls ihr darauf gewartet habt, dass ich euch weiter von unserer Zeit in Kanada erzähle. Heute ist es endlich so weit - und ich werde auch das "Rätsel" auflösen, wohin es uns nach unserem Abschied von Vancouver Island zog.
28. September 2025 - Ausschau nach unserem nächsten Ziel
Ihr erinnert euch vielleicht noch, dass wir vor dem Dilemma standen, wohin wir uns als nächstes wenden sollten. Unser ursprünglicher Plan hatte vorgesehen, dass wir Vancouver Island spätestens am 29. September verlassen und von dort in die Canadian Rockies weiterziehen würden.
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Unser ungefährer 7-Tage-Plan für die Rockies sah so aus:
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| Lass uns mal schauen: Wohin geht's als nächstes? (Mural "Ambleside Mermaid" in West Vancouver - Künstler Tyler Toews) |
Aber war es wirklich eine gute Idee, an diesem Plan festzuhalten? Edis Husten war trotz der Medikamente vorerst schlimmer statt besser geworden und mein Hals schmerzte immer noch. Bei einem Häferl Kakao (Edi) und einem Kännchen Tee (ich) besprachen wir, was wir als nächstes tun wollten.
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| Pause mit heißen Getränken und ein Segelboot-Mural (beides in West Vancouver) |
Hope - oder Die Hoffnung stirbt zuletzt
Ist euch bei der obigen Liste bei Tag 6 und Tag 7 die Ortschaft Hope aufgefallen? Wir trafen mal wieder eine unserer durch und durch rationalen Entscheidungen: Wir suchen uns in Hope ein Quartier - und hoffen, dass wir dort einer Lösung des Dilemmas näher kommen 😅🙏🏻.
Gesagt - getan 😊😎!
| Entfernung Vancouver - Hope: 152 km oder 1 h 45 min |
On the Road again
Dank Onlinesuche war schnell eine Unterkunft in der Kleinstadt Hope gefunden - also nichts wie hin! Zunächst eher gebremst, denn (siehe unten) rund um Vancouver gab es dichten Verkehr.
Und Murals:
Links seht ihr die Malerei "Gifts of Nature" auf drei Getreidesilos der Molson Coors Fraser Valley Brewery von der lokalen Künstlerin Silvana Kulyk.
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28.-29. September - Nacht der Entscheidung in Hope
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| Japanisches Abendessen in British Columbia |
Entscheidungsfindungsphase
Ihr erkennt daran wohl - wir hatten eine weiterreichende Entscheidung zu treffen als nur, wo wir die nächste Nacht verbringen wollten. Also besprachen wir unsere Lage und unsere Möglichkeiten:
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Drei Punkte sprachen gegen die Canadian Rockies, auch wenn wir die wunderschönen Landschaften, die wir bisher nur von Fotos kannten, gerne mit eigenen Augen gesehen hätten:
- Der Wetterbericht klang nur wenig verlockend. Wenn wir an jedem Ort nur so kurze Zeit hatten und ausgerechnet dann Regen oder sonstiges "Bäh-Wetter" herrschte, wären die versprochenen "Postkartenmotive" garantiert nur halb so toll.
- Bei unserem Leihwagen erschien noch immer alle paar Tage die beunruhigende Warnmeldung zur Kühlflüssigkeit. Zwar hatten wir inzwischen den festen Eindruck, dass es sich dabei nur um ein Sensorproblem handelte, aber sicher sein konnten wir nicht. Und dass der Road-Service von Hertz nicht funktionierte, hatten wir ja leider in Courtenay schon feststellen müssen (KLICK zum Blogbeitrag). Das könnte hoch droben in den Bergen zu größeren Problemen führen.
- Das vermutlich stärkste Argument: Unsere Gesundheit (vor allem die von Edi) war in einer Form angeschlagen, bei der Kälte und Regenwetter besonders kontraproduktiv waren. Bei einem so engen Zeitkorsett konnten wir es uns jedoch nicht leisten, einfach einen Tag auszusetzen, wenn Bettruhe angesagt war.

Was ich erst bei meinen Recherchen für diesen Blogbeitrag erfuhr: Hope ist auch als Drehort des Films Rambo (First Blood) bekannt - und Fans reisen sogar extra wegen der Rambo-Statue an. *)
Diese haben wir wohl vor allem wegen unseres Gesundheitszustands übersehen. (Wir waren nur ins Stadtzentrum gegangen, um hier zu frühstücken und noch ein paar Kleinigkeiten in der Apotheke zu besorgen.) Im Nachhinein entdeckte ich, dass ich "Rambo" zufällig fotografiert habe - auf der Aufnahme der Bank links oben seht ihr seine Statue im Hintergrund - ich habe den Bildausschnitt vergrößert und rechts daneben eingefügt 😎.
Der Sheriff hat angeblich ebenfalls mit dem Rambo-Film zu tun. Und das haarige Wesen auf der unteren Bank ist Sasquatch - in unseren Breiten eher bekannt als "Bigfoot" - über den ich euch in einem späteren Blogbeitrag mehr berichten will.
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Unsere Alternative zu den Rockies
Nun aber zu unserer Entscheidung: Edi hatte in den frühen 1990ern bereits einmal für wenige Tage nach British Columbia hineingeschnuppert. Damals war er mit Freunden unterwegs gewesen, eigentlich in den westlichen USA, aber er hatte seinerzeit - neben Vancouver - auch das Okanagan Valley kennengelernt.
Dieses Gebiet ist für sein mildes Weinbauklima bekannt. Als wir auf unseren Wetter-Apps die Prognosen für die kommende Woche checkten und Kelowna (die größte Stadt am Okanagan Lake) mit einigen Zielorten in den Rockies verglichen, war es dort im Tal stets um 5 bis 10 Grad Celsius wärmer und auch häufiger sonnig als in den Bergen. Das klang doch gut! Also auf nach Kelowna! Wir waren neugierig, was uns dort erwartete.
Hope hatte damit jedenfalls schon mal gehalten, was der Name versprach: Unsere Hoffnung auf eine gute Lösung war noch nicht gestorben 😄!
Aufbruch ins Okanagan Valley - Kelowna 🌿🍷🍇
An der Karte könnt ihr sehen, dass das Tal im Süden an die USA grenzt und sich entlang seines etwa 175 Kilometer langen Verlaufs direkt an den Okanagan River sowie an mehrere Seen schmiegt.
Kelowna liegt ziemlich genau in der Mitte des Tals und ist somit ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in alle Richtungen - jedenfalls sofern die Gesundheit Ausflüge erlaubt...
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29. September-2. Oktober - Auskurieren (und mehr) in Kelowna
Als Hotel für die folgenden drei Nächte wählten wir das Days Inn by Wyndham Kelowna.
Wir hatten Hope kurz nach dem Frühstück verlassen und erreichten unser neues Ziel um die Mittagszeit.
Das erste, was mir in Kelowna auffiel, war ein farbenprächtiges Mural. Wir entdeckten es vor dem originellen Hotel Zed (nicht unser Hotel - schade, denn das hätte mir gefallen! - aber wir parkten dort in der Nähe).
Nach allem, was ich bisher herausfinden konnte, wurde das Mural 2016 vom Künstlerduo Clandestinos Art (Bruno Smoky und Shalak Attack) geschaffen. Es zeigt eine Frau, deren Gesicht mit einer Eule verschmilzt, begleitet von einem weißen Wolf, einem Bären mit Geweih und einem riesigen Hahn (der für mich eher wie ein Basislisk oder anderes Fabelwesen wirkt).
Die starke Verbindung von Mensch, Tier und Natur ließ mich sofort an indigene Bildwelten Nordamerikas denken - und tatsächlich befinden wir uns hier im traditionellen Territorium der Syilx Okanagan Nation. Ihre traditionelle Heimat erstreckt sich über ein großes Gebiet beiderseits der heutigen Grenze zwischen Kanada und den USA.
Bei meiner Recherche stieß ich auf einen Gedanken der Syilx, den ich besonders schön fand: Land, Wasser und alle Lebewesen werden als eng miteinander verbunden verstanden. Das passt für mich erstaunlich gut zu dem, was dieses ungewöhnliche Mural ausstrahlt. Und ganz unabhängig davon, ob die Künstler genau daran gedacht haben - ein solcher Blick auf unsere Welt würde ihr vermutlich sehr guttun❤️.
Die Geschichte dieses Landes hat allerdings, wie so oft, auch eine traurige Seite: Das traditionelle Territorium der Syilx wurde im Zuge der Kolonisierung besiedelt, ohne dass entsprechende Landverträge ausgehandelt wurden...
Viel mehr gibt es von diesem Nachmittag gar nicht zu berichten: Die Kameras blieben eingepackt, wir verkrochen uns ins Zimmer und gönnten uns das, was unsere Körper offenbar am dringendsten verlangten - Ruhe 😴🛏️💤!
Und wie es aussieht, war „gesund schlafen“ genau das richtige Programm. Am nächsten Morgen sah die Welt schon wieder ein gutes Stück freundlicher aus - und auch wir fühlten uns deutlich besser 😊.
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30.9. - Downtown Kelowna und die Uferpromenade
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| Kleines Foto mittig: Bindentaucher im Winterkleid (Pied-billed Grebe - Podilymbus podiceps) |
Rotary Marsh Park
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| Unten mittig: Goldspecht (Northern Flicker - Colaptes auratus) |
Die für uns spektakulärste Begegnung war aber die folgende: Ich sah eine Bewegung auf dem Hügel, dachte auf den ersten Blick an einen Fuchs, hob im selben Moment die Kamera ans Auge - und schoss schnell hintereinander vier Fotos.
Erst danach wurde uns klar, dass wir - in vielleicht 50 Meter Entfernung - wohl einen jungen Kojoten gesehen hatten, der vermutlich eine Maus oder ein anderes kleines Beutetier verfolgte.*) Ich weiß, dass Kojoten nicht allerorten Begeisterungsstürme auslösen - für manche Menschen sind sie eher lästige Nachbarn als faszinierende Wildtiere. Bei uns war die Freude über diese Begegnung jedenfalls riesig- und das absolute Highlight unseres ohnehin schon schönen kleinen Ausflugs! 🐺📷
*) Dass er noch jung war, schließe ich aus seinen eher schlacksig wirkenden Bewegungen und seinen großen Ohren ... sowie aus der Tatsache, dass wir ihn einen Tag später abermals sahen! Diesmal aber noch näher! 😃 Doch diese Bilder vom 1. Oktober werdet ihr erst im nächsten Blogbeitrag zu sehen bekommen 😊.
Unser "Mittag-Nachtmahl"
Am spannendsten daran finde ich im Rückblick, welche Botschaft einer der beiden Glückskekse enthielt: „Keep your eyes open, and take advantage of the unexpected.“ - Augen offen halten und das Unerwartete nutzen.
Ja, ihr Lieben, so läuft es manchmal. Nicht immer bekommen wir, was wir uns wünschen und erhoffen. Aber das muss kein Nachteil sein: Erkrankung, Wetter und Mercedes hatten unsere ursprünglichen Pläne gehörig durcheinandergebracht - und wir waren dankbar für die wunderbare Wendung, die sich daraus ergeben hatte!
T r a u d e
























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