Samstag, 12. Februar 2022

Ausflug an den Neusiedler See und ein paar weitere schöne Unternehmungen

Servus ihr Lieben!

 

Vielen Dank für eure tollen Kommentare zu meinen letzten beiden Blogbeiträgen Ein Tag in Florenz sowie Mütze, Schal, Handschuhe, neue Küchenschränke und ein paar Ausflüge. Und danke auch sehr an alle, die mir in diesem zuletzt genannten Post gewünscht haben, dass der Lärm der nachbarlichen Bautätigkeit bald zu Ende geht. Nun, er ist noch nicht ganz zu Ende - heute wurde mal wieder ab und zu gebohrt und offenbar das Dach des neuen Anbaus gedeckt - doch wir konnten in den vergangenen beiden Wochen mehrmals "fliehen" und hatten zwischendurch sogar mal vier Tage am Stück richtig herrliche Ruhe! 😌

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In meiner Blog-Warteschlange lungern noch ein paar Beiträge herum, die ich euch im vorigen Jahr schuldig geblieben bin. Heute werde ich einen dieser alten Beiträge herauspicken  - und euch außerdem ein paar Schilderungen von aktuelleren Erlebnissen bieten.

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Im vergangenen November zeigte ich euch HIER unter anderem einige wenige Fotos von einem Ausflug in den Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel mit unseren Freunden Brigitte und Peter und versprach euch, bei Gelegenheit mehr darüber zu erzählen. Nun denn - los geht's! 😊

[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
Firmen-, Lokal- und Produktnennungen... - die ohne Sponsoring, ohne Auftrag und ohne Bezahlung erfolgt.]
 
November-Ausflug an den Neusiedlersee:
Brigitte hatte eruiert, dass in der Umgebung des Sees einmal jährlich zwischen Ende Oktober und Anfang November Tausende Kraniche eine mehrtägige Pause einlegen, bevor sie weiter gen Süden fliegen. Diesen Zwischenlandeplatz haben die Vögel erst vor wenigen Jahren entdeckt, früher lag ihre Flugroute weiter östlich, in Ungarn. (Warum sie ihre Flugroute geändert haben, ist wissenschaftlich noch nicht geklärt.) Der Kranich-Zug ist demnach für Österreicher ein ungewöhnliches, ganz besonderes Naturschauspiel, das auch wir gerne erleben wollten. Und so fuhren wir am 5. November 2021 wieder einmal zu viert ins Burgenland.
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Wir verbanden den Ausflug mit einem Fotostop bei der letzten Windmühle von Podersdorf - und hatten das Glück, dass dort gerade die Besitzerin anwesend war, die die Mühle für den nächsten Tag der offenen Tür vorbereitete. Sie lud uns ein, die gut erhaltene Windmühle zu besichtigen - und das war sehr interessant. Was die Kraniche betraf, meinte die Mühlen-Besitzerin allerdings, dass diese zum Großteil schon weiter gezogen wären. Es war also äußerst fraglich, ob wir von den großen, eleganten Vögeln überhaupt noch welche zu sehen bekommen würden...

 
Unser nächster Halt fand bei einem Gehege mit  Kamerunschafen statt. Wie sich herausstellte, waren diese Tiere äußerst liebesbedürftig: Ein Schaf nach dem anderen trabte zu mir, um sich kraulen zu lassen, und sie machten das auf wirklich sehr charmante und genießerische Art und Weise. Ich hätte weit mehr Hände benötigt 🥰! Hach, waren diese Schafe entzückend!

Es war ein herrlich sonniger Nachmittag im Nationalpark Neusiedler See - Seewinkel. Kraniche entdeckten wir zunächst aber keine. Doch es gab neuerlich Graugänse zu sehen, wie schon bei unserem vorangegangenen Besuch am 4. Februar 2021.


Wir hatten auf eine unserer Nikons wieder das Sigma 150-600 aufgeschraubt - somit konnten wir zumindest einige der Graugänse halbwegs nah heranzoomen.

Auch einige andere Gänse und Enten - wie z.B. diese interessanten Löffelenten - entdeckte wir auf dem Wasser - jedoch waren sie selbst mit dem großen Tele ziemlich weit weg... und viele von ihnen hatten (wie es in dem Kinderlied heißt) ihr Köpfchen die meiste Zeit unter Wasser...


Nachdem die Sonne sich allmählich senkte, fuhren wir zu einem bestimmten Aussichtsturm (beim Graurinderstall), von dem aus die Kraniche besonders gut zu sehen sein sollten. Dort hatten sich schon einige andere Naturliebhaber mit ihren Ferngläsern sowie Kameras mit Stativen und Teleobjektiven eingefunden. Wir erhaschten aber noch einen guten Platz auf dem Turm. Ein Naturführer, den Brigitte kannte, war ebenfalls anwesend. Er bestätigte, dass der Großteil der Kraniche bereits weitergezogen war, wusste aber, dass es noch einige Vögel für uns zu sehen geben würde.

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Gespannt sahen alle in die Richtung, aus der die Kraniche kommen sollten. Um uns die Zeit zu vertreiben, fotografierten wir die Graurinder und Wasserbüffel, die als "natürliche Rasenmäher" im Nationalpark Landschaftspflege betreiben. 

Und dann kam eine gewisse Aufregung in die Beobachtergruppe: Ganz, ganz weit entfernt am Horizont tat sich etwas. Mit freiem Auge war kaum mehr als ein Schatten zu erkennen; mit dem Zoom oder einem guten Fernglas sah man auch nur ein bisschen mehr. Doch die Spezialisten erklärten, das man an ihren langen Hälsen und ihrer Flugformation eindeutig erkannte, dass es sich um Kraniche handelt. Und man hörte auch ihr typisches Geschrei. (Kraniche können ziemlich laut sein 😉.) Auch in einer weit entfernten Wasserstelle konnten sie Kraniche ausnehmen (siehe nächste Collage unten mittig).


Mit dem "Monsterobjektiv" konnte ich gerade mal ein paar winzige Vögel fotografieren. Für eine weitere Vergrößerung am Computer waren sie leider nicht scharf genug...

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Einerseits war diese Vogelbeobachtung also ziemlich aufregend - andererseits war ich trotzdem ein bisschen enttäuscht, dass die Kraniche sooo weit entfernt gewesen sind. Aber der Sonnenuntergang war immerhin traumhaft schön!

Die etwas besser erkennbaren Vögel rechts unten sind wieder Graugänse ...

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Kehren wir jetzt ins Jahr 2022 zurück. Am 4. Februar gab es abermals eine interessante Unternehmung zusammen mit unseren Freunden. Es ging ...

...zur Ausstellung „Dali – Freud. Eine Obsession“:
Edi und ich sind von Salvador Dalis Bildern fasziniert, haben u.a. vor vielen Jahren das beeindruckende Dali-Museum in Saint Petersburg, Florida besucht, und hatten uns beide auch schon mit Sigmund Freud beschäftigt, Bücher über ihn gelesen etc. Als wir erfuhren, dass diese Ausstellung bis 29. Mai in Wien im Unteren Belvedere stattfindet, beschlossen wir uns anzusehen, was uns die Schau über den Bezug der beiden zueinander erzählen würde. Um dem Baulärm zu entfliehen, wollten wir das möglichst rasch machen. Brigitte und Peter waren ebenfalls interessiert, und so gestalteten wir mal wieder einen schönen gemeinsamen Tag daraus.

 

Wir parkten unser Auto bei den beiden, weil wir nach dem Museumsbesuch noch bei ihnen zum Spielen und Essen eingeladen waren; dann fuhren wir mit Öffis über die Donau in den zentraleren Bereich von Wien. Die schönen Donau- und Himmelsbilder oben hat Gitty aus der U-Bahn mit ihrem Handy aufgenommen. Die anderen Aufnahmen zeigen Details des Belvedere-Schlossparks. (Dorthin habe ich euch auch schon mehrmals virtuell mitgenommen - klickt z.B. HIER.)
 
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Über die Ausstellung will ich euch gar nicht zu viel erzählen - HIER gibt es einen aussagekräftigen Artikel zu den Hintergründen; HIER könnt ihr euch ebenfalls informieren und durch die Gemälde durchklicken. In kurzen Worten geht es darum, dass Sigmund Freuds Schriften über die Traumdeutung Dali überhaupt erst zu dem Maler gemacht haben, der er war... dass Dali jahrelang versuchte, Freud zu treffen ... und dass es nur eine einzige tatsächliche Begegnung kurz vor Sigmund Freuds Tod gab.

Fotos von HIER

Eigene Fotos aus der Schau und aus dem Schlosscafè 😋 - rechts unten „Das düstere Spiel“, Detail in der Mitte

Leider gibt es wochentags keine Führungen und es sind auch keine Audioführungen verfügbar, wir mussten uns also durch die Schautafeln durchlesen. Dennoch waren wir verhältnismäßig schnell durch die Ausstellung durch - es ist nur ein einziger Raum und es sind nicht sehr viele Originalwerke Dalis zu bewundern. Jene Bilder, die es zu sehen gibt, bieten aber reichlichen Schauwert: Allein schon das Gemälde „Das düstere Spiel“ (1929) hat soo viel zu bieten. Seht euch nur mal das Ohr der Person in der Mitte an - es ist zugleich ein Vogelkopf, eine Ziege und ein Hasenkopf!

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Unten seht ihr noch Fotos, die wir in den Belvedere-Sälen aufnahmen, außerdem die Sisi-Torte aus dem Schlosscafé inklusive Sisi-Gemälde, und ein paar Aufnahmen aus dem ans Belvedere angrenzenden Botanischen Garten von Wien. Hier waren die Wiesen übersät von Winterlingen (Eranthis), und der Duftende Schneeball (Viburnum) blühte auch bereits.

Wieder ein Lila-Look:
Neulich hatte ich euch schon ein paar Outfits gezeigt, die von der neuen Pantone-Farbe Very Peri "influenzed" waren. Auch heute kann ich dazu wieder etwas bieten - diesmal Lila mit Grün.

Im Museum hatte ich beide Jacken in einem Schließfach untergebracht, im Botanischen Garten trug ich über meiner lila Cordjacke noch die currygelbe Steppjacke - hier unten zeige ich euch nun, wie der Lila-mit-Grün-Look ohne gelbe Jacke drüber aussah:

🐱🌸🐱🌺🐱🌸🐱
 
Robuster Blumenschmuck und Katze Nina:
Für alle, die gern Nina-Fotos sehen, habe ich hier drei Exemplare von Nina-beim Rasten-und-Ruhen. Sie ist eben keine Action-Katze mehr: Wenn unser blindes Mädchen nicht gerade bei (nahezu) jedem Wetter zu unseren Nachbarn spaziert, liegt sie meistens bei uns auf dem Badezimmerteppich - oder bei den Nachbarn auf dem Sofa. 
🐱🌸🐱🌺🐱🌸🐱
 
Farblich untermalt werden die Katzenbilder von einem Zierkohl und mehreren Violen. Diese Pflanzen habe ich im vergangenen Herbst in zwei Pflanzgefäße in unserem Vorhaus gesetzt. Die ebenfalls dazu gepflanzten Chrysanthemen sind schon lange verblüht, aber sowohl Zierkohl als auch Violen haben den Winter überdauert und sehen immer noch gut aus. Daraus lerne ich: In Zukunft werde ich mehr von den entzückenden Violen einsetzen - und im Herbst auch wieder hübsche Kohlköpfe! 😊


Erste Schneeglöckchen ...
... habe ich auf unserem Blühhügel auch schon entdeckt! In den Blogs aus Deutschland sehe ich ja bereits seit einiger Zeit Frühlingsblüher, wir im Osten Österreichs sind allerdings stets etwas später dran. Doch jetzt startet auch hier so einiges durch - ich freu' mich! 😊😊😊


Bobbel-Häkelei:
Was ihr oben und unten außerdem sehen könnt, ist mein neuestes Häkel-Abenteuer. Ich habe mich nämlich Hals über Kopf in ein Häkeltuch verknallt, das mit einem speziellen Verlaufsgarn - einem so genannten Bobbel - gehäkelt wurde. (Als Bobbels bezeichnet man Garne, die "gefacht" sind: Die einzelnen Fasern werden nicht miteinander verzwirnt, sondern die Fäden liegen nebeneinander.) 
 
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Ich entschied mich allerdings für eine etwas kräftigere Farbversion, als auf dem Tuch-Foto zu sehen ist - Pastellfarben stehen mir nicht wirklich, und beim Bobbel in der Ausführung India-Color werden ja ausschließlich Farbtöne verwendet, die ich liebe. Die Häkelschrift, nach der ich hierbei arbeiten muss, übersteigt meine Fähigkeiten genauso wie das Häkelmuster selbst - aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben. Ich bleibe dran! Mittlerweile beginnt sich die Farbe bei meiner Häkelei schon von Blau nach Grün zu verwandeln.

 

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Baby-Ausflug:
Vor einigen wenigen Tagen ergab sich auch wieder ein Spaziergang mit unserem Enkelkind, wodurch wir abemals der Baustelle entfliehen konnten 😉 Wir wurden außerdem fein bekocht und sahen zudem unsere "Enkelkatzen" Yoomee, Chiller und Nala wieder. (Unten seht ihr die Findelkatze Nala, die inzwischen auch schon recht schön gewachsen ist 😽.)


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Ihr Lieben, somit seid ihr wieder auf dem Laufenden über die Aktivitäten in Rostrosenhausen - und ein paar Fotos aus der Warteschlange konnte ich euch ebenfalls zeigen. Ich hoffe, es geht euch gut und freue mich auf ein baldiges "Wieder-lesen". Bis demnächst also und ...

 

... alles Liebe,

💗 eure   T  r  a  u  d  e 💗 

Fotos von Brigitte, Edi und mir



Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

beim Mosaic Monday, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta,  All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid 


PS: Ein paar Petitionen hab ich auch wieder für euch:

  • Stoppt illegalen Wildtierhandel auf Facebook: Völlig verängstigte kleine Geparden, Tiger und sogar Baby-Orang-Utans -- sie alle werden in diesem Augenblick einfach so auf Facebook verkauft! Die Plattform ist der neue Marktplatz für Wildtiere und bietet Wilderern einen sicheren Ort für den Verkauf von bedrohten Tierarten, Elfenbein und Haifischflossen. Das müssen wir beenden - bitte unterschreibt hier: https://secure.avaaz.org/campaign/de/make_illegal_wildlife_trade_extinct_loc/ 
Stoppt illegalen Wildtierhandel auf Facebook
Keine Fotobeschreibung verfügbar. 
 
 
  • In wenigen Tagen könnten die Länder der Welt beschließen, dass es zukünftig einen rechtlich bindenden UN-Vertrag gegen Plastikmüll geben wird. Lasst uns gemeinsam den Druck auf die Regierungen erhöhen – teilt diese Petition mit jetzt mit Freunden.
     
     



Samstag, 5. Februar 2022

Italien-Reisebericht - Ein Tag in Florenz (Toskana)

HIER kommt ihr zum gesammelten Reisebericht Italien 2021.



Ciao ihr Lieben!

 

Endlich, endlich geht es weiter mit meinem Italien-Reisebericht! Seit ich euch am 12. Dezember 2021 von unserem Ausflug ans Meer und in den Tarotgarten der Niki de Saint Phalle erzählt habe, ist einige Zeit vergangen - und somit viel Wasser durch den Arno geflossen. 

An diesen 241 Kilometer langen Fluss wollen wir uns heute übrigens virtuell begeben - genauer gesagt in eine berühmte Stadt, die an diesem größten Fluss der Toskana liegt... und die wegen ihres unglaublichen Reichtums an Kunstwerken, sehenswerten Gärten, prächtigen Stadtpalästen und Sakralbauten den Kosenamen "die Schöne am Arno" trägt.

 
Bevor wir dorthin aufbrachen, nahm Brigitte noch einige Fotos von dem faszinierenden Morgennebel auf, der um "unseren" 
Hügel lag.


Im Vorfeld fragten wir uns: Wo würden wir in Florenz parken? Erfahrungsgemäß sind Parkhäuser oder öffentliche Parkplätze in Italiens Touristen-Hochburgen nur schwer zu finden bzw. teuer - überhaupt, wenn man den ganzen Tag an einem Ort zu bleiben gedenkt. Oder sollten wir besser mit der Bahn an unser Ziel fahren (was von unserem Urlaubsort allerdings etwas unpraktisch war)? Brigitte und Peter fanden heraus, dass es die Möglichkeit gibt, den Wagen auf dem Autobahn-Parkplatz Villa Costanza stehen zu lassen und dann öffentlich mit der Straßenbahn ins Zentrum zum Hauptbahnhof zu fahren. Der Preis für diesen Parkplatz ist moderat und die Verbindung klappte hervorragend - eine tolle Idee also!
 
Über diese Stadt und seine Geschichte gäbe es so viel zu schreiben, dass ich nicht  weiß, wo ich anfangen soll. Daher ersuche ich alle, die mehr über geschichtliche Hintergründe und dergleichen wissen möchten, auf den obrigen Link zu klicken - damit kommt ihr zum Wikipedia-Hauptartikel über die Hauptstadt der Toskana. Ich möchte mich lieber (weitgehend) darauf beschränken, euch über meine persönliche Beziehung zu Florenz zu erzählen. Die ist nämlich eine gespaltene:

In jungen Jahren hatte ich einen Freund, der sehr italophil war und von Florenz als der schönsten Stadt der Welt schwärmte. (Er hat später auch eine Italienerin geheiratet, ihren klingenden Familiennamen angenommen und - soweit ich weiß - viel Zeit in seiner Lieblingsstadt zugebracht.) Als ich im Jahr 1996 erstmals mit meiner kleinen Familie (sowie meiner Freundin Anita und deren damals siebenjähriger Tochter Natascha) in die Toskana kam, war ich daher umso neugieriger auf diese Stadt, von der ich schon so viel Positives gehört hatte.


Florenz als Shopping-Paradies: Die Kleidung in den Auslagen hätte in mein Beute-Schema gepasst, aber ich wollte ja nichts
 kaufen und ich daran hielt ich mich. Bei den originellen Braccialini Handtaschen musste ich intensiv an unsere Accessoires-
Queen Tina denken 😉

 

Unser erster Florenz-Besuch vor knapp 26 Jahren:
Um es kurz zu machen: Ich fand Florenz im Jahr 1996 einfach nur furchtbar! Vielleicht sind darüber jetzt einige von euch erstaunt oder gar schockiert, aber: Es war Hochsommer, die Stadt war von Touristen total überlaufen, und es war extrem staubig, stickig und laut. Unmengen von Mopeds fuhren auf rücksichtslose und höchst gefährliche Art und Weise - nicht nur auf Fahrbahnen, sondern teilweise auch auf den Gehsteigen und auf dem Ponte Vecchio, und ich war in ständiger Panik um meine damals dreijährige Tochter. Auch Anita und Natascha fühlten sich nicht wohl. Wir flüchteten uns in die Kathedrale Santa Maria del Fiore (was damals noch ohne Voranmeldung ging), doch der Stress, die vielen Menschen in der Kirche oder vielleicht auch der Weihrauchgeruch verursachten mir eine derartige Übelkeit und Kreislaufprobleme, dass ich mich in der Kirche gleich neben dem Eingang auf einen Stuhl setzen musste, bis Edi, Jana und die beiden anderen nach einer kurzen Kathedralen-Besichtigung zu mir zurückkehrten. 

Bei den Uffizien - die vor allem Anita sehr interessiert hätten - gab es eine Menschenschlange, die auf eine stundenlange Wartezeit schließen ließ. Und so suchten wir schließlich einen der Gärten auf - den Giardino di Boboli - wo wir endlich aufatmen konnten. (Okay, diesen Teil fand ich nicht furchtbar. Aber als wir im Jahr 2000 abermals in die Toskana kamen, stand Florenz nicht auf unserer Wunschliste...)

Blick auf Fassade und Kuppel der Kathedrale von Florenz und auf ihren Campanile di Giotto

Ich bin jedoch bereit, Orten, die es sich mit mir verscherzt haben, eine zweite Chance zu geben. Vor allem, wenn es sich um Orte handelt, die von so vielen Menschen hoch geschätzt werden. (Paris ist auch so eine Kandidatin 😉.) Deshalb versuchten wir es mit Florenz am 17. September 2021 ein weiteres Mal.

Der Dom von Florenz ist ein wahrer Prachtbau; jedenfalls von außen (und seine Kuppel gilt als technische Meisterleistung der frühen Renaissance). Von innen haben wir ihn diesmal nicht gesehen (mir hat das eine Mal im Jahr 1996 gereicht 😉). Brigitte und Peter hätten zwar Lust darauf gehabt, doch ohne Online-Vorbestellung läuft nichts. Und - im Vertrauen gesagt - seht euch das Innere der Kathedrale im Internet an: Nennt mich eine Banausin, ich persönlich habe jedenfalls schon viele Kirchen gesehen, deren Innengestaltung mich sehr viel mehr beeindruckt hat. Aber von außen finde ich den Dom von Florenz wie gesagt faszinierend.
 
Bei dem achteckigen Gebäude vor dem Dom handelt es sich um das Baptisterium San Giovanni - die Taufkirche des Doms von Florenz

Unser nächster Weg führte uns auch diesmal wieder zu den Uffizien - wir hofften, dass (durch Covid und weil keine Ferienzeit war) die Warteschlange nicht ganz so extrem sein würde wie im 96er-Jahr. Auf dem Weg dorthin sammelte ich fotografisch ein paar Tore, Schilder und Kunstwerke ein:

Das Gebäude mit dem hohen Turm oben mittig ist der Palazzo Vecchio, das Rathaus von Florenz.

Unterwegs fielen uns extrem viele Polizisten und andere Personenschützer auf. Wie sich herausstellte, begab sich unser Florenz-Besuch ausgerechnet zum Zeitpunkt des Treffens der G20-Landwirtschaftsminister. Die Eröffnung des Agrarministergipfels fand im Palazzo Vecchio statt, den Brigitte und Peter gern besichtigt hätten (bzw. von dessen Turm aus sie sich eine tolle Aussicht über Florenz erhofft hatten). Das war an diesem Tag leider nicht möglich.

Auch der Hof der Uffizien (unten links) war für Besucher gesperrt, hier standen die Fahrzeuge und Fahrer der Agrarminister.


Die Uffizien (italienisch uffici ‚Büros‘): 
Ursprünglich waren die Uffizien als Büros für Florentiner Magistrate, Richter und andere Amtsinhaber konzipiert. Der Gebäudekomplex wurde in den Jahren 1560 bis etwa 1580 errichtet. Im Obergeschoss wurde eine Privatgalerie für die regierenden Familien von Florenz und deren Gäste mit Werken der Malerei und Bildhauerei von der Antike bis zum Spätbarock eingerichtet; im Lauf der Zeit wurde die Galerie erweitert und im Jahr 1769 als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Sammlungen in den Uffizien zählen weltweit zu den interessantesten und wertvollsten ihrer Art; das Museum stellt mit jährlich rund 2 Millionen Besuchern einen Hauptanziehungspunkt von Florenz dar.

Tja, und das merkt man auch außerhalb der Hauptsaison - selbst in Zeiten, in denen nicht so viel gereist wird wie nomalerweise. Aber es war immerhin nicht so schlimm wie 1996. Außerdem hatten wir die Segnungen der modernen Technik genützt und die Tickets online vorreserviert - das erspart doch einiges an Wartezeit.

Ich bin übrigens froh, dass wir die Uffizien bei unserem ersten Florenz-Besuch letztendlich beiseite ließen: Denn mit kleinen Kindern hätte ich dieses riesige Museum mit seinen weitläufigen Räumen eindeutig nicht besuchen wollen, das wäre viel zu stressig gewesen. Es gibt hier auf mehreren Stockwerken soo viele (berühmte und nicht ganz so berühmte, in jedem Fall aber beachtliche) Gemälde und Skulpturen zu bewundern - allein DAS ist schon überfordernd für mich. (Und ihr wisst, dass ich normalerweise gar nicht so leicht zu überfordern bin... Aber diese Fülle an atemberaubenden Werken, die schafft sogar mich...)

Hier nur ein winzigkleiner Auszug. Besonders beeindruckt haben mich (ebenso wie vor ein paar Jahren im Vatikan-Museum) die phänomenalen Deckengemälde.

Großes Foto: Ich fand, die Statuen sahen aus, als würden sie miteinander Ball oder Frisbee spielen 😉

Aus den Fenstern bzw. von der Terrasse der Uffizien hat man auch einen umwerfenden Blick über Florenz - z.B. auf den Dom oder den Ponte Vecchio. Bei einem der Blicke aus dem Fenster sahen wir, dass es aus den üppigen Wolken zu regnen begonnen hatte. Doch als wir im Uffizien-Terrassenrestaurant eine kleine Mittagspause einlegten, hatte es bereits wieder aufgehört. Der freche Spatz (siehe Collage oben) freute sich offensichtlich sehr über die auf der Terrasse entstandene Pfütze und nahm darin ein spritziges Bad zwischen all den schmausenden Touristen.

... war nach dem Museumsbesuch gleich unser nächstes Ziel. Es handelt sich dabei um die älteste Arno-Brücke in Florenz - ziemlich überlaufen, aber sehr sehenswert. Die heutige Steinbrücke wurde zwischen 1335 und 1345 errichtet, nachdem ein Hochwasser die zuvor an dieser Stelle stehende Holzbrücke zerstört hatte. Seitlich entlang der Brücke befinden sich seit 1345 kleine Läden
 
Auszug aus Wikipedia: "Ursprünglich waren auf der Brücke hauptsächlich Schlachter und Gerber ansässig. Die Schlachter warfen ihre stinkenden Abfälle in den Arno, die Gerber wuschen ihre Stoffe, die zuvor mit Pferdeurin gegerbt wurden. 1565 wurden diese jedoch per Dekret von Cosimo I. de’ Medici durch Goldschmiede ersetzt, da diese keinen Abfall produzieren. Noch heute befinden sich zahlreiche Juweliere in den kleinen Läden auf der Brücke."
 
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ponte Vecchio als einzige Brücke der Stadt glücklicherweise nicht zerstört, während zahlreiche benachbarte Häuser am Arno-Ufer komplett vernichtet wurden (siehe Foto von 1944).

Mich persönlich haben Juwelierläden noch nie interessiert - ich mag immer schon bunten Modeschmuck am liebsten - 
aber ganz eindeutig gibt es zahlreiche InteressentInnen, die gerne Schmuck auf dem Ponte Vecchio erstehen wollen.
 
 
Der Boboli-Garten war auch diesmal einer der Orte, an denen ich mich in Florenz am wohlsten fühlte. Er befindet sich hinter dem Palazzo Pitti, dem Hauptsitz der Medici als Großherzöge der Toskana. Den Palazzo selbst kann man auch besichtigen, doch wir (= Edi und ich*)) entschieden uns für eine Kombinationskarte von zwei Gärten. (Über den zweiten erzähle ich euch im Anschluss.) 
 
*) Brigitte und Peter waren derweil anderswo unterwegs - da sie weder in die Kathedrale noch auf den Turm des Palazzo Vecchio gekommen waren, suchten sie nach einem in Frage kommenden Ort, von dem sie Florenz aus der Vogelperspektive betrachten konnten - und entschieden sich schließlich für die Rooftop Cocktail Bar View on Art .
 


 Blick vom Boboli-Garten auf den Palazzo Pitti und den ägyptischen Obelisken, der von der Villa Medici in Rom hierher gebracht 
wurde.


Der Giardino Boboli ist nicht nur Heimstatt einer wichtigen Sammlung von Skulpturen, sondern lädt auch zu weitläufigen Spaziergängen durch die schön gestaltete Anlage ein und bietet traumhafte Landschaftsausblicke. Davon abgesehen kann man hier auch manch einem Vogel begegnen, wie den Stockenten oben oder diesem Graureiher, der sich beim Neptun-Brunnen*) im Schatten einer Statue versteckte. (Ich hätte ihn nicht gesehen, aber Edi entdeckte ihn mit seinen "scharfen Augen eines Urzeitjägers" 😉.

*) Von den Florentinern wird der Brunnen mit der überlebensgroßen Neptunstatue von Stoldo Lorenzi aus dem Jahr 1571 respektlos „Gabelbrunnen“ genannt - in Anspielung auf Neptuns Dreizack.

 

Besonders gut gefiel mir hier der grüne Teepavillon, der allerdings nicht in Betrieb war. Der Garten verfügt auch über mehrere Grotten. Die größte dieser Grotten wurde zwischen 1583 und 1593 vom Künstlers Bernardo Buontalenti gestaltet (ein hübscher Name für eine talentierten Künstler, wie ich finde 😉) und von einigen weiteren Künstlern vollendet. Die Fassade besteht aus Stalagmiten und Stalaktiten; über dem Torbogen ist das Familienwappen der Medicis zu sehen und um das Wappen herum zwei weibliche Figuren, die Frieden und Gerechtigkeit symbolisieren, außerdem Tafeln mit den Tierkreiszeichen. Sehr sehenswert ist in diesem Garten auch der Bereich rund um das Casino del Cavaliere (Porzellan Museum), hier waren wir allerdings diesmal nicht, nur 1996. Solltet ihr noch mehr vom Girdino die Boboli sehen wollen, kann ich euch diesen Artikel empfehlen.

 

Großes Foto: Brigitte und Peter auf der Terrasse der Rooftop Cocktail Bar mit Blick auf die Kathedrale.

 

Dieser Renaissancegarten wurde erst in den letzten Jahren für Besucher geöffnet. Er ist kleiner als der Boboli-Garten, gilt aber für manche als schöner und reizvoller als sein "großer Bruder". In jedem Fall bietet er wunderbare Ausblicke, und er ist weniger bekannt als der Giardino Boboli (der manchmal überlaufen sein kann - was bei unserem Besuch aber nicht der Fall war). 

 

Besonders traumhaft muss der Garten zur Blütezeit des Blauregens (Wisteria) anzusehen sein, denn davon gibt es einen schönen Laubengang (ohne Blüten zu sehen in meiner unteren Collage, links unten). Wenn ihr auf diesen Link klickt, könnt ihr den mit lila Blüten geschmückten Laubengang sehen - ein Traum!).

In diesem Garten trafen wir - ohne es vereinbart zu haben - wieder auf Brigitte und Peter. Und es gab hier auch ein kleines Lokal, das geöffnet hatte. Hier konnten wir uns ein wenig ausruhen und erfrischen.


Damit ging unser Florenz-Besuch auch schon seinem Ende entgegen. Wir warfen vom gegenüberliegenden Arno-Ufer noch einen Blick auf die Uffizien (und die immer noch lange Warteschlange davor) sowie auf den Ponte Vecchio, und auf dem Rückweg zur Straßenbahnstation kamen wir auch noch einmal an der Kathedrale vorbei. Dann ging es mit der Tram zurück zum Autobahn-Parkplatz Villa Costanza.


Dies war also mein zweiter Florenz-Besuch. Und ich muss zugeben, wenn nicht gar so viele Touristen in dieser Stadt unterwegs sind wie im Sommer 1996, wenn die Hitze nicht so glüht, wenn man keine Dreijährige zu beschützen hat und wenn erheblich weniger Mopeds unterwegs sind, dann wirkt diese Stadt deutlich freundlicher auf mich. 

Meine Lieblingsstadt wird sie trotzdem nicht werden - trotz all der wundervollen Kunstwerke, trotz der traumhaften Gärten: Florenz überfordert mich - jedenfalls dort, wo sich die meisten Touristen tummeln. Ich bin eben eher für Naturparadiese, Bergdörfer oder beschauliche Städtchen geschaffen... 

Für allejene, die ähnlich empfinden, habe ich eine gute Nachricht: In meinem nächsten Toskana-Kapitel werde ich euch über einen Relax-Tag auf unserem grünen Hügel sowie über ein Geburtstags-Mittagessen in der kleinen Ortschaft Badia Agnano und einen Ausflug in die relativ überschaubare Stadt Arezzo erzählen.


Mit diesen abendlichen Himmelsblicken (die abermals Brigitte aufgenommen hat) verabschiede ich mich für heute von euch. (Ich kann mich überhaupt nicht entscheiden, ob mir die Umgebung unseres Ferienhauses am Morgen oder am Abend besser gefällt... Ich finde beide Anblicke atemberaubend schön.)

 

 Fotos von Brigitte, Edi und mir
Ciao & Arrivederci,

🌿  T  r  a  u  d  e 🌿




Gerne verlinke ich passende Beiträge:

beim Mosaic Monday, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta,  All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid

 

Mittwoch, 2. Februar 2022

Mütze, Schal, Handschuhe, neue Küchenschränke und ein paar Ausflüge

Servus ihr Lieben!
 
 
Mein Florenz-Reiseberichtskapitel ist immer noch nicht fertig. Aber nachdem es bei den ü30Bloggern eine Blogparade zum Thema "Mütze, Schal und Handschuhe" gibt, kann ich euch gleich ein paar Fotos von unserem Ausflug am letzten Januar-Tag zeigen - da war ich nämlich gut eingepackt. Und weil ich außerdem ein paar Themen in der Warteschleife hängen habe, bekommt ihr heute einfach einen bunten Mix von mir geboten.

Ausflug ins Helenental:
Die (diesmal besonders) lautstarken Bauarbeiten im Nachbarhaus gingen morgens um 7 Uhr los; beim Frühstück beschlossen wir, in die Natur zu flüchten.
 
 
[Dieser Beitrag kann Werbung enthalten - durch Links zu externen Seiten, desweiteren durch Fotos, Orts-,
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Zunächst dachten wir daran, zur Burgruine Rauhenstein zu wandern, doch dort, wo der Weg zur Ruine beginnt... fanden lautstarke Bauarbeiten statt! 😡😱 Ich wollte keinen Schritt weitergehen, auch wenn Edi meinte, dass der Lärm sich im Wald verlieren würde. Alles in mir wehrte sich dagegen. Also wieder ins Auto und ein paar Kilometer weitergefahren, bis zum Parkplatz Cholerakapelle.

Von dort wanderten wir am "Wegerl im Helenental" entlang des (diesmal wild-bewegten) Flusses Schwechat. Das Wegerl ist angeblich - laut dem Text eines alten Liedes von Alexander Steinbrecher - für alte Ehepaare viel zu schmal, doch wir hatten keine Probleme, dort nebeneinander zu gehen, mal abgesehen davon, dass der Weg recht gatschig war 😉*). An manchen Stellen gab es auch noch gefrorene Schnee-Reste. 

*) Hier der Liedtext, hier zum Reinhören die Version von Peter Alexander 😊.) Edi meinte dazu: "Naja, kein Wunder, wir sind ja auch kein altes Ehepaar." Da hat er wohl auch wieder recht 😁.

Es handelt sich hier um eine Kernzone des Biosphärenparks Wienerwald - ein streng geschützes Waldgebiet, das Lebensraum für viele Arten bieten soll, weshalb Totholz liegen bleibt und der Mensch auch sonst möglichst nicht eingreift.

Ob manche der umgestürzten Bäume erst seit den Stürmen der letzten Zeit hier liegen? (Die mit dem Moos-Pelz natürlich nicht...)

Angeblich befand sich bei diesem Felsen der Lieblingsrastplatz des Komponisten Ludwig van Beethoven. (Wir waren also abermals auf den Spuren Beethovens unterwegs.)

 

 "Ist es doch als ob jeder Baum zu mir spräche auf dem Lande
Heilig, heilig, im Walde Entzücken! Wer kann alles ausdrücken?
Süße Stille des Waldes."

Notiz Beethovens aus 1815
Süße Stille des Waldes. 
Genau!
Aufatmen!
 

Auf dem Schild konnte man mehr über die Gegend erfahren und über somanche Schrulle Beethovens lesen.



Verschiedenste "Tore" gab's auch zu sehen...

Mütze, Schal und Handschuhe:
Diesmal habe ich es klüger gemacht als neulich bei unserem Spaziergang entlang der Fischa: Um keine kalten Ohren zu kriegen, trug ich unter der selbst gehäkelten Mütze mein rotes Stirnband. (Das funktionierte prima!) In der folgenden Collage seht ihr diese Mütze und den Schal noch einmal und außerdem die zweite Mütze, die ich im vorigen Jahr gehäkelt habe:

Hier seht ihr mein rotes Stirnband - es ist mit Fleecestoff gefüttert und somit sehr warm - sowie eine weitere Mütze, die meine Ohren gut warm hält. Ich besitze sie schon seit einigen Jahrzehnten, sie war vor der Sturzhelm-Ära meine bevorzugte Mütze zum Skifahren. Wegen ihrer Farbgebung trage ich sie auch jetzt noch am ehesten zur Skijacke. 

Zudem seht ihr in dieser Collage die beiden Schals, die ich im Jahr 2021 am häufigsten trug: das tolle rot-gestreifte Dreieckstuch von Invero aus schöner Merinowolle, das ich  von Ines Meyrose im Jahr 2017 geschenkt bekommen habe, sowie meinen kiwigrünen Stoffschal, der bei mir durch seine frische Farbe stets Frühlingsgefühle entfacht.

Oben habe ich euch meine rot-grün-weißen Wollhandschuhe im Norweger-Strick gezeigt, die ich auch schon jahrelang besitze. In der folgenden Collage seht ihr zwei weitere Strickhandschuh-Paare, die ich gerne trage: Die perfekt zur goldgelben Jacke passenden in Braun-Gelb-Tönen hat im Jahr 2018 meine langjährige Blogfreundin Claudia für mich gestrickt; die fingerlosen Handschuhe in Lila-Tönen stammen von einem Weihnachtsmarkt.

Meine hellbraune Mütze stammt ebenfalls von einem Markt und wird von mir sehr oft und gern getragen - das gute Stück ist zwar dünn, aber trotzdem angenehm warm, was wohl mit dem verwendeten Material (Alpaka-Wolle) zusammenhängt.

Apropos Alpakas:
Vor kurzem sahen wir wieder fünf süße Alpakas, denn wir unternahmen einen Spaziergang bei einem nahe gelegenen Fischteich. Auf dem Weg dorthin begegneten wir den putzigen, wolligen Viechern, die uns neugierig beäugten und - weil sie sich Futter erhofften - auch näher zum Zaun kamen. Wenn ihr mehr über unsere früheren Alpaka-Erfahrungen lesen wollt: Hier geht's zu meinem Post über unsere wundervolle Alpaka-Wanderung, hier könnt ihr über eine weitere Begegnung mit den Alpakas von Grafensulz lesen und hier über die Alpakas, die wir am Tag meines Mützenkaufs in der Mannersdorfer Wüste gesehen haben. Ich hoffe, wir können bald wieder eine Alpaka-Wanderung unternehmen!

Neue Küchenmöbel:
Unsere cremefarbige, mit Holz gerahmte Küche ist so alt wie unser Haus, also 30 Jahre. Wir haben sie von den Vorbesitzern des Hauses vor 20 Jahren übernommen. Eine Zeitlang träumte ich von einer weißen Landhausküche (und habe euch HIER über meine Küchenträume erzählt. Doch vor etwa 5 Jahren dachte ich mir: "Lieber verwende ich das Geld, das eine neue Küche kosten würde, für Reisen. Davon habe ich auf Dauer mehr." 
 
Dann wurden wir pensioniert ... und dann kam Covid: Wir waren mehr zu Hause, reisten weniger und kochten viel. Dabei entstanden verschiedene Überlegungen, wie wir unsere vorhandene Küche für unsere Zwecke praktikabler gestalten könnten. Also keine neue Küche, sondern nur ein kleiner Umbau nach meinen Skizzen, realisiert von einem örtlichen Tischler. Hier kriegt ihr Fotos vom Ergebnis zu sehen. (Leider kann ich euch keine "Vorher-Fotos" bieten...)

Neues Gewürzregal, neuer Unterschrank: 
 
Es gab ursprünglich einen kleinen Anbau-Tisch an einem der Unterschränke - dort haben wir früher wochentags gefrühstückt, jetzt aber nicht mehr. Durch den Tisch wurde viel Platz verschenkt, also ließen wir ihn entfernen
 
Die Wand, die durch den Tisch blockiert worden war, stand nun zur Verfügung für einen neuen Schubladenschrank und für ein schönes, großes Gewürzregal.
 
Damit alles schön farbharmonisch ist, habe ich die Küchenwand neu gestrichen - sie ist jetzt steingrau (statt früher lavendelblau).
 
 
Unsere Gewürze hatten wir bis dahin zum Teil in einem Schränkchen über dem Herd aufbewahrt (siehe folgende Collage). Dieser Hängeschrank war nur deshalb so schmal, weil er den Dunstabzug kaschierte - ein Gerät, das wir nie benützten und das deshalb auch nur ein Platzfresser war. Wir ließen den Dunstabzug entfernen und einen tieferen Hängeschrank einbauen. Darin bewahren wir jetzt verschiedenste Küchenutensilien auf - für die Gewürze sollte es aber mehr Übersichtlichkeit geben. Und die gibt es jetzt - wir sind sehr glücklich mit unserem großen Regal!

Da keine Fronten mehr lieferbar waren, die den alten auch nur annähernd entsprachen, einigten wir uns darauf, ganz bewusst eine "Patchwork-Küche" zu gestalten. Wir wählten für den Schubladenschrank Fronten in Esche und in hellem, gemasertem Grau. Die "blinde" Lade an dem Unterschrank, an dem der frühere kleine Tisch montiert war, wurde durch eine richtige Schublade ersetzt und erhielt ebenfalls eine Eschenfront. Damit der Übergang zu den bisherigen cremeweißen Fronten nicht zu hart erscheint, ließen wir auch noch eine der Schranktüren durch eine grau-gemaserte ersetzen.

Einen kleinen Küchentisch gibt es auch jetzt wieder - ihr seht ein Stück davon in der oberen Collage - wir ließen eine Eschenholz-Platte an die Wand montieren, die man im Bedarfsfall hoch- oder herunterklappen kann (wie einen Wohnwagen-Tisch 😉) Das spart Platz in unserer nicht sehr großen Küche.
 
Alter Hängeschrank mit neuem, tieferem Innenleben (links); Unterschrank mit teilweise neuen Fronten im Patchwork-Look:


Gegenüber der Wand mit dem neuen Gewürzregal gibt es einen kleinen weißen Hängeschrank, den ich euch in meinem Küchenträume-Posting vorgestellt habe. Darunter stand ein Regal mit Körben, in denen wir einerseits Katzenfutter aufbewahrten, andererseits Müll trennten. Dieses Korbregal zeigte bereits starke Auflösungstendenzen, das Korbsystem selbst fanden wir aber praktisch. Also ließen wir uns vom Tischler ein Eschenholz-Schränkchen bauen, in dem wir 6 Körbe unterbringen (für Altpapier und Gartenutensilien, Altmetall und Katzenfutter, unten sind zwei Körbe für Altglas. Unser Mülleimer hat noch zusätzliche "Abteile" für Altplastik und Biomüll.) 
 
Der Schrank bekam (wie schon das frühere Korbregal) unten Rollen, damit wir ihn leicht wegschieben können: Denn in der Nische daneben bewahren wir Besen, Staubwedel und Küchenschürzen auf; auf der anderen Seite hat er eine Reling, an der wir unser Korbtablett aufhängen können. Somit ist auch hier der Platz wieder gut genützt und unser Küchenumbau war zudem recht ressourcenschonend. (Sogar ein paar der Körbe aus dem alten Korbregal konnte ich noch retten, davon ein andermal mehr.)
 
Neuer Roll-Schrank mit Körben (und darüber das bereits bekannte Schränkchen):

Schrank-geshoppt: Look in Lila und Rot:
Abermals habe ich mich von Marens neulich gezeigten Very-Peri-Look inspirieren lassen. Da kombinierte sie nämlich diesen Lila-Ton unter anderem mit Rot, und das gefiel mir sehr gut. Also griff ich wieder zu meiner selbstgefärbten Lila Cordjacke, zu meinen alten roten Jeans, einem rot-schwarzen Bio-Baumwoll-Shirt und zwei Ketten in Lila-Tönen, und meine schon lange sträflich vernachlässigte Handtasche in Lila kramte ich auch hervor. Die Stiefletten sind meine am häufigsten getragenen, bequemsten in Taupe. Ein richtiger Wohlfühl-Anzug!


Schrank-geshoppt: Look in Lila und Braun:
Nicht ganz so auffällig (aber meiner Meinung nach auch stimmig) ist der Mix, den ich ein paar Tage später zum Einkaufen trug. Diesmal wählte ich meine braune Babycordhose zur Cordjacke in Lila. Dazu mal wieder mein Häkeldreieckstuch, mein lila Langarmshirt, die bunte Kette von Tina und die braune Rucksack-Tasche (Geschenk meiner Freundin Maria und seit Jahren meine am häufigsten getragene Tasche). Dazu die schwarzen Bio-Stiefletten von Waschb*r.

Wolken an einem windigen Tag:
Zum heutigen Schluss habe ich noch ein paar Himmelsblicke für euch - fotografiert beim Walken am 1. Februar. Unten seht ihr einen entwurzelten Baum, der über den Fluss gefallen ist - ein Sturmopfer der letzten Tage ...


Nun danke ich euch noch ganz herzlich für eure lieben Willkommens-Kommentare zu meinem vorigen Post Blogpause beendet 😀!  Ich wünsche euch allen einen wunderbaren Februar!

 

Alles Liebe,

💗 eure   T  r  a  u  d  e 💗 




Gerne verlinke ich passende Beiträge: 

beim Mosaic Monday, Artis Schilderwald-Linkup, Wednesday around the World bei Pieni Lintu, bei My Corner of the World, Naturdonnerstag - bei Elke, Friday Bliss - bei Riitta von Floral Passions, Saturday's Critters bei Eileen, bei der Gartenglück-Linkparty, I’d Rather B Birdin’, Garden Affair - bei Jaipur Garden, Novas Linkups - wie Glockentürme oder T in die neue Woche, Heidis Aktion Himmelsblick, Colour-Energy von Maren - Farbwunder Style, Ich seh rot oder Close to the Ground bei Jutta,  All good things are blue bei Anne, Mein Freund, der Baum - bei Astrid